DVD-Roundup, Teil 1: Spielfilme, Spielfilme und nochmal Spielfilme, größtenteils sehenswert

März 17, 2014

Schon wieder stapeln sich die gesehenen Filme auf meinem Schreibtisch, einige habe ich schon vor Wochen und Monaten gesehen, aber ich kam aus verschiedenen Gründen (Okay, der Hauptgrund ist, dass ich meine Kritik nicht sofort geschrieben habe) nicht dazu, etwas über die Filme zu sagen. Dabei sind sie fast alle einen Blick wert.

Beginnen wir mit den Spielfilmen.

Santiago, der Verdammte“ von „Detour“-Regisseur Edgar G. Ulmer wurde für ein Taschengeld gedreht und, nachdem er seinen Lauf durch die Kinos beendete, in irgendein Archiv versenkt. Jedenfalls ist die Bildqualität lausig. Auch die Story ist nicht gerade besonders glaubwürdig.

Denn der bis zum gehtnichtmehr gutherzige Bandit Santiago flüchtet nach einem Diebstahl, bei dem sein Freund tödlich verwundet wurde, in Richtung Grenze. Auf seiner Flucht begegnet er einem jungen Farmerehepaar, das sich kaum über Wasser halten kann und deren Ehe kriselt. Während sie mit ihm flüchten möchte, möchte er Santiagos Geld und Santiago benimmt sich nicht wie ein hartgesottener Bandit, sondern wie die Vulgärversion von Jesus.

Aber die Schauspieler sind mit soviel Energie bei der Sache und die von Ulmer gezeichneten Charaktere, vor allem die Hassliebe des Ehepaares und ihre Gier nach Geld, reißen mit in diesem Mysterienspiel unter südlicher Sonne, das zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts, als der gute alte Wilde Westen schon Geschichte war, spielt und bei dem kein Charakter ohne Makel ist. Im Gegenteil!

Santiago, der Verdammte - DVD-Cover

Santiago, der Verdammte (The Naked Dawn, USA 1954)

Regie: Edgar G. Ulmer

Drehbuch: Nina Schneider, Herman Schneider (Pseudonym von Julian Zimet)

mit Arthur Kennedy, Betta St. John, Eugene Iglesias, Charlita, Roy Engel

DVD

Koch Media – Edition Western-Legenden # 25

Bild: 1.33:1 (4:3)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0)

Untertitel: –

Bonusmaterial: Bildergalerie, Originaltrailer

Länge: 78 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Santiago, der Verdammte“

Turner Classic Movies über „Santiago, der Verdammte“

Wikipedia über „Santiago, der Verdammte“

Wikipedia über Edgar G. Ulmer (deutsch, englisch)

Senses of Cinema über Edgar G. Ulmer

Meine Besprechung von Edgar G. Ulmers „Detour – Umleitung“ (Detour, USA 1945)

Und noch ein Großer, der hier einen kleinen Film inszenierte. Die Budgetbeschränkungen und das – höflich formuliert – verwirrende Drehbuch machte er durch Stil- und Experimentierwillen wett.

Also die Story: in Frankreich während der Terrorherrschaft der Jakobiner wollen alle das titelgebende „Schwarze Buch“ haben. In ihm notierte Robespierre die künftigen prominenten Kandidaten für die Guillotine. Und weil sich alle herzlich misstrauen, aufs Kreuz legen und mit falschen Identitäten operieren, gibt es einem ziemlich verwirrenden Kampf um das Buch, bei dem das Interesse schnell erlahmt.

Denn es gibt überall Lug und Trug, Logik eher wenig und Anthony Mann inszenierte das alles in schönster Noir-Ästhetik, was dann auch die Aufnahme in die „Film Noir“-Reihe rechtfertigt. Trotzdem ist „Das schwarze Buch“ eher ein Film für Komplettisten.

Das schwarze Buch - DVD-Cover

Das schwarze Buch (Reign of Terror/The Black Book, USA 1949)

Regie: Anthony Mann

Drehbuch: Philip Yordan, Æneas MacKenzie

mit Robert Cummings, Richard Basehart, Arlene Dahl, Norman Lloyd

DVD

Koch Media (Film Noir Collection # 14)

Bild: 1.33:1 (4:3)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0)

Untertitel: Englisch

Bonusmaterial: Bildergalerie

Länge: 86 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Das schwarze Buch“

Turner Classic Movies über „Das schwarze Buch“

Wikipedia über „Das schwarze Buch“ (deutsch, englisch)

Das kann von „Zeuge gesucht“, einem Noir-Klassiker, der bei uns seit Ewigkeiten nicht mehr im TV lief, nicht gesagt werden. Denn Robert Siodmaks erster Noir, nach einem Roman von Cornell Woolrich, war gleich ein Volltreffer.

Der hard-boiled Roman Woolrichs und Siodmaks Anleihen beim Expressionismus erweisen sich als eine geglückte Kombination.“ (Paul Werner: Film Noir)

Die Geschichte ist ein wahrer Alptraum. Jedenfalls für Scott Henderson, der als gehörnter Ehemann eine Nacht mit einer unbekannten Schönheit verbringt, die ihm ihren Namen nicht verraten will. Als er am nächsten Tag in seine Wohnung zurückkehrt, erwartet ihn die Polizei. Seine Frau wurde ermordet und natürlich ist Henderson der Hauptverdächtige. Sein Alibi, mit einer Unbekannten eine Show besucht zu haben, ist vollkommen unglaubwürdig. Vor allem nachdem die Polizei es überprüfte und niemand sich an die Schönheit erinnerte.

Nur seine Sekretärin Carol Richman glaubt ihm. Sie beginnt die titelgebende „Phantom Lady“ zu suchen – und auch den Mörder von Hendersons Frau.

Zeuge gesucht - DVD-Cover

Zeuge gesucht (Phantom Lady, USA 1943)

Regie: Robert Siodmak

Drehbuch: Bernard C. Schoenfeld

LV: William Irish (aka Cornell Woolrich): Phantom Lady, 1942

mit Francot Tone, Ella Raines, Alan Curtis, Aurora Miranda, Elisha Cook jr.

DVD

Koch Media (Film Noir Collection # 15)

Bild: 1.33:1 (4:3)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0)

Untertitel: Englisch

Bonusmaterial: Bildergalerie, Originaltrailer

Länge: 83 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Zeuge gesucht“

Turner Classic Movies über „Zeuge gesucht“

Wikipedia über „Zeuge gesucht“ (deutsch, englisch)

Noir of the Week über „Zeuge gesucht“

Wikipedia über Cornell Woolrich (deutsch, englisch)

Krimi-Couch über Cornell Woolrich

Mordlust über Cornell Woolrich

DetNovel (William Marling) über Cornell Woolrich

Cornell Woolrich in der Kriminalakte

Ja, „Paranoia“ lief auch einige Tage im Kino. Aber nachdem er in den USA grandios floppte, sekundiert von desaströsen Kritiken, wollte der Verleih wohl nicht mehr Geld als nötig in die Kinoauswertung stecken, hofft jetzt aber auf ein erfolgreicheres Leben auf DVD. Immerhin ist die Vorlage von Bestsellerautor Joseph Finder (obwohl das in der Werbung eher verschwiegen wird), Regie führte Robert Luketic, der mit „21“ einen hübschen Gaunerfilm inszenierte, Liam Hemsworth und Amber Heard für das jüngere und Gary Oldman, Harrison Ford und Richard Dreyfuss (der kaum erwähnt wird) für das ältere Publikum sind dabei. Auch die Story wirkt auf den ersten Blick spannend: Nicholas Wyatt (Gary Oldman) schickt den jungen, ehrgeizigen Software-Programmierer Adam Cassidy (Liam Hemsworth) undercover in die Firma von seinem Konkurrenten Jock Goddard (Harrison Ford). Wyatt will so an dessen neueste Entwicklung kommen, die erstens bahnbrechend und zweitens den Markt in den kommenden Jahren bestimmen soll.

Trotzdem ist „Paranoia“ ein erschreckend unspannender Thriller bei dem die bahnbrechende Entwicklung (die eh nur der MacGuffin ist, aber ungefähr so aussieht, wie eine zehn Jahre alte Entwicklung) nie überzeugt, der Konkurrenzkampf zwischen den beiden Firmen ein Hahnenkampf zwischen den Chefs ist und wir nichts substantielles über Industriespionage erfahren.

Paranoid ist höchsten, wer glaubt, dass „Paranoia“ ein Thriller sei.

Paranoia - DVD-Cover

Paranoia – Riskantes Spiel (Paranoia, USA/Frankreich 2013)

Regie: Robert Luketic

Drehbuch: Jason Dean Hall, Barry Levy

LV: Joseph Finder: Paranoia, 2004 (Goldjunge, Paranoia)

mit Liam Hemsworth, Amber Heard, Gary Oldman, Harrison Ford, Josh Holloway, Julian McMahon, Richard Dreyfuss

DVD

Studiocanal

Bild: 2,40:1 (anamorph)

Ton: Deutsch, Englisch (5.1 DD)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: Featurettes, Geschnittene Szenen, Hinter den Kulissen, Trailer, Wendecover

Länge: 120 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Paranoia“

Moviepilot über „Paranoia“

Metacritic über „Paranoia“

Rotten Tomatoes über „Paranoia“

Wikipedia über „Paranoia“ (deutsch, englisch)

Homepage von Joseph Finder

Dagegen erscheint „Errors of the Human Body“ verdammt gut. Eron Sheean drehte mit einem überschaubarem Budget einen hübschen kleinen Thriller, der über weite Strecken wie ein Medizin-Thriller in der „Coma“-Tradition aussieht, der nicht thrillen will, und am Ende zu einem ausgewachsenem Noir wird.

Der Genetiker Geoff Burton (Michael Eklund) war ein Starforscher, der mit einer neuen Therapie seinen Sohn heilen wollte. Die Therapie schlug nicht an, sein Sohn starb und Burton ertrinkt seitdem im Selbstmitleid. Da erhält er einen Ruf an das Institut für Genetik in Dresden. Dort steht seine frühere Assistentin und Geliebte Rebekka (Karoline Herfurth) kurz vor einer bahnbrechenden Entdeckung: nämlich einem auf seinen Forschungen basierendem Regenerations-Gen, das Krankheiten heilen und das Altern verhindern kann. Burton soll ihr bei den abschließenden Arbeiten helfen. Aber es gibt auch andere Forscher an der Universität, die sich seltsam verhalten, Konkurrenten von Rebekka sind und Burton seltsame Angebote machen. Außerdem sieht Burton das winterliche Dresden mit den Augen eines Fremden, der glaubt, dass an dem Institut auch geheime Forschungen durchgeführt werden. Schlimmer noch: mit der Zeit glaubt er sogar, selbst Teil eines genetischen Experiments zu sein.

Regisseur Eron Sheean gelingt es in „Errors of the Human Body“ eine unheimliche Atmosphäre zu beschwören, indem er Dresden und das Universitätsinstitut (gedreht wurde am dortigen „Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik“) aus Burtons Perspektive filmt, der zunehmend den Kontakt zur Wirklichkeit verliert. Deshalb scheinen sich auch alle immer etwas seltsam zu benehmen. Veles deutet Sheean nur an, kann aber nach dem Genuss von einigen Medizinthrillern mühelos entschlüsselt werden. Dadurch erscheint der Film aber im Mittelteil unnötig langsam.

Aber das düstere Ende entschädigt dafür.

Genrejunkies sollten einen Blick riskieren.

Als Bonus gibt es ein sehr informatives, zwölfminütiges Interview mit Eron Sheean.

Errors of the Human Body - DVD-Cover

Errors of the Human Body (Errors of the Human Body,

Regie: Eron Sheean

Drehbuch: Shane Danielsen, Eron Sheean

mit Michael Eklund, Karoline Herfurth, Tómas Lemarquis, Rik Mayall, Caroline Gerdolle

DVD

Pandastorm

Bild: 1,85:1 (16:9)

Ton: Deutsch (DTS 5.1, DD 5.1), Englisch (DD 5.1)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Bonusmaterial: Interview mit dem Regisseur, Originaltrailer

Länge: 98 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Moviepilot über „Errors of the Human Body“

Rotten Tomatoes über „Errors of the Human Body“

Wikipedia über „Errors of the Human Body“

Keinen Blick muss man bei „Das Frauenhaus“ und „Die Sklavinnen“ riskieren, zwei weiteren Filmen aus der Kooperation zwischen Jess Franco und Erwin C. Dietrich in den siebziger Jahren, die mühelos das Niveau der anderen Filme der „Jess Franco Golden Goya Collection“ halten: viel nackte Haut, wenig Story, kein Anspruch.

Wobei „Die Sklavinnen“ fast eine nacherzählbare Geschichte erzählt, weil Jess Franco sich hier des Kunstkniffs bediente, einfach den größten Teil als Rückblende zu erzählen.

Der Millionär Amos Radeck entführt nach einem Gefängnisaufenthalt (der durch ihre Flucht frühzeitig beendet wurde) die Bordellbetreiberin Arminda. Radeck glaubt, dass Arminda seine Tochter entführt hat. Er lässt sie foltern und Arminda erzählt aus ihrem Leben, das in Franco-Mainier illustriert wird. Dennoch zeigt er in „Die Sklavinnen“ verhältnismäßig wenig nackte Haut.

In „Das Frauenhaus“ ist dann alles wieder beim alten. In dem Film werden dann epische Tanzszenen aus einem Nachtclub (ich würde es nicht „Striptease“ oder „Pole Dancing“ nennen) und ebenso epische Folterszenen aneinandergeklatscht. Denn der Nachtclub „Blue Rita“ ist die Fassade für eine Frauenverbrecherbande, die hochrangige Barbesucher entführt und erpresst. Sie betreiben dabei auch etwas Industriespionage und – oh Wunder! – Interpol jagt sie.

Bei diesem Werk hat Jess Franco sich etwas von trashigen Science-Fiction-Filmen inspirieren gelassen, was immerhin zu einigen absurden Bildern – nackte Frauen mit Gasmasken! – und debilen Folterszenen führt, wenn die nackten Frauen eine farbige Flüssigkeit auf ihr Opfer kippen und er aber so etwas von Sexgeil wird, dass er am liebsten die Ketten sprengen würde. In der richtigen Stimmung ist das ziemlich witzig.

Die Schauspieler sind aus den anderen Franco-Filmen bekannt. Die herrlich durchgeknallte Musik in beiden Filmen ist von Walter Baumgartner und, mal wieder, das Beste an den Filmen.

Die Sklavinnen - DVD-CoverDas Frauenhaus - DVD-Cover

Die Sklavinnen (Schweiz 1977)

Regie: Jess Franco

Drehbuch: Erwin C. Dietrich

mit Lina Romay, Martine Stedil, Eric Falk, Peggy Markoff, Vitor Mendes

auch bekannt als „Die Sexhändler“ und „Die Verschleppten“ (waren anscheinend in der Schweiz die Video-Titel)

DVD

Ascot Elite

Bild: 1,78:1 (16:9)

Ton: Deutsch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Englisch

Bonusmaterial: Originaltrailer, Fotogalerie, Audio-Interview mit Jess Franco

Länge: 74 Minuten

FSK: ab 18 Jahre

Das Frauenhaus (Schweiz 1977)

Regie: Jess Franco

Drehbuch: Jess Franco

mit Martine Fléty, Sarah Strasberg, Dagmar Bürger, Eric Falk

auch bekannt als „Blue Rita“

DVD

Ascot Elite

Bild: 1,78:1 (16:9)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1), Französisch (Dolby Digital 2.0)

Untertitel: Japanisch

Bonusmaterial: Originaltrailer, Fotogalerie, Featurette „Sklave im Frauenhaus“ (Interview mit Eric Falk)

Länge: 76 Minuten

FSK: ab 18 Jahre

Hinweise

Wikipedia über Jess Franco (deutsch, englisch)

Kriminalakte: Mein Nachruf auf Jess Franco

Meine Besprechung von Jess Francos „Jack the Ripper – Der Dirnenmörder von London“ (Jack, the Ripper, Deutschland/Schweiz 1976)

Meine Besprechung von Jess Francos „Downtown – Die nackten Puppen der Unterwelt“ (Schweiz 1975)

Meine Besprechung von Jess Francos „Voodoo Passion – Ruf der blonden Göttin“ (Schweiz 1977)

Meine Besprechung von Jess Francos „Frauen für Zellenblock 9“ (Schweiz 1977)

Meine Besprechung von Jess Francos „Ilsa – The Mad Butcher“ (Schweiz/Deutschland/USA 1977)

Meine Besprechung von Jess Francos „Die teuflischen Schwestern – Sexy Sisters“ (Schweiz 1977)

Meine Besprechung von Jess Francos „Wicked Women – Das Haus der mannstollen Frauen“ (Schweiz 1977)


Neu im Kino/Filmkritik: „Robocop“ ist zurück

Februar 6, 2014

Alle Signale deuteten auf ein weiteres Desaster hin: ein Remake von einem Kultfilm (Erinnert ihr euch noch an den „Total Recall“-Remurks?), der bis vor kurzem bei uns noch auf dem Index stand. Zu brutal für ein nicht volljähriges Publikum. Das Remake ist „freigegeben ab 12 Jahre“. Bei uns und in England läuft der Film vor dem US-Start an. Normalerweise ist das eine Maßnahme, um Verluste zu minimieren. Es gab ein Embargo für Kritiken bis kurz vor dem Filmstart. Als ob das Gemaule der Fans in den einschlägigen Foren nicht schon laut genug sei. Die Besetzung garantiert definitiv keinen Kassenerfolg. Samuel L. Jackson und Gary Oldman sind zwar immer eine Bereicherung, aber allein wegen ihnen geht man schon lange nicht mehr ins Kino. Und der Hauptdarsteller Joel Kinnaman ist bei uns vor allem aus „Easy Money“ bekannt. Aber wer hat den Film schon gesehen?

Nein, besonders groß waren meine Erwartungen vor der Pressevorführung von „Robocop“ nicht. Ich hoffte höchstens auf ein Nicht-Komplett-Desaster. Immerhin hatte ich auch „Total Recall“ überlebt.

Aber schon die ersten Minuten begeisterten mich und diese Begeisterung ließ bis zum Abspann nicht nach. „Robocop“ ist nicht nur besser als erwartet, sondern ein wirklich guter Film und einer der besten Science-Fiction-Filme der vergangenen zwölf Monate. Ein Action-Thriller mit Botschaft und gelungenen satirischen Spitzen und gleichzeitig ein Anti-Action-Film.

Robocop“ beginnt mit einer TV-Übertragung. Der Showmaster Pat Novak (Samuel L. Jackson), ein konservativer Demagoge, will, dass auch im robophobischen Amerika Roboter für Recht und Ordnung sorgen, wie sie es im Ausland tun. Er lässt in seiner Sendung „The Novak Element“ live nach Teheran schalten zu einem friedenserhaltendem US-Robotereinsatz. In seiner ideologischen Verblendung nimmt Novak überhaupt nicht wahr, dass die Einheimischen eine Heidenangst vor den Robotern haben. Der Selbstmordanschlag gegen die US-Militärs, bei dem kein US-Soldat verletzt wird, aber etliche Einheimische sterben, ist für ihn ein weiterer Beweis der Leistungsfähigkeit der Roboter in dieser Friedensmission.

Danach werfen wir einen Blick in die Firmenzentrale von OmniCorp, deren Chef Raymond Sellars (Michael Keaton) möchte seine Roboter auch in den USA einsetzen. Aber ein Gesetz verhindert das. Noch.

Erst danach begegnen wir Alex Murphy (Joel Kinnaman), einem Detroit-Cop, der sich gerade vor seiner Vorgesetzten für einen fehlgeschlagenen Einsatz rechtfertigt, später durch eine Autobombe schwer verletzt wird und von OmniCorp als menschliche Restmasse für den ersten Robocop-Prototyp für die USA dienen soll. Dr. Dennett Norton (Gary Oldman), der Forschungsleiter, macht trotz Skrupel mit. Immerhin haben seine bisherigen Arbeiten, in denen er mit künstlichen Gelenken Verletzten half, beachtliche Erfolge erzielt.

Und auch im folgenden Film steht eigentlich Dr. Norton, sein Verhältnis zu seiner Schöpfung und die Frage, wo die Grenzen zwischen Mensch und Maschine verschwimmen oder sogar verschwinden und was die Folgen davon sind, im Mittelpunkt. So hat Murphy als Robocop in Simulationen bei Geiselbefreiungen zunächst schlechtere Werte als ein Roboter, aber nachdem Dr. Norton das Gehirn von Murphy weiter manipuliert, übernimmt in Kampfsituationen der Roboter die Handlungen von Murphy und er absolviert die Übung beeindruckend perfekt. Aber: Ist es jetzt ein Mensch in einem Roboter oder ein Roboter in einem Menschen? Wie sehr ist ein Roboter mit dem Gesicht eines Menschen noch dieser Mensch? Und wer ist verantwortlich für die Handlungen des Robocops? Murphy? Der Roboter? Dr. Murphy? OmniCorp? Der Staat? Jemand anderes? Oder niemand? Diese Frage nach der Willensfreiheit des Individuums und nach der Verantwortung für seine Taten wird in „Robocop“ durchgängig thematisiert.

Damit knüpft „Tropa de Elite“-Regisseur José Padilha in seinem US-Debüt nahtlos an die derzeitige Diskussion über militärische Drohnen, ihren Einsatz und den damit verbundenen völker- und menschenrechtlichen Fragen an.

Auch die TV-Show von Pat Novak ist weniger eine Vision einer zukünftigen TV-Show, sondern eine bitterböse Satire auf konservativ-demagogische US-TV-Shows, die so seit Jahren im US-TV laufen und hemmungslos Stimmung machen.

Und natürlich ist „Robocop“ eine Anklage gegen gewinnversessene Sicherheitsfirmen und einen korrupten Staat. Vor allem die mit Verbrechern zusammenarbeitende Polizei kommt nicht gut weg, aber diese Korruptionsgeschichte wird nebenbei abgehandelt, weil es sich für einen Polizeifilm so gehört.

Dass dabei die Action, die es immer noch reichlich gibt, fast schon nebenbei als Pflichtprogramm abgehandelt wird, fällt kaum auf. Denn es gibt herrliche Anti-Action-Action-Szenen, wie die im Dunkeln stattfindende Schießerei in einer Lagerhalle, oder überraschende Momente. Wenn im Schlusskampf Robocop Murphy nicht nur gegen OmniCorp, sondern auch gegen seine OmniCorp-Programmierung kämpft, dann sind wir, mitten in einer furiosen Action-Szene auch wieder beim Thema des Films: Wie frei ist der Mensch? Was ist ein Mensch? Welche Verantwortung hat ein Hersteller für sein Produkt? Wie sehr darf ein Hersteller die Nutzung seines Produktes beschränken?

Politischer und tagesaktueller war wohl kein Hollywood-Science-Fiction-Blockbuster der vergangenen Monate. Denn „Robocop“ erzählt nicht von der Zukunft (auch wenn am Anfang behauptet wird, dass der Film 2028 spielt), sondern von der Gegenwart.

Ein großartiger Film!

Robocop - Plakat

Robocop (Robocop, USA 2014)

Regie: José Padilha

Drehbuch: Joshua Zetumer

mit Joel Kinnaman, Gary Oldman, Michael Keaton, Samuel L. Jackson, Abbie Cornish, Jackie Earle Haley, Michael K. Williams, Jennifer Ehle, Jay Baruchel, Marianne Jean-Baptiste, Zach Grenier

Länge: 117 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Robocop“

Moviepilot über „Robocop“

Metacritic über „Robocop“

Rotten Tomatoes über „Robocop“

Wikipedia über „Robocop“ (deutsch, englisch)

Homepage von OmniCorp

Meine Besprechung von José Padilhas „Tropa de Elite“ (Tropa de Elite, Brasilien/USA 2007)


TV-Tipp für den 2. Dezember: Im Vorhof der Hölle

Dezember 2, 2013

Arte, 22.50 (VPS 22.05)

Im Vorhof der Hölle (USA 1990, R.: Phil Joanou)

Drehbuch: Dennis McIntyre

Terry Noonan kehrt zurück in sein altes Viertel Hell’s Kitchen und trifft sich auch gleich wieder mit seinen alten Gangsterkumpels. Was diese nicht wissen: inzwischen ist Terry bei der Polizei.

Klasse Neo-Noir-Krimi, der damals etwas unterging und, optisch und schauspielerisch brillant, in bekannten Gewässern fischt.

Mit Sean Penn, Gary Oldman, Robin Wright, John Turturro, Burgess Meredith, John C. Reilly

auch bekannt als „Im Vorhof zur Hölle“

Wiederholung: Freitag, 13. Dezember, 00.25 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Im Vorhof der Hölle“

Wikipedia über „Im Vorhof der Hölle“ (deutsch, englisch)

The Film Temple über „Im Vorhof der Hölle“

Arte über „Im Vorhof der Hölle“


DVD-Kritik: Über John Hillcoats grandiosen 30er-Jahre-Gangsterfilm „Lawless – Die Gesetzlosen“

März 28, 2013

Es ist – – – verdammt ärgerlich. Da kommt nach einigen enttäuschenden Prä-1955-Gangsterfilmen, wie Michael Manns „Public Enemies“ und Ruben Fleischers „Gangster Squad“ (nach dem Kritikerkonsens ein verheerend uninteressanter Film), endlich ein richtig gutes, top-besetztes Gangsterdrama heraus und dann findet sich aus unerfindlichen Gründen kein Verleih.

Am Film kann es nicht liegen. Denn „Lawless“ ist das, was „Public Enemies“ sein wollte und vor elf Jahren „Road to Perdition“ war: eine glaubwürdige Geschichte aus der Prohibitionszeit, als in den Großstädten in Speakeasies Schnaps verkauft wurde und Gangsterimperien entstanden und im Hinterland einige noch heute bekannte Gangster, die quasi Volkshelden waren, wie Bonnie Parker, Clyde Barrow, John Dillinger und Pretty Boy Floyd, von FBI-Agenten gnadenlos verfolgt und Schnaps gebrannt wurde.

In Franklin County, Virginia, scheint fast jeder irgendwie in die Schnapsbrennerei involviert gewesen zu sein. Zuerst legal, später, wegen der Prohibition, illegal. Das änderte aber nichts am freundlichen Umgang zwischen Schnapsbrennern und örtlichen Polizisten, die gerne auch einen Schluck tranken. Auch die Bondurant-Brüder verdienten damit um 1930 ihr Geld – und „Lawless“ erzählt, basierend auf wahren Ereignissen, angenehm unaufgeregt, fast schon beschaulich, wenn da nicht immer wieder die Gewaltausbrüche wären, aus ihrem Leben. Forrest Bondurant (Tom Hardy) und sein Bruder Howard (Jason Clarke) sind die maulfaulen Oberhäupter der Familie. Ihnen eilt, nachdem sie den Krieg und mehrere Mordanschläge überlebten, der Ruf voraus, unsterblich zu sein. Ihr jüngerer Bruder Jack (Shia LaBeouf) beginnt sich gerade die ersten Sporen im Schnapsbrennergeschäft zu verdienen. Gleichzeitig bewundert er den aus der Großstadt kommenden Gangster Floyd Banner (Gary Oldman), der sich mit seinem Maschinengewehr, mit dem er am hellichten Tag, mitten auf der Straße die Insassen eines sich ihm nähernden Autos erschießt, einen denkwürdigen ersten Auftritt verschafft.

Dieses ruhige Landleben, in dem Polizisten und Schnapsbrenner biotopisch-friedlich zusammenleben, wird durch das Auftauchen des skrupellosen und psychopathischen Bundesagenten Charlie Rakes (Guy Pearce) gestört. Er will die Bondurant-Brüder vernichten.

In diese Geschichte weben Drehbuchautor Nick Cave (Ja, der Musiker, der mit Warren Ellis auch die stimmige Musik für den Film schrieb.) und Regisseur John Hillcoat in ihrer dritten Zusammenarbeit zwei zarte Liebesgeschichten. Jack verliebt sich in die Pfarrerstochter Bertha Minix (Mia Wasikowska, die wir demnächst im Kino neben Nicole Kidman in Chan-wook Parks „Stoker“ bewundern können). Tom verliebt sich in die neue, wie Rakes aus Chicago kommende, bei ihnen im Lokal arbeitende Kellnerin Maggie Beauford (Jessica Chastain), die letztendlich die Initiative ergreift.

Das alles mündet in einem historisch verbürgten Schusswechsel an einer Brücke, der für Matt Bondurant die Initialzündung für seinen Roman „The wettest County in the World“ war, in dem er, anscheinend nur leicht fiktionalisiert, von seinen Vorfahren erzählt und der jetzt als „Lawless“ verfilmt wurde. Den Titel habe man, so John Hillcoat im informativen Audiokommentar, geändert, weil die Leute bei dem Titel nicht an ein Gangsterdrama, sondern einen Dokumentarfilm oder einen Porno dachten. Denn die Bondurant-Brüder haben sich nicht als Gesetzlose gesehen.

Aber selbstverständlich waren sie es und sie verteidigten ihr Eigentum auch mit Gewalt. Gewalt, die von John Hillcoat ungeschönt gezeigt wird. Im Gegensatz zu den Dreißiger-Jahre-Gangsterfilmen, die „Lawless“ auch inspirierten, spritzt hier das Blut, wenn ein Fausthieb im Gesicht landet oder mit einem Messer zugestochen wird. Wir sehen die Wunden, die blauen Flecken und Schwellungen und auch einen von Rakes‘ als Warnung an die Bondurants geteerten und gefederten Mann. Doch Gewalt, die teilweise atemberaubend schnell vorbei ist, wird in „Lawless“ nie zum Selbstzweck, sondern sie reflektiert auch die damalige Zeit, in der im Zweifelsfall das wenige Jahrzehnte früher im Wilden Westen erprobte Faustrecht herrschte.

Dennoch ist „Lawless“ in erster Linie ein brillant fotografierter Schauspielerfilm, in dem auch Shia LaBeouf überzeugt. Er kann wirklich mehr, als in „Transformers“ vor irgendwelchen Robotern davonzulaufen oder in „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ sich die Haartolle zu kämmen. Tom Hardy, Guy Pearce, Jason Clarke, Jessica Chastain und Rising-Star Mia Wasikowska sind gewohnt gut und Gary Oldman, der nur zwei größere Szenen hat, bringt, auch wenn er hier so zurückgenommen wie in „Dame, König, As, Spion“ spielt, den Wahnsinn seiner früheren Filme, wie „Bram Stokers Dracula“, „True Romance“, „Romeo is bleeding“, „Leon – Der Profi“ und „Air Force One“, ein.

Damit stellt sich der traditionell erzählte Ensemble-Film gelungen in der Tradition der klassischen Gangsterfilme, wie Arthur Penns „Bonnie & Clyde“, John Milius‘ „Jagd auf Dillinger“ (Dillinger) und Richard Quines sträflich unterschätzten Elmore-Leonard-Verfilmung „Whisky brutal“ (The moonshine war).

 

Das Bonusmaterial

 

Als Bonusmaterial gibt es einen hörenswerten Audiokommentar von Regisseur John Hillcoat und Romanautor Matt Bondurant, die in einem lockeren Gespräch den Film kommentieren und viele interessante Informationen zum Film, zu den Unterschieden zwischen Film und Buch und den wahren Hintergründen liefern. Wahrscheinlich ist es eine gute Idee, einen Audiokommentar nicht von einer Person, die sich manchmal fragt, was sie wem erzählen soll, sondern von zwei Leuten, die sich miteinander über den Film unterhalten, bestreiten zu lassen. Bei „Girlfriend Experience“ funktionierte das Gespräch zwischen Regisseur Steven Soderbergh und Hauptdarstellerin Sasha Grey ja auch gut. Und wenn mehr als zwei Personen den Audiokommentar bestreiten wird es leicht chaotisch.

Es gibt einige geschnittene Szenen und drei ausführliche Featurettes, – eines über den Film, zwei über die wahren Hintergründe -, die den Film gelungen und informativ abrunden.

Lawless - DVD-Cover

Lawless – Die Gesetzlosen (Lawless, USA 2012)

Regie: John Hillcoat

Drehbuch: Nick Cave

LV: Matt Bondurant: The wettest County in the World, 2008

mit Shia LaBeouf, Tom Hardy, Jason Clarke, Guy Pearce, Jessica Chastain, Mia Wasikowska, Dane DeHaan, Chris McGarry, Tim Tolin, Gary Oldman, Lew Temple, Marcus Hester , Bill Camp

DVD

Koch-Media

Bild: 2.35:1 (16:9)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: Audiokommentar mit John Hillcoat und Matt Bondurant, Entfallene Szenen, Die wahre Geschichte des feuchtesten Landes in der Welt, Franklin Country: Damals & Heute, Die Geschichte der Bondurant Family, Trailer (deutsch, englisch)

Länge: 111 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Es gibt den Film auch in einer schicken Blechdose

Lawless - Blu-ray Steelbook

Hinweise

Homepage zum Film

Metacritic über „Lawless“

Rotten Tomatoes über „Lawless“

Wikipedia über „Lawless“ (deutsch, englisch)

Süddeutsche Zeitung: Interview mit John Hillcoat (27. März 2013)

Meine Besprechung von John Hillcoats Cormac-McCarthy-Verfilmung „The Road“ (The Road, USA 2009)

Ein Gespräch mit Matt Bondurant über seinen Roman und den Film

Ein Gespräch mit John Hillcoat über den Film

Bonushinweis

Wer mehr über die Prohibition erfahren will, sollte sich die gerade erschienene DVD „Prohibition – Eine amerikanische Erfahrung“ (Polyband) anschaffen. Auf ihr ist die fünfteilige, mit einem Primetime Emmy ausgezeichnete PBS-Dokuserie von Ken Burns und Lynn Novick in der Arte-Fassung enthalten.

Prohibition - DVD-Cover

Prohibition – Eine amerikanische Erfahrung (Prohibition, USA 2011)

Polyband

Bild: 16:9 (1,78:1)

Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0)

Untertitel: –

Bonusmaterial: Im Studio, Bonusszenen, Interview Outtakes (90 Minuten, im Original mit deutschen Untertiteln)

Länge: 260 Minuten (5 x 52 Minuten) (3 DVDs)

FSK: Infoprogramm

 


DVD-Kritik: „Guns and Girls“ und einige Elvis-Imitatoren

Februar 22, 2013

Guns and Girls“ liefert ziemlich genau das, was der Titel verspricht: Schießereien (viele), Mädchen (sehr wenige, eigentlich nur zwei, wobei nur die „Blonde“ als „Girl“ durchgeht. Die andere ist nämlich „das Mädchen von nebenan“. Und dann gibt es noch eine Taschendiebin.), Elvis-Imitatoren (viele, aber noch überschaubar) und ziemlich viele, ziemlich abgedrehte Szenen und Sprüche, die deutlich in Richtung Guy-Ritchie-Imitat gehen. Ihr wisst schon: „Bube, Dame, König, grAs“, „Snatch – Schweine und Diamanten“ und „RocknRolla“. Auch stilistisch hat Autor und Regisseur Michael Winnick einiges bei dem Briten abgeschaut.

So entwickelt die Geschichte sich mit vielen Zeitsprüngen eher chaotisch und lässig auf die Pointe zielend, als wirklich stringent oder besonders wahrscheinlich. Dafür sind die Schauspieler, unter anderem Gary Oldman (in glänzender Spiellaune als Elvis-Imitator), Christian Slater (mal wieder gut besetzt als Schlawiner, der in eine Geschichte hineingerät, die er nicht überblickt, dafür aber von allen als Punchingball benutzt wird), Helena Mattsson (die „Blonde“, deren Filmkarriere in Filmen wie „Surrogates“ und „7 Psychos“ sich bislang weitgehend in Rollen erschöpfte, die nach ihrer Haarfarbe benannt waren), Powers Boothe, Jeff Fahey und Tony Cox (als sehr biestiger „Kleiner Elvis“), enorm spielfreudig und es gibt genug komisch-absurde Situationen um kurzweilig zu unterhalten. Die Story: Während eines Elvis-Doppelgängerwettbewerbs wird in einem Casino in einem Indianerreservat die für den Indianerstamm sehr wertvolle Kriegsmaske geklaut. Der Indianerhäuptling weiß, dass einer der Elvis-Imitatoren der Dieb ist und irgendwie glauben alle, dass John Smith (Christian Slater) der Übeltäter ist oder wenigstens die Maske wiederbeschaffen kann. Und alle, auch die beiden korrupten Polizisten (die damit kein Problem haben), sind schießwütig und haben einen mangelnden Respekt vor dem Leben.

Guns and Girls“ ist zwar keine weltbewegende, aber eine durchaus kurzweilige Angelegenheit.

Guns and Girls - Blu-ray

Guns and Girls (Guns, Girls and Gambling, USA 2011)

Regie: Michael Winnick

Drehbuch: Michael Winnick

mit Gary Oldman, Christian Slater, Helena Mattsson, Megan Park, Dane Cook, Powers Boothe, Jeff Fahey, Chris Kattan, Sam Trammell, Tony Cox, Matthew Willig, Paulina Gretzky, Eddie Spears, Gordon Tootoosis, Michael Spears, Heather Roop, Anthony Azizi, Anthony Brandon Wong

Blu-ray

Ascot Elite

Bild: 1080/24p High Definition (1,78:1)

Ton: Deutsch, Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bonusmaterial: Trailer, Wendecover

Länge: 90 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Guns and Girls“

Wikipedia über „Guns and Girls“