Die siebzehnjährige Ivy (Bella Ramsey) ist zum ersten Mal im Children Run Free Camp für krebskranke Jugendliche. Sie wurde von ihren Eltern gezwungen, vier Wochen des Sommers dort und nicht schlecht gelaunt in ihrem Zimmer zu verbringen. Entsprechend gründlich versucht sie möglichst alles zu sabotieren mit der Absicht, möglichst schnell nach Hause geschickt zu werden. Wenn ihr das nicht gelingt, will sie eine möglichst schlechte Zeit in dem Sommercamp verbringen.
Einige der anderen Sommercamper waren schon öfter dabei. Und wenn sie nächstes Jahr nicht wieder dabei sind, sind sie gestorben. Die Chance dafür ist ziemlich hoch. Denn sie alle haben Krebs. Sie werden in Krankenhäusern Tage, Wochen und Monate behandelt. Der Tod und Gespräche über das Sterben gehören zu ihrem Alltag.
George Jaques erzählt in seinem Film „Sunny Dancer“ von Ivys Erlebnissen in dem Camp, das sich in großen Teilen nicht von einem anderen Sommercamp unterscheidet. Die Erzieher sind seltsam. Die von ihnen initiierten Beschäftigungen nervig. Die Köchin und die Pillen reichende Krankenschwester sind, nun, Erwachsene.
Die anderen Jugendlichen sind, nachdem Ivy sie kennengelernt hat, wirklich okay. Denn sie alle haben Krebs, sind immer wieder geschwächt von ihrer Krankheit und sie müssen sich aufgrund ihrer Krankheit viel mehr mit dem Tod beschäftigen als andere Gleichaltrige. Und sie sind im ‚Chemo-Camp‘ (Ivy über das Camp) über eine längere Zeit mit Gleichaltrigen zusammen, die die gleichen Probleme haben. Endlich einmal sind sie nicht die Außenseiter, sondern sie können, ohne die besorgten Eltern, als Teenager Teenager-Dinge tun. Das ist auch der Grund, weshalb einige immer wieder kommen. Bis sie zu alt werden.
„Sunny Dancer“ ist ein Feelgood-Movie für Jugendliche mit dem Herz am richtigen Fleck. Da verzeiht man die vorhersehbare Geschichte, die eigentlich eine Zusammenstellung von Episoden und Impressionen aus einem Ferienlager ist, und die brave Inszenierung.

Sunny Dancer (Sunny Dancer, Großbritannien/Deutschland 2026)
Regie: George Jaques
Drehbuch: George Jaques
mit Bella Ramsey, Neil Patrick Harris, Daniel Quinn-Toye, Ruby Stokes, Earl Cave, Conrad Khan, Jasmine Elcock, Jessica Gunning, James Norton
Länge: 106 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
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Hinweise
Filmportal über „Sunny Dancer“
Moviepilot über „Sunny Dancer“
Veröffentlicht von AxelB