TV-Tipp für den 26. September

September 26, 2008

3Sat, 22.25

Das Mädchen und der Kommissar (F/I 1971, R.: Claude Sautet)

Drehbuch: Claude Sautet, Jean-Loup Dabadie, Claude Néron

LV: Claude Néron: Max et les ferrailleurs, 1968

Ein ehrgeiziger Polizist animiert, mit Hilfe einer Prostituierten, eine Gruppe von Kleingangstern zu einem Banküberfall. Er will sie auf frischer Tat ertappen.

Der vorzügliche französische Kriminalfilm mit Starbesetzung ist eine beklemmende Charakterstudie über einen ehrgeizigen Polizisten und die Annahme, dass der Zweck die Mittel heilige.

Mit Romy Schneider, Michel Piccoli, Bernard Fresson


R. i. P. Olov Svedelid; Übersetzer Blumenbach, Drehbuchautor Kirchner, Noir of the Week

September 25, 2008

R. i. P. Olov Svedelid (26. August 1932 – 22. September 2008)

Der Erfinder von Roland Hassel ist verstorben. Sveriges Radio schreibt:

Einer der produktivsten schwedischen Autoren, Olov Svedelid, ist gestorben. Er schrieb fast 190 Bücher. Sein letztes Werk erschien im Mai. Darin schrieb Svedelid von seinem Umgang mit der Diagnose Krebs und seinen Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitssystem. Am bekanntesten war Svedelid für seine mehr als 20 Krimis um den Kommissar Roland Hassel, von denen etliche ins Deutsche übersetzt sind. Viele wurden mit Lars-Erik Berenett in der Hauptrolle verfilmt. Neben Detektivromanen und Krimis schrieb Svedelid auch historische Romane, Satiren, Biographien und Novellen. Svedelid starb im Alter von 76 Jahren.

Aus Deutschland gibt es, wie bei James Crumley, noch keine weiteren Meldungen. Aber einige aus Skandinavien: Stockholm Expressen, Sydsvenskan, Stockholm City und Vassa Eggen.

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Die Leiden des Übersetzers. Die Süddeutsche Zeitung (Alex Rühle) traf Ulrich Blumenbach.

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Ob die Welt wirklich ein Remake von „Die Brücke“ braucht, darf bezweifelt werden. Auch wenn die Pro7-Verantwortlichen nicht müde werden zu betonen, dass Bernhard Wicki damals den Roman von Gregor Dorfmeister nicht wirklich verfilmt habe (Na und? Sein Film ist ein Klassiker.), dass sie jetzt den Roman verfilmen wollten und, natürlich, alles mit sehr viel Respekt behandeln wollen.

Die Gedanken des Drehbuchautors Wolfgang Kirchner gibt es bei Stichwort Drehbuch. Das Remake läuft am Montag, den 29. September, um 20.15 Uhr. Das Original in der Nacht um 01.00 Uhr und anschließend, um 02.45 Uhr, wieder das Remake.

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Der Noir of the Week ist – (Tusch) – “Der dritte Mann” (The third man).


Neu im Kino: Der Baader Meinhof Komplex, Pathology

September 25, 2008

Der Baader Meinhof Komplex (D 2008)

Regie: Uli Edel

Drehbuch: Bernd Eichinger

LV: Stefan Aust: Der Baader Meinhof Komplex, 1985 (danach mehrere überarbeitete Neuausgaben)

Buch zum Film: Katja Eichinger: Der Baader Meinhof Komplex – Das Buch zum Film, 2008

Epische Verfilmung des gleichnamigen Sachbuchs. Im Kino sind 150 Minuten Sitzfleisch (zuzüglich Werbung), im Fernsehen dann zwei mal 90 Minuten Sitzfleisch, gefordert. Tja, je schnelllebiger die Zeit wird, umso länger werden die Spielfilme.

Ansonsten wurde die vergangenen Wochen das zahlungswillige Publikum mit RAF-Geschichten und Interviews mit den Schauspielern, Drehbuchautor und Produzent Eichinger, Autor Aust und Regisseur Edel auf den deutschen Spielfilm des Jahres vorbereitet.

Die Kampagne erinnerte in ihrer medialen Präsenz an die bereits überstandenen Kampagnen für den neuen Indiana-Jones- und den neuen Batman-Film. Die Kampagne für den neuen Bond läuft ja noch.

Aber in keinem Artikel stand, dass einige Szenen vor meiner Haustür gedreht wurden. Deshalb kann der Film gar nicht schlecht sein. Nein, schon die Wahl des Drehortes qualifiziert ihn zu einem Meisterwerk. – – – Ja, ja. Nicht direkt vor meiner Haustür. Sondern in einer Querstraße. Und es war nur eine Nacht. Wahrscheinlich eine Szene, in der Bleibtreu ein Haus verlässt und sie ist nur in der TV-Fassung oder den Geschnittenen Szenen zu finden. Oder Bleibtreu war in der Nacht verhindert und die Szene wurde deshalb überhaupt nicht gedreht.

Mit Martina Gedeck, Moritz Bleibtreu, Johanna Wokalek, Bruno Ganz, Simon Licht, Jan Josef Liefers, Alexandra Maria Lara, Heino Ferch, Nadja Uhl, Hannah Herzsprung, Niels-Bruno Schmidt, Stipe Erceg, Daniel Lommatzsch, Volker Bruch, Bernd Stegemann, Tom Schilling, Katharina Wackernagel, Anna Thalbach, Jasmin Tabatabai, Hans Werner Meyer

Hinweise

Homepage zum Film (Naja, aber mit Unterrichtsmaterialien)

Film-Zeit über „Der Baader Meinhof Komplex“

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Pathology (Pathology, USA 2008)

Regie: Marc Schoelermann

Drehbuch: Mark Neveldine, Brian Taylor

Schoelermann drehte vorher zwei Folgen der Action-Concept-Serie „Der Clown“ und Scooter-Videos. Neveldine und Tayler schrieben das Drehbuch für den Action-Film „Crank“. Etliche Schauspieler sind aus TV-Serien bekannt.

„Pathology“ erzählt, anscheinend ziemlich kurzweilig und blutig für ein jugendliches Publikum, von einigen Jungmedizinern, die sich fragen, ob sie einen Mord verüben können, der bei einer Autopsie nicht bemerkt wird. Ted hält das zuerst für eine akademische Frage. Bis er zur ersten Autopsie gebeten wird.

Mit Milo Ventimiglia, Michael Weston, Alyssa Milano, John De Lancie, Lauren Lee Smith, Johnny Whitworth

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Film-Zeit über „Pathology“

Monsters and Critics: Interview mit Marc Schoelermann, Mark Neveldine und Brian Taylor auf der Comic Con 2007

Collider: Video-Interviews mit Mark Neveldine und Brian Taylor (16. März 2008)

MovieWeb: Mark Neveldine über „Pathology“ (10. April 2008)


TV-Tipp für den 25. September

September 25, 2008

Arte, 21.00

Belle de jour – Schöne des Tages (F/I 1967, R.: Luis Buñuel)

Drehbuch: Luis Buñuel, Jean-Claude Carrière

LV: Joseph Kessel: Belle de jour, 1928 (Belladonna; La belle de jour- Die Schöne des Tages)

Arztgattin Séverine langweilt sich. Als Lebemann Husson sie mit Madame Anais und ihrem Etablissement für erotische Wünsche und Fantasien bekannt macht, beginnt Séverine ein Doppelleben.

Einer von Buñuels zugänglichsten Filmen über die Doppelmoral des Großbürgertums. Er erhielt den Goldenen Löwen in Venedig und war bei Kritik und Zuschauern ein Erfolg. Deneuve war danach auf die Rolle der kühlen Blondine festgelegt.

Mit Catherine Deneuve, Jean Sorel, Michel Piccoli, Geneviève Page

Wiederholung: Donnerstag, 2. Oktober, 00.50 Uhr (VPS 00.45 – Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über „Belle de jour“

3sat über „Belle de jour“ (mit weiterführenden Links; meistens zu Wikipedia)


Hinweise: Harlan Coben, Larry Beinhart, Michael Dibdin, Robert B. Parker

September 24, 2008

Harlan Coben schreibt einen neuen Myron-Bolitar-Roman. „Long Lost“ heißt das für den 31. März 2009 angekündigte Werk. Kurzentschlossene Hardcore-Fans können Coben am 30. September in New York erleben. Dann liest er einige Ausschnitte aus dem erstmals in der ersten Person erzählten Bolitar-Roman.

Bei uns wird 2009 sein jüngstes Einzelwerk „Hold Tight“ erscheinen.

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Larry Beinhart („Wag the Dog“) beantwortet einige Fragen zu seinem neuen Krimi „Salvation Boulevard“:

To date, what moment in your career has made you happiest?
Publication of my first book. I felt like my ticket to park in the parking lot of life had finally been stamped.

What question do you get asked about your writing most often?
Did I get to meet Dustin Hoffman and Robert DeNiro [during the making of Wag the Dog.] The answer is no.

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Scott Timberg schreibt in der Los Angeles Times über Michael Dibdin:

Despite their prevailing noirish tone, the books are anything but joyless. Indeed, they range from the deeply grim to the comic.

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Robert B. Parker schreibt über den nach seinem gleichnamigen Western entstandenen Film „Appaloosa“:

I had no part in the movie other than to sell them my book. But I promise you, you will like it. It is a magnificent film. Check the court room scene for Daniel T. Parker, as the lawyer. If you liked the book you will love the movie. If you hated the book. . . why the hell are you reading my blog?

Die New York Times (A. O. Scott) schreibt über den Western:

There is no shortage of killing — it’s a large part of how Virgil Cole, Mr. Harris’s character, makes his living — but “Appaloosa” works best as a cunning, understated sex comedy. (…) The movie’s tolerant, good-humored view of its characters drains it of some dramatic intensity, but Mr. Harris seems more interested in piquant, offhand moments than in big, straining confrontations. (…) It’s not a great western, and, as I’ve suggested, it doesn’t really try to be. Some potentially interesting political themes — about what it means for a polity to privatize its apparatus of justice and security, about the relationship between righteousness and force — are left for other, more earnest pictures to explore. This one shows a square jaw and a steely gaze, but also a smile and a wink.

Der Trailer sieht gut aus – und ich würde den Film, der angenehm altmodische Unterhaltung mit guten Dialogen zu sein scheint, gerne auf der großen Leinwand sehen.


TV-Tipp für den 24. September

September 24, 2008

SWR, 23.00

Killer – Tagebuch eines Serienmörders (USA 1996, R.: Tim Metcalfe)

Drehbuch: Tim Metcalfe

LV: Thomas E. Gaddis/James D. Long: Killer: A Journal of Murder, 1970

Widmung: „For Sam Peckinpah“

Auf Tatsachen beruhender Spielfilm über Carl Panzram (bravourös gespielt von James Woods), dem ersten bekannten Massenmörder der USA. Er wurde 1929 wegen Mordes an 21 Menschen hingerichtet.

Differenziertes Drama, das allerdings immer auf dem Niveau eines gehobenen Fernsehspiels bleibt.

Hinweise

Mark Gado auf der Crimelibrary über Carl Panzram

Serienkiller über Carl Panzram

Wikipedia über Carl Panzram

Executed Today über Carl Panzram

Serial Killer Calender über Carl Panzram


Cover der Woche

September 23, 2008


TV-Tipp für den 23. September

September 23, 2008

WDR, 22.10

Der unsichtbare Aufstand (Fr/I/D 1972, R.: Constantin Costa-Gavras)

Drehbuch: Constantin Costa-Gavras, Franco Solinas

In einem südamerikanischen Staat halten Revolutionäre den US-Bürger Philip Michael Santore als Geisel. Sie glauben, dass der Diplomat kein harmloser Verkehrsplaner, sondern ein Polizeiberater der Militärjunta ist.

„Der unsichtbare Aufstand“ ist der Abschluss von Costa-Gavras Trilogie über die Machenschaften totalitärer Regime. Die ersten beiden Filme waren „Z“ und „Das Geständnis“; beide mit dem damals sehr populären Yves Montand in der Hauptrolle. Dessen Starpower, die Anlehnung an bekannte Erzählmuster und das gesellschaftliche Klima sorgten für klingende Kinokassen. Außerdem blieb Costa-Gavras immer nah an historisch verbürgten Fällen. Die Entführung und Ermordung von Dan Anthony Mitrione war die reale Vorlage für „Der unsichtbare Aufstand“. Mitrione bildete in Uruguay die dortige Polizei in Foltermethoden aus. Er wurde von den Tupamaros entführt und am 10. August 1970 hingerichtet.

„Die Ambivalenz in der Rolle Santores/Mitriones hebt die Geschichte weit über die moralischen Implikationen von Gut und Böse hinaus. Hier setzt ein Mechanismus ein, der den Zuschauer im unverstellten Rahmen des Unterhaltungsgenres zur Mitarbeit, zum Nachdenken zwingt.“ (Horst Schäfer/Wolfgang Schwarzer: Von „Che“ ibs „Z“ – Polit-Thriller im Kino, 1991)

Mit Yves Montand, O. E. Hasse, Renato Salvatori, Jacques Weber, Jean-Luc Bideau, Harald Wolff

Hinweise

Wikipedia über Constantin Costa-Gavras

BFI: Ian Christie redet mit Costa-Gavras (17. November 2003)

Wikipedia über Dan Mitrione

Trivia Library über Dan Anthony Mitrione


Einige Hinweise

September 22, 2008

Declan Burke war letzte Woche bei The Rap Sheet der Gastblogger und er schrieb eine mehrteilige Serie über irische Kriminalromane. Es begann mit „1996: Year Zero„,“Prose by Any Other Name„,“With Dark Joy, the Madness: Liam O’Flahertys Assassins and Informers“, „Laugh? I almost Emigrated“ und endete mit „A Difficulty of Definitions„. Yeah, soviel zu Tartan Noir.

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David J. Montgomery macht sich, anläßlich einer Besprechung des neuen Buches von Dennis Lehane, Gedanken über die Grenzen des Krimi-Genres . Diese Diskussion über Bücher, die mehr als ein Kriminalroman sind, kennen wir auch.

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Im New York Magazine gibt es einen langen Artikel von Boris Kachka über das Ende der Buchindustrie: Have We Reached the End of the Book Publishing as we know it?


TV-Tipp für den 22. September

September 22, 2008

3sat, 23.15

Was kommt nach dem Copyright? (A 2008, R.: Günter Kaindlstorfer)

Drehbuch: Günter Kaindlstorfer

Ein Bericht vom Linzer Kulturfestival „Ars Electronica“, der bei uns den harmlosen Untertitel „Warum Internet und Ipod eine neue Ökonomie des Teilens hervorbringen könnten“ und in Österreich den eindeutigen Untertitel „Netzpiraten, Datendiebe, Raubkopierer – Warum wir ein neues Urheberrecht brauchen“ hat. In jedem Fall sind die 45 Minuten künstlerisch wertvoll.

Wiederholung: Donnerstag, 25. September 2008, 06.00 Uhr

Hinweise

Oberöstereich-Magazin über die Doku

3sat über die Doku

Wikipedia über das Urheberrecht

Das Kulturfestival „Ars Electronica“


TV-Tipp für den 21. September

September 21, 2008

Arte, 22.30

Romy Schneider – Eine Frau in drei Noten (A 2008, R.: Frederick Baker)

Drehbuch: Frederick Baker

Baker versucht in diesem spielfilmlangen Porträt ein Bild von Romy Schneider zu zeichnen, indem er die Kopf-, Herz- und Basisnote in dem Leben des Filmstars visualisiert.

Vor dem Porträt, immerhin ist das heute ein Arte-Themenabend, zeigt Arte den letzten Spielfilm von Romy Schneider: „Die Spaziergängerin von Sans-Souci“ (D/F 1982, Regie: Jacques Rouffio, Drehbuch: Jacques Kirsner, Jacques Rouffio)

Mit Romy Schneider, Alain Delon, Daniel Biasini, Claude Chabrol

Wiederholungen

Freitag, 3. Oktober, 01.10 Uhr (Taggenau!)

Samstag, 4. Oktober, 15.30 Uhr

Montag, 6. Oktober, 09.55 Uhr

Hinweise

Arte über die Doku

Weitere Links zu Romy Schneider


TV-Tipp für den 20. September

September 20, 2008

RBB, 23.35

Im Zeichen des Bösen (USA 1958, R.: Orson Welles)

Drehbuch: Orson Welles

LV: Whit Masterson: Badge of Evil, 1956 (Unfehlbarkeit kann tödlich sein)

In einer schäbigen Grenzstadt versuchen ein korrupter US-Polizist und ein mexikanischer Drogenfahnder (in den Flitterwochen) einen Mord aufzuklären.

Noir-Klassiker, bei dem sich eine deutsche DVD-Ausgabe mit den verschiedenen Fassungen, einem Making-of und einem guten Audiokommentar lohnen würde. In den USA ist für den 8. Oktober eine entsprechende Edition angekündigt.

„Einer der schönsten und intelligentesten Polizeifilme der Kinogeschichte.“ (Seesslen: Copland)

Mit Charlton Heston, Janet Leigh, Orson Welles, Akim Tamiroff, Marlene Dietrich, Joseph Cotten, Zsa Zsa Gabor, Dennis Weaver

Hinweise

Mystery File über Whit Masterson

Wikipedia über Whit Masterson

Mordlust über Whit Masterson


R. i. P. James Crumley

September 19, 2008

R. i. P. James Crumley (12.  Oktober 1939 – 17. September 2008)

Via The Rap Sheet erreichte mich die Meldung von dem Tod des Hardboiled-PI-Autors. Zuletzt erschien in Deutschland sein Milo-Milodragovitch-Roman „Land der Lügen“ (The final country, 2001).  Crumleys literarischer Output ist überschaubar (sieben PI-Krimis in dreißig Jahren), aber dafür verehrten ihn (wie jetzt auch die Nachrufe im Internet zeigen) viele Krimiautoren als begnadeten Stilisten.

Nachrufe und Würdigungen gibt es von The Missoulian (Crumleys Lokalzeitung mit der ersten Meldung), Duane Swierzcynski(„We saw Crumley approaching the hotel bar, and part of me so very badly wanted to say hello, buy him a drink, tell him how much his work meant to me. But I couldn’t bring myself to do it. He was JAMES CRUMLEY for God’s sake, and who was I to bother him?„), Sarah Weinman, David Montgomery, James W. Hall ( „A wonderful writer, a great friend, and one-of-a-kind character who made Hunter Thompson seem tame and puritanical.“), Sean Doolittle(“ the hard-nosed, soft-sided, two-fisted, open-armed author/cult icon whose novels are routinely cited by many of today’s top writers in and out of crime fiction circles“), Dave White („The man meant a lot to me, though I only met him once.„), Robert Ferrigno („David Thompson, had called a week earlier and asked if I minded if they made it a joint appearance, me and Crumley. I told him I felt like Tiny Tim being asked to do a concert appearance with Pavoroti.“), Lee Goldberg („He wrote some of my favorite private eye novels.“) und Ed Gorman („I’ve read most of his novels at least three times. I agree with Otto Penzler that he was the finest hardboiled writer of the last three decades. His literary skills were enormous and all his own. When the dust settles on our time I expect it will be Crumley future readers and writers will acknowledge as the master.„).


Harry Bosch auf Terroristenhatz

September 19, 2008

„It was nice to revisit the story and pace it the way I wanted to. I think the original story in the Times had a lot of velocity but I think it has more in what I call the final version. The second level of enjoyment I got out of this is that I got a chance to revisit a story about eight months after it was supposedly finished”, sagt Michael Connelly in einem “Q & A” in der US-amerikanischen Taschenbuch-Ausgabe von “The Overlook”. Diese Harry-Bosch-Geschichte erschien zuerst zwischen September 2006 und Januar 2007 als sechzehnteiliger Fortsetzungsroman im New York Times Magazin. Für die Buchausgabe überarbeitete und erweiterte Connelly den Roman. Trotzdem ist „The Overlook“ immer noch um ein gutes Drittel kürzer als ein normaler Harry-Bosch-Roman. Wahrscheinlich hat der Heyne Verlag deshalb „The Overlook“, als „Kalter Tod“, gleich als großzügig gelayoutetes Taschenbuch veröffentlicht. Als Bonusmaterial gibt es das bereits aus Connellys Reportageband „L. A. Crime Report“ bekannte Nachwort „Das schwarze Herz“ von Jochen Stremmel und das seitdem nicht überarbeitete Werkverzeichnis. Fehlen tut in der deutschen Ausgabe dagegen Connellys für seine Mailingliste geschriebene und in der US-amerikanischen Taschenbuch-Ausgabe abgedruckte Bonuskapitel.

Soviel zu den verschiedenen Versionen, die es bei diesem Werk locker mit dem Versionenwirrwarr bei einigen DVDs aufnehmen kann. Die Geschichte ist dagegen in allen Buchveröffentlichungen gleich geblieben.

Sie beginnt mit einem nächtlichen Anruf bei Harry Bosch. Sein Supervisor bei Homicide Special schickt ihn, nachdem der „Echo Park“-Fall (deutsche Ausgabe im Februar 2009) chaotisch endete und er die Abteilung für ungelöste, alte Mordfälle verlassen musste, zu seinem ersten Außeneinsatz in seiner neuen Dienststelle.

An einem Aussichtspunkt am Mulholland Drive wurde Dr. Stanley Kent erschossen aufgefunden. Noch bevor Bosch und sein neuer Partner Ignacio „Iggy“ Ferras mit ihren Ermittlungen beginnen können, taucht FBI-Agentin Rachel Walling auf. Denn Kent war Medizinphysiker und hatte Kontakt zu radioaktivem Material, das auch für Terroristen interessant ist.

In Kents Haus finden Bosch und Walling dessen Frau Alicia nackt und gefesselt auf dem Bett liegend. Sie sagt, dass zwei maskierte Männer sie überwältigten. Sie schickten ihrem Mann ein Bild von ihr und forderten ihn auf, Caesium zu stehlen. Kent stahl das Caesium aus der St.-Aggy-Krebsklinik und brachte es den Erpressern zum Aussichtspunkt am Mulholland Drive.

Nach dem Caesium-Diebstahl wird Kents Tod für das FBI nur noch als Teil einer terroristischen Bedrohung gesehen. Für Harry Bosch bleibt es hingegen in erster Linie ein Mordfall. Er ist überzeugt, dass er das verschwundene Caesium findet, wenn er die Mörder von Kent gefunden hat.

In „Kalter Tod“ muss Harry Bosch sich erstmals in einer langen Nacht mit dem Problem des internationalen Terrorismus auseinandersetzen. Innerhalb von zwölf Stunden klärt er den Mordfall auf. Neben den Mordermittlungen muss er dieses Mal an mehreren Fronten kämpfen. Das FBI will ihm den Fall hinterrücks aus den Händen nehmen. Captain Don Hadley, der überforderten Leiter der Heimatschutz-Abteilung des LAPD und intern Captain Done Badley genannt, will sich wieder einmal vor der Presse als erfolgreichen Kämpfer gegen die terroristische Gefahr inszenieren. Und Harry Boschs neuer Partner ist überhaupt nicht begeistert von Boschs ruppigem und einzelgängerischem Ermittlungsstil. Denn Bosch ist inzwischen in dem Alter angelangt, in dem er die Vorschriften noch lässiger ignoriert als früher.

„Kalter Tod“ ist, wie die vorherigen Harry-Bosch-Romane, ein spannender Polizeithriller. Der einzige wirklich erkennbare Unterschied ist die Länge. „Kalter Tod“ ist deutlich kürzer als die anderen Bosch-Romane von Michael Connelly. Damit kann er gut als Einstiegsdroge in die Welt von Harry Bosch funktionieren. Für die Michael-Connelly-Fans verkürzt „Kalter Tod“ nur das halbe Jahr bis zum Erscheinen der schon lange überfälligen deutschen Ausgabe von „Echo Park“.

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Michael Connelly: Kalter Tod

(übersetzt von Sepp Leeb)

Heyne, 2008

336 Seiten

7,95 Euro

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Originalausgabe

The Overlook

Little, Brown and Company, 2007

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Hinweise

Homepage von Michael Connelly

Meine Besprechung von Michael Connellys „Der Mandant“ (The Lincoln Lawyer, 2005)

Meine Besprechung von Michael Connellys „Vergessene Stimmen“ (The Closers, 2005)

Meine Besprechung von Michael Connellys “L. A. Crime Report“ (Crime Beat, 2004)

Eye on Books: Bill Thompson redet mit Michael Connelly über “The Overlook”

Michael Connelly redet über „The Overlook“ und “The Brass Verdict”

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Bonusmaterial


TV-Tipp für den 19. September

September 19, 2008

3sat, 22.25

Le Train – Nur ein Hauch von Glück (F/I 1973, R.: Pierre Granier-Deferre)

Drehbuch: Pierre Granier-Deferre, Pascal Jardin

LV: Georges Simenon: Le train, 1961 (Der Zug)

1940 in Frankreich verbringen Julien und Anna auf der Flucht vor den Nazis in einem Zug einige gemeinsame Stunden. Zwei Jahre später hat diese Begegnung ein Nachspiel.

Hervorragend gespieltes, menschlich anrührendes Liebesdrama mit Jean-Louis Trintignant und Romy Schneider

Wiederholungen

HR, Sonntag, 21. September, 02.25 Uhr (Taggenau!)

SWR, Mittwoch, 24. September, 00.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über Romy Schneider

Romy-Schneider-Bilderseite

Arte über Romy Schneider


Hinweise, Hinweise und, hm, Hinweise

September 18, 2008

Die Dreharbeiten für die Andrea-Maria-Schenkel-Verfilmung von „Tannöd“ haben begonnen. 2009 soll der Film ins Kino kommen – und ich bin schon sehr gespannt, wieviel von Schenkels Geschichte für den Film geändert wurde (denn Eins-zu-Eins kann „Tannöd“ nicht verfilmt werden). Petra Lüschow (Küstenwache, Der Bulle von Tölz) schrieb das Drehbuch. Bettina Oberli (Die Herbstzeitlosen) führt Regie. Julia Jentsch, Monica Bleibtreu, Volker Bruch und Lisa Kreutzer spielen die Hauptrollen.

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Die Deutsche Filmakademie hat eine richtig informative Homepage veröffentlicht. „24 – Das Wissensportal der Deutschen Filmakademie“ (Ich sag nichts zum Namen.) heißt sie und auf ihr sind viele Clips, in denen Repräsentanten der verschiedenen bei einem Film beteiligten Berufsgruppen (also Regisseure, Produzenten, Autoren, Kameraleute, Schauspieler) über ihre Arbeit für bestimmte Filme reden. So spricht Drehbuchautor Christoph Fromm sehr informativ über den Geiselnahme-Thriller „Die Katze“. Die Inszenierung des Films erinnert dabei an die auf DVDs als Bonusmaterial enthaltenen Filme.

Mein erster Eindruck war: sieht gut aus und ist informativ.

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Der Noir of the Week ist „Der Mann mit der Narbe“ (The Scar/Hollow Triumph, USA 1948, Regie: Steve Sekely, Drehbuch: Daniel Fuchs, nach einem Roman von Murray Forbes, mit Paul Henreid und Joan Bennett).

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Der Grafit-Verlag hat jetzt „Die Macht des Mr. Miller“ von Charles den Tex als Taschenbuch veröffentlicht. Mir gefiel der Thriller. Im Frühjahr 2009 erscheint „CEL“, der zweite Thriller mit dem Helden von „Die Macht des Mr. Miller“.

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CrimeSquad begutachtet die englische Ausgabe von Sebastian Fitzeks Debüt „Die Therapie“, kommt zu einem positiven Ergebnis („gem of a thriller„) und Fitzek beantwortet einige Fragen:

I am addicted to thrillers, I read at least one a week, so this also is my favorite genre in writing. I´ve never thought about my style. I just wanted to write exiting books I would like to read myself – hoping I´d not stay the only reader. Nonetheless I have some preferences – I love mysterious „what-if“ scenarios (like the beginning of „Therapy“ where a sick girl dissapears in a crowded doctor’s office and everybody tells the father she had never even been there), but I want a logical explanation at the end. I love short chapters, where one must continue reading to find out how the story will continue. And I always try finding a surprising and completely unexpected end.

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Und bei Murderati diskutiert Alexandra Sokoloff den zweiten Akt einer Geschichte (Teil 1, Teil 2 nächste Woche).


Neu im Kino: Redbelt

September 18, 2008

Redbelt (Redbelt, USA 2007)

Regie: David Mamet

Drehbuch: David Mamet

Nachdem David Mamets vorletzter Spielfilm „Spartan“ (immerhin mit Val Kilmer in der Hauptrolle) in Deutschland nur eine DVD-Premiere erlebte, findet sein neuster Spielfilm „Redbelt“ den Weg in die Kinos. Und während „Spartan“ eindeutig ein Krimi war, ist „Redbelt“ ein Drama im Sportlermilieu und, wie immer bei Mamet, ein Schauspielerfilm.

Die Story: Kampfsport-Experte Mike Terry hat in einem heruntergekommenen Stadtteil von Los Angeles ein Jiu-Jitsu-Studio. Er ist dort der tugendhafte Krieger, der den Armen und Schwachen hilft und nicht an sich selbst denkt. Deshalb will er zunächst bei einem Wettkampf nicht mitmachen, aber seine Schulden zwingen ihn zu ungeliebten Entscheidungen.

Mit Chiwetel Ejiofor, Tim Allen, Rodrigo Santoro, Alice Braga, Emily Mortimer, Alice Braga, Ricky Jay, Max Martini, Ed O’Neill, Cathy Cahlin Ryan, Dominic Hoffman, Joe Mantegna, Jennifer Grey

Hinweise

US-Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Redbelt“

About.com: David Mamet über „Redbelt“

Wikipedia über David Mamet (deutsch, englisch)

Mamets Werke im Alexander Verlag


TV-Tipp für den 18. September

September 18, 2008

WDR, 23.15

Alonzo – The Man Who Shot Chinatown (D/USA/GB 2007, R.: Axel Schill)

Drehbuch: Stephanie Bahr, Axel Schill

Sehenswerte 75-minütige Doku über den 2001 verstorbenen Kameramann John A. Alonzo. Zu seinen Filmen gehören neben „Chinatown“ auch „Scarface“, „Infernal Affairs“, „Das fliegende Auge“, „Ich, Tom Horn“, „Schwarzer Sonntag“, „Die Bären sind los“, „Harold und Maude“, „Fluchtpunkt San Francisco“ und „Fahr zur Hölle, Liebling“.

Mit Richard Dreyfuss, Roger Ebert, Mike Figgis, William Friedkin, Sally Field, Michael Crichton, Haskell Wexler

Hinweise

Homepage zum Film (Presseheft)

Film-Zeit über „Alonzo – The Man who shot Chinatown“


Fitzeks vierter Streich

September 17, 2008

Auf das Cover von Sebastian Fitzeks neuestem Buch „Der Seelenbrecher“ klebte der Knaur-Verlag bereits vor der Veröffentlichung den Aufkleber „Der Bestseller“. Keine sieben Tage nach dem Erscheinen bewahrheitet sich die Vorhersage der Werbeabteilung. Amazon verkaufte bereits jetzt über 75.000 Exemplare und, mit den restlichen Buchläden, ist damit die 100.000er Grenze deutlich überschritten. Dabei ist die Geschichte von Fitzeks neuestem Roman im Kern nicht besonders originell. Es geht um eine in einem Gebäude eingeschlossene Gruppe, die von einem Killer gejagt wird.

Aber natürlich ist es, wie sich die Leser von Fitzeks vorherigen Bestsellern „Die Therapie“, „Amokspiel“ und „Das Kind“ denken können, nicht so einfach. Denn die Geschichte spielt am Vorweihnachtsabend in einer abgelegenen, eingeschneiten Klinik für psychosomatische Störungen, vulgo Nobelirrenanstalt. Der Klinikleiter Professor Samuel Raßfeld hat vor einigen Tagen Caspar, einen interessanten Fall von vollkommenem Gedächtnisverlust, aufgenommen. Als die Caspar behandelnde Psychiaterin Dr. Sophia Dorn ihn mit dem Foto eines Mädchens konfrontiert, ist er überzeugt, dass das seine Tochter ist, sie in Lebensgefahr schwebt und er sie retten muss. Zur gleichen Zeit jagt in Berlin der „Seelenbrecher“ junge Frauen. Er versetzt sie in einen komatösen Zustand und legt ihnen einen kryptischen Zettel in die Hand.

Als Caspar aus der Klinik flüchten will, verunglückt an der Einfahrt ein Krankenwagen. Der schwerverletzte Dr. Jonathan Bruck wird in die Klinik gebracht. Kurz darauf flüchtet Bruck aus dem Krankenbett und Caspar findet Dorn als das neueste Opfer des Seelenbrechers.

Caspar und die anderen Insassen sind überzeugt, dass Bruck der Seelenbrecher ist und sie in dieser Nacht alle umbringen will. Gleichzeitig kehrt Caspars Gedächtnis schubweise zurück. Das ärztliche Vokabular ist ihm vertraut und er hat irgendeine Beziehung zu Bruck.

Wie diese Beziehung aussieht, soll hier nicht verraten werden. Aber sie ist anders, als es auf den ersten Blick scheint. Auch die Rahmengeschichte, in der zwei Studenten als Experiment die Patientenakte 131071/VL über die tödliche Nacht in der Klinik lesen, wartet mit einigen hübschen Überraschungen auf.

Keine Überraschung sind dagegen, – auch bedingt durch das Genre, den Plot und das Echtzeit-Element -, die stereotypen Figuren, die bekannten Handlungselemente (Natürlich bleiben die Eingeschlossenen nicht zusammen, sondern begeben sich immer wieder grundlos in Lebensgefahr. Natürlich gibt es Streit in der Gruppe.), die eher auf Überraschungen als auf sich aus den einzelnen Charakteren heraus entwickelnden Konflikte setzende Geschichte und die im Nachhinein teilweise unlogische Handlung (Ein kompletter Gedächtnisverlust? Ein zufälliger Unfall genau vor der Klinik, bei dem der Mörder sich fast selbst umbringt? Der Mann ohne Gedächtnis als Anführer?); – obwohl das alles auch an dem unzuverlässigen Schreiber der Patientenakte liegen könnte. Es könnte auch ein Teil des Versuchs sein, den der Psychiater mit den beiden Studenten macht. Er befiehlt ihnen: „Sie müssen die gesamte Akte lesen und dürfen dabei nur wenige kurze Pausen machen.“

Diesem Befehl sollten die Leser von Sebastian Fitzeks neuestem Buch ebenfalls folgen. Dann ist „Der Seelenbrecher“ ein spannender Thriller für eine schlaflose Nacht. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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Sebastian Fitzek: Der Seelenbrecher

Knaur, 2008

368 Seiten

7,95 Euro

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Lesung

Am Donnerstag, den 18. September, stellt Sebastian Fitzek sein neues Buch „Der Seelenbrecher“ um 20.00 Uhr in der Thalia-Buchhandlung „Das Schloss“ (Schlossstraße 34, S/U-Bahnhof Rathaus Steglitz) vor.

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Hinweise

Homepage von Sebastian Fitzek (mit weiteren Terminen, Trailern für das Buch und vielen weiteren Informationen)

Meine Besprechung von Sebastian Fitzeks „Das Kind“


TV-Tipp für den 17. September

September 17, 2008

RBB, 23.05

Der Obrist und die Tänzerin (USA/E 2002, R.: John Malkovich)

Drehbuch: Nicholas Shakespeare

LV: Nicholas Shakespeare: The Dancer upstairs, 1995 (Der Obrist und die Tänzerin)

Irgendwo in den Anden: Polizist Augustin soll eine Gruppe von Terroristen bekämpfen und gerät zwischen die Fronten.

Malkovichs Regiedebüt ist ein, trotz gewisser Schwächen, beeindruckender Politthriller.

„Die Verfilmung von Nicholas Shakespeares gleichnamigem Roman ist eine politisch und psychologisch spannende Auseinandersetzung mit Gewalt und Gegengewalt, Terror und Gegenterror. In jedem Moment spürt man die Spirale der Hoffnungslosigkeit, auch die Ursachen des Übels werden nicht verschwiegen. Javier Bardem brilliert als zwischen Staatsloyalität und Liebe zerrissener Mann.“ (Margret Köhler, Film-Jahrbuch 2004)

Mit Javier Bardem, Laura Morante