Das ist einer meiner Lieblingspreise: der Scribe Award der International Association of Media Tie-In Writers (IAMTW). Ausgezeichnet werden Romane und Comics, die neue Abenteuer von aus Film und Fernsehen bekannten Figuren und Welten erzählen oder klassische Filmromane sind.
Diese „Romane zum Film“ gehörten zu den ersten Romanen, die ich las. Teils als Ersatz für den Film (wenn er nicht im Kino lief oder ich noch viel zu jung war, um mir eine Eintrittskarte kaufen zu können), teils um das Filmerlebnis zu wiederholen (wenn er nicht mehr im Kino lief), teils um mehr über die Figuren und die Welt des Films zu erfahren.
Folgende Werke wurden dieses Jahr ausgezeichnet:
General Original Novel and Adapted Novel:
Day Zero (Watch Dogs Legion) von James Swallow und Josh Reynolds (Watch Dogs: Legion – Tag Null, Cross Cult)
Was habe ich die Tage getan? Pressevorführungen besucht (u. a. Fabian, Godzilla vs Kong, Possessor, Freaky, Nobody) (Ja, das Kino kehrt zurück!! Und Godzilla gehört wirklich auf die wirklich große Leinwand.), fotografiert (z. B. diese Küken vor dem C/O Berlin) und eine Veranstaltung organisiert (mit sehr guten Gästen; ach lest selbst unter dem Bild)
Vesper- Menschenrechte aktuell: Wann und wie können wir wieder durch die Nacht tanzen?
Podiumsdiskussion am Donnerstag, den 24. Juni 2021, um 19.00 Uhr, online
mit
Myriam (SO36)
Olaf Kretschmar (Geschäftsführer Berlin Music Commission)
Pamela Schobeß (1. Vorstandsvorsitzende Clubcommission, Betreiberin Club Gretchen) und
Torsten Wöhlert (Staatssekretär, Senatsverwaltung für Kultur und Europa)
„Wir sind die ersten, die schließen, und die letzten, die wieder öffnen dürfen.“ hieß es vor über einem Jahr, als wegen der Coronavirus-Pandemie Lokale, Clubs und Konzerthallen schlossen und Tourneen abgesagt wurden. Wann und wie Bands und Musiker:innen wieder wie früher auftreten können, ist vollkommen unklar. Die Musikzeitschrift „Rolling Stone“ schreibt: „Ein komplett normalisiertes Konzertgeschehen wird es wohl erst 2023 wieder geben.“ Und konstatiert nüchtern: „Es geht um das Überleben unserer Kultur.“
Denn die in Clubs auftretenden Künstler:innen definieren die Gesellschaft und fordern sie heraus. Clubs waren und sind ein Ort der Freiheit. Sie akzeptieren Minderheiten. Sie schließen niemand aus. Sie tragen dazu bei, dass die Gesellschaft über sich nachdenkt und sie verändern die Gesellschaft. Sie sind systemrelevant für eine offene Gesellschaft.
Vor der Pandemie sorgten sie für das positive Image von Berlin als weltoffene Großstadt. Fast ein Viertel der Touristen besuchten Berlin nur wegen der Clubs. Damit sind sie auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Allein die Club- und Veranstaltungsszene setzte vor der Pandemie jährlich ungefähr 170 Millionen Euro brutto um und beschäftigte direkt neuntausend Menschen. Viele von ihnen können seit über einem Jahr ihren Beruf nicht mehr ausüben. Zu ihrer Sicherung gibt es verschiedene, normalerweise befristete Hilfsprogramme.
Im Moment ist unklar, wie Clubs und Konzerthallen wieder eine wichtige Impulse für die gesamte Gesellschaft setzende Sub- und Gegenkultur werden können. Denn ein Rockkonzert mit Abstandsregeln ist kein Rockkonzert, ein Punkkonzert, bei dem jeder auf seinem Sitzplatz sitzen bleibt, kein Punkkonzert, eine Clubnacht mit Maske und viel Abstand keine Clubnacht. Und natürlich müssen die Konzertgänger:innen und Clubbesucher:innen sich wieder trauen, ihre Wohnung zu verlassen.
Deshalb muss es einen Plan für den Übergang von den aktuellen Mini-Öffnungen und Pilotprojekten hin zum Normalbetrieb geben. Tourneen von Bands durch Deutschland oder Europa, teils mit nicht in Europa lebenden Künstler:innen, werden über viele Wochen und Monate geplant und sie brauchen Orte, an denen sie auftreten können.
Mit Fachleuten und der Politik wollen wir über die aktuelle Situation und die Perspektiven der Veranstaltungsbranche reden. Denn ohne die Clubs und die vielen Menschen, die in ihnen arbeiten, gibt es keine Live-Veranstaltungen und für Künstler:innen keine Möglichkeit ihr Werk vor einem Publikum zu präsentieren. Oder, anders gesagt: ohne sie gibt es nicht das Berlin, das wir kennen und lieben.
Mit dieser Vesper, die auch die letzte vor der Sommerpause ist, wird die monatliche „Vesper: Menschenrechte aktuell“-Veranstaltungsreihe virtuell fortgesetzt. Am Donnerstag, den 30. September, geht es weiter. Voraussichtlich mit einer Diskussion die Wahlen zum Bundestag und Abgeordnetenhaus und über den Zustand der bundesdeutschen Demokratie.
Veranstaltende: Internationale Liga für Menschenrechte e. V., Humanistische Union e. V., Eberhard-Schultz-Stiftung für soziale Menschenrechte & Partizipation und Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte
Stifte raus und im Kalender vormerken! Im Juli und August laufen im „SommerKino im Ersten“ einige ausgezeichnete Filme.
Nämlich – und jetzt übernehme ich einfach die Pressemitteilung und verlinke auf meine Besprechungen der durchgehend sehenswerten TV-Premieren (also gut, auf „Trautmann“ und „Monsieur Claude 2“ habe ich dankend verzichtet. Fand den ersten „Monsieur Claude“-Film schon furchtbar.):
TRAUTMANN, Fußballdrama von Marcus H. Rosenmüller mit David Kross
am 5. Juli um 20.15 Uhr, im Rahmen eines Themenabends zeigt das Erste im Anschluss an den Kinofilm eine Dokumentation über Bernhard Carl „Bert“ Trautmann
–
MONSIEUR CLAUDE 2, Fortsetzung der erfolgreichen französischen Culture Clash-Komödie
Welche literarischen Morde sind im Juni nach Ansicht der vom Deutschlandfunk Kultur präsentierten Krimibestenliste keine Schandtaten, sondern mörderische Lesebefehle?
In der Reihenfolge ihrer Begeisterung empfehlen die Damen und Herren Krimikritiker folgende Romane, von denen viele von den üblichen Verdächtigen geschrieben wurden:
1 (1) David Peace: Tokio, neue Stadt
Aus dem Englischen von Peter Torberg
Liebeskind, München 2021
432 Seiten, 24 Euro
–
2 (3) Colin Niel: Nur die Tiere
Aus dem Französischen von Anne Thomas
Lenos, Basel 2021
286 Seiten, 22 Euro
–
3 (-) Johannes Groschupf: Berlin Heat
Suhrkamp, Berlin 2021
254 Seiten, 14,95 Euro
–
4 (10) Kate Atkinson: Weiter Himmel
Aus dem Englischen von Anette Gruber
Dumont, Köln 2021
476 Seiten, 24 Euro
–
5 (6) Louisa Luna: Tote ohne Namen
Aus dem Englischen von Andrea O‘Brien
Suhrkamp, Berlin 2021
444 Seiten, 15,95 Euro
–
6 (-) Friedrich Ani: „Letzte Ehre“
Suhrkamp, Berlin 2021
270 Seiten, 22 Euro
–
7 (2) Simone Buchholz: „River Clyde“
Suhrkamp, Berlin 2021
230 Seiten, 15,95 Euro
–
8 (-) Sara Paretsky: Landnahme
Aus dem Englischen von Else Laudan
Ariadne im Argument Verlag, Hamburg 2021
544 Seiten, 24 Euro
–
9 (-) Beth Ann Fennelly/Tom Franklin: Das Meer von Mississippi
Auch wenn das Wetter eher April (von der Regen-Sonnenschein-Sturm-Hagel-Graupelschauer-Blauer-Himmel-Wechselgeschwindigkeit) oder Februar (eiskalt, wirklich wirklich eiskalt) ist, folgt die Krimibestenliste von Deutschlandfunk Kultur streng dem Kalender. Da steht: Mai.Für den Fast-schon-Sommermonat empfehlen die Damen und Herren Krimikritiker:innen folgende Lektüre:
7 (8) Orkun Ertener: Was bisher geschah – und niemals geschehen darf
Fischer Scherz, Frankfurt am Main 2021
334 Seiten, 20 Euro
–
8 (-) Simone Buchholz: River Clyde
Suhrkamp, Berlin 2021
230 Seiten, 15,95 Euro
–
9 (-) Chan Ho-kei: Die zweite Schwester
Aus dem Englischen von Sabine Längsfeld
Atrium, Zürich 2021
592 Seiten, 25 Euro
–
10 (-) James McBride: Der heilige King Kong
Aus dem Amerikanischen von Werner Löcher-Lawrence
btb, München 2021
448 Seiten, 22 Euro
–
In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.
–
Und ich lese im Bereich der Schönen Literatur unter anderem Marvin H. Alberts „Der Schnüffler“ (ein Krimi, aber schon 1984 auf Deutsch erschienen), Stephen Kings „Später“ (im Original bei Hard Case Crime erschienen, aber doch eher eine Horrorgeschichte; Besprechung folgt) und Jon Bassoffs „Factory Town“ (bei Polar erschienen und obwohl auf dem Cover „Kriminalroman“ steht auch eine Horrorgeschichte; Besprechung folgt)
Am Donnerstag, den 18. Februar 2021, gibt es ab 19.30 Uhr den Abend „Nordische Morde“, in dem der Bastei-Lübbe-Verlag einige seiner aktuellen skandinavischen Autoren vorstellt. Nämlich um
19.30 Uhr: Max Seeck („Hexenjäger“) im Gespräch mit Margarete von Schwarzkopf
20.00 Uhr: Tina Frennstedt („Cold Case – Das gezeichnete Opfer“) im Gespräch mit Günter Keil
20.30 Uhr: Gustaf Skördeman („Geiger“) im Gespräch mit Günter Keil
21.00 Uhr: Lars Kepler („Der Spiegelmann“) im Gespräch mit Margarete von Schwarzkopf
Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Englisch statt.
Aus dem Englischen von Wulf Bergner, Christoph Göhler, Kristof Kurz
Blanvalet, München 2020
1194 Seiten, 26 Euro
–
9 (-) Doug Johnstone: „Der Bruch“
Aus dem Englischen von Jürgen Bürger
Polar, Stuttgart 2021
308 Seiten, 20 Euro
–
10 (8) Nicci French: „Eine bittere Wahrheit“
Aus dem Englischen von Birgit Moosmüller
C. Bertelsmann, München 2020
506 Seiten, 16 Euro
–
In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.
–
Tim MacGabhanns „Der erste Tote“ (Remmidemmi in Mexiko), David Whish-Wilsons „Das große Aufräumen“ (Remmidemmi in Perth) und Doug Johnstones „Der Bruch“ (Remmidemmi in Edinburgh) sind auch weit oben auf meiner Zu-lesen-Liste.
Im Moment lese ich den neuen Roman „Die Schatten – Die Blackwood-Aufzeichnungen 1“ (Heyne, 16,99 Euro) von „Hellboy“ Guillermo del Toro und Chuck Hogan. Natürlich gibt es einige Morde (auf den ersten Seiten gibt es einen Amoklauf, eine FBI-Agentin erschießt einen Kollegen und einen Lynchmord an einem Weißen), aber irgendwie geht es um etwas viel größeres. Nämlich „einen jahrhundertealten Krieg (…): dem Krieg der Menschen gegen das Böse“.
Angela Eßer in Würdigung ihres bereits zwei Jahrzehnte andauernden, herausragenden Engagements im Bereich der deutschsprachigen Kriminalliteratur.
–
Und, als schneller Nachtrag: der 37. Deutsche Krimipreis (DKP) ging Ende Dezember an folgende Kriminalromane, die „dem Genre literarisch gekonnt und inhaltlich originell neue Impulse geben“:
Weil ich es verdattelte gibt es die monatliche Krimibestenliste etwas später als gewohnt. Inzwischen wird sie nur noch vom Deutschlandfunk Kultur präsentiert. Ansonsten hat sich nichts verändert. Auf die Liste der nach Ansicht der Damen und Herren Krimikritiker sind dies die aktuell besonders lesenswerten Krimis:
1 (-) Candice Fox: „Dark“ (Aus dem Englischen von Andrea O‘Brien)
Suhrkamp, Berlin 2020, 394 Seiten, 15,95 Euro
2 (2) Dominique Manotti: „Marseille.73“ (Aus dem Französischen von Iris Konopik)
Ariadne im Argumentverlag, Hamburg 2020, 400 Seiten, 23 Euro
3 (1) Denise Mina: „Götter und Tiere“ (Aus dem Englischen von Karen Gerwig)
ariadne im Argumentverlag, Hamburg 2020, 352 Seiten, 21 Euro
4 (-) Tim MacGabhann: „Der erste Tote“ (Aus dem Englischen von Conny Lösch)
Suhrkamp, Berlin 2020, 274 Seiten, 15,95 Euro
5 (-) Robert Galbraith: „Böses Blut“ (Aus dem Englischen von Wulf Bergner, Christoph Göhler, Kristof Kurz)
Blanvalet, München 2020, 1194 Seiten, 26 Euro
6 (-) Samantha Harvey: „Westwind“ (Aus dem Englischen von Steffen Jacobs)
Atrium, Hamburg 2020, 382 Seiten, 22 Euro
7 (4) Mick Herron: „Real Tigers“ (Aus dem Englischen von Stefanie Schäfer)
Diogenes, Zürich 2020, 480 Seiten, 18 Euro
8 (-) Nicci French: „Eine bittere Wahrheit“ (Aus dem Englischen von Birgit Moosmüller)
C. Bertelsmann, München 2020, 506 Seiten, 16 Euro
9 (-) Iva Procházková: „Die Residentur“ (Aus dem Tschechischen von Mirko Kraetsch)
Braumüller, Wien 2020, 573 Seiten, 24 Euro
10 (-) David Whish-Wilson: „Das große Aufräumen“ (Aus dem Englischen von Sven Koch)
Suhrkamp, Berlin 2020, 327 Seiten, 10 Euro
–
In ( ) ist die Bewertung vom Vormonat.
–
Kein guter Monat für deutsche Autoren. Und, wenn die Regeln strikt angewandt werden („keine Wiederauflagen, Sammelbände oder Anthologien“) sind die beiden pulp-master-Neuerscheinungen disqualifiziert. Auch wenn Ted Lewis‘ „Schwere Körperverletzung“ eine Neuübersetzung und Tom Franklins „Wilderer“ eine Sammlung von teilweise unveröffentlichten oder für die Veröffentlichung überarbeiteter Kurzgeschichten ist. Lesenswert sind beide Bücher.
(Korrektur 13. 1. 21: Ursprünglich wurde Derek Raymond als Autor von „Schwere Körperverletzung“ genannt. Der Noir-Autor hat nur das Vorwort geschrieben.)
Pünktlich zum Jahresende (und als Erinnerung an mein Vorhaben, noch schnell einige Bestenlisten zu erstellen) gibt es die Jahresbestenliste der Krimibestenliste der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und des Deutschlandfunk Kultur. Diese Jahresbestenliste wird aus den monatlichen Krimibestenlisten generiert. Deshalb gibt es auch keinen Überraschungssieger, von dem vorher nie jemand gehört hat, sondern eine Begegnung mit bekannten Namen und Titeln. Danach sind die zehn besten Krimis des Jahres 2020:
1.) Hope Hill Drive von Garry Disher (original 2019: Peace)
2.) Aufzeichnungen eines Serienmörders von Young-Ha Kim (original 2013: Salinja-ui gieok-beob)
Kingsman: The Secret Service (Kingsman: The Secret Service, USA/Großbritannien 2015)
Regie: Matthew Vaughn
Drehbuch: Jane Goldman, Matthew Vaughn
LV: Mark Millar/Dave Gibbons: Secret Service, 2012/2013 (Secret Service)
High-Tech-Genie Valentine hat einen teuflischen Plan, um die Weltbevölkerung radikal zu verkleinern. Ein Job für die Kingsman, einer ultrageheimen globalen Agentenorganisation, die ihr Quartier sehr stilbewusst in einem noblen britischen Herenbekleidungsgeschäft hat. Dort ist, nach dem Tod eines Agenten, ein Job vakant. Kingsman Harry Hart schlägt Gary „Eggsy“ Unwin, einen kleinkriminellen Taugenichts aus der Unterschicht, als künftiges Mitglied vor. Man müsse schließlich mit der Zeit gehen.
Grandiose, witzige, äußerst stilbewusste, vespielte und auch sehr brutale Liebeserklärung an die alten James-Bond-Filme, die mit einem ordentlichen Portion Comic-Ästhetik ins 21. Jahrhundert geholt werden.
mit Colin Firth, Samuel L. Jackson, Mark Strong, Taron Egerton, Michael Caine, Sofia Boutella
Wiederholung: Montag, 28. Dezember, 01.00 Uhr (Taggenau! – Und dann wahrscheinlich ungekürzt)
–
Die Vorlage
Mark Millar/Dave Gibbons: Secret Service
(übersetzt von Claudia Fliege)
Panini, 2013
172 Seiten
19,99 Euro
–
Originalausgabe
Secret Service # 1- 6
Millarworld, Juni 2012 – April 2013
–
Mehr von Eggsy
„Jagd auf Red Diamond“ ist schon vor einiger Zeit erschienen und mein ursprünglicher Plan war, den von Rob Williams (Autor) und Simon Fraser (Zeichner) geschriebenen Comic im Zusammenhang mit dem neuen „Kingsman“-Film zu besprechen.
In dem Comic ist Eggsy inzwischen ein Kingsman. Aber nachdem er bei seinem letzten Einsatz den Duke of Edinburgh verprügelte, wird er beurlaubt. Kurz darauf gibt es ein Lebenszeichen des genialen Hacker Alias und weil gerade alle anderen Kingsman-Agenten im Einsatz sind, kehrt Eggsy zurück. Als er den Hacker schnappt, erfährt er, dass Red Diamond mit einem Virus alle Computer abschalten und so die vordigitale Welt wieder zurückholen will.
Williams und Fraser knüpfen gelungen an den Comic „Secret Service“ von Mark Millar und Dave Gibbons, der die Vorlage für Matthew Vaughns Film war, an. „Jagd auf Red Diamond“ ist ein schöner Spaß und eine gelungene Überbrückung für die Fans der Kingsman.
–
Rob Williams/Simon Fraser: Kingsman: Jagd auf Red Diamond
(übersetzt von Bernd Kronsbein)
Panini, 2019
156 Seiten
17 Euro
–
Originalausgabe
Kingsman: The Red Diamond # 1 – 6
September 2017 – Februar 2018
–
Demnächst im „Kingsman“-Universum
Eigentlich sollte der dritte „Kingsman“-Film bereits vor einigen Monaten im Kino laufen. Daraus wurde nichts. Jetzt soll „The King’s Man – The Beginning“ am 11. März 2021 starten; was ich für einen seh ambitionierten Starttermin halte. Ich gehe eher von einem Start Ende März oder im April aus.
Über den Inhalt ist nur bekannt, dass er eine Geschichte aus den Anfängen der „Kingsman“ erzählt. Mit viel Action, Explosionen, großer Starbesetzung und wieder von Matthew Vaughn inszeniert.
Außerdem sind geplant: ein dritter regulärer „Kingsman“-Film (der damit an „The Secret Service“ und „The Golden Circle“ anschließt, ein Film mit den „Statesman“, der aus dem zweiten „Kingsman“-Film „The Golden Circle“ bekannten US-amerikanischen Bruderorganisation, und eine achtstündige TV-Miniserie.
Da fehlt eigentlich nur noch eine Romanserie.
–
The King’s Man – The Beginning (Großbritannien/USA 2021)
Regie: Matthew Vaughn
Drehbuch: Matthew Vaughn, Karl Gajdusek (nach einer Geschichte von Matthew Vaughn)
mit Harris Dickinson, Gemma Arterton, Matthew Goode, Aaron Taylor-Johnson, Ralph Fiennes, Stanley Tucci, Charles Dance, Daniel Brühl, Djimon Hounsou, Rhys Ifans, Tom Hollander, Alexandra Maria Lara
Nachdem die Frankfurter Allgemeine kurzfristig die Zusammenarbeit mit Deutschlandfunk Kultur bei der Herausgabe der monatlichen Krimibestenliste aufgekündigt hat, ist das die letzte gemeinsame Liste. Ab Januar macht das dann der Deutschlandfunk alleine.
4. Mick Herron – Real Tigers (Plazierung im Vormonat: /)
Aus dem Englischen von Stefanie Schäfer. Diogenes, 480 Seiten, 18 Euro.
5. Un-Su Kim – Heißes Blut (Plazierung im Vormonat: 3)
Aus dem Französischen von Sabine Schwenk. Europaverlag, 582 Seiten, 24 Euro.
6. Éric Plamondon – Taqawan (Plazierung im Vormonat: 10)
Aus dem Französischen von Anne Thomas. Lenos, 208 Seiten, 22 Euro.
7. Joachim B. Schmidt – Kalmann (Plazierung im Vormonat: 4)
Diogenes, 352 Seiten, 22 Euro.
8. Garry Disher – Hope Hill Drive (Plazierung im Vormonat: 2)
Aus dem Englischen von Peter Torberg. Unionsverlag, 334 Seiten, 22 Euro.
9. Nick Kolakowski – Love & Bullets (Plazierung im Vormonat: /)
Aus dem Englischen von Stefan Lux. Suhrkamp, 427 Seiten, 11 Euro.
10. Nathaniel Rich – King Zeno (Plazierung im Vormonat: /)
Aus dem Englischen von Henning Ahrens. Rowohlt Berlin, 448 Seiten, 24 Euro.
–
Die Damen Manotti und Mina werden demnächst auch hier gebührend abgefeiert. Die Herren Disher und Kolakowski wollen hier ebenfalls abgefeiert werden. Sie machten mir Angebote, die ich nicht ablehnen konnte.
Und heute ist der neue Cormoran-Strike-Roman von Robert Galbraith (einige kennen sie unter ihrem richtigen Namen J. K. Rowling) bei mir eingetroffen. Offiziell erscheint er am 14. Dezember. Mit 1200 Seiten (ja, kein Tippfehler: eintausendzweihundert angenehm eng bedruckte Seiten) ist „Böses Blut“ (Blanvalet) definitiv ein Krimi für die Weihnachtstage, wenn man ungestört viele, viele Seiten lesen kann.
Sehen wir das Positive: Jetzt ist viel Zeit zum lesen guter Bücher. Eine Entscheidungshilfe bei der Wahl guter Krimis bietet die monatliche Krimibestenliste der Frankfurter Allgemeine und Deutschlandfunk Kultur. Aktuell empfiehlt sie:
1. Denise Mina – Götter und Tiere (Plazierung im Vormonat: /)
Aus dem Englisch von Karin Gerwig, Ariadne im Argument Verlag, 352 Seiten, 21 Euro..
2. Garry Disher – Hope Hill Drive (Plazierung im Vormonat: 1)
Aus dem Englischen von Peter Torberg. Unionsverlag, 334 Seiten, 22 Euro..
3. Un-Su Kim – Heißes Blut (Plazierung im Vormonat: 9)
Aus dem Französischen von Sabine Schwenk. Europaverlag, 582 Seiten, 24 Euro.
4. Joachim B. Schmidt – Kalmann (Plazierung im Vormonat: 5)
Diogenes, 352 Seiten, 22 Euro.
5. Sara Sligar – Alles, was zu ihr gehört (Plazierung im Vormonat: 3)
Aus dem Englischen von Ulrike Brauns. Hanserblau, 432 Seiten, 16 Euro.
6. Robert Brack – Dammbruch (Plazierung im Vormonat: /)
Aus dem Englischen von Jonas Jakob. Ariadne im Argument Verlag, 238 Seiten, 13 Euro.
8. Max Annas – Morduntersuchungskommission. Der Fall Melchior Nikoleit (Plazierung im Vormonat: 4)
Rowohlt, 336 Seiten, 20 Euro.
9. Steph Cha – Brandsätze (Plazierung im Vormonat: 2)
Aus dem Englischen von Karen Witthuhn. Ars Vivendi, 336 Seiten, 22 Euro.
10. Éric Plamondon – Taqawan (Plazierung im Vormonat: /)
Aus dem Französischen von Anne Thomas. Lenos, 208 Seiten, 22 Euro.
–
Und dann gibt es noch James Ellroys gut tausendseitiges Epos „Jener Sturm“ (This Storm, 2019) (Ullstein, 35 Euro), das letzten Monat ein kurzes Gastspiel auf der Liste gab.
An einem sonnigen Oktobersonntag erscheint die neue Krimibestenliste, wie immer präsentiert von der Frankfurter Allgemeine und Deutschlandfunk Kultur. Für die Herbstabende empfehlen die Damen und Herren Kritiker:
1. Garry Disher – Hope Hill Drive (Plazierung im Vormonat: 2)
Aus dem Englischen von Peter Torberg. Unionsverlag, 334 Seiten, 22 Euro.
2. Steph Cha – Brandsätze (Plazierung im Vormonat: 5)
Aus dem Englischen von Karen Witthuhn. Ars Vivendi, 336 Seiten, 22 Euro.
3. Sara Sligar – Alles, was zu ihr gehört (Plazierung im Vormonat: /)
Aus dem Englischen von Ulrike Brauns. Hanserblau, 432 Seiten, 16 Euro.
4. Max Annas – Morduntersuchungskommission. Der Fall Melchior Nikoleit (Plazierung im Vormonat: 1)
Rowohlt, 336 Seiten, 20 Euro.
5. Joachim B. Schmidt – Kalmann (Plazierung im Vormonat: /)
Diogenes, 352 Seiten, 22 Euro.
6. Parker Bilal – London Burning (Plazierung im Vormonat: 4)
Aus dem Englischen von Ulrike Thiesmeyer. Rowohlt, 494 Seiten, 12 Euro.
7. James Ellroy – Jener Sturm (Plazierung im Vormonat: /)
Aus dem Englischen von Stephen Tree. Ullstein, 976 Seite, 35 Euro.
Aus dem Englischen von Jonas Jakob. Ariadne im Argument Verlag, 238 Seiten, 13 Euro.
9. Un-Su Kim – Heißes Blut (Plazierung im Vormonat: /)
Aus dem Französischen von Sabine Schwenk. Europaverlag, 582 Seiten, 24 Euro.
10. Scott Thornley – Der gute Cop (Plazierung im Vormonat: 10)
Aus dem Englischen von Karl-Heinz Ebnet und Andrea O’Brien. Suhrkamp, 524 Seiten, 16 Euro.
–
Disher, Rendon, Thornley (über 500 Seiten) und Ellroy (gut 1000 Seiten sind schon eine Herausforderung. Vor allem weil Ellroys vorherige Romane mich nicht so wahnsinnig überzeugten. Und dann schreibt Tobias Gohlis auch noch, dass sich die Lektüre nicht lohnt) liegen bei mir auch oben auf dem Zu-lesen-Stapel.