TV-Tipp für den 25. November: Butch Cassidy und Sundance Kid

November 25, 2018

Tele 5, 20.15

Butch Cassidy und Sundance Kid (Butch Cassidy and Sundance Kid, USA 1969)

Regie: George Roy Hill

Drehbuch: William Goldman

In Wirklichkeit waren Butch Cassidy und Sundance Kid zwei Verbrecher, die zu Legenden wurden, und deren Leben öfters verfilmt wurde. Am erfolgreichsten von George Roy Hill, nach einem Drehbuch von William Goldman, der damit in die Topliga der Drehbuchautoren aufstieg, und mit Paul Newman als Butch Cassidy und Robert Redford als Sundance Kid. Der eine war damals schon ein Star, der andere danach.

In „Butch Cassidy und Sundance Kid“ erzählen sie das Leben der beiden Verbrecher in einem locker-flockigen Stil, bei dem die beiden einfach nette Jungs sind, die gegen die Autoritäten kämpfen, Züge und Banken überfallen, immer ihren Spaß haben und die besten Freunde sind.

Der Film war ein Kinohit. 1973 trafen sich George Roy Hill, Paul Newman und Robert Redford wieder für die ebenfalls sehr erfolgreiche Gaunerkomödie „Der Clou“ (The Sting, USA 1973), die mir nicht so gefällt. William Goldman erhielt für „Butch Cassidy und Sundance Kid“ einen Drehbuchoscar und schrieb in den nächsten Jahren die Drehbücher für „Vier schräge Vögel/Zwei dufte Typen“ (The hot rock, USA 1972), „Die Frauen von Stepford“ (The Stepford Wives, USA 1975), „Tollkühne Flieger“ (The great Waldo Pepper, USA 1975, ein schöner, unterschätzter Film mit Robert Redford), „Die Unbestechlichen“ (All the President’s Men, USA 1976, für den er seinen zweiten Drehbuchoscar erhielt) und „Der Marathon-Mann“ (Marathon Man, USA 1976, nach seinem Roman).

mit Robert Redford, Paul Newman, Katherine Ross, Strother Martin, Henry Jones, Jeff Corey

Hinweise

Turner Classic Movies über „Butch Cassidy und Sundance Kid“

Rotten Tomatoes über „Butch Cassidy und Sundance Kid“

Wikipedia über „Butch Cassidy und Sundance Kid“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von George Roy Hills „Butch Cassidy und Sundance Kid“ (Butch Cassidy and Sundance Kid, USA 1969)


TV-Tipp für den 24. November: Du kannst anfangen zu beten

November 24, 2018

RBB, 00.15

Du kannst anfangen zu beten (Adieu l’ami, Frankreich/Italien 1968)

Regie: Jean Herman

Drehbuch: Sébastien Japrisot, Jean Herman

LV/Buch zum Film: Sébastien Japrisot: Adieu l’Ami, 1968 (Weekend im Tresor)

Dino Barran (Alain Delon) und Franz Propp (Charles Bronson), zwei Veteranen des Algerienkrieges, die nichts voneinander wissen wollen, rauben notgedrungen an einem langen Wochenende in einem Bürohaus einen Safe aus.

Ein bei uns, trotz der Besetzung, fast unbekannter Klassiker des Caper-Films, in dem Blicke mehr als Worte sagen. Sowieso wird hier nicht besonders viel geredet, was bei den begnadeten Schweigern Alain Delon und Charles Bronson okay ist.

mit Alain Delon, Charles Bronson, Olga Georges-Picot, Bernard Fresson, Brigitte Fossey

auch bekannt als „Bei Bullen singen Freunde nicht“

Hinweise

Wikipedia über „Du kannst anfangen zu beten“ (deutsch, englisch) und  Sébastien Japrisot (deutsch, englisch, französisch)

Krimi-Couch über Sébastien Japrisot

Meine Besprechung von Joann Starrs Sébastien-Japrisot-Verfilmung „The Lady in the Car with Glasses and a Gun“ (La dame dans l’auto avec des lunettes et un fusil, Frankreich/Belgien 2015)

Sébastien Japrisot in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 23. November: Citizenfour

November 23, 2018

3sat, 20.15
Citizenfour (Citizenfour, USA/Deutschland 2014)
Regie: Laura Poitras
Drehbuch: Laura Poitras
Äußerst sehenswerte, mit dem Oscar für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnete Dokumentation über „Citezenfour“ Edward Snowden. Laura Poitras filmte in einem Hotelzimmer in Hongkong die ersten Gespräche zwischen NSA-Mitarbeiter Snowden und Glenn Grennwald. Sie dokumentierte den vielleicht wichtigsten Zeitpunkt für unser gewandeltes Verhältnis zur globalen Überwachung durch die Geheimdienste. Und allein schon das macht „Citizenfour“ sehenswert.
Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.
mit Edward Snowden, Glenn Greenwald, Laura Poitras, William Binney, Jacob Appelbaum, Ewen MacAskill, Jeremy Scahill
Hinweise
Deutsche Facebook-Seite zum Film
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Citizenfour“
Moviepilot über „Citizenfour“
Metacritic über „Citizenfour“
Rotten Tomatoes über „Citizenfour“
Wikipedia über „Citizenfour“ (deutsch, englisch)
Meine Besprechung von Glenn Greenwalds „Die globale Überwachung“ (No place to hide, 2014)

Meine Besprechung von Laura Poitras’ „Citzenfour“ (Citizenfour, USA/Deutschland 2014) (mit weiteren Video-Interviews) und der DVD (ebenfalls mit Bonusmaterial)

Meine Besprechung von Oliver Stones „Snowden“ (Snowden, USA/Deutschland 2016 – die Spielfilmversion von „Citizenfour“)


Neu im Kino/Filmkritik: Lisbeth Salander kehrt zurück und deckt eine „Verschwörung“ auf

November 22, 2018

Lisbeth Salander ist zurück im Kino und obwohl einiges neu ist, bewegt sich auch vieles in „Verschwörung“ auf vertrautem Terrain.

Doch beginnen wir mit den Änderungen. Nachdem die drei posthum erschienenen „Millennium“-Romane „Verblendung“ (2005), „Verdammnis“ (2006) und „Vergebung“ (2007) von Stieg Larsson weltweit unglaublich erfolgreich waren, wurden sie verfilmt. Zunächst in einer gekoppelten Kino- und TV-Auswertung (in längeren Fassungen) von Niels Arden Oplev und Daniel Alfredson mit Noomi Rapace als Lisbeth Salander und Michael Nyqvist als Mikael Blomkvist. David Fincher verfilmte 2011 „Verblendung“ noch einmal. Mit Rooney Mara als Lisbeth Salander und Daniel Craig als Mikael Blomkvist. Seine Version ist etwas polierter, aber sonst unterscheidet sie sich kaum von der schwedischen Originalversion. Die damals geplante und, seien wir ehrlich, überflüssigen Verfilmungen von „Verdammnis“ und „Vergebung“ in einer US-Version wurden so lange auf die lange Bank geschoben, dass inzwischen die Erbstreitigkeiten um Stieg Larssons Vermögen so weit beigelegt wurden, dass David Lagercrantz den Auftrag erhielt, weitere „Millennium“-Romane zu schreiben. 2015 erschien, weltweit beachtet, „Verschwörung“. In dem ziemlich missratenen Thriller (meine Besprechung) fällte er eine sehr gute Entscheidung. Er verlegte, ohne die Hauptcharaktere merklich altern zu lassen, die Handlung in die Gegenwart.

Und Hollywood entschloss sich, die noch ausstehenden Larsson-Verfilmung zu überspringen und gleich mit „Verschwörung“ weiterzumachen. Mit einem neuen Team vor und hinter der Kamera. Claire Foy spielt jetzt Lisbeth Salander und Sverrir Gudnason Mikael Blomkvist. Das ist eine sehr unglückliche Besetzungsentscheidung, weil Gudnason zu jung für die Rolle des altgedienten Investigativjournalisten ist. Und Foy in diesem Moment zu alt für Salander ist. Sie sind nicht mehr das seltsame Gespann von altgedientem Profi und junger Hackerin, sondern eher Bruder und Schwester.

Dass auch die „Millennium“-Herausgeberin Erika Berger mit Vicky Krieps eine massive Verjüngungskur erfuhr, ist da folgerichtig. Sie ist in „Verschwörung“ noch mehr eine Nebenfigur als Mikael Blomkvist. Und auch er ist in diesem Film nur eine Nebenfigur.

Eine kluge Entscheidung ist allerdings, den sechshundertseitigen Roman deutlich zu straffen und sich auf den Thrillerplot zu konzentrieren, der auch thrillen soll. Außerdem – und das dürfte die beste Entscheidung der Macher gewesen sein – konzentriert sich der Thriller auf Lisbeth Salander. „Verschwörung“ erzählt ihre Geschichte. Und die ihrer Schwester.

Dabei beginnt alles mit einem kleinen Auftrag. Salander soll für Frans Balder (Stephen Merchant) das von ihm geschriebene Programm Firefall beschaffen. Mit dem Programm kann man alle Atomraketen kontrollieren. Ein solches Programm ist der Traum jedes James-Bond-Schurken. Es sollte daher nicht in die falschen Hände fallen.

Salander kann das Programm aus dem NSA-Server stehlen. Dummerweise wird sie dabei entdeckt (Okay, sie stellte sich bei ihrem Diebstahl auch ziemlich dämlich an).

Jetzt wollen der NSA-Agent Ed Needham (Lakeith Stanfield), ein Ex-Navy-Seal, der schwedische Geheimdienst und eine Verbrecherbande, die von Salanders tot geglaubter Schwester Camilla (Sylvia Hoeks) angeführt wird, die Datei haben.

Fede Alvarez, der sich mit den Horrorfilmen „Evil Dead“ (ein respektables Remake eines Klassikers) und „Don’t breathe“ einen guten Ruf erarbeitete, inszenierte mit „Verschwörung“ eine Nordic Noir, der sich in keiner Sekunde vor den anderen, von der Kritik oft hochgelobten Nordic Noirs unterscheidet. Dazu gehört auch die teilweise krachende, jede Glaubwürdigkeit strapazierende Unlogik.

Die im Gegensatz zum Roman vollständig in sich abgeschlossene Filmgeschichte spielt in einem Stockholm, das weniger wie das reale Stockholm, sondern wie eine sauber abgewrackte Science-Fiction-Metropole aussieht, in der auch der Teufelsberg, eine Berliner Sehenswürdigkeit, problemlos als Teil Stockholms akzeptiert wird. Aus den unterschiedlichen Drehorten (es wurde auch in Hamburg gedreht) entsteht eine in sich geschlossene Noir-Dystopie mit dunkler Farbpalette und einem aus halb Europa stammendem Schauspielerensemble.

Am Ende ist „Verschwörung“ ein guter Nordic Noir, den man sich ansehen kann, ohne vorher die Romane oder die anderen Filme gesehen zu haben. Mit einer coolen Actionheldin, die vor allem das tut, was Actionheldinnen halt so tun.

Verschwörung (The Girl in the Spider’s Web: A New Dragon Tattoo Story, USA 2018)

Regie: Fede Alvarez

Drehbuch: Fede Alvarez, Jay Basu, Steven Knight

LV: David Lagercrantz: Det some ine dödar oss, 2015 (Verschwörung)

mit Claire Foy, Sverrir Gudnason, Sylvia Hoeks, Lakeith Stanfield, Claes Bang, Stephen Merchant, Christopher Convery, Vicky Krieps, Cameron Britton, Synnøve Macody Lund,

Mikael Persbrandt

Länge: 116 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Die Vorlage im Filmcover

David Lagercrantz: Verschwörung

(Filmausgabe)

(übersetzt von Ursel Allenstein)

Heyne, 2018

608 Seiten

22,99 Euro (gebundene Ausgabe)

9,99 Euro (Taschenbuch)

Gebundene Ausgabe

Heyne, 2015

Originaltitel

Det some ine dödar oss

Norstedts, Stockholm, 2015

Der fünfte Roman mit Lisbeth Salander

David Lagercrantz: Verfolgung

(übersetzt von Ursel Allenstein)

Heyne, 2017

480 Seiten

22,99 Euro (gebundene Ausgabe)

9,99 Euro (Taschenbuch, erscheint am 10. Dezember 2018)

Originalausgabe

Mannen som sökte sin skugga

Norsteds, Stockholm 2017

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Verschwörung“

Metacritic über „Verschwörung“

Rotten Tomatoes über „Verschwörung“

Wikipedia über „Verschwörung“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Stieg Larssons „Verblendung“ (Buch und Film)

Meine Besprechung von Stieg Larssons „Verdammnis“ (Buch und Film)

Meine Besprechung von Stieg Larssons „Vergebung“ (Buch und Film)

Homepage von Stieg Larsson

Heyne über Stieg Larsson

Krimi-Couch über Stieg Larsson

Wikipedia über Stieg Larsson (deutsch, englisch)

Stieg Larsson in der Kriminalakte

Meine Besprechung der Stieg-Larsson-Parodie „Verarschung“ (The Girl with the Sturgeon Tattoo, 2011) von Lars Arffssen

Meine Besprechung von Dan Burstein/Arne de Keijzer/John-Henri Holmbergs “Die Welt der Lisbeth Salander” (The Tattooed Girl, 2011)

Meine Besprechung von David Finchers Stieg-Larsson-Verfilmung “Verblendung” (The Girl with the Dragon Tattoo, USA 2011)

Meine Besprechung von Denise Mina (Autor)/Leonardo Manco/Andrea Mutti (Zeichner) „Stieg Larsson – Millennium: Verblendung – Band 1“ (The Girl with the Dragoon Tattoo – Book One, 2012 )

Meine Besprechung von Denise Mina/Leanardo Manco/Andrea Muttis “Stieg Larsson- Millennium: Verblendung – Band 2″ (The Girl with the Dragoon Tattoo – Book Two, 2013)

 Meine Besprechung von Denise Mina/Leonardo Manco/Andrea Mutti/Antonio Fusos “Stieg Larsson – Millennium: Verdammnis – Band 1” (The Girl who played with Fire – Book One, 2014)

Meine Besprechung von David Lagercrantz‘ „Verschwörung“ (Det some ine dödar oss, 2015)

Meine Besprechung von Fede Alvarez‘ „Don’t Breathe“ (Don’t Breathe, USA 2016)

Eine Frage an den Regisseur und die Hauptdarstellerinnen, die hier tun, was sie im Film nicht tun


TV-Tipp für den 22. November: Das Salz der Erde

November 22, 2018

SWR/SR, 23.45

Das Salz der Erde (The Salt of the Earth, Frankreich/Deutschland 2013)

Regie: Wim Wenders, Juliano Ribeiro Salgado

Drehbuch: Wim Wenders, Juliano Ribeiro Salgado, David Rosier

Sehr sehenswerte Dokumentation über den Fotografen Sebastião Salgado. Leider zu einer sehr unchristlichen Uhrzeit.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Sebastião Salgado, Wim Wenders, Juliano Ribeiro Salgado, Hugo Barbier, Jacques Barthélémy, Lélia Wanick Salgado

Hinweise
Homepage zum Film
Filmportal über „Das Salz der Erde“
Film-Zeit über „Das Salz der Erde“
Moviepilot über „Das Salz der Erde“
Rotten Tomatoes über „Das Salz der Erde“
Wikipedia über „Das Salz der Erde“ (deutsch, englisch) und Sebastião Salgado

Meine Besprechung von Wim Wenders’ “Hammett” (Hammett, USA 1982)

Meine Besprechung von Wim Wenders/Juliano Ribeiro Salgados “Das Salz der Erde” (The Salt of the Earth, Frankreich/Deutschland 2013)

Meine Besprechung von Wim Wenders‘ „Every thing will be fine“ (Deutschland/Kanada/Norwegen/Schweden 2015)

Meine Besprechung von Wim Wenders‘ „Die schönen Tage von Aranjuez“ (Les beaux jours d‘ Aranjuez, Deutschland/Frankreich 2016)

Meine Besprechung von Wim Wenders‘ „Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes“ (Pope Francis: A Man of his Word, Deutschland 2018)

Meine Besprechung von Wim Wenders‘ „Grenzenlos“ (Submergence, USA 2017)

Wim Wenders in der Kriminalakte

Homepage von Wim Wenders


TV-Tipp für den 21. November: Servus Bayern

November 20, 2018

BR, 00.25

Servus Bayern (Deutschland 1977)

Regie: Herbert Achternbusch

Drehbuch: Herbert Achternbusch

Ein Schriftsteller und Wilderer plant seine Flucht aus dem verhassten Bayern.

„’Servus Bayern’ ist auch Kritik am gängigen ‚sensiblen’ Dichterbild der Siebziger Jahre und einem aufs Neue, Interessante, ja Neurotische fixierten Kulturbetrieb.“ (Helmut Schödel in Peter W. Jansen/Wolfram Schütte: Achternbusch – Hanser Reihe Film Band 32, 1984)

Mit Annamirl Bierbichler, Herbert Achternbusch, Sepp Bierbichler, Heinz Braun, Barbara Gass, Gerda Achternbusch

Hinweise

Wikipedia über Herbert Achternbusch

Tagesspiegel: Interview mit Herbert Achternbusch (Juni 2008)

Süddeutsche Zeitung zum 70. von Herbert Achternbusch

Die Welt: Hans-Günter Pflaum über Herbert Achternbusch (17. November 2008)


Cover der Woche

November 20, 2018


TV-Tipp für den 20. November: Achternbusch

November 20, 2018

BR, 22.30

Achternbusch (Deutschland 2008, Regie: Andreas Niessner)

Drehbuch: Andreas Niessner

Spielfilmlange Doku über den Schriftsteller, Autorenfilmer und Maler Herbert Achternbusch. Heute in der auf 45 Minuten gekürzten Fassung. Morgen zeigt der BR um 00.25 Uhr den Achternbusch-Klassiker „Servus Bayern“ (Deutschland 1977)

In der legendären Hanser-Filmreihe wird Achternbusch so vorgestellt: „Herbert Achternbusch, 1938 in München geboren, gehört nicht erst seit seinem Christus-Film Das Gespenst (1982), dem ersten Zensurfall des Neuen deutschen Films, zu den eigenwilligsten deutschen (bayerischen) Autorenfilmern. (…) Sein anarchisches, komisches, bajuwarisches und anstößiges Kino wurde zum dichtesten Zeugnis eines autobiographisch-poetischen Autorenfilms in Deutschland. Seine Vorbilder Groucho Marx, Karl Valentin, Jerry Lewis, John Ford und Yazujiro Ozu hat er, bis zur Kenntlichkeit einer eigenen kinematographischen Sprache, sich anverwandelt.“

Mit Herbert Achternbusch, Sepp Bierbichler, Margarethe von Trotta, Gabi Geist

Wiederholung: Mittwoch, 21. November, 04.55 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über Herbert Achternbusch

Tagesspiegel: Interview mit Herbert Achternbusch (Juni 2008)

Süddeutsche Zeitung zum 70. von Herbert Achternbusch

Die Welt: Hans-Günter Pflaum über Herbert Achternbusch (17. November 2008)


Neu im Kino/Filmkritik: „Assassination Nation“ – einmal purgen mit YouTube-Zufallsauswahl

November 19, 2018

Am Filmanfang warnt Lily die Zuschauer, dass in dem nun folgenden Film Mobbing, Tod, Alkoholkonsum, Drogenmissbrauch, sexuelle Handlungen, toxische Männlichkeit, Homophobie, Transphobie, Schusswaffen, Nationalismus, Rassismus, Entführung, Sexismus, Flüche, Folter, Gewalt, Blutvergießen und fragile männliche Egos gezeigt werden. Alles wird mit aussagekräftigen Bildern unterlegt, die klarmachen, dass der Film kein harmloses Abendvergnügen wird. Außerdem kündigt die achtzehnjährige Lily an, dass sie uns erzählen werde, wie es dazu kam, dass die Einwohner der US-Kleinstadt Salem sie und ihre drei Schulfreundinnen umbringen wollen.

Damit hat Autor und Regisseur Sam Levinson in seinem neuen Film „Assassination Nation“ in den ersten Minuten fulminant den Ton für die nächsten gut zwei Stunden gesetzt. „Assassination Nation“ wird ein richtiger Rundumschlag gegen die US-Gesellschaft werden. Es wird erzählt werden, wie Mobs entstehen und funktionieren. Und es wird viel Gewalt, Vulgarität und auch die blutige Gegenwehr von Frauen geben. Das versprechen jedenfalls die ersten Minuten.

Dabei sind Lily (Odessa Young) und ihre Freundinnen Bex (Hari Nef), Em (R&B-Sängerin Abra) und Sarah (Suki Waterhouse) normale Schülerinnen. Sie interessieren sich mehr für das gemeinsame Abhängen als für die Hausaufgaben. Das Smartphone ist ihr ständiger Begleiter, dem sie alles anvertrauen. Wie es heute halt alle Teenager und viele Erwachsene tun.

Als eines Tages die persönlichen Daten von einigen wichtigen Bürgern von Salem online veröffentlicht werden, interessiert sie das kaum.

Als einige Tage später die persönlichen Daten von allen Bewohnern der Stadt veröffentlicht werden, interessiert sie das schon. Immerhin sind auch ihre Nacktaufnahmen und privaten Chats dabei. Es hindert sie aber nicht daran, weiterhin ihre persönlichen Informationen dem Computer anzuvertrauen.

Währenddessen sucht die Polizei fieberhaft den Hacker. Lily, die es definitiv nicht war, gerät in den Fokus der Ermittlungen.

Eine Woche später sind die Einwohner von Salem dann im allerschönsten „The Purge“-Modus und Lily, Bex, Em und Sarah sind Freiwild.

Bis es soweit kommt, vergeht weit über die Hälfte des Films.

Bis dahin gibt es einen Einblick in das Leben von Teenagern, der die Stilistik von YouTube-Videos imitiert und teilweise mit Splitscreens aufpeppt. Das könnte man als zeitgemäßes Update von Larry Clarks „Kids“ sehen. Clarks bedrückendes Porträt alleingelassener Jugendlicher zwischen Drogen und Sex in der Großstadt kommt mit einem Minimum an Story aus. Mit seinen Laiendarstellern und dem präzisen Blick eines Dokumentarfotografen erzielt er ein Maximum an Wirkung.

Aber Levinson will eine Geschichte über Amerika und das Entstehen von Hexenjagden erzählen. Nur haben die Veröffentlichungen aus dem Intimleben der High Society von Salem zunächst keinen Einfluss auf die vier Schülerinnen. Sie leben ihr Leben einfach weiter und benutzen ihre Telefone, als sei nichts geschehen. Auch ihr Umfeld reagiert in einer Mischung aus Schulterzucken, Amüsement und, solange der eigene Account nicht gehackt wurde, wohlfeiler Empörung auf die Veröffentlichungen.

In dieser ersten Filmstunde besticht Levinsons Porträt von vier Kleinstadtjugendlichen vor allem durch die YouTube-Videos imitierende Gestaltung.

Später gibt es mit dem Zeitsprung von einer Woche eine Lücke, in der aus friedlichen Einwohnern ein wilder Mob wird. Wie das geschieht, bleibt der Fantasie des Publikums überlassen. Das ist, als ob in einem Rätselkrimi der Detektiv am Ende den Täter präsentiert, aber nicht erklären will wie und warum er zum Täter wurde und seine Tat beging. Damit ignoriert Levinson die wichtigste Frage des Films: Wie kann aus gesitteten Kleinstadtbewohnern ein wilder Mob werden? Wie kann es innerhalb weniger Tage zu einem vollkommen Zusammenbruch der Zivilisation und zu einer Hexenjagd auf unschuldige Frauen kommen?

Im letzten Filmdrittel befinden sich Salem dann im schönsten „The Purge“-Modus und die vier Freundinnen können plötzlich erstaunlich gut mit Waffen umgehen und sich wehren. Diese Minuten lösen zwar einen Teil des am Filmanfang gegebenen Versprechens ein. Aber der Weg dahin ist zäh und ohne Erkenntnisse. Denn es bleibt, im Gegensatz zu den „The Purge“-Filmen, unklar, wogegen der Film sich richtet. Damit laufen auch alle satirischen und anklägerischen Aspekte ins Leere. Dieser mangelnde Fokus kann auch nicht durch die Explosion von Gewalt im letzten Filmdrittel gelöst werden.

Assassination Nation“ ist ein enttäuschender Film.

Assassination Nation (Assasination Nation, USA 2018

Regie: Sam Levinson

Drehbuch: Sam Levinson

mit Odessa Young, Suki Waterhouse, Hari Nef, Abra, Bill Skarsgård, Joel McHale, Bella Thorne, Anika Noni Rose, Colman Domingo, Maude Apatow, Cody Christian, Danny Ramirez, Kelvin Harrison Jr., Noah Galvin

Länge: 109 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Deutsche Facebook-Seite zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Assassination Nation“

Metacritic über „Assassination Nation“

Rotten Tomatoes über „Assassination Nation“

Wikipedia über „Assassination Nation“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 19. November. Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht

November 19, 2018

BR, 22.45
Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht (Deutschland 2013)
Regie: Edgar Reitz
Drehbuch: Edgar Reitz, Gert Heidenreich
Grandioses, fast vierstündiges Alterswerk von Edgar Reitz, in dem er vom Leben der Familie Simon im Hunsrückdorf Schabbach um 1840, zwischen hartem Alltag, Hungersnöten und revolutionärem Aufbruch erzählt. Einer der Simon-Jungs möchte, wie viele Hunsrücker, nach Brasilien auswandern, wo er auf ein besseres Leben hofft.
Mehr in meiner ausführlichen Besprechung zum Kino- und DVD-Start (mit unterschiedlichem Bonusmaterial).
mit Jan Dieter Schneider, Antonia Bill, Maximilian Scheidt, Marita Breuer, Rüdiger Kriese, Philine Lembeck, Mélanie Fouché, Eva Zeidler, Reinhard Paulus, Christoph Luser, Werner Herzog

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Die andere Heimat“

Moviepilot über „Die andere Heimat“

Wikipedia über „Die andere Heimat“

Homepage von Edgar Reitz

Kriminalakte über „Die andere Heimat“

Meine Besprechung von Edgar Reitz‘ “Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht” (Deutschland 2013) (mit weiteren Clips)

Meine Besprechung von Edgar Reitz‘ „Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht“ (Deutschland 2013) (DVD-Kritik)

Meine Besprechung von Edgar Reitz‘ „Heimat – Eine deutsche Chronik: Die Kinofassung – Das Jahrhundert-Epos in Texten und Bildern“ (2015)

Homepage von Michael Riessler


Neu im Kino/Filmkritik: „Juliet, Naked“, ein verschwundener Musiker, sein größter Fan und seine Frau

November 18, 2018

Tucker Crowe war in den Neunzigern ein bekannter Musiker. Nicht so bekannt wie Kurt Cobain, eher so, auch stilistisch, in Richtung Jeff Buckley und Elliott Smith. Dann verschwand er.

Heute hat er immer noch einige fanatische Fans. Einer von ihnen ist Duncan Thomson (Chris O’Dowd), dessen Leben eine Tucker-Crowe-Gedächtnisveranstaltung ist. Er tauscht sich mit anderen Fans über kleinste Kleinigkeiten aus. Der College-Dozent schreibt und reden auf allen elektronischen Kanälen über sein großes Idol. Seine Frau Annie Platt (Rose Byrne) erträgt sein Fantum mit stoischer Gelassenheit. Sie leitet, wie ihr Vater, das Museum des englischen Küstendorfs Sandcliff. Von ihrem Leben hatte sie mehr erwartet.

Als Duncan die bislang unbekannte Demoaufnahme „Juliet, Naked“ erhält, ist er begeistert. Er schreibt sofort einen langen Text, in dem er die Demos zu Tucker Crowes Albumklassiker „Juliet“ frenetisch abfeiert. Annie ärgert sich darüber und sagt im Tucker-Crowe-Fanforum, dass die Aufnahme nicht so gut sei.

Während der Haussegen bei ihnen in Sandcliff schief hängt, pflichtet ihr elektronisch der seit 25 Jahren von der Bildfläche verschwundene Tucker Crowe höchstpersönlich bei. Eine Brieffreundschaft entwickelt sich zwischen Annie und dem in New Jersey in einer wohnlichen Garage hausenden Tucker.

Als er wegen einiger familiärer Probleme (wie es sich für einen Rockstar gehört, hat er teils erwachsene Kinder von mehreren Frauen, die sich nicht alle kennen) nach England muss, treffen sich Annie und Tucker Crowe (Ethan Hawke). Er verbringt einige Tage bei ihr…

Fanatische Musikfans. Männer, die nicht erwachsen werden wollen. Willkommen in der Welt von Nick Hornby. Von ihm stammt auch die Vorlage für „Juliet, Naked“. Jesse Peretz inszenierte den Film und er ist der perfekte Mann dafür. Denn bevor er Regisseur wurde, vor allem für TV-Serien wie „Girls“, „Nurse Jackie“ und „Glow“, war er Musiker bei der Indie-Band „The Lemonheads“. Dummerweise vor ihrem Durchbruch. Danach blieb er ihnen als Fotograf und Musikvideo-Regisseur verbunden. Er inszenierte auch für andere Band, vor allem für die „Foo Fighters“, Musikvideos. Er gehört zu der Szene, zu der auch Tucker Crowe gehört hätte, wenn er damals Musik gemacht hätte. Und das merkt man bis zum letzten Bild im Abspann.

Der Film selbst ist ein feinfühlig erzähltes Porträt mit liebenswerten Männern, die nicht erwachsen werden wollen, und einer Frau, die schon deutlich erwachsener ist. Dass die Filmgeschichte dabei vorhersehbar wie ein gut abgehangener Folksong ist, stört nicht. Denn die Hauptdarsteller Rose Byrne, Ethan Hawke und Chris O’Dowd, die eine Dreiecksbeziehung der etwas anderen Art haben, und die Nebendarsteller ergänzen sich vorzüglich. Dazu gibt es Humor, Drama, beiläufige eingestreute Lebensweisheiten und gute Musik. Und fertig ist die angenehm unaufgeregte, sehr wahrhaftige RomCom; – wenn wir schon ein Genre nehmen und nicht auf Richard Linklaters Trilogie „Before Sunrise“/“Before Sunset“/“Before Midnight“ hinweisen wollen.

Juliet, Naked (Juliet, Naked, Großbritannien/USA 2018)

Regie: Jesse Peretz

Drehbuch: Evgenia Peretz, Tamara Jenkins, Jim Taylor

LV: Nick Hornby: Juliet, Naked, 2009 (Juliet, Naked)

mit Rose Byrne, Ethan Hawke, Chris O’Dowd, Lily Brazier, Ayoola Smart, Azhy Robertson, Phil Davis

Länge: 98 Minuten

FSK: ab 0 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Juliet, Naked“

Metacritic über „Juliet, Naked“

Rotten Tomatoes über „Juliet, Naked“

Wikipedia über „Juliet, Naked“


TV-Tipp für den 18. November: Mia Madre

November 18, 2018

Arte, 20.15

Mia Madre (Mia Madre, Italien/Frankreich 2015)

Regie: Nanni Moretti

Drehbuch: Nanni Moretti, Francesco Piccolo, Valia Santella (nach einem Treatment von Gaia Manzini, Nanni Moretti, Valia Santella und Chiara Valerio)

Während der Dreharbeiten für einen Agitpropfilm über revoltierende Arbeiter muss Regisseurin Margherita sich mit ihrer im Sterben liegenden Mutter herumschlagen. Neben ihrer Tochter, die kein Interesse an ihrer Lateinnote hat, ihrem Bruder, der sich liebevoll um ihre Mutter kümmert und ihrem Hauptdarsteller, der sehr schwierig ist.

Autobiographisch inspiriertes Drama mit feinen Personenzeichnungen. Klug, wahrhaftig, zum Nachdenken anregend und, bei aller Komplexität und Schwere der Themen, angenehm leicht.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Margherita Buy, John Turturro, Giulia Lazzarini, Nanni Moretti, Beatrice Mancini, Stefano Abbati

Wiederholung: Dienstag, 20. November, 14.05 Uhr

Hinweise
Film-Zeit über „Mia Madre“
Moviepilot über „Mia Madre“
Metacritic über „Mia Madre“
Rotten Tomatoes über „Mia Madre“
Wikipedia über „Mia Madre“ (englisch, italienisch)

Meine Besprechung von Nanni Morettis „Mia Madre“ (Mia Madre, Italien/Frankreich 2015)


Neu im Kino/Filmkritik: „Loro – Die Verführten“ in Berlusconis Reich

November 17, 2018

Diese Fassung des Films wurde zum Regisseur geschnitten.

Natürlich ist das ist fast immer so. Aber in diesem Fall muss extra darauf hingewiesen werden. Denn in Italien lief „Loro – Die Verführten“ im Frühjahr im Kino in zwei Teilen. Insgesamt 204 Minuten Filmzeit. Für die internationale Auswertung setzte Paolo Sorrentino sich noch einmal in den Schneideraum und er entfernte ungefähr eine Stunde. Jetzt dauert der Film immer noch etwas über 150 Minuten, aber es ist ein Torso, auf den man gut verzichten kann.

Weil Sorrentino immer wieder lange, in sich geschlossene Szenen inszeniert und es immer wieder lange Kamerafahrten gibt, ist es schwierig, innerhalb einer Szene zu kürzen. Vor allem ohne die Stimmung und den Rhythmus der Szene zu zerstören. Also wurden wahrscheinlich ganze Szenen entfernt. Mit dem Ergebnis, dass auch der Rhythmus und die Geschlossenheit des Films zerstört wurden.

Dabei sind die übriggebliebenen Teile durchaus sehenswert. Sorrentino liefert ein Porträt Italiens von 2006 bis 2010. Im Mittelpunkt stehen Sergio Morra, ein junger, sehr aufstiegsgieriger, skrupelloser apulinischer Kommunalpolitiker (dass er mich an Innenminister Matteo Salvini erinnert, liegt sicher an meinem schlechten Wissen über Italiens politische Kaste) und der allseits bekannte, von Hofschranzen und vollbusigen Frauen umgebene und vergötterte Partymeister Silvio Berlusconi. Der Machtmensch wird von Sorrentinos Stammschauspieler Toni Servillo gespielt und er verkörpert den Charakter mit sardonischer Freude. Wie schon 2008 Giulio Andreotti in „Il Divo“. Andreotti war ein für das Italien der letzten Jahrzehnte ähnlich einflussreicher, aber in der Art seines öffentlichen Auftretens vollkommen entgegengesetzter Charakter. Skrupellose Machtmenschen mit mehr als halbseidenen Verbindungen zur Mafia und Stehaufmännchen waren beide.

Wie in „Il Divo“ und „La Grande Belleza“ ist Sorrentino nicht an einem nach bekannten Biopic-Formeln durchdekliniertem Drama interessiert. Aus vielen Episoden entsteht ein Sittengemälde, ein Porträt einer Zeit, das durchaus immer satirisch zugespitzt, melancholisch an die Vergangenheit erinnernd (so hat Berlusconi das Gefühl, den Höhepunkt seiner Macht bereits hinter sich zu haben) und offen für Interpretationen ist. Sorrentino hat zwar einen Blick auf seine Figuren, aber er schreibt diesen Blick dem Zuschauer nicht vor.

Trotz der episodischen Struktur, bewegt sich die Filmgeschichte immer wieder zu elliptisch vorwärts und die Gewichtung zwischen den beiden Hauptcharakteren stimmt in der internationalen Fassung nicht. So verschwindet der am Filmanfang episch eingeführte Morra, nachdem sein Heranwanzen an den mächtigen Lebemann Silvio Berlusconi detailliert gezeigt wurde, irgendwann und ohne Erklärung fast vollständig aus dem Film.

Man könnte den Torso von „Loro – Die Verführten“ als einen schwachen Film von Paolo Sorrentino akzeptieren, wenn man nicht wüsste, dass in Italien ein anderer, ein längerer und sehr wahrscheinlich auch viel besserer Film gezeigt wurde. Hoffentlich wird diese Version bei uns wenigstens auf DVD veröffentlicht.

Loro – Die Verführten (Loro, Italien/Frankreich 2018)

Regie: Paolo Sorrentino

Drehbuch: Paolo Sorrentino, Umberto Contarello

mit Toni Servillo, Elena Sofia Ricci, Riccardo Scamarcio, Kasia Smutniak, Euridice Axen, Fabricio Bentivoglio, Roberto de Francesco, Dario Cantarelli

Länge: 157 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Loro“

Rotten Tomatoes über „Loro“

Wikipedia über „Loro“ (deutsch, englisch, italienisch) und über Paolo Sorrentino (deutsch, englisch, italienisch)

Meine Besprechung von Paolo Sorrentinos „Cheyenne – This must be the Place“ (This must be the Place, Italien/Frankreich/Irland 2011)

Meine Besprechung von Paolo Sorrentinos „La grande Bellezza – Die große Schönheit“ (La grande Bellezza, Italien/Frankreich 2013)

Meine Besprechung von „Paolo Sorrentino – Director’s Collection“


TV-Tipp für den 17. November: Die zwölf Geschworenen

November 17, 2018

RBB, 22.45

Die zwölf Geschworenen (12 Angry Men, USA 1957)

Regie: Sidney Lumet

Drehbuch: Reginald Rose

LV: Reginald Rose (Story, Bühnenstück)

Hat der angeklagte Puertoricaner seinen Vater ermordet? Die Geschworenen beraten.

Lumets erster Spielfilm ist ein Klassiker des Gerichtsfilms: ein Raum, zwölf Personen, die eine Entscheidung fällen müssen: unerträgliche Spannung. Ausgangspunkt für den Spielfilm war ein einstündiges Fernsehspiel von Reginald Rose, der dafür von eigenen Erfahrungen als Geschworener inspiriert wurde. Beim Start wurde der Film von der Kritik gelobt, für zahlreiche Preise nominiert und floppte – trotz des niedrigen Budgets – an der Kasse. „Sidney Lumets Erstlingsfilm verleiht dem Geschehen durch die Begrenzung des Ortes und der Personen eine große Dichte und Spannung. Die Wahrheitsfindung entsteht aus dem Zusammenspiel unterschiedlicher Menschentypen, Ideologien und Interessen – ein Modellfall ´demokratischer´ Aufklärungsarbeit. Hervorragend besetzt, gespielt und fotografiert (Preis der OCIC in Berlin)“ (Lexikon des Internationalen Films)

Mit Henry Fonda, L. J. Cobb, Ed Begley, E. G. Marshall, Jack Warden, Martin Balsam, Jack Klugman, Joseph Sweeney

Hinweise

Wikipedia über “Die zwölf Geschworenen” (deutsch, englisch)

Mein Nachruf auf Sidney Lumet

Sidney Lumet in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: „Suspiria“, die Version von Luca Guadagnino

November 16, 2018

Als Dario Argentos „Suspiria“ 1977 in die deutschen Kinos kam, war er bereits um einige Minuten gekürzt und „frei ab 18 Jahre“. Das, die Bilder und das, was man in den folgenden Jahren über den mehr oder weniger verbotenen Film hörte, steigerten natürlich die Neugierde. Seitdem avancierte der Gothic-Horrorfilm zu einem Kultfilm und Klassiker des Horrorfilms. Er ist einer von Argentos besten Filmen. Das düstere, aber farbenprächtige Schauermärchen ist ein Trip, der 1977 in Freiburg im Breisgau spielt. Eine junge US-Amerikanerin will dort an einer Ballettschule studieren und gerät in einen Strudel mysteriöser Ereignisse.

Und es ist ein Film, bei dem ein Remake prinzipiell zum Scheitern verurteilt ist. Zu deutlich ist Argentos Stil, bei dem die Bilder eindeutig wichtiger als eine konventionelle Filmgeschichte sind. Zu überflüssig wäre ein konventionelles Remake, in dem eine konventionelle Horrorgeschichte konventionell erzählt wird. Und wenn man sich zu sehr an das Original hält, wäre man schnell bei einer Pastiche oder einer Parodie.

Trotzdem hat Luca Guadagnino sich jetzt daran gewagt. Dabei ist es eine alte Idee von ihm. Seit über 25 Jahren sprach er mit Freunden über ein Remake und entwickelte Ideen dazu. Gleichzeitig wurde Guadagnino in den letzten Jahren mit Filmen wie „I am Love – Ich bin die Liebe“, „A bigger splash“ und „Call me by your Name“ zum geachteten Arthouse-Regisseur. Bei ihm war daher ein neuer Ansatz zu erwarten und er nennt seine Version von „Suspiria“ auch nicht Remake, sondern eine persönliche Hommage und eine Cover-Version; – wobei sich bei Cover-Versionen die gleichen Fragen und Probleme wie bei einem Remake stellen.

Auch in Guadagninos Version spielt der Film in Deutschland im Herbst 1977 und er folgt Argentos Geschichte. Auch dieses Mal will eine junge Amerikanerin (Dakota Johnson) in einer renommierten Tanzschule studieren. Die Schule ist die Fassade für etwas ganz anderes. Die Tanzschule steht allerdings nicht in Freiburg, sondern im geteilten Berlin, in Sichtweite der Mauer. Im Radio und Fernsehern laufen die neuesten Meldungen über die terroristischen Anschläge. Die Farben scheinen nur aus verschieden ausgebleichten Braun- und Grautönen zu bestehen. Es ist eine bedrückende, kränklich machende Optik, die an die Optik damaliger Filme erinnert. Vor allem wenn man eine alte, schon tausendmal abgespielte Kopie eiens Farbfilms sieht. Die BRD war schon recht farblos. Die Tanzschule ist ein Ort ohne Männer und alle Frauen sind ‚Fräuleins‘, gespielt von Renée Soutendijk, Angela Winkler und Ingrid Caven, der alten Fassbinder-Schauspielerin. Und Rainer Werner Fassbinder ist auch ein unübersehbarer Einfluss auf den Film.

So entsteht ein Bild von Deutschland als mythischem Reich des Todes, in dem Hexen eine Tanzschule leiten und enthemmte Tänze dämonische Ereignisse heraufbeschwören können.

In seiner hundertünfzigminütigen Version von Argentos hundertminütigem Film entkernt Guadagnino die eh schon kryptische Geschichte noch weiter, bis nur noch eine Abfolge von Sinneseindrücken übrigbleibt. Einige Szenen bieten dabei Ansätze für Interpretationen. Aber letztendlich interessiert Guadagnino sich nicht dafür. Viel lieber lässt er die jungen Frauen unter der Anleitung von Madame Blanc (Tilda Swinton) tanzen, als gelte es eine Feelbad-Version von „Black Swan“ zu inszenieren.

So ist Guadagninos „Suspiria“ durchaus eine eigenständige Interpretation von Argentos Film. Es werden auch viele Themen andeutet, an denen Argento kein Interesse hat. Guadagnino zeichnet ein beklemmendes Bild von Deutschland im Jahr 1977. Aus dem Handlungsort Berlin macht er allerdings erstaunlich wenig. Einerseits weil fast der gesamte Film in der von der Außenwelt hermetisch abgeschlossenen Tanzschule spielt, andererseits weil die auf der Hand liegenden Berlin-Themen nur im Hintergrund, wie die Fernsehnachrichten, wabern, ohne irgendeinen Einfluss auf die Geschichte der Hexen und ihrer Rituale zu haben. Das gleiche gilt für einen in den Zweiten Weltkrieg zurückreichenden Subplot und für die Ermittlungen von Dr. Josef Klemperer. Immerhin zeigt dieser Plot um den alten Psychotherapeuten die schauspielerische Bandbreite von Tilda Swinton. Inzwischen ist die Identität des Klemperer-Schauspielers Lutz Ebersdorf, für den Macher sogar eine Biographie erfanden, enthüllt. Er ist Swinton.

Stilistisch ist das als in sich hermetisch abgeschlossene, beklemmend-klaustrophobische Feelbad-Vision beeindruckend.Aber es ist auch l’Art pour l’Art, bei der man alle Charaktere und ihre Bewegungen durch die Ballettschule gelangweilt betrachtet und sich fragt, ob dieses Remake wirklich nötig ist und ob es wirklich so lang sein muss..

Radiohead“-Musiker Thom Yorke schrieb die Musik.

P. S.: Arte zeigt am Mittwoch, den 28. November, Dario Argentos in Deutschland von Juni 1983 bis Mai 2014 indizierten Horrorfilm „Suspiria“ ungekürzt um 22.40 Uhr.

Suspiria (Suspiria, Italien/USA 2018)

Regie: Luca Guadagnino

Drehbuch: David Kajganich (nach dem Drehbuch von Dario Argento und Daria Nicolodi)

mit Dakota Johnson, Tilda Swinton, Mia Goth, Lutz Ebersdorf, Chloe Grace Moretz, Angela Winkler, Ingrid Caven, Jessica Harper, Elena Fokina, Renée Soutendijk, Alek Wek, Sylvie Testud, Christine Leboutte, Fabrizia Sacchi

Länge: 152 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

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Moviepilot über „Suspiria“

Metacritic über „Suspiria“

Rotten Tomatoes über „Suspiria“

Wikipedia über „Suspiria“ (deutsch, englisch, italienisch)

Meine Besprechung von Luca Guadagninos „A bigger Splash“ (A bigger Splash, Italien/Frankreich 2015) und der DVD

Meine Besprechung von Luca Guadagninos „Call me by your Name“ (Call me by your Name, USA 2017)

Die Venedig-Pressekonferenz (sorry, ohne Simultanübersetzung)

Ein Gespräch mit Luca Guadagnino über den Film

Luca Guadagnino erklärt eine Szene zwischen Dakota Johnson und Tilda Swinton


TV-Tipp für den 16. November: Black Sea

November 16, 2018

RTL II, 22.30

Black Sea (Black Sea, USA/Großbritannien/Russland 2014)

Regie: Kevin Macdonald

Drehbuch: Dennis Kelly

Eine britisch-russische U-Boot-Besatzung sucht im Schwarzen Meer nach einem Nazi-Goldschatz. Schnell müssen sie um ihr Überleben kämpfen.

Angenehm altmodischer Abenteuerfilm für die Fans von Filmen wie „Der Schatz der Sierra Madre“, „Lohn der Angst“ und Atemlos vor Angst“ (die im Presseheft alle als Inspiration genannt werden).

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Jude Law, Scoot McNairy, Ben Mendelsohn, David Threlfall, Konstantin Khabenskiy, Sergey Puskepalis, Michael Smiley, Grigory Dobrygin, Sergey Veksler, Sergey Kolesnikov, Bobby Schofield, Michael Smiley, Jodie Whittaker

Wiederholung: Montag, 19. November, 01.10 Uhr (Taggenau! – Anschließend Luc Bessons Taucherfilm „Im Rausch der Tiefe“)

Hinweise
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Film-Zeit über „Black Sea“
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Rotten Tomatoes über „Black Sea“
Wikipedia über „Black Sea“

Meine Besprechung von Kevin Macdonalds „Black Sea“ (Black Sea, USA/Großbritannien/Russland 2014)


Neu im Kino/Filmkritik: Kevin Hart besucht die „Night School“

November 16, 2018

Als Jugendlicher hatte Teddy Walker (Kevin Hart) keinen Bock auf die Schule. Er verließ sie ohne Abschluss. Jahre später ist er ein erfolgreicher Verkäufer bei „BBQ City“. Der Inhaber bietet ihm sogar an, sein Nachfolger zu werden. Er hat eine gut aussehende und gut verdienende Freundin, die ihn so liebt, wie er ist. Für sie müsste er gar nicht den großen Zampano heraushängen lassen. Als er, während eines Heiratsantrags, durch eine Verkettung unglücklicher Umstände die Firma, die er übernehmen könnte, abfackelt und sie nicht versichert war, steht er vor dem Nichts.

Teddy hat Glück im Unglück. Ein alter Schulfreund bietet ihm in seiner Firma eine Stelle als Finanzberater an. Er müsse dafür nur einen Schulabschluss vorweisen.

Teddy will den Abschluss in der Abendschule nachholen. Also eigentlich will der Schlawiner nur die Bestätigung, dass er die Schule bestanden hat. Aber die Abendschullehrerin Carrie (Tiffany Haddish) verlangt von ihm, dass er den gesamten Kurs und die Prüfungen absolviert. Zusammen mit ‚Big Mac‘ Mackenzie (Rob Riggle), Jaylen (Romany Malco), Luis (Al Madrigal), Theresa (Mary Lynn Rajskub), Mila (Anne Winters) und Bobby (‚Fat Joe‘ Joseph Cartagena) (via Skype aus dem Gefängnis zugeschaltet), einer Gruppe archetypischer Verlierergestalten, drückt er die Schulbank.

Und damit sind alle Zutaten für eine weitere US-Komödie vorhanden. „Girls Trip“-Regisseur Malcolm D. Lee übernahm die Aufgabe, die Improvisationen der Komiker zu einem wenigstens halbwegs kohärenten Film zusammenzufügen, bei dem einzelne Gags zu breit ausgewalzt werden. Wahrscheinlich weil es beim Dreh so witzig war. Denn vor einigen Jahren hat sich in Hollywood die irrige Ansicht durchgesetzt, dass bei Komödien ein Drehbuch nur das beliebig formbare Material ist.

Trotzdem ist die Gagdichte für eine Komödie niedrig. Kevin Hart quasselt in gewohnter Manier mehr als nötig, während er einige Lektionen lernt. Seine Partnerin Tiffany Haddish, die mit „Girls Trip“ in den USA ihren Durchbruch hatte, ist bei uns noch fast unbekannt. Und es ist schön, „24“ Mary Lynn Rajskub mal wieder zu sehen. Sie hat als sich von ihren Selbstzweifeln emanzipierende Hausfrau und Mutter einige grandiose Momente.

Zugunsten eines anvisierten Lachers ist die Story oft nicht durchdacht. Oft ist sie sogar einfach idiotisch. Es geht dabei nicht darum, dass Teddy ausgerechnet an seiner alten Schule die Prüfung ablegen will und auch nicht darum, dass der Schuldirektor (Taran Killam) ausgerechnet sein alter Erzfeind ist, der sich jetzt endlich rächen kann. Das wird vom Drehbuch so gesetzt. Es geht um Probleme innerhalb der Story: So soll jemand, der eine panische Angst vor Zahlen hat und ein schwerer Legastheniker ist, über Jahre der beste Verkäufer der Firma sein? So soll während Teddys gesamter Schulzeit keinem Lehrer seine Lernbehinderungen aufgefallen sein? Das fällt erst Carrie auf.

Ihre Methode, Teddys Lernprobleme zu beseitigen, ist immerhin so absurd, dass sie schon wieder auf eine verquere Art witzig ist: sie verprügelt ihn in einem Käfig, bis er die richtige Antwort sagt. Ihre Schläge taugen nur als Metapher dafür, wie Teddy sich fühlt, wenn er im Unterricht sitzt und versucht, den Stoff zu begreifen. Und da haben wir ein weiteres Problem. Der Satz des Pythagoras ist die zu Aufgabe, die sich durch den gesamten Film zieht. Als Teddy ihn lösen kann, kann er die Prüfung bestehen. Wie ihm das gelingt, erfahren wir nicht. Dabei verwenden andere Filme viel Zeit darauf, dem Zuschauer teilweise sehr komplexe Zusammenhänge so zu erklären, dass man die Zusammenhänge nachher verstanden oder wenigstens eine gute Ahnung über die Zusammenhänge hat. Nicht so „Night School“. Wer vorher keine Ahnung hatte, was der Satz des Pythagoras ist, weiß es auch danach nicht. Da wird sträflich Potential verschenkt.

Am Ende hat „Night School“, wie die gelungeneren „Fack ju Göhte“-Schulfilme, eine sympathische und begrüßenswerte Botschaft über zweite Chancen, den Glauben an sich selbst und dem Wert von Gemeinschaft.

Night School (Night School, USA 2018)

Regie: Malcolm D. Lee

Drehbuch: Harry Ratchford, Joey Wells, Matthew Kellard, Nicholas Stoller, John Hamburg

mit Kevin Hart, Tiffany Haddish, Taran Killiam, Mary Lynn Rajskub, Rob Riggle, Romany Malco, Megalyn Echikunwoke, Al Madrigal, Anne Winters, Ben Schwartz, Fat Joe

Länge: 112 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

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TV-Tipp für den 15. November: Dallas Buyers Club

November 15, 2018

3sat, 22.25

Dallas Buyers Club (Dallas Buyers Club, USA 2013)

Regie: Jean-Marc Vallée

Drehbuch: Craig Borten, Melisa Wallack

1985 erfährt Ron Woodroof, Rodeoreiter, Frauenheld und Homohasser, dass er HIV-Positiv ist und in wenigen Tagen sterben wird. Er besorgt sich nicht zugelassene Medikamente und verkauft sie an Leidensgenossen, wenn sie Mitglied im titelgebenden „Dallas Buyers Club“ werden.

Regisseur Jean-Marc Vallée inszenierte die auf der wahren Geschichte von Ron Woodroof, der am 12. September 1992 starb, basierende, sehenswerte Charakterstudie mit der Handkamera im Stil des Siebziger-Jahre-New-Hollywood-Kinos. Und Matthew McConaughey überzeugt als bis auf die Knochen abgemagerte Unsympath mit uramerikanischem Unternehmergeist.

Dafür gab es den Oscar als bester Hauptdarsteller; Jared Leto erhielt den Oscar als bester Hauptdarsteller. Beide und der Film erhielten etliche weitere Preise.

mit Matthew McConaughey, Jared Leto, Jennifer Garner, Denis O’Hare, Steve Zahn, Michael O’Neill, Dallas Roberts, Griffin Dunne

Hinweise

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Film-Zeit über „Dallas Buyers Club“

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Metacritic über „Dallas Buyers Club“

Rotten Tomatoes über „Dallas Buyers Club“

Wikipedia über „Dallas Buyers Club“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Jean-Marc Vallées „Dallas Buyers Club“ (Dallas Buyers Club, USA 2013)

Meine Besprechung von Jean-Marc Vallées „Wild- Der große Trip“ (Wild, USA 2014)

Meine Besprechung von Jean-Marc Vallées „Demolition – Lieben und Leben“ (Demolition, USA 2015)


TV-Tipp für den 14. November: Die rote Schildkröte

November 14, 2018

Arte, 22.40

Die rote Schildkröte (La tortue rouge, Frankreich/Japan 2016)

Regie: Michael Dudok de Wit

Drehbuch: Michael Dudok de Wit (auch Adaption), Pascale Ferran (Adaption) (nach einer Geschichte von Michael Dudok de Wit)

Ein Schiffbrüchiger entdeckt auf einer Insel eine rote Schildkröte, die eine schöne Überraschung verbirgt.

Die rote Schildkröte“ ist ein wunderschöner poetischer Film über das Leben, der einem, wie ein Gedicht, eine Interpretation aufzwingt, aber zum Nachdenken anregt.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung des Trickfilms für Erwachsene.

Wiederholung: Freitag, 23. November, 01.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Französische Homepage zum Film

Moviepilot über „Die rote Schildkröte“

Metacritic über „Die rote Schildkröte“

Rotten Tomatoes über „Die rote Schildkröte“

Wikipedia über „Die rote Schildkröte“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Michael Dudok de Wits „Die rote Schildkröte“ (La tortue rouge, Frankreich/Japan 2016)

 

 

 

 


Cover der Woche

November 14, 2018