TV-Tipp für den 9. Januar: Jack Reacher

Januar 8, 2026

Pro7, 20.15

Jack Reacher (Jack Reacher, USA 2012)

Regie: Christopher McQuarrie

Drehbuch: Christopher McQuarrie

LV: Lee Child: One Shot, 2005 (Sniper)

Ein Scharfschütze erschießt in Pittsburgh am helllichten Tag fünf Menschen. Als Täter wird der Ex-Soldat James Barr verhaftet, der nur fordert, dass Jack Reacher geholt wird. Und Reacher, ein Ex-Militärpolizist, der immer unter dem Radar bleibt, taucht kurz darauf in Pittsburgh auf. Allerdings nicht, um Barr zu helfen.

„Jack Reacher“ ist ein guter, wenn auch unspektakulärer Thriller mit einem in jeder Beziehung angenehmen Retro-Touch, bei dem die Schauspieler, die Dialoge und altmodische Erzähltugenden im Vordergrund stehen. Entsprechend unaufgeregt inszenierte McQuarrie den Film und Tom Cruise gibt – nachdem die Fans der Romane Cruise lautstark wegen seiner Körpergröße ablehnten (immerhin ist Reacher in den Romanen fast zwei Meter und Tom Cruise ist nur 1,70 Meter) – einen überzeugenden Jack Reacher.

2016 hatte Tom Cruise in „Jack Reacher: Kein Weg zurück“ (Jack Reacher: Never go back) seinen zweiten und bislang letzten Auftritt als Jack Reacher. 2022 übernahm Alan Ritchson (1,88 Meter) für Amazon Prime die Rolle für eine bei den Fans beliebte, insgesamt nur okaye Streamingserie.

mit Tom Cruise, Rosamund Pike, Richard Jenkins, David Oyelowo, Werner Herzog, Jai Courtney, Vladimir Sizov, Joseph Sikora , Michael Raymond-James, Alexia Fast, Josh Helman, Robert Duvall, Lee Child (Cameo als Polizist)

Hinweise

Metacritic über „Jack Reacher“

Rotten Tomatoes über „Jack Reacher“

Wikipedia über „Jack Reacher“ (deutsch, englisch), Jack Reacher (deutsch, englisch) und Lee Child (deutsch, englisch)

zu Lee Child und Jack Reacher

Homepage von Lee Child

Meine Besprechung von Lee Childs „Größenwahn“ (Killing Floor, 1997)

Meine Besprechung von Lee Childs „Tödliche Absicht“ (Without fail, 2002)

Meine Besprechung von Lee Childs „Die Abschussliste“ (The Enemy, 2004)

Meine Besprechung von Lee Childs „Sniper“ (One Shot, 2005)

Meine Besprechung von Lee Childs “Outlaw” (Nothing to Loose, 2008)

Meine Besprechung von Lee Childs „Die Gejagten“ (Never go back, 2013)

Meine Besprechung von Lee Childs „Der Ermittler – Ein Jack-Reacher-Roman“ (Night School (21 Reacher), 2016)

Meine Besprechung von Lee Childs „Der Spezialist“ (Past Tense (Reacher 23), 2018)

Meine Besprechung von Lee Childs „Der Held“ (The Hero, 2019)

Meine Besprechung von Lee Childs (Herausgeber) „Killer Year – Stories to die for…from the hottest new crime writers“ (2008)

Meine Besprechung von Christopher McQuarries „Jack Reacher“ (Jack Reacher, USA 2012)

Meine Besprechung von Edward Zwicks „Jack Reacher: Kein Weg zurück“ (Jack Reacher: Never go back, USA 2016)

Meine Besprechung der Amazon-Prime-Video-Serie „Reacher“ (Reacher, USA 2022) (Staffel 1) (Verfilmung des Jack-Reacher-Romans „Größenwahn“ [Killing Floor, 1997])

Kriminalakte über Lee Child und „Jack Reacher“

zu Christopher McQuarrie

Meine Besprechung von Christopher McQuarries „Jack Reacher“ (Jack Reacher, USA 2012)

Meine Besprechung von Christopher McQuarries „Mission: Impossible – Rouge Nation“ (Mission Impossible: Rouge Nation, USA 2015)

Meine Besprechung von Christopher McQuarries „Mission: Impossible – Fallout“ (Mission: Impossible – Fallout, USA 2018)

Meine Besprechung von Christopher McQuarries „Mission: Impossible – Dead Reckoning Teil eins“ (Mission: Impossible – Dead Reckoning Part One, USA 2023)

Meine Besprechung von Christopher McQuarries „Mission: Impossible – The Final Reckoning“ (Mission: Impossible – The Final Reckoning, USA 2025)

 


Neu im Kino/Filmkritik: Über Jafar Panahis „Ein einfacher Unfall“

Januar 8, 2026

Zweite Kinowoche des Jahres und zweiter empfehlenswerter Arthaus-Film des Jahres. Denn heute startet Jafar Panahis mit vielen Preisen – beginnend mit der Goldene Palme in Cannes und, zuletzt, drei Gotham Awards und einem AFI Award -, zahlreichen Nominierungen – unter anderem für den Golden Globe und den Europäischen Filmpreis in den wichtigen Kategorien – und Vorschusslorbeeren bedachter neuer Film „Ein einfacher Unfall“. Wie seine vorherigen Filme drehte der Iraner ihn in seinem Heimatland in Teheran und Umgebung unter erschwerten Bedingungen. Seit über zwanzig Jahren ist er als Regimegegner Repressionen ausgesetzt. Seine Filme wurden im Iran verboten. Er wurde mehrmals inhaftiert und mit einem Arbeitsverbot belegt. Panahi antwortete darauf mit Filmen, die er unter dem Radar des Regimes drehte und die weltweit gefeiert wurden. Das Arbeitsverbot wurde inzwischen aufgehoben. Aber Panahi geht davon aus, dass die Behörden seine Filme weiterhin nicht genehmigen würden und er keine Drehgenehmigung erhalten würde. Deshalb drehte er auch seinen neuesten Film „Ein einfacherUnfall“ ohne eine Drehgenehmigung. Probleme gab es, wie er in einem Interview im Presseheft sagt, nicht. Und dem fertigen Film, der sich auf wenige Personen und Schauplätze und das Dilemma der Personen konzentriert, merkt man diese Beschränkungen nicht an.

Die Filmgeschichte beginnt mit einer zufälligen Begegnung. Als ein Ehemann und Vater sein Auto nach einem Unfall mitten in der Nacht in eine Werkstatt bringt, glaubt der Mechaniker Vahid, dass dieser Mann ihn im Gefängnis folterte. Er hat sein Gesicht nie gesehen, aber er erkennt ‚Holzbein‘ an dem unverkennbarem Quietschen seiner Beinprothese. Jetzt will Vahid sich an dem Folterer rächen. Er verfolgt ihn, entführt ihn und will ihn in der Wüste lebendig vergraben.

Als dieser seine Unschuld beteuert, beginnt Vahid zu zweifeln. Er sucht einige Menschen auf, die damals mit ihm im Gefängnis waren. Sie wurden ebenfalls von Eghbal, so nannte sich ihr Folterer im Gefängnis, gefoltert. Sie sollen ihm die Gewissheit geben, die er für seinen Mord benötigt.

Anhand dieser Personen, die verschiedene Oppositionsgruppen und Haltungen zur Frage des Tyrannenmords repräsentieren, und die für einen Tag eine Gemeinschaft bilden, entwirft Jafar Panahi ein Bild des Irans und der Opfer des Terrorregimes. In der Geschichte konzentriert er sich in langen Szenen auf die Ausgangsfrage und das für die betroffenen Personen daraus entstehende Dilemma. Plötzlich stehen sie konkret vor der Frage, ob sie den Menschen wirklich töten wollen und können, der sie im Auftrag der Regierung folterte. Aus einer Rachefantasy, die sie vielleicht hatten, wird plötzlich die reale Option, sich zu rächen.

Ein einfacher Unfall“ ist ein sehenswerter Film mit zwei Problemen. Für mich war von der ersten Sekunde an klar, dass Vahid und die anderen im Film gezeigten Opfer des Folterer, eine Gruppe sympathischer, harmlos-gutwilliger Menschen, nicht in der Lage sein werden, ihn zu töten. Das raubte der Geschichte einen großen Teil seiner Spannung.

Das zweite Problem ist das von Jafar Panahi gewählte offene Ende. Er bricht, je nach Lesart, etwas zu früh oder zu spät ab.

Ein einfacher Unfall (Yek taṣādof-e sāde, Iran/Frankreich/Luxemburg 2025)

Regie: Jafar Panahi

Drehbuch: Jafar Panahi

mit Vahid Mobasseri, Mariam Afshari, Ebrahim Azizi, Hadis Pakbaten, Majid Panahi, Mohamad Ali Elyasmehr, Georges Hashemzadeh, Delmaz Najafi, Afssaneh Najmabadi

Länge: 104 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Internationaler Titel: It was just an accident

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Ein einfacher Unfall“

AlloCiné über „Ein einfacher Unfall“

Metacritic über „Ein einfacher Unfall“

Rotten Tomatoes über „Ein einfacher Unfall“

Wikipedia über „Ein einfacher Unfall“ (deutsch, englisch, französisch)


TV-Tipp für den 8. Januar: Nymphomaniac 1

Januar 7, 2026

3sat, 22.25

Nymphomaniac – Teil 1 (Nymphomaniac – Volume 1, Dänemark/Deutschland/Frankreich/Schweden 2013)

Regie: Lars von Trier

Drehbuch: Lars von Trier

Joe (Charlotte Gainsbourg) erzählt einem älteren Mann, der ihr verständnisvoll zuhört, wie sie zur Nymphomanin wurde. Zwischen ihren Erinnerungen unterhalten sie sich tiefsinnig über ihr Leben und analysieren es in einer köstlichen Mischung aus Tief- und Flachsinn.

3sat zeigt heute und morgen ab 22.25 Uhr die Kinofassung von Lars von Triers „Nymphomaniac“. Beide Teile erschienen auch in einem deutlich längeren Director’s Cut.

Eine ziemlich spaßige Angelegenheit.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Charlotte Gainsbourg, Stellan Skarsgard, Stacy Martin, Shia LaBeouf, Christian Slater, Jamie Bell, Uma Thurman, Jesper Christensen

Hinweise

Moviepilot über „Nymph( )maniac – Teil 1“

Metacritic über „Nymph( )maniac – Teil 1“

Rotten Tomatoes über „Nymph( )maniac – Teil 1“

Wikipedia über „Nymphomaniac“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Lars von Triers „Nymphomaniac – Teil 1 (Nymphomaniac – Volume 1, Dänemark/Deutschland/Frankreich/Schweden 2013)

Meine Besprechung von Lars von Triers „Nymphomaniac – Teil 2“ (Nymphomaniac – Volume 2, Dänemark/Deutschland/Frankreich/Schweden 2013)

Meine Besprechung von Lars von Triers „The House that Jack built“ (The House that Jack built, Dänemark/Schweden/Frankreich/Deutschland 2018)

Meine Besprechung von Lars von Triers „Geister – Exodus“ (Riget: Exodus, Dänemark 2022)

Die Berlinale-Pressekonferenz, die zum Stadtgespräch wurde:


Über Brian Azzarellos „Batman: Joker“ und „Superman: Der Mann von Morgen“

Januar 7, 2026

Während Comic-Autor Brian Azzarello und Zeichner Eduardo Risso in ihrem auf hundert Hefte angelegtem grandiosen Noir-Opus „100 Bullets“ ihre alternative Geschichte der USA immer weiter ausziselierten und sie für Neueinsteiger zunehmend unverständlicher machten, schrieb Azzarello auch mehr oder weniger umfangreiche Geschichten für bestehende Serien. Dazu gehören die zwölf Hefte umfassende, von Jim Lee gezeichnete „Superman“-Geschichte „Für das Morgen“ (Juni 2004 – Mai 2005) und den Zweiseiter „Die Herkunft von Superman“ (Juni 2009), die jetzt gesammelt in „Superman: Der Mann von Morgen“ veröffentlicht wurden, und die längere, von Lee Bermejo gezeichnete, in der Welt von Batman spielende Geschichte „Joker“ (Dezember 2008). In dieser Geschichte hat Batman nur einen Cameo-Auftritt. Die große Bühne gehört dem Joker. Er ist – wie alle „Batman“-Fans wissen – ein verrückter Verbrecher und der Erzfeind von Batman.

Der Comic beginnt mit der Entlassung des Jokers aus der Irrenanstalt. Er soll geheilt sein. Frisch aus der Anstalt entlassen, möchte er wieder seine alte Position in der Verbrecherwelt von Gotham City einnehmen. Aber inszwischen haben andere Männer das Sagen und sie denken nicht daran, ihre Macht abzugeben. Ein blutiger Kampf entbrennt.

Diese längere Gangstergeschichte ist für Noir-Fans definitiv und in jeder Beziehung einen Blick wert.

In „Superman: Der Mann von Morgen“ erzählen Azzarello und Jim Lee, wie Superman an sich selbst zweifelt. Als der Superheld anderweitig beschäftigt war, verschwanden auf der Erde seine Freundin Lois Lane und eine Million Menschen spurlos. Ein Jahr später will er herausfinden, warum er die Katastrophe nicht verhindern konnte und die Welt jetzt ein schlechterer Ort ist. Um das Herauszufinden, trifft er sich immer wieder mit Pater Leone. Der an Krebs erkrankte Priester spielt möglicherweise ein doppeltes Spiel. Er könnte auch die Antwort auf Supermans Frage wissen.

Wenn man akzeptiert, dass Superman als Retter der Menschheit sich dafür verantwortlich fühlt, jedes Verbrechen zu verhindern, dann hat „Der Mann von Morgen“ sicherlich interessante Ansätze. Wer dagegen wenig mit Superman und seinem überaus edlem Wesen anfangen kann, wird eher gelangweilt sein.

Der überaus farbenprächtige Zwölfteiler blieb Azzarellos fast einziger Ausflug in die Welt von Superman. Schließlich schrieb er auch „Lex Luthor: Man of Steel“ und eine Batman/Superman-Crossover-Geschichte.

In die düstere Welt von Batman begab Noir-Fan Azzarello sich öfter. Mit durchgehend überzeugenden Geschichten.

Brian Azzarello/Lee Bermejo: Batman: Joker

(übersetzt von Steve Kups)

Panini, 2025

136 Seiten

12,99 Euro

Originalausgabe

Joker

DC, Dezember 2008

Brian Azzarello/Jim Lee: Superman: Der Mann von Morgen

(übersetzt von Christian Heiss)

Panini, 2025

320 Seiten

39 Euro

enthält

For Tomorrow, Part One – Part Twelve (Superman # 204 – # 215)

Juni 2004 – Mai 2005

The Origin of Superman (in Absolute Superman: For Tomorrow)

Juni 2009

Hinweise

Wikipedia über Brian Azzarello (deutsch, englisch), Lee Bermejo und Jim Lee (deutsch, englisch) 

Meine Besprechung von Brian Azzarello/Eduardo Rissos “Jonny Double” (Jonny Double, 2002)

Meine Besprechung von Brian Azzarello/Marcello Frusins “Loveless 1 – Blutrache” (Loveless: A Kin’ of Homecoming, 2006)

Meine Besprechung von Brian Azzarello/Marcello Frusins „Loveless 2 – Begraben in Blackwater“ (Loveless: Thicker than Blackwater, 2007)

Meine Besprechung von Brian Azzarello/Danijel Zezeljs „Loveless 3 – Saat der Vergeltung” (Loveless: Blackwater Falls, 2008)

Meine Besprechung von Brian Azzarello/Danijel Zezeljs “Loveless 4 – Stunde der Abrechnung” (Loveless, Vol. 19 – 24, 2008)

Meine Besprechung von Brian Azzarello/Eduardo Rissos “100 Bullets 3 – Alle guten Dinge” (100 Bullets: Hang up on the Hang Low, 2001)

Meine Besprechung von Brian Azzarello/Eduardo Rissos „100 Bullets 5 – Du sollst nicht töten“ (100 Bullets Vol. 5: The Counterfifth Detective, 2002)

Meine Besprechung von Brian Azzarello/Eduardo Rissos „100 Bullets – Dekadent (Band 10)“ (100 Bullets: Decayed, Volume 68 – 75)

Meine Besprechung von Brian Azzarellos/Eduardo Rissos „!00 Bullets: Das Einmaleins der Macht (Band 11)“ (100 Bullets: Once upon a crime, Volume 76 – 83)

Meine Besprechung von Brian Azzarello/Eduardo Rissos „100 Bullets: Das dreckige Dutzend (Band 12)“ (100 Bullets: Dirty, Volume 84 – 88)

Meine Besprechung von Brian Azzarello/Eduardo Rissos “100 Bullets: Freitag (Band 13) (100 Bullets: Wilt, Volume 89 – 100)

Meine Besprechung von Brian Azzarello (Autor)/Eduardo Risso (Zeichner): Batman – Kaputte Stadt, 2012 (Broken City: Part 1 – 5, Conclusio (Batman # 620 – 625), Dezember 2003 – Mai 2004)

Meine Besprechung von Brian Azzarellos “Wonder Woman: Blut (Band 1)” (Wonder Woman #1 – 6, 2011/2012)

Meine Besprechung von Brian Azzarello/Lee Bermejos „Before Watchmen: Rorschach“ (Before Watchmen: Rorschach – Damntown (Part One – Four), 2012/2013)

Meine Besprechung von Brian Azzarello/Goran Sudžuka/Cliff Chiangs „Wonder Woman: Königin der Amazonen (Band 6)“ (Wonder Woman # 30 – 35, 2014)

Meine Besprechung von Brian Azzarello/Matteo Casalis „Batman: Europa (Batman: Europa, 2016)

Meine Besprechung von Frank Miller/Brian Azzarello/Andy Kubert/Klaus Janson/Brad Anderson/Alex Sinclairs „Batman – Die Übermenschen“ (Dark Knight III: The Master Race # 1 – 9, 2018 )

Meine Besprechung von Brian Azzarello/Eduardo Rissos „Batman: Kaputte Stadt und weitere Abenteuer“ (Batman: Gotham Knights #8, 2000; Batman # 620 – 625, 2003/2004; Flashpoint: Batman – Knight of Vengeance # 1 – 3, 2011; Wednesday Comics # 1 – 12, 2009)

Meine Besprechung von Brian Azzarello/Lee Bermejos „Batman: Damned – Band 1“ (Batman: Damned # 1, 2018)

Meine Besprechung von Brian Azzarello/Lee Bermejos „Batman: Damned – Band 2“ (Batman: Damned # 2, 2018)

Meine Besprechung von Brian Azzarello/Lee Bermejos „Batman: Damned – Band 3“ (Batman: Damned 3, 2019)

Meine Besprechung von Brian Azzarello/Eduardo Rissos „Moonshine – Band 1“ (Moonshine, Volume 1, 2017)

Meine Besprechung von Brian Azzarello/Eduardo Rissos „Moonshine: Band 2“ (Moonshine, Volume #2, 2017)

Meine Besprochung von Brian Azzarello/Eduardo Rissos „Moonshine: Die Quelle (Band 5)“ (Moonshine, Volume #5, 2021)

Meine Besprechung von Brian Azzarello/Lee Bermejos „Batman/Deathblow: Nach dem Feuer“ (Batman/Deathblow: After the Fire #1 – 3, 2002)

Meine Besprechung von Brian Azzarello/Maria Llovets „Faithless – Band 1“ (Faithless # 1 – 6, 2020)

 


TV-Tipp für den 7. Januar: Das Verhör

Januar 6, 2026

Arte, 20.15

Das Verhör (Garde à vue, Frankreich 1981)

Regie: Claude Miller

Drehbuch: Claude Miller, Jean Herman, Michel Audiard

LV: John Wainwright: Brainwash, 1979 (Gehirnwäsche)

In der Neujahrsnacht verhört Inspektor Gallien (Lino Ventura) den angesehenen Notar Maitre Jérôme Martinaud (Michel Serrault). Er glaubt, dass der Notar innerhalb weniger Tage zwei achtjährige Mädchen vergewaltigte und anschließend ermordete.

In den richtigen Händen genügen zwei Schauspieler und ein gutes Drehbuch für atemlose Hochspannung.

Mit Lino Ventura, Michel Serrault, Guy Marchand, Romy Schneider

Hinweise

AlloCiné über „Das Verhör“

Rotten Tomatoes über „Das Verhör“

Wikipedia über „Das Verhör“ (deutsch, englisch, französisch) und John Wainwright (deutsch, englisch)


Cover der Woche

Januar 6, 2026

Diesen Thriller von 1991 über den Rachefeldzug einer jungen Frau an den Männern habe ich in guter Erinnerung. Damals war „Schmutziges Wochenende“ (Dirty Weekend) ein Skandalroman, über den kontrovers diskutiert wurde. Inzwischen wird er als Klassiker gelabelt.


TV-Tipp für den 6. Januar: Venezuela – Maduros Machtkampf

Januar 5, 2026

Arte, 22.10

Venezuela – Maduros Machtkampf (Frankreich 2024)

Regie: Paul Cabanis

Drehbuch: Paul Cabanis

Aktuelle Ergänzung zu dem von Arte für heute geplanten Themenabend, der um 20.15 Uhr mit der brandneuen, zweiteiligen Doku „Europas Drogenmafia“ (Frankreich 2025) beginnt und jetzt um 23.05 Uhr mit der ebenfalls brandneuen, 53-minütige Doku „Drogenkrieg in Ecuador“ (Spanien 2025) endet.

Venezuela – Maduros Machtkampf“ ist eine 52-minütige Doku über Nicolás Maduro, den am 3. Januar 2026 im Rahmen einer nach allgemeiner Einschätzung völkerrechtswidrigen US-Militäroperation von Venezuela in die USA entführten Präsidenten von Venezuela.

Hinweise

Arte über die Doku (in der Mediathek bis zum 15. Februar 2026)

Wikipedia über Nicolás Maduro (deutsch, englisch)


Ana Drezga und die „Top Girls“

Januar 5, 2026

In ihrem Romandebüt „Top Girls“ lässt Ana Drezga, die bereits mehrere prämierte Theaterstücke schrieb und inszenierte, die junge Liv aus ihrem Leben erzählen. In Wien pendelt die Theaterschauspielerin zwischen Partys in ihrer Wohngemeinschaft in einem der schlechteren Viertel von Wien, schlecht bezahltem und demütigendem Engagement im Theater und einer Rückkehr in das Dorf, in dem sie aufwuchs. Ihre Mutter starb.

Drezga lässt Liv ihr Leben in einem einzigen Bewusstseinsstrom erzählen, der gut über die Kürze der nicht einmal 120-seitigen Geschichte trägt. Er kann aber auch nicht verdecken, dass vieles nicht vertieft und entsprechend austauschbar bleibt. Außerdem unterscheidet sich Livs Leben nicht wesentlich von dem Leben irgendeiner anderen jungen Person, die aus einem Dorf kommt und in einer größeren Stadt studiert und die ersten Schritte in ihr Berufsleben unternimmt. Sie konsumiert Drogen, hat Sex und fragt sich, ob das das Leben ist, das sie sich wünschte. Livs Leben unterscheidet sich auch nicht wesentlich von dem Leben irgendeiner jungen Person, die diese Reise vor mehreren Jahrzehnten durchlebte. Wer also mehr über das Leben „einer Generation zwischen Sehnsucht, Exzess und der Suche nach Zugehörigkeit“ (Klappentext) erfahren will, sollte zu einem anderen Buch greifen.

Wer noch einmal in seine Jugendjahre eintauchen will und sich daran erinnern möchte, wie erfreulich das Putzen der Wohnung nach einer exzessiven Party ist, sollte unbedingt zugreifen.

Ana Drezga: Top Girls

Otto Müller Verlag, 2025

120 Seiten

22 Euro

Hinweise

Homepage von Ana Drezga

Otto Müller Verlag über Ana Drezga

Wikipedia über Ana Drezga


TV-Tipp für den 5. Januar: The Revenant – Der Rückkehrer

Januar 4, 2026

Pro7, 20.15 (möglicherweise gekürzt, weil der Film FSK 16 ist)

The Revenant – Der Rückkehrer (The Revenant, USA 2015)

Regie: Alejandro G. Iñárritu

Drehbuch: Mark L. Smith, Alejandro G. Iñárritu

LV („based in part on the novel“): Michael Punke: The Revenant, 2002 (Der Totgeglaubte)

1823: Als Hugh Glass (Leonardo DiCaprio) in den eiskalten Rocky Mountains auf der Pelztierjagd von einem Grizzly schwer verletzt wird, lassen ihn seine Jagdgefährten zum Sterben zurück. Aber Glass stirbt nicht, sondern er beginnt sie, zuerst mehr kriechend als gehend, zu verfolgen.

Unter extrem schwierigen Bedingungen gedrehtes, visuell überwältigendes Überlebensdrama, das mit Preisen überschüttet wurde. Unter anderem drei Oscars für Leonardo DiCaprio (Hauptrolle), Alejandro G. Iñárritu (Regie) und Emmanuel Lubezki (Kamera).

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

Anschließend, um 23.15 Uhr, zeigt Pro7 Quentin Tarantinos Geschichtsstunde „One upon a Time in…Hollywood“, ebenfalls mit Leonardo DiCaprio und ebenfalls sehenswert.

mit Leonardo DiCaprio, Tom Hardy, Domhnall Gleeson, Will Poulter, Forrest Goodluck, Duane Howard, Arthur Redcloud

Wiederholung: Dienstag, 6. Januar, 02.25 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „The Revenant“

Metacritic über „The Revenant“

Rotten Tomatoes über „The Revenant“

Wikipedia über „The Revenant“ (deutsch, englisch) und Hugh Glass (deutsch, englisch)

History vs. Hollywood über „The Revenant“ (als ginge es in dem Film um Faktentreue)

Meine Besprechung von Alejandro G. Iñárritus „Biutiful“ (Biutiful, Mexiko/USA 2010)

Meine Besprechung von Alejandro G. Iñárritus „Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)“ (Birdman, USA 2014)

Meine Besprechung von Alejandro G. Iñárritus „The Revenant – Der Rückkehrer (The Revenant, USA 2015)

Meine Besprechung von Alejandro G. Iñárritus „Bardo, die erfundene Chronik einer Handvoll Wahrheiten“ (Bardo, falsa crónica de unas cuantas verdades, Mexiko 2022)


TV-Tipp für den 4. Januar: Spencer

Januar 3, 2026

One, 23.15

Spencer (Spencer, Deutschland/Großbritannien 2021)

Regie: Pablo Larraín

Drehbuch: Steven Knight

Prinzessin Diana besucht zu Weihnachten 1991, als ihre Ehe mit Charles bereits kriselt, den königlichen Landsitz in Norfolk, trifft die gesamte Königsfamilie und leidet unter dem routiniert gnadenlos durchgezogenem Protokoll.

Gandioses und grandios durchgeknalltes Biopic, das sich wenig für Fakten und noch weniger für Edelkitsch-Seligkeit interessiert, sondern das Leben am Hof als Horrorfilm, Unterabteilung Psychohorror, zeigt.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Kristen Stewart, Timothy Spall, Sally Hawkins, Kack Farthing, Sean Harris, Stella Gonet, Jack Nielen, Freddie Spry, Jack Farthing, Sean Harris, Stella Gonet, Richard Sammel, Elizabeth Berrington, Lore Stefanek, Amy Manson

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Filmportal über „Spencer“

Moviepilot über „Spencer“

Metacritic über „Spencer“

Rotten Tomatoes über „Spencer“

Wikipedia über „Spencer“ (deutsch, englisch)

History vs. Hollywood konstatiert einen weitgehenden Sieg der künstlerischen Freiheit

Meine Besprechung von Pablo Larrains „El Club“ (El Club, Chile 2015)

Meine Besprechung von Pablo Larraíns „Jackie: Die First Lady“ (Jackie, USA 2016)

Meine Besprechung von Pablo Larrains „Neruda“ (Neruda, Chile/Argentinien/Frankreich/Spanien 2016)

Meine Besprechung von Pablo Larrains „Spencer“ (Spencer, Deutschland/Großbritannien 2021)

Meine Besprechung von Pablo Larrains „Maria“ (Maria, Deutschland/Italien/USA 2024)


TV-Tipp für den 3. Januar: Papillon

Januar 2, 2026

One, 22.00

Papillon (Papillon, USA 1973)

Regie: Franklin J. Schaffner

Drehbuch: Dalton Trumbo, Lorenzo Semple jr.

LV: Henri Charrière: Papillon, 1969 (Papillon)

Henri Charrière, genannt Papillon, wird 1931 zu lebenslanger Strafarbeit in der Strafkolonie Bagno auf der Teufelsinsel Cayenne in Französisch-Guayana verurteilt. Er soll einen Zuhälter ermordet haben. Kaum angekommen, denkt Papillon nur an eine scheinbar unmögliche Flucht.

Tolle Verfilmung der beeindruckenden und höchst erfolgreichen Autobiographie von Charrière. Das Nachfolgewerk „Banco“, in dem er von seinem weiteren Leben erzählt, war dann episodischer.

Mit Steve McQueen, Dustin Hoffman, Victor Jory, Woodrow Parfrey, Robert Deman, Anthony Zerbe, Don Gordon, William Smithers, Val Avery, Dalton Trumbo

Wiederholung: Dienstag, 6. Januar, 00.20 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über “Papillon”

Wikipedia über “Papillon” (deutsch, englisch)


Die Krimijahresbestenliste 2025

Januar 2, 2026

Aus ihren monatlichen, von Deutschlandfunk Kultur präsentierten Krimibestenlisten haben die Damen und Herren Kritiker (Kritiker:innen?) ihre Auswahl für die Jahreskrimibestenliste getroffen. Danach sind die zehn besten Kriminalromane des Jahres 2025:

1) Lavie Tidhar: Adama

2) Zoran Drvenkar: Asa

3) Liz Moore: Der Gott des Waldes

4) Ivy Pochoda: Sing mir vom Tod

5) Megan Abbott: Hüte dich vor der Frau

6) Kate Atkinson: Nacht über Soho

7) Jonathan Coe: Der Beweis meiner Unschuld

8) Sebastian Barry: Jenseits aller Zeit

9) Gustavo Faverón Patriau: Unten leben

10) Nick Harkaway: Smiley

Dann wünsche ich mal spannende Unterhaltung.


Die Gewinner des Deutschen Krimipreis 2025

Januar 2, 2026

Bereits zum 42. Mal wurde der Deutsche Krimipreis verliehen. Wie gewohnt ohne eine pompöse Verleihungszeremonie (dafür gibt es die anderen Preise) mit einer schnöden Veröffentlichung der Gewinnerliste, die sich dieses (also letztes) Jahr so liest:

Deutscher Krimipreis 2025 – Kategorie „National“

1. Platz: Andreas Pflüger: Kälter (Suhrkamp)

2. Platz: Zoran Drvenkar: Asa (Suhrkamp)

3. Platz: Susanne Tägder: Die Farbe des Schattens (Tropen)

Deutscher Krimipreis, Kategorie „International“

1. Platz: Lavie Tidhar: Adama (Suhrkamp), deutsch von Conny Lösch

2. Platz: Liz Moore: Der Gott des Waldes (C.H. Beck), deutsch von Cornelius Hartz

3. Platz: Gustavo Faverón Patriau: Unten leben (Droschl), deutsch von Manfred Gmeiner

Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner. Einige Romane liegen noch auf meinem nicht kleiner werdendem Zu-Lesen-Stapel.


Neu im Kino/Filmkritik: Über François Ozons Albert-Camus-Verfilmung „Der Fremde“

Januar 2, 2026

Meursault ist der Ich-Erzähler in Albert Camus‘ „Der Fremde“, einem 1940 geschriebenem, 1942 erschienenem kurzen, in der damaligen Kolonie Algerien spielende Roman, der schnell zum Klassiker und einem der wichtigsten Werke des Existentialismus wurde.

Dieser Meursault ist ein 1938 in Algier allein lebender dreißigjähriger kleiner Angestellter. Er erzählt zuerst von der Beerdigung seiner entfernt in einem Altersheim verstorbenen Mutter, von seinem halbseidenem Nachbarn, von seiner unmittelbar nach der Beerdigung seiner Mutter beginnenden Affäre mit einer ehemaligen Kollegin, wie er scheinbar grundlos einen jungen Araber tötet und für diese Tat vor Gericht gestellt wird. In der Verhandlung geht es dann vor allem um sein Verhalten.

Jetzt verfilmte François Ozon diesen Klassiker sehr nah an der Vorlage entlang in wunderschönen SW-Bildern. In jedem Moment ist der Respekt vor der Vorlage spürbar.

Ozon erfindet viele Dialoge, die im Roman nur zusammengefasst zu lesen sind. Er zeigt in eindrucksvollen Bildern, was im Roman der Erzähler, der alles ohne erkennbare Regung verfolgt, in wenigen Worten erzählt. Das damalige Leben in der Kolonie wird fassbar. Ebenso Meursaults Lebenseinstellung.

Diese wird schon deutlich, wenn Meursault erfährt, dass seine Mutter verstorben ist und er diese Nachricht ohne eine erkennbare Gefühlsregung aufnimmt. Die Trauerfeierlichkeiten beobachtet er eher von außen. Die erforderlichen Rituale, die für ihn keine Bedeutung haben, vollzieht er, nachdem er dazu aufgefordert wird, quasi automatisch. Damals – wie gesagt, die Geschichte spielt 1938 und damals hatte die Religion in der Gesellschaft eine andere Bedeutng als heute – war sein Verhalten, wie auch später Aussagen von Charakterzeugen vor Gericht zeigen, verstörend und schockierend. Schockierend und gegen alle Trauer-Konventionen ist auch, dass Meursault unmittelbar nach dem Tod seiner Mutter sich am Strand vergnügt und eine Beziehung mit einer jungen Frau beginnt. Auch hier folgt er emotionslos den Konventionen, denen ein Verliebter folgen soll. Später ermordet er ohne einen erkennbaren Grund einen Araber. Die anschließende Gerichtsverhandlung verfolgt er ebenso ungerührt. Das war damals sicher zutiefst verstörend und ungewöhnlich. Heute ist das anders.

Entsprechend offensichtlich ist die Botschaft des Films und entsprechend überflüssig ist Meursaults Verteidiungsrede am Filmende. Sie wiederholt nur in epischer Länge noch einmal das bereits Gesagte.

Damit kämen wir zum Problem des Films. Mit etwas über zwei Stunden ist „Der Fremde“ einer der längsten Filme von François Ozon. Nur „Gelobt sei Gott“ ist länger. Während das in dem auf Tatsachen basierendem Drama kein Problem war, ist die Ozon-unübliche Länge in „Der Fremde“ ein Problem. Überraschende Wendungen – wenn wir von Meursaults Mord absehen – gibt es nicht. Ozon erzählt Meursaults Geschichte, wie Camus, chronologisch als eine weitgehend zufällige Abfolge von Ereignissen, die auch wegen der strengen Inszenierung als Passionsgeschichte ohne Gott und ohne eine höhere Bedeutung gelesen werden kann.

Das ist allerdings nur ein kleiner Kritikpunkt an einem ansonsten gelungenem Film. Die SW-Fotografie verleiht dem Drama das Aussehen eines vergessenen Meisterwerks aus den fünfziger Jahren. Die Schauspieler sind gut. Die einzelnen Szenen sind kluge Übertragungen vom Roman in den Film. Ozon verdeutlicht Dinge, die Camus nur in Halbsätzen schilderte. Er erfand viele Dialoge. Und die Geschichte über das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft und die Anforderungen der Gesellschaft an den Einzelnen ist immer noch aktuell.

Damit ist „Der Fremde“ der erste Höhepunkt des Kinojahres.

Der Fremde (L’Étranger, Frankreich 2025)

Regie: François Ozon

Drehbuch: François Ozon, Philippe Piazzo

LV: Albert Camus: L’Étranger, 1942 (Der Fremde)

mit Benjamin Voisin, Rebecca Marder, Pierre Lottin, Denis Lavant, Swann Arlaud, Christophe Malavoy, Nicolas Vaude, Jean-Charles Clichet, Mireille Perrier, Hajar Bouzaouit, Abderrahmane Dehkani, Jérôme Pouly, Jean-Claude Bolle-Reddat, Christophe Vandevelde, Jean-Benoît Ugeux

Länge: 123 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Internationaler Titel: The Stranger

Hinweise

Allociné über „Der Fremde“

Moviepilot über „Der Fremde“

Metacritic über „Der Fremde“

Rotten Tomatoes über „Der Fremde“

Wikipedia über „Der Fremde“ (deutsch, englisch, französisch)

Meine Besprechung von Francois Ozons “In ihrem Haus” (Dans la Maison, Frankreich 2012)

Meine Besprechung von Francois Ozons ”Jung & Schön” (Jeune & jolie, Frankreich 2013)

Meine Besprechung von Francois Ozons „Eine neue Freundin“ (Une nouvelle amie, Frankreich 2014)

Meine Besprechung von François Ozons „Frantz“ (Frantz, Deutschland/Frankreich 2016)

Meine Besprechung von François Ozons „Der andere Liebhaber“ (L’Amant Double, Frankreich/Belgien 2017)

Meine Besprechung von François Ozons „Gelobt sei Gott“ (Grâce à Dieu, Frankreich 2019)

Meine Besprechung von François Ozons „Alles ist gutgegangen“ (Tout s’est bien passé, Frankreich 2021)

Meine Besprechung von François Ozons „Peter von Kant“ (Peter von Kant, Frankreich 2022)

Meine Besprechung von François Ozons „Mein fabelhaftes Verbrechen“ (Mon Crime, Frankreich 2023)


TV-Tipp für den 2. Januar: Anatomie eines Falls

Januar 1, 2026

ARD, 23.45

Anatomie eines Falls (Anatomie d’une chute, Frankreich 2023)

Regie: Justine Triet

Drehbuch: Justine Triet, Arthur Harari

TV-Premiere – und Nein, ich sage jetzt nichts zur Uhrzeit, sondern verweise auf die Mediathek. Dort sollte der Film anschließend für einige Tage ansehbar sein.

Fiel Samuel Maleski aus dem Fenster oder half seine Frau Sandra Voyter etwas nach? Über zweieinhalb spannende Stunden rollt Justine Triet diesen Fall akribisch auf.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Sandra Hüller, Swann Arlaud, Milo Machado Graner, Antoine Reinartz, Samuel Theis, Jehnny Beth

Hinweise

Moviepilot über „Anatomie eines Falls“

AlloCiné über „Anatomie eines Falls“

Metacritic über „Anatomie eines Falls“

Rotten Tomatoes über „Anatomie eines Falls“

Wikipedia über „Anatomie eines Falls“ (deutsch, englisch, französisch)

Meine Besprechung von Justine Triets „Anatomie eines Falls“ (Anatomie d’une chute, Frankreich 2023)


Frohes neues Jahr!

Januar 1, 2026


TV-Tipp für den 1. Januar: Suzume

Dezember 31, 2025

Pro7 Maxx, 20.15

Suzume (Suzume no Tojimari, Japan 2022)

Regie: Makoto Shinkai

Drehbuch: Makoto Shinkai

Die siebzehnjährige Suzume trifft einen geheimnisvollen jungen Mann und öffnet eine Tür in eine andere Dimension. Aus ihr könnte eine die Welt vernichtende Bedrohung kommen.

Gelungener, ziemlich komplexer Fantasy-Romantik-Anime, der nicht ganz die Qualität von Makoto Shinkais bekanntestem Werk „Your Name – Gestern, heute und für immer“ erreicht. Aber etwas schlechter als ein Meisterwerk ist immer noch verdammt gut.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

Hinweise

Moviepilot über „Suzume“

Metacritic über „Suzume“

Rotten Tomatoes über „Suzume“

Wikipedia über „Suzume“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Makato Shinkais „Suzume“ (Suzume no Tojimari, Japan 2022)


Meine Tops und Flops 2025: Buch und Film

Dezember 31, 2025

Es ist schon wieder so weit: während die einen auf die Weihnachtsmärkte stürmen und über die Preise meckern (anstatt die fünfzig Euro für einmal Glühwein und Currywurst in einem guten Restaurant zu investieren) oder Silvesterböller kaufen (ohne über die Preisen zu meckern), sitzen die anderen über Jahresrückblicken und Bestenlisten. So auch ich.

Nach langem Nachdenken, räsonieren über nicht gesehene Filme und nicht gelesene Bücher, streichen, umstellen, wieder umstellen sehen meine Jahresbestenlisten für Kinofilme (und schon sind all die TV-Filme draußen) und Bücher (und schon konkurrieren Kriminalromane mit Sachbüchern und Comics) im Moment so aus (und würden in einigen Stunden wohl wieder anders aussehen):

 

Die zehn besten Filme des Jahres

Dieses Jahr war die Auswahl schwierig. Es gab viele gute, aber wenige großartige Filme, die mich sofort mitrissen und lange nachwirkten. Es gab sehr viele Filme, die großartig anfingen, irgendwann im zweiten Akt den Plot verloren und die Geschichte mit einem ärgerlichen dritten Akt beendeten; – falls sie mir nicht alle sagen wollten, dass das Leben sinnlos ist und der Zufall die herrschende Kraft im Universum ist.

Außerdem enttäuschten von vielen normalerweise zuverlässige Regisseuren die neuen Filmen.

Wenn ich mich auf zehn Filme beschränke, die 2025 im Kino anliefen (ch habe schon potentielle Anwärter für die 2026er Jahreslisten):

One Battle after another (schon während des Films sagte ich mir: der kommt auf meine Jahresbestenliste; – wenn ich eine Jahresbestenliste erstelle) (Das ist die ehrliche und angesichts der eintrudelnden Prognosen, Besten- und Nominierungslisten die absolut gefahrlose Wahl. Eigentlich jeder liebt diesen Film.)

Und jetzt, in keiner besonderen Reihenfolge, die Plätze 2 bis 10:

Blood & Sinners

Bugonia

Caught Stealing (Der Roman von Charlie Huston ist trotzdem besser.)

Die Farben der Zeit

Franz K.

Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße (weil Wolfgang Beckers letzter Film, weil ein Berlin-Film – und weil er so gut in die Weihnachtszeit passt.)

Heldin

Juror # 2 (Clint Eastwoods letzter Film – bis zu seinem nächsten Film)

September 5 – The Day Terror went live

Die zehn schlechtesten Filme des Jahres

Oder: Was lief da schief?

Auch hier in alphabetischer Reihenfolge

The Alto Knights (sprachlos im Kino sitzend in einem Gangsterfilm von Barry Levinson mit Robert De Niro in der Hauptrolle, nach einem Drehbuch von Nicholas Pileggi)

Captain America: Brave New World (gutes Superheldenkino ist nur noch eine Erinnerung)

Conjuring 4 (absolut enttäuschender Abschluss einer gelungenen Horrorfilmreihe)

Eddington

Five Nights at Freddy’s 2

Honey don’t (50 Prozent Coen sind mindestens 50 Prozent zu wenig Coen)

Nosferatu (immerhin eine Gelegenheit, einige ältere Dracula-Verfilmungen wieder anzusehen)

Silent Night, Deadly Night

Tanz der Titanen

The Toxic Avenger (tja, nun, eine Entschuldigung, sich das Original mal wieder anzusehen)

ehrenwerte Nennung (weil ich ja nur Filme nehmen will, die im Kino liefen)

Play Dirty (Amazon Prime – Shane Black verfilmt Richard Stark. Wie kann das zu so einem unwitzigen Actionmurks führen, der nie Richard Starks Parker, sondern, mit allen zugedrückten Augen, Donald E. Westlakes Dortmunder an einem ganz schlechten Tag ist? „Play Dirty“ ist als Westlake/Stark-Verfilmug eine Vollkatastrophe. Dabei weiß und kann Black es besser.)

Filme, die besser als verdammt gut aussehende Screensaver mit Musik funktionieren

Avatar: Fire and Ash

Tron: Ares

 

 

Die zehn besten Bücher des Jahres

Wieder sind nur die Bücher qualifiziert, die dieses oder letztes Jahr erstmals auf Deutsch erschienen. Damit haben sich ältere oder noch nicht übersetzte Romane für diese Liste disqualifiziert. Und sie sollte weiblicher als meine letzte Bestenliste sein.

Also, mühelos quotiert:

Megan Abbott: Hüte dich vor der Frau

Jonathan Coe: Der Beweis meiner Unschuld

Frank Göhre: Sizilianische Nacht

Thomas Knüwer: Das Haus in dem Gudelia stirbt

Isabel Kreitz: Die letzte Einstellung

Jake Lamar: Viper’s Dream

Anna Mai: Broilerkomplott

Sara Paretsky: Wunder Punkt

Mercedes Rosende: Ursula fängt Feuer

Josef Schnelle: Der Mann, der das Kino liebte – Francois Truffaut und seine Filme

Einige Bücher, die es mit hoher Wahrscheinlichkeit auf diese Liste geschafft hätten, fehlen, weil ich aus verschiedenen Gründen viele ältere Romane (Ich sage nur „Momo“ und „Stiller“) las, dieses Jahre alle für den Glauser-Preis nominierten Romane und Debüts besprach, etliche Sachbücher lesen wollte und einige schlechte Bücher lesen musste.

Aber eine Liste der schlechtesten Bücher des Jahres ist unfair, weil da die vielen schlechten Bücher, die ich nicht zu Ende gelesen habe, fehlen würden.

Das gesagt lese ich gerade, wegen Park Chan-wooks „No other Choice“, die von Donald E. Westlake geschriebene Vorlage „The Ax“ (1997) und, nachdem ich die Verfilmung gesehen habe, steht Jordan Harpers „Die Rache der Polly McClusky“ (She rides shotgun, 2017) weit oben auf meiner Zu-Lesen-Liste.

Und was sind eure Tops und Flops?


TV-Tipp für den 31. Dezember: Pop around the Clock

Dezember 30, 2025

3sat, 05.55

Pop around the Clock

Wie in den vergangenen Jahren präsentiert 3sat einen bunten Mix von, meines Wissens, bislang im TV nicht gezeigten Live-Auftritten von bekannten Musikern, Musikerinnen und Bands. Unter anderem Pink Floyd (um 11.15 Uhr), David Gilmour (um 13.00 Uhr), Marius Müller-Westerhagen (um 14.45 Uhr), Bruce Springsteen (um 16.00 Uhr), Elton John und Brandi Carlile (um 17.15 Uhr), Simply Red (um 00.25 Uhr) und Iggy Pop (sein 2023er Montreux-Auftritt als Betthupferl um 03.30 Uhr). Der Abend gehört Mariah Carey (um 19.00 Uhr), Whitney Houston (um 20.15 Uhr, ihr ‚Concert for a new South Africa‘ von 1994) und Rihanna (um 21.45 Uhr).

Das vollständige Programm, mit der Gelegenheit zum Vor- und Nachsehen und weiteren Konzerten.


Cover der Woche

Dezember 30, 2025

Spannender Horrorthriller und ein Argument gegen Schnee