TV-Tipp für den 11. Januar: Tatort: Gebrochene Blüten

Januar 10, 2022

WDR, 23.40

Tatort: Gebrochene Blüten (Deutschland 1988)

Regie: Hajo Gies

Drehbuch: Martin Gies

Scheinbar im Affekt wird in einem Linienbus der Besitzer eines Tanzstudios erstochen. Die Kommissare Schimanski und Thanner stoßen bei ihren Ermittlungen auf eine Mädchenhändlerbande.

Und weiter geht’s in der WDR-Programmierung „Dienstag ist Schimanski-Tag“.

Mit Götz George, Eberhard Feik, Chiem van Houweninge, Ulrich Matschoss, Renate Krößner, Miroslav Nemec, Ralf Möller

Hinweise

Horst-Schimanski-Fanseite

Wikipedia über Horst Schimanski

Meine Besprechung von Martin Schüllers Schimanski-Roman „Moltke“ (2010)


TV-Tipp für den 26. Dezember: Tatort: Alles kommt zurück

Dezember 25, 2021

ARD, 20.15/One, 21.45

Tatort: Alles kommt zurück (Deutschland 2021)

Regie: Detlev Buck

Drehbuch: Uli Brée

Kommissarin Lindholm wird verdächtigt, ihren Liebhaber in Hamburg im Hotel Atlantik ermordet zu haben. Selbstverständlich will (und wird) sie ihre Unschuld beweisen. Bis dahin muss sich sich durch eine Hundertschaft von Udo-Lindenberg-Doppelgängern kämpfen und Udo Lindenberg treffen.

Detlev Bucks erster „Tatort“ ist selbstverständlich kein gewöhnlicher „Tatort“. Anscheinend überzeugt er vor allem als skurille Nummernrevue.

mit Maria Furtwängler, Jens Harzer, Anne Ratte-Polle, Udo Lindenberg, Neda Rahmanian, Kida Khodr Ramadan, Detlev Buck, Nadeshda Brennicke

Wiederholung: Montag, 27. Dezember, 01.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Das Erste über diesen Tatort

Wikipedia über „Tatort: Alles kommt zurück“

Meine Besprechung von Daniel Kehlmann/Detlev Bucks „Die Vermessung der Welt – Das Buch zum Film“ (2012)

Meine Besprechung von Detlev Bucks „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ (Deutschland 2021)


TV-Tipp für den 17. August: Tatort: Kressin und der tote Mann im Fleet

August 16, 2021

WDR, 23.45

Tatort: Kressin und der tote Mann im Fleet (Deutschland 1971)

Regie: Peter Beauvais

Drehbuch: Wolfgang Menge

Im Sommer werden ab und an, meistens zu mitternächtlicher Stunde, alte „Tatorte“ gezeigt. Heute gibt es den dritten „Tatort“. In ihm ermittelt Zollfahnder Kressin in Hamburg. Denn dort wurde der Reiseleier einer Kreuzfahrt, an der Kressin teilgenommen hatte, ermordet und ins Wasser geworfen.

Hach, war der Kressin ein fescher Bursche. Die Dienstregeln legte er locker aus, die Bösewichter verkloppte er und bei den Frauen hatte er einen Schlag.

Mit Sieghardt Rupp, Hermann Lenschau, Sabine Sinjen, Eva Renzi, Siegfried Flemm, Günter Heising, Ivan Desny, Edgar Hoppe, Walter Richter (als Gastkommissar Trimmel)

Hinweise

Tatort-Fundus über Zollfahnder Kressin

Wikipedia über „Tatort: Kressin und der tote Mann im Fleet“


TV-Tipp für den 20. Juli: Tatort: …und dann ist Zahltag

Juli 19, 2021

NDR, 23.30

Tatort: …und dann ist Zahltag (Deutschland 1976)

Regie: Jürgen Roland

Drehbuch: Werner Jörg Lüddecke

LV: Joachim Jessen/Jens Lerch: Der Zahltag, 1976

Das Kind von Ex-Knacki Ewald Merten wird entführt. Die Entführer verlangen von ihm einen Banküberfall. Merten tut’s und liefert damit die Ablenkung für einen weiteren Banküberfall. Kommissar Brammer ermittelt; – naja, eigentlich nicht. Denn er fährt in Urlaub und überlässt dem Kollegen Hese die Arbeit.

Alter „Tatort“, der wahrscheinlich zuletzt 2010 im Fernsehen lief.

Mit Knut Hinz, Günther Bothur, Günter Heising, Uwe Dallmeier, Jörg Pleva, Monica Bleibtreu

Hinweise

Wikipedia über „Tatort: …und dann ist Zahltag“

Tatort-Fundus über Kommissar Brammer und die Vorlage „Der Zahltag“

Lexikon der deutschen Krimiautoren über Werner Jörg Lüddecke


TV-Tipp für den 15. Juli: Tatort: Freiwild

Juli 14, 2020

RBB, 22.17

Tatort: Freiwild (Deutschland 1984)

Regie: Wolfgang Staudte

Drehbuch: Heinz-Dieter Ziesing

Doktor Konrad Ansbach (Armin Mueller-Stahl) testet illegal ein Serum gegen Leberzirrhose an Berliner Obdachlosen. Als mehrere Obdachlose sterben, beginnt Kommissar Walther (Volker Brandt) zu ermitteln.

Wolfgang Staudtes letzter Film. Kein Meisterwerk, aber sein letzter Film.

Armin Mueller-Stahl zählt „Freiwild“ zu seinen wichtigsten Fernseharbeiten: „bei dem Wolfgang Staudte – ich lernte ihn leider zu spät kennen – noch einmal an seine alte Form anknüpfte.“

Wolfgang Staudte inszenierte „Die Mörder sind unter uns“ (1946), „Der Untertan“ (1951), „Rosen für den Staatsanwalt“ (1959) und „Kirmes“ (1960).

mit Volker Brandt, Helmut Gauss, Stefan Gossler, Armin Mueller-Stahl, Hans-Peter Hallwachs, Witta Pohl, Tilly Lauenstein

Hinweise

Tatort-Fundus über Kommissar Walther

Wikipedia über „Tatort: Freiwild“


TV-Tipp für den 24. Juni: Tatort: Transit ins Jenseits

Juni 23, 2020

RBB, 22.02

Tatort: Transit ins Jenseits (Deutschland 1976)

Regie: Günter Gräwert

Drehbuch: Günter Gräwert, Jens-Peter Behrend

Damals, als es die DDR, West- und Ostberlin noch gab: Die Menschenschmuggler Horst Bremer (Marius Müller-Westernhagen) und Martin Poll (Götz George) wollen eine DDR-Bürgerin in den Westen schmuggeln. Dummerweise geht der Plan schief, eine unbekannte Frauenleiche liegt an der Transitstrecke und Kommissar Schmidt (Martin Hirthe) hat einen neuen Fall.

Alter SFB-Tatort (ist heute der RBB), der mit einer tollen Besetzung (George! Westernhagen!) hundert Minuten in die siebziger Jahre entführt.

mit Martin Hirthe, Ulrich Faulhaber, Wilfried Klaus, Bernd Bauer, Marius Müller-Westernhagen, Götz George, Gisela Dreyer, Gustl Bayrhammer, Helmut Fischer

Hinweise

Tatort-Fundus über Kommissar Schmidt

Wikipedia über „Tatort: Transit ins Jenseits“


Cover der Woche

Juni 23, 2020

Die Vorlage für einen alten, schon ewig nicht mehr gezeigten „Tatort“.  Es handelt sich um den 65. „Tatort“. Kommissar Brammer (Knut Hinz) (keiner der heute noch bekannten oder legendären Kommissare) ermittelte. Jürgen Roland übernahm die Regie. Die Erstausstrahlung von „…und dann ist Zahltag“ war am 15. August 1976.


TV-Tipp für den 23. Juni: Tatort: Passion

Juni 23, 2020

BR, 20.15

Tatort: Passion (Deutschland/Österreich 2000)

Regie: Ilse Hofmann

Drehbuch: Felix Mitterer

Eigentlich will Kommissar Moritz Eisner in Tirol nur einen zünftigen Wanderurlaub verbringen. Aber als der Jesus-Darsteller eines Passionsspiel ans Kreuz genagelt wird, lässt er – widerwillig – Urlaub Urlaub sein und sucht mit seiner Kollegin Aschenwald den Mörder.

Erster Eisner-Tatort von Felix Mitterer und gleich ein voller Erfolg. Denn lustvoller und treffender wurde sich selten im prallen Provinzleben gesuhlt.

mit Harald Krassnitzer, Sophie Rois, Dietmar Schönherr, Nina Proll, Simon Schwarz, Reinhard Simonischek

Hinweise

Tatort-Fundus über Kommissar Moritz Eisner

Wikipedia über „Tatort: Passion“ und über Felix Mitterer


TV-Tipp für den 22. Januar: Tatort: Das Glockenbachgeheimnis

Januar 22, 2019

BR, 20.15

Tatort: Das Glockenbachgeheimnis (Deutschland 1999)

Regie: Martin Enlen

Drehbuch: Friedrich Ani

Wer ermordete Hauserbe Martens? Und was ist das Geheimnis des Glockenbaches?

Guter Münchner „Tatort“ mit den Kommissaren Batic (Miroslav Nemec), Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Menzinger (Michael Fitz). Iris Berben spielt eine dubiose Caféhaus-Besitzerin.

Hinweise

Tatort-Fundus über die Kommissare Batic und Leitmayr

Homepage von Friedrich Ani

Meine Besprechung von Friedrich Anis „Wer lebt, stirbt“ (2007)

Meine Besprechung von Friedrich Anis „Der verschwundene Gast“ (2008)

Meine Besprechung von Friedrich Anis “Totsein verjährt nicht” (2009)

Meine Besprechung von Friedrich Anis “Die Tat” (2010)

Meine Besprechung von Friedrich Anis „Süden“ (2011, mit Interview)

Meine Besprechung von Friedrich Anis “Süden und die Schlüsselkinder” (2011)

Meine Besprechung von Friedrich Anis „Süden und das heimliche Leben“ (2012)

Meine Besprechung von Friedrich Anis „Süden und die Stimme der Angst“ (2013, neuer Titel von „Verzeihen“)

Meine Besprechung von Friedrich Anis “M” (2013)

Meine Besprechung von Friedrich Anis „Der namenlose Tag“ (2015)

Meine Besprechung von Friedrich Anis „Der einsame Engel“ (2016)

Friedrich Ani in der Kriminalakte

P. S.: In Arbeit: Meine Besprechung von Friedrich Anis neuem Süden-Roman “ Der Narr und seine Maschine“ (Suhrkamp)


TV-Tipp für den 13. November: Sonntagsmörder

November 13, 2016

ARD, 21.45

Sonntagsmörder (Deutschland 2016, Regie: Peter Dörfler, Cordt Schnibben)

Drehbuch: Peter Dörfler, Cordt Schnippen

Wer hätte das damals, als Kommissar Trimmel das „Taxi nach Leipzig“ bestieg und im „Tatort“ landete, gedacht? Seitdem ertönte vor tausend Sonntagabendkrimis die catchy, von Klaus Doldinger komponierte Melodie und heute glauben tausende Unter-Vierzig-Jährige, dass es den „Tatort“ schon immer gab.

In dieser einstündigen Geburtstagsdoku spricht Ulrike Folkerts (aka Kommissarin Lena Odenthal) mit den „Tatort“-Kollegen Borowski (Axel Milberg), Markowitz (im Ruhestand) (Günther Lamprecht), Batic (Miroslav Nemic), Leitmayr (Udo Wachtveitl), Grosz (Franziska Weisz), Börne (Jan Josef Liefers) und Thiel (Axel Prahl) und ungenannt bleibenden Experten (das Los der Autoren, ohne die es keine „Tatorte“ gäbe).

Schade, dass nur die üblichen Verdächtigen vernommen werden.

Hinweis

Das Erste über die Doku


„Der Tatort und die Philosphie“ im Hörsaal, nicht an der Pommesbude

Juni 18, 2014

Eilenberger HRSG - Der Tatort und die Philosophie - 2

„Schlauer werden mit der beliebtesten Fernsehserie“ ist der Untertitel und er ist erstens zutreffend und zweitens macht der Sammelband neugierig auf einige zeitgenössische Philosophen. Denn in dem von Wolfram Eilenberger herausgegebenem Sammelband „Der Tatort und die Philosophie“ werden verschiedene Philosophen und ihr Werk vorgestellt und damit man sich mit ihren abstrakten Gedanken beschäftigt, wird der „Tatort“ als Köder benutzt. Gerade weil die Reihe so langlebig ist und es inzwischen über neunhundert Folgen gibt, findet jeder Autor, meist bei einem der aktuell ermittelnden Kommissare, den ihm genehmen Anknüpfungspunkt, der auch immer etwas willkürlich bleibt.
Aber in dem Sammelband geht es auch nur peripher um den „Tatort“. Die Krimireihe und damit auch der Kriminalfilm und die Kriminalserie im allgemeinen (denn vieles, was hier gesagt wird, kann mühelos auf andere Krimis übertragen werden) sind nur der Startpunkt, um Philosophen und ihre Werke in kurzen Texten vorzustellen:
Adam Soboczynski schreibt über Theodor W. Adorno,
Wolfram Eilenberger über Emmanuel Levinas,
Florian Werner über Friedrich Nietzsche,
Ulrich Noller und Jürgen Wiebicke über Hartmut Rosa und Byung-Chul Han,
Cord Riechelmann über Gilles Deleuze,
Ariadne von Schirach über Alain Badiou,
Gert Scobel über William James,
Fritz Breithaupt über Siegfried Kracauer,
Susanne Schmetkamp über Edith Stein,
Svenja Flaßpöhler über Hannah Arendt,
Ekkehard Knörer über Odo Marquard,
Stefan Münkler über Marshall McLuhan und
Armin Nassehi über Edmund Husserl.
Viele Texte sind von promovierten Philosophen geschrieben und oft sind die kurzen Texte auch etwas zu wissenschaftlich geraten. Jedenfalls für ein Buch, das sich an die breite Masse richten und Menschen, die sonst nichts mit Philosophie am Hut haben, neugierig auf die Philosophen, ihre Gedankengebäude und das philosophische Denken machen soll. Davon abgesehen regen die Texte zum Nachdenken über die Wirklichkeit und auch darüber, was Geschichten über die Wirklichkeit aussagen, an. Warum, zum Beispiel, in neueren Krimis die Täter ihre Taten nicht mehr erklären können und was das über das Subjekt, den Menschen, aussagt. Denn früher gab es spätestens am Ende des Films eine lange Erklärung, warum der Mörder mordete. Woher das Böse kommt und warum so viele Kommissare alleinstehend sind und sich in ihre Arbeit flüchten, wird mit verschiedenen philosophischen Theorien erklärt; – wobei wir Lieutenant Columbo, der ja vor allem in den Siebzigern ermittelte, auch nur bei der Arbeit sehen und wir nichts über das Sexualleben von Hercule Poirot wissen.
Über den „Tatort“ im Speziellen bleiben die Autoren dagegen bei Allgemeinplätzen stehen, die auch auf fast jede andere Krimiserie übertragen werden kann.
Mich erinnerte das Buch jedenfalls daran, mal wieder einen philosophischen Text zu lesen.

Wolfram Eilenberger (Hrsg.): Der Tatort und die Philosphie – Schlauer werden mit der beliebtesten Fernsehserie
Tropen, 2014
224 Seiten
17,95 Euro

Hinweise

Homepage von Wolfram Eilenberger und des „Philosophie Magazins“ (er ist Chefredakteur)

Tatort-Fundus (eine „Tatort“-Fundgrube)

 


TV-Tipp für den 26. Februar: Tatort: Das Glockenbachgeheimnis

Februar 26, 2013

BR, 20.15

Tatort: Das Glockenbachgeheimnis (D 1999, R.: Martin Enlen)

Drehbuch: Friedrich Ani

Wer ermordete Hauserbe Martens? Und was ist das Geheimnis des Glockenbaches?

Guter Münchner „Tatort“ mit den Kommissaren Batic (Miroslav Nemec), Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Menzinger (Michael Fitz). Iris Berben spielt eine dubiose Caféhaus-Besitzerin.

Hinweise

Tatort-Fundus über die Kommissare Batic und Leitmayr

Homepage von Friedrich Ani

Meine Besprechung von Friedrich Anis „Wer lebt, stirbt“ (2007)

Meine Besprechung von Friedrich Anis „Der verschwundene Gast“ (2008)

Meine Besprechung von Friedrich Anis “Totsein verjährt nicht” (2009)

Meine Besprechung von Friedrich Anis “Die Tat” (2010)

Meine Besprechung von Friedrich Anis „Süden“ (2011, mit Interview)

Meine Besprechung von Friedrich Anis “Süden und die Schlüsselkinder” (2011)

Meine Besprechung von Friedrich Anis „Süden und das heimliche Leben“ (2012)

Friedrich Ani in der Kriminalakte


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