The Nice Guys – Nett war gestern! (The Nice Guys, USA 2016)
Regie: Shane Black
Drehbuch: Shane Black, Anthony Bagarozzi
Buch zum Film: Charles Ardai: The Nice Guys, 2016
Los Angeles in den Siebzigern: Nach einem etwas ruppigen Start arbeiten Privatdetektiv Holland March (Ryan Gosling) und Schläger Jackson Healy (Russell Crowe) zusammen. Sie wollen herausfinden, was der Tod eines Pornostars mit einer vermissten jungen Frau und einem labyrinthischen politischen Ränkespielen zu tun haben.
Wundervoll-kurzweiliger Mix aus Buddymovie und Privatdetektivkrimi und eine witzige Liebeserklärung an das Genre. Kultig.
mit Russell Crowe, Ryan Gosling, Angourie Rice, Matt Bomer, Margaret Qualley, Keith David, Yaya DaCosta, Beau Knapp, Kim Basinger, Lois Smith, Murielle Telio, Gil Gerard
Drehbuch: Shane Black, David Arnott (nach einer Geschichte von Zak Penn und Adam Leff)
Jack Slade ist ein Superbulle wie es ihn nur im Film gibt. Und das ist er auch: ein fiktionaler Polizist. Als er durch eine Verkettung unglücklicher Umstände – der junge Danny und eine magische Eintrittskarte haben etwas damit zu tun – in der realen Welt landet, bemerkt er schmerzhaft den Unterschied zwischen Fiktion und Fakt. Daneben muss er immer noch einen fiesen Filmganoven jagen.
Actionkomödie, die damals beim Publikum und der Kritik nicht so gut ankam. Inzwischen sieht das anders aus.
mit Arnold Schwarzenegger, Austin O’Brien, Charles Dance, Robert Prosky, Tom Noonan, Frank McRae, Anthony Quinn, F. Murray Abraham, Mercedes Ruehl, Art Carney
auch bekannt als „Der letzte Action-Held“ (Kinotitel)
Drehbuch: Shane Black, David Arnott (nach einer Geschichte von Zak Penn und Adam Leff)
Jack Slade ist ein Superbulle wie es ihn nur im Film gibt. Und das ist er auch: ein fiktionaler Polizist. Als er durch eine Verkettung unglücklicher Umstände – der junge Danny und eine magische Eintrittskarte haben etwas damit zu tun – in der realen Welt landet, bemerkt er schmerzhaft den Unterschied zwischen Fiktion und Fakt. Daneben muss er immer noch einen fiesen Filmganoven jagen.
Actionkomödie, die damals beim Publikum und der Kritik nicht so gut ankam. Inzwischen sieht das anders aus.
mit Arnold Schwarzenegger, Austin O’Brien, Charles Dance, Robert Prosky, Tom Noonan, Frank McRae, Anthony Quinn, F. Murray Abraham, Mercedes Ruehl, Art Carney
auch bekannt als „Der letzte Action-Held“ (Kinotitel)
The Nice Guys – Nett war gestern! (The Nice Guys, USA 2016)
Regie: Shane Black
Drehbuch: Shane Black, Anthony Bagarozzi
Buch zum Film: Charles Ardai: The Nice Guys, 2016
Los Angeles in den Siebzigern: Nach einem etwas ruppigen Start arbeiten Privatdetektiv Holland March (Ryan Gosling) und Schläger Jackson Healy (Russell Crowe) zusammen. Sie wollen herausfinden, was der Tod eines Pornostars mit einer vermissten jungen Frau und einem labyrinthischen politischen Ränkespielen zu tun haben.
Wundervoll-kurzweiliger Mix aus Buddymovie und Privatdetektivkrimi und eine witzige Liebeserklärung an das Genre. Kultig.
mit Russell Crowe, Ryan Gosling, Angourie Rice, Matt Bomer, Margaret Qualley, Keith David, Yaya DaCosta, Beau Knapp, Kim Basinger, Lois Smith, Murielle Telio, Gil Gerard
Wiederholung: Mittwoch, 10. April, 01.20 Uhr (Taggenau!)
The Nice Guys – Nett war gestern! (The Nice Guys, USA 2016)
Regie: Shane Black
Drehbuch: Shane Black, Anthony Bagarozzi
Buch zum Film: Charles Ardai: The Nice Guys, 2016
Los Angeles in den Siebzigern: Nach einem etwas ruppigen Start arbeiten Privatdetektiv Holland March (Ryan Gosling) und Schläger Jackson Healy (Russell Crowe) zusammen. Sie wollen herausfinden, was der Tod eines Pornostars mit einer vermissten jungen Frau und einem labyrinthischen politischen Ränkespielen zu tun haben.
Wundervoll-kurzweiliger Mix aus Buddymovie und Privatdetektivkrimi und eine witzige Liebeserklärung an das Genre. Kultig.
mit Russell Crowe, Ryan Gosling, Angourie Rice, Matt Bomer, Margaret Qualley, Keith David, Yaya DaCosta, Beau Knapp, Kim Basinger, Lois Smith, Murielle Telio, Gil Gerard
Kiss Kiss Bang Bang (Kiss Kiss Bang Bang, USA 2005)
Regie: Shane Black
Drehbuch: Shane Black
LV: Brett Halliday: Bodies are where you find them, 1941
Zuerst stolpert Einbrecher Harry Lockhart auf seiner Flucht vor der Polizei in einen Vorsprechtermin und erhält prompt eine Filmrolle. Als er über eine Hollywood-Party stolpert, trifft er seine Jugendliebe Harmony Faith Lane und, als er zwecks Rollenstudium, mit einem knallharten PI Gay Perry (schwul) durch die Straßen Hollywoods schlendert, stolpern sie alle in einen undurchsichtigen Komplott, der direkt aus einem Film der Schwarzen Serie stammen könnte.
Köstliche Liebeserklärung an die Pulps, die natürlich nur lose auf dem Mike-Shayne-Roman basiert, aber dafür ausführlich Chandler zitiert (Zwischentitel, Voice-Over,…).
“first significant neo-noir of the twenty-first century” (Alexander Ballinger/Danny Graydon: The Rough Guide to Film Noir, 2007)
mit Robert Downey Jr., Val Kilmer, Michelle Monaghan, Corbin Bernsen, Rockmond Dunbar
The Nice Guys – Nett war gestern! (The Nice Guys, USA 2016)
Regie: Shane Black
Drehbuch: Shane Black, Anthony Bagarozzi
Buch zum Film: Charles Ardai: The Nice Guys, 2016
Los Angeles in den Siebzigern: Nach einem etwas ruppigen Start arbeiten Privatdetektiv Holland March (Ryan Gosling) und Schläger Jackson Healy (Russell Crowe) zusammen. Sie wollen herausfinden, was der Tod eines Pornostars mit einer vermissten jungen Frau und einem labyrinthischen politischen Ränkespielen zu tun haben.
Wundervoll-kurzweiliger Mix aus Buddymovie und Privatdetektivkrimi und eine witzige Liebeserklärung an das Genre. Kultig.
mit Russell Crowe, Ryan Gosling, Angourie Rice, Matt Bomer, Margaret Qualley, Keith David, Yaya DaCosta, Beau Knapp, Kim Basinger, Lois Smith, Murielle Telio, Gil Gerard
Drehbuch: Shane Black, David Arnott (nach einer Geschichte von Zak Penn und Adam Leff)
Jack Slade ist ein Superbulle wie es ihn nur im Film gibt. Und das ist er auch: ein fiktionaler Polizist. Als er durch eine Verkettung unglücklicher Umstände – der junge Danny und eine magische Eintrittskarte haben etwas damit zu tun – in der realen Welt landet, bemerkt er schmerzhaft den Unterschied zwischen Fiktion und Fakt. Daneben muss er immer noch einen fiesen Filmganoven jagen.
Actionkomödie, die damals beim Publikum und der Kritik nicht so gut ankam. Inzwischen sieht das anders aus.
mit Arnold Schwarzenegger, Austin O’Brien, Charles Dance, Robert Prosky, Tom Noonan, Frank McRae, Anthony Quinn, F. Murray Abraham, Mercedes Ruehl, Art Carney
auch bekannt als „Der letzte Action-Held“ (Kinotitel)
Das wird jetzt eine satte Portion Hollywood. Mal besser, mal schlechter erzählt. Mal mit höherem, mal mit niedrigerem Budget. Das eine ist die 140-minütige Doku „In Search of the Last Action Heroes“, einer Doku über den Hollywood-Actionfilm ab den und vor allem über die achtziger Jahren. Das andere ist die zwölfteilige, insgesamt gut neunstündige CNN/HBO-Serie „The Movies – Die Geschichte Hollywoods“ . Produziert wurde sie unter anderem von Tom Hanks. Die Interviewpartner sind hochkarätig. Neben Filmjournalisten, wie die in mehreren Episoden auftretenden Neal Gabler (Filmhistoriker), Renee Graham (The Boston Globe), Ben Mankiewicz (TCM), Amy Nicholson (Variety) und Kenneth Turan (Los Angeles Times), sind viele bekannte Regisseure und Schauspieler dabei. Unter anderem Steven Spielberg, Tom Hanks, Robert Redford, Martin Scorsese, Paul Thomas Anderson, Cameron Crowe, John Landis, Julia Roberts, Alec Baldwin, Robert De Niro und Susanna Hoffs (keine Ahnung warum die „Bangles“-Sängerin und Frau von „Austin Powers“-Regisseur Jay Roach dabei ist).
Konzentriert wird sich auf Hollywood, wobei Hollywood meistens als Ort, aber auch als Synomym für das globale Kino verwandt wird. Das öffnet die Tür, um sich mit dem Independent-Kino (das wenig mit Hollywood zu tun hat) und James Bond zu beschäftigen. Es wird auch beherzt weggelassen. Auch in neun Stunden kann einfach nicht alles vorgestellt werden.
Das ist allerdings nicht das Problem der Serie. Dass Schwerpunkte gesetzt werden, dass nicht alles besprochen wird und dass selbstverständlich der eigene Lieblingsfilm und -regisseur fehlt oder nicht genügend gewürdigt wird, ist selbstverständlich. Zum Problem wird das, wenn man sich ansieht, was weggelassen wird und wie das restliche Material aufbereitet wird. Weggelassen wird zuerst einmal der gesamte Stummfilm. Die nächsten Jahrzehnte werden im Schweinsgalopp in den ersten beiden vierzigminütigen Episoden durchgegangen. Ab der dritten Episode widmet sich dann jede Doppelfolge einem Jahrzehnt. Beginnend mit den sechziger Jahren. Die letzten zwanzig Jahre werden in einer wild zwischen den Jahren hin- und herspringenden Doppelfolge abgehandelt. Die Erklärung für das Weglassen der ersten Hälfte der Geschichte Hollywoods ist wohl, dass die heute noch lebendige Gesprächspartner früher noch nicht aktiv waren. Die prominenten Interviewpartner wie Robert Redford, Steven Spielberg, Martin Scorsese und Ridley Scott können in ihren aktuellen Statements in Erinnerungen an ihre Vergangenheit schwelgen und über ihre Einflüsse reden, die anscheinend nichts mit dem Stummfilm und nur sehr wenig mit dem frühen Hollywood-Tonfilm zu tun haben. Verstorbene Regisseure wie Alfred Hitchcock und Robert Altman haben da schlechte Karten. Und Woody Allen wird nur mal nebenbei erwähnt. Aber Allen verlässt ja fast nie Manhattan.
Noch problematischer als diese Konzentration auf die vergangenen sechzig Jahre, ist die Anordnung des Materials. Da folgt Filmclip auf Kurzstatement auf Filmclip auf Kurzstatement. Nach ungefähr zwei Minuten folgt der nächste Film. So werden in der Doppelepisode über die neunziger Jahre in ungefähr achtzig Minuten atemberaubende 145 Filme in teils nur sekundenlangen Ausschnitten präsentiert.
Warum bestimmte Filme in der Serie erwähnt werden und andere nicht, erschließt sich dem unbefangenem Zuschauer nicht. Eine Filmgeschichte, also eine sinnvolle Verknüpfung verschiedener Ereignisse und ein Aufzeigen von Entwicklungen, ergibt sich daraus nicht. Stattdessen folgt einfach Film auf Film auf Film nach dem Prinzip ‚drin ist ein Film, wenn der Regisseur oder ein Schauspieler dabei ist oder irgendjemand etwas über den Film sagen will‘.
Als Einführung in die Filmgeschichte taugt die Serie deshalb nicht. Es ist keine Struktur, kein Gedankengang, keine Anordnung des Materials erkennbar. Jemand, der sich über die Filmgeschichte informieren möchte, wird danach nicht schlauer als vorher sein.
Cineasten, die die Film- und Interviewschnipsel in die Filmgeschichte einordnen können, brauchen die Serie nicht. Sie können „The Movies“ höchstens als Schwelgen in Erinnerungen und als Anregung, sich mal wieder einen bestimmten Film anzusehen, gebrauchen.
Angesichts der an der Serie beteiligten Personen, des offenkundigen Budgets und des damit verbundenen Potentials ist „The Movies – Die Geschichte Hollywoods“ ein Totaldesaster, das wie ein YouTube-Autoplay-Abend wirkt.
Wobei ich da ein „Trailers from Hell“-Autoplay empfehle. Dort sprechen, während der Trailer gezeigt wird, bekannte Regisseure, wie der immer gut aufgelegte John Landis, über Filme. Meistens sind es B-Pictures, Horrorfilme, liebenswerter, manchmal kultiger Schund, äußerst obskure Filme, aber auch Klassiker. Das ist eine äußert angenehme Mischung aus Fantum und Filmbildung, die manchmal mit persönlichen Erinnerungen der Regisseure angereichert wird. Sie erzählen, wann und wo sie die Filme erstmals sahen oder sie erzählen von Erlebnissen, die sie bei den Dreharbeiten hatten oder was ihnen später von den Dreharbeiten erzählt wurde.
Obwohl mit einem deutlich geringerem Budget als „The Movies“ gedreht, ist „In Search of the Last Action Heroes“ von Oliver Harper, dem Macher des YouTube-Kanals „Oliver Harper’s Retrospectives and Reviews“, der gelungenere Dokumentarfilm. In ihm geht es vor allem um den Hollywood-Actionfilm der achtziger Jahre. Damals etablierte sich der Actionfilm als eigenständiges Genre. Vor allem die Filme mit Sylvester Stallone („Rambo“) und Arnold Schwarzenegger („Terminator“, „Commando“ [Das Phantom-Kommando]) waren bahnbrechend. Auch der zweite „Alien“-Film und die „Mad Max“-Filme werden genannt. Nachdem Stallone und Schwarzenegger an der Kinokasse überzeugten, wurden mit Bodybuildern und Kampfsportlern als Hauptdarsteller unzählige, meist billig produzierte Filme mit viel Action und wenig Handlung produziert. Teils fürs Kino, teils für den boomenden Heimvideomarkt. Mit diesen Filmen beschäftigt Oliver Harper sich ausführlicher.
Blockbuster, wie „Robocop“, die „Lethal Weapon“-Filme, „Stirb langsam“, und die damit einher gehenden Änderungen bei den Actionhelden hin zu weniger Muskeln, besseren Schauspielern, höheren Budgets und mehr Tricks werden ebenfalls angesprochen. Während in den 80-Jahre-Actionfilmen alle Kämpfe, Crashs, Explosionen und Stunts live vor der Kamera ausgeführt wurden, werden seit „Jurassic Park“ immer mehr Actionszenen in einer sicheren Studioumgebung oder gleich im Computer inszeniert. Dafür brauchte man die Actionhelden der Achtziger nicht mehr. Sie waren außerdem keine guten Schauspieler und sie wurden älter.
Mit den nur sehr kurz angesprochenen „Bourne“-, „The Raid“- und „John Wick“-Filmen zeichnete sich hier wieder eine Rückkehr zum guten alten Actionhandwerk ab.
Harper unterhielt sich ausführlich mit den Produzenten, Regisseuren, Autoren, Filmkomponisten und Schauspielern, die vor allem in den achtziger und neunziger Jahren auf dem Zenit ihrer Karriere standen. Die großen Stars wie Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone fehlen. Aber Cynthia Rothrock, Bill Duke und Eric Roberts sind dabei. Und sie alle haben etwas zu erzählen. Vielen, vor allem den Produzenten, Autoren und Regisseuren, wie Shane Black, Steven E. De Souza, Sam Firstenberg, Peter MacDonald, Paul Verhoeven und Mario Kassar, hätte ich gerne noch länger zugehört.
The Movies – Die Geschichte Hollywoods (The Movies, USA 2019)
Regie: ?
Drehbuch: ?
mit Neal Gabler, Renee Graham, Ben Mankiewicz, Amy Nicholson, Kenneth Turan, Steven Spielberg, Tom Hanks, Robert Redford, Martin Scorsese, Paul Thomas Anderson, Cameron Crowe, John Landis, Julia Roberts, Alec Baldwin, Robert De Niro, Brad Bird, Edgar Wright, Bill Hader, Holly Hunter, Julia Roberts, John Singleton, Ron Howard, Julianne Moore, Ridley Scott, Peter Bogdanovich, Tim Burton, Susanna Hoffs, Lawrence Kasdan
–
DVD/Blu-ray
Studio Hamburg Enterprises
Bild: 16:9
Ton: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: –
Bonusmaterial: Wendecover
Länge: 540 Minuten (12 x 45 Minuten)
FSK: ab 12 Jahre
–
In Search of the Last Action Heroes (In Search of the Last Action Heroes, Großbritannien 2019)
Regie: Oliver Harper
Drehbuch: Oliver Harper, Timon Singh
mit Scott Adkins, Stuart Ashen, Shane Black, James Bruner, Stan Bush, Ronny Cox, Boaz Davidson, Steven E. de Souza, Bill Duke, Brad Fiedel, Sam Firstenberg, Mark Goldblatt, Jenette Goldstein, Jeffrey Greenstein, Matthias Hues, Mario Kassar, Al Leong, Mark L. Lester, Sheldon Lettich, Peter MacDonald, Ian Nathan, Zak Penn, Phillip Rhee, Eric Roberts, Cynthia Rothrock, Paul Verhoeven, Vernon Wells, Michael Jai White, Alex Winter, Graham Yost ..
The Nice Guys – Nett war gestern! (The Nice Guys, USA 2016)
Regie: Shane Black
Drehbuch: Shane Black, Anthony Bagarozzi
Buch zum Film: Charles Ardai: The Nice Guys, 2016
Los Angeles in den Siebzigern: Nach einem etwas ruppigen Start arbeiten Privatdetektiv Holland March (Ryan Gosling) und Schläger Jackson Healy (Russell Crowe) zusammen. Sie wollen herausfinden, was der Tod eines Pornostars mit einer vermissten jungen Frau und einem labyrinthischen politischen Ränkespielen zu tun haben.
Wundervoll-kurzweiliger Mix aus Buddymovie und Privatdetektivkrimi und eine witzige Liebeserklärung an das Genre. Kultig.
mit Russell Crowe, Ryan Gosling, Angourie Rice, Matt Bomer, Margaret Qualley, Keith David, Yaya DaCosta, Beau Knapp, Kim Basinger, Lois Smith, Murielle Telio, Gil Gerard
Los Angeles in den Siebzigern: Nach einem etwas ruppigen Start arbeiten Privatdetektiv Holland March (Ryan Gosling) und Schläger Jackson Healy (Russell Crowe) zusammen. Sie wollen herausfinden, was der Tod eines Pornostars mit einer vermissten jungen Frau und einem labyrinthischen politischen Ränkespielen zu tun haben.
Wundervoll-kurzweiliger Mix aus Buddymovie und Privatdetektivkrimi und eine witzige Liebeserklärung an das Genre. Kultig.
mit Russell Crowe, Ryan Gosling, Angourie Rice, Matt Bomer, Margaret Qualley, Keith David, Yaya DaCosta, Beau Knapp, Kim Basinger, Lois Smith, Murielle Telio, Gil Gerard
Kiss Kiss Bang Bang (Kiss Kiss Bang Bang, USA 2005)
Regie: Shane Black
Drehbuch: Shane Black
LV: Brett Halliday: Bodies are where you find them, 1941
Zuerst stolpert Einbrecher Harry Lockhart auf seiner Flucht vor der Polizei in einen Vorsprechtermin und erhält prompt eine Filmrolle. Als er über eine Hollywood-Party stolpert, trifft er seine Jugendliebe Harmony Faith Lane und, als er zwecks Rollenstudium, mit einem knallharten PI Gay Perry (schwul) durch die Straßen Hollywoods schlendert, stolpern sie alle in einen undurchsichtigen Komplott, der direkt aus einem Film der Schwarzen Serie stammen könnte.
Köstliche Liebeserklärung an die Pulps, der natürlich nur lose auf dem Mike-Shayne-Roman basiert, aber dafür ausführlich Chandler zitiert (Zwischentitel, Voice-Over,…).
“first significant neo-noir of the twenty-first century” (Alexander Ballinger/Danny Graydon: The Rough Guide to Film Noir, 2007)
mit Robert Downey Jr., Val Kilmer, Michelle Monaghan, Corbin Bernsen, Rockmond Dunbar
Los Angeles in den Siebzigern: Nach einem etwas ruppigen Start arbeiten Privatdetektiv Holland March (Ryan Gosling) und Schläger Jackson Healy (Russell Crowe) zusammen. Sie wollen herausfinden, was der Tod eines Pornostars mit einer vermissten jungen Frau und einem labyrinthischen politischen Ränkespielen zu tun haben.
Wundervoll-kurzweiliger Mix aus Buddymovie und Privatdetektivkrimi und eine witzige Liebeserklärung an das Genre.Kultig.
mit Russell Crowe, Ryan Gosling, Angourie Rice, Matt Bomer, Margaret Qualley, Keith David, Yaya DaCosta, Beau Knapp, Kim Basinger, Lois Smith, Murielle Telio, Gil Gerard
Auf den ersten Blick ist Shane Black der richtige Mann, um die doch arg vor sich hin siechende, eigentlich tote „Predator“-Reihe auf den neuesten Stand und in eine glorreiche Zukunft zu schicken. Immerhin war sein erstes Drehbuch „Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis“ (Leathal Weapon) ein Wahnsinnserfolg. Drei weitere „Leathal Weapon“-Actionkomödien mit Mel Gibson und Danny Glover folgten. Seit 2016 gibt es eine TV-Serie. Seine nächsten Drehbücher waren an der Kinokasse ähnlich erfolgreich. Hollywood zahlte damals Millionen für seine Bücher. Nach einer alkoholbedingten Auszeit kehrte er 2005 mit der Noir-Komödie „Kiss Kiss Bang Bang“ zurück. Der von ihm inszenierte Film war kein Kassenhit, aber unter Noir- und Filmfans ist er sehr beliebt. „The Nice Guys“ (2016) war dann eine, nun, nennen wir es erfolgreiche Variation davon. Dazwischen schrieb und drehte er „Iron Man 3“. Ein Erfolg bei der Kritik und dem Publikum, das sich jeden Marvel-Film begeistert ansieht.
Schon im Juni 2014 kündigte Fox ein Remake von „Predator“ (Predator, USA 1987) an. Mit Black, der im ersten „Predator“-Film auch eine kleine Rolle hatte (er ist der erste Tote im Film), als Drehbuchautor und Regisseur. Aus dem Remake oder Reboot wurde schnell eine Fortsetzung, die von Anfang an auf eine hohe Freigabe spekulierte. Entsprechend blutig wird jetzt in „Predator – Upgrade“ getötet.
Als vor wenigen Monaten Meldungen über umfangreiche Nachdrehs auftauchten, machte sich Skepsis breit. So soll nach Testvorführungen der gesamte dritte Akt neu gedreht worden sein. Nach einer alten Hollywood-Weisheit sind Nachdrehs ein Zeichen für massive Probleme beim Film.
Aber am Ende zählt das Ergebnis und nicht der Weg, auf dem die Macher dahin gelangten. Meistens erfährt man eh nichts darüber.
Black lässt seinen „Predator“-Film gleich mit dem Absturz eines Raumschiffs beginnen. Es stört damit in Mexiko einen nächtlichen Einsatz von dem Söldner Quinn McKenna (Boyd Holbrook) und seinem Team. Der Predator tötet erst einmal alle Menschen, die seinen Weg kreuzen. McKenna schnappt sich einige Teile der Alien-Rüstung und verschwindet.
Damit der Beweis für sein Erlebnis an einem sicheren Ort ist, schickt er die Gegenstände in einem Paket an seine mit ihm zerstrittene Frau und seinem autistischen Sohn Rory (Jacob Tremblay). Der beginnt gleich mit den Gegenständen zu spielen. Er löst ein Signal aus, das andere Predatoren zu ihm führt. Immerhin wollen sie ihr Eigentum zurückhaben.
Währenddessen wird McKenna vom Geheimdienst gefangen genommen und verhört. Während des Verhörs bricht aus dem gleichen Gebäude ein Predator aus. Auf seiner Flucht tötet er, wieder äußerst blutig, jeden Menschen, der seinen Weg kreuzt. McKenna, der gerade mit einigen anderen Militär-Gefangenen (sozusagen die Truppe der Wahnsinnigen und Verrückten) an einen anderen Ort befördert werden sollte, mischt sich ein.
Die Evolutionsbiologin Dr. Casey Brackett (Olivia Munn), die ebenfalls vor Ort ist und die verdammt gut mit Waffen umgehen kann, stößt zu ihnen.
Ab diesem Moment sind alle für den SF-Actionfilm wichtigen Charaktere eingeführt. Ab diesem Moment kämpft eine Gruppe verrückter Soldaten gegen den Predator. Dabei versuchen sie gleichzeitig McKennas Sohn zu retten.
Bis zum Abspann ist „Predator – Upgrade“ dann nur noch eine ermüdende Abfolge von blutigen Kämpfen und Kameradie unter Soldaten. Dabei – und das unterscheidet „Predator – Upgrade“ von anderen aktuellen Actionfilmen wie „Mission: Impossible – Fallout“ oder „Avengers: Infinity War“ – verraten die Actionszenen nichts über den Charakter, das man nicht schon beim ersten Mal wusste (sie sind alle sehr tapfer), und sie steigern sich in ihrer Dramatik nicht. Es ist immer rennen, ballern und aufschlitzen in dunklen Locations. Das ist einerseits verständlich, weil der Film vor allem nach Sonnenuntergang spielt. Andererseits sieht man erschreckend wenig. Jedenfalls in der 3D-Fassung, die zwischen dunkel und sehr dunkel schwankt (und viel dunkler als der Trailer ist).
Während man in dem ersten „Predator“-Film über das außerirdische Raubtier nur erfuhr, dass es fast unbesiegbar ist, erfährt man jetzt, warum die Predatoren auf der Erde jagen: sie tun es, weil die Menschen die besten Jäger im Universum sind. Durch Upgrades mit menschlicher DNA wollen die Predatoren zu besseren Jägern werden. Diese Erklärung ist so bescheuert, dass man sie sofort vergessen kann.
„Predator – Upgrade“ ist eine schon lange vor dem Finale ermüdende, dumme Schlachtplatte, die mehr 1988 als 2018 ist. Von Shane Black hätte ich mehr erwartet.
Predator – Upgrade (The Predator, USA 2018)
Regie: Shane Black
Drehbuch: Fred Dekker, Shane Black (basierend auf den Charakteren von Jim Thomas und John Thomas)
mit Boyd Holbrook, Trevante Rhodes, Jacob Tremblay, Keegan-Michael Key, Olivia Munn, Thomas Jane, Alfie Allen, Sterling K. Brown, Augusto Aguilera, Jake Busey
Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis (USA 1987, Regie: Richard Donner)
Drehbuch: Shane Black
Erster Auftritt der Cops Martin Riggs (Mel Gibson), suizidgefährder und vollkommen durchgeknallter Single, und Roger Murtaugh (Danny Glover), besonnener, den Ruhestand herbeisehnender, glücklich verheirateter Familienvater. Sie untersuchen den Tod eines Callgirls, stoßen auf einen von Vietnam-Veteranen organisierten Drogenring und hinterlassen zu unserer Freude, gepfeffert mit flotten Sprüchen, ein Meer der Verwüstung.
Der Actionthriller war ein Kassenknüller und beeinflusste das Actionkino der späten achtziger und neunziger Jahre. In vier Fortsetzungen wurden die Sprüche und die Action noch weiter gesteigert.
„‚Zwei stahlharte Profis‘ ist ein hochgezüchtetes Action-Spektakel, das sich weniger um die stimmige Entwicklung von Charakteren oder Story bemüht, sondern effektvolle Szenen aneinanderreiht, in denen die Stuntmen ihre Waghalsigkeit beweisen können.“ (Meinolf Zurhorst: Lexikon des Kriminalfilms – Völlig überarbeitete Neuausgabe, 1993)
mit Mel Gibson, Danny Glover, Gary Busey, Mitchell Ryan, Tom Atkins
Kiss Kiss Bang Bang (USA 2005, Regie: Shane Black)
Drehbuch: Shane Black
LV: Brett Halliday: Bodies are where you find them, 1941
Zuerst stolpert Einbrecher Harry Lockhart auf seiner Flucht vor der Polizei in einen Vorsprechtermin und erhält prompt eine Filmrolle. Als er über eine Hollywood-Party stolpert, trifft er seine Jugendliebe Harmony Faith Lane und, als er zwecks Rollenstudium, mit einem knallharten PI Gay Perry (schwul) durch die Straßen Hollywoods schlendert, stolpern sie alle in einen undurchsichtigen Komplott, der direkt aus einem Film der Schwarzen Serie stammen könnte.
Köstliche Liebeserklärung an die Pulps, der natürlich nur lose auf dem Mike-Shayne-Roman basiert, aber dafür ausführlich Chandler zitiert (Zwischentitel, Voice-Over,…).
“first significant neo-noir of the twenty-first century” (Alexander Ballinger/Danny Graydon: The Rough Guide to Film Noir, 2007)
mit Robert Downey Jr., Val Kilmer, Michelle Monaghan, Corbin Bernsen, Rockmond Dunbar
Los Angeles, siebziger Jahre, als Philip Marlowe schon den long goodbye eingeläutet hat und Jim Rockford in seinem Büro am Strand (mit Anrufbeantworter!) auf Kundschaft wartet, treffen Holland March (Ryan Gosling) und Jackson Healy (Russell Crowe) aufeinander. Eigentlich bricht Healy, ein Mann fürs Grobe, March den Arm. Rein beruflich. March ist ein glückloser Privatdetektiv mit, was weder Marlowe noch Rockford passiert wäre, pubertierender, Nancy Drew spielender Tochter. Manchmal, wenn sie sich nicht gerade in den nicht jugendfreien Fall einmischt, liest Holly (Angourie Rice) auch ein Buch von Agatha Christie.
Kurz darauf wird Healy höchst unprofessionell von einigen Typen zusammengeschlagen, die seine inzwischen spurlos verschwundene Auftraggeberin suchen.
Healy engagiert March, der Amelia bereits im Auftrag einer anderen Person gesucht hat, für diese Suche und gemeinsam versuchen sie herauszufinden, was der Tod eines Pornostars mit einer vermissten jungen Frau und politischen Ränkespielen zu tun hat. Die mit viel Humor gewürzte, labyrinthische Handlung lässt „Tote schlafen fest“ wie ein Kinderrätsel wirken; – wobei schon damals die Atmosphäre wichtiger als der nach dem Lehrbuch aufgebaute, strikt logische Plot war.
„Los Angeles war in den 1970er Jahren von Verfall geprägt. Smog bedeckte die ganze Stadt und aus dem Hollywood Boulevard war ein Pfuhl der Pornographie geworden. Vor diesem Hintergrund entfaltet sich die Geschichte zweier Schwachköpfe, die in eine Sache hineinstolpern, der sie nicht gewachsen sind, als sie versuchen eine gewaltige Verschwörung aufzudecken. Es gibt in dieser Story also Korruption und Dekadenz, und es stellte sich für mich die Frage, wie beunruhigend ungeeignet und überfordert man diese beiden Typen für diese Aufgabe zeichnen und zeigen durfte, auf die sie sich eingelassen hatten.“ (Shane Black)
„The Nice Guys“ ist in seiner großen Lust, jedes Privatdetektiv-Klischee aus Buch und Film zu zitieren und gegen den Strich zu bürsten, ein großer Spaß für die Freunde des Genres. Und Shane Black ist einer. Er schrieb die Drehbücher für „Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis“, „Last Boy Scout“, „Last Action Hero“ und „Tödliche Weihnachten“, die als Actionkomödien immer dann besonders gut waren, wenn sie auch ein Buddy-Movie waren. Das war schon bei dem ersten „Lethal Weapon“-Film keine neue Formel, aber Shane Black erfüllte sie besser, gewitzter und intelligenter als die meisten anderen Autoren. Die brachiale Action half dann beim Kassenerfolg.
Zuletzt inszenierte er „Iron Man 3“ und auch der war letztendlich ein Buddy-Movie.
Aber die Blaupause für „The Nice Guys“ ist „Kiss Kiss Bang Bang“. Diese noirische Actionkomödie/Buddy-Movie war vor elf Jahren, nachdem man lange nichts von ihm hörte, sein Regiedebüt und seine Rückkehr nach Hollywood. Mit Robert Downey Jr. und Val Kilmer als Freunde wider Willen, die in Los Angeles ein vollkommen undurchschaubares Komplott aufklären müssen. „Kiss Kiss Bang Bang“ basiert offiziell auf einem Roman von Brett Halliday, der wahrscheinlich sein Buch nicht mehr erkannte. Er war vor Jahrzehnten ein enorm erfolgreicher Pulp-Autor, der mit dem Privatdetektiv Michael ‚Mike‘ Shayne einen langlebigen Privatdetektiv erschuf, der – jedenfalls in den Romanen, an die ich mich noch erinnere – in einer Nacht mehr Abenteuer erlebte als Jack Bauer in einer Handvoll „24“-Staffeln. In „The Nice Guys“ gibt es im Abspann einen ‚besonderen Dank‘ den 1977 verstorbenen Erfinder von Mike Shayne.
Das ist die Welt, in der „The Nice Guys“ existiert und der gerade wegen des liebevollen Porträts dieser Welt, Zeit und Charaktere ein großer Spaß ist. Auch wenn „The Nice Guys“ letztendlich „Kiss Kiss Bang Bang“ in den Siebzigern ist.
Störend in diesem 1977 spielendem Retro-Fest ist eigentlich nur Kim Basinger als Leiterin des kalifornischen Justizministeriums. Die alterslose Schönheit, die hier mehr einem Avatar als einem Menschen ähnelt, spielt den Bösewicht, den Quasi-Strippenzieher, der in einem Amt ist, in das damals niemals eine Frau gekommen wäre. Immerhin hat sie eine afroamerikanische Sekretärin, die nicht nur in die Tasten der Schreibmaschine schlagkräftig bedienen kann.
Und die Chemie zwischen den Buddys Russell Crowe und Ryan Gosling, beide mit Mut zur Hässlichkeit, ist, wenn sie zwischen Schießereien und Kloppereien Einzeiler austauschen, glänzend.
Beim zweiten Ansehen, und auch nach der Lektüre von Charles Ardais Filmroman (der einiges umstellte, was die Story nachvollziehbarer und nacherzählbarer macht, aber den lakonischen Humor des Films vermissen lässt), fällt auf, wie gut die Chemie zwischen den drei Hauptdarstellern, also Russell Crowe, Ryan Gosling und seiner Filmtochter Angourie Rice ist. Das kann einfach nicht in einen Roman (der nicht übersetzt wurde und der auch nie übersetzt wird) übertragen werden. Dazu kommen im Film feinste Retro-Optik, knackiger Seventies-Soul, glänzend aufgelegte Schauspieler, die alle ihre unvergesslichen Auftritt haben und lakonische Einzeiler. „The Nice Guys“ ist eine wundervoll kurzweilige Liebeserklärung an das Privatdetektiv-Genre.
Im Bonusmaterial erfährt man zwar ein, zwei interessante Details (vor allem in dem Featurette „Die schlechtesten Detektive aller Zeiten. Making The Nice Guys“), aber insgesamt sind die zwei Featurettes (insgesamt knapp zwölf Minuten) und die Interviews mit Russell Crowe, Ryan Gosling, Kim Basinger, Matt Bomer und Margaret Qualey (insgesamt ebenfalls knapp zwölf Minuten) enttäuschend.
Oh, und es gibt insgesamt sieben Trailer zum Film.
The Nice Guys (The Nice Guys, USA 2016)
Regie: Shane Black
Drehbuch: Shane Black, Anthony Bagarozzi
mit Russell Crowe, Ryan Gosling, Angourie Rice, Matt Bomer, Margaret Qualley, Keith David, Yaya DaCosta, Beau Knapp, Kim Basinger, Lois Smith, Murielle Telio, Gil Gerard
Wie es sich für einen schundigen 70er-Jahre-Retro-PI-Film gehört, gibt es auch einen pulpigen Roman zum Film, veröffentlicht in dem Verlag, der darauf spezialisiert ist.
Los Angeles, siebziger Jahre, als Philip Marlowe schon den long goodbye eingeläutet hat und Jim Rockford in seinem Büro am Strand (mit Anrufbeantworter!) auf Kundschaft wartet, treffen Holland March (Ryan Gosling) und Jackson Healy (Russell Crowe) aufeinander. Eigentlich bricht Healy, ein Mann fürs Grobe, March den Arm. Rein beruflich. March ist ein glückloser Privatdetektiv mit, was weder Marlowe noch Rockford passiert wäre, pubertierender, Nancy Drew spielender Tochter. Manchmal, wenn sie sich nicht gerade in den nicht jugendfreien Fall einmischt, liest Holly (Angourie Rice) auch ein Buch von Agatha Christie.
Kurz darauf wird Healy höchst unprofessionell von einigen Typen zusammengeschlagen, die seine inzwischen spurlos verschwundene Auftraggeberin suchen.
Healy engagiert March, der Amelia bereits im Auftrag einer anderen Person gesucht hat, für diese Suche und gemeinsam versuchen sie herauszufinden, was der Tod eines Pornostars mit einer vermissten jungen Frau und politischen Ränkespielen zu tun hat. Die mit viel Humor gewürzte, labyrinthische Handlung lässt „Tote schlafen fest“ wie ein Kinderrätsel wirken; – wobei schon damals die Atmosphäre wichtiger als der nach dem Lehrbuch aufgebaute, strikt logische Plot war.
„Los Angeles war in den 1970er Jahren von Verfall geprägt. Smog bedeckte die ganze Stadt und aus dem Hollywood Boulevard war ein Pfuhl der Pornographie geworden. Vor diesem Hintergrund entfaltet sich die Geschichte zweier Schwachköpfe, die in eine Sache hineinstolpern, der sie nicht gewachsen sind, als sie versuchen eine gewaltige Verschwörung aufzudecken. Es gibt in dieser Story also Korruption und Dekadenz, und es stellte sich für mich die Frage, wie beunruhigend ungeeignet und überfordert man diese beiden Typen für diese Aufgabe zeichnen und zeigen durfte, auf die sie sich eingelassen hatten.“ (Shane Black)
„The Nice Guys“ ist in seiner großen Lust, jedes Privatdetektiv-Klischee aus Buch und Film zu zitieren und gegen den Strich zu bürsten, ein großer Spaß für die Freunde des Genres. Und Shane Black ist einer. Er schrieb die Drehbücher für „Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis“, „Last Boy Scout“, „Last Action Hero“ und „Tödliche Weihnachten“, die als Actionkomödien immer dann besonders gut waren, wenn sie auch ein Buddy-Movie waren. Das war schon bei dem ersten „Lethal Weapon“-Film keine neue Formel, aber Shane Black erfüllte sie besser, gewitzter und intelligenter als die meisten anderen Autoren. Die brachiale Action half dann beim Kassenerfolg.
Zuletzt inszenierte er „Iron Man 3“ und auch der war letztendlich ein Buddy-Movie.
Aber die Blaupause für „The Nice Guys“ ist „Kiss Kiss Bang Bang“. Diese noirische Actionkomödie/Buddy-Movie war vor elf Jahren, nachdem man lange nichts von ihm hörte, sein Regiedebüt und seine Rückkehr nach Hollywood. Mit Robert Downey Jr. und Val Kilmer als Freunde wider Willen, die in Los Angeles ein vollkommen undurchschaubares Komplott aufklären müssen. „Kiss Kiss Bang Bang“ basiert offiziell auf einem Roman von Brett Halliday, der wahrscheinlich sein Buch nicht mehr erkannte. Er war vor Jahrzehnten ein enorm erfolgreicher Pulp-Autor, der mit dem Privatdetektiv Michael ‚Mike‘ Shayne einen langlebigen Privatdetektiv erschuf, der – jedenfalls in den Romanen, an die ich mich noch erinnere – in einer Nacht mehr Abenteuer erlebte als Jack Bauer in einer Handvoll „24“-Staffeln. In „The Nice Guys“ gibt es im Abspann einen ‚besonderen Dank‘ den 1977 verstorbenen Erfinder von Mike Shayne.
Das ist die Welt, in der „The Nice Guys“ existiert und der gerade wegen des liebevollen Porträts dieser Welt, Zeit und Charaktere ein großer Spaß ist. Auch wenn „The Nice Guys“ letztendlich „Kiss Kiss Bang Bang“ in den Siebzigern ist.
Störend in diesem 1977 spielendem Retro-Fest ist eigentlich nur Kim Basinger als Leiterin des kalifornischen Justizministeriums. Die alterslose Schönheit, die hier mehr einem Avatar als einem Menschen ähnelt, spielt den Bösewicht, den Quasi-Strippenzieher, der in einem Amt ist, in das damals niemals eine Frau gekommen wäre. Immerhin hat sie eine afroamerikanische Sekretärin, die nicht nur in die Tasten der Schreibmaschine schlagkräftig bedienen kann.
Und die Chemie zwischen den Buddys Russell Crowe und Ryan Gosling, beide mit Mut zur Hässlichkeit, ist, wenn sie zwischen Schießereien und Kloppereien Einzeiler austauschen, glänzend.
The Nice Guys (The Nice Guys, USA 2016)
Regie: Shane Black
Drehbuch: Shane Black, Anthony Bagarozzi
mit Russell Crowe, Ryan Gosling, Angourie Rice, Matt Bomer, Margaret Qualley, Keith David, Yaya DaCosta, Beau Knapp, Kim Basinger
Länge: 116 Minuten
FSK: ab 16 Jahre
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Der Roman zum Film
Wie es sich für einen schundigen 70er-Jahre-Retro-PI-Film gehört, gibt es auch einen pulpigen Roman zum Film, veröffentlicht in dem Verlag, der darauf spezialisiert ist.
Da kann ich nur sagen, auch ohne das Buch gelesen zu haben und ohne irgendeine deutsche Übersetzung in Sichtweite: Lesebefehl.
Kiss Kiss, Bang Bang (USA 2005, Regie: Shane Black)
Drehbuch: Shane Black
LV: Brett Halliday: Bodies are where you find them, 1941
Zuerst stolpert Einbrecher Harry Lockhart auf seiner Flucht vor der Polizei in einen Vorsprechtermin und erhält prompt eine Filmrolle. Als er über eine Hollywood-Party stolpert, trifft er seine Jugendliebe Harmony Faith Lane und, als er zwecks Rollenstudium, mit einem knallharten PI Gay Perry (schwul) durch die Straßen Hollywoods schlendert, stolpern sie alle in einen undurchsichtigen Komplott, der direkt aus einem Film der Schwarzen Serie stammen könnte.
Köstliche Liebeserklärung an die Pulps, der natürlich nur lose auf dem Mike-Shayne-Roman basiert, aber dafür ausführlich Chandler zitiert (Zwischentitel, Voice-Over,…).
“first significant neo-noir of the twenty-first century” (Alexander Ballinger/Danny Graydon: The Rough Guide to Film Noir, 2007)
mit Robert Downey Jr., Val Kilmer, Michelle Monaghan, Corbin Bernsen, Rockmond Dunbar
Wiederholung: Sonntag, 27. April, 01.10 Uhr (Taggenau!)