Von Britannien nach Bagdad: Gertrude Bell (Letters from Baghdad, Frankreich/USA 2015, Regie: Zeva Oelbaum, Sabine Krayenbuhl)
Drehbuch: Zeva Oelbaum, Sabine Krayenbuhl
Spielfilmlange Doku über Gertrude Bell (1868 – 1926), die als Orient-begeister Britin ihr halbes Leben durch den Orient reiste, wenig begeistert vom Gehabe der Kolonialherren war und nach dem Ersten Weltkrieg involviert in die damalige Grenzziehung des Irak war, die für die heutigen Probleme mindestens mitverantwortlich (einige würden sogar sagen verantwortlich) ist.
Danach, um 21.45 Uhr, zeigt Arte die einstündige Doku „100 Jahre Krieg in Nahost: Das Sykes-Picot-Geheimabkommen und seine fatalen Folgen“ (Deutschland 2016).
Als wir Tony Chu kennen lernten, war er ein Polizist der FDA (Food and Drug Administration), der seit einigen Jahren enorm mächtigen Arznei- und Nahrungsmittelbehörde. Er ist ein humorloser Sturkopf mit einer besonderen, fast einmaligen Fähigkeit. Er ist ein Cibopath, also ein Mensch, der beim Essen die gesamte Geschichte des Gegessenen erlebt. Eine Fähigkeit, die bei Mordaufklärungen durchaus nützlich ist. Wenn auch nicht besonders appetitlich.
Zusammen mit seinem inzwischen mit kypernetischen Implantaten aufgemotzten Kollegen John Colby gehen die beiden Polizisten gegen Menschen vor, die gegen Gesetze verstoßen und Hühnerfleisch essen, zubereiten oder damit handeln. Dieses Handels- und Verzehrverbot wurde erlassen, nachdem eine Vogelgrippe zum Tod von Millionen Menschen führte.
Nach ihrem ersten Comicauftritt begannen die von Autor John Layman und Zeichner Rob Guillory erfundenen Ermittler dann nach den Verantwortlichen für die Hähnchen-Pandemie, die allein in den USA 23 Millionen Opfer forderte, zu suchen. Mal mit-, mal gegeneinander, mal mit, mal gegen andere Ermittler, mit mehr oder weniger viel, mehr oder weniger erwünschter Hilfe von Tonys Familie und mit Poyo. Der komplett durchgeknallte Hahn, der alle 80er-Jahre-Actionhelden vor dem Frühstück verspeisen könnte, ist nach den Ereignissen von „Brust oder Keule“ (Band 9) und „Blutwurst“ (Band 10) in „Die letzten Abendmahle“ (Band 11) allerdings nicht dabei.
Diese Suche nach den Verantwortlichen für die Pandemie ist aber nur der rote Faden für eine zunehmend, positiv gemeint abstrus werdende Comicserie, die von ihren satirischen Überspitzungen und dem Einfallsreichtum der beiden Macher lebt. Denn neben Tony Chu haben viele Menschen besondere Fähigkeiten. Zum Beispiel seine Tochter Olive (die immer wichtiger wird). Sie ist auch Xocoscalperitekerin, d. h. sie kann Waffen aus Schokolade nachbauen, die den Originalen in nichts nachstehen. Sie ist auch Tortaespaderokerin, d. h. sie kann Tortillas in tödliche Waffen verwandeln. Es gibt, was wir erst im neuesten „Chew – Bulle mit Biss!“-Sammelband „Die letzte Abendmahle“ erfahren, auch Cognominutusker (sie können jede Speisekarte in jeder Sprache lesen [keine Ahnung, für was das wirklich nützlich ist]) und Victulocusiriker (sie können einen, wenn man in ihrer Gegenwart speist, an den Herkunftsort des Gerichts bringen; – weshalb mein kein Dinofleisch essen sollte). Alles ist immer satirisch verfremdet gezeichnet und die zahlreichen, munter Zeit und Schauplätze wechselnden Episoden nehmen auf nichts Rücksicht.
Das macht so viel Spaß, dass man wenig Interesse an der Lösung hat. Die wird es Mitte Januar 2018 mit dem nächsten „Chew“-Sammelband „Sauerer Apfel“ geben. Autor John Layman hat schon vor Ewigkeiten gesagt, dass „Chew“ nach sechzig Heften (bzw. 12 Sammelbänden) enden wird.
Als Bonus gibt es im elften „Chew“-Band mit „Chew Revival“ ein Crossover von „Chew“ mit Tim Seeleys Serie, „Revival“, die ebenfalls auf ihr Ende zusteuert.
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John Layman/Rob Guillory: Chew – Bulle mit Biss!: Die letzten Abendmahle (Band 11)
Cheltenham College: ein typisches englisches Internat, in dem die Schüler mit den althergebrachten Methoden von Repression, Prügelstrafe und Gruppendruck (die älteren Mitschüler machen mit) auf das Leben vorbereitet werden. Bis drei Schüler beginnen gegen das Regime zu rebellieren.
Ein Klassiker des britischen Kinos, der 1969 in Cannes die Goldene Palme erhielt und der für heftige Diskussionen sorgte.
mit Malcolm McDowell, David Wood, Richard Warwick, Peter Jeffrey, Christine Noonan
Die Bounty (Großbritannien 1984, Regie: Roger Donaldson)
Drehbuch: Robert Bolt
LV: Richard Hough: Captain Bligh and Mr. Christian, 1972 (Neuauflage zum Filmstart als „The Bounty“)
Die Geschichte der Meuterei auf der „Bounty“ 1789. Aber dieses Mal wird die wahre Geschichte erzählt und da kommt Fletcher Christian, der Anführer der Meuterer, nicht mehr so gut weg – und Captain Bligh erscheint nicht mehr so böse.
„Dass das Laben die besten Geschichten schreibe, ist zwar nur ein hartnäckig sich behauptendes Gerücht, aber die recht aufwendige ‚Bounty‘-Neufassung vereint tatsächlich Historie und Spannung recht gut – und widerlegt somit streckenweise ein weiteres hartnäckiges Gerücht, nämlich dass ein Remake immer schlechter sein müsse als das Original.“ (Fischer Film Almanach 1986)
An der Kinokasse hat es nicht geholfen. Auch nicht, dass die Besetzung ziemlich prominent war.
mit Mel Gibson, Anthony Hopkins, Laurence Olivier, Edward Fox, Daniel Day-Lewis, Philip Davis, Bernard Hill, Liam Neeson
JAMES BOND: Feuerball (Großbritannien 1965, Regie: Terence Young)
Drehbuch: Richard Maibaum, John Hopkins, Jack Whittingham
LV: Ian Fleming: Thunderball, 1961 (Feuerball)
Emilio Largo, Blofelds bester Mann, erpresst die britische Regierung mit der Drohung zwei Atomraketen auf westliche Großstädte abzufeuern. Anstatt zu bezahlen schickt die Regierung James Bond los – die Welt zu retten.
Bond auf den Bahamas und mit gaaaanz vielen Tauchern. Die Story zu „Feuerball“ basierte auf einem zusammen mit Kevin McClory entworfenem Filmtreatment. Nach einem Rechtsstreit durfte McClory 1983 ein Remake machen. Es hieß „Sag niemals nie“ (ebenfalls mit Connery und am Ende wieder mit gaaaanz vielen Taucher, – wegen des Copyrights)
Mit Sean Connery, Adolfo Celi, Claudine Auger, Luciana Paluzzi, Ric Van Nutter, Bernhard Lee, Martine Beswick, Desmond Llewlyn, Lois Maxwell
P. S.: Für alle, die gerade einige Tage weg waren: Die Gerüchte haben ein Ende: Daniel Craig spielt wieder James Bond. Er hat es in diesem Gespräch bestätigt:
Der zerrissene Vorhang (USA 1966, Regie: Alfred Hitchcock)
Drehbuch: Brian Moore, Keith Waterhouse (ungenannt), Willis Hall (ungenannt)
Ein Physiker läuft in den Osten über. Allerdings nicht, um sein Land zu verraten, sondern um von einem Ost-Kollegen wichtige Informationen zu erhalten.
In den Sechzigern drehte Hitchcock zwei Spionagefilme. Doch „Der zerrissene Vorhang“ und „Topas“ zählen zu seinen schwächsten Werken: zu viele Charaktere, eine zu lahme Geschichte, einfach zu wenig Hitchcock und zu viel von einem starbesetzten Spionagefilm, für Menschen, die Filme gerne mit einer Flipchart ansehen.
Aus heutiger Sicht bietet „Der zerrissene Vorhang“ immerhin einige bekannte deutsche Schauspieler in einem Hitchcock-Film und einen hübschen Mord. Das ist für zwei Stunden aber zu wenig.
Brian Moore schrieb später unter anderem „Hetzjagd“, „Die Farbe des Blutes“ und „Es gibt kein anderes Leben“.
„Ohne Ausweg“ ist der dritte Roman mit dem Berliner Kommissar Faris Iskander. Nach seinen vorherigen Fällen genießt er in der Hauptstadt eine gewisse Berühmtheit. Normalerweise wäre das für Undercover-Ermittlungen hinderlich, aber in diesem Fall ist es ein Vorteil. Denn so kann um Iskander die Legende gestrickt werden, dass er frustriert von den früheren Ereignissen zum Islam konvertierte und jetzt eine Karriere als Terrorist anstrebt.
Als die für religiös motivierte Verbrechen zuständige LKA-Sondereinheit, deren Mitglied Iskander ist, von einem in wenigen Tagen oder Stunden geplanten Anschlag in Berlin erfährt, wird Iskander in das neue Hochsicherheitsgefängnis in Karlshorst eingeschleust. Der dort inhaftierte Terroristenanführer al-Sadiq soll den Anschlag geplant haben. Iskander soll sein Vertrauen erlangen und so an Informationen über den Anschlag gelangen.
In diese Moment wissen wir, auch ohne die Lektüre des Klappentextes, dass der Anschlag eigentlich von Rechtsextremen geplant wird und dass die Terroristen von Polizisten unterstützt werden.
Kathrin Langes neuen Iskander-Roman kann man als das Zusammentreffen von US-Thrillerplot und deutscher Piefigkeit beschreiben. Mit einem Touch James Patterson. Denn die Handlung schert sich kaum um Glaubwürdigkeit. Dafür gibt es alle paar Seiten (na gut, eher alle paar Dutzend Seiten) eine überraschende Wendung. So gerät Iskander während seinem teils haarsträubend verlaufenden Undercover-Einsatz in eine Knastrevolte, die den gesamten Terroristenplot erst einmal zur Seite schiebt. Wenn Iskander sich dann durch das von Gefangenen besetzte Gefängnis bewegt, scheinen die alle gerade das Gebäude verlassen zu haben. Jedenfalls muss er sich nicht mit den dort inhaftierten Extremisten jeglicher Couleur auseinandersetzen. Plötzlich vermutet die Sondereinheit einen Verräter in den eigenen Reihen und wenige Seiten später ist er enttarnt. Und dann muss noch der große Giftgasanschlag verhindert werden.
Die zahlreichen kleineren Anschläge, die bis dahin ausgeführt werden, würde keine ernsthafte Terrororganisation vor ihrem großen Anschlag ausführen. Sie haben auch keine erkennbaren Auswirkungen auf die Geschichte, die sich innerhalb weniger Stunden abspielt. Sie sind eher eine periodisch eingestreute Erinnerung an den unaufmerksamen Leser, dass es eigentlich um Terroristen geht, die einen sehr gefährlichen Anschlag planen. Währenddessen scheint das normale Stadtleben in Berlin weiterzulaufen, als sei nichts geschehen. Obwohl die Medien darüber berichten. Das ist nicht glaubwürdig und in diesem Fall mit zunehmender Seitenzahl auch nicht spannend.
Wir sind jung. Wir sind stark. (Deutschland 2014, Regie: Burhan Qurbani)
Drehbuch: Martin Behnke, Burhan Qurbani
Ostdeutsche Willkommenskultur. Burhan Qurbani rekonstruiert in seinem Spielfilm die fremdenfeindlichen Übergriffe in Rostock-Lichtenhagen im Sommer 1992, die Deutschland schockierten. Sehenswert und zu Diskussionen anregend.
Mit Jonas Nay, Joel Basman, Saskia Rosendahl, David Schütter, Trang Le Hong, Devid Striesow
Eigentlich fragte ich mich schon während der Lektüre von Leonhard F. Seidls Kriminalroman „Fronten“, was ich da lese. Nach dem Klappentext geht es um einen bosnischen Waffensammler, der im oberbayerischen Auffing auf der Polizeistation Amok läuft, nachdem die Polizei seine Waffen konfiszierte.
Während des Amoklaufs ist auch eine muslimische Ärztin auf der Station. Später wird sie, aus nicht wirklich nachvollziehbaren Gründen, von der Polizei als Verdächtige behandelt.
Und ein ‚Reichsbürger‘ sinnt auf Rache. Unter anderem an der Ärztin.
Das ist die durchaus vielversprechende Ausgangslage, die, nun, auf sehr verschiedenen Wegen zu einem Ende geführt werden kann.
Seidl entschließt sich für einen sehr seltsamen Weg. Während des gesamten Romans springt er von der Gegenwart in die Vergangenheit der drei Protagonisten zurück zu genau datierten, aber eher unspezifischen Tagen in den Jahren 1988, 1995, 2001, 2007, 2013 und 2015. Diese über viele Seiten ausgebreiteten Ereignisse sind wenig interessant. Mit den aktuellen Ereignissen in Auffing haben sie praktisch nichts zu tun. Außer man will, in einer sehr gewagten Ursache-Wirkungskette, einen monokausalen Zusammenhang von einer bestimmten Erziehung oder Demütigung auf ein späteres Verhalten herstellen.
Die Ereignisse in der Gegenwart gewinnen vor allem durch die zusammenfassenden Berichte ihren Zusammenhang. Aber Berichte und Zeitungsartikel sind in einem Roman (oder Film) vor allem ein Mittel, um schnell Informationen zu vermitteln oder eine Perspektive einzufügen, die wichtig ist, aber zu sehr von der Haupthandlung ablenken würde. Manchmal ist das auch der erzählökonomische Weg, um den Protagonisten über bestimmte für ihn wichtige Dinge zu informieren.
In „Fronten“ ersetzen diese Zeitungsartikel und Berichte die Geschichte. So wird über den für den Roman zentralen Amoklauf in der Polizeistation nichts geschrieben. Es gibt nur, auf Seite 52/53 den Einsatzbericht des Roten Kreuzes über den Ausgang des Amoklaufs (ein toter, vier verletzte Beamte, ein schwer verletzter Täter). Was wie geschah können wir uns dann ausmalen.
Mit dieser durchgehend angewandten Collage-Technik will Seidl den Leser zum mit- und nachdenken bewegen. Nur: es funktioniert nicht. Alles ist zu kryptisch, vieles überflüssig und die angebotenen Erklärungen bleiben oberflächlich.
Großbritannien 1984: Die Minenarbeiter streiken und hungern und werden von der Regierung bekämpft. In London entschließt sich der homosexuelle Aktivist Mark Ashton, ihnen zu helfen. Schließlich kämpfen sie doch beide gegen die Thatcher-Regierung. Das ist dann aber auch die einzige Gemeinsamkeit zwischen ihnen. Trotzdem überzeugt Ashton einige seiner Freunde, mit ihm Geld für die Streikenden zu sammeln und das Geld persönlich den Streikenden in Onllwyn zu überreichen.
Zum Kinostart des auf Tatsachen basierenden Feelgood-Movies schrieb ich: „Pride“ ist einer der schönsten Filme des Jahres. Erzählt in einem rauhen, unsentimentalem, aber auch humorvollem Tonfall, der das Herz wärmt und zeigt, wie Veränderungen geschehen können. So ist das Schlussbild, wenn die Bergarbeiter im gespendeten LGSM-Bus (Lesbians and Gays Support the Miners – yep, sehr unzweideutige Namensgebung) nach London kommen und bei dem Gay-Pride-Marsch mitdemonstrieren ein schönes Schlussbild.
Für den gesetzestreuen Papa ist diese Nachricht eine Katastrophe: der Sohn schlägt ganz nach dem Großvater – einem Einbrecher. Gerade jetzt plant er einen neuen Coup.
Vergnügliche Gaunerkomödie
mit Sean Connery, Dustin Hoffman, Matthew Broderick
In den vergangenen vier Jahren erarbeitete der Polar Verlag sich unter Krimifans mit neuen Autoren (wie Christian Roux, Matthew F. Jones, Benjamin Whitmer, Gene Kerrigan und Ray Banks) und alten Bekannten (wie Ken Bruen, Nathan Larson, Bill Moody und Newton Thornburg) schnell einen sehr guten Namen. Es sind Autoren, die in der Tradition des Polar und des Noirs stehen und ihn fortentwickeln. Es sind Autoren, die Bücher für Leser schreiben, die auf den nächsten lauschigen Landhauskrimi oder formelhaften Serienmörderthriller getrost verzichten können.
Jetzt will der Polar Verlag auch deutschsprachige Autoren herausbringen. Und hoffentlich, denn das Polar-Programm ist doch arg männerlastig, sind dann auch einige Autorinnen dabei. Dafür hat der Verlag jetzt eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Sie endet am 6. September.
Ab Herbst 2017 beabsichtigen wir, jedes Jahr vier deutsche Autoren/Innen zu veröffentlichen. Zum Aufbau unserer neuen Reihe «Deutscher Polar» benötigen wir eure Unterstützung. (…)
Die Welt des Polars hat Dreck am Stecken. Lasst uns deutsche Polar-Autoren veröffentlichen.
Wofür wir eure Unterstützung brauchen
Stufe 1 26.000,- Euro: Gerade bei der Einführung deutscher Polar-Autoren/Innen ist es wichtig, ihnen dieselbe intensive Aufmerksamkeit zu widmen, die unsere internationalen Autoren bereits genießen. Dazu müssen wir Kräfte freisetzen, die einen behutsamen Aufbau und eine Betreuung über Jahre hinweg ermöglichen. Dank eurer Unterstützung helft ihr uns, hier eine seriöse Planung zu ermöglichen.
Stufe 2 25.000,- Euro: Mit der Einführung des Deutschen Polars begeben wir uns auf die Suche nach neuen deutschen Autoren/Innen, mit denen wir zusammen an ihren Texten arbeiten wollen. Nicht jeder besitzt genug eigene Mittel, um sich die Teilnahme an unserer Textwerkstatt zu ermöglichen. Mit eurer Unterstützung verschaffen wir diesen Autoren den Zugang zur Polar Masterclass, die als Talentwerkstatt für Geschichten gedacht ist.
Belohnungen
Neben den Autoren und unserer Faszination für gute Geschichten verstehen wir uns als offener Verlag, der seine Leser kennenlernen und sich ihnen stellen will. Deswegen bestehen viele unserer Belohnungen aus der Möglichkeit, uns kennenzulernen. Sei es als Fotoshooting mit Kerstin Petermann, sei es ein Blick hinter die Verlagskulissen, ein Kinobesuch und vieles mehr.
Herr der Fliegen (Großbritannien 1963, Regie: Peter Brook)
Drehbuch: Peter Brook
LV: William Golding: Lord of the Flies, 1954 (Herr der Fliegen)
Nach einem Flugzeugabsturz versucht eine Gruppe britischer Schuljungen zu überleben. Zuerst halten sie sich an die in der Schule eingeübten Regeln. Doch schnell legen sie die Fesseln der Zivilisation ab.
„eine exzellente und intelligente Verfilmung der literarischen Vorlage“ (TV Spielfilm: Das große Filmlexikon) deren pessimistische Botschaft für Kontroversen sorgte und sorgt. Brooks selten gezeigte Verfilmung erlebte seine Deutschlandpremiere erst 1971 im ARD und 1983 dann auch im Kino.
William Golding erhielt 1983 den Nobelpreis für Literatur. Sein Debütroman „Herr der Fliegen“ ist inzwischen ein Klassiker.
1990 drehte Harry Hook ein Remake.
mit James Aubrey, Tom Chapin, Hugh Edwards, Roger Elwin, Tom Gaman, David Brunjes, Kent Fletcher
Fotograf Jeffries liegt mit einem gebrochenen Bein in seinem Hinterhofzimmer und beobachtet gelangweilt seine Nachbarn. Eines Tages glaubt er, Mr. Thorwald habe seine Frau umgebracht. Aber wie kann er es beweisen?
Ein Meisterwerk. Ein perfekter Film über Männer und Frauen, über alle Facetten des Zusammenlebens (eigentlich der Unmöglichkeit des Zusammenlebens zwischen Mann und Frau) und über Voyeure – gedreht in einem einzigen Studio (der gesamte Hinterhof wurde dort „funktionsfähig“ nachgebildet) aus einer einzigen Perspektive (wir sind mit James Stewart in seinem Zimmer gefangen).
Beginn eines Hitchcock-Abends: um 20.15 Uhr folgt „Über den Dächern von Nizza“, um 22.30 Uhr „Der Mann, der zuviel wusste“ und um 01.05 Uhr „Vertigo – Aus dem Reich der Toten“.
Mit James Stewart, Grace Kelly, Thelma Ritter, Raymond Burr
Wiederholung: Dienstag, 15. April, 03.20 Uhr (Taggenau!)
JAMES BOND: Goldfinger (Großbritannien 1964, Regie: Guy Hamilton)
Drehbuch: Richard Maibaum, Paul Dehn
LV: Ian Fleming: Goldfinger, 1959
Goldfinger (Gert Fröbe) will Fort Knox ausräumen. James Bond (Sean Connery) hat etwas dagegen.
Mit „Goldfinger“ hatte sich James Bond endgültig im Kino etabliert und der Presserummel bei „Feuerball“ und „Man lebt nur zweimal“ war gigantisch. Ebenso die Zahl der mehr oder weniger missglückten Kopien in Buch und Film. Da scheint der heutige Rummel um „Harry Potter“/“Herr der Ringe“/“Krieg der Sterne“/“Matrix“/“X-Men“/“Marvel“ ein Klacks zu sein.
Mit Sean Connery, Gert Fröbe, Honor Blackman, Shirley Eaton, Harold Sakata, Bernard Lee, Lois Maxwell
Michael hält es für eine gute Idee, einige Tage mit seinem Sohn Luis zu verbringen. Der ist vierzehn Jahre, lebt bei seiner Mutter und sieht seinen Vater Michael nie. Außer jetzt, als Luis seinen Vater notgedrungen, unwillig und unlustig zur Beerdigung seines Großvaters nach Norwegen begleitet und er möglichst schnell wieder zurück in sein normales Leben will.
Aber Michael will – wahrscheinlich geschockt durch den Tod seines Vaters, zu dem er seit Jahren keinen Kontakt hatte – eine Beziehung zu seinem Sohn aufbauen. Also nimmt er ihn, ohne ihn um seine Meinung zu fragen, mit auf eine von ihm minutiös durchgeplante Reise durch Norwegen, die in einem Wanderurlaub enden soll.
Diese Reise und die damit verbundene Annäherung zwischen Vater und Sohn erzählt Thomas Arslan in seinem neuen Film „Helle Nächte“ konsequent undramatisch. Immer dann, wenn es einen Konflikt geben könnte, vermeidet Thomas Arslan ihn. Wenn sie, zum Beispiel, eine Nacht am Strand verbringen und wenige Meter weiter eine Gruppe Jugendlicher kommt, die die Nacht durchfeiert, passiert nichts. Die Jugendlichen feiern. Michael und Luis ziehen sich in ihr Zelt zurück, schlafen bis zum Morgengrauen und fahren weiter. Wenn Luis mal wieder eine seiner kleinen Fluchten unternimmt, ist er schnell wieder bei seinem Vater. Auch weil es keine Flucht, sondern ein Spaziergang ohne Abmeldung war. Und die Begegnungen, die sie mit anderen Menschen haben, enden folgenlos.
Je nach Stimmung ist „Helle Nächte“ daher ein sehr subtiler, tiefer und präziser Einblick in eine Vater-Sohn-Beziehung, die vor allem an einer überwältigenden Kommunikationsunfähigkeit des Vaters (von einem Teenager kann man das nicht erwarten) scheitert und, wie ein gewöhnlicher Urlaub, im Nichts endet, weil man am Ende des Urlaubs der gleiche Mensch ist, der man am Anfang war und ein Urlaub nicht auf ein großes, filmreifes Finale hin geplant wird. Oder „Helle Nächte“ ist ein einziger, mühsam mit langen Szenen, in denen nichts passiert (außer dass das Auto sich durch die Landschaft bewegt) auf knapp neunzig Minuten gestreckter, prätentiöser, nichtssagender, auf der Stelle stehender Quark.
Im Kino, vor allem nachdem ich endgültig begriffen hatte, dass nichts Dramatisches geschehen wird, dass es keine kathartischen Momente und auch keine Katharsis geben wird, tendierte ich, tödlich gelangweilt, zu dieser Ansicht.
Jetzt, beim Schreiben meiner Kritik, tendiere ich etwas zur ersten Ansicht. „Helle Nächte“ ist ein Film über Kommunikationsunfähigkeit und Arslan zeigt das mit beeindruckender Konsequenz in jeder Szene und in jeder Sekunde. Schon in den ersten Minuten beobachtet Arslan Michael minutenlang bei der Arbeit auf einer Baustelle. Er ist allein. Er redet mit niemandem. Wenn Michael später in einer der zahlreichen ungeschnittenen Szenen des Films mit seiner Schwester telefoniert und mit ihr über den Tod ihres Vaters redet, sehen wir nur ihn. Dieser Inszenierungsstil zieht sich durch den gesamten Film bis, quasi als Höhepunkt, zu einer vierminütigen Autofahrt durch den Nebel, gedreht aus der Perspektive des Fahrers mit starrem Blick auf die kaum befahrbare Straße.
In der damit verbundenen künstlerischen Geschlossenheit ist das durchaus beeindruckend, aber auch nicht besonders spannend. Schließlich begreift man die Botschaft des Films recht schnell und ab diesem Moment zeigt Arslan, ohne große Variationen, immer wieder das Gleiche. Auch wenn es gegen Ende des Films einen kurzen Moment gibt, in dem sich die Beziehung zwischen Vater und Sohn ändert und der Vater ein anderer, ein offener Mensch werden könnte. Letztendlich gibt es in dem Film keinen Ausweg aus dieser Isolation und Sprechunfähigkeit.
Zum Abschluss noch einige Fakten: Thomas Arslan drehte zuletzt den Western „Gold“ und den Gangsterfilm „Im Schatten“. Tristan Göbel, der Luis spielt, kennen wir als Maik aus Fatih Akins Wolfgang-Herrndorf-Verfilmung „Tschick“. Und Georg Friedrich, der Maiks Vater Michael spielt, erhielt auf der Berlinale den Silbernen Bär als Bester Darsteller.
Helle Nächte (Deutschland 2017)
Regie: Thomas Arslan
Drehbuch: Thomas Arslan
mit Georg Friedrich, Tristan Göbel, Marie Leuenberger, Hanna Karlberg, Aggie Peterson, Frank Arne Olsen, Helle Goldman
Arte zeigt die restaurierte Fassung, allerdings mit der alten deutschen Synchronisation.
Danach zeigt Arte um 23.25 Uhr „Sgt. Pepper’s Musical Revolution“ (Doku, GB 2017) und um 00.25 Uhr „John Lennon: Live in New York City“ (30. August 1972 mit Yoko Ono und der Plastic Ono Elephant’s Memory Band).
mit John Lennon, Paul McCartney, George Harrison, Ringo Starr, Wilfrid Brambell, Anna Quayle, Norman Rossington
Jetzt, endlich, nachdem schon seit Jahren, darüber gesprochen wurde, wahrscheinlich alle wichtigen Menschen in Hollywood, außer Clint Eastwood, irgendwann, mehr oder weniger ernsthaft, mit einer Verfilmung assoziiert wurden, Stephen King vor zehn Jahren die Verfilmungsrechte verkaufte und der Film dann mit verschiedenen Machern assoziiert wurde, ist die Verfilmung von „Der dunkle Turm“, Kings epischer, über Jahrzehnte geschriebener Fantasy-Saga, fertig.
Eine TV-Serie, die in einer noch unklaren Verbindung zum Film steht, – wahrscheinlich wird die Origin-Geschichte von Roland erzählt -, und ein weiterer Spielfilm, der sich irgendwie auch auf die TV-Serie beziehen soll, sind geplant. Ob den derzeit noch sehr schwammigen offiziellen Ankündigungen Taten folgen, wird die Zukunft zeigen.
In den USA ist der Film letzte Woche angelaufen. Aktuell steht er, was vor allem an der schwachen Konkurrenz liegt, auf dem ersten Platz der Kinocharts. Von der Kritik wurde er mit einem Furor verrissen, den zuletzt „Die Mumie“ erleben durfte.
Dabei ist „Der dunkle Turm“ nicht so schlecht, wie die Kritiken befürchten lassen. Ein guter Film ist er auch nicht. Sondern nur ein zutiefst durchschnittlicher, weit unter seinem Potential bleibender Film, der sich etliche Freiheiten gegenüber Kings Fantasy-Saga nimmt. Der Film ist nämlich eine einführende Interpretation in die von King über inzwischen acht Romane entworfene Welt,
Der vierzehnjährige Jake Chambers (Tom Taylor) lebt in New York. Seine Mutter hat einen neuen Freund und er ist in psychiatrischer Behandlung, weil er den Verlust seines Vaters noch nicht überwunden hat und Alpträume hat. Er träumt von einem dunklen Turm, einem Mann in Schwarz, einem Revolverhelden und einer untergehenden Welt. Er zeichnet seine Träume auf. Als er auf den Straßen von Manhattan und in seiner Wohnung Gestalten aus seinen Träumen begegnet, glaubt er, endgültig wahnsinnig zu werden.
Durch ein Portal betritt er Mittwelt, eine archaische Steampunk-Westernlandschaft. Dort erhofft er sich Antworten auf seine Alpträume, die doch keine Alpträume, sondern Bilder einer ihm unbekannten Realität sind. Er trifft den Revolvermann Roland Deschain (Idris Elba), der den Mann in Schwarz (Matthew McConaughey) verfolgt. Walter O’Dim hat übernatürliche Kräfte und eine große Gefolgschaft. Er will den dunklen Turm, der im Zentrum vieler verschiedener Welten steht, zum Einsturz bringen und so gleichzeitig alle Welten vernichten.
Roland will das verhindern und die Zeichnungen von Jake können ihm den Weg zum Mann in Schwarz und zum dunklen Turm weisen.
Ein klarer Konflikt, gute Schauspieler, beeindruckende Locations (gedreht wurde in Südafrika und New York) und trotzdem kann „Der dunkle Turm“ nicht wirklich begeistern. Die Tricks und die Actionszenen sind zwar gut, aber nicht grandios. Kein Dialoge bleibt im Gedächtnis. Alles wirkt etwas lieblos hingeschludert und fahrig. Deshalb hat man immer das Gefühl, dass mit etwas mehr Zeit beim Dreh und einer ruhigeren und konzentrierteren Erzählweise beim Erzählen der Filmgeschichte ein deutlich besseres Ergebnis möglich gewesen wäre.
Für einen Kinofilm wirkt alles immer eine Nummer zu klein. So als habe man den neunzigminütigen Pilotfilm für eine TV-Serie inszeniert.
Die Geschichte hat zwar ein klares Ende und keinen irgendwie gearteten Cliffhanger zum nächsten Film, aber trotzdem wirkt „Der dunkle Turm“ immer wieder wie ein Set-up, wie eine erste Begegnung mit einer Welt, in der noch viele Geschichten spielen können.
Idris Elba und Matthew McConaughey spielen weit unter ihrem Niveau. In Nikolaj Arcels Film haben sie nie die Präsenz, die sie in anderen Filmen und TV-Serien (ich sage nur „Luther“ und „True Detective“) haben. Das ist vor allem bei Idris Elba bedauerlich. Schon wieder hat er eine Rolle in einem Hollywood-Big-Budget-Film (auch wenn bei „Der dunkle Turm“ das Budget mit sechzig Millionen Dollar erstaunlich gering ist), schon wieder wird er unter Wert verkauft und schon wieder ärgert man sich darüber, dass Hollywood nicht die richtigen Rollen für Elba findet.
Insofern ist „Der dunkle Turm“ weit ab von dem Desaster, das man nach den ersten Kritiken befürchten konnte. Es ist aber auch nie ein Film, der unbedingt auf die große Leinwand drängt und der an irgendeinem Punkt beeindruckt. Er ist einfach in jeder Beziehung gewöhnlich und vorhersehbar.
Der dunkle Turm (The dark Tower, USA 2017)
Regie: Nikolaj Arcel
Drehbuch: Akiva Goldsman, Jeff Pinkner, Anders Thomas Jensen, Nikolaj Arcel
LV: basierend auf den „Der dunkle Turm“-Romanen von Stephen King
mit Idris Elba, Matthew McConaughey, Tom Taylor, Katheryn Winnick, Nicholas Hamilton, Jackie Earle Haley, Abbey Lee, Dennis Haysbert, José Zúñiga
Länge: 95 Minuten
FSK: ab 12 Jahre
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Die Vorlage
„Der Mann in Schwarz floh durch die Wüste, und der Revolvermann folgte ihm.“
Mit diesen Worten beginnt „Der dunkle Turm: Schwarz“. Der Roman erschien ursprünglich zwischen 1978 und 1981 im „The Magazine of Fantasy and Science Fiction“ als fünfteiliger Fortsetzungsroman. Er bildet der Auftakt zu Stephen Kings langlebigster Serie, die Fantasy munter mit allen möglichen Genres verknüpft. Neben den acht Romanen, Kurzgeschichten, zahlreichen Querverweisen zu und von seinen anderen Büchern und einer Comicserie ist „Der dunkle Turm“ vor allem ein sich in alle Richtungen ausdehnendes Werk.
In „Schwarz“ verfolgt der Revolvermann Roland, mit etlichen Zeitsprüngen (oder Erinnerungen), den Mann in Schwarz durch eine an einen Italo-Western erinnernde Steampunk-Wüstenlandschaft. Er erzählt einem Grenzbewohner, wie er eine ganze Stadt auslöschte. Er trifft Jake Chambers, ein aus unserer Gegenwart kommender Junge, der sich nur an Bruchstücke seines früheren Lebens erinnert. Jake lebt allein in einem verlassenen Gasthaus. Roland nimmt ihn mit und nach einigen gefährlichen Begegnungen mit mehr übernatürlichen als natürlichen Wesen steht er dem Mann in Schwarz gegenüber. Und diese Begegnung verläuft anders als im Film. Das liegt auch daran, dass Roland im Roman noch nicht weiß, was der dunkle Turm ist und was der Mann in Schwarz will.
„Schwarz“ ist eine Sammlung von lose zusammenhängenden Impressionen und Episoden, die in einer prä-/postapokalyptischen Westernlandschaft spielen. Manche dieser Impressionen spielen in einer anderen Zeit. Oft ist der Zusammenhang zwischen diesen Episoden und der Hauptgeschichte nur erahnbar. Das liegt auch daran, dass sie für die aktuelle Geschichte bedeutungslos sind, und dass die Hauptgeschichte eine Ansammlung fast beliebig austauschbarer, folgenloser Begegnungen ist.
„Schwarz“ ist ein wirklich schwer verständlicher, fast schon unverständlicher und damit unnötig konfuser Einstieg in die Welt des dunklen Turms.
Bei meiner grundsätzlichen Abneigung gegen Fantasy gehört der Roman zu den Büchern, mit denen ich absolut nichts anfangen kann.
Zum Kinostart veröffentlichte der Heyne-Verlag den ersten Band der „Der dunkle Turm“-Saga mit einem neuen Cover.
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Stephen King: Der dunkle Turm: Schwarz
(Erweiterte und überarbeitete Neuausgabe)
(übersetzt von Joachim Körber)
Heyne, 2017 (Filmausgabe)
352 Seiten
9,99 Euro
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Originalausgabe der ursprünglichen Fassung
The Dark Tower: The Gunslinger
Donald M. Grant Publisher, Inc., 1982
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2003 erstellte Stephen King eine überarbeitete und leicht erweiterte Fassung, in der er einige Details an die weiteren Ereignisse seiner „Der dunkle Turm“-Serie anpasste, die er damals mit „Savannah“ (Song of Savannah) und „Der Turm“ (The Dark Tower) abschloss. Für den Moment. Denn 2012 erschient mit „Wind“ (The Wind through the Keyhole) ein achter Roman, der zwischen den „Der dunkle Turm“-Romanen „Glas“ und „Wolfsmond“ spielt.
Die Neuausgabe folgt der 2003er-Ausgabe des Romans.
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Bonushinweis
Vor wenigen Wochen erschien die Taschenbuchausgabe von „Basar der bösen Träume“, der sechsten Sammlung von Kurzgeschichten von Stephen King. Zusätzlich zur gebundenen Ausgabe enthält das Taschenbuch die neue Geschichte „Die Keksdose“ (knapp vierzig Seiten). Insgesamt enthält die Taschenbuchausgabe 21 Geschichten, die in den vergangenen Jahren bereits an verschiedenen Orten erschienen und für die Buchausgabe von King überarbeitet wurden.
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Stephen King: Basar der bösen Träume
(übersetzt von vielen, sehr vielen,unglaublich vielen Übersetzern)
Der Schmuggler und Familienvater Kristófer, auf Bewährung draußen, will, obwohl er finanziell kaum über die Runden kommt, ehrlich bleiben. Aber für seine Familie lässt er sich auf eine letzte Schmuggeltour ein.
„Isländischer Kriminalfilm, der trockenen Humor mit rasanten Actionszenen verbindet.“ (Lexikon des internationalen Films)
Für das gelungene US-Remake „Contraband“ übernahm Hauptdarsteller Baltasar Kormákur die Regie und Mark Wahlberg die Hauptrolle. Einige der unglaublichsten Szenen des Remakes sind schon im deutlich vom US-Gangsterthriller beeinflussten Original, das einen kräftigen Schluck aus der Kaurismäki-Pulle genommen hat.
Insgesamt wirkt „Reykjavik – Rotterdam: Tödliche Lieferung“ wie die Skizze für „Contraband“.
mit Baltasar Kormákur, Ingvar Eggert Sigurdsson, Kilja Nótt Thórarinsdóttir