Neu im Kino/Filmkritik: Über „Indiana Jones und das Rad des Schicksals“

Juni 29, 2023

Der letzte Auftritt von Indiana Jones liegt schon fünfzehn Jahre zurück und er war nicht gut. „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ ist ein zugequasselter Actionfilm mit einigen überaus idiotischen Szenen. Im Umfeld der Premiere erklärte Indiana-Jones-Darsteller Harrison Ford, er würde bei einem weiteren Indiana-Jones-Film gerne wieder die Hauptrolle spielen. Seitdem gab es Gespräche über einen fünften Indiana-Jones-Film. Steven Spielberg, der die ersten vier Indiana-Jones-Filme inszenierte, sollte auch den fünften Film inszenieren. Die Dreharbeiten verzögerten sich immer wieder und ich fragte mich schon vor Jahren, ob ich einen achtzigjährigen Indiana Jones sehen möchte. Denn die Macher verständigten sich darauf, dass Indiana Jones im Kino nur von Harrison Ford gespielt wird. Es gibt ja noch eine TV-Serie und, genaugenommen, gibt es sogar in den Spielfilmen einen zweiten Indiana-Jones-Darsteller. In „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ wird Indiana Jones als Teenager von River Phoenix gespielt. Doch Harrison Ford als Hauptdarsteller war gesetzt. Es gibt nur ein Problem. Diese Filme leben von der Action und ein Achtzigjähriger ist nicht mehr so fit wie ein Vierzigjähriger. Er läuft nicht mehr so schnell. Er schlägt nicht mehr so schnell zu. Alles geht langsamer. James Mangold, zuletzt „Le Mans 66: Gegen jede Chance“ und „Logan“, übernahm die Regie. Und es gab schon während der Dreharbeiten Bilder von einen mittels Computerhilfe digital verjüngten Indiana Jones.

Diese Bilder sind im eine gute halbe Stunde dauernden Prolog von „Indiana Jones und das Rad des Schicksals“ zu sehen und sie noch das Beste an dem Actionfilm. Das liegt an den ständigen Verbesserungen der benutzten Computerprogramme und einem beherzten Griff in das Archiv der Produzenten, wo unzählige Aufnahmen von Harrison Ford, die während den Dreharbeiten für die ersten drei Indiana-Jones-Filme entstanden und niemals benutzt wurden, lagerten. Außerdem wurden die Actionszenen so inszeniert, dass Harrison Ford sich bei den neueren Aufnahmen eher wenig bewegen muss.

1944 kabbeln sich Indiana Jones und sein Freund Basil Shaw (Toby Jones ) in einer Burg und einem Zug mit einem Haufen Nazis über einige historische Artefakte. Das wichtigste ist die Antikythera, ein von Archimedes erfundenes Gerät, das, so heißt es, Zeitreisen ermöglicht.

Die Hauptstory des zweieinhalbstündigen Films beginnt dann 1969 in New York. Jones wird gerade pensioniert und ehe er sich selbstmitleidig seinem ungeliebten Ruhestand ergeben kann, wird er von Helena Shaw (Phoebe Waller-Bridge) angesprochen. Basils Tochter ist seine lange nicht mehr gesehene Patentochter. Sie sucht die Antikythera. Er kann ihr helfen. Denn die eine Hälfte dieses historischen Geräts verstaubt im Archiv der Universität. Die andere Hälfte muss noch gefunden werden.

Das ist der Beginn einer wilden Hatz um den halben Globus in verschiedene nordafrikanische Länder, nach Griechenland und ins Mittelmeer. Halt die Gegend, die vor Jahrhunderten mehr oder weniger zu Griechenland gehörte.

Bei dieser Schnitzeljagd von Hinweis zu Hinweis, von Actionszene zu Actionszene, ist Helena Shaw mal eine kaltschnäuzige Diebin, mal Jones‘ gleichgesinnte Helferin, die ihm aus der Patsche hilft. Gerade so, wie es dem Regisseur gerade gefällt.

Jones‘ Hauptgegner ist der Nazi Jürgen Voller (Mads Mikkelsen), dem er bereits 1944 begegnete. Er sucht immer noch die Antikythera. Mit ihr will er die Geschichte neu schreiben.

Indiana Jones und das Rad des Schicksals“ ist ein Zugunglück in Zeitlupe. Fast alle Fehler des vorherigen Films werden wiederholt. Einige zum Glück nicht. Ich sage nur Kühlschrank, Lianen, Schlange/Seil und das außerirdische Aussehen der Kristallschädel. Dafür werden neue gemacht, wie den ernst gemeinten dritten Akt, der eher wie eine Drogenfantasie wirkt. Und es wird noch mehr um Harrison Fords Alter heruminszeniert. Es gibt sich elend lang hinziehende Dialoge, in denen uns historische Hintergründe erklärt werden, die uns nicht weiter interssieren und die ohne irgendein Gefühl für Suspense inszeniert werden. Mangold präsentiert in diesen Szenen einfach nur zwei in einem Raum sitzende Menschen, die als sprechende Köpfe uns mit Informationen füttern.

Die Action wurde zwar teilweise real gedreht. Trotzdem wirkt sie immer sehr CGI-lastig und sie ist oft so geschnitten, dass die einzelnen Handlungsabläufte nur nachträglich rekonstruiert werden können. Da sind die Personen zuerst an dem einen, dann an einem anderen Ort. Wie sie von A nach B gelangte, müssen wir uns zusammenreimen.

Die Story ist ziemlich wirr. Beim ersten Film meinte Drehbuchautor Lawrence Kasdan, dass Steven Spielberg und George Lucas Ideen und Set Pieces in den Raum warfen und seine Aufgabe darin bestand, daraus ein kohärentes Drehbuch zu schreiben. Es gelang ihm. Bei diesem Film hatten die Verantwortlichen auch viele Ideen, die in den Raum geworfen wurden. Zum Beispiel eine Verfolgungsjagt mit einem Pferd in Manhattan, wie im dritten „John Wick“-Film, oder eine Autoverfolgungsjagd mit Tuk Tuks, so wie es in „Charlie staubt Millionen ab“ (The Italian Job, 1969) eine mit Mini Coopers gab, oder eine große Kneipenschlägerei oder, weil es im vorherigen Indiana-Jones-Film Aliens gab und Jones nicht auf den Mond geschickt werden kann, irgendetwas mit Zeitreisen. Das sind Ideen, aus denen man etwas machen kann. Nur gab es dieses Mal keinen Lawrence Kasdan, der aus den Ideen eine zusammenhängende und in sich schlüssige Geschichte formulierte. Stattdessen gibt es eine Abfolge von Actionszenen und Dialogen, bei denen die Figuren, teils sogar innerhalb von Szenen, ihre Motivation verändern. Zum Beispiel will Basil Shaw irgendwann nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in seinem Haus die Antikythera zerstören. Jones will das verhindern, weil man so etwas nicht tut. Shaw sagt, das die Antikythera gefährlich sei. Jones will sie dann mitnehmen und bei sich zu Hause zerstören. Shaw ist einverstanden. Und wir könnten Minuten darüber rätseln, wie die Sinneswandel von Jones und Shaw zustande kamen. In dem Moment haben wir das bereits aufgegeben.

Indiana Jones und das Rad des Schicksals“ ist ein mit zweieinhalb Stunden überlanges, fast 300 Millionen US-Dollar teueres Werk zum Vergessen. Der konfus überladene Film zeigt gleichzeitig einen älteren und einen in allen für den Blockbuster-Erfolg wichtigen Aspekten nicht älter gewordenen Helden. Das Ergebnis ist ein alter Mann, der wie ein junger Mann agiert. Das funktioniert nicht. Denn die Vergangenheit ist Vergangenheit und irgendwann muss man das akzeptieren.

Ich habe keine Ahnung, warum die Macher diesen Film machen wollten und warum sie nicht einfach, wie bei James Bond, einen anderen Schauspieler für die Rolle engagierten. Denn gegen einen gut gemachten, naiven Abenteuerfilm über einen abenteuerlustigen Archäologen kann nichts gesagt werden und das Publikum dafür sollte es auch geben.

Aber das wäre ein anderer Film. Bis dieser Film im Kino läuft, können wir uns noch einmal die ersten drei, immer noch grandiosen Indiana-Jones-Filme „Jäger des verlorenen Schatzes“ (1980), „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ (1984) und „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ (1989) ansehen. Gerne auch wieder im Kino.

Indiana Jones und das Rad des Schicksals (Indiana Jones and the Dial of Destiny, USA 2023)

Regie: James Mangold

Drehbuch: Jez Butterworth, John-Henry Butterworth, David Koepp, James Mangold (basierend auf Charakteren von George Lucas und Philip Kaufman)

mit Harrison Ford, Phoebe Waller-Bridge, Mads Mikkelsen, Antonio Banderas, John Rhys-Davies, Ethann Isidore, Shaunette Renée Wilson, Thomas Kretschmann, Toby Jones, Boyd Holbrook, Olivier Richters, Karen Allen

Länge: 154 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Indiana Jones und das Rad des Schicksals“

Metacritic über „Indiana Jones und das Rad des Schicksals“

Rotten Tomatoes über „Indiana Jones und das Rad des Schicksals“

Wikipedia über „Indiana Jones und das Rad des Schicksals“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the kingdom of the skull, USA 2008)

Meine Besprechung von James Rollins’ Filmroman „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ (Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull, 2008)

Meine Besprechung von James Mangolds “Wolverine – Weg des Kriegers” (The Wolverine, USA 2013)

Meine Besprechung von James Mangolds „Logan – The Wolverine“ (Logan, USA 2017)

Meine Besprechung von James Mangolds „Le Mans 66: Gegen jede Chance“ (Ford v Ferrari, USA 2019)


TV-Tipp für den 25. Juni: Indiana Jones und der letzte Kreuzzug/Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

Juni 24, 2023

Sat.1, 20.15

Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (Indiana Jones and the last crusade, USA 1989)

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: Jeffrey Boam (nach einer Geschichte von George Lucas und Menno Meyjes)

Dritter Auftritt von Indiana Jones. Dieses Mal sucht der Archäologe mit der Peitsche den Heiligen Gral, tut alles, damit er nicht den Nazis in die Hände fällt (das ist der leichte Teil) und er begegnet seinem Vater.

Und weil dieser von ‘James Bond’ Sean Connery gespielt wird, der wenig von seinem Sohn hält, ist für Spaß gesorgt. Außerdem gibt es viel gut gemachte Action.

mit Harrison Ford, Sean Connery, River Phoenix, Denholm Elliott, John Rhys-Davies, Julian Glover, Michael Byrne

Wiederholung: Montag, 26. Juni, 01.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Metacritic über „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“

Rotten Tomatoes über „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“

Wikipedia über „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ (deutsch, englisch)

Sehenswerte Doku von 2020 über Indiana Jones

https://youtu.be/e-MmyCTb5p4

Sat.1, 22.55

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels (Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull, USA 2008)

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: David Koepp (nach einer Geschichte von George Lucas und Jeff Nathanson, basierend auf einem Charakter von George Lucas und Philip Kaufman)

Buch zum Film: James Rollins: Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull, 2008 (Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels)

1957 will Indiana Jones einige überirdische Macht verleihende Kristallschädel finden, bevor die bösen Russen sie finden. Besonders wichtig ist der Kristallschädel aus Akator (aka El Dorado).

Nach drei genialen Indiana-Jones-Filmen ist der vierte Film mit dem abenteuerlustigen Archäologen eine riesengroße Enttäuschung.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung von Film und Filmroman.

Mit Harrison Ford, Cate Blanchett, Karen Allen, Shia LaBeouf, Ray Winstone, John Hurt, Jim Broadbent, Igor Jijikine, John Rhys-Davies

Wiederholung: Montag, 26. Juni, 03.25 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“

Wikipedia über „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the kingdom of the skull, USA 2008)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ (Bridge of Spies, USA 2015)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „BFG – Big Friendly Giant (The BFG, USA 2016)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Die Verlegerin“ (The Post, USA 2017)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Ready Player One“ (Ready Player One, USA 2018)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „West Side Story“ (West Side Story, USA 2021)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Die Fabelmans“ (The Fabelmans, USA 2022)

Steven Spielberg in der Kriminalakte

Meine Besprechung von James Rollins’ Filmroman „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ (Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull, 2008)


TV-Tipp für den 24. Juni: Jäger des verlorenen Schatzes/Indiana Jones und der Tempel des Todes

Juni 23, 2023

Sat.1, 20.15

Jäger des verlorenen Schatzes (Raiders of the Lost Ark, USA 1981)

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: Lawrence Kasdan (nach einer Geschichte von George Lucas und Philip Kaufman)

Am Donnerstag hat das Warten auf „Indiana Jones und das Rad des Schicksals“ ein Ende. Davor zeigt Sat.1 heute und morgen Abend noch einmal die bisherigen vier Kino-Abenteuer des unkonventionellen Archäologen. Indiana Jones fühlt sich nur außerhalb seines Hörsaals, mit Hut und Peitsche bewaffnet, wohl. Die Story? 1936 will Indiana Jones in Ägypten den Nazis die biblische Bundeslade wegschnappen.

Die ersten drei Indiana-Jones-Filme „Jäger des verlorenen Schatzes“, „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ und „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ sind Klassiker. Das kann über „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ nicht gesagt werden. Der fünfte Film schließt ziemlich nahtlos an den Vierten an.

Mit Harrison Ford, Karen Allen, Wolf Kahler, Paul Freeman, Ronald Lacey, John Rhys-Davies, Anthony Higgins, Alfred Molina (offizielles Spielfilm-Debüt)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Jäger des verlorenen Schatzes“

Wikipedia über „Jäger des verlorenen Schatzes“ (deutsch, englisch)

Sehenswerte Doku von 2020 über Indiana Jones

https://www.youtube.com/watch?v=e-MmyCTb5p4

Sat.1, 22.35

Indiana Jones und der Tempel des Todes (Indiana Jones and the Temple of Doom, USA 1984)

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: Willard Huyck, Gloria Katz (nach einer Geschichte von George Lucas)

Zweites Abenteuer von Indiana Jones: düsterer und mehr Action als der erste Film.

Dieses Mal hilft er 1935 im Himalaya einer Dorfgemeinschaft. Ein Maharadscha mit finsteren Absichten hat ihren magischen Stein geklaut und ihre Kinder entführt.

mit Harrison Ford, Kate Capshaw, Ke Huy Quan, Amrish Puri, Roshan Seth, Philip Stone, Dan Aykroyd, Pat Roach

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Indiana Jones und der Tempel des Todes“

Wikipedia über „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the kingdom of the skull, USA 2008)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ (Bridge of Spies, USA 2015)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „BFG – Big Friendly Giant (The BFG, USA 2016)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Die Verlegerin“ (The Post, USA 2017)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Ready Player One“ (Ready Player One, USA 2018)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „West Side Story“ (West Side Story, USA 2021)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Die Fabelmans“ (The Fabelmans, USA 2022)

Steven Spielberg in der Kriminalakte

Meine Besprechung von James Rollins’ Filmroman „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ (Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull, 2008)


Da isser: Der Trailer für den neuen „Indiana Jones“-Film

Dezember 1, 2022

Ins Kino kommt „Indiana Jones and the Dial of Destiny“ dann im Sommer.


TV-Tipp für den 12. Februar: Making Waves: The Art of Cinematic Sound

Februar 11, 2021

Arte, 21.55

Making Waves: The Art of Cinematic Sound (Making Waves: The Art of Cinematic Sound, USA 2019)

Regie: Midge Costin

Drehbuch: Bobette Buster

TV-Premiere einer hochgelobten spielfilmlangen Doku über den Ton bei Filmen. Und wie wichtig er beim Erzählen einer Geschichte ist.

mit Walter Murch, Ben Burtt, Gary Rydstrom, George Lucas, Steven Spielberg, Robert Redford, Barbra Streisand, Ryan Coogler, David Lynch, Ang Lee, Sofia Coppola, Peter Weir, Christopher Nolan

Hinweise

Homepage zum Film

Arte über „Making Waves“ (bis zum 13. März in der Mediathek)

Rotten Tomatoes über „Making Waves“

Wikipedia über „Making Waves“


TV-Tipp für den 21. August: Star Wars: Eine neue Hoffnung

August 20, 2020

Pro7, 20.15

Star Wars: Eine neue Hoffnung (aka: Krieg der Sterne – Special Edition) (Star Wars, USA 1977)

Regie: George Lucas

Drehbuch: George Lucas

Darth Vader entführt Prinzessin Leia. Der Jüngling Luke Skywalker macht sich auf den Weg, sie aus den Fängen des Bösewichts zu retten.

Heute wird die 1997 von George Lucas himself digital aufgepeppte Version seines Klassikers gezeigt. Naja, immerhin besser als nichts.

Die zeitgenössische Kritik war nicht amüsiert („Ramschladen“ [Der Spiegel], „ein Verbrechen“ [Film und Fernsehen], „Star Wars offenbart sich als ein Film, der den Zuschauer in seinen Ängsten gefangenhalten will, um ihm eine affirmative Haltung zur Macht zu erleichtern.“ [SF-Baustelle], „Star Wars gehört zu jenen zahllosen Filmen, die das Publikum unmündig halten wollen.“ [Science Fiction Times]).

Variety meinte: „An der Kinokasse dürfte der Film, der potentiell alle Altersgruppen anspricht, zauberhafte Ergebnisse erzielen.“

Das Werk wurde ein Blockbuster.

„Im nachhinein ist es einfach, die Schwachstellen in Krieg der Sterne zu finden: Er ist mehr naiv als unschuldig erzählt; er arbeitet nicht mit Andeutungen, sondern mit geklauten Ideen. (…) Kurz gesagt, ist Krieg der Sterne eine durchdacht hergestellte Märchengeschichte, die sorgfältig aus Stücken seiner Hauptinspiration Rocket Ship (Flash Gordon, 1936) und zahlreichen anderen Filmen und Serien zusammengefügt ist, die trotz ihrer herrlichen Verrücktheiten mit einigen Ausnahmen (für die Flash Gordon das beste Beispiel ist) ihre bizarren Plots in eine Moral packten, die weitaus enger gefasst war als die in alten Märchengeschichten. (…) Krieg der Sterne ist ein erheiternder Film.“ (Phil Hardy, Hrsg.: Die Science Fiction Filmenzyklopädie)

Nicht erstaunlich ist, dass „Krieg der Sterne“ 1978 einen Hugo gewann. Erstaunlich ist aber die Drehbuchnominierung der Writers Guild of America. Nicht, dass das Buch nominiert wurde, sondern dass es in der Kategorie „Best Comedy Written Directly for the Screen“ nominiert wurde.

Obwohl – witzig ist der „Krieg der Sterne“ schon. Irgendwie.

Mit Mark Hamill, Harrison Ford, Carrie Fisher, Peter Cushing, Alec Guiness, Anthony Daniels, Kenny Baker, David Prowse, Peter Mayhew, Phil Brown

Hinweise

Homepage zu “Star Wars” (Lucasfilm)

Wikipedia über „Krieg der Sterne“ (deutsch, englisch)

Deutsche “Krieg der Sterne”-Fanseite

Simply Scripts: Drehbuch “Star Wars” von George Lucas (Links zu den verschiedenen Versionen. Die ersten Fassungen unterscheiden sich sehr von dem verfilmten Drehbuch.)

Meine Besprechung von J. J. Abrams „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ (Star Wars: The Force awakens, USA 2015)

Meine Besprechung von Rian Johnsons „Star Wars: Die letzten Jedi“ (Star Wars: The last Jedi, USA 2017)

Meine Besprechung von J. J. Abrams „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ (Star Wars: The Rise of Skywalker, USA 2019)

Meine Besprechung von Gareth Edwards‘ „Rogue One: A Star Wars Story“ (Rogue One: A Star Wars Story, USA 2016)

Meine Besprechung von Ron Howards „Solo: A Star Wars Story“ (Solo: A Star Wars Story, USA 2018)

Meine Besprechung von Greg Ruckas „Star Wars: Imperium in Trümmern (Journey to Star Wars: Das Erwachen der Macht“) (Star Wars: Shatterd Empire # 1 – 4, Disney/Lucasfilm 2015)

Meine Besprechung von Greg Ruckas „Star Wars: Vor dem Erwachen“ (Star Wars: Before the Awakening, 2015)

Meine Besprechung von Alan Dean Fosters „Star Wars: Das Erwachen der Macht – Der Roman zum Film“ (Star Wars: The Force awakens, 2015)

Meine Besprechung von Michael Kogges „Star Wars: Das Erwachen der Macht – Jugendroman zum Film“ (Star Wars: The Force awakens, 2016)

Meine Besprechung von James Lucenos „Star Wars – Der Auslöser: Ein Rogue One Roman“ (Star Wars: Catalyst: A Rogue One Novel, 2016)

Meine Besprechung von Alexander Freeds „Rogue One – Eine Star Wars Story“ (Rogue One. A Star Wars Story, 2016) (Filmroman)

Meine Besprechung von James Frys „Star Wars: Die letzten Jedi“ (Star Wars: The Last Jedi, 2018) (Filmroman)

Meine Besprechung von Rae Carsons „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ (Star Wars – The Rise of Skywalker, 2020) (Filmroman)


Roman zum Film: Rae Carson: Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers

Juni 29, 2020

Bei meiner Besprechung von Rae Carsons Roman zum neuesten „Star Wars“-Film „Der Aufstieg Skywalkers“ gehe ich davon aus, dass inzwischen alle die Filmgeschichte, die verschiedenen Überraschungen und das Ende kennen. Wer also das Ende immer noch nicht kennt und es immer noch nicht erfahren möchte, sollte meine spoilerfreie Besprechung des Films lesen.

Rae Carson hat eine lesenswerte und gut lesbare Fassung des Films, ergänzt um einige Hintergrundinformationen und Erklärungen, geschrieben. An den grundsätzlichen Problemen der Filmgeschichte kann sie dagegen nichts ändern.

Der Aufstieg Skywalkers“ ist der neunte „Star Wars“-Spielfilm. Der erste war 1977 „Krieg der Sterne“ (Star Wars). In den nächsten Jahren erzählte George Lucas in drei Filmen die Geschichte von Luke Skywalker und seinem erfolgreichen (jedenfalls dachten wir das damals) Kampf gegen Darth Vader und die dunkle Seite der Macht. Später erzählte George Lucas die Vorgeschichte zu „Krieg der Sterne“. Wieder in drei Filmen, in denen er die Geschichte von Luke Skywalkers Vater erzählt, der zu dem Bösewicht Darth Vader wird. Danach verkaufte George Lucas seine enorm lukrative Schöpfung an Disney und Disney begann mit „Das Erwachen der Macht“ 2015 eine neue Trilogie, die dreißig Jahre nach dem Ende von „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ spielt. Diese dritte Trilogie war von Anfang an als der Abschluss der vorherigen sechs Filme geplant. Auch George Lucas hatte von Anfang an eine Serie von neun Spielfilmen geplant. Aus kommerziellen Erwägungen und weil die Idee einer aus neun miteinander verbundenen Spielfilmen undurchführbar erschien, begann er mit „Krieg der Sterne“ in der Mitte.

In „Das Erwachen der Macht“ und der Fortsetzung „Die letzten Jedi“ sind Han Solo, Prinzessin Leia Organa (seine Frau und Anführerin der Rebellen) und Luke Skywalker (ihr Bruder, inzwischen als Eremit auf einer Insel auf einem abgelegenem Planeten lebend) älter geworden. In den letzten Jahren gelang es den Bösewichtern, die sich jetzt Erste Ordnung nennen, fast die gesamte Galaxis zu erobern. Der Hauptgegner der guten Rebellen ist Kylo Ren, der Sohn von Han Solo und Leia Organa. Der überaus ehrgeizige, aber auch zutiefst unsichere Ren möchte unbedingt das Erbe von Darth Vader antreten.

Auf der Seite der Guten wird ebenfalls eine jüngere Generation in die Schlacht geschickt. Im Mittelpunkt steht Rey, die ihr bisheriges Leben als Schrottsammlerin auf einem Wüstenplaneten verbrachte und eine ungewöhnlich starke Verbindung zur Macht hat. Zusammen mit ihren Freunden, dem desertierten Sturmtruppler Finn, dem wagemutigen Piloten Poe Dameron und, ab „Die letzten Jedi“, der Mechanikerin Rose kämpft sie gegen die Bösewichter.

In „Der Aufstieg Skywalkers“ soll jetzt die Geschichte der Familie Skywalker zu Ende erzählt werden. Das war jedenfalls die Ankündigung, die die Macher dann – falls nicht auf irgendwelchen Wüstenplaneten weitere Skywalker-Kinder ausgesetzt wurden – auf die denkbar einfachste Art erfüllten: sie bringen einfach alle bekannten Mitglieder der Familie Skywalker um. Luke Skywalker starb ja schon in „Die letzten Jedi“. Leia Organa und ihr Sohn Kylo Ren sterben in „Der Aufstieg Skywalkers“. Auch sie opfern sich mit Macht für die gute Sache. Rey, die die ganze Zeit herausfinden wollte, wer ihre Eltern sind, überlebt. Denn sie gehört nicht zur Skywalker, sondern zur Palpatine-Familie und, oh Wunder, der in „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ gestorbene Imperator Palpatine ist nicht tot, sondern hing über Jahrzehnte auf dem gut versteckten Planeten Exegol. Dort ließ er eine Flotte von Raumschiffen bauen, von denen jedes Raumschiff Planeten zerstören kann. Anstatt des Todessterns (die ultimative Waffe der Bösewichter in den vorherigen „Star Wars“-Filmen), gibt es jetzt eine ganze Armada von Todessternen, die am Ende des Films vernichtet werden.

Bis es soweit ist, müssen Rey und ihre Freunde innerhalb weniger Stunden zuerst einen Sith-Wegfinder, der ihnen den Weg nach Exegol zeigt, finden und dann zu Exegol fliegen. Diese planetarische Schnitzeljagd steht im Mittelpunkt des Films und damit auch des Romans. Etwas psychologische Tiefe erhält die Geschichte durch Kylo Rens und Reys periodisch eingestreute Selbstzweifel.

Dabei beschränken sich Reys Selbstzweifel auf ihre Befürchtung, der dunklen Seite der Macht nicht widerstehen zu können. Und sie will herausfinden, wer ihre Eltern sind. Dass ihre Eltern, wie Ren sagt, Niemande sind, will sie nicht akzeptierten.

Das klingt doch nach einem zünftigem Abenteuer. Es passiert auch viel. Alle paar Dutzend Seiten sind sie auf einem neuen Planeten. Alle paar Seiten passiert etwas. Eine wichtige Person gerät in Lebensgefahr, stirbt – und ist dann, wie wir einige Seiten später erfahren, doch nicht tot. Mal, weil der falsche Transporter zerstört wird, mal weil irgendetwas mit der Macht angestellt wird, mal aus unbekannten Gründen. Nachdem man sich an das Erzählprinzip gewöhnt hat, dass inzwischen im „Star Wars“-Universum kein Tod endgültig ist, investiert man auch keine Gefühle mehr in das Ableben einer geliebten Figur.

Dazu kommt – Logik war sicher noch nie eine Stärke des „Star Wars“-Universums, das schon immer nach den Regeln der Fantasy und nie nach den Regeln der Science-Fiction funktionierte – der laxe Umgang mit der „Macht“. Mal wird sie eingesetzt, mal nicht. Halt wie es dem Drehbuchautor gerade passt. Mal können Rey und Keylo Ren, die sich gerade an verschiedenen Enden des Universums befinden, in einem Raum miteinander kämpfen, mal nicht. Und ihre Verbindung funktioniert wie eine gestörte Telefonverbindung, die immer dann nicht funktioniert, wenn der Drehbuchautor es so will.

Diese Willkürlichkeit ist das größte Problem von „Der Aufstieg Skywalkers“. Anstatt dass sich die Geschichte aus den Figuren heraus ergibt, anstatt dass Handlungen Konsequenzen haben, anstatt dass ein klar definierter Konflikt im Zentrum der Geschichte steht, anstatt dass die Figur mit dem konfliktreichsten Problem im Mittelpunkt steht (das wäre, so wie die Figuren entworfen wurden und die Geschichte in der aktuellen Trilogie erzählt wurde, nicht Rey, sondern Keylo Ren gewesen), spürt man in jedem Moment den Willen des Drehbuchautors, der einfach alle paar Minuten, immer dann wenn es langweilig werden könnte, eine weitere Überraschung präsentiert. Zum Beispiel, dass die Bösewichter gerade jetzt auftauchen und die Rebellen in ein weiteres Gefecht verwickeln.

Das kann Rae Carson in ihrem Filmroman nicht ändern. Aber es gibt, wie gesagt, einige Hintergrundinformationen, Erklärungen und Verbesserungen im Detail. So erfahren wir im Roman schon bevor C-3POs Festplatte (vulgo Gedächtnis) von seinen Freunden gelöscht wird, dass das schon einmal gemacht wurde und dass die Festplatte natürlich wieder mit den alten Informationen bespielt werden kann. Die Daten wurden ja vorher gesichert.

Mit „Der Aufstieg Skywalkers“ endet eine Trilogie, die nie den Eindruck erweckte, von Anfang an als Trilogie geplant gewesen zu sein. Dafür war jeder Film zu sehr bemüht, möglichst alles, was im vorherigen Film erzählt wurde, zu negieren. Am Ende wurde keine eigenständige, neue Einsichten und Erkenntnisse vermittelnde Geschichte erzählt, sondern blinder Fanservice betrieben. Die aktuelle Trilogie, und vor allem Abschlussfilm „Der Aufstieg Skywalkers“, erschöpft sich im Präsentieren bekannter Figuren und Gegenstände und dem einfallslosem Wiederholen bereits erzählter Geschichten. Das Prinzip mag an der Kinokasse erfolgreich sein und die Fans befriedigen, aber neugierig auf die nächsten „Star Wars“-Filme macht das nicht.

Rae Carson: Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers

(übersetzt von Andreas Kasprzak)

Penhaligon, 2020

352 Seiten

16 Euro

Originalausgabe

Star Wars – The Rise of Skywalker

DelRey, 2020

Die Vorlage

Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers (Star Wars: The Rise of Skywalker, USA 2019)

Regie: J.J. Abrams

Drehbuch: J.J. Abrams, Chris Terrio, Colin Trevorrow (Ko-Autor), Derek Connolly (Ko-Autor) (basierend auf von George Lucas erfundenen Figuren)

mit Carrie Fisher, Mark Hamill, Adam Driver, Daisy Ridley, John Boyega, Oscar Isaac, Anthony Daniels, Naomi Ackie, Domhnall Gleeson, Richard E. Grant, Lupita Nyong’o, Keri Russell, Joonas Suotamo, Kelly Marie Tran, Billy Dee Williams

Länge: 142 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Die „Star Wars“-Hauptfilme

Krieg der Sterne (Star Wars, später Star Wars: Episode IV – A New Hope, 1977)

Das Imperium schlägt zurück (The Empire strikes back, später Star Wars: Episode V – The Empire Strikes Back, 1980)

Die Rückkehr der Jedi-Ritter (Return of the Jedi, später Star Wars: Episode VI – Return of the Jedi 1983)

Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung (Star Wars: Episode I – The Phantom Menace, 1999)

Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger (Star Wars: Episode II – Attack of the Clones, 2002)

Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith (Star Wars: Episode III – Revenge of the Sith, 2005)

Star Wars: Das Erwachen der Macht (Star Wars: The Force Awakens, 2015)

Star Wars: Die letzten Jedi (Star Wars: The Last Jedi, 2017)

Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers (Star Wars: The Rise of Skywalker, 2019)

Hinweise

Homepage von Rae Carson (Achtung: im Moment erhalte ich den Hinweis, dass es sich um eine gefährliche Webseite handelt.)

Homepage zum Film

Facebook-Seite zum Film

YouTube-Kanal zum Film

Moviepilot über „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“

Metacritic über „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“

Rotten Tomatoes über „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“

Wikipedia über „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von J. J. Abrams „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ (Star Wars: The Force awakens, USA 2015)

Meine Besprechung von Rian Johnsons „Star Wars: Die letzten Jedi“ (Star Wars: The last Jedi, USA 2017)

Meine Besprechung von J. J. Abrams „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ (Star Wars: The Rise of Skywalker, USA 2019)

Meine Besprechung von Gareth Edwards‘ „Rogue One: A Star Wars Story“ (Rogue One: A Star Wars Story, USA 2016)

Meine Besprechung von Ron Howards „Solo: A Star Wars Story“ (Solo: A Star Wars Story, USA 2018)

Meine Besprechung von Greg Ruckas „Star Wars: Imperium in Trümmern (Journey to Star Wars: Das Erwachen der Macht“) (Star Wars: Shatterd Empire # 1 – 4, Disney/Lucasfilm 2015)

Meine Besprechung von Greg Ruckas „Star Wars: Vor dem Erwachen“ (Star Wars: Before the Awakening, 2015)

Meine Besprechung von Alan Dean Fosters „Star Wars: Das Erwachen der Macht – Der Roman zum Film“ (Star Wars: The Force awakens, 2015)

Meine Besprechung von Michael Kogges „Star Wars: Das Erwachen der Macht – Jugendroman zum Film“ (Star Wars: The Force awakens, 2016)

Meine Besprechung von James Lucenos „Star Wars – Der Auslöser: Ein Rogue One Roman“ (Star Wars: Catalyst: A Rogue One Novel, 2016)

Meine Besprechung von Alexander Freeds „Rogue One – Eine Star Wars Story“ (Rogue One. A Star Wars Story, 2016) (Filmroman)

Meine Besprechung von James Frys „Star Wars: Die letzten Jedi“ (Star Wars: The Last Jedi, 2018) (Filmroman)

Meine Besprechung von J. J. Abrams’ “Super 8” (Super 8, USA 2011)

Meine Besprechung von J. J. Abrams‘ „Star Trek into Darkness“ (Star Trek into Darkness, USA 2013)


TV-Tipp für den 26. Februar: Indiana Jones und der letzte Kreuzzug

Februar 25, 2020

https://youtu.be/BKWxFHBWHxI

Kabel Eins.1, 20.15

Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (Indiana Jones and the last crusade, USA 1989)

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: Jeffrey Boam, George Lucas, Menno Meyjes

Dritter Auftritt von Indiana Jones. Dieses Mal sucht der Archäologe mit der Peitsche den Heiligen Gral, tut alles, damit er nicht den Nazis in die Hände fällt (das ist der leichte Teil) und er begegnet seinem Vater.

Und weil dieser von ‘James Bond’ Sean Connery gespielt wird, der wenig von seinem Sohn hält, ist für Spaß gesorgt. Und es gibt, selbstverständlich, Action satt.

mit Harrison Ford, Sean Connery, River Phoenix, Denholm Elliott, John Rhys-Davies, Julian Glover, Michael Byrne

Wiederholung: Donnerstag, 27. Februar, 01.35 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Metacritic über „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“

Rotten Tomatoes über „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“

Wikipedia über „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung des vierten Indiana-Jones-Films “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the Kingdom of the Skull, USA 2008) und des darauf basierenden, wesentlich gelungeneren „Roman zum Film“ von James Rollins

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ (Bridge of Spies, USA 2015)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „BFG – Big Friendly Giant (The BFG, USA 2016)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Die Verlegerin“ (The Post, USA 2017)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Ready Player One“ (Ready Player One, USA 2018)

Steven Spielberg in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“, das Ende einer Trilogie-Trilogie

Dezember 18, 2019

Es ist vollbracht. Mit „Der Aufstieg Skywalkers“ endet die aktuelle „Star Wars“-Trilogie, die gleichzeitig auch das Ende der Geschichte der Familie Skywalker ist. Sie begann 1977 mit dem Blockbuster „Krieg der Sterne“ (Star Wars). Der Film, die nächsten „Star Wars“-Filme, damit zusammenhängende weitere Spielfilme, TV-Serien, Bücher, Comics und Videospiele waren ebenfalls erfolgreich. Inzwischen sind schon weitere TV-Serien und Spielfilme angekündigt.

Nach acht Spielfilmen haben die Fans der Serie, von denen viele schon Kinokarten gekauft haben, vor allem zwei Fragen: Hat sich das Warten gelohnt? Und wie hat J.J. Abrams die Trilogie abgeschlossen? Nach dem Ende des an der Kinokasse gewohnt erfolgreichen, bei den Fans umstrittenen vorherigen Films „Die letzten Jedi“ sind viele Fragen offen geblieben. Jetzt müssen sie in fast schon schlanken hundertvierzig Minuten beantwortet werden.

Wie schon in seinem ersten „Star Wars“-Film „Das Erwachen der Macht“ betreibt J. J. Abrams vor allem Fanservice. Fast jede Figur, die irgendwann einmal bei „Star Wars“ durchs Bild lief, scheint seinen meist kurzen Auftritt zu bekommen. Ob sie noch lebendig, oder schon verstorben sind, ist egal. So wurden von Carrie Fisher, die wieder Leia Organa spielt, einige ältere Aufnahmen genommen und die Bildhintergründe angepasst. Um ihre austauschbaren Sätze herum wurden fast ebenso austauschbare Dialoge geschrieben. Mark Hamill spielt, was er schon in Interviews verriet, Luke Skywalker als einen Geist – und ich muss jetzt wohl endgültig akzeptieren, dass Luke Skywalker doch am Ende von „Die letzten Jedi“ gestorben ist. Aber Geister und Erinnerungen leben bekanntlich ewig.

Fast alle diese Auftritte bekannt-beliebter „Star Wars“-Charaktere sind, egal wo ihre Schauspieler in den Credits erwähnt werden, irgendwo zwischen einem ausführlichem Cameo und einem etwas längerem Starauftritt angesiedelt. Die Hauptbühne gehört wieder den schon aus „Das Erwachen der Macht“ bekannten Hauptfiguren Rey, Kylo Ren, Poe Dameron und Finn.

Ebenso wird fast jeder Gegenstand, jedes Flugzeug und etliche Gebäude, die in einem „Star Wars“-Film wichtig waren, gezeigt und den „Star Wars“-Fans so immer wieder versichert, dass alles wieder wie früher ist. Es ist das Rezept, das J. J. Abrams schon in „Das Erwachen der Macht“ erfolgreich anwandte.

In dem SF-Abenteuerfilm werden viele Fragen beantwortet. So erfahren wir endlich, wer Reys Eltern sind. Inwiefern die Antwort zum Kanon passt, müssen dann die „Star Wars“-Fanatiker beantworten. Das gilt auch für die anderen Antworten, die J. J. Abrams gibt. Bei einigen seiner Antworten würde ich das heftig verneinen. Entsprechend überraschend sind sie. Besonders überzeugend sind sie, wenn man „Das Erwachen der Macht“, „Die letzten Jedi“ und „Der Aufstieg Skywalkers“ als eine in seinen groben Zügen von Anfang an geplante Trilogie betrachtet, nicht.

Die Story selbst ist im wesentlichen eine Schnitzeljagd, die Rey (Daisy Ridley) und ihre Freunde Poe Dameron (Oscar Isaac), Finn (John Boyega), Chewbacca (Joonas Suotamo), die altbekannten Droiden C-3PO (Anthony Daniels), R2-D2 und Reys Droiden BB-8 im Millennium Falcon auf einer Reise durch die halbe Galaxis schickt. Sie müssen an die Koordinaten des Planeten Execo gelangen. Dort ist die versteckte Welt der Sith (also der Bösewichter). Weil die Erste Ordnung (ebenfalls Bösewichter) in 16 Stunden einen parallelen Angriff auf mehrere Welten plant, müssen sie sich beeilen.

Während Rey und ihre Freunde die verschiedenen Wüstenplaneten besuchen, neue und alte Verbündete treffen und sich immer wieder mit Sturmtrupplern (den gesichtslosen Soldaten der Ersten Ordnung) und Keylo Ren (Adam Driver) kloppen, musste ich an Joss Whedons kultige Science-Fiction-Westernserie „Firefly“ denken. Der schickt eine ähnliche Truppe durch ähnliche Abenteuer. Allerdings mit mehr Humor.

Der Konflikt zwischen Rey und dem Bösewicht Kylo Ren, Sohn von Leia Organa und Han Solo, und seine Auflösung ist bei dieser Hatz durch den Weltraum eher nebensächlich. Das gleiche gilt für die mit dem Auftreten von Palpatine geknüpfte Verbindung zu der in den Episoden I bis III erzählten Geschichte von Luke Skywalkers Vater Anakin Skywalker, dem späteren Darth Vader. Am Ende von „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ starb Palpatine. Jedenfalls glaubten das damals alle. Jetzt ist er wieder da und er hat wieder einen Plan, die Macht über die weit, weit entfernte Galaxie zu bekommen.

Wie in „Die letzten Jedi“ gibt es auch in „Der Aufstieg Skywalkers“ einen vollkommen idiotischen Moment. Dieses Mal ist er ziemlich am Ende und er hat etwas mit Pferden zu tun.

Der Aufstieg Skywalkers“ ist ein kurzweiliges Science-Fiction-Abenteuer, das mich nie richtig begeisterte, weil der Abschluss der Skywalker-Saga in erster Linie Risiken scheuender Fanservice ist. Es gibt keinen Aufbruch in neue Welten, sondern es werden wieder vertraute Welten und Topoi besucht. Wobei, das muss auch gesagt werden, einige Fans sich am laxen, erzählerisch nicht wirklich überzeugend begründetem Umgang mit dem „Star Wars“-Kanon stören dürften.

Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers (Star Wars: The Rise of Skywalker, USA 2019)

Regie: J.J. Abrams

Drehbuch: J.J. Abrams, Chris Terrio, Colin Trevorrow (Ko-Autor), Derek Connolly (Ko-Autor) (basierend auf von George Lucas erfundenen Figuren)

mit Carrie Fisher, Mark Hamill, Adam Driver, Daisy Ridley, John Boyega, Oscar Isaac, Anthony Daniels, Naomi Ackie, Domhnall Gleeson, Richard E. Grant, Lupita Nyong’o, Keri Russell, Joonas Suotamo, Kelly Marie Tran, Billy Dee Williams

Länge: 142 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Die „Star Wars“-Hauptfilme

Krieg der Sterne (Star Wars, später Star Wars: Episode IV – A New Hope, 1977)

Das Imperium schlägt zurück (The Empire strikes back, später Star Wars: Episode V – The Empire Strikes Back, 1980)

Die Rückkehr der Jedi-Ritter (Return of the Jedi, später Star Wars: Episode VI – Return of the Jedi 1983)

Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung (Star Wars: Episode I – The Phantom Menace, 1999)

Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger (Star Wars: Episode II – Attack of the Clones, 2002)

Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith (Star Wars: Episode III – Revenge of the Sith, 2005)

Star Wars: Das Erwachen der Macht (Star Wars: The Force Awakens, 2015)

Star Wars: Die letzten Jedi (Star Wars: The Last Jedi, 2017)

Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers (Star Wars: The Rise of Skywalker, 2019)

Hinweise

Homepage zum Film

Facebook-Seite zum Film

YouTube-Kanal zum Film

Moviepilot über „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“

Metacritic über „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“

Rotten Tomatoes über „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“

Wikipedia über „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von J. J. Abrams „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ (Star Wars: The Force awakens, USA 2015)

Meine Besprechung von Rian Johnsons „Star Wars: Die letzten Jedi“ (Star Wars: The last Jedi, USA 2017)

Meine Besprechung von Gareth Edwards‘ „Rogue One: A Star Wars Story“ (Rogue One: A Star Wars Story, USA 2016)

Meine Besprechung von Ron Howards „Solo: A Star Wars Story“ (Solo: A Star Wars Story, USA 2018)

Meine Besprechung von Greg Ruckas „Star Wars: Imperium in Trümmern (Journey to Star Wars: Das Erwachen der Macht“) (Star Wars: Shatterd Empire # 1 – 4, Disney/Lucasfilm 2015)

Meine Besprechung von Greg Ruckas „Star Wars: Vor dem Erwachen“ (Star Wars: Before the Awakening, 2015)

Meine Besprechung von Alan Dean Fosters „Star Wars: Das Erwachen der Macht – Der Roman zum Film“ (Star Wars: The Force awakens, 2015)

Meine Besprechung von Michael Kogges „Star Wars: Das Erwachen der Macht – Jugendroman zum Film“ (Star Wars: The Force awakens, 2016)

Meine Besprechung von James Lucenos „Star Wars – Der Auslöser: Ein Rogue One Roman“ (Star Wars: Catalyst: A Rogue One Novel, 2016)

Meine Besprechung von Alexander Freeds „Rogue One – Eine Star Wars Story“ (Rogue One. A Star Wars Story, 2016) (Filmroman)

Meine Besprechung von James Frys „Star Wars: Die letzten Jedi“ (Star Wars: The Last Jedi, 2018) (Filmroman)

Meine Besprechung von J. J. Abrams’ “Super 8” (Super 8, USA 2011)

Meine Besprechung von J. J. Abrams‘ „Star Trek into Darkness“ (Star Trek into Darkness, USA 2013)


TV-Tipp für den 15. Dezember: Star Wars: Das Erwachen der Macht

Dezember 15, 2019

Wenige Tage vor dem Kinostart von „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“

RTL, 20.15

Star Wars: Das Erwachen der Macht (Star Wars: The Force awakens, USA 2015)

Regie: J.J. Abrams

Drehbuch: Lawrence Kasdan, J.J. Abrams, Michael Arndt

LV: Charaktere von George Lucas

Dreißig Jahre nach den aus „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ bekannten Ereignissen: Immer noch kämpfen die Rebellen (die sich jetzt „Neue Republik“ nennen) gegen das böse Imperium (das sich jetzt „Erste Ordnung“ nennt). Der böse Kylo Ren (aka Darth Vader) will einen Planetenzerstörer bauen. Nur die junge Waise Rey kann das verhindern. Denn sie hat in diesem Film eine noch ungeklärte Beziehung zur Macht. Währenddessen ist Luke Skywalker schon seit Jahren spurlos verschwunden. Aber dafür sind Han Solo, Chewbacca und Leia Organa dabei.

Die von den Fans heißersehnte, an der Kinokasse unglaublich erfolgreiche und von der Kritik abgefeierte Fortsetzung der „Krieg der Sterne“-Saga.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung dieses sehr unterhaltsamen SF-Films, der an einen anderen SF-Film erinnert.

mit Daisy Ridley, Adam Driver, John Boyega, Oscar Isaac, Andy Serkis, Domhnall Gleeson, Max von Sydow, Carrie Fisher, Harrison Ford, Mark Hamill, Kenny Baker, Anthony Daniels, Peter Mayhew, Gwendoline Christie, Lupita Nyong’o

Wiederholung: Montag, 16. Dezember, 00.45 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Homepage zum Film

Facebook-Seite zum Film

YouTube-Kanal zum Film

Film-Zeit über “Star Wars: Das Erwachen der Macht”

Moviepilot über “Star Wars: Das Erwachen der Macht”

Metacritic über “Star Wars: Das Erwachen der Macht”

Rotten Tomatoes über “Star Wars: Das Erwachen der Macht”

Wikipedia über “Star Wars: Das Erwachen der Macht” (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von J. J. Abrams’ “Super 8” (Super 8, USA 2011)

Meine Besprechung von J. J. Abrams‘ „Star Trek into Darkness“ (Star Trek into Darkness, USA 2013)

Meine Besprechung von J. J. Abrams „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ (Star Wars: The Force awakens, USA 2015)

Meine Besprechung von Rian Johnsons „Star Wars: Die letzten Jedi“ (Star Wars: The last Jedi, USA 2017)

Meine Besprechung von Gareth Edwards‘ „Rogue One: A Star Wars Story“ (Rogue One: A Star Wars Story, USA 2016)

Meine Besprechung von Greg Ruckas „Star Wars: Imperium in Trümmern (Journey to Star Wars: Das Erwachen der Macht) (Star Wars: Shatterd Empire # 1 – 4, Disney/Lucasfilm 2015)

Meine Besprechung von Greg Ruckas „Star Wars: Vor dem Erwachen“ (Star Wars: Before the Awakening, 2015)

Meine Besprechung von Alan Dean Fosters „Star Wars: Das Erwachen der Macht – Der Roman zum Film“ (Star Wars: The Force awakens, 2015)

Meine Besprechung von Michael Kogges „Star Wars: Das Erwachen der Macht – Jugendroman zum Film“ (Star Wars: The Force awakens, 2016)

Meine Besprechung von James Lucenos „Star Wars – Der Auslöser: Ein Rogue One Roman“ (Star Wars: Catalyst: A Rogue One Novel, 2016)

Meine Besprechung von Alexander Freeds „Rogue One – Eine Star Wars Story“ (Rogue One. A Star Wars Story, 2016) (Filmroman)

Meine Besprechung von Ron Howards „Solo: A Star Wars Story“ (Solo: A Star Wars Story, USA 2018)

Meine Besprechung von James Frys „Star Wars: Die letzten Jedi“ (Star Wars: The Last Jedi, 2018) (Filmroman)


Ein schneller „Star Wars“-Rundumschlag: der finale Trailer, der Vorverkauf und ein schon etwas älterer Buchhinweis

Oktober 22, 2019

Pünktlich zum Beginn des Vorverkaufs für „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ (Star Wars: The Rise of Skywalker) ist jetzt der finale Trailer draußen:

 

Die richtige Begeisterung und Vorfreude will sich bei mir immer noch nicht einstellen.

Über die Geschichte ist immer noch nichts bekannt. Nachdem „Die letzten Jedi“ alles und nichts für das Ende der dritten „Star Wars“-Trilogie vorbereitete und „Der Aufstieg Skywalkers“ auch einen Abschluss zu den vorherigen „Star Wars“-Filmen liefern soll, ist immer noch vollkommen unklar, in welche Richtung sich der Film bewegt.

Meine Vermutung ist, dass Rey (Daisy Ridley) und Kylo Ren (Adam Driver) Geschwister sind. Das verraten ja schon die Namen. Wenn wir bei ‚Kylo Ren‘ einige Buchstaben umstellen, lesen wir „Klon Rey“.

Über irgendwelche komplizierten Verwandtschaftsbeziehungen sind sie mit Leia Organa (Carrie Fisher) und Luke Skywalker (Mark Hamill) verbandelt sind. Die am 27. Dezember 2016 verstorbene Carrie Fisher ist mittels Archivaufnahmen dabei. Luke Skywalker ist zwar offiziell in „Die letzten Jedi“ verstorben, aber nachdem Mark Hamill bei den im Film mitspielenden Schauspielern so prominent genannt wird, dürfte er als Luke Skywalker (der Held der Original-Trilogie) einen größeren Auftritt haben. Zum Beispiel indem er das Ende der Bösewichter besiegelt und, siehe Titel, zum Herrscher der weit, weit entfernten Galaxis wird, ehe er seinen Thron an seine Kinder übergibt, die dann in der nächsten, sich in Planung befindende Trilogie die Galaxie beschützen.

Aber ich kann mich auch vollkommen irren.

Kinokarten können hier gekauft werden.

Zur Vorbereitung lohnt sich ein Blick in Jason Frys Filmroman „Star Wars: Die letzten Jedi“, der inzwischen auch als Taschenbuch vorliegt:

Jason Fry: Star Wars: Die letzten Jedi

(übersetzt von Andreas Kasprzak)

Blanvalet, 2019

448 Seiten

9,99 Euro

Deutsche Erstausgabe

Penhaligon, 2018

Originalausgabe

Star Wars: The Last Jedi

DelRey,2018

Und so sieht das Plakat aus:

Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers (Star Wars: The Rise of Skywalker, USA 2019)

Regie: J.J. Abrams

Drehbuch: J.J. Abrams, Chris Terrio, Colin Trevorrow (Ko-Autor), Derek Connolly (Ko-Autor) (basierend auf von George Lucas erfundenen Figuren)

mit Carrie Fisher, Mark Hamill, Adam Driver, Daisy Ridley, John Boyega, Oscar Isaac, Anthony Daniels, Naomi Ackie, Domhnall Gleeson, Richard E. Grant, Lupita Nyong’o, Keri Russell, Joonas Suotamo, Kelly Marie Tran, Billy Dee Williams

Deutscher Kinostart: Mittwoch, 18. Dezember 2019

Hinweise

Homepage zum Film

Facebook-Seite zum Film

YouTube-Kanal zum Film

Meine Besprechung von J. J. Abrams „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ (Star Wars: The Force awakens, USA 2015)

Meine Besprechung von Rian Johnsons „Star Wars: Die letzten Jedi“ (Star Wars: The last Jedi, USA 2017)

Meine Besprechung von Gareth Edwards‘ „Rogue One: A Star Wars Story“ (Rogue One: A Star Wars Story, USA 2016)

Meine Besprechung von Greg Ruckas „Star Wars: Imperium in Trümmern (Journey to Star Wars: Das Erwachen der Macht) (Star Wars: Shatterd Empire # 1 – 4, Disney/Lucasfilm 2015)

Meine Besprechung von Greg Ruckas „Star Wars: Vor dem Erwachen“ (Star Wars: Before the Awakening, 2015)

Meine Besprechung von Alan Dean Fosters „Star Wars: Das Erwachen der Macht – Der Roman zum Film“ (Star Wars: The Force awakens, 2015)

Meine Besprechung von Michael Kogges „Star Wars: Das Erwachen der Macht – Jugendroman zum Film“ (Star Wars: The Force awakens, 2016)

Meine Besprechung von James Lucenos „Star Wars – Der Auslöser: Ein Rogue One Roman“ (Star Wars: Catalyst: A Rogue One Novel, 2016)

Meine Besprechung von Alexander Freeds „Rogue One – Eine Star Wars Story“ (Rogue One. A Star Wars Story, 2016) (Filmroman)

Meine Besprechung von Ron Howards „Solo: A Star Wars Story“ (Solo: A Star Wars Story, USA 2018)

Meine Besprechung von J. J. Abrams’ “Super 8” (Super 8, USA 2011)

Meine Besprechung von J. J. Abrams‘ „Star Trek into Darkness“ (Star Trek into Darkness, USA 2013)


TV-Tipp für den 11. November (+ Buchhinweis): Star Wars: Das Erwachen der Macht

November 11, 2018

RTL, 20.15

Star Wars: Das Erwachen der Macht (Star Wars: The Force awakens, USA 2015)

Regie: J.J. Abrams

Drehbuch: Lawrence Kasdan, J.J. Abrams, Michael Arndt

LV: Charaktere von George Lucas

Dreißig Jahre nach den aus „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ bekannten Ereignissen: Immer noch kämpfen die Rebellen (die sich jetzt „Neue Republik“ nennen) gegen das böse Imperium (das sich jetzt „Erste Ordnung“ nennt). Der böse Kylo Ren (aka Darth Vader) will einen Planetenzerstörer bauen. Nur die junge Waise Rey kann das verhindern. Denn sie hat in diesem Film eine noch ungeklärte Beziehung zur Macht. Währenddessen ist Luke Skywalker schon seit Jahren spurlos verschwunden. Aber dafür sind Han Solo, Chewbacca und Leia Organa dabei.

Die von den Fans heißersehnte, an der Kinokasse unglaublich erfolgreiche und von der Kritik abgefeierte Fortsetzung der „Krieg der Sterne“-Saga.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung dieses sehr unterhaltsamen SF-Films, der an einen anderen SF-Film erinnert.

mit Daisy Ridley, Adam Driver, John Boyega, Oscar Isaac, Andy Serkis, Domhnall Gleeson, Max von Sydow, Carrie Fisher, Harrison Ford, Mark Hamill, Kenny Baker, Anthony Daniels, Peter Mayhew, Gwendoline Christie, Lupita Nyong’o

Wiederholung: Samstag, 17. November, 15.00 Uhr

Hinweise

Homepage zum Film

Facebook-Seite zum Film

YouTube-Kanal zum Film

Film-Zeit über “Star Wars: Das Erwachen der Macht”

Moviepilot über “Star Wars: Das Erwachen der Macht”

Metacritic über “Star Wars: Das Erwachen der Macht”

Rotten Tomatoes über “Star Wars: Das Erwachen der Macht”

Wikipedia über “Star Wars: Das Erwachen der Macht” (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von J. J. Abrams’ “Super 8” (Super 8, USA 2011)

Meine Besprechung von J. J. Abrams‘ „Star Trek into Darkness“ (Star Trek into Darkness, USA 2013)

Buchhinweis

Inzwischen ist die Romanfassung von „Die letzten Jedi“, der Fortsetzung von „Das Erwachen der Macht“ erschienen. Anscheinend gelingt es Jason Fry einige der Lücken des Films zu schließen.

Jason Fry: Star Wars: Die letzten Jedi

(übersetzt von Andreas Kasprzak)

Penhaligon, 2018

448 Seiten

15 Euro

Originalausgabe

Star Wars: The Last Jedi

DelRey,2018

Hinweise II

Meine Besprechung von J. J. Abrams „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ (Star Wars: The Force awakens, USA 2015)

Meine Besprechung von Rian Johnsons „Star Wars: Die letzten Jedi“ (Star Wars: The last Jedi, USA 2017)

Meine Besprechung von Gareth Edwards‘ „Rogue One: A Star Wars Story“ (Rogue One: A Star Wars Story, USA 2016)

Meine Besprechung von Greg Ruckas „Star Wars: Imperium in Trümmern (Journey to Star Wars: Das Erwachen der Macht) (Star Wars: Shatterd Empire # 1 – 4, Disney/Lucasfilm 2015)

Meine Besprechung von Greg Ruckas „Star Wars: Vor dem Erwachen“ (Star Wars: Before the Awakening, 2015)

Meine Besprechung von Alan Dean Fosters „Star Wars: Das Erwachen der Macht – Der Roman zum Film“ (Star Wars: The Force awakens, 2015)

Meine Besprechung von Michael Kogges „Star Wars: Das Erwachen der Macht – Jugendroman zum Film“ (Star Wars: The Force awakens, 2016)

Meine Besprechung von James Lucenos „Star Wars – Der Auslöser: Ein Rogue One Roman“ (Star Wars: Catalyst: A Rogue One Novel, 2016)

Meine Besprechung von Alexander Freeds „Rogue One – Eine Star Wars Story“ (Rogue One. A Star Wars Story, 2016) (Filmroman)

Meine Besprechung von Ron Howards „Solo: A Star Wars Story“ (Solo: A Star Wars Story, USA 2018)


Neu im Kino/Filmkritik: Kreative Titelwahl, Folge ichhabeschonlangeaufgehörtzuzählen: „Solo: A Star Wars Story“

Mai 24, 2018

Nach der Pressevorführung nannte ich den Film „unterhaltsam“, was rückblickend etwas despektierlich klingt. Schließlich hat mir „Solo“ besser als „Rogue One“ und „Die letzten Jedi“ gefallen. Im Gegensatz zu diesen „Star Wars“-Filmen erzählt „Solo“ eine stringente Geschichte, in denen die Charaktere sich so verhalten, wie es ihrem Charakter entspricht und ihre Handlungen immer verständlich sind.

Solo: A Star Wars Story“ erzählt, wie Han Solo zu seinem Nachnamen kommt, wie er Chewbacca trifft, den Millenium Falken in seinen Besitz bringt und wie er seine Laserpistole erhält. Nur woher seine Kleider kommen, erfahren wir nicht. Nichts davon hat uns auch wirklich interessiert. Immerhin war der von Harrison Ford erstmals in „Krieg der Sterne“ (Star Wars, 1977) gespielte Weltraumbandit, Hasardeur und Glücksritter Han Solo schon bei seinem ersten Auftritt eine der mythischen Figuren, die keine Vergangenheit brauchen, um in der Gegenwart zu leben. Schon kurz nach dem Kinostart erschienen mehrere Romane mit Han Solo als Protagonisten, in denen er seiner Profession nachging. Insofern war es naheliegend, auch einen Film mit ihm als Protagonisten zu drehen und ihn eines der Abenteuer erleben zu lassen, die man mit ihm assoziiert.

Alden Ehrenreich übernahm für den Film die Rolle des jungen Han Solo. Einige haben ihn vielleicht in „Blue Jasmine“, „Hail, Caesar!“ oder „Regeln spielen keine Rolle“ bemerkt. Als Han Solo muss er jetzt vor allem immer optimistisch in die Kamera blicken und tödliche Gefahren mit einem Schulterzucken, Lächeln und flotten Spruch meistern. Das verlangt von einem Schauspieler vor allem Charisma. Bei Ehrenreich ist es noch ausbaufähig.

In „Solo“ will Han Solo mit einigen anderen Weltraumbanditen für den zwielichtigen Geschäftsmann Dryden Vos (Paul Bettany) einen besonders wertvollen und seltenen Rohstoff (halt der MacGuffin) stehlen.

Die Geschichte wird interessanter, weil Han Solos erste und große Liebe Qi’ra (Emilia Clarke) in die Geschichte verwickelt ist. Sie ist jetzt die, ähem, Gespielin und Vertraute von Dryden Vos. Außerdem ist Solo hier noch der Rookie im Outlaw-Team, das von Beckett (Woody Harrelson) angeführt wird. Aber das ist nicht weiter wichtig. Denn Han Solo ist schon in der ersten Szene, als er auf seinem Heimatplaneten in großen Schwierigkeiten steckt und mit Qi’ra flüchten will, der Han Solo den wir kennen. Er erlebt mehrere Abenteuer, in denen er einige Accessoires erhält und sich mit Chewbacca und Lando Calrissian befreundet. Er macht dabei keine Entwicklung durch. Er hat, wie auch die anderen Charaktere, keinen Character Arc. Sie sind am Ende immer noch die Personen, die sie am Anfang waren. Deshalb ist „Solo“ auch keine Origin Story, sondern ein unterhaltsames, von Ron Howard professionell inszeniertes Weltraumabenteuer, das zwischen Fan-Service und Auftragsarbeit genau so ist, wie man es erwartet.

Die Geschichte bewegt sich angemessen flott vorwärts. Man verliert nie den Überblick. Die Action sieht gut aus. Es gibt genug Momente für die Fans und ein Überraschungscameo, um sie zu befriedigen. Die Nicht-Fans und alle die nichts über die „Star Wars“-Welt wissen (falls das in dieser Galaxie überhaupt möglich ist) werden in diesem Weltraumwestern trotzdem alles verstehen. Und obwohl der Film in sich abgeschlossen ist, gibt es genug Anknüpfungspunkte für weitere Filme mit Han Solo. Die sollten dann – wenn sie kommen – eigenständiger als „Solo“ sein.

Ron Howard übernahm während der Dreharbeiten die Regie von Phil Lord und Chris Miller („Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“, „21 Jump Street“, „The LEGO Movie“). Es heißt, das Arbeitstempo und der Stil des Regieduos hätten Produzentin Kathleen Kennedy nicht gefallen. Sie wacht über die ihr anvertraute „Star Wars“-Welt wie eine Helikoptermutter und veranlasste auch bei den anderen „Star Wars“-Filme in verschiedenen Stadien der Produktion Regiewechsel und Nachdrehs. Am Erfolg bei der Kritik (bei Rotten Tomatoes sind alle Filme weit im grünen Bereich) und an der Kinokasse änderte das Drama hinter den Kulissen nichts. Und vielleicht gibt es irgendwann eine große Reportage oder ein Buch, in dem wir alles darüber erfahren. Dann erfahren wir auch, ob Ron Howard wirklich, wie man hört, fast nichts von Lord und Miller übernahm.

Bis dahin gibt es den Film, der nichts wirklich falsch macht, vieles richtig macht, ohne dass man jemals wirklich begeistert und mitgerissen ist von der doch sehr vorhersehbaren Geschichte. Am Ende ist man dann doch etwas unbeeindruckt.

Solo: A Star Wars Story (Solo: A Star Wars Story, USA 2018)

Regie: Ron Howard

Drehbuch: Jonathan Kasdan, Lawrence Kasdan (nach Charakteren von George Lucas)

mit Alden Ehrenreich, Woody Harrelson, Emilia Clarke, Donald Glover, Thandie Newton, Phoebe Waller-Bridge, Joonas Suotamo, Paul Bettany

Länge: 135 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Facebook-Seite zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Solo“

Metacritic über „Solo“

Rotten Tomatoes über „Solo“

Wikipedia über „Solo“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Ron Howards „Rush – Alles für den Sieg“ (Rush, USA/Großbritannien/Deutschland 2013)

Meine Besprechung von Ron Howards „Im Herzen der See“ (In the Heart of the Sea, USA 2015)

Meine Besprechung von Ron Howards „Inferno“ (Inferno, USA 2016)

Meine Besprechung von J. J. Abrams „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ (Star Wars: The Force awakens, USA 2015)

Meine Besprechung von Rian Johnsons „Star Wars: Die letzten Jedi“ (Star Wars: The last Jedi, USA 2017)

Meine Besprechung von Gareth Edwards‘ „Rogue One: A Star Wars Story“ (Rogue One: A Star Wars Story, USA 2016)

Meine Besprechung von Greg Ruckas „Star Wars: Imperium in Trümmern (Journey to Star Wars: Das Erwachen der Macht) (Star Wars: Shatterd Empire # 1 – 4, Disney/Lucasfilm 2015)

Meine Besprechung von Greg Ruckas „Star Wars: Vor dem Erwachen“ (Star Wars: Before the Awakening, 2015)

Meine Besprechung von Alan Dean Fosters „Star Wars: Das Erwachen der Macht – Der Roman zum Film“ (Star Wars: The Force awakens, 2015)

Meine Besprechung von Michael Kogges „Star Wars: Das Erwachen der Macht – Jugendroman zum Film“ (Star Wars: The Force awakens, 2016)

Meine Besprechung von James Lucenos „Star Wars – Der Auslöser: Ein Rogue One Roman“ (Star Wars: Catalyst: A Rogue One Novel, 2016)

Meine Besprechung von Alexander Freeds „Rogue One – Eine Star Wars Story“ (Rogue One. A Star Wars Story, 2016) (Filmroman)


TV-Tipp für den 30. Juli: Indiana Jones und der letzte Kreuzzug

Juli 29, 2017

https://youtu.be/BKWxFHBWHxI

Sat.1, 20.15

Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (USA 1989, Regie: Steven Spielberg)

Drehbuch: Jeffrey Boam, George Lucas, Menno Meyjes

Dritter Auftritt von Indiana Jones. Dieses Mal sucht der Archäologe mit der Peitsche den Heiligen Gral, tut alles, damit er nicht den Nazis in die Hände fällt (das ist der leichte Teil) und er begegnet seinem Vater.

Und weil dieser von ‘James Bond’ Sean Connery gespielt wird, der wenig von seinem Sohn hält, ist für Spaß gesorgt. Und es gibt, selbstverständlich, Action satt.

mit Harrison Ford, Sean Connery, River Phoenix, Denholm Elliott, John Rhys-Davies, Julian Glover, Michael Byrne

Wiederholung: Montag, 31. Juli, 01.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Metacritic über „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“

Rotten Tomatoes über „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“

Wikipedia über „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung des vierten Indiana-Jones-Films “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the Kingdom of the Skull, USA 2008) und des darauf basierenden, wesentlich gelungeneren „Roman zum Film“ von James Rollins

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ (Bridge of Spies, USA 2015)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „BFG – Big Friendly Giant (The BFG, USA 2016)

Steven Spielberg in der Kriminalakte

Bonushinweis

seesslen-steven-spielberg-und-seine-filme-4

Schon einige Tage erhältlich: Georg Seeßlens „Steven Spielberg und seine Filme“. In der brandaktuellen Neuauflage seines Buches beschäftigt Seßlen sich, gewohnt wortgewaltig, gewohnt kundig, auf gut dreihundert, mit einigen Fotos illustrierten, engbedruckten Seiten mit allen von Steven Spielberg inszenierten Filmen von den Anfängen beim Fernsehen bis hin zum „Big Friendly Giant“. Er ordnet sie ein, stellt Querverbindungen her und lädt zum wiederholten Sehen der Filme ein.

Georg Seeßlen Steven Spielberg und seine Filme

(2., überarbeitete und aktualisierte Auflage)

Schüren Verlag, 2016

304 Seiten

29,90 Euro

Hinweise

Meine Besprechung von Georg Seeßlens „Quentin Tarantino gegen die Nazis – Alles über ‘Inglourious Basterds’“ (Kleine Schriften zum Film: 1, 2009)

Meine Besprechung von Georg Seeßlens „George A. Romero und seine Filme“(2010)

Meine Besprechung von Georg Seeßlens „Filmwissen: Detektive (Grundlagen des populären Films)“ (2010)

Meine Besprechung von Georg Seeßlens „Filmwissen: Western (Grundlagen des populären Films)“ (2010)

Meine Besprechung von Georg Seeßlens „Filmwissen: Abenteuer (Grundlagen des populären Films)“ (2011)

Meine Besprechung von Georg Seeßlens „Filmwissen: Thriller (Grundlagen des populären Films“ (2013)


Neu im Kino/Filmkritik: Rumms, bumms, gähn – „Rogue One: A Star Wars Story“

Dezember 14, 2016

Das soll ja wieder eine Besprechung sein, in der es für die Fans, die sich den Film eh ansehen werden, keine Spoiler gibt.

Allgemein bekannt ist, dass „Rogue One: A Star Wars Story“ ein Spin-Off ist, das außerhalb der bekannten „Star Wars“-Filme spielt, die die Geschichte der Familie Skywalker erzählen; dass „Rogue One“ vor „Krieg der Sterne“ (1977) spielt und dass erzählt wird, wie die Rebellen, Luke Skywalker und Prinzessin Leia Organa die Pläne für den Todesstern erhalten, den sie in „Krieg der Sterne“ vernichteten.

Bekannt ist außerdem, dass „Rogue One“ ein Einzelfilm sein wird. Ende November schloss Lucasfilm-Präsidentin Kathleen Kennedy in einem Interview definitiv aus, dass es weitere Filme mit der „Rogue One“-Heldin Jyn Erso geben werde. Das nährte sofort Spekulationen, dass sie und die gesamte „Rouge One“-Besatzung am Ende des Films sterben.

Und es ist bekannt, dass es umfangreiche Nachdrehs gab. „Bourne“-Autor Tony Gilroy wurde dafür als Script-Doctor und Autor engagiert. Aber, auch wenn Kritiker da sofort und oft zu recht massive Storyprobleme wittern, sagt das erst einmal nichts. Denn es kann sich auch einfach um das Beheben von Storylücken und Anschlussfehlern handeln und den Film wirklich besser machen.

Ein Grund scheidet allerdings als Grund für den Nachdreh aus: den Film humorvoller zu machen.

Regisseur Gareth Edwards („Monsters“, „Godzilla“) wollte einen Kriegsfilm drehen. Da ist Humor Mangelware. Auch in dem jetzt präsentierten Film, der die Geschichte von Jyn Erso (Felicity Jones), der Tochter von Galen Erso, dem Schöpfer des Todessterns, erzählt. Als Kind wurde sie von ihrem Vater getrennt.

Jetzt soll er eine Nachricht für sie haben. Sie macht sich mit einer kleinen Truppe ethnisch äußerst gemischter Rebellen und einem blinden Mönch auf die Suche nach der Botschaft, ihrem Vater und den Bauplänen.

Und eigentlich ist das genug Story für ein buntes, zweistündiges Weltraumabenteuer.

Eigentlich.

Denn „Rogue One“ ist ein erstaunlich und erschreckend schlechter Film. In den ersten Minuten werden auf einem halben Dutzend Planeten ein gutes Dutzend Charaktere eingeführt, ohne dass die Filmgeschichte in Gang kommt. Dabei wird Jyn Erso aus einem Gefängnis des Imperiums befreit. Warum und wie sie dahin kam, wird nie erklärt und ist auch für die Filmgeschichte vollkommen unerheblich. Danach wird eine furchtbar komplizierte Begründung, warum sie sich ins Abenteuer stürzt, herbeigeschrieben. Als hätte es nicht ein einfaches „Tochter will ihren Vater retten“ getan.

Ab da gibt es zahllose Anspielungen auf Kriegsfilme und Kriege, vor allem den Korea- und Vietnam-Krieg (wie wir ihn aus Filmen kennen) und den Afghanistan-Krieg (wie wir ihn aus den Nachrichten und Filmen kennen), ohne dass diese Anspielungen irgendwohin führen. Es sind einfach nur beliebig austauschbare Bilder, die in „Rogue One“ für nichts stehen. Sie haben keinerlei Bedeutung, machen aber, wenn den Gefangenen immer wieder ein Stoffsack über den Kopf gestülpt wird oder unsere Helden durch eine heilige Stadt laufen, die erkennbar vom alten Jerusalem, der Wüstenfestung Masada und dem Gewusel arabischer und afghanischer Städte inspiriert ist, bewusst, welche Chancen und erzählerische Möglichkeiten verpasst wurden zugunsten eines unwitzigen Witzes oder eines weiteren Action-Set-Pieces.

Dazwischen laufen ab und an Stars wie Mads Mikkelsen (dessen Auftritte als Galen Erso fast vollständig in den verschiedenen Trailer enthalten sind) und Forest Whitaker durch das Bild. Ben Mendelsohn hat als Direktor Orson Krennic, der Schöpfer des Todessterns und der Bösewicht des Films, mehr Leinwandzeit. Aber seine Rolle ist so schlecht geschriebenen, dass der sonst immer beeindruckende Mendelsohn seine blasseste Performance seit Ewigkeiten, wahrscheinlich sogar seit seinem Filmdebüt, abliefert. Trotzdem gelingt es ihm, Krennic so zu porträtieren, dass man mit ihm mitfühlt.

Darth Vader (im Original wieder von James Earl Jones gesprochen) taucht zwar auch auf, aber – wir reden hier von dem Darth Vader, der in „Krieg der Sterne“, „Das Imperium schlägt zurück“ und „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ dabei war – er wirkt wie ein Hänfling in einem viel zu großem Kostüm, kurz vor einer kleinen Tanznummer. Wohl niemals, abgesehen von „Spaceballs“ sah Darth Vader weniger bedrohlich aus.

Die „Star Wars“-Technik – die originale Trilogie entstand vor fast vierzig Jahren – wirkt inzwischen mit den großen Schalthebeln, schlechten Hologrammen und riesigen Datenträgern nur noch anachronistisch. Jyn Erso muss nämlich in der großen und epischen Schlussschlacht, die Pläne, die in einer buchgroßen Box enthalten sind, aus einem riesigen Datenschacht stehlen und, nun, in dieser Galaxie gibt es kein Internet und keine Cloud, in die man die Daten schnell uploaden könnte. In der Schlacht wird auch alles an Material und Menschen aufgeboten, was das Herz des „Star Wars“-Fans erfreut. Ohne Luke Skywalker, Han Solo und Chewbacca; – wobei, ich glaube, in einem Raumschiff kurz ein riesiges behaartes Wesen gesehen zu haben.

Aber all die prächtigen Landschaften – es wurde in Island, Jordanien, den Malediven und den Pinewood Studios gedreht -, die tollen Spezialeffekte und die vielen durchaus beeindruckenden Actionszenen sind machtlos gegen die banalen Dialoge (die man oft schon Minuten vorher sprechen kann), das schleppende Erzähltempo (immer wieder hätte man etliche Szenen mühelos kürzen können) und, das ist das größte Problem des Films, die skizzenhaften Charaktere, bei denen es, wie bei „Soldat Nummer 5“ und „Soldat Nummer 6“ egal ist, ob sie leben oder sterben. Dabei geht in einem Film nichts über eine große Sterbeszene, die uns unwillkürlich zum Taschentuch greifen lässt. Vor allem wenn der Charakter uns vorher durch seine Taten ans Herz gewachsen ist. Gerade bei einem Einzelfilm, der auch ohne das Wissen der anderen Filme und der „Star Wars“-Saga funktionieren muss, ist das besonders wichtig.

null

Rogue One: A Star Wars Story (Rogue One: A Star Wars Story, USA 2016)

Regie: Gareth Edwards

Drehbuch: Chris Weitz, Tony Gilroy (nach einer Geschichte von John Knoll und Gary Whitta, basierend auf Charaktere von George Lucas)

mit Felicity Jones, Diego Luna, Ben Mendelsohn, Donnie Yen, Jiang Wen, Mads Mikkelsen, Alan Tudyk, Riz Ahmed, Forest Whitaker, Jimmy Smits

Länge: 134 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Der galaktische „Krieg der Sterne“-YouTube-Kanal

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Rogue One: A Star Wars Story“

Metacritic über „Rogue One: A Star Wars Story“

Rotten Tomatoes über „Rogue One: A Star Wars Story“

Wikipedia über „Rogue One: A Star Wars Story“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von J. J. Abrams „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ (Star Wars: The Force awakens, USA 2015)

Meine Besprechung von Greg Ruckas „Star Wars: Imperium in Trümmern (Journey to Star Wars: Das Erwachen der Macht) (Star Wars: Shatterd Empire # 1 – 4, Disney/Lucasfilm 2015)

Meine Besprechung von Greg Ruckas „Star Wars: Vor dem Erwachen“ (Star Wars: Before the Awakening, 2015)

Meine Besprechung von Alan Dean Fosters „Star Wars: Das Erwachen der Macht – Der Roman zum Film“ (Star Wars: The Force awakens, 2015)

Meine Besprechung von Michael Kogges „Star Wars: Das Erwachen der Macht – Jugendroman zum Film“ (Star Wars: The Force awakens, 2016)

Meine Besprechung von Gareth Edwards‘ „Godzilla“ (Godzilla, USA 2014)

Noch ein Hinweis

Im Mai, ziemlich pünktlich zum DVD-Start, erscheinen zwei Bücher, die vielleicht einige Storylücken erklären und Hintergründe vertiefen: einerseits der von Alexander Freed geschriebene Roman zum Film, der mit einigen Ergänzungen die Filmgeschichte nacherzählt; andererseits „Der Auslöser“ von James Luceno. Er erzählt, so die Verlagsankündigung, eine „bisher unbekannte Geschichte um eine Gruppe von Kämpfern und Kopfgeldjägern (…), die sich aufmacht, die Pläne des Todessterns zu stehlen.“ Das klingt jetzt nicht unbedingt nach der direkten Vorgeschichte zu „Rogue One“, sondern eher nach einem zünftigem Weltraumabenteuer, bei dem die Jungs keinen Erfolg haben dürfen. Denn dann gäbe es ja nicht die Geschichte von Jyn Erso und ihres dreckigen Dutzends.

Star Wars Rogue One von Alexander Freed

Alexander Freed: Rogue One – Eine Star Wars Story

(übersetzt von Andreas Kasprzak)

Penhaligon, 2017

400 Seiten

14,99 Euro

(angekündigt für den 22. Mai 2017)

Originalausgabe

Star Wars™ Rogue One

DelRey, New York 2017

Star WarsDer Ausloeser von James Luceno

James Luceno: Star Wars: Der Auslöser – A Rouge One Story

(übersetzt von Andreas Kasprzak)

Blanvalet, 2017

400 Seiten

13 Euro

(angekündigt für den 15. Mai 2017)

Originalausgabe

Star Wars™ Catalyst: A Rogue One Story

DelRey, New York 2016


Neuer „Indiana Jones“-Film kommt 2019

März 16, 2016

Jetzt ist es offiziell: es gibt einen neuen „Indiana Jones“-Film. Steven Spielberg ist wieder der Regisseur. Harrison Ford der titelgebende Held und der fünfte „Indiana Jones“-Film startet in den USA am 19. Juli 2019.
Mehr ist noch nicht bekannt. Auch nicht, ob George Lucas das Drehbuch nicht schreibt.
So richtig begeistert über diese Nachricht bin ich nicht. Denn Harrison Ford wird beim Filmstart 77 Jahre sein und, auch wenn Vierzig vielleicht das neue Dreißig ist, ist Siebzig definitiv nicht mehr das neue Dreißig. Dabei leben die „Indiana Jones“-Filme, also die ersten drei Filme („Jäger des verlorenen Schatzes“, „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ und „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“) ja gerade von der Action, die natürlich einen entsprechend beweglichen Darsteller erfordert. Die Action war 2008 in „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“, neben vielen anderen Problemen, ein großes Problem. Schon damals war Harrison Ford kein junger Hüpfer mehr.
Und jetzt soll ich mir einen Mittsiebziger vorstellen, der peitschenschwingend in irgendwelchen Urwäldern Schätze sucht und sich eine wilde Hatz mit irgendwelchen Bösewichtern liefert? Uh, huh.
Auf einen Indiana Jones, der friedlich im Altersheim seine Pfeife raucht, habe ich allerdings auch keine Lust.
Tja, Clint Eastwood wusste schon, warum er als Endfünfziger zum letzten Mal Dirty Harry spielte.
Auch Sean Connery verzichtete nach „Sag niemals nie“ auf weitere Auftritte als James Bond. Und da war er noch keine 55 Jahre.


Neu im Kino/Filmkritik: „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ erzählt die Geschichte weiter

Dezember 17, 2015

https://www.youtube.com/watch?v=VC18mrZJYao
Zehn Jahre Warten sind vorbei. Wobei nach „Die Rache der Sith“ (dem Abschluss der Vorgeschichte zur originalen „Krieg der Sterne“-Trilogie) eigentlich kein Filmfan und auch kein Science-Fiction-Filmfan wirklich auf einen weiteren „Star Wars“-Film wartete. Denn „Die dunkle Bedrohung“ (1999), „Angriff der Klonkrieger“ (2002) und „Die Rache der Sith“ (2005) waren, obwohl oder weil von „Star Wars“-Erfinder George Lucas inszeniert, auf erzählerischer Ebene einfach zu schlecht, um zu überzeugen. Die Dialoge waren gruselig. Die in anderen Filmen guten Schauspieler agierten hölzern. Dafür waren die Tricks gut. Seitdem konnten die zahlreichen „Star Wars“-Fans sich am ganzen Merchandising, an Bücher, Comics, TV-Serien und den Filmen in verschiedenen DVD/Blu-ray-Ausgaben austoben.
Vor drei Jahren verkaufte George Lucas Lucasfilm und damit „Star Wars“ an Disney. Was ja keine schlechte Entscheidung ist. Die Disney-Filme sind ja durchgehend gelungen und „Star Wars“ ist alles andere als ein düsteres, hochphilosophisches Science-Fiction-Drama. Es ist eine Space-Opera, in der Grautöne auf der Leinwand nur als Farbton existieren.
Schnell wurden Pläne für weitere „Star Wars“-Filme verkündet. In den kommenden Jahren soll es etliche Filme aus dem „Star Wars“-Kosmos geben und die „Krieg der Sterne“-Filmsaga soll, immerhin hat George Lucas schon immer behauptet, dass er ein ganz großes Epos aus neun Spielfilmen plane, in seinem Geist fortgeführt werden. J. J. Abrams, der „Star Trek“ wiederbelebte und mit „Super 8“ seine „E. T.“-Version drehte, wurde zum Regisseur mit klarer Mission ernannt: „Star Wars“ für ein neues Publikum erschließen und die alten Fans befriedigen. Es gab, was in Hollywood nicht ungewöhnlich ist, viele Ideen und Drehbuchversionen, die sich radikal unterscheiden. Am Ende war Lawrence Kasdan, der unter anderem die Drehbücher für „Das Imperium schlägt zurück“ und „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ schrieb, wieder an Bord. Ebenso die Stars der originalen Trilogie: Harrison Ford, Carrie Fisher, Mark Hamill undsoweiter, auch wenn sie dank ihrer Masken von anderen Menschen gespielt werden könnten. Es gab Bilder und Trailer, die zeigten, dass die Menschen einer weit, weit entfernten Galaxis ihren Schrott ebenfalls in der Landschaft liegen lassen. Die Fans waren entzückt. Der Hype wurde, mal wieder, kräftig angeheizt und jetzt ist das beworbene Produkt, der siebte „Krieg der Sterne“-Film „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ (manchmal auch „Star Wars VII“), der Beginn der dritten und (vielleicht) finalen Trilogie, in den Kinos. Natürlich in 3D (was nicht unbedingt nötig wäre, aber gut aussieht) und auch in einer IMAX-Version.
Um die Geschichte wurde ein großes Geheimnis gemacht, was auch daran liegt, dass sie zwar gut unterhält, aber im Wesentlichen nur eine kleine Episode aus dem Kampf zwischen den Guten (den Rebellen, die sich jetzt Resistance nennen) und den Bösen (die jetzt nicht mehr Imperium, sondern Erste Ordnung [First Order] heißen) erzählt.
Kampfpilot Poe Dameron (Oscar Isaac) soll einen Hinweis beschaffen, der die Rebellen zu dem seit Ewigkeiten spurlos verschwundenen Luke Skywalker (Mark Hamill) führen soll. Diese Mission wird durch das Auftauchen von Darth-Vader-Nachfolger Kylo Ren (Adam Driver) verhindert. Poe versteckt den Hinweis, der sich einer Art USB-Stick befindet, in seinem Roboter. Der kugelförmige BB-8-Droid kann entkommen. Poe wird von den Stormtroopern gefangen genommen. Weil Stromtrooper Finn (John Boyega) bei dem Einsatz, der ältere Zuschauer an Bilder aus dem Vietnam-Krieg erinnert, sein Gewissen entdeckt, flüchtet er mit Poe aus dem Erste-Ordnung-Raumschiff. Sie werden von anderen Raumschiffen verfolgt und legen auf dem nächstbesten Planeten eine Bruchlandung hin.
Inzwischen hat die taffe Rey (Daisy Ridler), die als Schrottsammlerin auf Jakku lebt, BB-8 gefunden. Kurz darauf treffen Rey und Finn aufeinander und, während eines Luftangriffs der Ersten Ordnung, können sie in dem gerade in der Wüste herumstehendem Millenium Falke flüchten und von Jakku flüchten.
Rey, Finn und BB-8 verstecken sich in einem größeren Raumschiff. Dort – Zufälle gibt es – treffen sie auf Han Solo (Harrison Ford) und seinen haarigen Gefährten Chewbacca (Peter Mayhew). Gemeinsam und nach einer weiteren Action-Szene (ja, es gibt viel Action, wenn die Macht erwacht) machen sie sich auf den Weg zu den von Leia Organa (Carrie Fisher) geführten Rebellen. Denn Poes Mission muss beendet werden.
Natürlich ist dieser Weg gefährlich, weshalb es weiterhin viele Kämpfe und wenige Dialoge gibt. Am Ende, auch das ist keine große Überraschung, gibt es wieder eine große Schlacht, in der Lichtschwerter gekreuzt werden und ein Todesstern der Bösewichter zerstört wird. Mein Eindruck war (ich habe den 1977er „Krieg der Sterne“ schon sehr lange nicht mehr gesehen), dass J. J. Abrams sich deutlich von der Schlussschlacht um den damaligen, viel kleineren Todesstern inspirieren ließ.
Sowieso stellt sich Abrams mit seinem Film hundertprozentig, bewusst und freudig in der Tradition der vorherigen „Krieg der Sterne“-Filme. Deshalb ist seine Revitalisierungsmission vor allem ein zurück zu den Ursprüngen, also zu der in „Krieg der Sterne“ (1977), „Das Imperium schlägt zurück“ (1980) und „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ (1983) etablierten Welt, den Charakteren, dem Humor und auch dem Zeitgeist. Abrams erzählt in „Das Erwachen der Macht“, das dreißig Jahre nach „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ spielt, die Geschichte von Han Solo, Leia Organa, Luke Skywalker und ihren Freunden bruchlos weiter. Dabei sind sie, obwohl Harrison Ford eine überraschend große Rolle hat, nur Nebenfiguren, deren Auftritte oft kaum über größere Cameos hinauskommen. Im Mittelpunkt steht, immerhin ist der Film ein Blockbuster, der sich an ein junges Publikum richtet, Rey (Daisy Ridley), die als taffes Mädchen schnell den Respekt von Han Solo erwirbt. Auch ihr in sie verliebter Begleiter Finn (John Boyega) hat eine größere Rolle.
Die Geschichte, die die Autoren Lawrence Kaskan, J. J. Abrams und Michael Arndt erfanden, ist dann, zwischen all den Reminiszenzen an die originale Trilogie, ähnlich der Geschichte in „Planet der Affen: Revolution“ (2014), eigentlich eine auf Spielfilmlänge gestreckte TV-Serienepisode; naja, von der Länge her ist „Das Erwachen der Macht“ eine Doppel- und eine Einzelfolge. Diese Geschichte bewegt sich, dank des reichlich vorhandenen Humors und der Auftritte der altbekannten Charaktere (die mal mehr, mal weniger pompös inszeniert sind und das Herz des Fans streicheln), zügig von einer gut inszenierten Action-Szene zur nächsten. Die Special-Effects überzeugen. Die Schauspieler ebenso und entsprechend glaubwürdig sind die Charaktere. Die Dialoge sind, nachdem sie in den zwischen 1999 und 2005 entstandenen Filmen gruselig waren, wieder schmerzfrei anhörbar. Die Dialogwitze sind gut und auf den philosphischen Überbau, der uns in früheren Filmen von den Jedis arg verschwurbelt erklärt wurde, wird nicht weiter eingegangen. Inzwischen weiß jeder, was die „Macht“ ist. Sie ist, auch für die Charaktere, ein Teil ihres Lebens und wenn sie sie haben, sind sie nicht erstaunt darüber.
Es gibt viele neue Wesen und die Stormtrooper, diese maskierten Soldaten in ihrer weißen Plastikmontur, werden menschlicher; was auch für einige Lacher sorgt. Dafür hat Kylo Ren die merkwürdige Angewohnheit, während seiner Wutanfälle nicht seine Soldaten und Offiziere zu töten, sondern mit dem Lichtschwert die Einrichtung zu zerstören.
Insgesamt gefällt „Das Erwachen der Macht“ als poppiges Science-Fiction-Abenteuer und als würdige, aber auch nicht besonders eigenständige Fortsetzung von, nun, „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“. Es ist sozusagen „Die Rückkehr der Jedi-Ritter – Dreißig Jahre später“.
P. S.: Ob, wie ich hier vermutete, Rey und Kylo Ren Geschwister sind, wird in „Das Erwachen der Macht“ nicht endgültig geklärt. Das muss dann wohl Luke Skywalker im nächsten „Star Wars“-Film machen, der am 26. Mai 2017 in Deutschland starten soll.

Star Wars - Das Erwachen der Macht - Plakat

Star Wars: Das Erwachen der Macht (Star Wars: The Force awakens, USA 2015)
Regie: J.J. Abrams
Drehbuch: Lawrence Kasdan, J.J. Abrams, Michael Arndt
LV: Charaktere von George Lucas
mit Daisy Ridley, Adam Driver, John Boyega, Oscar Isaac, Andy Serkis, Domhnall Gleeson, Max von Sydow, Carrie Fisher, Harrison Ford, Mark Hamill, Kenny Baker, Anthony Daniels, Peter Mayhew, Gwendoline Christie, Lupita Nyong’o
Länge: 135 Minuten
FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Homepage zum Film

Facebook-Seite zum Film

YouTube-Kanal zum Film

Film-Zeit über “Star Wars: Das Erwachen der Macht”

Moviepilot über “Star Wars: Das Erwachen der Macht”

Metacritic über “Star Wars: Das Erwachen der Macht”

Rotten Tomatoes über “Star Wars: Das Erwachen der Macht”

Wikipedia über “Star Wars: Das Erwachen der Macht” (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von J. J. Abrams’ “Super 8” (Super 8, USA 2011)

Meine Besprechung von J. J. Abrams‘ „Star Trek into Darkness“ (Star Trek into Darkness, USA 2013)


Cover der Woche

Dezember 15, 2015

Glut - Das Imperium schlägt zurück


TV-Tipp für den 6. Juni: Indiana Jones und der letzte Kreuzzug

Juni 5, 2015

https://www.youtube.com/watch?v=BKWxFHBWHxI&feature=player_embedded

Sat.1, 20.15

Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (USA 1989, Regie: Steven Spielberg)

Drehbuch: Jeffrey Boam, George Lucas, Menno Meyjes

Dritter Auftritt von Indiana Jones. Dieses Mal sucht der Archäologe mit der Peitsche den Heiligen Gral, tut alles, damit er nicht den Nazis in die Hände fällt (das ist der leichte Teil) und er begegnet seinem Vater.

Und weil dieser von ‘James Bond’ Sean Connery gespielt wird, der wenig von seinem Sohn hält, ist für Spaß gesorgt. Und es gibt, selbstverständlich, Action satt.

Danach, um 22.45 Uhr, “Indiana Jones und der Tempel des Todes”.

mit Harrison Ford, Sean Connery, River Phoenix, Denholm Elliott, John Rhys-Davies, Julian Glover, Michael Byrne

Wiederholung: Sonntag, 7. Juni, 16.25 Uhr

Hinweise

Metacritic über „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“

Rotten Tomatoes über „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“

Wikipedia über „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung des vierten Indiana-Jones-Films “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the Kingdom of the Skull, USA 2008) und des darauf basierenden, wesentlich gelungeneren „Roman zum Film“ von James Rollins

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

Steven Spielberg in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 19. September: Indiana Jones und der letzte Kreuzzug

September 19, 2014

https://www.youtube.com/watch?v=BKWxFHBWHxI

Pro7, 22.45

Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (USA 1989, Regie: Steven Spielberg)

Drehbuch: Jeffrey Boam, George Lucas, Menno Meyjes

Dritter Auftritt von Indiana Jones. Dieses Mal sucht der Archäologe mit der Peitsche den Heiligen Gral, tut alles, damit er nicht den Nazis in die Hände fällt (das ist der leichte Teil) und er begegnet seinem Vater.

Und weil dieser von ‘James Bond’ Sean Connery gespielt wird, der wenig von seinem Sohn hält, ist für Spaß gesorgt. Und es gibt, selbstverständlich, Action satt.

Davor läuft, um 20.15 Uhr, „Indiana Jones und der Tempel des Todes“. Wahrscheinlich in einer gekürzten Fassung.

mit Harrison Ford, Sean Connery, River Phoenix, Denholm Elliott, John Rhys-Davies, Julian Glover, Michael Byrne

Hinweise

Metacritic über „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“

Rotten Tomatoes über „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“

Wikipedia über „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung des vierten Indiana-Jones-Films “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the Kingdom of the Skull, USA 2008) und des darauf basierenden, wesentlich gelungeneren „Roman zum Film“ von James Rollins

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

Steven Spielberg in der Kriminalakte