Die Lolas 2015

Juni 19, 2015

Die Deutschen Filmpreise (gekoppelt an eine erkleckliche staatliche Fördersumme von drei Millionen Euro) sind vergeben. Die Gewinner der diesjährigen Lolas sind:
Bester Spielfilm in Gold: VICTORIA (Sebastian Schipper und Jan Dressler/MonkeyBoy
GmbH/Regie: Sebastian Schipper)
Bester Spielfilm in Silber: JACK (Jan Krüger & René Römert/Port au Prince Film & Kultur Produktion GmbH/Regie: Edward Berger)
Bester Spielfilm in Bronze: ZEIT DER KANNIBALEN (Milena Maitz/Studio.TV.Film GmbH/Regie: Johannes Naber)
Bester Dokumentarfilm: CITIZENFOUR (Dirk Wilutzky, Laura Poitras, Mathilde Bonnefoy/Praxis Films Berlin GmbH/Regie: Laura Poitras )
Bester Kinderfilm: RICO, OSKAR UND DIE TIEFERSCHATTEN (Philipp Budweg, Robert Marciniak/Lieblingsfilm GmbH & Fox International Productions (Germany) GmbH/Regie: Neele Leana Vollmar)
Bestes Drehbuch: Stefan Weigl: ZEIT DER KANNIBALEN
Beste Regie: Sebastian Schipper: VICTORIA
Beste weibliche Hauptrolle: Laia Costa in VICTORIA
Beste männliche Hauptrolle: Frederick Lau in VICTORIA
Beste weibliche Nebenrolle: Nina Kunzendorf in PHOENIX
Beste männliche Nebenrolle: Joel Basman in WIR SIND JUNG. WIR SIND STARK.
Beste Kamera / Bildgestaltung: Sturla Brandth Grøvlen: VICTORIA
Bester Schnitt: Robert Rzesacz: WHO AM I – KEIN SYSTEM IST SICHER
Bestes Szenenbild: Silke Buhr: WHO AM I – KEIN SYSTEM IST SICHER
Bestes Kostümbild: Barbara Grupp: DIE GELIEBTEN SCHWESTERN
Bestes Maskenbild: Nannie Gebhardt-Seele, Tatjana Krauskopf: DIE GELIEBTEN SCHWESTERN
Beste Filmmusik: Nils Frahm: VICTORIA
Beste Tongestaltung: Bernhard Joest-Däberitz, Florian Beck, Ansgar Frerich, Daniel Weis: WHO AM I – KEIN SYSTEM IST SICHER
Ehrenpreis: Barbara Baum
Besucherstärkster Film: HONIG IM KOPF (Til Schweiger/barefoot films gmbh)

Von den nominierten Filmen ist „Victoria“ sicher eine gute Wahl. Immerhin geht es beim Deutschen Filmpreis nicht um eine brancheninterne Feierveranstaltung (jaa, der äußere Schein trügt), sondern um die Vergabe von staatlichen Geldern für kulturell bedeutsame Werke. In dem Zusammenhang verstehe ich die Nominierung von dem US-Vorbilder schlecht kopierenden Hackerkrimi „Who am I – Kein System ist sicher“ überhaupt nicht. Auch nicht, dass er sogar zwei Preise gewonnen hat. Da hätte ich, außer bei der Tongestaltung (da waren „Citizenfour“ und „Victoria“ nominiert), ohne eine Zehntelsekunde zu zögern, jeden der konkurrierenden Filme bevorzugt.


Tue Gutes: SPD nerven

Juni 8, 2015

Demnächst, nach dem Willen der Bundesregierung ‚je schneller, desto besser‘, sollen zwei Gesetzes(pakete) beschlossen werden, die für die Bürgerrechte große Auswirkungen haben werden. Nämlich das Gesetz zur Reform des Verfassungsschutzes (dann erhalten Nazis als V-Leute vom Staat nicht nur Geld, sondern auch Straffreiheit) und die Vorratsdatenspeicherung (die 2010 vom Bundesverfassungsgericht und 2014 vom Europäischen Gerichtshof schon einmal umfassend verworfen wurde, weil sie mit dem Grundgesetz bzw. der Charta der Grundrechte der Europäischen Union nicht vereinbar ist).

Zu beiden Gesetzen gibt es viele Artikel und auch einige Initiativen. Zwei davon wenden sich explizit an die SPD und SPD-Bundestagsabgeordnete: nämlich „Keine Straffreiheit für den Geheimdienst“ (auch #TäterVomDienst) und „Vorratsdatenspeicherung stoppen!„.

Mitmachen erwünscht.


Die KrimiZeit-Bestenliste Juni 2015

Juni 4, 2015

Summertime – und das sollte man nach Ansicht der KrimiZeit-Bestenliste-Jury mit in den Biergarten nehmen:
1 (-) Merle Kröger: Havarie
2 (10) Dominique Manotti: Abpfiff
3 (-) Sara Gran: Dope
4 (1) James Lee Burke: Sturm über New Orleans
5 (-) Gary Victor: Soro
6 (-) Mukoma wa Ngugi: Black Star Nairobi
7 (-) Davide Longo: Der Fall Bramard
8 (3) James Ellroy: Perfidia
9 (9) Benjamin Black: Die Blonde mit den schwarzen Augen
10 (2) Zoë Beck: Schwarzblende

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Eine sehr reisefreudige Liste. Benjamin Blacks Marlowe-Roman finde ich vollkommen uninteressant. Dafür wird Dominique Manottis „Abpfiff“ die Tage abgefeiert.


Ein Abend über Ed McBain und das 87. Polizeirevier – in Hamburg

Juni 3, 2015

McBain - Die Greifer

Das klingt vielversprechend: am Samstag, den 27. Juni 2015, gibt es ab 21.00 Uhr in Hamburg im Birdland (Gärtnerstr. 122; Busline 20 und 25, Haltestelle Gärtnerstraße) einen musikalisch umrahmten Abend zu Ehren von Ed McBain und seiner stilprägenden Romanserie über das 87. Polizeirevier.
Bei der eBook-Release-Party stellen Alf Mayer und Frank Göhre ihr bei Culturbooks demnächst erscheinendes Buch „Cops in the City. Ed McBain und das 87. Polizeirevier. Ein Report.“ vor.
Gustav Peter Wöhler liest einige Ausschnitte aus dem umfangreichen Werk von Ed McBain, das bei uns derzeit nur antiquarisch erhältlich ist.
Und die Musik ist vom Buggy Braune Trio (Buggy Braune, p, Oliver Karstens, b, und Konrad Ullrich, dr). Von Braune habe ich eine alte CD, auf der er grandiosen Modern-Jazz spielte.
Eine Platzreservierung wird empfohlen bei Jan Karsten 040 31108081 oder per eMail Jan.Karsten@Culturbooks.de

Über den Abend und das Buch schreibt der Veranstalter (was mir einige Arbeit erspart):

Ed McBain ist der unumstrittene Großmeister des Polizeiromans.
Ab 1956 veröffentlichte er fünf Jahrzehnte lang insgesamt 55 Romane über das fiktive 87. US-Polizeirevier.
Ed McBain wurde 1926 als Salvatore Albert Lombino in New York geboren.
Um seine ersten Stories besser vermarkten zu können, nahm er 1952 offiziell den Namen Evan Hunter an. Mit seinem Debütroman „Die Saat der Gewalt“ und der Verfilmung wurde er international bekannt. Der Titelsong von Bill Haley „Rock Around The Clock“ wurde zum Megahit und Hymne einer ganzen Generation.
Alfred Hitchcock engagierte ihn als Drehbuchautor für „Die Vögel“. Viele von Ed McBains Polizeiromanen wurden verfilmt, u.a. von Claude Chabrol und Akira Kurosawa.
Evan Hunter/Ed McBain starb am 6. Juli 2005.
Aus Anlass seines 10. Todestages haben die Autoren Frank Göhre und Alf Mayer einen umfangreichen erzählenden Essay geschrieben:
Frank Göhre/Alf Mayer: Cops in the City. Ed McBain und das 87. Polizeirevier. Ein Report.
Digitales Original. CulturBooks Longplayer, Juni 2015. 210 Seiten.
Es ist eine Reise durch fünf Jahrzehnte auf den Spuren der Detectives vom 87. Revier.
Die Ermittler und ihre Fälle werden vorgestellt, die Veränderung einer Stadt und ihre Kriminalität aufgezeigt. Polizistenmorde, Bandenkriege und Heckenschützen sind Thema, wie auch die klassischen „7 Todsünden“ Eitelkeit, Habgier, Wollust, Rachsucht, Maßlosigkeit, Eifersucht und Ignoranz. Ein vielschichtiges Sittenbild entsteht. Der rote Faden dieses assoziativen Trips ist das Leben des Autors mit all seinen weiteren Facetten, seinen Arbeiten für Film und Fernsehen, seiner nie klischeehaft werdenden Routine und seinem unermüdlichen Schaffen.

P. S.: Und das Pseudonym „Ed McBain“ nahm Evan Hunter an, weil er dachte, dass McBain so richtig irisch und damit so richtig nach einem harten Polizisten klinge.

P. P. S.: Besprechung des Essays nach der Lektüre, auf die ich mich schon freue.

Hinweise

Homepage von Ed McBain

Meine Besprechung des von Ed McBain herausgegebenen Buches „Die hohe Kunst des Mordens“ (Transgressions)

Meine Besprechung von Ed McBains „Die Gosse und das Grab“ (The Gutter and the Grave, 2005, Originalausgabe: Curt Cannon: I’m Cannon – For Hire, 1958)

Homepage von Frank Göhre

Meine Besprechung von Frank Göhres „Der letzte Freier“ (2006)

Meine Besprechung von Frank Göhres „Zappas letzter Hit“ (2006)

Meine Besprechung von Frank Göhres „St. Pauli Nacht“ (2007, überarbeitete Neuausgabe)

Meine Besprechung von Frank Göhres „MO – Der Lebensroman des Friedrich Glauser“ (2008)

Meine Besprechung von Frank Göhres „An einem heißen Sommertag“ (2008)

Meine Besprechung von Frank Göhres „Abwärts“ (2009, Neuausgabe)

Meine Besprechung von Frank Göhres „Seelenlandschaften – Annäherungen, Rückblicke“ (2009)

Meine Besprechung von Frank Göhres „Der Auserwählte“ (2010)

Meine Besprechung von Frank Göhres “Die Kiez-Trilogie” (2011)

Meine Besprechung von Frank Göhres „I and I – Stories und Reportagen“ (2012)

Meine Besprechung von Frank Göhres “Geile Meile” (2013)

Meine Besprechung von Frank Göhres „Gut leben – früh sterben: Stories von unterwegs“ (2014)

Meine Besprechung von Frank Göhres „Du fährst nach Hamburg, ich schwör’s dir – Ein Heimatfilm“ (2014)

Meine Besprechung von Frank Göhres „Die Härte, der Reichtum und die Weite – Ein Heimatfilm, Teil II“ (2014)

Frank Göhre in der Kriminalakte


„Point Break“ – der erste Trailer

Mai 27, 2015

Wow, der erste Trailer für „Point Break“ (das Remake von „Point Break“ mit leicht geänderter Story) sieht verdammt gut aus und er hat einen ordentlichen Michael-Mann-Vibe.

Kinostart ist in Richtung Jahresende und selbstverständlich gibt es eine 3D-Version.

Also: viel Spaß:

(via Variety)

Nachtrag (vor einigen Stunden vergessen): Der deutsche Verleih Concorde hat auch schon einige Bilder von Luke Bracey (The Best of Me – Mein Weg zu dir) als Johnny Utah und Édgar Ramirez (Carlos – Der Schakal) als Bodhi veröffentlicht.
Deutscher Kinostart ist der 21. Januar 2016. Also nachdem sich der „Star Wars“-Staub etwas gelegt hat.

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Die Story ist doch bekannt? Polizist Utah will in einem sportlichen Undercover-Einsatz eine Bande Verbrecher überführen. Dummerweise ist deren Anführer Bodhi ein Charmebolzen und dem Polizisten gefällt das adrenalingesteuerte Verbrecherleben. Ist ja auch spannender als am PC die Tasten zu schlagen.


Horror bei ZDFneo

Mai 25, 2015

Das dürfte einige Fans des gesitteten Horrorfilms erfreuen: ZDFneo zeigt ab Samstag, den 27. Juni, bis zum Samstag, den 1. August, jeden Samstagabend von der Tagesschau-Wettervorhersage bis zum Morgengrauen Horrorfilme. Auf dem Programm stehen:

Samstag, 27. Juni 2015

20.15 Uhr            Van Helsing, USA 2004

22.10 Uhr            Der Knochenjäger, USA 1999

0.00 Uhr              From Dusk Till Dawn, USA 1995 (allseits bekannt)

1.35 Uhr              Im Land der Raketenwürmer, USA 1990

03.05 Uhr            From Dusk Till Dawn, USA 1995 (Wiederholung)

4.40 Uhr              Tarantula, USA 1955 (ein Klassiker!!!)

Samstag, 4. Juli 2015

20.15 Uhr            Riddick – Chroniken eines Kriegers, USA 2004

22.00 Uhr            Turistas – Mörderisches Paradies, USA 2006

23.20 Uhr            Eden Lake, GB 2008

00.40 Uhr            Das Dorf der Verdammten, USA 1995 (von John Carpenter)

02.05 Uhr            Eden Lake, GB 2008 (Wiederholung)

03.25 Uhr            Turistas – Mörderisches Paradies

Samstag, 11. Juli 2015

20.15 Uhr            Von allen Geistern besessen, USA 1990

21.35 Uhr            Die Vögel, USA 1963 (das wird ein Hitchcock-Abend)

23.30 Uhr            Topas, USA 1969

1.30 Uhr              Der zerrissene Vorhang, USA 1963

3.30 Uhr              Cocktail für eine Leiche, USA 1948

04.45 Uhr            Von allen Geistern besessen, USA 1990 (Wiederholung)

Samstag, 18. Juli 2015

22.20 Uhr            Der verbotene Schlüssel, USA 2005

23.55 Uhr            In der Tiefe wartet der Tod, USA 2009

01.15 Uhr            Der weiße Hai 2, USA 1978

03.05 Uhr            Der weiße Hai – Die Abrechnung, USA 1987

04.30 Uhr             In der Tiefe wartet der Tod, USA 2009 (Wiederholung)

Samstag, 25. Juli 2015

22.00 Uhr            Let Me In, USA 2010

23.45 Uhr            Rosewood Lane, USA 2011

01.20 Uhr             Rammbock, D 2010 (ein deutscher Zombiefilm – und gut ist das Werk außerdem)

02.20 Uhr             Labyrinth der Monster, USA 1983

04.00 Uhr             Let Me In, USA 2010 (Wiederholung)

Samstag, 1. August 2015

22.05 Uhr            Gothika, USA 2003

23.40 Uhr            The Unborn, USA 2008

00.55 Uhr             Cube, CAN 1997 (Kultfilm?)

02.25 Uhr             Katzenmenschen, USA 1981 (inzwischen auch ein Klassiker, von Paul Schrader)

04.14 Uhr             Gothika, USA 2003 (Wiederholung)

Insgesamt eine mehr als überzeugende Auswahl von eher neueren Horrorfilmen.


Die KrimiZeit-Bestenliste Mai 2015

Mai 7, 2015

Auf der Krimizeit-Bestenliste für den Wonnemonat Mai stehen:
1 (10) James Lee Burke: Sturm über New Orleans
2 (2) Zoë Beck: Schwarzblende
3 (3) James Ellroy: Perfidia
4 (4) Mike Nicol: Bad Cop
5 (1) William McIlvanney: Die Suche nach Tony Veitch
6 (5) Giancarlo de Cataldo/Carlo Bonini: Suburra
7 (6) Adrian McKinty: Die verlorenen Schwestern
8 (7) Alan Carter: Prime Cut
9 (-) Benjamin Black : Die Blonde mit den schwarzen Augen
10 (-) Dominique Manotti: Abpfiff

In ( ) steht die Platzierung vom Vormonat.


Die Edgars 2015

Mai 5, 2015

In New York City (die Stadt, nie niemals aufsteht, weil sie niemals schläft. Oder so.) verliehen die Mystery Writers of America die diesjährigen Edgar-Allan-Poe-Preise:
Best Novel
Mr. Mercedes (Mr. Mercedes), von Stephen King (Scribner)
nominiert
This Dark Road to Mercy, von Wiley Cash (Morrow)
Wolf, von Mo Hayder (Atlantic Monthly Press)
The Final Silence, von Stuart Neville (Soho Press)
Saints of the Shadow Bible (Schlafende Hunde), by Ian Rankin (Little, Brown)
Coptown, von Karin Slaughter (Ballantine)

Best First Novel by an American Author
Dry Bones in the Valley, von Tom Bouman (Norton)
nominiert
Invisible City, von Julia Dahl (Minotaur)
The Life We Bury, von Allen Eskens (Seventh Street)
Bad Country, von C.B. McKenzie (Minotaur/Thomas Dunne)
Shovel Ready, von Adam Sternbergh (Crown)
Murder at the Brightwell, von Ashley Weaver (Minotaur/Thomas Dunne)

Best Paperback Original
The Secret History of Las Vegas, von Chris Albani (Penguin)
nominiert
Stay With Me, von Alison Gaylin (Morrow)
The Barkeep, von William Lashner (Thomas & Mercer)
The Day She Died, von Catriona McPherson (Midnight Ink)
The Gone Dead Train, von Lisa Turner (Morrow)
World of Trouble, von Ben H. Winters (Quirk)

Best Fact Crime
Tinseltown: Murder, Morphine, and Madness at the Dawn of Hollywood, von William Mann (Harper)
nominiert
Kitty Genovese: The Murder, the Bystanders, the Crime that Changed America, von Kevin Cook (Norton)
The Savage Harvest: A Tale of Cannibals, Colonialism, and Michael Rockefeller’s Tragic Quest for Primitive Art, von Carl Hoffman (Morrow)
The Other Side, von Lacy M. Johnson (Tin House)
The Mad Sculptor: The Maniac, the Model, and the Murder that Shook the Nation, von Harold Schechter (New Harvest)

Best Critical/Biographical
Poe-Land: The Hallowed Haunts of Edgar Allan Poe, von J.W. Ocker (Countryman Press)
nominiert
The Figure of the Detective: A Literary History and Analysis, von Charles Brownson (McFarland & Company)
James Ellroy: A Companion to the Mystery Fiction, von Jim Mancall (McFarland & Company)
Kiss the Blood Off My Hands: Classic Film Noir, von Robert Miklitsch (University of Illinois Press)
Judges & Justice & Lawyers & Law: Exploring the Legal Dimensions of Fiction and Film, von Francis M. Nevins (Perfect Crime)

Best Short Story
What Do You Do?, von Gillian Flynn (aus Rogues, herausgegeben von George R.R. Martin und Gardner Dozois; Ballantine)
nominiert
The Snow Angel, von Doug Allyn (Ellery Queen Mystery Magazine [EQMM], January 2014)
200 Feet, von John Floyd (The Strand Magazine, February-May 2014)
Red Eye, von Dennis Lehane vs. Michael Connelly (aus FaceOff [FaceOff – Doppeltes Spiel], herausgegeben von David Baldacci; Simon & Schuster)
Teddy, von Brian Tobin (EQMM, May 2014)

Best Juvenile
Greenglass House, von Kate Milford (Houghton Mifflin Harcourt Books for Young Readers)
nominiert
Absolutely Truly, von Heather Vogel Frederick (Simon & Schuster Books for Young Readers)
Space Case, von Stuart Gibbs (Simon & Schuster Books for Young Readers)
Nick and Tesla’s Super-Cyborg Gadget Glove, von “Science Bob” Pflugfelder and Steve Hockensmith Quirk)
Saving Kabul Corner, von N.H. Senzai (Paula Wiseman)
Eddie Red, Undercover: Mystery on Museum Mile, von Marcia Wells (Houghton Mifflin Harcourt Books for Young Readers)

Best Young Adult
The Art of Secrets, von James Klise (Algonquin Young Readers)
nominiert
The Doubt Factory, von Paolo Bacigalupi (Little, Brown Books for Young Readers)
Nearly Gone, von Elle Cosimano (Penguin Young Readers Group/Kathy Dawson)
Fake ID, von Lamar Giles (HarperCollins Children’s Books/Amistad)
The Prince of Venice Beach, von Blake Nelson (Little, Brown Books for Young Readers)

Best Television Episode Teleplay
Episode 1, Happy Valley, Drehbuch von Sally Wainwright (Netflix)
nominiert
The Empty Hearse (Der leere Sarg), Sherlock, Drehbuch von Mark Gatiss (Hartswood Films/Masterpiece)
Unfinished Business, Blue Bloods, Drehbuch von Siobhan Byrne O’Connor (CBS)
Dream Baby Dream, The Killing, Drehbuch von Sean Whitesell (Netflix)
Episode 6, The Game, Drehbuch von Toby Whithouse (BBC America)

The Simon & Schuster/Mary Higgins Clark Award
The Stranger You Know, von Jane Casey (Minotaur)
nominiert
A Dark and Twisted Tide, von Sharon Bolton (Minotaur)
Invisible City, von Julia Dahl (Minotaur)
Summer of the Dead, von Julia Keller (Minotaur)
The Black Hour, von Lori Rader-Day (Seventh Street)

Robert L. Fish Memorial Award
Getaway Girl, von Zoë Z. Dean (EQMM)

Grand Master
Lois Duncan
James Ellroy

Raven Awards
Ruth und Jon Jordan, Crimespree Magazine
Kathryn Kennison, Magna Cum Murder

Ellery Queen Award
Charles Ardai, Herausgeber und Gründer von Hard Case Crime

Herzliche Glückwunsch an alle nominierten und ausgezeichneten Autoren.
(via The Rap Sheet)


Erste Runde für Old Peculier Crime Novel of the Year Award 2015

Mai 4, 2015

Die Longlist für den diesjährigen „Old Peculier Crime Novel of the Year Award“ ist draußen. Es konnten Krimis nominiert werden, die zwischen dem 1. Mai 2014 und dem 30. April 2015 auf der Insel erschienen sind und die britische und irische Krimiautoren und ihre Werke auszeichnet. Die Liste empfehlenswerter Kriminalromane (jaja, eine Vermutung. Aber eine auf Erfahrung gestützte Vermutung) besteht aus:
• Eeny Meeny, von M.J. Arlidge (Michael Joseph)
• The Facts of Life and Death (Mädchenbeute), von Belinda Bauer (Black Swan)
• The Ghost Runner, von Parker Bilal (Bloomsbury)
• The Strangler Vine, von M.J. Carter (Fig Tree)
• The Axeman’s Jazz, von Ray Celestin (Mantle)
• Personal, von Lee Child (Bantam)
• The Killing Season (Der Rushhour-Killer), von Mason Cross (Orion)
• Bryant & May: The Bleeding Heart, von Christopher Fowler (Bantam)
• The Outcast Dead, von Elly Griffiths (Quercus)
• The Telling Error, von Sophie Hannah (Hodder & Stoughton)
• Darkness, Darkness, von John Harvey (Arrow)
• Someone Else’s Skin, von Sarah Hilary (Headline)
• The Devil in the Marshalsea, von Antonia Hodgson (Hodder & Stoughton)
• Entry Island, von Peter May (Quercus)
• Disappeared, von Anthony Quinn (Head of Zeus)
• Saints of the Shadow Bible (Schlafende Hunde), von Ian Rankin (Orion)
• The Farm (Ohne jeden Zweifel), von Tom Rob Smith (Simon & Schuster)
• A Lovely Way to Burn, von Louise Welsh (John Murray)

Am 15. Juni wird dann eine Shortlist mit sechs Romanen veröffentlicht und am 16. Juli wird der Gewinner auf dem Theakstons Old Peculier Crime Writing Festival in Harrogate bekannt gegeben.
Wer mitmachen will, sollte hier klicken.
(via The Rap Sheet)


Die Agatha-Preise 2015

Mai 4, 2015

Bei der inzwischen schon 27. Malice Domestic Conference wurden die Agatha-Awards verliehen. Der Preis geht an traditionelle Kriminalromane (also ohne expliziten Sex und ohne überflüssige Gewalt; vulgo Cozys oder Werke in der Tradition von Agatha Christie), die normalerweise nicht mein Bier sind.
Ausgezeichnet wurden:
Best Contemporary
Truth Be Told, von Hank Phillippi Ryan (Forge)
nominiert
The Good, the Bad, and the Emus, von Donna Andrews (Minotaur)
A Demon Summer, von G.M. Malliet (Minotaur)
The Long Way Home, von Louise Penny (Minotaur)
Designated Daughters, von Margaret Maron (Grand Central)

Best Historical Novel
Queen of Hearts, von Rhys Bowen (Berkley)
nominiert
Hunting Shadows, von Charles Todd (Morrow)
An Unwilling Accomplice, von Charles Todd (Morrow)
Wouldn’t It Be Deadly, von D.E. Ireland (Minotaur)
Murder in Murray Hill, von Victoria Thompson (Berkley)

Best First Novel
Well Read, Then Dead, von Terrie Farley Moran (Berkley)
nominiert
Circle of Influence, von Annette Dashofy (Henery Press)
Tagged for Death, von Sherry Harris (Kensington)
Finding Sky, von Susan O’Brien (Henery Press)
Murder Strikes a Pose, von Tracy Weber (Midnight Ink)

Best Non-fiction
Writes of Passage: Adventures on the Writer’s Journey, herausgegeben von Hank Phillippi Ryan (Henery Press)
nominiert
400 Things Cops Know: Street-Smart Lessons from a Veteran Patrolman, von Adam Plantinga (Quill Driver)
Death Dealer: How Cops and Cadaver Dogs Brought a Killer to Justice, von Kate Flora (New Horizon Press)
The Art of the English Murder, von Lucy Worsley (Pegasus)
The Poisoner: The Life and Crimes of Victorian England’s Most Notorious Doctor, von Stephen Bates (Overlook)

Best Short Story
The Odds Are Against Us, von Art Taylor (Ellery Queen Mystery Magazine, November 2014)
nominiert
Premonition, von Art Taylor (aus Chesapeake Crimes: Homicidal Holidays, herausgegeben von Barb Goffman und Marcia Talley; Wildside Press)
The Shadow Knows, von Barb Goffman (aus Chesapeake Crimes: Homicidal Holidays)
Just Desserts for Johnny, von Edith Maxwell (Kings River Life Magazine, January 4, 2014)
The Blessing Witch, von Kathy Lynn Emerson (aus Best New England Crime Stories 2015: Rogue Wave, herausgegeben von Mark Ammons, Katherine Fast, Barbara Ross und Leslie Wheeler; Level Best)

Best Children’s/Young Adult
The Code Buster’s Club, Case #4, The Mummy’s Curse, von Penny Warner (Egmont USA)
nominiert
Andi Under Pressure, von Amanda Flower (ZonderKidz)
Greenglass House, von Kate Milford (Clarion)
Uncertain Glory, von Lea Wait (Islandport Press)
Found, von Harlan Coben (Putnam Juvenile)

Lifetime Achievement Award
Sara Paretsky

(via The Rap Sheet)


Die Glauser-Preisträger 2015

Mai 4, 2015

Das Syndikat, die Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur (A.I.E.P.), hat die diesjährigen Glauser-Preise verliehen:
Kriminalroman
Tom Hillenbrand: Drohnenland (KiWi)
nominiert:
Mechthild Borrmann: Die andere Hälfte der Hoffnung (Droemer)
Kai Hensel: Sonnentau (Frankfurter Verlagsanstalt)
Stephan Kaluza: 30 Keller (Frankfurter Verlagsanstalt)
Till Raether: Treibland (Rowohlt)

Kriminalroman Debüt
Sascha Arango: Die Wahrheit und andere Lügen (C. Bertelsmann)
nominiert:
Angelika Felenda: Der eiserne Sommer (Suhrkamp Nova)
Andre Georgi: Das Tribunal (Suhrkamp)
Dirk van Versendaal: Die Engel warten nicht (btb)
Charly Weller: Eulenkopf (KBV)

Kriminal-Kurzkrimi
Christiane Geldmacher: Fanpost (in: online ins jenseits, Grafit Verlag)
nominiert:
Klaus Berndl: Bad Herzenwerder (in: Heute hier, morgen Mord, S. Fischer Verlag)
Roger M. Fiedler: Killshot-App (in: online ins jenseits, Grafit Verlag)
Elke Pistor: Ziegengeschwister (in: Ebbe, Flut und Todeszeiten, KBV Verlag)
Horst Prosch: Süß klangen die Glocken nie (in: RauschGiftEngel, Ars vivendi Verlag)

Hans-Jörg-Martin-Preis (Kinder- und Jugendkriminalroman)
Ulrike Rylance/Lisa Hänsch: Penny Pepper – Alles kein Problem (dtv Junior)
nominiert
Kaja Bergmann: Der Mephisto-Deal (Bookspot)
Lisa Dickreiter/Winfried Oelsner: Max und die wilde Sieben: Das schwarze Ass (Oetinger)
Lukas Erler: Brennendes Wasser (Arena)
Jaromir Konecny: Tote Tulpen (dtv)

Ehrenglauser
Heikedine Körting
und ihr Team in Würdigung ihres Engagements für ihr Gesamtwerk auf dem Gebiet des Kriminal-Hörspiels vor allem im Kinder- und Jugendbereich

Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern – auch wenn ich, mal wieder, keinen der nominierten und ausgezeichneten Werke gelesen habe.
Dabei wollte ich den Arango wirklich lesen.


Die KrimiZeit-Bestenliste April 2015

April 1, 2015

Oookay, was sollt ihr nach Ansicht der KrimiZeit-Bestenliste über die Ostertage lesen:
1 (1) William McIlvanney: Die Suche nach Tony Veitch
2 (9) Zoë Beck: Schwarzblende
3 (-) James Ellroy: Perfidia
4 (3) Mike Nicol: Bad Cop
5 (-) Giancarlo de Cataldo/Carlo Bonini: Suburra
6 (-) Adrian McKinty: Die verlorenen Schwestern
7 (2) Alan Carter: Prime Cut
8 (4) Dave Zeltserman: Killer
9 (-) Greg Iles: Natchez Burning
10 (-) James Lee Burke: Sturm über New Orleans

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Adrian McKinty (Rezi in Arbeit) und Dave Zeltserman haben mir auch gefallen. James Ellroy – da stecke ich gelangweilt im ersten Drittel des gut tausenseitigen Backsteins fest. Besser noch einmal seine älteren und besseren Werke lesen. Die sind auch kürzer geraten.
William McIlvanney empfehle ich mal blind; James Lee Burke ebenso. Es ist ein Dave-Robicheaux-Roman; wobei ich Burkes Spätwerk für deutlich schlechter als sein Frühwerk halte.


Ohne Manschetten zu Manchette – Eine Lesung, ein Gespräch und einige Filmausschnitte

März 25, 2015

Plakat Fete Manchette

Für Fans und Kenner des französischen Krimanlromans ist Jean-Patrick Manchette (19. Dezember 1942 – 3. Juni 1995) einer der stilprägenden Köpfe des Neopolar, der knapp gesagt, in den Siebzigern den US-amerikanischen Hardboiled-Krimi nach Frankreich übertrug und ihn mit dem sozial- und gesellschaftskritischem Geist der Achtundsechziger verband. In Frankreich waren seine Kriminalromane sehr erfolgreich. Er arbeitete auch als Journalist, unter anderem für „Charlie Hebdo“, und Übersetzer. Unter anderem übersetzte Romane von Donald E. Westlake, Robert Littell, Robert Bloch und Ross Thomas. Er schrieb mehrere Drehbücher und die meisten seiner Romane wurden verfilmt. Oft mit Alain Delon („Killer stellen sich nicht vor“, „Rette deine Haut, Killer“, „Der Schock“) und oft indem das politische und ästhetische Programm von Manchette ignoriert wurde zugunsten von Action, gerne von der reaktionären Sorte.
Auch die nächste Manchette-Verfilmung „The Gunman“ (von „96 Hours“-Regisseur Pierre Morel, mit Sean Penn), die auf seinem Roman „Die Position des schlafenden Killers/Position: Anschlag liegend“ (La Position du Tireur Couché, 1982) lose basiert und die am 30. April in unseren Kinos startet, scheint sich in die Reihe der vernachlässigbaren Manchette-Verfilmungen einzureihen. (Jedenfalls sind Martin Comparts Überlegungen zum von ihm noch nicht gesehenem Film und zu Jean-Patrick Manchette überaus lesenswert. Und er weiß schon, warum er nichts über die alten Manchette-Verfilmungen sagt.)
In Deutschland sind, dank der umfassenden Neuübersetzung des Distel Literaturverlags vor zehn, fünfzehn Jahren, alle seine Romane auf Deutsch erhältlich und wer sie noch nicht gelesen hat, sollte das möglichst schnell nachholen.
Mit dem Sammelband „Portrait in Noir“ legte der Alexander Verlag letztes Jahr mit einer lesenswerten Zusammenstellung von bislang auf Deutsch nicht erhältlichen kürzeren und weniger kurzen Texten nach.
Und bei Schreiber & Leser erschienen „Blutprinzessin“ und, kürzlich, „Fatale“. Beide Comics basieren auf den gleichnamigen Romanen von Manchette und sie wurden von Manchette-Sohn Doug Headline und Max Cabanes realisiert.
Diese Bücher können als Vorbereitung für die von den deutschen Manchette-Verlagen Alexander Verlag, Distel Literaturverlag, Schreiber & Leser und Edition Moderne (die auch zwei auf Romanen von Manchette basierende Comics veröffentlichte) organisierte „une fête pour manchette“ dienen.
Die Mischung aus Lesung, Gespräch mit Doug Headline und Filmausschnitten ist am Freitag, den 10. April, um 20.00 Uhr im Roten Salon (Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin).

Manchette - Portrait in Noir - 2

Jean-Patrick Manchette: Portrait in Noir
(Herausgegeben von Doug Headline, mit einem Nachwort von Dominique Manotti)
(übersetzt von Leopold Federmair)
Alexander Verlag, 2014
256 Seiten
28 Euro

Cabanes - Manchette - Fatale - 2

Max Cabanes/Jean-Patrick Manchette/Doug Headline: Fatale
(übersetzt von Resel Rebiersch)
Schreiber & Leser, 2014
136 Seiten
24,80 Euro

Originalausgabe
Fatale
Dupuis, 2014

Hinweise

Wikipedia über Jean-Patrick Manchette (deutsch, englisch, französisch)

Krimi-Couch über Jean-Patrick Manchette

Kaliber.38 über Jean-Patrick Manchette

Mordlust über Jean-Patrick Manchette

Informative Manchette-Seite vom Distel Literaturverlag

Französische Jean-Patrick-Manchette-Seite

Meine Besprechung von Jean-Patrick Manchette/Barth Jules Sussmans “Der Mann mit der roten Kugel” (L’homme au boulet rouge, 1972)

Meine Besprechung von Jean-Patrick Manchettes „Portrait in Noir“ (2014)

Jean-Patrick Manchette in der Kriminalakte


„Bosch“ geht in die zweite Runde

März 18, 2015

Freudig erregt verbreite ich diese Pressemitteilung ohne weiteren Kommentare weiter. Denn die Fakten (es wird eine zweite Staffel mit dem von Michael Connelly erfundenem LA-Polizisten Harry Bosch geben) und die Zitate (siehe unten) stimmen ja. Hier kann man sich die erste Folge kostenlos im Original ansehen. Die deutsche Fassung soll es im Sommer geben.

Also, die Pressemitteilung:

Amazon bestellt zweite Staffel von Bosch

Serie bricht in den USA Rekorde: Bosch feierte das erfolgreichste Start-Wochenende aller Amazon Originals Serien und ist in seinen ersten vier Wochen auf dem Service der meistgesehene Titel bei Prime Instant Video sowohl im Film- als auch im Serien-Bereich.

Auf Basis der internationalen Bestseller von Michael Connelly, die inzwischen rund 50 Millionen Mal verkauft wurden, kehrt Bosch mit Titus Welliver (Lost, The Good Wife), Jamie Hector (The Wire), Amy Aquino (Being Human), Lance Reddick (Fringe, The Wire) und Sarah Clarke (24) in den Hauptrollen zurück. Michael Conelly, Eric Overmyer (The Wire, Treme), Henrik Bastin von Fabrik Entertainment (The Killing, Odyssey) einem Unternehmen der Red Arrow Entertainment Group sowie Pieter Jan Brugge (Heat, The Insider) fungieren als Executive Producer.

 

München, 18. März 2015 — Einen Monat nach dem Rekordstart von Bosch in den USA bestellt Amazon eine zweite Staffel seiner ersten einstündigen Dramaserie. Auf Basis der internationalen Bestseller von Michael Connelly, die inzwischen rund 50 Millionen Mal verkauft wurden, feierte Bosch in den USA das erfolgreichste Debüt-Wochenende aller Amazon Originals Serien: Die Serie ist in den USA seit ihrem Start vor vier Wochen der meistgesehene Titel bei Prime Instant Video im Film- und Serien-Bereich. Bosch hat derzeit eine IMDb-Bewertung von 8,5 von 10 sowie eine Amazon-Kundenbewertung von 4,6 von 5 Sternen. Die zweite Staffel wird auf Connellys Bestseller-Romanen Trunk Music und The Drop aufbauen. In den neuen Episoden kehren Titus Welliver (Lost, The Good Wife, Sons of Anarchy) als Harry Bosch, Jamie Hector (The Wire) als sein Partner Jerry Edgar, Amy Aquino (Being Human) als Lieutenant Gnade Billets, Lance Reddick (Fringe, The Wire) Deputy Chief Irvin Irving und Sarah Clarke (24) als Eleanor Wish zurück. Die Serie wurde von Eric Overmyer (Treme, The Wire, Homicide: Life on the Streets) entwickelt. Overmyer, Connelly, Henrik Bastin (The Killing, Odyssey, The Comedians) und Pieter Jan Brugge (Heat, The Insider, The Clearing) fungieren als Executive Producer.

„Wir sind begeistert, wie beliebt Bosch bei Amazon-Kunden ist“, betont Roy Price, Vice President, Amazon Studios. „Fans kommen schon bald in den Genuss der Fortsetzung der Serie, die vor allem durch die außergewöhnlich gute Besetzung glänzt.“

„Ich freue mich sehr auf die zweite Staffel von Bosch”, so Michael Connelly. „Wir haben mit der ersten Staffel einen hervorragenden Start hingelegt. Unsere Pläne für die zweite Runde machen die Serie sogar noch besser und bringen den Charakter von Harry Bosch noch gelungener zur Geltung. Die Besetzung und Crew sind großartig und wir alle haben ein Jahr mehr Erfahrung im Gepäck. Ich kann es kaum erwarten.“

„Es ist eine tolle Nachricht, dass es dank des großen Erfolgs der ersten Staffel auf Amazon bald eine Fortsetzung von Bosch geben wird“, ergänzt Henrik Pabst, Managing Director Red Arrow International. „Die Reaktion der internationalen Rundfunkanstalten, Zuschauer und der Presse ist phänomenal. Wir freuen uns, dass diese neue Krimi-Reihe eine Zukunft hat und genießen den Erfolg zusammen mit Amazon. Herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten.“

In der zweiten Staffel von Bosch untersucht der unnachgiebige LAPD-Detective den Mord an einem Hollywood-Produzenten. Dieser soll Geld für die Mafia gewaschen haben. Außerdem verfolgt er den Serienkiller Chilton Hardy. Die Ermittlungen treiben Bosch von den Hollywood Hills in die düsteren Gassen von LA und nach Las Vegas. Dabei kommen auch seine Liebsten in Gefahr: seine Tochter im Teenageralter und seine Ex-Frau. Seit 1992 wurden 19 Romane über Harry Bosch veröffentlicht, darunter der Nummer-Eins-Bestseller The Burning Room aus dem Jahr 2014.

Mitglieder von Amazon Prime in Deutschland und Österreich können die erste Staffel von Bosch exklusiv genießen. Die zehn Folgen sind in der englischen Originalversion verfügbar, eine synchronisierte deutsche Fassung folgt im Laufe dieses Jahres. Die erste Episode ist für alle Amazon-Kunden kostenlos.

 


„Perfidia“ – James Ellroy beehrt Deutschland

März 13, 2015

Nächste Woche tourt James Ellroy mit seinem neuen Roman „Perfidia“ durch einige deutsche Städte:
KÖLN
Montag, 16. März, 19:30 Uhr
Lit.COLOGNE, Schauspiel Köln Depot 1 (Schanzenstraße 6-20, 51063 Köln)

HAMBURG
Dienstag, 17. März, 19:30 Uhr
Literaturhaus (Schwanenwik 38, 22087 Hamburg)

HANNOVER
Mittwoch, 18. März, 20:00 Uhr
Literarischer Salon Hannover (Königsworther Platz 1, 30167 Hannover)

BERLIN
Donnerstag, 19. März, 19:00 Uhr
Dussmann – Das KulturKaufhaus (Friedrichstr.90, 10117 Berlin) (das bei seiner letzten Lesung übervoll war)

MÜNCHEN
Freitag, 29. Januar, 19:00 Uhr
Krimifestival, Amerika-Haus (Waldstraße 9, 82211 Herrsching am Ammersee

Ich bin gerade beim Lesen des Romans, der mit gut eintausend Seiten volumös geraten ist. Es dürfte, unabhängig vom Drucksatz (dafür ein Lob: er sieht sehr lesefreundlich aus), sein umfangreichster Roman sein. Also noch länger als die jeweils achthundertseitigen „Ein amerikanischer Thriller“, „Ein amerikanischer Albtraum“ und „Blut will fließen“. Die waren, weil Ellroy in seiner „Underworld USA“-Trilogie die Marotte hatte, seitenlang aus Zeitungsberichten, Aktennotizen und Protokollen zu zitieren und seine Sätze auf möglichst wenige Worte einzudampfen, fast unlesbar. Dass er gleichzeitig das Bild einer großen Verschwörung, in der alle irgendwie beteiligt sind und alles miteinander zusammenhängt, entwarf, half nicht. Stattdessen hatte ich oft den Eindruck, dass er eine Best-of populärer Agententhriller, Privatdetektiv- und Polizeiromane, versetzt mit populären Verschwörungstheorien und exzessivem Name-Dropping, schrieb, in der, weil die Handlung sich über mehrere Jahre quer über den Globus bewegte (halt überall, wo die CIA mitmischte) und keinen erzählerischen Fokus mehr hatte. Jedenfalls keinen Fokus, der auf eine nachvollziehbare Geschichte gerichtet war. Stattdessen ging es ihm eher um das Bild und das Gefühl einer allumfassenden Verschwörung.
Dagegen ist der erste Eindruck von seinem neuen Roman „Perfidia“ schon einmal positiv. James Ellroy kehrt zurück nach Los Angeles. Der Roman spielt in einer begrenzten Zeit (6. – 29. Dezember 1941) und James Ellroy schreibt, endlich wieder ganze Sätze. Ja! James ELLROY schreibt! Gaaaanze Sätze!!!
Er verzichtet auch, wie ein kurzes Blättern im Buch zeigt, auf Zeitungsberichte und Aktennotizen. Es gibt nur viele Ausschnitte aus dem Tagebuch von Kay Lake.
Auch die Geschichte beginnt gut: Eine japanische Familie wird tot aufgefunden. Anfangs ist unklar, ob es sich um Mord oder Selbstmord handelt. Der japanischstämmige, extrem intelligente Hideo Ashida findet schon am Tatort genug Hinweise für einen Mord, um Ermittlungen zu initieren. Als die Japaner Pearl Harbor überfallen, wird aus dem banalen Mordfall ein politisch wichtiger Mordfall, der unbedingt mit der Überführung des richtigen Täters (vulgo eines Japaners) aufgeklärt werden soll.

Aber dann – ich bin jetzt auf Seite 379 und meine Leselust ist inzwischen nicht mehr besonders groß – beginnt James Ellroy ein breites, ungeheuer detailreiches Panorama von Los Angeles nach Pearl Harbor zu entwerfen. Die Mordermittlung bewegt sich nicht mehr wirklich voran. Stattdessen geht es, in einem Gestrüpp von kaum miteinander zusammenhängenden Handlungssträngen, um Korruption in der Polizei. Politische Intrigen. Den Kampf gegen die Kommunisten. Die Angst vor den Japanern. Und natürlich alle möglichen fünften Kolonnen, die als Kämpfer versuchten, möglichst unerkannt im Feindesland zu leben und Sabotage zu betreiben.
Und ungefähr jede zweite Seite werden ein, zwei Knochen gebrochen, was uns – immerhin sind die Knochenbrecher immer Polizisten – sicher einiges über Polizeibrutalität verraten soll, aber nach dem ersten Dutzend gebrochener Arme nur noch langweilt.
Das liest sich immer mehr wie eine Neuauflage von „L. A. Confidential“. Nur schlechter und länger.
Insofern ist die Ankündigung von James Ellroy, dass „Perfidia“ der Auftakt zu einem zweiten „L. A. Quartett“ werden soll, das zeitlich vor dem bekannten „L. A. Quartett“ („Die schwarze Dahlie“, „Blutschatten“, „L. A. Confidential“ und „White Jazz“) spielt und in dem viele aus diesen Romanen bekannte Charaktere wieder auftauchen, fast wie eine Drohung.
Aber vielleicht braucht Ellroy auch nur einen guten Lektor, der beherzt dicke Schneisen in das erzählerische Gestrüpp schlägt und den Roman auf fünfhundert Seiten eindampft.

Ellroy - Perfidia - 4

James Ellroy: Perfidia
(übersetzt von Stephen Tree)
Ullstein, 2015
960 Seiten
25 Euro

Originalausgabe
Perfidia
Alfred A. Knopf, 2014

Hinweise

Meine Besprechung der James-Ellroy-Verfilmung “Rampart – Cop außer Kontrolle” (Rampart, USA 2011)

Meine Besprechung von James Ellroys Underworld-USA-Trilogie (Ein amerikanischer Thriller, Ein amerikanischer Albtraum, Blut will fließen)

Meine Besprechung von James Ellroys “Der Hilliker-Fluch – Meine Suche nach der Frau” (The Hilliker Curse – My Pursuit of Women, 2010)

James Ellroy in der Kriminalakte


Die KrimiZeit-Bestenliste März 2015

März 5, 2015

Die März-Empfehlungen der KrimiZeit-Bestenliste sind:
1 (-) William McIlvanney: Die Suche nach Tony Veitch
2 (-) Alan Carter: Prime Cut
3 (-) Mike Nicol: Bad Cop
4 (-) Dave Zeltserman: Killer
5 (6) Norbert Horst: Mädchenware
6 (3) Dennis Lehane: The Drop – Bargeld
7 (4) Tana French: Geheimer Ort
8 (8) Tony Parsons: Dein finsteres Herz
9 (-) Zoë Beck: Schwarzblende
10 (2) Jesper Stein: Weißglut

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Und nächsten Monat müsstem die neuen Romane von James Lee Burke und James Ellroy (gut tausend Seiten!) auf der Liste stehen.


Drehbücher von „American Sniper“ und „Inherent Vice“ sind online

Februar 23, 2015

Vor der Oscar-Verleihung sind jetzt auch die Drehbücher für

„American Sniper“ (von Jason Hall; der Kriegsfilm startet bei uns am Donnerstag und wird dann auch besprochen) und

„Inherent Vice“ (von Paul Thomas Anderson; Besprechung hier)

online. Beide Bücher sind in der Kategorie „Bestes adaptiertes Drehbuch“ nominiert.

Die anderen nominierten Drehbücher habe ich ja schon verlinkt.

(via Simply Scirpts)


Neue ausgezeichnete und nominierte Drehbücher online

Februar 9, 2015

Seit einigen Jahren veröffentlichen die Produktionsfirmen die für die wichtigen Filmpreise nominierten Drehbücher (Oscar undsoweiter) und Simply Scripts sammelt sie auf einer schönen Seite (dort gibt es auch Zusammenstellungen für die vorherigen Jahre und viele weitere Drehbücher), die ich mal wieder hemmungslos ausbeute.

Also, die guten Drehbücher:

Misan Sagay: Belle (meine Besprechung von „Dido Elizabeth Belle“)

Scott Alexander, Larry Karaszewski: Big Eyes

Alejandro G. Iñárritu, Nicolás Giacobone, Alexander Dinelaris Jr., Armando Bo: Birdman (meine Filmkritik)

Irena Brignull, Adam Pava: The Boxtrolls

Richard Linklater: Boyhood

John Michael McDonagh: Calvary (meine Besprechung von „Am Sonntag bist du tot“)

Justin Simien: Dear white People (deutscher Starttermin unbekannt)

Scott Neustadter & Michael H. Weber: The Fault in our Stars (Das Schicksal ist ein mieser Verräter)

E. Max Frye, Dan Futterman: Foxcatcher (meine Filmbesprechung)

William Monahan: The Gambler (meine Besprechung)

Jez Butterworth, John-Henry Butterworth: Get on up (meine Besprechung)

Gillian Flynn: Gone Girl (meine Besprechung)

Wes Anderson: The Grand Budapest Hotel (meine Jubelarie)

Dean DeBlois: How to train your Dragon 2 (Drachenzähmen leicht gemacht 2)

Graham Moore: The Imitation Game (meine Besprechung)

James Lapine: Into the Woods

Peter Landesman: Kill the Messenger (deutscher Kinostart: 6. August 2015)

Oleg Negin, Andrey Zvyagintsev: Leviathan

Steven Knight: Locke (deutscher Titel: „No turning back“ – Kein Kommentar.)

Ira Sachs, Mauricio Zacharias: Love is strange

J. C. Chandor: A most violent year (toller Film, Kinostart ist am 19. März)

Mike Leigh: Mr. Turner (meine Besprechung – DVD erscheint am 28. April)

Dan Gilroy: Nightcrawler (meine Besprechung)

Theodore Melfi: St. Vincent (meine Besprechung)

Richard Glatzer, Wash Westmoreland: Still Alice (deutscher Kinostart: 5. März)

Anthony McCarten: The Theory of Everything (Die Entdeckung der Unendlichkeit – der Stephen-Hawking-Film)

Joel Coen & Ethan Coen, Richard LaGravenese, William Nicholson: Unbroken

Damien Chazelle: Whiplash (deutscher Kinostart 19. Februar)

Nick Hornby: Wild (Der große Trip – Wild; meine Besprechung)

Damián Szifrón: Wild Tales ( – Jeder dreht mal durch!, meine Besprechung)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Die KrimiZeit-Bestenliste Februar 2015

Februar 5, 2015

Diese Druckwerke empfehlen die Damen und Herren der KrimiZeit in ihrer aktuellen Bestenliste:
1 (2) Denise Mina: Das Vergessen
2 (-) Jesper Stein: Weißglut
3 (-) Dennis Lehane: The Drop – Bargeld
4 (-) Tana French: Geheimer Ort
5 (8) Oliver Harris: London Underground
6 (-) Norbert Horst: Mädchenware
7 (7) Andrew Brown: Trost
8 (-) Tony Parsons: Dein finsteres Herz
9 (9) Jo Nesbø: Der Sohn
10 (10) Nathan Larson: Boogie Man

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.


„Das ewige Leben“ – der Brenner, der Haas, der Trailer

Januar 28, 2015

Jetzt ist schon wieder was passiert. Und ob du es glaubst oder nicht. Zur Abwechslung einmal etwas Gutes. Weil „Das ewige Leben“ jetzt einen Trailer hat

Aber so ein Trailer, der kann natürlich nicht den ganzen Brenner zeigen. Die Lakonie fehlt. Die Action auch. Der Sex. Die Katze.

Das alles und noch viel mehr gibt es ab dem 19. März und der Film schließt nahtlos an die vorherigen Brenner-Verfilmungen an. Kein Wunder. Ist ja auch das bewährte Team.

Plakat gibt’s auch

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