Die KrimiZeit-Bestenliste Dezember 2016

Dezember 2, 2016

Die letzte Bestenliste des Kalenderjahres von der KrimiZeit-Jury von Zeit und Nordwestradio:

1 (-) Liza Cody: Miss Terry

2 (-) Patrick McGinley: Bogmail

3 (2) Malla Nunn: Zeit der Finsternis

4 (1) Franz Dobler: Ein Schlag ins Gesicht

5 (4) Peter Temple: Die Schuld vergangener Tage

6 (5) Matthias Wittekindt: Der Unfall in der Rue Bisson

7 (-) Ian McEwan: Nussschale

8 (3) Giancarlo de Cataldo/Carlo Bonini: Die Nacht von Rom

9 (-) Christian von Ditfurth: Zwei Sekunden

10 (7) Friedrich Ani: Nackter Mann, der brennt

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Das erinnert mich daran, dass ich auch Weihnachts- und Jahresendlisten machen sollte.

Und noch einiges lesen sollte.


Die KrimiZeit-Bestenliste Oktober 2016

Oktober 7, 2016

Die Tage werden kälter. Die neue Bestenliste der KrimiZeit-Jury von Zeit und Nordwestradio bleibt mörderisch über die Strecke von zehn Empfehlungen:

1 (2) Giancarlo de Cataldo/Carlo Bonini: Die Nacht von Rom

2 (6) Friedrich Ani: Nackter Mann, der brennt

3 (7) Eoin McNamee: Blau ist die Nacht

4 (4) Patrícia Melo: Trügerisches Licht

5 (9) Iain Levison: Gedankenjäger

6 (-) Alan Carter: Des einen Freund

7 (-) Benjamin Whitmer: Nach mir die Nacht

8 (1) Donald Ray Pollock: Die himmlische Tafel

9 (-) Arne Dahl: Sieben minus eins

10 (-) Mala Nunn: Zeit der Finsternis

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.


Die KrimiZeit-Bestenliste September 2016

September 4, 2016

Die Tage werden kürzer, aber die neue Bestenliste der KrimiZeit-Jury von Zeit und Nordwestradio empfiehlt wieder nur zehn Kriminalromane:

1 (10) Donald Ray Pollock: Die himmlische Tafel

2 (-) Giancarlo de Cataldo/Carlo Bonini: Die Nacht von Rom

3 (3) James Grady: Die letzten Tage des Condor

4 (7) Patricia Melo: Trügerisches Licht

5 (1) Max Annas: Die Mauer

6 (-) Friedrich Ani: Nackter Mann, der brennt

7 (-) Eoin McNamee: Blau ist die Nacht

8 (6) Jesper Stein: Bedrängnis

9 (-) Iain Levison: Gedankenjäger

10 (2) Denise Mina: Die tote Stunde

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.


Die KrimiZeit-Bestenliste August 2016

August 8, 2016

Sommerferien und eine neue Bestenliste der KrimiZeit-Jury von Zeit und Nordwestradio mit Empfehlungen für die Strandbar:

1 (1) Max Annas: Die Mauer

2 (6) Denise Mina: Die tote Stunde

3 (9) James Grady: Die letzten Tage des Condor

4 (2) Mike Nicol: Power Play

5 (7) Candice Fox: Hades

6 (-) Jesper Stein: Bedrängnis

7 (-) Patricia Melo: Trügerisches Licht

8 (5) Olen Steinhauer: Der Anruf

9 (10) Ian Rankin: Gesetz des Sterbens

10 (-) Donald Ray Pollock: Die himmlische Tafel

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Da fällt mir jetzt nur ein, dass 3sat am Freitag, den 19. August, um 22.10 Uhr die grandiose James-Grady-Verfilmung „Die drei Tage des Condor“ zeigt.

Die aktuelle Entschuldigung dafür ist der achtzigste Geburtstag von Hauptdarsteller Robert Redford am 18. August.


Etwas Filmschule: 5 Brilliant Moments of Action

Juli 12, 2016

Was unterscheidet eine gute Actionszene von einer schlechten Actionszene?

Cinefix beantwortet mit klug gewählten Beispielen diese Frage:

Die Szenen sind aus

The Raid: Redemption: A stealthy incursion goes south in a hurry with ruthlessly efficient visual story telling.

Mad Max: Fury Road: One fight scene seamlessly involves almost the entire cast of characters.

Lord of the Rings: The Two Towers: Let’s talk about our „Pyramid of Action“ with the Battle of Helm’s Deep.

Crouching Tiger, Hidden Dragon: Just so much to talk about with this movie, especially this character driven duel.

The Bourne Ultimatum: Shaky camera and fast cuts can be just as effective as clean efficiency as seen in this close quarters fist fight.


Die KrimiZeit-Bestenliste Juli 2016

Juli 7, 2016

Die Fußballmeisterschaft ist ja bald um. Da kann man einen Blick auf die aktuelle KrimiZeit-Bestenliste der KrimiZeit-Jury von Die Zeit und Nordwestradio werfen:

1 (-) Max Annas: Die Mauer

2 (-) Mike Nicol: Power Play

3 (2) Dominique Manotti: Schwarzes Gold

4 (1) Simone Buchholz: Blaue Nacht

5 (3) Olen Steinhauer: Der Anruf

6 (-) Denise Mina: Die tote Stunde

7 (-) Candice Fox: Hades

8 (8) Andrea Fischer Schulthess: Motel Terminal

9 (-) James Grady: Die letzten Tage des Condor

10 (-) Ian Rankin: Gesetz des Sterbens

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Sechs Neueinsteiger und eigentlich immer mit dem Hang zum dicken Buch. Immerhin benötigt Max Annas nur etwas über zweihundert Seiten für seine Geschichte. Nicol, Manotti, Fox, Grady und Rankin stehen auch auf meiner Leseliste. Mina kam nicht an, aber der neue Lee Child, der vielleicht im August auf die Bestenliste kommt, kann da als mehr als vollwertiger Ersatz fungieren. Wenn ich die Tage zum Lesen komme.


Lee Child, Jack Reacher und Tom Cruise

Juni 29, 2016

Die Gejagten von Lee Child

Langsam läuft die Werbemaschine für den neuen Tom-Cruise-Film an. Vier Jahre nach „Jack Reacher“ spielt er wieder, nun, Jack Reacher, den durch die USA reisenden Ex-Soldaten, der keine Kreditkarte besitzt und keine Steuererklärung ausfüllt und immer wieder in abenteuerliche Geschichten hineingerät. Sein Erfinder Lee Child hat inzwischen über zwanzig Jack-Reacher-Romane und etliche kürzere Jack-Reacher-Geschichten geschrieben.

Jetzt hat sein deutscher Verlag Blanvalet mit „Die Gejagten“ den fast neuesten Reacher-Roman „Never go back“ veröffentlicht:

Jack Reacher betritt den Stützpunkt seiner ehemaligen Einheit bei der Militärpolizei, und ahnt nicht, was ihm bevorsteht. Er ist nach Virginia gereist, um seine Nachfolgerin Major Susan Turner kennenzulernen. Doch wenig später wird klar, was für ein großer Fehler es war, einen Militärstützpunkt zu betreten. Denn wie jeder ehemalige Soldat der USA ist Reacher Reservist. Prompt erhält er seinen Einberufungsbefehl und wird außerdem des Mordes angeklagt und verhaftet. Reacher gelingt die Flucht aus dem Gefängnis, doch seine wichtigste Frage bleibt zunächst ungeklärt: Wer versucht ihn auf diese Weise kaltzustellen?“ (Verlagsankündigung)

Edward Zwick verfilmte, nach einem Drehbuch von Richard Wenk, Marshall Herskovitz und Edward Zwick, diesen Thriller mit Tom Cruise als „Jack Reacher: Kein Weg zurück“. Der erste Trailer konzentriert sich allerdings nur auf die Action:

Der Thriller startet bei uns am 10. November und ich freue mich darauf.

Denn Lee Child hat eine kleine Rolle übernommen. Andy Martin hat die denkwürdigen Dreharbeiten beobachtet.

Ach ja: „Die Gejagten“ ist der achtzehnte Reacher-Roman. Der sechzehnte Reacher-Roman „Der letzte Befehl“ (The Affair, 2011), der in Reachers Vergangenheit spielt, erscheint nächstes Jahr, weil der Blanvalet-Verlag den übergeordneten Handlungsstrang, der sich über die letzten Bände hinzog, nicht unterbrechen wollte.

Lee Child: Die Gejagten – Ein Jack-Reacher-Roman

(übersetzt von Wulf Berger)

Blanvalet, 2016

448 Seiten

19,99 Euro

Originalausgabe

Never go back

Bantam Press, 2013

Hinweise

Facebook-Seite zu den Jack-Reacher-Filmen

Blanvalet über Lee Child

Homepage von Lee Child

Wikipedia über Lee Child (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Lee Childs „Tödliche Absicht“ (Without fail, 2002)

Meine Besprechung von Lee Childs „Die Abschussliste“ (The Enemy, 2004)

Meine Besprechung von Lee Childs „Sniper“ (One Shot, 2005)

Meine Besprechung von Lee Childs “Outlaw” (Nothing to Loose, 2008)

Meine Besprechung von Lee Childs (Herausgeber) „Killer Year – Stories to die for…from the hottest new crime writers“ (2008)

Meine Besprechung von Christopher McQuarries „Jack Reacher“ (Jack Reacher, USA 2012)

Kriminalakte über Lee Child und „Jack Reacher“


Zwei sachdienliche Hinweise zu Don Winslow: ein Interview, ein neues/altes Buch

Juni 12, 2016

Winslow - Palm Desert

Als Don Winslow im März quer durch Deutschland tourte, gab er in Berlin Anna Lena Mösken ein Interview, das jetzt in der „Berliner Zeitung“ erschien und, auch wenn sich für Winslowianer die Überraschungen in Grenzen halten, lesenswert ist. Denn ein großer Teil des Gespräches dreht sich um den Drogenkrieg, über den er zahlreiche Bücher schrieb, die seit Jahrzehnten verfehlte US-Drogenpolitik, seiner daraus folgenden Forderung nach einer Legalisierung von Drogen und das Verhältnis zwischen den USA und Mexiko. Er erzählt auch ein wenig über seine Tage als Privatdetektiv und über seinen neuesten Roman „Germany“.

Über Neal Carey sagt er dagegen nichts.

Aber wir können jetzt, als deutsche Erstveröffentlichung, den fünften und letzten Neal-Carey-Roman „Palm Desert“, in der Übersetzung von Conny Lösch, lesen und – auch wenn ich ihn noch nicht gelesen habe – das wird ein kurzweiliges Vergnügen werden.

Don Winslow: Palm Desert

(übersetzt von Conny Lösch)

Suhrkamp, 2016

208 Seiten

10,99 Euro

Originalausgabe

While Drowning in the Desert

St. Martin’s Press, New York, 1996

Hinweise

Hollywood & Fine: Interview mit Don Winslow (11. Juli 2012)

Homepage von Don Winslow (etwas veraltet, weil eigentlich eine Verlagsseite)

Deutsche Homepage von Don Winslow (von Suhrkamp)

Don Winslow twittert ziemlich oft

Meine Besprechung von Don Winslows “London Undercover” (A cool Breeze on the Underground, 1991)

Meine Besprechung von Don Winslows “China Girl” (The Trail to Buddha’s Mirror, 1992)

Meine Besprechung von Don Winslows „Way Down on the High Lonely – Neal Careys dritter Fall“ (neue Übersetzung von „Das Schlangenmaul“; Way Down on the High Lonely, 1993)

Meine Besprechung von Don Winslows „A long Walk up the Water Slide – Neal Careys vierter Fall“ (A long Walk up the Water Slide, 1994)

Meine Besprechung von Don Winslows „Bobby Z“ (The Death and Life of Bobby Z, 1997)

Meine Besprechung von Don Winslows „Tage der Toten“ (The Power of the Dog, 2005)

Meine Besprechung von Don Winslows „Pacific Private“ (The Dawn Patrol, 2008)

Meine Besprechung von Don Winslows „Pacific Paradises“ (The Gentlemen’s Hour, 2009) und „Tage der Toten“ (The Power of the Dog, 2005)

Meine Besprechung von Don Winslows „Satori“ (Satori, 2011)

Mein Interview mit Don Winslow zu “Satori” (Satori, 2011)

Meine Besprechung von Don Winslows “Savages – Zeit des Zorns” (Savages, 2010)

Meine Besprechung von Don Winslows “Kings of Cool” (The Kings of Cool, 2012)

Meine Besprechung von Don Winslows „Vergeltung“ (Vengeance, noch nicht erschienen)

Meine Besprechung von Don Winslows “Missing. New York” (Missing. New York, noch nicht erschienen)

Meine Besprechung von Don Winslows „Das Kartell“ (The Cartel, 2015)

Meine Besprechung von Don Winslows „Germany“ (Germany, 2016 – noch nicht erschienen)

Mein Hinweis auf Don Winslows „London Undercover – Neal Careys erster Fall“ (A Cool Breeze on the Underground, 1991)

Meine Besprechung von Oliver Stones Don-Winslow-Verfilmung „Savages“ (Savages, USA 2012)

Don Winslow in der Kriminalakte

 


Die KrimiZeit-Bestenliste Juni 2016

Juni 2, 2016

Lesestoff für draußen (bei Sonnenschein) und drinnen (bei Regen), geprüft von der KrimiZeit-Jury von Die Zeit und Nordwestradio:

1(1) Simone Buchholz: Blaue Nacht

2(9) Dominique Manotti: Schwarzes Gold

3(-) Olen Steinhauer: Der Anruf

4(10) Gerald Kersh: Die Toten schauen zu

5(-) Christian Roux: Der Mann mit der Bombe

6(4) Ahmed Mourad: Vertigo

7(6) James Lee Burke: Mississippi Jam

8(-) Andrea Fischer Schulthess: Motel Terminal

9(-) Ulrich Ritzel: Nadjas Katze

10(-) Christine Lehmann: Allesfresser

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Mit vier Frauen ist der Frauenanteil – ohne jetzt noch einmal alle früheren Bestenlisten anzusehen – ungewöhnlich hoch.

Einiges habe ich ja schon besprochen. Manotti (Polit-Thriller) und Steinhauer (Agenten-Thriller) sollten demnächst folgen. Neben Besprechungen von Eric Amblers „Die Maske des Dimitrios“ und Friedrich Anis „Der geheimnisvolle Engel“ (seltsam, dass dieser Tabor-Süden-Roman es nicht auf die Liste schaffte).

Das klingt jetzt fast, als hoffe ich auf schlechtes Wetter.


Gratis-Comic-Tag 2016: Kostenlose Comics, Aktionen und, wahrscheinlich wieder, endlose Schlangen

Mai 13, 2016

GratisComicTag - Zombie Terror - 4

Comics sind Kindergeschichten.

Comics sind Superheldengeschichten.

Comics sind Erwachsenengeschichten.

Das alles und noch viel mehr sind Comics und der inzwischen schon siebte Gratis-Comic-Tag am Samstag, den 14. Mai, präsentiert einen aufregenden Querschnitt durch die aktuelle Comic-Szene mit 34 verschiedenen kostenlosen Heften. Insgesamt wurden 356.000 Hefte für den Tag gedruckt. 16 Verlage beteiligen sich. Einige Händler begleiten den Tag mit weiteren Aktionen.

Damit liefert der Gratis-Comic-Tag einen umfassenden und auch ziemlich vollständigen Überblick über die gesamte Comicszene in all ihren Facetten.

GratisComicTag - Lucky Luke - 2GratisComicTag - Isaak der Pirat - 2

So gibt es mit „Die Dalton-Ballade“ (Egmont Comic Collection) eine abgeschlossene kürzere „Lucky Luke“-Geschichte von Goscinny/Morris, die wohlige Erinnerungen an unsere frühen Comic-Leseerlebnisse weckt. Neben Asterix und Donald Duck, der auch beim Gratis-Comic-Tag vertreten ist.

Dieses Mal begleitet der unbestechliche Gesetzeshüter Lucky Luke, der dieses Jahr seinen siebzigsten Geburtstag feiert, die Dalton-Brüder, diese Bande von vier dummen, aber engagierten Verbrechern. Ihr Onkel hat ihnen ein Vermögen vermacht, nachdem er am Galgen („natürlicher Tod“ für die Daltons) starb. Die Erbschaft erhalten sie, nachdem sie die Geschworenen und den Richter, die ihren Onkel verurteilten, getötet haben. Als unabhängiger Zeuge soll Lucky Luke dabei sein.

Die Dalton-Ballade“ ist vor allem eine absurd-komische Geschichte.

Weniger komisch ist „Amerika“ (Reprodukt), das erste von fünf erhältlichen „Isaak der Pirat“-Hefte von Christophe Blain. Isaak Sofer ist im Paris des 18. Jahrhunderts ein glückloser Maler. Als er bei einem Schiff als Maler anheuert, hat er keine Ahnung, dass seine Reise länger als geplant dauern wird und er, ungeplant, Piraten in die Hände fällt. Während er mit mehr oder weniger vielen Umwegen Richtung Amerika segelt, lernt seine Frau in Paris einen Mann kennen,

Für meinen Geschmack sind einige Dialoge und das Verhalten einiger Personen, vor allem von Isaak und seiner Frau, zu sehr in der Gegenwart verwurzelt. Aber insgesamt ist „Amerika“ eine äußerst kurzweilige Abenteuergeschichte.

GratisComicTag - Kiste - 2GratisComicTag - Rat Queens - 2

Kiste“ (Reprodukt) von Patrick Wirbeleit und Uwe Heidschötter ist ein Kindercomic über, nun, eine Werkzeugkiste, die alles ausprobieren will und konstant begeistert ist. Auch wenn die Wippe, die Kiste mit seinem Freund Mattis gebaut hat, eine Nicht-Wippe ist.

Sehr witzig!

Rat Queens“ (Dani Books) von Kurtis J. Wiebe und Roc Upchurch richtet sich dagegen an ein etwas älteres Publikum. Die Rat Queens sind eine Bande von vier Mädchen, die keinem Ärger aus dem Weg gehen und jetzt, weil sie, wieder einmal, die halbe Stadt zerstörten, zur Strafe, Goblins aus der Hindman-Höhle verjagen sollen.

Der Gratis-Comic taugt allerdings nur als Appetit-Anreger, weil er lediglich das erste Kapitel des ersten „Rat Queens“-Sammelbandes „Gemetzel, Gold und große Klappen“ enthält. Ach ja: die Rat Queens waren 2014 als beste neue Serie für den Eisner Award nominiert und 2015 gab es den Hugo Award als „Best Graphic Story“.

GratisComicTag - Sherlock Holmes - 2GratisComicTag - Batman - 2

Sherlock Holmes und die Zeitreisenden“ (Splitter) von Sylvain Cordurié und Yladimir Krstic-Laci, die schon mehrere Holmes-Geschichten erzählten, ist eine Geschichte, die sich sehr weit von dem Doyle-Holmes entfernt. Nach einer Konfrontation mit Professor Moriarty um das Necronomicon hat Holmes sich zurückgezogen. Er ist jetzt ein ganz normaler Buchhändler. Als die Königin ihn um Hilfe bittet, kann er nicht ablehnen. Er soll McBride finden, ehe etwas Schlimmes geschieht.

Zur gleichen Zeit sucht McBride, ein Zeitreisender, der aus der Zukunft wieder in die Gegenwart (also das viktorianische London) zurückkehrte, zwei andere Zeitreisende, die aus der Zukunft in die Vergangenheit reisten. McBride will sie unbedingt zur Strecke bringen. Aber er hat keine Ahnung, wie sie aussehen.

In dem Gratis-Comic-Tag-Heft ist das erste Album der aus zwei Alben bestehenden Geschichte abgedruckt, die nach einem langsamen Beginn enorm spannend wird.

Ein anderer nicht tot zu kriegender Charakter ist Batman. Für den Gratis-Comic-Tag gibt es mit „Batman“ (Panini Comics) eine abgeschlossene Batman-Geschichte, in der er, mit überraschendem Ergebnis, gegen Clayface kämpft. Ergänzt wird die Einzelgeschichte um drei kurze „DC You – Dein DC-Universum“-Previews mit Batman/Superman (ohne Superkräfte), Bizarro (ein schräger Anti-Superman) und Green Lantern.

GratisComicTag - Marvel Super Heroes - 2GratisComicTag - Fight Club - 2

Neben DC Comics ist Marvel die andere Superheldenschmiede, die in „Marvel Super Heroes“ (Panini Comics) in einer Geschichte die Avengers, die Guardians of the Galaxy und Spider-Man während einer Zirkusvorstellung miteinander gegen die Zirkusdirektoren kämpfen lässt. Ein schöner Spaß.

Außerdem ist in dem Heft der erste Auftritt einer jüngeren Avengers-Gruppe, die erst noch das richtige Kämpfen lernen müssen, und ein Solo-Auftritt von Spider-Man enthalten. Beides sind Appetithappen auf das neue Marvel-Universum.

Vor zwanzig Jahren wurde Chuck Palahniuk mit seinem Debütroman und der anschließenden Verfilmung „Fight Club“ bekannt. Jetzt erzählt er in „Fight Club 2“ (Splitter) die Geschichte fort. In „Fight Club 2“ sind „Das Prequel“ und „Tyler Durden lebt“, das zehn Jahre nach dem ersten „Fight Club“ spielt, enthalten. Mit beiden Geschichten konnte ich nicht viel anfangen. Allerdings ist „Tyler Durden lebt“ auch nur der Anfang der über 250-seitigen „Fight Club 2“-Geschichte, die Splitter in zwei Bänden veröffentlicht.

Anscheinend schreibt Palahniuk schon an einem dritten Teil, der wieder als Comic erscheinen soll.

GratisComicTag - Frankenstein - 2GratisComicTag - Die Überlebende - 2

Durchgehend gelungen sind die vielen kurzen Geschichten in „Happy Birthday, Frankenstein“ (U-Comix), mit dem U-Comix den zweihundertsten Geburtstag von Frankenstein und seinem Monster feiert. Mary Shelleys Roman erschien zwar erst 1818, aber davor ersann sie die Geschichte. In dem Comicheft gehen die fast ausschließlich deutschen Autoren und Zeichner herrlich respektlos mit dem Monster, seinem Umfeld und seiner popkulturellen Wirkung um. Sogar David Bowie hat einen Auftritt. Wer braucht da noch „Victor Frankenstein“?

Ähnlich respektlos, vergnüglich und nicht unbedingt jugendfrei geht es in „Zombie Terror“ (Weissblech Comics) zu. Auch wenn nicht in allen Geschichten Zombies dabei sind. Eigentlich nur in der ersten „Tote Welt“, dem Beginn einer Zombie-Saga, die mitten in der Geschichte, nachdem einige Zombies getötet wurden, abbricht. Befriedigender ist da die „Captain Berlin“-Geschichten von Jörg Buttgereit und Levin Kurio (der auch für „Tote Welt“ verantwortlich ist). Captain Berlin, die Geheimwaffe des Widerstandes gegen Hitler und seine Schergen, muss gegen Germanikus, den ersten wahren Übermenschen, ein Flickwerk aus Leichenteilen, kämpfen. Von Levin Kurio ist auch die „Kala“-Kurzgeschichte „Wächter des Wassers“, in der die Urweltamazone Kala, arg unbekleidet, gegen ein Untier kämpfen muss.

Nicht jugendfrei kann auch über „Die Überlebende“ (All Verlag) von Paul Gillon (1926 – 2011) gesagt werden. Im Original erschien der vierbändige Comic, der in Deutschland lange nicht mehr erhältlich war, zwischen 1984 und 1991. Gillons in damals naher Zukunft spielende Geschichte einer Frau, die während eines Tauchgangs eine Katastrophe überlebte, die die ganze Menschheit vernichtete, hat viele freizügige Bilder, weil Aude Albrespy bevorzugt nackt oder leicht bekleidet ist. Sie kehrt nach Paris zurück, lässt sich in einem Nobelhotel in jeder Beziehung von den allgegenwärtigen und immer noch funktionierenden Robotern verwöhnen. Als ein Mann, der in einem Raumschiff die Katastrophe überlebte, ändert sich alles.

Während des Gratis-Comic-Tages wird der komplette erste Band des postapokalyptischen Pornos, der neugierig auf die weitere Geschichte von Aude macht, verteilt.

Einen Überblick über die beteiligten Händler gibt es hier.

Einen Überblick über die Aktionen gibt es hier.

Und hier gibt es weitere Informationen zu den diesjährigen Comics.


Die KrimiZeit-Bestenliste Mai 2016

Mai 9, 2016

Endlich Sommer! Da darf ich die aktuelle KrimiZeit-Bestenliste von Zeit und Nordwestradio etwas verspätet posten. Auf der Liste stehen

1 (-) Simone Buchholz: Blaue Nacht

2 (2) Andreas Pflüger: Endgültig

3 (1) Garry Disher: Bitter Wash Road

4 (4) Ahmed Mourad: Vertigo

5 (3) Ross Thomas: Porkchoppers

6 (10) James Lee Burke: Mississippi Jam

7 (-) Urban Waite Keine Zeit für Gnade

8 (8) Declan Burke: The Big O

9 (-) Dominique Manotti: Schwarzes Gold

10 (-) Gerald Kersh: Die Toten schauen zu

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Für die Statistikjunkies (ohne Gewähr):

2 Frauen, 8 Männer

2 Deutsche

6 Übersetzungen aus dem Englischen (davon 3 US-Amerikaner), 1 aus dem Französischen, 1 aus dem Arabischen

Mindestens die Bücher von Ross Thomas (eine Neuübersetzung), James Lee Burke und Gerald Kersh sind im Original schon vor Jahrzehnten erschienen. Sind trotzdem lesenswert.

Und Dominique Manotti lässt ihren Roman 1973 spielen. Steht natürlich ganz oben auf meiner Leseliste. Neben Declan Burke.


Wer wird Lola? Die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2016

April 15, 2016

Nachdem im Januar die Vorauswahl für den Deutschen Filmpreis verkündet wurde, wurden heute die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis verkündet und die Liste ist deutlich kürzer. Schon damals favorisierte ich „Der Staat gegen Fritz Bauer“. Neben, mit Bauchschmerzen, Wim Wenders‘ „Every thing will be fine“. Jetzt ist Tom Tykwers Dave Eggers-Verfilmung „Ein Hologramm für den König“ (Kinostart 28. April) nominiert und ich habe bei dem Film die gleichen Bauchschmerzen. Denn deutscher Finanzierung wirkt das mit Tom Hanks prominent besetzte, in Saudi-Arabien spielende Drama nie wie ein deutscher Film.

Mit neun Nominierungen ist „Der Staat gegen Fritz Bauer“ der klare Favorit und ich würde ihm auch einige Lolas geben.

Die Verleihung der mit üppigen Preisgeldern ausgestatteten Lolas ist am 27. Mai 2016 in Berlin und sie wird auch im Ersten übertragen.

Nominiert sind:

Bester Spielfilm

4 Könige

Der Staat gegen Fritz Bauer

Ein Hologramm für den König

Er ist wieder da

Grüße aus Fukushima

Herbert

Bester Dokumentarfilm

Above and Below

Democracy – Im Rausch der Daten

Was heißt hier Ende? Der Filmkritiker Michael Althen

Bester Kinderfilm

Heidi

Rico, Oskar und das Herzgebreche

Bestes Drehbuch

4 Könige (von Esther Bernstorff)

Der Staat gegen Fritz Bauer (von Lars Kraume, Olivier Guez)

Hedi Schneider steckt fest (von Sonja Heiss)

Beste Regie

Der Staat gegen Fritz Bauer (Lars Kraume)

Er ist wieder da (David Wnendt)

Vor der Morgenröte (Maria Schrader)

Beste weibliche Hauptrolle

Ein Atem (Jördis Triebel)

Grüße aus Fukushima (Rosalie Thomass)

Hedi Schneider steckt fest (Laura Tonke)

Beste weibliche Nebenrolle

4 Könige (Anneke Kim Sarnau)

Herbert (Lina Wendel)

Mängelexemplar (Laura Tonke)

Vor der Morgenröte (Barbara Sukowa)

Beste männliche Hauptrolle

Der Staat gegen Fritz Bauer (Burghart Klaußner)

Er ist wieder da (Oliver Masucci)

Herbert (Peter Kurth)

Beste männliche Nebenrolle

Colonia Dignidad – Es gibt kein zurück (Michael Nyqvist)

Der Staat gegen Fritz Bauer (Ronald Zehrfeld)

Er ist wieder da (Fabian Busch)

Beste Kamera/Bildgestaltung

Above and Below (Markus Nestroy)

Herbert (Peter Matjasko)

Ich und Kaminski (Jürgen Jürges)

Bester Schnitt

Colonia Dignidad – Es gibt kein zurück (Hansjörg Weißbrich)

Ein Hologramm für den König (Alexander Berner)

Ich und Kaminski (Peter R. Adam)

Bestes Szenenbild

Colonia Dignidad – Es gibt kein zurück (Bernd Lepel)

Das Tagebuch der Anne Frank (Volker Schaefer)

Der Staat gegen Fritz Bauer (Cora Pratz)

Ich und Kaminski (Christian M. Goldbeck)

Bestes Kostümbild

Colonia Dignidad – Es gibt kein zurück (Nicole Fischnaller)

Der Staat gegen Fritz Bauer (Esther Walz)

Heidi (Anke Winckler)

Bestes Maskenbild

Der Staat gegen Fritz Bauer (Astrid Mariaschk)

Herbert (Hanna Hackbeil)

Ich und Kaminski (Lena Lazzarotto, Henny Zimmer)

Beste Filmmusik

Der Staat gegen Fritz Bauer (Julian Maas, Christoph M. Kaiser)

Every Thing Will Be Fine (Alexandre Desplat)

Ich und Kaminski (Lorenz Dangel)

Beste Tongestaltung

Colonia Dignidad – Es gibt kein zurück (Frank Kruse, Bruno Tarrière, Carlo Thoss)

Ein Hologramm für den König (Frank Kruse, Matthias Lempert, Roland Winke)

Er ist wieder da (Stefan Korte, Paul Rischer)


Gethrillt: Die Nominierungen der ITW für die besten Thriller 2016

April 12, 2016

Die International Thriller Writers (ITW), eine vor allem US-amerikanische Vereinigung von Thrillerautoren, hat die Liste ihrer Nominierungen für die besten Thriller 2016, die Thriller Awards, veröffentlicht:

Best Hardcover Novel

The Fifth Gospel, von Ian Caldwell (Simon & Schuster)

Playing with Fire, von Tess Gerritsen (Ballantine)

The Girl on the Train, von Paula Hawkins (Riverhead)

Inspector of the Dead, von David Morrell (Mulholland)

Pretty Girls, von Karin Slaughter (Morrow)

Best First Novel

Little Black Lies, von Sandra Block (Grand Central)

The Drowning Game, von L.S. Hawker (Witness Impulse)

What She Knew, von Gilly Macmillan (Morrow)

Bull Mountain, von Brian Panowich (Putnam) (deutsche Ausgabe bei Suhrkamp – weit oben auf meiner Lesen-Liste)

The Gates of Evangeline, von Hester Young (Putnam)

Best Paperback Original Novel

Day Zero, von Marc Cameron (Pinnacle)

Against All Enemies, von John Gilstrap (Pinnacle)

Name of the Devil, von Andrew Mayne (Bourbon Street)

The Angel of Eden, von D.J. McIntosh (Penguin Canada)

Pockets of Darkness, von Jean Rabe (WordFire Press)

Best Short Story

Feeding the Crocodile, von Reed Farrel Coleman (aus Jewish Noir, herausgegeben von Kenneth Wishnia; PM Press)

Repressed, von Jeffery Deaver (aus Killer Nashville Noir: Cold Blooded, herausgegeben von Stafford; Diversion)

The Water Was Rising, von Sharon Hunt (Ellery Queen Mystery Magazine [EQMM], August 2015)

El Cambalache, von Terrence McCauley (ThugLit 17, herausgegeben von Todd Robinson; ThugLit)

Gun Accident: An Investigation, von Joyce Carol Oates (EQMM, July 2015)

Best Young Adult Novel

Code of Honor, von Alan Gratz (Scholastic Press)

The Forgetting, von Nicole Maggi (Sourcebooks Fire)

Pretending to Be Erica, von Michelle Painchaud (Viking Books for Young Readers)

Half In Love with Death, von Emily Ross (Merit Press)

The Dogs, von Allan Stratton (Sourcebooks Fire)

Best E-book Original Novel

Jack and Joe, von Diane Capri (AugustBooks)

The Prisoner’s Gold, von Chris Kuzneski (Chris Kuzneski)

Deadly Lullaby, von Robert McClure (Alibi)

Ivory Ghosts, von Caitlin O’Connell (Alibi)

Lie in Wait, von Eric Rickstad (Witness Impulse)

Die Preisverleihung ist in New York City auf dem vom 5. bis 9. Juli stattfindendem Thriller Fest.

Herzlichen Glückwunsch an alle Nominierten!

(via The Rap Sheet)


Die KrimiZeit-Bestenliste April 2016

April 8, 2016

Das ist kein Aprilscherz. Es gibt eine neue KrimiZeit-Bestenliste (von Die Zeit und NordwestradioI:

1 (1) Garry Disher: Bitter Wash Road

2 (3) Andreas Pflüger: Endgültig

3 (4) Ross Thomas: Porkchoppers

4 (-) Ahmed Mourad: Vertigo

5 (2) Ryan Gattis: In den Straßen der Wut

6 (-) Brian Panowich: Bull Mountain

7 (-) Gioacchino Criaco: Schwarze Seelen

8 (-) Declan Burke: The Big O

9 (-) Tom Cooper: Das zerstörte Leben des Wes Trench

10 (-) James Lee Burke: Mississippi Jam

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.


Neuer „Indiana Jones“-Film kommt 2019

März 16, 2016

Jetzt ist es offiziell: es gibt einen neuen „Indiana Jones“-Film. Steven Spielberg ist wieder der Regisseur. Harrison Ford der titelgebende Held und der fünfte „Indiana Jones“-Film startet in den USA am 19. Juli 2019.
Mehr ist noch nicht bekannt. Auch nicht, ob George Lucas das Drehbuch nicht schreibt.
So richtig begeistert über diese Nachricht bin ich nicht. Denn Harrison Ford wird beim Filmstart 77 Jahre sein und, auch wenn Vierzig vielleicht das neue Dreißig ist, ist Siebzig definitiv nicht mehr das neue Dreißig. Dabei leben die „Indiana Jones“-Filme, also die ersten drei Filme („Jäger des verlorenen Schatzes“, „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ und „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“) ja gerade von der Action, die natürlich einen entsprechend beweglichen Darsteller erfordert. Die Action war 2008 in „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“, neben vielen anderen Problemen, ein großes Problem. Schon damals war Harrison Ford kein junger Hüpfer mehr.
Und jetzt soll ich mir einen Mittsiebziger vorstellen, der peitschenschwingend in irgendwelchen Urwäldern Schätze sucht und sich eine wilde Hatz mit irgendwelchen Bösewichtern liefert? Uh, huh.
Auf einen Indiana Jones, der friedlich im Altersheim seine Pfeife raucht, habe ich allerdings auch keine Lust.
Tja, Clint Eastwood wusste schon, warum er als Endfünfziger zum letzten Mal Dirty Harry spielte.
Auch Sean Connery verzichtete nach „Sag niemals nie“ auf weitere Auftritte als James Bond. Und da war er noch keine 55 Jahre.


Auf der Suche nach einem neuen Personalausweis

März 7, 2016

Als ich letzte Woche ein Paket abholte, sagte mir der Postbeamte (ja, ist er auch nicht mehr), dass demnächst mein Personalausweis abläuft.
Also schaute ich auf dem „Service Portal“ des Landes Berlin bei „Personalausweis beantragen“ nach, wann denn so der nächste Termin frei ist und das sah ich:
Personalausweis beantragen Termine März-April - Berlin - 7-3-2016

Personalausweis beantragen Termine April - Mai - Berlin - 7-3-2016
(hier der Link für Selbstversuche; bunt bedeutet, dass nichts mehr frei ist; und im Mai sind die folgenden Termine noch nicht freigeschaltet)
………….ähem, ja, und ohne diese Screenshots könnte ich noch nicht einmal nachweisen, dass ich mich bemühte. Denn es gibt auch nicht die Möglichkeit, sich in einer elektronischen Warteschlange einzureihen. Ich kann nur immer wieder versuchen, ob nicht doch plötzlich ein Termin frei wird.
Telefonisch scheint auch nichts zu laufen. Jedenfalls nicht, wenn man einen Personalausweis will.
Und mit einfach so vorbeischauen geht es auch nicht. Jedenfalls nicht auf dem „Bürgeramt“ vor meiner Haustür.
Wie schön, fortschrittlich und funktionierend war da schon vor zwanzig Jahren das Bürgeramt in Konstanz: reingehen, rankommen und fertig.
Ging vor zehn Jahren in Berlin auch noch. Auch wenn es da schon eine lange Warteschlange gab und ich zwischen „Ziehen der Wartenummer“ (okay, sie wurde mir, weil es ja ein „Bürgeramt“ war, von einer gutaussehenden jüngeren Dame persönlich übergeben) und „Drankommen“ einige Stunden vergingen, die ich bei mir zu Hause am Computer und dann noch eine halbe Stunde (oder so) im Bürgeramt verbrachte. Dann ging es ziemlich flott.
Zum Glück will ich die nächsten Tage nicht ins Ausland; – obwohl ich als Notfall dann schneller drankäme.


Die KrimiZeit-Bestenliste März 2016

März 7, 2016

Etwas später als normalerweise gibt es die KrimiZeit-Bestenliste (von Die Zeit und Nordwest Radio) für den sehr österlichen März:
1(-) Garry Disher: Bitter Wash Road
2(2) Ryan Gattis: In den Straßen die Wut
3(-) Andreas Pflüger: Endgültig
4(-) Ross Thomas: Porkchoppers
5(1) Malla Nunn: Tal des Schweigens
6(-) Cormac McCarthy: Der Feldhüter
7(3) Tito Topin: Exodus aus Libyen
8(-) Michael Robotham: Der Schlafmacher
9(-) Eugene McCabe: Die Welt ist immer noch schön
10(9) Joseph Kanon: Leaving Berlin

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Da sind ja einige Perlen dabei.


Verräter wie wir – der erste deutsche Trailer

Februar 12, 2016

Am 7. Juli startet in unseren Kinos die John-le-Carré-Verfilmung „Verräter wie wir“ und dieser Trailer gibt einen ersten Vorgeschmack, der mich, – nachdem die vorherigen John-le-Carré-Verfilmungen überzeugten -, etwas enttäuscht-ratlos zurücklässt. Vielleicht wegen der Bilder, vielleicht wegen der Frisuren (Oder habe ich ein Siebziger-Jahre-Revival verpasst?):


Die KrimiZeit-Bestenliste Februar 2016

Februar 6, 2016

Dank etwas Planungskuddelmuddel legt die Kriminalakte die aktuelle KrimiZeit-Bestenliste (von Die Zeit und Nordwest Radio) etwas später und mit viel Alaf und Helau („Möge es nützen!“) zu den Akten. Aktenkundig sind:
1) (5) Malla Nunn: Tal des Schweigens
2) (2) Richard Price: Die Unantastbaren
3) (6) Tito Topin: Exodus aus Libyen
4) (-) Ryan Gattis: In den Straßen der Wut
5) (1) Fred Vargas: Das barmherzige Fallbeil
6) (4) Oliver Bottini: Im weißen Kreis
7) (7) Jeong Yu-jeong: Sieben Jahre Nacht
8) (9) Paul Mendelsohn: Die Unschuld stirbt, das Böse lebt
9) (-) Joseph Kanon: Leaving Berlin
10) (3) Adrian McKinty: Gun Street Girl

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Tja, nun, wie gewohnt sind viele Nicht-Deutsche dabei und dass Joseph Kanon es doch noch auf die Liste gepackt hat, freut mich.
Ich bin gerade beim Lesen von Mattias Boströms Sachbuch „Von Mr. Holmes zu Sherlock“ (interessantes Buch über Sir Arthur Conan Doyle, seine Nachkommen und all die Menschen, die als Autoren, Schauspieler und Fans Sherlock Holmes am Leben erhielten; sollte die Tage abgefeiert werden) und Robert Karjels Thriller „Der Schwede“ (den ich wahrscheinlich nicht fertig lese, weil er mich nicht packt). Und „True Detective – Staffel 2“ habe ich auch schon gesehen und fand es, angesichts der katastrophalen Kritiken, gar nicht so schlecht. Wird die Tage, irgendwie zwischen Deadpool, mit einigen anderen Krimiserien besprochen.


TV-Tipp für den 21. Januar: R. I. F. – Ich werde dich finden!

Januar 21, 2016

ZDFneo, 00.40

R. I. F. – Ich werde dich finden! (Frankreich 2011, Regie: Franck Mancuso)

Drehbuch: Franck Mancuso, Herve Albertazzi

Während ihrer Fahrt in den Urlaub verschwindet die Frau des Polizisten Stéphane Monnerau spurlos. Er sucht sie – und gerät auch in Verdacht, sie ermordet zu haben.

Spannender, düsterer Thriller aus Frankreich

mit Yvan Attal, Pascal Elbé, Armelle Deutsch, Valentina Cervi, Eric Ruf

Hinweise

Allocine.fr über den Film

Meine Besprechung von Franck Mancusos „Counter Investigation – Kein Mord bleibt ungesühnt“ (Hey, es ist eine Lawrence-Block-Verfilmung!)

Meine Besprechung Franck Mancusos „R. I. F. – Ich werde dich finden!“ (R. I. F. [Recherche dans l’Intérêt des Familles], Frankreich 2011)