Forscher haben das Mittel gefunden, um die Klimakatastrophe abzuwenden: sie verkleinern einfach die Menschen. Denn so ein zwölf Zentimeter großer Mensch verbraucht fast keine Idee mehr. Der von seinem Leben gefrustete Paul lässt sich verkleinern. Seine Frau macht in letzter Sekunde einen Rückzieher und Paul muss die Miniwelt allein erkunden und neue Freunde finden.
Vor dem Hintergrund der äußerst detailliert ausgemalten Welt der Winzlinge erzählt Alexander Payne eine liebevoll erzählte Liebesgeschichte voller liebenswerter Menschen. Ein herzerwärmender Film.
Nachdem Gerüstbauer Ringo Fleisch, stockbetrunken wie immer, einen Kollegen verletzt, kommt er einem Rauswurf zuvor, indem er kündigt. Anschließend streift er ziellos durch seine Heimatstadt Herne und landet auf dem Rummelplatz. Geblendet von den Neonlichtern der Cranger Kirmes nimmt er einen Job auf der Achterbahn an. Kurz darauf engagiert ihn Frankie, der Besitzer einer Boxbude, als Kirmesboxer. Ringo nimmt den Job an, trainiert und steigt in den Ring.
Währenddessen freundet er sich mit dem immer wieder aus seiner Rolle fallendem Pantomimen Der Große Heinz und Jenny vom Autoscooter an. Sie wird seine Freundin, nimmt ihn mit auf Klautouren und hat Ärger mit ihrem Ex-Freund. Mit dem Geld, das der geschiedene, tumbe Ringo als Kirmesboxer verdient, will er seiner gehörlosen Tochter Mia einen Wunsch erfüllen.
Gut, die Story von „Rock’n’Roll Ringo“ entwickelt sich vorhersehbar und auch holprig. Einiges, wie die das Geschehen kommentierenden Texte von Kirmespfarrer Petrus, sind schlicht prätentiös. Die Schauspieler überzeugen vor allem durch ihre Präsenz und Authentizität. Authentizität und Atmosphäre sind dann auch die beiden Worte, die Dominik Galizias neuen Film, nach dem Off-Kinohit „Heikos Welt“, am besten beschreiben. Mit sehr bunten Cinemascope-Bildern taucht er in das liebevoll porträtierte Milieu der Schausteller ein.
Die Ästhetik orientiert sich dabei am Kino der achtziger Jahre, mit kleinen Referenzen an das davor und danach liegende Jahrzehnt, als die Nacht neonbunt leuchtete und in Deutschland ein Kirmesplatz als Ort der Träume von einem besseren Leben taugte.
Im Ruhrpott, in und um Herne, stehen die Zeichen gut für einen Publikumshit und kommenden Kultfilm.
Rock’n’Roll Ringo (Deutschland 2024)
Regie: Dominik Galizia
Drehbuch: Dominik Galizia
mit Martin Rohde, Larissa Sirah Herden, Charly Schultz, Margarethe Tiesel, Erwin Leder, Peter Trabner, Tuba Seese, Victoria Schulz, Eric Cordes
Der Überfall auf ein Juweliergeschäft gelingt ihnen noch gerade so. Auf ihrer schlampig geplanten Flucht ist dann ihr auf einem Behindertenparkplatz geparktes Fluchtauto weg. Kopflos laufen die beiden Räuber Paulo (Artus) und sein Vater La Fraise (Clovis Cornillac) durch die Stadt und stoßen eher zufällig zu einer Reisegruppe. Alice (Alice Belaïdi), die Gruppenleiterin, hält die beiden Räuber für ein verspätetes, ihr nicht bekanntes Mitglied der Gruppe und seinen Begleiter. Sie bestätigen, ohne zu wissen, auf was sie sich einlassen, dass sie tatsächlich Sylvain und sein älterer Begleiter Orpi sind.
Als sie den Bus besteigen, bemerken sie, dass die elfköpfige Gruppe nur aus Behinderten besteht. Gemeinsam verlassen sie die Stadt in Richtung Berge zu einer gemeinsamen, einige Tage dauernden Freizeit. Dort ist der Handyempfang schlecht und es gibt keine Möglichkeit, die Gruppe vorher unauffällig zu verlassen.
Oh, und die vor allem geistig Behinderten haben schnell herausgefunden, dass Sylvain nicht behindert ist. Aber sie werden ihn nicht verraten, wenn er ihnen bei bestimmten Dingen hilft.
„Was ist schon normal?“ ist eine warmherzige Komödie, in der nicht über, sondern mit Behinderten gelacht wird. Die Mitglieder der Reisegruppe werden von Behinderten gespielt, die letztendlich sich selbst spielen. Der Humor ist nicht sonderlich subtil, sondern oft eher fröhlich klamaukig. Es ist der Humor und die Witze, die, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, den Behinderten gefallen. Es gibt viel Situationskomik, die sich immer wieder aus dem in der Situation unangepasstem Verhalten und den Marotten der Laiendarsteller ergeben. Die drei Betreuer, die die Truppe begleiten und beaufsichtigen, geben den Behinderten, die Freiheiten, sie in einem sicheren Umfeld auszuleben. Der herzensgute, naive Sylvain und der ruppige Orpi, der ihnen anfangs ablehnend gegenüberstand, animieren sie, sich weiter zu entfalten.
Artus‘ Komödie, für die er die Idee hatte, das Drehbuch schrieb, die Hauptrolle spielte und erstmals die Regie übernahm, ist ein weitgehend vorhersehbarer Spaß, der von seinen Figuren und Schauspielern lebt, die vor einer malerischen Alpenkulisse einfach sie selbst sind.
In Frankreich ist die sommerliche Feelgood-Komödie „Was ist schon normal?“ ein Kassenerfolg mit deutlich über zehn Millionen Besuchern.
Was ist schon normal?(Un p’tit truc en plus, Frankreich 2024)
Regie: Artus
Drehbuch: Artus, Clément Marchand, Milan Mauger
mit Artus, Clovis Cornillac, Alice Belaïdi, Marc Riso, Céline Groussard, Gad Abecassis, Ludovic Boul, Stanislas Carmont, Marie Colin, Thibault Conan, Mayane Sarah El Baze, Theophile Leroy, Boris Pitoëff, Sofian Ribes, Arnaud Toupense, Benjamin Vandewalle
Das fünfte Element (The Fifth Element, Frankreich 1997)
Regie: Luc Besson
Drehbuch: Luc Besson, Robert Mark Kamen (nach einer Geschichte von Luc Besson)
Zukunft, Erde: Taxifahrer Korben Dallas (Bruce Willis), der noch nicht einmal sein Leben auf die Reihe bekommt, muss mal eben das Universum retten und besucht dafür auch einige ferne Planeten in weit entfernten Galaxien. Aliens und andere seltsame Wesen gibt es auch. Action und Spaß sowieso.
Quietschbuntes, vollkommen durchgeknalltes Science-Fiction-Abenteuer, das den Fans der „Guardians of the Galaxy“ gefallen dürfte.
Hier hat Luc Besson, nach „Subway“, „Nikita“, „Leon – Der Profi“, noch einmal gezeigt, was er kann: „ein Fest für die Augen“ (Annette Kilzer, Herausgeberin: Bruce Willis)
2017 drehte er mit „Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“ ein überflüssiges Quasi-Remake.
mit Bruce Willis, Gary Oldman, Ian Holm, Milla Jovovich, Chris Tucker, Luke Perry, Brion James, Lee Evans, Tricky, Mathieu Kassovitz
Es passiert selten, aber ab und zu: ein Jugendfilm, der für Jugendliche gemacht wurde, erhält von der FSK eine Freigabe, nach der Jugendliche den Film nicht sehen dürfen. Dabei wurde „Ellbogen“ seit seiner Premiere auf der Berlinale in der Sektion „Generation 14plus“ auf Kinder- und Jugendfilmfestivals gezeigt, von Jugendlichen diskutiert und ausgezeichnet. Unter anderem mit dem Goldenen Spatz auf dem Deutschen Kinder Medien Festival. Die Festivaljury besteht aus Kindern. Und damit aus Menschen, die jetzt „Ellbogen“ im Kino nicht mehr sehen dürfen, weil der Film ‚frei ab 16 Jahren‘ ist. Lehrer dürfen ihn in der Schule selbstverständlich auch erst verwenden, wenn die Schüler älter als 16 Jahre sind.
Die FSK schreibt in ihrer Freigabebegründung: „Der Film hat eine durchgehend angespannte Grundstimmung und stellt eine Jugendliche in den Mittelpunkt, die ihr negatives und gewalttätiges Verhalten weder hinterfragt noch bereut.“
Die Jugendliche ist Hazal. An ihrem 18. Geburtstag will sie mit ihren beiden besten Freundinnen in einer angesagten Berliner Disco feiern. Sie werden nicht hineingelassen. Als sie am U-Bahnsteig von einem gleichaltrigen betrunkenem Jungen angemacht werden, reagieren sie mit Gewalt. Am Ende ist er tot. Sie verlassen den Tatort.
Hazal flüchtet nach Istanbul und schlüpft bei ihrer ungefähr gleichaltrigen Internetbekanntschaft unter. Mehmet arbeitet in einem Callcenter und konsumiert eifrig Drogen.
„Ellbogen“ ist das auf Fatma Aydemirs Roman basierende Spielfilmdebüt von Asli Özarslan. Die Stärken des Films liegen in der Protagonistin und der Inszenierung, die immer nah an Hazal bleibt und die ihr Verhalten weder entschuldigt noch verurteilt. Das überlässt er dem Publikum.
Hazal, glaubwürdig gespielt von Melia Kara in ihrem Filmdebüt, ist eine im Wedding lebende Deutschtürkin. Sie ist vergnügungssüchtig, ichbezogen und faul. Sie möchte gerne erfolgreich sein, scheut aber die dafür notwendige Arbeit. Sie denkt, dass nicht sie, sondern die anderen Menschen und die Gesellschaft für ihre Situation verantwortlich sind. Und sie will keine Verantwortung für ihre Taten übernehmen. Stattdessen flüchtet sie.
Die Schwächen liegen im Aufbau der Geschichte und der ausschließlichen Konzentration auf Hazal. Das macht den Film zu einer Ich-Erzählung. Mit dem Abspann dauert „Ellbogen“ neunzig Minuten. Über dreißig Minuten vergehen, bis Hazal und ihre beiden Freundinnen den jungen Mann zusammenschlagen, treten und töten. In dem Moment beginnt die eigentliche Geschichte. Bis dahin geschieht eher wenig. Wir beobachten eine junge Frau zusammen mit ihrer Familie, ihren Freundinnen und, ein wenig, auf der Suche nach Arbeit. Das, was Özarslan in dieser halben Stunde erzählt, hätte ein anderer Regisseur in zwanzig oder sogar nur zehn Minuten erzählt.
Auch später, in Istanbul, geschieht eher wenig. Die Tat wird, bis auf einen Seitenaufruf im Internet, nicht weiter thematisiert. Hazal könnte, bis auf die letzten paar Minuten, genausogut einfach von zu Hause ausgerissen sein oder einen Urlaub bei ihrem Freund verbringen. Salopp sehen wir sie in der ersten halben Stunde in Berlin abhängen und danach in Istanbul abhängen. Die Tat scheint sie nur insofern zu berühren, dass sie nicht bestraft werden möchte.
Ein weiteres, damit zusammen hängendes Problem ist, dass wir wenig über ihre Gefühle und Motive erfahren. Es gibt kein Voice-Over und auch niemand, mit dem sie sich über ihre Tat und die Folgen für sie und ihr Umfeld unterhält. Sie ist eine von allen anderen isolierte Person, die stumm in die Landschaft blickt. Was sie denkt und fühlt, können wir erahnen, aber wir wissen es nicht.
Eines Abends, während der 67-jährige erfolgreiche Comedian Edgar gerade vor einem begeisterten Publikum sein erstaunlich unwitziges Programm abspult, entdeckt er im Saal seine Ex-Frau Eva. Sie haben gemeinsame, erwachsene Kinder, aber sie haben sich seit 25 Jahren nicht mehr gesehen. Eva hat jetzt seine Vorstellung auch nur besucht, um ihm anschließend zu sagen, dass sie Krebs im Endstadium hat, sich nicht behandeln lassen will und demnächst sterben wird.
Edgar, der sich seit der Scheidung nicht um seine Familie kümmerte und auch nicht mit Eva redete, will nicht akzeptieren, dass sie bald stirbt. Er beginnt sich in ihr Leben und ihre Entscheidung einzumischen.
Als erste fällt einem die Besetzung auf. Eva wird von Corinna Harfouch gespielt. Sie kann alles spielen. Ihr Name steht für anspruchsvolles Kino. Edgar wird von Uwe Ochsenknecht gespielt. Im Kino sah man ihn in den letzten Jahren vor allem in Kinderfilmen. Anspruchsvolles Kino assoziert man nicht unbedingt mit ihm. Das war früher anders. Beispielsweise als er und Harfouch 2001 in Hark Bohms TV-Mehrteiler „Vera Brühne“ (später „Der Fall Vera Brühne“) mitspielten und für ihre Leistungen den Deutschen Fernsehpreis erhielten.
Dann fällt auf, dass der Film von Markus Goller inszeniert und von Oliver Ziegenbalg geschrieben wurde. Nach „Friendship!“, „25 km/h“ und „One for the Road“ ist dies ihre vierte Zusammenarbeit. Die Filme können als gehaltvolle Mainstream-Filme, die ernste Themen überraschend anspruchs- und humorvoll bearbeiten, bezeichnet werden.
Und das gelingt ihnen auch in „Die Ironie des Lebens“. Es geht um die Frage, wie man sterben möchte, um eine Familie, die sich auseinandergelebt hat und um einen allein lebenden Entertainer im Herbst seines Lebens, der durch Evas Auftauchen sein Leben bilanziert. Die Bilanz fällt ernüchternd aus. All das und wie Edgar sich mit Evas Wunsch arrangiert und wieder Kontakt zu seinem Sohn und seiner Tochter aufnimmt, erzählt das Team Goller/Ziegenbalg kurzweilig, humorvoll und die ernsten Aspekte des Themas ansprechend.
„Die Ironie des Lebens“ ist ein erwartungsgemäß harmonisch und positiv endender, zum Nachdenken anregender Mainstream-Film, der sein Publikum nicht für dumm verkauft.
Die Ironie des Lebens (Deutschland 2024)
Regie: Markus Goller
Drehbuch: Oliver Ziegenbalg
mit Uwe Ochsenknecht, Corinna Harfouch, Emilia Schüle, Robert Gwisdek, Henning Peker, Salka Weber, Reiki von Carlowitz, Liza Tzschirner, Sabine Ritter, Ingrid Domann
Becoming Nawalny – Putins Staatsfeind Nr. 1 (Deutschland 2024)
Regie: Igor Sadreev, Aleksandr Urzhanov
Drehbuch: Igor Sadreev, Aleksandr Urzhanov
Spielfilmlange Doku über Alexei Nawalny, der am 16. Februar 2024 in einem sibirischen Straflager starb.
Igor Sadreev und Aleksandr Urzhanov unterhielten sich für ihre Doku über Nawalnys Leben mit Weggefährte, Freunden und Kritikern des Mannes, der zum weltweit bekanntesten russischen Oppositionellen und erbitterten Gegner Putins wurde.
Als bekannt wurde, dass das „100 Bullets“-Dream-Team Brian Azzarello und Eduardo Risso eine neue Comicserie starten würden, waren die Erwartungen hoch. Autor Azzarello und Zeichner Risso hatten in „100 Bullets“ eine epische Saga erzählt, die mit kleinen Hardboiled-Noir-Geschichten beginnt und zu einer komplexen zwischen Fakt und Fiktion changierenden Alternativerzählung der USA wird.
„Moonshine“ schien da die perfekte Fortsetzung zu sein. Während der Prohibition schickt der New Yorker Mafiaboss Joe Masseria Lou Pirlo in eine entlegene Gegend der Appalachen. Pirlo soll in Spine Ridge, West Virginia, von Hiram Holt dessen selbstgebrannten Schnaps kaufen. Aber Holt will nicht verkaufen. Und in den Wäldern sind neben Schnapsbrennern und Bären auch Werwölfe. Nach einer Begegnung mit einem Werwolf wird Pirlo selbst zu einem Werwolf.
Der Auftakt der Serie ist gelungen. Aber in den späteren Sammelbänden, die in New Orleans und Cleveland spielen, verliert Brian Azzarello vollkommen den erzählerischen Faden.
Der jetzt erschienene fünfte und finale „Moonshine“-Band „Die Quelle“ führt Pirlo wieder zurück nach New York und mitten hinein in einen Krieg zwischen seinem Boss Masseria und Holt, der in New York seinen Anteil an Alkoholgeschäft haben will und dafür über Leichen geht. Zur gleichen Zeit ermittelt Bundesagent Dick Roth in einer Mordserie: ein unbekanntes Wesen tötet nachts bestialisch Menschen. Und die Nachtclubsängerin Tempest will Masseria töten. Das sind genug Konflikte für einen dicken Prohibitions-Gangsterkrimi. Azzarello und Risso handeln sie auf hundertvierzig Seiten ab.
Aber anstatt die verschiedenen neu begonnenen Plots und vielleicht noch einige ältere losen Handlungsfäden konzentriert zu einem überzeugenden Finale zusammenzuschnüren, zerfasert die Story weiter bis zum blutigen Ende.
„Die Quelle“ ist das enttäuschende Ende einer enttäuschenden Serie. Die wunderschön pulpigen Zeichnungen von Eduardo Risso können „Moonshine“ nicht retten. Aber sie machen jede Seite zu einem Vergnügen für das Auge.
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Brian Azzarello/Eduardo Risso: Moonshine: Die Quelle (Band 5)
mit Keanu Reeves, Michael Nyqvist, Alfie Allen, Willem Dafoe, Dean Winters, Adrianne Palicki, Omer Barnea, Toby Leonard Moore, Daniel Bernhardt, Bridget Moynahan, John Leguizamo, Ian McShane
Gut, es ist nicht John Wick, aber die von Keanu Reeves erfundene Figur B, halb Mensch, halb Gott, verdammt zu einem Leben voller Gewalt und unsterblich, sieht in den von Keanu Reeves und Matt Kindt geschriebenen und Ron Garney gezeichneten Comics wie Keanu Reeves aus. Die drei „BRZRKR“-Comicbände erschienen bei Cross Cult.
Ein vierter Comicband, der zwei Geschichten aus dem 80.000 Jahre dauernden Leben von B erzählt, ist für Mitte Oktober angekündigt.
Eine andere Geschichte aus dem Leben erzählt der vor wenigen Tagen im neuen Gutkind-Verlag erschienene Roman „Das Buch Anderswo“. Zusammen mit China Miéville erzählt Reeves die Geschichte über B und seiner Suche nach dem Grund für seine Unsterblichkeit als Roman.
Oskar Roehlers Annäherung an Rainer Werner Fassbinder ist natürlich kein 08/15-Biopic, sondern „als sperrige Hommage ein wuchtiges Werk“ (Lexikon des internationalen Films). Sehenswert
mit Oliver Masucci, Harry Prinz, Katja Riemann, Alexander Scheer, Eva Mattes, Erdal Yıldız, Désirée Nick, Lucas Gregorowicz, Sunnyi Melles, André Hennicke, Ralf Richter, Götz Otto, Antoine Monot Jr., Isolde Barth, Christian Berkel
Drehbuch: Julian Mitchell, Stanley Price, Pierre Marton (Pseudonym von Peter Stone)
LV: Alex Gordon (auch Gordon Cotler): The Cipher, 1961
Oxford-Professor Pollock soll eine hethitische Inschrift entziffern. Er weiß nicht, dass er danach umgebracht werden soll.
Schwungvolle Agenten-Komödie in einem verschwenderischen Dekor, z. B. trägt Sophia Loren nur Kleider von Dior. Ist einer der besten nicht von Hitchcock inszenierten Hitchcock-Filme – und eine prall gefüllte Wundertüte an Intrigen und Gegenintrigen.
Gordons Buch war 1962 als bestes Debüt für den Edgar nominiert.
Mit Gregory Peck, Sophia Loren, Alan Badel, Kieron Moore
Aus der Mitte entspringt ein Fluss (A River runs through it, USA 1992)
Regie: Robert Redford
Drehbuch: Richard Friedenberg
LV: Norman MacLean: A River runs through it, 1976 (Aus der Mitte entspringt ein Fluss)
In poetischen Bildern (Philippe Rousselot erhielt dafür einen Oscar) erzählt Robert Redford in seiner dritten Regiearbeit die Geschichte zweier ungleicher Brüder, die in Montana vor ungefähr hundert Jahren aufwachsen und von ihrem Vater, einem presbyterianischen Pfarrer, zu passionierten Fliegenfischen erzogen werden. Dabei steht das Fliegenfischen für eine bestimmte Geisteshaltung.
„Ein Plädoyer für eine natürliche Ordnung und eine Abkehr von materieller Raffgier. Ein schöner Gegenentwurf zur inhaltsleeren Konsumware Hollywoods.“ (Fischer Film Almanach 1994). Inszeniert von einem Hollywood-Star, mit einem Hollywood-Star am Anfang seiner Karriere in der Hauptrolle.
Anschließend, um 22.15 Uhr, zeigt Arte eine fünfzigminütige Doku über Brad Pitt.
mit Brad Pitt, Craig Sheffer, Tom Skerritt, Brenda Blethyn, Emily Lloyd
Auf der Alm gibt’s…aber die siebzehnjährige US-Amerikanerin Gretchen besucht in den deutschen Alpen keine Almhütte, sondern sie zieht unwillig zu ihrem Vater und dessen neuer Familie in das in den Sechzigern als medizinisches Zentrum gebaute Resort Alpschatten. Ihr Vater soll Erweiterungen des Hotels überwachen. Herr König, der schmierige Chef ihres Vaters, bietet ihr einen Job an der Rezeption in seinem abgelegen zwischen den Bergen liegendem Hotel an. Nach der Saison gibt es keine Hotelgäste, sondern nur einige weitere Angestellte und einige sehr seltsame Gestalten. Sowieso verhalten sich die Einheimischen alle höchst seltsam. Und einige Menschen, denen Gretchen begegnet scheinen böse Geister zu sein. Beispielsweise der Schatten, der sie verfolgt, als sie nach Einbruch der Dunkelheit, obwohl Herr König sie nachdrücklich davor warnte, mit dem Fahrrad vom Hotel nach Hause fährt.
2018 begeisterte Tilman Singer mit seinem Erstling „Luz“. Das war ein wundervoll durchgeknalltes Stück Genrekino, gedreht mit einem Minimum an Geld und einem Maximum an Ideen,. Stringent und auf mehreren Ebenen erzählt er in seinem Horrorfilm in schlanken siebzig Minuten von einem dämonischem Verhör.
„Cuckoo“ ist sein zweiter Film. Gedreht mit einem höheren, teils aus Hollywood kommendem Budget und einem internationalem Cast . Die Hauptrollen spielen Hunter Schafer („Euphoria“) als Gretchen, Dan Stevens („Ich bin ein Mensch“) als Herr König, Martin Csokas (aktuell „Sleeping Dogs“) als Gretchens Vater. Da ist die internationale Verwertung von Anfang an eingeplant. Und so geschah es auch. Der US-Start war am 9. August.
Das Ergebnis ist konventioneller als „Luz“. Dieses Mal vertraut und variiert Singer lustvoll die bekannten Elemente von Horrorfilmen, die in einsam gelegenen Hotels spielen.
„Cuckoo“ ist ein angenehm abgedrehter, gruseliger, stilbewusster und zitierfreudiger deutscher Horrorfilm, der nicht primär ein kunstsinniges Arthaus-Publikum, sondern ein unterhaltsame, gute Filme sehen wollendes Pubilikum in Deutschland und dem Rest der Welt im Visier hat.
Cuckoo (Cuckoo, Deutschland/USA 2024)
Regie: Tilman Singer
Drehbuch: Tilman Singer
mit Hunter Schafer, Dan Stevens, Jessica Henwick, Marton Csokas, Jan Bluthardt, Mila Lieu, Greta Fernández
Prinzessin Diana besucht zu Weihnachten 1991, als ihre Ehe mit Charles bereits kriselt, den königlichen Landsitz in Norfolk, trifft die gesamte Königsfamilie und leidet unter dem routiniert gnadenlos durchgezogenem Protokoll.
Gandioses und grandios durchgeknalltes Biopic, das sich wenig für Fakten und noch weniger für Edelkitsch-Seligkeit interessiert, sondern das Leben am Hof als Horrorfilm, Unterabteilung Psychohorror, zeigt.
mit Kristen Stewart, Timothy Spall, Sally Hawkins, Kack Farthing, Sean Harris, Stella Gonet, Jack Nielen, Freddie Spry, Jack Farthing, Sean Harris, Stella Gonet, Richard Sammel, Elizabeth Berrington, Lore Stefanek, Amy Manson
In Schirkoa tragen alle Menschen immer eine Papiertüte über ihrem Kopf. So sollen Konflikte vermieden werden. Trotzdem sind die einzelnen Menschen schnell an ihren Bewegungen erkennbar. 197A ist ein junger Bürger der Stadt. 242B ist seine im Vergnügungsviertel der Stadt lebende und arbeitende Freundin. Der unauffällige Beamte ist auch im Gespräch als Kandidat der Intellektuellenpartei für den Senat. Er ist auf dem Weg nach ganz oben. Als er bei einem Zusammenstoß zwischen Demonstrierenden und Polizei auf eine junge Frau trifft, die in dem Moment keine Papiertüte über ihrem Kopf hat und eine Anomali sein könnte, ist er verwirrt und wohl auch etwas verliebt.
Konthaga ist ein Gegenmodell zu Schirkoa. In diesem Land soll allles anders sein. Vor allem sollen die Menschen frei sein und keine Tüten tragen. Viele halten die Existenz dieses Landes für ein Gerücht. Auch 197A. Bis er die Grenzen von Schirkoa verlässt.
Der Plot von „Schirkoa: In lies we trust“ ist ein Mix bekannter Dystopie-Bausteine. Auch die Bilder erinnern sofort an die bekannten, einflussreichen Klassiker, wie „Blade Runner“, „Brazil“ und „Matrix“. Sie wirken wie auf der Basis dieser Filme generierte KI-Bilder. Und das sind sie auch in einem gewissen Rahmen. Regisseur Ishan Shukla führt in seinem Spielfilmdebüt Ideen aus seinem hochgelobtem Kurzfilm „Schirkoa“ fort. Er drehte seinen Animationsspielfilm mit der Grafik-Engine Unreal Engine. Sie wurde für Computerspiele entwickelt und wird inzwischen auch in der Filmbranche benutzt.
Diese Vorgehensweise und die so entstandenen Bilder, eine Mischung aus Fotorealismus und Skizzen, sind interessanter als der Film, der ein Mash-Up bekannter Science-Fiction-Dystopien ist, der ungefähr in der Filmmitte, wenn 197A die Stadt verlässt, auch den Plot verliert zugunsten elend langer Monologe. Am Ende steht nicht die Frage, ob man die Botschaft des Films gut findet, sondern die Frage, was der Regisseur uns mit dieser konfusen Zusammenstellung verschiedener Dystopien und Gesellschaftsmodelle sagen wollte.
Schirkoa: In lies we trust(Schirkoa: In lies we trust, Indien/Frankreich/Deutschland 2024)
Regie: Ishan Shukla
Drehbuch: Ishan Shukla
mit Golshifteh Farahani, Asia Argento, SoKo, King Khan, Denzil Smith, Gaspar Noé, Lav Diaz, Piyush Mishra, Tibu Fortes, Shahbaz Sarwar, John Sutton, Anurag Kashyap
2021 war „Die Unbeugsamen“ ein lange in den Kinos laufender Erfolg beim Publikum und der Kritik. Torsten Körner hatte sich durch die TV-Archive gewühlt und Interviews mit Politikerinnen geführt, die die Bonner Republik prägten. Er erzählte von den Widerständen, gegen die sie kämpfen mussten, von ihren Erfolgen und er erzählte, wie viel sich in den Jahren von der Gründung der Bundesrepublik Deutschland bis zum Umzug der Hauptstadt von Bonn nach Berlin veränderte. „Die Unbeugsamen“ war einer der Filme, die ich schon in den Monaten vor dem Kinostart (der sich wegen der Coronavirus-Pandemie mehrmals verschob) allen überschwänglich empfahl. Und das tue ich jetzt wieder. Ihr müsst euch „Die Unbeugsamen“ unbedingt ansehen!
Schon damals stellte sich die Frage, wie in der DDR die Situation für die Frauen war. Denn darüber verlor Körner in seinem Film kein Wort.
Diesen Film hat Torsten Körner jetzt gemacht und er ist enttäuschend.
Das erste Problem ist der Titel. „Die Unbeugsamen 2 – Guten Morgen, ihr Schönen!“. Er suggeriert, dass dieser Film eine unmittelbare Fortsetzung des ersten Film ist. Also dass es wieder um Frauen in der Politik geht. Nur dass dieses Mal die Situation in der DDR im Mittelpunkt steht. Aber so „gleichberechtigt“ die Frauen in der Produktion waren (weil ihre Arbeitskraft gebraucht wurde), so erfolgreich wurden ihnen Führungsposten verwehrt. In der Politik hatten sie nichts zu sagen. Die wenigen Ausnahmen, die im Film erwähnt werden – eigentlch nur Brunhilde Hanke, die von 1961 bis 1984 Oberbürgermeisterin von Potsdam war – taugen noch nicht einmal als Alibi. Ein direktes filmisches Gegenstück zu „Die Unbeugsamen“ wäre also nach einer halben Minute mit einem lapidaren „es gab sie nicht“ zu Ende.
Körner zeigt andere Teile der DDR-Realität. Er zeigt, wie Frauen in der Produktion arbeiteten. Diese Bilder und die extra für den Film gemachten Interviews geben einen guten Einblick in das Leben im Arbeiter- und Bauernstaat. Wieder hat Körner eine beeindruckende Menge historischer Aufnahmen und Interviews gefunden, sie um aktuelle Interviews ergänzt und in eine überzeugende filmische Struktur gebracht.
Das historische Material ist das zweite große Problem des Films. Im Westen konnten die Politikerinnen frei reden. Im Osten war das anders. Es handelt sich immer, ohne dass das im Film thematisiert wird, um Propagandaaufnahmen mit dem Ziel, die DDR in einem möglichst guten Licht erscheinen zu lassen. Entsprechend viel wird verschwiegen und geschönt. Damals waren die Frauen mit ihrer Arbeit sehr zufrieden. Sie freuten sich, wenn sie in der Produktion schwerere Gegenstände als die Männer heben konnten. Aber Chefin wollten sie nie werden. Den Vorsitz übernahmen sie, wenn sich kein Mann fand. Die Machtfrage, die von den in „Die Unbeugsamen“ porträtierten Frauen und westdeutschen Feministinnen gestellt wurde, stellten sie im Osten nicht. Rückblickend hat sich an diesem Stolz auf die Arbeit in Fabriken und LPGs (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) wenig bis nichts geändert.
Neben den Arbeiterinnen interviewte Körner auch viele Künstlerinnen. Im Umgang mit vom Staat vorgegebenen Strukturen waren sie schon immer freier.
„Die Unbeugsamen 2“ ist ein gut gemachter, informativer Dokumentarfilm, der nicht den Neuigkeitswert von „Die Unbeugsamen“ hat. Das gesagt muss ich auch sagen, dass Menschen, die die DDR erlebt haben, den Film mit ganz anderen Augen sehen werden. Ihnen muss auch nicht gesagt werden, dass der Filmuntertitel „Guten Morgen, ihr Schönen!“ auf Maxie Wanders 1977 erschienenes Kultbuch „Guten Morgen, Du Schöne“ über Frauen in der DDR anspielt. Dieser Titel wäre auch ein besserer Filmtitel gewesen, weil er die Eigenständigkeit des Films betont hätte und er nicht sofort Vergleiche mit „Die Unbeugsamen“ provozieren würde.
P. S.: Ja, das war jetzt eine Kritik, die sich auf die Verpackung und weniger auf den Inhalt konzentrierte, aber die Verpackung ist wichtig. Sie soll das Werk verkaufen.
Die Unbeugsamen 2 – Guten Morgen, ihr Schönen!(Deutschland 2024)
Regie: Torsten Körner
Drehbuch: Torsten Körner
mit Amrei Bauer, Kerstin Bienert, Anke Feuchtenberger, Marina Grasse, Brunhilde Hanke, Katja Lange-Müller, Annette Leo, Solveig Leo, Barbara Mädler, Ulrike Poppe, Tina Powileit, Katrin Sass, Katrin Seyfarth, Gabriele Stötzer, Doris Ziegler
Nur ein kleiner Gefallen (A simple Favor, USA 2018)
Regie: Paul Feig
Drehbuch: Jessica Sharzer
LV: Darcey Bell: A simple Favor, 2017 (Nur ein kleiner Gefallen – A simple Favor)
Die mondäne, so überhaupt nicht in die Vorstadt passende Emily bittet Stephanie, für einige Stunden auf ihren Sohn aufzupassen. Die mustergültige Vorstadtmom Stephanie tut es: Als Emily ihren Sohn nicht abholt, sondern spurlos verschwindet, beginnt sie sie zu suchen und entdeckt so einige Geheimnisse.
Äußerst gelungener Drahtseilakt zwischen harmloser Krimikomödie und fiesem Neo-Noir, der gerade weil er so unvereinbare Stile miteinander kombiniert, bis zum Schluss spannend bleibt. Paul Feig inszenierte hier einen Krimi, der auch Alfred Hitchcock ohne den Schatten eines Zweifels gefallen hätte.
Der Beginn des neuen Thrillers von Russell Crowe ist klassisch. Er spielt einen alten Kriminalbeamten mit Gedächtnisproblemen. Seine Wohnung ist zugepflastert mit Zetteln, auf denen extrem kleinteilig steht, was er wann tun soll. Eine experimentelle Behandlung könnte sein Erinnerungsvermögen wieder herstellen. Zur Unterstützung der Behandlung soll Roy Freeman sich beschäftigen. Puzzle beispielsweise.
Als eine in einem Gefangenenhilfsprojekt arbeitende Anwältin ihn bittet, Isaac Samuel im Gefängnis zu besuchen, ist Freeman, auch wenn er sich nicht an den Fall erinnern kann, einverstanden.
Vor zehn Jahren gestand der Kleingangster Samuel seinem Partner Jimmy Remis und ihm, dass er den College-Professor Joseph Wieder in seiner Wohnung ermordete. Er wurde zum Tode verurteilt. In wenigen Tagen soll das Urteil vollstreckt werden. Aber jetzt beteuert Samuel gegenüber Freeman seine Unschuld.
Freeman beginnt in dem alten Fall herumzustochern und Krimifans wissen in dem Moment schon zwei Sachen. Samuel ist unschuldig. Und Freeman stößt bei seinen Ermittlungen in ein Wespennest aus Lug und Betrug. Denn es gibt einen guten Grund, weshalb damals der echte Täter nicht verhaftet und sogar von der Polizei geschützt wurde.
Beim Ansehen von „Sleeping Dogs – Manche Lügen sterben nie“ verstand ich sofort, was Russell Crowe und die anderen Schauspieler an der Geschichte interessierte. Das Drehbuch von Bill Collage und Adam Cooper verknüpft durchaus geschickt die Ermittlungen von Freeman mit seiner Krankengeschichte. Bei seinen Ermittlungen fragt Freeman sich, was für ein Polizist er war und welche Rolle er damals bei den Ermittlungen hatte. Die mild zersplitterte Erzählweise liefert in vielen Rückblenden Informationen zum Tatgeschehen und sie zeigt, wie das Gedächtnis mit Flashbacks und Erinnerungsfetzen arbeitet. Das liest sich im Drehbuch gut.
Aber „Sleeping Dogs“ schöpft niemals sein im Drehbuch angelegtes Potential aus. Problematisch sind vor allem das Erzähltempo und die Lösung. Die finale Lösung ist eine durchaus sinnvolle Erklärung für den Mord und die Vertuschung. Dummerweise ergibt die finale Lösung zusammen mit der vorher präsentierten Lösung für den Mord und die Vertuschung keinen Sinn.
Außerdem inszenierte Adam Cooper, der vorher unter anderem die Drehbücher für „The Transporter Refueled“, „Allegiant“ und „Assassin’s Creed“ schrieb, sein Regiedebüt arg dröge. Die Farbpalette neigt zur aktuell modischen beige-braun-schwarz Monotonie. Alles passiert sehr langsam. Denn der Protagonist Freeman ist ein kranker Mann, der sich langsam bewegt und der nur sehr langsam versteht, vieles vergißt und immer wieder nachfragt, was er gerade vergessen haben könnte. Denn so wahnsinnig kompliziert ist die Lösung nicht.
Am Ende ist Russell Crowes neuer Film doch nur ein weiterer bestenfalls okayer Krimi.
Sleeping Dogs – Manche Lügen sterben nie (Sleeping Dogs, USA 2024)
Regie: Adam Cooper
Drehbuch: Adam Cooper, Bill Collage
LV: E. O. Chirovici: The Book of Mirrors, 2017 (Das Buch der Spiegel)
mit Russell Crowe, Karen Gillan, Marton Csokas, Thomas M. Wright, Harry Greenwood, Tommy Flanagan