Hochspannender Thriller über eine Flugzeugentführung. Der Clou des Films ist, dass Patrick Vollrath die Geschichte ausschließlich im Cockpit des Passagierflugzeugs spielen lässt.
Leonardo DiCaprio spielt einen Spion, der sich in die Gehirne von anderen Menschen einloggt. Jetzt soll er allerdings nichts ausspionieren, sondern eine schädliche Idee in das Gehirn seines Opfers implantieren.
Die Kritiker waren begeistert von “Batman“ Christopher Nolans Mindfuck. Die Zuschauer ebenso. Die Kinobetreiber zählten strahlend die verkauften Eintrittskarten. Denn „Inception“ ist ein inzwischen seltenes Beispiel für Blockbusterkino, bei dem man sein Gehirn nicht an der Kinokasse abgeben muss.
mit Leonardo DiCaprio, Joseph Gordon-Levitt, Ellen Page, Tom Hardy, Ken Watanabe, Cillian Murphy, Tom Berenger, Marion Cotillard, Pete Postlethwaite, Michael Caine, Lukas Haas
Hochspannender Thriller über eine Flugzeugentführung. Der Clou des Films ist, dass Patrick Vollrath die Geschichte ausschließlich im Cockpit des Passagierflugzeugs spielen lässt.
Leonardo DiCaprio spielt einen Spion, der sich in die Gehirne von anderen Menschen einloggt. Jetzt soll er allerdings nichts ausspionieren, sondern eine schädliche Idee in das Gehirn seines Opfers implantieren.
Die Kritiker waren begeistert von “Batman“ Christopher Nolans Mindfuck. Die Zuschauer ebenso. Die Kinobetreiber zählten strahlend die verkauften Eintrittskarten. Denn „Inception“ ist ein inzwischen seltenes Beispiel für Blockbusterkino, bei dem man sein Gehirn nicht an der Kinokasse abgeben muss.
mit Leonardo DiCaprio, Joseph Gordon-Levitt, Ellen Page, Tom Hardy, Ken Watanabe, Cillian Murphy, Tom Berenger, Marion Cotillard, Pete Postlethwaite, Michael Caine, Lukas Haas
Eigentlich sollte das tolle Justizdrama „Vergiftete Wahrheit“ der heutige Tagestipp werden. Aber weil im Ersten das Halbfinale der Frauen-EM übertragen wird (wogegen wenig gesagt werden kann), ist die TV-Premiere von Todd Haynes‘ Film (mit einem grandiosem Mark Ruffalo in der Hauptrolle) jetzt nicht mehr für 22.50 Uhr, sondern für 23.45 Uhr angekündigt. Deshalb gibt es für die Nicht-Fußball-Fans, wieder einmal
Leonardo DiCaprio spielt einen Spion, der sich in die Gehirne von anderen Menschen einloggt. Jetzt soll er allerdings nichts ausspionieren, sondern eine schädliche Idee in das Gehirn seines Opfers implantieren.
Die Kritiker waren begeistert von “Batman“ Christopher Nolans Mindfuck. Die Zuschauer ebenso. Die Kinobetreiber zählten strahlend die verkauften Eintrittskarten. Denn „Inception“ ist ein inzwischen seltenes Beispiel für Blockbusterkino, bei dem man sein Gehirn nicht an der Kinokasse abgeben muss.
mit Leonardo DiCaprio, Joseph Gordon-Levitt, Ellen Page, Tom Hardy, Ken Watanabe, Cillian Murphy, Tom Berenger, Marion Cotillard, Pete Postlethwaite, Michael Caine, Lukas Haas
Leonardo DiCaprio spielt einen Spion, der sich in die Gehirne von anderen Menschen einloggt. Jetzt soll er allerdings nichts ausspionieren, sondern eine schädliche Idee in das Gehirn seines Opfers implantieren.
Die Kritiker waren begeistert von “Batman“ Christopher Nolans Mindfuck. Die Zuschauer ebenso. Die Kinobetreiber zählten strahlend die verkauften Eintrittskarten. Denn „Inception“ ist ein inzwischen seltenes Beispiel für Blockbusterkino, bei dem man sein Gehirn nicht an der Kinokasse abgeben muss.
mit Leonardo DiCaprio, Joseph Gordon-Levitt, Ellen Page, Tom Hardy, Ken Watanabe, Cillian Murphy, Tom Berenger, Marion Cotillard, Pete Postlethwaite, Michael Caine, Lukas Haas
Wiederholung: Donnerstag, 21. April, 02.05 Uhr (Taggenau!)
TV-Premiere. Hochspannender Thriller über eine Flugzeugentführung. Der Clou des Films ist, dass Patrick Vollrath die Geschichte ausschließlich im Cockpit des Passagierflugzeugs spielen lässt.
Leonardo DiCaprio spielt einen Spion, der sich in die Gehirne von anderen Menschen einloggt. Jetzt soll er allerdings nichts ausspionieren, sondern eine schädliche Idee in das Gehirn seines Opfers implantieren.
Die Kritiker waren begeistert von “Batman“ Christopher Nolans Mindfuck. Die Zuschauer ebenso. Die Kinobetreiber zählten strahlend die verkauften Eintrittskarten. Denn „Inception“ ist ein inzwischen seltenes Beispiel für Blockbusterkino, bei dem man sein Gehirn nicht an der Kinokasse abgeben muss.
mit Leonardo DiCaprio, Joseph Gordon-Levitt, Ellen Page, Tom Hardy, Ken Watanabe, Cillian Murphy, Tom Berenger, Marion Cotillard, Pete Postlethwaite, Michael Caine, Lukas Haas
Barkeeper Don Jon (Joseph Gordon-Levitt) ist ein echter Frauenschwarm, der aber Internetpornos jeder echten Beziehung vorzieht. Da lernt er Barbara (Scarlett Johansson) kennen und verliebt sich in die Schönheit, die an die große, romantische Liebe glaubt und dummerweise seine Internetsucht nicht tolerieren will.
Nach einigen Kurzfilmen das überaus gelungene Spielfilmdebüt von Joseph Gordon-Levitt, der ein ernstes Thema unterhaltsam inszenierte.
mit Joseph Gordon-Levitt, Scarlett Johansson, Julianne Moore, Tony Danza, Brie Larson
LV: Anatoli Kutscherena: Time of the Octopus, ?; Luke Harding: The Snowden Files: The Inside Story of the World’s Most Wanted Man, 2014 (Edward Snowden: Geschichte einer Weltaffäre)
Sehenswertes Biopic über Edward Snowden, der Mann, der uns 2013 über die globale Überwachung der NSA informierte und der seitdem als politischer Flüchtling in Moskau lebt.
Oliver Stone inszenierte den Whistleblower als Patrioten, der unbedingt als freier Mann in die USA zurückkehren sollte.
Wer Laura Poitras‘ grandiosen Dokumentarfilm „Citizenfour“ kennt, wird in „Snowden“ nichts Neues erfahren.
mit Joseph Gordon-Levitt, Shailene Woodley, Melissa Leo, Nicolas Cage, Zachary Quinto, Tom Wilkinson, Rhys Ifans, Scott Eastwood, Joely Richardson, Timothy Olyphant, Ben Schnetzer
Als Pilot Michael Lutzmann (Carlo Kitzlinger) und sein ebenso erfahrener Co-Pilot Tobias Ellis (Joseph Gordon-Levitt) im Cockpit des Airbus A 319 vor dem Start routiniert die Checkliste durchgehen und etwas privat plaudern, erwarten sie einen einen langweiligen Routineflug von Berlin nach Paris.
Kurz nach dem Start übernehmen Entführer das Kommando in der Passagierkabine. Sie wollen unbedingt in das Cockpit. Nach vorherigen Entführungen ist es inzwischen gut gesichert. Nur der Pilot kann die Tür öffnen und genau das soll er unter keinen Umständen tun.
Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände gelingt es einem der Terroristen in das Cockpit einzudringen. Bei dem Kampf wird Pilot Lutzmann schwer verletzt. Co-Pilot Ellis kann Kenan (Murathan Muslu) überwältigen und ihn auf einem Klappsitz fesseln.
Die anderen Terroristen versuchen weiterhin, Ellis zum Öffnen der Tür zu bewegen und so die Gewalt über die Maschine zu erlangen. Dabei schrecken sie auch nicht vor tödlicher Gewalt gegen die Passagiere und Stewardessen zurück. Eine der Stewardessen ist Ellis‘ Freundin und die Mutter ihres Sohnes. Ellis versucht das Schlimmste zu verhindern ohne das Leben der Passagiere zu gefährden oder Gewalt anzuwenden.
Mit seinem Spielfilmdebüt „7500“ sendet Patrick Vollrath, dessen Kurzfilm „Alles wird gut“ 2016 für den Kurzfilmoscar nominiert war, unübersehbar sein Bewerbungsschreiben nach Hollywood. Dafür verpflichtete er mit Joseph Gordon-Levitt einen US-Star als Hauptdarsteller, drehte größtenteils auf Englisch und erzählt eine Thrillergeschichte. Diese spielt als Quasi-Zwei-Personenstück in Echtzeit im engen Cockpit eines Passagierflugzeugs. Nur am Filmanfang, wenn Überwachungskameras das Einchecken der Entführer dokumentieren, und am Filmende verlässt die Kamera für wenige Minuten, eher Sekunden, das Cockpit.
Vollrath gelingt es in diesem engen Raum eine beträchtliche Spannung zu erzeugen.
Das ist nicht in jeder Minute perfekt. Das gilt für allem für die Gespräche zwischen Ellis und den Terroristen, ihrem Motiv und ihrem Plan. Manchmal ist es auch etwas unlogisch. Aber insgesamt ist „7500“ ein spannender B-Thriller, der sich nicht vor vergleichbaren US-Thrillern verstecken muss. Im Gegenteil!
P. S.: Unnützes Wissen: 7500 ist in der internationalen Luftfahrt der Notfallcode für eine Flugzeugentführung.
7500(Deutschland 2019)
Regie: Patrick Vollrath
Drehbuch: Patrick Vollrath, Senad Halilbasic
mit Joseph Gordon-Levitt, Omid Memar, Aylin Tezel, Murathan Muslu, Carlo Kitzlinger
LV: Anatoli Kutscherena: Time of the Octopus, ?; Luke Harding: The Snowden Files: The Inside Story of the World’s Most Wanted Man, 2014 (Edward Snowden: Geschichte einer Weltaffäre)
Sehenswertes Biopic über Edward Snowden, der Mann, der uns 2013 über die globale Überwachung der NSA informierte und der seitdem als politischer Flüchtling in Moskau lebt.
Oliver Stone inszenierte den Whistleblower als Patrioten, der unbedingt als freier Mann in die USA zurückkehren sollte.
Wer Laura Poitras‘ grandiosen Dokumentarfilm „Citizenfour“ kennt, wird in „Snowden“ nichts Neues erfahren.
mit Joseph Gordon-Levitt, Shailene Woodley, Melissa Leo, Nicolas Cage, Zachary Quinto, Tom Wilkinson, Rhys Ifans, Scott Eastwood, Joely Richardson, Timothy Olyphant, Ben Schnetzer
Nach einem Autounfall hat Chris sein Kurzzeitgedächtnis fast vollständig verloren. Um seinem Leben Struktur zu geben, ist er Putzmann in einer Bank. Da macht sich ein Pärchen an ihn ran. Er soll ihnen bei einem Banküberfall helfen.
Regiedebüt von Scott Frank, dem Drehbuchautor von „Get Shorty“, „Out of Sight“, „Minorty Report“ und „Logan“.
Heute ist die schon lange überfällige TV-Premiere des feinen Noirs.
mit Joseph Gordon-Levitt, Jeff Daniels, Matthew Goode, Isla Fisher, Carla Gugino, Bruce McGill, Alberta Watson, Alex Borstein, Sergio Di Zio
Barkeeper Don Jon (Joseph Gordon-Levitt) ist ein echter Frauenschwarm, der aber Internetpornos jeder echten Beziehung vorzieht. Da lernt er Barbara (Scarlett Johansson) kennen und verliebt sich in die Schönheit, die an die große, romantische Liebe glaubt und dummerweise seine Internetsucht nicht tolerieren will.
Nach einigen Kurzfilmen das überaus gelungene Spielfilmdebüt von Joseph Gordon-Levitt, der ein ernstes Thema unterhaltsam inszenierte.
mit Joseph Gordon-Levitt, Scarlett Johansson, Julianne Moore, Tony Danza, Brie Larson
Leonardo DiCaprio spielt einen Spion, der sich in die Gehirne von anderen Menschen einloggt. Jetzt soll er allerdings nichts ausspionieren, sondern eine schädliche Idee in das Gehirn seines Opfers implantieren.
Die Kritiker waren begeistert von “Batman“ Christopher Nolans Mindfuck. Die Zuschauer ebenso. Die Kinobetreiber zählten strahlend die verkauften Eintrittskarten. Denn „Inception“ ist ein inzwischen seltenes Beispiel für Blockbusterkino, bei dem man sein Gehirn nicht an der Kinokasse abgeben muss.
mit Leonardo DiCaprio, Joseph Gordon-Levitt, Ellen Page, Tom Hardy, Ken Watanabe, Cillian Murphy, Tom Berenger, Marion Cotillard, Pete Postlethwaite, Michael Caine, Lukas Haas
Sin City 2: A Dame to kill for (Frank Miller’s Sin City: A Dame to kill for, USA 2014)
Regie: Frank Miller, Robert Rodriguez
Drehbuch: Frank Miller
LV: Frank Miller: Sin City: A Dame to kill for, 1993/1994 (Sin City: Eine Braut, für die man mordet)
Die Herren Miller und Rodriguez präsentieren weitere Geschichten aus Sin City. Mit vielen alten Bekannten, einigen neuen Gesichtern, viel Gewalt und Sex.
„Sin City 2: A Dame to kill for“ ist ein insgesamt überflüssiger und Jahre zu spät in die Kinos gekommener Nachschlag zu „Sin City“, der heute seine TV-Premiere erlebt.
mit Mickey Rourke, Jessica Alba, Josh Brolin, Joseph Gordon-Levitt, Rosario Dawson, Bruce Willis, Eva Green, Powers Boothe, Dennis Haysbert, Ray Liotta, Christopher Meloni, Jeremy Piven, Christopher Lloyd, Jamie King, Juno Temple, Stacy Keach, Marton Csokas, Jude Ciccolella, Jamie Chung, Julia Garner, Lady Gaga, Alexa Vega
Wiederholung: Samstag, 13. Mai, 03.55 Uhr (Taggenau!)
Bei uns ist Edward Snowden ein Held, der die globale Überwachung der NSA öffentlich machte. Seitdem versucht ein Untersuchungsausschuss des Bundestages herauszufinden, wie sehr die NSA Deutsche überwacht und wie sehr der Bundesnachrichtendienst darin verwickelt ist.
In den USA ist dagegen die Meinung über ihn tief gespalten zwischen tapferer Whistleblower und feigem Landesverräter. Die Geheimdienste versuchen immer wieder ihn zu diskreditieren. Die Regierung und Konservative würden ihn am liebsten bis ans Ende der Welt in einen Kerker werfen; wenn sie nicht gerade behaupten, Snowden habe nichts verraten, was die nationale Sicherheit gefährde oder ihn gleich zu einem russischen Spion erklären.
Denn seit dem 23. Juni 2013 lebt Edward Snowden in Moskau. Nicht weil er es so plante, sondern weil sein Pass auf der Flugreise nach Südamerika von der USA für ungültig erklärt wurde. Seitdem verhandelt er, mit der Hilfe mehrerer Anwälte, über seine Rückkehr in die USA, die derzeit immer noch utopisch erscheint. Im besten Fall droht ihm eine unglaublich lange Haftstrafe. Die Todesstrafe ist auch möglich. Ein fairer Prozess sehr unwahrscheinlich.
In dieses Klima, während in den USA bekannte Bürgerrechtsorganisationen und Bürgerrechtler die an Präsident Barack Obama gerichtete Begnadigungskampagne „Pardon Snowden“, startet Oliver Stones neuer Film „Snowden“ dort und hier in den Kinos. Er erzählt im wesentlichen einfach noch einmal die bereits aus Büchern und Laura Poitras‘ Dokumentarfilm „Citizenfour“ bekannte Geschichte noch einmal. Allerdings erstaunlich konventionell. Der Film wirkt fast so, als habe Stone ein mildes Alterswerk und keine weitere, von Wut getriebene Abrechnung und Anklage der USA inszenieren wollen. „Snowden“ ist das Gegenteil zu dem aus „Natural Born Killers“ bekanntem visuellen und akustischen Overkill. Es ist ein Film, der die Konservativen und die Gegner und Feinde von Edward Snowden überzeugen will, dass der Geheimnisverräter aus lauteren Motiven handelte, dass er ein Patriot ist, der für die US-amerikanischen Werte kämpft und mit seiner Tat eine Diskussion über den Wert der Privatsphäre und die Macht der Regierung anstoßen wollte.
Das ist ehrenwert und „Snowden“ ist auch ein sehenswerter Film, der ausgehend von dem Treffen in dem Hotel in Hongkong im Juni 2013, wo Dokumentarfilmerin Laura Poitras (gespielt von Melissa Leo, die älter als Poitras ist und auf noch älter geschminkt wurde) und „The Guardian“-Kolumnist Glenn Greenwald (Zachary Quinto, verblüffend ähnlich) Edward Snowden (Joseph Gordon-Levitt, dito) treffen und er ihnen sein Leben erzählt und die Beweise für die globale NSA-Überwachung übergibt.
Dieses zehntägige Gespräch, das wir aus „Citizenfour“ kennen, liefert den Rahmen für die Rückblenden, in denen Snowden sein Leben erzählt und so langsam in die globale Überwachungsmaschine des US-Geheimdienstes nach 9/11 einführt.
Vor allem in der ersten Hälfte wird diese Welt und Snowdens immer stärker werdende Gewissenskonflikte lehrbuchhaft geschildert. Es beginnt mit seinen wenigen Tagen beim Militär. Nach einer Verletzung während der Ausbildung wird der brillentragende Bürohengst als dienstunfähig ausgemustert. Snowden, der ebenso glühende, wie naive Patriot, ist, weil er seinem Land nicht mehr dienen kann, verzweifelt. Da erhält er das Angebot, beim Geheimdienst an der vordersten Front der Landesverteidigung mitzumachen. Wegen seiner überragenden Computerkenntnisse fördert ihn sein Mentor Corbin O’Brian (Rhys Ifans), er trifft Hank Forrester (Nicolas Cage in einer seiner zahlreichen Kleinstrollen), der als im Ausbildungslager kaltgestelltes Computergenie eine ältere Version von Snowden ist. Und Snowden verliebt sich in Lindsay Mills (Shailene Woodley) eine Linke, die ihn auf eine Antikriegsdemo mitnimmt.
Diese Beziehung rückt in der zweiten Hälfte des Films, wenn Snowden in Tokio, Maryland und Hawaii arbeitet, immer mehr in den Mittelpunkt, ohne die Geschichte wirklich voran zu bringen. Im Gegenteil: Lindsay wird immer mehr zum typischen Heimchen am Herd mit Anwandlungen von Weinerlichkeit und einem Gottvertrauen in die US-Regierung, das sie bei ihrer ersten Begegnung mit Snowden nicht hatte.
Neben ihr hat Snowden, außer einigen austauschbaren Arbeitsbeziehungen, keine Freunde und keine Bekannten. Auch seine Eltern und seine ältere Schwester tauchen in „Snowden“ nicht auf. Snowden, der in die Produktion involviert und das Drehbuch vor dem Dreh las, bleibt in dem über zweistündigem Film ein Mensch ohne eine Familie und ohne soziale Beziehungen. Er ist der Mensch, den wir in „Citizenfour“ kennen lernten und der seitdem als öffentliche Person seine Auftritte in den Medien (und in „Snowden“) hat. Dabei hätte gerade ein Blick auf seine Familie einen neuen Blick auf ihn eröffnen können. Auch ein Blick auf seine Zeit in Moskau und der öffentlich ausgetragene Kampf um die Interpretation der von ihm veröffentlichten Dokumente hätten einen neuen Blick auf Snwoden eröffnen können.
So ist „Snowden“ für alle, die „Citizenfour“ kennen, nur ein Reenactment des mit dem Dokumentarfilmoscar ausgezeichneten und sehr sehenswerten Films. Stones Film endet allerdings, abgesehen von dem Epilog, in Hongkong. Poitras erzählte in „Citizenfour“ die Geschichte noch etwas weiter.
Obwohl Stone der bekannten Geschichte keine neuen Aspekte abgewinnt (und auch nicht abgewinnen will), ist „Snowden“ dank der Besetzung und der guten Kameraarbeit (eigentlich sehen wir nur sprechende Köpfe in Innenräumen) sehenswert. In einigen Jahren wird „Snowden“ als Film, der den Moment, in dem sich die Diskussion über die globale Überwachung radikal änderte, sogar noch wichtiger werden. Denn selbstverständlich wird der Spielfilm öfter und zu besseren Zeiten im Fernsehen gezeigt werden als der Dokumentarfilm.
Für den Moment liefert Oliver Stone gut gemachtes politisches Aufklärungskino mit leicht angezogener Handbremse, das vor allem zu einer Rehabilitierung und Begnadigung von Edward Snowden in den USA führen soll.
Snowden (Snowden, USA/Deutschland 2016)
Regie: Oliver Stone
Drehbuch: Oliver Stone, Kieran Fitzgerald
LV: Anatoli Kutscherena: Time of the Octopus, ?; Luke Harding: The Snowden Files: The Inside Story of the World’s Most Wanted Man, 2014 (Edward Snowden: Geschichte einer Weltaffäre)
mit Joseph Gordon-Levitt, Shailene Woodley, Melissa Leo, Nicolas Cage, Zachary Quinto, Tom Wilkinson, Rhys Ifans, Scott Eastwood, Joely Richardson, Timothy Olyphant, Ben Schnetzer
Barkeeper Don Jon (Joseph Gordon-Levitt) ist ein echter Frauenschwarm, der aber Internetpornos jeder echten Beziehung vorzieht. Da lernt er Barbara (Scarlett Johansson) kennen und verliebt sich in die Schönheit, die an die große, romantische Liebe glaubt und dummerweise seine Internetsucht nicht tolerieren will.
Nach einigen Kurzfilmen das überaus gelungene Spielfilmdebüt von Joseph Gordon-Levitt, der ein ernstes Thema unterhaltsam inszenierte.
mit Joseph Gordon-Levitt, Scarlett Johansson, Julianne Moore, Tony Danza, Brie Larson
Der Erzähler steht auf der Freiheitsstatue, im Hintergrund sehen wir das World Trade Center und er begrüßt uns (im Original) mit einem fürchterlich dickem französischen Akzent, der ihn gleich als einen Blender abstempelt. Und das ist Philippe Petit auch. Irgendwie. Denn der Franzose ist ein Hochseilartist, einer der mit kleinen Kunststücken und Variete-Nummern, die er in seiner Anfangszeit im Zirkus (seltener) und auf der Straße (öfter) aufführte. Natürlich ohne sich um irgendwelche Genehmigungen zu kümmern. Was zum ständigen Ärger mit den Ordnungshütern führt. Er ist einer, der das große Publikum sucht. Es unterhalten und erfreuen will. Sein Tanz zwischen den Türmen des Notre Dame war nicht genehmigt. Die Menschen blieben stehen und klatschten. Auf die Schlagzeilen, die ihn auch bei der Verhaftung zeigen, ist Petit stolz.
Aber er sucht nach einer größeren Herausforderung und da entdeckt er beim Zahnarzt in einem Magazin einen Artikel über das sich im Bau befindende World Trade Center. Petit will, vor der Eröffnung und natürlich ohne irgendeine Genehmigung, zwischen den beiden Türmen tanzen. In 417 Meter Höhe auf einem ein Zoll breitem Seil.
„The Walk“ von „Zurück in die Zukunft“-Regisseur Robert Zemeckis erzählt die wahre Geschichte von Philippe Petit (erzählt aus seiner Sicht) und seinem Drahtseilakt zwischen den Türmen des World Trade Center, den er am 7. August 1974 durchführte. Letztendlich tanzte er 45 Minuten zwischen den Türmen, ehe er sich in die Hände der ängstlich wartenden Polizisten begab und am nächsten Tag die Schlagzeilen beherrschte. Denn ihm gelang es mit seinem tollkühnen (um nicht zu sagen wahnsinnigen) Akt, die sich von nichts ablenkenden und ins Erstaunen versetzenden New York auf dem Weg zur Arbeit zum Stillstehen zu bewegen.
Zemeckis, dem schon während des gesamten Films immer wieder spektakuläre Bilder gelingen, die die Schwindelfreiheit des Zuschauers auf eine harte Probe stellen, zeigt im dritten Akt, Petits Drahtseilakt so realistisch, dass man, auch wenn man sich bis dahin für schwindelfrei hielt, jetzt daran zweifelt. Außerdem schwitzt man, obwohl man im sicheren Kinosessel sitzt und weiß, wie die Geschichte endete, Wasser und Blut und hat, wenn Petit sich auf dem Seil noch einmal umdreht und vor den Polizisten zum anderen Wolkenkratzer wegläuft, nur einen Gedanken hat: „Mensch, verlass das Seil! Du wirst noch runterfallen!“
Dass Joseph Gordon-Levitt dabei niemals in Lebensgefahr schwebte, dass diese Szenen vor allem mit CGI-Hilfe entstanden; – egal. Auch dass Zemeckis immer wieder die Gedanken von Petit visualisiert und damit den Weg, den Petit auf dem Seil gehen will, in einem sich vor unseren Augen über die Leinwand spannendes Seil, das so nur in einem Computer entstehen kann, zeigt, ist egal. Es sieht beängstigend echt aus. Vor allem auf der großen IMAX-Leinwand (wobei die bekannten IMAX-3D-Probleme mich immer wieder aus dem Film rissen). In „The Walk“ gelingt es Zemeckis, wieder einmal, die Technik in den Dienst der Geschichte zu stellen.
Da verzeiht man auch, dass die Filmgeschichte äußerst konventionell und überraschungsfrei von Petits Kindheit über seine Ausbildung bei Papa Rudy (Ben Kingsley, gewohnt herrisch) und seine Tage als Pariser Straßenkünstler erzählt ist. Der immergleiche leicht satirisch überspitzte, amüsierte Tonfall in Wort und Bild und die die Realität konstant überhöhende Inszenierung lässt auch alle Charaktere als eher eindimensionale Erfüllungsgehilfen von Petits Vision erscheinen.
Und wer noch mehr über Petits Coup erfahren will, sollte sich die mit dem Oscar ausgezeichnete Dokumentation „Man on Wire“ (GB/USA 2008, Regie: James Marsh) ansehen. Hier der Trailer:
ARD, 22.45 Lincoln (Lincoln, USA 2012)
Regie: Steven Spielberg
Drehbuch: Tony Kushner
LV: Doris Kearns Goodwin: Team of Rivals: The political Genius of Abraham Lincoln, 2005
Ohne historisches Vorwissen bestenfalls durchwachsenes Biopic über Abraham Lincolns Kampf um den 13. Verfassungszusatz (das ist der, der die Sklaverei abschaffte). Kurz nachdem der Zusatz im Kongress verabschiedet wurde, wurde Lincoln ermordet. Weil der Film mit seinem nicht gezeigten Tod endet, ist „Lincoln“ auch ein Film über die letzten Tage Lincolns. Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.
mit Daniel Day-Lewis, Sally Field, David Strathairn, Tommy Lee Jones, Joseph Gordon-Levitt, James Spader, Hal Holbrook, John Hawkes, Jackie Earle Haley, Bruce McGill, Tim Blake Nelson , Jared Harris, Gloria Reuben, Walton Goggins , David Oyelowo, Lukas Haas, Gregory Itzin, S. Epatha Merkerson