Mississippi Burning – Die Wurzeln des Hasses (Mississippi Burning, USA 1988)
Regie: Alan Parker
Drehbuch: Chris Gerolmo
Südstaaten, 1964: Mitten im Hochsommer verschwinden im ländlichen Jessup County drei Bürgerrechtler spurlos. Ein älterer und ein jüngerer FBI-Agent sollen den Fall aufklären und wenn sie nur auf eine Mauer des Schweigens stoßen würden, wären sie froh.
Packender, auf einem wahren Fall basierender Polizei-Thriller. Zum Filmstart sah der Fischer Film Almanach das anders (wobei damals die Filmkritik auch anders war): „Parker lässt zu, dass ‚Mississippi Burning‘ sich zu einem konventionellen Reißer entwickelt, zu einem Polizeifilm, der mit den fragwürdigen Methoden seiner Protagonisten sympathisiert. Doch damit wird er seinem Thema nicht mehr gerecht. Ein Film der verschenkten Möglichkeiten.“ Dabei wird der erste Teil des Films wegen seiner dokumentarischen Qualitäten gelobt.
„Parkers von gewalttätigen Eruptionen durchsetzter FBI-Thriller ist wegen seiner (historisch unhaltbaren) Glorifizierung des FBI und wegen seiner Tendenz, die Rolle der Bürgerrechtler und der Schwarzen zu verfälschen (sie sind mehr oder weniger Randfiguren des Dramas), heftig kritisiert worden.“ (Wolfgang Schweiger: Der Polizeifilm, 1989)
Der Film feierte seine Premiere auf der Berlinale. Der immer überzeugende Gene Hackman erhielt den Silbernen Bären als bester Hauptdarsteller. Und bei den US-Kritikern kam der Film besser an als bei den deutschen Kritikern.
mit Gene Hackman, Willem Dafoe, Frances McDormand, Brad Dourif, R. Lee Ermey, Michael Rooker, Pruitt Taylor Vince, Tobin Bell (damals noch ein kleiner Nebendarsteller in seinem ersten namentlich genanntem Spielfilmauftritt)
Lassen wir die ganze Vorgeschichte mit Neu- und Fehlstarts, Reboots und wasauchimmer weg. Es gibt, nach Christoper Reeve, Brandon Routh und Henry Cavill einen neuen Kino-Superman. David Corenswet heißt er und bislang trat er als Schauspieler primär in TV-Serien und Nebenrollen auf. In seiner Filmographie stehen „The Politician“, „Hollywood“, „We own the City“, Pearl“ und „Twisters“.
James Gunn inszenierte nach seinem Drehbuch die Geschichte, die auf die sattsam bekannte Origin Story verzichtet und gleich mitten im Geschehen beginnt. Genaugenommen beginnt sie drei Sekunden nachdem Superman in einem Kampf zum ersten Mal besiegt wird. In seiner im Eis liegenden Festung der Einsamkeit lässt er sich zusammen flicken. Danach geht es in die nächste Runde gegen die von Lex Luthor (Nicholas Hoult) gesteuerte Kampfmaschine. Der unglaublich reiche Unternehmer will Superman unbedingt töten. Gleichzeitig engagiert er sich in Osteuropa. Dort hat gerade ein von ihm militärisch unterstützter Staat seinen Nachbarn überfallen. Zu seinem Ärger griff Superman auf der Seite des überfallenen Landes in den Konflikt ein und drängte die Invasoren für den Moment zurück.
Um diesen im Zentrum stehenden Konflikt gruppiert Gunn weitere kleinere Konflikte, in die eine fast schon unüberschaubare Zahl von Superhelden und Superbösewichtern involviert sind. Unter anderem treten ‚Green Lantern‘ Guy Gardner (Nathan Fillion mit einer schon jetzt legendär verunglückten Frisur), Mister Terrific (Edi Gathegi), Hawkgirl (Isabela Merced), Metamorpho (Anthony Carrigan), ‚The Engineer‘ Angela Spica (Maria Gabriela de Faría) und Eve Teschmacher (Sara Sampaio) auf. Ihnen allen gibt Gunn einprägsame Auftritte.
Dieses Mal hat Superman mit dem Hund Krypto einen Begleiter, der ihm in der einen Sekunde rettet, danach abschlabbert und eine Sekunde später beißt. Er ist ein immer als CGI-Hund erkennbarer Comic Relief, der für einige Lacher sorgt. Das reale Vorbild für Krypto war ein von James Gunn adoptierter Hund, der sich ähnlich psychotisch verhielt.
Und natürlich muss Superman in Metropolis auch als harmloser ‚Daily Planet‘-Journalist Clark Kent auftreten und sich mit seiner großen Liebe Lois Lane (Rachel Brosnahan), wie in einer Screwball-Comedy, zoffen. Sie, und anscheinend halb Metropolis, weiß, dass Kent Superman ist.
Gunn, der Regisseur der drei „Guardians of the Galaxy“-Filmen und von „The Suicide Squad“, inszeniert dies gewohnt humorvoll, pointensicher, brutal und mit einigen überraschenden Wendungen und Enthüllungen. Dabei behält er immer den Überblick über seine im Gedächtnis bleibenden Figuren, die realen und fantastischen Orte (wie das Taschenuniversum) und die verschiedenen Handlungsstränge. Das hat ziemlich genau die Qualität, die man von dem Regisseur von „The Suicide Squad“ erwarten kann: schnörkellose, angenehm respektlose Superheldenunterhaltung von einem Nerd für andere Nerds und das breite Publikum.
Interessant wird sein „Superman“ durch seinen Blick auf den von dem Planeten Krypton kommenden einzigen Überlebenden dieses Planeten.
Er beraubt Superman des weltentrückt-vergeistlichten Pathos, das er in früheren Filmen hatte. Und er trennt die Figur Superman von dem Bild, das er für die Menschheit verkörperte. Superman war in der Vergangenheit nicht nur der an das Gute glaubende Kämpfer für eine bessere Welt und Beschützer der Menschheit, sondern auch die Verkörperung des Bildes das USA von sich hat.
Er repräsentiert in „Superman“ nicht mehr das Land, in dem er lebt, sondern nur noch sich selbst. Oder die ganze Welt, die zu einem friedlichen Ort werden soll.
Diese Trennung verändert auch die anderen Figuren in Supermans Welt und die Strukturen der Welt. Lex Luthor ist nicht mehr der größenwahnsinnige Milliardär und Comic-Bösewicht, der irgendetwas in den USA zerstören will, sondern ein auch in der Rüstungsindustrie, dem Betrieb von Gefängnissen und militärischer und möglicherweise ziviler Forschung aktiver Unternehmer, der die Menschheit vor Gefahren retten will. Eine dieser Gefahren ist Superman, ein aus dem Weltraum kommender, unbesiegbarer, mit Superkräften ausgestatteter, selbsternannter Heilsbringer. Er ist sozusagen die Verkörperung von Gottes Sohn, die behauptet, den Menschen helfen zu wollen. Aber stimmt das? Luthor arbeitet bei der Umsetzung seiner Ziele mit der US-amerikanischen Regierung zusammen.
Und schon drängt sich – auch wenn das von den Machern bei den Dreharbeiten so nicht geplant sein konnte – eine politische Lesart des Films auf, die erstaunlich präzise die aktuelle Situation in den USA beschreibt.
James Gunn zeigt Bilder, die aus den Nachrichten stammen könnten. So wird Superman, als er sich freiwillig stellt, von Polizisten brutal auf den Boden gepresst. Später kommt er in ein Gefängnis, das von Lex Luthor im Auftrag der Regierung geführt wird. Nach außen ist es ein drakonisch geführtes militärisches Zeltlager abseits der Zivilisation. Nach innen ist es ein Verlies. Aus dem Verlies sollen die mehr oder weniger illegal gehaltenen Gefangenen niemals wieder entkommen.
In den realen Nachrichten wird in den Trump-USA gegen Ausländer gehetzt, Razzien von vermummten, schwerbewaffneten ICE-Agenten durchgeführt, über Kasernierungen an möglichst ungastlichen und abgelegenen Orten nachgedacht und Abschiebungen ohne ein reguläres Gerichtsverfahren in andere Länder durchgeführt. In dieser Politik sind Grausamkeit und Menschenverachtung kein individuelles Versagen, sondern Absicht und Ziel der Maßnahme. Die Zusammenarbeit zwischen dem Staat und davon profitierenden Unternehmen ist folgerichtig. Von all den Milliardären, die sich in Trumps Umfeld befinden, ist Elon Musk die schillerndste Figur. Sie wirkt wie eine realweltliche Version von Lex Luthor.
Die gegen das Völkerrecht verstoßende Besetzung eines Landes ist dann nicht mehr ein in einem filmischen Nirgendwo stattfindender Konflikt, sondern ein erstaunlich präziser Kommentar zum Ukraine-Krieg und den unterschiedlichen Interessen an dem Kriegsgebiet. Wenig überraschend heizt Luthor den Konflikt mit seinen Waffen an. Es gibt wertvolle Rohstoffe im Kriegsgebiet, die er haben möchte.
In dem Film bleibt es bei der Zustandsbeschreibung. Eine politische Analyse und damit verbundene Lösungsvorschläge gibt es nicht. Die von Gunn vorgeschlagene Lösung bleibt im Rahmen des Superheldenkinos: Superman und weitere Metawesen (vulgo Superhelden) sorgen künftig für Recht und Ordnung. Für die Realität ist das natürlich keine Lösung.
Insgesamt ist James Gunns „Superman“ eine sehr interessante Neuinterpretation von Superman. Er wirft Ballast weg. Es gibt Humor, Anspielungen auf andere Superhelden-Comics und -Filme, einige überraschende Wendungen und reichlich Action.
P. S.: Es gibt nach dem Abspann eine witzige, für diesen oder den nächsten Film nicht essenzielle Szene.
Superman (Superman, USA 2025)
Regie: James Gunn
Drehbuch: James Gunn (basierend auf der von Jerry Siegel und Joe Shuster erfundenen Figur)
mit David Corenswet, Rachel Brosnahan, Nicholas Hoult, Nathan Fillion, Edi Gathegi, Isabela Merced, Anthony Carrigan, Maria Gabriela de Faría, Skyler Gisondo, Wendell Pierce, Mikaela Hoover, Beck Bennett, Sara Sampaio, Alan Tudyk, Bradley Cooper, Michael Rooker, Pom Klementieff, Pruitt Taylor Vince, Neva Howell, Frank Grillo, Jake Tapper, John Cena (teils nur Cameos oder weniger)
Mississippi Burning – Die Wurzeln des Hasses (Mississippi Burning, USA 1988)
Regie: Alan Parker
Drehbuch: Chris Gerolmo
Südstaaten, 1964: Mitten im Hochsommer verschwinden im ländlichen Jessup County drei Bürgerrechtler spurlos. Ein älterer und ein jüngerer FBI-Agent sollen den Fall aufklären und wenn sie nur auf eine Mauer des Schweigens stoßen würden, wären sie froh.
Packender, auf einem wahren Fall basierender Polizei-Thriller. Zum Filmstart sah der Fischer Film Almanach das anders (wobei damals die Filmkritik auch anders war): „Parker lässt zu, dass ‚Mississippi Burning‘ sich zu einem konventionellen Reißer entwickelt, zu einem Polizeifilm, der mit den fragwürdigen Methoden seiner Protagonisten sympathisiert. Doch damit wird er seinem Thema nicht mehr gerecht. Ein Film der verschenkten Möglichkeiten.“ Dabei wird der erste Teil des Films wegen seiner dokumentarischen Qualitäten gelobt.
„Parkers von gewalttätigen Eruptionen durchsetzter FBI-Thriller ist wegen seiner (historisch unhaltbaren) Glorifizierung des FBI und wegen seiner Tendenz, die Rolle der Bürgerrechtler und der Schwarzen zu verfälschen (sie sind mehr oder weniger Randfiguren des Dramas), heftig kritisiert worden.“ (Wolfgang Schweiger: Der Polizeifilm, 1989)
Der Film feierte seine Premiere auf der Berlinale. Der immer überzeugende Gene Hackman erhielt den Silbernen Bären als bester Hauptdarsteller. Und bei den US-Kritikern kam der Film besser an als bei den deutschen Kritikern.
mit Gene Hackman, Willem Dafoe, Frances McDormand, Brad Dourif, R. Lee Ermey, Michael Rooker, Pruitt Taylor Vince, Tobin Bell (damals noch ein kleiner Nebendarsteller in seinem ersten namentlich genanntem Spielfilmauftritt)
Mississippi Burning – Die Wurzeln des Hasses (Mississippi Burning, USA 1988)
Regie: Alan Parker
Drehbuch: Chris Gerolmo
Südstaaten, 1964: Mitten im Hochsommer verschwinden im ländlichen Jessup County drei Bürgerrechtler spurlos. Ein älterer und ein jüngerer FBI-Agent sollen den Fall aufklären und wenn sie nur auf eine Mauer des Schweigens stoßen würden, wären sie froh.
Packender, auf einem wahren Fall basierender Polizei-Thriller. Zum Filmstart sah der Fischer Film Almanach das anders (wobei damals die Filmkritik auch anders war): „Parker lässt zu, dass ‚Mississippi Burning‘ sich zu einem konventionellen Reißer entwickelt, zu einem Polizeifilm, der mit den fragwürdigen Methoden seiner Protagonisten sympathisiert. Doch damit wird er seinem Thema nicht mehr gerecht. Ein Film der verschenkten Möglichkeiten.“ Dabei wird der erste Teil des Films wegen seiner dokumentarischen Qualitäten gelobt.
„Parkers von gewalttätigen Eruptionen durchsetzter FBI-Thriller ist wegen seiner (historisch unhaltbaren) Glorifizierung des FBI und wegen seiner Tendenz, die Rolle der Bürgerrechtler und der Schwarzen zu verfälschen (sie sind mehr oder weniger Randfiguren des Dramas), heftig kritisiert worden.“ (Wolfgang Schweiger: Der Polizeifilm, 1989)
Der Film feierte seine Premiere auf der Berlinale. Der immer überzeugende Gene Hackman erhielt den Silbernen Bären als bester Hauptdarsteller. Und bei den US-Kritikern kam der Film besser an als bei den deutschen Kritikern.
mit Gene Hackman, Willem Dafoe, Frances McDormand, Brad Dourif, R. Lee Ermey, Michael Rooker, Pruitt Taylor Vince, Tobin Bell (damals noch ein kleiner Nebendarsteller in seinem ersten namentlich genanntem Spielfilmauftritt)
Jacob’s Ladder – In der Gewalt des Jenseits (Jacob’s Ladder, USA 1990)
Regie: Adrian Lyne
Drehbuch: Bruce Joel Rubin
Vietnamveteran Jacob Singer hat Halluzinationen. Woher kommen sie? Hat das Militär etwas damit zu tun? Oder ist er „In der Gewalt des Jenseits“?
Psychohorrorthriller, der inzwischen wohl so etwas wie ein unbekannter Klassiker ist. Er war damals kein Kassenhit. Er läuft selten im Fernsehen. Eine Wiederentdeckung gab es nicht, weil der Film nie ganz weg war. Sein Einfluss zeigt sich unter anderem im Horror-Franchise „Silent Hill“.
Adrian Lynn war damals als Regisseur von „Flashdance“, „9 ½ Wochen“ und „Eine verhängnisvolle Affäre“ bekannt. Entsprechend überzeugend fällt auch hier die visuelle Gestaltung aus.
Von Bruce Joel Rubin wurde vorher „Ghost – Nachricht von Sam“ verfilmt.
mit Tim Robbins, Elizabeth Peña, Danny Aiello, Matt Craven, Pruitt Taylor Vince, Eriq La Salle, Ving Rhames, S. Epatha Merkerson
In the Electric Mist – Mord in Louisiana (In the Electric Mist, USA 2009)
Regie: Bertrand Tavernier
Drehbuch: Jerzy Kromolowski, Mary Olson-Kromolowski
LV: James Lee Burke: In the Electric Mist with Confederate Dead, 1993 (Im Schatten der Mangroven)
Polizeichef Dave Robicheaux will den Mord an einer neunzehnjährigen Prostituierten aufzuklären. Bei seinen Ermittlungen trifft er auch auf eine Filmcrew, die einen historischen Film dreht, den lokalen Paten, seinen alten Freund Julie ‘Baby Feet’ Balboni, dessen Geld auch in dem Film steckt und den Geist von Konföderierten-General John Bell Hood.
Grandios besetzte, sehr atmosphärische und sehr gelungene Verfilmung eines Robicheaux-Krimis. Feiner Stoff für Krimifans.
mit Tommy Lee Jones, John Goodman, Peter Sarsgaard, Kelly Macdonald, Mary Steenburgen, Justina Machado, Ned Beatty, James Gammon, Pruitt Taylor Vince, Levon Helm, Buddy Guy, John Sayles
Druckfrisch und gewohnt seitenstark ist James Lee Burkes neuer Robicheaux-Krimi. In „Blues in New Iberia“ muss Detective Dave Robicheaux sich mit dem Filmproduzenten Desmond Cormier herumschlagen. Denn Robicheaux fragt sich, ob Cormier oder ein Mitglied seiner Filmcrew für mehrere Ritualmorde verantwortlich ist.
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James Lee Burke: Blues in New Iberia – Ein Dave-Robicheaux-Krimi (Band 22)
Mississippi Burning – Die Wurzeln des Hasses (Mississippi Burning, USA 1988)
Regie: Alan Parker
Drehbuch: Chris Gerolmo
Südstaaten, 1964: Mitten im Hochsommer verschwinden im ländlichen Jessup County drei Bürgerrechtler spurlos. Ein älterer und ein jüngerer FBI-Agent sollen den Fall aufklären und wenn sie nur auf eine Mauer des Schweigens stoßen würden, wären sie froh.
Packender, auf einem wahren Fall basierender Polizei-Thriller. Zum Filmstart sah der Fischer Film Almanach das anders (wobei damals die Filmkritik auch anders war): „Parker lässt zu, dass ‚Mississippi Burning‘ sich zu einem konventionellen Reißer entwickelt, zu einem Polizeifilm, der mit den fragwürdigen Methoden seiner Protagonisten sympathisiert. Doch damit wird er seinem Thema nicht mehr gerecht. Ein Film der verschenkten Möglichkeiten.“ Dabei wird der erste Teil des Films wegen seiner dokumentarischen Qualitäten gelobt.
„Parkers von gewalttätigen Eruptionen durchsetzter FBI-Thriller ist wegen seiner (historisch unhaltbaren) Glorifizierung des FBI und wegen seiner Tendenz, die Rolle der Bürgerrechtler und der Schwarzen zu verfälschen (sie sind mehr oder weniger Randfiguren des Dramas), heftig kritisiert worden.“ (Wolfgang Schweiger: Der Polizeifilm, 1989)
Der Film feierte seine Premiere auf der Berlinale. Der immer überzeugende Gene Hackman erhielt den Silbernen Bären als bester Hauptdarsteller. Und bei den US-Kritikern kam der Film besser an als bei den deutschen Kritikern.
mit Gene Hackman, Willem Dafoe, Frances McDormand, Brad Dourif, R. Lee Ermey, Michael Rooker, Pruitt Taylor Vince, Tobin Bell (damals noch ein kleiner Nebendarsteller in seinem ersten namentlich genanntem Spielfilmauftritt)
In the Electric Mist – Mord in Louisiana (In the Electric Mist, USA 2009)
Regie: Bertrand Tavernier
Drehbuch: Jerzy Kromolowski, Mary Olson-Kromolowski
LV: James Lee Burke: In the Electric Mist with Confederate Dead, 1993 (Im Schatten der Mangroven)
Polizeichef Dave Robicheaux will den Mord an einer neunzehnjährigen Prostituierten aufzuklären. Bei seinen Ermittlungen trifft er auch auf eine Filmcrew, die einen historischen Film dreht, den lokalen Paten, seinen alten Freund Julie ‘Baby Feet’ Balboni, dessen Geld auch in dem Film steckt und den Geist von Konföderierten-General John Bell Hood.
Grandios besetzte, sehr atmosphärische und sehr gelungene Verfilmung eines Robicheaux-Krimis. Feiner Stoff für Krimifans.
mit Tommy Lee Jones, John Goodman, Peter Sarsgaard, Kelly Macdonald, Mary Steenburgen, Justina Machado, Ned Beatty, James Gammon, Pruitt Taylor Vince, Levon Helm, Buddy Guy, John Sayles
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Lektürehinweis
Brandneu aus der Druckerei: der neue Dave-Robicheaux-Roman mit dem superunspektakulärem Titel „Mein Name ist Robicheaux“. Im Original ist der Titel des 21. Robicheaux-Krimis noch unspektakulärer.
Bei jedem anderen Roman würde ich bei dieser Ausgangslage von einem persönlichen Fall sprechen. Aber alle Dave-Robicheaux-Fälle sind persönlich. Dieses Mal geht es um einen Mord. Der Mann, der Robicheauxs Frau überfahren hat, wurde ermordet. Robicheaux kann sich nicht an die Mordnacht erinnern. Aber seine Hände sind zerschunden und selbstverständlich wird man ihn, wegen seines Motivs, verdächtigen. Also beginnt Robicheaux in eigener Sache zu ermitteln. Und langjährige Robicheaux-Fans wissen, dass das keine normale, streng den Dienstvorschriften gehorchende Ermittlung wird.
In the Electric Mist – Mord in Louisiana (In the Electric Mist, USA 2009)
Regie: Bertrand Tavernier
Drehbuch: Jerzy Kromolowski, Mary Olson-Kromolowski
LV: James Lee Burke: In the Electric Mist with Confederate Dead, 1993 (Im Schatten der Mangroven)
Polizeichef Dave Robicheaux will den Mord an einer neunzehnjährigen Prostituierten aufzuklären. Bei seinen Ermittlungen trifft er auch auf eine Filmcrew, die einen historischen Film dreht, den lokalen Paten, seinen alten Freund Julie ‘Baby Feet’ Balboni, dessen Geld auch in dem Film steckt und den Geist von Konföderierten-General John Bell Hood.
Grandios besetzte, sehr atmosphärische und sehr gelungene Verfilmung eines Robicheaux-Krimis. Feiner Stoff für Krimifans.
mit Tommy Lee Jones, John Goodman, Peter Sarsgaard, Kelly Macdonald, Mary Steenburgen, Justina Machado, Ned Beatty, James Gammon, Pruitt Taylor Vince, Levon Helm, Buddy Guy, John Sayles
In the Electric Mist – Mord in Louisiana (In the Electric Mist, USA 2009)
Regie: Bertrand Tavernier
Drehbuch: Jerzy Kromolowski, Mary Olson-Kromolowski
LV: James Lee Burke: In the Electric Mist with Confederate Dead, 1993 (Im Schatten der Mangroven)
Polizeichef Dave Robicheaux will den Mord an einer neunzehnjährigen Prostituierten aufzuklären. Bei seinen Ermittlungen trifft er auch auf eine Filmcrew, die einen historischen Film dreht, den lokalen Paten, seinen alten Freund Julie ‘Baby Feet’ Balboni, dessen Geld auch in dem Film steckt und den Geist von Konföderierten-General John Bell Hood.
Grandios besetzte, sehr atmosphärische und sehr gelungene Verfilmung eines Robicheaux-Krimis. Feiner Stoff für Krimifans.
mit Tommy Lee Jones, John Goodman, Peter Sarsgaard, Kelly Macdonald, Mary Steenburgen, Justina Machado, Ned Beatty, James Gammon, Pruitt Taylor Vince, Levon Helm, Buddy Guy, John Sayles
3sat, 22.35 Mississippi Burning – Die Wurzeln des Hasses (USA 1988, Regie: Alan Parker)
Drehbuch: Chris Gerolmo
Südstaaten, 1964: Mitten im Hochsommer verschwinden im ländlichen Jessup County drei Bürgerrechtler spurlos. Ein älterer und ein jüngerer FBI-Agent sollen den Fall aufklären und wenn sie nur auf eine Mauer des Schweigens stoßen würden, wären sie froh.
Packender, auf einem wahren Fall basierender Polizei-Thriller. Zum Filmstart sah der Fischer Film Almanach das anders (wobei damals die Filmkritik auch anders war): „Parker lässt zu, dass ‚Mississippi Burning‘ sich zu einem konventionellen Reißer entwickelt, zu einem Polizeifilm, der mit den fragwürdigen Methoden seiner Protagonisten sympathisiert. Doch damit wird er seinem Thema nicht mehr gerecht. Ein Film der verschenkten Möglichkeiten.“ Dabei wird der erste Teil gelobt.
„Parkers von gewalttätigen Eruptionen durchsetzter FBI-Thriller ist wegen seiner (historisch unhaltbaren) Glorifizierung des FBI und wegen seiner Tendenz, die Rolle der Bürgerrechtler und der Schwarzen zu verfälschen (sie sind mehr oder weniger Randfiguren des Dramas), heftig kritisiert worden.“ (Wolfgang Schweiger: Der Polizeifilm, 1989)
Der Film feierte seine Premiere auf der Berlinale. Der immer überzeugende Gene Hackman erhielt den Silbernen Bären als bester Hauptdarsteller. Und bei den US-Kritikern kam der Film besser an als bei den deutschen Kritikern.
mit Gene Hackman, Willem Dafoe, Frances McDormand, Brad Dourif, R. Lee Ermey, Michael Rooker, Pruitt Taylor Vince, Tobin Bell (damals noch ein kleiner Nebendarsteller in seinem ersten namentlich genanntem Spielfilmauftritt) Hinweise Rotten Tomatoes über „Mississippi Burning“
Wikipedia über „Mississippi Burning“ (deutsch, englisch)
Gelungenes Biopic über Aileen Wuornos, die 1989/1990 in Florida sechs Männer ermordete. Sie wurde 2002 hingerichtet.
Charlize Theron erhielt für ihr Porträt der Serienmörderin einen Oscar, den Golden Globe und den Silbernen Bären.
Patty Jenkins‘ Drehbuch war für den Edgar-Allan-Poe-Preis nominiert – und trotz des Erfolges von „Monster“ drehte sie seitdem keinen weiteren Spielfilm, sondern arbeitete nur für das Fernsehen, unter anderem der US-Version von „The Killing“/“Kommissarin Lund“.
mit Charlize Theron, Christina Ricci, Bruce Dern, Scott Wilson, Pruitt Taylor Vince