Neu im Kino/Filmkritik: Ein „Runner“, eine Quasselstrippe, ein begehrtes Paket und fertig ist die Actionsause

September 17, 2026

In Australien in Queensland schiebt Ex-Navy-SEAL Hank Malone (Alan Ritchson) eine ruhige Kugel als Kurier. Er befördert Dinge von einem Ort zu einem anderen Ort. Und er will keinen Ärger. Seine frühere Arbeit erklärt, woher er all die Kompetenzen hat, die er benötigt, als seine jüngste Kurierfahrt – den medizinischen Kurier Ben Bishop (Owen Wilson) vom Flughafen zu einer Klinik fahren – vollkommen aus dem Ruder läuft. Denn irgendjemand will das für ein siebenjähriges Mädchen überlebenswichtige Organ haben und er verfügt über eine Armee schießwütiger, gewalt- und sterbebereiter Muskelprotze.

Aber – erstens – Aufträge werden erfüllt, – zweitens – Hank hat beeindruckende Muskeln, die trainiert werden müssen, und – drittens – …steht das so im Drehbuch für Scott Waughs sich durchgängig in vertrauten Bahnen bewegenden Buddy-Actionkomödie „Runner“.

Hank und Ben sind zwei vollkommen gegensätzliche Charaktere, die sich im Lauf des Films näherkommen. Die reichhaltig vorhandene Action ist ganz ordentlich inszeniert. Die Comedy-Elemente sind eher nervig. Die Überraschungen sind nicht wirklich überraschend. Die hauchdünne Story hält das alles okay zusammen. Und die Laufzeit von etwas über neunzig Minuten ist genau die richtige Länge für diese Art von Filmen.

Am Ende glaubt man, die inoffizielle Vorgeschichte für die in Südfrankreich spielenden „Transporter“-Filme mit Jason Statham als wortkargen, schlagkräftigen Kurier Frank Martin gesehen zu haben.

Alan Ritchson, der als Jack „Reacher“ bekannt und beliebt wurde, fungiert hier als Ersatz für den schon erwähnten Jason Statham und Gerard Butler. Beide sind bessere Schauspieler, die solche durchgehend durchschnittlichen Filme auf ein etwas besseres Level heben können.

So bleiben bei dieser generischen Buddy-Actionkomödie nur die Actionszenen und die Landschaft. Und die Freude, dass so eine Actionkomödie im Kino gezeigt wird.

Runner (Runner, USA 2026)

Regie: Scott Waugh

Drehbuch: Miles Hubley, Tommy White

mit Alan Ritchson, Owen Wilson, Rodrigo Santoro, Leila George, Kate Box, Peta Sergeant, Cecilia Toussaint, Geraldine Hakewill, Goran D. Kleut, Scarlett Crabtree

Länge: 99 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Runner“

Metacritic über „Runner“

Rotten Tomatoes über „Runner“

Wikipedia über „Runner“ 

Meine Besprechung von Scott Waughs „Act of Valor“ (Act of Valor, USA 2012)

Meine Besprechung von Scott Waughs „Need for Speed“ (Need for Speed, USA 2013)

Meine Besprechung von Scott Waughs „The Expendables 4“ (Expend4bles, USA 2023)