TV-Tipp für den 25. November: Trance – Gefährliche Erinnerung

November 24, 2025

Tele 5, 22.20

Trance – Gefährliche Erinnerung (Trance, Großbritannien 2013)

Regie: Danny Boyle

Drehbuch: Joe Ahearne, John Hodge

Kunstauktionator Simon versteckt während eines Überfalls ein wertvolles Goya-Gemälde. Weil er durch einen Schlag auf den Kopf sein Gedächtnis verloren hat und die Gangster das Gemälde unbedingt wollen, soll eine Hypnotiseurin bei der Wiederbeschaffung helfen.

Nichts, aber auch wirklich nichts ist so, wie es scheint.

Herrlich vertrackter Noir von Danny Boyle, der für meinen Geschmack mit der Zeit schon etwas zu vertrackt wird.

Davor, um 20.15 Uhr, zeigt Tele 5 einen weiteren, natürlich ebenfalls sehenswerten Film von Danny Boyle: „Sunshine“ (Großbritannien/USA 2007).

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung

mit James McAvoy, Vincent Cassel, Rosario Dawson, Danny Sapani, Matt Cross, Wahab Sheikh, Mark Poltimore

Hinweise

Metacritic über „Trance“

Rotten Tomatoes über „Trance“

Wikipedia über „Trance“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Danny Boyles „Trance – Gefährliche Erinnerung“ (Trance, GB 2013)

Meine Besprechung von Danny Boyles „Steve Jobs“ (Steve Jobs, USA 2015)

Meine Besprechung von Danny Boyles „T2 Trainspotting“ (T2 Trainspotting, Großbritannien 2017)

Meine Besprechung von Danny Boyles „28 Years later“ (28 Years later, Großbritannien/USA 2025)


TV-Tipp für den 8. Oktober: Die purpurnen Flüsse

Oktober 7, 2025

Kabel 1, 22.35

Die purpurnen Flüsse (Les Rivières pourpres, Frankreich 2000)

Regie: Mathieu Kassovitz

Drehbuch: Mathieu Kassovitz, Jean-Christophe Grangé

LV: Jean-Christophe Grangé: Les Rivières pourpres, 1997 (Die purpurnen Flüsse)

Wer bringt in einer abgeschiedenen Alpenuni Menschen um? Kommissar Niémans ermittelt und deckt dabei eine gigantische Verschwörung auf.

Spannender, nicht sonderliche plausibler Thriller: „aufwändig inszenierter Trashfilm“ (tip).

mit Jean Reno, Vincent Cassel, Nadia Fares, Dominique Sanda, Karim Belkhadra, Jean-Pierre Cassel

Wiederholung: Donnerstag, 9. Oktober, 02.40 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

AlloCiné über „Die purpurnen Flüsse“

Rotten Tomatoes über „Die purpurnen Flüsse“

Wikipedia über „Die purpurnen Flüsse“ (deutsch, englisch, französisch)

Meine Besprechung von Sylvain Whites Jean-Christophe-Grangé-Verfilmung „Choral des Todes“ (La Marque des anges – Miserere, Frankreich/Belgien 2013)


Neu im Kino/Filmkritik: „Saint Exupéry – Die Geschichte vor dem kleinen Prinzen“ ist ein Abenteuerfilm

Mai 29, 2025

1930 arbeitet Antoine de Saint-Exupéry (Louis Garrel), der später den Kinderbuchklassiker „Der kleine Prinz“ schreibt, in Argentien als Pilot für den französischen Luftpostdienst. Seine und die Mission seiner Kollegen ist die pünktliche Zustellung der Post. Dabei zählt jede Minute. Die Dunkelheit ist, mangels der heute vorhandenen Technik, der Feind. Das Wetter ebenso und über die Anden können sie nicht fliegen, weil sie zu hoch für ihre Flugzeuge sind. Trotzdem versuchen Saint-Exupéry und sein bester Freund Henri Guillaumet (Vincent Cassel) es. Nach einer Idee von Saint-Exupéry, wie eine Andenüberquerung möglich sein könnte, versucht Guillaumet die Überquerung. Während des Flugs verschwindet er spurlos.

Saint-Exupéry sucht ihn. Er hat eine ungefähre Vorstellung von der von Guillaumet gewählten Flugroute und er weiß, dass Guillaumet einige Notlandeplätze hatte.

Gut, wer „Der kleine Prinz“ gelesen hat und sich ein wenig über die Hintergründe informierte, kann einige Verbindungen zwischen dem Buch und den von Pablo Agüero in „Saint-Exupéry – Die Geschichte vor dem kleinen Prinzen“ geschilderten Ereignissen ziehen. Diese Verbindungen sind allerdings sehr lose, fast schon willkürlich. Denn letztendlich schildert Agüero nur, wie ein Mann seinen in den Bergen verschollenen Freund sucht. Das ist eine klassische Abenteuergeschichte, die Agüero auch klassisch erzählt. Es gibt die tapferen Piloten, die Kollegen, die ängstlich wartende Frau des Verschollenen (Diane Kruger), während Saint-Exupérys Suche Begegnungen mit anderen Menschen und Tieren und natürlich einige schöne Landschaftsaufnahmen. Es gibt auch immer wieder so offensichtlich schlechte Trickaufnahmen, dass es nach Absicht aussieht. Denn das geht heute auch ohne ein Multi-Millionen-Dollar-Hollywood-Budget besser.

Und so ist „Saint-Exupéry“ kein irgendwie geartetes Biopic, sondern eine unterhaltsame, warmherzige, die Freundschaft zwischen Männern beschwörende Abenteuergeschichte, die in einigen Jahren im Nachmittagsprogramm (wenn es das dann noch gibt) gerne öfter angesehen werden kann.

Saint-Exupéry – Die Geschichte vor dem kleinen Prinzen (Saint-Ex, Frankreich 2024)

Regie: Pablo Agüero

Drehbuch: Pablo Agüero

mit Louis Garrel, Vincent Cassel, Diane Kruger

Länge: 98 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Moviepilot über „Saint-Exupéry – Die Geschichte vor dem kleinen Prinzen“

AlloCiné über „Saint-Exupéry – Die Geschichte vor dem kleinen Prinzen“

Rotten Tomatoes über „Saint-Exupéry – Die Geschichte vor dem kleinen Prinzen“

Wikipedia über „Saint-Exupéry – Die Geschichte vor dem kleinen Prinzen“


TV-Tipp für den 21. Dezember: Der Pakt der Wölfe

Dezember 20, 2024

RBB, 22.00

Der Pakt der Wölfe (Le Pacte des loups, Frankreich 2001)

Regie: Christophe Gans

Drehbuch: Stéphane Cabel, Christophe Gans

1766: Im Auftrag des Königs soll Grégoire de Fronsac in der südfranzösischen Provinz eine Frauen und Kinder tötende Bestie zur Strecke bringen. Die abergläubischen Einheimischen glauben, dass es sich um einen Wolf handelt. De Fronsac glaubt das nicht.

In jeder Beziehung herrlich freidrehender Fantasythriller. Ein großartiger, abstrus-absurder Spaß.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Samuel Le Bihan, Vincent Cassel, Émilie Dequenne, Monica Bellucci, Jérémie Renier, Mark Dacascos, Jean Yanne, Jacques Perrin, Bernard Fresson

Hinweise

Moviepilot über „Pakt der Wölfe“

AlloCiné über „Pakt der Wölfe“

Metacritic über „Pakt der Wölfe“

Rotten Tomatoes über „Pakt der Wölfe“

Wikipedia über „Pakt der Wölfe“ (deutschenglisch, französisch)

Meine Besprechung von Christophe Gans‘ „Pakt der Wölfe – Director’s Cut“ (Le Pacte des loups, Frankreich 2001)

Meine Besprechung von Christophe Gans‘ „Die Schöne und das Biest“ (La belle et la bête, Frankreich 2013)

 


TV-Tipp für den 26. Oktober: Das Märchen der Märchen

Oktober 25, 2024

Tele 5, 20.15

Das Märchen der Märchen (Tale of Tales/Il racconto dei racconti, Italien/Frankreich/Großbritannien 2015)

Regie: Matteo Garrone

Drehbuch: Matteo Garrone, Edoardo Albinati, Ugo Chiti, Massimo Gaudioso

LV: Giambattista Basile: Il Racconto dei Racconti, 1634/1636 (Das Märchen der Märchen; Das Pentameron)

Ein Märchenfilm, der kein Märchenfilm für Kinder ist. Auch weil Märchen ursprünglich nicht für Kinder waren.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Salma Hayek, Vincent Cassel, John C. Reilly, Toby Jones, Shirley Henderson, Hayley Carmichachel, Stacy Martin, Bebe Cave, Christian Lees, Jonah Lees, Alba Rohrwacher, Massimo Ceccherini, Guillaume Delaunay

Wiederholung: Sonntag, 27. Oktober, 02.40 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „Das Märchen der Märchen“

Metacritic über „Das Märchen der Märchen“

Rotten Tomatoes über „Das Märchen der Märchen“

Wikipedia über „Das Märchen der Märchen“ (englisch, italienisch) und „Das Pentagramm“

„Das Pentagramm“ im Projekt Gutenberg (bei Amazon gibt es ebenfalls eine kostenlose Kindle-Version)

Meine Besprechung von Matteo Garrones „Das Märchen der Märchen“ (Tale of Tales/Il racconto dei racconti, Italien/Frankreich/Großbritannien 2015)

Meine Besprechung von Matteo Garrones „Dogman“ (Dogman, Italien/Frankreich 2018)

Meine Besprechung von Matteo Garrones „Ich Capitano“ (Io capitano, Italien/Belgien 2023)


(Wieder) Neu im Kino/Filmkritik: Zum Jahresanfang wieder im Kino: Christophe Gans‘ „Pakt der Wölfe“

Dezember 27, 2023

Während Rapid Eye Movies sich für seine monatliche „Zeitlos“-Reihe durch die unbekannteren Gefilde des asiatischen Kinos wühlt, kann Studiocanal/Arthaus für seine ebenfalls monatliche „Best of Cinema“-Reihe in seinem reichhaltigen Fundus zwischen Mainstream, Arthaus und allem, was dazwischen liegt und uns in den vergangenen Jahrzehnten schöne Kinoabende bescherte, wühlen.

Für den Januar, genaugenommen am Dienstag, den 2. Januar 2024, gibt es Christophe Gans‘ „Pakt der Wölfe“ im Director’s Cut in der 4K-Restaurierung, die 2022 in Cannes uraufgeführt wurde. Danach erschien sie auf DVD/Blu-ray und wird jetzt erstmals in unseren Kinos gezeigt.

1767 tötet in der südfranzösischen Provinz ein unbekanntes Tier Menschen. Der König schickt Grégoire de Fronsac (Samuel Le Bihan) in die Provinz, in der der Adel und die Kirche eine geschlossne Trutzburg gegen die Moderne und die sich andeutende Französische Revolution sind.

De Fronsac soll das Monster gefangen nehmen und zum Hof des Königs bringen. Während die Einheimischen glauben, dass ein Wolf die Menschen tötet, glaubt de Fronsac nicht daran.

De Fronsac ist ein Abenteurer, Frauenheld und Wissenschaftler, der an die modernen Methoden der Wissenschaft glaubt. Er ist eine Mischung aus Alexander von Humboldt, Constable Ichabod Crane (Johnny Depp) aus „Sleepy Hollow“ und Sherlock Holmes. Begleitet wird er von Mani (Mark Dacascos), einem schweigsamen Indianer mit Kung-Fu-Kenntnissen, die er an renitenten Einheimischen ausprobiert. Danach liegen sie im Matsch. Außerdem ist de Fronsacs Blutsbruder ein begnadeter Fährtenleser und Fallensteller.

Christophe Gans und Stéphane Cabel haben eine vollkommen krude Geschichte erfunden, die sie mit dem heiligen Ernst und Pathos einer wahren historischen Chronik erzählen. Das beginnt damit, dass der Aristokrat Thomas d’Apcher, der de Fronsac und Mani bei der Jagd nach der Bestie half, zwanzig Jahre später seine Erinnerungen (vulgo die Filmgeschichte) aufschreibt, während vor seiner Haustür die Fackelträger der Französischen Revolution warten, und endet mit dem Wissen, dass die Filmgeschichte von wahren Ereignissen inspiriert ist – Von 1764 bis 1767 tötete die ‚Bestie von Gévaudan‘ in der südfranzösischen Provinz über hundert Menschen. Die Bestie wurde nie gefunden. – und etliche Filmfiguren, für Historiker mehr oder weniger einfach erkennbar, auf historisch verbürgten Persönlichkeiten beruhen.

Dazwischen gibt es ein Gebräu aus Sex (in ungefähr jeder denkbaren Konstellation), Gewalt (dito), einem Kung-Fu-Indianer und einem schrecklich aussehendem Monster, das es nur auf Frauen und Kinder abgesehen hat. Jedenfalls normalerweise. Das beansprucht nie die Glaubwürdigkeit eines auch nur halbwegs historisch verbürgten, auf wahren Ereignissen basierenden Spielfilms, sondern von Anfang an die Glaubwürdigkeit einer Fantasy-Geschichte, die bei Christophe Gans nicht in Richtung Horror, sondern in Richtung Action (und Sex und Gewalt) abbiegt und sich dabei wenig um so etwas wie stilistische Geschlossenheit kümmert.

Mit dem richtigen Mindset ist seine Schauermär ein großartiger, abstrus-absurder Spaß.

Das sahen auch damalige Kritiker so:

satte 143 Minuten fulminanten Mummenschanz in einer im besten Sinne des Wortes fantastischen Mischung aus Historienfilm, Actionreißer, Verschwörungsdrama, Western und Gruselklamotte.“ (Zitty 17/2001)

opulente Rätselmär (…) Ein surrealistischer Kostümfilm mit rasanten Martial-Arts-Einlagen, ein Monstermärchen mit Anleihen aus Western und Eastern.“ (tip 4/2002)

unbekümmert-dreisten Mischung aus ‚Im Namen der Rose‘ und ‚Fantomas‘, Jean-Jacques Rosseau und James Bond, aus Esoterik und Erotik entzieht sich der Film allen Kategorien seriöser Bewertung. Die Plotkonstruktion ist (…) kompletter Unsinn.“ (Claus Löser, Berliner Zeitung 14. 2. 2002)

vor allem in der optischen Gestaltung aufwändige, düstere und weitgehend spannende Mischung aus Fantasy-, Horror- und Kriminalfilm im Gewand eines Mantel- und Degenabenteuers.“ (Lexikon des internationalen Films – Filmjahr 2002)

Pakt der Wölfe“ läuft am Dienstag, den 2. Januar 2024, im Rahmen der „Best of Cinema“-Reihe im Kino. Spätere Vorstellungen sind möglich, aber selten.

Pakt der Wölfe – Director’s Cut (Le Pacte des loups, Frankreich 2001)

Regie: Christophe Gans

Drehbuch: Stéphane Cabel, Christophe Gans

mit Samuel Le Bihan, Vincent Cassel, Émilie Dequenne, Monica Bellucci, Jérémie Renier, Mark Dacascos, Jean Yanne, Jacques Perrin, Bernard Fresson

Länge: 145 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Neugierig auf die nächsten „Best of Cinema“-Filme?

Das wären

am Dienstag, den 6. Februar: Das fünfte Element

am Dienstag, den 5. März: Donnie Darko

am Dienstag, den 2. April: Der Baader-Meinhof-Komplex

am Dienstag, den 7. Mai: The Doors

am Dienstag, den 4. Juni: Der bewegte Mann

Hinweise

Moviepilot über „Pakt der Wölfe“

AlloCiné über „Pakt der Wölfe“

Metacritic über „Pakt der Wölfe“

Rotten Tomatoes über „Pakt der Wölfe“

Wikipedia über „Pakt der Wölfe“ (deutsch, englisch, französisch)

Meine Besprechung von Christophe Gans‘ „Die Schöne und das Biest“ (La belle et la bête, Frankreich 2013)


TV-Tipp für den 20. Oktober: Publlic Enemy No. 1 – Mordinstinkt

Oktober 19, 2023

3sat, 22.15

Public Enemy No. 1 – Mordinstinkt (Mesrine: L’Instinct de mort, Frankreich/Kanada/Italien 2008)

Regie: Jean-François Richet

Drehbuch: Abdel Raouf Dafri, Jean-François Richet

LV: Jacques Mesrine: L’instinct de mort, 1977 (Der Todestrieb)

Zweiteiliges Biopic über Jacques Mesrine (1936 – 1979), einen im benachbarten Frankreich heute immer noch legendären Verbrecher. Im ersten Teil von „Public Enemy No. 1“ (ein sehr deutscher Titel) erfahren wir, wie Jacques Mesrine nach seiner Rückkehr aus dem Algerienkrieg 1959 den Respekt von Gangsterboss Guido gewinnt, in der Kriminellenhierarchie aufsteigt, nach Kanada fliehen muss, inhaftiert wird und aus einem Hochsicherheitsgefängnis flieht.

Im zweiten Teil „Todestrieb“, der am kommenden Freitag, den 27. Oktober, um 22.25 Uhr gezeigt wird, erfahren wir dann, wie die Geschichte weitergeht.

In Frankreich war „Public Enemy No. 1“ ein mit drei Césars ausgezeichneter Kinohit. Cassel und Richet, der zuletzt das Remake von „Assault on Precint 13“ drehte, erhielten je eine Trophäe. Vincent Cassels Leistung, der für Darstellung mehrere Preise erhielt, wird noch bemerkenswerter, wenn man weiß, dass der Film chronologisch rückwärts gedreht wurde. So konnte er während des Drehs Gewicht verlieren, während er im Film immer älter und schwerer wird.

mit Vincent Cassel, Cécile de France, Gérard Depardieu, Gilles Lellouche, Roy Dupuis, Ludivine Sagnier

Hinweise

AlloCiné über „Public Enemy No. 1 – Mordinstinkt“ 

Rotten Tomatoes über „Public Enemy No. 1 – Mordinstinkt“ 

Wikipedia über „Public Enemy No. 1 – Mordinstinkt“ (deutsch, englisch, französisch) und über Jacques Mesrine (deutsch, englisch, französisch)

Meine Besprechung von Jean-François Richets „Plane“ (Plane, USA/Großbritannien 2023)


Neu im Kino/Filmkritik: Nicht witzig: „Asterix & Obelix im Reich der Mitte“

Mai 18, 2023

Jetzt also wieder als Realfilm und ohne Gérard Depardieu, der viermal Obelix spielte, und ohne Alain Delon, der einmal Julius Cäsar spielte.

Dafür sind Vincent Cassel (als Cäsar) und Marion Cotillard (als Kleopatra) dabei. Obelix wird von Gilles Lellouche (u. a. „Ein Becken voller Männer“) gespielt. Asterix von Guillaume Canet. Er übernahm auch die Regie; – genaugenommen übernahm er zuerst die Regie und dann die Hauptrolle. Zu seinen früheren Werken als Regisseur gehören die Harlan-Coben-Verfilmung „Kein Sterbenswort“ und der Thriller „Blood Ties“. Beide Filme gefielen mir.

Das kann über „Asterix & Obellix im Reich der Mitte“ nicht gesagt werden.

Die Story könnte aus einem Asterix-Comic sein, aber es handelt sich um eine Originalstory. Und die geht so: 50 v. Chr. erreicht die tapferen Gallier ein Hilferuf. Die Kaiserin von China ist nach einem Staatsstreich in Gefangenschaft. Asterix und sein Freund Obelix (Uh, muss ich die vorstellen? Eigentlich kennt sie doch jeder.) machen sich auf den Weg nach China.

Zur gleichen Zeit macht sich Cäsar ebenfalls auf den Weg nach China. Der Feldherr ist außerdem todunglücklich, weil Kleopatra ihn gerade verlassen hat.

Aus dieser Idee kann man etwas machen.

Man kann auch, mit viel Geld, einen Film machen, der wie ein Überbleibsel aus den Achtzigern wirkt. Denn „Asterix & Obelix im Reich der Mitte“ ist ein seltsam reaktionärer Klamauk mit abgestandenen Witzen über Vegetarier und Klischees über fremde Kulturen. Das in diesem Film gezeigte China ist kein reales Land, sondern ein Best-of alter Hollywood-B-Picture-Klischees, als im Studio die Dekorateure einfach alles, was irgendwie chinesisch aussieht, zu einem pseudo-authentischem Bild von China zusammenfügen. Dazu gibt es einen beliebigen Mix schlechter alter Pop-Songs, eindimensionale Figuren (herrje, sogar die Comicfiguren sind dreidimensionaler) und eine Geschichte, bei der sich öfter die Frage stellt, warum die Macher sich das so ausgedacht haben. So reisen Asterix, Obelix und einige Mitreisende in einem Streitwagen, der an einen Citroën 2CV erinnert (der letzte 2CV, vulgo Ente, wurde 1990 produziert), nach China. Und wahrscheinlich damit sie nicht vor Cäsar, der mit seiner riesigen Streitmacht den Landweg nimmt, in China ankommen, nehmen Asterix und Obelix einen vollkommen unverständlichen Umweg durch das Mittelmeer und Nordafrika.

Auch wenn vieles, wie die bekannten Running Gags über den untalentierten Dorfsänger und die Kraft des Zaubertranks, aus den Asterix-Comics übernommen wurden und Canet sich immer um eine an Comics erinnernde Bildsprache bemüht, zum Beispiel wenn Asterix und Obelix mal wieder einige Römer verkloppen, stellt sich nie der Spaß ein, der sich beim Lesen der Comics einstellt. Jedenfalls soweit ich mich noch an die Comics erinnere.

Asterix & Obelix im Reich der Mitte ( Astérix & Obélix: L’Empire du Milieu, Frankreich 2023)

Regie: Guillaume Canet

Drehbuch: Philippe Mechelen, Julien Hervé

LV: Figuren von René Goscinny und Albert Uderzo

mit Guillaume Canet, Gilles Lellouche, Marion Cotillard, Vincent Cassel, Pierre Richard, Zlatan Ibrahimović, Jonathan Cohen, Julie Chen, Leana Chea

Länge: 112 Minuten

FSK: ab 6 Jahre

Hinweise

Moviepilot über „Asterix & Obelix im Reich der Mitte“

AlloCiné über „Asterix & Obelix im Reich der Mitte“

Rotten Tomatoes über „Asterix & Obellix im Reich der Mitte“

Wikipedia über „Asterix & Obelix im Reich der Mitte“ (deutsch, englisch, französisch)

Meine Kurzbesprechung von Guillame Canets Harlan-Coben-Verfilmung „Kein Sterbenswort“ (Ne le dis à personne, Frankreich 2006)

Meine Besprechung von Guillaume Canets „Blood Ties“ (Blood Ties, Frankreich/USA 2013)

 


Neu im Kino/Filmkritik: „Die drei Musketiere – D’Artagnan“ will mitspielen

April 13, 2023

https://www.youtube.com/watch?v=xD6BuGi9I2Q

Jetzt fechten sie wieder für den König und, angesichts der vielen Verfilmungen von Alexandre Dumas‘ Roman kann man sich fragen, ob die Welt wirklich einen weiteren „Die drei Musketiere“-Film benötigt. Die bekanntesten und immer noch beliebtesten Verfilmungen sind George Sidneys „Die drei Musketiere“ (USA 1948) und Richard Lesters Zweiteiler „Die drei Musketiere“ (Panama 1974) und „Die vier Musketiere – Die Rache der Milady“ (Panama 1975). Außerdem gibt es unzählige weitere Verfilmungen der bekannten Vorlage, die inzwischen vergessen sind.

Und dann gibt es noch Bertrand Taverniers „D’Artagnans Tochter“ (Frankreich 1994), die im Film von Sophie Marceau als muntere Kämpferin gespielt wird. Die Mantel-und-Degen-Komödie hat zwar nichts mehr mit dem Roman von Dumas zu tun, aber sie ist äußerst kurzweilig, viel zu unbekannt und der Grund, warum Martin Bourboulon das Angebot einer Neuverfilmung von Dumas‘ Roman akzeptierte. Sein Vater war einer der Produzenten von Taverniers Film und er durfte als Jugendlicher das Set besuchen.

Jetzt konnte Martin Bourboulon seinen eigenen Mantel-und-Degen-Film drehen.

Die Story hat er nicht grundlegend verändert. Wieder geht es um D’Artagnan (François Civil), einen vor Selbstvertrauen strotzendem Burschen aus der Gascogne, der in Paris ein Mitglied der legendären Musketiere werden möchte. Doch zuerst muss er sich mit drei Männern herumschlagen, denen er in den übervollen Gassen der Hauptstadt innerhalb weniger Minuten auf die Füße trat und die ihn nacheinander zum Duell herausforderten. Es sind, was D’Artagnan nicht weiß, die Musketiere Athos (Vincent Cassel), Porthos (Pio Marmaï) und Aramis (Romain Duris).

Noch bevor sie in einem Waldstück mit dem ersten Duell beginnen können, werden sie von Kardinal Richelieus Männern gestört – und Regisseur Martin Bourboulon nutzt die Gelegenheit für eine große, ungeschnittene, nicht enden wollende Actionszene. Bis zum Abspann folgende weitere sparsam geschnittene Kampfszenen.

Nach diesem wilden Kampf hat D’Artagnan sich den Respekt der drei Musketiere verdient. Sie nehmen ihn in ihre elitäre Gruppe auf.

Schnell werden sie in einen Komplott gegen den König, den sie beschützen sollen, verwickelt. 1627 ist die politische Situation unübersichtlich. Frankreich und England bekriegen sich. Evangelen und Katholen ebenso. Es wird munter hinter dem Rücken des Königs intrigiert. Treibende Kräfte sind dabei Kardinal Richelieu (Éric Ruf) und die geheimnisvolle Milady de Winter (Eva Green).

Martin Bourboulon, zuletzt „Eiffel in Love“, verzichtet in seiner Interpretation der klassischen Geschichte auf Modernismen, Ironisierungen und Aktualisierungen, die andere Regisseure bei ihren Verfilmungen historischer Stoffe vornehmen. Zum Bespiel indem die Musik aus Rocksongs besteht. Teilweise werden diese Songs, neu arrangiert, vor Publikum auf höfischen Gesellschaften gespielt. Oder indem moderne Gegenstände, die es damals noch lange nicht gab, im Bild auftauchen. Bourboulon verzichtet darauf. Er inszenierte einen bewusst altmodischen Mantel- und Degenfilm, der so auch schon für fünfzig Jahren hätte entstehen können. Und er nimmt sich viel Zeit. Wie einige ältere Versionen der Geschichte erzählt er sie in zwei Teilen. Der zweite Teil „Die drei Musketiere – Milady“ soll am 14. Dezember 2023 in Deutschland starten.

Eben diese Entscheidung führt zu einigen Längen. Die Geschichte wird jetzt in ungefähr vier Stunden erzählt. Dabei hätten sie sie auch als einen konzentriert in, sagen wir mal 150 Minuten erzählten Abenteuerfilm erzählen können. Jetzt ziehen sich einige Duelle gefühlt endlos hin. Milady de Winter geht auf einem Maskenball ebenfalls gefühlt endlos durch die Feiernden. Das Leben am Hof des Königs hätte nicht so ausführlich geschildert werden müssen. Und natürlich ist dieser erste Teil (mit seiner Abspannszene) vor allem die Vorbereitung des zweiten Teils, in dem die tapferen drei Musketieren (die eigentlich vier Musketiere sind) gegen die böse Milady de Winter kämpfen. Im ersten Teil hat sie nur eine Nebenrolle.

Doch das sind eher kleinere Einwände gegen einen unterhaltsamen, traditionsbewussten, starbesetzten Abenteuerfilm.

Die drei Musketiere – D’Artagnan (Les trois mousquetaires: D’Artagnan, Deutschland/Frankreich 2023)

Regie: Martin Bourboulon

Drehbuch: Matthieu Delaporte, Alexandre de La Patellière

LV: Alexandre Dumas: Les trois mousquetaires, 1843/44 (Die drei Musketiere)

mit François Civil, Vincent Cassel, Romain Duris, Pio Marmaï, Eva Green, Louis Garrel, Vicky Krieps, Lyna Khoudri, Jacob Fortune-Lloyd, Eric Ruf, Marc Barbé, Patrick Mille

Länge: 121 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Filmportal über „Die drei Musketiere – D’Artagnan“

Moviepilot über „Die drei Musketiere – D’Artagnan“

Allociné über „Die drei Musketiere – D’Artagnan“

Rotten Tomatoes über „Die drei Musketiere – D’Artagnan“

Wikipedia über „Die drei Musketiere – D’Artagnan“ (deutsch, englisch, französisch)

Meine Besprechung von Martin Bourboulons „Eiffel in Love“ (Eiffel, Frankreich/Deutschland 2021)


TV-Tipp für den 26. Februar: Trance – Gefährliche Erinnerung

Februar 25, 2023

Sixx, 22.40

Trance – Gefährliche Erinnerung (Trance, Großbritannien 2013)

Regie: Danny Boyle

Drehbuch: Joe Ahearne, John Hodge

Kunstauktionator Simon versteckt während eines Überfalls ein wertvolles Goya-Gemälde. Weil er durch einen Schlag auf den Kopf sein Gedächtnis verloren hat und die Gangster das Gemälde unbedingt wollen, soll eine Hypnotiseurin bei der Wiederbeschaffung helfen.

Nichts, aber auch wirklich nichts ist so, wie es scheint.

Herrlich vertrackter Noir von Danny Boyle, der für meinen Geschmack schon etwas zu vertrackt wird.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung

mit James McAvoy, Vincent Cassel, Rosario Dawson, Danny Sapani, Matt Cross, Wahab Sheikh, Mark Poltimore

Wiederholung: Montag, 27. Februar, 02.45 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Metacritic über „Trance“

Rotten Tomatoes über „Trance“

Wikipedia über „Trance“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Danny Boyles „Trance – Gefährliche Erinnerung“ (Trance, GB 2013)

Meine Besprechung von Danny Boyles „Steve Jobs“ (Steve Jobs, USA 2015)

Meine Besprechung von Danny Boyles „T2 Trainspotting“ (T2 Trainspotting, Großbritannien 2017)


TV-Tipp für den 7. Januar: Das Märchen der Märchen

Januar 6, 2023

Tele 5, 20.15

Das Märchen der Märchen (Tale of Tales/Il racconto dei racconti, Italien/Frankreich/Großbritannien 2015)

Regie: Matteo Garrone

Drehbuch: Matteo Garrone, Edoardo Albinati, Ugo Chiti, Massimo Gaudioso

LV: Giambattista Basile: Il Racconto dei Racconti, 1634/1636 (Das Märchen der Märchen; Das Pentameron)

Ein Märchenfilm, der kein Märchenfilm für Kinder ist. Auch weil Märchen ursprünglich nicht für Kinder waren.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Salma Hayek, Vincent Cassel, John C. Reilly, Toby Jones, Shirley Henderson, Hayley Carmichachel, Stacy Martin, Bebe Cave, Christian Lees, Jonah Lees, Alba Rohrwacher, Massimo Ceccherini, Guillaume Delaunay

Wiederholung: Sonntag, 8. Januar, 23.55 Uhr

Hinweise
Moviepilot über „Das Märchen der Märchen“
Metacritic über „Das Märchen der Märchen“
Rotten Tomatoes über „Das Märchen der Märchen“
Wikipedia über „Das Märchen der Märchen“ (englisch, italienisch) und „Das Pentagramm“
„Das Pentagramm“ im Projekt Gutenberg (bei Amazon gibt es ebenfalls eine kostenlose Kindle-Version)

Meine Besprechung von Matteo Garrones „Das Märchen der Märchen“ (Tale of Tales/Il racconto dei racconti, Italien/Frankreich/Großbritannien 2015)

Meine Besprechung von Matteo Garrones „Dogman“ (Dogman, Italien/Frankreich 2018)


TV-Tipp für den 23. Juni: Einfach das Ende der Welt

Juni 22, 2021

Arte, 20.15

Einfach das Ende der Welt (Just la fin du monde, Kanada/Frankreich 2016)

Regie: Xavier Dolan

Drehbuch: Xavier Dolan

LV: Jean-Luc Lagarce: Juste la fin du monde, 1990 (Theaterstück)

Schriftsteller Louis besucht nach zwölf Jahren wieder seine Familie. Er will ihnen von seiner tödlichen Krankheit erzählen. Aber sie sind, lautstark und hochemotional, mit ihren Streitigkeiten beschäftigt.

TV-Premiere. Intensives, nichts erklärendes Drama über eine zerrüttete Familie, furios im Gefühlsüberschwang von Xavier Dolan mit internationaler Starbesetzung inszeniert.

Dolans neuester Film „Matthias & Maxime“ soll nach einigen pandemiebedingten Verschiebungen, Ende Juli anlaufen.

mit Nathalie Baye, Marion Cotillard, Gaspard Ulliel, Vincent Cassel, Léa Seydoux

Wiederholung: Dienstag, 29. Juni, 00.55 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Einfach das Ende der Welt“

Wikipedia über „Einfach das Ende der Welt“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Xavier Dolans „Laurence Anyways“ (Laurence Anyways, Kanada/Frankreich 2012)

Meine Besprechung von Xavier Dolans „Sag nicht, wer du bist!“ (Tom à la ferme/Tom at the Farm, Kanada/Frankreich 2013)

Meine Besprechung von Xavier Dolans „Mommy“ (Mommy, Kanada/Frankreich 2014)


TV-Tipp für den 20. April: Das Märchen der Märchen

April 19, 2019

Tele 5, 20.15

Das Märchen der Märchen (Tale of Tales/Il racconto dei racconti, Italien/Frankreich/Großbritannien 2015)

Regie: Matteo Garrone

Drehbuch: Matteo Garrone, Edoardo Albinati, Ugo Chiti, Massimo Gaudioso

LV: Giambattista Basile: Il Racconto dei Racconti, 1634/1636 (Das Märchen der Märchen; Das Pentameron)

Ein Märchenfilm, der kein Märchenfilm für Kinder ist. Auch weil Märchen ursprünglich nicht für Kinder waren.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Salma Hayek, Vincent Cassel, John C. Reilly, Toby Jones, Shirley Henderson, Hayley Carmichachel, Stacy Martin, Bebe Cave, Christian Lees, Jonah Lees, Alba Rohrwacher, Massimo Ceccherini, Guillaume Delaunay

Wiederholung: Montag, 22. April, 02.20 Uhr (Taggenau!)

Hinweise
Moviepilot über „Das Märchen der Märchen“
Metacritic über „Das Märchen der Märchen“
Rotten Tomatoes über „Das Märchen der Märchen“
Wikipedia über „Das Märchen der Märchen“ (englisch, italienisch) und „Das Pentagramm“
„Das Pentagramm“ im Projekt Gutenberg (bei Amazon gibt es ebenfalls eine kostenlose Kindle-Version)

Meine Besprechung von Matteo Garrones „Das Märchen der Märchen“ (Tale of Tales/Il racconto dei racconti, Italien/Frankreich/Großbritannien 2015)

Meine Besprechung von Matteo Garrones „Dogman“ (Dogman, Italien/Frankreich 2018)


TV-Tipp für den 28. Januar: Jason Bourne

Januar 28, 2019

ZDF, 22.10

Jason Bourne (Jason Bourne, USA 2016)

Regie: Paul Greengrass

Drehbuch: Paul Greengrass, Christopher Rouse (nach Charakteren von Robert Ludlum)

Jason Bourne ist zurück. Und wieder hat er Ärger mit seinem alten Arbeitgeber. Der CIA.

Wer noch keinen Film mit Jason Bourne gesehen hat, wird begeistert sein. Wer die anderen Bourne-Filme kennt, wird vor allem ein Recycling bekannter Ideen, Situationen und Abläufe sehen.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Matt Damon, Alicia Vikander, Tommy Lee Jones, Riz Ahmed, Vincent Cassel, Ato Essandoh, Bill Camp, Julia Stiles, Stephan Kunken, Gregg Henry

Wiederholung: Mittwoch, 30. Januar, 01.05 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Jason Bourne“

Metacritic über „Jason Bourne“

Rotten Tomatoes über „Jason Bourne“

Wikipedia über „Jason Bourne“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Tony Gilroys “Das Bourne-Vermächtnis” (The Bourne Legacy, USA 2012)

Meine Besprechung von Paul Greengrass’ “Captain Phillips” (Captain Phillips, USA 2013)

Meine Besprechung von Paul Greengrass‘ „Jason Bourne“ (Jason Bourne, USA 2016)


TV-Tipp für den 8. Januar: Mein Ein, mein Alles

Januar 8, 2019

3sat, 22.25

Mein Ein, mein Alles (Mon Roi, Frankreich 2015)

Regie: Maïwenn

Drehbuch: Maïwenn, Etienne Comar

Nach einem Skiunfall bilanziert Tony (Emmanuelle Bercot) in einer Reha-Klinik ihre jahrelange, äußerst stürmische Beziehung zu Georgio (Vincent Cassel).

TV-Premiere der feinfühligen Charakterstudie über eine extrem schwierige Beziehung.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Vincent Cassel, Emmanuelle Bercot, Louis Garrel, Isild Le Besco, Chrystèle Saint-Louis Augustin, Patrick Raynal

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Mein Ein, mein Alles“

Metacritic über „Mein Ein, mein Alles“

Rotten Tomatoes über „Mein Ein, mein Alles“

Wikipedia über „Mein Ein, mein Alles“ (englisch, französisch)

Meine Besprechung von Maïwenns „Mein Ein, mein Alle“s (Mon Roi, Frankreich 2015)


TV-Tipp für den 4. Juli: Das Märchen der Märchen

Juli 4, 2018

Tele 5, 20.15

Das Märchen der Märchen (Tale of Tales/Il racconto dei racconti, Italien/Frankreich/Großbritannien 2015)

Regie: Matteo Garrone

Drehbuch: Matteo Garrone, Edoardo Albinati, Ugo Chiti, Massimo Gaudioso

LV: Giambattista Basile: Il Racconto dei Racconti, 1634/1636 (Das Märchen der Märchen; Das Pentameron)

Ein Märchenfilm, der kein Märchenfilm für Kinder ist. Auch weil Märchen ursprünglich nicht für Kinder waren.

Leider zerstören bei der heutigen TV-Premiere die Werbepausen die Märchenstimmung.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Salma Hayek, Vincent Cassel, John C. Reilly, Toby Jones, Shirley Henderson, Hayley Carmichachel, Stacy Martin, Bebe Cave, Christian Lees, Jonah Lees, Alba Rohrwacher, Massimo Ceccherini, Guillaume Delaunay

Hinweise
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Das Märchen der Märchen“
Moviepilot über „Das Märchen der Märchen“
Metacritic über „Das Märchen der Märchen“
Rotten Tomatoes über „Das Märchen der Märchen“
Wikipedia über „Das Märchen der Märchen“ (englisch, italienisch) und „Das Pentagramm“
„Das Pentagramm“ im Projekt Gutenberg (bei Amazon gibt es ebenfalls eine kostenlose Kindle-Version)

Meine Besprechung von Matteo Garrones „Das Märchen der Märchen“ (Tale of Tales/Il racconto dei racconti, Italien/Frankreich/Großbritannien 2015)


TV-Tipp für den 8. Mai: Irreversibel

Mai 8, 2018

Tele 5, 00.15

Irreversibel (Irrversible, Frankreich 2002)

Regie: Gaspar Noé

Drehbuch: Gaspar Noé

TV-Premiere eines Skandalfilms über eine Rache und eine Vergewaltigung, bei dem vor allem über eine neunminütige Vergewaltigungsszene gesprochen wurde. „Diese Wahrnehmung verkürzt den Film auf ungerechte Weise. Tatsächlich handelt es sich sowohl um einen zwar überaus drastischen, aber ernst zu nehmenden Kommentar über filmische Dramaturgie als auch um eine durchaus moralisch fundierte Äußerung zur Phänomenologie zwischenmenschlicher Gewalt.“ (Lexikon des internationalen Films)

Anders: „Jenseits de exzessiv beschriebenen Gewalt bleibt ein Gefühl der Leere zurück.“ (epd-Film)

Der Film ist „frei ab 18 Jahre“.

mit Monica Bellucci, Vincent Cassel, Albert Dupontel, Jo Prestia

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Irreversibel“

Wikipedia über „Irreversibel“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Gaspar Noés „Love 3D“ (Love, Frankreich/Belgien 2015)


TV-Tipp für den 19. März: Kind 44

März 19, 2018

ZDF, 22.15

Kind 44 (Child 44, CZ/GB/RO/USA 2015)

Regie: Daniel Espinosa

Drehbuch: Richard Price

LV: Tom Rob Smith: Child 44, 2008 (Kind 44)

Russland, 1953, zu Stalins Lebzeiten: der Geheimdienstler Leo Demidow wird in die tiefste Provinz verbannt. Dort stolpert er über einen Mordfall, der einem Mordfall in Moskau ähnelt. Soll es im Arbeiter- und Bauernstaat einen Serienmörder geben?

Letztendlich und gerade wegen der beteiligten Personen enttäuschende Verfilmung von Tom Rob Smiths mit mehreren Preisen ausgezeichnetem Thriller, die in Teilen besser (vor allem an Anfang) und in Teilen (vor allem am Ende) schlechter als der Roman ist. Dabei war ich von dem Roman auch nicht so wahnsinnig begeistert.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Tom Hardy, Gary Oldman, Noomi Rapace, Joel Kinnaman, Paddy Considine, Jason Clarke, Vincent Cassel, Fares Fares, Charles Dance, Josef Altin

Die Vorlage

Smith - Kind 44 - TB 2Smith - Kind 44 - Movie-Tie-In - 2
Tom Rob Smith: Kind 44
(übersetzt von Armin Gontermann)
Goldmann, 2015 (Movie Tie-In)
512 Seiten
9,99 Euro

Taschenbuchausgabe
Goldmann, 2010

Deutsche Erstausgabe
Dumont, 2008

Originalausgabe
Child 44
Simon & Schster UK Ltd., 2008

Hinweise

Homepage von Tom Rob Smith

Deutsche Homepage von Tom Rob Smith

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Film-Zeit über „Kind 44“

Moviepilot über „Kind 44“

Metacritic über „Kind 44“

Rotten Tomatoes über „Kind 44“

Wikipedia über „Kind 44“ (deutsch, englisch) und Tom Rob Smith (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Tom Rob Smiths „Kind 44“ (Child 44, 2008)

Meine Besprechung von Daniel Espinosas „Sebastian Bergman – Spuren des Todes 1“

Meine Besprechung von Daniel Espinosas „Safe House“ (Safe House, USA 2012)

Meine Besprechung von Daniel Espinosas „Kind 44“ (Child 44, CZ/GB/RO/USA 2015)

Meine Besprechung von Daniel Espinosas „Life“ (Life, USA 2017)

Richard Price in der Kriminalakte

 


TV-Tipp für den 26. Januar: Trance – Gefährliche Erinnerung (und ein Hinweis auf den neuen Film von Danny Boyle)

Januar 26, 2017

Pro7, 22.30

Trance – Gefährliche Erinnerung (Trance, GB 2013)

Regie: Danny Boyle

Drehbuch: Joe Ahearne, John Hodge

Kunstauktionator Simon versteckt während eines Überfalls ein wertvolles Goya-Gemälde. Weil er durch einen Schlag auf den Kopf sein Gedächtnis verloren hat und die Gangster das Gemälde unbedingt wollen, soll eine Hypnotiseurin bei der Wiederbeschaffung helfen.

Nichts, aber auch wirklich nichts ist so, wie es scheint.

Herrlich vertrackter Noir von Danny Boyle, der für meinen Geschmack schon etwas zu vertrackt wird.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung

mit James McAvoy, Vincent Cassel, Rosario Dawson, Danny Sapani, Matt Cross, Wahab Sheikh, Mark Poltimore

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Deutsche Facebookseite zum Film

Film-Zeit über „Trance“

Metacritic über „Trance“

Rotten Tomatoes über „Trance“

Wikipedia über „Trance“

Meine Besprechung von Danny Boyles „Trance – Gefährliche Erinnerung“ (Trance, GB 2013)

Meine Besprechung von Danny Boyles „Steve Jobs“ (Steve Jobs, USA 2015)

Bonushinweis

Am 16. Februar startet bei uns Danny Boyles neuer Film „T2 Trainspotting“, der – yep, richtig geraten – nach zwanzig Jahren die Geschichte von „Trainspotting“ weitererzählt und wir erfahren, was aus den „Trainspotting“-Jungs wurde. Denn: the boys are back in town.

Der Trailer sieht gut aus. Die ersten Besprechungen tendieren, gebremst begeistert, zum Daumen nach oben. Jedenfalls erreicht der Film bei „Rotten Tomatoes“  derzeit einen Frischegrad von 79 %. :

 

Der Film basiert, wahrscheinlich sehr, sehr lose auf Irvine Welshs „Porno“. Schließlich schrieb Welsch den Roman, der die Geschichte von „Trainspotting“ weiter erzählt, bereits 2002 und sie spielt zehn Jahre nach seinem 1993 publiziertem Debütroman „Trainspotting“. In dem Roman versuchen die Jungs in der Zeit vor Facebook und YouPorn ihr Glück in der Pornoindustrie und, nun, einiges verläuft anders als geplant.

Was genau schief läuft, könnt ihr in der Neuausgabe des Romans nachlesen.

Porno von Irvine Welsh

Irvine Welsh: Porno

(übersetzt von Clara Drechsler und Harald Hellmann)

Heyne, 2017

576 Seiten

10,99 Euro

Originalausgabe

Porno

Jonathan Cape, London, 2002

Deutsche Erstausgabe bei Kiepenheuer & Witsch.

Hinweise

Homepage von Irvine Welsh

Meine Besprechung von Jon S. Bairds Irvine-Welsh-Verfilmung „Drecksau“ (Filth, Großbritannien 2013 – mit weiteren Videoclips) und der DVD


TV-Tipp für den 7. Januar: Eine dunkle Begierde

Januar 7, 2017

3sat, 23.30
Eine dunkle Begierde (A dangereous method, Deutschland/Kanada/Großbritannien/Schweiz 2011)
Regie: David Cronenberg
Drehbuch: Christopher Hampton (nach dem Roman „A dangerous method“ von John Kerr und dem Theaterstück „The talking cure“ von Christopher Hampton)
Auf Tatsachen basierender Film über die Beziehung zwischen C. G. Jung, seiner Patientin Sabina Spielrein (die später eine geachtete Psychologin wird) und Sigmund Freud.
Ein toller Schauspielerfilm, der aber mehr wie eine besonders gute Arte-Produktion und weniger wie ein David-Cronenberg-Film wirkt.
mit Viggo Mortensen, Keira Knightley, Michael Fassbender, Vincent Cassel, Sarah Gadon, André Hennicke, Arndt Schwerin-Sohnrey, Anna Thalbach
Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Eine dunkle Begierde“

Rotten Tomatoes über „Eine dunkle Begierde“

Wikipedia über „Eine dunkle Begierde“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Marcus Stigleggers “David Cronenberg” (2011)

Meine Besprechung von David Cronenbergs „Cosmopolis“ (Cosmopolis, Frankreich/Kanada 2012)

Meine Besprechung von David Cronenbergs “Maps to the Stars” (Maps to the Stars, Kanada/USA/Deutschland/Frankreich 2014) (und die DVD-Kritik)

David Cronenberg in der Kriminalakte