
Weil die Verfilmung am Mittwoch im Fernsehen gezeigt wird.

Weil Ross Macdonald (eigentlich Kenneth Millar, 13. Dezember 1915 in Los Gatos, Kalifornien – 11. Juli 1983 in Santa Barbara, Kalifornien) heute vor vierzig Jahren starb.
Der Hardboiled-Autor ist der Erfinder von Privatdetektiv Lew Archer. Zwischen 1949 und 1976 veröffentlichte er achtzehn Kriminalromane mit Lew Archer, zwei davon wurden mit Paul Newman verfilmt. Im Film hieß der Detektiv dann Lew Harper.
Wer ihn noch nicht kennt und die Krimis von Dashiell Hammett und Raymond Chandler liebt, sollte sich unbedingt sofort einen seiner Romane besorgen. Dabei sind die früheren Archer-Krimis besser als die späteren. Aber wirklich schlecht sind die auch nicht.

Eine Ausgabe der Filmromane von Campbell Black, James Kahn und Rob Macgregor (Jeder nur ein Buch.) zu den ersten drei Indiana-Jones-Filmen.
In den deutschen Erstausgaben gibt es, wenn ich mich richtig erinnere, außerdem mehrere Seiten mit Filmfotos. Das war damals ein weiterer Grund, um sich die Filmromane zu kaufen. Ein anderer war, den Film noch einmal zu erleben, wenn das örtliche Kino andere Filme zeigte. Oder den Film überhaupt nicht zeigte. Oder glaubte, dieses Mal die Altersbeschränkung durchsetzen zu müssen.

Weil Johnny Depp am 9. Juni einen runden Geburtstag feiert
Weil die Verfilmung mit ihm als Hunter S. Thompson Kult ist
Weil die Vorlage noch kultiger ist

Martin Amis (25. August 1949, Oxford, England – 19. Mai 2023, Lake Worth Beach, Florida, USA)
„Gierig“ (Money) ist einer seiner besten Romane und eine unbedingte Leseempfehlung. Das kann ich nicht über alle seine Romane sagen.

Erhielt 2010 den International Thriller Writers Award als „Best Paperback Original“

Weil am Sonntag der Todestag von Raymond Chandler (23. Juli 1888 in Chicago, Illinois – 26. März 1959 in La Jolla, Kalifornien) ist.
Weil Diogenes seine Bücher in einer vorzüglichen Neuediton in neuen Übersetzung wieder herausbringt. Der bislang letzte Band dieser Neuausgabe ist „Das hohe Fenster“ (The High Window, 1942). In dem Privatdetektivkrimi beauftragt Mrs. Murdock Philip Marlowe mit der Suche nach ihrer Schwiegertochter, einer früheren Nachtclub-Sängerin, und einer wertvollen Goldmünze.
Weil diese Übersetzung von Ulrich Blumenbach ist.
Weil es einen neuen Marlowe-Spielfilm gibt. Der Film „Marlowe“ basiert basiert auf Benjamin Blacks Roman „Die Blonde mit den schwarzen Augen – Ein Philip-Marlowe-Roman“ (The Black-Eyed Blonde, 2014), William Monahan schrieb das Drehbuch, Co-Autor Neil Jordan inszenierte, Liam Neeson spielt den Detektiv, der Trailer ist ernüchternd und die bisherigen Kritiken sind verheerend. Ein deutscher Starttermin ist noch nicht bekannt.
Weil ich so die TV-Sender auffordern kann, endlich mal wieder einige Chandler-Verfilmungen zu zeigen. So lief „Tote schlafen fest“ mit Humphrey Bogart als Marlowe schon seit Jahren nicht mehr im Fernsehen. Das muss sich ändern! Gerne im Rahmen einer Best-of-Noir-Reihe. Arte, übernehmen Sie!
(Ach, die wahnwitzigen Fieberträume des kleinen Noir-Fans.)
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Raymond Chandler: Das hohe Fenster
(übersetzt von Ulrich Blumenbach, mit einem Nachwort von Margaret Atwood)
Diogenes, 2022
320 Seiten
24 Euro
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Hinweise
Thrilling Detective über Philip Marlowe
Thrilling Detective über Raymond Chandler
Krimi-Couch über Raymond Chandler
Mordlust über Raymond Chandler
Rotten Tomatoes über „Die Dame im See“
Wikipedia über Philip Marlowe (deutsch, englisch) und Raymond Chandler (deutsch, englisch)
Meine Besprechung von Raymond Chandlers „Die Lady im See“ (The Lady in the Lake, 1943)