Cover der Woche

Januar 22, 2019


Die Oscar-Nominierungen 2019

Januar 22, 2019

Sodele, einen Tag nach den Razzie-Nominierungen, gibt es die Oscar-Nominierungen.

Die Oscar-Verleihung ist am Sonntag, den 24. Februar, im Dolby Theatre.

Insgesamt eine schöne Liste empfehlenswerter Filme; – und jetzt muss ich schnell überlegen, welche Filme wirklich übersehen wurden. Ad hoc fällt mir nur Debra Graniks „Leave no trace“ ein.

Ein, zwei der nominierten Filme habe ich noch nicht gesehen. Deshalb gibt es jetzt noch keine Oscar-Gewinner-Tipps. In der Kategorie „Bester Film des Jahres“ schwanke ich zwischen „The Favourite“ (mit einem überragendem Ensemble), „BlacKkKlansman“ (sehr witzig und sehr wütend) und „Green Book“ (der als kleiner Film eine kleine Geschichte erzählt). In dieser Kategorie fehlt vielleicht Barry Jenkins‘ „If Beale Street could talk“. „Vice – Der zweite Mann“ sehe ich nicht als Gewinner in dieser Kategorie, aber Christian Bale als Dick Cheney überzeugt und ist unter Maske fast nicht zu erkennen. Beste Schauspielerin sollte „The Favourite“ Olivia Colman werden. Die Trophäe für die beste Regie sollte ebenfalls an „The Favourite“ gehen. Also an Yorgos Lanthimos. Sowieso hat der Film, der am Donnerstag in unseren Kinos anläuft, jeden Preis verdient.

Ein Wort zu Netflix: mit „Roma“ und „ The Ballad of Buster Scruggs“ sind zwei Netflix-Spielfilme nominiert. Während über „Roma“, auch weil er zahlreiche Nominierungen erhält, noch gesprochen wird, ist „The Ballad of Buster Scruggs“ vollständig aus der öffentlichen Diskussion verschwunden. Eigentlich gab es nach dem Netflix-Start nur einige Kritiken, ehe der neue Film der Coen-Brüder in der Versenkung verschwand.

Und das ist das Problem von Netflix-Filmen: es findet kein öffentlicher Diskurs über sie statt. Sie existieren praktisch nicht. Einerseits weil nicht jeder Netflix hat, andererseits weil die öffentlichen Foren und die kuratierte Auswahl eines Kinos mit der anschließenden (in der Realität kaum genutzten) Möglichkeit zum Gespräch über den Film fehlen. Es gibt keine besonderen Veranstaltungen, keine Sommerkino-Aufführungen, keine Wiederaufführungen, keine Happenings. Sie begegnen einem auch später nicht im Handel oder im Fernsehen. Sie sind wie ein Buch, das in einer Bibliothek verstaubt.

Nominiert sind:

Best Picture

BlacKkKlansman

Black Panther

Bohemian Rhapsody

The Favourite

Green Book

Roma

A Star Is Born

Vice

Best Director

Alfonso Cuaron (Roma)

Yorgos Lanthimos (The Favourite)

Spike Lee (BlacKkKlansman)

Adam McKay (Vice)

Pawel Pawlikowski (Cold War)

Best Actress

Yalitza Aparicio (Roma)

Glenn Close (The Wife [Die Frau des Nobelpreisträgers])

Olivia Colman (The Favourite)

Lady Gaga (A Star Is Born)

Melissa McCarthy (Can You Ever Forgive Me?)

Best Actor

Christian Bale (Vice)

Bradley Cooper (A Star Is Born)

Willem Dafoe (At Eternity’s Gate)

Rami Malek (Bohemian Rhapsody)

Viggo Mortensen (Green Book)

Best Supporting Actress

Amy Adams (Vice)

Marina de Tavira (Roma)

Regina King (If Beale Street Could Talk)

Emma Stone (The Favourite)

Rachel Weisz (The Favourite)

Best Supporting Actor

Mahershala Ali (Green Book)

Adam Driver (BlacKkKlansman)

Sam Elliott (A Star Is Born)

Richard E. Grant (Can You Ever Forgive Me?)

Sam Rockwell (Vice)

Best Original Screenplay

The Favourite (Deborah Davis and Tony McNamara)

First Reformed (Paul Schrader)

Green Book (Brian Hayes Currie, Peter Farrelly and Nick Vallelonga)

Roma (Alfonso Cuaron)

Vice (Adam McKay)

Best Adapted Screenplay

A Star Is Born (Bradley Cooper, Will Fetters and Eric Roth)

The Ballad of Buster Scruggs (Joel Coen and Ethan Coen)

BlacKkKlansman (Spike Lee, David Rabinowitz, Charlie Wachtel and Kevin Willmott)

If Beale Street Could Talk (Barry Jenkins)

Can You Ever Forgive Me? (Nicole Holofcener and Jeff Whitty)

Best Makeup & Hairstyling

Border

Mary Queen of Scots (Maria Stuart, Königin von Schottland)

Vice

Best Costume Design

The Ballad of Buster Scruggs (Mary Zophres)

Black Panther (Ruth E. Carter)

The Favourite (Sandy Powell)

Mary Poppins Returns (Sandy Powell)

Mary Queen of Scots (Alexandra Byrne)

Best Cinematography

The Favourite (Robbie Ryan)

Never Look Away (Werk ohne Autor) (Caleb Deschanel)

Roma (Alfonso Cuaron)

A Star Is Born (Matty Libatique)

Cold War (Lukasz Zal)

Best Original Song

„All the Stars“ (Black Panther, written by Kendrick Lamar, Al Shux, Sounwave, SZA and Anthony Tiffith) Performed by Kendrick Lamar and SZA

„I’ll Fight“ (R.B.G., written by Diane Warren) Performed by Jennifer Hudson

„The Place Where Lost Things Go“ (Mary Poppins Returns, written by Marc Shaiman and Scott Wittman) Performed by Emily Blunt

„Shallow“ (A Star Is Born, written by Lady Gaga, Mark Ronson, Anthony Rossomando and Andrew Wyatt) Performed by Bradley Cooper and Lady Gaga

„When a Cowboy Trades His Spurs for Wings“ (The Ballad of Buster Scruggs, written by Dave Rawlings and Gillian Welch) Performed by Tim Blake Nelson and Willie Watson

Best Original Score

Black Panther (Ludwig Goransson)

BlacKkKlansman (Terence Blanchard)

If Beale Street Could Talk (Nicholas Britell)

Isle of Dogs (Alexandre Desplat)

Mary Poppins Returns (Marc Shaiman)

Best Documentary Feature

Free Solo

Hale County This Morning, This Evening

Minding the Gap

Of Fathers and Sons

R.B.G.

Best Animated Feature

Incredibles 2 (Die Unglaublichen 2)

Isle of Dogs

Mirai

Ralph Breaks the Internet

Spider-Man: Into the Spider-Verse (Spider-Man: A new Universe)

Best Foreign-Language Film

Capernaum (Lebanon)

Cold War (Poland)

Never Look Away (Werk ohne Autor) (Germany)

Roma (Mexico)

Shoplifters (Japan)

Best Sound Mixing

Black Panther

Bohemian Rhapsody

First Man (Aufbruch zum Mond)

Roma

A Star Is Born

Best Sound Editing

Black Panther

Bohemian Rhapsody

First Man

A Quiet Place

Roma

Best Production Design

Black Panther (Hannah Beachler and Jay Hart)

The Favourite (Fiona Crombie and Alice Felton)

First Man (Nathan Crowley and Kathy Lucas)

Mary Poppins Returns (John Myhre and Gordon Sim)

Roma (Eugenio Caballero and Barbara Enriquez)

Best Visual Effects

Avengers: Infinity War

Christopher Robin

First Man

Ready Player One

Solo: A Star Wars Story

Best Film Editing

BlacKkKlansman (Barry Alexander Brown)

Bohemian Rhapsody (John Ottman)

The Favourite (Yorgos Mavropsaridis)

Green Book (Patrick J. Don Vito)

Vice (Hank Corwin)

Best Animated Short

Animal Behaviour

Bao

Late Afternoon

One Small Step

Weekends

Best Live-Action Short

Detainment

Fauve

Marguerite

Mother

Skin

Best Documentary Short

Black Sheep

End Game

Lifeboat

A Night at the Garden

Period. End of Sentence

(via The Hollywood Reporter)


TV-Tipp für den 22. Januar: Tatort: Das Glockenbachgeheimnis

Januar 22, 2019

BR, 20.15

Tatort: Das Glockenbachgeheimnis (Deutschland 1999)

Regie: Martin Enlen

Drehbuch: Friedrich Ani

Wer ermordete Hauserbe Martens? Und was ist das Geheimnis des Glockenbaches?

Guter Münchner „Tatort“ mit den Kommissaren Batic (Miroslav Nemec), Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Menzinger (Michael Fitz). Iris Berben spielt eine dubiose Caféhaus-Besitzerin.

Hinweise

Tatort-Fundus über die Kommissare Batic und Leitmayr

Homepage von Friedrich Ani

Meine Besprechung von Friedrich Anis „Wer lebt, stirbt“ (2007)

Meine Besprechung von Friedrich Anis „Der verschwundene Gast“ (2008)

Meine Besprechung von Friedrich Anis “Totsein verjährt nicht” (2009)

Meine Besprechung von Friedrich Anis “Die Tat” (2010)

Meine Besprechung von Friedrich Anis „Süden“ (2011, mit Interview)

Meine Besprechung von Friedrich Anis “Süden und die Schlüsselkinder” (2011)

Meine Besprechung von Friedrich Anis „Süden und das heimliche Leben“ (2012)

Meine Besprechung von Friedrich Anis „Süden und die Stimme der Angst“ (2013, neuer Titel von „Verzeihen“)

Meine Besprechung von Friedrich Anis “M” (2013)

Meine Besprechung von Friedrich Anis „Der namenlose Tag“ (2015)

Meine Besprechung von Friedrich Anis „Der einsame Engel“ (2016)

Friedrich Ani in der Kriminalakte

P. S.: In Arbeit: Meine Besprechung von Friedrich Anis neuem Süden-Roman “ Der Narr und seine Maschine“ (Suhrkamp)


Neu im Kino/Filmkritik: „Der Spitzenkandidat“, eine junge Freundin und die Medien

Januar 22, 2019

1988 war Gary Hart einer der Kandidaten der Demokraten für das Amt des US-Präsidenten. Seine Chancen standen gut, aber vor allem ein Ereignis führte dazu, dass er schon bei den Vorwahlen vollkommen scheiterte.

Jetzt kommt ein Spielfilm über diesen sehr erfolglosen Kandidaten in unsere Kinos. Denn sein Ausscheiden aus dem Rennen um die Präsidentschaft markiert einen wichtigen Wendepunkt in der öffentlichen Behandlung von Bewerbern für politische Ämter. Davor war Privates privat. Auch wenn die politischen Journalisten von außerehelichen Geliebten und Affären wussten, wurde nicht darüber berichtet. Es wurde über ihre politischen Ansichten und ihre Arbeit geschrieben. Auch bei Gary Hart war es zunächst so. Aber dann rückte eine außereheliche Affäre in den Mittelpunkt der Berichterstattung. Und erstmals führte das zum Ende der politischen Ambitionen des Kandidaten.

2014 veröffentlichte der „New York Times Magazine“-Journalist Matt Bai „All the Truth Is Out: The Week Politics Went Tabloid“, sein Buch über diese Affäre und wie aus den Politikseiten Boulevardseiten wurden.

In seinem Drama „Der Spitzenkandidat“ beleuchtet Jason Reitman, nach einem von ihm, Bai und Jay Carson (u. a. war er Pressesprecher für Hillary Clinton) geschriebenem Drehbuch, jetzt die Kandidatur des Hoffnungsträgers Hart und den Umgang der Medien mit ihm. Dabei konzentriert er sich mehr auf die Medien und Harts Umfeld als auf Hart. Der erscheint als sympathischer Senator für den Staat Colorado, der Menschen durch seine natürliche Art und jugendhafte Ausstrahlung begeistert. Politisch soll er auch sehr talentiert sein. Aber das sieht man in dem Film nicht.

Dafür sieht man, wie die Tageszeitungen mit der Konkurrenz durch das Fernsehen umgehen. Seit 1980 sendete CNN als 24-Stunden-Nachrichtensender. Im Film sind die Washington Post und der Miami Herald, die den Skandal publizierte, die beiden Tageszeitungen, die sich mit der Frage beschäftigen, ob das Privatleben eines Politikers für die Politik-Seiten berichtenswert ist. Bis dahin galt die Regel, über Klatsch und Bettgeschichten wird auf den Politikseiten nicht geschrieben. Schließlich geht es um Fakten, politische Ansichten und Fähigkeiten.

Als der Miami Herald einen anonymen Tipp erhält, dass Hart eine außereheliche Affäre mit dem Model Donna Rice hat, die auf der Yacht „Monkey Business“ begann und jetzt in Washington fortgeführt werden soll, schickt die Zeitung ein kleines Team nach Washington, D. C.. Sie sollen Harts Stadthaus überwachen. Sie sehen, dass der verheiratete Kandidat Damenbesuch hat. Sie veröffentlichen das und Gary Harts sorgfältig auf politische Botschaften ausgerichtete Kampagne und sein bis dahin von der Öffentlichkeit sorgsam abgeschottetes Familienleben geraten ins Trudeln.

In seinem Polit-Drama „Der Spitzenkandidat“ pendelt Jason Reitman elegant zwischen Harts Kampagne (und den Versuchen seines Wahlkampfmanangers, die Katastrophe zu verhindern), seinem Familienleben (und den Versuchen seiner Frau, mit der in allen Medien verbreiteten Meldung vom Seitensprung ihres Mannes umzugehen) und den Medien, vor allem den politischen Journalisten und wie sie mit der grenzüberschreitenden Titelgeschichte des Miami Herald über die vermutliche Affäre eines Politikers umgehen sollen. Es ist ein Ensemblestück, das im semi-dokumentarischen New-Hollywood-Look inszeniert wurde und vor allem zwei Vorbilder hat: Michael Ritchies „Der Kandidat“ (1972) mit Robert Redford als idealistischen Anwalt, der Senator werden will, und die Ensemblefilme von Robert Altman, in denen, wie im echten Leben, wild durcheinander gesprochen wird. Reitmans Films ist auch ein Lehrstück über Menschen, die immer wieder von äußeren Umständen getrieben werden und deren Ziele und Werte miteinander kollidieren. Dass der Anlass dafür aus heutiger Sicht fast schon rührend banal ist, ändert daran nichts. Die Berichte über Harts angebliche Affäre beendete eine Karriere und veränderte, jedenfalls in den USA, die Berichterstattung über Politiker.

Weil Reitman etwas dichotomisch „Privatleben“ und „Öffentliches Leben“ bzw. „politische Berichterstattung“ und „Boulevard“/“Klatsch“ gegenüberstellt und er das Verhalten der Presse als übergriffig darstellt, umgeht er auch die Frage, wann das Private politisch ist und wie sehr das Verschweigen von Bettgeschichten auch ein Schweigekartell von weißen Männern war. Insofern spielt Reitmans gut gespielter, gut inszenierter und straff inszenierter Film nicht nur 1987, sondern er fängt auch den damaligen Zeitgeist ein.

Der Spitzenkandidat (The Front Runner, USA 2018)

Regie: Jason Reitman

Drehbuch: Matt Bai, Jay Carson, Jason Reitman

LV: Matt Bai: All the truth is out: The Week Politics went Tabloid, 2014

mit Hugh Jackman, Vera Farmiga, Alfred Molina, J. K. Simmons, Sara Paxton

Länge: 114 Minuten

FSK: ab 0 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Der Spitzenkandidat“

Metacritic über „Der Spitzenkandidat“

Rotten Tomatoes über „Der Spitzenkandidat“

Wikipedia über „Der Spitzenkandidat“

Meine Besprechung von Jason Reitmans „Young Adult“ (Young Adult, USA 2011)

Meine Besprechung von Jason Reitmans „Labor Day“ (Labor Day, USA 2013)

Meine Besprechung von Jason Reitmans „#Zeitgeist – Von digitaler Nähe und analoger Entfremdung“ (Men, Women, and Children, USA 2014)

Meine Besprechung von Jaso Reitmans „Tully“ (Tully, USA 2018)


Neu im Kino/Filmkritik: Libanons Kandidat für den Auslandsoscar: „Capernaum – Stadt der Hoffnung“

Januar 22, 2019

Die Prämisse von Nadine Labakis neuem Film „Capernaum – Stadt der Hoffnung“ – ein Zwölfjähriger verklagt seine Eltern, weil sie ihn geboren haben – ist so einfach, wie grandios. Und im Film viel zu schnell vergessen. Sie bildet nur den beliebig austauschbaren Rahmen für eine lange Rückblende, in der Zains Geschichte erzählt wird. Der Junge schlägt sich in den Slums von Libanon durch. Zusammen mit seinen Eltern und Geschwistern lebt er in einer viel zu kleinen Wohnung. Mit kleinen Verbrechen und Straßengeschäften hält er sich über Wasser. Er bestreitet damit eine Teil des Familieneinkommens. Er passt auf seine jüngeren Geschwister auf.

Als seine jüngere Schwester Sahar verheiratet werden soll, wehrt er sich dagegen. Er mag den zukünftigen Ehemann von Sahar, der auch ihr Vermieter und Arbeitgeber ist, nicht. Nach einem Streit mit seinem Vater darüber, flüchtet er von zu Hause.

Er versteckt sich in einem Vergnügungspark und lernt eine junge, aus Äthiopien kommende Mutter kennen, die ebenfalls um ihr Überleben kämpft. Und schon wieder muss er Dinge tun, von denen auch ein Erwachsener leicht überfordert wäre. Trotzdem verliert Zain nie seinen Kampfgeist.

In Cannes erhielt Nadine Labaki für ihr Drama „Capernaum – Stadt der Hoffnung“ den Preis der Jury und den Preis der Ökumenischen Jury. Mit Laiendarstellern zeichnet sie ein bedrückendes, aber nie hoffnungsloses Bild des Lebens der Armen in der Millionenstadt.

Sie drehte den Film in sechs Monaten. Am Ende hatte sie 520 Stunden Filmmaterial, aus dem sie den zweistündigen Film schnitt, der ein Aufruf zur Menschlichkeit ist. Er ist Anklage gegen eine Gesellschaft ist, die sich nicht um ihre Kinder und die Armen kümmert und ihnen elementare, für uns selbstverständliche Rechte, wie Bildung, Gesundheit, und ein soziales Netz, vorenthält.

Das ist so gelungen, dass es den Gimmick mit dem Jungen, der seine Eltern anklagt, nicht gebraucht hätte. Denn Labaki verfolgt diese Idee nicht weiter. „Capernaum“ ist ein berührendes Sozialdrama, das immer nah an der Realität ist.

Zains Geschichte ist auch die von seinem Darsteller Zain Al Rafeea. Er wurde am 10. Oktober 2004 in Daraa, Syrien geboren. Nach gewaltsamen Auseinandersetzungen floh Zains Familie 2012 in den Libanon. Unregelmäßig erhielt er Hausunterricht. Regelmäßig arbeitete er in Beirut als Lieferant von Supermarkt-Einkäufen. 2016 entdeckte die Casting-Direktorin von „Capernaum“ ihn in seinem Viertel. Mit der Hilfe des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen konnten Zain und seine Familie nach Norwegen auswandern.

Capernaum – Stadt der Hoffnung (Capharnaüm, Libanon 2018)

Regie: Nadine Labaki

Drehbuch: Nadine Labaki, Jihad Hojeily, Michelle Kesrouani (in Zusammenarbeit mit Georges Khabbaz, unter Mitwirkung von Khaled Mouzanar)

mit Zain Al Rafeea, Yordanos Shiferaw, Boluwatife Treasure Bankole, Kawthar Al Haddad, Fadi Kamel Youssef, Cedra Izam, Alaa Chouchnieh, Nadine Labaki

Länge: 126 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Capernaum“

Metacritic über „Capernaum“

Rotten Tomatoes über „Capernaum“

Wikipedia über „Capernaum“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 21. Januar: Sommer/Pauline am Strand

Januar 21, 2019

Ein Abend mit Eric Rohmer (geb. 21. März 1920 in Tulle, Département Corrèze; gest. 11. Januar 2010 in Paris)

Arte, 20.15

Sommer (Conte d’été, Frankreich 1996)

Regie: Eric Rohmer

Drehbuch: Eric Rohmer

Gaspard fährt in die Bretagne. Seine Freundin Lena soll später kommen. Bis dahin verliebt er sich in einige andere Frauen.

Dritter Film von Rohmers „Jahreszeiten“-Zyklus und eine Wiederbegegnung mit Amanda Langlet, der Pauline aus „Pauline am Strand“.

besteht das leichtfüßig daherkommende Beziehungsdrama größtenteils aus Gesprächen über die Irrungen und Wirrungen der Liebe. Auch hier zeigt sich wieder Rohmers unnachahmliche Kunst, das Allerweltsthema inszenatorisch so zu überhöhen, dass die Zuschauer regen Anteil nehmen an den Nöten und Macken der Durchschnittsfiguren.“ (Fischer Film Almanach 1997 – das kann eigentlich über jeden Rohmer-Film gesagt werden)

mit Melvil Poupaud, Amanda Langlet, Gwenaelle Simon, Aurélia Nolin, Aimé Lefèvre, Alain Guellauf

Wiederholung: Dienstag, 22. Januar, 14.00 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Sommer“

Wikipedia über „Sommer“ (deutsch, englisch, französisch)

Arte, 22.05

Pauline am Strand (Paulie à la plage, Frankreich 1982)

Regie: Eric Rohmer

Drehbuch: Eric Rohmer

Sommer in der Normandie: drei Frauen, drei Männer, lange Gespräche über die Liebe.

Pauline am Strand“ ist der dritte Film aus Rohmers Serie „Komödien und Sprichwörter“: „Von manchen Kritikern hoch gelobt, ist ‚Pauline am Strand‘ doch eher ein akademisches Alterswerk.“ (Fischer Film Almanach 1984, dem Rohmers frühere Filme besser gefielen)

Auf der Berlinale erhielt er den Silbernen Bären für Rohmer.

mit Amanda Langlet, Arielle Dombasle, Pascal Gregory, Feodor Atkine, Simon de la Brosse

Hinweise

Arte über Eric Rohmer (mit einigen seiner Spielfilme)

Rotten Tomatoes über „Pauline am Strand“

Wikipedia über „Pauline am Strand“ (deutsch, englisch, französisch) und über Eric Rohmer (deutsch, englisch, französisch)


TV-Tipp für den 20. Januar: Die Stimme des Mondes

Januar 20, 2019

Arte, 21.55

Die Stimme des Mondes (La voce della luna, Italien/Frankreich 1989)

Regie: Federico Fellini

Drehbuch: Federico Fellini, Tullio Pinelli, Ermannno Cavazzoni (frei nach dem Roman „Il Poema dei Lunatici“ [Gesang der Mondköpfe] von Ermanno Cavazzoni)

Auf seinen nächtlichen Spaziergängen trifft der mondsüchtige Salvini den ehemaligen Präfekten. Gemeinsam wollen sie ein Komplott gegen die Menschheit verhindern.

Fellinis selten gezeigter letzter Spielfilm (wobei auch seine anderen Filmen selten gezeigt werden): „das enttäuschende Schlussstück im Lebenswerk eines Meisterregisseurs“ (Chris Wiegand/Paul Duncan, Hrsg.: Federico Fellini – Sämtliche Filme, 2003/2013)

Federico Fellini scheint allmählich die kreative Luft auszugehen. Seine Mondstimme hat uns kaum noch etwas Neues zu sagen. (…) In seiner hintersinnigen Grotesk-Komödie mit ihren disparaten erzählerischen Episoden verlässt sich Fellini vielleicht zu sehr auf die Ausstrahlung der beiden Hauptdarsteller Roberto Benigni und Paolo Villaggio. Doch weder sie noch die wenigen poetischen Szenen reichen aus, diesen Film an seine früheren Meisterwerke auch nur heranzurücken.“ (Fischer Film Almanach 1991)

mit Roberto Benigni, Paolo Villaggio, Nadia Ottaviani, Marisa Tomasi, Sim, Syusy Blady

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Die Stimme des Mondes“

Wikipedia über „Die Stimme des Mondes“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Federico Fellinis „Außergewöhnliche Geschichten“ (Histoires Extraordinaires, Frankreich/Italien 1968)


Neu im Kino/Filmkritik: „Glass“ – M. Night Shyamalan besucht bekannte Figuren

Januar 20, 2019

Hier ist er: der Abschluss einer Trilogie, nach der niemand verlangt hat. Denn „Unbreakable“ und „Split“ waren zwei vollkommen eigenständige, an der Kasse erfolgreiche Filme. „Unbreakable“ erzählte eine Geschichte über einen Normalbürger (Bruce Willis), der zum Superhelden wird und das bevor es die ganze Aufregung über Superheldengeschichten gab. Damit war M. Night Shyamalans Film vor seiner Zeit. „Split“ ist letztendlich ein Thriller über einen wahnsinnigen Entführer (James McAvoy). Denn in dem Körpers des Entführers wohnen zwei Dutzend verschiedenen Persönlichkeiten. Am Ende zeigt er dann seine Superkräfte, indem er an Wänden entlangläuft. Das war während des gesamten Films nicht vorbereitet worden und gefiel mir damals überhaupt nicht. Am Ende gibt es dann noch einen Kurzauftritt von Bruce Willis und damit die Gewissheit, dass beide Filme in der gleichen Welt spielen. Das hätte aber auch ein kurzer Gag sein können, weil halt beide Filme in Philadelphia spielen.

War es nicht. Es war der Hinweis, dass beide Filme ‚Origin-Geschichten‘ sind und sie jetzt in „Glass“ zusammengeführt und zu Ende erzählt werden. So erzählt M. Night Shyamalan es jedenfalls heute. Es gibt auch fast zwanzig Jahre alte Statements von ihm, in denen er ebenfalls sagt, dass „Unbreakable“ der erste von mehreren Filmen sein soll. Es gibt auch Statements, in denen er das Gegenteil sagt. Ein Grund für seine wechselnden Statements war, dass „Unbreakable“ im Kino unter den Erwartungen blieb, aber im Heimkino dann gut lief. „Split“ war dann so erfolgreich, dass er jetzt „Glass“ drehen konnte.

Glass“ zerfällt dabei in zwei, letztendlich statische Teile. Die erste Hälfte spielt in einer gut gesicherten, geschlossenen Anstalt (aka Arkham Asylum?). Dort sitzen, gegen ihren Willen, David Dunn (Bruce Willis), Kevin Wendell Crumbs (James McAvoy) und Elijah Price, aka Mr. Glass (Samuel L. Jackson). Dr. Ellie Staple (Sarah Paulson) ist als Leiterin der Anstalt überzeugt, dass diese drei Männer zwar glauben, dass sie Superkräfte haben, aber alles natürlich erklärt werden kann. Sie möchte sie von Irrglauben heilen. Diese Hälfte ist vor allem ein Showcase für James McAvoy, der bruchlos zwischen den verschiedenen in Crumbs lebenden Charakteren wechselt. Es ist „Split“ ohne eine Geschichte.

Die zweite Hälfte spielt dann vor der Anstalt und sie ist vor allem eine endlose Klopperei.

Natürlich erzählt M. Night Shyamalan auch etwas mehr und am Ende gibt es einige Überraschungen, die dann teils nicht so wahnsinnig überraschend sind, teils wirken, als solle vor allem eine neue Serie vorbereitet werden. Weil allerdings keiner dieser Twists vorbereitet wurde, überzeugt auch keiner dieser Twists.

Dabei thematisiert Shyamalan all die bekannten Topoi und Klischees aus Superheldengeschichten und bürstet sie immer wieder gegen den Strich. Als intellektuelle Beschäftigung mit einem Genre hat das, wenn man sich in dem Genre auskennt, durchaus seine reizvollen Momente. Sogar die Struktur hat er aus den Comics übernommen, in denen eine Geschichte in zwei Heften erzählt wird und jedes Heft eigenständig gelesen werden kann. Aber als Film fehlt „Glass“ eine stringente Geschichte. Und es wird niemals deutlich, warum „Glass“ das Finale einer Trilogie sein soll. „Glass“ wirkt niemals wie der aus den vorherigen Filmen notwendige Abschluss einer Geschichte, sondern immer wie ein kühl kalkuliertes und lustlos ausgeführtes Kommerzprodukt.

Fortsetzung folgt…

Glass (Glass, USA 2019)

Regie: M. Night Shyamalan

Drehbuch: M. Night Shyamalan

mit James McAvoy, Samuel L. Jackson, Bruce Willis, Anya Taylor-Joy, Spencer Treat Clark, Charlayne Woodard, Sarah Paulson, Luke Kirby, M. Night Shyamalan

Länge: 130 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Deutsche Facebook-Seite zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Glass“

Metacritic über „Glass“

Rotten Tomatoes über „Glass“

Wikipedia über „Glass“ (deutsch, englisch)

Collider über das Ende (Ähem, ja, vor allem bei Wikipedia und Collider: Vorsicht Spoiler! – und auch der jetzt wohl mehr oder weniger offizielle Name der Trilogie ist, wenn man „Glass“ nicht gesehen und ein gutes Gedächtnis hat, ein Spoiler.)

Meine Besprechung von M. Night Shyamalans „After Earth“ (After Earth, USA 2013)

Meine Besprechung von M. Night Shyamalans „Split“ (Split, USA 2017)


TV-Tipp für den 19. Januar: Zielfahnder – Flucht in die Karpaten

Januar 19, 2019

RBB, 22.50

Zielfahnder – Flucht in die Karpaten (Deutschland 2016, Regie: Dominik Graf)

Drehbuch: Rolf Basedow

Die beiden LKA-Zielfahnder Hanna Landauer und Sven Schröder verfolgen den flüchtigen Gewaltverbrecher Liviu Caramitru bis nach Rumänien.

Mit gut zwei Stunden Laufzeit sprengt Dominik Graf dieses Mal locker das übliche Neunzig-Minuten-TV-Korsett. Mit seinem hohen Erzähltempo verlangt er den aufmerksamen Zuschauer, der sich aus ein, zwei Andeutungen eine ganze Geschichte zusammenreimen muss. Und mit dem ungewöhnlichen Schauplatz zeigt er uns eine fremde Welt, in der die Gesetze des „Tatort“ nicht mehr gelten.

Hochspannender, grandioser Thriller

mit Ulrike C. Tscharre, Ronald Zehrfeld, Arved Birnbaum, Axel Moustache, Dragos Bucur, Radu Binzaru, Anna Schäfer

Hinweise

Meine Besprechung von Dominik Grafs „Schläft ein Lied in allen Dingen“

Meine Besprechung der von Dominik Graf inszenierten TV-Serie  „Im Angesicht des Verbrechens“

Meine Besprechung von Johannes F. Sieverts Interviewbuch „Dominik Graf – Im Angesicht des Verbrechens: Fernseharbeit am Beispiel einer Serie“

Meine Besprechung von Chris Wahl/Jesko Jockenhövel/Marco Abel/Michael Wedel (Hrsg.) “Im Angesicht des Fernsehens – Der Filmemacher Dominik Graf”

Meine Besprechung von Dominik Grafs “Die geliebten Schwestern” (Deutschland/Österreich 2013/2014)

Dominik Graf in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: US-Wasserstandsmeldung von Michael Moore: „Fahrenheit 11/9“

Januar 18, 2019

In den USA kam Michael Moores neuer Film „Fahrenheit 11/9“ am 21. September 2018 in die Kinos. Bei uns wenige Monate später. Normalerweise ist das kein Problem. In diesem Fall fährt es dazu, dass aus einer politischen Intervention ein historisches Dokument wurde, das zu einem großen Teil so prickelnd wie die Tageszeitung von Gestern ist. Denn mit „Fahrenheit 11/9“ wollte Michael Moore, der immer Dokumentarfilmer und Aktivist ist, die Wahl zum Senat und Repräsentantenhaus im November beeinflussen. Die Wahlergebnisse – denn es fanden noch viele weitere Wahlen und Abstimmungen statt – waren dann ein großer Erfolg für die Demokraten und somit die Trump-kritischen Kräfte. Diese Wahlen waren auch der Punkt, an dem die US-Amerikaner zum ersten Mal in einem großen Maßstab etwas tun konnten, um aus dem Schlamassel herauszukommen, in den sie mit der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA hineingerieten. Wobei, und das wird Michael Moore nicht müde in seinen vielen Interviews und öffentlichen Auftritten zu betonen, Trump nur das I-Tüpfelchen (okay, eher einige Nummern größer und auch unappetitlicher) und das unübersehbarste Symptom einer langen Entwicklung in den USA ist. Daher fragt Michael Moore sich in seinem neuesten Film auch, wie es zur Wahl von Donald Trump kommen konnte. Diese Suche nach den Ursachen verknüpft er mit zahlreichen Beispielen des Widerstands gegen Trump und seine Politik. Moore präsentiert vor allem Beispiele aus der Zeit nach der Wahl von Trump zum Präsidenten. Es sind Beispiele, die zeigen, dass sich Aktivismus lohnt. Es ist auch ein unverhohlener Aufruf, im November bestimmte Menschen zu wählen. Insofern ist „Fahrenheit 11/9“ ein zweistündiges Wahlvideo.

Dafür beschäftigt er sich mit der Flint-Wasserkrise (die bereits 2014 begann und inzwischen wohl überstanden ist), der Frauenmarsch, streikenden Lehrern, Schülern, die nach dem Schulmassaker an der Stoneman Douglas High School in Parkland, Florida, am 14. Februar 2018 zu Aktivisten gegen die Waffenlobby wurden und er begleitet eine junge Politikerin, die kandidiert, obwohl sie kaum Aussicht auf einen Wahlsieg hat.

Erstaunlich bei der Menge an den Film angesprochenen Ereignissen und Entwicklungen ist, wie viel innerhalb weniger Monate passierte und schon im Trubel der immer neuen Chaosmeldungen aus dem Weißen Haus untergegangen sind. Dabei wurde das letzte halbe Jahr und die Außenpolitik nicht berücksichtigt.

Da ist der Rückblick auf das Gespräch zwischen Michael Moore und Donald Trump in einer TV-Sendung fast schon amüsanter Rückblick in eine unschuldigere Zeit. Bitterböse ist dagegen Moores Zusammenschnitt von Donald Trump und Adolf Hitler in Bild und Ton. Es ist auch einer der vielen eindeutigen Wahlaufrufe in „Fahrenheit 11/9“.

Neben der parteiischen Haltung von Michael Moore, ist das konsequente Verzichten auf das Einblendung von Namen und Funktionen der Gesprächspartner (und teilweise Daten und Ortsnamen) ein großes Problem des Films. Denn wer in den vergangenen beiden Jahren nicht emsig die US-Nachrichten verfolgte, kann vieles nicht einordnen und wenn man von den Interviewten weder den Namen noch seine Funktion kennt, ist auch vollkommen unklar, ob es sich um eine irgendwie substantielle Meinung oder nur die Aussagen des Mannes von Nebenan handelt. Also ob es um eine Kandidatin geht, die wirklich eine reale Aussicht hat, gewählt zu werden, oder um den legendären Taxifahrer, der dem Journalisten gerade die Welt erklärt. Das gilt, zum Beispiel, für den Ex-Soldaten, den Moore in einem Lokal trifft und der ihm etwas von einem landesweiten Widerstand erzählt. Und was man von den politischen Ansichten eines Taxifahrers halten kann, kann man leicht mit einer Taxifahrt erfahren.

Ein anderes großes Problem des Films ist, dass Moore kein großer Theoretiker ist. Eine wirkliche Argumentation und Analyse ist im Wust der einzelnen Beispiele kaum erkennbar. Er unterscheidet dann nicht mehr zwischen Republikanern und Demokraten. Es geht dann unterschiedslos gegen das gesamte Establishment, das sich nicht um den kleinen Mann kümmert. Da werden Meinungen und Vorurteile gegen die Elite in Washington bestätigt. Der Zuschauer wird nicht zum Nachdenken aufgefordert und es gibt auch keine, die eigene Weltsicht in Frage stellende Erkenntnisse.

Der Titel „Fahrenheit 11/9“ ist selbstverständlich eine Anspielung auf seinen erfolgreichen Film „Fahrenheit 9/11“ (über den Anschlag auf das World Trade Center und die Folgen). Wer sich mit Michael Moore so richtig amüsieren will, sollte sich seinen vorherigen Film „Where to invade next?“ (USA 2015) ansehen. Dafür besuchte er viele europäische Länder und suchten nach Ideen, die die USA übernehmen könnte. Er fand glückliche Arbeiter, mit bezahltem Urlaub und Weihnachtsgeld, Arbeitgeber, die ihren Arbeitern das freiwillig geben, Schüler, die leckeres Essen bekommen und Studierende, die sich für ihr Studium nicht haushoch verschulden müssen. Während Michael Moore ungläubig lauschte, kam ich aus dem Lachen nicht mehr heraus. Denn eigentlich alles, was Moore entdeckte und für gut befand, ist für uns Europäer als Teil des Sozialstaats selbstverständlich. Dieser Film ist heute noch so aktuell wie damals. Das kann über „Fahrenheit 11/9“ so nicht gesagt werden.

Fahrenheit 11/9 (Fahrenheit 11/9, USA 2018)

Regie: Michael Moore

Drehbuch: Michael Moore

mit Michael Moore, Donald Trump, Barack Obama, Katie Perry

Länge: 128 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Facebook-Seite zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Fahrenheit 11/9“

Metacritic über „Fahrenheit 11/9“

Rotten Tomatoes über „Fahrenheit 11/9“

Wikipedia über „Fahrenheit 11/9“ (deutsch, englisch)

Ein Interview mit Michael Moore zum Film

 


TV-Tipp für den 18. Januar: Beverly Hills Cop

Januar 18, 2019

Comedy Central, 21.10

Beverly Hills Cop – Ich lös’ den Fall auf jeden Fall (Beverly Hills Cop, USA 1984)

Regie: Martin Brest

Drehbuch: Daniel Petrie jr. (nach einer Geschichte von Danilo Bach und Daniel Petrie jr.)

Als ein alter Freund von Detroit-Cop Axel Foley ermordet wird, nimmt er Urlaub und beginnt im noblen Beverly Hills den Mörder zu jagen. Dort fällt er nicht nur wegen seiner Hautfarbe, seinen Klamotten, seinem Mundwerk, sondern auch wegen seinen Methoden (die jede geschriebene und ungeschriebene Dienstvorschrift ignorieren) auf.

Die Action-Comedy war damals ein Kassenschlager und zog zwei schwächere Fortsetzungen nach sich. Ein vierter Film ist seit Ewigkeiten im Gespräch. Aus einer geplanten TV-Serie wurde nichts.

„Meisterwerk des Kommerzes“ (Fischer Film Almanach 1986)

„pures Entertainment“ (Wolfgang Schweiger: Der Polizeifilm)

Tja, das Team Simpson/Bruckheimer wusste schon damals, wie sie an unser Geld kommen. Ihr nächster Film war „Top Gun“.

Das Drehbuch war für einen Oscar und den Edgar-Allan-Poe-Preis nominiert.

mit Eddie Murphy, Judge Reinhold, John Ashton, Lisa Eilbacher, Steven Berkoff, James Russo, Jonathan Banks, Stephen Elliott

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Beverly Hills Cop“

Wikipedia über „Beverly Hills Cop“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 17. Januar: Das ewige Leben

Januar 17, 2019

Bayern, 22.45

Das ewige Leben (Österreich 2015)

Regie: Wolfgang Murnberger

Drehbuch: Josef Hader, Wolfgang Murnberger, Wolf Haas

LV: Wolf Haas: Das ewige Leben, 2003

Jetzt ist schon wieder was passiert und der Brenner muss wieder ermitteln. Dieses Mal in seinem Geburtsort.

TV-Premiere: Der vierte Brenner-Film zeigt den Privatdetektiv ganz unten. Aber Aufgeben tut er nicht und wir bekommen einen weiteren höchst vergnüglichen Film.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Josef Hader, Tobias Moretti, Nora von Waldstätten, Roland Düringer, Margarethe Tiesel, Christopher Schärf, Sasa Barbul, Johannes Silberschneider, Wolf Haas (Cameo)

Die selbstverständlich lesenswerte Vorlage

Haas - Das ewige Leben - Movie-Tie-In

Wolf Haas: Das ewige Leben
dtv, 2015
208 Seiten
8,95 Euro

Erstausgabe
Hoffmann und Campe Verlag, 2003

Hinweise

Film-Zeit über „Das ewige Leben“

Moviepilot über „Das ewige Leben“ 

Wikipedia über „Das ewige Leben“

Krimi-Couch über Wolf Haas

Lexikon der deutschen Krimiautoren über Wolf Haas

Wikipedia über Wolf Haas

Meine Besprechung von Wolf Haas’ “Brenner und der liebe Gott” (2009)

Meine Besprechung von Wolf Haas‘ „Brennerova“ (2014)

Meine Besprechung von Wolfgang Murnberges „Das ewige Leben“ (Österreich 2015)


Begibt Dave Robicheaux sich auf die “Flucht nach Mexiko”?

Januar 16, 2019

Welcome back in Burke-County. Dave Robicheaux lebt immer noch in New Iberia, eine Kleinstadt im Südwesten von Louisiana. Sein Geschäft für Anglerbedarf hat er inzwischen an Baptist verkauft. Seine Adoptivtochter Alafair geht aufs College und er lebt das Leben eines allein lebenden Witwers.

Als der im Sterben liegende Troy Bordelon ihm von einem blutbeschmiertem Stuhl erzählt, den er vor Jahrzehnten gesehen hat, erinnert sich Robicheaux an den Sommer von 1958 und die heiße Affäre zwischen seinem Halbbruder Jimmie und der Prostituierten Ida Durbin. Gemeinsam wollten sie nach Mexiko flüchten. Vor ihrer Flucht verschwand sie spurlos.

Jetzt fragt Robicheaux sich, ob sie damals ermordet wurde. Und was die vermögende und einflussreiche Familie Chalon damit zu tun hat.

Gleichzeitig wird er in die Jagd nach dem Baton-Rouge-Serienkiller verwickelt.

In den USA erschien der vierzehnte Dave-Robicheaux-Roman „Flucht nach Mexiko“ bereits 2005 und er hat all die Vor- und Nachteile von James Lee Burkes Spätwerk.

Der trockene Alkoholiker Robicheaux benimmt sich oft wie ein Halbstarker. Sein Kumpel Clete Purcel, ein ehemaliger Kollege beim New Orleans Police Department und Privatdetektiv, ist noch schlimmer. Er hat einen „Hang, stets das reinste Chaos zu hinterlassen“ (Robicheaux). Trotzdem, oder gerade deswegen, sind sie ein nicht zu stoppendes Team. Während Purcel keine Regeln beachten muss und daher ständig Ärger mit dem Gesetz hat, ignoriert Detective Robicheaux bei seinen Alleingängen das Gesetz und alle Dienstvorschriften immer wieder.

Mit zunehmendem Alter wirkt dieses halbstarke, stets Gewalt provozierende und ausübende Verhalten der beiden Männer doch etwas pubertär. Denn, wenn wir die Mathematik machen, war Dave Robicheaux 1958 ungefähr zwanzig Jahre (plus/minus und das macht ihn zum alter ego von seinem Erfinder, dem 1936 geborenen James Lee Burke). 2005, als der in der Gegenwart spielende Roman erschien, war Robicheaux also Mitte Sechzig und damit im pensionsfähigen Alter. In den seitdem erschienenen Robicheaux-Romanen wird das Problem noch offensichtlicher. Denn ein Robicheaux-Roman ist ohne Ausflüge in die Vergangenheit von Louisiana und die von Dave Robicheaux nicht denkbar. Das gibt ihm eine Biographie, die kaum verändert werden kann. Und, im Lauf der Serie, viele alte Bekannte, Freundinnen und reiche, einflussreiche Familien, mit denen er sich anlegt.

Aber während andere Autoren, deren Charaktere in Echtzeit alterten, wie Lawrence Blocks Matt Scudder (er war der erste Autor, der das machte) oder Ian Rankins John Rebus, sie in jeder Beziehung altern ließen und Rankin Rebus in Pension schickte, ignoriert James Lee Burke das Problem weitgehend. Sie spielen immer in der Gegenwart und Robicheaux arbeitet immer noch als Polizist,

Ein anderes Problem ist, dass in „Flucht nach Mexiko“, wie in anderen neueren Romanen von James Lee Burke, die verschiedenen Plots vor sich hin mäandern, bis nach fünfhundert Seiten alles eher hastig beendet wird.

Gleichzeitig, und das macht „Flucht nach Mexiko“ trotz allem lesenswert, gibt es immer wieder eindrucksvolle Schilderungen von Stimmungen, Landschaften, Ereignissen und Menschen. Schon die ersten Zeilen ziehen einen in den Roman hinein: „Es war das Ende einer Epoche, von der ich vermute, dass Historiker sie womöglich als das letzte Jahrzehnt der Amerikanischen Unschuld ansehen. Es war eine Zeit, an die wir uns weniger wegen bestimmter historischer Ereignisse als vielmehr in Bildern und Tönen erinnern – rosafarbene Cadillacs, Autokinos, stilisierte Straßenkriminelle, Rock ’n‘ Roll, in der Musikbox Hank und Lefty, der dirty bop, Baseballspiele am helllichten Tag, ausgeschlachtete ’32er Fords mit Mercury Maschinen, die mit einem Höllenlärm an Drive-in-Lokalen vorbei Rennen veranstalteten, das Ganze vor einer Kulisse aus Palmen, einer sich kräuselnden Brandung und einem violetten Himmel, den Gott ganz offensichtlich als filmisches Tribut an unsere Jugend erschaffen hat.“

Wer will da nicht weiterlesen?

James Lee Burke: Flucht nach Mexiko – Ein Dave-Robicheaux-Krimi

(übersetzt von Jürgen Bürger)

Pendragon, 2018

480 Seiten

18 Euro

Originalausgabe

Crusader’s Cross

Simon & Schuster, Inc., 2005

Hinweise

Thrilling Detective über „the Great Lost P. I.“ Dave Robicheaux

Homepage von James Lee Burke

Wikipedia über James Lee Burke (deutsch, englisch)

Mein Porträt von James Lee Burke

James Lee Burke in der Kriminalakte

„In the Electric Mist“ in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Bertrand Taverniers James-Lee-Burke-Verfilmung „In the Electric Mist – Mord in Louisiana“ (In the Electric Mist, USA 2009)

Meine Besprechung von James Lee Burkes „Neonregen“ (The Neon Rain, 1987)

Meine Besprechung von James Lee Burkes „Blut in den Bayous“ (Heaven’s Prisoners, 1988)

Meine Besprechung von James Lee Burkes „Mississippi Jam“ (Dixie City Jam, 1994)

Meine Besprechung von James Lee Burkes „Straße der Gewalt“ (Last Car to Elysian Fields, 2003)

Meine Besprechung von James Lee Burkes „Sturm über New Orleans“ (The Tin Roof Blowdown, 2007)

Meine Besprechung von James Lee Burkes „Regengötter“ (Rain Gods, 2009)


TV-Tipp für den 16. Januar: Die Unsichtbaren – Wir wollen leben

Januar 16, 2019

ARD, 20.15

Die Unsichtbaren – Wir wollen leben (Deutschland 2017)

Regie: Claus Räfle

Drehbuch: Claus Räfle, Alejandra López

Sehenswertes dokumentarisches Drama, mit nachgespielten Szenen und Interviews. Gezeigt wird das Leben und Überleben einiger Juden in Berlin, nachdem die Stadt am 10. Juni 1943 von Propagandaminister Joseph Goebbels für „judenfrei“ erklärt wurde.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Max Mauff, Alice Dwyer, Ruby O. Fee, Aaron Altaras, Victoria Schulz, Florian Lukas, Andreas Schmidt, Laila Maria Witt, Sergej Moya, Lucas Reiber, Robert Hunger-Bühler, Maren Eggert, Naomi Krauss, Hanni Levy, Ruth Gumpel, Cioma Schönhaus, Eugen Friede

Wiederholung: Donnerstag, 17. Januar, 00.35 Uhr (Taggenau!)

Das empfehlenswerte Buch zum Film

Claus Räfle: Die Unsichtbaren – Untertauchen, um zu überleben – Eine wahre Geschichte

Elisabeth Sandmann Verlag , 2017

160 Seiten

19,95 Euro

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Die Unsichtbaren“

Moviepilot über „Die Unsichtbaren“

Wikipedia über „Die Unsichtbaren“

Meine Besprechung von Claus Räfles „Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“ (Deutschland 2017)


Cover der Woche

Januar 15, 2019


TV-Tipp für den 15. Januar: Daybreakers

Januar 14, 2019

Pro 7 Maxx, 22.00

Daybreakers (Daybreakers, Australien/USA 2009)

Regie: Michael Spierig, Peter Spierig

Drehbuch: Michael Spierig, Peter Spierig

2019 (also ungefähr jetzt [in einer anderen Galaxis?]): Vampire beherrschen die Welt. Weil es aber nicht mehr genug Menschenblut gibt, forscht Vampir Edward Dalton für Bromley an einem Blutersatz. Als er auf einige Menschen, die im Untergrund leben, trifft, muss er sich zwischen den Menschen und den Vampiren entscheiden.

Daybreakers“ ist ein feiner Film, der trotz Ethan Hawke, Willem Dafoe und Sam Neill und der guten Einspielergebnissen in anderen Ländern bei uns keinen Kinostart erhielt. Das führt zu der traurigen Erkenntnis, dass Vampirfilme damals nur als Biss-Filme genug kommerzielles Appeal für eine Kinoauswertung haben. Eine in sich glaubwürdige Dystopie, die detailreich eine Welt zeichnet, in der durchaus kultivierte Blutsauger die Macht übernommen haben, gehört nicht dazu.

mit Ethan Hawke, Willem Dafoe, Sam Neill, Claudia Karvan, Michael Dorman, Isabel Lucas

Wiederholung: Mittwoch, 16. Januar, 01.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Wikipedia über „Daybreakers“ (deutsch, englisch)

Rotten Tomatoes über “Daybreakers”

Fearnet telefoniert mit den Spierig-Brüdern (19. Oktober 2007)

Killerfilm trifft die Spierig-Brüder (8. Januar 2010)

Meine Besprechung von Michael und Peter Spierigs „Daybreakers“ (Daybreakers, Australien/USA 2009)

Meine Besprechung von Michael und Peter Spierigs „Predestination (Predestination, Australien 2014)

Meine Besprechung von Michael und Peter Spierigs „Winchester – Das Haus der Verdammten“ (Winchester, USA 2018)


Feine Musik: Dave King Trucking Company

Januar 14, 2019

aufgenommen wahrscheinlich Anfang August 2017 im Chicago Drum Exchange Showroom

Die Band:

Dave King – drums (Yep, von „The Bad Plus“)

Erik Fratzke – guitar

Chris Morrissey – bass

Brandon Wozniak – saxophone (left)

Chris Speed – saxophone (right)


TV-Tipp für den 14. Januar: To Die For

Januar 14, 2019

Weil Nicole Kidman gerade so oft, mit sehr unsterschiedlichen Filmen im Kino zu sehen ist. „Aquaman“ läuft noch (und hat schon über eine Milliarde eingespielt), „Der verlorene Sohn“ (Boy Erased, mit Lucas Hedges und Russel Crowe, wahre Geschichte über einen Baptistenprediger, der seinen homosexuellen Sohn heilen will, Kinostart am 21. Februar), „Mein Bester & ich“ (The Upside, mit Bryan Cranston und Kevin Hart, US-Remake von „Ziemlich beste Freunde“, Kinostart am 21. Februar)  und „Destroyer“ (ein insgesamt sehenswerter Noir-Polizeikrimi von „Aeon Flux“-Regisseurin Karyn Kasuma mit Kidman als extrem taffer, von Dämonen aus ihrer Vergangenheit gejagter Polizistin, Kinostart am 14. März).

Arte, 20.15

To Die For (To Die For, USA 1995)

Regie: Gus Van Sant

Drehbuch: Buck Henry

LV: Joyce Maynard: To die for, 1992 (To die for)

TV-Wetterfee Suzanne Stone Maretto  lässt für ihre Karriere Männer über die Klinge springen, bis sie an die Mafia gerät.

Bitterböse Mediensatire. Heute war wahrscheinlich noch aktueller und realistischer als damals.

mit Nicole Kidman, Matt Dillon, Joaquin Phoenix, Casey Affleck, Dan Hedaya, Kurtwood Smith, Buck Henry (als Mr. H. Finlaysson), Joyce Maynard (als Suzannes Anwältin), David Cronenberg, George Segal (jeweils Gastauftritte)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „To Die For“

Wikipedia über „To Die For“ (deutsch, englisch)

Homepage von Joyce Maynard

My-Space-Seite von Gus Van Sant

Meine Besprechung von Gus Van Sants „The Sea of Trees – Liebe wird dich nach Hause führen“ (The Sea of Trees, USA 2015)

Meine Besprechungvon Gus Van Sants „Don’t worry, weglaufen geht nicht“ (Don’t worry, he won’t get far on foot, USA 2018)


TV-Tipp für den 13. Januar: Unbreakable – Unzerbrechlich

Januar 13, 2019

RTL II, 20.15

Unbreakable – Unzerbrechlich (Unbreakable, USA 2000)

Regie: M. Night Shyamalan

Drehbuch: M. Night Shyamalan

Nach einem Zugunglückfragt David Dunn sich, warum er als einziger die Katastrophe überlebte und warum er sie unverletzt überlebte. Der an der Glasknochenkrankheit leidende Comic-Nerd Elijah Price hat eine interessante Erklärung.

Damals, im Kino und lange vor dem Marvel Cinematic Universe, empfand ich M. Night Shyamalans ersten Film nach seinem Welterfolg „The sixth Sense“ (ebenfalls mit Bruce Willis) als einen durchaus interessanten, aber zähen Film mit absehbarer Pointe über Comic-Superhelden, die es auch in unserer Welt geben soll.

‚Unbreakable‘ ist so ein Superheldenfilm ohne Superhelden geworden, eher die melancholische Etüde über die unerträgliche Schwere des Seins eines Mr. Normal.“ (Hans-Joachim Neumann, Zitty 1/2001)

mit Bruce Willis, Samuel L. Jackson, Robin Wright Penn, Spencer Treat Clark, Charlayne Woodard, Eamonn Walker

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Unzerbrechlich“

Wikipedia über „Unzerbrechlich“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von M. Night Shyamalans „After Earth“ (After Earth, USA 2013)

Meine Besprechung von M. Night Shyamalans „Split“ (Split, USA 2017)

Am Donnerstag, den 17. Januar, läuft bei uns M. Night Shyamalans neuer Film „Glass“ an. Er schließt damit die mit „Unbreakable“ und „Split“ begonnene Trilogie ab. Meine Besprechung gibt es zum Kinostart. Hier ein Trailer:


TV-Tipp für den 12. Januar: Up in the Air

Januar 11, 2019

RTL II, 20.15

Up in the Air (Up in the Air, USA 2009)

Regie: Jason Reitman

Drehbuch: Jason Reitman, Sheldon Turner

LV: Walter Kirn: Up in the Air, 2001 (Mr. Bingham sammelt Meilen)

Ryan Bingham reist durch die USA und entlässt, im Auftrag verschiedener Firmen, deren Angestellte. Bindungen hat der Single keine. Sein Ziel als Vielflieger ist es die magische Zehn-Millionen-Frequent-Flyer-Meilen-Grenze zu durchbrechen. Dafür sammelt er wie besessen Bonusmeilen. Als er eine jüngere Kollegin ausbilden soll und er eine andere Vielfliegerin kennen lernt, gerät sein sorgloes Leben aus dem Takt.

Jason Reitmans feinfühliges, perfekt komponiertes und austariertes Porträt eines Arschlochs ist auch ein Gesellschaftskommentar. Außerdem übernahm George Clooney die Hauptrolle.

mit George Clooney, Vera Farmiga, Anna Kendrick, Jason Bateman, Amy Morton, Melanie Lynskey, J. K. Simmons, Sam Elliott, Danny McBride, Zach Galifianakis

Wiederholung: Sonntag, 13. Januar, 03.20 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Up in the Air“

Wikipedia über „Up in the Air“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Jason Reitmans „Young Adult“ (Young Adult, USA 2011)

Meine Besprechung von Jason Reitmans „Labor Day“ (Labor Day, USA 2013)

Meine Besprechung von Jason Reitmans „#Zeitgeist – Von digitaler Nähe und analoger Entfremdung“ (Men, Women, and Children, USA 2014)

Meine Besprechung von Jaso Reitmans „Tully“ (Tully, USA 2018)

Bonushinweis

Am 17. Januar läuft Jason Reitmans neuer Film an: