Don Winslow wechselt den Verlag. Mal wieder, denkt der langjährige Fan, während sein Blick über das Don-Winslow-Regal wandert. Piper, Goldmann, Heyne (sein Trevanian-Ausflug) und Suhrkamp, der ihn in Deutschland in den vergangenen Jahren, nach einer elend langen Publikationspause, in der Don Winslow in den USA wichtige Preise erhielt und abgefeiert wurde, wieder aufbaute und erfolgreich machte. Als Winslow 2012 in Berlin sein neuestes Buch vorstellte, war der ziemlich große Saal bis auf den letzten Stehplatz ausverkauft. Muss ich noch mehr sagen?
Nun wechselt er von Suhrkamp zu Droemer Knaur, dem aktuellen Verlag von Michael Connelly und Friedrich Ani.
Don Winslow sagt zum Verlagswechsel: „Ich blicke gerne auf die jahrelange Zusammenarbeit mit Suhrkamp zurück und bin den Mitarbeitern sehr dankbar für alles, was sie für mich getan haben. Trotzdem haben mich die aktuellen Entwicklungen sowie der Abgang meiner zentralen Ansprechpartner dort veranlasst, mir einen neuen Verlagspartner in Deutschland zu suchen. Ich freue mich sehr darauf, mit Hans-Peter Übleis und dem Team von Droemer Knaur zusammenzuarbeiten. Ich freue mich außerdem bekanntzugeben, dass bei Droemer Knaur zahlreiche neue Bücher von mir erscheinen werden, darunter auch die Fortsetzung von Tage der Toten.“
Und Droemer Knaur freut sich über diesen Fang.
Don Winslow demnächst bei Droemer Knaur
April 14, 2014Die KrimiZeit-Bestenliste April 2014
April 3, 2014Für den April empfehlen die Damen und Herren von KrimiZeit-Bestenliste, neben der Ostereiersuche, diese Kriminalromane:
1 (1) David Peace: GB84
2 (-) Oliver Bottini: Ein paar Tage Licht
3 (5) Daniel Woodrell: In Almas Augen
4 (2) Jan Costin Wagner: Tage des letzten Schnees
5 (-) Sascha Arango: Die Wahrheit und andere Lügen
6 (-) Adam Sternbergh: Spademan
7 (-) Urban Waite: Wüste der Toten
8 (10) Karim Miské: Entfliehen kannst Du nie
9 (8) Uta-Maria Heim: Wem sonst als Dir.
10 (-) Mukoma wa Ngugi: Nairobi Heat
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In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.
Jüdisches Filmfest, die zwanzigste Ausgabe
März 30, 2014
Das heute beginnende „Jüdische Filmfestival Berlin & Potsdam“ hat auch dieses Jahr wieder ein angenehm zusammenhangloses Programm. Jedenfalls in punkto Stil und Qualität der Filme. Solange sie nur irgendetwas mit dem jüdischen Leben und der jüdischen Kultur zu tun haben, qualifizieren sie sich für das Jüdische Filmfestival.
Der Vorteil dieser eklektischen Herangehensweise ist offensichtlich: in den vergangenen zwei Jahrzehnten entstand so eine Chronologie des jüdischen Lebens, ihrer Veränderungen und auch ihrer Vielfalt. Denn Judentum ist mehr als Shoah, Israel und Woody Allen; – wobei Woody Allen dieses Jahr dabei ist. Im von John Turturro inszeniertem Eröffnungsfilm „Fading Gigolo“ spielt er einen Ex-Buchhändler mit einer genialen Geschäftsidee, die ihm schnell Ärger mit der orthodoxen jüdischen Gemeinde einbringt. Sharon Stone und Liev Schreiber sind auch dabei und am 6. November soll die in New York spielende Komödie auch im deutschen Kino starten.
Für Genrejunkies – immerhin sind wir in der „Kriminalakte“ – ist „Big Bad Wolves“ (Mi Mefahed Mezeev Hara, Israel 2013) von Aharon Keshales und Navot Papushado, der auch schon letztes Jahr auf dem Fantasy Filmfest lief, einen Blick wert. Quentin Tarantino nannte ihn, in seiner üblichen überschäumenden Begeisterung, den besten Film des letzten Jahres. So weit würde ich nicht gehen, aber das düstere Drama ist verdammt gut, hat etliche gemeine Überraschungen und eine ordentliche Portion schwarzen Humor. Es geht um einen Vater, der aus dem Mörder seiner kleinen Tochter ein Geständnis herauspressen will. Ein suspendierter Polizist, der zufällig in den Folterkeller stolpert, soll ihm dabei helfen. Aber foltert er den Richtigen?
Witzig könnte die Agentenkomödie „Kidon“ von Emmanuel Naccache mit Tomer Sisley sein. In ihr ermorden vier Mossad-Agenten in Dubai einen wichtigen Hamas-Vertreter. Aber der Mossad kennt die Agenten nicht. Aber da gibt es noch die sehr geheime „Kidon“-Gruppe.
Außerdem zeigt das Jüdische Filmfestival Pepe Danquarts „Lauf Junge Lauf“, der jetzt zweimal für den Deutschen Filmpreis nominiert wurde und der am 17. April im Kino auläuft. Danquart erzählt die Geschichte von Yoram Fridman, der als neunjähriger Junge nach seiner Flucht aus dem Warschauer Ghetto versucht in Polen zu überleben.
Und dann gibt es noch Filme wie „Life as a Rumor“ die man in Deutschland wahrscheinlich nur auf dem Jüdischen Filmfestival sehen kann. „Life as a Rumor“ ist ein autobiographischer Dokumentarfilm mit und über Assi Dayan, einen in Israel bekannten Schauspieler, Autor und Regisseur, der bei uns eigentlich nur für „Life According to Agfa“ bekannt ist, und der hier eine schonungslose Bilanz seines verkorksten Lebens und seiner Beziehung zu seinem Vater Moshe Dayan zieht. Sein Vater war einer der Gründerväter Israels und später auch Verteidigungsminister. Das ist dann, weil wir Dayan nicht kennen, nicht so furchtbar interessant.
Interessanter dürfte dagegen „André Gregory: Before and after Dinner“ sein. Cindy Kleine inszenierte diese Dokumentation über ihren Mann André Gregory, den viele von Louis Malles „My Dinner with André“ kennen dürften. Später spielte der Theatermacher unter anderem den alten Wärter Smithers in „Demolition Man“.
Oder die einstündige Dokumentation „Bureau 06“ über die Sonderermittlergruppe der israelischen Polizei, die 1960 mithalf, die Anklage gegen Adolf Eichmann vorzubereiten.
Genossen werden können die Filme in Berlin und Potsdam bis zum 13. April im Hans Otto Theater und im Thalia Kino Babelsberg (beide Potsdam), im Filmkunst 66, im Kino Eiszeit, Neues Off und meistens Kino Arsenal, oft mit Gästen, wie den Regisseuren.
Das vollständige Programm gibt es hier.
Michael Connellys Harry Bosch geht in Serie
März 14, 2014Amazon Studios hat verraten, welche vier Serien sie, ausgehend von den Reaktionen des Publikums auf zehn Pilotepisoden sie produzieren wollen.
Nun, „Bosch“ ist darunter. Die Serie basiert auf den Kriminalromanen von Michael Connelly über den LAPD-Polizisten Harry Bosch. In der Serie wird er von Titus Welliver gespielt.
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Bei Droemer erschien die Tage „Black Box“ (The Black Box, 2012), der neue Harry-Bosch-Roman von Michael Connelly. Ein Lesetipp.
Einige bewegte Bilder aus „The Return of the First Avenger“
März 14, 2014Die Werbemaschine für den neuen „Captain America“-Film „The Return of the First Avenger“ beginnt langsam heiß zu laufen. Meine Besprechung gibt es zum Filmstart am 27. März und wegen eines Schweigegelübdes darf ich nichts über den Film (den ich zum Glück in 2 D sehen durfte) sagen.
Also: hier einige Bilder aus den ersten Minuten des Films:
Weitere Bilder, mit Statements der Beteiligten vor und hinter der Kamera:
Und der Trailer
Die KrimiZeit-Bestenliste März 2014
März 6, 2014Winter vorbei, Karneval überlebt (was in Berlin kein Problem war), KrimiZeit-Bestenliste für den März erhalten:
1 (-) David Peace: GB84
2 (7) Jan Costin Wagner: Tage des letzten Schnees
3 (3) Jesper Stein: Unruhe
4 (6) Zoë Beck: Brixton Hill
5 (-) Daniel Woodrell: In Almas Augen
6 (8) Dennis Lehane: In der Nacht
7 (5) Martin Cruz Smith: Tatjana
8 (10) Uta-Maria Heim: Wem sonst als Dir.
10 (-) Karim Miské: Entfliehen kannst Du nie
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In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.
Die Oscar-Nominierungen 2014 – und meine Prognose der Gewinner (UPDATE: und die Gewinner)
März 1, 2014(Update: 3. März: Oscar-Nacht ist um. Wie habe ich mich geschlagen? Einige Treffer sind dabei. Dass „Gravity“ so viele Oscars erhält, hätte ich nicht gedacht. Dass das von einem Briten inszenierte Sklavendrama bester Film wird, hätte ich auch nicht gedacht. Dass „American Hustle“ bei zehn Nominierungen und soviel Hype so schlecht abschneidet, wundert mich schon etwas. Dass meine Liebe zu „Nebraska“ nicht erwidert wird, enttäuscht mich. )
Dieses Jahr habe ich fast alle für die Oscars nominierten Filme gesehen und eine Vorhersage der Gewinner auf fundierter Basis machen; – wobei mehr Informationen nicht unbedingt zu besseren Entscheidungen führen. Aber das ist eine andere Geschichte.
Und, auch wenn einige grandiose Leistungen vergessen wurden, ist die Auswahl der Nominierten durchgängig verdammt gut und in der Nacht vom Sonntag zum Montag, wenn die Oscars verliehen werden, wissen wir mehr.
Für Nachteulen überträgt Pro7 ab 00.40 Uhr. Die Verleihung beginnt um 01.30 Uhr und endet um 05.50 Uhr.
Also, dann:
Best Motion Picture of the Year
Dallas Buyers Club (2013)
Her (2013) (Besprechung zum Kinostart)
MEIN TIPP: Nebraska (2013)
GEWINNER: 12 Years a Slave (2013)
The Wolf of Wall Street (2013)
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Best Performance by an Actor in a Leading Role
Christian Bale für American Hustle (2013)
MEIN TIPP: Bruce Dern für Nebraska (2013)
Leonardo DiCaprio für The Wolf of Wall Street (2013)
Chiwetel Ejiofor für 12 Years a Slave (2013)
GEWINNER: Matthew McConaughey für Dallas Buyers Club (2013)
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Best Performance by an Actress in a Leading Role
Amy Adams für American Hustle (2013)
GEWINNER/MEIN TIPP: Cate Blanchett für Blue Jasmine (2013)
Sandra Bullock für Gravity (2013)
Judi Dench für Philomena (2013)
Meryl Streep für Im August in Osage County (2013)
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Best Performance by an Actor in a Supporting Role
Barkhad Abdi für Captain Phillips (2013)
Bradley Cooper für American Hustle (2013)
Jonah Hill für The Wolf of Wall Street (2013)
MEIN TIPP: Michael Fassbender für 12 Years a Slave (2013)
GEWINNER: Jared Leto für Dallas Buyers Club (2013)
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Best Performance by an Actress in a Supporting Role
Sally Hawkins für Blue Jasmine (2013)
Julia Roberts für Im August in Osage County (2013)
GEWINNER: Lupita Nyong’o für 12 Years a Slave (2013)
Jennifer Lawrence für American Hustle (2013)
MEIN TIPP: June Squibb für Nebraska (2013)
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Best Achievement in Directing
GEWINNER/MEIN TIPP: Alfonso Cuarón für Gravity (2013)
Steve McQueen für 12 Years a Slave (2013)
David O. Russell für American Hustle (2013)
Martin Scorsese für The Wolf of Wall Street (2013)
Alexander Payne für Nebraska (2013)
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Best Writing, Screenplay Written Directly for the Screen
American Hustle (2013): Eric Warren Singer, David O. Russell
Blue Jasmine (2013): Woody Allen
GEWINNER: Her (2013): Spike Jonze
MEIN TIPP: Nebraska (2013): Bob Nelson
Dallas Buyers Club (2013): Craig Borten, Melisa Wallack
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Best Writing, Screenplay Based on Material Previously Produced or Published
Before Midnight (2013): Richard Linklater (Manche Einordnungen verstehe ich nicht. Denn für mich gehört „Before Midnight“ in die „Directly for the Screen“-Kategorie)
Captain Phillips (2013): Billy Ray
GEWINNER/MEIN TIPP: 12 Years a Slave (2013): John Ridley
The Wolf of Wall Street (2013): Terence Winter
Philomena (2013): Steve Coogan, Jeff Pope
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Best Animated Feature Film of the Year
Die Croods (2013)
Ich – Einfach unverbesserlich 2 (2013)
Ernest & Célestine (2012)
GEWINNER: Die Eiskönigin – Völlig unverfroren (2013)
Kaze tachinu (2013)
Kein Tipp, weil ich keinen der Filme kenne, aber „Die Eiskönigin“ soll sehr gut sein.
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Best Foreign Language Film of the Year
The Broken Circle (2012): Felix Van Groeningen (Belgien)
L’image manquante (2013): Rithy Panh (Kambodscha)
Die Jagd (Jagten, 2012): Thomas Vinterberg (Dänemark)
GEWINNER/MEIN TIPP: La Grande Bellezza – Die große Schönheit (2013): Paolo Sorrentino (Italien)
Omar (2013): Hany Abu-Assad (Palästina)
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Best Achievement in Cinematography
GEWINNER/MEIN TIPP: Gravity (2013): Emmanuel Lubezki
Inside Llewyn Davis (2013): Bruno Delbonnel
Nebraska (2013): Phedon Papamichael
Prisoners (2013): Roger Deakins
The Grandmaster (2013): Philippe Le Sourd
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Ab jetzt wird es schwierig, weil es doch sehr speziell wird.
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Best Achievement in Editing
MEIN TIPP: 12 Years a Slave (2013): Joe Walker
American Hustle (2013): Alan Baumgarten, Jay Cassidy, Crispin Struthers
GEWINNER: Gravity (2013): Alfonso Cuarón, Mark Sanger
Captain Phillips (2013): Christopher Rouse
Dallas Buyers Club (2013): Martin Pensa, John Mac McMurphy
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Best Achievement in Production Design
12 Years a Slave (2013): Adam Stockhausen, Alice Baker
MEIN TIPP: American Hustle (2013): Judy Becker, Heather Loeffler
Gravity (2013): Andy Nicholson, Rosie Goodwin, Joanne Woollard
GEWINNER: Der große Gatsby (2013): Catherine Martin, Beverley Dunn
Her (2013): K.K. Barrett, Gene Serdena
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Best Achievement in Costume Design
MEIN TIPP: American Hustle (2013): Michael Wilkinson
GEWINNER: Der große Gatsby (2013): Catherine Martin
12 Years a Slave (2013): Patricia Norris
The Grandmaster (2013): William Chang
The Invisible Woman (2013): Michael O’Connor
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Best Achievement in Makeup and Hairstyling
GEWINNER: Dallas Buyers Club (2013): Adruitha Lee, Robin Mathews
MEIN TIPP: Jackass: Bad Grandpa (2013): Steve Prouty
Lone Ranger (2013): Joel Harlow, Gloria Pasqua Casny
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Best Achievement in Music Written for Motion Pictures, Original Score
(Argh, wie soll ich mich an die Musik eines vor Monaten gesehenen Films erinnern? Und soll ich hier bewerten, wie sehr die Musik den Film unterstützt – was dazu führt, dass sie nicht auffällt – oder wie sehr sie als eigenständige CD funktioniert – was dazu führt, dass sie sehr wahrscheinlich die Filmgeschichte stört?)
Die Bücherdiebin (2013): John Williams (Besprechung zum Kinostart)
GEWINNER: Gravity (2013): Steven Price (War da Musik im Film?)
Her (2013): William Butler, Andy Koyama
MEIN TIPP: Saving Mr. Banks (2013): Thomas Newman (Besprechung zum Kinostart)
Philomena (2013): Alexandre Desplat
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Best Achievement in Music Written for Motion Pictures, Original Song
Ich – Einfach unverbesserlich 2 (2013): Pharrell Williams („Happy“)
GEWINNER: Die Eiskönigin – Völlig unverfroren (2013): Kristen Anderson-Lopez, Robert Lopez („Let It Go“)
MEIN TIPP (obwohl es wahrscheinlich „Ich“ oder „Die Eiskönigin“ wird): Mandela: Der lange Weg zur Freiheit (2013): Bono, Adam Clayton, The Edge, Larry Mullen Jr., Brian Burton („Ordinary Love“)
Her (2013): Karen O („The Moon Song“)
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Best Achievement in Sound Mixing
(Hm, was ist jetzt genau für mich als Zuschauer der Unterschied zwischen „Sound Mixing“ und „Sound Editing“ und wie groß ist der Einfluss des Kinos auf meine Wahrnehmung des Sounds?)
GEWINNER: Gravity (2013): Skip Lievsay, Niv Adiri, Christopher Benstead, Chris Munro
MEIN TIPP (weil diese Blockbuster immer einen Oscar in einer Nebenkategorie kriegen): Der Hobbit – Smaugs Einöde (2013): Christopher Boyes, Michael Hedges, Michael Semanick, Tony Johnson
Captain Phillips (2013): Chris Burdon, Mark Taylor, Mike Prestwood Smith, Chris Munro
Inside Llewyn Davis (2013): Skip Lievsay, Greg Orloff, Peter F. Kurland
Lone Survivor (2013): Andy Koyama, Beau Borders, David Brownlow
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Best Achievement in Sound Editing
MEIN TIPP (weil der Film mehr Nominierungen verdient hätte): All Is Lost (2013): Steve Boeddeker, Richard Hymns
Captain Phillips (2013): Oliver Tarney
GEWINNER: Gravity (2013): Glenn Freemantle
Der Hobbit – Smaugs Einöde (2013): Brent Burge
Lone Survivor (2013): Wylie Stateman
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Best Achievement in Visual Effects
GEWINNER/MEIN TIPP: Gravity (2013): Timothy Webber, Chris Lawrence, David Shirk, Neil Corbould
Der Hobbit – Smaugs Einöde (2013): Joe Letteri, Eric Saindon, David Clayton, Eric Reynolds
Iron Man 3 (2013): Christopher Townsend, Guy Williams, Erik Nash, Daniel Sudick
Lone Ranger (2013): Tim Alexander, Gary Brozenich, Edson Williams, John Frazier
Star Trek: Into Darkness (2013): Roger Guyett, Pat Tubach, Ben Grossmann, Burt Dalton
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Best Documentary, Feature
MEIN TIPP: The Act of Killing (2012): Joshua Oppenheimer, Signe Byrge Sørensen
Cutie and the Boxer (2013): Zachary Heinzerling, Lydia Dean Pilcher
Schmutzige Kriege – Dirty Wars (2013): Rick Rowley, Jeremy Scahill
Al midan (2013): Jehane Noujaim, Karim Amer
GEWINNER: 20 Feet from Stardom (2013): Morgan Neville
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Das war’s. Denn die folgenden Filme kenne ich nicht.
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Best Documentary, Short Subject
Cavedigger (2013): Jeffrey Karoff
Facing Fear (2013): Jason Cohen
Karama Has No Walls (2012): Sara Ishaq
GEWINNER: The Lady In Number 6 (2013): Malcolm Clarke, Carl Freed
Prison Terminal: The Last Days of Private Jack Hall (2013): Edgar Barens
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Best Short Film, Animated
Feral (2012): Daniel Sousa, Dan Golden
Get a Horse! (2013): Lauren MacMullan, Dorothy McKim
GEWINNER: Mr Hublot (2013): Laurent Witz, Alexandre Espigares
Tsukumo (2012): Shuhei Morita
Room on the Broom (2012) (TV): Max Lang, Jan Lachauer
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Best Short Film, Live Action
Aquel no era yo (2012): Esteban Crespo
Avant que de tout perdre (2013): Xavier Legrand
GEWINNER: Helium (2014): Anders Walter
Pitääkö mun kaikki hoitaa? (2012): Selma Vilhunen
The Voorman Problem (2012): Mark Gill
Michael Connelly unterhält sich mit Elliott Gould über „Der Tod kennt keine Wiederkehr“
Februar 12, 2014Vor einigen Minuten entdeckt:
Michael Connelly unterhielt sich am 25. März 2012 mit Philip-Marlowe-Darsteller Elliott Gould über die legendäre Raymond-Chandler-Verfilmung „Der Tod kennt keine Wiederkehr“ (The long goodbye, USA 1972, Regie: Robert Altman, Drehbuch: Leigh Brackett)
Hier ist der Trailer
Ich sollte mir den Film mal wieder ansehen.
Die KrimiZeit-Bestenliste Februar 2014
Februar 6, 2014
Für den Berlinale-Monat empfehlen die KrimiZeit-Kritiker diesen Lesestoff:
1 (1) John le Carré: Empfindliche Wahrheit
2 (3) Dennis Lehane: In der Nacht
3 (9) Jesper Stein: Unruhe
5 (4) Martin Cruz Smith: Tatjana
6 (8) Zoë Beck: Brixton Hill
7 (-) Jan Costin Wagner: Tage des letzten Schnees
8 (-) Gary Victor: Schweinezeiten
9 (5) Garry Disher: Dirty Old Town
10 (-) Uta-Maria Heim: Wem sonst als Dir.
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In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.
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„Tatjana“ und „In der Nacht“ werden demnächst besprochen. „Die Freunde von Eddie Coyle“ von George V. Higgins hat als Neuübersetzung ja ganz schlechte Karten für einen Platz in der Liste. Schade. Ist nämlich ein gutes Buch.
Special Screening von „Der Imker“
Februar 2, 2014Im Kino FSK (Segitzdamm 2, 10969 Berlin, Nähe U-Bahnhof Kottbusser Tor und U-Bahnhof Moritzplatz)) wird am Sonntag, den 2. Februar, um 13.00 Uhr der von Mano Khalil gedrehte Dokumentarfilm „Der Imker“ (Besprechung hier) gezeigt.
Anschließend diskutieren Fevzi Aktas (Geschäftsführer KOMKAR) und Carmen Troppa (Asylbewerberbetreuung KOMKAR) über den Film, der Ibrahim Gezer porträtiert, ein Bienenzüchter, der aus dem türkischen Teil Kurdistans fliehen musste und inzwischen in der Schweiz als Flüchtling anerkannt ist.
KOMKAR ist der Verband der Vereine aus Kurdistan in Deutschland e.V..
Ebenfalls zum Filmstart begann die Kampagne „Von Fremden zu Freunde“. In der Pressemitteilung dazu steht:
Zum Kinostart von „Der Imker“ am 30.01.2014 in Deutschland startet BraveHearts Filmverleih in Zusammenarbeit mit der UNO-Flüchtlingshilfe und mit Unterstützung der GLS Bank die Kampagne „Von Fremden zu Freunden“. Pate der Kampagne ist der bekannte Fernsehjournalist Jean Pütz.
Der von Cinema for Peace und Human Rights Watch ausgezeichnete Film handelt vom Schicksal und Leben eines kurdischen Imkers, der versucht, sich in seiner Asylheimat Schweiz ein neues Leben aufzubauen. Der Film des in der Schweiz lebenden syrisch-kurdischen Regisseurs Mano Khalil schafft Verständnis für Menschen, die Zuflucht in Europa suchen und ruft dazu auf, sich für sie einzusetzen.
Diese Botschaft möchte auch die Kampagne „Von Fremden zu Freunden“ verbreiten. Ziel ist es, Flüchtlinge und Migranten nicht als Fremde sondern als Mitmenschen zu betrachten und möglichst viele Menschen darüber zu informieren, welche Flüchtlingsprojekte es in ihren Städten gibt und wie sie sich engagieren können – zum Beispiel als Flüchtlingspate und Vormund oder mit einer anderen ehrenamtlichen Arbeit.
Darüber hinaus beteiligen sich viele lokale Menschenrechts- und Flüchtlingsorganisationen, darunter auch Projektpartner der UNO-Flüchtlingshilfe, an der Kampagne – sei es durch die Bewerbung der Kinoaufführungen, durch Auslegen von Flyern im Kino oder durch die Vorstellung ihrer Projekte in einem BraveHearts-Flyer mit dem Titel „Wer was tun will“, der beim Ticketkauf direkt mit überreicht wird. Ähnliche Kampagnen sind auch für zukünftige Filme geplant.
Die UNO-Flüchtlingshilfe ist der deutsche Spendenpartner des Flüchtlingskommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR). Die Organisation mit Sitz in Bonn fördert über die UNHCR-Projekte hinaus zahlreiche Projekte deutsche Träger, darunter Flüchtlingsräte oder Beratungs- und Therapieprojekte für Flüchtlinge und Asylbewerber.
„Wer was tun will“ – Angebot:
Übernahme von Patenschaften für Flüchtlinge und Migranten
Paten und Vormünder helfen Flüchtlingen und Migranten, sich in ihrer neuen Umgebung zurechtzufinden – bei Behördengängen und Arztbesuchen, beim Erlernen der Sprache, bei Fragen der Unterbringung, Bildung und Arbeitssuche. Der persönliche Kontakt schafft Verständnis, baut gegenseitige Vorurteile und Ängste ab und bietet die Chance, voneinander zu lernen. Die UNO-Flüchtlingshilfe hilft Interessierten, die für sie richtige Partnerorganisation zu finden.
Kostenlose Trainings für weibliche Flüchtlinge und Sozialarbeiterinnen
Für eine begrenzte Anzahl von Flüchtlingen bietet Dr. Heifetz, Mitgründerin von BraveHearts, folgende Angebote in Köln an: ein kostenfreies 3-Monats-Intensivtraining zur Stärkung von Selbstbewußsein, Kommunikation und Konfliktfähigkeit, sowie ein 3-monatiges Train-the-Trainer Programm für Sozialarbeiterinnen, die mit Flüchtlingen arbeiten. Dr. Heifetz ist Dozentin für Culture and Conflict an der Tel Aviv University und gibt innovative Führungsworkshops für Frauen.
Angebote von lokalen Organisationen
BraveHearts „Wer was tun will“ Flyer enthält sieben lokale Angebote, sich zu engagieren. Weitere Angebote werden auf der Homepage von BraveHearts gesammelt.
Deutscher Krimipreis 2014 vergeben
Januar 21, 2014
Der Deutsche Krimipreis wurde verliehen:
National
1. Platz: Friedrich Ani: M (Droemer)
2. Platz: Robert Hültner: Am Ende des Tages (btb)
3. Platz: Matthias Wittekindt: Marmormänner (Edition Nautilus)
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International
1. Platz: Patrícia Melo: Leichendieb (Ladrão de Cadáveres) (Tropen)
2. Platz: John le Carré: Empfindliche Wahrheit (A Delicate Truth) (Ullstein)
3. Platz: Jerome Charyn: Unter dem Auge Gottes (Under the Eye of God) (Diaphanes)
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Hoppla, im Gegensatz zu den früheren Jahren habe ich dieses Jahr fast alle deutschsprachigen, aber nur einen der internationalen Preisträger gelesen. Aber Wittekindt, Melo und Charyn liegen immer noch auf meinem Zu-lesen-Stapel.
Die Edgar-Nominierungen 2014
Januar 18, 2014Die Mystery Writers of America (MWA) haben die diesjährigen Nominierungen für den Edgar-Allan-Poe-Preis bekannt gegeben:
Best Novel
• Sandrine’s Case, von Thomas H. Cook (The Mysterious Press)
• The Humans, von Matt Haig (Simon & Schuster)
• Ordinary Grace, von William Kent Krueger (Atria)
• How the Light Gets In, von Louise Penny (Minotaur)
• Standing in Another Man’s Grave (Mädchengrab), von Ian Rankin (Reagan Arthur)
• Until She Comes Home, von Lori Roy (Dutton)
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Best First Novel
• The Resurrectionist, von Matthew Guinn (Norton)
• Ghostman (Ghostman), von Roger Hobbs (Knopf)
• Rage Against the Dying, von Becky Masterman (Minotaur)
• Red Sparrow, von Jason Matthews (Scribner)
• Reconstructing Amelia, von Kimberly McCreight (HarperCollins)
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Best Paperback Original
• The Guilty One, von Lisa Ballantyne (Morrow)
• Almost Criminal, von E. R. Brown (Dundurn)
• Joe Victim, von Paul Cleave (Atria)
• Joyland (Joyland), von Stephen King (Hard Case Crime)
• The Wicked Girls, von Alex Marwood (Penguin)
• Brilliance, von Marcus Sakey (Thomas & Mercer)
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Best Fact Crime
• Duel with the Devil: The True Story of How Alexander Hamilton and Aaron Burr Teamed Up to Take on America’s First Sensational Murder Mystery, von Paul Collins (Crown)
• Mortal Sins: Sex, Crime, and the Era of Catholic Scandal, von Michael D’Antonio (Thomas Dunne)
• The Good Nurse: A True Story of Medicine, Madness, and Murder, von Charles Graeber (Twelve)
• The Secret Rescue: An Untold Story of American Nurses and the Medics Behind Nazi Lines, von Cate Lineberry (Little, Brown)
• The Hour of Peril: The Secret Plot to Murder Lincoln Before the Civil War, von Daniel Stashower (Minotaur)
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Best Critical/Biographical
• Maigret, Simenon, and France: Social Dimensions of the Novels and Stories, von Bill Alder (McFarland & Company)
• America Is Elsewhere: The Noir Tradition in the Age of Consumer Culture, von Erik Dussere (Oxford University Press)
• Pimping Fictions: African American Crime Literature and the Untold Story of Black Pulp Publishing, von Justin Gifford (Temple University Press)
• Ian Fleming, von Andrew Lycett (St. Martin’s Press)
• Middlebrow Feminism in Classic British Detective Fiction, von Melissa Schaub (Palgrave Macmillan)
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Best Short Story
• “The Terminal,” von Reed Farrel Coleman (aus Kwik Krimes, herausgeben von Otto Penzler; Thomas & Mercer)
• “So Long, Chief,” von Max Allan Collins und Mickey Spillane (The Strand Magazine, February-May 2013)
• “The Caston Private Lending Library & Book Depository,” von John Connolly (The Mysterious Press)
• “There Are Roads In the Water,” von Trina Corey (Ellery Queen Mystery Magazine [EQMM], January 2013)
• “Where That Morning Sun Goes Down,” von Tim L. Williams (EQMM, August 2013)
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Best Juvenile
• Strike Three, You’re Dead, von Josh Berk (Knopf Books for Young Readers)
• Moxie and the Art of Rule Breaking, von Erin Dionne (Dial)
• P.K. Pinkerton and the Petrified Man, von Caroline Lawrence (Putnam Juvenile)
• Lockwood & Co.: The Screaming Staircase, von Jonathan Stroud (Disney-Hyperion)
• One Came Home, von Amy Timberlake (Knopf Books for Young Readers)
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Best Young Adult
• All the Truth That’s In Me, von Julie Berry (Viking Juvenile)
• Far Far Away, von Tom McNeal (Knopf Books for Young Readers)
• Criminal, von Terra Elan McVoy (Simon Pulse)
• How to Lead a Life of Crime, von Kirsten Miller (Razorbill)
• Ketchup Clouds, von Amanda Pitcher (Little, Brown Books for Young Readers)
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Best Television Episode Teleplay
• “Episode 3” —Luther, Drehbuch von Neil Cross (BBC)
• “Episode 1”–The Fall, Drehbuch von Allan Cubitt (Netflix)
• “Legitimate Rape”–Law & Order: SVU, Drehbuch von Kevin Fox und Peter Blauner (NBC)
• “Variations Under Domestication”–Orphan Black, Drehbuch von Will Pascoe (BBC)
• “Pilot”–The Following, Drehbuch von Kevin Williamson (Fox/Warner Bros. Television)
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Robert L. Fish Memorial Award
“That Wentworth Letter,” von Jeff Soloway (from Criminal Element’s Malfeasance Occasional, herausgegeben von Clare Toohey (St. Martin’s Press)
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Grand Master
Robert Crais
Carolyn Hart
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Raven Award
Aunt Agatha’s Bookstore, Ann Arbor, Michigan
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The Simon & Schuster/Mary Higgins Clark Award
• There Was an Old Woman, von Hallie Ephron (Morrow)
• Fear of Beauty, von Susan Froetschel (Seventh Street)
• The Money Kill, von Katia Lief (Harper)
• Cover of Snow, von Jenny Milchman (Ballantine)
• The Sixth Station, von Linda Stasi (Forge)
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Die Edgar-Preisverleihung ist am Donnerstag, den 1. Mai, im Grand Hyatt Hotel in New York City.
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Wie immer bei den Edgars: viele, viele Lesetipps und etliche alte Bekannte. Hoffentlich werden einige der Romane übersetzt.
Infodump zu Martin Scorseses „The Wolf of Wall Street“
Januar 13, 2014Am Donnerstag startet „The Wolf of Wall Street“ (frei übersetzt „Der Wolf der Wall Street“), der neue, grandiose Film von Martin Scorsese, der an seine Klassiker „GoodFellas“ und „Casino“ anknüpft, nur dass er sich dieses Mal auf einen Finanzschwindler konzentriert. Ein dreistündiger Husarenritt. Leonardo DiCaprio, der vor wenigen Stunden den Golden Globe als bester Hauptdarsteller erhielt, übernahm die Hauptrolle und er ist wirklich atemberaubend als skrupelloser, egozentrischer Schwindler.
Der Film basiert auf der Biographie von Jordan Belfort, die jetzt bei Goldmann als Taschenbuch erschien:
Jordan Belfort: Der Wolf der Wall Street – Die Geschichte einer Wall-Street-Ikone
(übersetzt von Egbert Neumüller)
Goldmann Taschenbuch, 2014
640 Seiten
9,99 Euro
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Die Originalausgabe erschien 2007.
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Die deutsche Erstausgabe 2008 im Verlag Börsenmedien AG.
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Hier einige Interviews mit Jordan Belfort, dessen Art mir nicht gefällt. Aber irgendetwas muss der Verkäufer ja richtig machen.
Grant Lewers (The Room Live) spricht mit Belfort:
Der Google-Hangout vom 11. Januar (am Anfang spricht Belfort auch über Scorseses Film)
Belfort erzählt, wie man Dinge verkauft:
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Zum Ausgleich gibt es einige Interviews mit den am Film beteiligten Menschen:
The Hollywood Reporter (THR) spricht mit Martin Scorsese, Leonardo DiCaprio, Jonah Hill und Drehbuchautor Terence Winter („Boardwalk Empire“, „The Sopranos“)
The LipTV/Media Mayhem spricht mit Drehbuchautor Terence Winter
DP/30 spricht mit Martin Scorsese (Ton ungewöhnlich schlecht)
Charlie Rose spricht mit Martin Scorsese und Leonardo DiCaprio (der Ton ist leider Mülltonne)
Eine ziemlich überfüllte Academy Conversation, vom 18. Dezember 2013, mit den Schauspielern Leonardo DiCaprio, Jonah Hill und Margot Robbie, Regisseur Martin Scorsese, Autor Terrence Winter, Editor Thelma Schoonmaker, Köstumdesignerin Sandy Powell and Casting Director Ellen Lewis
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Zum Film erscheint auch ein Soundtrack (digital ab dem 10. Januar, als CD ab dem 17. Januar) und, wie gewohnt, hat Martin Scorsese die Filmsongs passend ausgewählt. Auf die CD haben es
1. Mercy, Mercy, Mercy – Cannonball Adderley
2. Dust My Broom – Elmore James
3. Bang! Bang! – Joe Cuba
4. Movin’ Out (Anthony’s Song) – Billy Joel
5. C’est Si Bon – Eartha Kitt
6. Goldfinger – Sharon Jones and the Dap Kings
7. Pretty Thing – Bo Diddley
8. Moonlight In Vermont (Live At The Pershing Lounge/1958) – Ahmad Jamal
9. Smokestack Lightning (Album Version) – Howlin’ Wolf
10. Hey Leroy, Your Mama’s Callin’ You – The Jimmy Castor Bunch
11. Double Dutch – Malcolm McLaren
12. Never Say Never – Romeo Void
13. Meth Lab Zoso Sticker – 7Horse
14. Road Runner (Single Version) – Bo Diddley
15. Mrs. Robinson (LP Version) – The Lemonheads
16. Cast Your Fate To The Wind – Allen Toussaint
geschafft.
Ein feines Mixtape.
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Aber das ist noch nicht alles:
Die KrimiZeit-Bestenliste Januar 2014
Januar 9, 2014
Neues Jahr, neue KrimiZeit-Bestenliste, wegen Silvesterkater der Ersteller nicht am ersten Donnerstag des Monats, mit vielen alten Bekannten:
1 (3) John le Carré: Empfindliche Wahrheit
3 (7) Dennis Lehane: In der Nacht
4 (5) Martin Cruz Smith: Tatjana
5 (4) Garry Disher: Dirty Old Town
6 (2) Lee Child: 61 Stunden
7 (-) Ulrich Ritzel: Trotzkis Narr
8 (-) Zoë Beck: Brixton Hill
9 (-) Jesper Stein: Unruhe
10 (8) Jo Nesbø: Koma
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In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.
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Einige der gelisteten Romane habe ich schon gelesen. Einiges liegt immer noch auf meinem Zu-lesen-Stapel – und dann hab ich jetzt auch noch die Vorlage für Martin Scorseses „Der Wolf der Wall Street“, Jordan Belforts 640-seitige, eng bedruckte Biographie, bekommen.
Die KrimiZeit-Jahresbestenliste 2013
Dezember 20, 2013
Die KrimiZeitler haben, ausgehend von den monatlichen KrimiZeit-Bestenlisten, ihre Liste der besten Krimis des Jahres 2013 veröffentlicht
1 Patrícia Melo: Leichendieb
3 Warren Ellis: Gun Machine
4 Jerome Charyn: Unter dem Auge Gottes
5 Sara Gran: Das Ende der Welt
6 Lavie Tidhar: Osama
7 John le Carré: Empfindliche Wahrheit
8 Mike Nicol: Killer Country
9 Daniel Suarez: Kill Decision
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Die Überraschungen sind wohl Warren Ellis und Daniel Suarez, die nur kurze Gastspiele auf den monatlichen Listen hatten, und Don Winslow, dessen Werk bereits 2012 mehrmals auf der monatlichen Liste war.
Die Nominierungen für die Golden Globes
Dezember 13, 2013
Die Nominierungen für die 71. Golden Globes, die am Sonntag, den 12. Januar, von der Hollywood Foreign Press Association verliehen werden, sind draußen.
Etliche Filme kenne ich schon – und sie sind alle verdammt gut. Das gilt für die Nominierungen für den besten Film; im Bereich „Drama“ sind alle sehenswert, bei „Musical or Comedy“ (eine für mich ziemlich unverständliche Kategorie) kenne ich nur „Inside Llewyn Davis“ (Musical? Weil gesungen wird?) und „Nebraska“ (Komödie? Weil es etwas zu Lachen gibt?), die beide gut sind. Den neuen Martin-Scorsese-Film „The Wolf of Wall Street“ (läuft in den USA am 25. Dezember, bei uns nächstes Jahr an) kenne ich noch nicht und ad hoc würde ich ihn nicht unter Komödie einsortieren.
Die Nominierungen für den besten Schauspieler (Drama) gehen auch in Ordnung. Auch die Filme sind sehenswert. Bei den Schauspielerinnen kenne ich nur, in der Kategorie „Drama“ „Blue Jasmine“, „Gravity“ und „Philomena“ und in der Kategorie „Komödie“ kenne ich nur „Genug gesagt“ (James Gandolfinis vorletzter Film), „Before Midnight“ und „Frances Ha“ und auch hier sind die Filme sehenswert.
Beste Regie und bestes Drehbuch spiegeln die „Bester Film“-Nominierungen. Und dann gibt es noch die vielen TV-Nominierungen.
Insgesamt ist es eine gute Nominierungsliste. Auch wenn ich jetzt keine wirkliche Überraschung entdeckt habe.
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Hier, via IMDB, die vollständige Nominierungsliste:
Best Motion Picture – Drama
nominiert
12 Years a Slave (2013)
Rush – Alles für den Sieg (2013/I)
Philomena (2013)
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Best Motion Picture – Musical or Comedy
nominiert
American Hustle (2013)
Her (2013)
Nebraska (2013)
The Wolf of Wall Street (2013)
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Best Performance by an Actor in a Motion Picture – Drama
nominiert
Chiwetel Ejiofor for 12 Years a Slave (2013)
Idris Elba for Mandela: Der lange Weg zur Freiheit (2013)
Tom Hanks for Captain Phillips (2013)
Matthew McConaughey for Dallas Buyers Club (2013)
Robert Redford for All Is Lost (2013)
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Best Performance by an Actress in a Motion Picture – Drama
nominiert
Cate Blanchett for Blue Jasmine (2013)
Sandra Bullock for Gravity (2013)
Judi Dench for Philomena (2013)
Emma Thompson for Saving Mr. Banks (2013)
Kate Winslet for Labor Day (2013)
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Best Performance by an Actor in a Motion Picture – Musical or Comedy
nominiert
Bruce Dern for Nebraska (2013)
Leonardo DiCaprio for The Wolf of Wall Street (2013)
Oscar Isaac for Inside Llewyn Davis (2013)
Joaquin Phoenix for Her (2013)
Christian Bale for American Hustle (2013)
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Best Performance by an Actress in a Motion Picture – Musical or Comedy
nominiert
Julia Louis-Dreyfus for Genug gesagt (2013)
Julie Delpy for Before Midnight (2013)
Greta Gerwig for Frances Ha (2012)
Meryl Streep for August: Osage County (2013)
Amy Adams for American Hustle (2013)
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Best Performance by an Actor in a Supporting Role in a Motion Picture
nominiert
Barkhad Abdi for Captain Phillips (2013)
Bradley Cooper for American Hustle (2013)
Michael Fassbender for 12 Years a Slave (2013)
Jared Leto for Dallas Buyers Club (2013)
Daniel Brühl for Rush – Alles für den Sieg (2013/I)
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Best Performance by an Actress in a Supporting Role in a Motion Picture
nominiert
Sally Hawkins for Blue Jasmine (2013)
Jennifer Lawrence for American Hustle (2013)
Lupita Nyong’o for 12 Years a Slave (2013)
Julia Roberts for August: Osage County (2013)
June Squibb for Nebraska (2013)
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Best Director – Motion Picture
nominiert
Alfonso Cuarón for Gravity (2013)
Steve McQueen for 12 Years a Slave (2013)
David O. Russell for American Hustle (2013)
Paul Greengrass for Captain Phillips (2013)
Alexander Payne for Nebraska (2013)
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Best Screenplay – Motion Picture
nominiert
12 Years a Slave (2013): John Ridley
American Hustle (2013): David O. Russell
Her (2013): Spike Jonze
Nebraska (2013): Alexander Payne
Philomena (2013): Steve Coogan, Jeff Pope
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Best Original Song – Motion Picture
nominiert
Die Eiskönigin – Völlig unverfroren (2013/I): Kristen Anderson-Lopez, Robert Lopez(„Let It Go“)
Mandela: Der lange Weg zur Freiheit (2013): Bono, Adam Clayton, The Edge, Larry Mullen Jr., Brian Burton(„Ordinary Love“)
One Chance (2013): Jack Antonoff, Taylor Swift(„Sweeter Than Fiction“)
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Best Original Score – Motion Picture
nominiert
12 Years a Slave (2013): Hans Zimmer
Die Bücherdiebin (2013): John Williams
All Is Lost (2013): Alex Ebert
Mandela: Der lange Weg zur Freiheit (2013): Alex Heffes
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Best Animated Film
nominiert
Die Eiskönigin – Völlig unverfroren (2013/I): Chris Buck, Jennifer Lee
Ich – Einfach unverbesserlich 2 (2013): Pierre Coffin, Chris Renaud
Die Croods (2013)
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Best Foreign Language Film
nominiert
Le Passé – Das Vergangene (2013)
The Hunt (2012)
Blau ist eine warme Farbe (2013)
La Grande Bellezza – Die große Schönheit (2013)
Kaze tachinu (2013)
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Best Television Series – Drama
nominiert
„Breaking Bad“ (2008)
„Downton Abbey“ (2010)
„House of Cards“ (2013)
„Good Wife“ (2009)
„Masters of Sex“ (2013)
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Best Television Series – Musical or Comedy
nominiert
„The Big Bang Theory“ (2007)
„Girls“ (2012)
„Modern Family“ (2009)
„Parks and Recreation“ (2009)
„Brooklyn Nine-Nine“ (2013)
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Best Mini-Series or Motion Picture Made for Television
nominiert
„American Horror Story“ (2011)
Liberace – Zuviel des Guten ist wundervoll (2013) (TV)
„Top of the Lake“ (2013)
„The White Queen“ (2013)
„Dancing on the Edge“ (2013)
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Best Performance by an Actor in a Television Series – Drama
nominiert
Bryan Cranston for „Breaking Bad“ (2008)
Kevin Spacey for „House of Cards“ (2013)
Liev Schreiber for „Ray Donovan“ (2013)
Michael Sheen for „Masters of Sex“ (2013)
James Spader for „The Blacklist“ (2013)
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Best Performance by an Actress in a Television Series – Drama
nominiert
Robin Wright for „House of Cards“ (2013)
Julianna Margulies for „Good Wife“ (2009)
Kerry Washington for „Scandal“ (2012)
Tatiana Maslany for „Orphan Black“ (2013)
Taylor Schilling for „Orange Is the New Black“ (2013)
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Best Performance by an Actor in a Television Series – Musical or Comedy
nominiert
Don Cheadle for „House of Lies“ (2012)
Jason Bateman for „Arrested Development“ (2003)
Jim Parsons for „The Big Bang Theory“ (2007)
Michael J. Fox for „The Michael J. Fox Show“ (2013)
Andy Samberg for „Brooklyn Nine-Nine“ (2013)
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Best Performance by an Actress in a Television Series – Musical or Comedy
nominiert
Lena Dunham for „Girls“ (2012)
Edie Falco for „Nurse Jackie“ (2009)
Julia Louis-Dreyfus for „Veep – Die Vizepräsidentin“ (2012)
Amy Poehler for „Parks and Recreation“ (2009)
Zooey Deschanel for „New Girl“ (2011)
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Best Performance by an Actor in a Mini-Series or a Motion Picture Made for Television
nominiert
Matt Damon for Liberace – Zuviel des Guten ist wundervoll (2013) (TV)
Michael Douglas for Liberace – Zuviel des Guten ist wundervoll (2013) (TV)
Idris Elba for „Luther“ (2010)
Chiwetel Ejiofor for „Dancing on the Edge“ (2013)
Dominic West for Burton and Taylor (2013) (TV)
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Best Performance by an Actress in a Mini-Series or a Motion Picture Made for Television
nominiert
Jessica Lange for „American Horror Story“ (2011)
Helen Mirren for “Der Fall Phil Spector“ (2013) (TV)
Elisabeth Moss for „Top of the Lake“ (2013)
Helena Bonham Carter for Burton and Taylor (2013) (TV)
Rebecca Ferguson for „The White Queen“ (2013)
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Best Performance by an Actor in a Supporting Role in a Series, Mini-Series or Motion Picture Made for Television
nominiert
Aaron Paul for „Breaking Bad“ (2008)
Jon Voight for „Ray Donovan“ (2013)
Corey Stoll for „House of Cards“ (2013)
Rob Lowe for Liberace – Zuviel des Guten ist wundervoll (2013) (TV)
Josh Charles for „Good Wife“ (2009)
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Best Performance by an Actress in a Supporting Role in a Series, Mini-Series or Motion Picture Made for Television
nominiert
Sofía Vergara for „Modern Family“ (2009)
Janet McTeer for „The White Queen“ (2013)
Monica Potter for „Parenthood“ (2010)
Hayden Panettiere for „Nashville“ (2012)
Jacqueline Bisset for „Dancing on the Edge“ (2013)
Die Gewinner des Europäischen Filmpreises
Dezember 8, 2013Europäischer Film 2013
Italien/Frankreich, 140 Min.
REGIE: Paolo Sorrentino
DREHBUCH: Paolo Sorrentino & Umberto Contarello
PRODUKTION: Nicola Giuliano & Francesca Cima
Europäische Komödie 2013
DEN SKALDEDE FRISØR (LOVE IS ALL YOU NEED)
Dänemark, 111 Min.
REGIE: Susanne Bier
DREHBUCH: Anders Thomas Jensen & Susanne Bier
PRODUKTION: Sisse Graum & Jørgensen, Vibeke Windeløv
EUROPÄISCHER REGISSEUR 2013
Paolo Sorrentino für LA GRANDE BELLEZZA
EUROPÄISCHE SCHAUSPIELERIN 2013
Veerle Baetens in THE BROKEN CIRCLE BREAKDOWN (THE BROKEN CIRCLE)
EUROPÄISCHER SCHAUSPIELER 2013
Toni Servillo in LA GRANDE BELLEZZA
EUROPÄISCHES DREHBUCH 2013
François Ozon für DANS LA MAISON (IN IHREM HAUS)
CARLO DI PALMA EUROPÄISCHER KAMERAPREIS 2013
Asaf Sudry für LEMALE ET HA’HALAL (An ihrer Stelle)
EUROPÄISCHER SCHNITT 2013
Cristiano Travaglioli für LA GRANDE BELLEZZA
EUROPÄISCHES SZENENBILD 2013
Sarah Greenwood für ANNA KARENINA
EUROPÄISCHES Kostümbild 2013
Paco Delgado für BLANCANIEVES (Blancanieves – Ein Märchen von Schwarz und Weiß)
EUROPÄISCHE FILMMUSIK 2013
Ennio Morricone für THE BEST OFFER (The Best Offer – Das höchste Gebot)
EUROPÄISCHES SOUNDDESIGN 2013
Matz Müller & Erik Mischijew für PARADIES: GLAUBE
EUROPÄISCHER DOKUMENTARFILM 2013
THE ACT OF KILLING
Dänemark/Norwegen/Großbritannien, 159 Min.
REGIE: Joshua Oppenheimer
PRODUKTION: Signe Byrge Sørensen
EUROPÄISCHE ENTDECKUNG 2013
OH BOY
Deutschland, 83 Min.
DREHBUCH & REGIE: Jan Ole Gerster
PRODUKTION: Marcos Kantis & Alexander Wadouh
EUROPÄISCHER ANIMATIONSFILM 2013
Israel/Deutschland/Polen/Luxemburg/Frankreich/Belgien, 120 Min.
REGIE & DREHBUCH: Ari Folman
ANIMATION: Yoni Goodman
EUROPEAN FILM ACADEMY KURZFILM 2013
DOOD VAN EEN SCHADUW (Death of a Shadow)
Belgien/Frankreich 2012, Fiktion, 20 Min.
REGIE: Tom Van Avermaet
Koproduktionspreis Prix EURIMAGES 2013
Ada Solomon
PREIS FÜR EIN LEBENSWERK 2013
Catherine Deneuve
EUROPÄISCHER BEITRAG ZUM WELTKINO 2013
Pedro Almodóvar
PUBLIKUMSPREIS – BESTER EUROPÄISCHER FILM 2013
Portugal Mon Amour (La cage dorée)
Portugal/Frankreich, 90 Min.
Regie: Ruben Alves
Drehbuch: Ruben Alves, Jean-André Yerlès, Hugo Gélin
Mit: Rita Blanco, Joaquim de Almeida, Roland Giraud, Chantal Lauby, Barbara Cabrita, Lannick Gautry
Die KrimiZeit-Bestenliste Dezember 2013
Dezember 5, 2013
Also dann: die Lektüreempfehlungen der KrimiZeit für die langen Nächte:
1 (3) Friedrich Ani: M
2 (5) Lee Child: 61 Stunden
3 (-) John le Carré: Empfindliche Wahrheit
4 (6) Garry Disher: Dirty Old Town
5 (-) Martin Cruz Smith: Tatjana
6 (2) Ana Paula Maia: Krieg der Bastarde
7 (-) Dennis Lehane: In der Nacht
8 (-) Jo Nesbø, Koma
9 (1) Jerome Charyn: Unter dem Auge Gottes
10 (-) Robert Crais: Strasse des Todes
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In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.
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Child, Disher, Smith, Lehane, Charyn, Crais: keine Einwände. Die Ani-Besprechung gibt es demnächst. Ebenso le Carré.
Ein Überblick über die „Französische Filmwoche Berlin“
Dezember 4, 2013
Morgen beginnt in Berlin die 13. Französische Filmwoche mit 35 Filmen aus Frankreich, der Schweiz und Quebec. Normalerweise werden die Filme in der Originalfassung mit Untertiteln, oft in Anwesenheit des Regisseurs und anderer an den Filmen beteiligter Künstler, gezeigt. Zwölf Filme sind Vorpremieren. Sieben haben noch keinen Verleih. Es gibt außerdem das Jugendfilmfestival „Cinéfête“, zuerst in Berlin und dann in ganz Deutschland, in dem vor allem für Schüler Filme gezeigt werden, die mit ihrem Alltag etwas zu tun haben. Die meisten Filme, wie „Tomboy“, „Krieg der Knöpfe“ (die Version von 2011) und „In ihrem Haus“, liefen bereits im Kino. Auch „Das Meer am Morgen“ von Volker Schlöndorff. Nämlich auf der Berlinale. Danach wurde der Film 2012 einmal im TV gezeigt und bei uns, im Gegensatz zu anderen Ländern, nicht auf DVD veröffentlicht. Schlöndorff, der mit „Die Blechtrommel“ den Oscar für den besten ausländischen Film gewann, erzählt in seinem neuesten Film von einer 1941 in Frankreich geplanten Erschießung von 150 französischen Geiseln, nachdem ein deutscher Offizier auf offener Straße erschossen wurde. Als Vorpremiere, gibt es Nicolas Vaniers „Belle und Sebastian“ über die Freundschaft zwischen einem Hund und einem Jungen in den Bergen.
Im Arsenal läuft eine gut ausgewählte „Hommage à Catherine Deneuve“, die am Freitag, den 6. Dezember, auch die Eröffnung, bei der „Ein Weihnachtsmärchen“ (Frankreich 2008, Regie: Arnaud Desplechin) gezeigt wird, besucht. Am 7. Dezember erhält sie, ebenfalls in Berlin, von der Europäischen Filmakademie den Preis für ihr Lebenswerk. Das dürften die Termine für die Autogrammjäger sein.
In der ihr gewidmeten Hommage werden außerdem „Die Regenschirme von Cherbourg“ (Frankreich/Deutschland 1964, Regie: Jacques Demy), „Ekel“ (Großbritannien 1965, Regie: Roman Polanski), „Die letzte Metro“ (Frankreich 1980, Regie: Francois Truffaut), „Dancer in the Dark“ (Dänemark/Deutschland/Niederlande/USA/Großbritannien/Schweden/Frankreich/Finnland/Norwegen 2000, Regie: Lars von Trier), „Changing Times“ (Frankreich 2004, Regie: André Techine), „Belle de jour“ (Frankreich 1967, Regie: Luis Bunuel), „I want to see“ (Libanon/Frankreich 2008, Regie: Joana Hadjithomas, Khalil Joreige) und „Die Mädchen von Rochefort“ (Frankreich 1967, Regie: Jacque Demy) gezeigt. Eine schöne Auswahl sehenswerter Filme.
Ergänzend läuft im Hauptprogramm ihr neuer Film „Madame empfiehlt sich“ (Regie: Emmanuelle Bercot), der auch schon auf der Berlinale lief.
Dort läuft auch „Blau ist eine warme Farbe“ von Abdellatif Kéchiche. Sein dreistündiges Zwei-Personenstück erhielt dieses Jahr in Cannes die Goldene Palme. Ebenso Cédric Klapischs „Beziehungsweise New York“ mit Romain Duris und Audrey Tautou über einen Umzug von Frankreich nach Chinatown. Christian Duguays „Jappeloup“ ist ein Film für die Sport- und Pferdefilmfans. Er erzählt die Geschichte von Pierre Durand, der in den frühen Achtzigern vom Anwalt zum Springreiter umsattelt und es mit seinem Pferd Jappeloup bis zu den Olympischen Spielen in Los Angeles schafft. Luc Jacquet erkundet in seiner im tropischen Regenwald gedrehten Dokumentation „Das Geheimnis der Bäume“. Alain Ughettos für den Europäischen Filmpreis nominierter Animationsfilm „Jasmine“ erzählt von dem Leben in Teheran und Frankreich in den siebziger Jahren. Nicht gerade ein Kinderfilm.
Ein besonderes Vergnügen ist „Maman und ich“ (Les Garcons et Guillaume, à table!). Guillaume Galliennes Film startete gerade in Frankreich und eroberte mit 600.000 Besuchern den ersten Platz der Kinocharts. Der deutsche Kinostart ist für den 5. Juni 2014 geplant.
In dem Fast-Einpersonenstück – denn Gallienne spielt als Erzähler auf einer Theaterbühne so gut, dass alle anderen Schauspieler zu Statisten werden – erzählt Guillaume von seiner jahrelangen, unerwiderten Liebe zu seiner dominanten Mutter – und weil es ein französisches Stück ist, ist „Maman und ich“ tiefsinnig, witzig, lebensbejahend und voller grandios gebrochener Klischees. Denn die gesamte Geschichte wird ja ausschließlich aus Guillaumes Perspektive erzählt. Nicht auszudenken, was für ein deprimierender Film bei der Geschichte aus Deutschland gekommen wäre.
Weitere Informationen zu den Filmen und das vollständige Programm gibt es hier.
Veröffentlicht von AxelB 





