Apocalypse Now Redux (USA 1979, Regie: Francis Ford Coppola)
Drehbuch: John Milius, Francis Ford Coppola
LV: Joseph Conrad: Heart of Darkness, 1899 (Herz der Finsternis)
Während des Vietnamkrieges soll Captain Willard (Martin Sheen) Colonel Kurtz (Marlon Brando), der im Dschungel sein Reich errichtete, suchen und töten.
mit Martin Sheen, Robert Duvall, Marlon Brando, Fred Forrest, Sam Bottoms, Albert Hall, Larry Fishburne, Dennis Hopper, Harrison Ford, G. D. Spradlin, Bill Graham
Als Erwachsener ist man von „Trash“ sicher etwas unterfordert. Die Story, eigentlich eine riesige Schnitzeljagd, ist zu einfach. Die Protagonisten, drei Jugendliche, fast noch Kinder, sind zu jung. Die Bösewichter, vor allem ein Polizist, sind zu böse. Aber das Zielpublikum sind Jugendliche, die einen zünftigen Abenteurer-Thriller sehen dürfen, der in einer fremden Welt spielt, die für ein jugendliches Publikum erstaunlich unverklärt und unromantisch gezeigt wird.
Raphael und Gardo suchen auf einer Müllkippe in Rio de Janeiro nach Abfall, den sie zu Geld machen können. Als sie einen Geldbeutel mit einigen Geldscheinen finden, fühlen sie sich wie die Gewinner eines Jackpots. Als kurz darauf die Polizei auftaucht und eine unglaublich hohe Summe für den Geldbeutel bietet, wissen sie, dass sie etwas viel wertvolleres gefunden haben. Sie behalten den Geldbeutel, der auch ein Blatt mit einem Code enthält.
Gemeinsam mit Rato überlegen sie, wie sie ihren Fund versilbern können.
Schnell ist ihnen der skrupellose Polizist Frederico, der den gesamten Polizeiapparat benutzt, um sie zu jagen, auf der Fährte.
Denn der von der Polizei ermordete Besitzer des Geldbeutels war ein Mann, der brisante Informationen hatte. Der Code führt, entschlüsselt, zu dem Versteck der politisch brisanten Informationen und viel Geld.
Aus dieser einfachen und bewährten Prämisse entwickelt sich eine flotte actionhaltige Hatz, in der die jugendlichen Darsteller, allesamt Laien ohne Schauspielerfahrung, im Mittelpunkt stehen. Die bekannten und erwachsenen Schauspieler, wie Martin Sheen und Rooney Mara, als ein Priester und seine Assistentin, denen die drei Jungs vertrauen, sind nur Nebencharaktere, die die internationale Verkäuflichkeit dieser Geschichte garantieren, die nicht nur wegen ihres Handlungsortes deutlich von „City of God“ (das sich an ein erwachsenes Publikum richtet) beeinflusst ist. Auch mehrere Menschen, die bei „City of God“ und den Folgewerken dabei waren, sind in „Trash“ involviert. Sie wurden engagiert, um der Geschichte ein möglichst authentisches Flair zu geben. Das gelang ihnen.
Die Regie übernahm Stephen Daldry, der bereits „Billy Elliot“ und „The Hours“ inszenierte. Das Drehbuch ist von Richard Curtis, der die Bücher für „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“, „Notting Hill“, „Gefährten“ und „Alles eine Frage der Zeit“ (auch Regie) schrieb. Beide sind sicher nicht als die großen klassenkämpferischen Filmemacher oder Actionfilmer (obwohl es genug Aktion gibt) bekannt, aber ihre Namen bürgen für gute Unterhaltung, die ihr Publikum ernst nimmt; was auch auf „Trash“ zutrifft.
Curtis inszenierte den sehenswerten Jugendfilm als Dan-Brown-artige Jagd durch die Hinterhöfe, Slums, Müllhalden, Friedhöfe und Straßen von Rio als Hohelied auf die Freundschaft von Raphael, Gardo und Rato, deren Optimismus und Lebensfreude mitreisen. Trotz ihrer Armut geben sie nicht auf.
Catch me if you can (USA 2002, Regie: Steven Spielberg)
Drehbuch: Jeff Nathanson
LV: Frank Abagnale (mit Stan Redding): Catch me if you can: The Amazing True Story of the Youngest and Most Daring Con Man in the History of Fun and Profit, 1980 (Mein Leben auf der Flucht, Catch me if you can)
Spielberg erzählt kurzweilig die wahre Geschichte des Hochstaplers Frank Abagnale. Der Film „ist eine swingende, schwerelose Krimikomödie, die durch Tempo, Charme und Verspieltheit überzeugt.“ (Berliner Zeitung, 30. Januar 2003)
Mit Leonardo DiCaprio, Tom Hanks, Christopher Walken, Martin Sheen, Nathalie Baye, James Brolin, Jennifer Garner
Departed – Unter Feinden (USA 2006, Regie: Martin Scorsese)
Drehbuch: William Monahan
Cop Billy Costigan ist Undercover-Agent in der Organisation des Mafiapaten Frank Costello. Gangster Colin Sullivan ist bei der Polizei der Top-Maulwurf für Costello. Beide steigen in den feindlichen Organisationen stetig auf. Da erhalten Costigan und Sullivan von ihrem Boss den Auftrag, den Verräter in den eigenen Reihen zu finden.
„Departed – Unter Feinden“ ist, wie Genre-Junkies wissen, das grandiose US-Remake des ebenso grandiosen Hongkong-Thrillers „Infernal Affairs“ (von Andrew Lau und Alan Mak). Monahan verlegte die Geschichte nach Boston, orientierte sich bei dem Mafiapaten an dem legendären Whitey Bulger und zeichnete ein Porträt der amerikanischen Gesellschaft. Die schwächsten Szenen des Remakes sind die weinigen, direkten Übernahmen von Szenen aus dem Original.
Beide Filme sind stilistisch überzeugende Werke über Freundschaft, Loyalität und Verrat.
Monahans Drehbuch erhielt einen Edgar, einen Oscar, den Preis der Writers Guild of America und war für den Golden Globe nominiert (um nur einige zu nennen). Der Film wurde für zahlreiche Preise nominiert und erhielt auch den Oscar für den besten Film des Jahres
Die nächste Zusammenarbeit von Martin Scorsese und Leonardo DiCaprio war die allseits abgefeierte Dennis-Lehane-Verfilmung „Shutter Island“ (mir gefiel das Buch besser) und zuletzt war DiCaprio für Scorsese „The Wolf of Wall Street“.
Und William Monahans lieferte danach sein gelungenes Regiedebüt, die Ken-Bruen-Verfilmung “London Boulevard” (mit Colin Farrell, David Thewlis, Ray Winstone, Eddie Marsan und, umpf, Keira Knightley) ab.
Mit Leonardo DiCaprio, Matt Damon, Jack Nicholson, Mark Wahlberg, Martin Sheen, Ray Winstone, Vera Farmiga, Alec Baldwin
Wiederholung: Freitag, 24. April, 01.20 Uhr (Taggenau!)
Catch me if you can (USA 2002, Regie: Steven Spielberg)
Drehbuch: Jeff Nathanson
LV: Frank Abagnale (mit Stan Redding): Catch me if you can: The Amazing True Story of the Youngest and Most Daring Con Man in the History of Fun and Profit, 1980 (Mein Leben auf der Flucht, Catch me if you can)
Spielberg erzählt kurzweilig die wahre Geschichte des Hochstaplers Frank Abagnale. Der Film „ist eine swingende, schwerelose Krimikomödie, die durch Tempo, Charme und Verspieltheit überzeugt.“ (Berliner Zeitung, 30. Januar 2003)
Mit Leonardo DiCaprio, Tom Hanks, Christopher Walken, Martin Sheen, Nathalie Baye, James Brolin, Jennifer Garner
Catch me if you can (USA 2002, Regie: Steven Spielberg)
Drehbuch: Jeff Nathanson
LV: Frank Abagnale (mit Stan Redding): Catch me if you can: The Amazing True Story of the Youngest and Most Daring Con Man in the History of Fun and Profit, 1980 (Mein Leben auf der Flucht, Catch me if you can)
Spielberg erzählt kurzweilig die wahre Geschichte des Hochstaplers Frank Abagnale. Der Film „ist eine swingende, schwerelose Krimikomödie, die durch Tempo, Charme und Verspieltheit überzeugt.“ (Berliner Zeitung, 30. Januar 2003)
Mit Leonardo DiCaprio, Tom Hanks, Christopher Walken, Martin Sheen, Nathalie Baye, James Brolin, Jennifer Garner
In seinem Regiedebüt erzählt Terrence Malick seine Version des Starkweather/Fugate-Falles von 1958: die 15-jährige Holly Sargis brennt mit dem Arbeiter Kit Carruthers durch, nachdem er ihren Vater ermordete. Auf ihrer Flucht ermorden sie, ohne Schuldgefühle, weitere Menschen.
Auch Oliver Stones „Natural Born Killers“, der einen vollkommen anderen Zugang wählte, basiert auf dem Starkweather/Fugate-Fall.
„Badlands ist Malicks einfachster, am geradlinigsten erzählter Film; dennoch ist er zugleich auf irritierende Weise uneinnehmbar: Die Perspektive auf das gewaltvolle Geschehen bleibt eigentümlich gelassen, entrückt, bar jeder moralischen Empörung.“ (Dominik Kamalzadeh/Michael Pekler: Terrence Malick)
„Badlands“, mit wunderschönen Bildern von Tak Fujimoto, Stevan Larner und Brian Probyn aus dem amerikansichen Hinterland, ist mein Lieblings-Malick.
mit Martin Sheen, Sissy Spacek, Warren Oates, Ramon Bieri
Apocalypse Now Redux (USA 1979, R.: Francis Ford Coppola)
Drehbuch: John Milius, Francis Ford Coppola
LV: Joseph Conrad: Heart of Darkness, 1899 (Herz der Finsternis)
Während des Vietnamkrieges soll Captain Willard (Martin Sheen) Colonel Kurtz (Marlon Brando), der im Dschungel sein Reich errichtete, suchen und töten.
mit Martin Sheen, Robert Duvall, Marlon Brando, Fred Forrest, Sam Bottoms, Albert Hall, Larry Fishburne, Dennis Hopper, Harrison Ford, G. D. Spradlin, Bill Graham
Departed – Unter Feinden (USA 2006, R.: Martin Scorsese)
Drehbuch: William Monahan
Cop Billy Costigan ist Undercover-Agent in der Organisation des Mafiapaten Frank Costello. Gangster Colin Sullivan ist bei der Polizei der Top-Maulwurf für Costello. Beide steigen in den feindlichen Organisationen stetig auf. Da erhalten Costigan und Sullivan von ihrem Boss den Auftrag, den Verräter in den eigenen Reihen zu finden.
„Departed – Unter Feinden“ ist, wie Genre-Junkies wissen, das grandiose US-Remake des ebenso grandiosen Hongkong-Thrillers „Infernal Affairs“ (von Andrew Lau und Alan Mak). Monahan verlegte die Geschichte nach Boston, orientierte sich bei dem Mafiapaten an dem legendären Whitey Bulger und zeichnete ein Porträt der amerikanischen Gesellschaft. Die schwächsten Szenen des Remakes sind die weinigen, direkten Übernahmen von Szenen aus dem Original.
Beide Filme sind stilistisch überzeugende Werke über Freundschaft, Loyalität und Verrat.
Monahans Drehbuch erhielt einen Edgar, einen Oscar, den Preis der Writers Guild of America und war für den Golden Globe nominiert (um nur einige zu nennen). Der Film wurde für zahlreiche Preise nominiert und erhielt auch den Oscar für den besten Film des Jahres
Die nächste Zusammenarbeit von Martin Scorsese und Leonardo DiCaprio war die allseits abgefeierte Dennis-Lehane-Verfilmung „Shutter Island“ (mir gefiel das Buch besser).
Und William Monahans lieferte danach sein gelungenes Regiedebüt, die Ken-Bruen-Verfilmung “London Boulevard” (mit Colin Farrell, David Thewlis, Ray Winstone, Eddie Marsan und, umpf, Keira Knightley) ab.
Mit Leonardo DiCaprio, Matt Damon, Jack Nicholson, Mark Wahlberg, Martin Sheen, Ray Winstone, Vera Farmiga, Alec Baldwin