Neu im Kino/Filmkritik: Über den gar nicht so skandalösen US-Kinohit „Sound of Freedom“

November 3, 2023

In den USA war Alejandro Monteverdes Thriller „Sound of Freedom“ im Sommer der umstrittene Blockbuster. Dort spielte er über 180 Millionen US-Dollar ein. Aktuell ist er der zehnterfolgreichste Film des Jahres. „Indiana Jones und das Rad des Schicksals“ steht auf dem elften Platz.

Umstritten ist der Film über den Kampf eines tapferen Polizsten gegen schmierige Pädophile weniger wegen seines Inhalts, sondern vielmehr wegen allem anderen. Also wegen den Machern, dem Verleih und seinen Fans. QAnon-Anhänger und die Faith-based-Zuschauergemeinschaft feierten den Film in höchsten Tönen ab und wiesen jede Kritik an dem Film mit dem Hinweis auf den wichtigen Inhalt ab.

Jetzt läuft der Film in unseren Kinos und wir können prüfen, ob der desaströse Ruf des Films als Fan-Fiction für verschwörungstheoretische und religiöse Spinner gerechtfertigt ist. Dabei muss zwischen dem Film und seinem Umfeld unterschieden werden; – soweit das möglich ist.

Beginnen wir mit dem Film. Er erzählt die mehr oder weniger wahre Geschichte von Tim Ballard (Jim Caviezel), einem Spezialagent der Homeland Security. Seit Jahren jagt er Pädophile. Er hat schon viele Täter geschnappt. Aber noch keine Opfer gerettet. Sie sind nicht in den USA und damit außerhalb von seinem Zuständigkeitsbereich. Das will der mehrfache Familienvater jetzt ändern. Er kündigt und beginnt in Südamerika von Kinderhändlern entführte Kinder zu suchen.

Alejandro Monteverde erzählt das als TV-Film mit Kinoambitionen und, angesichts des geringen Budgets von 14,5 Millionen US-Dollar, erstaunlich vielen Vor-Ort-Drehs und einem großen Ensemble. Während die Bilder eindeutig für eine große Kinoleinwand komponiert wurden, sind die Story und die Dialoge durchgehend auf TV-Niveau. Die Story ist eine klassische White-Savior-Geschichte, in der ein weißer Held (mit einigen Helfern) gegen meist weiße Bösewichter vorgeht. Dabei rettet er Kinder vor ihren schändlichen Treiben. Die Bösen sind böse, die Guten gut; – auch wenn einige der Guten eine durchaus verbrecherische oder sündige Vergangenheit haben. Jetzt helfen sie dem Helden und büßen so für ihre Sünden und ihren liederlichen Lebenswandel.

Angenehm ist bei dieser Jagd auf Kinderhändler und -schänder, dass Ballard fast immer auf Gewalt verzichtet. Er stellt den Übeltätern Fallen, überführt und verhaftet sie. Oder lässt sie verhaften.

Gedreht wurde der Thriller bereits im Sommer 2018. Und wäre er danach veröffentlicht worden, wäre er im Kino ziemlich sang- und klanglos untergegangen. Bei uns wäre er, immerhin ist Caviezel ein bekannter Schauspieler und das Thema ist wichtig, sicher irgendwann auf DVD veröffentlicht worden. Es hätte einige Besprechungen gegeben und am Ende hätte der Film einen kleinen Gewinn abgeworfen.

Aber es kam anders. Der Start wurde verschoben. Während der Coronavirus-Pandemie waren die Kinos monatelang geschlossen. Alle Kinostarts wurden verschoben. Viele Filme, die im Kino einen satten Gewinn erzielt hätten, wurden ohne eine Kinoauswertung gestreamt. Die Verleihrechte für „Sound of Freedom“ wanderten von Studio zu Studio. Die Produzenten waren nicht immer mit den ihnen gewährten Konditionen einverstanden. Das ist in der Häufung sicher eine seltene Verkettung unglücklicher Umstände, aber es passiert auch in normalen Zeiten immer wieder. Letztendlich erwarb Angel Studios die weltweiten Vertriebsrechte. Am 4. Juli 2023 lief der Film in den USA an und wurde, dank der Werbekampagne des Vertriebs, ein Erfolg.

Und damit kämen wir zum Umfeld. In fünf Jahren kann einiges passieren. Hauptdarsteller Jim Caviezel ist schon seit Jahren für seine, höflich formuliert, grenzwertigen religiösen und politischen Ansichten bekannt. Er unterstützte mehrfach Kandidaten der Republikaner, wie den christlich-fundamentalistischen Rick Santorum. Und er fiel, auch während der Dreharbeiten für „Sound of Freedom“, mit bizarren Äußerungen auf. Inzwischen ist er Mitglied von QAnon – und damit weitab von jedem vernünftigem Diskurs.

Auch Regisseur Alejandro Monteverde ist gläubig. Und, wenn man genau guckt, findet man einige religiöse Referenzen im Film. Diese unterscheiden sich allerdings kaum von der Verwendung christlicher Symbole und Musik in anderen Filmen. Einiges ist genre-immanent. Und einiges, wie der Satz, dass Gottes Kinder nicht verkäuflich seien, einfach nur peinlich. Aber ein Faith-based-Movie ist „Sound of Freedom“ nicht.

Als der Film gedreht wurde, war Tim Ballard CEO der von ihm 2013 gegründeten Organisation „Operation Underground Railroad“ (OUR). Nach mehreren Vorwürfen wegen sexuellem Fehlverhalten verließ er sie 2023. Bis zu seiner danach erfolgten Exkommunikation war er über Jahrzehnte ein aktives Mitglied der zu den Mormonen gehörenden The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints. Ihm wurde die Verbreitung von QAnon-Verschwörungstheorien vorgeworfen.

Bei seinen OUR-Rettungsmissionen verschwimmt die Grenze zwischen Fakten und Fiktion. So behauptete er 2023 in einem Interview, er habe in Westafrika Kinder aus einer Babyfabrik befreit. Dort seien sie als Organspender und Opfergaben satanischer Rituale gefangen gehalten worden. Das klingt nach dem perfekten Stoff für die nächste Strandkorblektüre.

Außerdem war er CEO der von dem ultrarechten Moderator Glenn Beck gegründeten christliche Organisation The Nazarne Fund. Dieser Glenn Beck war auch der Hauptgeldgeber für Ballards im Film gezeigte Missionen und er gab den Anstoss für Filme mit und über Ballard.

Produziert wurde „Sound of Freedom“ von Eduardo Verástegui. Der rechtsextreme Mexikaner und Abtreibungsgegner bewirbt sich als unabhäniger Kandidat für die nächsten mexikanischen Präsidentschaftswahlen.

Der Verleih Angel Studios ist ein 2021 von den Mormonen Neal und Jeff Harmon gegründetes Medienunternehmen, das mittels Crowdfunding religiöse Filme und TV-Serien produziert. Für „Sound of Freedom“ setzten sie die bei ihren Faith-based-Filmen erprobten Mittel ein. Dazu gehört auch ein bedenklich verschwörungstheoretisch schwurbelnder Aufruf von Jim Caviezel am Filmende, Karten für Menschen zu kaufen, die sich das Eintrittsgeld für den Film nicht leisten können.

Verschwörungstheoretiker, Ultrakonservative, Mormonen und Trump-Anhänger waren an zentralen Stellen in die Herstellung involviert und Anhänger dieser Gemeinschaften zählten dann in den USA zu den größten Fans des Films. Sie kaperten den Film und sahen ihn, auch wenn die Zusammenhänge sehr weit hergeholt sind, als eine Bestätigung ihrer Weltsicht. Daran ändern auch Distanzierungsbemühungen von Alejandro Monteverde nichts.

Der Film selbst ist, wie gesagt, ein banaler Thriller.

Sound of Freedom (Sound of Freedom, USA 2023)

Regie: Alejandro Monteverde

Drehbuch: Rod Barr, Alejandro Monteverde

mit Jim Caviezel, Mira Sorvino, Bill Camp, Kurt Fuller, Gary Basaraba, José Zúñiga, Gerardo Taracena, Scott Haze, Eduardo Verástegui

Länge: 135 Minuten

FSK: –

Kinostart: 8. November 2023 (Ich glaube, da hat Gott mich in die falsche Woche geschickt.)

Hinweise

Moviepilot über „Sound of Freedom“

Metacritic über „Sound of Freedom“

Rotten Tomatoes über „Sound of Freedom“

Wikipedia über „Sound of Freedom“ (deutsch, englisch)

History vs Hollywood prüft den Wahrheitsgehalt


Neu im Kino/Filmkritik: „Jurassic World: Ein neues Zeitalter“ soll das Ende sein

Juni 9, 2022

Es gibt viele Dinosaurier; also wirklich sehr viele. Nämlich insgesamt 27 verschiedene Dinosaurierarten. Zehn davon sind neu. Das dürfte die eingefleischten Dinosaurier-Fans des „Jurassic Park“-Franchises begeistern. Alle anderen fragen sich natürlich, ob es außer Dinosaurier noch andere Gründe für einen Kinobesuch gibt.

Jurassic World: Ein neues Zeitalter“ ist angekündigt als der Abschluss der aktuellen „Jurassic World“-Trilogie und, indem er die „Jurassic World“-Trilogie eindeutig mit der vorherigen „Jurassic Park“-Trilogie verbindet, ist dieser Dinosaurierfilm auch der Abschluss der „Jurassic Park/Jurassic World“-Filmreihe. So wurde der Film jedenfalls in den vergangenen Monaten angekündigt.

Abgesehen von den Dinosauriern vereinigt Colin Trevorrow in seinem neuesten „Jurassic World“-Film ungefähr alles, was aktuell an Blockbuster-Filmen so nervig und schlecht ist.

Beginnen wir mit der Story, in der eigentlich alle bekannten Hauptfiguren und wichtige Nebenfiguren aus den vorherigen fünf „Jurassic Park“/“Jurassic World“-Filmen wieder auftauchen.

Inzwischen sind die Dinosaurier überall und nirgends. Es gibt auch einen florierenden Schwarzmarkt mit Dinosauriern und irgendwie können sie sich fortpflanzen und doch nicht. Das Verhältnis zwischen Dinosauriern und Menschen ist unklar.

Owen Grady (Chris Pratt) und Claire Dearing (Bryce Dallas Howard), die Hauptdarsteller der „Jurassic World“-Filme, leben inzwischen seit Jahren mit der inzwischen pubertierenden Maisie Lockwood (Isabella Sermon) abseits der Zivilisation in den amerikanischen Wäldern. Lockwood ist, wie wir in „Jurassic World: Das gefallene Königreich“ erfahren haben, ein genetischer Klon von Sir Benjamin Lockwoods Tochter. Sie wird von Männern des Biotech-Konzerns Biosyn gesucht – und gefunden. Sie entführen das Mädchen und flüchten, über Umwege, in die Dolomiten.

Grady und Dearing verfolgen die Entführer.

Zur gleichen Zeit an einem anderen Ort in den USA entdeckt Paläobotanikerin Dr. Ellie Sattler (Laura Dern), dass Dinosaurier-Heuschrecken an diesem Ort die gesamte Ernte gefressen haben. Also einerseits nur die Ernte, die nicht mit einem bestimmten Saatgut behandelt wurde, andererseits würden diese Heuschrecken innerhalb kürzester Zeit alle Ernten vernichten (Hatte ich schon gesagt, dass Logik nicht die große Stärke des Films ist? Anyway…).

Sattler trifft den Paläontologen Dr. Alan Grant (Sam Neill) an seiner aktuellen Dinosaurier-Ausgrabungsstätte. Gemeinsam machen die beiden alten Bekannten sich auf den Weg in die Dolomiten. Dort hat der Biotech-Konzern Biosyn in einem Tal ein neues Dinosaurier-Forschungszentrum mit universitärem Lehrbetrieb eingerichtet. Dr. Ian Malcolm (Jeff Goldblum) arbeitet dort (Keine Ahnung warum; wahrscheinlich weil es so im Drehbuch steht.). Er ist der firmeninterne Philosoph und er hat seine alten Freunde Sattler und Grant eingeladen. Denn – Überraschung! – in dem Forschunglabor wird mit Dinosaurier-DNA experimentiert. Biosyn, verkörpert von ihrem CEO Lewis Dodgson (Campbell Scott als Bösewicht des Films), und ihre Top-Forscher, unter anderem der ebenfalls aus den vorherigen Filme bekannte Dr. Henry Wu (BD Wong), benötigen für ihre Experimente Lockwood.

Kurz nach der entführten Lockwood treffen auch Grady und Dearing in den Dolomiten ein. Bruchlandend in einem eisbedecktem Staudamm des Firmengeländes. Die Temperaturen in dem restlichen Gelände scheinen dagegen eher tropisch zu sein. Geflogen wurden die Schrottmaschine, und damit ist die Combo unserer furchtlosen Helden endlich komplett, von der Cargopilotin Kayle Watts (DeWanda Wise).

Ab diesem Moment müssen sie in dem Gelände gegen frei herumlaufende Dinosaurier und Biosyn-Wachleute kämpfen und sie müssen herausfinden, was Biosyn plant.

Die Story wirkt wie die Visualisierung eines Brainstormings. Da werden alle Figuren, die einem einfallen, aufgeschrieben. Sattler, Grant, Malcolm und Wu aus dem ersten „Jurassic-Park“-Film. Malcolm hatte bereits in „Jurassic World: Das gefallene Königreich“ ein Cameo, das beim Publikum gut ankam. Wu ist auch in den beiden vorherigen „Jurassic World“-Filmen dabei. Selbstverständlich werden die aus den aktuellen „Jurassic World“-Filmen bekannten Figuren genannt. Also sind auch Dearing und Grady dabei; um nur die wichtigsten Figuren zu nennen.

Einer erinnert sich an Lewis Dodgson. Der wollte in „Jurassic Park“ Dino-Embryonen aus dem noch nicht eröffnetem Vergnügungspark schmuggeln. Jetzt ist er der CEO von Biosyn und damit der Bösewicht des Films. Weil der Originaldarsteller Cameron Thor eine mehrjährige Haftstrafe wegen sexueller Übergriffe bei einer Dreizehnjährigen verbüßt, übernahm Campbell Scott die Rolle. In allen anderen Fällen übernahmen die Schauspieler wieder die Rollen, die sie bereits in früheren Filmen des Franchises gespielt hatten. Und ihr werdet überrascht sein, wer von den Hauptpersonen alles nicht stirbt.

Über die Altersdifferenz zwischen ‚Indiana Jones‘ Grant und Sattler, die sich jetzt ihre Liebe gestehen, schweigen wir; wie der Film.

Dann werden einige Plot-Points aufgeschrieben. Und Handlungsorte. Die Orte, die schon einmal gezeigt wurde, werden dann wieder entfernt. Also keine Dinos auf einer Insel und auch keine Dinos, die eine Großstadt verwüsten. Das geschah schon in „Vergessene Welt: Jurassic Park“ mit San Diego. Aber Dinos in der Prärie und den Bergen gab es noch nicht. Irgendjemand im Meeting liebt die Dolomiten. Also spielt der gesamte dritte und auch der größte Teil des zweiten Aktes dort. Im ersten Akt werden die Figuren vorgestellt, die irgendwo in Amerika sind. Die Zahl der Orte erinnert an die Produktionsorte eines deutschen Films, der von mehreren Bundesländern Gelder erhielt und jetzt deshalb dort Geld ausgeben muss. Die Vorstellung der Figuren und ihre Charakterisierungen geraten arg dünn. Die Macher gehen einfach davon aus, dass wir die vorherigen Filme noch kennen, aber sie nicht gut genug kennen, um über Veränderungen in ihrem Charakter kundig reden zu können. Bei neuen Figuren muss dann eine knappe Beschreibung, wie eiskalte Killerin, taffe Pilotin und böser Firmenchef, alles erklären.

Sowieso wird die Motivation der Figuren von der Bruchpilotin Watts, nachdem sie Grady und Dearing vor einer Trupp Killer und mordgieriger Dinosaurier rettete, treffend mit einem ‚fragen Sie nicht‘ auf den Punkt gebracht.

Das gilt auch für die gesamte Filmgeschichte. Die Story, soweit sie überhaupt erkennbar ist, setzt vor allem den ersten „Jurassic Park“-Film fort und ergänzt sie um einige Handlungselemente und Figuren aus den späteren Filmen. „Jurassic World“ wird dabei weitgehend bis vollständig ignoriert. Das ist der beste Film der aktuellen Trilogie und eigentlich ein Reboot des ersten „Jurassic Park“-Films, nur dass der Dinosaurier-Vergnügungspark inzwischen eröffnet ist und die Dinosaurier dann durchdrehen.

Absolut störend, vor allem nach dem Realismus von „Top Gun: Maverick“, ist, dass in „Jurassic World: Ein neues Zeitalter“ mal wieder so gut wie alles vor Green Screens in Studiohallen gedreht wurden. Da gibt es keine Verbindung zwischen den CGI-Dinosauriern, den Menschen und ihrer Umwelt. So laufen sie durch den Schnee, aber wir sehen niemals ihren Atem und frieren tun sie auch nicht. Sie reiten ohne wehende Haare. Sie rasen auf einem Motorrad durch enge Gassen und drehen sich ständig nach ihren Verfolgern um. Sie können, immer wieder, schneller als ein Dinosaurier laufen. Und ihn, müheloser als ein wildes Pferd, mit einem handelsüblichem Lasso und etwas gutem Willen fangen. Das hat dann noch nicht einmal den Realismus einer alten Hollywood-Studioproduktion.

Was für ein Desaster; oder, anders gesagt: „Jurassic World: Ein neues Zeitalter“ ist die konsequente Fortsetzung des ebenfalls misslungenen zweiten Teils „Jurassic World: Das gefallene Königreich“.

Ach ja: Das dürfte niemanden überraschen: inzwischen reden die Macher schon über weitere mögliche „Jurassic Park“-Filme.

Jurassic World: Ein neues Zeitalter (Jurassic World: Dominion, USA 2022)

Regie: Colin Trevorrow

Drehbuch: Emily Carmichael, Colin Trevorrow (nach einer Geschichte von Derek Connolly und Colin Trevorrow, basierend auf Charakteren von Michael Crichton)

mit Chris Pratt, Bryce Dallas Howard, Laura Dern, Jeff Goldblum, Sam Neill, DeWanda Wise, Mamoudou Athie, BD Wong, Omar Sy, Isabella Sermon, Campbell Scott, Justice Smith, Scott Haze, Dichen Lachman, Daniella Pineda

Länge: 147 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Jurassic World: Ein neues Zeitalter“

Metacritic über „Jurassic World: Ein neues Zeitalter“

Rotten Tomatoes über „Jurassic World: Ein neues Zeitalter“

Wikipedia über „Jurassic World: Ein neues Zeitalter“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Colin Trevorrows „Jurassic World“ (Jurassic World, USA 2015)

Meine Besprechung von J. A. Bayonas „Jurassic World: Das gefallene Königreich“ (Jurassic World: Fallen Kingdom, USA 2018)

Meine Besprechung von Colin Trevorrows „The Book of Henry“ (The Book of Henry, USA 2017)


Neu im Kino/Filmkritik: „Minari – Wo wir Wurzeln schlagen“ und eine neue Heimat finden

Juli 16, 2021

In Arkansas will Jacob Yi auf einem einsam gelegenem Gelände koreanisches Gemüse anbauen. Vorher lebte er mit seiner Frau Monica und ihren Kindern, der zwölfjährigen Anne und dem siebenjährigem, schwer kranken David in Kalifornien. Als Hilfsarbeiter sortierte er in einer Hühnerfarm zehn Jahre lang Hühner aus. Zum Überleben reichte der karge Lohn. Aber nicht zur Verwirklichung des amerikanischen Traums. Der soll sich für die koreanisch-amerikanische Einwandererfamilie jetzt in Arkansas erfüllen.

In seinem vierten, hochgelobtem und mit über fünfzig Preisen ausgezeichnetem Spielfilm „Minari – Wo wir Wurzeln schlagen“ erzählt Lee Isaac Chung, mehr oder weniger, die Geschichte seiner Kindheit und seiner Familie in den Achtzigern in Arkansas. Seinen Ursprung hatte Chungs Film in einer Sammlung von Notizen, die er anfertigte, um seiner Tochter von seinen Eltern und seiner Familie zu erzählen.

Dieser Ursprung bestimmt dann auch die Erzählhaltung, Perspektive und Stimmung des Films. „Minari“ sucht nicht das große Drama oder die große Konfrontation zwischen sich unversöhnlich gegenüberstehenden nett-strebsamen Einwanderern und bösartig-rassistischen Einheimischen. Chung konzentriert sich auf das Leben der koreanischen Familie und, vor allem, wie sie miteinander umgehen und versuchen, das schwere Leben auf der Farm zu meistern. Dabei ist das Farmhaus keine Villa mit einer großen Veranda, sondern ein Wohnwagen. Zwar ein großer Wohnwagen und ohne Räder, aber immer noch ein auf einer Wiese stehender Wohnwagen, in dem schon für die vierköpfige Familie zu wenig Platz ist. Nachdem die direkt aus Korea kommende Großmutter Soon-Ja (Youn Yuh-jung; Oscar als beste Nebendarstellerin) zu ihnen zieht, ist alles noch beengter.

Aber an ein Haus ist nicht du denken. Zuerst müssen die Felder bestellt werden. Dafür verhandeln sie mit einem Wünschelrutengänger, der behauptet, Wasser auf dem trockenen Landstück zu finden. Jacob hat eine andere Lösung für das Problem. Sie bestellen den Boden. Er sammelt Erfahrungen als Farmer. Dabei hilft ihm der mindestens sehr schrullige, in religiösen Rätseln sprechende Paul (Will Patton). Aber er ist kein religiöser Fanatiker, sondern einfach nur der nette durchgeknallte Nachbar von nebenan (ohne Axt!). Später versucht Jacob seine Ernte an Händler zu verkaufen, die sie an die koreanische Gemeinschaft in der nächsten größeren Stadt verkaufen können. David und seine Großmutter begegenen in einem Tümpel einer Schlange. Chung erzählt auch, wie durch eine Verkettung unglücklicher Umstände die Großmutter ein Feuer auslöst, das auf die Scheune mit der Ernte übergreift. Und er erzählt, wie die Familie den Gottesdienst besucht und in die Gemeinde aufgenommen wird.

Das geschieht alles ohne die großen Kinokonflikte. Stattdessen lösen sich in „Minari“ eigentlich alle potentiellen Konflikte schnell in Wohlgefallen auf. Fast so wie im richtigen Leben. Außerdem will Chung, wie gesagt, von seiner Familie, ihrem Leben, ihrer Herkunft und wie sie an einem anderen Ort eine neue Heimat finden, erzählen.

Ist damit ein wenig wie das Blättern in alten Aufzeichnungen oder einem Fotoalbum.

Letztendliche erzählt Chung, mit viel Sympathie für seine autobiographisch inspirierten Figuren und die Schönheiten der Landschaft, die sattsam bekannte Geschichte vom amerikanischen Traum und wie er sich, nach Rückschlägen, erfüllt. Nur dieses Mal nicht für ausgewanderte Europäier, sondern für eine neue Generation von Einwanderern. Das ist eine durchgehend optimistische Erzählung, die keine Brüche, keine Untiefen und auch keine dunklen Seiten hat. Dafür gibt es dann andere Filme; – die natürlich auch nicht dafür taugen, seiner Tochter die Familiengeschichte zu erzählen.

Minari – Wo wir Wurzeln schlagen (Minari, USA 2020)

Regie: Lee Isaac Chung

Drehbuch: Lee Isaac Chung

mit Steven Yeun, Yeri Han, Alan Kim, Noel Kate Cho, Yuh-Jung Youn, Scott Haze, Will Patton, Darryl Cox, Esther Moon

Länge: 116 Minuten

FSK. Ab 6 Jahre

Hinweise

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Moviepilot über „Minari“

Metacritic über „Minari“

Rotten Tomatoes über „Minari“

Wikipedia über „Minari“ (deutsch, englisch)


Neu im Kino/Filmkritik: „Venom“ von Marvel, außerirdisch und noch (?) kein Superheld

Oktober 3, 2018

Venom ist für eine neue Superheldenserie eine ungewöhnliche Wahl. Und das liegt nicht an Venoms Fähigkeiten, sondern an seinem Wesen. Er ist ein Außerirdischer, der wie es sich für ein Alien gehört, Menschen verspeist. Damit ist er ein Bösewicht, der nach seinem ersten Auftritt 1988 in „The Amazing Spider-Man“ als Bösewicht bei den Marvel-Comiclesern gut ankam. Seitdem erlebt er weitere Abenteuer. In den Comics benutzt Venom verschiedene Menschen als Gastkörper. Zum Beispiel Eddie Brock. Der ist auch in der Verfilmung Venoms Gastkörper.

Der Film „Venom“ gehört allerdings nicht zum Marvel Cinematic Universe (MCU) und weil er von Sony in Kooperation mit Marvel produziert wurde (liegt an den Rechten) wird es in naher Zukunft auch nicht zu einem Treffen zwischen Venom, dem MCU und den bei 20th Century Fox beheimateten X-Men kommen.

Das gibt den Machern die Freiheit, ohne den Ballast der anderen Serien einen vollkommen eigenständigen Film in, immerhin soll „Venom“ der Auftakt für eine Serie sein, einer vollkommen eigenständigen Welt zu erfinden. Regisseur Ruben Fleischer („Zombieland“, „Gangster Squad“) und seine vier Drehbuchautoren nutzen diese Freiheit für eine B-Movie-Geschichte, die sogar für ein B-Movie zu schlecht ist.

Im wesentlichen geht es um den Journalisten Eddie Brock, der nach einem illegalen Besuch des „Life Foundation“-Labors zum Wirt des Aliens Venom wird. Weil der Laborbesitzer, der stinkreiche Entrepreneur Carlton Drake, weitere Aliens auf die Welt bringen will, müssen Brock und Venom, der sich in die Erde und die Menschen verliebt, das verhindern.

Aber bis Brock und Venom sich treffen, vergeht ungefähr eine halbe Stunde in einem für einen Blockbuster erstaunlich kurz geratenen Film. Wenn man den sehr langen Abspann (inclusive zweier Abspannszenen, zu denen ich später noch etwas sagen werde) herausrechnet, dürfte der Film gerade so auf knapp hundert Minuten, eher so fünfundneunzig Minuten, kommen. In dieser ersten halben Stunde passiert fast nichts. Außer dass in Malaysia ein „Life Foundation“-Forschungsraumschiff bruchlandet. Die Life Foundation, die Eigentümerin des Schiffs, kann die im Weltraum gefundenen Wesen unbeschadet in die Firmenzentrale in San Francisco bringen. Weil allerdings ein Behälter bei der Landung zerstört wurde, macht sich dieser Alien in verschiedenen menschlichen Körpern langsam auf den Weg nach San Francisco. Währenddessen versaut Brock sein Leben durch einen Fehler, der noch nicht einmal als Anfängerfehler entschuldigt werden kann. Denn Brock ist ein Top-TV-Enthüllungsjournalist, der von allen Brennpunkten berichtet. Er lebt in einer glücklichen Beziehung mit Anne Weying, einer Anwältin. Als er auf ihrem Computer eine Datei über eine Klage gegen die Life Foundation entdeckt, benutzt er diese Informationen um Drake bei einem Interview darauf anzusprechen. Das Interview wird abgebrochen. Brock verliert seinen Job. Seine Freundin ihren Job. Sie verlässt ihn. Und der nun arbeitslose Brock zieht in eine billigere Wohnung. Dort trinkt er vor sich hin, bis die“Life Foundation“-Angestellte Dr. Dora Skirth ihn anspricht. Im „Life Foundation“-Labor würden ethisch fragwürdige Experimente mit Menschen und der Substanz aus dem Weltraum gemacht, bei denen die Menschen krank werden und sterben.

Brocks begleitet sie in das Labor. Als sie ihm sagt, er solle in dem Labor nichts anfassen, wissen wir, was er tun wird. Und – wir reden von einem Profi-Journalisten! – er tut es auf die dümmste Weise, die einem einfallen kann.

Solche idiotischen Entscheidungen gibt es immer wieder während des gesamten Films.

Das ist eines seiner Probleme.

Ein anderes ist, dass Ruben Fleischer nie den richtigen Rhythmus findet. „Venom“ ist das ruckelige filmische Äquivalent zu einem missglückten Versuch, Heavy Metal mit Hip Hop zu verbinden. Mal wird zu viel, mal zu wenig, mal an den falschen Stellen geschnitten. Und immer ist es zu laut.

Lautstärke ist bei den Actionszenen kein Problem. Und die sind, auch wenn sie fast alle nachts spielen, gelungen. Es gibt, zwischen Faustkämpfen und Schießereien, eine ausführliche „Bullitt“-Reminiszenz. Diese Szenen zeigen auch, wie Brock und Venom zunehmend eine Einheit werden.

In diesem Zusammenhang sind die Momente, in denen Brock sich an Venom anpasst, gelungen. Denn diese Symbiose wird in Brocks Apartment und einem Nobelrestaurant von einem irrem Verhalten begleitet.

Die Gespräche zwischen Brocks und Venom bringen etwas Deadpool-Humor in den Film.

Aber für einen Film, vor allem für einen Film, der ein Auftakt zu weiteren Filmen sein soll, ist das zu wenig. Während die anderen Superhelden alle eine Mission haben, die über viele Geschichten trägt, fehlt Venom genau diese Mission. Er will eigentlich nur Menschen essen.

Venom“ bewegt sich damit im erzählerisch im Fahrwasser von älteren Comicverfilmungen, wie „Catwoman“, und „Die Mumie“, dem missglückten Auftakt des „Dark Universe“. Nur ohne all den erzählerischen Ballast von Ideen und Figuren, die vielleicht in einem der späteren Filme wichtig werden. 

Kommen wir zum Abschluss zu den beiden Abspannszenen, die zu einem Marvel-Film dazugehören, die teilweise schon in diversen Vorberichten angedeutet wurden und die in diesem Fall eine besondere Stellung haben. In der ersten Post-Credit-Szene trifft Tom Hardy bei einem Besuch in einem Hochsicherheitsgefängnis auf den in einer Hannibal-Lecter-Zelle sitzenden von Woody Harrelson gespielten Cletus Kasady. Das erwähne ich, weil es Gerüchte um seine Rolle gab und er selbst schon darüber sprach. In „Venom“ hat er nur ein Cameo. Im nächsten „Venom“-Film soll die Rolle größer sein. Die zweite Szene ist ein Animationsfilm, der für „Spider-Man: A new Universe“ wirbt. Der ebenfalls von Sony produzierte Trickfilm startet in Deutschland am 13. Dezember 2018 und er hat, was im Film auch explizit gesagt wird, nichts mit „Venom“ zu tun.

Venom (Venom, USA 2018)

Regie: Ruben Fleischer

Drehbuch: Scott Rosenberg, Jeff Pinkner, Kelly Marcel, Will Beall (nach einer Geschichte von Jeff Pinkner und Scott Rosenberg, basierend auf dem von Todd McFarlane und David Michelinie erfundenem Marvel-Charakter)

mit Tom Hardy, Michelle Williams, Riz Ahmed, Scott Haze, Reid Scott, Jenny Slate, Woody Harrelson, Stan Lee (sein übliches Cameo)

Länge: 113 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

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Moviepilot über „Venom“

Metacritic über „Venom“

Rotten Tomatoes über „Venom“

Wikipedia über „Venom“ (deutsch, englisch)


Neu im Kino/Filmkritik: „No Way Out – Gegen die Flammen“kämpfen die „Granite Mountain Hotshots“

Mai 6, 2018

Hach, das ist wieder ein deutscher Titel, der für Verwirrung sorgen wird. Also: „No Way Out – Gegen die Flammen“ ist ein Film über Feuerbekämpfer, der nichts, aber auch absolut nichts mit dem Kevin-Costner-Thriller „No Way Out – Es gibt kein Zurück“ zu tun hat. Außerdem ist der Originaltitel von „No Way Out – Gegen die Flammen“ „Only the Brave“. Aber die Werbeabteilung hat sich sicher etwas dabei gedacht. Und gegen Flammen müssen die „Granite Mountain Hotshots“ kämpfen.

In den USA erreichten die Feuerbekämpfer am 30. Juni 2013 traurige Berühmtheit. Mit anderen Feuerwehrmännern bekämpften sie nahe der Kleinstadt Yarnell Hill, Arizona einen durch einen Blitzschlag verursachten Brand. Es war ein Routine-Einsatz, bei dem die Flammen, aufgrund starker Windböen, unvorhergesehene Wege einschlugen und das Feuer sich schneller als gedacht bewegte. Neunzehn der aus zwanzig Männern bestehenden Hotshot-Einheit starben in den Flammen. Es war der größte Verlust von Feuerwehrmännern nach 9/11.

Kurz nach dem Unglück schrieb Sean Flynn für die „GQ“ die Reportage „No Exit“. Sie war die Grundlage für Joseph Kosinskis beeindruckendes Drama „No Way Out – Gegen die Flammen“. Er erzählt die Geschichte der „Granite Mountain Hotshots“, der ersten kommunalen Hotshot-Einheit. Normalerweise unterstehen sie Bundesbehörden. Aktuell gibt es in den USA 107 Hotshot-Crews. Jede Einheit besteht aus 20 Feuerwehrleuten. Die Hotshots sind Feuerbekämpfer, die vor allem deshalb als Eliteeinheit bezeichnet werden, weil sie in den USA tagelang gegen die riesigen Brandherde kämpfen. Dabei geht es vor allem um das Schlagen von Schneisen und Anlegen von Hindernissen, die das Feuer in geordnete Bahnen lenken. Auch gezielte Brände gehören dazu. Es ist harte, körperliche Arbeit, die meistens von jungen Männern durchgeführt wird. In der mehrere Monate dauernden Brandsaison sind sie fast ununterbrochen unterwegs.

In „No Way Out“ wird die Geschichte der „Granite Mountain Hotshots“ chronologisch erzählt. Vor ihrer Hotshot-Zertifizierung ist die von Eric Marsh (Josh Brolin) geleitete Einheit die Feuerwehr der Kleinstadt Prescott, Arizona, die vor allem ihren Ort vor Feuer beschützt. Vor ihrer Hotshot-Zertifizierung 2008 trainieren sie jahrelang, erfüllen die Anforderungen für eine Zertifizierung und werden erfolgreich geprüft. Es ist ein hartes Verfahren für eine harte und gefährliche Arbeit.

Im Verlauf des über zweistündigen Films lernen wir die Feuerwehrleute und ihre Familien kennen. Vor allem Eric Marsh und Brandon ‚Donut‘ McDonough (Miles Teller) stehen im Mittelpunkt. McDonough hatte vorher eine lange Karriere als vorbestrafter Junkie hinter sich. Die Einheit ist für ihn die letzte Chance auf ein Leben, das sich vollkommen von seinem Junkie-Leben unterscheidet. Wir begleiten die Feuerwehrmänner auf verschiedenen Einsätzen, die vor allem auf der großen Leinwand ihre gesamte Wirkung entfalten.

Kosinski („Tron: Legacy“, „Oblivion“) erzählt diese Geschichte ganz traditionell als eine sich über mehrere Jahre erstreckende, für den Film etwas komprimierte Chronik. Es ist schnörkelloses, klassisches Hollywood-Erzählkino. Chronologisch werden Episoden aus dem Berufs- und Privatleben der Feuerwehrmänner erzählt, bis es zu dem katastrophalen letzten Einsatz kommt. Den inszeniert Kosinski dann auch so, dass schon von der ersten Minute an – wenn die „Granite Mountain Hotshots“ noch an einen Routine-Einsatz glauben – als einen Einsatz, der in einer Katastrophe enden wird.

No Way Out“ ist ein würdiges Denkmal für diese Einheit.

No Way Out – Gegen die Flammen (Only the Brave, USA 2017)

Regie: Joseph Kosinski

Drehbuch: Ken Nolan, Eric Warren Singer

LV: Sean Flynn: No Exit (GQ, 27. September 2013, Reportage)

mit Josh Brolin, Miles Teller, Jeff Bridges, Taylor Kitsch, Jennifer Connelly, James Badge Dale, Andie MacDowell, Alex Russell, Ben Hardy, Scott Haze, Geoff Stults

Länge: 134 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

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Moviepilot über „No Way Out“

Metacritic über „No Way Out“

Rotten Tomatoes über „No Way Out“

Wikipedia über „No Way Out“ (deutsch, englisch)

History vs. Hollywood sucht in den Flammen nach den Fakten

GQ: Sean Flynn: No Exit

Meine Besprechung von Joseph Kosinskis „Oblivion“ (Oblivion, USA 2013)

Ein etwas überfülltes Gespräch mit Brandon McDonough (dem überlebenden Mitglied der Granite Mountain Hotshots), den Schauspielern und dem Regisseur in der Build-Gesprächsreihe