„In der Zwischenzeit / Meanwhile“,Regie: Mate Ugrin, Hochschule für Bildende Künste Hamburg
Mittellanger Spielfilm:
„Am Himmel“,Regie: Magdalena Chmielewska, Filmakademie Wien
Abendfüllender Spielfilm:
„Hagazussa“,Regie: Lukas Feigelfeld, Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin
Dokumentarfilm:
„Tackling Life“,Regie: Johannes List, Hochschule für Fernsehen und Film München
Werbefilm:
„myBorder’s joyFence”,Regie: Michael Kranz, Hochschule für Fernsehen und Film München
NO FEAR Award:
„früher oder später“,Produktion: Marius Ehlayil, Hochschule für Fernsehen und Film München
Michael-Ballhaus-Preis:
„Hagazussa”,Kamera: Mariel Baqueiro, Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin
Drehbuchpreis:
„Der Storch ist tot“,Drehbuch: Janett Lederer, Filmakademie Baden-Württemberg
Götz-George-Nachwuchspreis:
Zejhun Demirovin„Oray”, Kunsthochschule für Medien Köln
FIRST STEPS Ehrenpreis:
Dieter Kosslick
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Der First Steps Award ist der deutscher Nachwuchspreis für junge Filmemacher. Er wurde 1999 auf Initiative der Filmwirtschaft von den Produzenten Bernd Eichinger und Nico Hofmann ins Leben gerufen. Bewerben können sich Absolventen deutschsprachiger Filmhochschulen mit ihren Abschlussfilmen, die teilwese bereits im Kino (wie der Horrorfilm „Hagazussa“) oder auf dem Fantasy Filmfest (wie „Luz“) liefen. Sie decken ein breites Spektrum unterschiedlicher Themen und Stile ab.
Ich kenne zwar nicht alle Filme, aber die, die ich gesehen habe, sind definitiv einen Blick wert.
Auf der First-Steps-Homepage gibt es viele weitere Informationen über die prämierten und ausgezeichneten Filme.
Während die Biergartenzeit sich langsam, aber sicher dem Ende zuneigt, präsentieren die F.A.S. und Deutschlandfunk Kultur die September-Krimibestenliste
1. Tom Franklin – Krumme Type, krumme Type (Platzierung im Vormonat: /)
Pulp Master, 416 Seiten, 15,80 Euro
2. Lisa McInerney – Glorreiche Ketzereien (Platzierung im Vormonat: 1)
Liebeskind, 448 Seiten, 24 Euro
3. Mercedes Rosende – Krokodilstränen (Platzierung im Vormonat:/)
Unionsverlag, 224 Seiten, 18 Euro
4. Claudia Piñeiro – Der Privatsekretär (Platzierung im Vormonat: 6)
Unionsverlag, 320 Seiten, 22 Euro
5. Gianrico Carofiglio – Kalter Sommer (Platzierung im Vormonat: 8)
Goldmann, Goldmann, 352 Seiten, 20 Euro
6. Max Annas – Finsterwalde (Platzierung im Vormonat: 10)
Rowohlt, 400 Seiten, 22 Euro
7. J.G. Ballard – Millennium People (Platzierung im Vormonat: /)
Diaphanes, 352 Seiten, 20 Euro
8. D. B. Blettenberg – Falken jagen (Platzierung im Vormonat: /)
Pendragon, 384 Seiten, 18 Euro
9. Jo Nesbø – Macbeth (Platzierung im Vormonat: /)
Penguin, 624 Seiten, 24 Euro
10. Jane Harper – Ins Dunkel (Platzierung im Vormonat: /)
Rowohlt, 416 Seiten, 14,99 Euro
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Schöne Liste. Den neuen Blettenberg lese ich gerade – und bin begeistert. Einige andere, wie Franklin und Annas stehen ganz weit oben auf meiner Zu-Lesen-Liste.
In den USA veröffentlichte Pelecanos jetzt, nach einer jahrelangen Pause, mit „The man who came uptown“ einen neuen Roman. In dem in Pelecanos‘ Heimatstadt Washington, D. C., spielenden Krimi geht es um einen Ex-Sträfling, der sich nach seiner Entlassung vor der Frage steht, wie er künftig ein ehrliches Leben führen kann. Denn es gibt Verpflichtungen.
Rachel Childs hat alles, was man sich erträumt: ein Leben ohne finanzielle Sorgen, einen gutaussehenden, liebevollen Ehemann. Doch im Bruchteil einer Sekunde macht ausgerechnet dieser Mann ihr Leben zu einer Farce aus Betrug, Verrat und Gefahr. Nichts ist mehr, wie es scheint, und Rachel muss sich entscheiden: Wird sie kämpfen für das, was sie liebt, oder im Strudel einer unglaublichen Verschwörung untergehen?
Vor einigen Monaten schrieb ich, dass „Trainspotting“ Danny Boyle den neuen James-Bond-Film mit Daniel Craig als 007 inszenieren wird. Außer dem Arbeitstitel „Bond 25“ und den Namen der Drehbuchautoren war wenig bekannt. Und dass die Dreharbeiten im Dezember beginnen sollen.
Einige alte Säcke werden sich bei „Embryo“ an ihre Jugend erinnern. Für mich war die Band in meiner Jugend ein Haufen alter Krautrock-Säcke. So ist das halt, wenn das eigene musikalische Gedächtnis gerade bis zur letzten Saison reicht und man sich erst durch die Stars der nächsten Saison hört. Man will ja nicht hören, was alle hören. Viele dieser Stars sind inzwischen vergessen oder wiederholen in einer Endlosschleife ihre alten Hits vor einem Publikum, das nur die alten Hits hören will. Möglichst ohne irgendeine Variation.
„Embryo“ ist da anders. Heute, fast fünfzig Jahre nach ihrer Gründung, spielen die Musiker von „Embryo“ immer noch auf jeder verfügbaren Bühne. Gründer Christian Burchard ist zwar am 18. Januar 2018 verstorben (was im Film, in dem er sehr präsent ist, nicht erwähnt wird), aber die Band spielt weiter. Seit zwei Jahren wird das Kollektiv von Burchards Tochter Marja geleitet. Soweit man bei einem Ensemble, das von Kollektivimprovisationen und mehr oder weniger spontanen Begegnungen mit Musikern aus unterschiedlichen Kulturkreisen und musikalischen Traditionen lebt, davon reden kann.
In dem Dokumentarfilm „Embryo – A Journey of Music and Peace“ zeichnet Michael Wehmeyer, selbst Musiker, langjähriges Mitglied von „Embryo“ und Gründungsmitglied von „Dissidenten“ (zunächst „Embryo’s Dissidenten“) die Geschichte von „Embryo“ nach. Mit vielen historischen Aufnahmen und Statements von „Embryo“-Musikern, die man im Off hört. Und das ist, wie in Asif Kapadias „Amy“ (über Amy Winehouse), ein Problem. Denn wir erfahren hier nie die Namen der Sprechenden und erst durch ihre Statements, welche Verbindung sie zu „Embryo“ haben. Sehr präsent in der Doku ist „Embryo“-Gründer Burchard, der auch von seinen Anfängen in Jazzbands erzählt und wie sich „Embryo“ nach seiner Gründung immer mehr zu einem Impro-Kollektiv entwickelte.
Außerdem wird die Geschichte ausschließlich aus der Binnenperspektive erzählt. Andere Musiker, Journalisten, Wissenschaftler oder Zeitzeugen kommen, soweit erkennbar, nicht zu Wort. Es gibt deshalb keine objektivierende Einordnung der Musik und der Bedeutung der Band für den Krautrock, den Jazzrock und die Worldmusic. Denn „Embryo“ gehörte zu den ersten Bands, die mit Musikern aus anderen Kulturkreisen zusammenspielten und die deren Musik produktiv aufnahmen. Das geschah in langen, improvisierten Konzerten. Die ersten Begegnungen erfolgten auf ihren Tourneen durch Afrika und Asien, vor allem Indien. Sie fuhren mit ihrem Tourbus durch die Länder und planten zwischen den offiziellen Konzerten lange Pausen für spontane Begegnungen ein. Damals war das revolutionär.
Wehmeyer konzentriert sich in „Embryo – A Journey of Music and Peace“ vor allem die Anfangsjahre von „Embryo“ und ihre Haltung, die von Neugierde und Offenheit geprägt ist. Es geht ihnen nicht um den nächsten großen Hit oder das stupide recyclen alter Erfolge, sondern um neue Entdeckungen.
Das und der große Schatz historischer Aufnahmen (Hey, in den Siebzigern gab es in Deutschland eine Hippie-Szene, die sich optisch nicht von der US-Szene unterschied.) machen „Embryo – A Journey of Music and Peace“ sehenswert.
Embryo – A Journey of Music and Peace (Deutschland 2018)
Regie: Michael Wehmeyer
Drehbuch: Michael Wehmeyer
mit Christian Burchard, Roman Bunka, Michael Wehmeyer, Uve Müllrich; Mal Waldron, Fela Anikulapo Kuti, Trilok Gurtu, Marja Burchard
Mit zwei in Südafrika spielenden Romanen wurde Max Annas unter Krimifans zu einem Namen, den man sich merken muss. Sein dritter Roman spielte dann in Berlin und sein vor einigen Tagen erschienener vierter Roman spielt in Berlin und Brandenburg. In einer nahen Zukunft, in der Afrodeutsche in Lager eingesperrt sind. Es ist ein Deutschland, das der feuchte Traum der AfD ist. In dem geräumten Dorf Finsterwalde sind Tausende Afrodeutsche kaserniert. Eine von ihnen, die zweifache Mutter Marie, bricht aus dem streng bewachten Dorf aus und geht nach Berlin. Dort sollen noch drei schwarze Kinder leben und ohne ihre Hilfe sterben sie.
In seinem vorherigen Roman „Illegal“, der ungefähr jetzt als Taschenbuch erscheint, steht der seit Jahren illegal in Berlin lebende Kodjo im Mittelpunkt. Eines Tages beobachtet er einen Mord. Er versteckt sich, aber die Mörder haben ihn gesehen und verfolgen ihn. Und die Polizei sucht einen jungen schwarzen Mann, den sie für den Mörder hält.
Das ist Hardboiled-Literatur, die nichts mit den heimeligen deutschen Regiokrimis zu tun hat.
Am Donnerstag, den 23. August, stellt er auf Einladung der Krimibuchhandlung Hammett, um 20.00 Uhr im DTK-Wasserturm (Kopischstraße 7, 10965 Berlin) seinen neuen Thriller „Finsterwalde“ vor.
5. Melanie Raabe – Der Schatten (Platzierung im Vormonat: /)
6. Claudia Piñeiro – Der Privatsekretär (Platzierung im Vormonat: /)
7. Denise Mina – Blut Salz Wasser (Platzierung im Vormonat: 1)
8. Gianrico Carofiglio – Kalter Sommer (Platzierung im Vormonat: /)
9. Tom Bouman – Im Morgengrauen (Platzierung im Vormonat: 6)
10. Max Annas – Finsterwalde (Platzierung im Vormonat: /)
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Max Annas liegt auch bei mir rum und das könnte eine verdammt spannende Dystopie sein.
Zuletzt war (und bin) ich mit einigen verfilmten Romanen beschäftigt (Rita Falk: Sauerkrautkoma; Ian McEwan: Kindeswohl) und bei Pendragon ist ein neuer Roman von D. B. Blettenberg erschienen („Falken jagen“ in Thailand mit Farang), den ich natürlich unbedingt lesen muss. Und pulp master hat Tom Franklins „Krumme Type, krumme Type“ veröffentlicht, den ich auch unbedingt lesen muss. Und Markus Stromiedel hat bei Knaur mit „Nachfrost“ einen weiteren Krimi mit Kommissar Selig geschrieben. Dieses Mal geht es in die jüngste deutsche Vergangenheit – und den Roman will ich lesen. Wie Martin Cruz Smith „Im Schatten von San Marco“.
„Für Anhänger unkomplizierter Unterhaltung (…) ist der Name des Filmemachers ungefähr so anziehend wie das Etikett auf einer Giftflasche.“ (Fischer Film Almanach 1987)
Cineasten kennen und verehren ihn als Regisseur von echten Independent-Filmen und Erneuerer des amerikanischen Kinos und Vorläufer des New-Hollywood-Kinos. Es sind Schauspielerfilme, mit mehr oder weniger viel Improvisation, in denen er die andere Seite des amerikanischen Traums zeigte. „In all seinen Filmen geht es um Schwierigkeiten der Kommunikation und im Zusammenleben von Menschen der Mittelschicht, um ihre Ängste und Bedürfnisse und die unvermeidlichen Zerstörungen durch das Leben selbst.“ (John Cassavetes, Hanser Reihe Film 29, 1983)
Seine bekanntesten Filme sind sein Debüt „Schatten“, „Ehemänner“, „Eine Frau unter Einfluss“, „Die erste Vorstellung“ und die beiden ‚Kriminalfilme‘ „Mord an einem chinesischen Buchmacher“/“Die Ermordung eines chinesischen Buchmachers“ und „Gloria, die Gangsterbraut“ (hier versuchte Sidney Lumet sich erfolglos an einem Remake).
In der Werkschau werden im Arsenal alle von John Cassavetes inszenierte Filme in 35-mm-Kopien mit deutschen Untertiteln und einige seiner bemerkenswerten Auftritte als Schauspieler gezeigt. Weil nicht alle Cassavetes-Filme bei uns im Kino liefen ist das auch für langjährige Cassavetes-Fans die Gelegenheit, die Filme endlich einmal auf der großen Leinwand zu sehen.
Weiter geht’s jetzt mit der von mir um einige Details und Anmerkungen ergänzte Pressemitteilung des Arsenal-Kinos (Annette Lingg):
John Cassavetes (9. Dezember 1929, New York City – 3. Februar 1989, Los Angeles) gilt mit seinem kompromisslosen Werk als einer der Begründer des unabhängigen amerikanischen Filmschaffens und setzte Maßstäbe in seiner konsequenten Ablehnung künstlerischer Zwänge. In einem 1956 für arbeitslose Schauspieler gegründeten Workshop entwickelte Cassavetes seine Ideen vom Filmemachen als Gruppenarbeit. Daraus entstand in Improvisation und mit kleinstem Budget SHADOWS, der ihm die Türen nach Hollywood öffnete. Der Versuch, seine Arbeitsweise und ästhetischen Vorstellungen im Studiosystem durchzusetzen, geriet jedoch zur Enttäuschung. In der Folge gründete Cassavetes seine eigene Produktionsfirma und situierte sich konsequent außerhalb des Studiosystems Hollywoods. Die Arbeit in engen und kontinuierlichen Gruppenzusammenhängen wurde zum zentralen Aspekt von Cassavetes’ Schaffen, der bevorzugt mit einem festen Ensemble von Schauspieler*innen arbeitete – neben Gena Rowlands, mit der er seit 1954 verheiratet war, vor allem Peter Falk, Ben Gazzara und Seymour Cassel. Von ihrem vollen physischen Einsatz und der vorbehaltlosen Öffnung gegenüber ganz persönlichen Ängsten, Sehnsüchten und Unsicherheiten lebt sein Kino der Intensität und des schonungslosen Sezierens von Gefühlen. So unkalkulierbar, schwer fassbar und erratisch wie diese sind auch seine Geschichten; Exzess und Eruption stehen anstelle von vorhersehbaren narrativen Mustern. An der Produktion schöner Bilder nicht interessiert, widersetzen sich seine Filme konventionellen Sehgewohnheiten, sind ganz um die Menschen herum gebaut, auf ihre Gesichter und Körper fokussiert. Das Geld für seine Filme verdiente Cassavetes oft als Schauspieler in Filmen anderer Regisseure. Auch dabei ging er oft an Grenzen und lotete menschliche Extremzustände aus, spielte häufig Bösewichte, brillierte aber auch in leiseren Rollen. (…)
Die Filme in der Reihenfolge ihrer Präsentation:
Mittwoch, 25. Juli, 20.00 Uhr
Freitag, 31. August, 20.00 Uhr
LOVE STREAMS (Love Streams) John Cassavetes USA 1984 OmU 114‘
Am Ende eines langen Weges durch alle Szenen einer Ehe treten John Cassavetes und Gena Rowlands in LOVE STREAMS als Bruder und Schwester, als geschwisterlich gewordenes Paar, auf. Sie zieht in seine Wohnung, als sie die Einsamkeit nach ihrer Scheidung nicht mehr erträgt. Er ist ein Autor, der Bestseller über einsame Frauen und trinkfeste Männer schreibt und dabei das eigene unheimliche Private in der Arbeit erfolgreich verdrängt.
(Goldener Bär auf der Berlinale; auf der Berlinale präsentierte Cassavetes mehrere seiner Filme)
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Donnerstag, 26. Juli, 20.00 Uhr
Mittwoch, 15. August, 20.00 Uhr
FACES (Gesichter) John Cassavetes USA 1968 OmU 129’
Cassavetes’ erster Film über die Schwierigkeiten einer Ehe entstand nach seinen ernüchternden Erfahrungen in Hollywood. Direktton und eine leichte 16-mm-Kamera ermöglichten Dreharbeiten, die man als „dokumentarisches Aufzeichnen von Fiktion im Moment ihrer Entstehung“ (Ulrich Gregor) bezeichnen kann. Ein erfolgreicher Geschäftsmann verbringt die Nacht mit einer Barbekanntschaft, während seine Frau, die in einem Nachtclub Trost sucht, schließlich mit einem Fremden die Nacht verbringt. Verzweifelte eheliche Gespräche, ein Selbstmordversuch und große Ernüchterung lassen keinen Zweifel daran, dass eine Ehe in Trümmern liegt.
(Die deutsche Premiere war 1977 auf den Hofer Filmtagen. Danach lief der Film 1978 im Fernsehen.)
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Freitag, 27. Juli, 19.00 Uhr
Freitag, 17. August, 19.00 Uhr
SHADOWS (Schatten) John Cassavetes USA 1959 OmU 87’
Im Zentrum von Cassavetes’ Debüt, entstanden aus einer Reihe von Improvisationsworkshops und angesiedelt im Künstlermilieu des New Yorker Nachtlebens, stehen drei Geschwister in New York, ihr Leben als Schwarze in einer weißen Gesellschaft, ihre Suche nach Identität und Akzeptanz. Die Jazzmusiker Charlie Mingus und Shafti Hadi improvisieren zur Improvisation. Nach einer ersten Filmversion wurde mit Spenden und der Unterstützung eines Verleihers die heute bekannte zweite Fassung fertiggestellt – eines der frühesten Beispiele des New American Cinema.
(Die erste Fassung dauerte eine Stunde und gilt als verloren. Die deutsche Kinofassung dauert 80 Minuten.)
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Freitag, 27. Juli, 21.00 Uhr
Montag, 30. Juli, 20.00 Uhr
EDGE OF THE CITY (Ein Mann besiegt die Angst) Martin Ritt USA 1957 OF 85‘
Der Drifter Axel North (John Cassavetes) findet Arbeit im Hafen von New York. Vom Vorarbeiter schikaniert, kommt ihm der schwarze Arbeiter Charlie (Sidney Poitier) zu Hilfe und bietet dem schweigsamen Axel beharrlich seine Freundschaft an. Gefangen in einem Leben zwischen Flucht und traumatischen Erinnerungen, nähert Axel sich nur zögernd der Leichtigkeit und Lebensfreude des neuen Freundes an. Erst als Charlie rassistischen Angriffen ausgesetzt ist, lernt Axel, seine Angst zu besiegen und für Gerechtigkeit einzustehen.
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Samstag, 28. Juli, 19.00 Uhr
Dienstag, 14. August, 19.30 Uhr
TOO LATE BLUES (-) John Cassavetes USA 1961 OmU 105‘
TOO LATE BLUES ist Cassavetes’ erster Versuch, im Hollywood-System zu arbeiten – von der Produktionsfirma gewünscht war ein neues SHADOWS, aber weniger experimentell und improvisiert. Eine weiße Westcoast-Jazzband muss sich zwischen Kunst und Kommerz entscheiden. Shelley Manne, Red Mitchell, Jimmy Rowles spielen mit Bobby Darin die Musik zum Ausverkauf der Träume ein. Eine berührende Liebesgeschichte aus dem Leben von Musikern, von künstlerischen Selbstzweifeln bedrängt, inmitten hektischer Partys, auf der Suche nach sich selbst.
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Samstag, 28. Juli, 21.00 Uhr
Freitag, 3. August, 19.00 Uhr
SADDLE THE WIND (Vom Teufel geritten) Robert Parrish USA 1958 OF 81‘
Ein Breitwandwestern in Technicolor: Der ehemalige Revolverheld Steve Sinclair lebt ein ruhiges Leben als Farmer auf einer Rinderfarm. Sein jüngerer Bruder Tony (John Cassavetes) kehrt nach längerer Abwesenheit nachhause zurück. Im Schlepptau hat er eine Braut – und, sehr zum Missfallen von Steve, eine neue Waffe. Im unbedingten Willen, die Anerkennung seines Bruders zu gewinnen und sich gleichzeitig aus seinem Schatten zu befreien, lässt sich Tony auf eine letztlich tödliche Auseinandersetzung ein. Verletzlichkeit und Brutalität gleichermaßen charakterisieren Tony, in dem man dank John Cassavetes‘ nuanciertem Spiel noch das einstige unschuldige Kind zu sehen vermag.
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Sonntag, 29. Juli, 20.00 Uhr
Montag, 13. August, 20.00 Uhr
A CHILD IS WAITING (Ein Kind wartet) John Cassavetes USA 1963 OmU 104‘
Nachdem Cassavetes monatelang zusammen mit dem Hollywood-Produzenten Stanley Kramer an diesem Film über einen behinderten Jungen in einer psychiatrischen Klinik gearbeitet hatte, wurde er ersetzt und der Film nach den Vorstellungen von Kramer neu geschnitten. Cassavetes: „Ich finde, sein Film – und ich meine, dass es sein Film ist – ist gar nicht so schlecht, nur sentimentaler als meine Version. Die Aussage seines Films, dass behinderte Kinder allein und abgeschoben sind und deshalb mit anderen behinderten Kindern zusammengebracht werden sollten, unterscheidet sich von meinem Film, der sagt, dass behinderte Kinder überall und jederzeit sein könnten. Wir, die damit nicht umgehen können, müssen sich damit auseinandersetzen, und nicht die Kinder.“
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Dienstag, 31. Juli, 20.00 Uhr
Samstag, 18. August, 21.15 Uhr
THE KILLERS (Der Tod eines Killers) Don Siegel USA 1964 OF mit span. UT 95‘
Zwei Berufskiller töten ihrem Auftrag gemäß den ehemaligen Rennfahrer Johnny North (John Cassavetes). Irritiert, dass sich North trotz Vorwarnung widerstandslos erschießen lässt, interessieren sich die beiden für die Hintergründe, recherchieren und wittern größere Beute. Die Spur führt sie zu Norths Exfreundin Sheila und dem zwielichtigen Jack Browning (Ronald Reagan in seinem letzten – und wahrscheinlich besten – Leinwandauftritt). Die farbige Neuverfilmung von Robert Siodmaks gleichnamigem Film noir aus dem Jahr 1946 wurde eigentlich fürs Fernsehen gedreht und ist zynischer und kälter als die Vorlage.
Cassavetes’ erster Thriller demontiert das Genre systematisch: Nach sieben Jahren Ratenzahlung ist Cosmo Vitelli (Ben Gazzara) endlich alleiniger Eigentümer des Strip-Clubs Crazy Horse West in Los Angeles. Was als Feier der neuen Besitzverhältnisse beginnt, endet im Desaster: Beim Pokern verliert Cosmo das Crazy Horse West. Um es wieder zurückzuerlangen, soll er den titelgebenden chinesischen Buchmacher umbringen. Cosmos Reise in die Nacht führt ihn durch eine Scheinwelt der schummrigen Nachtlokale und düsteren Lagerhallen, durch Räume der Unsicherheit und Verstörung.
(Das Arsenal zeigt Cassavetes neue Schnittversion, die er kurz nach dem Kinostart erstellte und die 1978 in den Kinos lief. Es ist die bekanntere Version des Films. Die erste Version dauert 135 Minuten und sie war ein schnell aus den Kinos genommener Misserfolg.)
Für ein Mal lässt Cassavetes die Einsamkeit überwindbar werden: Eine Museumskuratorin (Gena Rowlands) und ein manischer Parkplatzwächter (Seymour Cassel) erstreiten sich gegen alle sozialen Widersprüche und gegen alle konventionellen Wahrscheinlichkeiten von Attraktion und Aura eine Liebesbeziehung. Eine Hochzeitsfeier und viele Kinder sind der krönende Abschluss der märchenhaften Liebesgeschichte.
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Samstag, 4. August, 20.00 Uhr (parallel zu „Minnie und Moskowitz“ im kleinen Saal; aber diese Ira-Levin-Verfilmung kennt man ja)
Freitag, 17. August, 21.00 Uhr (heute läuft der Horrorfilmklassiker im großen Saal)
Das junge Paar Rosemary (Mia Farrow) und Guy Woodhouse (John Cassavetes) bezieht eine Wohnung im altertümlichen Bramford-Haus in New York, in dem ein Satanisten-Zirkel aktiv gewesen sein soll. Nach dem Verzehr eines von der Nachbarin vorbeigebrachten Desserts fällt Rosemary in Ohnmacht und sieht sich in einem halbbewussten, alptraumhaften Zustand von einem Ungeheuer vergewaltigt. Mit diabolischer Lust spielt Cassavetes den Peiniger seiner Ehefrau, der vor einem Pakt mit dem Teufel nicht zurückschreckt.
Mabel, die mit Mann und drei Kindern in einer typischen Lower-Middle-Class-Umgebung lebt, wäre gerne so, wie man es von ihr erwartet. Allerdings gelingt es ihr nicht, ihre Rolle als Liebende und Mutter unter Kontrolle zu halten. Gena Rowlands ist die Frau unter Einfluss – in einer Darstellung von irritierender Körperlichkeit kanalisiert sie neurotische Schübe, aufgestaute Aggressionen und erdrückende mütterliche Fürsorge.
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Mittwoch, 8. August, 20.00 Uhr
Donnerstag, 23. August, 20.00 Uhr
HUSBANDS (Ehemänner) John Cassavetes USA 1970 OmU 154‘
HUSBANDS zeigt drei (Ehe-)Männer bei der Trauerarbeit. Nach dem Tod und dem Begräbnis eines gemeinsamen Freundes fliehen sie in den Alkohol, und weil das nicht bewirkt, dass alles wieder so ist, wie es einmal war, weil es nie so war, wie es hätte sein sollen, fliehen sie weiter, wenigstens probeweise, aus der Ehe, aus dem Alltag. Das Ende ist ein Desaster: nämlich die Erkenntnis, dass sich die tiefsten Sehnsüchte vielleicht gar nicht mehr erfüllen lassen. In HUSBANDS führte Cassavetes zum ersten Mal nicht nur Regie, sondern übernahm auch eine Rolle in einem seiner Filme, die des dritten Ehemannes neben Peter Falk und Ben Gazzara.
(Auch von diesem Film gibt es verschiedene Fassung. Die deutsche Fassung, die vor allem ab 1976 im TV lief, dauert 130 Minuten.)
Gena Rowlands ist der umschwärmte Theaterstar Myrtle Gordon, für die Leben und Theaterrollen zu einem unentwirrbaren Ganzen verschmolzen sind. Als sie Zeugin eines Unfalls wird, bei dem eine jugendliche Verehrerin zu Tode kommt, verstärkt das Erlebte Myrtles Widerstand gegen das Stück bzw. die Rolle einer alternden Frau, die sie darin spielen soll. Die Probenarbeiten und erste Testaufführungen werden zunehmend zum Kampf, Myrtles hysterisches Dauer-Aufbegehren treibt sie selbst in den Alkohol und ihre Kollegen in die Verzweiflung. Schauspiel im Schauspiel, Diskussionen über das Alter – und ein komplexer Kommentar zur Arbeit mit den Emotionen.
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Samstag, 18. August, 19.00 Uhr
Freitag, 24. August, 21.15 Uhr
GLORIA (Gloria, die Gangsterbraut) John Cassavetes USA 1980 OmU 123‘
GLORIA ist eine weitere Reise in die Gangsterwelt, verwoben mit persönlicheren Themen. Erneut steht Gena Rowlands im Mittelpunkt, als gealterte Ex-Sängerin Gloria Swenson, vom Leben und ihrem Beruf abgehärtet. Ein Kind wird Zeuge, als seine Familie von der Mafia getötet wird. Gloria nimmt sich widerwillig des Jungen an und begibt sich mit ihm auf die Flucht quer durch New York.
(Düsterer in New York spielender Gangsterthriller, der nicht den richtigen Ton zwischen Charakterstudie – Cassavetes Metier – und Thriller findet. Und der kleine Junge nervt. Aber Gena Rowlands ist härter als Liam Neeson und „Gloria, die Gangsterbraut“ wird auch als Inspiration für Luc Bessons „Leon – Der Profi“ gesehen.)
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Montag, 20. August, 20.00 Uhr
Mittwoch, 29. August, 20.00 Uhr
BIG TROUBLE (Sterben…und leben lassen) John Cassavetes USA 1985 OmU 93‘
BIG TROUBLE ist eine sarkastische Komödie über einen Versicherungsvertreter, der in ein Mordkomplott bzw. in einen Schwindel mit dem Tod gerät, um seinen Drillingen ein Studium zu ermöglichen. Cassavetes’ letzter Film basiert auf einem Drehbuch von Andrew Bergman, der eigentlich auch Regie führen sollte. Zum Schluss prangt in großen Lettern auf der Leinwand: „Not the end.“
(Eine Screwball-Comedy…mit Ähnlichkeiten zu dem Noir „Frau ohne Gewissen“.)
Frisch aus dem Gefängnis entlassen, wird Hank McCain (von John Cassavetes mit nervöser Energie gespielt) auf den Raub des Royal-Casinos in Las Vegas angesetzt. Dass eigentlich Mafioso Charlie Adamo (Peter Falk) hinter dem Plan steckt, ahnt er nicht. Dieser wiederum wird von seinem Boss Don Francesco DeMarco (Gabriele Ferzetti) zurückgepfiffen und muss nun seinerseits versuchen, Hank zurückzuhalten. Kunstvoll verwebt Regisseur Montaldo die Schicksale dreier Männer miteinander, unterstützt von einem glänzenden Ensemble – mit einem kurzen Auftritt von Gena Rowlands als Retterin in der Not.
Mahnwache an der Russischen Botschaft: Lasst Oleg nicht sterben!
Seit acht Wochen befindet sich der ukrainische Filmemacher Oleg Sentsov im Hungerstreik – Wir fordern seine sofortige Freilassung!
Im Mai 2014 wurde der ukrainische Regisseur Oleg Sentsov, der die Proteste auf dem Maidan in Kiew unterstützte und sich öffentlich gegen die russische Annektierung der Krim engagierte, in seinem Haus in Simferopol vom russischen Inlandsgeheimdienst (FSB) festgenommen und nach Moskau gebracht. Über ein Jahr später und nach einem, wie Amnesty International es beschreibt, “unfairen Verfahren vor einem russischen Militärgericht“, wurde Oleg Sentsov wegen „terroristischer Verbrechen“ zu 20 Haft verurteilt. Am 14. Mai ist er in den unbefristeten Hungerstreik getreten.
Wir machen uns große Sorgen und verlangen erneut, dass seine Sicherheit gewährleistet wird und er sofort und bedingungslos frei gelassen wird.
Helft uns, ihm zu helfen:Kommt am Dienstag, 10 Juli, 17:00 Uhr zur Mahnwache auf dem Mittelstreifen Unter den Linden, gegenüber der Botschaft der Russischen Föderation.
Neben Vertretern der Europäischen Filmakademie werden auch Vertreter der Berlinale, der Deutschen Filmakademie, sowie der Akademie der Künste vor Ort sein.
9. Douglas E. Winter – Run (Platzierung im Vormonat: 4)
10. Lisa McInerney – Glorreiche Ketzereien (Platzierung im Vormonat: /)
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Einiges, wie Mina, Kalteis (ein Deutscher, der seit seiner Kindheit in Kanada lebt und auf Englisch schreibt) und Truhen, liegen auch bei mir herum. Manottis „Kesseltreiben“ lese ich gerade und selbstverständlich ist es ein gutes Buch. Manotti eben.
Mal sehen, ob ich es schaffe, eine kleine Lesetipps-für-den-Strandkorb-Kolumne zu schreiben. Nach der ersten Purge.
Der Preis wird (neben vielen anderen wichtigen Krimipreisen) auf der Bouchercon verliehen. Sie ist dieses Jahr vom 6. bis zum 9. September in St. Petersburg, Florida.
Nominiert sind:
Best Original Private Eye Paperback:
• Play a Cold Hand, by Terence Faherty (Perfect Crime)
• The Strange Disappearance of a Bollywood Star, by Vaseem Khan (Redhook)
• Dames Fight Harder, by M. Ruth Myers (CreateSpace)
• The Painted Gun, by Bradley Spinelli (Akashic)
• Lights Out Summer, by Rich Zahradnik (Camel Press)
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Best First Private Eye Novel:
• Under Water, by Casey Barrett (Kensington)
• A Negro and an Ofay, by Danny Gardner (Down & Out)
• Gone to Dust, by Matt Goldman (Forge)
• August Snow, by Stephen Mack Jones (Soho Crime)
• The Last Place You Look, by Kristen Lepionka (Minotaur)
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Best P.I. Short Story:
• “Out of Business,” by Eric Beetner (Down & Out: The Magazine, Volume 1/Issue 1)
• “Breakage,” by Reed Farrel Coleman (Down & Out: The Magazine, Volume 1/Issue 1)
Die Crime Writers of Canada haben den diesjährigen Arthur Ellis Award für besonders gelungene kanadische Kriminalromane verliehen:
Best Crime Novel:
Sleeping in the Ground, von Peter Robinson (McClelland & Stewart)
nominiert: The Winners’ Circle, von Gail Bowen (McClelland & Stewart); The Party, von Robyn Harding (Gallery/Scout Press); The White Angel, von John MacLachlan Gray (Douglas and McIntyre); The Forgotten Girl, von Rio Youers (St. Martin’s Press)
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Best First Crime Novel:
Full Curl, von Dave Butler (Dundurn Press)
nominiert: Puzzle of Pieces, von Sally Hill Brouard (FriesenPress); Ragged Lake, von Ron Corbett (ECW Press); Flush, von Sky Curtis (Inanna); Our Little Secret, von Roz Nay (Simon & Schuster Canada)
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Best Crime Novella (The Lou Allin Memorial Award):
“How Lon Pruitt Was Found Murdered in an Open Field with No Footprints Around,” von Mike Culpepper (Alfred Hitchcock Mystery Magazine, September/October 2017)
nominiert: “Snake Oil,” von M.H. Callway (from 13 Claws: The Mesdames of Mayhem; Carrick); Blood and Belonging, von Vicki Delany (Orca); “Dead Clown Blues,” von R. Daniel Lester (Shotgun Honey); “Money Maker,” von Jas R. Petrin (Alfred Hitchcock Mystery Magazine, May/June 2017)
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Best Crime Short Story:
“The Outlier,” von Catherine Astolfo (from 13 Claws)
nominiert: “There be Dragons,” von Jane Petersen Burfield (from 13 Claws); “Jerusalem Syndrome,” von Hilary Davidson (from Passport to Murder: Bouchercon Anthology 2017, herausgegeben von John McFetridge; Down & Out); “The Ranchero’s Daughter,” von Sylvia Maultash Warsh (from 13 Claws); “The Sin Eaters,” von Melissa Yi (from Montreal Noir, herausgegeben von John McFetridge und Jacques Fillippi; Akashic)
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Best Non-Fiction Crime Book:
The Whisky King, von Trevor Cole (HarperCollins)
nominiert: Murder in Plain English, von Michael Arntfield and Marcel Danesi (Prometheus); Blood, Sweat and Fear, von Eve Lazarus (Arsenal Pulp Press); The Dog Lover Unit, von Rachel Rose (St. Martin’s Press); Police Wife: The Secret Epidemic of Police Domestic Violence, von Alex Roslin (Sugar Hill)
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Best Juvenile/Young Adult Crime Book:
Chase, von Linwood Barclay (Puffin Canada)
nominiert: Missing, von Kelley Armstrong (Doubleday Canada); The Disappearance, von Gillian Chan (Annick Press); Thistlewood, von Donna Chubaty (Grasmere); The Lives of Desperate Girls, von MacKenzie Common (Penguin Teen Canada)
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Best Crime Book in French:
Les Tricoteuses, von Marie Saur (Héliotrope Noir)
nominiert: Amqui, von Éric Forbes (Héliotrope Noir); La vie rêvée de Frank Bélair, von Maxime Houde (Éditions Alire); Les clefs du silence, von Jean Lemieux (Québec Amérique); La mort en bleu pastel, von Maryse Rouy (Éditions Druide)
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Best Unpublished Manuscript:
Destruction in Paradise, von Dianne Scott
nominiert: The Alibi Network, vonRaimey Gallant; Finn Slew, vonKen MacQueen; Dig, Dug, Dead, vonSylvia Teaves; Condemned, von Kevin Thornton
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Grand Master
Gail Bowen
Statement der Crime Writers of Canada dazu: “Gail Bowen is being recognized von Crime Writers of Canada for her long and illustrious career as a crime-fiction author. She has almost 20 books in her long-running Joanne Kilbourn series, several of which were either nominated for or received awards, including the Arthur Ellis Award for Best Novel in 1994, for A Colder Kind of Death. She has also written four Rapid Reads novellas and several plays. She is well established in Canada, highly respected in the writing community, and much sought after von readers. She is frequently a guest at literary events. Several of her Joanne Kilbourn books were turned into a TV series.”
Die Krimibestenliste der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) und Deutschlandfunk Kultur empfiehlt in den ereignislosen Stunden zwischen Hitzewelle und Starkregen die Lektüre der auf ihrer aktuellen Bestenliste stehenden Krimis:
1. Denise Mina – Blut Salz Wasser (Platzierung im Vormonat: 2)
Aus dem Englischen von Zoë Beck. Ariadne im Argument-Verlag, 368 Seiten, 19 Euro
2. Dan Chaon – Der Wille zum Bösen ()Platzierung im Vormonat: /)
Aus dem Englischen von Kristian Lutze, 622 Seiten, 19 Euro
3. Aidan Truhen: Fuck You Very Much (Platzierung im Vormonat: 4)
Aus dem Englischen von Sven Koch und Andrea Stumpf. Suhrkamp, 350 Seiten, 14,95 Euro.
4. Douglas E. Winter – Run (Platzierung im Vormonat: /)
Aus dem Englischen von Peter Mehler. Luzifer, 434 Seiten, 13,95 Euro.
5. Graeme Macrae Burnet: Der Unfall auf der A 35 (Platzierung im Vormonat: 10)
Aus dem Englischen von Claudia Feldmann. Europa, 304 Seiten, 17,90 Euro.
6. Dominique Manotti – Kesseltreiben (Platzierung im Vormonat: /)
Aus dem Französischen von Iris Konopik. Ariadne im Argument-Verlag, 400 Seiten, 20 Euro.
7. Hideo Yokoyama – 64 (Platzierung im Vormonat: 1)
Aus dem Englischen von Sabine Roth und Nikolaus Stingl. Atrium, 768 Seiten, 28 Euro
8. Philip Kerr – Kalter Frieden (Platzierung im Vormonat: 9)
Aus dem Englischen von Axel Merz. Wunderlich, 398 Seiten, 22,95 Euro
9. Joyce Carol Oates – Pik-Bube (Platzierung im Vormonat: /)
Aus dem Englischen von Frauke Czwikla. Droemer, 208 Seiten, 19,99 Euro
10. Friedemann Hahn – Foresta Nera (Platzierung im Vormonat: /)
Pollar, 212 Seiten, 16 Euro
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Die auf den letzten drei Plätzen genannten Krimis werde ich demnächst besprechen. So wie es aussieht, müsste ich diese Woche etwas mehr Zeit haben.
Ansonsten liegen Mina, Truhen, Manotti bei mir rum. Und noch etliche andere Bücher. Vor allem der neue Horst Eckert, den ich gerne in einigen großen Zügen genießen würde.
Und der neue James Rayburn, Howard Linskey, Misha Glennys „McMafia“ (wegen der Verfilmung) und „Im Schatten von San Marco“, der neue Roman von Martin Cruz Smith. Der soll allerdings ein Liebesroman sein.
Boah, das, war eine lange Überschrift. Dass Daniel Craig wieder „Bond, James Bond“ spielen wird, ist schon länger bekannt. Boyle war auch schon länger im Gespräch (in der Gerüchteküche) und jetzt sind wir auf die nächsten Meldungen gespannt, in denen wir erfahren, wer alles mitspielen wird, wie der Titel lautet und um was es geht, erfahren wir dann vollumfänglich im Kino.
Alles weitere steht in der Pressemitteilung zu „Bond 25“:
LONDON UND LOS ANGELES, (24. Mai 2018) – EON Productions und Metro Goldwyn Mayer Studios (MGM) haben eine Vereinbarung mit Universal Pictures über den weltweiten Vertrieb des 25. James Bond Films getroffen, die heute von Michael G. Wilson und Barbara Broccoli (EON Productions) Kevin Ulrich (Chairman of the Board of Directors, MGM) und Jonathan Glickman (President, Motion Picture Group) und Donna Langley (Chairman, Universal Pictures) bekannt gegeben wurde.
Daniel Craig wird als 007, der legendäre britische Geheimagent, zurückkehren. Der mit dem Oscar® ausgezeichnete Regisseur Danny Boyle (Slumdog Millionaire, Steve Jobs) wird nach einem Originaldrehbuch des Oscar®-nominierten John Hodge (Trainspotting) Regie führen.
Die Produktion von Bond 25 soll am 3. Dezember 2018 beginnen. MGM wird den Film am 8. November 2019 in den USA, über sein neues Joint Venture für den heimischen Kinoverleih mit Annapurna Pictures, in die Kinos bringen. Universal wird den internationalen Vertrieb bereits am 25. Oktober 2019 in Großbritannien beginnen.
Im Rahmen dieser Vereinbarung behält MGM die digitalen und weltweiten Fernsehvertriebsrechte. Universal übernimmt den Vertrieb im physischem Home Entertainment.
Wilson und Broccoli kommentierten: Wir freuen uns sehr, dass der außergewöhnlich talentierte Danny Boyle bei Daniel Craigs fünftem Auftrag als James Bond in der 25. Ausgabe des Franchise Regie führen wird. Wir werden im Dezember in den Pinewood Studios mit unseren Partnern bei MGM mit den Dreharbeiten zu Bond 25 beginnen. Wir freuen uns, dass Universal unser internationaler Vertriebspartner sein wird.
Unter der Führung von Michael und Barbara könnten wir nicht begeisterter sein, als das nächste 007-Abenteuer auf die große Leinwand zu bringen, das den unvergleichlichen Daniel Craig mit der außergewöhnlichen Vision von Danny Boyle vereint, sagte Ulrich. Glickman fügte hinzu: Es ist 16 Jahre her, dass James Bond 007 Stirb an einem anderen Tag von MGM vertrieben wurde, und es ist unglaublich erfreulich, diesen Film zusammen mit dem tollen Team von Universal zu veröffentlichen.
Universal ist sehr stolz darauf, mit Michael, Barbara und MGM beim internationalen Marketing und Vertrieb von Bond 25 zusammenzuarbeiten, sagte Langley. Die unvergleichliche Kombination von Dannys innovativer Regie und Daniels Verkörperung von 007 sorgte dafür, dass wir einfach Partner im nächsten Kapitel dieser ikonischen Serie sein mussten.
1. Hideo Yokoyama – 64 (Platzierung im Vormonat: 1)
2. Denise Mina – Blut Salz Wasser (Platzierung im Vormonat: /)
3. Garry Disher – Leiser Tod (Platzierung im Vormonat: 2)
4. Aidan Truhen: Fuck You Very Much (Platzierung im Vormonat: /)
5. Adrian McKinty – Dirty Cops (Platzierung im Vormonat: /)
6. Carlo Bonini – ACAB. All Cops Are Bastards (Platzierung im Vormonat: 5)
7. Matthias Wittekindt: Die Tankstelle von Courcelles (Platzierung im Vormonat: /)
8. Sarah Schmidt – Seht, was ich getan habe (Platzierung im Vormonat: 9)
9. Philip Kerr – Kalter Frieden (Platzierung im Vormonat: /)
10. Graeme Macrae Burnet: Der Unfall auf der A 35 (Platzierung im Vormonat: /)
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Philip Kerrs „Kalter Frieden“ wird demnächst besprochen. Ich fand ihn, soviel kann schon verraten werden, enttäuschend.
Und jetzt lese ich, irgendwie als Vorbereitung für „Solo: A Star Wars Story“, Alexander Freeds Filmroman „Rogue One“. Der gefällt mir bis jetzt sehr gut.
The Story of Classic Crime in 100 Books, von Martin Edwards (Poisoned Pen Press)
American Fire: Love, Arson, and Life in a Vanishing Land, von Monica Hesse (Liveright)
Rewrite Your Life: Discover Your Truth Through the Healing Power of Fiction, von Jess Lourey (Conari Press)
Manderley Forever: A Biography of Daphne du Maurier, von Tatiana de Rosnay (St. Martin’s Press)
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Best Short Story
The Library Ghost of Tanglewood Inn, von Gigi Pandian (Henery Press e-book)
nominiert
Double Deck the Halls, von Gretchen Archer (Henery Press e-book)
Whose Wine Is it Anyway, von Barb Goffman (aus 50 Shades of Cabernet; Koehler)
The Night They Burned Miss Dixie’s Place, von Debra Goldstein (Alfred Hitchcock Mystery Magazine, May/June 2017)
A Necessary Ingredient, von Art Taylor (aus Coast to Coast: Private Eyes from Sea to Shining Sea, herausgegeben von Andrew McAleer and Paul D. Marks; Down & Out)
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Best Children’s/Young Adult
Sydney Mackenzie Knocks ’Em Dead, von Cindy Callaghan (Aladdin)
nominiert
City of Angels, von Kristi Belcamino (Polis)
The World’s Greatest Detective, von Caroline Carlson (HarperCollins)
Audacity Jones Steals the Show, von Kirby Larson (Scholastic Press)
The Harlem Charade, von Natasha Tarpley (Scholastic Press)
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Malice Domestic’s 2018 Lifetime Achievement Award
Nancy Pickard
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Amelia Award
David Suchet
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Poirot Award
Brenda Blethyn (als DCI Vera Stanhope in „Vera“, basierend auf den Romanen von Ann Cleeves)
Die diesjährgen Edgar Awards (bzw. genaugenommen Edgar Allan Poe Awards) der Mystery Writers of America gingen an:
Best Novel
Bluebird, Bluebird, von Attica Locke (Mulholland)
nominiert
The Dime, von Kathleen Kent (Mulholland)
Prussian Blue, von Philip Kerr (Putnam) (dürfte nächstes Jahr erscheinen. Ich lese gerade seinen Bernie-Gunther-Roman „Kalter Frieden“ [The other Side of Silence, 2016] und die richtige Pageturner-Lesebegeisterung will sich nicht einstellen.)
A Rising Man, von Abir Mukherjee (Pegasus)
The Twelve Lives of Samuel Hawley, von Hannah Tinti (Dial Press)
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Best First Novel by an American Author
She Rides Shotgun, von Jordan Harper (Ecco) (Die Rache der Polly McClusky, Ullstein)
nominiert
Dark Chapter, von Winnie M. Li (Polis)
Lola, von Melissa Scrivner Love (Crown)
Tornado Weather, von Deborah E. Kennedy (Flatiron)
Idaho, von Emily Ruskovich (Random House)
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Best Paperback Original
The Unseeing, von Anna Mazzola (Sourcebooks Landmark)
nominiert
In Farleigh Field, von Rhys Bowen (Thomas & Mercer)
Ragged Lake, von Ron Corbett (ECW Press)
Black Fall, von Andrew Mayne (Harper)
Penance, von Kanae Minato (Mulholland)
The Rules of Backyard Cricket, von Jock Serong (Text)
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Best Fact Crime
Killers of the Flower Moon: The Osage Murders and the Birth of the FBI, von David Grann (Doubleday)
nominiert
The Road to Jonestown: Jim Jones and Peoples Temple, von Jeff Guinn (Simon & Schuster)
American Fire: Love, Arson, and Life in a Vanishing Land, von Monica Hesse (Liveright)
The Man From the Train: The Solving of a Century-Old Serial Killer Mystery, von Bill James and Rachel McCarthy James (Scribner)
Mrs. Sherlock Holmes: The True Story of New York City’s Greatest Female Detective and the 1917 Missing Girl Case That Captivated a Nation, von Brad Ricca (St. Martin’s Press)
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Best Critical/Biographical
Chester B. Himes: A Biography, von Lawrence P. Jackson (Norton)
Manderley Forever: A Biography of Daphne du Maurier, von Tatiana de Rosnay (St. Martin’s Press)
Murder in the Closet: Essays on Queer Clues in Crime Fiction Before Stonewall, von Curtis Evans (McFarland)
and Arthur and Sherlock: Conan Doyle and the Creation of Holmes, von Michael Sims (Bloomsbury USA)
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Best Short Story
Spring Break, von John Crowley (aus New Haven Noir, herausgegeben von Amy Bloom; Akashic)
nominiert
Hard to Get, von Jeffery Deaver (Ellery Queen Mystery Magazine, July/August 2017)
Ace in the Hole, von Eric Heidle (aus Montana Noir, herausgegeben von James Grady und Keir Graff; Akashic)
A Moment of Clarity at the Waffle House, von Kenji Jasper (aus Atlanta Noir, herausgegeben von Tayari Jones; Akashic)
Chin Yong-Yun Stays at Home, von S.J. Rozan (Alfred Hitchcock Mystery Magazine, January/February 2017)
(da können wir uns doch freuen, dass Culturbooks mit Akashic einen Vertrag einging und nach „Paris Noir“, „Berlin Noir“ [am lesen, aber Kurzgeschichten…] im Herbst „USA Noir“ erscheint)
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Best Juvenile
Vanished! von James Ponti (Aladdin)
nominiert
Audacity Jones Steals the Show, von Kirby Larson (Scholastic Press)
The Assassin’s Curse, von Kevin Sands (Aladdin)
First Class Murder, von Robin Stevens (Simon & Schuster)
NewsPrints, von Ru Xu (Graphix)
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Best Young Adult
Long Way Down, von Jason Reynolds (Atheneum)
nominiert
The Cruelty, von Scott Bergstrom (Feiwel & Friends)
Grit, von Gillian French (HarperTeen)
The Impossible Fortress, von Jason Rekulak (Simon & Schuster)
The Hate U Give, von Angie Thomas (Balzer + Bray)
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Best Television Episode Teleplay
“Somebody to Love,” Fargo, Drehbuch von Noah Hawley (FX Networks/MGM)
nominiert
“Episode 1,” Loch Ness, Drehbuch von Stephen Brady (Acorn TV)
“Something Happened,” Law & Order: SVU, Drehbuch von Michael Chernuchin (NBC Universal/Wolf Entertainment)
“Gently and the New Age,” George Gently, Drehbuch von Robert Murphy (Acorn TV)
“The Blanket Mire,” Vera, Drehbuch von Paul Matthew Thompson und Martha Hillier (Acorn TV)
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The Simon & Schuster/Mary Higgins Clark Award
The Widow’s House, von Carol Goodman (Morrow)
nominiert
The Vineyard Victims, von Ellen Crosby (Minotaur)
You’ll Never Know, Dear, von Hallie Ephron (Morrow)
Uncorking a Lie, von Nadine Nettmann (Midnight Ink)
The Day I Died, von Lori Rader-Day (Morrow)
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Grand Master
Jane Langton
Peter Lovesey
William Link
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Raven Award
Kristopher Zgorski von BOLO Books
The Raven Bookstore in Lawrence, Kansas
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Ellery Queen Award
Robert Pépin
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Robert L. Fish Memorial Award
The Queen of Secrets, von Lisa D. Gray (aus New Haven Noir; Akashic)
Jetzt ist es wieder soweit. Das Syndikat, die Vereinigung deutschsprachiger Kriminalautorinnen und -autoren, ruft zum jährlichen Klassentreffen. Dieses Jahr ist es in Halle an der Saale, einer alten, geschichtsträchtigen, aber ansonsten unschuldigen kleinen Stadt in Sachsen-Anhalt. 238.000 Einheimische werden vom 2. Mai (mit Vorspielen schon ab ungefähr jetzt) bis zum 6. Mai versuchen, die riesige Verbrecherversammlung zu überleben. Zur Beruhigung der Einheimischen kann ich sagen: Krimischreiber sind nur auf dem Papier Serientäter. Im normalen Umgang sind es meist umgängliche Menschen…Wurde das nicht auch über Norman Bates gesagt?
Das offizielle Programm der Criminale besteht vor allem aus Lesungen. Lesungen. Lesungen.
Es gibt gefühlt mehr Fachveranstaltungen als in den Vorjahren, das unausgesprochene Nebenprogramm („Lebst du noch?“ „Hey, du hast dich überhaupt nicht verändert!“ „Du siehst aber alt aus! Dabei bist du noch gar nicht so alt.“ „Wo ist die nächste Kneipe?“) und die Verleihung des Krimipreises Friedrich-Glauser-Preis am Samstag, den 5. Mai.
Dieses Jahr sind für den Glauser und den Hansjörg-Martin-Preises nominiert:
Bester Kriminalroman
Raoul Biltgen: Schmidt ist tot, Verlag Wortreich
Alfred Bodenheimer: Ihr sollt den Fremden lieben, Nagel & Kimche
Ellen Dunne: Harte Landung, Insel Taschenbuch
Monika Geier: Alles so hell da vorn, Ariadne
Jutta Profijt: Unter Fremden, dtv
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Bestes Debüt-Kriminalroman
Hannah Coler: Cambridge 5, Limes Verlag
Kerstin Ehmer: Der weiße Affe, Pendragon
Gereon Krantz: Unter pechschwarzen Sternen, ProTalk Verlag
Harald J. Marburger: Totengräberspätzle, Emons
Takis Würger: Der Club, Kein & Aber
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Bester Kurzkrimi
Klaus Berndl mit Feueralarm, in: Feuerspuren, edition karo
Karr & Wehner (Reinhard Jahn und Walter Wehner) mit Hier in Tremonia, in: Killing You Softly, KBV
Thomas Kastura mit Der Zuschauer, in: Kerzen, Killer, Krippenspiel, Knaur
Henry Kersting mit Der Blaue, in: Rache brennt, Verlag am Schloss
Cécile Ziemons mit Dünensingen, in: Feinste Friesenmorde, Leda Verlag
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Hansjörg-Martin-Preis (bester Kinder- und Jugendkrimi)
Tanya Lieske: Mein Freund Charlie, Beltz & Gelberg
Christian Linker: Der Schuss, dtv
Lea-Lina Oppermann: Was wir dachten, was wir taten, Beltz & Gelberg
Ortwin Ramadan: Glück ist was für Anfänger, Coppenrath
Martin Schäuble: Endland, Hanser
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Ehrenglauser
Edith Kneifl
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Zur sachfremden Vorbereitung gibt es, wie in den vergangenen Jahren, einen Sammelband Krimikurzgeschichten, die am Ort der Criminale spielen. Dieses Jahr übernahm Peter Godazgar, ein Zugezogener, die Herausgeberschaft des Sammelbandes. In „Die Stadt, das Salz & der Tod – Mörderisches aus Halle an der Saale“ sind extra für den Sammelband geschriebene Kurzgeschichten von Jürgen und Marita Alberts, Joachim Anlauf, Marc-Oliver Bischoff, Natine Buranaseda, Daniel Carinsson, Christiane Dieckerhoff, Peter Godazgar, Thomas Hoeps, Thomas Kastura, Ralf Kramp, Tatjana Kruse, Elke Pistor, Theresa Prammer, Uwe Schimunek, Frank Schlößer und Sabine Trinkaus enthalten. Es ist also eine bunte Mischung aus bekannten und unbekannte(re)n Autoren, die man teils mehr als Roman-, teils mehr als Kurzgeschichtenautoren kennt. Aber zur Steigerung der Mordrate in Halle an der Saale tragen sie alle bei. Ihre Leichen verteilen sie dabei großzügig über die gesamte Stadt.
Selbstverständlich ist nicht jede Geschichte gelungen. Nicht jede Geschichte spielt in der Gegenwart und wenn Georg Friedrich Händel dabei ist, wird sogar auf die obligatorische Leiche verzichtet. Dafür hat Münchhausen einen Auftritt.
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Peter Godazgar (Herausgeber): Die Stadt, das Salz & der Tod – Mörderisches aus Halle an der Saale