I think that some of the best crime-writing being done right now can be found in comics. Writers such as Brian Azzarello, Ed Brubaker, Greg Rucka, and Brian Wood have been doing amazing work for years.
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Dave Gibbons, „the Artist behind WATCHMEN“, beantwortet bei Tor einige Fragen. Kinogänger haben den vielversprechenden Watchmen-Trailer (dafür sind Trailer ja da) wahrscheinlich bereits genossen.
Im A. V. Club spricht Shawn Ryan über das Ende der von ihm erfundenen Serie „The Shield“:
By the time we started filming the first episode of the final season, we had a pretty good idea where we were gonna go. Then we figured some other things out along the way, as we were filming. So it was a process. It evolved. But I always think it’s better to take your time and go through a lot of ideas—and dismiss a lot of ideas—before figuring out where to land. It’s a good way to care for your audience, too. If you spend hours and hours and days and weeks coming up with the ending, then there’s a chance the fans won’t figure it out on their own.
Er fasst die Entwicklung von sieben Staffeln „The Shield“ so zusammen:
The original central question still holds true, I guess: „What are you willing to accept, in terms of behavior, from the people who protect you?“ That was a very resonant question in 2002, when we were still in the shadow of 9/11. But I think as the series has gone on, the question has turned more inward, relating more to Vic and the other guys on the Strike Team in terms of, „What price do people pay for having bent the rules?“
Außerdem spricht er über „Nash Bridges“, seine Zukunftspläne (wozu auch eine Polizeiserie gehört, die James Ellroy schreibt und eine Privatdetektivserie) und seine Lieblingsserien.
The third act so often falls apart or disappoints, don’t you think?We all seem to be somewhat afraid of it – that is, unless it’s all there in our heads to begin with and we can just – “speed we to our climax”, as Shakespeare said.
But even then, a third act is a lot of pressure. (…)
The essence of a third act is the final showdown between protagonist and antagonist.
Sometimes that’s all there is to it – one final battle between the protagonist and antagonist.In which case some good revelatory twists are probably required.
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Andrea Maria Schenkel hat für „Tannöd“ den schwedischen Krimipreis „Martin Beck Preis“ in der Kategorie „Internationaler Kriminalroman“ gewonnen. Der Name „Martin Beck“ – Uuh, muss ich euch das wirklich sagen?
Herzlichen Glückwunsch!
Der dritte Roman „Bunker“ von Andrea Maria Schenkel erscheint Ende Februar 2009. Er ist wieder ziemlich kurz und erzählt aus der Perspektive des Täters und des Opfers die Geschichte einer Geiselnahme.
Davor wurden die Cornell-Woolrich-Verfilmungen „Angst in der Nacht“ (Fear in the night, USA 1947, Regie/Drehbuch: Maxwell Shane) und „Im Dunkel der Nacht“ (Nightmare, USA 1956, Regie/Drehbuch: Maxwell Shane) unter die Lupe genommen. Die literarische Vorlage war beide Male die Kurzgeschichte „Nightmare“, die Woolrich als William Irish veröffentlichte. Thomas C. Renzi, der Autor von „Cornell Woolrich from Pulp Noir to Film Noir“, schrieb die Besprechungen.
Draußen sind unter anderem Allan Guthries „Post Mortem“ (schade, Besprechung kommende Woche), Norbert Horsts „Sterbezeit“ (nicht schade; – aber nachdem seine vorherigen Bücher, so meine Erinnerung, alle länger in der Liste waren, war das jetzt ein sehr kurzes Gastspiel) und Richard Starks „Fragen Sie den Papagei“ war ja lange genug drin. Von den Neueinstiegen kenne ich John le Carrés „Marionetten“ (nach einer langen Durststrecke endlich wieder ein lesenswerter le Carré; auch wenn die Geschichte ziemlich vorhersehbar ist), Ian Rankins „Ein Rest von Schuld“ (die grandiose Abschiedsvorstellung von Rebus; – jedenfalls vorläufig) und George Pelecanos’ „Der Totengarten“ (den ich, wie Rankin, bereits auf der November-Liste erwartet hatte).
In Klammer ist immer die Platzierung des Vormonats.
Während der diesjährigen Bouchercon unterhielt Hard-Case-Crime-Herausgeber Charles Ardai sich mit seinem Lieblingsautor Lawrence Block. Das einstündige Gespräch ist jetzt auch in guter Qualität bei YouTube vorhanden:
It’s tricky doing 24 hours. If you don’t hit it exactly right, it’s not like any other show where you can write it off and say “that was just a mediocre episode,” it has such implications downstream, you have to be a lot ahead or just get really lucky.
Jack reboots every year, but I think the cumulative toll of all the things he’s lost and all the things he’s done, it’s a collective judgement. Obviously last year was a particularly cruel one for Jack in the media. Abu Ghraib, and the conceits into that conduct, have come home to roost on the show. So the show is viewed through a different lens now. So not only has Jack lost so much, but the world is a different place when the show first launched. It makes him a far more complex, darker character than when he first started.
Und im dritten Teil des Interviews redet er dann auch über die siebte Staffel, die in Washington, D. C. spielt und einen alten Bekannten als Bösewicht hat.
„Gran Torino“, das Drehbuch von Nick Schenk zu dem neuen Clint-Eastwood-Film gibt es demnächst hier. Der Film erzählt anscheinend von einem Koreakriegsveteranen, der einen Nachbarjungen, der seinen 1972er Gran Torino klauen wollte, bessern möchte. Der Trailer sieht dagegen nach Dirty Harry in der Vorstadt aus. Mit Clint Eastwood als Regisseur und Hauptdarsteller dürfte es trotzdem ein guter Film sein.
„The Killer inside me“ ist eines von Jim Thompsons besten und wichtigsten Büchern. In ihm erzählt der nette Sheriff Lou Ford, wie er einige Menschen umbringt. Das war damals natürlich ziemlich schockierend. Ich bin jedenfalls skeptisch gespannt auf den Film.
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Krimi-Kritiker Dick Adler hat nach seiner Liste der zehn besten Krimis des Jahres 2008 (unter anderem Michael Koryta: Envy the night, Tom Rob Smith: Child 44, Stieg Larssen: The Girl with the dragon tattoo, Sean Chercover: Trigger City, C. J. Box: Blue Heaven [Stumme Zeugen]) eine Liste der Bücher vorgelegt, die es fast auf die erste Liste geschafft hätten (unter anderem Edward Wright: Damnation Falls, Christa Faust: Money Shot [Hardcore Angel], Marcus Sakey: Good People, Deon Meyer: Devil’s Peak, Don Winslow: The Dawn Patrol).
Sue Grafton (deren Privatdetektivin Kinsey Millhone buchstabiert das ABC durch. In ihrer Heimat ist sie bereits beim T; in Deutschland beim R und, wenn ich mich nicht verzählt habe, sind derzeit nur vier Romane erhältlich)
James Lee Burke (dessen Serienhelden Dave Robicheaux und Billy Bob Holland haben es mehr mit Louisiana (vor allem New Orleans und die nähere Umgebung), Texas und Montana (eher Gastspiele); auf Deutsch ist derzeit kein Buch von James Lee Burke erhältlich.)
Ich versteh’s nicht. Da schreiben Spiegel Online und die Netzeitung über den neuen Bericht „Global Trends 2025 – A transformed World“ des US-amerikanischen National Intelligence Council und geben keinen Link zum Bericht an. Also, hier ist er.
Und hier einige Ergebnisse des Berichts, der amerikanischen Politikern bei ihren künftigen Entscheidungen helfen soll sind:
The whole international system—as constructed following WWII—will be revolutionized. Not only will new players—Brazil, Russia, India and China— have a seat at the international high table, they will bring new stakes and rules of the game.
The unprecedented transfer of wealth roughly from West to East now under way will continue for the foreseeable future.
Unprecedented economic growth, coupled with 1.5 billion more people, will put pressure on resources—particularly energy, food, and water—raising the specter of scarcities emerging as demand outstrips supply.
The potential for conflict will increase owing partly to political turbulence in parts of the greater Middle East.
„60 Jahre Erklärung der Menschenrechte“ ist ein Schwerpunkt des diesjährigen One World Berlin. Während der Eröffnung im vollen Arsenal wurden zwei Kurzfilme gezeigt, die während eines Wettbewerbs des Goethe-Instituts und der Stiftung Erinnerung Verantwortung Zukunft entstanden. In „Ein menschliches Anliegen“ (D 2007, R.: Barbara Falkner) wird sehr konzentriert, verknappt und etwas experimentell nachgezeichnet, wie es nach dem zweiten Weltkrieg zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte kam. Mir hat der Film gerade wegen seiner Klarheit und Fokussiertheit gefallen. Dass er dabei gleichzeitig sehr didaktisch wurde und bei der Darstellung der Gegenpositionen zu den Menschenrechten (historisch korrekt) Stereotypen des Westens bediente, nahm ich dafür hin. Viele Zuschauer sahen das allerdings anders und es gab schnell eine lebhafte Diskussion; und damit ist auch ein Ziel erreicht. Es wurde darüber diskutiert, ob das in dem Film gezeigte Bild der Menschenrechte überhaupt stimmt. Ob nicht gezeigt werden müsste, wo die Menschenrechte noch nicht verwirklicht sind; wo die USA gegen die Menschenrechte damals und heute verstößt.
Weniger Diskussion gab es dagegen über „Gewahrsam“ (USA 2007, R.: Michael Masarof). Er erzählte die fiktive Geschichte eines pakistanischstämmigem Durchschnittsamerikaners, der eines Tages vom Geheimdienst als Terrorist verhaftet wird. Masarof sagte anschließend, er verstünde seinen Film (auch) als Warnsignal. Im Arsenal, immerhin wurden mehrere Deutsche von US-Geheimdienstlern entführt und nach jahrelanger Haft freigelassen, wurde „Gewahrsam“ als Beschreibung der Wirklichkeit wahrgenommen.
Nach dem offiziellen Teil unterhielt ich mich länger mit Ulrich Gregor (der auch einen einführenden Vortrag über das Verhältnis von Kino zu Menschenrechten hielt), seiner Frau, Michael Masarof und Bartosz Paduch. Dessen Kurzfilm „Ohne Visum“ wird am Sonntag, um 17.00 Uhr, im Arsenal gezeigt.
„Quantum of Solace“ ist bestenfalls als mißlungene Fußnote zu „Casino Royale“ zu sehen.
Die Begründung gibt’s bei Evolver.
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Bleiben wir bei „schlechten Filmen“. Die Seite Script Tease widmet sich diesem, hm, Genre:
Welcome to Script Tease, your home for Cinema’s Lost Classics. Season your popcorn with gunpowder, pour yourself a glass of high-octane fuel (or blood if you prefer), grab a seat, and look around–we have movie posters, script pages, and more for your browsing pleasure.
Zum Beispiel diese Sammlung von Trailern. Zu dem neuesten „Black Roses“ sagen die Macher:
Script Tease salutes fine cinema everywhere . . . but we’re going to post this Black Roses trailer anyway.
Und dabei ist der Trailer und die Mucke so cool. Yeah, vor dieser Musik haben uns unsere Eltern immer gewarnt. Ohne Erfolg.
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Film- und Theaterbücher macht ein Angebot, das man nicht ausschlagen kann. Jedenfalls wenn man zu den Unglücklichen gehört, die noch kein Exemplar des letzten, posthum erschienenen Romans „Plan B“ von Chester Himes haben. In ihrem letzten Auftritt kämpfen die Detectives Grave Digger Jones und Coffin Ed Johnson in Harlem gegen einen politischen Visionär, der einen Aufstand der Schwarzen in Harlem organisiert.
Denn der Verkäufer (Ich kenne ihn. Sie können ihn sich bei einem Klick auf sein Angebot denken. Und ich bekomme keine Prozente vom Verkauf.) konnte einige Exemplare aus einem Lager retten und bietet das Buch jetzt für einen (!) Euro bei Amazon an. Also: Zugreifen!
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In wenigen Stunden startet das „One World Berlin“-Filmfestival. Es werden ein Haufen gute Dokumentarfilme gezeigt und auch die Humanistische Union (teilweise mit mir auf dem Podium) präsentiert einige Filme:
Via Simply Scripts habe ich von einigen Drehbüchern zu neuen Filmen, die teilweise ins Rennen um den Drehbuch-Oscar geschickt werden, erfahren. Es sind:
Wall-E – Undated, unspecified draft script by Andrew Stanton & Jim Reardon (original story by Andrew Stanton & Pete Docter)
Eagle Eye – March 28, 2008 draft script by John Glenn and Travis Wright, J. R. Orci, Alex Kurtzman and Roberto Orci, J. J. Abrams current revisions by Hillary Seitz
The Dark Knight – undated, unspecified draft script by Jonathan Nolan & Christopher Nolan
Max Payne – August 24, 2007 4th draft script by Beau Michael Thorne (based on the Remedy and 3-D Realms video game written by Sam Lake)
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Der ‘letzte” Quarry-Roman “The Last Quarry” von Max Allan Collins wurde verfilmt. Im Moment tingelt der gut besetzte Low-Budget-Streifen durchaus erfolgreich über die verschiedenen Festivals. Die Homepage für „The Last Lullaby“ sieht jedenfalls professionell aus; die Filmbilder vielversprechend. Jeffrey Goodman führte Regie. Peter Biegen und Max Allan Collins schrieben das Drehbuch. Tom Sizemore, Sasha Alexander, Sprague Grayden, Bill Smitrovich, Ray McKinnon und Omid Abtahi spielen mit.
In Deutschland wird’s hoffentlich für eine DVD-Premiere (an einen Kinostart will ich überhaupt nicht denken) reichen.
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R. i. P.: Peter W. Jansen (11. November 1930 – 15. November 2008)
Seine sinnlich und persönlich formulierten Kritiken und Beiträge wurden getragen von einer eminenten filmhistorischen und -ästhetischen Kenntnis, angetrieben von einer unstillbaren Neugier und einer enthusiastischen Offenheit für alles Neue, Riskante, das in ihm einen luziden Fürsprecher und Verteidiger gegen den „Mainstream“ hatte, den er gar nicht verachtete – wo er in ihm das Gelungene erkannt hatte. Denn PWJ war weitherzig in seiner geradezu erotischen Beziehung zum Kino, der eine ebenso intensive berufliche Professionalität und jederzeit entflammbare Arbeits- & Formulierungslust zur Seite stand.
Journalistenleben, gemacht fürs schnelle Schreiben und Versenden, produzieren selten Vermächtnisse. Und doch: Jansen hat, mit jener immens fleißigen Beiläufigkeit, die ihn auszeichnete, eines geschaffen.
Peter W. Jansen war ein Vorbild, was immer er tat. Er erstritt dem Film in Deutschland maßgeblich den Rang als Kulturgut, schon weil er sich so kultiviert damit auseinandersetzte: Àllwöchentlich im ZDF-Kulturmagazin aspekte, regelmäßig in Tageszeitungen wie der Frankfurter Rundschau und permanent im Bücherregal, da wo die blauen Hanser-Bändchen ihren dauerhaften Platz gefunden haben.
One of the highlights of 2008 was being part of Murderati.
It is quite unique to have such a disparate crew of writers in nigh perfect synch on one site and the outstanding aspect is the huge affection they have for each other.
You only had to see the crew in Baltimore to see how like family they are.
And between them, they cover just about every aspect of mystery.
I’ve been asked why the blog entries are short. Like my novels, I actually write much lengthier entries and then root out all that sounds off. I read it aloud and if it doesn’t have that jagged tone of real speech, bin it.
I think: above all, in an ending, the reader/audience has to CARE. A good ending has an emotional payoff, and it has to be proportionate to what the character AND the reader/audience has experienced.
To stay with a story long enough to make a successful novel of it, you have to love where it’s going. At least I do. If not, I couldn’t stay with it. And that means not being bored, not contriving something just to sell books. As for capturing a place and time, it depends on the project really. For The Jazz Bird obviously I had to do loads of research not only into the story itself, but into the period as well. I remember thinking, „How did you turn a light on in 1927? How did a woman dress? What did you eat in a restaurant?“ So I had to go out and find out all those things, either through interviews or book research or something else. I was visiting the Ford Museum in Dearborn, Mich., and found in the gift shop a reprint of a woman’s clothing catalogue from 1924, so I bought it and went shopping.
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Der Noir of the Week ist „Tödliche Grenze“ (Border Incident, USA 1949, Regie: Anthony Mann, Drehbuch: John C. Higgins, mit Ricardo Montalban, George Murphy, Howard da Silva). In dem Film infiltrieren zwei Agenten eine Bande von Menschenschmugglern im Grenzland zwischen Mexiko und USA. Ein kleiner und wahrscheinlich nur bei eingefleischten Filmfans bekannter Film. Zu Unrecht, wie Bill Hare bei Noir of the Week zeigt:
Border Incident provides gripping drama, never letting up, never disappointing. It is a film that should not be missed, especially by those who lust for travels by night in the world of film noir.
Als ich den Film vor Ewigkeiten sah, hat er mir auch gefallen.
Der Autor, Regisseur und auch Arzt starb am Dienstag in Los Angeles als 66-jähriger an Krebs. Sein Studium verdiente er sich mit Krimis, die er unter verschiedenen Pseudonymen veröffentlichte. Eines davon war John Lange. Hard Case Crime veröffentlichte von acht Lange-Werken jüngst das Edgar-nominierte „Grave Descend“ und „Zero Cool“. Bekannt wurde er mit dem S-F-Werk „The Andromeda Strain“ (Andromeda). Kurz darauf drehte er nach seinem Drehbuch den S-F-Thriller „Westworld“. 1978 nach seinem auf Tatsachen basierendem Roman „The great train robbery“ (Der große Eisenbahnraub) den gleichnamigen Film.
In den folgenden Jahren stand sein Name für die kommerziell erfolgreiche Verbindung von wissenschaftlichen Erkenntnissen, ethnischen Fragen nach den Grenzen der Wissenschaft und einer spannenden Geschichte, die öfters auch einen S-F-Touch hatte. „Sphere“ (Die Gedanken des Bösen), „Congo“, Jurassic Park“, „Rising Sun“ (Nippon connection), „Disclosure“ (Enthüllung) und „State of Fear“ (Welt in Angst) waren Bestseller und, öfters die Vorlage, für Kinohits.
Daneben ist er auch für die langlebige Krankenhausserie „Emergency Room“ verantwortlich.
Before I start a project, I write a note to myself in which I answer the question, „Why is this project worth a year of my life?“ The answer needs to be something about trying new approaches and developing not only as a writer, but also as a person. The Spy Who Came for Christmas is my first true spy novel since Extreme Denial in 1996. Back then, I decided I’d done everything I wanted in that particular type of thriller. But twelve years later, I see that genre in a new way and hope I brought something new to the game. My interior narrative in which Paul Kagan tells the spy’s version of the nativity story–that was my reason for writing the novel. I can’t tell you how much pleasure it gave me.
How am I ever going to break into Hollywood without a western protagonist? My sin, you see, is that all my characters are Lao. (…)I’ve done it all wrong. It’s back to the drawing board for me. I mean, how difficult can it be to write about a black superhero alcoholic or a kung-fuing panda? Really, I’m just making all this getting rich and famous a lot more difficult for myself than it really is.
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In der Detroit Metro Times gibt es einen langen Artikel von Odell Waller über Loren D. Estleman (Yep, PI Amos Walker – und ohne deutschen Verlag, aber sehr produktiv) mit dem schönen Titel „The guy who isn’t Elmore Leonard“.
Zum Schluss gibt es noch den Hinweis auf den Literarischen Salon im BKA-Theater (Mehringdamm 34, Berlin-Kreuzberg) heute Abend um 20.30 Uhr mit den Krimiautoren Christoph Ernst, Alfred Hellmann und Oliver G. Wachlin.
Für „Driver“ erhielt James Sallis den Deutschen Krimipreis, war Jahressieger der KrimiWelt-Bestenliste, sammelte euphorische Kritiken und auch den Lesern gefiel der schmale Band über einen Stuntman und Fluchtwagenfahrer, der in eine böse Geschichte hineingerät und alle seine Prinzipien zur Disposition stellen muss.
Der vor wenigen Wochen erschienene Roman „Deine Augen hat der Tod“ erschien bereits 1999 in der kurzlebigen Dumont-Noir-Reihe und ist eine sperrige Mischung aus Agententhriller und Road-Movie. In ihm muss Ex-Agent David sein beschauliches Leben hinter sich lassen und einen Kameraden suchen, der mordend durch Amerika zieht.
Bei Dumont erschienen auch die ersten beiden Lew-Griffin-Romane „Die langbeinige Fliege“ (The Long-Legged Fly, 1992) und „Nachtfalter“ (Moth, 1993). Griffin ist Privatdetektiv, Professor, Dichter, Blues-Fan, Autor, Alkoholiker und Afroamerikaner. In New Orleans ist das keine erfolgversprechende Mischung. Nach sechs Bänden beendete Sallis die hochgelobte Lew-Griffin-Serie und startete 2003 eine inzwischen aus drei, noch nicht übersetzten, Bänden bestehende Serie mit John Turner. Auch er ist als Ex-Polizist, Ex-Betrüger, Ex-Therapeut und, ab dem zweiten Band, Deputy Sheriff in einer Kleinstadt in der Nähe von Memphis, Tennessee, ein vielschichtiger Charakter. Die Geschichten mit Griffin und Turner sind, im Gegensatz zu den Einzelwerken „Driver“ und „Deine Augen hat der Tod“, tief in den Südstaaten verwurzelt. Vergleiche mit James Lee Burke und seinem Helden Dave Robicheaux liegen nahe und sind auch gar nicht so verkehrt.
Bevor James Sallis unter die Krimiautoren ging, schrieb er mehrere Bücher über Jazzgitarristen, Biographien und Essays über Samuel R. Delany, Chester Himes, Jim Thompson und David Goodis, übersetzte Raymond Queneau und war, als Science-Fiction-Fan, in den Sechzigern Redakteur des avantgardistischen britischen Science-Fiction-Magains „New World“.
Musikalisch ausgedrückt sind die Einzelwerke von James Sallis Cool Jazz und die Serien Blues. Beide Male spielt er souverän mit bekannten Formen. Bei den Lesungen wird es daher literarischen Cool Jazz geben. Den Sallis-Blues wird Liebeskind in den nächsten Jahren veröffentlichen.
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Die Tournee:
Sonntag, 2. November, 11:00 bis 13:00 Uhr
Katholische Akademie Schwerte
The older I’ve gotten the less interested I’ve been in the fantastical, for some reason. Maybe it’s just yet another sign of my mid-life crisis, but I find the world at large to be a more disturbing place than anything I’m likely to find in horror/dark fantasy fiction. Maybe this was always the case, but it never felt like it before.
And the truth is, even though I believe stupidity and chaos are more to blame for the bad stuff in the world, I like good conspiracy fiction (even some bad, cheesy conspiracy fiction) as much as the next guy.
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Das von George Lucas abgelehnte Drehbuch von Frank Darabont für den vierten Indiana-Jones-Film ist inzwischen hier gelandet.
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Universal Pictures und Paramount haben für das Oscar-Rennen bereits die ersten beiden Drehbücher online gestellt. Es sind
R. i. P. Tony Hillerman (27. Mai 1925 – 26. Oktober 2008)
Als Tony Hillerman das Manuskript für „The Blessing Way“ (Wolf ohne Fährte) herumreichte, rieten die Verleger ihm, das Indianerzeug wegzukürzen und sich auf den Kriminalfall zu konzentrieren. Hillerman tat’s nicht, fand schließlich einen Verleger und mit der Serie um die Navajo-Polizisten Joe Leaphorn und Jim Chee, die anfangs allein und später gemeinsam auftraten, wurde er ab 1970 zu dem Chronist einer untergehenden Kultur. In seinen besten Indianerromanen waren die Verbrechen und die Mythen der Navajos und der benachbarten Indianerstämme untrennbar miteinander verbunden. Seine letzten Romane erreichten nicht mehr die Qualität der ersten Romane. Für seine Romane erhielt er unter anderem den Edgar, den Anthony, den Macavity, den Nero Wolfe Award, den Western Writers Silver Spur und 1991 wurde er zum Grandmaster der Mystery Writers of America (MWA). Aber am meiste bedeutete Hillerman der ihm 1987 von den Navajos verliehene „Special Friends of the Dine“-Preis.
„Tony Hillerman was one of the great writers and great gentlemen of mystery fiction.“ sagt Ed Gorman.
Hillermans letzter Leaphorn/Chee-Roman „The Shape Shifter“ erschien 2006 und ist noch nicht ins Deutsche übersetzt worden.
In Deutschland wird Hillermans Tod (nach dem James-Crumley-Armutszeugnis) nicht nur in den einschlägigen Seiten, wie Alligatorpapiere und Krimiblog, sondern auch in einigen Tageszeitungen, wie der Frankfurter Rundschau (dpa-Meldung), erwähnt.
Etwas später als erwartet trudelte die November-Bestenliste der KrimiWelt bei mir ein. Im Gegensatz zu meiner Prognose haben es Ian Rankin und George Pelecanos nicht auf die aktuelle Liste geschafft. Aber dafür ist Allan Guthries Debüt „Post Mortem“ (Two-Way Split, 2005) auf der Liste vertreten. Ebenfalls, wenig überraschend, der neue Jerome Charyn und der neue Norbert Horst; – Besprechungen demnächst.
Die gesamte, nicht allzu überraschende Liste sieht so aus:
Oh, der zehnte Platz ist eine Überraschung. Denn bis jetzt hat es noch kein Comic auf die Liste geschafft. Ein einmaliges Versehen oder der Beginn einer Erweiterung des Begriffes Kriminalroman? In einigen Monaten werden wir’s wissen. Ich melde schon mal vorsorglich die nächsten Werke von Ed Brubaker an.
Nachdem die Information bereits im Netz gestreut und hierhin verlinkt wird, will ich die Gelegenheit nutzen, es euch zu verraten:
Ich stelle derzeit Kriminalreportagen, die dieses Jahr in deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften erschienen sind, für einen Sammelband, der im Frühjahr bei Das Neue Berlin erscheint, zusammen.
Die Reportagen sollen über ein Verbrechen berichten, einen Einblick in die Welt des Verbrechens, der Täter, Opfer und Ermittler geben, einen Fall (z. B. die verschwundene Madelaine McCann) oder ein Thema (z. B. Drogenhandel) abschließend behandeln und auch in einigen Jahren noch lesenswert sein.
Außerdem muss die längere Recherchearbeit des Journalisten erkennbar sein. Daher suche ich nicht nach Reportagen der Marke „Ein Tag im Gericht“, „Ich beobachte eine Demo“ oder „Ich fahre nach Amstetten und reihe mich brav in die Armada der schon anwesenden Journalisten ein“. Aber ich suche noch nach guten Reportagen über den islamistischen Terrorismus, den Biker-Krieg, Korruption und den Verstrickungen von Politik, Wirtschaft und Organisierter Kriminalität.
Wenn Ihr, liebe Leser, die vergangenen Monate eine gute Kriminalreportage gelesen habt, schickt mir eine Kopie.
Wenn Ihr, liebe Journalisten, dieses Jahr eine Kriminalreportage veröffentlicht habt und glaubt, dass sie in den Sammelband aufgenommen werden sollte, dann informiert mich.
Ich habe festgestellt, dass ich im Kriminalroman meine Geschichten am besten und am klarsten erzählen kann. Dass ich meine oft sehr dramatisch agierenden Charaktere dort am besten unterbringen kann. Es hat sich als die beste Bühne für meine Figuren herausgestellt.
Und, schon etwas älter: bei titlepage.tv stellt, neben einigen anderen Autoren, Carl Hiaasen sein neuestes Buch „The Downhill Lie“ vor. Es ist kein Krimi, auch kein Jugendbuch, sondern ein Sachbuch über das Golfspielen. Das klingt nicht unbedingt nach einem Pflichtkauf.
Die Grundrechte als wesentlicher Baustein einer freiheitlichen Demokratie wurden seit dem 11. September 2001 von den Regierungen zugunsten eines Versprechens auf Sicherheit vor terroristischen Anschlägen abgebaut.
Durch eine Flut von neu eingeführten Polizei-Instrumenten – zuletzt im BKA-Gesetzentwurf sollen die Grundrechte noch stärker eingeschränkt werden.
Die Notwendigkeit ihrer Einschränkung wird dabei stets nur pauschal mit der Verteidigung der inneren Sicherheit begründet. Aber kann dies bei der herausragenden Bedeutung der Grundrechte als Rechtfertigung ausreichen?
Die Tagung soll einen Beitrag zur Klärung dieser Frage leisten. Insbesondere soll es dabei um folgende Fragen gehen:
· Sind die neuen Polizeiinstrumente überhaupt technisch umsetzbar?
· Was ist aus Sicht der Polizei notwendig und sinnvoll?
· Sind die neuen Instrumente vor diesem Hintergrund noch grundrechtskonform?
Die Ergebnisse der Tagung „Bürgerrechte 0.0“ werden in die künftige Politik von Bündnis 90/Die Grünen einfließen.
Der Erfolg und die Qualität eines Filmes – und nur der wird am Ende beurteilt – ist beim Fernsehen entkoppelt von der kreativen Leistung des Autors. Die Produktionsgesellschaften und Sender sehen sich während des Entstehungsprozesses eines Drehbuches nicht als Geburtshelfer einer kreativen Leistung, sondern als Lenker und Entscheider. Anders der Lektor eines Buchverlages, mit ähnlich viel Macht ausgestattet wie ein Producer: Er versteht sich als Begleiter des Autors bei der Suche nach der Geschichte, er steht ihm fördernd zur Seite.Ein Producer oder Produzent im Fernsehgeschäft hingegen ist der Kutscher, der sich vom Autor den von ihm vorgegebenen Weg hinaufziehen lässt. Lahmt ein Pferd oder kommt es vom ausgetretenen Pfad ab, wird es gewechselt. (…)
Es müsste nur – so wie in den Vereinigten Staaten – die Bereitschaft geben, Autoren Verantwortung zu überlassen. Und es bräuchte den Mut, Projekte an den Start zu bringen, die anders sind als das, was bisher erfolgreich war. Möglicherweise irre ich mich, und das Programm würde nicht erfolgreicher. Aber eines wäre es nicht: langweilig.
We need stories to make sense of our journey from beginning to end, of our times of loss, of our times of joy. We need stories to give us hope, and to give us understanding.
I have been wondering, lately, what kind of stories will survive the age of the Internet, which could also be called the Age of Fragmentation. (…)
If we live only with sound bites, then we are at the mercy of the person who creates the most compelling narrative out of these jostling fragments,. This happened with the narrative about Saddam Hussein, 9/11 and the Weapons of Mass Destruction. When we don’t check for facts, when we don’t pay attention to the whole arc of an event long enough to build a reliable narrative, we end up being controlled by unreliable narrators.
As a novelist, I can’t help my fascination between the campaigns‘ respective grasp of effective communication, of text and subtext. When you’re writing dialogue, „text“ means what’s actually said, which in art as in life is largely discounted; „subtext“ means what’s meant and actually communicated. Obama’s people understand the distinction. Obama’s text consisted of many things: discussion of his health care plan, his plans for the economy, etc. It was all in the service of his subtext, which was what he really wanted to communicate: „I’m serious. I’m presidential. I’m not a radical. You can trust me in the White House.“
By comparison, McCain seems to believe text and subtext are the same. He believes that when he expresses contempt for Obama, viewers will be encouraged to feel contempt, too. In fact, the contempt text reveals an unhelpful subtext: angry, thin-skinned, insecure, cranky old man. Three debates, and McCain never once demonstrated that he or the people around him understand the distinction. If you think effective communication is an important skill in a president, McCain offers few grounds for confidence.
Max Allan Collins beantwortet einige Fragen von Tom Piccirilli zu seinem neuen Roman „The first Quarry“, warum seine ersten Seriencharaktere Gangster und Killer waren, seinen posthumen Mickey-Spillane-Bücher und dem ganzen Rest. PIC: What do you miss most about Mickey?
MAC: His voice on the phone. Just having the phone ring, and it’s Mickey Spillane, just calling to talk. He didn’t do that with many people, and it still seems surreal to me that I was his friend.
As far as Mickey in person, it’s this sly, devilish, little kid’s smile he would share with me, when he’d gotten away with some piece of b.s. for a reporter or even a fan. It said so much about him, that smile, and so much about our relationship that he let me in that way.
My fondest memories are late nights talking late into the night about writing. He didn’t have any other friend to talk about writing with, and that is a big part of why he valued our relationship. These were the times he would roam his office (usually the third-floor one) and start spinning the endings of various in-progress Mike Hammer stories. It was like having Mickey Spillane telling you Mike Hammer stories around a campfire. Unreal. Unbelievable. And that’s why I know the endings to all these unfinished novels!
Though French Connection II is one of the bleakest pictures Frankenheimer made, it is also one of the most thrilling, thanks to spectacular sequences like the burning of the slum hotel and the final chase, when Doyle runs after Charnier along the Marseilles harbor. The director realized that the exaggerated quality of these scenes could arouse disbelief and thus he tried to make them seem as authentic as possible.
Der Film läuft Samstagnacht um 01.30 Uhr bei Sat.1.
The Bank Job is a wonderfully sleazy film. It’s filled with enough sex and violence that, if made years before, would have made Sam Fuller smile (and review Crowther probably blow his top). The thing I love about The Bank Job is the fact that the criminals who actually pull off the crime know they aren’t all that clever.
Und vergleicht ihn mit dem in Deutschland nicht gelaufenen „Armored Car Robbery“ (USA 1950, Regie: Richard Fleischer):
Two excellent crime films. The two would make a great double feature for film noir fans craving heist movies.