Die KrimiBestenliste Mai 2017

Mai 8, 2017

Der sonnige Sonntag ist rum, der Wonnemonat Mai meldet sich wieder mit Pfui-Bäh-Temperaturen zurück und die F.A.S. und der Deutschlandfunk Kultur präsentieren ihre monatliche Bestenliste:

1. Gary Victor – Suff und Sühne (Platzierung im Vormonat: /)

Aus dem Französischen von Peter Trier. Litradukt, 160 Seiten, 11,90 Euro.

2. Jérôme Leroy – Der Block (Platzierung im Vormonat: 1)

Aus dem Französischen von Cornelia Wend. Edition Nautilus, 320 Seiten, 19,90 Euro.

3. Candice Fox – Fall (Platzierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Anke Caroline Burger. Suhrkamp, 470 Seiten, 15,95 Euro.

4. Wallace Stroby – Geld ist nicht genug (Platzierung im Vormonat: 2)

Aus dem Englischen von Alf Mayer. Pendragon, 352 Seiten, 17 Euro.

5. James Rayburn – Sie werden dich finden (Platzierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann. Klett-Cotta, 400 Seiten, 14,95 Euro.

6. Carol O´Connell – Es geschah im Dunklen (Platzierung im Vormonat: /)

Aus dem Englischen von Judith Schwaab. btb, 480 Seiten, 9,99 Euro.

7. Marlon James – Eine kurze Geschichte von sieben Morden (Platzierung im Vormonat: 3)

Aus dem Englischen von Guntrud Argo u. a. Heyne, 864 Seiten, 27,99 Euro.

8. Marina Heib – Drei Meter unter Null (Platzierung im Vormonat: /)

Heyne Encore, 256 Seiten, 19,99 Euro.

9. Denis Johnson – Die lachenden Ungeheuer (Platzierung im Vormonat: 10)

Aus dem Englischen von Bettina Abarbanell. Rowohlt, 271 Seiten, 22,95 Euro.

10. Reginald Hill – Die letzte Stunde naht (Platzierung im Vormonat: 5)

Aus dem Englischen von Karl-Heinz Ebnet. Droemer, 448 Seiten, 22,99 Euro.

 


Die Glauser-Preisträger 2017

Mai 6, 2017

Das Syndikat hat die diesjährigen Glauser-Preise vergeben:

Gewinner in der Sparte „Kriminalroman“

Bernhard Aichner mit Interview mit einem Mörder, Haymon

nominiert

Simone Buchholz: Blaue Nacht, Suhrkamp Nova

Christian v. Ditfurth: Zwei Sekunden, carl’s books

Sunil Mann: Schattenschnitt, Grafit

Sven Stricker: Sörensen hat Angst, rororo

Gewinner in der Sparte „Debüt-Kriminalroman“

Frank Schlößer mit Der letzte Pfeil, Emons

nominiert

Peter Gallert und Jörg Reiter: Kopfjagd, Emons

Ule Hansen: Neuntöter, Heyne

Gerhard Jäger: Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod, Blessing Verlag

Sofie Rathjens: Aschenkind, Aufbau Verlag

Gewinner in der Sparte „Kurzkrimi“

Thomas Kastura mit Genug ist genug, in: Plätzchen, Punsch und Psychokiller, Knaur

nominiert

Raoul Biltgen: Helden – ein Wiener Mosaik, in: Tatort Hofburg, Falter Verlag

Peter Godazgar: Sicherheit ist planbar, in: Handwerk hat blutigen Boden, KBV

Petra Ivanov: Das Geständnis, in: Mord in Switzerland, Band 2, Appenzeller Verlag

Ella Theiss: Sehnsucht, in: Suche Trödel, finde Leiche, KBV

Gewinner des Hansjörg-Martin-Preises

Alexandra Fischer-Hunold mit Lord Gordon – Ein Mops in königlicher Mission, Ravensburger

nominiert

Anja von Kampen: Knietzsche und das Hosentaschen-Orakel, Mixtvision

Manuela Martini: Kristallträne, Arena

Ursula Poznanski: Elanus, Loewe

Susanne Schmidt: Merjem, Jacoby Stuart

Ehrenglauser

Sigrun Krauß

Herbert Knorr

(via der ehrenwerten Gesellschaft)


Die Edgar-Gewinner 2017

April 29, 2017

Die Mystery Writers of America (MWA) haben in New York City die diesjährigen Edgars verliehen. Die glücklichen Gewinner sind (wobei sich, wie immer, auch ein Blick auf die nominierten, teils schon übersetzten Krimis lohnt):

Best Novel

Before the Fall, von Noah Hawley (Grand Central)

nominiert

The Ex, von Alafair Burke (Harper)

Where It Hurts, von Reed Farrel Coleman (Putnam)

Jane Steele, von Lyndsay Faye (Putnam)

What Remains of Me, von Alison Gaylin (Morrow)

Best First Novel by an American Author

Under the Harrow, von Flynn Berry (Penguin)

nominiert

Dodgers, von Bill Beverly (Crown)

IQ, von Joe Ide (Mulholland)

The Drifter, von Nicholas Petrie (Putnam)

Dancing with the Tiger, von Lili Wright (Marian Wood Book/Putnam)

The Lost Girls, von Heather Young (Morrow)

Best Paperback Original

Rain Dogs, von Adrian McKinty (Seventh Street)

nominiert

Shot in Detroit, von Patricia Abbott (Polis)

Come Twilight, von Tyler Dilts (Thomas & Mercer)

The 7th Canon, von Robert Dugoni (Thomas & Mercer)

A Brilliant Death, von Robin Yocum (Seventh Street)

Heart of Stone, von James W. Ziskin (Seventh Street)

Best Fact Crime

The Wicked Boy: The Mystery of a Victorian Child Murderer, von Kate Summerscale (Penguin Press)

nominiert

Morgue: A Life in Death, von Dr. Vincent DiMaio and Ron Franscell (St. Martin’s Press)

The Lynching: The Epic Courtroom Battle that Brought Down the Klan, von Laurence Leamer (Morrow)

Pretty Jane and the Viper of Kidbrooke Lane: A True Story of Victorian Law and Disorder: The Unsolved Murder that Shocked Victorian England, von Paul Thomas Murphy (Pegasus)

While the City Slept: A Love Lost to Violence and a Young Man’s Descent into Madness, von Eli Sanders (Viking)

Best Critical/Biographical

Shirley Jackson: A Rather Haunted Life, von Ruth Franklin (Liveright)

nominiert

Alfred Hitchcock: A Brief Life, von Peter Ackroyd (Nan A. Talese)

Encyclopedia of Nordic Crime: Works and Authors of Denmark, Finland, Iceland, Norway, and Sweden Since 1967, von Mitzi M. Brunsdale (McFarland & Company)

Something in the Blood: The Untold Story of Bram Stoker, the Man Who Wrote Dracula, von David J. Skal (Liveright)

Best Short Story

Autumn at the Automat,” von Lawrence Block (aus In Sunlight or in Shadow, herausgegeben von Lawrence Block; Pegasus)

nominiert

Oxford Girl,” von Megan Abbott (aus Mississippi Noir, herausgegeben von Tom Franklin; Akashic)

A Paler Shade of Death,” von Laura Benedict (aus St. Louis Noir, herausgegeben von Scott Phillips; Akashic)

The Music Room” von Stephen King (aus In Sunlight or in Shadow)

The Crawl Space,” von Joyce Carol Oates (Ellery Queen Mystery Magazine, September-October 2016)

Best Juvenile

OCDaniel, von Wesley King (Paula Wiseman)

nominiert

Summerlost, von Ally Condie (Dutton Books for Young Readers)

The Bad Kid, von Sarah Lariviere (Simon & Schuster Books for Young Readers)

Some Kind of Happiness, von Claire Legrand (Simon & Schuster Books for Young Readers)

Framed! von James Ponti (Aladdin)

Things Too Huge to Fix, von Saying Sorry von Susan Vaught (Paula Wiseman)

Best Young Adult

Girl in the Blue Coat, von Monica Hesse (Little, Brown Books for Young Readers)

nominiert

Three Truths and a Lie, von Brent Hartinger (Simon Pulse)

The Girl I Used to Be, von April Henry (Henry Holt)

My Sister Rosa, von Justine Larbalestier (Soho Teen)

Thieving Weasels, von Billy Taylor (Dial)

Best Television Episode Teleplay

A Blade of Grass,” Penny Dreadful, Drehbuch von John Logan (Showtime)

nominiert

Episode 1: “From the Ashes of Tragedy,” The People vs. O.J. Simpson: American Crime Story, Drehbuch von Scott Alexander und Larry Karaszewski (FX Network)

The Abominable Bride,” Sherlock, Drehbuch von Mark Gatiss und Steven Moffat (Hartswood Films/Masterpiece)

Episode 1: “Dark Road,” Vera, Drehbuch von Martha Hillier (Acorn TV)

Return 0,” Person of Interest, Drehbuch von Jonathan Nolan und Denise The (CBS/Warner Bros.)

The Bicameral Mind,” Westworld, Drehbuch von Jonathan Nolan und Lisa Joy

(HBO/Warner Bros.)

Robert L. Fish Memorial Award

The Truth of the Moment,” von E. Gabriel Flores (Ellery Queen Mystery Magazine, December 2016)

Grand Master

Max Allan Collins

Ellen Hart

Raven Award

Dru Ann Love

Ellery Queen Award

Neil Nyren

The Simon & Schuster–Mary Higgins Clark Award

The Shattered Tree, von Charles Todd (Morrow)

nominiert

The Other Sister, von Dianne Dixon (Sourcebooks Landmark)

Quiet Neighbors, von Catriona McPherson (Midnight Ink)

Say No More, von Hank Phillippi Ryan (Forge)

Blue Moon, von Wendy Corsi Staub (Morrow)

(via The Rap Sheet)


Matthias Glasner erzählt seine ZDF-Krimiserie „Blochin“ doch zu Ende

April 11, 2017

Das ist eine Nachricht, mit der ich schon nicht mehr rechnete und die dann doch nur ein schnelles Zusammenkehren der Scherben ist. Matthias Glasner inszeniert jetzt, nach seinem Drehbuch, das Ende der sechsstündigen Serie „Blochin – Die Lebenden und die Toten“, in der Jürgen Vogel einen korrupten Polizisten spielt und die im Herbst 2015 im ZDF lief. Die Serie ist ein ziemliches Komplettdesaster mit einem Ende, das unverhohlen auf eine zweite Staffel spekulierte. Weil die Zuschauerzahlen und die Kritiken (auch ich) eine mehr als überschaubaren Begeisterung dokumentierten, wurde nach der Ausstrahlung nicht mehr über eine Fortsetzung und damit einer Antwort auf all die offenen Fragen gesprochen.

Jetzt hat sich das ZDF entschlossen mit einem 105-minütigen Film die losen Fäden zu Ende zu erzählen. Das ist schon mal etwas; – wobei es besser gewesen wäre, schon bei der originalen Miniserie ein Ende zu inszenieren, das ein Ende ist. Gerne mit der Option auf eine Fortsetzung. Aber ein Ende und kein Coitus interruptus.

 

Hier ist die vollständige Pressemitteilung des ZDFs:

Blochins Tochter Grille wird kaltblütig erschossen – damit endete die letzte Folge der ZDF-Thrillerserie „Blochin – die Lebenden und die Toten“ im Herbst 2015. Derzeit wird in Berlin der dramatische Staffelabschluss der Cop-Serie mit dem Arbeitstitel „Blochin – Black Hole Sun“ gedreht. Blochin (Jürgen Vogel) und sein Schwager Dominik Stötzner (Thomas Heinze) haben für Grilles Tod Rache geschworen. Nach jahrelanger Verfolgung gelingt es Blochin, Kyrill, den Mörder seiner Tochter, nach Berlin zu locken. In weiteren Rollen spielen Maja Schöne, Jördis Triebel, Agnieszka Piwowarska, Christoph Letkowski, Peri Baumeister, Rainer Bock, Alexander Scheer, Jasna Fritzi Bauer, Natalia Belitski und viele andere. Das Drehbuch stammt wieder von Matthias Glasner, der auch Regie führt.

Eine nächtliche Schießerei in einem Berliner Hinterhof. Blochin und Dominik rennen in die Dunkelheit davon. Im Hof liegt eine tote Frau. Kurz darauf werden Blochin und Dominik festgenommen. Sie stehen unter Mordverdacht, denn die Tote ist Pheline (Jasna Fritzi Bauer), die Geliebte von Grilles Mörder Kyrill (Alexander Scheer). Von Kyrill selbst fehlt jede Spur. In wechselnden Verhören wird Stück für Stück deutlich, dass Blochin Pheline als Köder benutzt hatte, um Kyrill eine Falle zu stellen. Die Jagd nach dem Mörder seiner Tochter rührt dabei zunehmend an Blochins Kindheitstrauma. Erinnerungsfetzen bedrängen ihn. Bevor Blochin seinen Rachefeldzug zu Ende führen kann, muss er herausfinden, warum er im Alter von 15 Jahren sein Gedächtnis verloren hat. Dominik deckt Blochins Alleingang und muss gleichzeitig verhindern, dass seine früheren Machenschaften ans Tageslicht kommen.

Gedreht wird der Thriller mit 105 Minuten Länge bis Mitte Mai 2017 in Berlin und Brandenburg. Produzentin ist Lisa Blumenberg, Producerin Sibylle Stellbrink, beide REAL Film Berlin. Die Redaktion im ZDF haben Caroline von Senden und Solveig Cornelisen. Ein Sendetermin steht noch nicht fest.


Die Krimibestenliste April 2017

April 3, 2017

Ostergeschenke? Mordsgeschenke? Jedenfalls empfiehlt die April-Krimibestenliste der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Deutschlandradio Kultur zur Lektüre (nicht zur Nachahmung):

1. Jérôme Leroy – Der Block (Platzierung im Vormonat: 4)

2. Wallace Stroby – Geld ist nicht genug (Platzierung im Vormonat: /)

3. Marlon James – Eine kurze Geschichte von sieben Morden (Platzierung im Vormonat: /)

4. Jerome Charyn – Winterwarnung (Platzierung im Vormonat: 2)

5. Reginald Hill – Die letzte Stunde naht (Platzierung im Vormonat: /)

6. Graeme Macrae Burnet – Sein blutiges Projekt (Platzierung im Vormonat: 3)

7. Peter May – Moorbruch (Platzierung im Vormonat: 9)

8. Max Annas – Illegal (Platzierung im Vormonat: 7)

9. Kanae Minato – Geständnisse (Platzierung im Vormonat: /)

10. Denis Johnson – Die lachenden Ungeheuer (Platzierung im Vormonat: 1)

Eine ziemlich männerlastige Liste. Ein deutscher Autor, eine Übersetzung aus dem Französischen und der Rest aus dem Englischen.

Soviel zur Statistik.

Meine Jubelarie zu „Geld ist nicht genug“ von Wallace Stroby erscheint demnächst. Ist ein Buch, das so hundertprozentig in meinem Beuteschema (Hardboiled! Noir! Profidieb!) ist, dass ich es nicht lesen muss, um zu wissen, dass es mir gefällt. Und das genau deshalb gelesen wird.

Danach vielleicht der neue Kristof-Kryszinski-Krimi „Tauchstation“ (Rotbuch Krimi) von Jörg Juretzka. Der kommt nie auf die Bestenliste. Keine Ahnung, was er den Bestenlistenmachern angetan hat.


Lisbeth Salander kehrt auf die große Leinwand zurück – aber mit einigen Änderungen

März 13, 2017

Für die fanatischen Fans von Stieg Larsson, Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist gibt es eine erfreuliche, brandaktuelle Nachricht:

es wird einen neuen Spielfilm mit den bekannten Charakteren geben. Allerdings werden sie wieder von neuen Schauspielern gespielt. Wer wen spielt, ist noch unklar. Rooney Mara und Daniel Craig von David Finchers 2011er Verfilmung von „Verblendung“ sind nicht mehr dabei. Michael Nyqvist und Noomi Rapace von den drei skandinavischen Verfilmungen sowieso nicht.

Die Vorlage für den neuen Salander/Blomkvist-Film ist „Verschwörung“, der von David Lagercrantz geschriebene vierte Band der Serie.

Die Regie übernimmt „Don’t Breathe“-Regisseur Fede Alvarez. Das Drehbuch ist von Steven Knight, Fede Alvarez und Jay Basu – und ich hoffe, dass sie sich die nötigen Freiheiten bei der Adaption des ziemlich misslungenen Romans nehmen.

Und David Lagercrantz hat inzwischen einen neuen Salander/Blomkvist-Roman geschrieben. Einen deutschen Erscheinungstermin gibt es noch nicht.

Hier die vollständige PM aus dem Hause Sony:

LISBETH SALANDER KEHRT IM OKTOBER 2018
IN SONY PICTURES’ “THE GIRL IN THE SPIDER’S WEB” („VERSCHWÖRUNG“)
ZURÜCK AUF DIE KINOLEINWAND

FEDE ALVAREZ ÜBERNIMMT DIE REGIE
BEI DER ADAPTION DES WELTWEITEN BESTSELLERS

Dreharbeiten beginnen im September

Der Film wird eine neue Besetzung haben – Alvarez castet Schauspielerinnen,
die Lisbeth Salander spielen sollen

CULVER CITY, Kalifornien, 13. März 2017 – Lisbeth Salander, die Kultfigur und titelgebende Heldin der gefeierten Millennium-Bestseller-Reihe von Stieg Larsson, wird in The Girl in the Spider’s Web (Verschwörung) auf die Kinoleinwand zurückkehren. Der von David Lagercrantz geschriebene globale Bestseller wird zum ersten Mal für einen Film adaptiert. Fede Alvarez, der 2016 bei dem Erfolgsthriller Don’t Breathe Regie geführt hat, wird das Projekt leiten, basierend auf einem Drehbuch von Steven Knight und Fede Alvarez & Jay Basu. Scott Rudin, Søren Stærmose, Ole Søndberg, Amy Pascal, Elizabeth Cantillon, Eli Bush und Berna Levin fungieren als Produzenten; Executive Producers sind Anni Faurbye Fernandez, Line Winther Skyum Funch, Johannes Jensen und David Fincher.

Der neue Film wird eine völlig neue Besetzung aufweisen. Die Ankündigung der Dreharbeiten markiert den Kickoff einer weltweiten Suche nach einer Schauspielerin, die die ikonische Rolle der Lisbeth Salander übernehmen kann. Die Dreharbeiten des Films werden im September dieses Jahres beginnen und der Kinostart wird im Oktober 2018 sein.

The Girl in the Spider’s Web wird der erste Teil der Bestseller-Reihe sein, der gleich bei seiner ersten Filmadaption in englischer Sprache produziert wird. Die vorhergehenden Bücher der Reihe wurden zu Filmen in Schwedisch adaptiert. The Girl with the Dragon Tattoo (Verblendung) war ein Remake des schwedischen Films, wurde ein weltweiter Erfolg für Columbia Pictures und hat insgesamt über 230 Million Dollar eingespielt.

Die Neuigkeit wurde heute auf der London Book Fair verkündet, während einer Feier rund um den Launch des fünften Buchs der Millennium-Reihe, das ebenfalls von Lagercrantz verfasst wurde. Sonys Columbia Pictures hält die Rechte an allen künftigen Büchern der Millennium-Reihe.

Sanford Panitch, President of Columbia Pictures, sagte: “In der gesamten Gegenwartsliteratur ist Lisbeth Salander vollkommen sui generis – und meiner Meinung nach wahrscheinlich eine der großartigsten literarischen Frauenfiguren aller Zeiten. Sie personifiziert einen trotzigen, modernen Punk und ist in jeder Verkörperung unvergesslich. Sie ist wirklich eine der fesselndsten Figuren, die es in den letzten Jahren zu sehen gab. David Lagercrantzs brillante Arbeit führt diese bemerkenswerte Reihe fort und ehrt gleichzeitig Stieg Larssons Meisterwerk. Auch wir bei Sony fühlen uns sehr geehrt, zusammen mit Yellowbird Teil dieser Reihe zu sein und freuen uns sehr darauf, The Girl in the Spider’s Web erstmals auf die Leinwand zu bringen. Fede Alvarez ist die perfekte Wahl, um die Regie zu übernehmen. Fede ist ein großartiger Regisseur mit einem einzigartigen Blick auf die Welt. Besonders sein Talent und seine Fähigkeit, psychologische Intensität zu erzeugen, werden Lisbeth Salander mit einem großen Knall zurück in die filmische Popkultur bringen.“

Alvarez fügte hinzu: “Ich bin wahnsinnig aufgeregt und dankbar für diese Gelegenheit. Sony ist für mich zu einer Familie geworden und ich kann mir kein tolleres Projekt vorstellen, um unsere Beziehung zu feiern. Lisbeth Salander ist genau die Art von Figur, die jeder Regisseur in seinen Träumen gerne zum Leben erwecken würde. Wir haben ein großartiges Drehbuch und jetzt kommt der Teil, der am meisten Spaß macht – unsere Lisbeth zu finden.“

Die Millennium Reihe ist ein weltweiter Bestseller. Von den vier Büchern wurden bislang über 86 Millionen Exemplare verkauft.


Die Krimibestenliste März 2017

März 6, 2017

In der frühlingshaften Krimibestenliste (früher KrimiZeit-Bestenliste) der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Deutschlandradio Kultur empfehlen die Damen und Herren Krimikritiker folgende Werke:

1. (-) Denis Johnson: Die lachenden Ungeheuer

2. (2) Jerome Charyn: Winterwarnung

3. (-) Graeme Macrae Burnet: Sein blutiges Projekt

4. (-) Jérôme Leroy: Der Block

5 (1) Tana French: Gefrorener Schrei

6 (9) Mark Douglas-Home: Sea Detective

7 (-) Max Annas: Illegal

8 (3) Paul Mendelson: Die Straße ins Dunkel

9 (-) Peter May: Moorbruch

10 (-) Federico Axat: Mysterium

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Mit Max Annas hat es dieses Mal nur ein deutscher Autor auf die Liste geschafft.

Wird nach der Leipziger Buchmesse bestimmt besser.

Ich lese im Moment Shusaku Endos „Schweigen“, die Vorlage für den neuen Martin-Scorsese-Film „Silence“.

Danach; mal sehen. Vielleicht die „Winterwarnung“. Oder etwas ganz anderes. Aber es wird ein Krimi sein.


Treffen Sie Marc-Oliver Bischoff, „Die Sippe“ und die Jungs von der Amadeu-Antonio-Stiftung

Februar 21, 2017

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Am Donnerstag, den 23. Februar, um 19.00 Uhr stellt Marc-Oliver Bischoff seinen Roman „Die Sippe“ in der Amadeu Antonio Stiftung (Novalisstraße 12, Berlin-Mitte, nächste U-Bahnstation: U6, Oranienburger Tor) vor. Anschließend diskutiert er mit Marius Hellwig, Referent für „Völkische SiedlerInnen“ im ländlichen Raum der Amadeu Antonio Stiftung, darüber.

Den Roman habe ich ja schon besprochen.

Die mir viel Arbeit abnehmende Ankündigung der Lesung, liefert weitere sachdienliche Hinweise (Achtung: Anmeldung erforderlich!):

Tierschutz, Umweltschutz, Heimatschutz“ – unter diesem, nach einem harmlosen ökologischen und nachhaltigen Lebensstil klingenden Slogan, firmiert die rechtsextreme Öko-Bewegung, zu der die „Völkischen SiedlerInnen“ zählen. Dass diese nicht einfach als konservative Öko-Bauern in altmodischen Kleidern zu betrachten sind, sondern antisemitische und rassistische Einstellungen teilen, wird mit einem Blick auf ihr historisches Erbe und ihre „Blut und Boden“-Ideologie deutlich.

Dies führt Glauser-Preisträger Marc-Oliver Bischoff mit seinem Krimi „Die Sippe“ eindringlich vor Augen:

Auf der Suche nach ihrer verschwundenen Schwester landet Katharina Hoffmann in dem idyllischen Dörfchen Grantzow in Mecklenburg-Vorpommern. Die Mädchen mit geflochtenen Zöpfen und Jungen in Kniebundhosen, die Schmiede und die Holzmanufaktur, wirken wie aus der Zeit gefallen… Je mehr Zeit die Protagonistin mit den DorfbewohnerInnen verbringt, desto stärker tritt deren rassistische, antisemitische und von Verschwörungsmythen geprägte Weltsicht zu Tage, die sich im Ziel des gewaltsamen Systemumsturzes manifestiert…

Im Anschluss an die Lesung diskutieren der Autor und Marius Hellwig, Referent für „Völkische SiedlerInnen“ im ländlichen Raum der Amadeu Antonio Stiftung, mit Ihnen über die reale Gefahr völkischer Siedlungen in Deutschland. Denn obwohl Völkische Siedlungen weitestgehend unbeachtet sind, wächst die Zahl von Siedlungen und Höfen in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und an anderen Orten im Bundesgebiet. Was kann eine demokratische und offene Zivilgesellschaft diesen rechtsextremen Raumergreifungen in den ländlichen Regionen entgegensetzen?

WICHTIG: Wir bitten Sie, sich unter marius.hellwig@amadeu-antonio-stiftung.de für die Veranstaltung anzumelden. Eine Teilnahme ohne Anmeldung ist nicht möglich.

Marc-Oliver Bischoff: Die Sippe

grafit, 2016

320 Seiten

12 Euro

Hinweise

Homepage von Marc-Oliver Bischoff

Krimi-Couch über Marc-Oliver Bischoff


Die Bafta-Gewinner 2017

Februar 12, 2017

Vor wenigen Minuten wurden die Baftas vergeben. Natürlich mit vielen Trophäen für „La La Land“ (hier meine Tipps):

Film

La La Land (WINNER)

Arrival

I, Daniel Blake

Manchester By the Sea

Moonlight

Best Actress

Emma Stone – La La Land (WINNER)

Amy Adams – Arrival

Emily Blunt – The Girl on the Train

Meryl Streep – Florence Foster Jenkins

Natalie Portman – Jackie

Director

Damien Chazelle – La La Land (WINNER)

Denis Villeneuve – Arrival

Ken Loach – I, Daniel Blake

Kenneth Lonergan – Manchester By The Sea

Tom Ford – Nocturnal Animals

Best Actor

Casey Affleck – Manchester by the Sea (WINNER)

Andrew Garfield – Hacksaw Ridge

Jake Gyllenhaal – Nocturnal Animals

Ryan Gosling – La La Land

Viggo Mortensen – Captain Fantastic

Cinematography

Linus Sandgren – La La Land (WINNER)

Bradford Young – Arrival

Giles Nuttgens – Hell or High Water

Greig Fraser – Lion

Seamus McGarvey – Nocturnal Animals

Original Screenplay

Kenneth Lonergan – Manchester by the Sea (WINNER)

Taylor Sheridan – Hell or High Water

Paul Laverty – I, Daniel Blake

Damien Chazelle – La La Land

Barry Jenkins – Moonlight

Supporting Actor

Dev Patel – Lion (WINNER – da ich den Film nicht gesehen habe…)

Aaron Taylor-Johnson – Nocturnal Animals

Hugh Grant – Florence Foster Jenkins

Jeff Bridges – Hell or High Water

Mahershala Ali – Moonlight

Outstanding Debut By A British Writer, Director or Producer in 2017

Under the Shadow – Babak Anvari (Writer/Director), Emily Leo, Oliver Roskill, Lucan Toh (Producers) (WINNER)

The Girl With All the Gifts – Mike Carey (Writer), Camille Gatin (Producer)

The Hard Stop – George Amponsah (Writer/Director/Producer), Dionne Walker (Writer/Producer)

Notes on Blindness – Peter Middleton (Writer/Director/Producer), James Spinney (Writer/Director), Jo-Jo Ellison (Producer)

The Pass – John Donnelly (Writer), Ben A. Williams (Director)

Special Visual Effects

Robert Legato, Dan Lemmon, Andrew R. Jones, Adam Valdez – The Jungle Book (WINNER)

Louis Morin – Arrival

Richard Bluff, Stephane Ceretti, Paul Corbould, Jonathan Fawkner – Doctor Strange

Tim Burke, Pablo Grillo, Christian Manz, David Watkins – Fantastic Beasts and Where to Find Them

Neil Corbould, Hal Hickel, Mohen Leo, John Knoll, Nigel Sumner – Rogue One: A Star Wars Story

Animated Film

Kubo and the Two Strings – Travis Knight (WINNER – da ich den Film nicht gesehen habe…)

Zootopia – Byron Howard, Rich Moore

Finding Dory – Andrew Stanton

Moana – Ron Clements, John Musker

Supporting Actress

Viola Davis – Fences (WINNER – inzwischen gesehen und Viola Davis ist verdammt gut)

Hayley Squires – I, Daniel Blake

Michelle Williams – Manchester by the Sea

Naomie Harris – Moonlight

Nicole Kidman – Lion

Adapted Screenplay

Luke Davies – Lion (WINNER)

Eric Heisserer – Arrival

Robert Schenkkan, Andrew Knight – Hacksaw Ridge

Theodore Melfi, Allison Schroeder – Hidden Figures

Tom Ford – Nocturnal Animals

Film Not in the English Language

Son of Saul – László Nemes, Gábor Sipos (WINNER)

Dheepan – Jacques Audiard, Pascal Caucheteux

Julieta – Pedro Almodóvar

Mustang – Deniz Gamze Ergüven, Charles Gillibert

Toni Erdmann – Maren Ade, Janine Jackowski

Documentary

13th – Ava DuVernay (WINNER)

The Beatles: Eight Days A Week – The Touring Years Ron Howard

The Eagle Huntress – Otto Bell, Stacey Reiss

Notes on Blindness – Peter Middleton, James Spinney

Weiner – Josh Kriegman, Elyse Steinberg

Production Design

Stuart Craig, Anna Pinnock – Fantastic Beasts and Where to Find Them (WINNER)

John Bush, Charles Wood – Doctor Strange

Jess Gonchor, Nancy Haigh – Hail, Caesar!

Sandy Reynolds-Wasco, David Wasco – La La Land

Shane Valentino, Meg Everist – Nocturnal Animals

Editing

John Gilbert – Hacksaw Ridge (WINNER – da ich den Film nicht gesehen habe…)

Joe Walker – Arrival

Tom Cross – La La Land

Jennifer Lame – Manchester By the Sea

Joan Sobel – Nocturnal Animals

Costume Design

Madeline Fontaine – Jackie (WINNER – die Kostüme sind wirklich hübsch)

Joanna Johnston – Allied

Colleen Atwood – Fantastic Beasts and Where to Find Them

Consolata Boyle – Florence Foster Jenkins

Mary Zophres – La La Land

Sound

Claude La Haye, Bernard Gariépy Strobl, Sylvain Bellemare – Arrival (WINNER)

Mike Prestwood Smith, Dror Mohar, Wylie Stateman, David Wyman – Deepwater Horizon

Niv Adiri, Glenn Freemantle, Simon Hayes, Andy Nelson, Ian Tapp – Fantastic Beasts and Where to Find Them

Peter Grace, Robert Mackenzie, Kevin O’Connell, Andy Wright – Hacksaw Ridge

Mildred Iatrou Morgan, Ai-Ling Lee, Steve A. Morrow, Andy Nelson – La La Land

Original Music

Justin Hurwitz – La La Land (WINNER)

Jóhann Jóhannsson – Arrival

Mica Levi – Jackie

Dustin O’Halloran, Hauschka – Lion

Abel Korzeniowski – Nocturnal Animals

Make-Up and Hair

J. Roy Helland, Daniel Phillips – Florence Foster Jenkins (WINNER)

Jeremy Woodhead – Doctor Strange

Shane Thomas – Hacksaw Ridge

Donald Mowat, Yolanda Toussieng – Nocturnal Animals

Nominees tbc – Rogue One: A Star Wars Story

Outstanding British Film in 2017

I, Daniel Blake – Ken Loach, Rebecca O’Brien, Paul Laverty (WINNER)

American Honey – Andrea Arnold, Lars Knudsen, Pouya Shahbazian, Jay Van Hoy

Denial – Mick Jackson, Gary Foster, Russ Krasnoff, David Hare

Fantastic Beasts and Where to Find Them – David Yates, J.K. Rowling, David Heyman, Steve Kloves, Lionel Wigram

Notes on Blindness – Peter Middleton, James Spinney, Mike Brett, Jo-Jo Ellison, Steve Jamison

Under the Shadow – Babak Anvari, Emily Leo, Oliver Roskill, Lucan Toh

(via The Hollywood Reporter)


SNL: Melissa McCarthy spielt Sean Spicer – wieder

Februar 12, 2017

Als ich letzte Woche Melissa McCarthys – zu Recht! – abgefeierte Sean-Spicer-Pressekonferenz bei Saturday Night Live (SNL) sah musste ich lauthals lachen:

Bei jedem Sehen gewann ihre Performance und ich fragte mich, wie das gesteigert werden könnte.

Nun, so parodierte sie gestern in einem noch gemeinerem Auftritt den Pressesprecher des Weißen Hauses:

(wegen Geoblocking nicht von SNL, aber dafür mit fast dem gesamten Auftritt von dem echten, echten Donald Trump).


Die Krimibestenliste Februar 2017

Februar 10, 2017

In der aktuellen Krimibestenliste (früher KrimiZeit-Bestenliste) der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Deutschlandradio Kultur empfehlen die Damen und Herren Krimikritiker folgende Werke:

1. Tana French – Gefrorener Schrei (Platzierung im Vormonat: 4)

2. Jerome Charyn – Winterwarnung (Platzierung im Vormonat: /)

3. Paul Mendelson – Die Straße ins Dunkel (Platzierung im Vormonat: /)

4. Liza Cody – Miss Terry (Platzierung im Vormonat 2)

5. André Pilz – Der anatolische Panther (Platzierung im Vormonat: /)

6. Bernhard Aichner – Totenrausch (Platzierung im Vormonat: /)

7. Patrick McGinley – Bogmail (Platzierung im Vormonat: 1)

8. Joe Ide – IQ (Platzierung im Vormonat: 6)

9. Mark Douglas-Home – Sea Detective (Platzierung im Vormonat: /)

10. Les Edgerton – Der Vergewaltiger (Platzierung im Vormonat: /)

So viele Neueinsteiger und ich war die vergangenen Tage mit „Timm Thaler“, „Hidden Figures“ und Peter Handke beschäftigt. Und lese jetzt, aus aktuellem Anlass, als Ausgleich zu den Tageszeitungen, Barack Obamas Redensammlung „Worte müssen etwas bedeuten“ (Suhrkamp, schlappe zehn Euro).


Die Oscar-Nominierungen 2017

Januar 24, 2017

Jetzt sind die Nominierungen für die diesjährigen Oscars draußen und, wenig überraschend, führt „La La Land“ das Feld der Nominierungen mit 14 Nominierungen an. „Arrival“ und „Moonlight“ folgen mit jeweils acht Nominierungen. Etliche weitere gute Bekannte sind dabei. Auch „Toni Erdmann“ mit einer Nominierung als bester ausländischer Film. Einige Filme sind noch nicht bei uns angelaufen, aber bis auf „Loving“ (derzeit ohne Starttermin), laufen die Spielfilme alle in den kommenden Wochen bei uns an.

Die Oscars werden am Sonntag, den 26. Februar, mit viel La La verliehen.

Hier die vollständige Liste der Nominierungen:

Best Picture

Arrival (Produced by Shawn Levy, Dan Levine, Aaron Ryder and David Linde)

Fences (Produced by Scott Rudin, Denzel Washington and Todd Black)

Hacksaw Ridge (Produced by Bill Mechanic and David Permut)

Hell or High Water (Produced by Carla Hacken and Julie Yorn)

Hidden Figures (Produced by Donna Gigliotti, Peter Chernin, Jenno Topping, Pharrell Williams and Theodore Melfi)

La La Land (Produced by Fred Berger, Jordan Horowitz and Marc Platt)

Lion (Produced by Emile Sherman, Iain Canning and Angie Fielder)

Manchester by the Sea (Produced by Matt Damon, Kimberly Steward, Chris Moore, Lauren Beck and Kevin J. Walsh)

Moonlight (Produced by Adele Romanski, Dede Gardner and Jeremy Kleiner)

Best Director

Denis Villeneuve (Arrival)

Mel Gibson (Hacksaw Ridge)

Damien Chazelle (La La Land)

Kenneth Lonergan (Manchester by the Sea)

Barry Jenkins (Moonlight)

Best Actor

Casey Affleck (Manchester by the Sea)

Andrew Garfield (Hacksaw Ridge)

Ryan Gosling (La La Land)

Viggo Mortensen (Captain Fantastic)

Denzel Washington (Fences)

Best Actress

Isabelle Huppert (Elle)

Ruth Negga (Loving)

Natalie Portman (Jackie)

Emma Stone (La La Land)

Meryl Streep (Florence Foster Jenkins)

Best Supporting Actor

Mahershala Ali (Moonlight)

Jeff Bridges (Hell or High Water)

Lucas Hedges (Manchester by the Sea)

Dev Patel (Lion)

Michael Shannon (Nocturnal Animals)

Best Supporting Actress

Viola Davis (Fences)

Naomie Harris (Moonlight)

Nicole Kidman (Lion)

Octavia Spencer (Hidden Figures)

Michelle Williams (Manchester by the Sea)

Best Adapted Screenplay

Arrival (Eric Heisserer)

Fences (August Wilson)

Hidden Figures (Allison Schroeder, Theodore Melfi)

Lion (Luke Davies)

Moonlight (Barry Jenkins; Story by Tarell Alvin McCraney)

Best Original Screenplay

Hell or High Water (Taylor Sheridan)

La La Land (Damien Chazelle)

The Lobster (Yorgos Lanthimos, Efthymis Filippou)

Manchester by the Sea (Kenneth Lonergan)

20th Century Women (Mike Mills)

Best Animated Feature

Kubo and the Two Strings (Travis Knight and Arianne Sutner)

Moana (John Musker, Ron Clements and Osnat Shurer)

My Life as a Zucchini (Claude Barras and Max Karli)

The Red Turtle (Michael Dudok de Wit and Toshio Suzuki)

Zootopia (Byron Howard, Rich Moore and Clark Spencer)

Best Documentary Feature

Fire at Sea (Gianfranco Rosi and Donatella Palermo)

I Am Not Your Negro (Raoul Peck, Remi Grellety and Hebert Peck)

Life, Animated (Roger Ross Williams and Julie Goldman)

O.J.: Made in America (Ezra Edelman and Caroline Waterlow)

13th (Ava DuVernay, Spencer Averick and Howard Barish)

Best Foreign-Language Film

Land of Mine (Denmark)

A Man Called Ove (Sweden)

The Salesman (Iran)

Tanna (Australia)

Toni Erdmann (Germany)

Best Cinematography

Arrival (Bradford Young)

La La Land (Linus Sandgren)

Lion (Greig Fraser)

Moonlight (James Laxton)

Silence (Rodrigo Prieto)

Best Film Editing

Arrival (Joe Walker)

Hacksaw Ridge (John Gilbert)

Hell or High Water (Jake Roberts)

La La Land (Tom Cross)

Moonlight (Joi McMillon, Nat Sanders)

Best Costume Design

Allied (Joanna Johnston)

Fantastic Beasts and Where to Find Them (Colleen Atwood)

Florence Foster Jenkins (Consolata Boyle)

Jackie (Madeline Fontaine)

La La Land (Mary Zophres)

Best Makeup & Hairstyling

A Man Called Ove (Eva von Bahr and Love Larson)

Star Trek Beyond (Joel Harlow and Richard Alonzo)

Suicide Squad (Alessandro Bertolazzi, Giorgio Gregorini and Christopher Nelson)

Best Original Score

Jackie (Mica Levi)

La La Land (Justin Hurwitz)

Lion (Dustin O’Halloran and Hauschka)

Moonlight (Nicholas Britell)

Passengers (Thomas Newman)

Best Original Song

„Audition (The Fools Who Dream),“ from La La Land (Music by Justin Hurwitz, lyrics by Benj Pasek and Justin Paul)

„Can’t Stop the Feeling,“ from Trolls (Music and lyrics by Justin Timberlake, Max Martin and Karl Johan Schuster)

„City of Stars,“ from La La Land (Music by Justin Hurwitz, lyrics by Benj Pasek and Justin Paul)

„The Empty Chair,“ from Jim: The James Foley Story (Music and lyrics by J. Ralph and Sting)

„How Far I’ll Go,“ from Moana (Music and lyrics by Lin-Manuel Miranda)

Best Production Design

Arrival (Production design: Patrice Vermette; Set decoration: Paul Hotte)

Fantastic Beasts and Where to Find Them (Production design: Stuart Craig; Set decoration: Anna Pinnock)

Hail, Caesar! (Production design: Jess Gonchor; Set decoration: Nancy Haigh)

La La Land (Production design: David Wasco; Set decoration: Sandy Reynolds-Wasco)

Passengers (Production design: Guy Hendrix Dyas; Set decoration: Gene Serdena)

Best Sound Editing

Arrival (Sylvain Bellemare)

Deepwater Horizon (Wylie Stateman and Renée Tondelli)

Hacksaw Ridge (Robert Mackenzie and Andy Wright)

La La Land (Ai-Ling Lee and Mildred Iatrou Morgan)

Sully (Alan Robert Murray and Bub Asman)

Best Sound Mixing

Arrival (Bernard Gariepy Strobl and Claude La Haye)

Hacksaw Ridge (Kevin O’Connell, Andy Wright, Robert Mackenzie and Peter Grace)

La La Land (Andy Nelson, Ai-Ling Lee and Steve A. Morrow)

Rogue One: A Star Wars Story (David Parker, Christopher Scarabosio and Stuart Wilson)

13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi (Greg P. Russell, Gary Summers, Jeffrey J. Haboush and Mac Ruth)

Best Visual Effects

Deepwater Horizon (Craig Hammack, Jason Snell, Jason Billington and Burt Dalton)

Doctor Strange (Stephane Ceretti, Richard Bluff, Vincent Cirelli and Paul Corbould)

The Jungle Book (Robert Legato, Adam Valdez, Andrew R. Jones and Dan Lemmon)

Kubo and the Two Strings (Steve Emerson, Oliver Jones, Brian McLean and Brad Schiff)

Rogue One: A Star Wars Story (John Knoll, Mohen Leo, Hal Hickel and Neil Corbould)

Best Animated Short

Blind Vaysha (Theodore Ushev)

Borrowed Time (Andrew Coats and Lou Hamou-Lhadj)

Pear Cider and Cigarettes (Robert Valley and Cara Speller)

Pearl (Patrick Osborne)

Piper (Alan Barillaro and Marc Sondheimer)

Best Documentary Short

Extremis (Dan Krauss)

4.1 Miles (Daphne Matziaraki)

Joe’s Violin (Kahane Cooperman and Raphaela Neihausen)

Watani: My Homeland (Marcel Mettelsiefen and Stephen Ellis)

The White Helmets (Orlando von Einsiedel and Joanna Natasegara)

Best Live-Action Short

Ennemis Interieurs (Selim Azzazi)

La Femme et le TGV (Timo von Gunten and Giacun Caduff)

Silent Nights (Aske Bang and Kim Magnusson)

Sing (Kristof Deak and Anna Udvardy)

Timecode (Juanjo Gimenez)

(via The Hollywood Reporter)


Die Razzie-Nominierungen 2017

Januar 23, 2017

Seit weit büer dreißig Jahren („Trau keinem über 30!“) werden die Razzies, die Oscars für die schlechtesten Hollywood-Leistungen vergeben, und inzwischen ist das Schlachtfest schon eine Tradition mit fast schon erwartbaren Ergebnissen. Schließlich ist nicht jeder filmische Mist Razzie-würdig.

(Die Oscar-Nominierungen gibt es in einigen Stunden.)

Jedenfalls gibt es hier die Pressemitteilung, ergänzt um meine Anmerkungen (in Klammern)

FOR IMMEDIATE RELEASE

2016: A Year of Movies SO Bad The Razzies®
Had to Expand to Six Nominees Per Category!

Zoolander No. 2 and Batman v Superman
lead the Pack with Most Nominations

The crop of cinematic crap in 2016 was so extensive that this year’s 37th Annual Razzie® Awards is expanding from 5 nominees to an unprecedented 6 contenders in each of its 9 Worst Achievement in Film categories.

Leading this year’s list of movie-misfires are the 15-years-too-late sequel Zoolander No. 2 and   the WTF comic book battle-royale Batman v Superman. Each is up for both Worst Picture and Worst Prequel, Remake, Rip-Off or Sequel. Other Worst Picture nominees include Dirty Grandpa, Gods of Egypt, Hillary’s America and Independence Day: Resurgence. Acting contenders include Ben Affleck, Johnny Depp, Julia Roberts and Robert de Niro. A complete list of this year’s nominees is included with this press release and at razzies.com.

Our nomination announcement will be available at Razzie Channel after 5:30am/PST Monday. “Winners” of this year’s tackiest Tinsel Town trophy will be revealed on Saturday, February 25 – the now traditional day before the 89th Annual Giving Out of the Little Gold Naked Men.

Voting Razzie Members (1,014 from 49 US States and 24 countries) selected contenders in 8 of our 9 categories.  For Worst Screen Combo, we partnered again with Rotten Tomatoes where tens of thousands of users picked the nominees.

For more info:

Razzies.com

RazzieChannel

Razzie Facebook

Razzie Twitter

To interview with Head RAZZberry John Wilson, please e-mail:  JohnW@razzies.com

©2017, The Golden Raspberry (RAZZIE®) Awards LLC

WORST PICTURE

Batman v Superman: Dawn of Justice

Dirty Grandpa

Gods of Egypt

Hillary’s America: The Secret History of the Democratic Party

Independence Day: Resurgence

Zoolander No. 2

(ANMERKUNG: ich kenne zwar nicht alle Filme, „Hillary’s America“ lief auch nicht in Deutschland, aber die Filme sind Razzie-würdig.)

WORST ACTOR

Ben Affleck / Batman v Superman: Dawn of Justice

Gerard Butler / Gods of Egypt & London Has Fallen

Henry Cavill / Batman v Superman: Dawn of Justice

Robert  de Niro / Dirty Grandpa

Dinesh D’Souza [as Himself] Hillary’s America: The Secret History of the Democratic Party

Ben Stiller / Zoolander No. 2

(ANMERKUNG: Einspruch bei den Herren Affleck und Cavill. Affleck war mit das beste an der filmischen Gurke. Und mit welch beseelt-blasiertem Gesichtausdruck Cavill Superman spielte, hatte schon eine einsame Größe.)

WORST ACTRESS

Megan Fox / Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows

Tyler Perry / BOO! A Medea Halloween

Julia Roberts / Mother’s Day

Becky Turner [as Hillary Clinton]  Hillary’s America: The Secret History of the Democratic Party

Naomi Watts / Divergent Series: Allegiant & Shut-In

Shailene Woodley / Divergent Series: Allegiant

(ANMERKUNG: Hat Megan Fox gespielt, oder war sie nicht einfach nur anwesend? Und warum hat „Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows“ keine Nominierung als schlechtester Film erhalten?)

WORST SUPPORTING ACTRESS

Julianne Hough / Dirty Grandpa

Kate Hudson / Mother’s Day

Aubrey Plaza / Dirty Grandpa

Jane Seymour / Fifty Shades of Black

Sela Ward / Independence Day: Resurgence

Kristen Wiig / Zoolander No. 2

WORST SUPPORTING ACTOR

Nicolas Cage / Snowden  (ANMERKUNG: ??? Oder ist das einfach die jährliche Cage-Nennung?)

Johnny Depp / Alice Through the Looking Glass

Will Ferrell / Zoolander No. 2

Jesse Eisenberg / Batman v Superman: Dawn of Justice

Jared Leto / Suicide Squad

Owen Wilson / Zoolander No. 2

WORST SCREEN COMBO

Ben Affleck & His BFF (Baddest Foe Forever) Henry Cavill / Batman v Superman: Dawn of Justice

Any 2 Egyptian Gods or Mortals / Gods of Egypt

Johnny Depp & His Vomitously Vibrant Costume / Alice Through the Looking Glass

The Entire Cast of Once Respected Actors / Collateral Beauty

Tyler Perry & That Same Old Worn Out Wig / BOO! A Medea Halloween

Ben Stiller and His BFF (Barely Funny Friend) Owen Wilson / Zoolander No. 2

WORST DIRECTOR

Dinesh D’Souza and Bruce Schooley / Hillary’s America: The Secret History of the Democratic Party

Roland Emmerich / Independence Day: Resurgence

Tyler Perry / BOO! A Medea Halloween

Alex Proyas / Gods of Egypt

Zack Snyder / Batman v Superman: Dawn of Justice

Ben Stiller / Zoolander  No. 2

WORST PREQUEL, REMAKE, RIP-OFF  or SEQUEL

Alice Through the Looking Glass

Batman v Superman: Dawn of Justice: Dawn of Justice

Fifty Shades of Black

Independence Day: Resurgence

Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows

Zoolander No. 2

(ANMERKUNG: Immerhin hier werden die TMNT erwähnt. Starke Konkurrenz.)
WORST SCREENPLAY

Batman v Superman: Dawn of Justice

Dirty Grandpa

Gods of Egypt

Hillary’s America: The Secret History of the Democratic Party

Independence Day: Resurgence

Suicide Squad

(ANMERKUNG: davon ausgehend, dass es bei den Filmen überhaupt ein Drehbuch gab.)

NOMINATIONS PER PICTURE: 

Zoolander No. 2 = 9

Batman v Superman: Dawn of Justice = 8

Dirty Grandpa = 6

Gods of Egypt = 5

Hillary’s America = 5

Independence Day: Resurgence = 5

Alice Through the Looking Glass = 3

©2017, The Golden Raspberry (RAZZIE®) Awards LLC

 


Deutscher Krimi Preis 2017 vergeben

Januar 21, 2017

Wie in den vergangenen Jahren hat eine 24-köpfige Jury (davon sieben Frauen) aus Krimi-Kritikern, Literaturwissenschaftlern und Krimi-Buchhändlern, den inzwischen 33. Deutschen Krimipreis (kurz DKP) ohne großes Tamtam in zwei Kategorien vergeben:

National

1. Platz: Max Annas: Die Mauer (Rowohlt)

2. Platz: Simone Buchholz: Blaue Nacht (Suhrkamp)

3. Platz: Franz Dobler: Ein Schlag ins Gesicht (Tropen)

International

1. Platz: Donald Ray Pollock: Die himmlische Tafel (The Heavenly Table) (Liebeskind)

2. Platz: Liza Cody: Miss Terry (Miss Terry) (Ariadne bei Argument)

3. Platz: Garry Disher: Bitter Wash Road (Bitter Wash Road) (Unionsverlag)

Wie immer: einen herzlichen Glückwunsch an die vier Gewinner und die zwei Gewinnerinnen.

Wer in den letzten Monaten die KrimiZeit-Bestenliste und die Besprechungen verfolgte, dürfte nicht überrascht sein. Auch wenn einige alte Lieblinge (wie Friedrich Ani, Ken Bruen, James Lee Burke, Joe R. Lansdale, Philip Kerr, Lee Child, Don Winslow [okay, sein letzter neuer Roman war auch nicht preiswürdig] und Horst Eckert [der bei den Krimi-Kritikern eh einen seltsam schweren Stand hat]), trotz neuer Romane, nicht erwähnt werden.


Die Bafta-Nominierungen 2017 im La La Land

Januar 11, 2017

Die British Academy of Film and Television Arts hat ihre Bafta-Nominierungen veröffentlicht und beim schnellen Überfliegen sind sie überraschend überraschungsfrei. Viele gute Filme, die schon von den Golden Globes bekannt sind und uns sicher bei den Oscars wieder begegnen werden. „La La Land“ hat mit elf Nominierungen die meisten Nominierungen erhalten, „Arrival“ und „Nocturnal Animals“ folgen mit jeweils neun Nominierungen und unser „Toni Erdmann“ ist auch dabei.

Die Preisverleihung ist am 12. Februar in London in der Royal Albert Hall.

Hier die Nominierungen mit meinen Tipps (in Erfüllung der ersten Lektion aus dem Ratgeber „Tausendundeine Möglichkeit, sich zu blamieren“; nicht gesehene Filme sind als „ng“ gekennzeichnet):

Film

La La Land

Arrival (Gewinner, obwohl „La La Land“ den Preis erhält)

I, Daniel Blake

Manchester By the Sea

Moonlight

Best Actress

Amy Adams – Arrival

Emily Blunt – The Girl on the Train

Emma Stone – La La Land

Meryl Streep – Florence Foster Jenkins (Gewinner)

Natalie Portman – Jackie (ng, aber in einigen Stunden und dann…)

Best Actor

Andrew Garfield – Hacksaw Ridge (ng)

Casey Affleck – Manchester by the Sea (Gewinner)

Jake Gyllenhaal – Nocturnal Animals

Ryan Gosling – La La Land

Viggo Mortensen – Captain Fantastic

Supporting Actress

Hayley Squires – I, Daniel Blake

Michelle Williams – Manchester by the Sea (Gewinner)

Naomie Harris – Moonlight

Nicole Kidman – Lion (ng)

Viola Davis – Fences (ng, aber sehr gespannt)

Supporting Actor

Aaron Taylor-Johnson – Nocturnal Animals

Dev Patel – Lion (ng)

Hugh Grant – Florence Foster Jenkins (Gewinner, obwohl Jeff Bridges auch genial ist)

Jeff Bridges – Hell or High Water

Mahershala Ali – Moonlight

Outstanding British Film in 2017

American Honey – Andrea Arnold, Lars Knudsen, Pouya Shahbazian, Jay Van Hoy (Gewinner; – den habe ich auch auf meiner unvollendeten „die besten Filme des Jahres 2016“-Liste)

Denial – Mick Jackson, Gary Foster, Russ Krasnoff, David Hare (ng)

Fantastic Beasts and Where to Find Them – David Yates, J.K. Rowling, David Heyman, Steve Kloves, Lionel Wigram (ng)

I, Daniel Blake – Ken Loach, Rebecca O’Brien, Paul Laverty

Notes on Blindness – Peter Middleton, James Spinney, Mike Brett, Jo-Jo Ellison, Steve Jamison (ng)

Under the Shadow – Babak Anvari, Emily Leo, Oliver Roskill, Lucan Toh (ng)

Film Not in the English Language

Dheepan – Jacques Audiard, Pascal Caucheteux (ng)

Julieta – Pedro Almodóvar (Gewinner)

Mustang – Deniz Gamze Ergüven, Charles Gillibert (ng)

Son of Saul – László Nemes, Gábor Sipos

Toni Erdmann – Maren Ade, Janine Jackowski

Documentary (alle „ng“, daher kein „Gewinner“)

13th – Ava DuVernay

The Beatles: Eight Days A Week – The Touring Years Ron Howard

The Eagle Huntress – Otto Bell, Stacey Reiss

Notes on Blindness – Peter Middleton, James Spinney

Weiner – Josh Kriegman, Elyse Steinberg

Animated Film

Finding Dory – Andrew Stanton

Kubo and the Two Strings – Travis Knight (ng)

Moana – Ron Clements, John Musker

Zootopia – Byron Howard, Rich Moore (Gewinner)

Director

Denis Villeneuve – Arrival (Gewinner, obwohl hier wieder der LaLa-Effekt zuschlagen wird)

Ken Loach – I, Daniel Blake

Damien Chazelle – La La Land

Kenneth Lonergan – Manchester By The Sea

Tom Ford – Nocturnal Animals

Cinematography

Bradford Young – Arrival

Giles Nuttgens – Hell or High Water (Gewinner, weil ein Neo-Western; insgesamt sind alle Filme gut fotografiert; am Ende wird’s natürlich „La La Land“)

Linus Sandgren – La La Land

Greig Fraser – Lion (ng)

Seamus McGarvey – Nocturnal Animals

Outstanding Debut By A British Writer, Director or Producer in 2017 (kein Gewinner, weil zu viele „ng“s, die aber sehr sehenswert sein sollen)

The Girl With All the Gifts – Mike Carey (Writer), Camille Gatin (Producer)

The Hard Stop – George Amponsah (Writer/Director/Producer), Dionne Walker (Writer/Producer) (ng)

Notes on Blindness – Peter Middleton (Writer/Director/Producer), James Spinney (Writer/Director), Jo-Jo Ellison (Producer) (ng)

The Pass – John Donnelly (Writer), Ben A. Williams (Director) (ng)

Under the Shadow – Babak Anvari (Writer/Director), Emily Leo, Oliver Roskill, Lucan Toh (Producers) (ng)

Original Screenplay

Taylor Sheridan – Hell or High Water

Paul Laverty – I, Daniel Blake

Damien Chazelle – La La Land

Kenneth Lonergan – Manchester by the Sean (Gewinner)

Barry Jenkins – Moonlight

Adapted Screenplay

Eric Heisserer – Arrival (Gewinner, knapp vor „Hidden Figures“)

Robert Schenkkan, Andrew Knight – Hacksaw Ridge (ng)

Theodore Melfi, Allison Schroeder – Hidden Figures

Luke Davies – Lion (ng)

Tom Ford – Nocturnal Animals

Editing

Joe Walker – Arrival

John Gilbert – Hacksaw Ridge (ng)

Tom Cross – La La Land

Jennifer Lame – Manchester By the Sea

Joan Sobel – Nocturnal Animals (Gewinner, weil wir bei den drei Zeitebenen niemals den Überblick verlieren; natürlich kriegt „La La Land“ den Preis – und ich mit meinen so geteilten Stimmabgaben natürlich schamlos schummele)

Production Design

John Bush, Charles Wood – Doctor Strange

Stuart Craig, Anna Pinnock – Fantastic Beasts and Where to Find Them (ng)

Jess Gonchor, Nancy Haigh – Hail, Caesar! (Gewinner)

Sandy Reynolds-Wasco, David Wasco – La La Land

Shane Valentino, Meg Everist – Nocturnal Animals

Costume Design

Joanna Johnston – Allied (Gewinner)

Colleen Atwood – Fantastic Beasts and Where to Find Them (ng)

Consolata Boyle – Florence Foster Jenkins

Madeline Fontaine – Jackie (ng)

Mary Zophres – La La Land

Make-Up and Hair

Jeremy Woodhead – Doctor Strange

J. Roy Helland, Daniel Phillips – Florence Foster Jenkins (puh, Gewinner)

Shane Thomas – Hacksaw Ridge (ng)

Donald Mowat, Yolanda Toussieng – Nocturnal Animals

Nominees tbc – Rogue One: A Star Wars Story

Sound (liegt natürlich auch am Kino)

Claude La Haye, Bernard Gariépy Strobl, Sylvain Bellemare – Arrival (Gewinner)

Mike Prestwood Smith, Dror Mohar, Wylie Stateman, David Wyman – Deepwater Horizon

Niv Adiri, Glenn Freemantle, Simon Hayes, Andy Nelson, Ian Tapp – Fantastic Beasts and Where to Find Them (ng)

Peter Grace, Robert Mackenzie, Kevin O’Connell, Andy Wright – Hacksaw Ridge (ng)

Mildred Iatrou Morgan, Ai-Ling Lee, Steve A. Morrow, Andy Nelson – La La Land

Special Visual Effects

Louis Morin – Arrival (Gewinner, gerade weil sie nicht auffallen, während die anderen Filme doch in Spezialeffekten versinken und man „The Jungle Book“ auch einen Animationsfilm nennen könnte)

Richard Bluff, Stephane Ceretti, Paul Corbould, Jonathan Fawkner – Doctor Strange

Tim Burke, Pablo Grillo, Christian Manz, David Watkins – Fantastic Beasts and Where to Find Them (ng)

Robert Legato, Dan Lemmon, Andrew R. Jones, Adam Valdez – The Jungle Book

Neil Corbould, Hal Hickel, Mohen Leo, John Knoll, Nigel Sumner – Rogue One: A Star Wars Story

(via The Hollywood Reporter)


Deutscher Filmpreis 2017 – die Vorauswahl

Januar 9, 2017

Die Vorauswahl für den diesjährigen Deutschen Filmpreis steht fest und, auch wenn noch nicht alle Filme im Kino angelaufen sind, überrascht sie nicht.

Toni Erdmann“ ist dabei und nachdem beim Cannes-Filmfestival die deutschen Filmkritiker dem Film am liebsten alle möglichen und unmöglichen Preise gegeben hätten, ist er natürlich der heiße Favorit.

Ich bevorzuge dann einmal „Tschick“ – und lasse mich von den weiteren Auswahlrunden überraschen.


Die Golden Globes 2017 – die Nominierten, die Gewinner und einige Anmerkungen dazu

Januar 9, 2017

Bevor ich gleich noch etwas zu Meryl Streeps bewegender und treffender Rede, die in den USA schon für heftige Reaktionen und Diskussionen sorgt, hier zuerst einmal die vollständige Liste der Golden-Globe-Nominierten und -Gewinner:

Best Motion Picture – Drama

Moonlight (WINNER)

Hacksaw Ridge

Hell or High Water

Lion

Manchester by the Sea

Best Motion Picture – Musical or Comedy

La La Land (WINNER)

20th Century Women

Deadpool

Florence Foster Jenkins

Sing Street

Best Director – Motion Picture

Damien Chazelle – La La Land (WINNER)

Tom Ford – Nocturnal Animals

Mel Gibson – Hacksaw Ridge

Barry Jenkins – Moonlight

Kenneth Lonergan – Manchester by the Sea

Best Performance by an Actor in a Motion Picture – Musical or Comedy

Ryan Gosling – La La Land (WINNER)

Colin Farrell – The Lobster

Hugh Grant – Florence Foster Jenkins

Jonah Hill – War Dogs

Ryan Reynolds – Deadpool

Best Performance by an Actress in a Motion Picture – Musical or Comedy

Emma Stone – La La Land (WINNER)

Annette Bening – 20th Century Women

Lily Collins – Rules Don’t Apply

Hailee Steinfeld – The Edge of Seventeen

Meryl Streep – Florence Foster Jenkins

Best Performance by an Actor in a Motion Picture – Drama

Casey Affleck – Manchester by the Sea
 (WINNER)

Joel Edgerton – Loving


Andrew Garfield – Hacksaw Ridge


Viggo Mortensen – Captain Fantastic


Denzel Washington – Fences

Best Performance by an Actress in a Motion Picture – Drama

Isabelle Huppert – Elle (WINNER)

Amy Adams – Arrival

Jessica Chastain – Miss Sloane

Ruth Negga – Loving

Natalie Portman – Jackie

Best Performance by an Actress in a Supporting Role in Any Motion Picture

Viola Davis – Fences (WINNER)

Naomie Harris – Moonlight

Nicole Kidman – Lion

Octavia Spencer – Hidden Figures

Michelle Williams – Manchester by the Sea

Best Performance by an Actor in a Supporting Role in Any Motion Picture

Aaron Taylor-Johnson – Nocturnal Animals (WINNER)

Mahershala Ali – Moonlight

Jeff Bridges – Hell or High Water

Simon Helberg – Florence Foster Jenkins

Dev Patel – Lion

Best Screenplay – Motion Picture

Damien Chazelle – La La Land (WINNER)

Tom Ford – Nocturnal Animals

Barry Jenkins – Moonlight

Kenneth Lonergan – Manchester by the Sea

Taylor Sheridan – Hell or High Water

Best Original Score – Motion Picture

Justin Hurwitz – La La Land (WINNER)

Nicholas Britell – Moonlight

Johann Johannsson – Arrival

Dustin O’Halloran, Hauschka – Lion

Hans Zimmer, Pharrell Williams, Benjamin Wallfisch – Hidden Figures

Best Original Song – Motion Picture

„City of Stars“ – La La Land (WINNER)

Music by Justin Hurwitz, lyrics by Benj Pasek and Justin Paul

„Can’t Stop the Feeling“ – Trolls

Music and lyrics by Justin Timberlake, Max Martin and Shellback

„Faith“ – Sing

Music and lyrics by Ryan Tedder, Stevie Wonder and Francis Farewell Starlite

„Gold“ – Gold

Music and lyrics by Brian Burton, Stephen Gaghan, Daniel Pemberton and Iggy Pop

„How Far I’ll Go“ – Moana

Music and lyrics by Lin-Manuel Miranda

Best Animated Feature Film

Zootopia (WINNER)

Kubo and the Two Strings

Moana

My Life as a Zucchini

Sing

Best Foreign-Language Film

Elle (France) (WINNER)

Divines (France)

Neruda (Chile)

The Salesman (Iran/France)

Toni Erdmann (Germany)

Best Television Series – Comedy or Musical

Atlanta (WINNER)

Black-ish

Mozart in the Jungle

Transparent

Veep

Best Television Series – Drama

The Crown (WINNER)

Game of Thrones

Stranger Things

This Is Us

Westworld

Best Performance by an Actor in a Television Series – Comedy or Musical

Donald Glover – Atlanta (WINNER)

Anthony Anderson – Black-ish

Gael Garcia Bernal – Mozart in the Jungle

Nick Nolte – Graves

Jeffrey Tambor – Transparent

Best Performance by an Actor in a Television Series – Drama

Billy Bob Thornton – Goliath (WINNER)

Rami Malek – Mr. Robot

Bob Odenkirk – Better Call Saul

Matthew Rhys – The Americans

Liev Schreiber – Ray Donovan

Best Performance by an Actress in a Television Series – Comedy or Musical

Tracee Ellis Ross – Black-ish (WINNER)

Rachel Bloom – Crazy Ex-Girlfriend

Julia Louis-Dreyfus – Veep

Sarah Jessica Parker – Divorce

Issa Rae – Insecure

Gina Rodriguez – Jane the Virgin

Best Performance by an Actress in a Television Series – Drama

Claire Foy – The Crown (WINNER)

Caitriona Balfe – Outlander

Keri Russell – The Americans

Winona Ryder – Stranger Things

Evan Rachel Wood – Westworld

Best Limited Series or Motion Picture Made for Television

The People v. O.J. Simpson (WINNER)

American Crime

The Dresser

Night Manager

The Night Of

Best Performance by an Actor in a Limited Series or Motion Picture Made for Television

Tom Hiddleston – The Night Manager (WINNER)

Riz Ahmed – The Night Of

Bryan Cranston – All the Way

John Turturro – The Night Of

Courtney B. Vance – The People v. O.J. Simpson

Best Performance by an Actress in a Limited Series or Motion Picture Made for Television

Sarah Paulson – The People v. O.J. Simpson (WINNER)

Felicity Huffman – American Crime

Riley Keough – The Girlfriend Experience

Charlotte Rampling – London Spy

Kerry Washington – Confirmation

Best Performance by an Actor in a Supporting Role in a Series, Limited Series or Motion Picture Made for Television

Hugh Laurie – The Night Manager (WINNER)

Sterling K. Brown – The People v. O.J. Simpson

John Lithgow – The Crown

Christian Slater – Mr. Robot

John Travolta – The People v. O.J. Simpson

Best Performance by an Actress in a Supporting Role in a Series, Limited Series or Motion Picture Made for Television

Olivia Colman – The Night Manager (WINNER)

Lena Headey – Game of Thrones

Chrissy Metz – This Is Us

Mandy Moore – This Is Us

Thandie Newton – Westworld

(via The Hollywood Reporter)

Zu den TV-Preisen kann ich nichts sagen, weil ich die meisten Serien nicht kenne und daher nicht beurteilen kann, ob „The Night Manager“ die Preise wirklich verdient hat. Olivia Colman hat ihn als hochschwangere Geheimagentin in jedem Fall verdient.

Der Preis für das beste Musical ging dieses Mal – endlich einmal – an ein Musical. „La La Land“ ist mit sieben Nominierungen nicht nur der große Abräumer der diesjährigen Golden Globes, sondern auch der Film mit den meisten Golden-Globe-Auszeichnungen. Damit ist das am Donnerstag in unseren Kinos anlaufende Musical dann doch arg überbewertet.

Moonlight“ (ab 9. März im Kino), das den Golden Globe als bester Film erhielt, überzeugt als Porträt eines jungen Drogendealers vor allem als Sozialstudie des ärmlichen Lebens von Afroamerikanern in Florida. Kein angenehmer, aber ein wichtiger Film, der wie der Neo-Western „Hell or High Water“ (ab Donnerstag im Kino) zeigt, dass das Independent-Kino schon länger die Schattenseiten des amerikanischen Traums schonungslos aufzeigt. Beide Filme sind sehenswert.

Das gilt auch für „Elle“ (ab 16. Februar im Kino), den neuen Film von Paul Verhoeven mit Isabelle Huppert, die für ihre intensive Rolle einen Golden Globe als beste Hauptdarstellerin erhielt. „Elle“ habe ich heute zum zweiten Mal gesehen und das sagt doch eigentlich schon genug.

Dass „Deadpool“ keine Preise erhielt, dürfte niemand verwundern.

Dass „Florence Foster Jenkins“ ebenfalls mehr nominiert als prämiert wurde, liegt dann daran, dass der Film zwar gut, unterhaltsam, witzig, klug und äußerst kurzweilig, aber auch nur klassisches Hollywood-Schauspielerkino ist,

Dass „Manchester by the Sea“ (ab 19. Januar im Kino) nur einen Preis – Casey Affleck als bester Hauptdarsteller – erhielt, enttäuscht dann doch etwas. Denn das Drama gehört zu den Filmen, die ich seit Wochen jedem empfehle. Da muss man wohl von ‚unterschätzt‘ reden.

Sowieso sind auch die nominierten Filme, die ich fast alle kenne, sehenswert.

Die meisten Filme laufen demnächst bei uns im Kino an. „Loving“, basierend auf dem wahren Fall des Ehepaares Loving, das nicht zusammenleben durfte, weil er ein Weißer und sie eine Schwarze war, hat derzeit keinen Starttermin.

Und zum Schluss komme ich wieder auf die bewegende und hunderprozentig richtige Rede von Meryl Streep, die den Cecil B. DeMille Award erhielt, zurück. Sie zeigt die Vielfalt von Hollywood (und implizit auch der USA) auf, sie spricht sich für eine freie Presse aus und sie fordert Anstand. Denn Respektlosigkeit erzeuge Respektlosigkeit.

Donald Trump, President-Elect, (und seine Freunde und Fanboys) reagierte darauf in seiner bewährten Manier. Obwohl er von ihr nicht erwähnt wird (okay, das ist auch nicht nötig), beleidigt er sie mit Twitter-Tweets, die genau das bestätigen, was sie ihm vorwirft und wogegen sich gewehrt werden muss. Denn Trump ist der Klassenrüpel, der nicht fähig und auch willens ist, ein Land zu einigen, sich für Schwächere und Unterdrückte einzusetzen oder zu respektieren. Er macht sich über sie lustig, er setzt sie herab, beleidigt sie und behauptet danach das Gegenteil. Er taugt höchstens als schlechtes Vorbild – und so jemand sollte kein Land, vor allem keine Weltmacht, führen.

 


Die Krimibestenliste Januar 2017

Januar 9, 2017

Nachdem die Wochenzeitung „Die Zeit“ sich aus der KrimiZeit-Bestenliste, die sie zuletzt arg stiefmütterlich behandelte, verabschiedete, mussten die Macher natürlich den Namen ändern und mit der Frankfurter Allgemeine Zeitung ist auch ein neuen Partner an Bord. Künftig wird die Bestenliste am ersten Sonntag des Monats in der F. A. S. und Deutschlandradio Kultur präsentiert.

Im Januar stehen folgende Werke auf der Liste:

1. Patrick McGinley – Bogmail

2. Liza Cody – Miss Terry

3. Franz Dobler – Ein Schlag ins Gesicht

4. Tana French – Gefrorener Schrei

5. Malla Nunn – Zeit der Finsternis

6. Joe Ide – IQ

7. Peter Temple – Die Schuld vergangener Tage

8. Rosamund Lupton – Lautlose Nacht

9. Nicola Lagioia – Eiskalter Süden

10. Volker Kutscher – Lunapark


Der Trailer für „Alien: Covenant“

Dezember 26, 2016

Hier ist der Trailer für Ridley Scotts „Alien: Covenant“, die Fortsetzung von „Prometheus“ (ein epischer Langweiler) und ein weiteres „Alien“-Prequel, das ziemlich vielversprechend nach Terror im Weltraum (bzw. „Der Weiße Hai im All“) aussieht. Auch wenn die Story an „Aliens“ erinnert:

Hier die Synopse von 2oth Century Fox:

Ridley Scott returns to the universe he created, with ALIEN: COVENANT, a new chapter in his groundbreaking ALIEN franchise. The crew of the colony ship Covenant, bound for a remote planet on the far side of the galaxy, discovers what they think is an uncharted paradise, but is actually a dark, dangerous world. When they uncover a threat beyond their imagination, they must attempt a harrowing escape.
Cast: Michael Fassbender, Katherine Waterston, Billy Crudup, Danny McBride, Demián Bichir, Carmen Ejogo, Amy Seimetz, Jussie Smollett, Callie Hernandez, Nathaniel Dean, Alexander England, Benjamin Rigby
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Der geplante deutsche Kinostart ist der 18. Mai 2017


Die KrimiZeit-Jahresbestenliste 2016

Dezember 19, 2016

Zum Jahresende gibt es immer die Jahresbestenliste der KrimiZeit-Jury von Zeit und Nordwestradio. Auf diese Liste können nur Kriminalromane gelangen, die in den vergangenen Monaten auf einer der Monatslisten waren, was dann das Ergebnis doch etwas vorhersehbar macht:

1 Garry Disher: Bitter Wash Road (Unionsverlag)

2 Simone Buchholz: Blaue Nacht (Suhrkamp)

3 Max Annas: Die Mauer (Rowohlt)

4 Liza Cody: Miss Terry (Ariadne im Argumentverlag)

5 Franz Dobler: Ein Schlag ins Gesicht (Tropen)

6 Giancarlo De Cataldo/Carlo Bonini: Die Nacht von Rom (Folio)

7 Andreas Pflüger: Endgültig (Suhrkamp)

8 James Grady: Die letzten Tage des Condor (Suhrkamp)

9 Dominique Manotti: Schwarzes Gold (Ariadne im Argumentverlag)

10 Malla Nunn: Tal des Schweigens (Ariadne im Argumentverlag)

Zehn Romane, drei von Suhrkamp, drei von Ariadne. Da scheint es starke biotopische Tendenzen zu geben. Auch weil viele Autoren sattsam bekannt sein. Einige fehlen. Spontan fällt mir Friedrich Ani ein (der ja auf den letzten Monatslisten war). Auch James Lee Burke fehlt. Er wurde letztes Jahr wie der wiederkehrte Heiland in den Himmel hochgejubelt und von dem, neben Neuauflagen (zuletzt „Blut in den Bayous“, Pendragon) auch neue Romane übersetzt wurden. Oder Joe R. Lansdale. Ebenso, sofern die Bücher auf den Monatslisten waren, alles von Pendragon, Polar, pulp master und Golkonda. Von den kleinen Verlagen. Bei den großen Publikumsverlagen, wie Heyne und Goldmann, sieht es nicht viel besser aus.

Trotzdem ist es eine schöne Liste, die mich daran erinnert, endlich mal die hier erwähnten Romane von Garry Disher, James Grady (gerne in Verbindung mit dem ersten Condor-Roman) und Dominique Manotti zu lesen. Bei einigen Werken, vor allem denen von Simone Buchholz und Franz Dobler, spricht mich dagegen schon der Klappentext absolut nicht an.

Liza Codys „Miss Terry“ lese ich gerade und bis jetzt hält sich meine Begeisterung in Grenzen.