Häresie (von altgriechisch αἵρεσις haíresis, deutsch ‚Wahl‘, ‚Anschauung‘, ‚Schule‘) ist im engeren Sinn eine Aussage oder Lehre, die im Widerspruch zu kirchlich-religiösen Glaubensgrundsätzen steht. Im weiteren Sinn kann eine Häresie eine vom Anerkannten abweichende Lehre, Meinung, Doktrin, Ideologie, Weltanschauung oder Philosophie sein.
Dass Mr. Reed (Hugh Grant) ein äußerst ungewöhnlicher Häretiker ist, wissen Schwester Barnes (Sophie Thatcher) und Schwester Paxton (Chloe East), als sie bei ihm anklopfen, nicht. Die beiden jungen mormonischen Missionarinnen sollen in Peoria, Illinois, das Wort Gottes verbreiten. Mr. Reed wurde ihnen als eine Person genannt, die an einem Gespräch über den Glauben interessiert sei. Sie gehen natürlich von einem normalen Missionsgespräch aus. Aber Mr. Reed verwickelt sie schnell in einen anspruchsvollen theologischen Diskurs über Glaube, verschiedene Formen des Glaubens und die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Glaubenssystemen. Das Gespräch wird, auch wegen der seltsamen Atmosphäre in dem einsam gelegenem Haus, schnell unheimlich.
Im Gegensatz zu den Schwestern Barnes und Paxton wissen wir von dem Moment, in dem Mr. Reed die Tür öffnet und die beiden jungen Frauen in sein dunkles Haus einlädt, dass sie ein Horrorhaus betreten. Und sie die Lämmer sind, die von Mr. Reed mit diabolischem Vergnügen, zur Schlachtbank geführt werden.
Scott Beck und Bryan Woods sind vor allem für ihre Drehbücher für „A quiet place“ und die Stephen-King-Verfilmung „The Boogeyman“ in guter Erinnerung. In ihrem neuesten Film „Heretic“, für den sie das Drehbuch schrieben und die Regie übernahmen, konzentrieren sie sich bis zum dritten Akt, der dann den erwartbaren Horrorthrillerkonventionen folgt, auf das Gespräch zwischen drei in einem Zimmer sitzenden Menschen. Und das ist äußerst spannend. Es geht um wichtige Fragen, die auf einem anspruchsvollem Niveau behandelt werden und die auch zum Nachdenken über die eigene Position zum Glauben und zu organisierten Religionen einladen.
Dieses Duell zwischen dem Häretiker und den beiden Missionarinnen ist der intellektuelle Disput, den Matt Browns „Freud – Jenseits des Glaubens“ (Freud’s Last Session, 2023) versprach. In dem letzte Woche im Kino gestartetem Drama versandete der versprochene Streit zwischen Sigmund Freud und C. S. Lewis atemberaubend schnell in belanglosen Nebenkriegsschauplätzen.
Ein weiterer Pluspunkt von „Heretic“ ist Hugh Grant. In den vergangenen Jahren demontierte er sein Image als Sonnyboy und Frauenschwarm mit zunehmend diabolischer Freude in exzentrischen Rollen und als Over-the-Top-Bösewicht. „Heretic“ reiht sich nahtlos in seine in den vergangenen Jahren äußerst gelungene Rollenwahl ein. Da verzeiht man auch das konventionelle Finale.
Heretic (Heretic, USA/Kanada 2024)
Regie: Scott Beck, Bryan Woods
Drehbuch: Scott Beck, Bryan Woods
mit Hugh Grant, Sophie Thatcher, Chloe East, Topher Grace, Elle Young
William Lee driftet durch Mexico City. Es sind die frühen fünfziger Jahre und er ist einer der vielen US-Amerikaner, die dort leben und Freiheiten geniessen, die sie in ihrer Heimat nicht haben. In seinem Fall sind das Alkohol, andere Drogen und Sex. Bevorzugt mit Männern. Das neueste Objekt seiner Begierde ist Eugene Allerton, ein gut aussehender junger Mann.
Nach seinem 1953 unter dem Pseudonym Willliam Lee erschienenem Debüt „Junkie“ erzählt William S. Burroughs in seinem als zweiten Roman geplantem Roman „Queer“, literarisch kaum vermäntelt, seine Erlebnisse in Mexiko. Burroughs stellte den Roman nie fertig. Aber die Arbeit bahnte, in jeder Beziehung, den Weg zu seinem nächsten Roman. „Naked Lunch“ erschien 1959 und wurde ein Klassiker. David Cronenberg verfilmte den Roman 1991. „Naked Lunch“ ist auch der einzige Roman von Burroughs, der aktuell auf Deutsch erhältlich sind.
In den Jahren nach der Veröffentlichung von „Naked Lunch“ wurde Burroughs immer wieder auf den nicht publizierten Roman angesprochen. Er nannte das nie fertig geschriebene Buch ‚artist’s poor art school sketches‘ und wollte es lange nicht veröffentlichen. 1985 veröffentlichte er das Romanfragment dann doch. Dieses Fragment wurde bislang nicht ins Deutsche übersetzt.
Das Fragment umfasst in der „25th Anniversary Edition“ knapp hundertzwanzig großzügig gelayoutete Seiten. Der Anfang ist ein gelungener Einblick in das damalige Leben der Expats. Später verliert die Geschichte sich in längliche Monologe. Sie wird kurzatmiger. Die einzelnen Szenen sind zunehmend nur skizziert. Plötzlich interessiert sie sich nicht mehr für die Liebesgeschichte zwischen Lee und Allerton, sondern für die Suche nach der legendaren Yage-Wunderdroge. Außerdem hat die Geschichte kein befriedigendes Ende. Sie hört einfach mit einem zwei Jahr später spielendem Epilog auf.
Dieses Ende hat Luca Guadagnino in seiner kongenialen Verfilmung des Romans jetzt im Geist von Burroughs erfunden. Daniel Craig übernahm die Hauptrolle und ein radikalerer Bruch mit seiner vorherigen Rolle als James Bond ist kaum vorstellbar. William Lee ist in der Beziehung ein Anti-Bond – und wie James Bond ein Kind des Kalten Krieges. Seinen ersten Auftritt hatte Bond 1953 in Ian Flemings Roman „Casino Royale“.
Drew Starkey spielt das Objekt seiner Begierde. Jason Schwartzman, Henrique Zaga, Drew Droege, Ariel Schulman und David Lowery spielen weitere in Mexico ziellos vor sich hin lebende Expats, die alle auch als exzellente Verkörperungen des sprichwörtlichen hässlichen Amerikaners sind. Mit ihnen zeichnet Guadagnino in der erste Hälfte ein bestechendes Porträt der damaligen Expat-Szene. Sie treffen sich in Bars, hängen ab, reden miteinander, trinken viel Alkohol, probieren Drogen aus und durchstreifen die Straßen nach dem nächsten Sexabenteuer. Für die Einheimischen und deren Leben interessieren sie sich nicht.
„Queer“ ist ein Sittengemälde, weitgehend ohne eine erkennbare Geschichte. Anfangs, wenn Lee seine neue Liebe verfolgt und sie ins Bett bringen will, hat die Geschichte noch einen dramatische Fokus. Später nicht mehr. Lee überzeugt Allerton von einer gemeinsamen Reise nach Südamerika. Im Dschungel hofft Lee, die sagenumwobene Wunderdroge Yage zu finden. Hier verliert der Film, wie die Vorlage, ihren Plot zugunsten einer beliebigen Abfolge von nicht sonderlich interessanten Episoden, die in einer Begegnung mit Doctor Cotter und dem Genuss der Droge münden.
Guadagninos nah an der Vorlage mäandernde und damit zu lang geratene Burroughs-Verfilmung erinnert mehr als einmal an David Cronenbergs „Naked Lunch“. Das liegt daran, dass Burroughs Romanfragment rückblickend als Vorstudie für seinen zweiten veröffentlichten Roman angesehen werden kann und dass Cronenberg in seinem Film ikonische Bilder schuf.
Und so bleibt am Ende ein zwiespältiger Eindruck: „Queer“ ist von Guadagnino-Stammkameramann Sayombhu Mukdeeprom vorzüglich gefilmt, gut gespielt, wobei vor allem Daniel Craig überrascht, und überzeugend in seinem Porträt der damaligen Expat-Szene. Aber bei einer Laufzeit von deutlich über zwei Stunden fällt auch die nicht vorhandene Geschichte auf. Und keine der mehr oder weniger unsympathischen, ziellos vor sich hin lebenden Figuren weckt nachhaltiges Interesse. Guadagninos Verfilmung hat, trotz des etwas anderen Endes, die gleichen Probleme wie das Romanfragment.
Queer (Queer, Italien/USA 2024)
Regie: Luca Guadagnino
Drehbuch: Justin Kuritzkes
LV: William S. Burroughs: Queer, 1985
Musik: Trent Reznor, Atticus Ross
mit Daniel Craig, Drew Starkey, Jason Schwartzman, Henrique Zaga, Drew Droege, Andra Ursuta, Ariel Shulhman, Andres Duprat, Omar Apollo, David Lowery
Länge: 137 Minuten
FSK: ab 16 Jahre
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Aktuell wird „Queer“ in einigen wenigen Kinos gezeigt. Der bundesweite Start ist am 2. Januar 2025.
Auch dieses Jahr wird der Deutsche Krimipreis (DKP) der Öffentlichkeit wie ein schnöder Verwaltungsakt mit einer profanen Online-Stellung der Gewinner verkündet. Dabei handelt sich sich um einen der wichtigsten deutschen Krimipreise.
Mississippi Burning – Die Wurzeln des Hasses (Mississippi Burning, USA 1988)
Regie: Alan Parker
Drehbuch: Chris Gerolmo
Südstaaten, 1964: Mitten im Hochsommer verschwinden im ländlichen Jessup County drei Bürgerrechtler spurlos. Ein älterer und ein jüngerer FBI-Agent sollen den Fall aufklären und wenn sie nur auf eine Mauer des Schweigens stoßen würden, wären sie froh.
Packender, auf einem wahren Fall basierender Polizei-Thriller. Zum Filmstart sah der Fischer Film Almanach das anders (wobei damals die Filmkritik auch anders war): „Parker lässt zu, dass ‚Mississippi Burning‘ sich zu einem konventionellen Reißer entwickelt, zu einem Polizeifilm, der mit den fragwürdigen Methoden seiner Protagonisten sympathisiert. Doch damit wird er seinem Thema nicht mehr gerecht. Ein Film der verschenkten Möglichkeiten.“ Dabei wird der erste Teil des Films wegen seiner dokumentarischen Qualitäten gelobt.
„Parkers von gewalttätigen Eruptionen durchsetzter FBI-Thriller ist wegen seiner (historisch unhaltbaren) Glorifizierung des FBI und wegen seiner Tendenz, die Rolle der Bürgerrechtler und der Schwarzen zu verfälschen (sie sind mehr oder weniger Randfiguren des Dramas), heftig kritisiert worden.“ (Wolfgang Schweiger: Der Polizeifilm, 1989)
Der Film feierte seine Premiere auf der Berlinale. Der immer überzeugende Gene Hackman erhielt den Silbernen Bären als bester Hauptdarsteller. Und bei den US-Kritikern kam der Film besser an als bei den deutschen Kritikern.
mit Gene Hackman, Willem Dafoe, Frances McDormand, Brad Dourif, R. Lee Ermey, Michael Rooker, Pruitt Taylor Vince, Tobin Bell (damals noch ein kleiner Nebendarsteller in seinem ersten namentlich genanntem Spielfilmauftritt)
Drehbuch: Denis Villeneuve, Jon Spaihts, Eric Roth
LV: Frank Herbert: Dune, 1965 (Dune – Der Wüstenplanet)
TV-Premiere. Erfurchtsvolle Bebilderung der ersten Hälfte von Frank Herberts „Der Wüstenplanet“. Den Fans, dem Publikum und den Kritikern gefiel das Werk.
Die Verfilmung der zweiten Buchhälfte lief dieses Jahr, ebenfalls erfolgreich, im Kino. Und irgendwann demnächst – ein Startdatum gibt es noch nicht, aber das Drehbuch soll schon fertig sein – verfilmt Villeneuve „Dune Messiah“.
mit Timothée Chalamet, Rebecca Ferguson, Oscar Isaac, Jason Momoa, Stellan Skarsgård, Stephen McKinley Henderson, Josh Brolin, Javier Bardem, Sharon Duncan-Brewster, Chang Chen, Dave Bautista, David Dastmalchian, Zendaya, Charlotte Rampling, Babs Olusanmokun, Benjamin Clementine
Wiederholungen:
Pro 7, Donnerstag, 26. Dezember, 14.40 Uhr
Kabel 1, Mittwoch, 8. Januar, 20.15 Uhr
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Die Vorlage
Frank Herbert: Dune – Der Wüstenplanet
(übersetzt von Jakob Schmidt)
Heyne, 2020 (die Filmausgabe)
800 Seiten
12,99 Euro
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Zum Filmstart erschien der Roman mit einem neuen Cover.
Vor dem Filmstart erschien der Roman bereits in mehreren Übersetzungen.
Detroit, 1954: Curt Goynes (Don Cheadle) und zwei weitere Kleingangster werden für einen scheinbar kinderleichten Diebstahl engagiert. Und das ist der Beginn einer wundervoll verschachtelten Geschichte, in der jeder jeden übers Ohr haut und niemand eine Garantie hat, das Ende der Geschichte zu erleben.
TV-Premiere – zu einer unmöglichen Uhrzeit. Und das ist das einzige Argument, das gegen diese Noir-Perle spricht, die schon im Kino viel zu wenig beachtet wurde.
mit Don Cheadle, Benicio Del Toro, David Harbour, Ray Liotta, Jon Hamm, Amy Seimetz, Brendan Fraser, Kieran Culkin, Noah Jupe, Craig muMs Grant, Julia Fox, Frankie Shaw, Bill Duke, Matt Damon
Am 28. Juli 1999 bricht Norman Franz, kurz vor seiner Auslieferung aus Portugal nach Deutschland, aus der Justizvollzugsanstalt Lissabon aus. Seitdem ist der vom BKA wegen fünffachem Mord gesuchte Deutsche auf der Flucht.
In ihrem spielfilmlangen Dokumentarfilm „Das Phantom – Auf der Jagd nach Norman Franz“ zeichnet Annika Blendl das verbrecherische Leben von Franz und seine Gefängnisausbrüche nach. Bei ihren Recherchen entdeckte sie auch neue Spuren und einen Brief von Franz. Sie vermutet, dass der Flüchtling sich jetzt im Süden Afrikas aufhält. Mehr sagt sie im Film, um Ermittlungen nicht zu gefährden, nicht. Ein früherer Bekannter hält es, so sagt er im Film, nicht für ausgeschlossen, dass Franz wieder im Ruhrgebiet lebt.
Dort beginnt in den frühen neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts im Dortmunder Norden seine Karriere als Verbrecher. Er gehört zu einer Bande, die Banken überfällt, Zigaretten schmuggelt, mit Waffen handelt und Kontakte zu Zuhältern hat. Sandra C. verliebt sich in ihn und heiratet ihn später. Für die Doku wurde sie ausführlich über mehrere Tage interviewt. Sie hat mit Franz einen Sohn, ist immer noch in ihn verliebt und will seine Taten nicht glauben.
Blendl hat sich auch mit Polizisten, Staatsanwälten, Journalisten und Verbrechern, die mit Franz mehr oder weniger engen Kontakt hatten, unterhalten. Mit den Opfern hat sie nicht gesprochen. Sowieso bleiben seine Taten eher diffus in ihrer Mischung aus Erzählungen, nachgestellten Szenen und Tatortfotos.
Der Rückblick auf Franz‘ frühen Jahre als skrupelloser Schwerverbrecher ist trotzdem der interessanteste und zu kurz geratene Teil des chronologisch erzählten Films. Die sich nach einer Verhaftung und einem Ausbruch aus der Justizvollzugsanstalt Hagen anschließende Flucht mit Sandra ist dann eine „Bonnie & Clyde“-Fluchtgeschichte. Er begeht weitere Morde und erbeutet dabei in Weimar und Halle genug Geld für ein auskömmliches Leben in Portugal in Albufeira. Dort werden er und seine Frau ama 24. Oktober 1998 verhaftet. Einige Monate später gelingt ihm die erneute Flucht aus einem Gefängnis.
Danach taucht Franz unter. Seitdem gibt es nur noch, teils wilde, Vermutungen über sein weiteres Leben. Denn dass er tot ist, glauben die im Film Interviewten nicht.
„Das Phantom – Auf der Jagd nach Norman Franz“ ist ein chronologisch erzählter, okayer Dokumentarfilm, der als Verbrecher- und Sittengemälde einer Verbrecherbande im Ruhrgebiet in den neunziger Jahren eine spannende Geschichtsstunde hätte werden können. So ist es nur die den Täter verherrlichende Geschichte eines skrupellosen Verbrechers, der inzwischen fast sein halbes Leben auf der Flucht verbrachte.
Das Phantom – Auf der Jagd nach Norman Franz(Deutschland 2024)
Regie: Annika Blendl
Drehbuch: Annika Blendl
Länge: 98 Minuten
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Verfügbarkeit: auf Sky und dem Streamingdienst WOW
Ist das Leben nicht schön? (It’s a wonderful Life, USA 1946)
Regie: Frank Capra
Drehbuch: Frances Goodrich, Albert Hackett, Frank Capra, Jo Swerling (zusätzliche Szenen), Michael Wilson (ungenannt) (nach einer Geschichte von Philip Van Doren Stern)
Am Heiligabend (also gestern, vor langer Zeit in einer anderen Welt) will sich der hochverschuldete Familienvater George Bailey (James Stewart) umbringen. Bevor er zur Tat schreitet, taucht Engel Clarence auf und schildert ihm, wie es ohne ihn in dem lauschigen Städtchen Bedford Falls aussähe.
Im Kino war der Film kein Erfolg. Dann lief er im Fernsehen so lange an den Weihnachtstagen bis er zu dem Weihnachtsfilm wurde. Regisseur Capra und Hauptdarsteller Stewart nannten den Film ihren Lieblingsfilm – und inzwischen ist er auch der Lieblingsfilm von vielen, vielen Menschen. So steht er in der IMDB-Top-250-Liste auf dem 21. Platz.
Mit James Stewart, Donna Reed, Lionel Barrymore, Henry Travers, Thomas Mitchell, Beulah Bondi, Ward Bond
mit Ennio Morricone, Clint Eastwood, Terrence Malick, Quentin Tarantino, Dario Argento, Wong Kar-Wai, Barry Levinson, Hans Zimmer, John Williams, Bruce Springsteen, Joan Baez, James Hetfield, Quincy Jones, Zucchero, Lina Wertmüller, Bernardo Bertolucci, Roland Joffé, Mychael Danna, Mike Patton, Oliver Stone, Marco Bellocchio, Phil Joanou, Enzo G. Castellari, Liliana Cavani, Paolo Taviani, Vittorio Taviani, Pat Metheny (und viele mehr)
Es ist wieder an der Zeit für die jährlichen Bestenlisten. Oft erstelle ich keine, weil ich mit dem Konzept einer Bestenliste meine Probleme habe. Trotzdem habe ich es dieses Jahr wieder gemacht und ihr glaubt nicht, wie lange ich Bücher und Filme hin und herschob und mich ärgerte, dass ich einige Bücher nicht gelesen habe, die sonst mit Sicherheit auf der Liste stünden, während ich Bücher las, die niemals auch nur eine Chance auf einen Platz auf der Bestenliste hatten. Naja, vorbei ist vorbei und ich muss mit den Büchern und Filmen arbeiten, die ich kenne.
Die zwanzig besten Spielfilme des Jahres, die 2024 in Deutschland im Kino anliefen (ab Platz vier in keiner bestimmten Reihenfolge)
The Substance (The Substance, Großbritannien/USA 2024, Regie: Coralie Fargeat)
The Zone of Interest (The Zone of Interest, Großbritannien/Polen/USA 2023, Regie: Jonathan Glazer)
Poor Things (Poor Things, USA 2023, Regie: Yorgos Lanthimos)
Die Ermittlung (Deutschland 2024, Regie: RP Kahl) (die überzeugende Bebilderung eines vierstündigen Theaterstücks von 1965, das heute immer noch wichtig ist)
Immaculate (Immaculate, USA/Italien 2024, Regie: Michael Mohan) (Nonnenhorror mit Sydney Sweeney; sie überzeugt auch in „Reality“)
Late Night with the Devil (Late Night with the Devil, Australien/USA/Vereinigte Arabische Emirate 2023, Regie: Cameron Cairnes, Colin Cairnes)
Robot Dreams (Robot Dreams, Spanien/Frankreich 2023, Regie: Pablo Berger)
Problemista (Problemista, USA 2023, Regie: Julio Torres)
Insgesamt war es kein schlechtes Kinojahr. Das zeigt auch ein Blick auf die mindestens zehn Film, die es nicht auf diese Liste schafften, die ursprünglich eine Liste mit den zehn besten Filmen des Jahres sein sollte.
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Die (mehr oder weniger) zehn größten filmischen Enttäuschungen des Jahres
– Eigentlich alle Superheldenfilme (wie „Deadpool & Wolverine“, „Madame Web“ [noch ein Film mit Madame Sweeney], „Kraven the Hunter“,…) (vor einigen Jahren freute ich mich auf neue Superheldenfilme. Inzwischen ist es anders. Nicht weil ich älter wurde [Ja, auch.], sondern weil die Filme oft ein überragend lieblos und ambitionslos zusammengestellter Kladderadatsch sind. Dabei ist jedes Mal genug Geld und Talent für einen mindestens passablen Film vorhanden.)
außerdem (in keiner besonderen Reihenfolge):
The Crow (The Crow, Großbritannien/Frankreich/USA/Deutschland 2024, Regie: Rupert Sanders) (ein freies Remake, das die Welt nicht braucht; oder, anders gesagt: man muss das Original nicht kennen, um zu wissen, dass diese Neuinterpretatiion ein schlechter Film ist)
Argylle (Argylle, USA 2024, Regie: Matthew Vaughn) (keine Bond-Parodie, sondern ein Desaster, das auch Sam Rockwell nicht retten kann)
The Apprentice – The Trump Story (The Apprentice, USA 2024, Regie: Alli Abbasi) (nichts was über einen schlechten SNL-Sketch hinausgeht und deutlich weniger informativ als eine gute Zeitungsreportage. )
Civil War (Civil War, USA 2024, Regie: Alex Garland) (technisch gut gemacht, aber mehr verpasste Chancen als ein Schweizer Käse Löcher hat)
Kinds of Kindness (Kinds of Kindness, USA 2024, Regie: Yorgos Lanthimos) (auch nach zweimaligem Sehen: nur Leftovers aus dem vorherigen Film)
Godzilla x Kong: The New Empire (Godzilla x Kong: The New Empire, USA 2024, Regie: Adam Wingard) (Wo ist Roland Emmerich, wenn wir ihn brauchen?)
Back to Black (Back to Black, Großbritannien 2024, Regie: Sam Taylor-Johnson) (nach diesem Amy-Winehouse-Biopic erscheint Reinaldo Marcus Greens „Bob Marley: One Love“ [Bob Marley: One Love, USA 2024] in einem deutlich positiveren Licht)
The Fall Guy (The Fall Guy, USA 2024, Regie: David Leitch) (Konfuser Langweiler. Ähnlickeiten mit der TV-Serie sind zufällig.)
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Solitär
Megalopolis (Megalopolis, USA 2024, Regie: Francis Ford Coppola) (was für ein Werk! Gleichzeitig sehenswert und gescheitert, aber nicht sehenswert gescheitert. Nachdem Coppola in den letzten Jahren seine früheren Filme in mehr oder weniger überarbeiteter Form wieder in die Kinos brachte, verwirklicht er hier, ohne auf irgendjemand und irgendetwas Rücksicht zu nehmen, sein über Jahrzehnte verfolgtes Traumprojekt um. Wenn nur das Ergebnis mehr als ein Bilderbogen mit den Nebenfiguren eines in Gotham spielenden Batman-Films ohne Batman wäre.)
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Ehrenwerte Nennung
Caligula – The Ultimate Cut (Caligula – The Ultimate Cut, USA 2023, Regie: Tinto Brass, Rekonstruktion: Thomas Negovan) (aus dem Material kann man wahrscheinlich keinen guten Film machen, aber dieser Cut dürfte die beste Fassung des Skandalfilms sein. Außerdem durfte ich diesen dreistündigen kruden Mix aus Größenwahnsinn, Sex und Gewalt auf einer verdammt großen Leinwand sehen. Ja, solche Filme werden heute nicht mehr gemacht.)
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Die zehn besten Bücher des Jahres, die erstmals dieses (oder letztes) Jahr in Deutschland erschienen; wieder in keiner besonderen Reihenfolge:
Don Winslow: City in Ruins (City of Ruins, 2024) (Abschuss einer grandiosen Trilogie, die chronologisch gelesen werden sollte, und, so Don Winslow, sein letzter Roman)
Anthony J. Quinn: Frau ohne Ausweg (Border Angels, 2013) (und danach geht es mit seinen weiteren an der irisch/nordirischen Grenze spielenden Polizeiromanen mit Detective Celcius Daly weiter; zwei sind bereits übersetzt)
Ken Bruen: Scharfe Munition (Ammunition, 2007) (und nach der Saga um Detective Sergeant Brant geht es weiter mit einem der vielen nicht übersetzten Krimis mit Galway-Privatdetektiv Jack Taylor)
Ross Thomas: Die Narren sind auf unserer Seite (The Fools in Town are on our side, 1970; erste vollständige Übersetzung; die Übersetzung von 1972 ist radikal gekürzt; für den Einstieg in die Welt von Ross Thomas empfehle ich allerdings einen seiner kürzeren Romane)
Martin Amis: Intererssengebiet (The Zone of Interest, 2014) (wegen der sehr freien Verfilmung „The Zone of Interest“ habe ich den Roman gelesen und, nun, er gehört zu Amis‘ besten Werken)
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Wenn ich mir jetzt meine Listen selbstkritisch ansehe, gebe ich ein Versprechen: Nächstes Jahr wird vor allem die Bücherliste weiblicher.
Der Pakt der Wölfe(Le Pacte des loups, Frankreich 2001)
Regie: Christophe Gans
Drehbuch: Stéphane Cabel, Christophe Gans
1766: Im Auftrag des Königs soll Grégoire de Fronsac in der südfranzösischen Provinz eine Frauen und Kinder tötende Bestie zur Strecke bringen. Die abergläubischen Einheimischen glauben, dass es sich um einen Wolf handelt. De Fronsac glaubt das nicht.
In jeder Beziehung herrlich freidrehender Fantasythriller. Ein großartiger, abstrus-absurder Spaß.
Zwei glorreiche Halunken (Il buono, il butto, il cattivo, Italien 1966)
Regie: Sergio Leone
Drehbuch: Agenore Incrocci, Furio Scarpelli, Luciano Vincenzoni, Sergio Leone (nach einer Geschichte von Luciano Vincenzoni und Sergio Leone)
Musik: Ennio Morricone (Wer sonst?)
Klassiker und glorreicher Abschluss von Sergio Leones Dollar-Trilogie. Wieder mit Clint Eastwood in, in diesem Fall, einer Hauptrolle.
Während des US-Bürgerkriegs suchen drei Halunken, mehr gegen- als miteinander, einen Goldschatz.
Mit Clint Eastwood, Lee Van Cleef, Eli Wallach, Aldo Giuffre, Luigi Pistilli, Rada Rassimov, Enzo Petito, Claudio Scarchilli, John Bartho, Livio Lorenzon
Während seiner Abiturprüfung in einer Schule in Budapest beantwortet Abel keine Frage der Prüfer. Warum er das tut, ist unklar. Fast schon verzweifelt fragt ihn sein Geschichtslehrer Jakab nach der Anstecknadel mit dem ungarischen Nationalwappen, die Abel trägt. Auch diese Frage beantwortet Abel nicht.
Als Abels konservativ-nationalistischer Vater und Viktor-Orbán-Anhänger von der Frage des Lehrers erfährt und dass sein Sohn bei der Prüfung durchgefallen ist, ist für ihn klar, dass sein Sohn wegen der Anstecknadel durchgefallen ist. Früher wurde die Anstecknadel am Jahrestag des Unabhängigkeitskrieges von 1848 getragen. Heute ist sie ein Symbol der Nationalisten und das Tragen ist ein Bekenntnis zur Nation. Das Nicht-Tragen bedeutet das Gegenteil.
Nachdem eine junge Journalistin über Abels Prüfung berichtet, wird daraus ein landesweiter Skandal, der von Linken und Nationalisten befeuert wird.
Währenddessen schwärmt Abel für seine beste Freundin Janka und er fährt auf dem Fahrrad durch die Stadt.
In „Eine Erklärung für alles“ seziert Gábor Reisz aus verschiedenen Perspektiven die aktuelle Stimmungslage in seinem Land. Aus einem kleinem Ereignis – einer Prüfung, die der Prüfling zu Recht nicht bestanden hat – wird ein die Nation spaltender Skandal, weil die Menschen nicht offen miteinander reden. Sie kennen bereits die Antwort. Entsprechend schnell wird aus einem Gespräch zwischen Abels Vater und seinem Lehrer ein gegenseitiges Anschreien, bei dem jeder nur seine eigene Position bekräftigt.
Reisz erzählt diesen eskalierenden Konflikt mit den Mitteln des Arthaus-Kinos. Die Motive der Figuren bleiben teils im Dunkeln und sind teils so offensichtlich, dass sie nicht weiter erklärt werden müssen. Es gibt lange Szenen, in denen wenig passiert. Über mehrere Minuten verfolgt die Kamera verfolgt den durch die Stadt fahrenden Abel. In den Momenten wird „Eine Erklärung für alles“ zu einer wahren Geduldprobe.
Eine Erklärung für alles (Magyarázat mindenre, Ungarn/Slowakei 2023)
Regie: Gábor Reisz
Drehbuch: Gábor Reisz, Éva Schulze
mit Gáspár Adonyi-Walsh, István Znamenák, András Rusznák, Rebeka Hatházi, Eliza Sodró, Lilla Kizlinger, Krisztina Urbanovits
Am 3. September 1939 empfängt Dr. Sigmund Freud, wenige Tage vor seinem Tod, in seinem Haus in London einen Gast von der University of Oxford. In seinem jetzt verfilmten Theaterstück sagt Mark St. Germain, dass C. S. Lewis dieser Gast war. Mit dieser Idee ist die Basis für ein fulminantes Streitgespräch gelegt.
Denn Freud ist Atheist. Der Begründer der Psychoanalyse lehnt Religion als bloßen Aberglaube ab. Lewis ist ein Laientheologe, der als Erwachsener das Christentum für sich wieder entdeckte und ein glühender Verfechter des Glaubens wurde. Lewis war außerdem mit „Der Herr der Ringe“ J. R. R. Tolkien befreundet und schrieb die Fantasy-Serie „Die Chroniken von Narnia“.
Unterschiedlicher könnten die Ansichten zwischen den beiden Männern nicht sein und entsprechend schnell sollte ein erkenntnisreicher und zum Nachdenken anregender Disput zwischen den beiden Gelehrten entstehen.
Aber für dieses Streitgespräch interessiert sich Matthew Brown in seinem mit Sir Anthony Hopkins als Freud und Matthew Goode als Lewis hochkarätig besetztem Drama „Freud – Jenseits des Glaubens“ nicht. Anstatt sich über ihre fundamental unterschiedlichen Ansichten über Glaube, Aberglaube, Atheismus, Gott und die Welt zu streiten, tauschen sie belanglose Höflichkeiten aus und schlürfen Tee.
Dazwischen, davor und danach erzählt Brown viel über Freuds Tochter Anna Freud (Liv Lisa Fries), die sich aufopfernd um ihren fordernden und undankbaren Vater kümmert. Gleichzeitig arbeitet sie als Pschychoanalytikerin für Kinder und ist verliebt. In eine Frau. Diese Liebe verstößt gegen alle Prinzipien ihres Vaters. Also verbirgt sie sie vor ihm. Während des Films hadert sie, wenn sie wieder einmal ihre Arbeit unterbrechen muss, um etwas für ihren Vater zu besorgen, mit ihrem Leben.
Ihre Geschichte könnte das Material für einen spannenden Film sein. In „Freud – Jenseits des Glaubens“ stört sie nur die Hauptgeschichte, das Gespräch zwischen Freud und Lewis.
„Freud – Jenseits des Glaubens“ ist überaus gediegen inszeniertes langweiliges Schauspielerkino, das sich auf Nebenschauplätzen und in Rückblenden verliert, anstatt dem intellektuellen Schlagabtausch von zwei Menschen über eine wichtige Frage zu vertrauen.
Wer im Kino eine Lehrstunde über Atheismus und den Glauben an Gott erleben möchte, wartet besser noch einige Tage bis „Heretic“ bei uns am 26. Dezember anläuft. In dem Horrorfilm lädt Hugh Grant zwei junge Missionarinnen in sein Haus ein und unterhält sich mit ihnen über ihren Glauben an Gott, andere Religionen und den Atheismus. Das ist bis zum dritten Akt, ein intellektuelles Vergnügen.
Freud – Jenseits des Glaubens (Freud’s Last Session, Großbritannien/Irland/USA 2023)
Regie: Matthew Brown
Drehbuch: Mark St. Germain, Matthew Brown
LV: Mark St. Germain: Freud’s Last Session, 2009 (Theaterstück)
mit Anthony Hopkins, Matthew Goode, Liv Lisa Fries, Jodi Balfour, Jeremey Northam, Orla Brady, Stephen Campbell (als J. R. R. Tolkien)
Disney nennt seinen neuesten Film zutreffend ein Prequel und ein Sequel zu „Der König der Löwen“. Denn der Affe Rafiki erzählt Kiara, der Tochter von Simba und Nala, eine Geschichte über Simbas Vater Mufasa.
Als kleiner Löwe fällt Mufasa in einen reißenden Strom, der ihn aus seiner Heimat in ein weit weit entferntes fremdes Land treibt. Dort lernt er neue Freunde kennen. Mit ihnen macht er sich, verfolgt von Kiros, dem Anführer einer mordgierigen Gruppe weißer Löwen, auf den Weg zurück in seine Heimat und zu seiner Familie. Falls sie die Reise überleben. Rafiki erzählt das, teils farbig ausgemalt, der zunehmend gefesselt der Geschichte lauschenden Kiara, die die Ereignisse immer wieder kommentiert.
Barry Jenkins inszenierte diese herzige und vorhersehbare Reisegeschichte, bei der Fans von „Der König der Löwen“ vielen alten Bekannten wieder begegnen, fotorealistisch und damit an Jon Favreaus überaus erfolgreichen „Der König der Löwen“-Film von 2019 anknüpfend. Der in Favreaus Film sehr explizit dargestellte Kreis des Lebens als ein Kreislauf von fressen und gefressen werden, wird dieses Mal nur angesprochen. Dafür gibt es einige, bis auf das fehlenden Blut, sehr realistisch gezeigte Kämpfe zwischen Tieren. Schließlich sind Löwen Raubtiere. Für kleine Kinder könnte das zu grausam sein. Und es gibt einige in dieser Länge unnötige, aufgrund der verschiedenen Sprecher politisch irrlichternde Statements über Gemeinschaft und den Umgang mit Fremden. Zugegeben, die größten Grausamkeiten und die reaktionärsten Statements werden von den Bösewichtern des Films verübt. Aber auch die Guten sind nicht frei davon. Hier bleibt, wie in „Der König der Löwen“ ein ungutes Gefühl über die im Film verfochtene Weltsicht.
Die Effekte und Animationen sind überaus realistisch. Sie zeigen, wie gut Computeranimationen sein können. Die von Lin-Manuel Miranda geschriebenen sieben neuen Songs sind gelungen. Die afrikanischen Rhythmen und die fröhlichen Chöre gehen ins Ohr und laden zum Mitsingen ein.
Insgesamt ist „Mufasa: Der König der Löwen“ das, was man von einem Disney-Weihnachtsfilm für die ganze Familie erwartet.
Barry Jenkins erledigt die Aufgabe, für die er angestellt wurde, ausgezeichnet. Mit seinen vorherigen Kinofilmen „Moonlight“ (Moonlight, USA 2016) und „Beale Street“ (If Beale Street could talk, USA 2018) hat „Mufasa: Der König der Löwen“ nichts zu tun.
Mufasa: Der König der Löwen(Mufasa: The Lion King, USA 2024)
Regie: Barry Jenkins
Drehbuch: Jeff Nathanson (basierend auf von Linda Woolverton, Irene Mecchi und Jonathan Roberts erfundenen Figuren)
Songs: Lin-Manuel Miranda
Musik: Dave Metzger
mit (im Original den Stimmen von) Aaron Pierre, Kelvin Harrison Jr., Mads Mikkelsen, Seth Rogen, Billy Eichner, Thandiwe Newton, Donald Glover, Beyoncé Knowles-Carter, Kagiso Lediga, Blue Ivy Carter, John Kani
Oliver Twist (Oliver Twist, Frankreich/Großbritannien/Tschechien 2005)
Regie: Roman Polański
Drehbuch: Ronald Harwood
LV: Charles Dickens: Oliver Twist or, The Parish Boy’s Progress, 1837 – 1839 (Fortsetzungsroman) (Oliver Twist)
Roman Polanskis düstere Version von Charles Dickens‘ mehrfach verfilmtem Roman „Olilver Twist“. Erzählt wird die Geschichte des Waisenjungen Oliver Twist, der als Zehnjähriger im viktorianischen London Fagin trifft. Fagin macht ihn zum Taschendieb.
mit Barney Clark, Ben Kingsley, Jamie Foreman, Harry Eden, Leanne Rowe, Mark Strong, Edward Hardwicke