Arsenal zeigt umfassende John-Cassavetes-Werkschau

Juli 17, 2018

Das Kino Arsenal (Potsdamer Platz, Berlin) zeigt vom 25. Juli bis zum 31. August eine umfassende John-Cassavetes-Werkschau. Das breite Publikum kennt ihn als Schauspieler aus Filmen wie „Das dreckige Dutzend“ (1967, Oscar-Nominierung), „Rosemaries Baby“ (1968), „Teufelskreis Alpha“ (1978) und der „Columbo“-Episode „Etude in Schwarz“ (1972), in der er sich mit Peter Falk sehr vergnüglich die Bälle zuwarf. Mit Falk verband ihn eine lebenslange Freundschaft.

Für Anhänger unkomplizierter Unterhaltung (…) ist der Name des Filmemachers ungefähr so anziehend wie das Etikett auf einer Giftflasche.“ (Fischer Film Almanach 1987)

Cineasten kennen und verehren ihn als Regisseur von echten Independent-Filmen und Erneuerer des amerikanischen Kinos und Vorläufer des New-Hollywood-Kinos. Es sind Schauspielerfilme, mit mehr oder weniger viel Improvisation, in denen er die andere Seite des amerikanischen Traums zeigte. „In all seinen Filmen geht es um Schwierigkeiten der Kommunikation und im Zusammenleben von Menschen der Mittelschicht, um ihre Ängste und Bedürfnisse und die unvermeidlichen Zerstörungen durch das Leben selbst.“ (John Cassavetes, Hanser Reihe Film 29, 1983)

Seine bekanntesten Filme sind sein Debüt „Schatten“, „Ehemänner“, „Eine Frau unter Einfluss“, „Die erste Vorstellung“ und die beiden ‚Kriminalfilme‘ „Mord an einem chinesischen Buchmacher“/“Die Ermordung eines chinesischen Buchmachers“ und „Gloria, die Gangsterbraut“ (hier versuchte Sidney Lumet sich erfolglos an einem Remake).

In der Werkschau werden im Arsenal alle von John Cassavetes inszenierte Filme in 35-mm-Kopien mit deutschen Untertiteln und einige seiner bemerkenswerten Auftritte als Schauspieler gezeigt. Weil nicht alle Cassavetes-Filme bei uns im Kino liefen ist das auch für langjährige Cassavetes-Fans die Gelegenheit, die Filme endlich einmal auf der großen Leinwand zu sehen.

Weiter geht’s jetzt mit der von mir um einige Details und Anmerkungen ergänzte Pressemitteilung des Arsenal-Kinos (Annette Lingg):

John Cassavetes (9. Dezember 1929, New York City – 3. Februar 1989, Los Angeles) gilt mit seinem kompromisslosen Werk als einer der Begründer des unabhängigen amerikanischen Filmschaffens und setzte Maßstäbe in seiner konsequenten Ablehnung künstlerischer Zwänge. In einem 1956 für arbeitslose Schauspieler gegründeten Workshop entwickelte Cassavetes seine Ideen vom Filmemachen als Gruppenarbeit. Daraus entstand in Improvisation und mit kleinstem Budget SHADOWS, der ihm die Türen nach Hollywood öffnete. Der Versuch, seine Arbeitsweise und ästhetischen Vorstellungen im Studiosystem durchzusetzen, geriet jedoch zur Enttäuschung. In der Folge gründete Cassavetes seine eigene Produktionsfirma und situierte sich konsequent außerhalb des Studiosystems Hollywoods. Die Arbeit in engen und kontinuierlichen Gruppenzusammenhängen wurde zum zentralen Aspekt von Cassavetes’ Schaffen, der bevorzugt mit einem festen Ensemble von Schauspieler*innen arbeitete – neben Gena Rowlands, mit der er seit 1954 verheiratet war, vor allem Peter Falk, Ben Gazzara und Seymour Cassel. Von ihrem vollen physischen Einsatz und der vorbehaltlosen Öffnung gegenüber ganz persönlichen Ängsten, Sehnsüchten und Unsicherheiten lebt sein Kino der Intensität und des schonungslosen Sezierens von Gefühlen. So unkalkulierbar, schwer fassbar und erratisch wie diese sind auch seine Geschichten; Exzess und Eruption stehen anstelle von vorhersehbaren narrativen Mustern. An der Produktion schöner Bilder nicht interessiert, widersetzen sich seine Filme konventionellen Sehgewohnheiten, sind ganz um die Menschen herum gebaut, auf ihre Gesichter und Körper fokussiert. Das Geld für seine Filme verdiente Cassavetes oft als Schauspieler in Filmen anderer Regisseure. Auch dabei ging er oft an Grenzen und lotete menschliche Extremzustände aus, spielte häufig Bösewichte, brillierte aber auch in leiseren Rollen. (…)

Die Filme in der Reihenfolge ihrer Präsentation:

Mittwoch, 25. Juli, 20.00 Uhr

Freitag, 31. August, 20.00 Uhr

LOVE STREAMS (Love Streams) John Cassavetes USA 1984 OmU 114‘

Am Ende eines langen Weges durch alle Szenen einer Ehe treten John Cassavetes und Gena Rowlands in LOVE STREAMS als Bruder und Schwester, als geschwisterlich gewordenes Paar, auf. Sie zieht in seine Wohnung, als sie die Einsamkeit nach ihrer Scheidung nicht mehr erträgt. Er ist ein Autor, der Bestseller über einsame Frauen und trinkfeste Männer schreibt und dabei das eigene unheimliche Private in der Arbeit erfolgreich verdrängt.

(Goldener Bär auf der Berlinale; auf der Berlinale präsentierte Cassavetes mehrere seiner Filme)

Donnerstag, 26. Juli, 20.00 Uhr

Mittwoch, 15. August, 20.00 Uhr

FACES (Gesichter) John Cassavetes USA 1968 OmU 129’

Cassavetes’ erster Film über die Schwierigkeiten einer Ehe entstand nach seinen ernüchternden Erfahrungen in Hollywood. Direktton und eine leichte 16-mm-Kamera ermöglichten Dreharbeiten, die man als „dokumentarisches Aufzeichnen von Fiktion im Moment ihrer Entstehung“ (Ulrich Gregor) bezeichnen kann. Ein erfolgreicher Geschäftsmann verbringt die Nacht mit einer Barbekanntschaft, während seine Frau, die in einem Nachtclub Trost sucht, schließlich mit einem Fremden die Nacht verbringt. Verzweifelte eheliche Gespräche, ein Selbstmordversuch und große Ernüchterung lassen keinen Zweifel daran, dass eine Ehe in Trümmern liegt.

(Die deutsche Premiere war 1977 auf den Hofer Filmtagen. Danach lief der Film 1978 im Fernsehen.)

Freitag, 27. Juli, 19.00 Uhr

Freitag, 17. August, 19.00 Uhr

SHADOWS (Schatten) John Cassavetes USA 1959 OmU 87’

Im Zentrum von Cassavetes’ Debüt, entstanden aus einer Reihe von Improvisationsworkshops und angesiedelt im Künstlermilieu des New Yorker Nachtlebens, stehen drei Geschwister in New York, ihr Leben als Schwarze in einer weißen Gesellschaft, ihre Suche nach Identität und Akzeptanz. Die Jazzmusiker Charlie Mingus und Shafti Hadi improvisieren zur Improvisation. Nach einer ersten Filmversion wurde mit Spenden und der Unterstützung eines Verleihers die heute bekannte zweite Fassung fertiggestellt – eines der frühesten Beispiele des New American Cinema.

(Die erste Fassung dauerte eine Stunde und gilt als verloren. Die deutsche Kinofassung dauert 80 Minuten.)

Freitag, 27. Juli, 21.00 Uhr

Montag, 30. Juli, 20.00 Uhr

EDGE OF THE CITY (Ein Mann besiegt die Angst) Martin Ritt USA 1957 OF 85‘

Der Drifter Axel North (John Cassavetes) findet Arbeit im Hafen von New York. Vom Vorarbeiter schikaniert, kommt ihm der schwarze Arbeiter Charlie (Sidney Poitier) zu Hilfe und bietet dem schweigsamen Axel beharrlich seine Freundschaft an. Gefangen in einem Leben zwischen Flucht und traumatischen Erinnerungen, nähert Axel sich nur zögernd der Leichtigkeit und Lebensfreude des neuen Freundes an. Erst als Charlie rassistischen Angriffen ausgesetzt ist, lernt Axel, seine Angst zu besiegen und für Gerechtigkeit einzustehen.

Samstag, 28. Juli, 19.00 Uhr

Dienstag, 14. August, 19.30 Uhr

TOO LATE BLUES (-) John Cassavetes USA 1961 OmU 105‘

TOO LATE BLUES ist Cassavetes’ erster Versuch, im Hollywood-System zu arbeiten – von der Produktionsfirma gewünscht war ein neues SHADOWS, aber weniger experimentell und improvisiert. Eine weiße Westcoast-Jazzband muss sich zwischen Kunst und Kommerz entscheiden. Shelley Manne, Red Mitchell, Jimmy Rowles spielen mit Bobby Darin die Musik zum Ausverkauf der Träume ein. Eine berührende Liebesgeschichte aus dem Leben von Musikern, von künstlerischen Selbstzweifeln bedrängt, inmitten hektischer Partys, auf der Suche nach sich selbst.

Samstag, 28. Juli, 21.00 Uhr

Freitag, 3. August, 19.00 Uhr

SADDLE THE WIND (Vom Teufel geritten) Robert Parrish USA 1958 OF 81‘

Ein Breitwandwestern in Technicolor: Der ehemalige Revolverheld Steve Sinclair lebt ein ruhiges Leben als Farmer auf einer Rinderfarm. Sein jüngerer Bruder Tony (John Cassavetes) kehrt nach längerer Abwesenheit nachhause zurück. Im Schlepptau hat er eine Braut – und, sehr zum Missfallen von Steve, eine neue Waffe. Im unbedingten Willen, die Anerkennung seines Bruders zu gewinnen und sich gleichzeitig aus seinem Schatten zu befreien, lässt sich Tony auf eine letztlich tödliche Auseinandersetzung ein. Verletzlichkeit und Brutalität gleichermaßen charakterisieren Tony, in dem man dank John Cassavetes‘ nuanciertem Spiel noch das einstige unschuldige Kind zu sehen vermag.

Sonntag, 29. Juli, 20.00 Uhr

Montag, 13. August, 20.00 Uhr

A CHILD IS WAITING (Ein Kind wartet) John Cassavetes USA 1963 OmU 104‘

Nachdem Cassavetes monatelang zusammen mit dem Hollywood-Produzenten Stanley Kramer an diesem Film über einen behinderten Jungen in einer psychiatrischen Klinik gearbeitet hatte, wurde er ersetzt und der Film nach den Vorstellungen von Kramer neu geschnitten. Cassavetes: „Ich finde, sein Film – und ich meine, dass es sein Film ist – ist gar nicht so schlecht, nur sentimentaler als meine Version. Die Aussage seines Films, dass behinderte Kinder allein und abgeschoben sind und deshalb mit anderen behinderten Kindern zusammengebracht werden sollten, unterscheidet sich von meinem Film, der sagt, dass behinderte Kinder überall und jederzeit sein könnten. Wir, die damit nicht umgehen können, müssen sich damit auseinandersetzen, und nicht die Kinder.“

Dienstag, 31. Juli, 20.00 Uhr

Samstag, 18. August, 21.15 Uhr

THE KILLERS (Der Tod eines Killers) Don Siegel USA 1964 OF mit span. UT 95‘

Zwei Berufskiller töten ihrem Auftrag gemäß den ehemaligen Rennfahrer Johnny North (John Cassavetes). Irritiert, dass sich North trotz Vorwarnung widerstandslos erschießen lässt, interessieren sich die beiden für die Hintergründe, recherchieren und wittern größere Beute. Die Spur führt sie zu Norths Exfreundin Sheila und dem zwielichtigen Jack Browning (Ronald Reagan in seinem letzten – und wahrscheinlich besten – Leinwandauftritt). Die farbige Neuverfilmung von Robert Siodmaks gleichnamigem Film noir aus dem Jahr 1946 wurde eigentlich fürs Fernsehen gedreht und ist zynischer und kälter als die Vorlage.

(Meine Besprechung des Films)

Freitag, 3. August, 21.00 Uhr

Samstag, 25. August, 19.00 Uhr

THE KILLING OF A CHINESE BOOKIE (Mord an einem chinesischen Buchmacher) John Cassavetes USA 1976 OmU 108’

Cassavetes’ erster Thriller demontiert das Genre systematisch: Nach sieben Jahren Ratenzahlung ist Cosmo Vitelli (Ben Gazzara) endlich alleiniger Eigentümer des Strip-Clubs Crazy Horse West in Los Angeles. Was als Feier der neuen Besitzverhältnisse beginnt, endet im Desaster: Beim Pokern verliert Cosmo das Crazy Horse West. Um es wieder zurückzuerlangen, soll er den titelgebenden chinesischen Buchmacher umbringen. Cosmos Reise in die Nacht führt ihn durch eine Scheinwelt der schummrigen Nachtlokale und düsteren Lagerhallen, durch Räume der Unsicherheit und Verstörung.

(Das Arsenal zeigt Cassavetes neue Schnittversion, die er kurz nach dem Kinostart erstellte und die 1978 in den Kinos lief. Es ist die bekanntere Version des Films. Die erste Version dauert 135 Minuten und sie war ein schnell aus den Kinos genommener Misserfolg.)

Samstag, 4. August, 19.00 Uhr

Sonntag, 19. August, 20.00 Uhr

MINNIE AND MOSKOWITZ (Minnie und Moskowitz) John Cassavetes USA 1971 OmU 114’

Für ein Mal lässt Cassavetes die Einsamkeit überwindbar werden: Eine Museumskuratorin (Gena Rowlands) und ein manischer Parkplatzwächter (Seymour Cassel) erstreiten sich gegen alle sozialen Widersprüche und gegen alle konventionellen Wahrscheinlichkeiten von Attraktion und Aura eine Liebesbeziehung. Eine Hochzeitsfeier und viele Kinder sind der krönende Abschluss der märchenhaften Liebesgeschichte.

Samstag, 4. August, 20.00 Uhr (parallel zu „Minnie und Moskowitz“ im kleinen Saal; aber diese Ira-Levin-Verfilmung kennt man ja)

Freitag, 17. August, 21.00 Uhr (heute läuft der Horrorfilmklassiker im großen Saal)

ROSEMARY’S BABY (Rosemaries Baby) Roman Polanski USA 1968 OmU 136’

Das junge Paar Rosemary (Mia Farrow) und Guy Woodhouse (John Cassavetes) bezieht eine Wohnung im altertümlichen Bramford-Haus in New York, in dem ein Satanisten-Zirkel aktiv gewesen sein soll. Nach dem Verzehr eines von der Nachbarin vorbeigebrachten Desserts fällt Rosemary in Ohnmacht und sieht sich in einem halbbewussten, alptraumhaften Zustand von einem Ungeheuer vergewaltigt. Mit diabolischer Lust spielt Cassavetes den Peiniger seiner Ehefrau, der vor einem Pakt mit dem Teufel nicht zurückschreckt.

Sonntag, 5. August, 20.00 Uhr

Dienstag, 21. August, 20.00 Uhr

A WOMAN UNDER THE INFLUENCE (Eine Frau unter Einfluss) John Cassavetes USA 1974 OmU 155‘

Mabel, die mit Mann und drei Kindern in einer typischen Lower-Middle-Class-Umgebung lebt, wäre gerne so, wie man es von ihr erwartet. Allerdings gelingt es ihr nicht, ihre Rolle als Liebende und Mutter unter Kontrolle zu halten. Gena Rowlands ist die Frau unter Einfluss – in einer Darstellung von irritierender Körperlichkeit kanalisiert sie neurotische Schübe, aufgestaute Aggressionen und erdrückende mütterliche Fürsorge.

Mittwoch, 8. August, 20.00 Uhr

Donnerstag, 23. August, 20.00 Uhr

HUSBANDS (Ehemänner) John Cassavetes USA 1970 OmU 154‘

HUSBANDS zeigt drei (Ehe-)Männer bei der Trauerarbeit. Nach dem Tod und dem Begräbnis eines gemeinsamen Freundes fliehen sie in den Alkohol, und weil das nicht bewirkt, dass alles wieder so ist, wie es einmal war, weil es nie so war, wie es hätte sein sollen, fliehen sie weiter, wenigstens probeweise, aus der Ehe, aus dem Alltag. Das Ende ist ein Desaster: nämlich die Erkenntnis, dass sich die tiefsten Sehnsüchte vielleicht gar nicht mehr erfüllen lassen. In HUSBANDS führte Cassavetes zum ersten Mal nicht nur Regie, sondern übernahm auch eine Rolle in einem seiner Filme, die des dritten Ehemannes neben Peter Falk und Ben Gazzara.

(Auch von diesem Film gibt es verschiedene Fassung. Die deutsche Fassung, die vor allem ab 1976 im TV lief, dauert 130 Minuten.)

Donnerstag, 9. August, 20.00 Uhr

Sonntag, 26. August, 20.00 Uhr

OPENING NIGHT (Premiere/Die erste Vorstellung) John Cassavetes USA 1977 OmU 147‘

Gena Rowlands ist der umschwärmte Theaterstar Myrtle Gordon, für die Leben und Theaterrollen zu einem unentwirrbaren Ganzen verschmolzen sind. Als sie Zeugin eines Unfalls wird, bei dem eine jugendliche Verehrerin zu Tode kommt, verstärkt das Erlebte Myrtles Widerstand gegen das Stück bzw. die Rolle einer alternden Frau, die sie darin spielen soll. Die Probenarbeiten und erste Testaufführungen werden zunehmend zum Kampf, Myrtles hysterisches Dauer-Aufbegehren treibt sie selbst in den Alkohol und ihre Kollegen in die Verzweiflung. Schauspiel im Schauspiel, Diskussionen über das Alter – und ein komplexer Kommentar zur Arbeit mit den Emotionen.

Samstag, 18. August, 19.00 Uhr

Freitag, 24. August, 21.15 Uhr

GLORIA (Gloria, die Gangsterbraut) John Cassavetes USA 1980 OmU 123‘

GLORIA ist eine weitere Reise in die Gangsterwelt, verwoben mit persönlicheren Themen. Erneut steht Gena Rowlands im Mittelpunkt, als gealterte Ex-Sängerin Gloria Swenson, vom Leben und ihrem Beruf abgehärtet. Ein Kind wird Zeuge, als seine Familie von der Mafia getötet wird. Gloria nimmt sich widerwillig des Jungen an und begibt sich mit ihm auf die Flucht quer durch New York.

(Düsterer in New York spielender Gangsterthriller, der nicht den richtigen Ton zwischen Charakterstudie – Cassavetes Metier – und Thriller findet. Und der kleine Junge nervt. Aber Gena Rowlands ist härter als Liam Neeson und „Gloria, die Gangsterbraut“ wird auch als Inspiration für Luc Bessons „Leon – Der Profi“ gesehen.)

Montag, 20. August, 20.00 Uhr

Mittwoch, 29. August, 20.00 Uhr

BIG TROUBLE (Sterben…und leben lassen) John Cassavetes USA 1985 OmU 93‘

BIG TROUBLE ist eine sarkastische Komödie über einen Versicherungsvertreter, der in ein Mordkomplott bzw. in einen Schwindel mit dem Tod gerät, um seinen Drillingen ein Studium zu ermöglichen. Cassavetes’ letzter Film basiert auf einem Drehbuch von Andrew Bergman, der eigentlich auch Regie führen sollte. Zum Schluss prangt in großen Lettern auf der Leinwand: „Not the end.“

(Eine Screwball-Comedy…mit Ähnlichkeiten zu dem Noir „Frau ohne Gewissen“.)

Freitag, 24. August, 19.30 Uhr

Samstag, 25. August, 21.15 Uhr

GLI INTOCCABILI (Die Unschlagbaren) Giuliano Montaldo Italien 1969 engl. OmU 96‘

Frisch aus dem Gefängnis entlassen, wird Hank McCain (von John Cassavetes mit nervöser Energie gespielt) auf den Raub des Royal-Casinos in Las Vegas angesetzt. Dass eigentlich Mafioso Charlie Adamo (Peter Falk) hinter dem Plan steckt, ahnt er nicht. Dieser wiederum wird von seinem Boss Don Francesco DeMarco (Gabriele Ferzetti) zurückgepfiffen und muss nun seinerseits versuchen, Hank zurückzuhalten. Kunstvoll verwebt Regisseur Montaldo die Schicksale dreier Männer miteinander, unterstützt von einem glänzenden Ensemble – mit einem kurzen Auftritt von Gena Rowlands als Retterin in der Not.

Hinweise

Arsenal über die John-Cassavetes-Reihe

Rotten Tomatoes über John Cassavetes (alle seine Regiearbeiten sind tiefroten Bereich, was sehr, sehr gut ist)

Wikipedia über John Cassavetes (deutsch, englisch)

John Cassavetes in der Kriminalakte

Und noch einige Dokus über John Cassavetes


Mahnwache an der Russischen Botschaft: Lasst Oleg nicht sterben!

Juli 9, 2018

(copy & paste)

Die Europäische Filmakademie ruft auf:

Mahnwache an der Russischen Botschaft: Lasst Oleg nicht sterben!

Seit acht Wochen befindet sich der ukrainische Filmemacher Oleg Sentsov im Hungerstreik – Wir fordern seine sofortige Freilassung!

Im Mai 2014 wurde der ukrainische Regisseur Oleg Sentsov, der die Proteste auf dem Maidan in Kiew unterstützte und sich öffentlich gegen die russische Annektierung der Krim engagierte, in seinem Haus in Simferopol vom russischen Inlandsgeheimdienst (FSB) festgenommen und nach Moskau gebracht. Über ein Jahr später und nach einem, wie Amnesty International es beschreibt, “unfairen Verfahren vor einem russischen Militärgericht“, wurde Oleg Sentsov wegen „terroristischer Verbrechen“ zu 20 Haft verurteilt. Am 14. Mai ist er in den unbefristeten Hungerstreik getreten.

Wir machen uns große Sorgen und verlangen erneut, dass seine Sicherheit gewährleistet wird und er sofort und bedingungslos frei gelassen wird.

Helft uns, ihm zu helfen: Kommt am Dienstag, 10 Juli, 17:00 Uhr zur Mahnwache auf dem Mittelstreifen Unter den Linden, gegenüber der Botschaft der Russischen Föderation.

Neben Vertretern der Europäischen Filmakademie werden auch Vertreter der Berlinale, der Deutschen Filmakademie, sowie der Akademie der Künste vor Ort sein.

Hinweise

Wikipedia über Oleg Sentsov (deutsch, englisch)


Die Krimibestenliste Juli 2018

Juli 2, 2018

Wenige Tage vor der ‚First Purge“ präsentieren die F.A.S. und Deutschlandfunk Kultur ihre monatliche Krimibestenliste:

1. Denise Mina – Blut Salz Wasser (Platzierung im Vormonat: 1)

2. Dominique Manotti – Kesseltreiben (Platzierung im Vormonat: 6)

3. Dan Chaon – Der Wille zum Bösen (Platzierung im Vormonat: 2)

4. Joyce Carol Oates – Pik-Bube (Platzierung im Vormonat: 9)

5. Dietrich Kalteis – Shootout (Platzierung im Vormonat: /)

6. Tom Bouman – Im Morgengrauen (Platzierung im Vormonat: /)

7. Aidan Truhen: Fuck You Very Much (Platzierung im Vormonat: 3)

8. Philip Kerr – Kalter Frieden (Platzierung im Vormonat: 8)

9. Douglas E. Winter – Run (Platzierung im Vormonat: 4)

10. Lisa McInerney – Glorreiche Ketzereien (Platzierung im Vormonat: /)

Einiges, wie Mina, Kalteis (ein Deutscher, der seit seiner Kindheit in Kanada lebt und auf Englisch schreibt) und Truhen, liegen auch bei mir herum. Manottis „Kesseltreiben“ lese ich gerade und selbstverständlich ist es ein gutes Buch. Manotti eben.

Mal sehen, ob ich es schaffe, eine kleine Lesetipps-für-den-Strandkorb-Kolumne zu schreiben. Nach der ersten Purge.


Die Shamus-Nominierungen 2018

Juni 4, 2018

Die Private Eye Writers of America haben die Nominierungen für den diesjährigen Shamus Award bekannt gegeben.

Der Preis wird (neben vielen anderen wichtigen Krimipreisen) auf der Bouchercon verliehen. Sie ist dieses Jahr vom 6. bis zum 9. September in St. Petersburg, Florida.

Nominiert sind:

Best Original Private Eye Paperback:

Play a Cold Hand, by Terence Faherty (Perfect Crime)

The Strange Disappearance of a Bollywood Star, by Vaseem Khan (Redhook)

Dames Fight Harder, by M. Ruth Myers (CreateSpace)

The Painted Gun, by Bradley Spinelli (Akashic)

Lights Out Summer, by Rich Zahradnik (Camel Press)

Best First Private Eye Novel:

Under Water, by Casey Barrett (Kensington)

A Negro and an Ofay, by Danny Gardner (Down & Out)

Gone to Dust, by Matt Goldman (Forge)

August Snow, by Stephen Mack Jones (Soho Crime)

The Last Place You Look, by Kristen Lepionka (Minotaur)

Best P.I. Short Story:

• “Out of Business,” by Eric Beetner (Down & Out: The Magazine, Volume 1/Issue 1)

• “Breakage,” by Reed Farrel Coleman (Down & Out: The Magazine, Volume 1/Issue 1)

• “Random,” by Brendan Dubois (Alfred Hitchcock Mystery Magazine, January/February 2017)

• “Rosalie Marx is Missing,” by Robert S. Levinson (Ellery Queen Mystery Magazine, May/June 2017)

• “Windward,” by Paul D. Marks (from Coast to Coast: Private Eyes from Sea to Shining Sea, edited by Andrew McAleer and Paul D. Marks; Down & Out)

Best Private Eye Novel:

Dark Water, by Parker Bilal (Bloomsbury USA)

Blood Truth, by Matt Coyle (Oceanview)

Y Is for Yesterday, by Sue Grafton (Marian Wood/Putnam)

The Room of White Fire, by T. Jefferson Parker (Putnam)

Monument Road, by Michael Wiley (Severn House)

(via The Rap Sheet)


Die Shortlist für den Theakston Old Peculier Crime Novel of the Year Award 2018

Juni 4, 2018

Auf die Longlist folgt die Shortlist für den diesjährigen Theakston Old Peculier Crime Novel of the Year Preis:

Spook Street, by Mick Herron (John Murray)

The Long Drop, by Denise Mina (Harvill Secker)

A Rising Man, by Abir Mukherjee (Harvill Secker)

The Intrusions, by Stav Sherez (Faber and Faber)

Persons Unknown, by Susie Steiner (The Borough Press)

Insidious Intent, by Val McDermid (Little, Brown)

Die Preisverleihung ist auf dem Theakston Old Peculier Crime Writing Festival (19. – 22. Juli).

(via The Rap Sheet)


Arthur Ellis Award 2018

Juni 4, 2018

Die Crime Writers of Canada haben den diesjährigen Arthur Ellis Award für besonders gelungene kanadische Kriminalromane verliehen:

Best Crime Novel:

Sleeping in the Ground, von Peter Robinson (McClelland & Stewart)

nominiert: The Winners’ Circle, von Gail Bowen (McClelland & Stewart); The Party, von Robyn Harding (Gallery/Scout Press); The White Angel, von John MacLachlan Gray (Douglas and McIntyre); The Forgotten Girl, von Rio Youers (St. Martin’s Press)

Best First Crime Novel:

Full Curl, von Dave Butler (Dundurn Press)

nominiert: Puzzle of Pieces, von Sally Hill Brouard (FriesenPress); Ragged Lake, von Ron Corbett (ECW Press); Flush, von Sky Curtis (Inanna); Our Little Secret, von Roz Nay (Simon & Schuster Canada)

Best Crime Novella (The Lou Allin Memorial Award):

How Lon Pruitt Was Found Murdered in an Open Field with No Footprints Around,” von Mike Culpepper (Alfred Hitchcock Mystery Magazine, September/October 2017)

nominiert: “Snake Oil,” von M.H. Callway (from 13 Claws: The Mesdames of Mayhem; Carrick); Blood and Belonging, von Vicki Delany (Orca); “Dead Clown Blues,” von R. Daniel Lester (Shotgun Honey); “Money Maker,” von Jas R. Petrin (Alfred Hitchcock Mystery Magazine, May/June 2017)

Best Crime Short Story:

The Outlier,” von Catherine Astolfo (from 13 Claws)

nominiert: “There be Dragons,” von Jane Petersen Burfield (from 13 Claws); “Jerusalem Syndrome,” von Hilary Davidson (from Passport to Murder: Bouchercon Anthology 2017, herausgegeben von John McFetridge; Down & Out); “The Ranchero’s Daughter,” von Sylvia Maultash Warsh (from 13 Claws); “The Sin Eaters,” von Melissa Yi (from Montreal Noir, herausgegeben von John McFetridge und Jacques Fillippi; Akashic)

Best Non-Fiction Crime Book:

The Whisky King, von Trevor Cole (HarperCollins)

nominiert: Murder in Plain English, von Michael Arntfield and Marcel Danesi (Prometheus); Blood, Sweat and Fear, von Eve Lazarus (Arsenal Pulp Press); The Dog Lover Unit, von Rachel Rose (St. Martin’s Press); Police Wife: The Secret Epidemic of Police Domestic Violence, von Alex Roslin (Sugar Hill)

Best Juvenile/Young Adult Crime Book:

Chase, von Linwood Barclay (Puffin Canada)

nominiert: Missing, von Kelley Armstrong (Doubleday Canada); The Disappearance, von Gillian Chan (Annick Press); Thistlewood, von Donna Chubaty (Grasmere); The Lives of Desperate Girls, von MacKenzie Common (Penguin Teen Canada)

Best Crime Book in French:

Les Tricoteuses, von Marie Saur (Héliotrope Noir)

nominiert: Amqui, von Éric Forbes (Héliotrope Noir); La vie rêvée de Frank Bélair, von Maxime Houde (Éditions Alire); Les clefs du silence, von Jean Lemieux (Québec Amérique); La mort en bleu pastel, von Maryse Rouy (Éditions Druide)

Best Unpublished Manuscript:

Destruction in Paradise, von Dianne Scott

nominiert: The Alibi Network, vonRaimey Gallant; Finn Slew, vonKen MacQueen; Dig, Dug, Dead, vonSylvia Teaves; Condemned, von Kevin Thornton

Grand Master

Gail Bowen

Statement der Crime Writers of Canada dazu: “Gail Bowen is being recognized von Crime Writers of Canada for her long and illustrious career as a crime-fiction author. She has almost 20 books in her long-running Joanne Kilbourn series, several of which were either nominated for or received awards, including the Arthur Ellis Award for Best Novel in 1994, for A Colder Kind of Death. She has also written four Rapid Reads novellas and several plays. She is well established in Canada, highly respected in the writing community, and much sought after von readers. She is frequently a guest at literary events. Several of her Joanne Kilbourn books were turned into a TV series.”

(via The Rap Sheet)


Die Krimibestenliste Juni 2018

Juni 3, 2018

Die Krimibestenliste der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) und Deutschlandfunk Kultur empfiehlt in den ereignislosen Stunden zwischen Hitzewelle und Starkregen die Lektüre der auf ihrer aktuellen Bestenliste stehenden Krimis:

1. Denise Mina – Blut Salz Wasser (Platzierung im Vormonat: 2)

Aus dem Englischen von Zoë Beck. Ariadne im Argument-Verlag, 368 Seiten, 19 Euro

2. Dan Chaon – Der Wille zum Bösen ()Platzierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Kristian Lutze, 622 Seiten, 19 Euro

3. Aidan Truhen: Fuck You Very Much (Platzierung im Vormonat: 4)

Aus dem Englischen von Sven Koch und Andrea Stumpf. Suhrkamp, 350 Seiten, 14,95 Euro.

4. Douglas E. Winter – Run (Platzierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Peter Mehler. Luzifer, 434 Seiten, 13,95 Euro.

5. Graeme Macrae Burnet: Der Unfall auf der A 35 (Platzierung im Vormonat: 10)

Aus dem Englischen von Claudia Feldmann. Europa, 304 Seiten, 17,90 Euro.

6. Dominique Manotti – Kesseltreiben (Platzierung im Vormonat: /)

Aus dem Französischen von Iris Konopik. Ariadne im Argument-Verlag, 400 Seiten, 20 Euro.

7. Hideo Yokoyama – 64 (Platzierung im Vormonat: 1)

Aus dem Englischen von Sabine Roth und Nikolaus Stingl. Atrium, 768 Seiten, 28 Euro

8. Philip Kerr – Kalter Frieden (Platzierung im Vormonat: 9)

Aus dem Englischen von Axel Merz. Wunderlich, 398 Seiten, 22,95 Euro

9. Joyce Carol Oates – Pik-Bube (Platzierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Frauke Czwikla. Droemer, 208 Seiten, 19,99 Euro

10. Friedemann Hahn – Foresta Nera (Platzierung im Vormonat: /)

Pollar, 212 Seiten, 16 Euro

Die auf den letzten drei Plätzen genannten Krimis werde ich demnächst besprechen. So wie es aussieht, müsste ich diese Woche etwas mehr Zeit haben.

Ansonsten liegen Mina, Truhen, Manotti bei mir rum. Und noch etliche andere Bücher. Vor allem der neue Horst Eckert, den ich gerne in einigen großen Zügen genießen würde.

Und der neue James Rayburn, Howard Linskey, Misha Glennys „McMafia“ (wegen der Verfilmung) und „Im Schatten von San Marco“, der neue Roman von Martin Cruz Smith. Der soll allerdings ein Liebesroman sein.


Infos zum nächsten James-Bond-Film: Danny Boyle wird „Bond 25“ (Arbeitstitel) inszenieren und Ende Oktober 2019 können wir das Ergebnis bestaunen

Mai 25, 2018

Boah, das, war eine lange Überschrift. Dass Daniel Craig wieder „Bond, James Bond“ spielen wird, ist schon länger bekannt. Boyle war auch schon länger im Gespräch (in der Gerüchteküche) und jetzt sind wir auf die nächsten Meldungen gespannt, in denen wir erfahren, wer alles mitspielen wird, wie der Titel lautet und um was es geht, erfahren wir dann vollumfänglich im Kino.

Alles weitere steht in der Pressemitteilung zu „Bond 25“:

LONDON UND LOS ANGELES, (24. Mai 2018) – EON Productions und Metro Goldwyn Mayer Studios (MGM) haben eine Vereinbarung mit Universal Pictures über den weltweiten Vertrieb des 25. James Bond Films getroffen, die heute von Michael G. Wilson und Barbara Broccoli (EON Productions) Kevin Ulrich (Chairman of the Board of Directors, MGM) und Jonathan Glickman (President, Motion Picture Group) und Donna Langley (Chairman, Universal Pictures) bekannt gegeben wurde.

Daniel Craig wird als 007, der legendäre britische Geheimagent, zurückkehren. Der mit dem Oscar® ausgezeichnete Regisseur Danny Boyle (Slumdog Millionaire, Steve Jobs) wird nach einem Originaldrehbuch des Oscar®-nominierten John Hodge (Trainspotting) Regie führen.

Die Produktion von Bond 25 soll am 3. Dezember 2018 beginnen. MGM wird den Film am 8. November 2019 in den USA, über sein neues Joint Venture für den heimischen Kinoverleih mit Annapurna Pictures, in die Kinos bringen. Universal wird den internationalen Vertrieb bereits am 25. Oktober 2019 in Großbritannien beginnen.

Im Rahmen dieser Vereinbarung behält MGM die digitalen und weltweiten Fernsehvertriebsrechte. Universal übernimmt den Vertrieb im physischem Home Entertainment.

Wilson und Broccoli kommentierten: „Wir freuen uns sehr, dass der außergewöhnlich talentierte Danny Boyle bei Daniel Craigs fünftem Auftrag als James Bond in der 25. Ausgabe des Franchise Regie führen wird. Wir werden im Dezember in den Pinewood Studios mit unseren Partnern bei MGM mit den Dreharbeiten zu Bond 25 beginnen. Wir freuen uns, dass Universal unser internationaler Vertriebspartner sein wird.“

„Unter der Führung von Michael und Barbara könnten wir nicht begeisterter sein, als das nächste 007-Abenteuer auf die große Leinwand zu bringen, das den unvergleichlichen Daniel Craig mit der außergewöhnlichen Vision von Danny Boyle vereint“, sagte Ulrich. Glickman fügte hinzu: „Es ist 16 Jahre her, dass James Bond 007 – Stirb an einem anderen Tag von MGM vertrieben wurde, und es ist unglaublich erfreulich, diesen Film zusammen mit dem tollen Team von Universal zu veröffentlichen.“

„Universal ist sehr stolz darauf, mit Michael, Barbara und MGM beim internationalen Marketing und Vertrieb von Bond 25 zusammenzuarbeiten“, sagte Langley. „Die unvergleichliche Kombination von Dannys innovativer Regie und Daniels Verkörperung von 007 sorgte dafür, dass wir einfach Partner im nächsten Kapitel dieser ikonischen Serie sein mussten.“


Die Krimibestenliste Mai 2018

Mai 8, 2018

1. Mai überstanden. Dito den Geburtstag von Karl Marx und, vor einigen Stunden, „Rampage“. Den Actionfilm feiere ich big zum Kinostart ab. Davor gibt es die aktuelle Bestenliste der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und Deutschlandfunk Kultur:

1. Hideo Yokoyama – 64 (Platzierung im Vormonat: 1)

2. Denise Mina – Blut Salz Wasser (Platzierung im Vormonat: /)

3. Garry Disher – Leiser Tod (Platzierung im Vormonat: 2)

4. Aidan Truhen: Fuck You Very Much (Platzierung im Vormonat: /)

5. Adrian McKinty – Dirty Cops (Platzierung im Vormonat: /)

6. Carlo Bonini – ACAB. All Cops Are Bastards (Platzierung im Vormonat: 5)

7. Matthias Wittekindt: Die Tankstelle von Courcelles (Platzierung im Vormonat: /)

8. Sarah Schmidt – Seht, was ich getan habe (Platzierung im Vormonat: 9)

9. Philip Kerr – Kalter Frieden (Platzierung im Vormonat: /)

10. Graeme Macrae Burnet: Der Unfall auf der A 35 (Platzierung im Vormonat: /)

Philip Kerrs „Kalter Frieden“ wird demnächst besprochen. Ich fand ihn, soviel kann schon verraten werden, enttäuschend.

Und jetzt lese ich, irgendwie als Vorbereitung für „Solo: A Star Wars Story“, Alexander Freeds Filmroman „Rogue One“. Der gefällt mir bis jetzt sehr gut.


Die Glauser-Gewinner 2018

Mai 6, 2018

Irgendwo im Osten, gestern nach Sonnenuntergang: Das Syndikat, die ehrenwerte Vereinigung deutschsprachiger Krimiautoren und -autorinnen, verleiht ihren jährlichen Friedrich-Glauser-Preis:

Bester Kriminalroman

Jutta Profijt: Unter Fremden, dtv

nominiert

Raoul Biltgen: Schmidt ist tot, Verlag Wortreich

Alfred Bodenheimer: Ihr sollt den Fremden lieben, Nagel & Kimche

Ellen Dunne: Harte Landung, Insel Taschenbuch

Monika Geier: Alles so hell da vorn, Ariadne

Bestes Debüt

Harald J. Marburger: Totengräberspätzle, Emons

nominiert

Hannah Coler: Cambridge 5, Limes Verlag

Kerstin Ehmer: Der weiße Affe, Pendragon

Gereon Krantz: Unter pechschwarzen Sternen, ProTalk Verlag

Takis Würger: Der Club, Kein & Aber

Bester Kurzkrimi

Karr & Wehner (Reinhard Jahn und Walter Wehner) mit Hier in Tremonia, in: Killing You Softly, KBV

nominiert

Klaus Berndl mit Feueralarm, in: Feuerspuren, edition karo

Thomas Kastura mit Der Zuschauer, in: Kerzen, Killer, Krippenspiel, Knaur

Henry Kersting mit Der Blaue, in: Rache brennt, Verlag am Schloss

Cécile Ziemons mit Dünensingen, in: Feinste Friesenmorde, Leda Verlag

Hansjörg-Martin-Preis

Ortwin Ramadan: Glück ist was für Anfänger, Coppenrath

nominiert

Tanya Lieske: Mein Freund Charlie, Beltz & Gelberg

Christian Linker: Der Schuss, dtv

Lea-Lina Oppermann: Was wir dachten, was wir taten, Beltz & Gelberg

Martin Schäuble: Endland, Hanser


Die Agatha Awards 2018

April 30, 2018

Auf der Malice Domestic Conference wurden die diesjährigen Agatha Awards (für den schönsten Cozy in der Tradition von Agatha Christie) verliehen an:

Best Contemporary Novel

Glass Houses, von Louise Penny (Minotaur)

nominiert

Death Overdue, von Allison Brook (Crooked Lane)

A Cajun Christmas Killing, von Ellen Byron (Crooked Lane)

No Way Home, von Annette Dashofy (Henery Press)

Take Out, von Margaret Maron (Grand Central)

Best Historical Novel

In Farleigh Field, von Rhys Bowen (Lake Union)

nominiert

Murder in an English Village, von Jessica Ellicott (Kensington)

Called to Justice, von Edith Maxwell (Midnight Ink)

The Paris Spy, von Susan Elia MacNeal (Bantam)

Dangerous to Know, von Renee Patrick (Forge)

Best First Novel

Hollywood Homicide, von Kellye Garrett (Midnight Ink)

nominiert

Adrift, von Micki Browning (Alibi)

The Plot Is Murder, von V.M. Burns (Kensington)

Daughters of Bad Men, von Laura Oles (Red Adept)

Protocol, von Kathleen Valenti (Henery Press)

Best Non-fiction

From Holmes to Sherlock: The Story of the Men and Women Who Created an Icon, von Mattias Boström (Mysterious Press) (Von Mr. Holmes zu Sherlock, btb)

nominiert

The Story of Classic Crime in 100 Books, von Martin Edwards (Poisoned Pen Press)

American Fire: Love, Arson, and Life in a Vanishing Land, von Monica Hesse (Liveright)

Rewrite Your Life: Discover Your Truth Through the Healing Power of Fiction, von Jess Lourey (Conari Press)

Manderley Forever: A Biography of Daphne du Maurier, von Tatiana de Rosnay (St. Martin’s Press)

Best Short Story

The Library Ghost of Tanglewood Inn, von Gigi Pandian (Henery Press e-book)

nominiert

Double Deck the Halls, von Gretchen Archer (Henery Press e-book)

Whose Wine Is it Anyway, von Barb Goffman (aus 50 Shades of Cabernet; Koehler)

The Night They Burned Miss Dixie’s Place, von Debra Goldstein (Alfred Hitchcock Mystery Magazine, May/June 2017)

A Necessary Ingredient, von Art Taylor (aus Coast to Coast: Private Eyes from Sea to Shining Sea, herausgegeben von Andrew McAleer and Paul D. Marks; Down & Out)

Best Children’s/Young Adult

Sydney Mackenzie Knocks ’Em Dead, von Cindy Callaghan (Aladdin)

nominiert

City of Angels, von Kristi Belcamino (Polis)

The World’s Greatest Detective, von Caroline Carlson (HarperCollins)

Audacity Jones Steals the Show, von Kirby Larson (Scholastic Press)

The Harlem Charade, von Natasha Tarpley (Scholastic Press)

Malice Domestic’s 2018 Lifetime Achievement Award

Nancy Pickard

Amelia Award

David Suchet

Poirot Award

Brenda Blethyn (als DCI Vera Stanhope in „Vera“, basierend auf den Romanen von Ann Cleeves)

Special Amelia Award

Joan Hess

(via The Rap Sheet)


Die Edgars 2018

April 30, 2018

Die diesjährgen Edgar Awards (bzw. genaugenommen Edgar Allan Poe Awards) der Mystery Writers of America gingen an:

Best Novel

Bluebird, Bluebird, von Attica Locke (Mulholland)

nominiert

The Dime, von Kathleen Kent (Mulholland)

Prussian Blue, von Philip Kerr (Putnam) (dürfte nächstes Jahr erscheinen. Ich lese gerade seinen Bernie-Gunther-Roman „Kalter Frieden“ [The other Side of Silence, 2016] und die richtige Pageturner-Lesebegeisterung will sich nicht einstellen.)

A Rising Man, von Abir Mukherjee (Pegasus)

The Twelve Lives of Samuel Hawley, von Hannah Tinti (Dial Press)

Best First Novel by an American Author

She Rides Shotgun, von Jordan Harper (Ecco) (Die Rache der Polly McClusky, Ullstein)

nominiert

Dark Chapter, von Winnie M. Li (Polis)

Lola, von Melissa Scrivner Love (Crown)

Tornado Weather, von Deborah E. Kennedy (Flatiron)

Idaho, von Emily Ruskovich (Random House)

Best Paperback Original

The Unseeing, von Anna Mazzola (Sourcebooks Landmark)

nominiert

In Farleigh Field, von Rhys Bowen (Thomas & Mercer)

Ragged Lake, von Ron Corbett (ECW Press)

Black Fall, von Andrew Mayne (Harper)

Penance, von Kanae Minato (Mulholland)

The Rules of Backyard Cricket, von Jock Serong (Text)

Best Fact Crime

Killers of the Flower Moon: The Osage Murders and the Birth of the FBI, von David Grann (Doubleday)

nominiert

The Road to Jonestown: Jim Jones and Peoples Temple, von Jeff Guinn (Simon & Schuster)

American Fire: Love, Arson, and Life in a Vanishing Land, von Monica Hesse (Liveright)

The Man From the Train: The Solving of a Century-Old Serial Killer Mystery, von Bill James and Rachel McCarthy James (Scribner)

Mrs. Sherlock Holmes: The True Story of New York City’s Greatest Female Detective and the 1917 Missing Girl Case That Captivated a Nation, von Brad Ricca (St. Martin’s Press)

Best Critical/Biographical

Chester B. Himes: A Biography, von Lawrence P. Jackson (Norton)

nominiert

From Holmes to Sherlock: The Story of the Men and Women Who Created an Icon, von Mattias Bostrom (Mysterious Press) (Von Mr. Holmes zu Sherlock, btb)

Manderley Forever: A Biography of Daphne du Maurier, von Tatiana de Rosnay (St. Martin’s Press)

Murder in the Closet: Essays on Queer Clues in Crime Fiction Before Stonewall, von Curtis Evans (McFarland)

and Arthur and Sherlock: Conan Doyle and the Creation of Holmes, von Michael Sims (Bloomsbury USA)

Best Short Story

Spring Break, von John Crowley (aus New Haven Noir, herausgegeben von Amy Bloom; Akashic)

nominiert

Hard to Get, von Jeffery Deaver (Ellery Queen Mystery Magazine, July/August 2017)

Ace in the Hole, von Eric Heidle (aus Montana Noir, herausgegeben von James Grady und Keir Graff; Akashic)

A Moment of Clarity at the Waffle House, von Kenji Jasper (aus Atlanta Noir, herausgegeben von Tayari Jones; Akashic)

Chin Yong-Yun Stays at Home, von S.J. Rozan (Alfred Hitchcock Mystery Magazine, January/February 2017)

(da können wir uns doch freuen, dass Culturbooks mit Akashic einen Vertrag einging und nach „Paris Noir“, „Berlin Noir“ [am lesen, aber Kurzgeschichten…] im Herbst „USA Noir“ erscheint)

Best Juvenile

Vanished! von James Ponti (Aladdin)

nominiert

Audacity Jones Steals the Show, von Kirby Larson (Scholastic Press)

The Assassin’s Curse, von Kevin Sands (Aladdin)

First Class Murder, von Robin Stevens (Simon & Schuster)

NewsPrints, von Ru Xu (Graphix)

Best Young Adult

Long Way Down, von Jason Reynolds (Atheneum)

nominiert

The Cruelty, von Scott Bergstrom (Feiwel & Friends)

Grit, von Gillian French (HarperTeen)

The Impossible Fortress, von Jason Rekulak (Simon & Schuster)

The Hate U Give, von Angie Thomas (Balzer + Bray)

Best Television Episode Teleplay

Somebody to Love,” Fargo, Drehbuch von Noah Hawley (FX Networks/MGM)

nominiert

Episode 1,” Loch Ness, Drehbuch von Stephen Brady (Acorn TV)

Something Happened,” Law & Order: SVU, Drehbuch von Michael Chernuchin (NBC Universal/Wolf Entertainment)

Gently and the New Age,” George Gently, Drehbuch von Robert Murphy (Acorn TV)

The Blanket Mire,” Vera, Drehbuch von Paul Matthew Thompson und Martha Hillier (Acorn TV)

The Simon & Schuster/Mary Higgins Clark Award

The Widow’s House, von Carol Goodman (Morrow)

nominiert

The Vineyard Victims, von Ellen Crosby (Minotaur)

You’ll Never Know, Dear, von Hallie Ephron (Morrow)

Uncorking a Lie, von Nadine Nettmann (Midnight Ink)

The Day I Died, von Lori Rader-Day (Morrow)

Grand Master

Jane Langton

Peter Lovesey

William Link

Raven Award

Kristopher Zgorski von BOLO Books

The Raven Bookstore in Lawrence, Kansas

Ellery Queen Award

Robert Pépin

Robert L. Fish Memorial Award

The Queen of Secrets, von Lisa D. Gray (aus New Haven Noir; Akashic)

(via The Rap Sheet)


„Die Stadt, das Salz & der Tod“ und die Criminale in Halle an der Saale

April 29, 2018

Jetzt ist es wieder soweit. Das Syndikat, die Vereinigung deutschsprachiger Kriminalautorinnen und -autoren, ruft zum jährlichen Klassentreffen. Dieses Jahr ist es in Halle an der Saale, einer alten, geschichtsträchtigen, aber ansonsten unschuldigen kleinen Stadt in Sachsen-Anhalt. 238.000 Einheimische werden vom 2. Mai (mit Vorspielen schon ab ungefähr jetzt) bis zum 6. Mai versuchen, die riesige Verbrecherversammlung zu überleben. Zur Beruhigung der Einheimischen kann ich sagen: Krimischreiber sind nur auf dem Papier Serientäter. Im normalen Umgang sind es meist umgängliche Menschen…Wurde das nicht auch über Norman Bates gesagt?

Das offizielle Programm der Criminale besteht vor allem aus Lesungen. Lesungen. Lesungen.

Es gibt gefühlt mehr Fachveranstaltungen als in den Vorjahren, das unausgesprochene Nebenprogramm („Lebst du noch?“ „Hey, du hast dich überhaupt nicht verändert!“ „Du siehst aber alt aus! Dabei bist du noch gar nicht so alt.“ „Wo ist die nächste Kneipe?“) und die Verleihung des Krimipreises Friedrich-Glauser-Preis am Samstag, den 5. Mai.

Dieses Jahr sind für den Glauser und den Hansjörg-Martin-Preises nominiert:

Bester Kriminalroman

Raoul Biltgen: Schmidt ist tot, Verlag Wortreich

Alfred Bodenheimer: Ihr sollt den Fremden lieben, Nagel & Kimche

Ellen Dunne: Harte Landung, Insel Taschenbuch

Monika Geier: Alles so hell da vorn, Ariadne

Jutta Profijt: Unter Fremden, dtv

Bestes Debüt-Kriminalroman

Hannah Coler: Cambridge 5, Limes Verlag

Kerstin Ehmer: Der weiße Affe, Pendragon

Gereon Krantz: Unter pechschwarzen Sternen, ProTalk Verlag

Harald J. Marburger: Totengräberspätzle, Emons

Takis Würger: Der Club, Kein & Aber

Bester Kurzkrimi

Klaus Berndl mit Feueralarm, in: Feuerspuren, edition karo

Karr & Wehner (Reinhard Jahn und Walter Wehner) mit Hier in Tremonia, in: Killing You Softly, KBV

Thomas Kastura mit Der Zuschauer, in: Kerzen, Killer, Krippenspiel, Knaur

Henry Kersting mit Der Blaue, in: Rache brennt, Verlag am Schloss

Cécile Ziemons mit Dünensingen, in: Feinste Friesenmorde, Leda Verlag

Hansjörg-Martin-Preis (bester Kinder- und Jugendkrimi)

Tanya Lieske: Mein Freund Charlie, Beltz & Gelberg

Christian Linker: Der Schuss, dtv

Lea-Lina Oppermann: Was wir dachten, was wir taten, Beltz & Gelberg

Ortwin Ramadan: Glück ist was für Anfänger, Coppenrath

Martin Schäuble: Endland, Hanser

Ehrenglauser

Edith Kneifl

Zur sachfremden Vorbereitung gibt es, wie in den vergangenen Jahren, einen Sammelband Krimikurzgeschichten, die am Ort der Criminale spielen. Dieses Jahr übernahm Peter Godazgar, ein Zugezogener, die Herausgeberschaft des Sammelbandes. In „Die Stadt, das Salz & der Tod – Mörderisches aus Halle an der Saale“ sind extra für den Sammelband geschriebene Kurzgeschichten von Jürgen und Marita Alberts, Joachim Anlauf, Marc-Oliver Bischoff, Natine Buranaseda, Daniel Carinsson, Christiane Dieckerhoff, Peter Godazgar, Thomas Hoeps, Thomas Kastura, Ralf Kramp, Tatjana Kruse, Elke Pistor, Theresa Prammer, Uwe Schimunek, Frank Schlößer und Sabine Trinkaus enthalten. Es ist also eine bunte Mischung aus bekannten und unbekannte(re)n Autoren, die man teils mehr als Roman-, teils mehr als Kurzgeschichtenautoren kennt. Aber zur Steigerung der Mordrate in Halle an der Saale tragen sie alle bei. Ihre Leichen verteilen sie dabei großzügig über die gesamte Stadt.

Selbstverständlich ist nicht jede Geschichte gelungen. Nicht jede Geschichte spielt in der Gegenwart und wenn Georg Friedrich Händel dabei ist, wird sogar auf die obligatorische Leiche verzichtet. Dafür hat Münchhausen einen Auftritt.

Peter Godazgar (Herausgeber): Die Stadt, das Salz & der Tod – Mörderisches aus Halle an der Saale

grafit, 2018

224 Seiten

11 Euro

Hinweise

Homepage von Peter Godazgar

Homepage von Das Syndikat

Homepage von Der Criminale


Deutscher Filmpreis 2018. Wer hat die Lolas gewonnen?

April 29, 2018

Die Verleihung des diesjährige Deutschen Filmpreises ist überstanden und, weil der Deutsche Filmpreis als Teil der Kulturförderung mit fast drei Millionen Euro dotiert ist, dürfen die Gewinner sich über erkleckliche Überweisungen auf ihr Konto freuen. Das ist auch ein Problem dieses Preises, der seit seinem Bestehen kulturelle und kommerzielle Belange miteinander vermischt.

Das war früher, als er noch Bundesfilmpreis hieß und die Gewinner von einer Kommission bestimmt wurden, anders.

Seit 2005 bestimmen die Mitglieder der Deutschen Filmakademie die Gewinner. Das Verfahren ähnelt dem der Oscars. Aber der Oscar ist ein nicht dotierter Preis der Branche, mit dem sie sich selbst feiert. Und ein Oscar ist normalerweise an der Kinokasse Gold wert.

Jedenfalls, die diesjährigen Gewinner sind

Bester Spielfilm – Gold: 3 Tage in Quiberon

Bester Spielfilm – Silber: Aus dem Nichts

Bester Spielfilm – Bronze: Western

Bester Kinderfilm: Amelie rennt

Bester Dokumentarfilm: Beuys

Beste Hauptdarstellerin: Marie Bäumer (3 Tage in Quiberon)

Bester Hauptdarsteller: Franz Rogowski (In den Gängen [Kinostart: 24. Mai 2018 – ähem, das ist noch ein Unterschied zu den Oscars. Da dürfen nur Filme nominiert und ausgezeichnet werden, die bereits im Kino liefen])

Beste Nebendarstellerin: Birgit Minichmayr (3 Tage in Quiberon)

Bester Nebendarsteller: Michael Gwisdek (3 Tage in Quiberon)

Beste Regie: Emily Atef (3 Tage in Quiberon)

Bestes Drehbuch: Fatih Akin/Hark Bohm (Aus dem Nichts)

Beste Kamera: Thomas W. Kiennast (3 Tage in Quiberon)

Bester Schnitt: Stephan Krumbiegel, Olaf Voigtländer (Beuys)

Bestes Szenenbild: Erwin Prib (Manifesto)

Bestes Kostümbild: Bina Daigeler (Manifesto)

Bestes Maskenbild: Morag Ross, Massimo Gattabrusi (Manifesto)

Beste Filmmusik: Christoph M. Kaiser, Julian Maas (3 Tage in Quiberon)

Beste Tongestaltung: André Bendocchi Alves, Eric Devulder, Martin Steyer (Der Hauptmann)

Besucherstärkster Film: Fuck ju Göhte 3

Ehrenpreis: Hark Bohm

 


Die Krimibestenliste April 2018

April 3, 2018

April! April! Auch im April gibt es eine Krimibestenliste der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und Deutschlandfunk Kultur:

1. (2) Hideo Yokoyama – 64

2. (1) Garry Disher – Leiser Tod

3. (5) Wallace Stroby – Fast ein guter Plan

4. (10) Tom Hillenbrand – Hologrammatica

5. (-) Carlo Bonini – ACAB. All Cops Are Bastards

6. (-) Katja Bohnet – Kerkerkind

7. (-) Roland Spranger – Tiefenscharf

8. (-) Declan Burke – Eight Ball Boogie

9. (-) Sarah Schmidt – Seht, was ich getan habe

10. (4) William Boyle – Gravesend

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Viel Hardboiled und Noir, auch aus Deutschland (Spranger), zwei Bücher aus dem Polar Verlag (Spranger, Boyle) und heute ist mit „Foresta Nera“ von Friedemann Hahn ein weiterer deutscher Noir aus dem Polar Verlag.

Da kann ich nur viel Vergnügen bei der Lektüre wünschen.


Ola, Lola! Die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2018

März 14, 2018

Heute wurden die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2018 verkündet. Die vollständige Liste mit allen Nominierungen in sechzehn Kategorien findet ihr hier.

In den Hauptkategorien sind nominiert:

Bester Spielfilm

3 TAGE IN QUIBERON (Regie: Emily Atef) (Kinostart: 12. April)

AUS DEM NICHTS (Regie: Fatih Akin)

DER HAUPTMANN (Regie: Robert Schwentke) (Kinostart: 15. März)

IN DEN GÄNGEN (Regie: Thomas Stuber) (Kinostart: 24. Mai)

DAS SCHWEIGENDE KLASSENZIMMER (Regie: Lars Kraume)

WESTERN (Regie: Valeska Grisebach)

Bester Dokumentarfilm

BEUYS (Regie: Andres Veiel)

DAS KONGO TRIBUNAL (Regie: Milo Rau)

TASTE OF CEMENT (Regie: Ziad Kalthoum) (Kinostart: 24. Mai)

Bester Kinderfilm

AMELIE RENNT (Regie: Tobias Wiemann)

DIE KLEINE HEXE (Regie: Regie: Michael Schaerer)

Die Preisverleihung ist am Sonntag, den 27. April, in Berlin im Palais am Funkturm. Das Erste zeigt die Gala am gleichen Abend um 22.00 Uhr; d. h., wer sich die Spannung erhalten will, sollte vorher nicht surfen.

Der Ehrenpreis für herausragende Verdienste um den Deutschen Film geht an Hark Bohm. Der Preis für den besucherstärksten deutschen Film des Jahres geht an „Fack ju Göhte 3“.

Die Gewinner in den verschiedenen Kategorien werden von den tausendneunhundert Mitglieder der Deutschen Filmakademie bestimmt. Damit bestimmen sie auch, wie die knapp drei Millionen Euro Preisgelder der Bundesregierung verteilt werden.

Wie in den vergangenen Jahren sind auch wieder etliche Filme nominiert, die noch nicht im Kino gelaufen sind und die teilweise sogar erst nach der Preisverleihung im Kino anlaufen. Das macht es natürlich unmöglich, breit über die Filme zu diskutieren, die nur wenige sehen konnten.

Bei den Oscars ist das anders. Da sind in den USA alle Filme vorher im Kino angelaufen und es kann schon lange vor der Preisverleihung trefflich über die Qualitäten der verschiedenen Filme und die größten Überraschungen und Fehlentscheidungen der Jury gestritten werden.


Die Krimibestenliste März 2018

März 5, 2018

Für den März und damit als Ostergeschenke empfiehlt die Bestenliste der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und Deutschlandfunk Kultur

1 (-) Garry Disher: Leiser Tod (Unionsverlag)

2 (-) Hideo Yokoyama: 64 (Atrium)

3 (5) Dror Mishani: Die schwere Hand (Zsolnay)

4 (6) William Boyle: Gravesend (Polar)

5 (-) Wallace Stroby: Fast ein guter Plan (Pendragon)

6 (10) Antti Tuomainen: Die letzten Meter bis zum Friedhof (Rowohlt)

7 (2) Mike Nicol: Korrupt (btb)

8 (-) Castle Freeman: Der Klügere lädt nach (Nagel & Kimche)

9 (-) Roger Smith: Mann am Boden (Tropen)

10 (-) Tom Hillenbrand: Hologrammatica (Kiepenheuer & Witsch)

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Nachdem ich die letzten Tage mit „Red Sparrow“ (so viele Seiten, so viele Sexszenen, so viele Kochrezepte), „Call me by your Name“ (so schön) und dem „Vermächtnis der Spione“ (Bester auländischer Krimi? Wirklich?) beschäftigt war und jetzt gerade „Immer Ärger mit Harry“ habe, stehen Garry Disher, Willam Boyle (und der neueste Polar-Roman, Roland Sprangers „Tiefenscharf“), Wallace Stroby und der neue Horst Eckert („Der Preis des Todes“ erscheint am 13. März und er beträgt 19,95 Euro) ganz oben auf meiner Leseliste. Neben ungefähr hunderttausend anderer guter Bücher, begleitet vom „Eight Ball Boogie“ beim „Höllenjazz in New Orleans“. Solange mich dabei „Die Rache der Polly McClasky“ nicht trifft, kann ich „Wie Wölfe im Winter“ heulen.

Zum Glück muss ich „Ein Mann sieht rot“ nicht mehr lesen. Aber wenn ihr das Buch in einem Antiquariat findet: kauft und lest es.

Nachtrag (6. März): Reihenfolge berichtigt, weil ursprünglich eine falsche Datei versandt wurde.


Herzlichen Glückwunsch zum siebzigsten Geburtstag, James Ellroy!

März 4, 2018

James Ellroy, geboren am 4. März 1948 in Los Angeles, ist unbestritten einer der großen amerikanischen Krimiautoren und Chronisten seiner Heimatstadt Los Angeles in Hollywoods goldener Ära und, seit zwanzig Jahren, auch der USA und seines Lebens.

2015 ernannten die Mystery Writers of America (MWA) ihn zum Grand Master.

Seine ersten Romane, die Einzelkrimis „Browns Grabgesang“ (Brown’s Requiem, 1981), „Heimlich“ (Clandestine, 1982) und „Stiller Schrecken“ (Silent Terror/Killer on the Road, 1986) und die drei Lloyd-Hopkins-Krimis „Blut auf dem Mond“ (Blood on the Moon, 1984), „In der Tiefe der Nacht“ (Because the Night, 1984) und „Hügel der Selbstmörder“ (Suicide Hill, 1986) sind noch ziemlich normale Hardboiled-Krimis.

Seinen Durchbruch hatte er mit „Die schwarze Dahlie“ (The Black Dahlia, 1987), in dem er den bis heute nicht aufgeklärten bestialischen Mord an Elizabeth Short im Januar 1947 fiktional verarbeitete. „Die schwarze Dahlie“ ist auch der Auftakt seines „L. A.-Quarett“, einer faktengesättigten fiktionalen Gegenerzählung seiner Heimatstadt Los Angeles in den späten vierziger und fünfziger Jahren. Auch die nächsten drei Romane des „L. A.-Quartett“ – „Blutschatten“ (The Big Nowhere, 1988), „Stadt der Teufel“ (L. A. Confidential, 1990; grandios verfilmt) und „White Jazz“ (White Jazz, 1992) – gehören zum festen Kanon der Kriminalliteratur.

In der anschließenden „Underworld USA“-Trilogie „Ein amerikanischer Thriller“ (American Tabloid, 1995), „Ein amerikanischer Albtraum“ (The Cold Six Thousand, 2001) und „Blut will fließen“ (Blood’s a Rover, 2009) erzählt er eine mehrere Länder umspannende Gegenschichte der USA und der US-Politik zwischen dem Mord an John F. Kennedy und Watergate.

Seine schon immer dicken Romane wurden länger. Die zahlreichen Handlungsstränge in der „Underworld USA“-Trilogie sind sehr unübersichtlich und Ellroys Sprachexperimente, vor allem die Kaskade kürzester Sätze und Lautmalereien, machen die mit Fakten und Verschwörungstheorien vollgestopften Romane zunehmend unlesbar.

Mit seinem bislang letzten Roman „Perfidia“ (Perfidia, 2014), der der Auftakt zu einem zweiten „L. A. Quartett“ sein soll, kehrt er wieder in die Welt des L. A.-Quartetts zurück und erzählt die Vorgeschichte davon. Daher tauchen in der im Dezember 1941 spielenden Geschichte aus dem L. A.-Quartett bekannte Charaktere auf. Auch sprachlich kehrt Ellroy wieder mehr zu den Konventionen zurück. Lesbarer ist der fast tausendseitige Roman dadurch nicht geworden.

Der zweite Band des zweiten L. A. Quartetts, „This Storm“, ist für September 2018 in den USA angekündigt.

Neben seinen immer hart an der Realität vorbeischrammenden Romanen, veröffentlichte er auch mehrere Bücher mit Kriminalreportagen und autobiographische Werke. Hier ist vor allem „Die Rothaarige“ (My Dark Places, 1997) wichtig. In dem Buch erzählt er von der erfolglosen Suche nach dem Mörder seiner Mutter Geneva ‚Jean‘ Ellroy. Sie wurde 1958 in einem Vorort von L. A. vergewaltigt und ermordet. Seine Beziehung zu ihr, auch und vor allem über ihren Tod hinaus, begründete eine seiner Obsessionen, die in seinem gesamten Werk spürbar ist.

Der Ullstein Verlag, Ellroys deutscher Verlag, veröffentlichte zu seinem Geburtstag „Die Rothaarige“ und das „L. A. Quarett“ in Neuausgaben – und, wer noch nichts von James Ellroy gelesen hat, hat mit diesen Büchern einen guten Einstieg in die Welt des „Demon dog of American crime fiction“.

James Ellroy: Die Rothaarige – Die Suche nach dem Mörder meiner Mutter

(übersetzt von Tina Hohl und Heinrich Anders)

Ullstein, 2018

528 Seiten

25 Euro

Hinweise

Homepage von James Ellroy

Wikipedia über James Ellroy (deutsch, englisch)

Meine Besprechung der James-Ellroy-Verfilmung “Rampart – Cop außer Kontrolle” (Rampart, USA 2011)

Meine Besprechung von James Ellroys Underworld-USA-Trilogie (Ein amerikanischer Thriller, Ein amerikanischer Albtraum, Blut will fließen)

Meine Besprechung von James Ellroys “Der Hilliker-Fluch – Meine Suche nach der Frau” (The Hilliker Curse – My Pursuit of Women, 2010)

Meine Teilbesprechung von James Ellroys “Perfidia” (Perfidia, 2014)

James Ellroy in der Kriminalakte (oft mit Videos, in denen der nicht an Selbstüberschätzung leidende Ellroy persönlich auftritt)


TV-Tipp für den 4. März: Oscar 2018

März 3, 2018

Pro7, 23.25

Oscar 2018

Vorberichte, Roter Teppich ab 00.40 Uhr und dann ab 02.00 Uhr die Preisverleihung bis zum Morgengrauen.

Gar nicht grauenhaft sind die nominierten Filme.

Und wie in den letzten Jahren gebe ich für die Filme, die ich kenne, meine Tipps ab in einer wilden Mischung aus „wird es auch wahrscheinlich werden“ und „wird es wahrscheinlich nicht werden, würde mich aber freuen“.

Wer gewonnen hat, wird nach Sonnenaufgang nachgereicht.

Im Rennen sind:

Best Picture

Call Me by Your Name

Darkest Hour (Die dunkelste Stunde)

Dunkirk

Get Out

Lady Bird (Noch nicht gesehen, daher )

Phantom Thread (Der seidene Faden)

The Post (Die Verlegerin)

The Shape of Water (Mein Tipp; wobei alle nominierten Filme sehenswert sind) (GEWINNER)

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

Best Director

Paul Thomas Anderson, Phantom Thread

Guillermo del Toro, The Shape of Water (Mein Tipp) (GEWINNER)

Greta Gerwig, Lady Bird

Christopher Nolan, Dunkirk

Jordan Peele, Get Out

Best Actress

Sally Hawkins, The Shape of Water

Frances McDormand, Three Billboards Outside Ebbing, Missouri (Mein Tipp) (GEWINNER)

Margot Robbie, I, Tonya

Saoirse Ronan, Lady Bird

Meryl Streep, The Post

Best Actor

Timothee Chalamet, Call Me By Your Name

Daniel Day-Lewis, Phantom Thread

Daniel Kaluuya, Get Out

Gary Oldman, Darkest Hour (Mein Tipp) (GEWINNER)

Denzel Washington, Roman J. Israel, Esq.

Best Supporting Actress

Mary J. Blige, Mudbound (nicht gesehen)

Allison Janney, I, Tonya (Mein Tipp, weil sie einer Ekelmutter menschliche Züge verleiht. Alternativ: Octavia Spencer für die vielen Lebensweisheiten einer Putzfrau) (GEWINNER)

Lesley Manville, Phantom Thread

Laurie Metcalf, Lady Bird (nicht gesehen)

Octavia Spencer, The Shape of Water

Best Supporting Actor

Willem Dafoe, The Florida Project

Woody Harrelson, Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

Richard Jenkins, The Shape of Water

Christopher Plummer, All the Money in the World

Sam Rockwell, Three Billboards Outside Ebbing, Missouri (Mein Tipp. Alternativ: Willem Dafoe für die Darstellung eines ganz normalen Hausmeisters in einem Film, der mehr Nominierungen verdient hätte) (GEWINNER)

Best Original Screenplay

The Big Sick (Emily V. Gordon & Kumail Nanjiani)

Get Out (Jordan Peele) (GEWINNER)

Lady Bird (Greta Gerwig)

The Shape of Water (Guillermo del Toro & Vanessa Taylor)

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri (Martin McDonagh) (Mein Tipp, weil; – lest doch selbst)

(noch mehr aktuelle Drehbücher)

Best Adapted Screenplay

Call Me by Your Name (James Ivory) (GEWINNER)

The Disaster Artist (Scott Neustadter & Michael H. Weber)

Logan (Scott Frank, James Mangold, Michael Green)

Molly’s Game (Aaron Sorkin) (Mein Tipp – noch ein Film, der mehr Nominierungen verdient hätte. Hmhm, ich sehe, dass ich „Call me by your Name“ etwas stiefmütterlich behandele)

Mudbound (Dee Rees & Virgil Williams) (nicht gesehen)

Best Foreign-Language Film (Kein Tipp, weil 2 von 5 ist zu wenig. „Loveless“ wird die Tage angesehen.)

A Fantastic Woman (GEWINNER – gerade auf DVD erschienen)

The Insult

Loveless

On Body and Soul

The Square

Best Animated Feature

The Boss Baby

The Breadwinner

Coco (Mein Tipp, weil Pixar) (GEWINNER)

Ferdinand

Loving Vincent

Best Documentary Feature

Abacus: Small Enough to Jail

Faces Places

Icarus (GEWINNER)

Last Men in Aleppo

Strong Island

Best Cinematography

Blade Runner 2049 (Roger Deakins) (nicht gesehen) (GEWINNER)

Darkest Hour (Bruno Delbonnel)

Dunkirk (Hoyte van Hoytema)

Mudbound (Rachel Morrison) (nicht gesehen)

The Shape of Water (Dan Laustsen) (Mein Tipp)

Best Film Editing

Baby Driver (Jonathan Amos & Paul Machliss)

Dunkirk (Lee Smith) (Mein Tipp – für das Zusammenführen von drei zeitlich versetzten Handlungssträngen in einem Film, der vor allem als Sinfonie funktioniert) (GEWINNER)

I, Tonya (Tatiana S. Riegel)

The Shape of Water (Sidney Wolinsky)

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri (Jon Gregory)

Best Sound Mixing

Baby Driver

Blade Runner 2049

Dunkirk (Mein Tipp) (GEWINNER)

The Shape of Water

Star Wars: The Last Jedi

Best Sound Editing

Baby Driver (Mein Tipp; oder umgekehrt mit Mixing)

Blade Runner 2049

Dunkirk (GEWINNER)

The Shape of Water

Star Wars: The Last Jedi

Best Visual Effects (hilflos die Arme bewegend, sich dann für die Affen entscheidend)

Blade Runner 2049 (GEWINNER)

Guardians of the Galaxy Vol. 2

Kong: Skull Island

Star Wars: The Last Jedi

War for the Planet of the Apes (Planet der Affen: Survival) (Mein Tipp, weil nichts gegen viele Affen gesagt werden kann)

Best Makeup & Hairstyling

Darkest Hour (Puh, nun ja: Mein Tipp) (GEWINNER)

Victoria & Abdul

Wonder (nicht gesehen)

Best Costume Design

Beauty and the Beast (Jacqueline Durran) (Die Schöne und das Biest)

Darkest Hour (Jacqueline Durran)

Phantom Thread (Mark Bridges) (Mein Tipp für das formvollendete Schneiderhandwerk) (GEWINNER)

The Shape of Water (Luis Sequeira)

Victoria & Abdul (Consolata Boyle)

Best Production Design

Beauty and the Beast

Blade Runner 2049

Darkest Hour

Dunkirk

The Shape of Water (Auch hier: Puh. Aber der Film sieht gut aus. Daher: Mein Tipp) (GEWINNER)

Best Achievement in Music Written for Motion Pictures (Original Song)

Call Me by Your Name (Sufjan Stevens: Mystery of Love) (Mein Tipp – weil ich „Call me by your Name“ wenigstens einen Preis erhalten sollten. Wobei „Remember me“ auch schön ist…)

Coco (Kristen Anderson-Lopez, Robert Lopez: Remember Me) (GEWINNER)

Marshall (Common, Diane Warren: Stand Up for Something)

Mudbound (Raphael Saadiq, Mary J. Blige, Taura Stinson: Mighty River)

The Greatest Showman (Benj Pasek, Justin Paul: This is Me)

Best Achievement in Music Written for Motion Pictures (Original Score)

Phantom Thread: Jonny Greenwood

Dunkirk: Hans Zimmer

Star Wars: Episode VIII – The Last Jedi: John Williams

The Shape of Water: Alexandre Desplat (Mein Tipp) (GEWINNER)

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri: Carter Burwell

Best Live-Action Short (Das war’s. Die restlichen Filme kenne ich nicht)

DeKalb Elementary

The Eleven O’Clock

My Nephew Emmett

The Silent Child (GEWINNER)

Watu Wote/All of Us

Best Animated Short

Dear Basketball (GEWINNER)

Garden Party

Lou

Negative Space

Revolting Rhymes

Best Documentary Short

Edith+Eddie

Heaven Is a Traffic Jam on the 405 (GEWINNER)

Heroin(e)

Knife Skills

Traffic Stop

Nachbemerkung, zwischen Sonnenaufgang und 12 Uhr mittags:

Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner*innen!

Auch die anderen Filme sind einen Blick wert! Vor allem natürlich die Nominierungen für den besten Film des Jahres.

Und ich habe dieses Mal erstaunlich oft richtig getippt. Dafür sollte ich mich – – – mit einer Tasse heißen Kaffee belohnen. Alkohol gibt es erst nach 6 Uhr abends.


„Das schweigsame Klassenzimmer“ geht auf Kinotour

Februar 19, 2018

Ungefähr jetzt ist die galaktische „Berlinale“-Weltpremiere von Lars Kraumes neuem Film „Das schweigsame Klassenzimmer“ über eine DDR-Schulklasse, die im November 1956 mit einer Schweigeminute auf die Niederschlagung des Ungarn-Aufstandes reagierte. Ihre Lehrer und deren Vorgesetzten reagierten emport.

(Herrje, meine Lehrer wären froh gewesen, wenn wir mal geschwiegen hätten.)

Der Film läuft am 1. März an und dann erscheint auch meine Besprechung (musste bei der Pressevorführung ein Schweigelübde unterzeichnen, das ich bis dahin mönchisch einhalte).

Davor startet schon die Kinotour, deren Termine ich nicht marktschreierisch, sondern schweigsam verkünde:

Freitag, 23. Februar:

Eisenhüttenstadt (Schülerpremiere) / Filmpalast, Werkstraße 2A, 15890 Eisenhüttenstadt / Filmbeginn: 10:00 Uhr

Filmteam vor Ort: Regisseur Lars Kraume sowie die Darsteller Leonard Scheicher & Tom Gramenz

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Sonntag, 25. Februar

Leipzig / Passage Kino, Hainstraße 19a, 04109 Leipzig / Filmbeginn: 15:00 Uhr

Dresden / Programmkino Ost, Schandauer Str. 73, 01277 Dresden / Filmbeginn: 19:15 Uhr

Filmteam vor Ort: Regisseur Lars Kraume sowie die Darsteller Leonard Scheicher & Lena Klenke

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Montag, 26. Februar

Hamburg / Abaton, Allende-Platz 3, 20146 Hamburg / Filmbeginn: 20:00 Uhr

Filmteam vor Ort: Regisseur Lars Kraume sowie die Darsteller Leonard Scheicher, Lena Klenke & Burghart Klaußner

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Dienstag, 27. Februar

Essen / Lichtburg, Kettwiger Straße 36, 45127 Essen / Filmbeginn: 20:00 Uhr

Filmteam vor Ort: Regisseur Lars Kraume, Leonard Scheicher, Lena Klenke & Zeitzeuge und Buchautor Dietrich Garstka

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Mittwoch, 28. Februar

Frankfurt (nur Interviews!) / Talents: Regisseur Lars Kraume sowie die Darsteller Leonard Scheicher & Lena Klenke

Kleinmachnow / Neue Kammerspiele, Karl-Marx-Straße 18, 14532 Kleinmachnow / Filmbeginn: 10:00 Uhr

Gast: Florian Lukas

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Donnerstag, 1. März

München (Schülerpremiere) /Mathäser Filmpalast, Bayerstraße 3-5, 80336 München/ Filmbeginn: 10:00 Uhr

München / City Kino, Sonnenstraße 12, 80331 München / Filmbeginn: 20:30 Uhr

Filmteam vor Ort: Regisseur Lars Kraume sowie die Darsteller Leonard Scheicher & Lena Klenke

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Freitag, 2. März

Freiburg / Kandelhof, Kandelstraße 27, 79106 Freiburg im Breisgau / Filmbeginn: 20:30 Uhr

Gast: Regisseur Lars Kraume

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Samstag, 3. März

Stuttgart / Atelier am Bollwerk, Hohe Str. 26, 70176 Stuttgart / Filmbeginn: 15:00 Uhr

Karlsruhe / Schauburg, Marienstraße 16, 76137 Karlsruhe / Filmbeginn: 20:30 Uhr

Gast: Regisseur Lars Kraume

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Sonntag, 4. März

Heidelberg / Die Kamera, Brückenstraße 26, 69120 Heidelberg / Filmbeginn: 11:30 Uhr

Aschaffenburg / Casino, Ohmbachsgasse 1, 63739 Aschaffenburg / Filmbeginn: 17:00 Uhr

Frankfurt / Cinema, Roßmarkt 7, 60311 Frankfurt am Main / Filmbeginn: 19:00 Uhr

Gast: Regisseur Lars Kraume

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Freitag, 9. März

Düsseldorf / Atelier Kino im Savoy, Graf-Adolf-Straße 47, 40210 Düsseldorf / Filmbeginn: 19:00 Uhr

Gast: Regisseur Lars Kraume

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Samstag, 10. März

Münster / Cineplex Schlosstheater, Melchersstraße 81, 48149 Münster / Filmbeginn: 17:30 Uhr

Osnabrück / Cinema Arthouse, Erich-Maria-Remarque-Ring 16, 49074 Osnabrück / Filmbeginn: 20:00 Uhr

Gast: Regisseur Lars Kraume

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Sonntag, 11. März

Oldenburg / Casablanca, Johannisstraße 17, 26121 Oldenburg / Filmbeginn: 11:30 Uhr

Lüneburg / Scala, Apothekenstraße 17, 21335 Lüneburg / Filmbeginn: 17:00 Uhr

Gast: Regisseur Lars Kraume

Das schweigende Klassenzimmer (Deutschland 2018)

Regie: Lars Kraume

Drehbuch: Lars Kraume

LV: Dietrich Garstka: Das schweigende Klassenzimmer, 2006

mit Leonard Scheicher, Tom Gramenz, Lena Klenke, Jonas Dassler, Isaiah Michalski, Ronald Zehrfeld, Jördis Triebel, Florian Lukas, Burghart Klaußner, Michael Gwisdek

Länge: 111 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Und der Ullstein-Verlag spendierte der Sachbuchvorlage einen schicken neuen Umschlag

Dietrich Garstka: Das schweigende Klassenzimmer

Ullstein, 2018

256 Seiten

12 Euro

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Das schweigende Klassenzimmer“

Moviepilot über „Das schweigende Klassenzimmer“

Wikipedia über „Das schweigende Klassenzimmer“

Berlinale über „Das schweigende Klassenzimmer“

Meine Besprechung von Lars Kraumes „Der Staat gegen Fritz Bauer“ (Deutschland 2015), mein Interview mit Lars Kraume zum Film und die DVD-Besprechung

Meine Besprechung von Lars Kraumes „Familienfest“ (Deutschland 2015)