Stephen King unterwegs in Europa – die ersten Dokumentationen

November 22, 2013

 

Von Stephen Kings erster offizieller Frankreich- und Deutschland-Lesereise (wenn man das bei einer Drei-Städte-Tour so sagen kann) gibt es online die ersten Fanmitschnitte aus Frankreich. Das Bild ist – nun, da sagen wir besser nichts dazu, aber der Ton ist, immerhin verharrt bei Lesungen das Publikum immer in andächtiger Stille, anhörbar. Vielleicht gibt es noch eine richtig professionelle Dokumentation.

Bis dahin: beide Male die Lesung vom 16. November in Paris, aus verschiedenen Blickwinkeln:

Die Pressekonferenz in Paris vom 12. November:

Bei Markus Lanz ist dann das Bild zwar deutlich besser, aber…

Stephen King beehrt die Runde nach der 37. Minute.

Der aktuelle Grund (als bräuchten die Stephen-King-Fans einen aktuellen Anlass) ist natürlich die Veröffentlichung seines neuen Romans „Doctor Sleep“, in dem er die Geschichte von „Shining“ weitererzählt.

King - Doctor Sleep - 4

Stephen King: Doctor Sleep

(übersetzt von Bernhard Kleinschmidt)

Heyne, 2013

704 Seiten

22,99 Euro

Originalausgabe

Doctor Sleep

Scribner, 2013

Im Gepäck hat er natürlich noch sein davor erschienenes Buch „Joyland“, das mehr in Richtung Kriminalroman tendiert, im Original bei Hard Case Crime erschien und deshalb im Original schön pulpige Cover von Glen Orbik und Robert McGinnis hat.

King - Joyland - 4

Stephen King: Joyland

(übersetzt von Hannes Riffel)

Heyne, 2013

352 Seiten

19,99 Euro

King - Joyland - HardCaseCrime

Originalausgabe

Joyland

Hard Case Crime, 2013

Und das ist noch nicht alles!

Am 5. Dezember startet bei uns die Neuverfilmung von seinem Debütroman „Carrie“. Kimberly Peirce („Boys don’t cry“) verfilmte mit Chloë Grace Moretz als Carrie und Julianne Moore als ihrer Mutter den Roman durchaus gelungen.

Deshalb gibt es jetzt auch eine Neuauflage von „Carrie“ mit einem Nachwort von Willy Loderhose über den Roman und Brian de Palmas Verfilmung, die wir alle als Teenager gesehen haben und uns damals natürlich unglaublich beeindruckt hat.

Leider geht Loderhose nicht auf die jüngste Verfilmung des Romans ein und Filmbilder fehlen auch. Diese Bilder waren für mich früher, neben dem an das Filmplakat angelehntem Cover, der Grund, Filmausgaben wie besessen zu kaufen.

King - Carrie - Neuausgabe 2013 - 4

Stephen King: Carrie

(übersetzt von Wolfgang Neuhaus)

Bastei-Lübbe, 2013

320 Seiten

9,99 Euro

Originalausgabe

Carrie

Doubleday, 1974

Die aktuelle Verfilmung

Carrie - Teaser

Carrie - Plakat

Carrie (Carrie, USA 2013)

Regie: Kimberly Peirce

Drehbuch: Lawrence D. Cohen, Roberto Aguirre-Sacasa

LV: Stephen King: Carrie, 1974 (Carrie)

mit Chloë Grace Moretz, Julianne Moore, Gabriella Wilde, Portia Doubleday, Alex Russell, Zoë Belkin, Ansel Elgort, Samantha Weinstein, Karissa Strain, Judy Greer, Katie Strain, Barry Shabaka Henley

Hinweise

Homepage von Stephen King

Mein Porträt zu Stephen Kings Geburtstag

Meine Besprechung von Stephen Kings/Richard Bachmans „Qual“ (Blaze, 2007)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Nachgelassene Dinge“ (The things they left behind) in Ed McBains „Die hohe Kunst des Mordens“ (Transgressions, 2005)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Colorado Kid“ (The Colorado Kid, 2005)

Meine Besprechung von Joe Hill/Stephen King/Richard Mathesons „Road Rage“ (Road Rage, 2012)

Meine Besprechung der auf Stephen Kings Novelle “The Colorado Kid” basierenden TV-Serie “Haven”

Stephen King in der Kriminalakte und in seinem Trailer-Park

 


Die Nominierungen für den 26. Europäischen Filmpreis

November 9, 2013

Vor wenigen Minuten wurden auf dem Europäischen Filmfestival in Sevilla die Nominierungen für den Europäischen Filmpreis 2013 von der European Film Academy und EFA Productions verkündet. Die fast 3000 Mitglieder der European Film Academy stimmen nun über die Gewinner ab. Die Preisverleihung ist am 7. Dezember im Haus der Berliner Festspiele und es wird auch einen Livestream geben.

Bis dahin kann man sich ja noch einige der nominierten und (soweit bekannt) sehenswerten Werke ansehen:

 

EUROPÄISCHER FILM 2013

 

THE BEST OFFER

THE BEST OFFER – DAS HÖCHSTE GEBOT
Italien, 130 Min.
REGIE & DREHBUCH: Giuseppe Tornatore
PRODUKTION: Isabella Cocuzza & Arturo Paglia

 

BLANCANIEVES
Spanien/Frankreich, 104 Min.
REGIE & DREHBUCH: Pablo Berger
PRODUKTION: Ibon Cormenzana, Jérôme Vidal & Pablo Berger

 

THE BROKEN CIRCLE BREAKDOWN

THE BROKEN CIRCLE
Belgien, 100 Min.
REGIE: Felix van Groeningen
DREHBUCH: Carl Joos & Felix van Groeningen
PRODUKTION: Dirk Impens

 

LA GRANDE BELLEZZA

Italien/Frankreich, 140 Min.
REGIE: Paolo Sorrentino
DREHBUCH: Paolo Sorrentino & Umberto Contarello
PRODUKTION: Nicola Giuliano & Francesca Cima

 

OH BOY
Deutschland, 83 Min.
REGIE & DREHBUCH: Jan Ole Gerster
PRODUKTION: Marcos Kantis & Alexander Wadouh

 

LA VIE D’ADELE: CHAPITRES 1 & 2

BLAU IST EINE WARME FARBE
Frankreich, 179 Min.
REGIE: Abdellatif Kechiche

DREHBUCH: Abdellatif Kechiche & Ghalia Lacroix
PRODUKTION: Brahim Chioua, Vincent Maraval & Abdellatif Kechiche

 

 

EUROPÄISCHE KOMÖDIE 2013

 

LOS AMANTES PASAJEROS
FLIEGENDE LIEBENDE
Spanien, 90 Min.
REGIE & DREHBUCH: Pedro Almodóvar
PRODUKTION: Agustín Almodóvar & Esther García

 

BENVENUTO PRESIDENTE!
WELCOME MR. PRESIDENT!
Italien
, 100 Min.
REGIE: Riccardo Milani

DREHBUCH: Fabio Bonifacci
PRODUKTION: Nicola Guiliano & Francesca Cima

 

DEN SKALDEDE FRISØR

LOVE IS ALL YOU NEED
Dänemark, 111 Min.
REGIE: Susanne Bier
DREHBUCH: Anders Thomas Jensen & Susanne Bier
PRODUKTION: Sisse Graum &
Jørgensen, Vibeke Windeløv

 

SVECENIKOVA DJECA

THE PRIEST’S CHILDREN
Kroatien/Serbien, 93 Min.
REGIE: Vinko Brešan

DREHBUCH: Mate Matišić & Vinko Brešan

PRODUKTION: Ivan Maloča

 

 

EUROPÄISCHER REGISSEUR 2013

 

Pablo Berger für BLANCANIEVES

Felix van Groeningen für THE BROKEN CIRCLE BREAKDOWN (THE BROKEN CIRCLE)

Abdellatif Kechiche für LA VIE D’ADELE (BLAU IST EINE WARME FARBE)

François Ozon für DANS LA MAISON (IN IHREM HAUS)

Paolo Sorrentino für LA GRANDE BELLEZZA

Giuseppe Tornatore für THE BEST OFFER (THE BEST OFFER – DAS HÖCHSTE GEBOT)

 

 

EUROPÄISCHE SCHAUSPIELERIN 2013

 

Keira Knightley in ANNA KARENINA 

Veerle Baetens in THE BROKEN CIRCLE BREAKDOWN (THE BROKEN CIRCLE)

Barbara Sukowa in HANNAH ARENDT

Naomi Watts in LO IMPOSIBLE (THE IMPOSSIBLE)

Luminita Gheorghiu in POZITIA COPILULUI (MUTTER & SOHN)

 

 

EUROPÄISCHER SCHAUSPIELER 2013

 

Jude Law in ANNA KARENINA

Johan Heldenbergh in THE BROKEN CIRCLE BREAKDOWN (THE BROKEN CIRCLE)

Fabrice Luchini in DANS LA MAISON (IN IHREM HAUS)

Toni Servillo in LA GRANDE BELLEZZA

Tom Schilling in OH BOY

 

 

EUROPÄISCHES DREHBUCH 2013

 

Tom Stoppard für ANNA KARENINA

Giuseppe Tornatore für THE BEST OFFER (THE BEST OFFER – DAS HÖCHSTE GEBOT)

Carl Joos & Felix van Groeningen für THE BROKEN CIRCLE BREAKDOWN (THE BROKEN CIRCLE)

François Ozon für DANS LA MAISON (IN IHREM HAUS)

Paolo Sorrentino & Umberto Contarello für LA GRANDE BELLEZZA


Das waren die Hauptpreise. Die komplette Liste aller Nominierungen des 26. Europäischen Filmpreises gibt es hier.


Stadt Land Buch – der Lesemarathon durch Brandenburg und Berlin

November 9, 2013

 

Heute beginnt der diesjährige „Stadt Land Buch“-Lesemarathon. Die meisten der fast 140 Lesungen finden in Berlin statt, einige auch in Brandenburg und selbstverständlich gibt es einige Abende für den geneigten Krimifan:

In Berlin

Sonntag, 10. November

18.00 Uhr, Schwartzsche Villa (Großer Salon, Grunewaldstraße 55, Steglitz): Susanne Rüster liest aus ihrem Roman „Der letzte Tanz“, Stephan Hähnel einige seiner Kurzgeschichten vor. Beide sollen eine Neigung zum Schwarzen Humor haben.

Montag, 11. November

19.00 Uhr, Kulturkaufhaus Dussmann (Friedrichstraße 90, Mitte)

Robert Harris liest aus seinem neuen, 1894 spielendem Politthriller „Intrige“, über die Dreyfus-Affäre vor.

Donnerstag, 14. November

19.00 Uhr, Buchhandlung Kladow (Kladower Damm 369, Kladow): Martin Keune liest aus seinem 1930 in Berlin spielendem Kriminalroman „Black Bottom“ vor.

19.30 Uhr, Alexander Verlag (Fredericastraße 8, Charlottenburg): 30 Jahre Alexander Verlag (aka Der Verlag, der die Ross-Thomas- und Jörg-Fauser-Werkausgabe veröffentlicht)

19.30 Uhr, Grohnsche Buchhandlung (Kolonnenstraße 52, Schöneberg): Frl. Krise und Frau Freitag wissen, dass „Der Altmann ist tot“. Aber wurde der strenge Lehrer ermordet oder verunglückte er tödlich? Gehört wohl in die Kategorie: witzig.

20.00 Uhr, Monarch (Skalitzer Straße 134, Kreuzberg): Autor und Verleger Klaus Bittermann blickt in „Alles schick in Kreuzberg“ hinter die Fassade – und, auch wenn es kein Krimi ist, gibt es sicher einige sehr treffende Pointen.

20.00 Uhr, Dorotheenstädtische Buchhandlung (Turmstraße 5, Moabit): Horst Bosetzky (aka -ky) liest aus „Skandal um Zille“ vor und porträtiert dabei den titelgebenden Künstler.

Freitag, 15. November

16.00 Uhr, Habel im Ratskeller Schmargendorf (Berkaer Platz 1, Schmargendorf): Horst Bosetzky beschäftigt sich immer noch, an einem anderen Ort, mit dem „Skandal um Zille“.

19.00 Uhr, Passionskirche (Marheinekeplatz 1, Kreuzberg): Verleihung des 2. Deutschen Katzen-Krimi-Preises. Miau!

19.30 Uhr, Krimibuchhandlung Miss Marple (Weimarer Straße 17, Charlottenburg): Horst Eckert liest aus seinem neuen Polit-Thriller „Schwarzlicht“. – Nach meinen Infos ist die Veranstaltung bereits ausverkauft.

20.00 Uhr, Buchhandlung Neues Kapitel (Kopenhagener Straße 7, Prenzlauer Berg): Martin Keune liest wieder aus seinem Kriminalroman „Black Bottom“. Aber dieses Mal swingend unterlegt von Elmar Brass (p) und Matthias Oßwald (cl).

Samstag, 16. November

20.30 Uhr, Wirtshaus Max und Moritz (Oranienstraße 162, Kreuzberg): Rob Alef beschäftigt sich in „Immer schon gierig bleiben“ mit dem Mord an einer Maklerin und der Yuppisierung von Berlin.

Im Umland

Montag, 11. November

Ludwigsfelde: Rathaus (Plenarsaal, Rathausstraße 1): Rechtsmediziner Michael Tsokos stellt sein neues Sachbuch „Klaviatur des Todes“ vor.

Mittwoch, 13. November

Neuruppin: Fontane Buchhandlung (Karl-Marx-Straße 83): Tom Wolf liest aus seinem Preußenkrimi „Rosé Pompadour – Mord in Versailles“.

Freitag, 15. November

Bad Belzig: Buchhandlung Ritter (Sandberger Straße 12), 19.00 Uhr: Detlef Raupach, Autor der Kriminalnovelle „Portugiesische Geschichte“ liest unveröffentlichte Geschichten.

Eberswalde: Stadtbibliothek Eberswalde (Breite Straße 40), 19.00 Uhr: Gabriela und Michael Gwisdek lesen aus ihrem Psychothriller „Nachts kommt die Angst“.

Potsdam: Galerie Caffé 11-line (Charlottenstraße 119): Der als Krimiautor bekannte Jan Eik erinnert sich in „Eine Menge Spaß“ an 30 Jahre im Rundfunk der DDR. Martin Ahrends wirft in „Ich sehe eine Krähe“ einen satirischen Blick auf die Wendeverlierer.

Sonntag, 17. November

Grossbeeren: Buchhandlung Ebel (Berliner Straße 36): Elisabeth Herrmann liest aus ihrem Krimi „Das Dorf der Mörder“ über einen Mord im Berliner Tierpark und eine Spur nach Brandenburg vor.

Das komplette Programm des 23. „Stadt Land Buch“-Lesemarathons gibt es hier. Bei einigen Veranstaltungen wird ein Eintritt erhoben, bei einigen ist eine Anmeldung erwünscht.


Die KrimiZeiT-Bestenliste November 2013

November 8, 2013

 

Für den kalten November empfehlen die Damen und Herren der KrimiZeit folgende Werke:

1 (1) Jerome Charyn: Unter dem Auge Gottes

2 (-) Ana Paula Maia: Krieg der Bastarde

3 (-) Friedrich Ani: M

4 (7) Robert Wilson: Stirb für mich

5 (-) Lee Child: 61 Stunden

6 (-) Garry Disher: Dirty Old Town

7 (-) Michael Robotham: Sag, es tut dir leid

8 (-) Tom Rob Smith: Ohne jeden Zweifel

9 (-) Christopher Brookmyre: Die hohe Kunst des Bankraubs

10 (5) C. S. Forester: Tödliche Ohnmacht

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Einiges (Disher!!! Charyn!! Wilson!) liegt auf meinem Zu-Lesen-Stapel. Child ist noch nicht eingetroffen. Ani wird gerade gelesen. Warum fehlen Higgins und Eckert?

Und dann gibt es noch einen neuen Roman von Stephen King.


Die Daggers 2013

Oktober 28, 2013

 

Die British Crime Writers’ Association (CWA) haben die restlichen Dagger-Gewinner (es geht inzwischen ja in mehreren Gängen) vergeben und die diesjährigen Specsavers Crime Thriller Awards wurden auch vergeben.

Die glücklichen Gewinner sind:

CWA Goldsboro Gold Dagger

Dead Lions, von Mick Herron (Soho Crime)

nominiert

Rubbernecker, von Belinda Bauer (Bantam/Transworld)

The Shining Girls, von Lauren Beukes (HarperCollins)

Rage Against the Dying, von Becky Masterman (Orion)

CWA John Creasey Dagger

Norwegian by Night, von Derek B. Miller (Faber and Faber)

nominiert

Something You Are, von Hanna Jameson (Head of Zeus)

The Necessary Death of Lewis Winter, von Malcolm Mackay (Mantle)

Shadow of the Rock, von Thomas Mogford (Bloomsbury)

CWA Ian Fleming Steel Dagger

Ghostman (Ghostman), von Roger Hobbs (Transworld)

nominiert

Ratlines, von Stuart Neville (Random House)

The Sentinel, von Mark Oldfield (Head of Zeus)

Capital Punishment, von Robert Wilson (Orion)

The Film Dagger

Skyfall

nominiert

Jack Reacher

Killing Them Softly

Looper

Seven Psychopaths (7 Psychos)

The TV Dagger

Broadchurch

nominiert

Luther (obwohl die Nominierung für die dritte „Luther“-Staffel ist)

Top of the Lake

The Fall

Bletchley Circle

The International TV Dagger

The Killing 3 (Kommissarin Lund – Das Verbrechen: Staffel 3)

nominiert

Homeland

Boardwalk Empire

Arne Dahl

The Best Supporting Actor Dagger

Andrew Buchan für Broadchurch

nominiert

Paul McGann für A Mother’s Son

Mandy Patinkin für Homeland

Warren Brown für Luther

Roger Allam für Endeavour

The Best Supporting Actress Dagger

Amelia Bullmore für Scott & Bailey

nominiert

Pauline Quirke für Broadchurch

Holly Hunter für Top of the Lake

Jodie Whittaker für Broadchurch

Ruth Wilson für Luther

The Best Actor Dagger

David Tennant für Broadchurch

nominiert

Damien Lewis für Homeland

Idris Elba für Luther

Jason Isaacs für Case Histories

Paddy Considine für The Suspicions of Mr. Whicher: The Murder in Angel Lane

The Best Actress Dagger

Olivia Colman für Broadchurch

nominiert

Sofie Grabol für The Killing 3 (Kommissarin Lund – Das Verbrechen: Staffel 3)

Claire Danes für Homeland

Gillian Anderson für The Fall

Lesley Sharp für Scott & Bailey

CWA Hall of Fame – “Living Legends”

Martina Cole und Wilbur Smith

nominiert

Nicci French

Harlan Coben

Patricia Cornwell

Frederick Forsyth

Crime Thriller Book Club

The Necessary Death of Lewis Winter, von Malcolm Mackay (Pan Books)

nominiert

Trust Your Eyes, von Linwood Barclay (Orion)

Dare Me, von Megan Abbott (Picador)

Bryant and May and the Invisible Code, von Christopher Fowler (Transworld)

City of Devils, von Diana Bretherick (Orion)

The Scent of Death, von Andrew Taylor (Harper Collins)

(via The Rap Sheet)


Lesereise: Jeremy Scahill stellt „Schmutzige Kriege“ vor

Oktober 16, 2013

 

Scahill - Schmutzige Kriege - 4

In seinem neuen Buch „Schmutzige Kriege – Amerikas geheime Kommandoaktionen“ erzählt Jeremy Scahill (zuletzt „Blackwater“ über die Söldnerfirma) wie nach 9/11 gezielte Tötungen zu einem zentralen Bestandteil der US-amerikanischen Sicherheitspolitik wurden und in welcher Tradition diese Politik steht.

Dieses Buch erzählt von der Ausweitung der verdeckten Kriege der USA, dem Machtmissbrauch durch die Regierung und vom Einsatz militärischer Eliteeinheiten, die sich allein dem Weißen Haus gegenüber zu verantworten haben und niemandem sonst Rechenschaft schuldig sind. ‚Schmutzige Kriege‘ enthüllt zudem, wie sich von den früheren republikanischen Regierungen bis zur heutigen demokratischen Präsidentschaft eine Geisteshaltung fortsetzt, der zufolge ‚die Welt ein Schlachtfeld ist’“, sagt Scahill im Vorwort.

Dafür reiste der „The Nation“- und „Democracy Now!“-Journalist um die halbe Welt, führte viele Interviews, las Dokumente und schrieb ein über siebenhundertseitiges Werk, wobei er über hundert Seiten mit Anmerkungen füllte, die seine Arbeit belegen. Und man nach dem Vorwort unbedingt weiterlesen möchte. Denn gut geschrieben – so mein erster Eindruck – ist der Wälzer auch.

Das ist US-amerikanisches Reportage-Handwerk, wie wir es kennen und lieben – und das es in dieser Form in Deutschland nicht gibt.

Jetzt stellt Scahill sein Buch auf einer kurzen Lesereise vor:

Mittwoch, 16. Oktober, Hamburg (Universität Hamburg, Hörsaal C, Philosophenturm,

Von Melle Park 6), 18.00 Uhr

Donnerstag, 17. Oktober, Berlin (European Center for Constitutional and Human Rights

Zossener Str. 55-58), 19.00 Uhr

Montag, 21. Oktober, Potsdam (Einstein Forum, Am Neuen Markt 7), 19.00 Uhr

Jeremy Scahill: Schmutzige Kriege – Amerikas geheime Kommandoaktionen

(übersetzt von Maria Zybak, Gabriele Gockel, Sonja Schuhmacher und Bernhard Jendricke, Kollektiv Druck-Reif)

Verlag Antje Kunstmann, 2013

720 Seiten

29,95 Euro

(vom Autor autorisierte, gekürzte Fassung)

Originalausgabe

Dirty Wars – The World is a Battlefield

Nation Books, 2013

Hinweise

Twitter-Account von Jeremy Scahill

Homepage zum Buch und Film

Perlentaucher über Jeremy Scahills „Schmutzige Kriege“

Rotten Tomatoes über „Dirty Wars“

Wikipedia über Jeremy Scahill

Wer keine Lesung besuchen kann, kann sich Jeremy Scahill ansehen


Einige Gespräche von der Frankfurter Buchmesse

Oktober 11, 2013

Der HR stellte etliche Gespräche, die er auf der Frankfurter Buchmesse führte (wahrscheinlich gibt es demnächst noch weitere), online:

Ein Gespräch mit Rita Falk und Sebastian Bezzel (Hauptdarsteller) und Kerstin Schmidbauer (Produzentin) zur Rita-Falk-Verfilmung „Dampfnudelblues“

Ein Gespräch mit Gregor Weber über seinen Krimi „Keine Vergebung“

Ein Gespräch mit der Redakteurin Esther Schapira (HR) zu Marc Bauders Film „Master of the Universe“ (in dem ein Ex-Investmentbanker von seiner Arbeit erzählt; Kinostart ist am 7. November):

Und es gibt einen (den?) Buchmesse-Krimi „Codename: Swindle“, geschrieben von Eva Lirot, Ralf Kramp und Hughes Schlueter.


Die Herren Ritzel und Krist lesen vor

Oktober 9, 2013

 

Und es war Mittwoch – – – der 16. Oktober 2013 nach Christi, als in Berlin an zwei Orten Krimis gelesen werden und an beiden Abenden die Krimibuchhandlung „Hammett“ ihre Finger im mörderischen Spiel hat.

Doch genug gealbert. Ab jetzt gibt es, in schönster Copy&Paste-Tradition, Fakten, Fakten, Fakten.

Ritzel - Trotzkis Narr - 4

Ulrich Ritzel

liest

um 20:00 Uhr (Einlass ab 19:00 Uhr)

im F 40 – English Theatre Berlin, Fidicinstraße 40, 10965 Berlin-Kreuzberg (Nähe U-Bahnhof „Platz der Luftbrücke“)

aus seinem neuen Kriminalroman „Trotzkis Narr“

Und darum geht es in dem neuen Ritzel:

Vorwahlkampf in Berlin. Eine energische und populäre, weil hart durchgreifende Staatsanwältin soll als Kandidatin für das Amt des Regierenden Bürgermeisters aufgebaut werden. Noch mehr wird sie ins Rampenlicht gerückt, als sie die Ermittlungen in zwei Mordfällen übernimmt: Innerhalb von 24 Stunden waren ein Senatsangestellter und ein Polizeihauptkommissar erschossen worden, und zwar mit ein- und derselben Waffe. Zuerst mit Verwunderung, dann mit Verdruss stellen Staatsanwältin und die Beamten der Mordkommission fest, dass sich ein privater Ermittler in den Fall einzumischen beginnt. Hans Berndorf, Ex-Kommissar aus Ulm.

Veranstalter der Lesung sind der Verlag btb und die Krimibuchhandlung Hammett.

Eintritt: 5 Euro / ermäßigt 3 Euro.

Kartenvorbestellung bei dieser vertrauenswürdigen Adresse.

Ulrich Ritzel: Trotzkis Narr

btb, 2013

464 Seiten

19,99 Euro

Krist - Drecksspiel - 4

Martin Krist (auch bekannt als Marcel Feige)

liest

um 20:00 Uhr

im Café Rizz, Grimmstraße 21, 10967 Berlin-Kreuzberg (Nähe U-Bahnhof Schönleinstraße und Südstern)

aus seinem neuesten Thriller „Drecksspiel“.

Und darum geht es in dem neuen Krist:

Schlüssel rasseln an der Tür. »Ich hab mich hübsch gemacht«, wispert Hannah, während ihr Mann Philip hinter ihr den Raum durchquert. Seine Hand streift ihren Nacken. Sie neigt den Kopf und … sieht Handschuhe voller Blut. Finger schließen sich um ihre Kehle. Als sie wieder zu sich kommt, ist sie an einen Stuhl gefesselt. Vor ihr ein fremder Mann. Nur ein Gedanke peinigt sie in diesem Moment: Er darf Millie nicht finden! – Hannahs Tochter schläft im Zimmer nebenan. Seit der Expolizist David Gross vor Jahren untertauchen musste, arbeitet er als diskreter Problemlöser. Diesmal ist es ein grauenvoller Entführungsfall …

Veranstalter der Lesung sind der Ullstein Verlag, das Café Rizz und die Krimibuchhandlung Hammett.

Eintritt: 3 Euro.

Kartenvorbestellungen in dieser dunklen Ecke.

Martin Krist: Drecksspiel

Ullstein, 2013

400 Seiten

9,99 Euro

Klingt ja spannend und ich habe das Unglück, mich nicht zwischen diesen beiden Serientätern entscheiden zu müssen, weil ich an einem anderen Ort sein werde.


Die KrimiZeit-Bestenliste Oktober 2013

September 27, 2013

 

Früher als gewohnt kredenzen die Damen und Herren der KrimiZeit-Bestenliste die Empfehlungsliste für den Oktober:

1 (-) Jerome Charyn: Unter dem Auge Gottes

2 (3) Andrea Maria Schenkel: Täuscher

3 (1) Dominique Manotti: Zügellos

4 (9) Walter Mosley: Manhattan Fever

5 (6) C. S. Forester: Tödliche Ohnmacht

6 (2) Adrian McKinty: Der katholische Bulle

7 (-) Robert Wilson : Stirb für mich

8 (10) Dror Mishani: Vermisst

9 (5) Carsten Stroud: Die Rückkehr

10 (2 im August 2013 ) Patrícia Melo: Leichendieb

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

An die Manotti-Rezi muss ich mich unbedingt endlich mal ransetzen. „Ich töte lieber sanft“ von George V. Higgins hätten sie ruhig in die Liste aufnehmen können. Horst Eckert auch; – obwohl der wird von der Liste ja eh konsequent ignoriert, während Andrea Maria Schenkel ein Listenabo hat.

 

 


Das „Rolling Stone“-Totaldesaster „Die 100 besten Jazz-Alben aller Zeiten“

September 26, 2013

 

Lieber Rolling Stone,

 

als ich das neue Heft in der Hand hielt, jauchzte ich vor Freude. Eine DVD mit Aufnahmen vom Jazzfest Montreux und – obwohl ich kein großer Freund von Listen bin – eine Liste mit den „100 besten Jazz-Alben aller Zeiten“.

Und dann das:

Auf der DVD ist der echte Jazz eher rar. Immerhin sind Charles Mingus, Miles Davis, Ella Fitzgerald und Etta James dabei. Aber auch Van Morrison, James Brown (beide okay), Talk Talk und die Stray Cats. Das ist dann doch arg poppig.

Naja, Montreux hatte auch immer eine starke Popschiene.

Aber die Liste der „100 besten Jazz-Alben aller Zeiten“ ist eine Frechheit. Von den hundert gelisteten Alben erschienen null (!!!) Platten vor 1950 (auch Charlie Parker fehlt) und zwanzig nach 1970, davon fünf nach 1980. Wobei man ehrlicherweise die beiden bereits in den Sechzigern aufgenommenen Live-Aufnahmen von John Coltrane rausrechnen muss.

Sehen wir uns mal die Post-1970-Aufnahmen an:

Nach 1970

Miles Davis: Bitches Brew (1970, Platz 12)

Carla Bley: Escalator over the hill (1971, Platz 19)

Alice Coltrane: Journey in Satchidananda (1970, Platz 25)

Herbie Hancock: Sestant (1973, Platz 28)

Sun Ra: Space is the place (1973, Platz 35)

Herbie Hancock: Head Hunters (1973, Platz 37)

Archie Shepp: Attica Blues (1972, Platz 44)

Charles Mingus (1972, Platz 67)

Sun Ra: Lanquidity (1978, Platz 68)

Duke Ellington: Afro-Eurasian Eclipse (1971, Platz 70)

Mahavishnu Orchestra: The inner mounting flame (1971, Platz 75)

Ornette Coleman: Dancing in your heads (1977, Platz 78)

Keith Jarrett: The Köln Concert (1975, Platz 85)

Om: Om with Dom Um Romao (1978, Platz 90)

John Coltrane: Sun Ship (1971, Platz 97 – eine Live-Aufnahme von 1965)

Yeah, nach 1975 wird die Luft merklich dünner.

Nach 1980

Matana Roberts: Coin Coin Chapter One: Gens de couleur libres (2011, Platz 48)

Allan Toussaint: The bright Mississippi (2009, Platz 82)

John Coltrane: The Olatunji Concert (2001, Platz 88 – also 2001 veröffentlicht. Das Konzert war 1967)

Nils Petter Molvar: Khmer (1998, Platz 92)

Miles Davis: Tutu (1986, Platz 96 – Ehrlich? Hat Miles Davis seit „Bitches Brew“ wirklich nichts besseres eingespielt?)

Und jetzt die ersten fünf Plätze

John Coltrane: A love supreme (1965)

Miles Davis: Kind of Blue (1959)

Charles Mingus: Mingus Ah Um (1959)

Pharoah Sanders: Karma (1969)

Eric Dolphy: Out to lunch! (1964)

Gute Alben. Die bekannten Klassiker eben.

Dieses Mal werden sogar die Jurymitglieder genannt. Ausgewiesene Jazzmusiker und -kritker sind kaum dabei. Gleiches gilt für Labelbetreiber und Veranstalter. Von den bekannten Jazz-Zeitschriften ist niemand dabei. Die Jury ist eher ein Strauß Buntes.

Was fehlt? Salopp gesagt alles ab 1970 und fast alles, was nicht aus den USA kommt. Also Musiker wie – ohne irgendeinen Anspruch auf Vollständigkeit: Ray Anderson, Django Bates, Tim Berne, Steve Coleman, Gary Thomas, Bill Frisell, John Scofield, Pat Metheny, John Abercrombie, John McLaughlin (abgesehen von der „Mahavishnu Orchestra“-Platte), Brad Mehldau, John Zorn, Dave Douglas, Jim Black, Kenny Garrett, Don Byron, Louis Sclavis, David Murray, Geri Allen, Paul Motian, Joe Lovano, Joey Baron, Art Ensemble of Chicago, Charles Lloyd, Joshua Redman, James Carter, Wynton Marsalis, Branford Marsalis, Cassandra Wilson, Michael Brecker und die Brecker Brothers, Courtney Pine, Jan Garbarek, Rabih Abou-Khalil, Wolfgang Dauner, Dollar Brand, Randy Weston, Matthew Shipp, Cecil Taylor, Anthony Braxton, Marty Ehrlich, Bobby Previte, Gerry Hemingway, Mark Helias, Ellery Eskelin, Mark Dresser, Ken Vandermark, Julius Hemphill, Vernon Reid, Han Bennink, Irene Schweizer, Alexander von Schlippenbach, Joe Zawinul und Weather Report, Kölner Saxophon Mafia, das Zentralquartett (und der gesamte DDR- und Ostblock-Jazz) undundund und ihre Platten.

Und das sind nur die Jazzer, die mir spontan einfallen.

Da gäbe es unendlich viel zu entdecken.

Aber die „Rolling Stone“-Liste befriedigt wieder einmal nur den Mythos, dass Jazz eine total tote Musik sei, gemacht von einer Handvoll Musiker. Für eine Musikzeitschrift ist diese Liste ein Armutszeugnis, das höchstens mit einer Liste: „Die 100 besten Jazz-Alben der letzten vierzig Jahre“ wieder gutgemacht werden kann.

Bis dahin empfehle ich einfach mal die eben genannten Musiker.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ein enttäuschter Jazzfan


Preisregen für Krimiautoren: Die diesjährigen Gewinner der Anthony, Shamus, Macavity, Barry und Derringer Preise

September 23, 2013

Das werden jetzt viele Namen. Sehr viele Namen. Sehr viele Bücher – und der geneigte Krimifan sollte wenigstens einen Blick auf den Klappentext riskieren.

Also dann: auf der Bouchercon wurden verliehen

Die Anthony Awards

Best Novel

The Beautiful Mystery, von Louise Penny (Minotaur)

nominiert

Dare Me, von Megan Abbott (Reagan Arthur)

Trinity Game, von Sean Chercover (Thomas & Mercer)

Gone Girl, von Gillian Flynn (Crown)

The Other Woman, von Hank Phillippi Ryan (Forge)

Best First Novel

The Expats, von Chris Pavone (Crown)

nominiert

Don’t Ever Get Old, von Daniel Friedman (Minotaur/Thomas Dunne)

The Professionals, von Owen Laukkanen (Putnam)

The 500, von Matthew Quirk (Reagan Arthur)

Black Fridays, von Michael Sears (Putnam)

Best Paperback Original

Big Maria, von Johnny Shaw (Thomas & Mercer)

nominiert

Whiplash River, von Lou Berney (Morrow)

Murder for Choir, von Joelle Charbonneau (Berkley Prime Crime)

And She Was, von Alison Gaylin (Harper)

Blessed Are the Dead, von Malla Nunn (Emily Bestler)

Best Short Story

Mischief in Mesopotamia, von Dana Cameron (Ellery Queen Mystery Magazine, November 2012)

nominiert

Kept in the Dark, von Shelia Connolly (in Best New England Crime Stories 2013: Blood Moon, herausgegeben von Mark Ammons, Katherine Fast, Barbara Ross und Leslie Wheeler; Level Best)

The Lord Is My Shamus, von Barb Goffman (in Chesapeake Crimes: This Job Is Murder, edited von Donna Andrews, Barb Goffman und Marcia Talley; Wildside Press)

Peaches, von Todd Robinson (Grift, Spring 2012)

The Unremarkable Heart, von Karin Slaughter (in Mystery Writers of America Presents: Vengeance, herausgegeben von Lee Child; Mulholland)

Best Critical Non-fiction Work

Books to Die For: The World’s Greatest Mystery Writers on the World’s Greatest Mystery Novels, herausgegeben von John Connolly und Declan Burke (Atria/Emily Bestler)

nominiert

Blood Relations: The Selected Letters of Ellery Queen, 1947-1950, herausgegeben von Joseph Goodrich (Perfect Crime)

More Forensics and Fiction: Crime Writers Morbidly Curious Questions Expertly Answered, von D.P. Lyle (Medallion Press)

The Grand Tour: Around the World with the Queen of Mystery Agatha Christie, herausgegeben von Mathew Prichard (Harper)

In Pursuit of Spenser: Mystery Writers on Robert B. Parker and the Creation of an American Hero, herausgegeben von Otto Penzler (Smart Pop)

Lifetime Achievement Award

Sue Grafton

David Thompson Special Services Award

Marv Lachman

Die Shamus Awards

Die Private Eye Writers of America (PWA) verliehen die diesjährigen Shamus Awards an:

Best Hardcover P.I. Novel

Taken (Straße des Todes), von Robert Crais (Putnam) (erscheint im November als Heyne Taschenbuch)

nominiert

Robert B. Parker’s Lullaby, von Ace Atkins (Putnam)

Hunting Rose, von Jack Fredrickson (Minotaur)

Blues in the Night, von Dick Lochte (Severn House)

The Other Woman, von Hank Phillippi Ryan (Forge)

Best First P.I. Novel

Black Fridays, von Michael Sears (Putnam)

nominiert

Hush Money, von Chuck Greaves (Minotaur)

Murder Unscripted, von Clive Rosengren (Perfect Crime)

Racing Sweetie the Devil, von Jaden Terrell (Permanent Press)

The Twenty-Year Death, von Ariel S. Winter (Hard Case Crime)

Best Original Paperback P.I. Novel

And She Was, von Alison Gaylin (Harper)

nominiert

Death Warmed Over, von Kevin J. Anderson (Kensington)

Archie Meets Nero Wolfe, von Robert Goldsborough (The Mysterious Press/Open Road)

False Negative, von Joseph Koenig (Hard Case Crime)

Pulse, von John Lutz (Kensington)

Best P.I. Short Story

Ghost Negligence, von John Shepphird (Alfred Hitchcock Mystery Magazine [AHMM], July/August 2012)

nominiert

The Sequel, von Jeffery Deaver (The Strand Magazine, November-Februar 2012-2013)

After Cana, von Terence Faherty (Ellery Queen Mystery Magazine, September/Oktober, 2012)

O’Nelligan and the Lost Fates, von Michael Nethercott (AHMM, März 2012)

Illegitimati Non Carborundum, von Stephen D. Rogers (Crimespree Magazine, Mai/Juni 2012)

Best Indie P.I. Novel

White Heat, von Paul D. Marks (Timeless Skies)

nominiert

Stranger in Town, von Cheryl Bradshaw (CreateSpace)

Enamored, von O’Neil De Noux (CreateSpace)

One-Eyed Jack, von Christopher J. Lynch (CreateSpace)

Devil May Care, von James Mullaney (James\Mullaney#Books)

The Eye (Lifetime Achievement Award)

Loren D. Estleman

Die Macavity Awards

Best Mystery Novel

The Beautiful Mystery, von Louise Penny (Minotaur)

nominiert

Gone Girl, von Gillian Flynn (Crown)

The Blackhouse, von Peter May (Silver Oak)

The Other Woman, von Hank Philippi Ryan (Forge)

The Art Forger, von B.A. Shapiro (Algonquin)

The Twenty-Year Death, von Ariel S. Winter (Hard Case Crime)

The Last Policeman, von Ben H. Winters (Quirk)

Best First Mystery Novel

Don’t Ever Get Old, von Daniel Friedman (Minotaur/Thomas Dunne)

nominiert

Low Country Boil, von Susan M. Boyer (Henery Press)

Mr. Churchill’s Secretary, von Susan Elia MacNeal (Bantam)

The Expats, von Chris Pavone (Crown)

Best Mystery Non-Fiction

Books to Die For: The World’s Greatest Mystery Writers on the World’s Greatest Mystery Novels, herausgegeben von John Connolly und Declan Burke (Atria/Emily Bestler)

nominiert

Midnight in Peking: How the Murder of a Young Englishwoman Haunted the Last Days of Old China, von Paul French (Penguin)

In Pursuit of Spenser: Mystery Writers on Robert B. Parker and the Creation of an American Hero, herausgegeben von Otto Penzler (BenBella/Smart Pop)

Best Mystery Short Story

The Lord Is My Shamus, von Barb Goffman (in Chesapeake Crimes: This Job Is Murder, herausgegeben von Donna Andrews, Barb Goffman und Marcia Talley; Wildside Press)

nominiert

The Unremarkable Heart, von Karin Slaughter (in Mystery Writers of America Presents: Vengeance, herausgegeben von Lee Child; Mulholland)

Thea’s First Husband, von B.K. Stevens (Alfred Hitchcock Mystery Magazine, Juni 2012)

When Duty Calls, von Art Taylor (in Chesapeake Crimes: This Job Is Murder)

Blind Justice, von Jim Fusilli (n Mystery Writers of America Presents: Vengeance)

The Sequel, von Jeffery Deaver (The Strand Magazine, November-Februar 2012-2013)

Sue Feder Historical Memorial Award

An Unmarked Grave, von Charles Todd (HarperCollins)

nominiert

A City of Broken Glass, von Rebecca Cantrell (Forge)

Princess Elizabeth’s Spy, von Susan Elia MacNeal (Bantam)

The Confession, von Charles Todd (HarperCollins)

Elegy for Eddie, von Jacqueline Winspear (HarperCollins)

Die Barry Awards

Best Novel

The Blackhouse, von Peter May (Silver Oak)

nominiert

Gone Girl, von Gillian Flynn (Crown)

Trust Your Eyes, von Linwood Barclay (NAL)

Defending Jacob, von William Landay (Delacorte)

Live von Night, von Dennis Lehane (Morrow)

Dead Scared, von S.J. Bolton (Minotaur)

Best First Novel

A Killing in the Hills, von Julia Keller (Minotaur)

nominiert

The Yard, von Alex Grecian (Putnam)

Sacrifice Fly, von Tim O’Mara (Minotaur)

The Dark Winter, von David Mark (Blue Ridge Press)

Black Fridays, von Michael Sears (Putnam)

The Professionals, von Owen Laukkanen (Putnam)

Best Paperback Original

Mr. Churchill’s Secretary, von Susan Elia McNeal (Bantam)

nominiert

Pago Pago Tango, von John Enright (Thomas & Mercer)

Blessed Are the Dead, von Malla Nunn (Washington Square)

The Other Woman’s House, von Sophie Hannah (Penguin)

Bloodland, von Alan Glynn (Picador)

Beneath the Abbey Wall, von A.D. Scott (Atria)

Best Thriller

The Fallen Angel, von Daniel Silva (Harper)

nominiert

The Last Refuge, von Ben Coes (St. Martin’s)

The Right Hand, von Derek Haas (Mulholland)

A Foreign Country, von Charles Cumming (St. Martin’s)

House Blood, von Mike Lawson (Atlantic Monthly)

Red Star Burning, von Brian Freemantle (Minotaur)

Don Sandstrom Memorial Award for Lifetime Achievement in Mystery Fandom

Ali Karim

Die Derringer Awards

(die Gewinner wurden bereits Ende März bekannt gegeben, aber die Preisträger erhielten erst jetzt die Preise)

Best Flash Story (up to 1,000 words)

The Cable Job, von Randy DeWitt (Alfred Hitchcock Mystery Magazine [AHMM], September 2012)

nominiert

An Old-Fashioned Villain, von Nick Andreychuk (Sherlock Holmes Mystery Magazine, Mai 2012)

Dead Man, von A.J. Hayes (aus Off the Record 2: At the Movies, herausgegeben von Luca Veste und Paul D. Brazill; Guilty Conscience)

Twas the Knife Before Christmas, von Allan Leverone (Shotgun Honey, Dezember 24, 2012)

Daddy’s Girl, von Nicola Kennington (The Flash Fiction Offensive, Juli 22, 2012)

Best Short Story (1,001-4,000 words)

Getting Out of the Box, von Michael Bracken (aus Crime Square, herausgegeben von Robert J. Randisi; Vantage Point)

nominiert

A Special Kind of Hell, von Hilary Davidson (aus Beat to a Pulp: Round Two, herausgegeben von David Cramer und Matthew P. Mayo; Beat to a Pulp)

Dead Weight, von Allan Leverone (aus Burning Bridges: A Renegade Fiction Anthology, herausgegeben von Benjamin Sobieck, Heath Lowrance, and McDroll; e-book)

Nain Rouge, von Barbara Nadel (Ellery Queen Mystery Magazine [EQMM], August 2012)

Baby Boy, von Todd Robinson (aus Protectors: Stories to Benefit PROTECT, herausgegeben von Thomas Pluck; Goombah Gumbo Press)

Best Long Story (4,001-8,000 words)

When Duty Calls, von Art Taylor (aus Chesapeake Crimes: This Job Is Murder, herausgegeben von Donna Andrews, Barb Goffman und Marcia Talley; Wildside Press)

nominiert

The Pot Hunters, von David Hagerty (AHMM, June 2012)

A Regular Story, von Peggy McFarland (aus Best New England Crime Stories 2013: Blood Moon, herausgegeben von Mark Ammons, Katherine Fast, Barbara Rossv und Leslie Wheeler; Level Best Books)

Peaches, von Todd Robinson (Grift Magazine, April 2012)

Double Wedding, von Mo Walsh (aus Best New England Crime Stories 2013: Blood Moon)

Best Novelette (8,001 – 20,000 words)

Wood-Smoke Boys, von Doug Allyn (EQMM, Märch/April 2012)

nominiert

Iphigenia in Aulis, von Mike Carey (aus An Apple for the Creature, herausgegeben von Charlaine Harris und Toni L. P. Kelner; Ace)

Mariel, von David Dean (EQMM, Dezember 2012)

Pirate Dave and the Captain’s Ghost,” von Toni L.P. Kelner (aus An Apple for the Creature)

The Sunny South, von Chris Muessig (AHMM, März/April 2012)

Golden Derringer Award (for lifetime achievement)

Loren D. Estleman

(via The Rap Sheet)


Die Krimizeit-Bestenliste September 2013

September 6, 2013

 

Die Damen und Herren Krimikritiker empfehlen in ihrer Krimizeit-Bestenliste für den Wahlmonat September:

1 (1) Dominique Manotti: Zügellos

2 (5) Adrian McKinty: Der katholische Bulle

3 (-) Andrea Maria Schenkel: Täuscher

4 (-) Stephen King: Joyland

5 (-) Carsten Stroud: Die Rückkehr

6 (-) C. S. Forester: Tödliche Ohnmacht

7 (3) Lavie Tidhar: Osama

8 (9) Matthew Stokoe: Empty Mile

9 (-) Walter Mosley: Manhattan Fever

10 (6) Dror Mishani: Vermisst

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Schenkel war mal wieder eher nichts für mich. Manotti wird besprochen. Und dann liegen einige, wie McKinty und Mosley, auf meinem Zu-lesen-Stapel.


Rainer Erler, Rainer Erler, Rainer Erler

August 23, 2013

 

Demnächst laufen einige Filme von Rainer Erler im TV.

Rainer who?“ werden jetzt die Jüngeren fragen. Denn der letzte Film von Rainer Erler, „Die Kaltenbach-Papiere“, ist von 1991.

Davor, vor allem in den siebziger und achtziger Jahren, war er in Deutschland der Regisseur für spannende, teils prophetische Filme, die gesellschaftlich wichtige Fragen aufgriffen. Er drehte – für das Fernsehen! – Science-Fiction-Filme, die sich nicht vor Hollywood-Produktionen verstecken mussten und müssen, weil sie zum Nachdenken anregen. Denn das Behandeln philosophischer Fragen ist in einem Science-Fiction-Film letztendlich wichtiger als epische Weltraumschlachten.

Normalerweise schrieb er auch das Drehbuch und von etlichen seiner Filme schrieb er auch Romanfassungen.

Gezeigt werden:

Samstag, 24. August

ZDF, 01.30 Uhr (Taggenau!; also eigentlich irgendwie noch heute )

Fleisch (Deutschland 1979)

Während ihrer Flitterwochen in den USA gerät ein deutsche Ehepaar in die Hände von Organhändlern.

Salopp gesagt: die deutsche Version von „Coma“ – und fast zeitgleich mit dem Hollywood-Film entstanden. Der Film wurde nach seiner TV-Premiere sogar im Kino gezeigt.

Mit Jutta Speidel, Herbert Herrmann, Wolf Roth, Charlotte Kerr

Sonntag, 25. August

ZDFkultur, 22.00 Uhr

Das blaue Palais: Der Gigant (Deutschland 1976)

Letzter Film einer fünfteiligen Miniserie (so heißt das ja heute) über ein unabhängiges Forschungsinstitut. In „Der Gigant“ geht es um die Entwicklung eines neuen Werkstoffs, für den ein Konzern sich interessiert. Aber der Leiter des Instituts weist nachdrücklich auf die mit der Herstellung verbundenen Umweltschäden hin.

Auch in den anderen „Das blaue Palais“-Filmen geht es immer, im Rahmen von spannenden Geschichten, um wissenschaftliche Entdeckungen und den damit verbundenen philosophischen Fragen .

mit Dieter Laser, Jean-Pierre Zola, Ben Zeller, Helga Anders, Eva Renzi, Peter Fricke

Wiederholung: Montag, 26. August, 01.00 Uhr (Taggenau!)

BR, 23.15 Uhr

Die Quelle (Deutschland 1978)

Während seines Inselurlaubs gerät der Tourist Wolf zwischen die Fronten eines Wasserkrieges.

Heute aktueller den je.

mit Herbert Herrmann, Josefa Guerra Sinsolo, Siegfried Wischnewski, Wolf Harnisch, Werner Kreindl

Montag, 26. August

WDR, 23.25 Uhr

Seelenwanderung (Deutschland 1962)

Drehbuch: Karl Wittlinger

Bum und Axel sind Freunde, bis Bum seine Seele verkauft, Geld und Erfolg, aber eben keine Seele mehr hat – und das ist nach dem Tod eine verdammt dumme Sache.

Mit dem Ernst-Lubitsch-Preis ausgezeichnete Parabel über die Wirtschaftswunderzeit, die später ein Programmkinohit wurde.

mit Hanns Lothar, Wolfgang Reichmann, Karin Schlemmer, Robert Meyn

Der Grund? Nun, ganz einfach: Der 1933 in München geborene Regisseur feiert am 26. August einen runden Geburtstag.

 

 

 


Friedrich Anis „Verzeihen“ ist jetzt „Süden und die Stimme der Angst“

August 14, 2013

Ani - Süden und die Stimme der Angst - 2

Für einen „Süden und“-Roman ist „Süden und die Stimme der Angst“ mit 352 Seiten erstaunlich umfangreich. Immerhin ist die Standardlänge für einen „Süden und“-Roman 208 Seiten. Daran änderte sich auch nichts, als Friedrich Anis Held Tabor Süden von der Vermisstenstelle der Polizei zur Detektei Liebergesell wechselte. Immer noch gräbt er sich in kurzen Geschichten in das unspektakuläre Leben der kleinen Leute, die man in München in der U-Bahn oder der Kneipe nicht weiter beachtet.

Aber neben den „Süden und“-Büchern schrieb Ani auch einige längere Romane mit Tabor Süden, seinem ersten, erfolgreichsten und beliebtesten Ermittler.

So entstanden vor der zehnbändigen „Süden und“-Serie drei Einzelromane, in denen andere Charaktere im Mittelpunkt standen und nach dem Ende der ursprünglichen „Süden und“-Serie, die zwischen 2001 und 2005 erschien, 2011 „Süden“ und zwei weitere „Süden und“-Romane und für den 1. Oktober ist „M“, ein weiterer Roman mit Tabor Süden, bei Droemer als Hardcover angekündigt.

Süden und die Stimme der Angst“ gehört zu diesen älteren Werken. Der Roman erschien 2001 als Hardcover unter dem Titel „Verzeihen“ und wurde bis jetzt noch nicht als Taschenbuch veröffentlicht.

Im Mittelpunkt stehen Ariane Jennerfurt, eine HIV-infizierte Ex-Prostituierte, und Niklas Schilff, ein Ex-Starjournalist (es ging um Fake-Interviews mit US-Promis), der sie vergewaltigt, von ihrer Infektion erfährt und sie entführt. Tabor Süden und seine aus den „Süden und“-Büchern bekannten Kollegen von der Vermisstenstelle der Münchner Kripo suchen die „Frau, der die Liebe abhandengekommen ist“ (Klappentext).

Damals kam das Buch bei der Kritik gut an und ebnete mit den „Süden und“-Romanen Friedrich Anis Weg in die Herzen der Krimifans und der Literaturkritiker.

Friedrich Ani: Süden und die Stimme der Angst

Knaur, 2013

352 Seiten

8,99 Euro

Originalausgabe

Verzeihen

Droemer Verlag, 2001

Hinweise

Homepage von Friedrich Ani

Meine Besprechung von Friedrich Anis „Wer lebt, stirbt“ (2007)

Meine Besprechung von Friedrich Anis „Der verschwundene Gast“ (2008)

Meine Besprechung von Friedrich Anis “Totsein verjährt nicht” (2009)

Meine Besprechung von Friedrich Anis “Die Tat” (2010)

Meine Besprechung von Friedrich Anis „Süden“ (2011, mit Interview)

Meine Besprechung von Friedrich Anis “Süden und die Schlüsselkinder” (2011)

Meine Besprechung von Friedrich Anis „Süden und das heimliche Leben“ (2012)

Friedrich Ani in der Kriminalakte


Vier Montage im Herbst mit und über politische Krimis – in der Hansestadt Hamburg

August 14, 2013

 

Das ist jetzt etwas für die Hamburger und alle, die nach einer Entschuldigung für einen Hamburg-Besuch suchen:

Denn der Ariadne Verlag veranstaltet mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg und dem Buchladen Osterstraße (Osterstraße 171, 20255 Hamburg) an vier Montagen (26. August, 23. September, 28. Oktober und 25. November) ab 20.00 Uhr spannende Diskussionen mit Dominique Manotti („Zügellos“), Robert Brack („Blutsonntag“, „Unter dem Schatten des Todes“), Merle Kröger („Grenzfall“), Christine Lehmann („Die Affen von Cannstatt“), Clementine Skorpil („Gefallene Blüten“), Charlotte Otter („Balthasars Vermächtnis“), Lektorin Iris Konopik und Ariadne-Verlegerin Else Laudan (hier ein aktuelles Interview mit ihr).

Die Namen verraten, dass hier „politischer Kriminalroman“ nicht als biederer Regio-Krimi mit kleiner Polit-Beigabe oder als weltumspannender Agententhriller, gerne mit einer kräftigen Portion Verschwörungstheorie, sondern als aufklärerisches Projekt verstanden wird, dass in einem Kriminalroman (vulgo einer spannenden Geschichte) die Wirklichkeit seziert wird, über Probleme aufgeklärt und Partei ergriffen wird, ohne in den biederen „Tatort“-Duktus zu verfallen.

 

Geplant sind, in den Worten der Macher:

Montag, 26. August, 20.00 Uhr

 

Krimis als Fenster zur Welt

Kriminalliteratur kann Gesellschaftsbarometer und Brücke zu fremden Kulturen sein: das Beispiel Südafrika

 

Mit Charlotte Otter und Verlegerin Else Laudan

 

Else Laudan referiert einführend zur Entwicklung und Lage des Genres, zu Erfahrungen aus dem Ariadne-Programm, zur Idee einer Politik des Kulturellen (Gramsci) mit Krimis, zum kriminalliterarischen Blick über den Tellerrand (Stichworte Welthaltigkeit, Extremistan).

Das Beispiel Südafrika: Deon Meyer, Mike Nichols und Roger Smith haben dem deutschsprachigen Publikum das Post-Apartheids-Südafrika der harten Jungs nahegebracht – vielschichtig und intelligent, aber doch irgendwie immer als Macho-Abenteuer. Der Deutsche Bernhard Naumann wagt sich an eine namibische schwarze Ermittlerin. Malla Nunn mit ihren Detectives Emmanuel Cooper und Shabalala liefert eindringlich die historische Dimension der Rassentrennungsgesellschaft.

Bei Ariadne erschien im Juli 2013 Charlotte Otters Krimi-Debüt Balthasars Vermächtnis, das in der bisher bekannten Südafrikakrimi-Palette weitere Leerstellen füllt.

Charlotte Otter liest aus Balthasars Vermächtnis (geschrieben auf Englisch, aber die Autorin lebt seit vielen Jahren in Deutschland und kennt beide Kulturen genau).

In einer offenen Diskussion könnte es um diverse Themen gehen: die südafrikanische Gesellschaft, Leser/innen-Erwartungen an politische Krimis, warum Hardboiled und Noir gerade jetzt so beliebt sind, geografische und politische Horizonterweiterung als Aufgabe von Unterhaltungsliteratur, Gender und soziale Themen u. v. m.

Montag, 23. September, 20.00 Uhr

 

Geschichte als Verbrechen

Historische Ereignisse im politischen Spannungsroman

 

Mit Clementine Skorpil und Robert Brack

 

Die österreichische Sinologin Clementine Skorpil hat einen historischen Shanghai-Krimi geschrieben, der Leben und Sterben im präkommunistischen China zeigt: „Gefallene Blüten“ spielt 1926, Protagonisten sind eine alte Frau vom Lande, die ihre verschollene Enkelin sucht, und ein junger Städter, der in Paris studiert hat und seitdem auf eine kommunistische Revolution hofft, um China aus dem Würgegriff von Kolonialisten und Triaden zu befreien. Der Krimi beleuchtet die Situation der Kurtisanen, Politik- und Geschlechterverhältnisse im Shanghai der Zwanziger, wo Kulturen aufeinanderprallen, wo die industrielle Revolution tobt, während ›fremde Teufel‹ und heimische Gangster absahnen.

Der Hamburger Robert Brack hat sich kriminalliterarisch mit den Verhältnissen im kommunistischen Polen und dem postkommunistischen Osteuropa auseinandergesetzt, in seinen Romanen „Blutsonntag“ und „Und das Meer gab seine Toten wieder“ schickt er die unerschrockene Kommunistin Klara Schindler auf Spurensuche und verschränkt zeitgeschichtliche Fakten der 1930er mit einer fiktiven Handlung, um Hintergründe und Zusammenhänge zum Leben zu erwecken (sein aktuelles Buch „Unter dem Schatten des Todes“ befasst sich mit dem Reichstagsbrand).

Beide gehen engagiert in ihren Krimis der Frage nach, auf welche Realität die kommunistische Idee einst historisch zu antworten suchte und wie sie auf die Verhältnisse prallte. Ein Abend mit Lesung, Diskussion und bunten Überlegungen zum linken historischen Spannungsroman.

Montag, 28. Oktober, 20.00 Uhr

 

Gerechtigkeit? Für wen?

Das Kriminelle im Hier und Jetzt: Standort Deutschland im patriarchalen globalisierten Kapitalismus

 

Mit Merle Kröger und Christine Lehmann

 

Die Berliner Filmemacherin und Autorin Merle Kröger und die Stuttgarter Journalistin und Autorin Christine Lehmann verbindet einiges: Beide möchten das Publikum anregen und aufklären, ohne zu belehren, beide schreiben in hoher literarischer Qualität, mit feministischer Ethik, mit unbedingtem Realismusanspruch und präziser Milieukenntnis – und mit einer Vorliebe für Themen, die in vielen Köpfen klischee- und vorurteilsbeladen sind.

Merle Krögers „Grenzfall“ (Deutscher Krimi Preis 2013, Stuttgarter Krimipreis) nimmt ins Visier, wie unsere Gesellschaft in der Auseinandersetzung mit kulturell anderen versagt, und rückt die Grenzen der europäischen Rechtsauffassung ins Bild. Stichworte: Migranten, Roma, Rechtsextreme, Europa, soziale Gerechtigkeit.

Christine Lehmanns neuer Roman „Die Affen von Cannstatt“ erzählt aus der Perspektive einer in U-Haft sitzenden Frau, die nichts verbrochen hat, aber Tochter einer gesuchten Kindsmörderin ist. Der eher düstere Roman spielt großenteils im Knast, in U-Haft und im Zoo. Stichworte: Gefangenschaft, Verbrecherinnen, Matriarchat in der Tierwelt, weibliche Aggression, Kindstötung.

Beide Autorinnen lesen aus ihren Büchern und diskutieren miteinander und mit dem Publikum. Diskussionsthemen könnten z. B. sein: Identität in unserer Kultur, Determinanten von Identität wie Arbeit, Herkunft und Geschlecht, Lebensplan und Aufgehobenheit, fiktive bzw. Serienfiguren.

Montag, 25. November, 20.00 Uhr

 

Wie Schreiben?

Spannende, entlarvende Fiktion aus realen Verbrechen: Abschlussveranstaltung mit der Grande Dame des Noir

 

Mit Dominique Manotti und ihrer Lektorin Iris Konopik als Dolmetscherin

 

Lieber als aus ihren Werken vorzulesen sucht Manotti den Dialog mit dem Publikum, was gut für eine Abschlussveranstaltung passt. Eine tolle Gelegenheit, nicht nur über die sozialkritische Kompetenz des Noir zu sprechen, sondern auch über den Prozess des Schreibens über Verbrechen, über die literarische Form und ihre Wechselwirkung mit den politischen Inhalten.

»Ich schreibe über den Verlust und die Katastrophen. Nicht der gesamte roman noir ist links. Doch findet man im Genre viele 68er, die die Hoffnungen der Epoche nicht verraten haben, viel mehr als in anderen Berufsgruppen. (…) Ich habe eine schwarze (noir) Sicht auf die Dinge, weil ich glaube, dass meine Generation die sozialen Veränderungen, die ich wollte und von denen ich träumte, nicht mehr erleben wird. (…) In unseren Romanen gehen wir zur Geschichte zurück, zur Anekdote, zu den Subjekten. Das ist eigentlich ziemlich klassisch. Wir sind Geschichtenerzähler.« (Manotti im Interview 2004)

Im Dialog mit Dominique Manotti und Iris Konopik lassen sich abschließend nochmals geballt die interessantesten Themen der vorangegangenen Veranstaltungen aufgreifen: Reflexion über Aufgaben, Möglichkeiten und literarische Herausforderungen politischer Kriminalliteratur.

 

 


„Feuchtgebiete“-Trailer entschärft

August 9, 2013

Feuchtgebiete - Plakat 4

Irgendwie schon ziemlich gaga. Denn dieser Trailer für die am 22. August startende Charlotte-Roche-Verfilmung „Feuchtgebiete“

der jetzt noch ansehbar ist, wurde von der FSK ab 12 Jahre freigegeben (Der Film ist dann FSK-16 und das finde ich okay.) und war dann doch anscheinend einigen Institutionen zu freizügig. Jedenfalls erstellte der Verleih einen garantiert jugendfreien Trailer

der schon fast John-Waters-Qualitäten (der ja auch einige liebevolle jugendfreie Versionen von seinen Nicht-jugendfreien-Filmen anfertigte) und schrieb in einer Pressemitteilung zu dem neuen Film von David Wnedt („Kriegerin“):

Aber es geht nicht nur um Kontrolle, inzwischen nehmen die Platzhirsche aus den USA auch endlich ihre erzieherische Aufgabe wahr, die deutsche Jugend vor der sexuellen Verrohung zu schützen: So wurde der Trailer zum Kinofilm FEUCHTGEBIETE – leichtsinnigerweise von der FSK ab 12 Jahren freigegeben – von Facebook, Google & YouTube wegen „sexuell expliziter und aufreizender Inhalte“ als nicht jugendfrei von ihren Plattformen verbannt bzw. für werbliche Nutzungen gesperrt. Endlich nimmt sich jemand der Sache an und greift durch!

Aus Rücksicht auf unsere amerikanischen Freunde, aber auch alle Menschen, die sich schon beim Anblick ihres eigenen Körper ekeln, wollen wir helfen, unsere Jugend zu schützen. Daher bieten wir ab sofort eine zensierte Version des Kinotrailers zu FEUCHTGEBIETE an. 100% jugendfrei. Versprochen!

Hm, warum sollte es den „Feuchtgebieten“ besser als der „Zeit“ gehen, die bei Facebook ja mal Probleme wegen einer Ausgabe des Zeit-Magazins, das sich um ein männliches Geschlechtsteil drehte, bekam.

Ach ja: die Facebook-Seite für „Feuchtgebiete“ ist „derzeit nicht verfügbar“. Jedenfalls für mich.

 


Ein einstündiges Interview mit William Friedkin

August 1, 2013

In den USA veröffentlichte Regisseur William Friedkin (The French Connection, The Exorcist, Cruising, To Live and Die in L. A.) seine fünfhundertseitige Autobiographie „The Friedkin Connection: A Memoir“ (Gleich auf die Leseliste!) und das war für Allison Hope Weiner die Gelegenheit den legendären Regisseur im April 2013 in ihre Sendung einzuladen:

Hörens- und sehenswert!

 


Die Krimizeit-Bestenliste August 2013

August 1, 2013

 

Also, dann. Die Herren Krimikritiker empfehlen in ihrer August-Bestenliste diese mörderischen Werke dem geneigten, lesekundigen Kriminalromanfan:

1 (-) Dominique Manotti: Zügellos

2 (1) Patrícia Melo: Leichendieb

3 (5) Lavie Tidhar: Osama

4 (2) Warren Ellis: Gun Machine

5 (-) Adrian McKinty: Der katholische Bulle

6 (-) Dror Mishani: Vermisst

7 (4) Arne Dahl: Bußestunde

8 (9) Stephen Dobyns: Das Fest der Schlangen

9 (-) Matthew Stokoe: Empty Mile

10 (-) Hjorth &Rosenfeldt: Die Toten, die niemand vermisst

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

 


Erster Materialrundumschlag für „Die andere Heimat“ von Edgar Reitz

Juli 31, 2013

Edgar Reitz (Homepage), der in den Achtzigern mit seiner TV-Serie „Heimat“ (einer Chronik des Jahrhunderts, spielend in dem fiktiven Hunsrück-Ort Schabbach) zeigte, was im Fernsehen alles möglich und heute unvorstellbar ist, mit „Die zweite Heimat – Chronik einer Jugend“ (1992) und „Heimat 3 – Chronik einer Zeitenwende“ (2004) würdig fortsetzte, hat jetzt, für das Kino, „Die andere Heimat“ gedreht.

Die Weltpremiere ist auf dem Internationalen Film Festival Venedig. Der deutsche Kinostart ist am 3. Oktober und ich freue mich schon riesig auf den Film

Die offizielle Synopse:

Als in der Mitte des 19. Jahrhunderts Hungersnöte, Armut und Willkürherrschaft die Menschen niederdrückten, sind Hunderttausende aus Deutschland ins ferne Südamerika ausgewandert. Auch Jakob versucht alle Grenzen hinter sich zu lassen, die einem Bauernjungen in dieser Zeit gesetzt sind. Er liest jedes Buch, dessen er habhaft werden kann, er studiert die Sprachen der Urwaldindianer, er entwirft Pläne für die romantischsten Abenteuer in den Wäldern Brasiliens und beschreibt seinen Aufbruch aus dem Hunsrück in einem erstaunlichen Tagebuch, das nicht nur seine Geschichte und seine Gedanken wiedergibt, sondern das Lebensbild einer ganzen Zeit. In den Strudel von Jakobs Träumen werden alle gesogen, die ihm begegnen: Seine von Mühsal und Arbeit geplagten Eltern, sein streitbarer, älterer Bruder Gustav und vor allem das schöne Jettchen, die Tochter eines verarmten Edelsteinschleifers und ihre beste Freundin Florinchen. Was kann es in dieser kargen Bauernwelt schöneres geben, als Jakobs Erzählungen zu folgen und mit ihm Pläne zu schmieden für ein glücklicheres Leben jenseits des Weltmeeres? Die Sehnsucht der jungen Menschen droht immer wieder zu zerbrechen – an der Unwissenheit der Zeit und an Krankheiten; an Tod und Naturkatastrophen, die über das Land hereinbrechen. Die Rückkehr des Bruders Gustav aus dem preußischen Militärdienst gibt den Anstoß für Ereignisse, die die Liebe zwischen Jakob und Jettchen jäh erschüttern und Jakobs Leben in eine völlig unerwartete Richtung lenken wird.

Edgar Reitz ist mit seinem neuen Film ein Ausnahmewerk, ein filmisches Epos gelungen, das in der heutigen Filmlandschaft kaum einen Vergleich finden wird. Auf Breitwand gedreht, entstanden unter der Kamera von Gernot Roll gewaltige Bilder, die ein Hunsrückdorf aus dem 19. Jahrhundert lebendig werden lassen und den Zuschauer auf eine Zeitreise einladen. Detailversessen in Ausstattung, Szenenbild und Kostüm, unterstützt durch ein junges Schauspieler-Ensemble, allen voran Jan Schneider als Jakob, Maximilian Scheidt als Gustav, Antonia Theresa Bill als Jettchen und Philine Lembeck als Florinchen, sowie Marita Breuer („Heimat“) als Mutter Simon, ist DIE ANDERE HEIMAT – CHRONIK EINER SEHNSUCHT eine bewegende Familien- und Liebesgeschichte voller Emotionalität und Sinnlichkeit.
„Edgar Reitz ist ein großes episches Werk gelungen, das zeitlos in die Filmgeschichte eingehen wird“, beurteilt die Jury der FBW zur Vergabe des Prädikats „besonders wertvoll“.
Darüber hinaus wirft der Film wie selbstverständlich genau die Fragen auf, die aktueller kaum sein könnten: die Frage nach Zugehörigkeit, Freiheit der Gedanken, und was man heute noch als Heimat benennen und wie stark eine Sehnsucht nach einem besseren Leben sein kann.

Die ersten drei Trailer:

Bei den Trailern ist klar, dass „Die andere Heimat“ ein ungewöhnlicher Film sein wird, der in jedem Fall grandios sein wird. Entweder grandios grandios oder grandios gescheitert.

Es gibt den Mitschnitt der Pressekonferenz zum Drehstart:

Ein kurzer Bericht vom Drehort

Und im September erscheint ein Buch zum Film:

Reitz - Die andere Heimat - Filmbuch

Edgar Reitz: Chronik einer Sehnsucht – Die andere Heimat

Schüren, 2013

240 Seiten

19,90 Euro

 

 


Horst Eckert über seinen neuen Thriller „Schwarzlicht“

Juli 19, 2013

Bis zur Veröffentlichung von „Schwarzlicht“, dem neuen Thriller von Horst Eckert, am 20. September (also ziemlich genau zur Bundestagswahl), dauert es noch einige Tage.

Aber die ersten Clips mit Horst Eckert zum Buch sind schon online:

Eine Lesereise gibt es auch.

Meine Besprechung gibt es zum Erscheinungstermin.

Darum geht es in „Schwarzlicht“:

Walter Castorp ist tot.

Der Ministerpräsident von NRW, ertrunken in seinem Swimmingpool. Sechs Tage vor der Wahl.

Vincent Veih leitet die Ermittlungen. Der Hauptkommissar ist gerade erst zum Leiter des KK11 ernannt worden. Nicht alle Kollegen sind davon begeistert. Auch seine Mutter nicht. Die Ex-Terroristin hat den Großteil ihres Lebens in Haft verbracht. Sein Großvater hingegen wäre stolz auf ihn gewesen – doch das ist eine andere Geschichte …

Als alle Spuren auf einen Mord deuten, gerät Vincent auch unter politischen Druck. Doch er ermittelt gegen alle Widerstände. Denn Gerechtigkeit geht Vincent über alles. Auch wenn es bedeutet, dass er sich seiner eigenen Vergangenheit stellen muss …

Horst Eckert: Schwarzlicht

Wunderlich, 2013

384 Seiten

19,95 Euro