Helen Macdonald (Claire Foy) ist eine junge, aufstrebende Wissenschaftlerin. In Cambridge begeistert die Naturwissenschaftlerin die Studierenden mit ihrem wieder unkonventionellem Unterricht. Im Moment hat sie ein Angebot für eine Postdoc-Stelle in Deutschland. Außerdem hat sie eine innige Beziehung zu ihrem Vater (Brendan Gleeson), einem begeisterten, Geschichten erzählendem Fotografen, der viel erlebt hat, jetzt bevorzugt die Natur fotografiert und dabei die Geschichte Englands dokumentiert.
Als er eines Tages einen Herzinfarkt hat und stirbt, ist Helen schockiert. Sein Tod wirft sie vollkommen aus der Bahn. Sie gleitet immer mehr in eine behandlungsbedürftige Depression. Mit der Zähmung eines Habichts versucht sie, unmittelbar nach dem Tod ihres Vaters, ihrem Leben wieder eine Struktur zu geben. Diese Sinnsuche gelingt ihr bestenfalls halb. Während sie sich immer mehr in die Abrichtung des Habichts hineinsteigert, verwahrlosen sie und ihre Wohnung zunehmend.
Viel nacherzählbare Geschichte hat TV-Regisseurin Philippa Lowthorpe in ihrem dritten Spielfilm nicht. Die auf dem gleichnamigem autobiographischem Bestseller von Helen Macdonald basiernde Charakterstudie „H wie Habicht“ konzentriert sich auf die Beziehung von Helen zu ihrem Habicht Mabel und ihren Erinnerungen an ihren Vater, der sie für die Natur begeisterte. Die größte Erzählzeit nimmt dabei Mabels in kleinen Schritten erfolgende und gezeigte Zähmung ein.
„H wie Habicht“ punktet mit seinem Ensemble und dem titelgebendem Vogel, der mit einem Flügelschlag Helens halbe Wohnung zerstört. Verkörpert wird der Film-Habicht von zwei Habichten, mit denen vor allem Claire Foy agierte. Am Ende der kleinen, sensibel erzählten Geschichte wissen wir einiges über die Abrichtung von Vögeln, Habichte und Falken und die Unterschiede zwischen beiden Vögeln.

H wie Habicht (H is for Hawk, Großbritannien 2025)
Regie: Philippa Lowthorpe
Drehbuch: Philippa Lowthorpe, Emma Donoghue
LV: Helen Macdonald: H is for Hawk, 2014 (H wie Habicht)
mit Claire Foy, Brendan Gleeson, Lindsay Duncan, Josh Dylan, Denise Gough, Sam Spruell, Emma Cunniffe, Arty Froushan
Länge: 120 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
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Hinweise
Moviepilot über „H wie Habicht“
Metacritic über „H wie Habicht“
Veröffentlicht von AxelB