Hammett-Lesungen mit Ben Aaronovitch und den „Berlin Noir“-Autoren

Februar 19, 2018

Von Ben Aaronovitch habe ich vor Jahren ein Buch gelesen, das mir gefiel.

Von „Berlin Noir“ habe ich noch nichts gelesen, aber da schlägt der blinde Lokalpatriotismus jegliches kritische Bewusstsein.

Hier die Ankündigung der Krimibuchhandlung Hammett:

Am 27.02.2018 veranstalten wir gemeinsam mit der Otherland Buchhandlung einen Abend mit dem englischen Fantasykrimi-Autor Ben Aaronovitch.

Das wird keine Autorenlesung im klassischen Sinne, wie sie in Deutschland üblich ist, in anderen Ländern aber kaum, sondern einfach ein unterhaltsamer Abend nach dem Motto „Meet the Author“, an dem uns Ben Aaronovitch einiges erzählen wird und sich dem Dialog mit seinem Fan-Publikum stellt.

Mit der witzigen Fantasykrimi-Serie um Police Constable Peter Grant in einem magischen London („Die Flüsse von London“ und weitere fünf Bände bisher) hat Ben Aaronovitch sich eine weltweite Fangemeinde erschrieben. „So stellt man es sich vor, wenn Harry Potter erwachsen geworden und zur Polizei gegangen wäre“, meinte seine Kollegin Diane Gabaldon dazu.

Der Abend wird komplett auf Englisch stattfinden.

Der Eintritt ist frei.

Wann? – Dienstag, 27. Februar 2018, ab 20:00 Uhr (Einlass ab 19:30 Uhr).

Wo? – DTK-Wasserturm, Ecke Kopisch-/Fidicinstraße in Kreuzberg. (Nächste U-Bahnstation: U6, Platz der Luftbrücke.)

Richtig berlinerisch und kriminell wird es dann am 01.03.2018, bei der Premieren-Buchpräsentation der dann druckfrisch vorliegenden Berlin-Krimi-Anthologie „Berlin Noir“ (CulturBooks Verlag).

Mit der zuvor erschienenen Städte-Anthologie „Paris Noir“ hat der CulturBooks Verlag die Messlatte für diese neue Berlin-Krimi-Anthologie extrem hoch gelegt. Wir sind sehr gespannt!

An dem Abend werden mindestens zehn der dreizehn Autor(inn)en anwesend sein, und einige von ihnen werden auch Kostproben aus ihrer jeweiligen „Berlin Noir“-Story zum Besten geben.

Der Moderator des Abends und Herausgeber des Story-Bandes, Thomas Wörtche, wird zwischen Autor(inn)en und Publikum vermitteln und einiges zur Entstehung und zum Sinn und Zweck der Anthologie „Berlin Noir“ erzählen. Diskussion erwünscht!

Wann? – Donnerstag, 1. März 2018, ab 20:00 Uhr (Einlass ab 19:30 Uhr).

Wo? – DTK-Wasserturm, Ecke Kopisch-/Fidicinstraße in Kreuzberg. (Nächste U-Bahnstation: U6, Platz der Luftbrücke.)

Eintritt: 5 Euro.

Vorverkauf und Kartenreservierung im Hammett, per e-mail oder Telefon.

(…)

P.S.:

Am 16. März 2018 kommt dann unsere australische Lieblingsautorin Candice Fox („Hades“-Trilogie) ins English Theatre Berlin, Fidicinstraße 40, und wird ihren aktuellen Roman „Crimson Lake“ vorstellen.


Die Krimibestenliste Februar 2018

Februar 5, 2018

Überhaupt nicht närrisch, die Krimibestenliste der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und des Deutschlandfunk Kultur für den kurzen Februar:

1. (3) Oliver Bottini: Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens

DuMont, 414 Seiten, 22 Euro

2. (-) Mike Nicol: Korrupt

Aus dem Englischen von Mechthild Barth

btb, 510 Seiten, 10 Euro

3. (2) Jan Costin Wagner: Sakari lernt, durch Wände zu gehen

Galiani, 236 Seiten, 20 Euro

4. (7) Volker Heise: Außer Kontrolle

Rowohlt Berlin, 240 Seiten, 20 Euro

5. (-) Dror Mishani: Die schwere Hand

Aus dem Hebräischen von Markus Lemke

Zsolnay, 288 Seiten, 22 Euro

6. (-) William Boyle: Gravesend

Aus dem Englischen von Andrea Stumpf

Polar, 294 Seiten, 18 Euro

7. (-) Gerald Seymour: Vagabond

Aus dem Englischen von Zoë Beck und Andrea O’Brien

Suhrkamp, 498 Seiten, 14,95 Euro

8. (-) Regina Nössler: Schleierwolken

konkursbuch, 316 Seiten, 12 Euro

9. (-) Tony Parsons: In eisiger Nacht

Aus dem Englischen von Dietmar Schmidt

Lübbe, 334 Seiten, 15 Euro

10. (-) Antti Tuomainen: Die letzten Meter bis zum Friedhof

Aus dem Finnischen von Niina Katariina Wagner und Jan Costin Wagner

Rowohlt, 318 Seiten, 19,95 Euro

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Polar macht, wie ein Blick auf den sechsten Platz verrät, weiter. Mit einem neuen Geldgeber und, nach der kurzen Zwangspause, als Hardcover. Passt ja zu harten Büchern.


Die Nominierungen für den Friedrich-Glauser-Preis 2018

Februar 4, 2018

Das Syndikat, die Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur, hat die diesjährigen Nominierungen für den Friedrich-Glauser-Preis bekannt gegeben. Die Preisverleitung ist am 5. Mai auf der Criminale in Halle.

Nominiert sind:

Bester Kriminalroman

Raoul Biltgen: Schmidt ist tot, Verlag Wortreich

Alfred Bodenheimer: Ihr sollt den Fremden lieben, Nagel & Kimche

Ellen Dunne: Harte Landung, Insel Taschenbuch

Monika Geier: Alles so hell da vorn, Ariadne

Jutta Profijt: Unter Fremden, dtv

Bester Debüt-Kriminalroman

Hannah Coler: Cambridge 5, Limes Verlag

Kerstin Ehmer: Der weiße Affe, Pendragon

Gereon Krantz: Unter pechschwarzen Sternen, ProTalk Verlag

Harald J. Marburger: Totengräberspätzle, Emons

Takis Würger: Der Club, Kein & Aber

Bester Kurzkrimi

Klaus Berndl mit Feueralarm, in: Feuerspuren, edition karo

Karr & Wehner (Reinhard Jahn und Walter Wehner) mit Hier in Tremonia, in: Killing You Softly, KBV

Thomas Kastura mit Der Zuschauer, in: Kerzen, Killer, Krippenspiel, Knaur

Henry Kersting mit Der Blaue, in: Rache brennt, Verlag am Schloss

Cécile Ziemons mit Dünensingen, in: Feinste Friesenmorde, Leda Verlag

Hansjörg-Martin-Preis (bester Kinder- und Jugendkrimi)

Tanya Lieske: Mein Freund Charlie, Beltz & Gelberg

Christian Linker: Der Schuss, dtv

Lea-Lina Oppermann: Was wir dachten, was wir taten, Beltz & Gelberg

Ortwin Ramadan: Glück ist was für Anfänger, Coppenrath

Martin Schäuble: Endland, Hanser

Ehrenglauser

Edith Kneifl in Würdigung ihres Engagements für die Kriminalliteratur

Herzlichen Glückwunsch an alle Nominierten.


Die Oscar-Nominierungen 2018

Januar 23, 2018

Nachdem gestern die Razzie-Nominierungen veröffentlicht wurden (eine durchaus gelungene Auswahl) und schon seit Tagen eine wichtige Preisverleihung nach der nächsten stattfindet, wurden heute die Nominierungen für die diesjährigen Oscars bekannt gegeben.

Insgesamt und soweit ich die Filme kenne („Call Me by Your Name“ und „Lady Bird“ kenne ich noch nicht. Aber beide Filme dürften mir gefallen.) ist die Auswahl gelungen. Auch wenn – ebenfalls soweit ich die Filme kenne – einige Filme, wie „The Disaster Artist“ (wegen Belästigungsvorwürfen gegen James Franco) und „The Florida Project“ (sozusagen die weiße Ausgabe von „Moonlight“), fehlen. Ebenso „Wonder Woman“ Gal Gadot und die Regisseurin Patty Jenkins, die ja vor einigen Monaten als Oscar-Kandidatinnen gehandelt wurden. Aber Science-Fiction und Superheldenfilme haben bei der Akademie notorisch schlechte Karten. Und Tom Hanks hätte man für „Die Verlegerin“ (der neue Spielberg-Film, über die Washington Post und die Pentagon Papiere) als bester Hauptdarsteller nominieren können.

Nominiert sind:

Best Picture

Call Me by Your Name

Darkest Hour (Die dunkelste Stunde)

Dunkirk

Get Out

Lady Bird

Phantom Thread (Der seidene Faden)

The Post (Die Verlegerin)

The Shape of Water

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

Best Director

Paul Thomas Anderson, Phantom Thread

Guillermo del Toro, The Shape of Water

Greta Gerwig, Lady Bird

Christopher Nolan, Dunkirk

Jordan Peele, Get Out

Best Actress

Sally Hawkins, The Shape of Water

Frances McDormand, Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

Margot Robbie, I, Tonya

Saoirse Ronan, Lady Bird

Meryl Streep, The Post

Best Actor

Timothee Chalamet, Call Me By Your Name

Daniel Day-Lewis, Phantom Thread

Daniel Kaluuya, Get Out

Gary Oldman, Darkest Hour

Denzel Washington, Roman J. Israel, Esq.

Best Supporting Actress

Mary J. Blige, Mudbound

Allison Janney, I, Tonya

Lesley Manville, Phantom Thread

Laurie Metcalf, Lady Bird

Octavia Spencer, The Shape of Water

Best Supporting Actor

Willem Dafoe, The Florida Project

Woody Harrelson, Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

Richard Jenkins, The Shape of Water

Christopher Plummer, All the Money in the World

Sam Rockwell, Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

Best Original Screenplay

The Big Sick (Emily V. Gordon & Kumail Nanjiani)

Get Out (Jordan Peele)

Lady Bird (Greta Gerwig)

The Shape of Water (Guillermo del Toro & Vanessa Taylor)

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri (Martin McDonagh)

Best Adapted Screenplay

Call Me by Your Name (James Ivory)

The Disaster Artist (Scott Neustadter & Michael H. Weber)

Logan (Scott Frank, James Mangold, Michael Green)

Molly’s Game (Aaron Sorkin)

Mudbound (Dee Rees & Virgil Williams)

Best Foreign-Language Film

A Fantastic Woman

The Insult

Loveless

On Body and Soul

The Square

Best Animated Feature

The Boss Baby

The Breadwinner

Coco

Ferdinand

Loving Vincent

Best Documentary Feature

Abacus: Small Enough to Jail

Faces Places

Icarus

Last Men in Aleppo

Strong Island

Best Cinematography

Blade Runner 2049 (Roger Deakins)

Darkest Hour (Bruno Delbonnel)

Dunkirk (Hoyte van Hoytema)

Mudbound (Rachel Morrison)

The Shape of Water (Dan Laustsen)

Best Film Editing

Baby Driver (Jonathan Amos & Paul Machliss)

Dunkirk (Lee Smith)

I, Tonya (Tatiana S. Riegel)

The Shape of Water (Sidney Wolinsky)

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri (Jon Gregory)

Best Sound Mixing

Baby Driver

Blade Runner 2049

Dunkirk

The Shape of Water

Star Wars: The Last Jedi

Best Sound Editing

Baby Driver

Blade Runner 2049

Dunkirk

The Shape of Water

Star Wars: The Last Jedi

Best Visual Effects

Blade Runner 2049

Guardians of the Galaxy Vol. 2

Kong: Skull Island

Star Wars: The Last Jedi

War for the Planet of the Apes (Planet der Affen: Survival)

Best Makeup & Hairstyling

Darkest Hour

Victoria & Abdul

Wonder

Best Costume Design

Beauty and the Beast (Jacqueline Durran) (Die Schöne und das Biest)

Darkest Hour (Jacqueline Durran)

Phantom Thread (Mark Bridges)

The Shape of Water (Luis Sequeira)

Victoria & Abdul (Consolata Boyle)

Best Production Design

Beauty and the Beast

Blade Runner 2049

Darkest Hour

Dunkirk

The Shape of Water

Best Live-Action Short

DeKalb Elementary

The Eleven O’Clock

My Nephew Emmett

The Silent Child

Watu Wote/All of Us

Best Animated Short

Dear Basketball

Garden Party

Lou

Negative Space

Revolting Rhymes

Best Documentary Short

Edith+Eddie

Heaven Is a Traffic Jam on the 405

Heroin(e)

Knife Skills

Traffic Stop

(via The Hollywood Reporter)


Die Gewinner des Deutschen Krimi Preis 2018

Januar 16, 2018

Traditionell ohne eine große Feier wurden jetzt die Gewinner des 34. Deutschen Krimi Preis (aka DKP) verkündet:

National

1. Platz: Oliver Bottini: Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens (dumont)

2. Platz: Monika Geier: Alles so hell da vorn (Ariadne bei Argument)

3. Platz: Andreas Pflüger: Niemals (Suhrkamp)

International

1. Platz: John le Carré: Das Vermächtnis der Spione (A Legacy of Spies)

Deutsch von Peter Torberg (Ullstein)

2. Platz: Viet Thanh Nguyen: Der Sympathisant (The Sympathizer)

Deutsch von Wolfgang Müller (Blessing)

3. Platz: Jérôme Leroy: Der Block (Le Bloc)

Deutsch von Cornelia Wend (Nautilus)

Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner.


Die Krimibestenliste Januar 2018

Januar 8, 2018

Neues Jahr, viele alte Bekannte auf der monatlichen Krimibestenliste der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und des Deutschlandfunk Kultur:

1. (3) Oliver Bottini: Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens

2. (3) Jan Costin Wagner: Sakari lernt, durch Wände zu gehen

3. (2) John le Carré: Das Vermächtnis der Spione

4. (6) Iori Fujiwara: Der Sonnenschirm des Terroristen

5. (5) Tom Franklin: Smonk

6. (-) Daniel Suarez: BIOS

7. (-) Volker Heise: Außer Kontrolle

8. (4) Norbert Horst: Kaltes Land

9. (9) Liza Cody: Krokodile und edle Ziele

10. (8) Dave Zeltserman: Small Crimes

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Nur eine Autorin auf der Bestenliste, die einen notorischen Männerüberschuss hat. Da kann ich mit dem Hinweis auf Marcie Rendons tolles Debüt „Am roten Fluss“ die Frauenquote mühelos erhöhen.

Und Sue Grafton, die Autorin der Kinsey-Millhone-Privatdetektivkrmis (auch bekannt als Alphabet-Serie, weil die Originaltitel das Alphabet durchbuchstabierten), ist tot.


Der Europäische Filmpreis 2017: die Gewinner

Dezember 10, 2017

Am Samstag, den 9. Dezember, wurde in Berlin der Europäische Filmpreis an folgende Filme verliehen:

EUROPÄISCHER FILM 2017:

THE SQUARE
Schweden, Deutschland, Frankreich, Dänemark
145 min
Drehbuch & Regie: Ruben Östlund
Produktion: Erik Hemmendorff & Philippe Bober

 

EUROPÄISCHER DOKUMENTARFILM 2017:

KOMUNIA
Polen
72 min
Drehbuch & Regie: Anna Zamecka

Produktion: Anna Wydra, Anna Zamecka, Zuzanna Krol, Izabela Lopuch & Hanka Kastelicová

 

EUROPEAN ANIMATED FEATURE FILM 2017:

LOVING VINCENT
Polen, Großbritannien
94 min
Regie: Dorota Kobiela & Hugh Welchman
Drehbuch: Dorota Kobiela, Hugh Welchman & Jacek Dehnel
Produktion: Hugh Welchman, Ivan Mactaggart & Sean Bobbitt

Animation: Piotr Kolski

 

EUROPEAN COMEDY 2017:

THE SQUARE
Schweden, Deutschland, Frankreich, Dänemark
145 min
Drehbuch & Regie: Ruben Östlund
Produktion: Erik Hemmendorff & Philippe Bober

 

EUROPÄISCHER KURZFILM 2017:

Ghent Short Film Nominee
TIMECODE
by Juanjo Giménez
Spain 2016, fiction, 15 min

 

EFA PUBLIKUMSPREIS 2017

VOR DER MORGENRÖTE
Deutschland, Österreich, Frankreich
106 min
Regie: Maria Schrader
Drehbuch: Maria Schrader & Jan Schomburg
mit: Charly Hübner, André Szymanski, Josef Hader, Barbara Sukowa, Aenne Schwarz, Matthias Brandt

 

EUROPEAN DISCOVERY 2017- Prix FIPRESCI

LADY MACBETH
Großbritannien
89 min
Regie: William Oldroyd
Drehbuch: Alice Birch
Produktion: Fodhla Cronin O’Reilly

 

EUROPÄISCHER REGISSEUR 2017:

Ruben Östlund für THE SQUARE

 

 

EUROPÄISCHE SCHAUSPIELERIN 2017:

 

Alexandra Borbély in KÖRPER UND SEELE

 

 

EUROPÄISCHER SCHAUSPIELER 2017:

 

Claes Bang in THE SQUARE

 

 

EUROPÄISCHES DREHBUCH 2017:

 

Ruben Östlund für THE SQUARE

 

EUROPÄISCHER BEITRAG ZUM WELTKINO

Julie Delpy

 

PREIS FÜR EIN LEBENSWERK

Aleksandr Sokurov

 


Die Krimibestenliste Dezember 2017

Dezember 4, 2017

Die letzte Krimibestenliste der F.A.S. und des Deutschlandfunk Kultur vor der Jahresbestenliste enthält folgende Krimis, die sich damit für die Jahresbestenliste qualifiziert haben. Wenn die Jahresbestenliste wie in den vergangenen Jahren aus den Krimis ausgemendelt wird, die auf den monatlichen Krimibestenlisten erwähnt wurden:

1. Jan Costin Wagner – Sakari lernt, durch Wände zu gehen (Platzierung im Vormonat: /)

2. John le Carré – Das Vermächtnis der Spione (Platzierung im Vormonat: 1)

3. Oliver Bottini – Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens (Platzierung im Vormonat: /)

4. Norbert Horst – Kaltes Land (Platzierung im Vormonat: 5)

5. Tom Franklin – Smonk (Platzierung im Vormonat: /)

6. Iori Fujiwara – Der Sonnenschirm des Terroristen (Platzierung im Vormonat: 4)

7. Andreas Pflüger – Niemals (Platzierung im Vormonat: 7)

8. Dave Zeltserman – Small Crimes (Platzierung im Vormonat: 6)

9. Liza Cody – Krokodile und edle Ziele (Platzierung im Vormonat: 10)

10. Friedrich Ani – Ermordung des Glücks (Platzierung im Vormonat: 3)

Liza Cody – da kann ich schnell Marcie Rendons ebenfalls bei Ariadne im Argumentverlag erschienen Indianerkrimi „Am roten Fluss“ empfehlen. Die Geschichte spielt 1970 in der Gegend um Fargo. Die 19-jährige indianische Landarbeiterin Cash will herausfinden, wer einen anderen Landarbeiter ermordete.

Die ersten Seiten lesen sich verdammt gut.


Die Krimibestenliste November 2017

November 7, 2017

Die Zeit, die man auf der Kuschelcouch unter dem Licht einer Lampe mit einem dicken Buch verbringen kann, wird länger und die November-Krimibestenliste (präsentiert von F.A.S. und Deutschlandfunk Kultur) hat da einige Lesetipps:

1. (-) John le Carré – Das Vermächtnis der Spione

2. (3) Lisa Sandlin: Ein Job für Delpha

3. (2) Friedrich Ani – Ermordung des Glücks

4. (-) Iori Fujiwara – Der Sonnenschirm des Terroristen

5. (-) Norbert Horst – Kaltes Land

6. (-) Dave Zeltserman – Small Crimes

7. (-) Andreas Pflüger – Niemals

8. (9) David Whish-Wilson – Die Ratten von Perth

9. (-) Tanguy Viel – Selbstjustiz

10. (-) Liza Cody – Krokodile und edle Ziele

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Einiges, vor allem aus dem Hardboiled-Bereich, wie Lisa Sandlin und Dave Zeltserman, liegen bei mir rum. Iori Fujiwara in Japan bereits 1998 erschienener Roman über einen japanischen Terroristen, der nach zwei Jahrzehnten im Untergrund in einen Terroranschlag in Tokio verwickelt wird und seine Unschuld beweisen will, liegt auch auf meinem Zu-lesen-Stapel.

Zuletzt habe ich Tom Franklins wüstes Werk „Smonk“ (pulp master) gelesen. Besprechung demnächst. Craig Johnsons Neowestern „Longmire: Bittere Wahrheiten“ lese ich gerade. Die „Longmire“-TV-Serie basiert auf Johnsons Romanen.

Und dazwischen werden die Kurzgeschichten aus „Paris Noir“ (unter anderem von Didier Daeninckx, Jérôme Leroy, Chantal Pelletier und Jean-Bernard Pouy) genossen. Auch dazu demnächst mehr begeisterte Worte. Wenn’s klappt in einer Doppelbesprechung mit „Nighthawks: Stories nach Gemälden von Edgar Hopper“ (von, u. a., Lee Child, Michael Connelly, Jeffery Deaver, Stephen King, Joyce Carol Oates, Joe R. Lansdale und Lawrence Block – herrje, das Buch kann gar nicht schlecht sein).


Der Krimimarathon Berlin-Brandenburg geht in die achte Runde

November 7, 2017

Bis zum 19. November steigt die Mordrate in Berlin und Brandenburg in ungeahnte Höhen. Zum Glück geht es nur um literarische Morde und die meisten Täter sind sehr umgängliche Menschen.

Wie in den vergangenen Jahren kooperiert der Krimimarathon Berlin-Brandenburg auch dieses Jahr mit dem Lesefestival „Stadt Land Buch“. Dieses Jahr präsentieren 77 Krimiautoren und -autorinnen ihre neuesten Werke auf Lesungen in Buchhandlungen (wie immer), Bibliotheken (dito), Galerien (dito), Lokalen (dito, wegen der Versorgungslage bei notleidenden Dichtern sehr beliebt), Kirchen und Autohäusern. Neben den Lesungen gibt es dieses Mal auch die Live-Premiere eines Hörspiels im ehemaligen Frauengefängnis Lichterfelde und die gnadenlose „Ladies Crime Night“ der Mörderischen Schwestern.

Hier gibt es einen Überblick über das gesamte Hauptstadtprogramm des Marathons:

Dienstag, 07.11.2017, Steglitz-Zehlendorf – Elisabeth Herrmann: „Stimme der Toten“

Elisabeth Herrmanns neuester Krimi-Streich: In einem großen Berliner Bankhaus ist ein Mann in die Tiefe gestürzt. Die Polizei steht vor der Frage: Suizid oder Mord? Tatortreinigerin Judith Kepler entdeckt Hinweise, die auf ein Verbrechen schließen lassen und gerät somit selbst ins Visier des Mörders. Organisiert von der Buchhandlung Friebe.

Wo: Villa Folke Bernadotte, Jungfernstieg 19, 12207 Berlin

Wann: 19 Uhr

Eintritt: 13 € (VVK), 15 € (AK), nur mit Vorbestellung

Reservierung: 030-7723230

Dienstag, 07.11.2017, Treptow-Köpenick – Jonas Winner, Nahlah Saimeh: „Wie man zum Mörder wird“

Während Jonas Winner aus dem Psycho-Thriller „Murder Park“ von einem Serientäter in einem Freizeitpark auf Zodiac Island liest, erforscht die bekannte forensische Psychiaterin Nahlah Saimeh in ihrem neuen Buch „Ich bring dich um!“, was Menschen zur Gewalt gegen Menschen treibt.

Wo: Kulturring in Berlin e.V./Kulturbund Treptow, Ernststraße 14-16, 12437 Berlin

Wann: 19 Uhr

Eintritt: 7 € (AK), 6 € mit Ermäßigung
Reservierung: 030-53696534

Dienstag, 07.11.2017, Pankow – Robert Harris: „München“

Der Bestsellerautor und Großmeister des Polit-Thrillers aus England, Robert Harris, stellt sein neuestes Werk vor: München. Eine Lesung der Thalia-Buchhandlung in Kooperation mit dem Pfefferberg-Theater, präsentiert von TIP und radioeins. Gelesen wird die deutsche Fassung von David Eisermann.

Wo: Pfefferberg Theater, Schönhauser-Allee 176, 10119 Berlin

Wann: 20 Uhr

Eintritt: 12 € (VVK), 14 € (AK), Vorbestellung empfohlen

Reservierung: 030-9120 658 293

Dienstag, 07.11.2017, Tiergarten – Felix Huby: „Heiland“

Am Berliner Westhafen wird die Leiche eines polizeibekannten Mannes aufgefunden. Das Opfer war der Anführer einer jugendlichen Gangsterbande. Keiner scheint von dem Tod des Mannes betroffen zu sein. Kommissar Heiland macht sich dennoch auf die Suche nach dem Mörder.

Wo: Dorotheenstädtische Buchhandlung, Turmstraße 5, 10559 Berlin

Wann: 20 Uhr

Eintritt: frei, Voranmeldung empfohlen

Reservierung: 030-3943047

Mittwoch, 08.11.2017, Steglitz-Zehlendorf – Edgar Rai: „Bullenbrüder“

Die Brüder Holger und Charlie Brinks könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Holger als korrekter Beamter bei der Berliner Mordkommission tätig ist, schlägt sich Charlie als Privatschnüffler durchs Leben. Nachdem Charlie bei Holger eingezogen ist, kreuzen sich ihre Wege nicht nur privat.

Wo: Stadtteilbibliothek Lankwitz, Bruchwitzstraße 37, 12247 Berlin

Wann: 19:15 Uhr

Eintritt: frei, nur mit Anmeldung

Reservierung: 030-76890-5012

Mittwoch, 08.11.2017, Tempelhof-Schöneberg – Connie Roters: „Endstation Neukölln“

In Neukölln werden zwei Leichen aufgefunden: ein Drogendealer und ein Rechtsextremer. Um diesen Fall zu lösen muss Hauptkommissar Breschnow in ein Geflecht aus Intrigen und Verrat eindringen, und bringt somit nicht nur sich selbst in Gefahr.

Wo: Nicolaische Buchhandlung, Rheinstraße 65, 12159 Berlin

Wann: 19:30 Uhr

Eintritt: 5 € (AK)

Reservierung: 030-852 40 05, info@nicolaische-buchhandlung.de

Donnerstag, 09.11.2017, Mitte – Natascha Manski: „Sushi, Fischbrötchen und eine Leiche zum Mittag“

Der Krimimarathon zu Gast in Niedersachsen: Das ungleiche Ermittler-Duo Tomma Petersen und Ulrich Spandorff ermittelt wieder. In der Nordsee wird eine Leiche gefunden und alles weist auf eine Beziehungstat hin. Doch dann wittert die Hauptkommissarin einen Skandal in der Firmenpolitik der Hafengesellschaft.

Wo: Landesvertretung Niedersachsen, In den Ministergärten 10, 10117 Berlin

Wann: 12 Uhr

Eintritt: frei, nur mit Voranmeldung bis 05.11.2017

Reservierung: Website: http://www.anmeldung-niedersachsen.de

Donnerstag, 09.11.2017, Pankow – Martin Krist: „Märchenwald“

Der zehnjährige Max und seine kleine Schwester Ellie werden mitten in der Nacht von ihrer weinenden Mutter geweckt und in den Wandschrank gesperrt. Um seine Schwester zu beruhigen und die Schreie der Mutter zu übertönen erzählt Max die Geschichte vom Märchenwald. Die Mordermittler Paul Kalkbrenner und Sera Muth werden mit dem rätselhaftesten Fall ihrer Karriere konfrontiert.

Wo: Wolfdietrich-Schnurre-Bibliothek, Bizetstraße 41, 13088 Berlin

Wann: 19:30 Uhr

Eintritt: frei

Reservierung: 030-92090980-77

Donnerstag, 09.11.2017, Charlottenburg – Carolin Schünemann, Jelena Volic: „Maiglöckchenweiß“

Vor 25 Jahren wurde ein kleiner Roma-Junge von zwei Jugendlichen zu Tode geprügelt. Jedoch wurde nur einer von ihnen verhaftet und der andere konnte entkommen. Als dieser selbst zum Opfer eines Verbrechens wird, die Polizei aber von Selbstmord ausgeht, beginnt Milena Lukin zu ermitteln.

Wo: Krimibuchhandlung Miss Marple, Weimarer Straße 17, 10625 Berlin

Wann: 19:30 Uhr

Eintritt: 6 € (AK), 5 € (VVK), Vorbestellung empfohlen

Reservierung: 030-36412724

Donnerstag, 09.11.2017, Pankow – Tatjana Rese: „Freies Geleit für Martin Luther“

Nachdem Martin Luther den Reichstag in Worms überstanden hat, ohne seine Thesen zu widerrufen, wird in der Stadt eine Leiche gefunden. Rasch fällt der Verdacht auf den Augustinermönch und seinen Ordensbruder. Nur knapp gelingt ihnen die Flucht und sie beschließen, die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen. Fakten und Fiktion verschmelzen zu einem spannenden Kriminalfall.

Wo: EWA e.V., Prenzlauer Allee 6, 10405 Berlin

Wann: 20 Uhr

Eintritt: Auf Spendenbasis, nur für Frauen

Reservierung: 030-4425542

Freitag, 10.11.2017, Spandau – Claudia Schmid: „Der Versuch“

Eigentlich wollte der Mediziner Edgar Müntel die Geister der Vergangenheit ruhen lassen. Als er aber von den dunklen Machenschaften Professor Knells an seinem ehemaligen Krankenhaus erfährt, beschließt er aus dem Exil zurückzukehren und seinem ehemaligen Vorgesetzten das Handwerk zu legen. Helfen kann ihm dabei nur seine ehemalige Geliebte Amelie, die mittlerweile jedoch verheiratet ist.

Wo: Kulturzentrum Staaken, Sandstr. 41, 13593 Berlin

Wann: 19 Uhr

Eintritt: 5 € (AK)

Reservierung: info@kulturzentrum-staaken.de

Freitag, 10.11.2017, Steglitz-Zehlendorf – Beate Vera: „Was den Raben gehört“

Knochenfunde und spurlos verschwundene Nachbarn: Lea Storm und Martin Glander stürzen sich wieder in die Ermittlungen. In Begleitung eines köstlichen Thai-Menüs präsentiert Beate Vera ihren neuesten Berliner Provinzkrimi.

Wo: Thai by Thai, Goerzallee 111, 12207 Berlin

Wann: 19 Uhr

Eintritt: 20 €, nur mit Vorbestellung

Reservierung: 030-862 037 33, thaibythai@hotmail.com

Freitag, 10.11.2017, Mitte – Anne Rößing: „Wolfsgrube“

Mord in der Espressobar: Im hessischen Dorf Aubel stößt Polizist Frank Schenk auf die erste Leiche seiner Karriere. Nachdem er sich daraufhin in die Geranien übergeben muss, ist nicht nur ihm klar, dass besser jemand anderes diesen Fall übernehmen sollte. Also tauscht er flugs mit seiner Frau, Hauptkommissarin Helen Schenk. Er stürzt sich in die Elternzeit und sie sich mit Inbrunst in die Ermittlungen.

Wo: Espressobar Mörder, Torstraße 199, 10115 Berlin (Eingang Borsigstraße)

Wann: 20 Uhr

Eintritt: 5 € (AK), Vorbestellung empfohlen

Reservierung: 030-63969395 oder info@krimimarathon.de

Freitag, 10.11.2017, Steglitz-Zehlendorf – Regine Ahrem: „Hollywood on Air Special I: Albtraum/ Duell zu dritt“

Hörspiel live: Im schaurigen Ambiente des ehemaligen Frauengefängnisses Lichterfelde präsentiert die rbb-Hörspiel-Produzentin Regine Ahrem zwei Krimi-Klassiker aus der legendären „Suspense“-Radioshow-Reihe zum ersten Mal überhaupt: Albtraum und Duell zu dritt.

Wo: SOEHT7 (Frauengefängnis Lichterfelde), Söhtstraße 7, 12203 Berlin

Wann: 20 Uhr

Eintritt: 15 €, 12 € mit Ermäßigung (AK)

Reservierung: canalis@soeht7.de, Tel.: 015902308373

Freitag, 10.11.2017, Steglitz-Zehlendorf – Max Bentow, Zoe Beck, Susanne Kliem: „Krimi-Nacht bei Hugendubel“

Erstklassige Berliner Kriminalliteratur im Dreierpack: Gleich drei erfolgreiche Autoren stellen im Zuge der „Krimi-Nacht bei Hugendubel“ ausführlich ihre neuesten Kriminalromane vor.

Wo: Hugendubel, Schloßstraße 109-110a, 12163 Berlin (Steglitz)

Wann: 20:30-23:30 Uhr

Eintritt: 10 € (AK)

Reservierung: 030-34048484

Samstag, 11.11.2017, Spandau – Anne Rößing: „Wolfsgrube“

Mord im Café: Im hessischen Dorf Aubel stößt Polizist Frank Schenk auf die erste Leiche seiner Karriere. Nachdem er sich daraufhin in die Geranien übergeben muss, ist nicht nur ihm klar, dass besser jemand anderes diesen Fall übernehmen sollte. Also tauscht er flugs mit seiner Frau, Hauptkommissarin Helen Schenk. Er stürzt sich in die Elternzeit und sie sich mit Inbrunst in die Ermittlungen.

Wo: Kaffee 26, Jüdenstraße 26, 13597 Berlin

Wann: 19 Uhr

Eintritt: 12 €

Reservierung: 030-339 39 448, kaffee26@gmx.de

Symbole: Freigetränk, kulinarische Versorgung

Samstag, 11.11.2017, Steglitz-Zehlendorf – Emelie Schepp: „Engelsschuld“

Im schaurigen Ambiente des ehemaligen Frauengefängnisses Lichterfelde präsentiert die schwedische Autorin Emelie Schepp den nächsten Fall ihrer toughen Staatsanwältin Jana Berzelius: Die Teilnehmer einer OP sterben grausame Tode. Die Staatsanwältin erkennt, dass bei dieser Mordserie Privates und Berufliches zusammenhängen. Sie selbst hat auch noch eine Rechnung mit einem ganz anderen Täter offen.

Wo: SOEHT 7 (Frauengefängnis Lichterfelde), Söhtstraße 7, 12203 Berlin

Wann: 19 Uhr

Eintritt: 12 € (AK), 8 € mit Ermäßigung

Reservierung: info@krimimarathon.de

Sonntag, 12.11.2017, Friedrichshain – Alexander Hartung: „Was verborgen bleiben sollte“

Ausgerechnet Kripochef Bergman gerät in einem Schmuckgeschäft in einen bewaffneten Überfall mit Geiselnahme. Dass es sich um keinen normalen Raub handelt, wird schnell deutlich.

Der Überfall ist nur der Beginn einer Verbrechensserie, die selbst Kommissar Tommen an seine Grenzen bringen wird.

Im Rahmen der Lesung nimmt Sie der Autor Alexander Hartung mit an einen Tatort und gibt Ihnen die Gelegenheit, Ihre Ermittlerfähigkeiten zu testen.

Wo: Berliner Kriminal Theater, Palisadenstr. 48, 10243 Berlin

Wann: 11 Uhr

Eintritt: 10 € (AK)

Reservierung: 030-47997488

Sonntag, 12.11.2017, Spandau – Mörderische Schwestern: „Ladies‘ Crime Night“

Mit der „Ladies‘ Crime Night“ erfanden die Mörderischen Schwestern ein besonderes Krimi-Leseformat. Diesmal präsentieren sieben Autorinnen in den schönen Räumen der St. Marienkirche ausgewählte Krimi-Ausschnitte. Nach 7 Minuten werden sie gnadenlos beendet: Gerade, wenn der Täter entlarvt wird oder der Mörder sein Opfer findet, ertönen ein Schuss, eine Polizeisirene… Musikalische Begleitung: Diana Tobien.

Wo: St. Marienkirche, Behnitz 9, 13597 Berlin

Wann: 19 Uhr

Eintritt: 10 € (AK)

Sonntag, 12.11.2017, Steglitz-Zehlendorf – Regine Ahrem: „Hollywood on Air Special II: Mein Grab wartet schon/ Du lebst noch 105 Minuten“

Hörspiel live: Im schaurigen Ambiente des ehemaligen Frauengefängnisses Lichterfelde nimmt die rbb-Hörspiel-Produzentin Regine Ahrem die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine Zeitreise für die Ohren. Mit Mein Grab wartet schon und Du lebst noch 105 Minuten möchte sie die Epoche der „Golden Days of Radio“ wiederauferstehen lassen. Premiere!

Wo: SOEHT7 (Frauengefängis Lichterfelde), Söhtstraße 7, 12203 Berlin

Wann: 20 Uhr

Eintritt: 15 €, 12 € mit Ermäßigung (AK)

Reservierung: canalis@soeht7.de, 0159-02308373

Montag, 13.11.2017, Tiergarten – Camilla Grebe: „Wenn das Eis bricht“

Im schönen Felleshus der Nordischen Botschaften präsentiert die schwedische Schriftstellerin Camilla Grebe ihren Bestseller „Wenn das Eis bricht“. Der Psychothriller erzählt die Geschichte von Kriminalpsychologin Hanne, die an beginnendem Alzheimer leidet. Die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart verwischen und sie kann sich selbst nicht mehr trauen.

Wo: Felleshus der Nordischen Botschaften, Rauchstraße 1, 13587 Berlin

Wann: 19 Uhr

Eintritt: frei

Reservierung: 030-50506664, E-Mail: event.berlin@gov.se

Dienstag, 14.11.2017, Mitte – Joner Storesang: „Seelenschwarz“

Der Krimimarathon zu Gast im Saarland: Der ehemalige Fallanalytiker Thomas Bulpanek wird von seinem alten Mentor um Hilfe gebeten: Innerhalb von drei Nächten wurden drei Frauen ermordet. Die Polizei spricht von einem psychisch kranken Serienkiller. Jedoch stößt Bulpanek auf Hinweise, die in eine völlig andere Richtung deuten.

Wo: Landesvertretung Saarland, In den Ministergärten 4, 10117 Berlin

Wann: 18 Uhr

Eintritt: frei, nur mit Voranmeldung

Reservierung: veranstaltungen@lv.saarland.de

Dienstag, 14.11.2017, Lichtenberg – Thomas Elbel: „Der Todesmeister“

Premierenlesung und Thriller-Debüt: Im Internet tauchen Videos von jungen Mädchen, die auf grausame Weise zu Tode gequält werden, auf. Zeitgleich wird an der Oberbaumbrücke der misshandelte Leichnam der Nichte des Berliner Justizsenators aufgefunden. Der junge Kommissar Viktor von Puppe fühlt sich unter Druck gesetzt. Jedoch scheint nicht jeder an einer Aufklärung der Morde interessiert zu sein.

Wo: Bodo-Uhse-Bibliothek Lichtenberg, Erich-Kurz-Straße 9, 10319 Berlin

Wann: 19 Uhr

Eintritt: 4 € (AK), mit Ermäßigung 3 €

Reservierung: 030/ 5122102, bodo-uhse-bibliothek@t-online.de

Dienstag, 14.11.2017, Lichtenberg – Max Bentow: „Das Porzellanmädchen“

Die Erfolgsautorin Luna Moor veröffentlicht einen Bestseller nach dem anderen. Da sie als Kind in die Fänge eines Wahnsinnigen geriet, gelingt es ihr die Abgründe der menschlichen Seele zu beschreiben wie keine Zweite. Jedoch leidet sie unter den Geschehnissen ihrer Vergangenheit. Um endlich Frieden zu finden, beschließt sie an den schrecklichen Ort ihrer Kindheit zurückzukehren. Doch der Albtraum beginnt von vorne und Luna ist möglicherweise nicht so unschuldig, wie sie vorgibt zu sein. Eine Lesung in Kooperation mit Thalia und HOWOGE.

Wo: Anna-Seghers-Bibliothek im Linden-Center, Prerower Platz 2, 13051 Berlin

Wann: 19 Uhr

Eintritt: 4 € (AK), mit Bibliotheksausweis 3 €

Reservierung: 030-9279 6410

Dienstag, 14.11.2017, Steglitz-Zehlendorf – Rainer Wittkamp: „Hyänengesang“

Kommissar Martin Nettelbeck ist glücklich: Ein fünfwöchiger Urlaub in Westafrika steht bevor. Ein totes Callgirl, ein omanischer Militärattaché und eine Bombe im Rollstuhl lassen allerdings recht schnell seinen Traum zerplatzen. In „Hyänengesang“ treffen witzige Anekdoten auf deftige Gesellschaftskritik und sorgen somit für ein einzigartiges Lese- und Hörerlebnis.

Wo: Ingeborg-Drewitz-Bibliothek, Grunewaldstraße 3, 12165 Berlin
Wann: 19 Uhr

Eintritt: frei

Reservierung: 030-90200-2410

Dienstag, 14.11.2017, Lichtenberg – Stephan Hähnel: „Gefallen auf dem Feld der Ehe“

In diesen Kurzgeschichten finden Menschen einen anderen Weg als die Scheidung aus ihrer Ehe. Manchmal blutig, auch mal unbeabsichtigt, aber stets endgültig. Mit viel Humor erzählt der Autor schaurige Geschichten über ermordete Ehepartner.

»Stephan Hähnel ist der Meister des schwarzen Humors.« (Berliner Kurier)

Wo: totsicher Krimibuchhandlung, Margaretenstraße 2, 10317 Berlin

Wann: 19:30 Uhr

Eintritt: 4 € (AK)

Reservierung: 030-84 85 45 09

Dienstag, 14.11.2017, Tiergarten – Volker Kutscher, Kat Menschik: „Moabit“

Vernissage und Lesung: Bestseller-Autor Volker Kutscher erzählt in dem illustrierten 20er-Jahre Kurzroman „Moabit“ die düstere Geschichte von Charly Ritter, der großen Liebe von Kommissar Gereon Rath. Zusätzlich zur Lesung sind die einzigartigen Zeichnungen der Kult-Illustratorin Kat Menschik zu bestaunen.

Wo: Dorotheenstädtische Buchhandlung, Turmstraße 5, 10559 Berlin

Wann: 20 Uhr

Eintritt: frei, Voranmeldung empfohlen

Reservierung: 030-3943047

Mittwoch, 15.11.2017, Charlottenburg – Kerstin Ehmer: „Der weiße Affe“

Mord im Museum: Für Interessierte beginnt um 18 Uhr die Führung „Die goldenen 20er Jahre“ durch das Bröhan-Museum, Landesmuseum für Jugendstil, Art Deco und Funktionalismus. Anschließend liest Kerstin Ehmer aus ihrem 20er-Jahre-Krimi-Debüt „Der weiße Affe“, in dem ein jüdischer Bankier erschlagen im Hausflur seiner Geliebten aufgefunden wird. Kommissar Ariel Spiro ist gerade aus der Provinz nach Berlin gezogen und übernimmt direkt seinen ersten Fall.

Wo: Bröhan-Museum, Schlossstraße 1a, 14059 Berlin (am Schloß Charlottenburg)

Wann: 18 Uhr: Führung durch das Bröhan-Museum „Die goldenen 20er-Jahre“, 19 Uhr: Lesung

Eintritt: 8 €, 5 € ermäßigt (AK), Vorbestellung erbeten

Reservierung: info@broehan-museum.de, 030-326 906 00

Mittwoch, 15.11.2017, Marzahn-Hellersdorf – Bernd Mannhardt: „Giftzwerg“

Bernd Mannhardt liest aus seinem neuen Kriminalroman. Das Bild eines idyllischen Kleingartenvereins ist zerstört, als ein älterer Gärtner erwürgt in seiner Laube aufgefunden wird. Nahezu jedes der Mitglieder hätte ein Motiv für die Tat gehabt, da der sogenannte „Giftzwerg“ überall verhasst war. Aber dann wird Kommissar Hajo Freisal auf eine dunkle Episode in der Vergangenheit des Opfers aufmerksam.

Wo: Heinrich von Kleist-Bibliothek Marzahn, Havemannstraße 17B, 12689 Berlin

Wann: 18 Uhr

Eintritt: frei

Reservierung: 030-9339380, marina.georgi@ba-mh.berlin.de

Mittwoch, 15.11.2017, Mitte – Franziska Steinhauer: „Der Werwolf von Hannover“

Lesung mit Wein-Empfang: Am Institut für Kriminalistik der Steinbeis-Hochschule präsentiert Franziska Steinhauer ein Stück True Crime, wahre Kriminalgeschichte. Sie erzählt die Geschichte von Fritz Haarmann, dem bekanntesten Serienmörder Deutschlands.

Wo: Steinbeis-Hochschule – Institut für Kriminalistik, Chausseestraße 13, 10115 Berlin

Wann: 19 Uhr

Eintritt: 5 € (AK), 3 € mit Ermäßigung, Vorbestellung empfohlen

Reservierung: 030-27581748-0, krimimarathon@school-cifos.de

Mittwoch, 15.11.2017, Mitte – Bernhard Aichner: „Totenrausch“

Der aktuelle Glauser-Preisträger Bernhard Aichner präsentiert den dritten Teil seiner Totenfrau-Trilogie: Brünhilde Blum tauscht einen Mord gegen ein neues Leben. Ihrem neuen Glück scheint nichts im Weg zu stehen, doch dann muss sie ein Versprechen einlösen, bei dem das Opfer ein von ihr geliebter Mensch ist. Moderiert von Knut Elstermann.

Wo: Bertelsmann Repräsentanz, Unter den Linden 1, 10117 Berlin

Wann: 19:30 Uhr

Eintritt: frei

Reservierung: unterdenlinden1@bertelsmann.de

Mittwoch, 15.11.2017, Steglitz-Zehlendorf – Matthias Wittekindt: „Der Unfall in der Rue Bisson“

Frankreich-Krimi: Trunkenheit, Geschwindigkeit und Regen – Der Tod von Michel Descombes scheint ein klassischer Autounfall zu sein. Jedoch vermutet Lieutenant Ohayon, dass mehr hinter dem Vorfall steckt und beginnt zu ermitteln. Seine Nachforschungen führen ihn in die Kreise der aufstrebenden Schickeria in Fleurville, wo nichts ist, wie es scheint.

Wo: Walthers Buchladen, Bismarckstraße 71, 12157 Berlin

Wann: 19:30 Uhr

Eintritt: 5 € (AK), 3 € mit Ermäßigung

Reservierung: 030-8559472

Mittwoch, 15.11.2017, Reinickendorf – Bettina Kerwien: „Mitternachtsnotar“

Die denkmalgeschützte Reinickendorfer Reihenhaussiedlung „Am Rabennest“ wird von einer privaten Immobiliengesellschaft aufgekauft und soll luxussaniert werden. Den Bewohnern drohen horrende Mieterhöhungen und Kündigungen. Dann hängt plötzlich der Hausmeister tot am Dachbalken und Privatdetektiv Martin Sanders beginnt mit seinen Ermittlungen.

Wo: Thalia Buchhandlung Hallen am Borsigturm, Am Borsigturm 2, 13507 Berlin

Wann: 20:15 Uhr

Eintritt: 5 € (AK)

Reservierung: 030-43095417, thalia.berlin-borsigcenter@thalia.de

Donnerstag, 16.11.2017, Mitte – Jens Lubbadeh: „Neanderthal“

Ein Thriller im Museum für Vor- und Frühgeschichte: Im Deutschland der nahen Zukunft existieren keine Krankheiten oder Schönheitsfehler mehr und die Gesundheit gilt als wertvollstes Gut. Ein Lebensstil, mit dem sich Kommissar Philipp Nix nicht anfreunden kann. Dann macht er eine Entdeckung, die die gesamte menschliche Gesellschaft der Zukunft in Frage stellt.

Im Preis ist der Besuch des Museums enthalten.

Wo: Neues Museum, Bodestr. 1-3, 10178 Berlin

Wann: 18 Uhr, 17.45 Uhr Treffpunkt am Info-Stand im Neuen Museum

Eintritt: 14 €, nur mit Reservierung

Reservierung: E-Mail: mvf@smb.spk-berlin.de

Donnerstag, 16.11.2017, Spandau – Bernd Mannhardt: „Mordsfidele Geschichten“

Im Lerncafé liest Bernd Mannhardt Auszüge aus seinen „Mordsfidelen Geschichten“. Die Abschnitte werden ins Arabische übersetzt. Im Anschluss an die Lesung findet eine Diskussion auf Deutsch oder im Übersetzungsmodus statt.

Wo: Lerncafé Spandau bei GIZ e.V., Mönchgasse 7, 13598 Berlin

Wann: 18 Uhr

Eintritt: frei

Reservierung: lerncafe@giz.berlin.de

Donnerstag, 16.11.2017, Charlottenburg – Ella Danz: „Wenn ein Feinschmecker ermittelt“

Ella Danz präsentiert kriminelle Häppchen aus neun Fällen des launigen Kommissars und Feinschmeckers Georg Angermüller – dazu kleine Gaumenfreuden und passende Weine, serviert vom Württemberger Weinhaus.

Wo: Württemberger Weinhaus Berlin, Lotte-Lenya-Bogen 547, 10623 Berlin

Wann: 19 Uhr

Eintritt: 35 € (AK), 29 € (VVK), Voranmeldung empfohlen

Reservierung: 030-375922-93, info@wuerttemberger-weinhaus.de

Donnerstag, 16.11.2017, Spandau – Isabella Bach: „Die stille Wut der Tante“

Dörfliche Idylle mitten in Berlin. Wirklich? Ein verschwundener Hund, eine durchgeknallte Katze und die Leiche von Tante Konstanze sind da anderer Meinung…

Wo: Stadtbibliothek Spandau, Carl-Schurz-Straße 13, 13597 Berlin

Wann: 19 Uhr

Eintritt: frei

Reservierung: 030-90279-5511

Donnerstag, 16.11.2017, Tiergarten – Eva Rossmann: „Patrioten“

Der Vorsitzende der Patriotisch Sozialen wird ans Kreuz genagelt. Den Nationalisten gibt das noch mehr Aufwind. Kann uns nur mehr ein neuer Führer retten? Der politische Spannungsroman der preisgekrönten österreichischen Autorin und Journalistin Eva Rossmann über Europa am Scheideweg.

Im Anschluss ein österreichischer Weinempfang.

Wo: Österreichisches Kulturforum, Stauffenbergstraße 1, 10785 Berlin

Wann: 19 Uhr

Eintritt: frei, Voranmeldung empfohlen

Reservierung: 030-202 87114, http://www.kulturforumberlin.at/anmeldung

Donnerstag, 16.11.2017, Treptow-Köpenick – Wulf Dorn: „Die Kinder“

Der Psychologe Robert Winter wird mit dem herausforderndsten Fall seiner Karriere konfrontiert: Laura Schrader wurde aus den Trümmern eines Autos, in dessen Kofferraum eine entstellte Leiche gefunden wurde, geborgen. Seither ist sie schwer traumatisiert und berichtet von extrem irritierenden Ereignissen in einem Bergdorf. Wie viel Wahrheit wohl dahinter stecken mag?

Wo: Kulturküche Bohnsdorf, Dahmestraße 33, 12526 Berlin

Wann: 19 Uhr

Eintritt: 6 € (AK), 5 € mit Ermäßigung

Reservierung: 030-67896191

Donnerstag, 16.11.2017, Pankow – Roman Klementovic: „Immerschuld“

Österreichischer Thriller: Nachdem ihre Schwester und deren beste Freundin spurlos verschwunden sind, kehrt Lisa in ihren Heimatort Grundendorf zurück. Bei ihren Recherchen stößt sie jedoch immer wieder auf Widerstand und die Medien stürzen sich auf den Fall. Gelingt es Lisa, ihre Schwester zu retten?

Wo: Myer’s Hotel, Metzer Straße 26, 10405 Berlin

Wann: 19:30 Uhr

Eintritt: 7 € (AK), Vorbestellung empfohlen

Reservierung: info@krimimarathon.de

Donnerstag, 16.11.2017, Tempelhof-Schöneberg – Lotte Bromberg: „Aussenbahn“

Warum ein Anwalt im Gockelkostüm ermordet wird, zwei Jungs vor der Kripo flüchten, was Erbsen für das Knie einer Tänzerin bedeuten, die Wettmafia mit sexueller Befreiung zu tun hat, Westend mit Finnland und der Berliner Sternenhimmel mit Fußball: die Hammett-Bestsellerautorin liest aus ihrem vierten Berlin-Krimi. Schräge Figuren, rasendes Tempo, abgründiger Plot, einzigartiger Sound und viel Poesie.

Wo: Nicolaische Buchhandlung, Rheinstraße 65, 12159 Berlin

Wann: 19:30 Uhr

Eintritt: 5 € (AK)

Reservierung: E-Mail: info@nicolaische-buchhandlung.de, 030-852 40 05

Donnerstag, 16.11.2017, Tiergarten – Sue und Wilfried Schwerin von Krosigk: „Die Pergamon-Morde“

Das Pergamonmuseum wird von einer grausigen Mordserie erschüttert. In Verdacht gerät ausgerechnet der Museumspraktikant Hartung Siegward Graf von Quermaten zu Oytinghausen, von allen Hasi genannt. An der Seite seiner attraktiven Chefin findet er sich bald in einem Geflecht aus Verbrechen, Verschwörung und obskuren Ritualen wieder. Und er muss erkennen, dass auch sein eigenes Leben nur noch am seidenen Faden hängt …

Wo: Krimisalon in der Bruno-Lösche-Bibliothek, Perleberger Str. 33, 10559 Berlin

Wann: 19:30 Uhr

Eintritt: frei

Freitag, 17.11.2017, Spandau – Matthias Eckoldt, Tatjana Rese: „Freies Geleit für Martin Luther“

Nachdem Martin Luther den Reichstag in Worms überstanden hat, ohne seine Thesen zu widerrufen, wird in der Stadt eine Leiche gefunden. Rasch fällt der Verdacht auf den Augustinermönch, der die Ermittlungen nun selbst in die Hand nehmen muss.

Wo: Café Paule im Paul-Schneider-Haus, Schönwalder Straße 23, 13585 Berlin

Wann: 18 Uhr

Eintritt: frei

Reservierung: 030-670 605 11

Freitag, 17.11.2017, Tiergarten – Carla Berling: „Mordkapelle“

Die Lokalreporterin Ira Wittekind wird zu einer brennenden Friedhofskapelle in Rehme gerufen. Dort findet sie die Leiche des Apothekers Ludwig Hahnwald. Sie beginnt zu recherchieren und stößt auf dunkle Geheimnisse aus der Vergangenheit und ein schreckliches Verbrechen, das nie gesühnt wurde.

Wo: Botschaft des Westens – Vertretung des Landes NRW beim Bund, Hiroshimastraße 12-16, 10785 Berlin

Wann: 19:30 Uhr

Eintritt: 10 € (AK), Vorbestellung empfohlen

Reservierung: http://www.westwind-ev.de/anmeldung

Freitag, 17.11.2017, Wedding – Stephan Hähnel: „Verschwiegene Wasser“

Im Historischen Hafen von Berlin wird die Leiche von Sina Rogatz geborgen. Im Zuge seiner Ermittlungen macht Kriminalhauptkommissar Hans Morgenstern eine bedenkliche Entdeckung, die das brisante Thema des Femizids aufwirft. Spannung, zuweilen Schmunzeln und viel Berliner Kolorit sind garantiert.

Wo: Thalia-Buchhandlung im Gesundbrunnen-Center, Badstraße 4, 13357 Berlin

Wann: 20:00 Uhr

Eintritt: 5 € (AK)

Reservierung: 030-2014368-0

Samstag, 18.11.2017, Steglitz-Zehlendorf – Katharina Peters: „Toteneis“

Premierenlesung mit kleinem Imbiss, moderiert von Reinhard Rohn: Als Valerie Frieth von ihrem Mann als vermisst gemeldet wird, geht niemand von einer Straftat aus. Doch dann wird die Leiche der Ex-Frau eines hohen Polizeibeamten gefunden. Hannah Jakob beginnt zu ermitteln und stößt dabei auf dunkle Geheimnisse.

Wo: KulturRaum Lichterfelde Ost, In den Räumen der Kinderwerkstatt bau.stelle, Oberhofer Weg 15 (Hinterhof), 12209 Berlin (Steglitz-Zehlendorf)

Wann: 18 Uhr

Eintritt: 8 € (AK), Vorbestellung empfohlen

Reservierung: 030-766 833 16

Samstag, 18.11.2017, Mitte – Derek Meister: „Blutebbe“

Auf einem Geisterschiff werden die Leichen zweier Frauen gefunden. Alles deutet auf einen Ritualmord hin. Ihre Ermittlungen führen Knut und Helen nicht nur in die Vergangenheit, sondern auch ins Visier des Täters. Anschließend Diskussion mit dem Kriminologen Prof. Dr. Gerhard Schmelz. Moderation von Volker Wieprecht.

Wo: Bertelsmann Repräsentanz, Unter den Linden 1, 10117 Berlin

Wann: 19:30 Uhr

Eintritt: frei

Reservierung: unterdenlinden1@bertelsmann.de

Samstag, 18.11.2017, Pankow – Stephan Hähnel, Robert Rescue: „Wortdelikte – Kriminacht im Periplaneta“

Schwarzer Humor trifft Opfermentalität. Verbrechen von seiner schönsten Seite. Gönnen Sie sich einen genüsslichen Abend menschlichen Versagens.

Schwarzhumoriges und Absurdes von Stephan Hähnel und Robert Rescue.

Wo: Periplaneta Literaturcafé, Bornholmer Straße 81a, 10439 Berlin

Wann: 20 Uhr

Eintritt: Auf Spendenbasis

Reservierung: 030-44673433

Sonntag, 19.11.2017, Tempelhof-Schöneberg – Ulf Torreck: „Fest der Finsternis“

Paris im September 1805. In den finsteren Gassen der Metropole werden die Leichen brutal ermordeter Mädchen gefunden. Um den Täter zu fassen, greift Polizist Louis Marais auf die Hilfe eines berühmten alten Bekannten, zurück. Sein Name: Marquis de Sade… Lesung inkl. Tombola für Die Arche e.V.

Wo: Polizeihistorische Sammlung, Platz der Luftbrücke 6, 12101 Berlin

Wann: 16 Uhr

Eintritt: Auf Spendenbasis, nur mit Voranmeldung

Reservierung: 030-4664 762 350

Sonntag, 19.11.2017, Charlottenburg – Robert Hültner: „Lazare und der tote Mann am Strand“

Speisen wie Gott in Frankreich und einem grandiosen Autor zuhören: In der Hafenstadt Séte wird eine Leiche am Strand gefunden. Kommissar Lazar reist extra aus Montpellier an, um das schaurige Verbrechen aufzuklären, und findet sich kurz darauf in einem Komplott aus Mauschelei, Korruption und Betrug wieder. Mit 3-Gänge-Menü.

Wo: Savoy Hotel, Fasanenstr. 9-10, 10623 Berlin
Wann: 18 Uhr
Eintritt: 39 €, nur mit Voranmeldung
Reservierung: http://www.savoyhotel.eventbrite.de

Sonntag, 19.11.2017, Spandau – Susanne Rüster: „Landjäger“

Die Landrätin Milena Vogt erleidet einen Kreislaufkollaps in einem Wellnesshotel in Brandenburg. Bei der Obduktion stellt sich heraus, dass es sich dabei um keinen Unfall gehandelt hat. Kriminalhauptkommissar Uwe Wolf und sein junges Team beginnen zu ermitteln.

Wo: Galerie Spandow, Fischerstr. 28, 13597 Berlin

Wann: 18 Uhr

Eintritt: 10 € (AK)

Reservierung: 030-3331414


Scheitern als Chance? Der Polar Verlag hat Insolvenz angemeldet

Oktober 11, 2017

Vor einigen Tagen schrieb Polar-Chef Wolfgang Franßen auf Facebook:

Der Polar Verlag hat Insolvenz beantragt und sucht einen Käufer. Für mich persönlich als Verleger eine bittere Niederlage. Wer mich kennt, weiß, wie sehr ich an diesem Verlag hing und wie sehr ich nun die Daumen drücke, dass sich ein Käufer findet.

Abseits des Mainstreams, in der Nische einen Verlag zu gründen, war nicht einfach. Dass er so schnell an Profil gewann, verdanke ich vielen Menschen, die mir geholfen haben. Alle ihre Namen aufzureihen, sprengt hier den Rahmen. Sie wissen, wen ich meine und das werde ich ihnen nie vergessen. Danke dafür.

Autoren einen Platz zu bieten, die mit ihren Geschichten womöglich sonst nicht erschienen wären, oder Geschichten von Autoren, die womöglich in Vergessenheit geraten wären, war mein Anliegen. Gute Geschichten überleben immer. Verlage nur, wenn sie genügend Bücher verkaufen.

Solange sie geschrieben werden, mache ich mir keine Sorgen, dass sie uns auch erreichen. Ich wünsche allen anderen Verlagen das Glück, das ich empfand, wenn ich auf sie gestoßen bin und sie mich in ihren Bann gezogen haben.

Wir brauchen Geschichten, um zu überleben, um unseren Blick zu schärfen, um hemmungslos in ihnen zu versinken.

All jenen, die in den kleineren Verlagen an der Grenze zur Selbstausbeutung da draußen kämpfen, ihnen Gehör zu verschaffen, drücke ich die Daumen. Auch jenen in den großen Verlagen, die ihre Autoren durchzusetzen versuchen. Es geht weiter. Vielleicht unter neuer Führung auch im Polar Verlag. Wenn nicht, gebt nicht auf, es lohnt sich.“

Dem Börsenblatt sagte er kurz darauf, dass er hoffe, dass es dem Insolvenzverwalter gelinge, den Verlag zu verkaufen. Erste Gesprächsangebote gäbe es schon.

Martin Compart nahm den Insolvenzantrag zum Anlass, etwas allgemeiner über die Wirkung von Besprechungen in Zeitungen nachzudenken:

Kaum ein Krimi-Verlag wurde von Kritikern und Feuilletonisten so gehätschelt wie der Polar Verlag. Ausgehend von der Wörtche-Maier-Clique, die man auch in die Verlagsarbeit eingebunden hatte, wurde der Verlag mit Rezensionen geradezu verwöhnt und überschüttet. Man galt als Darling der Crime-Szene. Aber das nutzte nicht, um genügend Bücher zu verkaufen um das Unternehmen profitabel zu machen.

Das bedeutet: Rezensionen in Print-Medien haben heutzutage so gut wie keine Bedeutung mehr um potentielle Käufer zu erreichen.

Eine Entwicklung, die ich schon seit Jahrzehnten zunehmend beobachte: In den 1980er Jahren reichte eine winzige Rezension – im PLAYBOY(!) etwa – aus, um einen – beispielsweise – Jim Thompson bei Ullstein nachzudrucken. (…)

Aber auch die Buchverkäufe über das Fernsehen funktionieren nicht mehr in derselben Größenordnung wie einst während des LITERARISCHEN FEUILLETONS „unter“ Reich-Ranicki. (…)

Trotzdem kann das Fernsehen noch immer Bücher auf die Bestsellerliste bringen. Und das kann das Print-Feuilleton schon lange nicht mehr. Ersteres ist zutiefst bedauerlich.“

Und CrimeNoir widmet sich der Frage „Was jetzt lesen?“:

Erstens findet sich gute Crime Fiction zum Glück natürlich nicht nur in diesen Kleinverlagen. Auch die “bösen” globalen Verlage, die ihr Geld oft mit anderen populären Büchern machen, haben sehr gute Crime Fiction in ihrem Programm.

Zweitens: Amerikaner, Briten und Australier können die meisten Leser ohnehin problemlos im Original lesen. Und ja, das kann auch das Gute an dieser Pleite sein: Nehmen wir doch wieder mehr Bücher im Original zur Hand. (…)

Drittens blendet das zwar einen großen Teil der Welt aus – dafür gibt es dann aber etwa den Unionsverlag, der sich guter Kriminalliteratur auf ungewöhnlichen Schauplätzen angenommen hat.“

Was kann ich da noch hinzufügen, ohne das bereits gesagt mit anderen Worten zu wiederholen oder fünfzig Zeilen Bedauern um das wenigstens vorläufige Scheitern dieses ambitionierten Nischenprojekts zu schreiben?

Ambitioniertes Nischenprojekt ist ein guter Startpunkt. Denn das Programm von Polar besteht nicht aus den großen, allgemein bekannten Namen, sondern aus Autoren, die in der Szene bekannt und beliebt sind. Es sind Autoren, die renommierte und wichtige Preise erhalten, deren Bücher regelmäßig in Bestenlisten auftauchen und die teilweise immer wieder veröffentlicht werden, wie Newton Thornburgs „Cutter und Bone“.

Allerdings ist die Hardboiled- und Noir-Szene auch im angloamerikanischen Raum überschaubar. Einige der hochgelobten Noir-Autoren werden, das gehört zur Ehrlichkeit dazu, auch in ihrer Heimat kaum gekauft und die Autoren haben immer wieder Schwierigkeiten, einen Verlag zu finden.

Und, was man nicht vergessen sollte, vorherige Noir-Projekte – wie „Dumont Noir“ und „HardCaseCrime“ bei Rotbuch – waren arg kurzlebig. Mein Eindruck war, dass das weniger am guten Willen des Verlags, sondern mehr an den Verkaufszahlen lag.

An der Qualität der Bücher lag es definitiv nicht und irgendwann habe ich aufgehört, zu zählen, wie oft Dumont die zuerst in der Noir-Reihe veröffentlichten Werke von George Pelecanos und James Sallis wieder veröffentlichten.

Pulp Master hält sich tapfer, aber mit wenigen Büchern pro Jahr. Jedes Pulp-Master-Buch (jüngst erschienen: „Small Crimes“ von David Zeltserman) ist wie Weihnachten und Ostern am gleichen Tag.

Grafit und Gmeiner sind ebenfalls reine Krimiverlage, die sich auf deutschsprachige Autoren konzentrieren. Das kann, muss aber nicht Noir sein. Verkaufen tut es sich.

Andere Verlage, wie Pendragon, Ariadne, Unionsverlag, Klett-Cotta, Suhrkamp und Heyne (mit der Hardcore-Reihe), fahren eine Mischkalkulation. Sie haben auch andere Bücher im Angebot (genaugenommen müsste man schreiben: sie haben auch Krimis im Angebot) und ihre Krimireihen konzentrieren sich nicht nur auf Noirs.

Letztendlich hilft nur, wie im Jazz (und da können Musiker, Plattenfirmen und Fans einen vielstimmigen, spontanen Klagechor intonieren), weitermachen und durchhalten. Die Autoren sind da. Die Buchandelslandschaft ist hier einzigartig gut. E-Books sind kein Ersatz (auch weil sie kaum beworben und besprochen werden). Was fehlt ist die Fankultur, mit Events und einem kulturellen Gedächtnis. So findet man mühelos zahlreiche Jazzfestivals, Jazzzeitschriften und mehr oder weniger seriöse Werke mit umfangreichen CD-Empfehlungen irgendwo zwischen „Die xxx besten Jazzplatten aller Zeiten“ und „Basis-Diskothek Jazz“ oder dem guten alten „Berendt“, über die dann trefflich nächtelang diskutiert werden kann.

Krimifestivals, wie demnächst das „Krimifest Tirol“ (14. – 21. Oktober 2017) oder der „Krimimarathon Berlin-Brandenburg“ (6. – 19. November 2017), sind normalerweise eine Ansammlungen von Lesungen von Autoren, die ihr neues Buch vorstellen. Das ist nicht so wahnsinnig interessant.

Und, ja, eine gute Literatursendung im Fernsehen zu einer guten Sendezeit wäre toll. Aber warum soll es der Literatur im Fernsehen besser als dem Kino und der Musik (Schlager und Volksmusik zählen nicht) gehen?


Lesung: „Der weiße Affe“ in der Victoria Bar

Oktober 2, 2017

Am Mittwoch, den 4. Oktober, stellt Kerstin Ehmer ihr Krimidebüt „Der weiße Affe“, um 19.00 Uhr (Einlass: 18.00 Uhr) in der Victoria Bar (Potsdamer Straße 105, Berlin) vor; – also eigentlich in ihrem Wohnzimmer. Denn Ehmer und ihr Mann betreiben seit sechzehn Jahren die Victoria Bar.

Der Roman entführt dann in das Berlin der zwanziger Jahre.

Ein jüdischer Bankier wird erschlagen im Hausflur seiner Geliebten aufgefunden. Kommissar Ariel Spiro ist gerade aus der Provinz nach Berlin gezogen und übernimmt direkt seinen ersten Fall. Zunächst deuten die Ermittlungen auf ein politisches Motiv hin. Doch auch die wohlhabende und exzentrische Familie des Toten gibt Spiro Rätsel auf.

Schon bald gerät der junge Kommissar in den Sog der Metropole, getrieben vom schnellen Rhythmus und mitgerissen vom rauschenden Berliner Nachtleben. Als er sich von der faszinierenden Tochter des Toten magisch angezogen fühlt, muss Spiro aufpassen, dass ihm der Fall nicht entgleitet.“

Das könnte spannend sein. Auch wenn der Kommissar mit 52 Minuten Verspätung in der Hauptstadt ankommt. Der Zug hatte sich verspätet.

Weil die Lesung eine „geschlossene Gesellschaft“ (keine konspirative Gesellschaft) ist, wird um eine Anmeldung unter presse@pendragon.de gebeten.

Der Eintritt ist frei.

Kerstin Ehmer: Der weiße Affe

Pendragon, 2017

280 Seiten

17 Euro

Hinweis

Pendragon über Kerstin Ehmer


Die Krimibestenliste Oktober 2017

Oktober 1, 2017

Erntedankfest überstanden und die Oktober-Krimibestenliste (präsentiert von F.A.S. und Deutschlandfunk Kultur) studiert:

1 (1) Simone Buchholz: Beton Rouge

2 (-) Friedrich Ani: Ermordung des Glücks

3 (7) Lisa Sandlin: Ein Job für Delpha

4 (5) Sven Heuchert: Dunkels Gesetz

5 (-) Viet Thanh Nguyen: Der Sympathisant

6 (2) Ottessa Moshfegh: Eileen

7 (8) Robert Hültner: Lazare und der tote Mann am Strand

8 (10) Christian v. Ditfurth: Giftflut

9 (-) David Whish-Wilson: Die Ratten von Perth

10 (-) Xiao Bai: Die Verschwörung von Shanghai

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.


Sachdienlicher Hinweis auf eine Diskussion: Was bleibt nach dem Untersuchungsausschuss des Bundestages vom NSA-Skandal?

September 4, 2017

Als Organisator bin ich da vielleicht etwas subjektiv, aber das ist ein tolles Podium und ich erhoffe mir einen sehr informativen Abend:

Diskussion: Was bleibt nach dem Untersuchungsausschuss des Bundestages vom NSA-Skandal?

Mittwoch, 6. September, 19.00 Uhr, Robert-Havemann-Saal (Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Straße 4, Berlin)

Am 5. Juni 2013 veröffentlichte die britische Tageszeitung The Guardian“ den ersten Artikel über die weltweite Datenerfassung der NSA (National Security Agency). Die Informationen in dieser und etlichen weiteren Reportagen stammen aus dem Archiv des Whistleblowers Edward Snowden. Er lieferte erstmals Beweise für eine weltweite Überwachung. Auch Deutsche waren davon betroffen.

Noch vor der Bundestagswahl 2013 wollte die damalige Regierung die Überwachungsaffäre für beendet erklären.

Danach beschäftigte sich ein Untersuchungsausschuss des Bundestages mit der Überwachung der Bevölkerung durch die NSA und der Involvierung der deutschen Nachrichtendienste in den Skandal. Wir lernten Worte wie Five Eyes, Selektoren, Prism, Eikonal und Glo*** (bzw. Glotaic) kennen und erfuhren, was in Bad Aibling geschieht.

Vor wenigen Tagen veröffentlichte der Untersuchungsausschuss seinen in der Vorabfassung 1822-seitigen Abschlussbericht, der auch einen tiefen Einblick in die Arbeit der Dienste ermöglicht.

Am Mittwoch, den 6. September, um 19.00 Uhr im Robert-Havemann-Saal wollen wir, unter anderem, mit

Stephan Martin (Rechtsanwalt, Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei MdB Martina Renner, Die Linke, für den NSA-Untersuchungsausschuss)

Prof. Dr. Kurt Graulich (Richter am Bundesverwaltungsgericht a. D., Honorarprofessor an der Humboldt-Universität, wissenschaftlicher Schwerpunkt im Sicherheitsrecht)

Dr. Peter Wolff (Gesprächskreis Nachrichtendienste in Deutschland, Sprecher der Arbeitsgruppe Recht und Ethik)

David Crawford (Senior Reporter, Correctiv)

über die Erkenntnisse des Ausschusses, welche Maßnahmen bereits ergriffen wurden, welche Maßnahmen von den Bundestagsabgeordneten gefordert werden, wie die Zusammenarbeit zwischen den Diensten aussehen soll und mit welchen Entwicklungen die deutschen und westlichen Nachrichtendienste in den kommenden Jahren konfrontiert werden, diskutieren.

Veranstalter: Humanistische Union Berlin-Brandenburg

Weiterführende Informationen

Untersuchungsausschuss des Bundestages

Bericht des Untersuchungsausschusses

Netzpolitik: der Bericht ohne die Schwärzungen

Wikipedia über den Untersuchungsausschuss

Humanistische Union: vorgänge Nr. 215: Geheimdienste vor Gericht

Das Parlament Nr. 30-31 (24. Juli 2017): Tiefe Einblicke in das Innenleben des Bundesnachrichtendienstes

Deutscher Bundestag: Bilanz der Obleute des NSA-Untersuchungsausschusses

Der Abend kann auch als Vorbereitung für die „Freiheit 4.0 – Rettet die Grundrechte“-Demonstration am Samstag, den 9. September, ab 12.00 Uhr auf dem Gendarmenmarkt in Berlin dienen. Alle Infos hier – und jetzt zum Mobilisierungsvideo

https://vimeo.com/228234978


Die Krimibestenliste September 2017

September 3, 2017

Sodele, die Krimibestenliste für den September (präsentiert von F.A.S. und Deutschlandfunk Kultur) ist draußen und diese literarischen Mordstaten empfehlen die Damen und Herren Kritiker:

1. Simone Buchholz – Beton Rouge (Platzierung im Vormonat: 5)

2. Ottessa Moshfegh: Eileen (Platzierung im Vormonat: /)

3. Zoë Beck – Die Lieferantin (Platzierung im Vormonat: 1)

4. Antonin Varenne – Die Treibjagd (Platzierung im Vormonat: 2)

5. Sven Heuchert – Dunkels Gesetz (Platzierung im Vormonat: /)

6. Graeme Macrae Burnet – Das Verschwinden der Adèle Bedeau (Platzierung im Vormonat: 8)

7. Lisa Sandlin: Ein Fall für Delpha (Platzierung im Vormonat: /)

8. Robert Hültner: Lazare und der tote Mann am Strand (Platzierung im Vormonat: 10)

9. Monika Geier – Alles so hell da vorn (Platzierung im Vormonat: 6)

10. Christian v. Ditfurth: Giftflut (Platzierung im Vormonat: /)


Neu im Kino/Buch- und Filmkritik – und ein Hinweis auf eine Lesung: „Der Block“ behauptet „Das ist unser Land!“

August 25, 2017

Vor wenigen Wochen, während der Präsidentschaftswahl in Frankreich, in der es Marine Le Pen (Front National) gelang, in die Stichwahl zu kommen, war Jérôme Leroys gerade auf Deutsch erschienener Roman „Der Block“ der Roman, der die gesellschaftlichen Hintergründe der Wahl im Rahmen einer fiktiven Geschichte erklären konnte. Leroy ist auch einer der Drehbuchautoren von „Das ist unser Land!“ und die Parteichefin Agnès Dorgelle und der Problemlöser Stanko, tauchen auch im Film auf. Das verwundert nicht. Auch in dem Film geht es um Rechtspopulisten, die an Macht wollen und der von Leroy erfundene „Patriotische Block“ (im Film Rassemblement National Populaire [RNP]) ist selbstverständlich die fiktionale Version der Front National.

In dem Film steht Pauline Dunez (Émilie Dequenne) im Mittelpunkt. Die alleinerziehende Mutter lebt in der Kleinstadt Hénart im strukturschwachen Norden Frankreichs. Als Krankenschwester kommt sie bei ihren Hausbesuchen herum. Sie sieht, wie die Stadt zunehmend zerfällt. Sie hört die Geschichten der Leute und sie kümmert sich nicht um die Politik. Das hat ihr Vater, ein stramm kommunistischer Gewerkschaftler, getan und er konnte den ökonomischen Abstieg der Region nicht verhindern.

Eines Tages wird sie während der Arbeit von Dr. Philippe Berthier (André Dussollier) angesprochen. Denn Pauline ist nicht nur in der Stadt bekannt, sondern auch beliebt. Die Leute vertrauen der Krankenschwester. Sie ist als Mittdreißigerin noch jung und sie sieht gut aus. Sie ist, kurz gesagt, die etwas ältere Ausgabe des Mädchens, mit dem man Pferde stehlen möchte. Sie wäre bei der anstehenden Bürgermeisterwahl das perfekte Gesicht für den „Patriotischen Block“.

Nach einem kurzen Zögern, in dem sie vom „Patriotischen Block“ umworben wurde, die Hand von Marine-Le-Pen-Lookalike Agnès Dorgelle (Catherine Jacob), der RNP-Vorsitzenden, schütteln durfte und ihr gesagt wurde, sie könne etwas verändern, erklärt sie sich bereit, zu kandidieren. Obwohl sie bislang keinerlei politische Erfahrung hat, wird sie das Gesicht der Rassisten für den anstehenden Wahlkampf.

In „Das ist unser Land!“ erzählen Leroy und Regisseur Lucas Belvaux (auch Drehbuch) anhand der Geschichte einer jungen Frau, wie Rechtspopulisten Stimmungen ausnutzen und befördern und wie sie versuchen, an die Macht zu gelangen. Da ist eine beliebte Krankenschwester das perfekte Gesicht, das nur das hübsche Gesicht für den Stimmenfang sein soll. Alles weitere erledigt die Partei, die überhaupt nicht an wirklichen Lösungen für die Betroffenen, die sie gewählt haben, interessiert ist. Aber die Partei hat genaue Vorstellungen über Paulines öffentliches Auftreten, ihre Kleiderwahl, ihre Frisur (sie soll sich die Haare blond färben) und ihren Freund. Sie hat nämlich zufällig Stanko (Guillame Gouix) getroffen. Er war (und hier sollten wir uns nicht mit Vergleichen zwischen Buch- und Film-Stanko belasten) ein Schläger für den „Patriotischen Block“, der jetzt behauptet, mit seiner Vergangenheit gebrochen zu haben. Aber die Partei betrachtet Stankos Vergangenheit für ihren Wahlkampf und hätte gerne, dass er aus Paulines Leben verschwindet.

Gleichzeitig verändert Pauline, die durchaus gefallen an ihrer neuen Rolle findet, sich und die Umwelt reagiert anders auf sie. Schließlich ist sie nicht mehr die patente Krankenschwester, sondern die Vertreterin einer rassistischen Partei.

Das ist viel Stoff für einen Spielfilm. In knapp zwei Stunden werden auch, in einem tiefen Blick in das Parteileben der Führungsschicht des Blocks, die Hintergründe der Rekrutierung und der Wahlkampagne um Pauline gezeigt. Durch die so notwendigen Pointierungen wirkt der glänzend strukturierte und durchkomponierte, niemals gehetzt wirkende Film stellenweise etwas lehrbuchhaft und überdeutlich. Trotzdem fällt Belvaux keine Urteile über seine Figuren oder missbraucht sie als politische Pappkameraden. Er erzählt seine Geschichte mit einem analytischen Blick, der nie seine Sympathie für die Menschen (aber nicht unbedingt für ihre Meinung) verhehlt. Und genau das macht seinen Film so sehenswert.

Das ist unser Land!“ ist politisch engagiertes Kino, das aufklärt und das zum Nachdenken auffordert. Denn das was in Frankreich mit dem Aufstieg der Front National passierte, kann auch in Deutschland passieren und die Methoden der Rattenfänger gleichen sich.

Das ist unser Land! (Chez nous, Frankreich/Belgien 2017)

Regie: Lucas Belvaux

Drehbuch: Lucas Belvaux, Jérôme Leroy

mit Émilie Dequenne, André Dussollier, Guillaume Gouix, Catherine Jacob, Anne Marivin, Patrick Descamps, Charlotte Talpaert, Stéphane Caillard

Länge: 119 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Der Roman

Bereits 2011 veröffentlichte Jérôme Leroy in Frankreich seinen mit dem Prix Michel Lebrun ausgezeichneten Roman „Der Block“. Im März erschien die deutsche Ausgabe, die auch sofort auf den ersten Platz der Krimibestenliste kam. In Besprechungen wurde ohne mit der Wimper zu Zucken eine Verbindung zwischen dem Roman und der aktuellen Wahl in Frankreich hergestellt. So als sei das Buch der Kommentar zur Wahl.

In dem Roman will der Patriotische Block Stanko, den Chef des paramilitärischen Ordnungsdienstes der Partei, ausschalten. Er könnte verhindern, dass der Block Teil der neuen Regierung wird. Stanko muss untertauchen.

In einer Nacht erinnern er und sein Freund Antoine Maynard, Ehemann der Parteivorsitzenden Agnes Dorgelle, sich in getrennten Zimmern an ihre gemeinsame Vergangenheit, die bis in die siebziger Jahre zurückreicht, und an die mit ihrem Leben untrennbar verbundene Geschichte des Patriotischen Blocks, der in den vergangenen Jahrzehnten immer einflussreicher wurde.

Der Block“ ist die literarisch kaum getarnte Biographie und Analyse der Front National. Und genau auf dieser Ebene funktioniert Leroys Noir prächtig. Als handelsüblicher Kriminalroman oder Thriller weniger.

Jérôme Leroy: Der Block

(übersetzt von Cornelia Wend, mit einem Nachwort von Jérôme Leroy zur deutschen Ausgabe)

Edition Nautilus, 2017

320 Seiten

19,90 Euro

Originalausgabe

Le bloc

Éditions Gallimard, Paris, 2011

Die Lesung

Jérôme Leroy liest am Mittwoch, den 6. September, ab 20.00 Uhr, im DTK-Wasserturm (Kopischstraße 7, Ecke Fidicinstraße, 10965 Berlin) aus „Der Block“.

Der Autor spricht und liest auf Französisch. Der deutsche Part der Lesung wird von Milton Welsh übernommen. Barbara Wahlster (Deutschlandradio Kultur) moderiert.

Karten können gekauft und reserviert werden bei der Krimibuchhandlung Hammett: info@hammett-krimis.de.

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Das ist unser Land!“

AlloCiné über „Das ist unser Land!“

Rotten Tomatoes über „Das ist unser Land!“

Wikipedia über „Das ist unser Land!“ (englisch, französisch) und Jérôme Leroy

Blog von Jérôme Leroy

Edition Nautilus über „Der Block“ (mit den restlichen Terminen seiner Lesereise)

Perlentaucher über „Der Block“

 


Der Polar-Verlag sucht per Crowdfunding den deutschen Noir

August 14, 2017

In den vergangenen vier Jahren erarbeitete der Polar Verlag sich unter Krimifans mit neuen Autoren (wie Christian Roux, Matthew F. Jones, Benjamin Whitmer, Gene Kerrigan und Ray Banks) und alten Bekannten (wie Ken Bruen, Nathan Larson, Bill Moody und Newton Thornburg) schnell einen sehr guten Namen. Es sind Autoren, die in der Tradition des Polar und des Noirs stehen und ihn fortentwickeln. Es sind Autoren, die Bücher für Leser schreiben, die auf den nächsten lauschigen Landhauskrimi oder formelhaften Serienmörderthriller getrost verzichten können.

Jetzt will der Polar Verlag auch deutschsprachige Autoren herausbringen. Und hoffentlich, denn das Polar-Programm ist doch arg männerlastig, sind dann auch einige Autorinnen dabei. Dafür hat der Verlag jetzt eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Sie endet am 6. September.

 

Dort schreibt der Polar-Verlag über das Projekt:

Ab Herbst 2017 beabsichtigen wir, jedes Jahr vier deutsche Autoren/Innen zu veröffentlichen. Zum Aufbau unserer neuen Reihe «Deutscher Polar» benötigen wir eure Unterstützung. (…)

Die Welt des Polars hat Dreck am Stecken. Lasst uns deutsche Polar-Autoren veröffentlichen.

Wofür wir eure Unterstützung brauchen

Stufe 1 26.000,- Euro: Gerade bei der Einführung deutscher Polar-Autoren/Innen ist es wichtig, ihnen dieselbe intensive Aufmerksamkeit zu widmen, die unsere internationalen Autoren bereits genießen. Dazu müssen wir Kräfte freisetzen, die einen behutsamen Aufbau und eine Betreuung über Jahre hinweg ermöglichen. Dank eurer Unterstützung helft ihr uns, hier eine seriöse Planung zu ermöglichen.

Stufe 2 25.000,- Euro: Mit der Einführung des Deutschen Polars begeben wir uns auf die Suche nach neuen deutschen Autoren/Innen, mit denen wir zusammen an ihren Texten arbeiten wollen. Nicht jeder besitzt genug eigene Mittel, um sich die Teilnahme an unserer Textwerkstatt zu ermöglichen. Mit eurer Unterstützung verschaffen wir diesen Autoren den Zugang zur Polar Masterclass, die als Talentwerkstatt für Geschichten gedacht ist.

Belohnungen

Neben den Autoren und unserer Faszination für gute Geschichten verstehen wir uns als offener Verlag, der seine Leser kennenlernen und sich ihnen stellen will. Deswegen bestehen viele unserer Belohnungen aus der Möglichkeit, uns kennenzulernen. Sei es als Fotoshooting mit Kerstin Petermann, sei es ein Blick hinter die Verlagskulissen, ein Kinobesuch und vieles mehr.


Die Krimibestenliste August 2017

August 7, 2017

Für den Ferienmonat August lempfiehlt die Krimibestenliste der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und des Deutschlandfunk Kultur folgende Krimis für den Strandkorb:

1. Zoe Beck: Die Lieferantin (Suhrkamp, 326 Seiten 14,95 Euro)

2. Antonin Varenne: Die Treibjagd (Penguin, 304 Seiten, 10 Euro)

3. Larry Brown: Fay (Heyne, 656 Seiten, 24 Euro)

4. George Pelecanos: Hard Revolution (ars vivendi, 400 Seiten, 24 Euro)

5. Simone Buchholz: Beton Rouge (Suhrkamp, 230 Seiten, 14,95 Euro)

6. Monika Geier: Alles so hell da vorn (Ariadne im Argumentverlag, 416 Seiten, 13 Euro)

7. Carsten Jensen: Der erste Stein (Knaus, 640 Seiten, 26 Euro)

8. Graeme Macrae Burnet: Das Verschwinden der Adèle Bedeau (Europaverlag, 288 Seiten, 17,90 Euro)

9. Donato Carrisi: Der Nebelmann (Atrium, 336 Seiten, 20 Euro)

10. Robert Hültner: Lazare und der tote Mann am Strand (btb, 384 Seiten, 20 Euro)

Hach, und ich bin Verfilmungsbedingt mit Stephen King (Der dunkle Turm: Schwarz), Deborah Moggach (Tulpenfieber), Dave Eggers (The Circle), Ödön von Horváth (Jugend ohne Gott, „eine spannende Kriminalgeschichte“), Jérôme Leroy (Der Block) und Anthony Johnston (The coldest City, die Vorlage für „Atomic Blonde“) beschäftigt.

Und den neuen Lee Child (Der letzte Befehl – Warum ist der nicht auf der Liste?) und den neuen Don Winslow (Corruption – Warum ist der schon wieder weg von dr Liste?) will ich auch noch lesen. Die haben auch die richtige Mehr-als-400-Seiten-Strandkorblänge.


Wieder im Kino – und dann auf DVD und Blu-ray: Vorverkauf für „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ in der restaurierten 4K-3D-Fassung hat begonnen

August 1, 2017

Am 29. August, dem „Judgment Day“, ist es soweit: die unter der strengen Aufsicht von James Cameron restaurierte und auf 3D aufgepimpte Fassung von „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ (Terminator 2: Judgment Day, USA 1991) wird im Kino gezeigt. Anscheinend nur einen Tag. Und, um die drängende Fan-Frage zu beantworten: die Fassung lohnt sich.

Die Bilder wirken wie neu; – wenn man sich noch an die damalige Kinofassung erinnert. Und eigentlich würde mir eine so restaurierte 4K-Fassung ausreichen. Cameron fertigte allerdings, wie schon bei seinem Film „Titanic“, eine 3D-Fassung des Films an. Die 3D-Effekte sind zum Glück so sparsam eingesetzt, dass sie kaum auffallen. Eigentlich werden im aktuellen Trailer schon alle 3D-relevanten Bilder gezeigt. Die Tricks überzeugen immer noch. Cameron war damals einer der ersten Regisseure, der mit digitalen Effekten in einem so großen Maßstab arbeitete. Insgesamt sind es 42 computeranimierte Aufnahmen. Damals viel, heute für solche Filme wenig. Der Rest sind altbekannte praktische Effekte und Stuntmen, die ihr Leben riskieren.

Cameron sagt zu dieser Fassung: „’Terminator 2 – Tag der Abrechnung 3D‘ sieht absolut fantastisch aus, besser als jemals zuvor. Um Längen besser als 1991, aber nicht nur, weil er in 3D ist, sondern auch wegen der Farbpalette. 4K holt viel mehr aus dem Negativ heraus, als es zu damaliger Zeit bei einer normalen Kopie möglich war. Wer ein Fan des Films ist, kommt an dieser Fassung nicht vorbei.“

Die Story – immerhin war der Film ein Kassenhit und er läuft regelmäßig im TV – dürfte bekannt sein.

In der Zukunft haben die Maschinen die Macht übernommen. Einige Menschen kämpfen, angeführt von John Connor, einen zunehmend aussichtslosen Kampf gegen sie.

Um den Anführer der Widerstandsbewegung auszuschalten, schicken die Maschinen einen T-1000-Androiden (Robert Patrick) in die Vergangenheit (also die Gegenwart) zurück. Er soll den Teenager Connor (Edward Furlong; sein Debüt) töten.

Connor erfährt davon und schickt einen T-800-Androiden (Arnold Schwarzenegger) zurück. Den kennen wir noch aus dem ersten „Terminator“-Film, als er Connors Mutter töten sollte. Connor programmierte ihn um. Jetzt kämpft der T-800 als Connors Beschützer im Team der Guten und er befolgt Connors Befehle.

Zusammen mit Connors Mutter Sarah Connor (Linda Hamilton), die aus einer Irrenanstalt ausbricht, machen die drei sich auf den Weg zu Skynet, um den für den 29. August 1997 festgelegten „Judgment Day“ zu verhindern.

Terminator 2“ gehört zu den wenigen Spielfilmen, in denen der zweite Teil nicht einfach nur eine Wiederholung des erfolgreichen ersten Teils mit einem höheren Budget ist. Cameron erzählt die Geschichte weiter, geht davon aus, dass die Zuschauer den ersten „Terminator“-Film kennen (bzw. mit der Prämisse und Geschichte des Films vertraut sind) und ein zünftiges Actionabenteuer erleben wollen. Dafür hatte er damals ein utopisches Budget von ungefähr hundert Millionen Dollar zur Verfügung und das Geld wurde gut investiert für zahlreiche immer noch beeindruckende Actionszenen. Vor allem auf einer großen Leinwand.

Seitdem gab es weitere „Terminator“-Filme, die alle schlechter sind, und eine nach zwei Staffeln eingestellte TV-Serie. Arnold Schwarzenegger kehrte 2015 für „Terminator: Genisys“ zurück und dank des guten Einspiels wird es weitere „Terminator“-Filme geben. Mit Arnold Schwarzenegger und James Cameron, der gerade sehr mit „Avatar“ beschäftigt ist. Er soll vor allem die Grundzüge der nächsten „Terminator“-Trilogie entwickeln und die Oberaufsicht über die Filme führen. So ist jedenfalls der Plan.

Am 26. Oktober veröffentlicht Studiocanal die 4K-restaurierte Kinofassung von „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ auf DVD und Blu-ray in verschiedenen Ausgaben.

Angekündigt sind: „DVD, Blu-ray inklusive Director’s Cut und Extended Special Edition, 4K Ultra HD Blu-ray in HDR-Technologie und in einer neuen 2 Disc Steelbook Edition mit 3D Blu-ray und 2D Blu-ray, alle Versionen enthalten als Extra die brandneue Dokumentation „T2 Reprogramming the Terminator“ mit nie zuvor gesehenem Material und aktuellen Interviews mit James Cameron und Arnold Schwarzenegger. Die Blu-ray enthält zusätzlich weitere umfangreiche Bonusmaterialien.Sowohl in der UHD als auch im Steelbook ist die 2D Blu-ray enthalten.

Als ultimatives Sammlerstück für alle Terminator-Fans erscheint außerdem die limitierte TERMINATOR 2 -ENDO-ARM SPECIAL EDITION. Diese einzigartige Sonderedition beinhaltet eine detailgetreue Replik des legendären T-800 Endo Arms in Originalgröße, die 4K UHD Blu-ray, 3D Blu-ray, 2D Blu-ray und den Original-Soundtrack als CD. Die limitierte TERMINATOR 2 – ENDO-ARM SPECIAL EDITION ist exklusiv auf http://www.terminator2-endoarm.de erhältlich.“

Terminator 2 – Tag der Abrechnung (Terminator 2: Judgment Day, USA 1991)

Regie: James Cameron

Drehbuch: James Cameron, William Wisher Jr.

mit Arnold Schwarzenegger, Linda Hamilton, Edward Furlong, Robert Patrick, Earl Boen, Joe Morton, S. Epatha Merkerson, Xander Berkeley

Länge: 137 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Brandaktuelle deutsche Homepage zum Film (in der 3D-Fassung, mit Kinofinder)

Moviepilot über „Terminator 2“

Metacritic über „Terminator 2“

Rotten Tomatoes über „Terminator 2“ und die 3D-Fassung

Wikipedia über „Terminator 2“ (deutsch, englisch)

Ein Interview mit James Cameron während der Berlinale, wo die 3D-Fassung ihre Premiere hatte


Arnie-Festspiele im TV

Juli 25, 2017

Am 30. Juli feiert Arnold Schwarzenegger seinen siebzigsten Geburtstag und, nun, als er seinen ersten Pups ließ, hätte niemand gedacht, dass er als Bodybuilder fünfmal Mr. Universe und siebenmal Mr. Olympia wird, in Hollywood eine lange Karriere als Action-Star in Big-Budget-Filmen und Kassenschlagern hat (obwohl oder weil er kein guter Schauspieler ist und er einen unüberhörbaren Akzent hat), von 2003 bis 2011 Gouverneur von Kalifornien wird. Seitdem legt er ein interessantes, wenn auch kommerziell nicht so erfolgreiches Alterswerk vor und der Republikaner mischt sich wieder in die Politik ein.

Nur Präsident der USA kann er nicht werden, weil er kein gebürtiger US-Amerikaner ist.

Gezeigt werden, neben zwei TV-Premieren, vor allem seine bekannten Werke, die vor seinem Ausflug in die Politik entstanden:

Donnerstag, 27. Juli

Kabel 1, 20.15: Red Heat (USA 1988, Regie: Walter Hill) (Wiederholung um 00.30 Uhr)

Kabel 1, 22.20: Predator (USA 1987, Regie: John McTiernan) (Wiederholung um 02.25 Uhr)

Freitag, 28. Juli

RTL II, 20.15: Terminator 2 – Tag der Abrechnung (USA 1991, Regie: James Cameron) (Wiederholung um 01.10 Uhr) (Achtung: Am 29. August läuft die restaurierte 3D-Fassung im Kino und sie sieht prächtig aus. Die 3D-Effekte sind eher marginal. Am 5. Oktober erscheint diese Fassung in verschiedenen Ausgaben auf DVD und Blu-ray.)

RTL II, 23.05: Sabotage (USA 2014, Regie: David Ayer) (Wiederholung um 03.35 Uhr)

Samstag, 29. Juli

RTL II, 08.05: Conan, der Barbar (USA 1982, Regie: John Milius)

RTL II, 10.10: Conan, der Zerstörer (USA 1984, Regie: Richard Fleischer)

ZDFneo, 20.15: Kindergarten Cop (USA 1990, Regie: Ivan Reitman)

RTL II, 20.15: Last Action Hero (USA 1993, Regie: John McTiernan)

ZDFneo, 22.00: Junior (USA 1994, Regie: Ivan Reitman)

RTL II, 22.55: Maggie (USA 2015, Regie: Henry Hobson) (TV-Premiere, lief in Deutschland auf dem Fantasy Filmfest und kam dann auf DVD raus) (Wiederholung um 04.05 Uhr)

ZDFneo, 23.40: Twins – Zwillinge (USA 1988, Regie: Ivan Reitman)

Sonntag, 30. Juli

RBB, 01.20: Red Sonja (USA/Niederlande 1985, Regie: Richard Fleischer)

RTL II, 05.40: Conan, der Barbar (USA 1982, Regie: John Milius)

RTL II, 07.20: Conan, der Zerstörer (USA 1984, Regie: Richard Fleischer)

RTL II, 20.15: Terminator 3 – Rebellion der Maschinen (USA/Deutschland/Großbritannien 2003, Regie: Jonathan Mostow) (Wiederholung um 03.10 Uhr)

RTL II, 22.20: Total Recall (USA 1990, Regie: Paul Verhoeven)

Montag, 31. Juli

RTL II, 00.40 Uhr: The 6th Day (USA 2000, Regie: Roger Spottiswoode)

Kabel 1, 20.15: Eraser (USA 1996, Regie: Charles Russell) (Wiederholung um 00.15 Uhr)

Kabel 1, 22.30: Pumping Iron (USA 1977, Regie: Robert Fiore, George Butler) (TV-Premiere der Semi-Doku über die Welt der Bodybuilder und die 1975er Wettbewerbe für Mr. Olympia und Mr. Universe.)

Mittwoch, 2. August

Kabel 1, 20.15: Terminator (USA 1984, Regie: James Cameron) (Wiederholung um 23.20 Uhr)

Kabel 1, 22.20: Die Arnold Schwarzenegger Story (Deutschland 2017, einstündige Doku über Arnie) (Wiederholung um 03.10 Uhr)

Donnerstag, 3. August

Kabel 1, 01.35: Pumping Iron (USA 1977, Regie: Robert Fiore, George Butler)

Freitag, 4. August

BR, 23.45: Red Sonja (USA/Niederlande 1985, Regie: Richard Fleischer)