„Der kleine Prinz“ – Man sieht nur mit dem Herzen gut (Frankreich 2023)
Regie: Vincent Nguyen
Drehbuch: Vincent Nguyen
Brandneue einstündige Doku über die letzten Jahre von Antoine de Saint-Exupéry (1900 – 1944) und die Entstehung von „Der kleine Prinz“. Sein äußerst populäres modernes Kunstmärchen ist schon lange ein Klassiker der Weltliteratur.
Drehbuch: Dominik Graf, Bernd Schwamm, Michael Hatry
Möbelfabrikant Hencken wird vor Schimanskis Stammhotel „Ideal“ erschossen. Für Schimanski, der die Intrigen zweier verfeindeter Familien aufklären muss, der Auftakt zu einem wirklich schwarzen Wochenende. Und das alles ohne seine geliebte Jacke.
Damals war Dominik Grafs „Tatort“ bei der Kritik ziemlich schlecht weggekommen, heute wird er – zu Recht – als einer der düsteren Klassiker gefeiert. Einer der Höhepunkte des Films ist eine halbstündige Verhörsequenz. Heute undenkbar.
Die Brücken am Fluß (The Bridges of Madison County, USA 1995)
Regie: Clint Eastwood
Drehbuch: Richard LaGravenese
LV: Robert James Waller: The Bridges of Madison County, 1992 (Die Brücken am Fluß)
Francesca (Meryl Streep) stellt sich auf ihrer abgelegenen Farm auf vier ruhige Tage ohne ihren Mann und die Kinder ein. Da taucht ein Fotograf (Clint Eastwood) auf, der sie nach dem Weg zu den titelgebenden Brücken fragt. Sie zeigt ihm den Weg und verliebt sich in den geheimnisvollen Fremden.
Die Vorlage soll furchtbar kitschig sein. Der Film ist es nicht.
„Ein meisterhafter Film der Gefühle ohne Duselei, mit Geist, Charme und Lebenserfahrung.“ (Fischer Film Almanach 1996)
Danach, um 22.25 Uhr, zeigt Arte die Doku „Meryl Streep: Die unverstellte Göttin“ (Frankreich 2020) und danach, um 23.20 Uhr, die Doku „Clint Eastwood“ (Frankreich 2022).
mit Clint Eastwood, Meryl Streep, Annie Carley, Victor Slezak
Drehbuch: Halsted Welles, Michael Brandt, Derek Haas
LV: Elmore Leonard: Three-Ten to Yuma, 1953 (Die Kurzgeschichte erschien zuerst in Dime Western, später in den Sammlungen „The Tonto Woman and other Western stories“ und „Complete Western stories“)
Der arme, integere Farmer Dan Evans erklärt sich bereit, den charismatischen und skrupellosen Banditen Ben Wade durch die Prärie zum Zug nach Yuma zu bringen. Wades Bande will das verhindern.
Das Remake von „Zähl bis drei und bete“ (USA 1957, Regie: Delmer Daves) ist in jeder Beziehung größer als das kammerspielartige Original. Sogar der Zug hat Verspätung.
Trotzdem ein schöner Western, eine gute Leonard-Verfilmung (bei Western war die Trefferquote sowieso schon immer höher), mit einem leicht vermurksten Schluss.
„Todeszug nach Yuma“ erhielt den Bronze Wrangler der Western Heritage Awards als bester Western des Jahres.
Mit Russell Crowe, Christian Bale, Peter Fonda, Gretchen Mol, Ben Foster, Dallas Roberts
Wegen eines Sturmtief stellt die Bahn ihren Betrieb ein und verteilt Taxi-Gutscheine an die am Abend in München im Hauptbahnhof gestrandeten Passagiere. Die pensionierte Professorin und verbal rüstige Alt-Prostlerin Marianne (Iris Berben), das zerstrittene Pärchen Tiana (Nilam Farooq), die am nächsten Vormittag eine für ihr Start-Up wichtige Präsentation, und Freund, der tiefenentspannte Schluffi Philipp (Ben Münchow), und die geistig behinderte Susi (Lena Urzendowsky) entern Josephs Taxi. Jeder von ihnen muss aus einem anderen wichtigen Grund am nächsten Tag in Hamburg sein.
Als der notorisch schlecht gelaunte Joseph (Joachim Król) die Taxi-Gutscheine sieht und erfährt, dass er jeden Gutschein einzeln abrechnen kann, ist er bereit von München nach Hamburg zu fahren.
In seinem Feelgood-Film „791 km“ erzählt Tobi Baumann („Faking Hitler“), wie die fünf Menschen, die sich zufällig getroffen haben, sich auf der nächtlichen Fahrt quer durch Deutschland näher kommen. Und wie es das Drehbuch so will, sind sie alle gegensätzliche und sich entsprechnd gut ergänzende Archetypen, die auch ein Spiegelbild der deutschen Gesellschaft sind. Das ist immer eine Spur zu didaktisch erzählt und zu sehr in Richtung TV-Bildschirm erzählt, um auf der großen Kinoleinwand zu begeistern.
791 km (Deutschland 2023)
Regie: Tobi Baumann
Drehbuch: Gernot Gricksch (nach einer Idee von Tobi Baumann)
mit Iris Berben, Joachim Król, Nilam Farooq, Ben Münchow, Lena Urzendowsky, Langston Uibel, Barbara Philipp, Denis ‚Marschall‘ Ölmez, Götz Otto
In einem Stuhlkreis sitzen Täter und Opfer eines Verbrechens und reden darüber. ‚restorative justice‘ nennt sich die Methode. Es geht um einen formalisierten Prozess des gegenseitigen Verstehens und auch Verzeihens. Sie ähnelt dem bei uns als Täter-Opfer-Ausgleich bekannten Modell.
In seinem Spielfilm „All eure Gesichter“ zeigt Jeanne Herry („In sicheren Händen“) mehrere dieser Prozesse und sie zeigt die Chancen, die diese Methode hat. Sie geht auch auf die Voraussetzungen, aber nicht auf die Beschränkungen ein.
Trotzdem ist „All eure Gesichter“ als karg inszeniertes, sich auf seine Schauspieler, die sich teils im Stuhlkreis, teils direkt gegenüber sitzen, konzentrierendes Dialogdrama sehenswert. Das Kammerspiel für die große Leindwand regt zum Nachdenken über Schuld, Sühne und verschiedene Methoden einer Verarbeitung an.
All eure Gesichter (Je verrai toujours vos visages, Frankreich 2023)
Regie: Jeanne Herry
Drehbuch: Jeanne Herry, Chloé Rudolf
mit Birane Ba, Leïla Bekhti, Dali Benssalah, Elodie Bouchez, Suliane Brahim, Jean-Pierre Darroussin, Adèle Exarchopolous, Gilles Lellouche, Miou-Miou, Denis Podalydès
Massachusetts im Winter 1964: die schüchterne Eileen Dunlop (Thomasin McKenzie) lebt noch bei ihrem Vater, einem jähzornigem Alkoholiker, und arbeitet im Jugendgefängnis als Sekretärin. Ihr triester Alltag verändert sich schlagartig, als die neue Psychologin des Gefängnisses eintrifft. Rebecca Saint John (Anne Hathaway) ist ein Marilyn-Monroe-Lookalike, die sofort allen Männern den Kopf verdreht. Aber dann lädt die Femme Fatale Eileen zu einem Drink ein.
„Eileen“ ist die langweilige Arthaus-Version eines Noirs. Für einen gelungenen Noir entwickelt sich die Geschichte viel zu langsam und nebulös. Ehe dann im dritten Akt plötzlich alles anders wird.
Eileen (Eileen, USA 2023)
Regie: Willliam Oldroyd
Drehbuch: Ottessa Moshfegh, Luke Goebel
LV: Ottessa Moshfegh: Eileen, 2015 (Eileen)
mit Thomasin McKenzie, Anne Hathaway, Shea Whigham, Marin Ireland, Owen Teague
In seinem Biopic „Munch“ über den Künstler Edvard Munch (12. Dezember 1863 – 23. Januar 1944) (Ja, das ist der mit dem Bild „Der Schrei“, das die Ghostface-Maske in den „Scream“-Filmen inspirierte.) erzählt Henrik M. Dahlsbakken das schwierige Leben des Künstlers zwischen Alkoholismus, Genie und Wahnsinn nicht chronologisch nach. Er zersplittert es auf mehrere Zeitebenen, zwischen den er kontextlos hin und her springt und er lässt Munch von drei Schauspielern und einer Schauspielerin spielen. Sie spielen ihn als 21-, 29-, 45- und 80-jährigen Mann. Und für jeden Munch-Schauspieler gibt es einen eigenen Stil.
Das Ergebnis ist ein sich experimentell gebendes Biopic, das wenig über den Künstler verrät und einen erstaunlich unberührt lässt.
Munch (Munch, Norwegen 2023)
Regie: Henrik M. Dahlsbakken
Drehbuch: Mattis Herman Nyquist, Gina Cornelia Pedersen, Fredrik Høyer, Eivind Sæther
mit Alfred Ekker Strande, Mattis Herman Nyquist, Ola G. Furuseth, Anne Krigsvoll, Anders Baasmo Christiansen, Lisa Carlehed, Jesper Christensen
Knacki Rudi Duncan freut sich wie Bolle. Unter der Identität eines verstorbenen Knastkumpels will er sich an dessen Brieffreundin heranmachen. Die sieht nämlich unglaublich gut aus. Dummerweise hat sie einen Bruder. Der möchte, dass Rudi ihm beim Überfall eines Casinos hilft. Ein Casino, in dem Rudi früher arbeitete.
John Frankenheimers letzter Kinofilm ist nicht gerade ein Meisterwerk, aber ein vergnüglicher Neo-Noir mit viel Schnee, Weihnachtsmännern und vielen Dingen, die mit Weihnachten nichts zu tun haben.
„Mag das Drehbuch auch gelegentlich ein wenig überkonstruiert erscheinen, die Inszenierung von Regie-Veteran Frankenheimer erweist sich als absolut schnörkellos und handwerklich perfekt.“ (tip 25/2000)
Die US-Kritik war nicht so begeistert.
Frankenheimer inszenierte „Der Gefangene von Alcatraz“, „Botschafter der Angst“ (The Manchurian Candidate), „Grand Prix“, „French Connection II“, „Schwarzer Sonntag“ und „Ronin“.
mit Ben Affleck, Gary Sinise, Charlize Theron, Donal Logue, Danny Trejo, Clarence Williams III, Dennis Farina
Untätig war John Woo die letzten Jahre nicht, aber seit zwanzig Jahren, seit dem Science-Fiction-Film „Paycheck – Die Abrechnung“, lief keiner seiner Filme mehr regulär in unseren Kinos. Insofern ist „Silent Night – Stumme Rache“ eine Rückkehr auf die große Leinwand, die zeigt, warum wir John Woo vor über zwanzig Jahren zwischen Heroic-Bloodshed-Epen und Hollywood-Actionfilmen (wie „Face/Off“) so liebten. Das war alles so übertrieben wie grandios. An diese Filme knüpft John Woo mit seinem neuen Film an, ohne auch nur im Ansatz die Qualität seiner besten Filme zu erreichen.
Es geht um Brian Godlock (Joel Kinnaman). Bei einer Schießerei zwischen verfeindeten Gangsterbanden wird sein kleiner Sohn am Heiligabend von einer herumirrenden Kugel getötet. Brian wird schwer verletzt und verliert seine Stimme. Er schwört Rache. Exakt ein Jahr nach dem Tod seines Sohnes will er die Verbrecher ermorden.
Die Rachestory ist nur die Klammer für die Action und ein formales Experiment. Denn „Silent Night – Stumme Rache“ ist ein Stummfilm. Und John Woo hält sich an diese selbstgewählte Beschränkung, die ihn zwingt, alles über die Bilder, Gesten und Mimik zu erzählen. Eben diese Beschränkung führt auch zu einer sehr simplen Geschichte, die primär dazu dient, die Actionszenen, die sich auf das letzte Drittel des Film konzentrieren, miteinander zu verbinden.
Diese fallen eher pflchtschuldig und humorlos aus. So wie Brian stoisch seinen Racheplan verfolgt und schließlich am Heiligabend ausführt, führt John Woo hier die Action aus. Schnell und schnörkellos werden die austauschbaren Bösewichter erledigt. Nur bei dem ersten Bösewicht dauert es länger. Nach seinem Training schnappt Brian sich einen der Bösewichter und verschleppt ihn in seine Reihenhauswohnung. Dort soll er auf zwei Blatt Papier alles über die Verbrecherorganisation, zu der er gehört, aufschreiben. Der Gangster denkt nicht daran, die Zettel auszufüllen. Er geht zum Angriff über. Im anschließenden Kampf wird Brians halbes Haus verwüstet – und er muss erkennen, dass ein realer Kampf sich von YouTube-Videos und einem allein ausgeführten Training unterscheidet.
Die erste große Actionszene ist am Anfang des Films. Ohne irgendeine Erklärung wirft John Woo uns direkt in die Geschichte. Langsam können wir uns zusammenreimen, warum ein Mann in einem geschmacklosen Weihnachtspullover durch die sonnendurchfluteten Straßen einer größeren Stadt hetzt, einen roten Luftballon und wild um sich schießende Gangster verfolgt.
Die dritte große und finale Actionszene ist dann im Hauptquartier des Verbrecherbosses. Brian stürmt in das Haus und legt auf seinem Weg zu Playa (Harold Torres) einen seiner Fußsoldaten nach dem nächsten um. Dieser oft kopierte Kampf in einem Treppenhaus weckt Erinnerungen an Gareth Evans‘ „The Raid“.
Und damit kommen wir zum Problem der Actionszenen. Sie sind episch und auch gut inszeniert, aber früher war John Woo ein bahnbrechender Vorreiter. Heute ist es anders. In den „John Wick“-Filmen ist die handgemachte Action einfach besser. Und sie sieht besser aus. Das liegt natürlich auch daran, dass hier die Zentrale des Bösewichts in einer heruntergekommenen Fabrik ist, in der die Beleuchtung bestenfalls funktional ist. Und John Woo hatte nur ein eingeschränktes Budget. Trotzdem ändert das alles nichts daran, dass andere Regisseure inzwischen packendere Actionszenen inszenieren. Das macht den Actionfilm zu einer ziemlich drögen Angelegenheit.
Dennoch ist Woos Weihnachtsfilm viel besser als seine oft grotesk misslungenen TV-Arbeiten. Die hatten ein zu niedriges Budget für gute Actionszenen und mussten sich in jeder Beziehung den TV-Konventionen beugen. Gleichzeitig ist sein neuester Actionfilm auch viel schlechter als seine Klassiker. „Silent Night – Stumme Rache“ ist auch keines dieser Alterswerke, in denen ältere Regisseure noch einmal ihr Werk, ihre Themen und ihren Stil Revue passieren lassen. Dafür fehlt zu viel davon. „Silent Night – Stumme Rache“ ist ein 08/15-Thriller mit bestenfalls durchwachsener Action (vor allem im Vergleich zu Woos früheren Actionszenen und, aktuell, den „John Wick“-Filmen) und einer Story, die nur wegen des Stummfilm-Kunstkniffs akzeptabel ist.
Trotz all dieser Kritik ist der Thriller eine willkommene Rückkehr. Sie erinnert an John Woos Meisterwerke und weckt die Lust, sie sich wieder anzusehen. Die Gelegenheit dafür ist günstig. In den kommenden Monaten erscheinen sie, wenn die Ankündigungen stimmen, erstmals in adäquaten Blu-ray-Veröffentlichungen. Unterschiede gibt es beim Bonusmaterial und den auf der Blu-ray enthaltenen Zahl der Fassungen. Aber immer ist die bislang teils schwer, teils überhaupt nicht, teils bestenfalls halblegal erhältliche Uncut-Fassung enthalten.
Gerade ist „The Killer“ erschienen. Für den 23. Februar ist „Hard-Boiled“, für den 28. März „Harte Ziele“, sein Hollywood-Debüt, und für den 31. Mai ist „Bullet in the Head“ angekündigt. Das ist für John-Woo-Fans, alte und neue, das echte Weihnachtsgeschenk. Der kleine dreckige Action-Stummfilm „Silent Night – Stumme Rache“ ist die Beigabe.
Silent Night – Stumme Rache (Silent Night, USA 2023)
Regie: John Woo
Drehbuch: Robert Archer Lynn
mit Joel Kinnaman, Scott Mescudi, Harold Torres, Catalina Sandino Moreno
Im ländlichen Oregon geschehen mehrere grausame Morde. Lehrerin Julia Meadows vermutet, dass ihr Problemschüler Lucas mehr über die Morde weiß.
TV-Premiere – und eine unglückliche Planung. Parallel zu „Antlers“ läuft Scott Coopers Western „Feinde – Hostiles“ um 23.10 Uhr auf 3Sat. Dabei hat Coopers bislang nur sechs Spielfilme inszeniert.
„Antlers“ ist, innerhalb der bekannten Genreregeln, ein ungewöhnlicher Horrorfilm, der sich einfachen Antworten verweigert, unbequeme Themen anspricht und zum Nachdenken anregt.
Manchmal braucht es nicht viel für ein langlebiges Franchise. In diesem Fall ist es eine Kurzgeschichte von Stephen King, die die Inspiration gab für zwei einprägsame Bilder: die sich im US-amerikanischen Hinterland bis hinter den Horizont erstreckenden Maisfelder und besessene Kinder, die Erwachsene töten. Beispielswiese das Gebiet durchquerende Touristen.
1984 verfilmte Fritz Kiersch Kings Geschichte. Seine Verfilmung „Kinder des Zorns“ (Children of the Corn) spielte an der Kinokasse sein Geld ein. Die Begeisterung von Kritik und Publikum war überschaubar – und das hat sich seitdem nicht geändert. Niemand hält „Kinder des Zorns“ (1984) ernsthaft für einen irgendwie guten, herausragenden Film, den man sich angesehen haben muss.
Trotzdem gab es seitdem zehn weitere Filme, von denen acht als Fortsetzungen, die wenig bis nichts miteinander verbindet (außer der Sache mit dem Getreide), gelabelt werden, ein Remake und jetzt Kurt Wimmers Reboot, das auch mal als Prequel bezeichnet wird.
Sein Prequel/Reboot spielt in der Gegenwart und erzählt die Vorgeschichte zu Kierschs Film und auch zu Stephen Kings erstmals 1977 publizierter Kurzgeschichte „Kinder des Mais“ (Children of the Corn). Wimmer erzählt also, wie die titelgebenden „Kinder des Zorns“ (aka Children of the Corn aka Kinder des Mais) zu den Kindern des Zorns wurden.
Kurt Wimmer ist für Genrefans ein bekannter Name. Er inszenierte den tollen SF-Thriller „Equilibrium“, aber auch die SF-Gurke „Ultraviolet“. Als Autor war er in „Die Thomas Crown Affäre“, „Street Kings“, „Salt“ und „Total Recall“ (das überflüssige Remake) involviert.
Das hätte also etwas werden können.
Hätte.
Entstanden ist ein erstaunlich misslungener, langweiliger, nichtssagender, das Potential von Stephen Kings Kurzgeschichte hoffnungslos verschenkender Horrorfilm, Nie gelingt es Wimmer, die überschaubaren und einfachen Regeln und Strukturen seiner Welt, nachvollziehbar zu etablieren. Er spricht viele Themen an, ohne sie sinnvoll zu vertiefen oder in die Geschichte zu integrieren. Seine Figuren verhalten sich durchgehend widersprüchlich und oft unlogisch.
Im Zentrum der bestenfalls erahnbaren Filmgeschichte steht die siebzehnjährige Boleyn (Elena Kampouris). Sie will demnächst die Gegend verlassen und in Boston an der Universität Mikrobiologie studieren. Jetzt kümmert sie sich noch um ihren jüngeren Bruder Cecil (Jayden McGinlay), streift durch das Korn und begegnet Gleichaltrigen, die sich die Zeit mit teils gefährlichen Spielen vertreiben.
Die zwölfjährige Eden (Kate Moyer) ist die Anführerin der Jugendlichen. Sie stachelt sie später zu einer Mordserie an den Erwachsenen auf.
Das alles hat etwas mit dem im Mais lebendem, Menschenopfer verlangendem Kornmonster, das Eden „Der hinter den Reihen geht“ nennt, zu tun.
Letztendlich schließt sich der neueste „Kinder des Zorns“-Film nahtlos an die vorherigen Filme der Serie an. Es ist ein vergessenswerter Horrorfilm, der ein vergessenswertes, allseits unbeliebtes und dennoch erstaunlich langlebiges Franchise fortsetzt.
P. S.: Gedreht wurde der Film von April bis Juni 2020. Die Premiere war am 23. Oktober 2020 in Sarasota, Florida. Der für 2022 geplante US-Kinostart wurde letztendlich auf den 3. März 2023 verschoben. Und jetzt läuft er bei uns im Kino.
Kinder des Zorns (Children of the Corn, USA 2020)
Regie: Kurt Wimmer
Drehbuch: Kurt Wimmer
LV (Inspiration): Stephen King: Children of the Corn, 1977 (Kurzgeschichte, Penthouse) (Kinder des Mais, erschienen in „Nachtschicht“)
mit Elena Kampouris, Kate Moyer, Callan Murphy, Bruce Spence, Stephen Hunter, Jayden McGinlay, Ashlee Juergens, Sisi Stringer, Joe Klocek
Länge: 93 Minuten
FSK: ab 18 Jahre
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Die Inspiration
Wer hätte das vor über vierzig Jahren gedacht? Nämlich dass ein Buch, und dazu noch eine Kurzgeschichtensammlung (die als notorisch unverkäuflich eingeschätzt werden), seit seiner Erstaufflage im Original und in der Übersetzung nie ‚out of print‘ war? Im Fall von „Nachtschicht“ ist Stephen King genau das gelungen. Außerdem inspiriert diese Sammlung von zwanzig spannenden Kurzgeschichten immer noch Filmemacher. 2020 gab es eine neue Verfilmung von „Children of the Corn“, dieses Jahr eine von „The Boogeyman“ und dazwischen verschiedene Ein-Dollar-Verfilmungen. Das ist eine von Stephen King jungen Filmemachern gewährte Option: sie dürfen für einen eher symbolischen Dollar eine seiner Kurzgeschichten verfilmen. Es gibt nur eine Bedingung: sie dürfen ihren Film danach nur in einem sehr begrenzten, nicht-kommerziellem Rahmen aufführen. Und Stephen King sieht sich das Werk an.
Stephen Kings erste Sammlung von Kurzgeschichten enthält:
Briefe aus Jerusalem (Jerusalem’s Lot, 1978)
Spätschicht (Graveyard Shift, 1970)
Nächtliche Brandung (Night Surf, 1974)
Ich bin das Tor (I Am the Doorway, 1971)
Der Wäschemangler (The Mangler, 1972)
Das Schreckgespenst (The Boogeyman, 1973)
Graue Masse (Gray Matter, 1973)
Schlachtfeld (Battleground, 1972)
Lastwagen (Trucks, 1973)
Manchmal kommen sie wieder (Sometimes They Come Back, 1974)
Erdbeerfrühling (Strawberry Spring, 1975)
Der Mauervorsprung (The Ledge, 1976)
Der Rasenmähermann (The Lawnmower Man, 1975)
Quitters, Inc. (Quitters, Inc. 1978)
Ich weiß, was du brauchst (I Know What You Need, 1976)
Kinder des Mais (Children of the Corn, 1977)
Die letzte Sprosse (The Last Rung on the Ladder, 1978)
Der Mann, der Blumen liebte (The Man Who Loved Flowers, 1977)
Einen auf den Weg (One for the road, 1978)
Die Frau im Zimmer (The Woman in the Room 1978)
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Stephen King: Nachtschicht
(übersetzt von Barbara Heidkamp, Harro Christensen, Michael Kubiak, Karin Balfer, Ulrike A. Pollay, Sabine Kuhn, Ingrid Herrmann, Wolfgang Hohlbein, Bernd Seligmann und Stefan Sturm)
Das Leben gehört uns (La Guerre est déclarée, Frankreich 2011)
Regie: Valérie Donzelli
Drehbuch: Valérie Donzelli, Jérémie Elkaïm
Als Juliette und Roméo erfahren, dass ihr 18 Monate alter Sohn einen Krebstumor im Gehirn hat, nehmen sie den Kampf auf.
Autobiographisch inspirierte, in schönster französischer Tradition erzählte Kampfansage an den Krebs und für das Leben. Ein etwas anderer Feelgood-Film.
mit Valérie Donzelli, Jérémie Elkaïm, César Desseix, Gabriel Elkaïm, Brigitte Sy, Elina Löwensohn, Michèle Moretti, Philippe Laudenbach, Bastien Bouillon, Béatrice De Staël, Anne Le Ny, Frédéric Pierrot, Elisabeth Dion
Die Gesetzeshüter Virgil Cole und Everett Hitch sollen in Appaloosa für Recht und Ordnung sorgen. Dort terrorisiert Farmer Bragg die Einwohner. Er hat auch den vorherigen Marshall erschossen.
Gelungene, werkgetreue Verfilmung eines Westerns von Robert B. Parker, dem Autor der Spenser- und Jesse-Stone-Kriminalromane, der seine bekannten Themen von Freundschaft, Loyalität, Recht und Gesetz in einem anderen Setting ausprobiert.
„Appaloosa“ erhielt beim Boston Film Festival den Preis für den besten Film und das beste Drehbuch.
In den Sommerferien langweilt sich der 14-jährige Maik in Berlin-Marzahn allein im elterlichen Haus. Da schlägt ihm sein neuer Klassenkamerad Tschick, ein russischer Spätaussiedler, vor, gemeinsam im geklauten Lada in die Walachai zu fahren. Doch zuerst geht die reichlich planlose Fahrt durch die benachbarten Bundesländer.
mit Tristan Göbel, Anan Batbileg, Mercedes Müller, Anja Schneider, Uwe Bohm, Udo Samel, Claudia Geisler-Bading, Alexander Scheer, Marc Hosemann, Friederike Kempter
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Die Vorlage
zum Filmstart erschien der Roman mit einem neuen Cover und einem Anhang zum Film. Auf 18 Seiten gibt es Bilder, Statements von Fatih Akin und Michael Töteberg schreibt über Wolfgang Herrndorf im Kino.
Wolfgang Herrndorf: Tschick
rororo, 2016
272 Seiten
9,99 Euro
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Das Drehbuch
selten, sehr selten wird auch das Drehbuch veröffentlicht. In diesem Fall sogar mit einem kurzen, aber informativen Interview mit Fatih Akin
Lars Hubrich: Tschick – Das Drehbuch
Rowohlt E-Book
60 Seiten(Verlagsangabe, mein E-Book-Reader sagt 112 Seiten und den Rest regelt das individuelle Größenbedürfnis)
Das ist eine britische Tradition, die wohl auch von einigen Deutschen ausgeübt wird: nämlich auf einer massentouristisch voll erschlossenen Mittelmeerinsel einige Tage verbringen und dort die Sau rauslassen. Der Trip soll eine einzige Party sein, mit viel Alkohol, Drogen und Sex.
Die drei sechzehnjährigen Freundinnen Tara, Em und Skye wollen das und nur das auf Kreta tun. Sie checken in einem billigem Touristenhotel ein, befreunden sich mit der Jungsclique auf dem Nachbarbalkon und los geht das wilde Partyleben mit Komasaufen, Sex und anschließender Ausnüchterung bis zum frühen Nachmittag. Am nächsten Abend wird im Hotelzimmer und in den Discos weitergetrunken und gefeisert.
Tara, die so etwas wie die Protagonistin des Films ist, will zwischen den Besäufnissen und den Discobesuchen endlich ihren ersten Geschlechtsverkehr haben.
Die Inspiration für die Erlebnisse der drei Freundinnen Tara, Em und Skye waren Erlebnisse von Molly Manning Walker, die sie selbst während eines solchen Partyurlaubs hatte und an die sie und Schulfreunde sich während einer Hochzeitsfeier erinnerten. Doch eigentlich ist egal, ob das tagelange Besäufnis, wie im Film, heute oder vor Jahren oder Jahrzehnten stattfindet. Bis auf die Handys und einige Frisuren änderten sich in den vergangenen Jahrzehnten auf den Partymeilen der Mittelmeerinseln nichts. Dort wird das immergleiche, allgemein akzeptierte Programm von übermäßigem Alkholkonsum und Sex zelebriert.
In ihrem Langfilmdebüt „How to have Sex“ zeigt Molly Manning Walker diesen Urlaub der drei Mädels präzise und mit nüchtern-dokumentarisch-beobachtendem Blick aus weiblicher Sicht. Ihre Episoden aneinanderreihende Chronologie eines Urlaubs hat dann, sobald es um Sex geht, keine „Eis am Stil“- oder „Hangover“-Fröhlichkeit mehr. Stattdessen geht es auch um Geschlechterverhältnisse und die Frage, wieviel Einvernehmlichkeit beim Sex vorhanden sein muss. Für Tara ist der erste Sex jedenfalls weniger befriedigend als von ihr erhofft. Und auch einer der Jungs aus dem Nachbarzimmer ist von einem Blowjob auf offener Bühne irritiert. Danach geht das Partyleben bis zum Rückflug weiter.
How to have Sex (How to have Sex, Großbritannien/Griechenland 2023)
Regie: Molly Manning Walker
Drehbuch: Molly Manning Walker
mit Mia McKenna-Bruce, Shaun Thomas, Lara Peake, Enva Lewis, Samuel Bottomley, Laura Ambler, Anna Antoniades, Daisy Jelley
Länge: 91 Minuten
FSK: ab 12 Jahre (mit Eltern ab 6 erlaubt; – das würde ich nicht unbedingt empfehlen, aber es zeigt, wie wenig explizit der Film ist)
Einen großen Plan vom Rest seines Lebens hat niemand von Wolfgang Beckers jungen und überaus sympathischen Protagonisten. Denn das Leben ist eine Baustelle und immer passiert irgendetwas. Zum Beispiel Jans folgenreiche Begegnung mit der Demonstrantin Vera, die gerade vor zwei Zivilpolizisten wegrennt. Danach ist er seinen Job los und schwer verliebt in Vera, die er später zufällig wieder trifft
Wunderschöne Tragikomödie, der Berlin zum unperfekten Sehnsuchtsort machte (Es muss ja nicht immer Seattle, New York, London oder Paris sein.) und zum Kultfilm wurde.
Wolfgang Becker sagte danach „Good bye, Lenin!“, Tom Tykwer ließ Lola durch Berlin rennen und X Filme Creative Pool wurde schnell zu der angesagten deutschen Produktionsgesellschaft.
mit Jürgen Vogel, Christiane Paul, Ricky Tomlinson, Christiana Papamichou, Rebecca Hessing, Armin Rohde, Martina Gedeck, Meret Becker, Andrea Sawatzki
In „Wie wilde Tiere“ wollen Antoine (Denis Ménochet) und Olga (Marina Foïs) im Nordwesten Spaniens in Galicien einen ökologisch korrekten Bauernhof betreiben. Die Einheimischen, vor allem zwei Brüder, sind über das ein französische Aussteigerpaar nicht begeistert. Seit Jahrhunderten führen sie ein karges Leben. Seit Jahren sehen sie, wie ihre Kinder, sobald sie eine bessere Ausbildung haben, die Heimat verlassen. Sie erhoffen sich in der Stadt ein besseres Leben. Misstrauisch beobachten die Zurückgebliebenen die Zugezogenen. Sie glauben, dass sie ein verklärtes Bild vom Leben in der Provinz haben und nur kurze Zeit in der menschenleeren, von aktuellen Entwicklungen abgeschnittenen Gegend bleiben werden.
Als es ein Angebot für den Bau von Windrädern und einem damit verbundenem wirtschaftlichem Aufschwung gibt, wollen fast alle das Angebot annehmen. Aber vor allem Antoine ist dagegen. Er will die Natur bewahren.
Rodrigo Sorogoyen („Macht des Geldes“) erzählt in seinem sehr langsam erzähltem Noir-Thriller, wie dieser Konflikt Zwischen Einheimischen und Zugezogenen tödlich eskaliert. Das ist in seiner fatalen Entwicklung schnell vorhersehbar, aber durchgehend spannend erzählt. Erst als es im letzten Drittel des mit gut hundertvierzig Minuten arg lang geratenen Films zu einem Ereignis kommt und danach die Story nur noch ziellos vor sich hin plätschert, fällt der Film in sich zusammen. Ab diesem Moment zieht sich der Noir bis zum Abspann wie Kaugummi.
In Spanien erhielt der lose von einem wahren Fall inspirierte Slow-Thriller dieses Jahr neun Goyas, unter anderem als bester Film und für die beste Regie. Außerdem erhielt er den César als Bester ausländischer Film.
Wie wilde Tiere (As Bestas, Spanien 2022)
Regie: Rodrigo Sorogoyen
Drehbuch: Isabel Peña, Rodrigo Sorogoyen
mit Denis Ménochet, Marina Foïs, Luis Zahera, Diego Anido, Marie Colomb
Matt Johnson erzählt in seinem Produkt-Biopic „Blackberry – Klick einer Generation“ die Geschichte eines Mobiltelefons, mit dem man auf einer fest installierten Tastatur E-Mails schreiben konnte. Das war Ende der neunziger Jahre revolutionär. Schnell wurde das Gerät zum Statussymbol für Menschen, die sich für wichtig hielten. Keine zehn Jahre später, 2007, wurde das erste iPhone veröffentlicht. Und kurz darauf war das Blackberry Geschichte. Ein neues Statussymbol eroberte die Welt.
Matt Johnson erzählt diese Geschichte flott, äußerst kurzweilig und mit sarkastischem Witz im Stil von „The Big Short“, „Vice“ (ja, da geht es um Politik) und, dieses Jahr, „Air – Der große Wurf“ und „Dumb Money“. Das ist ein süffiger Spaß mit sehr nerdigen Computernerds und sehr machohaften, ständig brüllend Anweisungen gebenden Vorgesetztentyrannen, die es so (hoffentlich) nur im Film gibt.
Mit der Realität und den realen Vorbildern hat Johnsons Komödie wenig bis nichts zu tun. Am Vergnügen beim Ansehen des satirischen Dramas ändert das nichts.
Blackberry – Klick einer Generation (BlackBerry, Kanada 2023)
Regie: Matt Johnson
Drehbuch: Matt Johnson, Matthew Miller
LV: Jacquie McNish/Sean Silcoff: Losing the Signal: The Untold Story Behind the Extraordinary Rise and Spectacular Fall of BlackBerry, 2015
mit Jay Baruchel, Glenn Howerton, Matt Johnson, Cary Elwes, Saul Rubinek, Michael Ironside, Rich Sommer, Sungwon Cho, Martin Donovan
LV: William Hjortsberg: Falling Angel, 1978 (Angel Heart)
Privatdetektiv Harry Angel soll einen verschwundenen Jazzmusiker finden. In New Orleans verschwimmen für ihn immer mehr die Grenzen zwischen Wahn und Wirklichkeit.
Exzellenter Okkultthriller, der die Handlung des Buches von New York nach New Orleans verlegt.
William Hjortsberg zum Film: „Parker wrote an excellent script and went on to make a memorable film.”
Mit Mickey Rourke, Robert De Niro, Lisa Bonet, Charlotte Rampling, Brownie McGhee, Dann Florek
Der bibeltreue, heimlich schwule Father Gaylord steckt in der Klemme. Sein Ex-Lover Queen Bitch vom Planeten Oberon will die Welt mit einem magischen Ring in eine kinky Utopie voller Homosexueller verwandeln.
Father Gaylord möchte das, den Regeln seiner Kirche folgend, verhindern. Sein Freund Captain Faggotron, definitiv nicht hetero, soll das für ihn erledigen; – gut, einen Drehbuchoscar wird „Captain Faggotron saves the Universe“ nicht erhalten und die Frage, warum Queen Bitchs Vorhaben verhindert werden soll, kann der Film nie beantworten.
Harvey Rabbits Spielfilmdebüt ist ein Trashfilm, der sich in queeren Befindlichkeiten suhlt und sie plakativ ausstellt. Er tut das im Rahmen einer Science-Fiction-Geschichte, die sich der wunderschönen Tradition US-amerikanischer Serials und billiger Science-Fiction-Filme bedient, sie mit etwas No-Budget-Grandezza und Rosa-von-Praunheim-Feeling anreichert und abschließend reichlich Black- und Gay-Power darüberschüttet. Das gefällt, ist erfrischend undeutsch (gedreht wurde der Film in Berlin und seinen Ursprung hat er in selbstorganisierten hiesigen Filmschule Filmarche) und ist sehr gut geeignet für das vorweihnachtliche campy Trashfilm-Festival.
Ich hätte mir allerdings alles viel wilder und durchgeknallter gewünscht.
Captain Faggotron saves the Universe(Deutschland 2023)
Für ein paar Dollar mehr (Per qualche dollari i piu,, Italien/Deutschland/Spanien 1965 [restaurierte Fassung 2003])
Regie: Sergio Leone
Drehbuch: Sergio Leone, Luciano Vincenzoni
Musik: Ennio Morricone
Zwei miteinander konkurrierende Kopfgeldjäger wollen das auf einen Bankräuber ausgesetzte Kopfgeld kassieren. Dafür infiltrieren sie seine Bande und ein ziemlich blutiges Spiel mit viel Betrug, Verrat und coolen Sprüchen beginnt.
Nach dem Erfolg von „Für eine Handvoll Dollar“ hatte Sergio Leone ein paar Dollar mehr zur Verfügung, die er für seinen nächsten stilbildenden Western-Klassiker investierte.
mit Clint Eastwood, Lee Van Cleef, Gian Maria Volonté, Klaus Kinski, Josef Egger, Kurt Zips, Rosemarie Dexter
Die gefürchteten Vier (The Professionals, USA 1966)
Regie: Richard Brooks
Drehbuch: Richard Brooks
LV: Frank O’Rourke: A mule for the Marquesa, 1964 (später “The Professionals”)
Mexiko 1917: ein texanische Öl- und Viehmillionär engagiert vier Söldner seine von einem mexikanischen Revolutionär und Banditenführer entführte Frau zu befreien. Die vier Profis machen sich auf den Weg.
Richard Brooks Western-Klassiker „The Professionals“ ist gleichzeitig eine Heroisierung und zynische Demontage des professionellen Kriegshandwerks. Einer von Brooks besten, vielleicht sogar sein bester, Film.
Mit Burt Lancaster, Lee Marvin, Robert Ryan, Woody Strode, Claudia Cardinale, Jack Palance, Ralph Bellamy