TV-Tipp für den 18. September

September 17, 2007

BR, 23.30

Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss (USA 1969, R.: Sydney Pollack)

Drehbuch: James Poe, Robert E. Thompson                

LV: Horace McCoy: They shoot Horses, don’t they?, 1935 (Nur Pferden gibt ma den Gnadenschuss)

Während der Depression treffen sich in einer Tanzhalle einige Verweifelte zu einem Tanzmarathon. Wer von ihnen am längsten durchhält, erhält ein Preisgeld von 1500 Dollar.

Horace McCoy genügten in seinem dünnen Noir-Roman keine 120 Seiten um ein schonungsloses Gesellschaftsporträt zu zeichnen. Sydney Pollack inszenierte einen Filmklassiker, der heute immer noch (oder schon wieder) aktuell ist. Denn der damalige Tanzmarathon, die Selbstausbeutung der Tanzpaare für ein paar Brotkrummen, das Mitfiebern des Publikums, die Werbe- und Sponsorverträge und der Zynismus der Veranstalter erinnert immer wieder an aktuelle Fernsehshows wie „Big Brother“ und „Deutschland sucht den Superstar“.

Mit Jane Fonda, Michael Sarrazin, Susannah York, Gig Young, Red Buttons, Bruce Dern

Hinweise:

BR über den Film

Mordlust über Horace McCoy

Chris Routledge über Horace McCoy


Ein bisschen Luxus – Kapitel 18 online

September 17, 2007

Ab jetzt werden in meinem Fortsetzungskrimi die Leichen gestapelt. Denn was wäre ein Krimi ohne einige Verstöße gegen die Unversehrtheit von Leib und Leben?

Und nun zu etwas vollkommen anderem:

Die Emmys wurden vor wenigen Stunden verliehen. Hier gibt es eine bebilderte Version der scheinbar unendlich langen Liste.  Einen herzlichen Glückwunsch allen Gewinnern!

Robert B. Parker feiert heute seinen Geburtstag. Ebenfalls herzlichen Glückwunsch!

Weitere Neuigkeiten gibt es bei den Alligatorpapieren.


TV-Tipp für den 17. September

September 17, 2007

Tele 5, 22.35

Wild at Heart – Die Geschichte von Sailor und Lula (USA 1990, R.: David Lynch)

Drehbuch: David Lynch

LV: Barry Gifford: Wild at Heart: The Story of Sailor and Lula, 1984

Sailor und Lula flüchten vor einem Detektiv und einem Killer, die beide im Auftrag von Lulas durchgeknallter Mutter reinen Tisch machen sollen. Und dann treffen sie auf den Gangster Bobby Peru und dessen Komplizin Perdita Durango.

Lynchs wildes Roadmovie, ausgezeichnet mit der Goldenen Palme in Cannes, ist ein hemmungslos übertriebener Trip durch einen Alptraum namens Amerika. Ein Meisterwerk.

Barry Gifford schrieb später das Drehbuch für den Lynch-Film „Lost Highway”. Außerdem publizierte er neben seinen Romanen, wiedem ebenfalls verfilmten „Perdita Durango“, lesenswerte Sachbücher, wie „Out of the past“ über den Film Noir.

Mit Nicolas Cage, Laura Dern, Diane Ladd, Willem Dafoe, Isabella Rossellini, Harry Dean Stanton, Crispin Glover

Homepage von Barry Gifford:

http://www.barrygifford.com/  

Homepage von David Lynch:

http://www.davidlynch.com/

Eine weitere David-Lynch-Seite:

www.davidlynch.de  

Wiederholung: Dienstag, 18. September, 03.10 Uhr (Taggenau!)


TV-Tipp für den 16. September

September 15, 2007

Sonntag ist wieder einmal Arte-Tag. Heute mit dem Themenabend „Tatort Marseille“

Arte, 20.40

French Connection II (USA 1975, R.: John Frankenheimer)

Drehbuch: Alexander Jacobs, Robert Dillon, Lauri Dillon

LV: Charakter von Robin Moore

Buch zum Film: Robin Moore/Milt Machlin: French Connection II, 1975

Der New Yorker Cop Popeye Doyle soll seinen französischen Kollegen helfen, den Drogenbaron Alan Charnier zu verhaften. Doch die Franzosen wollen Doyles Hilfe nicht. Also beginnt Doyle auf eigene Faust in der für ihn fremden Stadt Marseille Charnier zu jagen.

„French Connection“ war ein auf Tatsachen basierender Polizeithriller. „French Connection II“ ist die vollkommen erfundene Fortsetzung, die auch vollkommen andere Akzente setzt. Frankenheimer konzentrierte sich auf die Hafenstadt Marseille und Popeye Doyle. Doyle ist das Bild des hässlichen Amerikaners. Er spricht kein Wort Französisch. Er prescht mit der Feinfühligkeit einer Dampframme in die Ermittlungen der französischen Polizei. Und er wird von seinem Intimfeind Alain Charnier zum Junkie gemacht. Gene Hackman zeigt hier wieder einmal sein Können (dazu gehört auch der legendäre Kalte Entzug in der Mitte des Films).

Mit Gene Hackman, Fernando Rey, Bernard Fresson, Jean-Pierre Castaldi, Philippe Léotard, Charles Millot, Cathleen Nesbitt

Wiederholung:

Dienstag, 18. September, 00.45 Uhr (Taggenau!)

 

Arte, 22.40

Franck Burns verzweifelt gesucht (F 2007, R.: Cathie Lévy)

Drehbuch: Cathie Lévy

Lévy sucht in Marseille einen geheimnisvollen Autor. Denn offensichtlich gibt es einen Franck Burns, der einem Verlag ein Manuskript über eine Mordserie im Obdachlosenmilieu in Marseille anbot, nicht.

Offiziell eine Doku, aber über Franck Burns und den dieses Jahr im September erschienenen oder erscheinenden Roman „Social Killer“ von Franck Burns ist außer einem bibliographischen Hinweis nichts zu finden. Auch auf der Verlagsseite (http://www.editionslecailler.com/) steht nichts. Ist „Franck Burns verzweifelt gesucht“ also eine Fake-Doku, die uns in die dunklen Ecken der Hafenstadt führt?

Arte zur Doku:

http://www.arte.tv/de/woche/244,broadcastingNum=797739,day=2,week=38,year=2007.html

Wiederholung:

Mittwoch, 19. September, 03.00 Uhr (Taggenau!)

 

Arte, 00.00

Mord in Marseille – Die Krimis des Jean-Claude Izzo (F 2007, R.: Jean-Laurent Feurra, J. L. André)

Mit einer halbstündigen Doku über Jean-Claude Izzo endet der Arte-Themenabend „Tatort Marseille“. Die etwas eklektische Zusammenstellung ersparte uns einen Auftritt von Alain Delon als Fabio Montale und bescherte ein längst überfälliges Wiedersehen mit „French Connection II“.

Und wer jetzt immer noch nicht genug ferngesehen hat, darf sich „Über die Dächer von Nizza“ begeben.

Mehr zu Jean-Claude Izzo:

http://www.unionsverlag.com/info/person.asp?pers_id=1302 

Wiederholung:

Mittwoch, 19. September, 04.20 Uhr (Taggenau!)

Mittwoch, 3. Oktober, 02.20 Uhr (Taggenau!)


Billingham über „Columbo“, Furst über seine Lektüre

September 15, 2007

Mark Billingham hat für die BBC eine halbstündige Radio-Sendung über „Columbo“ gemacht. Die hörenswerte Sendung mit Peter Falk, Steven Bochco, Jonathan Demme und anderen kann kann hier gehört werden.

In dem interessanten Blog „Writers Read“ verrät Alan Furst, was er gerade liest. Vor einigen Tagen tat’s Thomas Perry.

Nachtrag: Peter Falk feiert am morgigen Sonntag, den 16. September, seinen achtzigsten Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

Woher ich das weiß? Nun, in der Berliner Zeitung steht ein schöner Artikel von Daniela Pagade über den Mann, den die ganze Welt als Columbo kennt, der Berlin als Engel besuchte (Erinnert Ihr euch an den Wim-Wenders-Film?) und immer wieder mit John Cassavetes drehte.  Im Mittelpunkt des Artikels steht allerdings seine Rolle als Columbo und vieles kannte ich bereits von dem bereits erwähnten, von Mark Billingham gemachten, Columbo-Porträt.


TV-Tipp für den 15. September

September 14, 2007

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ARD, 23.10

Schnappt Shorty (USA 1995, R.: Barry Sonnenfeld)

Drehbuch: Scott Frank

LV: Elmore Leonard: Get Shorty, 1990 (Schnappt Shorty)

Musik: John Lurie

Ein Mafia-Geldeintreiber aus Miami gerät in Hollywood an einen drittklassigen Filmproduzenten. Der Geldeintreiber möchte, dass sein Leben verfilmt wird. Aber diese Hollywood-Fritzen sind irgendwie anders.

Köstliche Leonard-Verfilmung über den Zusammenprall zweier Welten: eiskalter Profikiller trifft auf die Hollywood-Schickeria.

Mit John Travolta, Gene Hackman, Rene Russo, Danny DeVito, Dennis Farina, Delroy Lindo, James Gandolfini, Martin Ferrero, Miguel Sandoval, Harvey Keitel, Bette Midler

Von Elmore Leonards Homepage: „With Get Shorty Hollywood finally did right by Elmore and put his ´sound´ on the screen and not just his plots. In Scott Frank´s screenplay, the lines in the movie were delivered just the way that they were written, seriously, without reaction. The fact that many lines were funny, labeled Get Shorty a comedy, and helped make it a box-office hit. The story is about Chili Palmer, (John Travolta) who is ´fired´ by his unstable loanshark boss, Ray Bones (Dennis Farina). Ray sends Chili to Vegas to collect a bad debt, and a casino boss there enlists Chili to find an even bigger deadbeat: Harry Zimm (Gene Hackman), a Hollywood producer of low-budget horror films. In Hollywood, Chili meets Harry, as well as his scream-queen leading lady, Karen Flores (Rene Russo); Harry’s drug-dealing financier, Bo Catlett (Delroy Lindo), and his muscle, Bear (James Gandolfini). ´Shorty´ is Karen’s ex, Martin Weir (Danny DeVito), a big star with a giant ego. Chili learns that being a wiseguy helped when you wanted to produce movies. Get Shorty was win, win, win. Everything worked perfectly. The film had a winning combination in Danny DeVito’s Jersey Films, screenwriter Scott Frank and Director Barry Sonnenfeld. Everybody liked Elmore´s work and wanted to put it on the screen – the right way. Elmore was on the set four days in Beverly Hills. A couple of times, Barry came over after the shot and asked him what he thought, and if he had any suggestions. Elmore was surprised and tickled a little that a director would ask the book writer his opinion.“

Hinweise:

Homepage von Elmore Leonard:

http://www.elmoreleonard.com/   

Meine Besprechung von „Up in Honey’s Room“ (2007) in der Spurensuche:

http://www.alligatorpapiere.de/spurensuche-vierzig.html

Meine Besprechung von „Callgirls“ (Mr. Paradise, 2004) in der Spurensuche:

http://www.alligatorpapiere.de/spurensuche-dreissig-sechs.html

Mein Porträt „Man nennt ihn Dutch – Elmore Leonard zum Achtzigsten“ erschien im „Krimijahrbuch 2006“:

http://www.nordpark-verlag.de/krimikritiksieben-jahrbuch-2006.html

 


Umfangreiche Einkaufsliste

September 14, 2007

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Einen ausgezeichneten Überblick über die Kriminalliteratur liefert die von Barry Forshaw geschriebene „The Rough Guide to Crime Fiction“. Der „Crime Time“-Herausgeber hat seinen Wegweiser in fünfzehn sinnvolle Kapitel unterteilt. In ihnen stellt er wichtige Romane und Autoren vor. Über einige Autoren, wie Agatha Christie, Sir Arthur Conan Doyle, Ian Fleming (in Verbindung mit James Bond), Patricia Highsmith (mit einem Extrakapitel über Tom Ripley), Elmore Leonard, Derek Raymond und Jim Thompson, gibt es in Kästen weitere biographische Informationen. Sowieso bleibt Forshaw fast nie bei dem vorgestellten Roman stehen, sondern setzt diesen in Bezug zu den anderen Romanen des Autors, anderen zeitgenössischen Autoren, der Wirkung und, bei den Klassikern, wie sich die Geschichten heute lesen.

Bei der Einteilung der vorgestellten Romane in die verschiedenen Abschnitte orientierte Forshaw sich meistens an der Hauptperson. Dazu kommen Kapitel über die frühen, klassischen (Das Goldene Zeitalter), Hardboiled, historischen, psychologischen und ins Englische übersetzten Kriminalromane.

Bei der Auswahl der vorgestellten Romane gelang Forshaw der Spagat zwischen allgemein anerkannten Klassikern (bevorzugt natürlich einfach erhältliche Klassiker) und neuen Autoren, die das Genre in den kommenden Jahren voranbringen können. So wird auch der vielfach nominierte und prämierte Roman „Mr Clarinet“ von Nick Stone vorgestellt. Dass Lee Child (mit „Echo Burning“), Michael Connelly, Robert Crais, Joe R. Lansdale, Lawrence Block (nur ein Burglar-Roman; das halte ich natürlich für skandalös), Elmore Leonard (mehrere Romane; das versöhnt mich wieder), James Lee Burke, Ed McBain, Jeffery Deaver, Colin Dexter, Michael Dibdin, James Ellroy, H. R. F. Keating, Dennis Lehane, Donna Leon und Ian Rankin vorgestellt werden, überrascht nicht.

„The Rough Guide to Crime Fiction“ ist eine ausgezeichnete Kaufliste für Novizen (allerdings etwas teuer, denn Forshaw empfiehlt viele Bücher) und macht auch Kenner auf einige Autoren wieder (?) aufmerksam.

Barry Forshaw: The Rough Guide to Crime Fiction

Foreword by Ian Rankin

Rough Guides, 2007

320 Seiten

7,99 Pfund (circa 12,65 Euro)

Homepage von „Crime Time“

Vorwort von Ian Rankin

Für alle, die die Bücher auf Deutsch lesen wollen, gibt es jetzt die Liste der besprochenen Romane mit den deutschen Titeln:

1) Reading the entrails: Origins, motives, sources

E. C. Bentley: Trent’s Last Case, 1913 (Trents letzter Fall)

John Buchan: The Thirty-Nine Steps, 1915 (Die neunundreißig Stufen)

G. K. Chesterton: The Man Who Was Thursday, 1908 (Der Mann, der Donnerstag war)

Erskine Childers: The Riddle of the Sands, 1903 (Das Rätsel der Sandbank)

Arthur Conan Doyle: The Casebook of Sherlock Holmes, 1927 (Sherlock Holmes’ Buch der Fälle)

Ernest William Hornung: The Amateur Cracksmann, 1899 (Raffles – Der Amateur-Einbrecher)

2) The Golden Age: Classic mysteries

Margery Allingham: Tiger in the Smoke, 1952 (Die Spur des Tigers)

Nicholas Blake: The Beast must die, 1938 (Mein Verbrechen)

Christianna Brand: Green for Danger, 1944

John Dickson Carr: The Hollow Man/The Three Coffins, 1935 (Der verschlossene Raum; Die drei Särge; Der Unsichtbare)

Agatha Christie: Murder on the Orient Express, 1934 (Mord im Orientexpress; Die Frau im Kimono; Der rote Kimono)

Edmund Crispin: Love Lies Bleeding, 1948 (Liebe stirbt zuerst; Mit Geheimtinte)

Erle Stanley Gardner: The Case of the turning Tide, 1941 (Das Rätsel der tanzenden Jacht)

Patrick Hamilton: Hangover Square, 1941 (Hangover Square – Eine Geschichte aus dem finstersten Earl’s Court)

Geoffrey Household: Rogue Male, 1939 (Einzelgänger, männlich; Der Gejagte)

Francis Iles: Malice Aforethought, 1931 (Vorsätzlich)

Ngaio Marsh: Surfeit of Lampreys, 1940 (Tod im Lift; Familie Lamprey)

Dorothy L. Sayers: Gaudy Night, 1936 (Aufruhr in Oxford)

Josephine Tey: The Franchise Affair, 1949 (Die verfolgte Unschuld; Der große Verdacht)

3) Hardboiled and pulp: Tough guys and tough talk

W. R. Burnett: The Asphalt Jungle, 1949 (Asphalt-Dschungel; Da waren es nur noch zwei)

James M. Cain: The Postman Always Rings Twice, 1934 (Wenn der Postmann zweimal klingelt…, Die Rechnung ohne den Wirt)

Raymond Chandler: The Big Sleep, 1939 (Der große Schlaf)

James Hadley Chace: No Orchids for Miss Blandish, 1939 (Die Erbschaft der Carol Blandish; Keine Orchideen für Miss Blandish)

David Goodis: The Moon in the Gutter, 1953 (Der Mond in der Gosse)

Dashiell Hammett: Red Harvest, 1929 (Rote Ernte)

Geoffrey Homes: Build my Gallows High, 1946 (Goldenes Gift)

Ross Macdonald: The Galton Case, 1959 (Der Fall Galton; Ein schwarzes Schaf verschwindet)

Mickey Spillane: Kiss me, deadly, 1952 (Küss mich, Tod; Rhapsodie in Blei; Die verlorenen Schlüssel)

Jim Thompson: The Grifters, 1963 (Muttersöhnchen; Die Abzocker)

4) Private eyes: Sleuths and gumshoes

Kate Atkinson: Case Histories, 2004 (Die vierte Schwester)

James Lee Burke: Purple Cane Road, 2001 (Straße ins Nichts)

Harlan Coben: The Final Detail, 1999 ( – )

Michael Connelly: City of Bones, 2002 (Kein Engel so rein)

Robert Crais: The Last Detective, 2003 ( – )

Stella Duffy: Calendar Girl, 1994 (Septemberfrau)

Kinky Friedman: Steppin‘ on a Rainbow, 2001 (Tanz auf dem Regenbogen)

Sue Grafton: S is for Silence, 2006 ( – )

Dashiell Hammett: The Maltese Falcon, 1929 (Der Malteser-Falke)

Joseph Hansen: Gravedigger, 1982 (Schattenreich)

David Hewson: A Season for the Dead, 2004 (Das Blut der Märtyrer)

Joe R. Lansdale: Sunset and Sawdust, 2004 ( – )

Dennis Lehane: Prayers for Rain, 1999 (Regenzauber)

John D. MacDonald: One Fearfull Yellow Eye, 1966 (Die gelben Augen)

Ross Macdonald: The Moving Target, 1948 (Reiche sterben auch nicht anders; Das wandernde Ziel)

Katherine V. Forrest: Murder at the Nightwood Bar, 1987 (Die Tote hinter der Nightwood Bar)

Reggie Nadelson: Sex Dolls, 2002

Sara Paretsky: Blacklist, 2003 (Blacklist)

Robert B. Parker. Stone Cold, 2003 ( – )

George Pelecanos: Hell to Pay, 2002 (Wut im Bauch)

Mike Ripley: Angel on the Inside, 2003 ( – )

Alexander McCall Smith: The No. 1 Ladies Detective Agency, 2002 (Ein Krokodil für Mma Ramothswe; Dunkler Zauber)

Peter Spiegelman: Black Maps, 2004 ( – )

Nick Stone: Mr Clarinet, 2006 ( – )

5) Cops: Police procedurals and mavericks

Lee Child: Echo Burning, 2001 (In letzter Sekunde)

Jon Cleary: The High Commissioner, 1966

Martina Cole: Broken, 2000 ( – )

Jeffery Deaver: The Blue Nowhere, 2001 (Lautloses Duell)

Colin Dexter: The Way through The Woods, 1992 (Finstere Gründe)

Michael Dibdin: Medusa, 2003 (Im Zeichen der Medusa)

James Ellroy: LA Confidential, 1990 (L. A. Confidential; Stadt der Teufel))

Reg Gadney: The Scholar of Extortion, 2003 ( – )

Lisa Gardner: The Third Victim, 2001 (Der Schattenmörder)

Elizabeth George: A Traitor of Memory, 2001 (Nie sollst du vergessen)

Caroline Graham:A Ghost In The Machine, 2004 (Nur wer die Wahrheit sieht)

Donald Harstad: The Big Thaw, 2000 ( – )

P. D. James: The Murder Room, 2003 (Im Saal der Mörder)

Quintin Jardine: Head Shot, 2002 ( – )

H. R. F. Keating: Breaking And Entering, 2000 ( – )

Simon Kernick: The Business of Dying, 2002 (Tage des Zorns)

Stephen Leather: Soft Target, 2005 ( – )

Dennis Lehane: Mystic River, 2001 (Mystic River; Spur der Wölfe)

Donna Leon: Uniform Justice, 2003 (Verschwiegene Kanäle)

Ed McBain: The Empty Hours, 1962 (Zwischen Tag und Tod, in Ullstein Kriminalmagazin 3)

Barry Maitland: The Marx Sisters, 1994 (Die Marx-Schwestern)

Barbara Nadel: Arabesk, 2000 (Arabeske)

Martin O’Brien: Jacquot and the Angel, 2005 ( – )

Ian Rankin: The Falls, 2001 (Puppenspiel)

Ruth Rendell: The Babes in the Wood, 2002 (Dunkle Wasser)

Peter Robinson: Playing with Fire, 2004 (Kein Rauch ohne Feuer)

Georges Simenon: The Madman of Bergerac, 1932 (Maigret und der Verrückte von Bergerac; Maigret und der Verrückte)

Martin Cruz Smith: Gorky Park, 1981 (Gorki Park)

Joseph Wambaugh: Hollywood Station, 2006 ( – )

Charles Willeford, Sideswipe, 1987 (Seitenhieb)

Robert Wilson: The Silent and The Damned, 2004 (Die Toten von Santa Clara)

6) Professionals: Lawyers, doctors, forensics and others

James M. Cain: Double Indemnity, 1943 (Doppelte Abfindung)

Robin Cook: Seizure, 2003 (Die Operation)

Patricia Cornwell: Blowfly, 2003 (Die Dämonen ruhen nicht)

Janet Evanovich: Hard Eight, 2002 (Heiße Beute)

Frederick Forsyth: Avenger, 2003 (Der Rächer)

Clare Francis: A Dark Devotion, 1997 (Dunkles Geheimnis)

Tess Gerritsen: Body Double, 2005 (Schwesternmord)

John Grisham: The Broker, 2005 (Die Begnadigung)

George V. Higgins: The Rat on Fire, 1981

Val McDermid: The Last Temptation, 2002 (Ein kalter Strom)

Philip Margolin: Ties That Bind, 2003 ( – )

John McLaren: Blind Eve, 2004 ( – )

Kathy Reichs: Déjà Dead, 1997 (Tote lügen nicht)

Scott Turow: Presumed Innocent, 1987 (Aus Mangel an Beweisen)

7) Amateurs: Journalists and innocent bystanders

Christopher Brookmyre: Be My Enemy, 2004 ( – )

G. K. Chesterton: The Innocence of Father Brown, 1911 (Vater Browns Einfalt)

Martina Cole: The Graft, 2004 (Das Abbild)

Dick Francis: Dead Cert, 1962 (Aufs falsche Pferd gesetzt, Todsicher)

Jonathan Gash: Spend Game, 1980 ( – )

Robert Goddard: Dying To Tell, 2001 (Der verborgene Schlüssel)

Peter Guttridge: No Laughin Matter, 1997 ( – )

Mo Hayder: Tokyo, 2002 (Tokio)

Joanna Himes: Angels of the Flood, 2004 ( – )

Tami Hoag: Dark Horse, 2002 (Schattenpferd)

Lynda La Plante: Sleeping Cruelty, 2000 ( – )

Elmore Leonard: Rum Punch, 1992 (Jackie Brown)

John D. MacDonald: The Executioners, 1957 (Kap der Angst; Ein Köder für die Bestie)

Iain Pears: The Portrait, 2005 ( – )

Ruth Rendell: Adam and Eve and Pinch Me, 2001 (Der Liebesbetrug)

Phil Rickman: The Smile of a Ghost, 2005 ( – )

Michael Ridpath: The Predator, 2001 (Das Programm)

James Siegel: Derailed, 2003 (Entgleist)

Alexander McCall Smith: Friends, Lovers, Chocolate, 2005 (Das Herz des fremden Toten)

John Williams: Cardiff Dead, 2000 ( – )

8) All in the mind: Matters psychological

Carla Banks: The Forest of Souls, 2005 (Der Wald der toten Seelen)

Iain Banks: The Wasp Factory, 1984 (Die Wespenfabrik)

Marc Behm: The Eye of the Beholder, 1980 (Das Auge)

Thomas H. Cook: The Murmur of Stones, 2005 ( – )

Nicci French: Land of the Living, 2003 (In seiner Hand)

Frances Fyfield: Seeking Sanctuary, 2003 (Nur wer frei von Sünde ist)

Patrica Highsmith: Strangers on a Train, 1950 (Zwei Fremde im Zug; Alibi für zwei)

Maxim Jakubowski: Confessions of a Romantic Pornographer, 2004 ( – )

Morag Joss: Half Broken Things, 2003 (Des Hauses Hüter)

Jonathan Kellerman: Flesh and Blood, 2001 (Fleisch und Blut)

Danny Leigh: The Monsters of Gramercy Park, 2005 (Die Seele des Bösen)

Ed McBain/Evan Hunter: Candyland, 2001 ( – )

Julia Wallis Martin: Dancing with an uninvited Guest, 2002 (Tanz mit dem ungebetenen Gast)

Derek Raymond: I Was Dora Suarez, 1990 (Ich war Dora Suarez)

James Sallis: Ghost on a Flea, 2001 ( – )

Minette Walters: Disordered Minds, 2003 (Der Außenseiter)

Laura Wilson: Hello Bunny Alice, 2003 (Im Dunkel der Angst)

Cornell Woolrich: Rear Window, 1942 (Fenster zum Hof, die einzige Kurzgeschichte in dem Buch)

9) The killer inside me: Serial killers

David Baldacci: Hour Game, 2004 (Mit jedem Schlag der Stunde)

Marik Billingham: Lifeless, 2005 (In der Stunde des Todes)

John Connolly: Bad Men, 2003 (Die Insel)

Bret Easton Ellis: American Psycho, 1991 (American Psycho)

James Ellroy: Silent Terror/Killer on the Road, 1986 (Stiller Schrecken)

Thomas Harris: The Silence of the Lambs, 1988 (Das Schweigen der Lämmer)

Mo Hayder: The Treatment, 2002 (Die Behandlung)

David Lindsey: A Cold Mind, 1983 (Kalter Amok)

Karin Slaughter: Faithless, 2005 (Gottlos)

James Patterson: Four Blind Mice, 2002 (Mauer der Schweigens)

Ruth Rendell: The Rottweiler, 2003 (Der Duft des Bösen)

Jim Thompson: The Killer inside Me, 1952 (Der Mörder in mir)

Charles Williams: Dead Calm, 1963 (Tödliche Flaute)

10) In the belly of the beast: Criminal protagonists

Alex Abella: The Killing of the Saints, 1991 (Fremde Götter)

Lawrence Block: The Burglar On The Prowl, 2002 ( – )

Eddie Bunker: No Beast so Fierce, 1973 (Wilder als ein Tier)

Martina Cole: Maura’s Game, 2002 ( – )

James Crumley: The Final Country, 2001 (Land der Lügen)

Frederick Forsyth: The Day of the Jackal, 1971 (Der Schakal)

Graham Greene: Brighton Rock, 1938 (Am Abgrund des Lebens)

Carl Hiaasen: Sick Puppy, 2000 (Krumme Hunde)

Gerald Kersh: Night and the City, 1938 (Nachts in der Stadt)

Elmore Leonard: Swag, 1976 (Beute; Dies ist ein Überfall)

Gilda O’Neill: The Sins of their Fathers, 2002 ( – )

Derek Raymond: The Crust on Its Uppers, 1962 ( – )

Kevin Sampson: Clubland, 2001 ( – )

Mark Timlin: Answers from the Grave, 2003 ( – )

11) Organized crime: Wiseguys and godfathers

Jake Arnott: The Long Firm, 1999 (Der große Schwindel)

W. R. Burnett: Little Caesar, 1929 (Little Caeser)

James Crumley: Bordersnakes, 1996 (Jeder gräbt sein eigenes Grab)

Ted Lewis: Get Carter/Jack’s Return Home, 1970 (Jack Carters Heimkehr; Jack rechnet ab)

Michael Dibdin: And Then You Die, 2002 (Roter Marmor)

James Ellroy: American Tabloid, 1995 (Ein amerikanischer Thriller)

Elmore Leonard: Get Shorty, 1990 (Schnappt Shorty)

Mario Puzo: The Godfather, 1969 (Der Pate)

Richard Stark: Point Blank/The Hunter, 1962 (Jetzt sind wir quitt, Payback)

Jim Thompson: The Getaway, 1959 (Getaway)

12) Crime and society: Class, race and politics

Nicholas Blincoe: Acid Casuals, 1995 (Acid Killers)

Natasha Cooper: Gagged & Bound, 2005 ( – )

Michael Crichton: State of Fear, 2004 (Welt in Angst)

Jon Courtenay Grimwood: 9tail Fox, 2005 ( – )

John Harvey: Ash & Bone, 2005 (Schau nicht zurück)

Chester Himes: Cotton comes to Harlem, 1965 (Schwarzes Geld für weiße Gauner)

John le Carré: The Constant Gardener, 2001 (Der ewige Gärtner)

Paul McAuley: White Devils, 2004 ( – )

Denise Mina: Exile, 2001 (Die zweite Tote)

Walter Mosley: Walking the Dog, 1999 (Socrates’ Welt)

Margaret Murphy: The Dispossessed, 2004 (Wer kein Erbarmen kennt)

Stel Pavlou: Gene, 2004 ( – )

David Peace: Nineteen Seventy Seven, 2000 (1977)

Georges Pelecanos: Drama City, 2005 ( – )

Joan Smith: A Masculine Ending, 1987 (Schmutziges Wochenende)

Martin Cruz Smith: Wolves eat Dogs, 2005 (Treue Genossen)

Robert Stone: Dog Soldiers, 1973 (Unter Teufeln)

Minette Walters: Acid Row, 2001 (Der Nachbar)

John Williams: The Prince of Wales, 2003 ( – )

13) Espionage: Spies, spooks and supercriminals

Eric Ambler: Journey into Fear, 1940 (Die Angst reist mit)

Desmond Bagley: Running Blind, 1970 (Blindlings)

Tom Clancy: Red Rabbit, 2002 (Red Rabbit)

Charles Cumming: A Spy by Nature, 2001 ( – )

Len Deighton: The Ipcress File, 1962 (IPCRESS – streng geheim)

Alan Furst: Blood of Victory, 2002 (Die Nacht der Sirenen)

Graham Greene: The Ministry of Fear, 1943 (Zentrum des Schreckens)

Jack Higgins: Bad Company, 2003 (Im Auftrag des Bösen)

John le Carré: The Spy who came in from the Cold, 1963 (Der Spion, der aus der Kälte kam)

Robert Littell: The Company, 2002 (Die Company – Die weltumspannende Sage über die CIA)

Robert Ludlum: The Bourne Identity, 1980 (Die Bourne-Identität; Der Borowski-Betrug)

Charles McCarry: Old Boys, 2004 (In später Mission – angekündigt für 2007; Erscheinungstermin auf unbekannt verschoben)

Andy McNab: Dark Winter, 2003 (Feind ohne Namen)

Henry Porter: Empire State, 2003 (Empire State)

Chris Ryan: Land Of Fire, 2002 ( – )

Gerald Seymour: Traitor’s Kiss, 2003 ( – )

Robert Wilson: The Company of Strangers, 2001 (Das verdeckte Gesicht)

14) Through a glass darkly: Historical crime

Barbary Cleverly: The Damascened Blade, 2003 (Der Tod des Khan)

Lindsay Davis: A Body in the Bathhouse, 2001 (Eine Leiche im Badehaus)

Jeffery Deaver: Garden of Beasts, 2004 ( – )

Robert Harris: Fatherland, 1992 (Vaterland)

Jane Jakeman: In the Kingdom of Mists, 2002 ( – )

Donald James: Walking the Shadows, 2003 ( – )

Michael Jecks: The Last Templar, 1994 (Der letzte Tempelritter)

Deryn Lake: Death in the West Wind, 2001 ( – )

Peter Lovesey: The False Inspector Dew, 1982 (Abschied auf englisch)

Edward Marston: The Frost Fair, 2002 ( – )

Charles Palliser: The Quincunx, 1990 (Quincunx – Das Geheimnis der fünf Rosen)

Georges Pelecanos: Hard Revolution, 2004 ( – )

Elizabeth Peters: The Golden One, 2002 (Die goldene Göttin)

Ellis Peters: A morbid taste for Bones, 1978 (Im Namen der Heiligen)

Julian Rathbone: Lying in State, 1985 (Der Katafalk)

Candace Robb: A Trust Betrayed, 2000 ( – )

Robert Ryan: Night Crossing, 2004 ( – )

C. J. Sansom: Dissolution, 2003 (Pforte der Verdammnis)

Steven Saylor: Last seen in Massilia, 2000 ( – )

Andrew Taylor: The American Boy, 2003 (Der Schlaf der Toten)

David Wishart: A Vote for Murder, 2003 ( – )

Robert Wilson: A Small Death in Lisbon, 1999 (Tod in Lissabon)

15) Foreign bloodshed: Crime in translation

Boris Akunin: The Winter Queen, 2002 (Fandorin)

Guillermo Arriago: The Night Buffalo, 2005

Boileau-Narcejac: Celle qui n’etait pas/Les Diaboliques/The Fiends, 1954 (Die Teuflischen; Tote sollen schweigen)

Andrea Camilleri: The Terracotta Dog, 2004 (Der Hund aus Terracotta)

Friedrich Dürrenmatt: The Pledge, 1959 (Das Versprechen)

Umberto Eco: The Name of the Rose, 1985 (Der Name der Rose)

Karin Fossum: He who fears the Wolf, 2003 (Wer hat Angst vorm bösen Wolf)

Arnaldur Indridason: Voices, 2006 (Engelsstimme)

Sébastien Japrisot: Rider on the Rain, 1992 ( – )

Carlo Lucarelli: Almost Blue, 2003 (Der grüne Leguan)

Henning Mankell: Firewall, 2002 (Die Brandmauer)

Miyuki Miyabe: All she was worth, 1992 ( – )

Arturo Pérez-Reverte: The Queen of the South, 2002 (Königin des Südens)

Georges Simenon: The Man who watched Trains go by, 1946 (Der Mann, der den Zügen nachsah; Der Mann, der die Züge vorbeifahren sah)

Maj Sjöwall/Per Wahlöö: The Man who went up in Smoke, 1969 (Der Mann, der sich in Luft auflöste)

Fred Vargas: Wash this Blood clean from my Hand, 2007 (Der vierzehnte Stein)

Qui Xialong: When Red is Black, 2004 (Schwarz auf rot)

P. S.:

Die deutschen Titel sind nach bestem Wissen angegeben. Aber ich übernehme keine Garantie.

Ein „( – )“ bedeutet, dass es nach meinen Recherchen keine deutsche Übersetzung gibt. Keine Klammer bedeutet, dass es wahrscheinlich keine deutsche Übersetzung gibt oder ich den deutschen Titel nicht hinreichend genau herausgefunden habe.

Das ganze hat natürlich viel länger gedauert, als ich gedacht habe.


TV-Krimi-Buch-Tipps online

September 14, 2007

Alfred hat’s mal wieder geschafft. Aus einer Bleiwüste machte er das.

Zur Einstimmung gibt es meine Einleitung zum Überblick über die im TV laufenden Krimiverfilmungen:

Hallo liebe TV-Krimi-Junkies,
endlich wieder, vielleicht sogar zum ersten Mal, läuft die in den Sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts sehr erfolgreiche Ross MacDonald-Verfilmung „Ein Fall für Harper“ mit Paul Newman als Harper im Fernsehen. Ebenfalls lange nicht mehr zu sehen war „French Connection II“, die grandiose „French Connection“-Fortsetzung von John Frankenheimer. Arte ergänzt den Spielfilm mit den Dokus „Franck Burns verzweifelt gesucht“ und „Mord in Marseille – Die Krimis des Jean-Claude Izzo“ und nennt das ganze „Tatort Marseille“-Themenabend. Direkt im Anschluß an den Themenabend zeigt der Sender Alfred Hitchcocks David Dodge-Verfilmung „Über den Dächern von Nizza“.
Die weiteren sehenswerten Filme sind, wenn wir noch einen Moment bei Hitchcock bleiben, „Ich kämpfe um dich“ (immer wieder schön) und „Der Fall Paradin“ (naja), die Elmore Leonard-Verfilmungen „Schnappt Shorty“ (von Barry Sonnenfeld) und „Jackie Brown“ (von Quentin Tarantino), David Lynchs Barry Gifford-Verfilmung „Wild at Heart – Die Geschichte von Sailor und Lula“, Sydney Pollacks Horace McCoy-Verfilmung „Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss“, James B. Harris‘ unterschätzte Gerald Petievich-Verfilmung „Boiling Point“, der seit Ewigkeiten nicht mehr gezeigte Polizeikrimi „Das Wespennest“ (von Philippe Labro, nach einem Drehbuch von ihm, Jacques Labib und unserem Liebling Jean-Patrick Manchette) und natürlich die Columbo-Folge „Schreib oder stirb“ mit einem Krimifans nicht unbekannten Mickey Spillane als Gaststar.
 


TV-Tipp für den 14. September

September 14, 2007

ZDF, 01.00

Vier Schlüssel (D 1965, R.: Jürgen Roland)

Drehbuch: Max Pierre Schaeffer, Thomas Keck

LV: Max Pierre Schaeffer: Vier Schlüssel, Die vier Schlüssel, 1962

Der Tresor einer Bank ist mit vier Schlüsseln gesichert, die in den Händen von vier vertrauenswürdigen Führungskräften der Bank sind. Einige Gangster wollen dennoch an die Kohle ran und nehmen während eines Wochenendes die Banker als Geisel.

Spannender, im Reportage-Stil gedrehter SW-Gangsterfilm über einen Banküberfall der anderen Art. Der Atlas-Verleih bewarb Rolands Werk als „der erste deutsche Gangsterfilm“.

„Ein genießbarer Jürgen Roland-Film.“ (Robert Fischer/Joe Hembus: Der Neue Deutsche Fim 1960 – 1980, 1981)

Mit Günther Ungeheuer, Hanns Lothar, Walter Rilla, Hellmut Lange


TV-Tipp für den 13. September

September 13, 2007

Was für ein Tag. Was für ein schwaches Programm. Einerseits laufen die bekannten Serien, wie CSI, Bones – Die Knochenjägerin, Prison Break, Without a Trace – Spurlos verschwunden, Navy CIS, Numb3rs – Die Logik des Verbrechens, The Unit – Eine Frage der Ehre, Law & Order: New York, ohne große Sensationen weiter, andererseits gibt es keine prickelnden Dokumentationen oder supertollen Spielfilme. Maybrit Illners Talkshow zu „Terrorismus made in Germany“ mit den üblichen Verdächtigen braucht auch – mangels neuer Erkenntnisse – kein Mensch.

Deshalb

ARD, 22.45

Scheibenwischer

Der Satire-Klassiker, ebenfalls mit den üblichen Verdächtigen, aber treffenden Erkenntnissen über den deutschen Wahnsinn.

Mit Bruno Jonas, Mathias Richling, Richard Rogler, Frank Lüdecke

Wiederholungen: einige, in den dritten Programmen.

Zum Beispiel: BR, Freitag, 14. September, 23.30 Uhr


Ein Detektiv trauert

September 12, 2007

rickards-die-stadt-der-toten-seelen.jpg 

Trauer ist ein lähmendes Gefühl. Das überträgt sich auch auf John Rickards zweiten Alex-Rourke-Roman „Die Stadt der toten Seelen“.

Der Bostoner Privatdetektiv Alex Rourke ist in die Pathologin Gemma Larson verliebt. Er freut sich auf ein Wochenende mit ihr im verschneiten Vermont. Dass sie ihm bei seinem neuesten Fall helfen will, gefällt ihm auch. So kann er das Angenehme mit dem Nützlichen Verbinden. Er soll den 25-jährigen Adam Webb finden. Webb wurde zuletzt vor zwei Monaten in Burlington, Vermont, gesehen. Larson will vor Rourkes Ankunft ihre Kollegen nach dem Verschwundenen fragen. Vielleicht hat ihn jemand behandelt oder seine Leiche gesehen. Noch bevor Alex Rourke nach Vermont aufbrechen kann, wird er von der Polizei angerufen. Seine Freundin wurde in ihrem Auto erschossen. Die Polizei glaubt eher an einen tragischen Jagdunfall. Rourke weiß dagegen, dass er seine große Liebe verloren hat und bevor er mit ernsthaften Ermittlungen beginnt, widmet er sich ausführlich in dem Haus seiner Freundin seiner Trauer. Dabei sieht er in einer gegenüberliegenden Geisterstadt nachts Lichter und er erfährt, dass in den vergangenen Jahren mehrere Menschen in den Wäldern verschwanden.

„Die Stadt der toten Seelen“ hat als Kriminalroman einige Probleme. Das erste ist, dass John Rickards hier seinen Ich-Erzähler Alex Rourke die Geschichte im Präsens erzählen lässt. Einige Formulierungen hören sich falsch an. Andere sind holprig. Mein Lesefluss wird so immer wieder gestört. In seinem neuesten Buch „Risen Furies“ (Arbeitstitel) wechselt Rickards, nach einer kurzen Diskussion in seinem Blog, in die gängigere Vergangenheitsform.

Doch wenn alles andere in „Die Stadt der verlorenen Seelen“ perfekt wäre, würde mich die ungebräuchliche Erzählzeit nicht weiter stören. Dem ist nicht so. Die Genrekonventionen eines Privatdetektivromans, in dem der Held ermittelt, stoßen sich an dem persönlichen Gefühl der Trauer und der damit einhergehenden menschlich normale Untätigkeit. Die Folge ist, dass nach dem Mord an Rourkes Freundin, er erfährt auf Seite 43 davon, bis kurz vor Schluss nichts geschieht, was Rourke erkennbar näher an die Lösung bringt. Er trauert. Er sucht den Mörder seiner Freundin. Er glaubt, dass ihr Mord irgendwie mit den in den Wäldern verschwundenen Menschen zusammenhängt. Doch eine heiße Spur findet er nicht. Dabei ist uns Lesern klar, dass diese von Rourke als unverbundene Puzzleteile präsentierten Verbrechen und Ereignisse miteinander zusammenhängen müssen.

Erst auf Seite 249 fordert Rourkes Partner ihn auf, endlich den verschwundenen Webb zu suchen. Danach findet Rourke erstaunlich schnell eine Spur, die ihn direkt zu Webb und zur Lösung des Mordfalles Larson führt. Diese Lösung ist letztendlich nicht besonders überraschend. Nur unser Held Rourke (und halb Vermont) hat sie wahrscheinlich wegen seiner Trauer nicht gesehen.

 

 

John Rickards: Die Stadt der toten Seelen

(übersetzt von Helmut Splinter)

Goldmann, 2007

352 Seiten

7,95 Euro

 

Originalausgabe:

The Touch of Ghosts

Michael Joseph, London, 2004

 

Homepage/Blog von John Rickards:

http://www.johnrickards.com/

Interview mit John Rickards:

http://www.greatwriting.co.uk/index.php?option=com_content&task=view&id=139&itemid=74

 

Probleme von Autoren bei der Arbeit:

John Rickards diskutiert die Frage von Erzähler und Erzählzeit


Artikel über das Forschungsprogramm Zivile Sicherheit veröffentlicht

September 12, 2007

Interessiert wahrscheinlich keinen Krimifan, aber so kann ich auch mal für die Humanistische Union werben. In den aktuellen „Mitteilungen“ der ältesten Bürgerrechtsvereinigung Deutschland gibt es meinen zweiseitigen Artikel „Forschungsprogramm Zivile Sicherheit: Eine Chance für die Bürgerrechte?„.

In diesem neuen Programm wird, im Gegensatz zu Schäubles Bulldozerpolitik, der Versuch unternommen bereits während der Forschungsphase Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen und die kritische Öffentlichkeit an einen Tisch zu bringen. Ob daraus ein fruchtbarer Dialog entsteht, bleibt abzuwarten.


TV-Tipp für den 12. September

September 11, 2007

Der Sean-Connery-Fanclub sieht sich geschlossen dieses Werk an:

Tele 5, 20.15

Flammen am Horizont (USA 1982, R.: Richard Brooks)

Drehbuch: Richard Brooks

LV: Charles McCarry: The Better Angels, 1979

Ein Fernsehreporter erfährt, dass ein islamischer Fanatiker zwei Atombonben kaufen und anschließend einsetzen will.

Eine beißende Satire auf die amerikanische Politik, die Konsumgesellschaft, den Journalismus und den ganzen Rest. Die Kritiken waren zwiespältig. Die Zuschauer blieben zuhause.

Aus heutiger Sicht wirken die satirischen Spitzen und die Zeitdiagnose überhaupt nicht veraltet, teilweise sogar sehr hellsichtig. Allerdings krankt der Film unter seinem chaotischen, in alle Richtungen ziellos ausufernden Plot. Somit hat „Flammen am Horizont“ seine Momente, aber  Richard Brooks hat auch etliche wesentlich bessere Filme gedreht. 

McCarry zu dem Film: “It bore very little resemblance to my book.”

Mit Sean Connery, Hardy Krüger, Henry Silva, Katherine Ross, Robert Conrad, Hardy Krüger, John Saxon, Leslie Nielsen

Ein langes Interview mit Charles McCarry:

http://www.themorningnews.org/archives/personalities/birnbaum_v_charles_mccarry.php

Wiederholung: Donnerstag, 13. September, 01.20 Uhr (Taggenau!)


Joe Zawinul gestorben

September 11, 2007

Er war einer der ganz großen Jazzmusiker. Hier der offizielle Nachruf von Managerin Risa Zincke und seiner Plattenfirma Birdjam:

Joe Zawinul  * 7. Juli 1932  † 11. September 2007

 

 

Joe Zawinul, Österreichs berühmtester Jazzmusiker, ist in den frühen Morgenstunden des 11. September in Wien an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Ende Juni hatte er in Wien mit seiner Band Zawinul Syndicate seine letzte Europatournee angetreten, am 7. Juli feierte er seinen 75. Geburtstag. Nach dem Abschlusskonzert der Tournee am 3. August in Güssing musste er sich, bereits von der Krankheit gezeichnet, in Wien in Spitalsbehandlung begeben.

 

Joe Zawinul, geboren am 7. Juli 1932 in Wien, galt schon in jungen Jahren als Höchstbegabung am Klavier. Anders als sein um zwei Jahre älterer Freund Friedrich Gulda schlug er aber nicht den Weg zur Klassik, sondern jenen zu einer Jazz-Laufbahn ein.

 

1959 übersiedelte er mit einem Stipendium des Berklee College of Music in die USA, wo er eine steile Karriere antrat, die ihn rasch zum Weltstar machen sollte. Zawinul wurde Pianist bei der Vokalistin Dinah Washington und trat 1962 in die Band des  Saxophonisten Julian Cannonball Adderley ein, für den er Evergreens wie den Hit „Mercy, Mercy, Mercy“ schrieb. Ende der Sechziger Jahre arbeitete er mit dem Trompeter Miles Davis, der eines seiner Alben, „In A Silent Way“, nach einer Zawinul-komposition benannte. 1970 gründete er gemeinsam mit dem Saxophonisten Wayne Shorter die legendäre Band Weather Report, die mehr als 15 Jahre lang die führende Formation des Fusion-Stils werden sollte, der Jazz mit starken Rockelementen verband. Aus dieser Ära stammen Zawinul-Welterfolge wie „Birdland“ oder „Black Market“.

 

Nach dem Abschied von Weather Report gründete Zawinul 1987 sein Ensemble Zawinul Syndicate, das heuer sein 20-Jahre-Jubiläum feierte. In den letzten Jahren wandte sich der Musiker, der im kalifornischen Malibu lebte, wieder verstärkt Europa und seiner österreichischen Heimat zu. 2004 gründete er in Wien seinen Jazzclub, das Birdland.

 

Joe Zawinul hinterlässt drei Söhne, Erich, Ivan und Anthony. Er überlebte seine Ehefrau Maxine, die am 26. Juli starb, nur um wenige Wochen.

Und noch einige Links:

Homepage von Joe Zawinul

Nachruf von Thomas Miessgang (Die Zeit)

Nachruf von Tobias Rapp (taz) 


Lesungen in Berlin und dem Rest der deutschsprachigen Welt

September 10, 2007

Einerseits taumeln in Berlin literaturbegeisterte Menschen die Tage euphorisiert von den vielen bekannten Namen über das Literaturfestival. Andererseits ist für den richtigen Genrefan die Ausbeute an bekannten Namen auf dem Literaturfestival karg. Chuck Palahniuk las. Aber ist er ein Krimi-Autor? Eben.

In den kommenden Tagen wird’s allerdings besser. Es lesen, in der Reihenfolge ihres Auftretens:

Jörg Juretzka liest am Donnerstag, den 13. September, um 20.00 Uhr in der Gaststätte „Matto“ (Chamissoplatz 4, Nähe U-Bahn Platz an der Luftbrücke) aus seinem neuen Kriminalroman „Bis zum Hals“.

Juretzka erhielt für seine Kryszinsky-Krimis bereits zweimal den Deutschen Krimipreis. In seinem neuesten Roman wirft die Polizei Privatdetektiv Kristof Kryszinski vor, den Russen Dimitrij Jalnikow getötet zu haben. Die Suche nach dem wahren Mörder führt ihn in die übelsten Ecken des Ruhrpotts. Und dann klopft die wunderschöne Witwe des Toten an seine Tür.

(Weitere Informationen)

Michael Morley unternimmt mit seinem Debütroman „Spider“ eine ganze Lesereise. Die deutschen Teile liest Ralph Herforth. Kriminalhauptkommissar und Sachbuchautor Stephan Harbort diskutiert anschließend mit Morley über das Phänomen Serienkiller.

Die Termine:

München: Dienstag, 18. September, um 19.00 Uhr im Sektionshörsaal des Pathologischen Instituts der LMU (Frauenlobstraße 7)

Berlin: Mittwoch, 19. September, um 20.00 Uhr im Berliner Medizinhistorischem Museum der Charité (ehemaliger Virchow-Hörsaal, Charitéplatz 1)

Wien: Donnerstag, 20. September, um 19.00 Uhr im Wiener Kriminalmuseum (Große Sperlgasse 24)

Bremen: Freitag, 21. September, um 20.00 Uhr in der Buchhandlung Geist (Am Wall 161)

Bremen: Samstag, 22. September, um 19.30 Uhr, in der Großen Kriminacht in der Bremer Shakespeare Company (Leibnizplatz)

FBI-Profiler Jack King zog sich mit seiner Frau und seinen Sohn nach einem Zusammenbruch in die Toskana als Hotelier zurück. Er wird von Alpträumen an „Spider“, den einzigen Serienkiller, den er niemals fassen konnte, geplagt. Da meldet sich „Spider“ zum zwanzigsten Jahrestag seines ersten Mordes zurück. In den USA gräbt er sein erstes Opfer aus und schickt den Kopf an das „FBI, zu Händen Jack King“. In Italien bringt er eine junge Frau um. Jack King muss sich der Herausforderung stellen.

(Weitere Informationen)

Marcel Feige liest aus seinem Thriller „Wut“ am Donnerstag, den 27. September, um 20.30 Uhr in den Räumen der Berliner Unterwelten (Brunnenstraße 108a). Vor der Lesung gibt es eine Führung durch die historische Luftschutzanlage im U-Bahnhof Gesundbrunnen. Der Treffpunkt ist die südliche Vorhalle des U-Bahnhofs Gesundbrunnen (Ausgang Humboldthain/Brunnenstraße).

Ein Serienkiller legt seine Opfer im Berliner Untergrund ab. Kommissar Paul Kalkbrenner hat schnell einen Verdächtigen: den Studenten Leif Nehring, der wegen eines Drogendeliktes Sozialstunden in einem Obdachlosenprojekt leistet. Leif versucht seine Unschuld zu beweisen. Als kurz vor einem Internationalen  Umweltgipfel eine Angestellte der amerikanischen Botschaft das nächste Opfer des Killers wird, müssen Paul und Leif zusammenarbeiten.

(Weitere Informationen)


Webwatch ohne Schäuble

September 10, 2007

Bei der Krimi-Couch sind die September-Besprechungen online. Ken Bruen wird abgefeiert. Muss ich auch mal tun. Denn seine mit dem Shamus ausgezeichnete, noch (?) nicht übersetzte Serie um den Privatdetektiv Jack Taylor ist wirklich verdammt gut. Stuart M. Kaminsky, James Crumley und Sean Rowe werden ebenfalls gelobt und Scott Smith gibt den Blindgänger des Monats ab. Auch hier muss ich zustimmen.

Bei Things I’d rather be doing beantwortet Allan Guthrie einige Fragen.  Auch er hat immer noch keinen deutschen Verleger.

In der New York Times wird die Leonard-Verfilmung „3:10 to Yuma“ durchaus wohlwollend besprochen. Der deutsche Kinostart ist noch unklar.

In unseren Kinos startet am Donnerstag die schon erwähnte Garfield-Verfilmung „Death Sentence – Todesurteil“ von  James ‚Saw‘ Wan mit Kevin Bacon in der Hauptrolle.

Und der Alligator beißt wieder zu.


TV-Tipp für den 11. September

September 10, 2007

ZDF, 20.15

Der 11. September 2001 (D 2007, R.: Michael Renz, Guy Smith)

45-minütige Doku über den Wahrheitsgehalt einiger populärer Verschwörungstheorien über den titelgebenden 11. September.

Weitere Informationen über die Doku, die Dreharbeiten und Verschwörungstheorien:

http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/15/0,1872,5590735,00.html


Ein bisschen Luxus – Kapitel 17 online

September 10, 2007

Heute ist Montag. Heute geht’s mit dieser Geschichte weiter.


TV-Tipp für den 10. September

September 9, 2007

Vox, 20.15

CSI: NY – Freier Fall (USA 2006, R.: Rob Bailey                     

Drehbuch: Peter M. Lenkov, Pam Veasey

Creator: Anthony E. Zuiker, Ann Donahue, Carol Mendelsohn

Mit zwei kniffeligen Fällen startet die dritte Staffel von „CSI: NY“: Wer erstach unter der Brooklyn Bridge einen Finanzexperten? Warum wurde eine junge Frau erschlagen? Wetten, dass Detective Mac Taylor und sein Team nach einer Stunde die Täter geschnappt haben?

Nach den Sonnenbrillen und den Taschenlampen startet heute der zweite CSI-Ableger. Und, was soll ich sagen: Mir gefällt „CSI:NY“ am Besten. Das kann daran liegen, dass ich inzwischen genug Fälle aus Las Vegas gesehen habe; dass mir Caines überbetonte Coolness gegen den Rest der Welt und seine ebenso übertriebene Empathie für Kinder und hilfebedürftige Frauen (Er heiratet eine Todkranke!) langsam mächtig auf den Sack geht; dass New York am meisten Berlin ähnelt; dass Mac Taylor ein Jazzfan ist (Gary Sinise spielt Bass in der Lt. Dan Band); dass mir das stinknormale, gut in der Realität einer Millionenstadt situierte New Yorker-Team am besten gefällt oder auch ganz einfach daran, dass ich mich an „CSI:NY“ noch nicht sattgesehen haben.

Jedenfalls startet heute die dritte Staffel mit 24 Fällen für Mac Taylor und sein Team. Im Gegensatz zu RTL zeigt Vox nämlich die gesamte Staffel am Stück.

Mit Gary Sinise (Detective Mac Taylor),   Melina Kanakaredes (Detective Stella Bonasera), Carmine Giovinazzo (Detective Danny Messer), Anna Belknap (Detective Lindsay Monroe), Hill Harper (Dr. Sheldon Hawkes), Eddie Cahill (Detective Don Flack), Robert Joy (Dr. Sid Hammerback)

Wiederholung: Mittwoch, 12. September, 00.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise:

Vox (Zwischen der Werbung und  den Pop-Up-Fenstern sind einige Informationen versteckt. Bei den Seiten verstehe ich die Panik der Privaten vor den Internetaktivitäten der Öffentlich-Rechtlichen. Denn diese sind einfach  besser.)

CBS (bietet die von den beiden anderen CSI-Serien gewohnte Qualität.  Sehr empfehlenswert!)

Über die CSI:NY-Romane von Stuart M. Kaminsky

Über den CSI:NY-Comic von Max Allan Collins

 


TV-Tipp für den 9. September

September 8, 2007

Und schon wieder empfehle ich einen Arte-Themenabend. Heute: „Cary Grant – Eine Klasse für sich“. Viel Vergnügen mit:

Arte, 20.40

Über den Dächern von Nizza (USA 1955, R.: Alfred Hitchcock)

Drehbuch: John Michael Hayes

LV: David Dodge: To catch a thief, 1952

John Robie hat sich zur Ruhe gesetzt. Als ein anderer Einbrecher Robies Stil nachahmt, will er im wohlverstandenen Eigeninteresse den Nachahmer fangen.

Lockere Krimikomödie von Hitchcock, die zur Blaupause für künftige kultivierte Thriller-Romanzen werden sollte. Hitchcock war besonders an dem Aspekt der fetischistischen Liebe (To catch a thief) interessiert und pfiff – wie so oft – auf die Logik. 

Mit Cary Grant, Grace Kelly (die danach den Fürst von Monaco heiratete), Charles Vanel

Wiederholung: Montag, 17. September, 00.35 Uhr (Taggenau!)

Homepage von David Dodge: http://www.david-dodge.com/

 

Arte, 22.30

Cary Grant – Gentleman des Kinos (USA 2004, R.: Robert Trachtenberg)

Drehbuch: Robert Trachtenberg

Emmy-nominierte spielfilmlange Doku über Cary Grant, der bürgerlich Archibald Leach hieß und mit diesem Namen sicher nicht der Schwarm aller Frauen geworden wäre.

Arte zur Doku: http://www.arte.tv/de/woche/244,broadcastingNum=780520,day=2,week=37,year=2007.html

Wiederholung: Dienstag, 11. September, 03.00 Uhr (Taggenau!)