Der Krimimarathon Berlin-Brandenburg geht in die achte Runde

November 7, 2017

Bis zum 19. November steigt die Mordrate in Berlin und Brandenburg in ungeahnte Höhen. Zum Glück geht es nur um literarische Morde und die meisten Täter sind sehr umgängliche Menschen.

Wie in den vergangenen Jahren kooperiert der Krimimarathon Berlin-Brandenburg auch dieses Jahr mit dem Lesefestival „Stadt Land Buch“. Dieses Jahr präsentieren 77 Krimiautoren und -autorinnen ihre neuesten Werke auf Lesungen in Buchhandlungen (wie immer), Bibliotheken (dito), Galerien (dito), Lokalen (dito, wegen der Versorgungslage bei notleidenden Dichtern sehr beliebt), Kirchen und Autohäusern. Neben den Lesungen gibt es dieses Mal auch die Live-Premiere eines Hörspiels im ehemaligen Frauengefängnis Lichterfelde und die gnadenlose „Ladies Crime Night“ der Mörderischen Schwestern.

Hier gibt es einen Überblick über das gesamte Hauptstadtprogramm des Marathons:

Dienstag, 07.11.2017, Steglitz-Zehlendorf – Elisabeth Herrmann: „Stimme der Toten“

Elisabeth Herrmanns neuester Krimi-Streich: In einem großen Berliner Bankhaus ist ein Mann in die Tiefe gestürzt. Die Polizei steht vor der Frage: Suizid oder Mord? Tatortreinigerin Judith Kepler entdeckt Hinweise, die auf ein Verbrechen schließen lassen und gerät somit selbst ins Visier des Mörders. Organisiert von der Buchhandlung Friebe.

Wo: Villa Folke Bernadotte, Jungfernstieg 19, 12207 Berlin

Wann: 19 Uhr

Eintritt: 13 € (VVK), 15 € (AK), nur mit Vorbestellung

Reservierung: 030-7723230

Dienstag, 07.11.2017, Treptow-Köpenick – Jonas Winner, Nahlah Saimeh: „Wie man zum Mörder wird“

Während Jonas Winner aus dem Psycho-Thriller „Murder Park“ von einem Serientäter in einem Freizeitpark auf Zodiac Island liest, erforscht die bekannte forensische Psychiaterin Nahlah Saimeh in ihrem neuen Buch „Ich bring dich um!“, was Menschen zur Gewalt gegen Menschen treibt.

Wo: Kulturring in Berlin e.V./Kulturbund Treptow, Ernststraße 14-16, 12437 Berlin

Wann: 19 Uhr

Eintritt: 7 € (AK), 6 € mit Ermäßigung
Reservierung: 030-53696534

Dienstag, 07.11.2017, Pankow – Robert Harris: „München“

Der Bestsellerautor und Großmeister des Polit-Thrillers aus England, Robert Harris, stellt sein neuestes Werk vor: München. Eine Lesung der Thalia-Buchhandlung in Kooperation mit dem Pfefferberg-Theater, präsentiert von TIP und radioeins. Gelesen wird die deutsche Fassung von David Eisermann.

Wo: Pfefferberg Theater, Schönhauser-Allee 176, 10119 Berlin

Wann: 20 Uhr

Eintritt: 12 € (VVK), 14 € (AK), Vorbestellung empfohlen

Reservierung: 030-9120 658 293

Dienstag, 07.11.2017, Tiergarten – Felix Huby: „Heiland“

Am Berliner Westhafen wird die Leiche eines polizeibekannten Mannes aufgefunden. Das Opfer war der Anführer einer jugendlichen Gangsterbande. Keiner scheint von dem Tod des Mannes betroffen zu sein. Kommissar Heiland macht sich dennoch auf die Suche nach dem Mörder.

Wo: Dorotheenstädtische Buchhandlung, Turmstraße 5, 10559 Berlin

Wann: 20 Uhr

Eintritt: frei, Voranmeldung empfohlen

Reservierung: 030-3943047

Mittwoch, 08.11.2017, Steglitz-Zehlendorf – Edgar Rai: „Bullenbrüder“

Die Brüder Holger und Charlie Brinks könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Holger als korrekter Beamter bei der Berliner Mordkommission tätig ist, schlägt sich Charlie als Privatschnüffler durchs Leben. Nachdem Charlie bei Holger eingezogen ist, kreuzen sich ihre Wege nicht nur privat.

Wo: Stadtteilbibliothek Lankwitz, Bruchwitzstraße 37, 12247 Berlin

Wann: 19:15 Uhr

Eintritt: frei, nur mit Anmeldung

Reservierung: 030-76890-5012

Mittwoch, 08.11.2017, Tempelhof-Schöneberg – Connie Roters: „Endstation Neukölln“

In Neukölln werden zwei Leichen aufgefunden: ein Drogendealer und ein Rechtsextremer. Um diesen Fall zu lösen muss Hauptkommissar Breschnow in ein Geflecht aus Intrigen und Verrat eindringen, und bringt somit nicht nur sich selbst in Gefahr.

Wo: Nicolaische Buchhandlung, Rheinstraße 65, 12159 Berlin

Wann: 19:30 Uhr

Eintritt: 5 € (AK)

Reservierung: 030-852 40 05, info@nicolaische-buchhandlung.de

Donnerstag, 09.11.2017, Mitte – Natascha Manski: „Sushi, Fischbrötchen und eine Leiche zum Mittag“

Der Krimimarathon zu Gast in Niedersachsen: Das ungleiche Ermittler-Duo Tomma Petersen und Ulrich Spandorff ermittelt wieder. In der Nordsee wird eine Leiche gefunden und alles weist auf eine Beziehungstat hin. Doch dann wittert die Hauptkommissarin einen Skandal in der Firmenpolitik der Hafengesellschaft.

Wo: Landesvertretung Niedersachsen, In den Ministergärten 10, 10117 Berlin

Wann: 12 Uhr

Eintritt: frei, nur mit Voranmeldung bis 05.11.2017

Reservierung: Website: http://www.anmeldung-niedersachsen.de

Donnerstag, 09.11.2017, Pankow – Martin Krist: „Märchenwald“

Der zehnjährige Max und seine kleine Schwester Ellie werden mitten in der Nacht von ihrer weinenden Mutter geweckt und in den Wandschrank gesperrt. Um seine Schwester zu beruhigen und die Schreie der Mutter zu übertönen erzählt Max die Geschichte vom Märchenwald. Die Mordermittler Paul Kalkbrenner und Sera Muth werden mit dem rätselhaftesten Fall ihrer Karriere konfrontiert.

Wo: Wolfdietrich-Schnurre-Bibliothek, Bizetstraße 41, 13088 Berlin

Wann: 19:30 Uhr

Eintritt: frei

Reservierung: 030-92090980-77

Donnerstag, 09.11.2017, Charlottenburg – Carolin Schünemann, Jelena Volic: „Maiglöckchenweiß“

Vor 25 Jahren wurde ein kleiner Roma-Junge von zwei Jugendlichen zu Tode geprügelt. Jedoch wurde nur einer von ihnen verhaftet und der andere konnte entkommen. Als dieser selbst zum Opfer eines Verbrechens wird, die Polizei aber von Selbstmord ausgeht, beginnt Milena Lukin zu ermitteln.

Wo: Krimibuchhandlung Miss Marple, Weimarer Straße 17, 10625 Berlin

Wann: 19:30 Uhr

Eintritt: 6 € (AK), 5 € (VVK), Vorbestellung empfohlen

Reservierung: 030-36412724

Donnerstag, 09.11.2017, Pankow – Tatjana Rese: „Freies Geleit für Martin Luther“

Nachdem Martin Luther den Reichstag in Worms überstanden hat, ohne seine Thesen zu widerrufen, wird in der Stadt eine Leiche gefunden. Rasch fällt der Verdacht auf den Augustinermönch und seinen Ordensbruder. Nur knapp gelingt ihnen die Flucht und sie beschließen, die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen. Fakten und Fiktion verschmelzen zu einem spannenden Kriminalfall.

Wo: EWA e.V., Prenzlauer Allee 6, 10405 Berlin

Wann: 20 Uhr

Eintritt: Auf Spendenbasis, nur für Frauen

Reservierung: 030-4425542

Freitag, 10.11.2017, Spandau – Claudia Schmid: „Der Versuch“

Eigentlich wollte der Mediziner Edgar Müntel die Geister der Vergangenheit ruhen lassen. Als er aber von den dunklen Machenschaften Professor Knells an seinem ehemaligen Krankenhaus erfährt, beschließt er aus dem Exil zurückzukehren und seinem ehemaligen Vorgesetzten das Handwerk zu legen. Helfen kann ihm dabei nur seine ehemalige Geliebte Amelie, die mittlerweile jedoch verheiratet ist.

Wo: Kulturzentrum Staaken, Sandstr. 41, 13593 Berlin

Wann: 19 Uhr

Eintritt: 5 € (AK)

Reservierung: info@kulturzentrum-staaken.de

Freitag, 10.11.2017, Steglitz-Zehlendorf – Beate Vera: „Was den Raben gehört“

Knochenfunde und spurlos verschwundene Nachbarn: Lea Storm und Martin Glander stürzen sich wieder in die Ermittlungen. In Begleitung eines köstlichen Thai-Menüs präsentiert Beate Vera ihren neuesten Berliner Provinzkrimi.

Wo: Thai by Thai, Goerzallee 111, 12207 Berlin

Wann: 19 Uhr

Eintritt: 20 €, nur mit Vorbestellung

Reservierung: 030-862 037 33, thaibythai@hotmail.com

Freitag, 10.11.2017, Mitte – Anne Rößing: „Wolfsgrube“

Mord in der Espressobar: Im hessischen Dorf Aubel stößt Polizist Frank Schenk auf die erste Leiche seiner Karriere. Nachdem er sich daraufhin in die Geranien übergeben muss, ist nicht nur ihm klar, dass besser jemand anderes diesen Fall übernehmen sollte. Also tauscht er flugs mit seiner Frau, Hauptkommissarin Helen Schenk. Er stürzt sich in die Elternzeit und sie sich mit Inbrunst in die Ermittlungen.

Wo: Espressobar Mörder, Torstraße 199, 10115 Berlin (Eingang Borsigstraße)

Wann: 20 Uhr

Eintritt: 5 € (AK), Vorbestellung empfohlen

Reservierung: 030-63969395 oder info@krimimarathon.de

Freitag, 10.11.2017, Steglitz-Zehlendorf – Regine Ahrem: „Hollywood on Air Special I: Albtraum/ Duell zu dritt“

Hörspiel live: Im schaurigen Ambiente des ehemaligen Frauengefängnisses Lichterfelde präsentiert die rbb-Hörspiel-Produzentin Regine Ahrem zwei Krimi-Klassiker aus der legendären „Suspense“-Radioshow-Reihe zum ersten Mal überhaupt: Albtraum und Duell zu dritt.

Wo: SOEHT7 (Frauengefängnis Lichterfelde), Söhtstraße 7, 12203 Berlin

Wann: 20 Uhr

Eintritt: 15 €, 12 € mit Ermäßigung (AK)

Reservierung: canalis@soeht7.de, Tel.: 015902308373

Freitag, 10.11.2017, Steglitz-Zehlendorf – Max Bentow, Zoe Beck, Susanne Kliem: „Krimi-Nacht bei Hugendubel“

Erstklassige Berliner Kriminalliteratur im Dreierpack: Gleich drei erfolgreiche Autoren stellen im Zuge der „Krimi-Nacht bei Hugendubel“ ausführlich ihre neuesten Kriminalromane vor.

Wo: Hugendubel, Schloßstraße 109-110a, 12163 Berlin (Steglitz)

Wann: 20:30-23:30 Uhr

Eintritt: 10 € (AK)

Reservierung: 030-34048484

Samstag, 11.11.2017, Spandau – Anne Rößing: „Wolfsgrube“

Mord im Café: Im hessischen Dorf Aubel stößt Polizist Frank Schenk auf die erste Leiche seiner Karriere. Nachdem er sich daraufhin in die Geranien übergeben muss, ist nicht nur ihm klar, dass besser jemand anderes diesen Fall übernehmen sollte. Also tauscht er flugs mit seiner Frau, Hauptkommissarin Helen Schenk. Er stürzt sich in die Elternzeit und sie sich mit Inbrunst in die Ermittlungen.

Wo: Kaffee 26, Jüdenstraße 26, 13597 Berlin

Wann: 19 Uhr

Eintritt: 12 €

Reservierung: 030-339 39 448, kaffee26@gmx.de

Symbole: Freigetränk, kulinarische Versorgung

Samstag, 11.11.2017, Steglitz-Zehlendorf – Emelie Schepp: „Engelsschuld“

Im schaurigen Ambiente des ehemaligen Frauengefängnisses Lichterfelde präsentiert die schwedische Autorin Emelie Schepp den nächsten Fall ihrer toughen Staatsanwältin Jana Berzelius: Die Teilnehmer einer OP sterben grausame Tode. Die Staatsanwältin erkennt, dass bei dieser Mordserie Privates und Berufliches zusammenhängen. Sie selbst hat auch noch eine Rechnung mit einem ganz anderen Täter offen.

Wo: SOEHT 7 (Frauengefängnis Lichterfelde), Söhtstraße 7, 12203 Berlin

Wann: 19 Uhr

Eintritt: 12 € (AK), 8 € mit Ermäßigung

Reservierung: info@krimimarathon.de

Sonntag, 12.11.2017, Friedrichshain – Alexander Hartung: „Was verborgen bleiben sollte“

Ausgerechnet Kripochef Bergman gerät in einem Schmuckgeschäft in einen bewaffneten Überfall mit Geiselnahme. Dass es sich um keinen normalen Raub handelt, wird schnell deutlich.

Der Überfall ist nur der Beginn einer Verbrechensserie, die selbst Kommissar Tommen an seine Grenzen bringen wird.

Im Rahmen der Lesung nimmt Sie der Autor Alexander Hartung mit an einen Tatort und gibt Ihnen die Gelegenheit, Ihre Ermittlerfähigkeiten zu testen.

Wo: Berliner Kriminal Theater, Palisadenstr. 48, 10243 Berlin

Wann: 11 Uhr

Eintritt: 10 € (AK)

Reservierung: 030-47997488

Sonntag, 12.11.2017, Spandau – Mörderische Schwestern: „Ladies‘ Crime Night“

Mit der „Ladies‘ Crime Night“ erfanden die Mörderischen Schwestern ein besonderes Krimi-Leseformat. Diesmal präsentieren sieben Autorinnen in den schönen Räumen der St. Marienkirche ausgewählte Krimi-Ausschnitte. Nach 7 Minuten werden sie gnadenlos beendet: Gerade, wenn der Täter entlarvt wird oder der Mörder sein Opfer findet, ertönen ein Schuss, eine Polizeisirene… Musikalische Begleitung: Diana Tobien.

Wo: St. Marienkirche, Behnitz 9, 13597 Berlin

Wann: 19 Uhr

Eintritt: 10 € (AK)

Sonntag, 12.11.2017, Steglitz-Zehlendorf – Regine Ahrem: „Hollywood on Air Special II: Mein Grab wartet schon/ Du lebst noch 105 Minuten“

Hörspiel live: Im schaurigen Ambiente des ehemaligen Frauengefängnisses Lichterfelde nimmt die rbb-Hörspiel-Produzentin Regine Ahrem die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine Zeitreise für die Ohren. Mit Mein Grab wartet schon und Du lebst noch 105 Minuten möchte sie die Epoche der „Golden Days of Radio“ wiederauferstehen lassen. Premiere!

Wo: SOEHT7 (Frauengefängis Lichterfelde), Söhtstraße 7, 12203 Berlin

Wann: 20 Uhr

Eintritt: 15 €, 12 € mit Ermäßigung (AK)

Reservierung: canalis@soeht7.de, 0159-02308373

Montag, 13.11.2017, Tiergarten – Camilla Grebe: „Wenn das Eis bricht“

Im schönen Felleshus der Nordischen Botschaften präsentiert die schwedische Schriftstellerin Camilla Grebe ihren Bestseller „Wenn das Eis bricht“. Der Psychothriller erzählt die Geschichte von Kriminalpsychologin Hanne, die an beginnendem Alzheimer leidet. Die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart verwischen und sie kann sich selbst nicht mehr trauen.

Wo: Felleshus der Nordischen Botschaften, Rauchstraße 1, 13587 Berlin

Wann: 19 Uhr

Eintritt: frei

Reservierung: 030-50506664, E-Mail: event.berlin@gov.se

Dienstag, 14.11.2017, Mitte – Joner Storesang: „Seelenschwarz“

Der Krimimarathon zu Gast im Saarland: Der ehemalige Fallanalytiker Thomas Bulpanek wird von seinem alten Mentor um Hilfe gebeten: Innerhalb von drei Nächten wurden drei Frauen ermordet. Die Polizei spricht von einem psychisch kranken Serienkiller. Jedoch stößt Bulpanek auf Hinweise, die in eine völlig andere Richtung deuten.

Wo: Landesvertretung Saarland, In den Ministergärten 4, 10117 Berlin

Wann: 18 Uhr

Eintritt: frei, nur mit Voranmeldung

Reservierung: veranstaltungen@lv.saarland.de

Dienstag, 14.11.2017, Lichtenberg – Thomas Elbel: „Der Todesmeister“

Premierenlesung und Thriller-Debüt: Im Internet tauchen Videos von jungen Mädchen, die auf grausame Weise zu Tode gequält werden, auf. Zeitgleich wird an der Oberbaumbrücke der misshandelte Leichnam der Nichte des Berliner Justizsenators aufgefunden. Der junge Kommissar Viktor von Puppe fühlt sich unter Druck gesetzt. Jedoch scheint nicht jeder an einer Aufklärung der Morde interessiert zu sein.

Wo: Bodo-Uhse-Bibliothek Lichtenberg, Erich-Kurz-Straße 9, 10319 Berlin

Wann: 19 Uhr

Eintritt: 4 € (AK), mit Ermäßigung 3 €

Reservierung: 030/ 5122102, bodo-uhse-bibliothek@t-online.de

Dienstag, 14.11.2017, Lichtenberg – Max Bentow: „Das Porzellanmädchen“

Die Erfolgsautorin Luna Moor veröffentlicht einen Bestseller nach dem anderen. Da sie als Kind in die Fänge eines Wahnsinnigen geriet, gelingt es ihr die Abgründe der menschlichen Seele zu beschreiben wie keine Zweite. Jedoch leidet sie unter den Geschehnissen ihrer Vergangenheit. Um endlich Frieden zu finden, beschließt sie an den schrecklichen Ort ihrer Kindheit zurückzukehren. Doch der Albtraum beginnt von vorne und Luna ist möglicherweise nicht so unschuldig, wie sie vorgibt zu sein. Eine Lesung in Kooperation mit Thalia und HOWOGE.

Wo: Anna-Seghers-Bibliothek im Linden-Center, Prerower Platz 2, 13051 Berlin

Wann: 19 Uhr

Eintritt: 4 € (AK), mit Bibliotheksausweis 3 €

Reservierung: 030-9279 6410

Dienstag, 14.11.2017, Steglitz-Zehlendorf – Rainer Wittkamp: „Hyänengesang“

Kommissar Martin Nettelbeck ist glücklich: Ein fünfwöchiger Urlaub in Westafrika steht bevor. Ein totes Callgirl, ein omanischer Militärattaché und eine Bombe im Rollstuhl lassen allerdings recht schnell seinen Traum zerplatzen. In „Hyänengesang“ treffen witzige Anekdoten auf deftige Gesellschaftskritik und sorgen somit für ein einzigartiges Lese- und Hörerlebnis.

Wo: Ingeborg-Drewitz-Bibliothek, Grunewaldstraße 3, 12165 Berlin
Wann: 19 Uhr

Eintritt: frei

Reservierung: 030-90200-2410

Dienstag, 14.11.2017, Lichtenberg – Stephan Hähnel: „Gefallen auf dem Feld der Ehe“

In diesen Kurzgeschichten finden Menschen einen anderen Weg als die Scheidung aus ihrer Ehe. Manchmal blutig, auch mal unbeabsichtigt, aber stets endgültig. Mit viel Humor erzählt der Autor schaurige Geschichten über ermordete Ehepartner.

»Stephan Hähnel ist der Meister des schwarzen Humors.« (Berliner Kurier)

Wo: totsicher Krimibuchhandlung, Margaretenstraße 2, 10317 Berlin

Wann: 19:30 Uhr

Eintritt: 4 € (AK)

Reservierung: 030-84 85 45 09

Dienstag, 14.11.2017, Tiergarten – Volker Kutscher, Kat Menschik: „Moabit“

Vernissage und Lesung: Bestseller-Autor Volker Kutscher erzählt in dem illustrierten 20er-Jahre Kurzroman „Moabit“ die düstere Geschichte von Charly Ritter, der großen Liebe von Kommissar Gereon Rath. Zusätzlich zur Lesung sind die einzigartigen Zeichnungen der Kult-Illustratorin Kat Menschik zu bestaunen.

Wo: Dorotheenstädtische Buchhandlung, Turmstraße 5, 10559 Berlin

Wann: 20 Uhr

Eintritt: frei, Voranmeldung empfohlen

Reservierung: 030-3943047

Mittwoch, 15.11.2017, Charlottenburg – Kerstin Ehmer: „Der weiße Affe“

Mord im Museum: Für Interessierte beginnt um 18 Uhr die Führung „Die goldenen 20er Jahre“ durch das Bröhan-Museum, Landesmuseum für Jugendstil, Art Deco und Funktionalismus. Anschließend liest Kerstin Ehmer aus ihrem 20er-Jahre-Krimi-Debüt „Der weiße Affe“, in dem ein jüdischer Bankier erschlagen im Hausflur seiner Geliebten aufgefunden wird. Kommissar Ariel Spiro ist gerade aus der Provinz nach Berlin gezogen und übernimmt direkt seinen ersten Fall.

Wo: Bröhan-Museum, Schlossstraße 1a, 14059 Berlin (am Schloß Charlottenburg)

Wann: 18 Uhr: Führung durch das Bröhan-Museum „Die goldenen 20er-Jahre“, 19 Uhr: Lesung

Eintritt: 8 €, 5 € ermäßigt (AK), Vorbestellung erbeten

Reservierung: info@broehan-museum.de, 030-326 906 00

Mittwoch, 15.11.2017, Marzahn-Hellersdorf – Bernd Mannhardt: „Giftzwerg“

Bernd Mannhardt liest aus seinem neuen Kriminalroman. Das Bild eines idyllischen Kleingartenvereins ist zerstört, als ein älterer Gärtner erwürgt in seiner Laube aufgefunden wird. Nahezu jedes der Mitglieder hätte ein Motiv für die Tat gehabt, da der sogenannte „Giftzwerg“ überall verhasst war. Aber dann wird Kommissar Hajo Freisal auf eine dunkle Episode in der Vergangenheit des Opfers aufmerksam.

Wo: Heinrich von Kleist-Bibliothek Marzahn, Havemannstraße 17B, 12689 Berlin

Wann: 18 Uhr

Eintritt: frei

Reservierung: 030-9339380, marina.georgi@ba-mh.berlin.de

Mittwoch, 15.11.2017, Mitte – Franziska Steinhauer: „Der Werwolf von Hannover“

Lesung mit Wein-Empfang: Am Institut für Kriminalistik der Steinbeis-Hochschule präsentiert Franziska Steinhauer ein Stück True Crime, wahre Kriminalgeschichte. Sie erzählt die Geschichte von Fritz Haarmann, dem bekanntesten Serienmörder Deutschlands.

Wo: Steinbeis-Hochschule – Institut für Kriminalistik, Chausseestraße 13, 10115 Berlin

Wann: 19 Uhr

Eintritt: 5 € (AK), 3 € mit Ermäßigung, Vorbestellung empfohlen

Reservierung: 030-27581748-0, krimimarathon@school-cifos.de

Mittwoch, 15.11.2017, Mitte – Bernhard Aichner: „Totenrausch“

Der aktuelle Glauser-Preisträger Bernhard Aichner präsentiert den dritten Teil seiner Totenfrau-Trilogie: Brünhilde Blum tauscht einen Mord gegen ein neues Leben. Ihrem neuen Glück scheint nichts im Weg zu stehen, doch dann muss sie ein Versprechen einlösen, bei dem das Opfer ein von ihr geliebter Mensch ist. Moderiert von Knut Elstermann.

Wo: Bertelsmann Repräsentanz, Unter den Linden 1, 10117 Berlin

Wann: 19:30 Uhr

Eintritt: frei

Reservierung: unterdenlinden1@bertelsmann.de

Mittwoch, 15.11.2017, Steglitz-Zehlendorf – Matthias Wittekindt: „Der Unfall in der Rue Bisson“

Frankreich-Krimi: Trunkenheit, Geschwindigkeit und Regen – Der Tod von Michel Descombes scheint ein klassischer Autounfall zu sein. Jedoch vermutet Lieutenant Ohayon, dass mehr hinter dem Vorfall steckt und beginnt zu ermitteln. Seine Nachforschungen führen ihn in die Kreise der aufstrebenden Schickeria in Fleurville, wo nichts ist, wie es scheint.

Wo: Walthers Buchladen, Bismarckstraße 71, 12157 Berlin

Wann: 19:30 Uhr

Eintritt: 5 € (AK), 3 € mit Ermäßigung

Reservierung: 030-8559472

Mittwoch, 15.11.2017, Reinickendorf – Bettina Kerwien: „Mitternachtsnotar“

Die denkmalgeschützte Reinickendorfer Reihenhaussiedlung „Am Rabennest“ wird von einer privaten Immobiliengesellschaft aufgekauft und soll luxussaniert werden. Den Bewohnern drohen horrende Mieterhöhungen und Kündigungen. Dann hängt plötzlich der Hausmeister tot am Dachbalken und Privatdetektiv Martin Sanders beginnt mit seinen Ermittlungen.

Wo: Thalia Buchhandlung Hallen am Borsigturm, Am Borsigturm 2, 13507 Berlin

Wann: 20:15 Uhr

Eintritt: 5 € (AK)

Reservierung: 030-43095417, thalia.berlin-borsigcenter@thalia.de

Donnerstag, 16.11.2017, Mitte – Jens Lubbadeh: „Neanderthal“

Ein Thriller im Museum für Vor- und Frühgeschichte: Im Deutschland der nahen Zukunft existieren keine Krankheiten oder Schönheitsfehler mehr und die Gesundheit gilt als wertvollstes Gut. Ein Lebensstil, mit dem sich Kommissar Philipp Nix nicht anfreunden kann. Dann macht er eine Entdeckung, die die gesamte menschliche Gesellschaft der Zukunft in Frage stellt.

Im Preis ist der Besuch des Museums enthalten.

Wo: Neues Museum, Bodestr. 1-3, 10178 Berlin

Wann: 18 Uhr, 17.45 Uhr Treffpunkt am Info-Stand im Neuen Museum

Eintritt: 14 €, nur mit Reservierung

Reservierung: E-Mail: mvf@smb.spk-berlin.de

Donnerstag, 16.11.2017, Spandau – Bernd Mannhardt: „Mordsfidele Geschichten“

Im Lerncafé liest Bernd Mannhardt Auszüge aus seinen „Mordsfidelen Geschichten“. Die Abschnitte werden ins Arabische übersetzt. Im Anschluss an die Lesung findet eine Diskussion auf Deutsch oder im Übersetzungsmodus statt.

Wo: Lerncafé Spandau bei GIZ e.V., Mönchgasse 7, 13598 Berlin

Wann: 18 Uhr

Eintritt: frei

Reservierung: lerncafe@giz.berlin.de

Donnerstag, 16.11.2017, Charlottenburg – Ella Danz: „Wenn ein Feinschmecker ermittelt“

Ella Danz präsentiert kriminelle Häppchen aus neun Fällen des launigen Kommissars und Feinschmeckers Georg Angermüller – dazu kleine Gaumenfreuden und passende Weine, serviert vom Württemberger Weinhaus.

Wo: Württemberger Weinhaus Berlin, Lotte-Lenya-Bogen 547, 10623 Berlin

Wann: 19 Uhr

Eintritt: 35 € (AK), 29 € (VVK), Voranmeldung empfohlen

Reservierung: 030-375922-93, info@wuerttemberger-weinhaus.de

Donnerstag, 16.11.2017, Spandau – Isabella Bach: „Die stille Wut der Tante“

Dörfliche Idylle mitten in Berlin. Wirklich? Ein verschwundener Hund, eine durchgeknallte Katze und die Leiche von Tante Konstanze sind da anderer Meinung…

Wo: Stadtbibliothek Spandau, Carl-Schurz-Straße 13, 13597 Berlin

Wann: 19 Uhr

Eintritt: frei

Reservierung: 030-90279-5511

Donnerstag, 16.11.2017, Tiergarten – Eva Rossmann: „Patrioten“

Der Vorsitzende der Patriotisch Sozialen wird ans Kreuz genagelt. Den Nationalisten gibt das noch mehr Aufwind. Kann uns nur mehr ein neuer Führer retten? Der politische Spannungsroman der preisgekrönten österreichischen Autorin und Journalistin Eva Rossmann über Europa am Scheideweg.

Im Anschluss ein österreichischer Weinempfang.

Wo: Österreichisches Kulturforum, Stauffenbergstraße 1, 10785 Berlin

Wann: 19 Uhr

Eintritt: frei, Voranmeldung empfohlen

Reservierung: 030-202 87114, http://www.kulturforumberlin.at/anmeldung

Donnerstag, 16.11.2017, Treptow-Köpenick – Wulf Dorn: „Die Kinder“

Der Psychologe Robert Winter wird mit dem herausforderndsten Fall seiner Karriere konfrontiert: Laura Schrader wurde aus den Trümmern eines Autos, in dessen Kofferraum eine entstellte Leiche gefunden wurde, geborgen. Seither ist sie schwer traumatisiert und berichtet von extrem irritierenden Ereignissen in einem Bergdorf. Wie viel Wahrheit wohl dahinter stecken mag?

Wo: Kulturküche Bohnsdorf, Dahmestraße 33, 12526 Berlin

Wann: 19 Uhr

Eintritt: 6 € (AK), 5 € mit Ermäßigung

Reservierung: 030-67896191

Donnerstag, 16.11.2017, Pankow – Roman Klementovic: „Immerschuld“

Österreichischer Thriller: Nachdem ihre Schwester und deren beste Freundin spurlos verschwunden sind, kehrt Lisa in ihren Heimatort Grundendorf zurück. Bei ihren Recherchen stößt sie jedoch immer wieder auf Widerstand und die Medien stürzen sich auf den Fall. Gelingt es Lisa, ihre Schwester zu retten?

Wo: Myer’s Hotel, Metzer Straße 26, 10405 Berlin

Wann: 19:30 Uhr

Eintritt: 7 € (AK), Vorbestellung empfohlen

Reservierung: info@krimimarathon.de

Donnerstag, 16.11.2017, Tempelhof-Schöneberg – Lotte Bromberg: „Aussenbahn“

Warum ein Anwalt im Gockelkostüm ermordet wird, zwei Jungs vor der Kripo flüchten, was Erbsen für das Knie einer Tänzerin bedeuten, die Wettmafia mit sexueller Befreiung zu tun hat, Westend mit Finnland und der Berliner Sternenhimmel mit Fußball: die Hammett-Bestsellerautorin liest aus ihrem vierten Berlin-Krimi. Schräge Figuren, rasendes Tempo, abgründiger Plot, einzigartiger Sound und viel Poesie.

Wo: Nicolaische Buchhandlung, Rheinstraße 65, 12159 Berlin

Wann: 19:30 Uhr

Eintritt: 5 € (AK)

Reservierung: E-Mail: info@nicolaische-buchhandlung.de, 030-852 40 05

Donnerstag, 16.11.2017, Tiergarten – Sue und Wilfried Schwerin von Krosigk: „Die Pergamon-Morde“

Das Pergamonmuseum wird von einer grausigen Mordserie erschüttert. In Verdacht gerät ausgerechnet der Museumspraktikant Hartung Siegward Graf von Quermaten zu Oytinghausen, von allen Hasi genannt. An der Seite seiner attraktiven Chefin findet er sich bald in einem Geflecht aus Verbrechen, Verschwörung und obskuren Ritualen wieder. Und er muss erkennen, dass auch sein eigenes Leben nur noch am seidenen Faden hängt …

Wo: Krimisalon in der Bruno-Lösche-Bibliothek, Perleberger Str. 33, 10559 Berlin

Wann: 19:30 Uhr

Eintritt: frei

Freitag, 17.11.2017, Spandau – Matthias Eckoldt, Tatjana Rese: „Freies Geleit für Martin Luther“

Nachdem Martin Luther den Reichstag in Worms überstanden hat, ohne seine Thesen zu widerrufen, wird in der Stadt eine Leiche gefunden. Rasch fällt der Verdacht auf den Augustinermönch, der die Ermittlungen nun selbst in die Hand nehmen muss.

Wo: Café Paule im Paul-Schneider-Haus, Schönwalder Straße 23, 13585 Berlin

Wann: 18 Uhr

Eintritt: frei

Reservierung: 030-670 605 11

Freitag, 17.11.2017, Tiergarten – Carla Berling: „Mordkapelle“

Die Lokalreporterin Ira Wittekind wird zu einer brennenden Friedhofskapelle in Rehme gerufen. Dort findet sie die Leiche des Apothekers Ludwig Hahnwald. Sie beginnt zu recherchieren und stößt auf dunkle Geheimnisse aus der Vergangenheit und ein schreckliches Verbrechen, das nie gesühnt wurde.

Wo: Botschaft des Westens – Vertretung des Landes NRW beim Bund, Hiroshimastraße 12-16, 10785 Berlin

Wann: 19:30 Uhr

Eintritt: 10 € (AK), Vorbestellung empfohlen

Reservierung: http://www.westwind-ev.de/anmeldung

Freitag, 17.11.2017, Wedding – Stephan Hähnel: „Verschwiegene Wasser“

Im Historischen Hafen von Berlin wird die Leiche von Sina Rogatz geborgen. Im Zuge seiner Ermittlungen macht Kriminalhauptkommissar Hans Morgenstern eine bedenkliche Entdeckung, die das brisante Thema des Femizids aufwirft. Spannung, zuweilen Schmunzeln und viel Berliner Kolorit sind garantiert.

Wo: Thalia-Buchhandlung im Gesundbrunnen-Center, Badstraße 4, 13357 Berlin

Wann: 20:00 Uhr

Eintritt: 5 € (AK)

Reservierung: 030-2014368-0

Samstag, 18.11.2017, Steglitz-Zehlendorf – Katharina Peters: „Toteneis“

Premierenlesung mit kleinem Imbiss, moderiert von Reinhard Rohn: Als Valerie Frieth von ihrem Mann als vermisst gemeldet wird, geht niemand von einer Straftat aus. Doch dann wird die Leiche der Ex-Frau eines hohen Polizeibeamten gefunden. Hannah Jakob beginnt zu ermitteln und stößt dabei auf dunkle Geheimnisse.

Wo: KulturRaum Lichterfelde Ost, In den Räumen der Kinderwerkstatt bau.stelle, Oberhofer Weg 15 (Hinterhof), 12209 Berlin (Steglitz-Zehlendorf)

Wann: 18 Uhr

Eintritt: 8 € (AK), Vorbestellung empfohlen

Reservierung: 030-766 833 16

Samstag, 18.11.2017, Mitte – Derek Meister: „Blutebbe“

Auf einem Geisterschiff werden die Leichen zweier Frauen gefunden. Alles deutet auf einen Ritualmord hin. Ihre Ermittlungen führen Knut und Helen nicht nur in die Vergangenheit, sondern auch ins Visier des Täters. Anschließend Diskussion mit dem Kriminologen Prof. Dr. Gerhard Schmelz. Moderation von Volker Wieprecht.

Wo: Bertelsmann Repräsentanz, Unter den Linden 1, 10117 Berlin

Wann: 19:30 Uhr

Eintritt: frei

Reservierung: unterdenlinden1@bertelsmann.de

Samstag, 18.11.2017, Pankow – Stephan Hähnel, Robert Rescue: „Wortdelikte – Kriminacht im Periplaneta“

Schwarzer Humor trifft Opfermentalität. Verbrechen von seiner schönsten Seite. Gönnen Sie sich einen genüsslichen Abend menschlichen Versagens.

Schwarzhumoriges und Absurdes von Stephan Hähnel und Robert Rescue.

Wo: Periplaneta Literaturcafé, Bornholmer Straße 81a, 10439 Berlin

Wann: 20 Uhr

Eintritt: Auf Spendenbasis

Reservierung: 030-44673433

Sonntag, 19.11.2017, Tempelhof-Schöneberg – Ulf Torreck: „Fest der Finsternis“

Paris im September 1805. In den finsteren Gassen der Metropole werden die Leichen brutal ermordeter Mädchen gefunden. Um den Täter zu fassen, greift Polizist Louis Marais auf die Hilfe eines berühmten alten Bekannten, zurück. Sein Name: Marquis de Sade… Lesung inkl. Tombola für Die Arche e.V.

Wo: Polizeihistorische Sammlung, Platz der Luftbrücke 6, 12101 Berlin

Wann: 16 Uhr

Eintritt: Auf Spendenbasis, nur mit Voranmeldung

Reservierung: 030-4664 762 350

Sonntag, 19.11.2017, Charlottenburg – Robert Hültner: „Lazare und der tote Mann am Strand“

Speisen wie Gott in Frankreich und einem grandiosen Autor zuhören: In der Hafenstadt Séte wird eine Leiche am Strand gefunden. Kommissar Lazar reist extra aus Montpellier an, um das schaurige Verbrechen aufzuklären, und findet sich kurz darauf in einem Komplott aus Mauschelei, Korruption und Betrug wieder. Mit 3-Gänge-Menü.

Wo: Savoy Hotel, Fasanenstr. 9-10, 10623 Berlin
Wann: 18 Uhr
Eintritt: 39 €, nur mit Voranmeldung
Reservierung: http://www.savoyhotel.eventbrite.de

Sonntag, 19.11.2017, Spandau – Susanne Rüster: „Landjäger“

Die Landrätin Milena Vogt erleidet einen Kreislaufkollaps in einem Wellnesshotel in Brandenburg. Bei der Obduktion stellt sich heraus, dass es sich dabei um keinen Unfall gehandelt hat. Kriminalhauptkommissar Uwe Wolf und sein junges Team beginnen zu ermitteln.

Wo: Galerie Spandow, Fischerstr. 28, 13597 Berlin

Wann: 18 Uhr

Eintritt: 10 € (AK)

Reservierung: 030-3331414


TV-Tipp für den 7. November: Columbo: Schreib oder stirb

November 7, 2017

ZDFneo, 13.35 & 17.25

Columbo: Schreib oder stirb (USA 1974, Regie: Robert Butler)

Drehbuch: Peter S. Fischer

Verleger Riley Greenleaf ist stinkig. Sein Bestsellerautor Alan Mallory möchte den Verlag wechseln. Greenleaf denkt sich ‚nicht mit mir’ und der tapsige Lieutenant Columbo hat einen neuen Fall

Für Krimifans ist „Schreib oder Stirb“ ein Highlight. Es gibt zahlreiche Anspielungen auf den Literaturbetrieb und Mickey Spillane (Ja, genau der!) spielt einen Bestsellerautor.

Mit Peter Falk, Jack Cassidy, Mickey Spillane

Hinweise

Wikipedia über „Columbo“ (deutsch, englisch)

The Museum of Broadcast Communications über “Columbo”

Fernsehlexikon über “Columbo”

“Columbo”-Fanseite

Deutsche “Columbo”-Fanseite

Noch eine deutsche “Columbo”-Fanseite

TV Time Machine: Audiointerview mit Peter Falk und Mark Dawidziak

Thrilling Detective über Mickey Spillane

Thrilling Detective: Max Allan Collins über Mickey Spillane

January Magazine: Max Allan Collins zum Tod von Mickey Spillane

Evolver: Martin Compart zum Tod von Mickey Spillane

Mystery File: Steve Holland über Mickey Spillane

Crimetime: Interview mit Mickey Spillane

Combustible Celluloid: Interview mit Mickey Spillane

Kaliber .38 über Mickey Spillane

Krimi-Couch über Mickey Spillane

Mordlust über Mickey Spillane

New York Times: Nachruf auf Mickey Spillane

Washington Post: Nachruf auf Mickey Spillane

Meine Besprechung von Mickey Spillanes “Dead Street”


TV-Tipp für den 6. November: Reds – Ein Mann kämpft für Gerechtigkeit

November 6, 2017

Arte, 20.15

Reds (USA 1981, Regie: Warren Beatty)

Drehbuch: Warren Beatty, Trevor Griffiths, Peter S. Feibleman (ungenannt), Elaine May (ungenannt), Jeremy Pikser (ungenannt)

Über dreistündiges Biopic über den Journalisten John Reed, der 1917 die Oktoberrevolution miterlebte, darüber den Bestseller „Zehn Tage, die die Welt erschütterten“ schrieb, 1920 mit 33 Jahren starb und als einziger Amerikaner an der Kremlmauer beerdigt wurde.

Nachdem Beatty in den Siebzigern als Schauspieler und Produzent enorm erfolgreich war, erhielt er für dieses Projekt völlig freie Hand. Die nutzte er beim Dreh für einen nicht auf die Kosten achtenden Perfektionismus und danach für eine unkommerziell lange Fassung. Dennoch waren in den USA die Kritiker begeistert, der Film wurde für zahlreiche Preise nominiert, erhielt unter anderem drei Oscars, und, zur Wiederaufführung 2006, waren die Kritiker immer noch begeistert. „“Reds” remains a superior history lesson.“ (A. O. Scott, New York Times) „Reds wird seinen eigenen hohen Ansprüchen nicht immer gerecht, doch insgesamt ist es ein imponierendes Werk voll grandioser Bilder und exzellenter Darstellungen.“ (TV Spielfilm: Das große Filmlexikon)

In Deutschland ist „Reds“ dagegen fast unbekannt. „Der immense Erfolg von ‚Reds“ in den USA, der sich in der Bundesrepublik nicht wiederholte, hat wohl auch mit dieser Konstellation zu tun: Reed ist zwar Kommunist, aber doch in erster Linie Amerikaner.“ (Fischer Film Almanach 1983)

Am 11. November 2007 erlebte der Monumentalfilm für denkende Menschen, wenn wir von einer nicht angekündigten Ausstrahlung in „Das Vierte“ absehen, seine TV-Premiere auf Arte. Heute scheint nach zehn Jahren die erste Wiederholung des Films zu sein. Natürlich wieder auf Arte.

Mit Warren Beatty, Diane Keaton, Edward Hermann, Jerzy Kosinski, Jack Nicholson, Paul Sorvino, Maureen Stapleton, M. Emmett Walsh, Gene Hackman

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Reds“

Wikipedia über „Reds“ (deutsch, englisch)

A. O. Scott, New York Times, zur DVD (mit einem Gespräch mit Warren Beatty)

Jay C. Steinberg zum Film (Turner Classic Movies)

Meine Besprechung von Warren Beattys „Regeln spielen keine Rolle“ (Rules don’t apply, USA 2016)

 


TV-Tipp für den 5. November: Nachtschicht: Das tote Mädchen

November 5, 2017

ZDFneo, 22.30

Nachtschicht: Das tote Mädchen (Deutschland 2010, Regie: Lars Becker)

Drehbuch: Lars Becker

Ein russisches Callgirl wird ermordet und in der Elbe versenkt. Das Nachtschicht-Team sucht den Mörder und landet schnell bei einem Privatbankier, der behauptet die Tote nicht zu kennen.

Nix neues von der “Nachtschicht”: Dutzende bekannter Gesichter, die endlich (?) mal wieder (?) zeigen, was sie können, gutes Buch, gute Regie, gute Unterhaltung.

mit Armin Rohde, Barbara Auer, Minh-Khai Phan-Thi, Pierre Semmler, Dietmar Bär, Kai Wiesinger, Jürgen Prochnow, Lisa Maia Potthoff

Hinweise

Wikipedia über „Nachtschicht“

Lexikon der deutschen Krimi-Autoren über Lars Becker

Lars Becker in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 4. November: Inception

November 4, 2017

Vox, 20.15

Inception (USA/GB 2010, R.: Christopher Nolan)

Drehbuch: Christopher Nolan

Leonardo DiCaprio spielt einen Spion, der sich in die Gehirne von anderen Menschen einloggt. Jetzt soll er allerdings nichts ausspionieren, sondern eine schädliche Idee in das Gehirn seines Opfers implantieren.

Die Kritiker waren begeistert von “Batman“ Christopher Nolans Mindfuck. Die Zuschauer ebenso. Die Kinobetreiber zählten strahlend die verkauften Eintrittskarten. Denn „Inception“ ist ein inzwischen seltenes Beispiel für Blockbusterkino, bei dem man sein Gehirn nicht an der Kinokasse abgeben muss.

mit Leonardo DiCaprio, Joseph Gordon-Levitt, Ellen Page, Tom Hardy, Ken Watanabe, Cillian Murphy, Tom Berenger, Marion Cotillard, Pete Postlethwaite, Michael Caine, Lukas Haas

Wiederholung: Sonntag, 5. November, 02.50 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Amerikanische Homepage zu „Inception“

Deutsche Homepage zu „Inception“

Film-Zeit über „Inception“

Rotten Tomatoes über “Inception”

Wikipedia über “Inception” (deutsch, englisch)

Nolan Fans (umfangreiche Homepage, auch mit den Drehbüchern zu seinen Filmen, u. a. “Inception”)

Meine Besprechung von Christopher Nolans „Interstellar“ (Interstellar, USA/Großbritannien 2014)

Meine Besprechung von Christopher Nolans „Dunkirk“ (Dunkirk, USA/Frankreich/Großbritannien 2017)


Was steht in „Brodecks Bericht“?

November 3, 2017

Wenige Monate nach dem Krieg in einer gottverlassenen Gegend irgendwo in Frankreich. Am Rand von Frankreich, dort, wo die Einheimischen seit Jahrhunderten unter sich sind und Neuankömmlinge misstrauisch beäugen und es für Durchreisende nichts gibt, was auch nur den kleinsten Umweg oder Rast rechtfertigt, wird eines Abends Brodeck, als er die Dorfgaststätte betritt, aufgefordert, einen Bericht zu schreiben. Denn er war als einziger bei dem Ereignis nicht dabei. Sein Bericht soll objektiv sein, nichts verschweigen und sie, die Täter, entlasten.

Brodeck macht sich, die Machtverhältnisse kennend, an die Arbeit. Er ist selbst ein Zugezogener, der im Krieg in einem Lager war. Auch wenn Manu Larcenet es in seiner bedrückenden, auf Philippe Claudels Roman basierender Graphic Novel „Brodecks Bericht“ nicht ausdrücklich erwähnt, verraten die an mittelalterliche Stiche erinnernden atmosphärischen SW-Panels sofort, dass Brodeck in einem Konzentrationslager war.

Diese Wortkargheit ist die große Stärke von Larcenets Graphic Novel: wie in einem Stummfilm verraten die Bilder alles über die düstere, bedrohliche und gottverlassene Welt, in der Brodeck und die Dorfbewohner leben. Die Dialoge sind, das zeigen schon die ersten Seiten, nur noch knappe Ergänzungen zu den Panels. Zum Beispiel wenn Brodeck die Dorfgaststätte betritt und nicht auf eine fröhlich feiernde Versammlung, sondern einen bedrohlich schweigenden Mob, der nicht über seine Tat reden will, trifft. In diesem Moment weiß Brodeck, was passiert ist und er kann sich auch schon denken, warum der Fremde ermordet wurde.

Brodeck schreibt in seinem vom Dorfvorsteher geforderten Bericht auch über seine Erlebnisse im Lager und wie er dorthin kam. Er schreibt über sein Leben auf einem Einsiedlerhof mit seiner Frau und Tochter. Er erzählt auch die Vorgeschichte der Tat. Denn der von ihnen ermordete Fremde kam zu ihnen, hörte sich um und porträtierte sie in Bildern, die ihr wahres Wesen enthüllten. Aber wer lässt sich schon gerne einen Spiegel vorhalten?

Manu Larcenet schrieb und zeichnete auch die stilistisch vollkommen anders aussehenden, ebenfalls bei Reprodukt erschienen Werke „Blast“ und „Der alltägliche Kampf“.

Seine neuestes Werk „Brodecks Bericht“ ist ein bildgewaltiger Noir über eine verschworene Gemeinschaft, die ihre Verbrechen verschweigt und von Brodeck nur eine schriftliche Rechtfertigung für ihren Mord haben will.

Manu Larcenet: Brodecks Bericht

(übersetzt von Ulrich Pröfrock)

Reprodukt, 2017

328 Seiten

39 Euro

Originalausgabe

Le Rapport de Brodeck, Tome 1 & 2

Dargaud, Paris, 2015/2016

Hinweise

Reprodukt über Manu Larcenet

Wikipedia über Manu Larcenet (deutsch, französisch)

Meine Besprechung von Manu Larcenets „Blast: Augen zu und durch (Band 3)“ (Blast 3 – La Tête la première, 2012)


TV-Tipp für den 3. November: Man nannte ihn Hombre

November 3, 2017

Kabel Eins Doku, 20.15

Man nannte ihn Hombre (Hombre, USA 1967)

Regie: Martin Ritt

Drehbuch: Irving Ravetch, Harreit Frank jr.

LV: Elmore Leonard: Hombre, 1961 (Man nannte ihn Hombre)

Arizona, 1880: John Russell (Paul Newman) ist ein Weißer, der als Kind von Apachen entführt wurde und seitdem freiwillig bei ihnen lebt. Aufgrund einer Erbschaft benutzt er mit einigen Weißen die letzte Postkutsche von Sweetmary. Als die Postkutsche von Banditen überfallen wird, muss er sich entscheiden, ob er seinen Mitreisenden helfen will.

Seit Ewigkeiten nicht mehr gezeigter, von der Kritik gelobter und vom Publikum geliebter Klasse-Western, nach einem Frühwerk von Elmore Leonard. Die Western Writers of America nahmen „Hombre“ in ihre Liste der 25 besten Western auf.

Ein Markstein wie John Fords ‚Stagecoach‘, nach dessen Rezept er aufgebaut ist und von dem ihn ein Vierteljahrhundert Western-Geschichte trennen. Wieder fährt die Postkutsche durch Arizona, aber diesmal sitzt der Indianer drinnen und die Schurken, von denen es drinnen und draußen wimmelt, sind Weiße.“ (Joe Hembus: Das Western-Lexikon)

mit Paul Newman, Frederic March, Richard Boone, Diane Cilento, Cameron Mitchell, Barbara Rush, Martin Balsam

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Man nannte ihn Hombre“

Wikipedia über „Man nannte ihn Hombre“ (deutsch, englisch)

Homepage von Elmore Leonard

Meine Besprechung von Elmore Leoanrds “Raylan” (Raylan, 2012)

Meine Besprechung von Elmore Leonards “Raylan” (2012)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Dschibuti“ (Djibouti, 2010)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Djibouti“ (2010)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Road Dogs“ (Road Dogs, 2009)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Up in Honey’s Room“ (2007)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Gangsterbraut“ (The hot Kid, 2005)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Callgirls“ (Mr. Paradise, 2004)

Mein Porträt „Man nennt ihn Dutch – Elmore Leonard zum Achtzigsten“ erschien im „Krimijahrbuch 2006“

Meine Besprechung der Elmore-Leonard-Verfilmung „Sie nannten ihn Stick“ (Stick, USA 1983)

Meine Besprechung der Elmore-Leonard-Verfilmung „Killshot“ (Killshot, USA 2008)

Elmore Leonard in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: „The Secret Man“ Mark Felt ist Deep Throat

November 2, 2017

Über Jahrzehnte war er nur als Deep Throat bekannt. So hatte die Tageszeitung „Washington Post“ ihn genannt. Für die „Washington Post“-Reporter Carl Bernstein und Bob Woodward war er ihre Quelle im Regierungsapparat, die sie mit brisanten Informationen versorgte, die den Watergate-Skandal befeuerten und letztendlich zum Rücktritt von US-Präsident Richard Nixon führten.

Alan J. Pakula verewigte ihre Arbeit in „Die Unbestechlichen“ (All the President’s Men, USA 1976). Mit Robert Redford als Bob Woodward und Dustin Hoffman als Carl Bernstein. Der Film ist ein Klassiker.

Das kann über Peter Landesmans „The Secret Man“ nicht behauptet werden. Er erzählt die Geschichte von FBI-Vizechef Mark Felt. 2005 sagte Felt, über seinen Anwalt in einem „Vanity Fair“-Artikel von John D. O’Connor, dass er Deep Throat sei. Woodward bestätigte die Enthüllung des damals schon länger an Demenz leidenden alten Mannes.

Landesman, selbst ein ehemaliger Enthüllungsjournalist und Kriegsreporter, der auch das Drehbuch für „Kill the Messenger“ schrieb und „Erschütternde Wahrheit“ nach seinem Drehbuch inszenierte, war von dieser Enthüllung fasziniert. Immerhin wurde schon seit Ewigkeiten über die wahre Identität von Deep Throat, dem bekanntesten unbekannten Whistleblower, spekuliert. Schon damals erhielt er den Auftrag, ein Drehbuch über Felt zu schreiben. Bei seinen Recherchen traf er Felt (17. August 1913 – 18. Dezember 2008) mehrmals und jetzt, nach einigen Umwegen, konnte er Felts Geschichte, die in Deutschland den nichtssagenden Titel „The Secret Man“ hat (der knackige Originaltitel ist „Mark Felt – The Man who brought down the White House“), inszenieren. Wie Pakula bleibt Landesman nah an den Fakten. Aber während Pakula uns mit den beiden Protagonisten, die bei ihren Recherchen erst langsam das gesamte Ausmaß der Verschwörung begreifen – immerhin begann es relativ unspektakulär am 17. Juni 1972 mit einem banalen Einbruch in ein Zimmer des Watergate-Hotels, bei dem die Einbrecher Abhörausrüstung bei sich trugen und das Hotel auch das Hauptquartier der Demokratischen Partei war – , geht Landesman die Sache anders an.

Er erzählt aus der Perspektive von Felt, einem Mann, der sich seit Ewigkeiten in Washington bewegt, der alle Winkelzüge der Macht kennt, der die richtigen Leute kennt und der jetzt beginnt gegen seinen Arbeitgeber, seinen Vorgesetzten, den Präsident der USA, zu intrigieren. Dabei ist, in der Realität wie im Film, unklar, warum Mark Felt zum Whistleblower wurde. Bis dahin war er ein loyaler Beamter und FBI-Agent der alten Schule war. Er begann 1942 beim FBI, stieg unter J. Edgar Hoover auf und war von Mai 1972 bis zu seiner Pensionierung im Juni 1973 Associate Director und damit stellvertretender Direktor in Washington, D. C.. Er war das Sinnbild des ehrenwerten FBI-Agenten. Er war allerdings auch in seiner Eitelkeit gekränkt. Nach dem Tod von J. Edgar Hoover am 2. Mai 1972 sah er sich als künftigen FBI-Direktor. Nixon ernannte allerdings L. Patrick Gray zum Diensthabenden FBI-Direktor. Gray hatte keinen FBI-Stallgeruch. Dafür war der U-Boot-Kommandant ein Vertrauter Nixons, der auch brav dessen Anweisungen ausführte. In diesem Moment, und das ist Felts zweites mögliche Motiv, sorgte er sich um die Integrität des FBI als unabhängige Organisation. Das FBI war niemandem Rechenschaft schuldig und sie befolgte auch keine Anordnungen von Politikern. Oder Felt sorgte sich wirklich um die US-amerikanische Demokratie, die von Nixon und seinen Gefolgsleuten missachtet wurde.

Am Ende trat Nixon zurück und Felt leugnete über Jahrzehnte glaubhaft, dass er nicht Deep Throat sei.

1980 wurde Felt für seine Gesetzesübertretungen bei der Verfolgung der linken Terrororganisation „Weather Underground“ in den frühen Siebzigern zu einer geringen Geldstrafe verurteilt und von US-Präsident Ronald Reagan begnadigt. Er betrachtete sie als ausländische Agenten. Daher gelte für sie nicht der vierte Verfassungszusatz, der vor willkürlicher Durchsuchung, Festnahme und Beschlagnahme von Eigentum schütze, und deshalb autorisierte er entsprechende Maßnahmen gegen sie und ihre Familien.

Dass Landesman die Frage nach Felts Motiv nicht eindeutig beantwortet, ist nicht unbedingt ein Problem. Sie könnte sogar das Interesse an Felt und seinem moralischen Dilemma steigern.

Dummerweise konterkariert seine Inszenierung diese Absicht. Sein Drehbuch ist nicht analytisch genug und er findet deshalb niemals einen eigenen Zugang zu seinem Material. Er präsentiert es nur in der denkbar ungeschicktesten Form. Anstatt ein packendes Drama über Loyalitäten zu inszenieren, sehen wir nur mittelalte und noch ältere Anzugträger, die alle beim gleichen Schneider waren, und die in dunklen Büros miteinander reden. Sie kennen sich schon seit Ewigkeiten. Wir kennen keinen einzigen von ihnen, wir wissen nicht, was für sie auf dem Spiel steht, welche Loyalitäten und Werte sie haben und wie sie reagieren. Wir wissen auch nicht, wer sie sind und weshalb sie für die Geschichte wichtig sind. Und wenn man sich das alles mühsam aus Halbsätzen zusammengereimt hat, ist es zu spät.

Auch wenn man die Geschichte des Watergate-Skandals kennt, sind diese Szenen nur eine Abfolge von Auf- und Abtritten von stoisch blickenden Anzugträger, die sich gegenseitig irgendetwas erzählen und sich dabei, erfolgreich, bemühen, möglichst keine Emotionen zu zeigen.

Liam Neeson, der eigentlich im richtigen Alter ist, um Mark Felt zu spielen, wirkt mit seiner grauen Betonfrisur und seinem maskenhaften Gesicht, wie ein jüngerer Schauspieler, der einen deutlich älteren Mann spielen muss und dafür schlecht auf alt geschminkt wurde.

Auch die restliche Besetzung ist hochkarätig, aber keiner der bekannten Schauspieler beeindruckt nachhaltig. Wir sehen Bruce Greenwood, aber nicht den vom ihm gespielten „Time Magazine“-Reprter Sandy Smith und wir wissen nicht, wer Smith war. Wir sehen Tom Sizemore als FBI-Agent Bill Sullivan, aber wir wissen nichts über die Beziehung zwischen ihm und Felt. Landesman verweigert die zum Verständnis nötigen Hintergrundinformationen.

Das alles inszenierte Landesman in einem gerontologischen Erzähltempo konsequent in gedeckten Brauntönen, die jede Farbe und Helligkeit vermissen lassen. Die bewusst unterbelichten Bilder sind auch Dank der Innenausstattung und der Anzüge eine Ode aus Braun, Dunkelbraun und Schwarz, die eine Bedeutung vorgaukelt, die der Film nie hat.

Dabei ist das Thema von „The Secret Man“ in der Trump-Ära von brennender Aktualität. Die Vergleiche zwischen damals und heute drängen sich förmlich auf. Über die Unterschiede werden lange Artikel geschrieben. Und wahrscheinlich murmelt ganz Washington „Wo ist unser Mark Felt?“.

P. S.: Um nur ein aktuelles Beispiel zu nennen: Oliver Stone zeigte in seinem Film „Snowden“ über den Whistleblower Edward Snowden, dass man einen spannenden Film über eine allseits bekannte Geschichte drehen kann. Wobei Stone auch eine klare Botschaft und Absicht hatte.

The Secret Man (Mark Felt – The Man who brought down the White House, USA 2017)

Regie: Peter Landesman

Drehbuch: Peter Landesman

LV: Mark Felt/Ralph de Toledano: The FBI Pyramid: From the Inside, 1979; Mark Felt/John O’Connor: A G-Man’s Life: The FBI, Being Deep Throat, and the Strggle for Honor in Washington, 2006 (beides Monographien, wobei „A G-Man’s Life“ Teile von „The FBI Pyramid“ enthält)

mit Liam Neeson, Diane Ladd, Marton Csokas, Tony Goldwyn, Ike Barinholtz, Josh Lucas, Wendi McLendon-Covey, Brian d’Arcy James, Maika Monroe, Michael C. Hall, Tom Sizemore, Bruce Greenwood, Julian Morris, Noah Wyle, Eddie Marsan

Länge: 103 Minuten

FSK: ab 0 Jahre (als hätten Kinder keine Angst vor Grauen Herren in Anzügen)

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „The Secret Man“

Metacritic über „The Secret Man“

Rotten Tomatoes über „The Secret Man“

Wikipedia über „The Secret Man“

Meine Besprechung von Peter Landesmans „Erschütternde Wahrheit“ (Concussion, USA 2015)

Peter Landesman über seinen Film (im Gebäude der „Washington Post“)

Peter Landesman und Brian d’Arcy James im Gespräch über den Film


TV-Tipp für den 2. November: Red Heat

November 2, 2017

Tele5, 20.15

Red Heat (USA 1988, Regie: Walter Hill)

Drehbuch: Harry Kleiner, Walter Hill, Troy Kennedy Martin

Taffer, wortkarger russischer Polizist (Arnold Schwarzenegger) soll in Chicago einen skrupellosen russischen Gangster verhaften. Ein sprücheklopfender, fauler US-Polizist (James Belushi) soll auf den russischen Kollegen aufpassen.

Buddy-Action mit vielen Kloppereien, Blechschäden und flotten Sprüchen. Und „der erste im Zeichen von Glasnost und Perestrojka entstandene Polizeifilm“ (Wolfgang Schweiger: Der Polizeifilm, 1989)

Die Nachtwiederholung müsste ungekürzt sein.

Mit Arnold Schwarzenegger, James Belushi, Peter Boyle, Ed O’Ross, Larry Fishburne, Gina Gershon

Wiederholung: Samstag, 4. November, 00.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Red Heat“

Wikipedia über „Red Heat“ (deutsch, englisch) und  Walter Hill (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Walter Hills “Straßen in Flammen” (Streets on Fire, USA 1984)

Meine Besprechung von Walter Hills “Shoutout – Keine Gnade” (Bullet to the Head, USA 2013)

Walter Hill in der Kriminalakte


„Love is Love“ erinnert an den Anschlag von Orlando

November 1, 2017

Am 12. Juni 2016 erschoss Omar Mateen in dem Nachtclub „Pulse“ in Orlando, Florida, 49 Menschen und verletzte 53 Menschen. Der Club war als Treffpunkt der LGBT-Community bekannt.

Seine Tat war der bis dahin blutigste Gewaltakt gegen LGBT-Menschen und die tödlichste Massenerschießung in den USA. Bis am 1. Oktober 2017 in Las Vegas ein noch tödlicherer Terrorakt verübt wurde.

Das Entsetzen, die Betroffenheit und die Trauer über das sinnlose Massaker waren groß. In den USA und auch weltweit.

Ein Versuch künstlerisch mit diesen Gefühlen umzugehen ist der von Marc Andreyko herausgegebene Sammelband „Love is Love“. In meist einseitigen, selten zweiseitigen Texten und Bildern, meistens Comics, manchmal auch Quasi-Plakate, versuchen weit über hundert Künstler ihre Betroffenheit über den Anschlag in Worte und Zeichnungen zu fassen. Neben vielen in Deutschland unbekannten Autoren und Zeichnern sind auch bekannte Namen, wie Robert Venditti, Scott Snyder, Jock, Mark Millar, Patton Oswalt, Tim Seeley, Christopher Golden und Damon Lindelof, dabei.

Für die Anthologie wurden auch einige bekannte Charaktere, wie The Spirit und Harry Potter (sein Comicdebüt), und Superhelden, vor allem aus dem DC-Universum, mit Erlaubnis der Rechteinhaber verwendet.

In einigen Geschichten werden auch Namen von Opfern genannt und einiges über ihr Leben erzählt. Der Täter wird in der Anthologie nie genannt; – dabei ist diese Form von Ruhm (meistens Nachruhm) genau der Wunsch dieser terroristischen Massenmörder. Hier wird er ihm konsequent verwehrt.

In allen Geschichten ist die Fassungslosigkeit über den Anschlag spürbar. Auch wenn eine Geschichte erzählt wird, die unmittelbar nichts mit dem „Pulse“ und dem Massaker zu tun hat. Es wird, fast immer explizit, zu Toleranz und Verständnis füreinander aufgerufen und gesagt, dass Liebe Liebe sei. Die Autoren und Zeichner setzen die Botschaft der Liebe dem Hass (und der Intoleranz) entgegen und zeigen gleichzeitig, wie vielfältig die US-amerikanische Comicwelt in ihren künstlerischen Ausdrucksformen ist.

Wonder Woman“-Regisseurin Patty Jenkins geht in ihrem empathischen Vorwort auf ihre Arbeit an dem Film „Monster“ ein. Für die Recherchen über die Serienmörderin Aileen Wuornos besuchte sich auch die LGBT-Communitys in Orlando und Zentral-Florida, die sich auch um Wuornos gekümmert hatten.

Love is Love“ ist ein Trauerbuch, das Mut spendieren will.

A propos „spendieren“: von jedem verkauften Exemplar gehen 3 Euro an diverse LGBT-Verbände in den USA und an den Lesben- und Schwulenverband (LSVD).

In den USA erhielt „Love is Love“ den Eisner Award als Beste Anthologie.

Marc Andreyko (Herausgeber): Love is Love – Eine Comic-Anthologie für Respekt, Akzeptanz und Gleichberechtigung

(übersetzt von Anja Kootz)

Panini, 2017

148 Seiten

16,99 Euro

Originalausgabe

Love is Love

IDW (in Zusammenarbeit mit DC Entertainment) 2017

Hinweise

IDW über „Love is Love“

Wikipedia über „Love is Love“ (mit Nennung aller Künstler)


Über das Nachschlagebuch „Marvel Cinematic Universe – Das Film-Kompendium“

November 1, 2017

Marvel Cinematic Universe – Das Film-Kompendium Bd. 1: Die Avengers-Initiative“ lautet der vollständige Titel, der schon verrät, dass in diesem Film-Kompendium nicht alle Marvel-Filme vorgestellt werden. Denn es ist, wie der Titel verrät, der erste Band. Außerdem reichen die bereits bekannten Pläne von Marvel für weitere Spielfilme bereits bis in das nächste Jahrzehnt. Da gibt es genug Stoff für weitere Film-Kompendien. Und es gibt noch eine Fernsehserien.

In „Marvel Cinetic Universe – Das Film-Kompendium“ werden „Iron Man“, „Der unglaubliche Hulk“, „Iron Man 2“, „Thor“, „Captain America: The First Avenger“, „The Avengers“, „Iron Man 3“ und „Thor: The Dark Kingdom“, also alle Filme der sogenannten ersten Phase und die ersten beiden Filme der zweiten Phase behandelt. Im Kino sind wir mit „Thor: Tag der Entscheidung“ knietief in der dritten Phase.

Die gewählte Form der Filmvorstellung zeigt, dass „Marvel Cimantic Universe – Das Film-Kompendium“ sich primär an die steinharten Fans richtet. Zu jedem Film werden wichtige Charaktere (wie Tony Stark) und auch Gebäude (wie Tony Starks Anwesen) und Gegenstände (wie seine Rüstung) vorgestellt und was mit ihnen in diesem Film passiert. Wenn sie in mehreren Filmen auftauchen, wird das, was mit ihnen in einem Film geschieht, bei diesem Film besprochen. Das ist eine gute Möglichkeit, um sich schnell über bestimmte Fakten im Marvel-Kinouniversum zu informieren. Aber wer die Filme nicht kennt, wird wenig mit den Beschreibungen und Nacherzählungen von Teilen der Filmhandlung anfangen können. Es wird ja nicht der Film, sondern das, was der Charakter erlebt, nacherzählt.

Zusätzlich zu den Informationen über die Filminhalte gibt es auch Kästchen, in denen die ersten Auftritte der besprochenen Personen und Gegenstände in den Comics erläutert werden. Weiter heraus aus dem Kosmos der Filme begibt sich das Film-Kompendium nicht. Es gibt keine Informationen über die Schauspieler, Regisseure und Autoren. Es wird noch nicht einmal erwähnt, wer Tony Stark spielt. Diese Informationen würden ja den schönen Schein der Filme und der Welt der Avengers zerstören.

Insofern hat Koordinator Mike O’Sullivan ein Buch herausgegeben, das nur für die Fans ist, die schon alle Filme in mindestens einer Ausgabe in ihrem Regal stehen haben.

Mike O’Sullivan (Chefautor/Koordinator): Marvel Cinematic Universe – Das Film-Kompendium Bd. 1: Die Avengers-Initiative

(übersetzt von Stefan Pannor)

Panini, 2017

192 Seiten

29,99 Euro

Originalausgabe

Marvel Cinematic Guidebook: The Avengers Initiative

Marvel, 2017

Hinweis

Meine Besprechung von Peter Vignolds „Das Marvel Cinematic Universe – Anatomie einer Hyperserie“ (Marburger Schriften zur Medienforschung, 2017 – die wissenschaftliche Perspektive)

 


TV-Tipp für den 1. November: Das Salz der Erde

November 1, 2017

ARD, 22.45

Das Salz der Erde (The Salt of the Earth, Frankreich/Deutschland 2013)

Regie: Wim Wenders, Juliano Ribeiro Salgado

Drehbuch: Wim Wenders, Juliano Ribeiro Salgado, David Rosier

TV-Premiere von Wim Wenders‘ sehr sehenswerter Dokumentation über den Fotografen Sebastião Salgado. Leider zu einer sehr unchristlichen Uhrzeit.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Sebastião Salgado, Wim Wenders, Juliano Ribeiro Salgado, Hugo Barbier, Jacques Barthélémy, Lélia Wanick Salgado

Wiederholung: Donnerstag, 2. November, 02.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise
Homepage zum Film
Filmportal über „Das Salz der Erde“
Film-Zeit über „Das Salz der Erde“
Moviepilot über „Das Salz der Erde“
Rotten Tomatoes über „Das Salz der Erde“
Wikipedia über „Das Salz der Erde“ (deutsch, englisch) und Sebastião Salgado

Meine Besprechung von Wim Wenders’ “Hammett” (Hammett, USA 1982)

Meine Besprechung von Wim Wenders/Juliano Ribeiro Salgados “Das Salz der Erde” (The Salt of the Earth, Frankreich/Deutschland 2013)

Meine Besprechung von Wim Wenders‘ „Every thing will be fine“ (Deutschland/Kanada/Norwegen/Schweden 2015)

Meine Besprechung von Wim Wenders‘ „Die schönen Tage von Aranjuez“ (Les beaux jours d‘ Aranjuez, Deutschland/Frankreich 2016)

Wim Wenders in der Kriminalakte


Cover der Woche

November 1, 2017

wegen der am 9. November startenden Verfilmung


TV-Tipp für den 31. Oktober: Tatort: Grenzgänger

Oktober 31, 2017

WDR, 22.10

TATORT: Grenzgänger (Deutschland 1981, Regie: Ilse Hofmann)

Drehbuch: Felix Huby

Undercover-Polizist Hollai (Günther Maria Halmer) hat anscheinend die Seiten gewechselt. Kommissar Horst Schimanski soll’s herausfinden.

Der zweite Schimanski-Tatort, das erste Drehbuch von Felix Huby („Bienzle“) und immer noch spannend.

Mit Götz George, Eberhard Feik, Ulrich Matschoss, Günther Maria Halmer, Charles Brauer, Michael Lesch

Hinweise

Homepage von Felix Huby

Lexikon deutscher Kriminalautoren über Felix Huby (Stand: Januar 2007)

Planet Interview: Gespräch mit Felix Huby (21. Dezember 2008)

Meine Besprechung von Felix Hubys „Fast wie von selbst – Ein Gespräch mit Dieter de Lazzer“ (2008)

Meine Besprechung von Felix Hubys “Null Chance” (2009)

Meine Besprechung von Felix Hubys “Bienzle und das ewige Kind” (2009)

Meine Besprechung von Felix Hubys „Adieu, Bienzle“ (2011)

Tatort-Fundus Kommissar Schimanski 

Horst-Schimanski-Fanseite

Wikipedia über Horst Schimanski


TV-Tipp für den 30. Oktober: Duell

Oktober 30, 2017

Arte, 20.15

Duell (USA 1971, Regie: Steven Spielberg)

Drehbuch: Richard Matheson

LV: Richard Matheson: Duel (Kurzgeschichte, Playboy, April 1971)

Auf einem Highway irgendwo im Nirgendwo überholt Handelsvertreter David Mann einen Truck. Der König der Landstraße beginnt Mann zu verfolgen.

Steven Spielbergs erster Kinofilm. Naja, fast. Denn „Duell“ war zuerst ein in zwei Wochen gedrehter ABC-TV-Film (es werden mal 12, mal 13, mal 16 Drehtage genannt, wobei anscheinend nur 10 Drehtage geplant waren), der für die Kinoauswertung um einige Szenen erweitert wurde.

„Duell“ ist ein kleiner, knackiger Highway-Thriller, bei dem die Geschichte auf das Gerüst reduziert wurde. Mit einer guten Idee und einem guten Drehbuch, beides von Richard Matheson.

„Offen gesagt ist der Film voll technischer Spielereien und logischer Brüche. Aber am Ende der neunzig Minuten scheint kaum Zeit vergangen.“ (Fob, Variety)

mit Dennis Weaver, Eddie Firestone, Charles Seel, Lucille Benson

Wiederholung: Mittwoch, 8. November, 13.55 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Duell“

Wikipedia über „Duell“ (deutsch, englisch)

Fanseite zum Film

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the kingdom of the skull, USA 2008)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ (Bridge of Spies, USA 2015)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „BFG – Big Friendly Giant (The BFG, USA 2016)

Steven Spielberg in der Kriminalakte

Kriminalakte: Ein episch langes Interview mit Richard Matheson

Meine Besprechung der Richard-Matheson-Verfilmung „Real Steel” (Real Steel, USA 2011)

Meine Besprechung der Richard-Matheson-Verfilmung “Tanz der Totenköpfe” (The Legend of Hell House, GB 1973)

Meine Besprechung der Comic-Version der Richard-Matheson-Kurzgeschichte “Duell”

Mein Nachruf auf Richard Matheson


TV-Tipp für den 29. Oktober: Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht

Oktober 28, 2017

3sat, 22.00
Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht (Deutschland 2013)
Regie: Edgar Reitz
Drehbuch: Edgar Reitz, Gert Heidenreich
Grandioses, fast vierstündiges Alterswerk von Edgar Reitz, in dem er vom Leben der Familie Simon im Hunsrückdorf Schabbach um 1840, zwischen hartem Alltag, Hungersnöten und revolutionärem Aufbruch erzählt. Einer der Simon-Jungs möchte, wie viele Hunsrücker, nach Brasilien auswandern, wo er auf ein besseres Leben hofft.
Mehr in meiner ausführlichen Besprechung zum Kino- und DVD-Start (mit unterschiedlichem Bonusmaterial).
mit Jan Dieter Schneider, Antonia Bill, Maximilian Scheidt, Marita Breuer, Rüdiger Kriese, Philine Lembeck, Mélanie Fouché, Eva Zeidler, Reinhard Paulus, Christoph Luser, Werner Herzog

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Die andere Heimat“

Moviepilot über „Die andere Heimat“

Wikipedia über „Die andere Heimat“

Homepage von Edgar Reitz

Kriminalakte über „Die andere Heimat“

Meine Besprechung von Edgar Reitz‘ “Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht” (Deutschland 2013) (mit weiteren Clips)

Meine Besprechung von Edgar Reitz‘ „Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht“ (Deutschland 2013) (DVD-Kritik)

Meine Besprechung von Edgar Reitz‘ „Heimat – Eine deutsche Chronik: Die Kinofassung – Das Jahrhundert-Epos in Texten und Bildern“ (2015)

Homepage von Michael Riessler


TV-Tipp für den 28. Oktober: Dampfnudelblues. Ein Eberhoferkrimi

Oktober 28, 2017

BR, 20.15

Dampfnudelblues. Ein Eberhoferkrimi (Deutschland 2013)

Regie: Ed Herzog

Drehbuch: Christian Zübert

LV: Rita Falk: Dampfnudelblues – Ein Provinzkrimi, 2011

Polizeihauptmeister Franz Eberhofer schiebt in Niederkaltenkirchen eine extrem ruhige Kugel. Da wird an die Hauswand des Realschuldirektors Höpfl mit roter Farbe „Stirb, du Sau!“ geschrieben, Höpfl verschwindet spurlos, taucht wieder auf und wird kurz darauf von einem Zug überfahren. Jetzt ist der kriminalistische Ehrgeiz von Eberhofer geweckt.

Witzig-lakonischer Heimatkrimi, der mir deutlich besser als der Roman gefallen hat.

Inzwischen sind drei weitere Eberhofer-Krimis entstanden, die in Bayern erfolgreich in den Kinos liefen.

mit Sebastian Bezzel, Simon Schwarz, Ilse Neubauer, Eisi Gulp, Gerhard Wittmann, Chi Le, Lisa Maria Pottoff, Nadeshda Brennicke, Nina Proll

Wiederholung: Sonntag, 29. Oktober, 00.55 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Homepage von Franz Eberhofer

Homepage zum Film

Filmportal über „Dampfnudelblues“

Moviepilot über „Dampfnudelblues“

Wikipedia über „Dampfnudelblues“

Meine Besprechung von Rita Falks „Dampfnudelblues – Ein Provinzkrimi“ (2011)


Neu im Kino/Filmkritik: „Maudie“: mehr wundervolle Liebesgeschichte als Biopic über Maud Lewis

Oktober 28, 2017

Wer etwas über Maud Lewis, geborene Dowley, die kanadische naive Malerin, die von 1903 bis 1970 in Kanada in Nova Scotia lebte, erfahren will, sollte besser den Wikipedia-Artikel als Startpunkt nehmen und sich dann im Netz auf den einschlägigen Seiten und in der nächstgelegenen Bibliothek austoben.

In dem Biopic „Maudie“ gibt es höchstens Brotkrumen über sie als Künstlerin und ihre Wirkung als Malerin. Denn das Biopic in dem Sally Hawkins Maud Dowley grandios spielt, konzentriert sich auf ihre Beziehung zu Everett Lewis (Ethan Hawke, ebenfalls grandios). Es ist einer der schönsten und wahrhaftigsten Liebesfilme des Jahres.

Als Kind erkrankte Maud an rheumatischer Arthritis. Seitdem ist sie verkrüppelt und humpelt. Neben ihren körperlichen Gebrechen ist sie auch geistig behindert. Jedenfalls wird sie so behandelt. Deshalb erbt nach dem Tod ihrer Eltern ihr Bruder das Haus. Er verkauft es sofort. Sie kommt bei ihrer Tante unter, die sie wie ein kleines, unartiges Kind behandelt.

1938 entdeckt sie in einem Stellenaushang. Der Junggeselle Everett Lewis sucht eine Haushaltshilfe, die bei ihm wohnen soll. Everett wuchs in einem Kinderheim auf, ist jetzt Fischer und lebt in einer Hütte, die mehr verwahrlost als wohnlich ist. Er ist ein ungehobelter Klotz und nicht besonders intelligent. Um nicht zu sagen: ein Dummkopf, der noch nicht einmal ‚bauernschlau‘ ist. Auch Maudie behandelt er so unhöflich, dass sie jeden Grund hätte, nicht bei ihm einzuziehen. Aber sie hat sich vorher mit ihrer Tante hoffnungslos zerstritten. Wenn sie nicht obdachlos sein will, muss sie bei Everett bleiben. Auch wenn er nur eine elf Quadratmeter große Hütte hat, in der es nur ein Bett gibt.

Schon auf den ersten Blick sind sie das Paar, das absolut nicht zusammenpasst und genau deshalb perfekt zusammenpasst.

Aisling Walsh, die vorher unter anderem Folgen für die TV-Krimis „Der Preis des Verbrechens“ und „Kommissar Wallander“ inszenierte, inszenierte „Maudie“ als wohltuend unkitschig-sprödes Liebesdrama voller Humor und genauer Beobachtungen. In kleinen Szenen, Gesten und Blicken zeigt sie, wie sich die Beziehung zwischen Maud und Everett, und damit auch die Machtverhältnisse zwischen ihnen, verändert. So beginnt sie die Wände zu bemalen und als er nichts sagt, malt sie weiter. Im ganzen Haus. Und wenn sie malen will, muss er die Hausarbeit erledigen. Als sie erfährt, dass er seinen Kunden nicht die versprochenen Fische liefert, nimmt sie seine Geschäfte in die Hand. Sie entschuldigt sich bei der Kundin und beginnt, Everetts Aufträge und Lieferungen aufzuschreiben. Und wenn sie nicht mehr gehen kann, fährt er sie nach Hause.

Auch als sie mit ihren Bildern Erfolg hat, ändert sich im Leben des schrulligen Ehepaares nichts. Denn sie sind glücklich und zufrieden.

Maudie (Maudie, Kanada 2016)

Regie: Aisling Walsh

Drehbuch: Sherry White

mit Sally Hawkins, Ethan Hawke, Kari Matchett, Gabrielle Rose, Zachary Bennett, Billy MacLellan, Marthe Bernard, Lawrence Barry

Länge: 116 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Maudie“

Metacritic über „Maudie“

Rotten Tomatoes über „Maudie“

Wikipedia über „Maudie“ (deutsch, englisch)

Berlinale über „Maudie“

Aisling Walsh, Sally Hawkins und Ethan Hawke sprechen über „Maudie“

Eine kurze CBC-Reportage von 1965 über Maud Lewis


Neu im Kino/Buch- und Filmkritik: Das Dokudrama „Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“ als Juden in Berlin während des Zweiten Weltkriegs

Oktober 27, 2017

Selten ist die Antwort auf die Frage, ob der Film gut sei, so eng mit der Frage, wer sich den Film ansieht, verknüpft, wie bei „Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“. Claus Räfle schildert in seinem Film das Schicksal von einigen Juden, die den Zweiten Weltkrieg in Berlin überlebten.

Berlin hatte in den zwanziger Jahren ein pulsierendes jüdisches Leben. Über die Hälfte der gesamten jüdischen Bevölkerung Deutschlands lebte in der Hauptstadt. Von den damals 270.000 jüdischen Berlinern lebten am Anfang des Zweiten Weltkriegs immer noch 160.000 in der Hauptstadt. Sie waren, unter dem Deckmantel der Legalität, zunehmenden Repressionen ausgesetzt. Viele versuchten, Deutschland zu verlassen. Viele wurden deportiert und in Konzentrationslagern ermordet.

Als Propagandaminister Joseph Goebbels am 10. Juni 1943 Berlin für „judenfrei“ erklärte, lebten noch knapp 7000 meist jüngere jüdische Berliner in der Stadt. Sie waren untergetaucht. Ungefähr 1700 überlebten den Krieg. Meist in verschiedenen Verstecken und in immer in der Gefahr, im nächsten Moment verhaftet zu werden.

In seinem Film „Die Unsichtbaren -Wir wollen leben“ konzentriert sich Grimme-Preisträger Claus Räfle, der in den vergangenen Jahrzehnten fast vierzig TV-Dokumentationen inszenierte, auf vier junge jüdische Berliner, die er für den Film auch persönlich interviewte.

Cioma Schönhaus, geb. 1922, wird nach einer Grafikerlehre zum erfolgreichen Passfälscher. Seiner Deportation in ein Lager entgeht er, indem er im Sammellager Levetzowstraße , das in einer Synagoge war, dreist behauptet, sein Arbeitgeber habe ihn auf eine Liste kriegswichtiger Zwangsarbeiter gesetzt. Seine Lüge wird geglaubt. Seine Eltern werden deportiert.

Hanni Levy, früher Hannelore Weissenberg, geb. 1924, taucht im Februar 1943 unter. Sie hat sich in der Fabrik für Fallschirme eine eitrige Entzündung am kleinen Finger zugezogen, die ihr Probleme bereiten wird. Als die Gestapo das schon fast menschenleere Haus, in dem sie und andere Juden leben räumt, bleibt sie still am Küchentisch sitzen. Danach taucht sie unter. Sie verändert, auf Anraten einer Freundin ihrer Mutter, ihr Aussehen. Unter anderem indem sie sich ihre Haare blond färbt und zur idealtypischen Arierin wird. Später kann sie bei einer Kartenverkäuferin des Kinos am Nollendorfplatz, die ihre wahre Identität kennt, einziehen.

Ruth Gumpel (geb. Arndt), geb. 1922, taucht mit ihrer Familie unter. Ihnen helfen frühere Patienten ihres Vaters. Später erhält die Arzttochter durch die Vermittlung einer nicht-jüdischen Familie eine Anstellung bei einem Wehrmachtsoffizier, der von seiner Wilmersdorfer Wohnung einen Schmugglerring für Delikatessen und Alkohol unterhält.

Eugen Friede, geb. 1926, Sohn einer Mischehe (seine Mutter war Jüdin), wird von seinem Vater zuerst bei einer kommunistischen Arbeiterfamilie und dann bei einer bürgerlichen Familie, die auch eine etwa gleichaltrige Tochter hat, untergebracht. Später schließt er sich der Widerstandsgruppe um Werner Scharff an. Scharff hatte davor auch Schönhaus geholfen, indem er ihm in Moabit eine Kellerwerkstatt organisierte, in der er ungestört Pässe fälschen konnte.

Der Film erzählt diese vier Schicksale, indem er, wie man es von zahlreichen TV-Dokumentarfilmen kennt, zwischen Zeitzeugenberichte – in diesem Fall die Erinnerungen von Hanni Levy, Ruth Gumpel, Cioma Schönhaus und Eugen Friede (die sich damals nicht kannten) – und nachgestellten Szenen hin und her wechselt. Die nachgestellten Szenen haben einen primär illustrativen Charakter. Sie vermitteln einen Eindruck von der damaligen Situation und sie bebildern die Erinnerungen der Überlebenden.

Störend in diesen Szenen ist, dass teilweise sehr bekannte Schauspieler, wie Maren Eggert, Florian Lukas und der kürzlich verstorbene Andreas Schmidt, mitspielen. Da wirken die Szenen nicht mehr wie illustrative Nachstellungen wahrer Ereignisse, sondern wie der Versuch, einen Spielfilm zu inszenieren. Weil die Szenen nicht oder kaum dramatisiert sind und sie ungefähr alles vermissen lassen, was zu einem Spielfilm dazugehört, wirken sie wie Ausschnitte aus einem schlechten TV-Film. Insofern wecken diese Nachstellungen im ersten Moment Erwartungen, die der Film nicht erfüllen will.

Und damit kommen wir zur Eingangsfrage zurück. Wer einen Spielfilm sehen will, wird enttäuscht sein. Wer einen Dokumentarfilm sehen, wird ebenfalls enttäuscht sein. Denn die nachgestellten Szenen, vor allem wenn bekannte Schauspielergesichter auftauchen, lenken von den sehr lebendigen und kurzweiligen Erzählungen der überlebenden Juden ab. Ihnen hätte ich gerne länger zugehört. Nach meiner Erfahrung aus von mir mitorganisierten und teilweise moderierten Veranstaltungen hätte das auch bei einem jugendlichen Publikum funktioniert. In den Veranstaltungen lauschten sie atemlos den Zeitzeugen.

Wer „Die Unsichtbaren“ als Teil einer Schul- oder Bildungsveranstaltung einsetzen will, um so Schülern einen Einblick in unsere Vergangenheit zu geben, wird von dem Film begeistert sein. Denn es gelingt ihm durch seine Mischung aus Zeitzeugenberichten und filmischen Nachstellungen die Vergangenheit und auch die Gefahr, in der die vier im Mittelpunkt stehenden Jungerwachsenen schwebten, begreifbar zu machen. Obwohl ihr Schicksal und das der anderen im Film gezeigten Personen (neben den vielen Helfern der Untergetauchten auch die Jüdin Stella Goldschlag, die untergetauchte Juden an die Nazis verriet) Stoff für mindestens ein halbes Dutzend Spielfilme hergibt, hält sich „Die Unsichtbaren“ an die Wahrheit und das Identifikationspotential zwischen Hanni Levy, Ruth Gumpel, Cioma Schönhaus und Eugen Friede und den jungen Zuschauern ist groß. Auch weil die vier jüdischen Berliner so verschiedene Charaktere sind, die alle nur den Krieg überleben wollten. Auf sich gestellt, ohne Pass, Lebensmittelkarten und sichere Unterkunft.

Parallel zum Filmstart erschien Claus Räfles Filmbuch „Die Unsichtbaren“. Es ist eine in vertiefende Nacherzählung des Films. Daneben gibt es Hintergrundinformationen, Filmfotos und historische Aufnahmen. Das Buch ist in jeder Hinsicht sehr empfehlenswert.

Die Unsichtbaren – Wir wollen leben (Deutschland 2017)

Regie: Claus Räfle

Drehbuch: Claus Räfle, Alejandra López

mit Max Mauff, Alice Dwyer, Ruby O. Fee, Aaron Altaras, Victoria Schulz, Florian Lukas, Andreas Schmidt, Laila Maria Witt, Sergej Moya, Lucas Reiber, Robert Hunger-Bühler, Maren Eggert, Naomi Krauss, Hanni Levy, Ruth Gumpel, Cioma Schönhaus, Eugen Friede

Länge: 110 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Das Buch zum Film

Claus Räfle: Die Unsichtbaren – Untertauchen, um zu überleben – Eine wahre Geschichte

Elisabeth Sandmann Verlag , 2017

160 Seiten

19,95 Euro

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Die Unsichtbaren“

Moviepilot über „Die Unsichtbaren“

Wikipedia über „Die Unsichtbaren“

Informationen über die Hintergründe des Films, untergetauchte Juden und ihre Helfer, gibt es auch in der Gedenkstätte Stille Helden. Sie ist bis Ende Januar geschlossen und ist dann in der Stauffenbergstraße 13-14. 


TV-Tipp für den 27. Oktober: Bank Job

Oktober 27, 2017

ZDFneo, 23.30

Bank Job (GB 2008, Regie: Roger Donaldson)

Drehbuch: Dick Clement, Ian La Frenais

Dick Clement und Ian La Frenais sind zwei alte Hasen im britischen Filmgeschäft. Sie schrieben unter anderem die Drehbücher zu „Commitments“, „Wasser – Der Film“, etlichen Lovejoy-Folgen (in Deutschland nie gezeigt) und zu „Die alles zur Sau machen“ (Villain).

Mit ihrem Edgar-nominierten Film „Bank Job“ kehrten sie wieder in die frühe Siebziger und dem von ihnen mit „Villain“ mitbegründeten britischen Gangsterfilm zurück. Dieses Mal lassen sie sich von einem wahren Bankraub inspirieren. Am 11. September 1971 raubten einige Kleingauner aus der Lloyd’s Bank 500.000 Pfund (was heute sechs Millionen Euro wären). Die Zeitungen füllten ihre Spalten mit Sensationsberichten über den „Walkie-Talkie-Einbruch“. Vier Tage lang. Dann untersagte die Regierung aus Gründen der nationalen Sicherheit weitere Berichte, vier Räuber wurden verhaftet, ihren Namen wurden nie bekannt, das Strafmaß ist unbekannt, große Teile der Beute verschwunden und die Akten darüber sind bis 2054 unter Verschluss. Das Team Clement/La Frenais hat jetzt mit „Bank Job“ eine Geschichte erfunden, die die Wahrheit sein könnte.

Und Roger Donaldson hat im Retro-Look einen angenehm altmodischen Ganovenfilm über den großen Coup, gewürzt mit einer Prise Polit-Thriller, gedreht.

Mit Jason Statham, Saffron Burrows, Stephen Campbell Moore, Daniel Mays, James Faulkner, Alki David

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Bank Job“

Rotten Tomatoes über “Bank Job”

Wikipedia über „The Bank Job“ (Englisch, mit Informationen zu den wahren Hintergründen)

Mirror über die wahren Hintergründe: Bank job that opened the door on a royal sex scandal (16. Februar 2008 )

Telegraph schreibt über die wahren Hintergründe und redet mit Dick Clement: Revisiting the riddle of Baker Street (15. Februar 2008 )

Noir of the Week über “The Bank Job”

Meine Besprechung von Roger Donaldsons “The November Man” (The November Man, USA 2014)