Die Krimibestenliste August 2019

August 5, 2019

Zwischen Ende der Sommerferien (in Berlin) und Sommerferien präsentieren die F.A.S. und Deutschlandfunk Kultur eiskalt ihre Krimibestenliste für den August:

1. Garry Disher – Kaltes Licht (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Peter Torberg. Unionsverlag, 314 Seiten, 22 Euro

2. Friedrich Ani – All die unbewohnten Zimmer (Plazierung im Vormonat: 2)

Suhrkamp, 495 Seiten, 22 Euro.

3. Max Annas – Morduntersuchungskommission (Plazierung im Vormonat: /)

Rowohlt, 346 Seiten, 20 Euro.

4. Nicholas Searle – Der Sprengsatz (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Jan Schönherr. Kindler, 304 Seiten, 20 Euro.

5. Liza Cody – Ballade einer vergessenen Toten (Plazierung im Vormonat: 3)

Aus dem Englischen von Martin Grundmann. Ariadne im Argument-Verlag, 416 Seiten, 22 Euro.

6. Georges Simenon: Maigret im Haus der Unruhe (Plazierung im Vormonat: 7)

Aus dem Französischen von Thomas Bodmer. Kampa, 220 Seiten, 16,90 Euro.

7. Adrian McKinty – Cold Water (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Peter Torberg. Suhrkamp Nova, 378 Seiten, 15,95 Euro.

8. Tawni O’Dell – Wenn Engel brennen (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Daisy Dunkel. Ariadne im Argument-Verlag, 350 Seiten, 21 Euro

9. Mike Nicol – Sleeper (Plazierung im Vormonat: 5)

Aus dem Englischen von Mechthild Barth. btb, 512 Seiten, 10 Euro.

10. George Pelecanos – Prisoners (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Karen Witthuhn. Ars Vivendi, 230 Seiten, 18 Euro.

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Wenn ich mir die Liste ansehen, fällt mir ad hoc (auf meinen Schreibtisch blickend) auf, dass Lee Childs neuer Jack-Reacher-Roman „Keine Kompromisse“ und John Steeles Nordirland-Noir „Ravenhill“ fehlen.

Ansonsten warten Disher, Ani, Nicol und Pelecanos, – alles altbekannte Krimiautoren -, auch bei mir auf eine Lektüre. Ein, zwei, drei andere Bücher sollten noch auf dem Zu-Lesen-Stapel landen. Und McKintys „Cold Water“ wird die Tage abgefeiert.

 


Die Krimibestenliste Juli 2019

Juli 7, 2019

Mitten in der Hochsommerpause präsentieren die F.A.S. und Deutschlandfunk Kultur ihre monatliche Krimibestenliste mit Vorschlägen für lange Nachmittage auf der Couch:

1. Johannes Groschupf – Berlin Prepper (Plazierung im Vormonat: 1)

Suhrkamp, 236 Seiten, 14,95 Euro.

2. Friedrich Ani – All die unbewohnten Zimmer (Plazierung im Vormonat: /)

Suhrkamp, 495 Seiten, 22 Euro.

3. Liza Cody – Ballade einer vergessenen Toten (Plazierung im Vormonat: 2)

Aus dem Englischen von Martin Grundmann. Ariadne im Argument-Verlag, 416 Seiten, 22 Euro.

4. Kate Atkinson – Deckname Flamingo (Plazierung im Vormonat: 3)

Aus dem Englischen von Anette Grube. Droemer 336 Seiten, 19,99 Euro.

5. Mike Nicol – Sleeper (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Mechthild Barth. btb, 512 Seiten, 10 Euro.

6. Alan Carter – Marlborough Man (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Karen Witthuhn. Suhrkamp, 383 Seiten, 14,95 Euro.

7. Georges Simenon – Maigret im Haus der Unruhe (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Französischen von Thomas Bodmer. Kampa, 220 Seiten, 16,90 Euro.

8. Ivy Pochoda – Wonder Valley (Plazierung im Vormonat: 5)

Aus dem Englischen von Sabine Roth und Rudolf Hermstein, Ars Vivendi, 400 Seiten, 18 Euro.

9. Harry Bingham – Fiona – Wo die Toten leben (Plazierung im Vormonat: 7)

Aus dem Englischen von Kristof Kurz und Andrea O’Brien. Rowohlt, 526 Seiten, 10 Euro.

10. Jim Nisbet – Welt ohne Skrupel (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Ango Laina und Angelika Müller. Pulp Master, 233 Seiten, 14,80 Euro.

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Bei dem Simenon handelt es sich um die erste Übersetzung des Maigret-Romans. Sonst hätte er nach den Krimibestenliste-Regeln nicht gewählt werden können.

Anis „All die unbewohnbaren Zimmer“ ist einer seiner längsten Romane. Er ist ein Zusammentreffen von seinen Ermittlern Tabor Süden, Jakob Franck, Polonius Fischer und Fariza Nasri (die ebenfalls zu Fischer ‚zwölf Apostel‘-Kommissariat gehört). Mal lesen, wie das endet.

Aktuell lese ich John Steeles fantastischen Nordirland-Kriminalroman „Ravenhill“ (polar). Adrian McKintys ebenfalls in Nordirland spielender Thriller „Cold Water“ (Suhrkamp) liegt auf meinem Zu-lesen-Stapel.

Da liegen auch, frisch eingetroffen, George Pelecanos‘ „Prisoners“ (Ars Vivendi), Estelle Surbranches „Nimm mich mit ins Paradies“ (polar), Harlan Cobens „Suche mich nicht“ (Goldmann) und Lee Childs Jack-Reacher-Roman „Keine Kompromisse“ (Blanvalet).

Das dürften genug Ausreden für die Biergarten-Absage sein.


Die Nominierungen für den Shamus Award 2019

Juni 7, 2019

Die Private Eye Writers of America (PWA)haben die Nominierungen für die diesjährigen Shamus-Preise veröffentlicht. Die Preisverleihung ist im Herbst auf der Bouchercon in Dallas.

Nominiert sind folgende Privatdetektivkrimis:

Best Private Eye Novel

• Wrong Light, von Matt Coyle (Oceanview)

• What You Want to See, von Kristen Lepionka (Minotaur)

• The Widows of Malabar Hill, von Sujata Massey (Soho Crime)

• Baby’s First Felony, von John Straley (Soho Crime)

• Cut You Down, von Sam Wiebe (Quercus)

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Best Original Private Eye Paperback

• She Talks to Angels, von James D.F. Hannah (Independently published)

• No Quarter, von John Jantunen (ECW Press)

• Shark Bait, von Paul Kemprecos (Independently published)

• Second Story Man, von Charles Salzberg (Down & Out)

• The Questionable Behavior of Dahlia Moss, von Max Wirestone (Redhook)

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Best First Private Eye Novel

• The Best Bad Things, von Katrina Carrasco (MCD/Farrar, Straus and Giroux)

• Broken Places, von Tracy Clark (Kensington)

• Last Looks, von Howard Michael Gould (Dutton)

• What Doesn’t Kill You, von Aimee Hix (Midnight Ink)

• Only to Sleep, von Lawrence Osborne (Hogarth)

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Best Private Eye Short Story

• “Fear of the Secular,” von Mitch Alderman (Alfred Hitchcock Mystery Magazine, November-December 2018)

• “Three-Star Sushi,” von Barry Lancet (Down & Out: The Magazine, Vol. 1, Issue 3)

• “The Big Creep,” von Elizabeth McKenzie (aus Santa Cruz Noir, herausgegeben von Susie Bright; Akashic)

• “Game,” von Twist Phelan (Ellery Queen Mystery Magazine [EQMM], September-October 2018)

• “Chin Yong-Yun Helps a Fool,” von S.J. Rozan (EQMM, September-October 2018)

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(via The Rap Sheet)


Die Krimibestenliste Juni 2019

Juni 3, 2019

Die Juni-Krimibestenliste der F.A.S. und Deutschlandfunk Kultur ist draußen:

1. Johannes Groschupf – Berlin Prepper (Platzierung im Vormonat: /)

Suhrkamp, 236 Seiten, 14,95 Euro.

2. Liza Cody – Ballade einer vergessenen Toten (Platzierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Martin Grundmann. Ariadne im Argument-Verlag, 416 Seiten, 22 Euro.

3. Kate Atkinson – Deckname Flamingo (Platzierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Anette Grube. Droemer 336 Seiten, 19,99 Euro.

4. Christine Lehmann – Die zweite Welt (Platzierung im Vormonat: 6)

Ariadne im Argument-Verlag, 256 Seiten, 13 Euro.

5. Ivy Pochoda – Wonder Valley (Platzierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Sabine Roth und Rudolf Hermstein, Ars Vivendi, 400 Seiten, 18 Euro.

6. Harry Bingham – Fiona – Wo die Toten leben (Platzierung im Vormonat: 7)

Aus dem Englischen von Kristof Kurz und Andrea O’Brien. Rowohlt, 526 Seiten, 10 Euro.

7. Graham Moore – Der Mann, der Sherlock Holmes tötete (Platzierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Kirsten Riesselmann, Eichborn, 480 Seiten, 22 Euro.

8. Andrew Carmel – Murder Swing (Platzierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Susanna Mende. Suhrkamp, 526 Seiten, 9,95 Euro.

9. Joseph Incardona – Asphaltdschungel (Platzierung im Vormonat: 4)

Aus dem Französischen von Lydia Dimitrow. Lenos Polar, 340 Seiten, 22 Euro.

10. Tess Sharpe – River of Violence (Platzierung im Vormonat: 10)

Aus dem Englischen von Beate Schäfer. Bold, 524 Seiten,14,90 Euro.

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Einige alte Bekannte (Cody, Atkinson, Lehmann, Bingham), einige Neuzugänge und auf Platz 1 ein Roman, den ich demnächst besprechen werde und, soviel kann schon verraten werden, dessen Spitzenposition mich erstaunt.

Außerdem erstaunt mich, dass Jim Nisbets neuer, verdammt guter Noir „Welt ohne Skrupel“ nicht (noch nicht?) auf der Bestenliste ist. Auch der Roman wird demnächst von mir besprochen.


Aus Cannes: Europäische Filmemacher*innen fordern zur Teilnahme an der Europawahl auf

Mai 22, 2019

In Cannes wurde nicht nur der neue Film von Quentin Tarantino gezeigt, sondern auch ein Manifest europäischer Filmemacher*innen vorgestellt, in dem die fünfhundert Unterzeichnenden zur Teilnahme an der Wahl zum Europäischen Parlament aufrufen. In Deutschland ist die Wahl am Sonntag.

Das Manifest beruht auf einer Initiative des Verbands der französischen Filmregisseur*innen (SRF), der Quinzaine, der European Film Academy (EFA), des Verbandes der europäischen Filmregisseur*innen und der Gesellschaft der audiovisuellen Autor*innen (SAA).

Unterzeichnet wurde es unter anderem von Jacques Audiard, Susanne Bier, Costa-Gavras, Luc und Jean-Pierre Dardenne, Julie Delpy, Ralph Fiennes, Stephen Frears, Neil Jordan, Valeria Golino, Miguel Gomes, Agnieszka Holland, Alan Parker, Pawel Pawlikowski, Jim Sheridan, Céline Sciamma und Stellan Skarsgaard. Aus Deutschland sind Feo Aladag, Fred Breinersdorfer, Wim Wenders, C. Cay Wesnigk, Dominik Wessely und Rita Ziegler, um nur einige der bekanntesten Namen zu nennen, dabei.

In ihrem Manifest (französische und englische Fassung und alle Unterzeichnenden) sagen sie:

Ja, es ist wahr: Europa ist nicht vollkommen.

Wir werfen der EU manchmal – und zu Recht! – vor, Seele und Emotionen vermissen zu lassen und eine Sprache zu sprechen, die nur wenige von uns verstehen.

Wir werfen ihr vor, die ökologischen, sozialen und politischen Krisen nicht meistern zu können, die sie heute erschüttern, und auch der Flüchtlingstragödie nicht gewachsen zu sein.

Doch trotz aller Schwächen und Mängel finden wir auch Menschlichkeit und Schönheit in Europa. Und wir bemühen uns, Europa zu beschreiben – in feinsinnigen Bildern und einer Sprache, die all seine Völker leichter verstehen.

Wir sollten nicht vergessen, dass sich die Völker Europas vereint haben, um in Frieden miteinander zu leben. Aus ursprünglich sechs Mitgliedstaaten sind mittlerweile 28 geworden – eine einzigartige Union, die der gesamten Menschheit als Inspiration dient.

Die Europäische Union gründet auf der Überwindung von Grenzen, auf Freizügigkeit, Austausch, Brüderlichkeit und Solidarität, mithin auf Werten, die heute von allen Seiten bedroht sind, und zwar auch von innen.

Sie ist aber auch eine Union der Kultur. In einem Europa, dessen tragende Säulen schon immer Innovation und Kreativität waren, ist die Kultur ein Herzensanliegen.

Ein freies und demokratisches Europa: Das ist auch ein Europa der Gedanken- und Meinungsfreiheit. Es ist unsere Pflicht, dieses Europa gegen Extremismus und rückwärtsgewandtes Denken zu verteidigen.

Dieses brüchige Gleichgewicht muss gewahrt und verstärkt werden. Es muss vor denen geschützt werden, die es zerstören wollen, indem sie spalten, sich von ihm lossagen, fliehen oder sich absondern.

Die wesentliche Frage lautet: Wie lässt sich das Europa schaffen, das wir uns wünschen, ein Europa, das alle eint, ein offenes Europa, das Freiheit und Frieden Raum bietet?

Unsere Antwort muss sein, dass wir uns dafür einsetzen und Ideen ins Feld führen, damit die Waffen auch künftig schweigen.

Daher geben wir bei der Europawahl vom 23. bis zum 26. Mai unsere Stimme ab. Es geht um unsere gemeinsame Zukunft – oder aber darum, ob wir überhaupt eine Zukunft haben.


„Once upon a Time in Hollywood“ – der Trailer

Mai 21, 2019

Nach dem Teaser-Trailer gibt es jetzt den Trailer für Quentin Tarantinos neuen Film und der sieht richtig gut aus. Auch wenn er absolut nichts über die Filmgeschichte verrät. Viel mehr verrät dagegen die fast inhaltsfreie Synopse (ein Schauspieler und sein Stuntman versuchen ihren Platz im neuen Hollywood zu finden) und der Hinweis,, das Margot Robbie die 1969 ermordete Sharon Tate spielt und dass der Film 1969 spielt.

Viel Spaß!


Longlist für den Crime Cologne Award 2019 veröffentlicht

Mai 15, 2019

Am Mittwoch wurde die Longlist für den diesjährige Crime Cologne Award veröffentlicht. Folgende deutschsprachigen Kriminalromane sind aus Sicht der Jury preiswürdig:

»Der schlaflose Cheng« von Heinrich Steinfest (Piper Verlag)

»Der Turm der blauen Pferde« von Bernhard Jaumann (Galiani Verlag)

»Das Jahr der Katze« von Christoph Peters (Luchterhand Literaturverlag)

»Schmerzensgeld« von Michael Opoczynski (Benevento Verlag)

»Der dunkle Bote« von Alex Beer (Limes Verlag)

»Berlin Prepper« von Johannes Groschupf (Suhrkamp Verlag)

»Liebes Kind« von Romy Hausmann (dtv Verlag)

»Versuchung« von Florian Harms (Benevento Verlag)

»Die Einsamkeit der Schuldigen – Das Verlies« von Nienke Jos (Gmeiner Verlag)

»Sojus« von Martin von Arndt (Ars Vivendi Verlag)

»Der Würfel« von Bijan Moini (Atrium Verlag)

»Im Jahr der Finsternis« von I.L. Callis (Emons Verlag)

Die Jury besteht aus Mike Altwicker (Vorsitz, Buchhändler), Petra Pluwatsch (Journalistin), Marc Raabe (Autor), Birgitt Schippers (Journalistin) und Margarete von Schwarzkopf (Kritikerin).

Die Verleihung des mit 3.000 Euro dotierten Preises ist am 22. September während der Eröffnungsgala des Krimifestivals.

Die Crime Cologne findet vom 23. bis 29. September in Köln statt. Der Vorverkauf startet am 29. Mai.

Alle weiteren Informationen auf der Festivalhomepage.

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Einige bekannte Namen, einige noch nicht so bekannte Namen und „Schmerzensgeld“ (klingt nach der deutschen Version von „Leverage“) und „Berlin Prepper“ (Berlin!) liegen auf meinem Zu-Lesen-Stapel.


Gratis-Comic-Tag, Runde 10 am Samstag – und noch mehr Comics in Berlin

Mai 10, 2019

Morgen, am Samstag, den 11. Mai, ist es wieder soweit. Der Gratis-Comic-Tag lädt Comic-Fans (nicht nur die pickeligen Nerds, sondern auch Kinder, ihre Eltern, Großeltern, Erwachsene, Fans aller möglichen Genres und einfach nur Neugierige) ein, in einem von bundesweit vierhundertfünfzig Geschäften in den Comics zu stöbern und kostenlose Comics mitzunehmen. Dieses Jahr gibt es 34 verschiedene Gratis-Comics. Insgesamt wurden über 600.000 Hefte gedruckt. Beim ersten Gratis-Comic-Tag waren es 170.000 speziell für diesen Tag gedruckte Hefte, in denen Verlage manchmal ein ganzes Comicalbum, manchmal nur einige Seiten aus einem Comic (das ist dann nicht so spannend), manchmal eine oder mehrere Einzelgeschichten und manchmal sogar eine speziell für diesen Tag geschriebene und gezeichnete Geschichte veröffentlichen.

So präsentiert Schreiber & Leser mit „Bouncer“ und „Ghost Money“ jeweils das erste Album. „Bouncer“ ist ein düsterer Western von Alejandro Jodorowsky, der deutlich konventioneller als seine psychedelischen Kino-Meisterwerke („El Topo“, „Montana Sacra – Der heilige Berg“) ist. Es geht um Rache und die Suche nach einem riesigen Diamanten

„Ghost Money: Die Dame aus Dubai (Band 1)“ von Thierry Smolderen und Dominique Bertail ist in Frankreich bereits 2008 erschienen. Das ergibt jetzt eine interessante Meta-Ebene, weil die Geschichte 2024, also demnächst, spielt und sie sich ausdrücklich auf 9/11 bezieht. US-Geheimdienste suchen immer noch nach dem Geld von Al-Kaida und die schöne, vermögende, geheimnisvolle Chamza scheint der Schlüssel dazu zu sein. Da will man unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Andere Hefte sind vom Carlsen Verlag, Cross Cult, Egmont, Panini Comics, Reprodukt, Splitter Verlag, Kazé Manga, dani books, Kult Comics, Dantes Verlag, Plem Plem Productions, Weissblech Comics, TheNextArt und Tokyopop. Einige Verlage sind seit dem ersten deutschen Gratis-Comic-Tag dabei, andere sind später dazugestoßen.

Sieben Comichefte sind speziell für Kinder. Die restlichen 27 Hefte richten sich an ein älteres Publikum. Es gibt Geschichten mit teils seit Jahrzehnten bekannten Figuren. Zum Beispiel eine neue „Werner“-Geschichte. „Donald Duck“ (bei den Kindern), „Lucky Luke“ (das komplette „Hommage 2 – Jolly Jumper antwortet nicht“-Album), „Spider-Man“, „Conan“ und „Captain Berlin“ (Yeah, Lokalpatriotismus) sind ebenfalls alte Bekannte.

Zu den neueren Namen gehören Olivia Viewegs in Deutschland spielende, inzwischen verfilmte Zombie-Apokalypse „Endzeit“, Warren Ellis‘ pulpige Abenteuergeschichte „Simon Spector: Apparat“, Régis Hautières „Der Krieg der Knirpse 1: Das Haus der Findelkinder“ (ebenfalls der gesamte erste Band) und Greg Ruckas in der Zukunft spielende Thrillerserie „Lazarus“ (dito).

Außerdem ist der asiatische Raum mit mehreren Comics und Mangas, die unbekümmert die verschiedensten Genres vermischen, vertreten. Es gibt die Cyberpunk-Geschichte „Ex-Arm“ von HiRock und Shinya Komi, Tsuyoshi Takakis in Frankreich beliebten Fantasy-Horror „Black Torch“, den Westernspaß „Renjoh Desperado“ von Ahndongshik und Jimmy Liaos Bilderbuch für Erwachsene „Reiche der Fantasie“.

Neben den Gratis-Comic-Heften haben einige Comicläden noch ein Programm organisiert. Details dazu gibt es hier.

Außerdem geibt es in Berlin am Samstag und Sonntag im Museum für Kommunikation die ComicInvasionBerlin.


Die Krimibestenliste Mai 2019

Mai 6, 2019

Zu überhaupt nicht frühlingshaften Temperaturen empfiehlt die Krimibestenliste der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und Deutschlandfunk Kultur einige Bücher, die einen Angstschauer über den Rücken laufen lassen sollen:

1 (1) James Sallis Willnot

2 (8) Melissa Scrivner Love: Lola

3 (2) Heinrich Steinfest: Der schlaflose Cheng

4 (-) Joseph Incardona: Asphaltdschungel

5 (9) Don Winslow: Jahre des Jägers

6 (-) Christine Lehmann: Die zweite Welt

7 (-) Harry Bingham: Fiona: Wo die Toten leben

8 (7) Jonathan Robijn: Kongo Blues

9 (3) Sara Gran: Das Ende der Lügen

10 (-) Tess Sharpe: River of Violence

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In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat

 


Die Edgars 2019

April 26, 2019

In New York City verlieh die Mystery Writers of America (MWA) den prestigeträchtigen Edgar-Allan-Poe-Preis, kurz Egar, an:

Best Novel

Down the River Unto the Sea, von Walter Mosley (Mulholland)

nominiert

The Liar’s Girl, von Catherine Ryan Howard (Blackstone)

House Witness, von Mike Lawson (Atlantic Monthly Press)

A Gambler’s Jury, von Victor Methos (Thomas & Mercer)

Only to Sleep, von Lawrence Osborne (Hogarth)

A Treacherous Curse, von Deanna Raybourn (Berkley)

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Best First Novel by an American Author

Bearskin, von James A. McLaughlin (Ecco)

nominiert

A Knife in the Fog, von Bradley Harper (Seventh Street)

The Captives, von Debra Jo Immergut (Ecco)

The Last Equation of Isaac Severy, von Nova Jacobs (Touchstone)

Where the Crawdads Sing, von Delia Owens (Putnam)

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Best Paperback Original

If I Die Tonight, von Alison Gaylin (Morrow)

nominiert

Hiroshima Boy, von Naomi Hirahara (Prospect Park)

Under a Dark Sky, von Lori Rader-Day (Morrow)

The Perfect Nanny, von Leila Slimani (Penguin)

Under My Skin, von Lisa Unger (Park Row)

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Best Fact Crime

Tinderbox: The Untold Story of the Up Stairs Lounge First and the Rise of Gay Liberation, von Robert W. Fieseler (Liveright)

nominiert

Sex Money Murder: A Story of Crack, Blood, and Betrayal, von Jonathan Green (Norton)

The Last Wild Men of Borneo: A True Story of Death and Treasure, von Carl Hoffman (Morrow)

The Feather Thief: Beauty, Obsession, and the Natural History Heist of the Century, von Kirk Wallace Johnson (Viking)

I’ll Be Gone in the Dark: One Woman’s Obsessive Search for the Golden State Killer, von Michelle McNamara (Harper)

The Good Mothers: The True Story of the Women Who Took on the World’s Most Powerful Mafia, von Alex Perry (Morrow)

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Best Critical/Biographical

Classic American Crime Fiction of the 1920s, kommentiert von Leslie S. Klinger (Pegasus Books)

nominiert

The Metaphysical Mysteries of G.K. Chesterton: A Critical Study of the Father Brown Stories and Other Detective Fiction, von Laird R. Blackwell (McFarland)

Dead Girls: Essays on Surviving an American Obsession, von Alice Bolin (Morrow)

Mark X: Who Killed Huck Finn’s Father? von Yasuhiro Takeuchi (Routledge)

Agatha Christie: A Mysterious Life, von Laura Thompson (Pegasus)

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Best Short Story

“English 398: Fiction Workshop,” von Art Taylor (Ellery Queen Mystery Magazine, July/August 2018)

nominiert

“Rabid,“ von Paul Doiron (Minotaur e-book)

“Paranoid Enough for Two,” von John Lutz (in The Havana Game; Kensington)

“Ancient and Modern,” von Val McDermid (in Bloody Scotland, herausgegeben von James Crawford; Pegasus)

“The Sleep Tight Motel,” von Lisa Unger (Amazon e-book)

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Best Juvenile

Otherwood, von Pete Hautman (Candlewick Press)

nominiert

Denis Ever After, von Tony Abbott (Katherine Tegen)

Zap! von Martha Freeman (Paula Wiseman)

Ra the Mighty: Cat Detective, von A.B. Greenfield (Holiday House)

Winterhouse, von Ben Guterson (Henry Holt)

Charlie & Frog, von Karen Kane (Disney Hyperion)

Zora & Me: The Cursed Ground, von T.R. Simon (Candlewick Press)

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Best Young Adult

Sadie, von Courtney Summers (Wednesday)

nominiert

Contagion, von Erin Bowman (HarperCollins)

Blink, von Sasha Dawn (Carolrhoda Lab)

After the Fire, von Will Hill (Sourcebooks Fire)

A Room Away from the Wolves, von Nova Ren Suma (Algonquin)

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Best Television Episode Teleplay

“The One That Holds Everything,” The Romanoffs, Drehbuch von Matthew Weiner und Donald Joh (Amazon Prime Video)

nominiert

“The Box,” Brooklyn Nine-Nine, Drehbuch von Luke Del Tredici (NBC/Universal TV)

“Season 2, Episode 1,” Jack Irish, Drehbuch von Andrew Knight (Acorn TV)

“Episode 1,” Mystery Road, Drehbuch von Michaeley O’Brien (Acorn TV)

“My Aim Is True,” Blue Bloods, Drehbuch von Kevin Wade (CBS Eye Productions)

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Robert L. Fish Memorial Award

“How Does He Die This Time?” von Nancy Novick (Ellery Queen Mystery Magazine, September/October 2018)

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The Simon & Schuster Mary Higgins Clark Award

The Widows of Malabar Hill, von Sujata Massey (Soho Crime)

nominiert

A Death of No Importance, von Mariah Fredericks (Minotaur)

A Lady’s Guide to Etiquette and Murder, von Dianne Freeman (Kensington)

Bone on Bone, von Julia Keller (Minotaur)

A Borrowing of Bones, von Paula Munier (Minotaur)

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The G.P. Putnam’s Sons Sue Grafton Memorial Award

Shell Game, von Sara Paretsky (Morrow)

nominiert

Perish, von Lisa Black (Kensington)

City of Secrets, von Victoria Thompson (Berkley)

A Forgotten Place, von Charles Todd (Morrow)

To Die But Once, von Jacqueline Winspear (Harper)

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Grand Master Award

Martin Cruz Smith

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Raven Award (for outstanding achievement in the mystery field outside the realm of creative writing)

Marilyn Stasio („The New York Times“-Krimikritikerin)

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Ellery Queen Award (for outstanding writing teams and outstanding people in the mystery-publishing industry)

Linda Landigan (Herausgeberin des Alfred Hitchcock Mystery Magazine)

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Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner! Schön, dass einige altbekannte Namen wieder dabei sind.

 

(via The Rap Sheet)


Bond 25: Pressekonferenz zum Film ab 14.10 Uhr im Livestream (Update)

April 25, 2019

In einigen Stunden wissen wir mehr über den neuen James-Bond-Film (zum Beispiel den Titel) und ich hoffe, dass die Links aus der faktenreichen und prosaarmen Ankündigung funktionieren. Wenn nicht: copy&paste und dann gerührt mit einem Wodka-Martini genießen:

DONNERSTAG, 25. APRIL um 14:10 Uhr

 

OFFIZIELLER BOND 25 LIVE LAUNCH AN EINER DER IKONISCHSTEN 007 LOCATIONS

 

SCHALTEN SIE EIN FÜR EXKLUSIVE INFORMATIONEN ZUM CAST, GEFOLGT VON EINEM Q&A

 

FACEBOOK: http://www.facebook.com/JamesBond007DE

Youtube: http://www.youtube.com/user/JamesBond007

TWITTER: http://www.twitter.com/007

#BOND25

 

Update: Die Pressemitteilung nach der Pressekonferenz (und ich frage mich jetzt, wieviel „Lizenz zum Töten“ in „Bond 25“ ist):

JAMAIKA, 25. April 2019 – GoldenEye auf Jamaika. Die James-Bond-Produzenten, Michael G. Wilson und Barbara Broccoli, haben heute angekündigt, dass die Dreharbeiten zum 25. offiziellen James-Bond-Film am 28. April 2019 beginnen. Produziert von Albert R. Broccolis EON Productions und Metro Goldwyn Mayer Studios und unter der Regie von Cary Joji Fukunaga kehrt Daniel Craig zum fünften Mal als Ian Flemings 007 – James Bond zurück.

Metro Goldwyn Mayer wird den 25. James-Bond-Kinofilm in den USA durch United Artists Releasing am 8. April 2020 und international durch Universal Pictures International und Metro Goldwyn Mayer ab dem 3. April 2020 in die Kinos bringen. Der deutsche Kinostart ist für den 9. April 2020 geplant.

Regisseur Cary Joji Fukunaga bestätigte die Rückkehr der Schauspieler Ralph Fiennes, Naomie Harris, Rory Kinnear, Léa Seydoux, Ben Whishaw sowie Jeffrey Wright und stellte die Neuzugänge Ana de Armas, Dali Benssalah, David Dencik, Lashana Lynch, Billy Magnussen und Rami Malek vor.

Bond ist nicht mehr im aktiven Dienst und genießt ein ruhiges Leben in Jamaika. Sein Frieden ist von kurzer Dauer, als sein alter Freund Felix Leiter von der CIA auftaucht und ihn um Hilfe bittet. Die Mission, einen entführten Wissenschaftler zu retten, erweist sich als weitaus tückischer als erwartet und führt Bond auf die Spur eines mysteriösen Bösewichts, der im Besitz von gefährlicher neuer Technologie ist.

Die 007-Produktion wird in den Pinewood Studios, UK und an Originalschauplätzen in London, Italien, Jamaika und Norwegen stattfinden.

Wilson und Broccoli kommentierten: „Wir freuen uns sehr, mit Bond 25, Daniel Craigs fünften Film der 007er Reihe, nach Jamaika zurückzukehren, wo Ian Fleming den legendären James-Bond-Charakter erschaffen hat und wo James Bond 007 jagt Dr. No und James Bond 007 – Leben und sterben lassen gefilmt wurden.“

Das Drehbuch stammt von Neal Purvis & Robert Wade, Scott Z. Burns mit Cary Joji Fukunaga und Phoebe Waller-Bridge. Zum kreativen Team hinter der Kamera gehören außerdem: Linus Sandgren (Kamera), Tom Cross und Elliot Graham (Schnitt), Mark Tildesley (Produktionsdesign), Suttirat Larlarb (Kostümdesign), Olivier Schneider (Stuntkoordination), Lee Morrison (Stuntkoordination 2nd Unit) und Charlie Noble (Spezialeffekte). Wieder dabei sind außerdem Alexander Witt (Regie 2nd Unit), Chris Corbould (Spezialeffekte und Action-Fahrzeuge) und Debbie McWilliams (Casting).

James Bond 007 – Spectre, der 24. James-Bond-Film, war ein weltweiter Kassenhit, der in 81 Ländern, einschließlich der USA, auf Platz eins startete und 880 Millionen US-Dollar weltweit einspielte. Der Film stellte einen neuen Rekord in Großbritannien auf, wo er in den ersten sieben Tagen 63,8 Millionen US-Dollar einspielte. James Bond 007 – Skyfall, der 23. Film der Reihe, brachte weltweit 1,1 Milliarden US-Dollar ein.

Der Startschuss für den Produktionsbeginn von Bond 25 wurde live auf den offiziellen James-Bond-Kanälen übertragen: 007.com, Twitter, YouTube, Facebook. Das Video ist jetzt auf allen diesen Seiten auf Abruf verfügbar.

Die Ankündigung fand im GoldenEye auf Jamaika statt, einst das Anwesen von Ian Fleming. Dort erschuf er 1952 die Figur des James Bond. Ian Fleming schrieb zwölf Romane und zwei Kurzgeschichtensammlungen auf der Insel. GoldenEye gehört und wird von Island Outpost betrieben, gegründet von Chris Blackwell, dem früheren Besitzer von Island Records.

GoldenEye wird nicht als Drehort für Bond 25 verwendet.

Der erste 007 Film, James Bond 007 jagt Dr. No, produziert von Albert R. Broccoli und Harry Saltzman, basierend auf Flemings sechstem Roman, wurde 1962 mit Sean Connery auf Jamaica gedreht.

Die Produktion hat etwa 500 lokale jamaikanische Schauspieler und Crewmitglieder angestellt und wird von der Regierung von Jamaika, unter der Leitung des Kulturministeriums, des Tourismusministeriums und der Filmkommission unterstützt.

24 Filme wurden bereits produziert und der 25. steht kurz vor dem Beginn der Dreharbeiten: James Bond ist das am längsten laufende und eines der erfolgreichsten Franchiseunternehmen aller Zeiten. Michael G. Wilson und Barbara Broccoli beerbten Albert R. ‚Cubby’ Broccoli und haben die letzten acht Bond Filme gemeinsam produziert, darunter die sehr erfolgreichen Skyfall und Spectre. Alle James Bond Filme wurden in Zusammenarbeit mit den Metro-Goldwyn-Mayer Studios oder United Artists, seinem Vorgänger, produziert.

 


Die Krimibestenliste April 2019

April 8, 2019

Pünktlich zum ersten Sonntag im Monat haben die F.A.S. und Deutschlandfunk Kultur von Krimiexperten eine neue Krimileseliste zusammenstellen gelassen:

1. James Sallis – Willnot (Plazierung im Vormonat: 2)

Aus dem Englischen von Jürgen Bürger und Kathrin Bielfeldt. Liebeskind, 224 Seiten, 20 Euro

2. Heinrich Steinfest – Der schlaflose Cheng (Plazierung im Vormonat: 4)

Piper, 288 Seiten, 16 Euro.

3. Sara Gran – Das Ende der Lügen (Plazierung im Vormonat: 7)

Aus dem Englischen von Eva Bonné. Heyne, 348 Seiten, 16 Euro.

4. Gary Victor – Im Namen des Katers (Plazierung im Vormonat: 3)

Aus dem Französischen von Peter Trier. Litradukt, 168 Seiten, 12 Euro.

5. Attica Locke – Bluebird, Bluebird (Plazierung im Vormonat: 1)

Aus dem Englischen von Susanna Mende. Polar, 330 Seiten, 20 Euro.

6. Leonardo Padura – Die Durchlässigkeit der Zeit (Plazierung im Vormonat: 8)

Aus dem Spanischen von Hans-Joachim Hartstein. Unionsverlag, 440 Seiten, 24 Euro.

7. Jonathan Robijn – Kongo Blues (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Flämischen von Jan-Frederik Bandel. Edition Nautilus, 176 Seiten, 16,90 Euro

8. Melissa Scrivner Love – Lola (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Sven Koch und Andrea Stumpf. Suhrkamp, 392 Seiten, 14,95 Euro

9. Don Winslow – Jahre des Jägers (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Conny Lösch.Droemer, 992 Seiten, 26 Euro

10. Antonio Ortuño – Die Verschwundenen (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Spanischen von Hans-Joachim Hartstein, Kunstmann, 254 Seiten, 2o Euro

–

Das sieht doch nach einer sehr frühlingshaften Leseliste mit vielen Ideen für den Sommerurlaub aus. Jedenfalls wenn man nicht schon wieder durch Gotham City in seinen verschiedenen Inkarnationen wandeln will. Denn auch in der Provinz wird gemordet.

Ich sehe mich mit „Bluebird, Bluebird“ noch etwas in Osttexas um.


Doku-Tipp: Inspektor Columbo: Kult und Kindheitserinnerungen

März 27, 2019

Ich glaube, die Doku „Inspektor Columbo: Kult und Kindheitserinnerugnen“ (Frankreich 2015, Regie: Jean-Philippe Amar) habe ich noch nicht gesehen, aber schlecht kann sie nicht sein, weil: Arte, Peter Falk, Columbo.

 

 


„Once upon a Time in Hollywood“ – der Teaser-Trailer für den neuen Film von Quentin Tarantino

März 20, 2019

Sieht gut aus. Erinnert mich spontan etwas an „Inherent Vice – Natürliche Mängel“ und „The Nice Guys“.

Eine Homepage gibt es auch schon.


Die Krimibestenliste März 2019

März 4, 2019

Während der Tage, die in Berlin konsequent ignoriert werden, präsentieren die F.A.S. und Deutschlandfunk Kultur ihre aktuelle Krimibestenliste:

1. Attica Locke – Bluebird, Bluebird (Plazierung im Vormonat: 1)

Aus dem Englischen von Susanna Mende. Polar, 330 Seiten, 20 Euro.

2. James Sallis – Willnot (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Jürgen Bürger und Kathrin Bielfeldt. Liebeskind, 224 Seiten, 20 Euro

3. Gary Victor – Im Namen des Katers (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Französischen von Peter Trier. Litradukt, 168 Seiten, 12 Euro.

4. Heinrich Steinfest – Der schlaflose Cheng (Plazierung im Vormonat: /)

Piper, 288 Seiten, 16 Euro.

5. Lucía Puenzo – Die man nicht sieht (Plazierung im Vormonat: 3)

Aus dem Spanischen von Anja Lutter. Wagenbach, 204 Seiten, 20 Euro.

6. Tana French – Der dunkle Garten (Plazierung im Vormonat: 2)

Aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann. Scherz, 656 Seiten, 16,99 Euro.

7. Sara Gran – Das Ende der Lügen (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Eva Bonné. Heyne, 348 Seiten, 16 Euro.

8. Leonardo Padura – Die Durchlässigkeit der Zeit (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Spanischen von Hans-Joachim Hartstein. Unionsverlag, 440 Seiten, 24 Euro.

9. Jeong Yu-Jeong – Der gute Sohn (Plazierung im Vormonat: /)

Aus dem Koreanischen von Kyong-Hae Flügel. Unionsverlag, 318 Seiten, 19 Euro.

10. Jonathan Lethem – Der wilde Detektiv (Plazierung im Vormonat: 8)

Aus dem Englischen von Ulrich Blumenbach. Tropen, 336 Seiten, 22 Euro.


Wer kriegt dieses Jahr die Oscars? Meine Vorschläge für den Jahrgang 2019 (Update 25. 2. 2019: die Gewinner)

Februar 24, 2019

In wenigen Stunden ist es soweit: im sonnigen Hollywood werden die diesjährigen Oscars verliehen und wie jedes Jahr wurden einige Filme und Leistungen sträflich übersehen. Trotzdem gibt es in den Hauptkategorien keinen Totalausfall; – naja, „Bohemian Rhapsody“ ist zwar ein nettes Musikerbiopic, aber als besten Film sehe ich ihn definitiv nicht. Bei einigen der anderen Filme war ich etwas am Überlegen, aber am Ende würde ich „The Favourite“ viele Oscars geben.

Den hochgelobten „Roma“ lasse ich komplett außen vor, weil er als Netflix-Film nach einer Alibi-Kinoauswertung nur noch an einem Ort gesehen werden kann. Das widerspricht der Idee, dass über Kinofilme über einen längeren Zeitraum gesprochen wird und sie damit auch Einfluss auf gesellschaftliche Diskurse und andere Filme nehmen. Bis jetzt gelang das noch keinem Netflix-Film. Oder erinnert sich noch jemand an „Beast of No Nation“ und „Okja“?

Selbstverständlich werden die Preisträger nachgetragen.

(UPDATE nach der Preisvergabe: die Gewinner)

Nominiert für die 2019er Oscars sind:

Best Picture

BlacKkKlansman

Black Panther

Bohemian Rhapsody

The Favourite (MEIN TIPP)

Green Book (GEWINNER – das erinnert an 1990, als „Miss Daisy und ihr Chauffeur“ [Driving Miss Daisy] den Oscar als bester Film des Jahres erhielt)

Roma

A Star Is Born

Vice

–

Best Director

Alfonso Cuaron (Roma) (GEWINNER)

Yorgos Lanthimos (The Favourite) (MEIN TIPP)

Spike Lee (BlacKkKlansman)

Adam McKay (Vice)

Pawel Pawlikowski (Cold War)

–

Best Actress

Yalitza Aparicio (Roma)

Glenn Close (The Wife [Die Frau des Nobelpreisträgers])

Olivia Colman (The Favourite) (MEIN TIPP) (GEWINNER)

Lady Gaga (A Star Is Born)

Melissa McCarthy (Can You Ever Forgive Me?)

–

Best Actor

Christian Bale (Vice) (MEIN TIPP)

Bradley Cooper (A Star Is Born)

Willem Dafoe (At Eternity’s Gate)

Rami Malek (Bohemian Rhapsody) (GEWINNER)

Viggo Mortensen (Green Book)

–

Best Supporting Actress

Amy Adams (Vice)

Marina de Tavira (Roma)

Regina King (If Beale Street Could Talk) (MEIN TIPP – auch weil „If Beale Street could talk“ bei den Nominierungen sträflich vernachlässigt wurde, läuft bei uns am 7. März an) (GEWINNER)

Emma Stone (The Favourite)

Rachel Weisz (The Favourite)

–

Best Supporting Actor

Mahershala Ali (Green Book) (MEIN TIPP – obwohl Richard E Grant auch eine gute Wahl gewesen wäre) (GEWINNER)

Adam Driver (BlacKkKlansman)

Sam Elliott (A Star Is Born)

Richard E. Grant (Can You Ever Forgive Me?)

Sam Rockwell (Vice)

–

Best Original Screenplay

The Favourite (Deborah Davis and Tony McNamara) (MEIN TIPP)

First Reformed (Paul Schrader) (noch nicht gesehen und hier wohl nur als VoD ansehbar)

Green Book (Brian Hayes Currie, Peter Farrelly and Nick Vallelonga) (GEWINNER)

Roma (Alfonso Cuaron)

Vice (Adam McKay)

–

Best Adapted Screenplay

A Star Is Born (Bradley Cooper, Will Fetters and Eric Roth)

The Ballad of Buster Scruggs (Joel Coen and Ethan Coen)

BlacKkKlansman (Spike Lee, David Rabinowitz, Charlie Wachtel and Kevin Willmott) (GEWINNER)

If Beale Street Could Talk (Barry Jenkins) (MEIN TIPP)

Can You Ever Forgive Me? (Nicole Holofcener and Jeff Whitty)

–

Best Makeup & Hairstyling (puh…)

Border

Mary Queen of Scots (Maria Stuart, Königin von Schottland)

Vice (MEIN TIPP, wegen Dick) (GEWINNER)

–

Best Costume Design

The Ballad of Buster Scruggs (Mary Zophres)

Black Panther (Ruth E. Carter) (GEWINNER)

The Favourite (Sandy Powell) (MEIN TIPP)

Mary Poppins Returns (Sandy Powell)

Mary Queen of Scots (Alexandra Byrne)

–

Best Cinematography

The Favourite (Robbie Ryan) (MEIN TIPP)

Never Look Away (Werk ohne Autor) (Caleb Deschanel)

Roma (Alfonso Cuaron) (GEWINNER)

A Star Is Born (Matty Libatique)

Cold War (Lukasz Zal)

–

Best Original Song (da hab ich keinen im Ohr. Aber „Shallow“ soll gut sein)

„All the Stars“ (Black Panther, written by Kendrick Lamar, Al Shux, Sounwave, SZA and Anthony Tiffith) Performed by Kendrick Lamar and SZA

„I’ll Fight“ (R.B.G., written by Diane Warren) Performed by Jennifer Hudson

„The Place Where Lost Things Go“ (Mary Poppins Returns, written by Marc Shaiman and Scott Wittman) Performed by Emily Blunt

„Shallow“ (A Star Is Born, written by Lady Gaga, Mark Ronson, Anthony Rossomando and Andrew Wyatt) Performed by Bradley Cooper and Lady Gaga (GEWINNER)

„When a Cowboy Trades His Spurs for Wings“ (The Ballad of Buster Scruggs, written by Dave Rawlings and Gillian Welch) Performed by Tim Blake Nelson and Willie Watson

–

Best Original Score (kein Tipp, weil ich keinen Soundtrack mehr im Ohr habe. Wobei in „BlacKkKlansman“, „If Beale Street could talk“ und „Isle of Dogs“ die Musik nicht negativ auffiel. Wahrscheinlich macht das Musical „Mary Poppins Returns“ das Rennen, weil es ein Musical ist)

Black Panther (Ludwig Goransson) (GEWINNER)

BlacKkKlansman (Terence Blanchard)

If Beale Street Could Talk (Nicholas Britell)

Isle of Dogs (Alexandre Desplat)

Mary Poppins Returns (Marc Shaiman)

–

Best Documentary Feature (kein Tipp)

Free Solo (GEWINNER)

Hale County This Morning, This Evening

Minding the Gap

Of Fathers and Sons

R.B.G.

–

Best Animated Feature

Incredibles 2 (Die Unglaublichen 2)

Isle of Dogs (MEIN TIPP)

Mirai

Ralph Breaks the Internet

Spider-Man: Into the Spider-Verse (Spider-Man: A new Universe) (GEWINNER)

–

Best Foreign-Language Film

Capernaum (Lebanon)

Cold War (Poland)

Never Look Away (Werk ohne Autor) (Germany)

Roma (Mexico) (GEWINNER)

Shoplifters (Japan) (MEIN TIPP)

–

Best Sound Mixing

Black Panther

Bohemian Rhapsody (GEWINNER)

First Man (Aufbruch zum Mond)

Roma

A Star Is Born (MEIN TIPP, weil Musik ja im Mix entsteht)

–

Best Sound Editing

Black Panther

Bohemian Rhapsody (GEWINNER)

First Man

A Quiet Place  (MEIN TIPP)

Roma

–

Best Production Design

Black Panther (Hannah Beachler and Jay Hart) (GEWINNER)

The Favourite (Fiona Crombie and Alice Felton) (MEIN TIPP)

First Man (Nathan Crowley and Kathy Lucas)

Mary Poppins Returns (John Myhre and Gordon Sim)

Roma (Eugenio Caballero and Barbara Enriquez)

–

Best Visual Effects

Avengers: Infinity War

Christopher Robin

First Man (GEWINNER)

Ready Player One (MEIN TIPP – ansonsten „Avengers: Infinity War“)

Solo: A Star Wars Story

–

Best Film Editing

BlacKkKlansman (Barry Alexander Brown) (MEIN TIPP – nachdem ich Spike Lees neuen Film bis jetzt sträflich vernachlässigt habe)

Bohemian Rhapsody (John Ottman) (GEWINNER)

The Favourite (Yorgos Mavropsaridis)

Green Book (Patrick J. Don Vito)

Vice (Hank Corwin)

–

Best Animated Short (ab jetzt keine Tipps mehr, weil ich keinen der Filme kenne)

Animal Behaviour

Bao (GEWINNER)

Late Afternoon

One Small Step

Weekends

–

Best Live-Action Short

Detainment

Fauve

Marguerite

Mother

Skin (GEWINNER)

–

Best Documentary Short

Black Sheep

End Game

Lifeboat

A Night at the Garden

Period. End of Sentence (GEWINNER)


D. B. Blettenberg liest vor – in Berlin

Februar 12, 2019

Am Mittwoch, 13. Februar 2019, ab 20:00 Uhr (Einlass ab 19:30 Uhr) liest D. B. Blettenberg in der Buchhandlung Otherland (zwei Türen neben der Krimibuchhandlung Hammett, Ecke Friesenstraße/Bergmannstraße, Kreuzberg, Berlin) aus seinem neuen Roman „Falken jagen“, in dem Farang einen Killer von Thailand nach Griechenland verfolgt.

Den Thriller habe ich ja schon abgefeiert und D. B. Blettenberg ist ein äußerst angenehmer Gesprächspartner, der dann auch einiges über die historischen Hintergründe des Thrillers verraten kann.

Der Eintritt beträgt 5 Euro, Getränke gibt es für einen Euro und Knabberzeug für umsonst.

Veranstaltet wird der Abend von Hammett.

–

D. B. Blettenberg: Falken jagen

Pendragon, 2018

384 Seiten

18 Euro

–

Hinweise

Homepage von D. B. Blettenberg

Wikipedia über D. B. Blettenberg

Lexikon der deutschen Krimiautoren über D. B. Blettenberg

Krimi-Couch über D. B. Blettenberg

Meine Besprechung von D. B. Blettenbergs „Murnaus Vermächtnis“ (2010)

Mein Gespräch mit D. B. Blettenberg über „Murnaus Vermächtnis“

Meine Besprechung von D. B. Blettenbergs „Falken jagen“ (2018)


Die Krimibestenliste Februar 2019

Februar 4, 2019

Die Tage werden länger und die F.A.S. und Deutschlandfunk Kultur präsentieren ihre Februar-Krimibestenliste:

1. Attica Locke – Bluebird, Bluebird (Platzierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Susanna Mende. Polar, 330 Seiten, 20 Euro.

2. Tana French – Der dunkle Garten (Platzierung im Vormonat: 6)

Aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann. Scherz, 656 Seiten, 16,99 Euro.

3. Lucía Puenzo – Die man nicht sieht (Platzierung im Vormonat: /)

Aus dem Spanischen von Anja Lutter. Wagenbach, 204 Seiten, 20 Euro

4. Sara Paretsky – Kritische Masse (Platzierung im Vormonat: 1)

Aus dem Englischen von Laudan & Szelinski. Ariadne im Argument-Verlag, 540 Seiten, 24 Euro.

5. Un-Su Kim – Die Plotter (Platzierung im Vormonat: 2)

Aus dem Englischen von Rainer Schmidt. Europa, 360 Seiten, 24 Euro.

6. Tomás Bárbulo – Versammlung der Toten (Platzierung im Vormonat: /)

Aus dem Spanischen von Carsten Regling. Suhrkamp, 398 Seiten, 14,95 Euro

7. Patrícia Melo – Der Nachbar (Platzierung im Vormonat: 3)

Aus dem Portugiesischen von Barbara Mesquita. Tropen, 160 Seiten, 18 Euro.

8. Jonathan Lethem – Der wilde Detektiv (Platzierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Ulrich Blumenbach.Tropen, 336 Seiten, 22 Euro

9. Tito Topin -: Tanzt! Singt! Morgen wird es schlechter (Platzierung im Vormonat: /)

Aus dem Französischen von Katarina Grän. Distel, 192 Seiten, 14,80 Euro.

10. Michael Farris Smith – Desperation Road (Platzierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Jürgen Bürger. Ars Vivendi, 288 Seiten, 22 Euro.

–

„Bluebird, Bluebird“ erhielt 2018 den Edgar Award for Best Novel und den Ian Fleming Steel Dagger. D. h.: Lesebefehl.

Und die Tage wird Sara Paretskys „Kritische Masse“ abgefeiert.


Die Oscar-Nominierungen 2019

Januar 22, 2019

Sodele, einen Tag nach den Razzie-Nominierungen, gibt es die Oscar-Nominierungen.

Die Oscar-Verleihung ist am Sonntag, den 24. Februar, im Dolby Theatre.

Insgesamt eine schöne Liste empfehlenswerter Filme; – und jetzt muss ich schnell überlegen, welche Filme wirklich übersehen wurden. Ad hoc fällt mir nur Debra Graniks „Leave no trace“ ein.

Ein, zwei der nominierten Filme habe ich noch nicht gesehen. Deshalb gibt es jetzt noch keine Oscar-Gewinner-Tipps. In der Kategorie „Bester Film des Jahres“ schwanke ich zwischen „The Favourite“ (mit einem überragendem Ensemble), „BlacKkKlansman“ (sehr witzig und sehr wütend) und „Green Book“ (der als kleiner Film eine kleine Geschichte erzählt). In dieser Kategorie fehlt vielleicht Barry Jenkins‘ „If Beale Street could talk“. „Vice – Der zweite Mann“ sehe ich nicht als Gewinner in dieser Kategorie, aber Christian Bale als Dick Cheney überzeugt und ist unter Maske fast nicht zu erkennen. Beste Schauspielerin sollte „The Favourite“ Olivia Colman werden. Die Trophäe für die beste Regie sollte ebenfalls an „The Favourite“ gehen. Also an Yorgos Lanthimos. Sowieso hat der Film, der am Donnerstag in unseren Kinos anläuft, jeden Preis verdient.

Ein Wort zu Netflix: mit „Roma“ und „ The Ballad of Buster Scruggs“ sind zwei Netflix-Spielfilme nominiert. Während über „Roma“, auch weil er zahlreiche Nominierungen erhält, noch gesprochen wird, ist „The Ballad of Buster Scruggs“ vollständig aus der öffentlichen Diskussion verschwunden. Eigentlich gab es nach dem Netflix-Start nur einige Kritiken, ehe der neue Film der Coen-Brüder in der Versenkung verschwand.

Und das ist das Problem von Netflix-Filmen: es findet kein öffentlicher Diskurs über sie statt. Sie existieren praktisch nicht. Einerseits weil nicht jeder Netflix hat, andererseits weil die öffentlichen Foren und die kuratierte Auswahl eines Kinos mit der anschließenden (in der Realität kaum genutzten) Möglichkeit zum Gespräch über den Film fehlen. Es gibt keine besonderen Veranstaltungen, keine Sommerkino-Aufführungen, keine Wiederaufführungen, keine Happenings. Sie begegnen einem auch später nicht im Handel oder im Fernsehen. Sie sind wie ein Buch, das in einer Bibliothek verstaubt.

Nominiert sind:

Best Picture

BlacKkKlansman

Black Panther

Bohemian Rhapsody

The Favourite

Green Book

Roma

A Star Is Born

Vice

–

Best Director

Alfonso Cuaron (Roma)

Yorgos Lanthimos (The Favourite)

Spike Lee (BlacKkKlansman)

Adam McKay (Vice)

Pawel Pawlikowski (Cold War)

–

Best Actress

Yalitza Aparicio (Roma)

Glenn Close (The Wife [Die Frau des Nobelpreisträgers])

Olivia Colman (The Favourite)

Lady Gaga (A Star Is Born)

Melissa McCarthy (Can You Ever Forgive Me?)

–

Best Actor

Christian Bale (Vice)

Bradley Cooper (A Star Is Born)

Willem Dafoe (At Eternity’s Gate)

Rami Malek (Bohemian Rhapsody)

Viggo Mortensen (Green Book)

–

Best Supporting Actress

Amy Adams (Vice)

Marina de Tavira (Roma)

Regina King (If Beale Street Could Talk)

Emma Stone (The Favourite)

Rachel Weisz (The Favourite)

–

Best Supporting Actor

Mahershala Ali (Green Book)

Adam Driver (BlacKkKlansman)

Sam Elliott (A Star Is Born)

Richard E. Grant (Can You Ever Forgive Me?)

Sam Rockwell (Vice)

–

Best Original Screenplay

The Favourite (Deborah Davis and Tony McNamara)

First Reformed (Paul Schrader)

Green Book (Brian Hayes Currie, Peter Farrelly and Nick Vallelonga)

Roma (Alfonso Cuaron)

Vice (Adam McKay)

–

Best Adapted Screenplay

A Star Is Born (Bradley Cooper, Will Fetters and Eric Roth)

The Ballad of Buster Scruggs (Joel Coen and Ethan Coen)

BlacKkKlansman (Spike Lee, David Rabinowitz, Charlie Wachtel and Kevin Willmott)

If Beale Street Could Talk (Barry Jenkins)

Can You Ever Forgive Me? (Nicole Holofcener and Jeff Whitty)

–

Best Makeup & Hairstyling

Border

Mary Queen of Scots (Maria Stuart, Königin von Schottland)

Vice

–

Best Costume Design

The Ballad of Buster Scruggs (Mary Zophres)

Black Panther (Ruth E. Carter)

The Favourite (Sandy Powell)

Mary Poppins Returns (Sandy Powell)

Mary Queen of Scots (Alexandra Byrne)

–

Best Cinematography

The Favourite (Robbie Ryan)

Never Look Away (Werk ohne Autor) (Caleb Deschanel)

Roma (Alfonso Cuaron)

A Star Is Born (Matty Libatique)

Cold War (Lukasz Zal)

–

Best Original Song

„All the Stars“ (Black Panther, written by Kendrick Lamar, Al Shux, Sounwave, SZA and Anthony Tiffith) Performed by Kendrick Lamar and SZA

„I’ll Fight“ (R.B.G., written by Diane Warren) Performed by Jennifer Hudson

„The Place Where Lost Things Go“ (Mary Poppins Returns, written by Marc Shaiman and Scott Wittman) Performed by Emily Blunt

„Shallow“ (A Star Is Born, written by Lady Gaga, Mark Ronson, Anthony Rossomando and Andrew Wyatt) Performed by Bradley Cooper and Lady Gaga

„When a Cowboy Trades His Spurs for Wings“ (The Ballad of Buster Scruggs, written by Dave Rawlings and Gillian Welch) Performed by Tim Blake Nelson and Willie Watson

–

Best Original Score

Black Panther (Ludwig Goransson)

BlacKkKlansman (Terence Blanchard)

If Beale Street Could Talk (Nicholas Britell)

Isle of Dogs (Alexandre Desplat)

Mary Poppins Returns (Marc Shaiman)

–

Best Documentary Feature

Free Solo

Hale County This Morning, This Evening

Minding the Gap

Of Fathers and Sons

R.B.G.

–

Best Animated Feature

Incredibles 2 (Die Unglaublichen 2)

Isle of Dogs

Mirai

Ralph Breaks the Internet

Spider-Man: Into the Spider-Verse (Spider-Man: A new Universe)

–

Best Foreign-Language Film

Capernaum (Lebanon)

Cold War (Poland)

Never Look Away (Werk ohne Autor) (Germany)

Roma (Mexico)

Shoplifters (Japan)

–

Best Sound Mixing

Black Panther

Bohemian Rhapsody

First Man (Aufbruch zum Mond)

Roma

A Star Is Born

–

Best Sound Editing

Black Panther

Bohemian Rhapsody

First Man

A Quiet Place

Roma

–

Best Production Design

Black Panther (Hannah Beachler and Jay Hart)

The Favourite (Fiona Crombie and Alice Felton)

First Man (Nathan Crowley and Kathy Lucas)

Mary Poppins Returns (John Myhre and Gordon Sim)

Roma (Eugenio Caballero and Barbara Enriquez)

–

Best Visual Effects

Avengers: Infinity War

Christopher Robin

First Man

Ready Player One

Solo: A Star Wars Story

–

Best Film Editing

BlacKkKlansman (Barry Alexander Brown)

Bohemian Rhapsody (John Ottman)

The Favourite (Yorgos Mavropsaridis)

Green Book (Patrick J. Don Vito)

Vice (Hank Corwin)

–

Best Animated Short

Animal Behaviour

Bao

Late Afternoon

One Small Step

Weekends

–

Best Live-Action Short

Detainment

Fauve

Marguerite

Mother

Skin

–

Best Documentary Short

Black Sheep

End Game

Lifeboat

A Night at the Garden

Period. End of Sentence

(via The Hollywood Reporter)


Die Krimibestenliste Januar 2019

Januar 7, 2019

Neues Jahr, neue Krimibestenliste der F.A.S. und Deutschlandfunk Kultur:

1. Sara Paretsky – Kritische Masse (Platzierung im Vormonat: 1)

Aus dem Englischen von Laudan & Szelinski. Ariadne im Argument-Verlag, 540 Seiten, 24 Euro.

2. Un-Su Kim – Die Plotter (Platzierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Rainer Schmidt. Europa, 360 Seiten, 24 Euro.

3. Patrícia Melo – Der Nachbar (Platzierung im Vormonat: 5)

Aus dem Portugiesischen von Barbara Mesquita. Tropen, 160 Seiten, 18 Euro.

4. Fred Vargas – Der Zorn der Einsiedlerin (Platzierung im Vormonat: 3)

Aus dem Französischen von Waltraud Schwarze. Limes, 512 Seiten, 23 Euro.

5. Louise Penny – Hinter den drei Kiefern (Platzierung im Vormonat: 2)

Aus dem Englischen von Andrea Stumpf und Gabriele Werbeck. Kampa, 496 Seiten, 16,90 Euro.

6. Tana French – Der dunkle Garten (Platzierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann. Scherz, 656 Seiten, 16,99 Euro.

7. Christoph Peters – Das Jahr der Katze (Platzierung im Vormonat: 9)

Luchterhand, 352 Seiten, 22 Euro.

8. Anne Goldmann – Das größere Verbrechen (Platzierung im Vormonat: 6)

Ariadne im Argument-Verlag, 240 Seiten, 13 Euro.

9. Cloé Mehdi – Nichts ist verloren (Platzierung im Vormonat: /)

Aus dem Französischen von Cornelia Wend. Polar, 312 Seiten, 18 Euro.

10. James Anderson – Desert Moon (Platzierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Harriet Fricke. Polar, 344 Seiten, 18 Euro

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Von mir kommen die Tage einige Worte zu den bei uns neuen (im Original teils schon vor Jahren erschienenen) Werken von Joe R. Lansdale, James Lee Burke, George Pelecanos, Friedrich Ani und Sara Paretsky. Damit dürfte dann meine kritische Masse erreicht sein.