Die KrimiZeit-Bestenliste August 2014

August 7, 2014

Was empfiehlt die KrimiZeit-Bestenliste für die Sommerferien?

Nun, das:

1 (1) Olen Steinhauer: Die Kairo-Affäre

2 (-) Mike Nicol: Black Heart

3 (4) Adrian McKinty: Die Sirenen von Belfast

4 (-) Nathan Larson: 2/14

5 (2) Tom Hillenbrand: Drohnenland

6 (-) Jim Nisbet: Der Krake auf meinem Kopf

7 (-) Lee Child: Wespennest

8 (6) Leonardo Padura: Ketzer

9 (-) Jörg Juretzka: Taxibar

10 (-) Joseph Kanon: Die Istanbul-Passage

–

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

–

Aaah, endlich! Juretzka und Child sind drin. Den Steinhauer habe ich jetzt endlich angefangen zu lesen. Nisbet kann ich blind empfehlen. Auf Kanon, ein Polit-Thriller, bin ich gespannt und Padura ist mit über sechshundert Seiten so unglaublich dick.

Und nächsten Monat sollte dann der neue Roman von Joe R. Lansdale, „Das Dickicht“, der Ende August erscheint, drauf sein. Gerne mit dem grandiosen Collins-Pine-Krimi „Machos und Macheten“.


Sommer Berlinale, natürlich in Berlin, aber auch für Berlin-Besucher

Juli 22, 2014

Das gibt es schon einige Jahre und wer mit der Idee von Open-Air-Filmvorstellungen etwas anfangen kann (mir persönlich fehlt da ja der mücken- und regenfreie, dunkle, klimatisierte Kinosaal mit bequemen Sitzen), der sollte die Tage ins Freiluftkino Friedrichshain gehen, mit vielen Menschen auf Holzbänken sitzen, Bier trinken und einige Höhepunkte der diesjährigen Berlinale, natürlich in der Originalfassung (mit Untertiteln) ansehen. Mit anschließenden Filmgesprächen und Verlosungen.
Gezeigt werden:
Donnerstag, 24. Juli, 21.30 Uhr
Eröffnung Sommer Berlinale – Perspektive deutsches Kino
ANDERSWO
Vorgestellt von Knut Elstermann (radioeins), Linda Söfka (Leiterin Perspektive Deutsches Kino) und der Regisseurin Ester Amrami.
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Freitag, 25. Juli, 21.30 Uhr
THE WAY HE LOOKS
Der Leiter der Berlinale-Sektion Panorama Wieland Speck stellt den diesjährigen Teddy-Award-Gewinner und Publikumspreis-Zweiten vor.
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Samstag, 26. Juli, 21.30 Uhr
FEUERWERK AM HELLLICHTEN TAG. (Black Coal, Thin Ice)
Anke Leweke stellt den diesjährigen Gewinner des Golden Bären vor.
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Sonntag, 27. Juli, 21.30 Uhr
DIE ENTFÜHRUNG DES MICHEL HOUELLEBECQ
Vorgestellt vom Leiter der Sektion Forum Christoph Terhechte.
Anscheinend ist das die einzige Kopie des schrägen Films, der als „Französisches Original mit englischen Untertiteln“ gezeigt wird.

 


Die KrimiZeit-Bestenliste Juli 2014

Juli 3, 2014

Irgendwo zwischen Weltmeisterschaft, Sommerferien und Blockbusterkino legt die Juli-KrimiZeit-Bestenliste mit ihrer aktuellen Empfehlungsliste eine kriminelle Landung hin:
1 (-) Olen Steinhauer: Die Kairo-Affäre
2 (5) Tom Hillenbrand: Drohnenland
3 (10) André Georgi: Tribunal
4 (-) Adrian McKinty: Die Sirenen von Belfast
5 (-) Anne Goldmann: Lichtschacht
6 (4) Leonardo Padura: Ketzer
7 (6) Benjamin Percy: Roter Mond
8 (8) Daniel Woodrell: In Almas Augen
9 (1) Oliver Bottini: Ein paar Tage Licht
10 (2) Ross Thomas: Fette Ernte
–
In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.
–
McKinty ist jetzt drin. Fein. Goldmann sollte ich unbedingt anlesen. Bisher habe ich nur lobende Worte über sie gehört.
Woodrell wird demnächst, mit dem neuen Carl Hiaasen, besprochen. Ich war als tiefgläubiger, devoter Fan von beiden Romanen sehr enttäuscht.
Aber jetzt lache ich mich durch “Mit High Heels und Handschellen” von Janet Evanovich (Stephanie Plum) und Lee Goldberg (die Adrian-Monk-Romane). Der Serienauftakt, in dem eine FBI-Agentin und ein Trickbetrüger gemeinsam Verbrecher jagen, ist sicher nichts, was es jemals auf die KrimiZeit-Bestenliste schaffen wird, aber der witzige Kriminalroman bietet rundum gute und kurzweilige Unterhaltung.


Kurd-Laßwitz-Preis vergeben

Juni 17, 2014

Der Kurd-Laßwitz-Preis, der Preis der deutschen Science-Fiction-Schaffenden, wurde vergeben:
Bester deutschsprachiger SF-Roman, Erstausgabe 2013:
• Wolfgang Jeschke: „Dschiheads“, Heyne
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Beste deutschsprachige SF-Erzählung, Erstausgabe 2013:
• Michael Marrak: „Coen Sloterdykes diametral levitierendes Chronoversum“ in: Hilscher/Iwoleit (Hrsg.): Nova 21, Nova Verlag
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Bestes ausländisches Werk, deutschsprachige Erstausgabe 2013:
• Jo Walton: „In einer anderen Welt“ (Among Others), Golkonda
–
Beste Übersetzung ins Deutsche, erstmals erschienen 2013:
• Margo Jane Warnken für die Übersetzung von Julie Phillips’: „James Tiptree Jr. – Das Doppelleben der Alice B. Sheldon“ (James Tiptree, Jr.: The Double Life of Alice B. Sheldon), Septime
–
Beste Graphik zur SF (Titelbild, Illustration) einer deutschsprachigen Ausgabe, erstmals erschienen 2013:
• Pierangelo Boog für das Titelbild zu Moreau/Wipperfürth / Kemmler (Hrsg.): Exodus 30, Eigenverlag
–
Sonderpreis für herausragende Leistungen im Bereich der deutschsprachigen Science-Fiction 2013:
• Martin Kempf und sein Team vom „Fandom Observer“ für 300 Ausgaben des Szene-Magazins „Fandom Observer“ in 25 Jahren
–
Die Preisverleihung ist am Samstag, den 20. September, während der ElsterCon in Leipzig.
(via Die Zukunft)

 

Die Preisverleihung wird am Samstag, den 20. September im Rahmen des ElsterCons stattfinden, eines dreitägigen literarischen Symposiums zur Science-Fiction, im Haus des Buches in Leipzig.

Und hier alle Gewinner auf einen Blick:

Bester deutschsprachiger SF-Roman, Erstausgabe 2013:

• Wolfgang Jeschke: „Dschiheads“, Heyne

 

Beste deutschsprachige SF-Erzählung, Erstausgabe 2013:

• Michael Marrak: „Coen Sloterdykes diametral levitierendes Chronoversum“ in: Hilscher/Iwoleit (Hrsg.): Nova 21, Nova Verlag

 

Bestes ausländisches Werk, deutschsprachige Erstausgabe 2013:

• Jo Walton: „In einer anderen Welt“ (Among Others), Golkonda

 

Beste Übersetzung ins Deutsche, erstmals erschienen 2013:

• Margo Jane Warnken für die Übersetzung von Julie Phillips’: „James Tiptree Jr. – Das Doppelleben der Alice B. Sheldon“ (James Tiptree, Jr.: The Double Life of Alice B. Sheldon), Septime

 

Beste Graphik zur SF (Titelbild, Illustration) einer deutschsprachigen Ausgabe, erstmals erschienen 2013:

• Pierangelo Boog für das Titelbild zu Moreau/Wipperfürth / Kemmler (Hrsg.): Exodus 30, Eigenverlag

 

Sonderpreis für herausragende Leistungen im Bereich der deutschsprachigen Science-Fiction 2013:

• Martin Kempf und sein Team vom „Fandom Observer“ für 300 Ausgaben des Szene-Magazins „Fandom Observer“ in 25 Jahren

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Die Shamus-Nominierungen 2014

Juni 17, 2014

Die Private Eye Writers of America haben die Finalisten für die diesjährigen Shamus Awards verkündet:

Best Hardcover P.I. Novel
• Little Elvises, von Timothy Hallinan (Soho Crime)
• The Mojito Coast, von Richard Helms (Five Star)
• W Is for Wasted, von Sue Grafton (Marian Wood/Putnam)
• The Good Cop, von Brad Parks (Minotaur)
• Nemesis, von Bill Pronzini (Forge)
–
Best First P.I. Novel
• A Good Death, von Christopher R. Cox (Minotaur)
• Montana, von Gwen Florio (Permanent Press)
• Blood Orange, von Karen Keskinen (Minotaur)
• Bear Is Broken, von Lachlan Smith (Mysterious Press)
• Loyalty, von Ingrid Thoft (Putnam)
–
Best Original Paperback P.I. Novel
• Seduction of the Innocent, von Max Allan Collins (Hard Case Crime)
• Into the Dark, von Alison Gaylin (HarperCollins)
• Purgatory Key, von Darrell James (Midnight Ink)
• Heart of Ice, von P.J. Parrish (Pocket)
• The Honky Tonk Big Hoss Boogie, von Robert J. Randisi (Perfect Crime)
–
Best P.I. Short Story
• So Long, Chief, von Max Allan Collins und Mickey Spillane (The Strand Magazine, February-May 2013)
• The Ace I, von Jack Fredrickson (Ellery Queen Mystery Magazine [EQMM], June 2013)
• What We Do, von Mick Herron (EQMM, September-October 2013)
• Extra Fries, von Michael Z. Lewin (EQMM, May 2013)
• The Lethal Leeteg, von Hayford Peirce (EQMM, August 2013)
–
Best Indie P.I. Novel
• Murder Take Three, von April Kelly und Marsha Lyons (Flight Risk)
• A Small Sacrifice, von Dana King (Amazon Digital)
• No Pat Hands, von J.J. Lamb (Two Black Sheep)
• State vs. Lassiter, von Paul Levine (CreateSpace)
• Don’t Dare a Dame, von M. Ruth Myers (Tuesday House)
–
Die Preisverleihung ist am Freitag, den 14. November, während der Bouchercon in Long Beach, Kalifornien.
–
Herrje, da sollten ein, zwei, drei Verlage mal wieder einige Übersetzeraufträge vergeben. Denn, soweit ich den es überblicke, ist noch kein nominierter Roman übersetzt worden und dabei sind die Shamus Awards in der Szene wirklich angesehen. Außerdem sind einige sehr alte Bekannte, wie Mickey Spillane, Max Allan Collins, Robert J. Randisi, Bill Pronzini und Sue Grafton, dabei.
(via The Rap Sheet)


Hurerei in der Heinrich-Böll-Stiftung

Juni 12, 2014

Biermann - Wir sind Frauen wie andere auch

Habe ich jetzt Ihre geschätzte und überaus wohlwollende Aufmerksamkeit für eine sehr vielversprechend klingende Podiumsdiskussion?
Am Dienstag, den 24. Juni, diskutieren
Pieke Biermann, Autorin, frühe Aktivistin der Hurenbewegung,
Volker Beck, Mitglied des Bundestages, Bündnis 90/Die Grünen,
Dr. Mithu Sanyal, Kulturwissenschaftlerin, Journalistin, Autorin,
Fabienne Freymadl, Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen,
Prof. Dr. Christian Pfeiffer, Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachen,
Dr. Margarete Gräfin von Galen, Fachanwältin für Strafrecht, und
Ulrike Baureithel, Wochenzeitung „Der Freitag“ (Moderation)
ab 19.00 Uhr in der Heinrich-Böll-Stiftung (Schumannstraße 8, 10117 Berlin) über die Forderungen von konservativer und auch feministischer Seite, das unter Rot-Grün verabschiedete Prostitutionsgesetz wieder rückgängig zu machen.
Diese aktuelle Debatte war auch der Grund für den Argument Verlag ein über dreißig altes Buch wieder zu veröffentlichte. Für „’Wir sind Frauen wie andere auch!‘ – Prostituierte und ihre Kämpfe“ unterhielt Pieke Biermann (die auch mitdiskutiert) sich in den späten Siebzigern mit mehreren Prostituierten. Damals wurden Prostituierte auf die Rolle der hilfsbedürftigen, dummen, ausgebeuteten Frau reduziert, die von der Frauenbewegung aus ihrem Elend erlöst werden muss. Das auch heute noch lesenswerte Buch porträtiert dabei ganz normale Frauen.
Und weil heute wieder gegen Prostituierte, jetzt in der Gestalt von ausgebeuteten osteuropäischen Zwangsprostituierten, die mit falschen Versprechungen in den Westen gelockt wurden und in Puffs zum Sex gezwungen werden, Stimmung gemacht wird, ist „Wir sind Frauen wie andere auch!“ kaum veraltet. Jedenfalls will ich nicht glauben, dass alle Osteuropäerinnen zur Prostitution gezwungen werden und dass es überall Zwangsprostituierte gibt. Die Zahlen, zum Beispiel die Strafverfahren gegen Menschenhändler, sprechen nämlich eine andere Sprache.
Ergänzt wird das 1980 erstmals erschienene Buch um zwei aktuelle Vorworte und einem über achtzigseitigem Anhang, in dem die damalige Diskussion über das Buch und mehrere, später entstandene Reden und Essays von Pieke Biermann zum Thema dokumentiert.
Ein lesenwertes Buch!
Ach ja: es gibt auch einen Livestream für die Stubenhocker und Nicht-Berliner*innen.
–
Pieke Biermann: „Wir sind Frauen wie andere auch!“ – Prostituierte und ihre Kämpfe
Argument, 2014
336 Seiten
13 Euro
–
Die Erstausgabe erschien 1980.


Die KrimiZeit-Bestenliste Juni 2014

Juni 5, 2014

Also, dann: neuer Monat, neue KrimiZeit-Bestenliste:

1 (1) Oliver Bottini: Ein paar Tage Licht
2 (2) Ross Thomas: Fette Ernte
3 (3) Dominique Manotti: Ausbruch
4 (5) Leonardo Padura: Ketzer
5 (-) Tom Hillenbrand: Drohnenland
6 (-) Benjamin Percy: Roter Mond
7 (4) Mukoma wa Ngugi: Nairobi Heat
8 (9) Daniel Woodrell: In Almas Augen
9 (5*) Sascha Arango: Die Wahrheit und andere Lügen
10 (-) André Georgi: Tribunal
–
In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.
Sascha Arango ist ein Wiedereinstieg.
–
Ross Thomas, Dominique Manotti, Leonardo Padura, Daniel Woodrell und Sascha Arango (einer von unseren besten Drehbuchautoren; er erfand Eva Blond und schrieb mehrere Borowski-Tatorte) empfehle ich auch sofort.
Außerdem ist der neuen Roman „Die Sirenen von Belfast“ von Adrian McKinty erschienen. Die Besprechung ist in Arbeit.
Beim „Tribunal“ fand ich die ersten Seiten nicht so toll.
Kommen wir zur 100.000-Euro-Frage: Wo bleiben Lee Childs „Wespennest“, Carl Hiaasens „Affentheater“ und Jörg Juretzkas „Taxibar“?


Der erste Trailer für die Matt-Scudder-Verfilmung „A Walk among the Tombstones“

Mai 31, 2014

Endlich! Der erste Trailer für die lang erwartete Lawrence-Block-Verfilmung „A Walk among the Tombstones“ ist online:

Und der Trailer gefällt mir.

Liam Neeson spielt Matt Scudder; Scott Frank („Get Shorty“, „Out of Sight“, „Minority Report“) schrieb das Drehbuch und übernahm die Regie. Sein ziemlich unbekanntes Debüt „The Lookout“ hat mir gut gefallen.

Langjährige Block-Fans wissen, dass diese Scudder-Verfilmung in Hollywood seit Jahren im Gespräch war. Mit wechselnden Hauptdarstellern und Regisseuren.

Der US-Kinostart des Krimis ist am 19. September 2014. Einen deutschen Starttermin gibt es noch nicht. Aber schon ein Teaserplakat:

A Walk among the Tombstones

Der grandiose Roman „A Walk among the Tombstones“ erschien 1992. Der deutsche Titel lautet „Endstation Friedhof“ und der Heyne-Verlag hat für den 8. September eine Neuauflage angekündigt:

Block - Endstation Friedhof - Heyne 2014 - 4

Ach, ja: Lesebefehl!


Der Friedrich-Glauser-Preis 2014: die Preisträger

Mai 26, 2014

„Das Syndikat“, der Zusammenschluss deutschsprachiger Krimi-Autoren, verlieh den diesjährigen Friedrich-Glauser-Preis an
Bester Roman
Judith Taschler: Die Deutschlehrerin (Picus)
–
Bestes Debüt
Harald Gilbers: Germania (Knaur)
–
Bester Kurzkrimi
Alexander Pfeiffer: Auf deine Lider senk ich Schlummer (aus „Küche, Diele Mord“ [KBV])
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Hansjörg-Martin-Preis (Kinder- und Jugendkrimipreis)
Alice Gabathuler: NO_WAY_OUT (Thienemann)
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Friedrich-Glauser-Ehrenpreis (für besondere Verdienste)
Hermann-Josef ‚Hejo‘ Emons (Verleger, Emons-Verlag)


Update zu Glenn Greenwald, seinem Buch „Die globale Überwachung“ und seiner Lesetour

Mai 16, 2014

Kommende Woche stellt Glenn Greenwald sein Buch „Die globale Überwachung“ in Deutschland vor. Allerdings haben die Tourdaten sich seit meiner Ankündigung grundlegend geändert. Die aktuellen Termine sind:

22. Mai 2014 – Zu Gast bei Beckmann, ARD (live oder danach in der Mediathek)

22. Mai 2014, 20 Uhr – Hamburg Bucerius Law School

23. Mai 2014, 20 Uhr – Literaturhaus München, Buchpräsentation

25. Mai 2014, 11 Uhr – Berlin: Matinée im Deutschen Theater

Genauere Infos hier.

–

Weitere Infos über Glenn Greenwald gibt es selbstverständlich bei Wikipedia. Er hat auch einen YouTube-Kanal und beim „Guardian“ kann man seine Artikel nachlesen.

Meine Kritik von „Die globale Überwachung“ gibt es nach der Lektüre.

Greenwald - Die globale Überwachung - 4
Glenn Greenwald: Die globale Überwachung – Der Fall Snowden, die amerikanischen Geheimdienste und die Folgen
(übersetzt von Gabriele Gockel, Robert Weiß, Thomas Wollermann und Maria Zybak)
Droemer, 2014
368 Seiten
19,99 Euro
–
Originaltitel
No Place to Hide
Metropolitan Books, New York 2014

 


Lesereise: Glenn Greenwald stellt sein Buch „Die globale Überwachung“ vor

Mai 15, 2014

Greenwald - Die globale Überwachung - 4

Muss ich dazu viel sagen? Glenn Greenwald dürfte inzwischen doch weithin bekannt sein als der „Guardian“-Journalist, der die Unterlagen des NSA-Infrastrukturanalytikers Edward Snowden erhielt und seit einem guten Jahr Informationen über die weltweite und uferlose NSA-Überwachung veröffentlicht.
In dem jetzt erschienenem Buch „Die globale Überwachung – Der Fall Snowden, die amerikanischen Geheimdienste und die Folgen“ schildert er seine erste Begegnung mit Edward Snowden, wie der „Guardian“ die Daten für die Veröffentlichung aufbereitete und er enthüllt weitere Details.
Die ersten Seiten, in denen Greenwald erzählt, wie Snowden ihn kontaktierte, habe ich bereits gelesen und sie machen mich neugierig auf die restlichen Seiten, in denen Greenwald anhand von 120 Dokumenten einen Einblick in die Überwachung des Internets durch die NSA gibt.
Greenwald schreibt: „Indem [Snowden] gewagt hat, die atemberaubenden Überwachungsmöglichkeiten der NSA und deren frappierendere Zielsetzungen ans Tageslicht zu bringen, hat er deutlich gemacht, dass wir uns an einem historischen Scheideweg befinden. Wird das digitale Zeitalter die Befreiung des Individuums und die politischen Freiheiten bringen, die das Internet in einzigartiger Weise realisieren kann? Oder wird es ein System omnipräsenter Überwachung und Kontrolle etablieren, das sich nicht einmal die schlimmsten Tyrannen der Vergangenheit hätten träumen lassen?“

–
Kommende Woche stellt Greenwald das Buch vor:
Berlin: Mittwoch, 21. Mai 2014, 18 Uhr
Deutsches Theater, Schumannstraße 13
Moderation: Christoph Amend
Eintritt: € 12 / erm. € 9
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Hamburg: Donnerstag, 22. Mai 2014, 20 Uhr
Bucerius Law School, Audimax, Jungiusstraße 6
Moderation: Jochen Wegner
Eintritt: € 12 / erm. € 9
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München: Freitag, 23. Mai 2014, 20 Uhr
Literaturhaus, Salvatorplatz
Moderation: Jochen Wegner
Eintritt: € 12 / erm. € 8

(ACHTUNG: die Daten sind teilweise veraltet. Die aktuellen Termine gibt es weiter unten oder hier.)
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Außerdem sind inzwischen die Filmrechte an Sony Pictures verkauft und EON Productions soll den Film produzieren. Das könnte ein guter Thriller werden. Immerhin ist EON auch für die James-Bond-Filme verantwortlich.
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Glenn Greenwald: Die globale Überwachung – Der Fall Snowden, die amerikanischen Geheimdienste und die Folgen
(übersetzt von Gabriele Gockel, Robert Weiß, Thomas Wollermann und Maria Zybak)
Droemer, 2014
368 Seiten
19,99 Euro
–
Originaltitel
No Place to Hide
Metropolitan Books, New York 2014

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UPDATE 16. Mai: Die Daten für die Lesetour haben sich kurzfristig geändert.

Der derzeitige Stand ist:

22. Mai 2014 – Zu Gast bei Beckmann, ARD

22. Mai 2014, 20 Uhr – Hamburg Bucerius Law School

23. Mai 2014, 20 Uhr – Literaturhaus München, Buchpräsentation

25. Mai 2014, 11 Uhr – Berlin: Matinée im Deutschen Theater

Genauere Infos hier.

 


Die Edgar-Gewinner 2014

Mai 2, 2014

Die Mystery Writers of America (MWA) haben die diesjährigen Edgar Allan Poe Awards verliehen. Den wichtigen Krimipreis gewannen:

Best Novel
Ordinary Grace, von William Kent Krueger (Atria)
nominiert
Sandrine’s Case, von Thomas H. Cook (The Mysterious Press)
The Humans, von Matt Haig (Simon & Schuster)
How the Light Gets In, von Louise Penny (Minotaur)
Standing in Another Man’s Grave (Mächengrab), von Ian Rankin (Reagan Arthur)
Until She Comes Home, von Lori Roy (Dutton)
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Best First Novel by an American Author
Red Sparrow, von Jason Matthews (Scribner)
nominiert
The Resurrectionist, von Matthew Guinn (Norton)
Ghostman (Ghostman), von Roger Hobbs (Knopf)
Rage Against the Dying, von Becky Masterman (Minotaur)
Reconstructing Amelia, von Kimberly McCreight (HarperCollins)
–
Best Paperback Original
The Wicked Girls, von Alex Marwood (Penguin)
nominiert
The Guilty One, von Lisa Ballantyne (Morrow)
Almost Criminal, von E.R. Brown (Dundurn)
Joe Victim, von Paul Cleave (Atria)
Joyland (Joyland), von Stephen King (Hard Case Crime)
Brilliance, von Marcus Sakey (Thomas & Mercer)
–
Best Fact Crime
The Hour of Peril: The Secret Plot to Murder Lincoln Before the Civil War, von Daniel Stashower (Minotaur)
nominiert
Duel with the Devil: The True Story of How Alexander Hamilton and Aaron Burr Teamed Up to Take on America’s First Sensational Murder Mystery, von Paul Collins (Crown)
Mortal Sins: Sex, Crime, and the Era of Catholic Scandal, von Michael D’Antonio (Thomas Dunne)
The Good Nurse: A True Story of Medicine, Madness, and Murder, von Charles Graeber (Twelve)
The Secret Rescue: An Untold Story of American Nurses and the Medics Behind Nazi Lines, von Cate Lineberry (Little, Brown)
–
Best Critical/Biographical
America Is Elsewhere: The Noir Tradition in the Age of Consumer Culture, von Erik Dussere (Oxford University Press)
nominiert
Maigret, Simenon, and France: Social Dimensions of the Novels and Stories, von Bill Alder (McFarland & Company)
Pimping Fictions: African American Crime Literature and the Untold Story of Black Pulp Publishing, von Justin Gifford (Temple University Press)
Ian Fleming, von Andrew Lycett (St. Martin’s Press)
Middlebrow Feminism in Classic British Detective Fiction, von Melissa Schaub (Palgrave Macmillan)
–
Best Short Story
The Caxton Private Lending Library & Book Depository, von John Connolly (The Mysterious Press)
nominiert
The Terminal, von Reed Farrel Coleman (aus „Kwik Krimes“, herausgegeben von Otto Penzler; Thomas & Mercer)
So Long, Chief, von Max Allan Collins und Mickey Spillane (The Strand Magazine, February-May 2013)
There Are Roads in the Water, von Trina Corey (Ellery Queen Mystery Magazine [EQMM], January 2013)
Where That Morning Sun Goes Down, von Tim L. Williams (EQMM, August 2013)
–
Best Juvenile
One Came Home, von Amy Timberlake (Knopf Books for Young Readers)
nominiert
Strike Three, You’re Dead, von Josh Berk (Knopf Books for Young Readers)
Moxie and the Art of Rule Breaking, von Erin Dionne (Dial)
P. K. Pinkerton and the Petrified Man, von Caroline Lawrence (Putnam Juvenile)
Lockwood & Co.: The Screaming Staircase, von Jonathan Stroud (Disney-Hyperion)
–
Best Young Adult
Ketchup Clouds, von Amanda Pitcher (Little, Brown Books for Young Readers)
nominiert
All the Truth That’s in Me, von Julie Berry (Viking Juvenile)
Far Far Away, von Tom McNeal (Knopf Books for Young Readers)
Criminal, von Terra Elan McVoy (Simon Pulse)
How to Lead a Life of Crime, von Kirsten Miller (Razorbill)
–
Best Television Episode Teleplay
“Episode 1”–The Fall, Drehbuch von Allan Cubitt (Netflix)
nominiert
“Episode 3”–Luther, Drehbuch von Neil Cross (BBC)
“Legitimate Rape”–Law & Order: SVU, Drehbuch von Kevin Fox und Peter Blauner (NBC)
“Variations Under Domestication”–Orphan Black, Drehbuch von Will Pascoe (BBC)
“Pilot”–The Following, Drehbuch von Kevin Williamson (Fox/Warner Bros. Television)
–
Robert L. Fish Memorial Award
That Wentworth Letter, von Jeff Soloway (aus „The Malfeasance Occasional: Girl Trouble“, herausgegeben von Clare Toohey; St. Martin’s Press)
–
Grand Master
Robert Crais
Carolyn Hart
–
Raven Award
Aunt Agatha’s Bookstore, Ann Arbor, Michigan
–
The Simon & Schuster/Mary Higgins Clark Award
Cover of Snow, von Jenny Milchman (Ballantine)
nominiert
There Was an Old Woman, von Hallie Ephron (Morrow)
Fear of Beauty, von Susan Froetschel (Seventh Street)
The Money Kill, von Katia Lief (Harper)
The Sixth Station, von Linda Stasi (Forge)
–
Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner und Nominierten.
Denn allein schon die Nominierung ist ein heißer Lesetipp.

(via The Rap Sheet)


Die KrimiZeit-Bestenliste Mai 2014

April 30, 2014

Weil der 1. Mai der erste Donnerstag im Monat, aber ein Feiertag ist, erscheint die KrimiZeit-Bestenliste im Mai schon im April und diesen Werken wünschen die Damen und Herren Krimikritiker viele Leser:
1 (2) Oliver Bottini: Ein paar Tage Licht
2 (-) Ross Thomas: Fette Ernte
3 (-) Dominique Manotti: Ausbruch
4 (10) Mukoma wa Ngugi: Nairobi Heat
5 (-) Leonardo Padura: Ketzer
6 (8) Karim Miské: Entfliehen kannst Du nie
7 (7) Urban Waite: Wüste der Toten
8 (1) David Peace: GB84
9 (3) Daniel Woodrell: In Almas Augen
10 (-) Jonathan Woods: Die Tote von San Miguel
–
In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.
–
Etliche Romane stehen auf meiner Zu-Lesen-Liste. Außerdem sind da der neue Jack-Reacher-Roman „Wespennest“ von Lee Chld, Carl Hiaasens „Affentheater“, Sascha Arangos „Die Wahrheit und andere Lügen“ (schon seine Drehbücher haben mir gefallen), Jörg Juretzkas neuer Kryszinski „Taxibar“, Robert Hültners Irgendwie-True-Crime-Buch „Tödliches Bayern“ und der am 17. Mai erscheinende neue Sean-Duffy-Krimi „Die Sirenen von Belfast“ von Adrian McKinty.
Da ist das Wochenende auch ohne Darwyn Cookes neuer Richard-Stark-Comic-Bearbeitung „Das Syndikat“ (mit Parker) mehr als verplant.

 


Der Cast von „Star Wars: Episode VII“ wurde bekannt gegeben

April 29, 2014

Das Rätselraten hat ein Ende. Die Macher vom neuen „Star Wars“-Film (für die Älteren wird es immer „Krieg der Sterne“ sein) haben heute den Cast für den neuen Film bekannt gegeben und es sind auch einige alte Bekannte aus den ersten drei „Krieg der Sterne“-Filmen (den einzig wahren „Krieg der Sterne“-Filmne) dabei.

Hier die Pressemitteilung des den Film produzierenden Walt Disney Studios:

Schauspieler John Boyega, Daisy Ridley, Adam Driver, Oscar Isaac, Andy Serkis, Domhnall Gleeson und Max von Sydow  werden den Original Stars der Saga Harrison Ford, Carrie Fisher, Mark Hamill, Anthony Daniels, Peter Mayhew und Kenny Baker im neuen Film zur Seite stehen.

Regisseur J.J. Abrams sagt: “Wir freuen uns sehr, endlich die Schauspieler von Star Wars: Episode VII bekannt geben zu können. Es ist aufregend und surreal zugleich, die beliebten Schauspieler der Original Saga und die großartigen neuen Darsteller dabei zu beobachten, wie sie diese Welt erneut zum Leben erwecken. Wir beginnen in einigen Wochen mit den Dreharbeiten und alle geben ihr Bestes, um die Fans stolz zu machen.“

Star Wars: Episode VII wird unter der Regie von J.J. Abrams, nach einem Drehbuch von Lawrence Kasdan und J.J. Abrams entstehen und wird von Kathleen Kennedy, J.J. Abrams und Bryan Burk produziert. John Williams kehrt als Komponist zurück. Der Film startet in Deutschland am 17. Dezember 2015.

Und auf der Facebook-Seite kann man den Cast diskutieren.

Ich hoffe jedenfalls, dass die „Original Stars“ mehr als einen kurzen Gastauftritt haben.


Der erste Trailer von David Finchers „Gone Girl“

April 15, 2014

Da isser, der erste Trailer für „Gone Girl“:

Sehr stimmungsvoll, aber wenn ich nicht wüsste, dass es der neue David-Fincher-Film ist, würde mich der Film danach nicht besonders interessieren.


Don Winslow demnächst bei Droemer Knaur

April 14, 2014

Don Winslow wechselt den Verlag. Mal wieder, denkt der langjährige Fan, während sein Blick über das Don-Winslow-Regal wandert. Piper, Goldmann, Heyne (sein Trevanian-Ausflug) und Suhrkamp, der ihn in Deutschland in den vergangenen Jahren, nach einer elend langen Publikationspause, in der Don Winslow in den USA wichtige Preise erhielt und abgefeiert wurde, wieder aufbaute und erfolgreich machte. Als Winslow 2012 in Berlin sein neuestes Buch vorstellte, war der ziemlich große Saal bis auf den letzten Stehplatz ausverkauft. Muss ich noch mehr sagen?
Nun wechselt er von Suhrkamp zu Droemer Knaur, dem aktuellen Verlag von Michael Connelly und Friedrich Ani.
Don Winslow sagt zum Verlagswechsel: „Ich blicke gerne auf die jahrelange Zusammenarbeit mit Suhrkamp zurück und bin den Mitarbeitern sehr dankbar für alles, was sie für mich getan haben. Trotzdem haben mich die aktuellen Entwicklungen sowie der Abgang meiner zentralen Ansprechpartner dort veranlasst, mir einen neuen Verlagspartner in Deutschland zu suchen. Ich freue mich sehr darauf, mit Hans-Peter Übleis und dem Team von Droemer Knaur zusammenzuarbeiten. Ich freue mich außerdem bekanntzugeben, dass bei Droemer Knaur zahlreiche neue Bücher von mir erscheinen werden, darunter auch die Fortsetzung von Tage der Toten.“
Und Droemer Knaur freut sich über diesen Fang.


Die KrimiZeit-Bestenliste April 2014

April 3, 2014

Für den April empfehlen die Damen und Herren von KrimiZeit-Bestenliste, neben der Ostereiersuche, diese Kriminalromane:
1 (1) David Peace: GB84
2 (-) Oliver Bottini: Ein paar Tage Licht
3 (5) Daniel Woodrell: In Almas Augen
4 (2) Jan Costin Wagner: Tage des letzten Schnees
5 (-) Sascha Arango: Die Wahrheit und andere Lügen
6 (-) Adam Sternbergh: Spademan
7 (-) Urban Waite: Wüste der Toten
8 (10) Karim Miské: Entfliehen kannst Du nie
9 (8) Uta-Maria Heim: Wem sonst als Dir.
10 (-) Mukoma wa Ngugi: Nairobi Heat
–
In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.


Jüdisches Filmfest, die zwanzigste Ausgabe

März 30, 2014

 

Das heute beginnende „Jüdische Filmfestival Berlin & Potsdam“ hat auch dieses Jahr wieder ein angenehm zusammenhangloses Programm. Jedenfalls in punkto Stil und Qualität der Filme. Solange sie nur irgendetwas mit dem jüdischen Leben und der jüdischen Kultur zu tun haben, qualifizieren sie sich für das Jüdische Filmfestival.

Der Vorteil dieser eklektischen Herangehensweise ist offensichtlich: in den vergangenen zwei Jahrzehnten entstand so eine Chronologie des jüdischen Lebens, ihrer Veränderungen und auch ihrer Vielfalt. Denn Judentum ist mehr als Shoah, Israel und Woody Allen; – wobei Woody Allen dieses Jahr dabei ist. Im von John Turturro inszeniertem Eröffnungsfilm „Fading Gigolo“ spielt er einen Ex-Buchhändler mit einer genialen Geschäftsidee, die ihm schnell Ärger mit der orthodoxen jüdischen Gemeinde einbringt. Sharon Stone und Liev Schreiber sind auch dabei und am 6. November soll die in New York spielende Komödie auch im deutschen Kino starten.

Für Genrejunkies – immerhin sind wir in der „Kriminalakte“ – ist „Big Bad Wolves“ (Mi Mefahed Mezeev Hara, Israel 2013) von Aharon Keshales und Navot Papushado, der auch schon letztes Jahr auf dem Fantasy Filmfest lief, einen Blick wert. Quentin Tarantino nannte ihn, in seiner üblichen überschäumenden Begeisterung, den besten Film des letzten Jahres. So weit würde ich nicht gehen, aber das düstere Drama ist verdammt gut, hat etliche gemeine Überraschungen und eine ordentliche Portion schwarzen Humor. Es geht um einen Vater, der aus dem Mörder seiner kleinen Tochter ein Geständnis herauspressen will. Ein suspendierter Polizist, der zufällig in den Folterkeller stolpert, soll ihm dabei helfen. Aber foltert er den Richtigen?

Witzig könnte die Agentenkomödie „Kidon“ von Emmanuel Naccache mit Tomer Sisley sein. In ihr ermorden vier Mossad-Agenten in Dubai einen wichtigen Hamas-Vertreter. Aber der Mossad kennt die Agenten nicht. Aber da gibt es noch die sehr geheime „Kidon“-Gruppe.

Außerdem zeigt das Jüdische Filmfestival Pepe Danquarts „Lauf Junge Lauf“, der jetzt zweimal für den Deutschen Filmpreis nominiert wurde und der am 17. April im Kino auläuft. Danquart erzählt die Geschichte von Yoram Fridman, der als neunjähriger Junge nach seiner Flucht aus dem Warschauer Ghetto versucht in Polen zu überleben.

Und dann gibt es noch Filme wie „Life as a Rumor“ die man in Deutschland wahrscheinlich nur auf dem Jüdischen Filmfestival sehen kann. „Life as a Rumor“ ist ein autobiographischer Dokumentarfilm mit und über Assi Dayan, einen in Israel bekannten Schauspieler, Autor und Regisseur, der bei uns eigentlich nur für „Life According to Agfa“ bekannt ist, und der hier eine schonungslose Bilanz seines verkorksten Lebens und seiner Beziehung zu seinem Vater Moshe Dayan zieht. Sein Vater war einer der Gründerväter Israels und später auch Verteidigungsminister. Das ist dann, weil wir Dayan nicht kennen, nicht so furchtbar interessant.

Interessanter dürfte dagegen „André Gregory: Before and after Dinner“ sein. Cindy Kleine inszenierte diese Dokumentation über ihren Mann André Gregory, den viele von Louis Malles „My Dinner with André“ kennen dürften. Später spielte der Theatermacher unter anderem den alten Wärter Smithers in „Demolition Man“.

Oder die einstündige Dokumentation „Bureau 06“ über die Sonderermittlergruppe der israelischen Polizei, die 1960 mithalf, die Anklage gegen Adolf Eichmann vorzubereiten.

Genossen werden können die Filme in Berlin und Potsdam bis zum 13. April im Hans Otto Theater und im Thalia Kino Babelsberg (beide Potsdam), im Filmkunst 66, im Kino Eiszeit, Neues Off und meistens Kino Arsenal, oft mit Gästen, wie den Regisseuren.

Das vollständige Programm gibt es hier.

 


Michael Connellys Harry Bosch geht in Serie

März 14, 2014

Eben via „Variety“ erfahren:

Amazon Studios hat verraten, welche vier Serien sie, ausgehend von den Reaktionen des Publikums auf zehn Pilotepisoden sie produzieren wollen.

Nun, „Bosch“ ist darunter. Die Serie basiert auf den Kriminalromanen von Michael Connelly über den LAPD-Polizisten Harry Bosch. In der Serie wird er von Titus Welliver gespielt.

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Bei Droemer erschien die Tage „Black Box“ (The Black Box, 2012), der neue Harry-Bosch-Roman von Michael Connelly. Ein Lesetipp.

 


Einige bewegte Bilder aus „The Return of the First Avenger“

März 14, 2014

Die Werbemaschine für den neuen „Captain America“-Film „The Return of the First Avenger“ beginnt langsam heiß zu laufen. Meine Besprechung gibt es zum Filmstart am 27. März und wegen eines Schweigegelübdes darf ich nichts über den Film (den ich zum Glück in 2 D sehen durfte) sagen.

Also: hier einige Bilder aus den ersten Minuten des Films:

Weitere Bilder, mit Statements der Beteiligten vor und hinter der Kamera:

Und der Trailer