New York in den späten Siebzigern: FBI-Agent DiMaso will einen korrupten Bürgermeister überführen. Dabei sollen ihm der Betrüger Rosenfeld und seine Geliebte helfen.
Durchaus vergnügliche, aber auch von sich selbst zu sehr überzeugte Mega-Retro-Gaunerkomödie, die auf einem wahren Fall basiert.
mit Christian Bale, Amy Adam, Bradley Cooper, Jennifer Lawrence, Jeremy Renner, Jack Huston, Michael Peña, Louis C. K., Shea Whigham, Elisabeth Rohm, Barry Primus, Robert De Niro
Der Marsianer – Rettet Mark Watney (The Martian, USA 2015)
Regie: Ridley Scott
Drehbuch: Drew Goddard
LV: Andy Weir: The Martian, 2011/2014 (Der Marsianer)
Wegen eines Sturms wird die erste bemannte Marsmission hastig abgebrochen und, durch eine Verkettung unglücklicher Umstände, Crewmitglied Mark Watney auf dem Mars zurückgelassen. Weil auch jede Funkverbindung unterbrochen ist, beginnt Watney sich auf dem Mars einzurichten. Bis Hilfe kommt…
Hochspannendes und realistisches SF-Abenteuer, mit einer ordentlichen Portion Humor. „Der Marsianer“ war ein Erfolg bei der Kritik und dem Publikum. Er ist einer von Scotts besten Filmen.
mit Matt Damon, Jessica Chastain, Kristen Wig, Jeff Daniels, Michael Pena, Kate Mara, Sean Bean, Sebastian Stan, Aksel Hennie, Chiwetel Ejiofor, Donald Glover, Benedict Wong, Mackenzie Davis
LV: Michael Connelly: The Lincoln Lawyer, 2005 (Der Mandant)
Lincoln Lawyer Mickey Haller (Matthew McConaughey) tut alles für seine meist mehr als halbseidenen Mandanten. Als er aber einen Freispruch für den stinkreichen Louis Roulet erwirken soll, packt ihn das Gewissen. Auch weil Roulets Taten mit einem früheren Mandanten von ihm, der seine Unschuld beteuerte und dem er mit einem guten Deal einen Knastaufenthalt verschaffte, zusammen hängen.
Rundum geglückte Michael-Connelly-Verfilmung, die Matthew McConaugheys Karriere einen gewaltigen Schub in Richtung interessanter Projekte gab.
„Der Mandant“ war Michael Connellys erster Justizthriller. Danach schrieb er noch weitere Romane mit Mickey Haller, der auch Harry Bosch (Connellys ersten Seriencharakter, der inzwischen eine „Fernseh“-Serie hat) trifft.
mit Matthew McConaughey, Ryan Phillippe, Marisa Tomei, William H. Macy, Josh Lucas, John Leguizamo, Michael Pena, Bob Gunton, Frances Fisher, Bryan Cranston
Ein x-beliebiger Diner in Los Angeles an einem x-beliebigen Abend mit einer ebenso x-beliebigen Kundschaft. So sieht es auf den ersten Blick aus. Bis ein seltsam kostümierter Mann auftaucht, der von seiner Kleidung, seinem Aussehen und seinem Habitus ein Obachloser ist. In einer großen Rede behauptet er, er sei aus der Zukunft, er und einige auserwählte Diner-Gäste könnten eine in wenigen Stunden anstehende Katastrophe verhindertn. Falls sie ihn freiwillig begleiten und diese Nacht überleben. Auch das ist, wie jeder Großstadt-Bewohner und -Besucher weiß, nicht ungewöhnlich.
Ungewöhnlich ist dann, dass dieser Mann, nennen wir ihn den Mann aus der Zukunft, wirklich aus der Zukunft kommt und er wirklich eine die Welt vernichtende Katastrophe verhindern will. Zögernd erklären sich einige Diner-Gäste bereit, ihm zu helfen. Gemeinsam macht sich diese Gruppe höchst seltsamer Weltretter auf den Weg. Auch der Mann aus der Zukunft hält sie für eine sehr ungewöhnliche Gruppe. Auf den ersten Blick hat sie keine Chance, die Welt zu retten. Aber der Zeitreisende hat schon 116 erfolglose Versuche hinter sich. Immer mit anders zusammengestellten Gruppen von Diner-Gästen, die er irgendwann einmal für erfolgversprechender hielt. Also versucht er es mit diesen Nobodys – und viel mehr soll nicht über Gore Verbinskis neuesten Film „Good Luck, Have Fun, Don’t Die“ verraten werden.
Es handelt sich um den abgedrehtesten Science-Fiction-Film seit Ewigkeiten. Die Story verbreitet ein kräftiges „12 Monkeys“-Gefühl. Schließlich geht es auch in Verbinskis Film um eine Zeitreise, ein offensichtlicher Nobody (gespielt von Sam Rockwell) soll die Welt retten und die Mission ist ziemlich aussichtslos. Verbinski erzählt dies äußerst humorvoll, sarkastisch, pointiert und kurzweilig. Während die Mission immer mehr aus dem Ruder läuft, aber auch erfolgreicher als viele frühere Versuchte ist, erzählt Verbinski in gut platzierten Rückblenden, wer die Begleiter des Zeitreisenden sind und warum sie ihn begleiten. In den Momenten gibt es auch etwas Medien- und Gesellschaftskritik. Die heutige, oft erschreckend gedankenlose Nutzung von Handys, Computern, Virtual Reality und Künstlicher Intelligenz wird kritisiert. Satirisch übertrieben wird auf die Gefahren der Technik hingewiesen. Es gibt Klone von toten Kindern und einen erschreckend legeren Umgang mit den Folgen von Schulmassakern. Denn wenn man nach einer Schulschießerei einen Klon von seinem Sohn bestellen kann, ist so ein gewaltsamer Tod nicht mehr so schmerzhaft. Außerdem kann man den Klon-Sohn nach seinen Vorstellungen erschaffen.
In den Rückblenden nehmen Regisseur Verbinski und Drehbuchautor Matthew Robinson sich die aktuellen Schlagzeilen und die Gesellschaft bewegenden Themen vor, während der Zeitreisende und seine Weltretter sich durch das nächtliche Los Angeles auf dem Weg zum Ziel ihrer Mission schlagen. Dabei begegnen sie immer absurderen und lebensgefährlicheren Gefahren.
„Good Luck, Have Fun, Don’t Die“ ist ein Volltreffer als schwarzhumorige Science-Fiction-Satire. Die Gesellschaftskritik ist sicher nicht besonders subtil, aber treffend. Und das Ende ist…stark.
Good Luck, Have Fun, Don’t Die(Good Luck, Have Fun, Don’t Die, USA/Deutschland 2025)
Regie: Gore Verbinski
Drehbuch: Matthew Robinson
mit Sam Rockwell, Juno Temple, Haley Lu Richardson, Michael Peña, Zazie Beetz, Asim Chaudhry, Tom Taylor, Georgia Goodman, Daniel Barnett, Artie Wilkinson-Hunt, Riccardo Drayton
New York in den späten Siebzigern: FBI-Agent DiMaso will einen korrupten Bürgermeister überführen. Dabei sollen ihm der Betrüger Rosenfeld und seine Geliebte helfen.
Durchaus vergnügliche, aber auch von sich selbst zu sehr überzeugte Mega-Retro-Gaunerkomödie, die auf einem wahren Fall basiert.
mit Christian Bale, Amy Adam, Bradley Cooper, Jennifer Lawrence, Jeremy Renner, Jack Huston, Michael Peña, Louis C. K., Shea Whigham, Elisabeth Rohm, Barry Primus, Robert De Niro
Gut, die Überschrift ist jetzt – ungefähr genauso kreativ wie der von David Ayer nach einem Drehbuch von Sylvester Stallone inszenierte Film.
Jason Statham spielt den Bauarbeiter Levon Cade. Als bei einer Kneipentour mit ihren Freundinnen die 19-jährige Tochter seines Chefs entführt wird, sucht der Ex-Elitesoldat Cade sie. Dabei legt er sich mit der Russenmafia an, die Frauen entführt und als Sexsklavinnen verkauft.
„A Working Man“ ist ein typischer rechtslastiger 70er/80er-Jahre-Actionthriller mit minimalsten Anpassungen an den Zeitgeist. Damals wie heute heiligt der Zweck die Mittel. Gewalt ist kein Problem sondern die Lösung und nur ein toter Russe ist ein guter Russe. Rambo avanti.
Das Trio Ayer-Stallone-Statham, das in den vergangenen Jahren bereits in verschiedenen Zusammensetzungen zusammenarbeitete, liefert genau das, was man von ihnen erwartet.
Und das schöne für die Macher ist, dass – wenn das Einspielergebnis stimmt – bereits für Nachschub gesorgt: Chuck Dixon, der Autor der Romanvorlage, hat bereits elf weitere Selbstjustiz-Thriller mit Levon Cade veröffentlicht. Dixon ist vor allem als Comicautor, unter anderem für Batman und The Punisher, bekannt.
A Working Man (A Working Man, USA 2025)
Regie: David Ayer
Drehbuch: Sylvester Stallone
LV: Chuck Dixon: Levons Trade, 2021
mit Jason Statham, Jason Flemyng, Merab Ninidze, Maximilian Osinski, Cokey Falkow, Michael Peña, David Harbour, Noemi Gonzalez, Arianna Rivas, Emmett J. Scanlan, Eve Mauro
LV: Michael Connelly: The Lincoln Lawyer, 2005 (Der Mandant)
Lincoln Lawyer Mickey Haller (Matthew McConaughey) tut alles für seine meist mehr als halbseidenen Mandanten. Als er aber einen Freispruch für den stinkreichen Louis Roulet erwirken soll, packt ihn das Gewissen. Auch weil Roulets Taten mit einem früheren Mandanten von ihm, der seine Unschuld beteuerte und dem er mit einem guten Deal einen Knastaufenthalt verschaffte, zusammen hängen.
Rundum geglückte Michael-Connelly-Verfilmung, die Matthew McConaugheys Karriere einen gewaltigen Schub in Richtung interessanter Projekte gab.
„Der Mandant“ war Michael Connellys erster Justizthriller. Danach schrieb er noch weitere Romane mit Mickey Haller, der auch Harry Bosch (Connellys ersten Seriencharakter, der inzwischen eine „Fernseh“-Serie hat) trifft.
mit Matthew McConaughey, Ryan Phillippe, Marisa Tomei, William H. Macy, Josh Lucas, John Leguizamo, Michael Pena, Bob Gunton, Frances Fisher, Bryan Cranston
LV: Michael Connelly: The Lincoln Lawyer, 2005 (Der Mandant)
Lincoln Lawyer Mickey Haller (Matthew McConaughey) tut alles für seine meist mehr als halbseidenen Mandanten. Als er aber einen Freispruch für den stinkreichen Louis Roulet erwirken soll, packt ihn das Gewissen. Auch weil Roulets Taten mit einem früheren Mandanten von ihm, der seine Unschuld beteuerte und dem er mit einem guten Deal einen Knastaufenthalt verschaffte, zusammen hängen.
Rundum geglückte Michael-Connelly-Verfilmung, die Matthew McConaugheys Karriere einen gewaltigen Schub in Richtung interessanter Projekte gab.
„Der Mandant“ war Michael Connellys erster Justizthriller. Danach schrieb er noch weitere Romane mit Mickey Haller, der auch Harry Bosch (Connellys ersten Seriencharakter, der inzwischen eine „Fernseh“-Serie hat) trifft.
mit Matthew McConaughey, Ryan Phillippe, Marisa Tomei, William H. Macy, Josh Lucas, John Leguizamo, Michael Pena, Bob Gunton, Frances Fisher, Bryan Cranston
Million Dollar Baby (Million Dollar Baby, USA 2004)
Regie: Clint Eastwood
Drehbuch: Paul Haggis
LV: F. X. Toole: Million Dollar Baby (Kurzgeschichte, erschienen in „Rope Burns“, 2000, Neuauflage zum Filmstart unter „Million Dollar Baby – Stories from the Corner“)
Sie ist zu alt für eine Boxkarriere und eine Frau. Das sind für den erfahrenen Boxcoach Frankie Dunn (Clint Eastwood) zwei gute Gründe, Maggie Fitzgerald (Hilary Swank) nicht zu trainieren. Aber die Kellnerin ist hartnäckig. Frankie traniert sie dann doch. Sie siegt. Bis ein Schlag im Boxring alles verändert.
Einer von Clint Eastwoods besten Filmen.
Mit Clint Eastwood, Hilary Swank, Morgan Freeman, Jay Baruchel, Mike Colter, Lucia Rijker, Anthony Mackie, Michael Peña
LV: Stephen Hunter: Point of Impact, 1993 (Im Fadenkreuz der Angst; später wegen der Verfilmung als „Shooter“ veröffentlicht)
Actionhaltiger Thriller über den desillusionierten Ex-Marine-Scharfschützen Bob Lee Swagger, der als Strohmann für einen Anschlag auf ein Staatsoberhaupt herhalten soll. Er kann vor seiner Verhaftung flüchten und beginnt die wahren Täter zu jagen.
Viele tolle Actionszenen, grandiose Landschaftsaufnahmen (ein Treffen auf einem schneeweißen Berggipfel sieht schon toll aus) und eine Story, die ziemlich vorhersehbar den Konventionen des Verschwörungssthrillers folgt, machen „Shooter“ zu einem Thriller, bei dem man nicht vollkommen auf das Denken verzichten muss. Am Ende gibt es dann einige unnötige Twists.
mit Mark Wahlberg, Michael Peña, Danny Glover, Kate Mara, Elias Koteas, Rhona Mitra, Rade Sherbedgia, Ned Beatty
Drehbuch: Ted Griffin, Jeff Nathanson (nach einer Geschichte von Adam Cooper, Bill Collage und Ted Griffin)
Kurzweilige Komödie über die Beschäftigten eines in Manhattan liegenden Luxus-Miethauses, die sich an einem stinkreichen Finanzbetrüger, der ihren Pensionsfond verzockte, rächen wollen. Sie beschließen, ihn zu bestehlen.
mit Ben Stiller, Eddie Murphy, Casey Affleck, Alan Alda, Matthew Broderick, Stephen Henderson, Judd Hirsch, Téa Leoni, Michael Peña, Gabourey Sidibe, Nina Arianda, Zeljko Ivanek
Million Dollar Baby (Million Dollar Baby, USA 2004)
Regie: Clint Eastwood
Drehbuch: Paul Haggis
LV: F. X. Toole: Million Dollar Baby (Kurzgeschichte, erschienen in „Rope Burns“, 2000, Neuauflage zum Filmstart unter „Million Dollar Baby – Stories from the Corner“)
Jetzt ist es endlich soweit. Clint Eastwoods „Million Dollar Baby“ ist der TV-Tagestipp. Denn aus vollkommen schleierhaften Gründen gelang es mir in den vergangenen Jahren immer wieder, wenn dieser Film lief, einen anderen Film zum Tagestipp zu machen.
Sie ist zu alt für eine Boxkarriere und eine Frau. Das sind für den erfahrenen Boxcoach Frankie Dunn (Clint Eastwood) zwei gute Gründe, Maggie Fitzgerald (Hilary Swank) nicht zu trainieren. Aber die Kellnerin ist hartnäckig. Frankie traniert sie dann doch. Sie siegt. Bis ein Schlag im Boxring alles verändert.
Einer von Clint Eastwoods besten Filmen.
Mit Clint Eastwood, Hilary Swank, Morgan Freeman, Jay Baruchel, Mike Colter, Lucia Rijker, Anthony Mackie, Michael Peña
Packender und extrem schonungsloser Kriegsfilm über die Erlebnisse einer Besatzung eines US-Panzers während der letzten Tage des Zweiten Weltkriegs in Deutschland.
mit Brad Pitt, Logan Lerman, Shia LaBeouf, Jon Bernthal, Michael Pena, Jim Parrak, Brad William Henke, Jason Isaacs, Kevin Vance, Alicia von Rittberg, Scott Eastwood
Wiederholung: Donnerstag, 4. August, 01.15 Uhr (Taggenau! – Dann läuft das FSK-16-Werk wahrscheinlich ungekürzt.)
LV: Michael Connelly: The Lincoln Lawyer, 2005 (Der Mandant)
Lincoln Lawyer Mickey Haller (Matthew McConaughey) tut alles für seine meist mehr als halbseidenen Mandanten. Als er aber einen Freispruch für den stinkreichen Louis Roulet erwirken soll, packt ihn das Gewissen. Auch weil Roulets Taten mit einem früheren Mandanten von ihm, der seine Unschuld beteuerte und dem er mit einem guten Deal einen Knastaufenthalt verschaffte, zusammen hängen.
Rundum geglückte Michael-Connelly-Verfilmung, die Matthew McConaugheys Karriere einen gewaltigen Schub in Richtung interessanter Projekte gab.
„Der Mandant“ war Michael Connellys erster Justizthriller. Danach schrieb er noch weitere Romane mit Mickey Haller, der auch Harry Bosch (Connellys ersten Seriencharakter, der inzwischen eine „Fernseh“-Serie hat) trifft.
mit Matthew McConaughey, Ryan Phillippe, Marisa Tomei, William H. Macy, Josh Lucas, John Leguizamo, Michael Pena, Bob Gunton, Frances Fisher, Bryan Cranston
LV: Sam Dolnick: The Sinaloa Cartel’s 90-Year-Old Drug Mule (The New York Times Magazine, 2014)
TV-Premiere. Clint Eastwood spielt einen Lilienzüchter, der mit dem Transport von Drogen für ein Drogenkartell Geld verdient. Denn niemand würde einen tüteligen Opa für einen Schmuggler von riesigen Mengen Drogen halten.
„The Mule“ ist, auf einer wahren Geschichte basierend und hervorragend besetzt, traditionsbewusstes, gewohnt unprätentiöses Hollywood-Erzählkino. Halt genau das, was man von einem Clint-Eastwood-Film erwartet.
Der nächste Film von und mit Clint Eastwood, die Verfilmung von N. Richard Nashs Roman „Cry Macho“, soll am 21. Oktober in Deutschland im Kino anlaufen. In dem 1978 spielendem Neowestern soll Eastwood einen Jungen von seiner in Mexiko lebenden, alkoholsüchtigen Mutter zu seinem Vater nach Texas bringen.
mit Clint Eastwood, Bradley Cooper, Laurence Fishburne, Michael Peña, Dianne Wiest, Andy Garcia, Alison Eastwood, Taissa Farmiga, Ignacio Serricchio, Loren Dean, Eugene Cordero
Der Marsianer – Rettet Mark Watney (The Martian, USA 2015)
Regie: Ridley Scott
Drehbuch: Drew Goddard
LV: Andy Weir: The Martian, 2011/2014 (Der Marsianer)
Wegen eines Sturms wird die erste bemannte Marsmission hastig abgebrochen und, durch eine Verkettung unglücklicher Umstände, Crewmitglied Mark Watney auf dem Mars zurückgelassen. Weil auch jede Funkverbindung unterbrochen ist, beginnt Watney sich auf dem Mars einzurichten. Bis Hilfe kommt…
Hochspannendes und realistisches SF-Abenteuer, mit einer ordentlichen Portion Humor. „Der Marsianer“ war ein Erfolg bei der Kritik und dem Publikum. Er ist einer von Scotts besten Filmen.
mit Matt Damon, Jessica Chastain, Kristen Wig, Jeff Daniels, Michael Pena, Kate Mara, Sean Bean, Sebastian Stan, Aksel Hennie, Chiwetel Ejiofor, Donald Glover, Benedict Wong, Mackenzie Davis
Andy Weir: Der Marsianer – Rettet Mark Watney (übersetzt von Jürgen Langowski) Heyne, 2015 512 Seiten
9,99 Euro
– Deutsche Erstausgabe
Heyne, 2014
– Originalausgabe
The Martian
2011 (online)
(gedruckt 2014 bei Crown und Del Rey)
Nitro, 20.15 Der Mandant (The Lincoln Lawyer, USA 2011)
Regie: Brad Furman
Drehbuch: John Romano
LV: Michael Connelly: The Lincoln Lawyer, 2005 (Der Mandant)
Lincoln Lawyer Mickey Haller (Matthew McConaughey) tut alles für seine meist mehr als halbseidenen Mandanten. Als er aber einen Freispruch für den stinkreichen Louis Roulet erwirken soll, packt ihn das Gewissen. Auch weil Roulets Taten mit einem früheren Mandanten von ihm, der seine Unschuld beteuerte und dem er mit einem guten Deal einen Knastaufenthalt verschaffte, zusammen hängen.
Rundum geglückte Michael-Connelly-Verfilmung, die Matthew McConaugheys Karriere einen gewaltigen Schub in Richtung interessanter Projekte gab. Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.
„Der Mandant“ war Michael Connellys erster Justizthriller. Danach schrieb er noch weitere Romane mit Mickey Haller, der auch Harry Bosch (Connellys ersten Seriencharakter, der inzwischen eine „Fernseh“-Serie hat) trifft.
mit Matthew McConaughey, Ryan Phillippe, Marisa Tomei, William H. Macy, Josh Lucas, John Leguizamo, Michael Pena, Bob Gunton, Frances Fisher, Bryan Cranston
–
Lektürehinweis
Zuletzt von Michael Connelly auf Deutsch erschienen:
Auf eigene Faust ermittelt die in die Nachtschicht verbannte LAPD-Ermittlerin Renée Ballard in zwei Fällen. In dem einen wurde eine junge Frau halbtot auf dem Santa Monica Boulevard gefunden. In dem anderen erschoss ein Mann in einem Promi-Club fünf Menschen.
In ihren nächsten beiden, in den USA bereits erschienen Fällen ermittelt Ballard zusammen mit ihrem Kollegen Harry Bosch. Und einmal taucht auch Michael Haller auf. Die Großstadt ist halt doch nur ein Dorf mit vielen Menschen.
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Michael Connelly: Late Show – Renée Ballard: Ihr erster Fall
Packender und extrem schonungsloser Kriegsfilm über die Erlebnisse einer Besatzung eines US-Panzers während der letzten Tage des Zweiten Weltkriegs in Deutschland.
mit Brad Pitt, Logan Lerman, Shia LaBeouf, Jon Bernthal, Michael Pena, Jim Parrak, Brad William Henke, Jason Isaacs, Kevin Vance, Alicia von Rittberg, Scott Eastwood
Nitro, 20.15 Der Mandant (The Lincoln Lawyer, USA 2011)
Regie: Brad Furman
Drehbuch: John Romano
LV: Michael Connelly: The Lincoln Lawyer, 2005 (Der Mandant)
Lincoln Lawyer Mickey Haller (Matthew McConaughey) tut alles für seine meist mehr als halbseidenen Mandanten. Als er aber einen Freispruch für den stinkreichen Louis Roulet erwirken soll, packt ihn das Gewissen. Auch weil Roulets Taten mit einem früheren Mandanten von ihm, der seine Unschuld beteuerte und dem er mit einem guten Deal einen Knastaufenthalt verschaffte, zusammen hängen.
Rundum geglückte Michael-Connelly-Verfilmung, die Matthew McConaugheys Karriere auf spannende Bahnen lenkte. Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.
„Der Mandant“ war Michael Connellys erster Justizthriller. Danach schrieb er noch weitere Romane mit Mickey Haller, der auch Harry Bosch (Connellys ersten Seriencharakter, der inzwischen eine „Fernseh“-Serie hat) trifft.
mit Matthew McConaughey, Ryan Phillippe, Marisa Tomei, William H. Macy, Josh Lucas, John Leguizamo, Michael Pena, Bob Gunton, Frances Fisher, Bryan Cranston
Als Schauspieler trat Clint Eastwood seit „Blood Work“ (2002) kaum noch auf. So waren seine Hauptrollen in „Million Dollar Baby“ (2004), „Gran Torino“ (2008) und „Back in the Game“ (Trouble with the Curve, 2012) immer auch sein möglicherweise letzter Leinwandauftritt.
Als Regisseur war er dagegen gut beschäftigt mit einem Arbeitspensum von ungefähr einem Film pro Jahr. Munter zwischen den Genres wechselnd, meistens sehr gelungen und auch an der Kinokasse erfolgreich. Es sind Filme für Erwachsene, die nichts mit Superheldengedöns, epischen Weltraumschlachten und Pennälerhumor anfangen können.
Auch sein neuester Film „The Mule“, wieder mit ihm als Regisseur und Hauptdarsteller, wieder nach einem Drehbuch von „Gran Torino“-Autor Nick Schenk und mit einer beeindruckenden Riege guter Schauspieler – Dianne Wiest als seine Ex-Frau, Andy Garcia als Kartellboss, Bradley Cooper, Laurence Fishburne und Michael Peña als DEA-Ermittler (alle drei mit Eastwood-Erfahrung) – ist vor allem traditionsbewusstes, gewohnt unprätentiöses Hollywood-Erzählkino.
Wie bei Eastwoods vorherigen Filmen ist eine wahre Geschichte die Inspiration für den Film. Während er in „J. Edgar“, „Jersey Boys“, „American Sniper“, „Sully“ und „The 15:17 to Paris“ nah an der Wirklichkeit bleibt, nimmt er in „The Mule“ die wahre Geschichte als eine Inspiration für seine Fabel
Die Inspiration für „The Mule“ ist die Geschichte von Leo Sharp. Der 1924 geborene, nicht vorbestrafte Weltkrieg-II-Veteran, Urgroßvater und anerkannte Züchter von Taglilien wurde zu dem ältesten und erfolgreichsten Drogenkurier des Sinaloa-Kartells. Tata, Großvater, war sein Spitzname im Kartell. Spätestens ab 2000 fuhr er Drogen durch die USA. Im Februar 2010 waren es, nach den Notizen des Kartells, 246 Kilo, im März 250 Kilo, im April wieder 250 Kilo und in den folgenden Monaten jeweils 200 Kilo. Pro befördertes Kilo soll er tausend Dollar erhalten haben. Am 21. Oktober 2011 wurde er während einer Drogentour verhaftet.
Nach seiner Verhaftung stieg in Detroit der Straßenpreis für das Kilo Kokain von 30.000 Dollar auf 43.000 Dollar.
Sharp wurde zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt. Die mögliche Höchststrafe wären zwanzig Jahre gewesen. Aber Sharp war damals schon ein alter Mann, dessen Gesundheit sich rapide verschlechterte. Deshalb verbüßte er nur ein Jahr in Haft. Er starb am 12. Dezember 2016.
Der Film verlegt jetzt die Geschichte in die Gegenwart, verändert Namen und Hintergrundgeschichten und auch viele weitere, mehr oder weniger wichtige Details. Vieles, zum Beispiel, wann, wie und warum Sharp Drogenkurier wurde (Gier ist das wahrscheinlichste Motiv), wie das Verhältnis zu seiner Familie war und was er während seiner Fahrten durch die USA erlebte, ist unklar.
Earl Stone, wie Leo Sharp im Film heißt, ist ein netter, allseits beliebter Taglilien-Züchter. Mit seiner Ex-Frau und seiner Tochter ist er zerstritten. Seine Enkeltochter mag ihn. Aber auch sie sieht ihn fast nie. Denn Stone ist ein Meister darin, alle für die Familie wichtigen Termine zu vergessen.
Als er zufällig bei der Hochzeitsfeier seiner Tochter auftaucht, macht ihm einer der Gäste ein Angebot, das er nicht ablehnen will. Er soll einfach Dinge von einem Ort zu einem anderen Ort fahren und er wird dafür bezahlt. Dass die netten Mexikaner in der Autowerkstatt schwer bewaffnet sind und dass die Bezahlmodalität – das Geld wird in einem Umschlag in das Auto gelegt – seltsam ist, stört ihn nicht. Es ist viel Geld, das Stone für ein neues Auto, Luxusgegenstände, Frauen und für seine Freunde ausgibt. Seltsamerweise fragt sich niemand, woher Stones plötzlicher Reichtum kommt. Während Stone mit jeder Fahrt mehr Drogen transportiert, mehr Geld erhält und sich mit den Verbrechern befreundet, ermitteln zwei DEA-Agenten gegen ihn.
Clint Eastwood erzählt diese Geschichte als wunderschön entspanntes Schauspielerkino und garniert es mit leinwandfüllenden Bildern des US-amerikanischen Hinterlandes.
Bei Stones Drogenfahrten durch die USA entsteht so auch ein kleines, sehr harmonisches Bild der USA, das keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat oder etwas erklären oder eine These belegen will. Es sind nur Reisebeobachtungen und Erlebnisse mit einem ebenso knorrigem, wie gewitztem Protagonisten. Denn selbstverständlich begegnet er bei seinen Fahrten auch Polizisten.
„The Mule“ ist kein welterschütterndes Drama, sondern nur eine kleine Geschichte, erzählt im Rhythmus eines Talking-Blues oder eines Folksongs, in dem Beobachtungen und Reiseerlebnisse locker aneinandergereiht werden, während der Sänger auch mal eine Strophe vergisst, austauscht oder ausbaut. Dabei erzählt der Erzähler die Legende über einen Fahrer, der mehr Drogen befördert, als alle anderen Fahrer. Mit der Realität hat das dann wenig zu tun. Und aus der Realität hätte man auch einen ganz anderen Film machen können.
Schauspielerisch übernimmt Clint Eastwood in Earl Stones Gestik und Mimik viel, sehr viel von seinem „Gran Torino“-Charakter Walt Kowalski. Nur sein Gang ist unsicherer. Stone ist, wie Kowalski, ein Sturkopf, der sich nichts sagen lässt und sich mit seiner gesamten Familie zerstritten hat. Er ist ein Einzelgänger, der auf den langen Fahrten durch die USA das allein sein genießt. Allerdings hat er kein Gewissen. Er denkt nicht einmal über seine Taten nach.
Auch der Film ignoriert die Frage, was die von Earl Stone beförderten Drogen bei ihren Konsumenten, ihren Familien und in den Städten anrichten.
„The Mule“ erzählt nur die erstaunliche Geschichte über einen alten Mann, der etwas tut, was niemand von ihm erwartet hätte.
The Mule (The Mule, USA 2018)
Regie: Clint Eastwood
Drehbuch: Nick Schenk
LV: Sam Dolnick: The Sinaloa Cartel’s 90-Year-Old Drug Mule (The New York Times Magazine, 2014)
mit Clint Eastwood, Bradley Cooper, Laurence Fishburne, Michael Peña, Dianne Wiest, Andy Garcia, Alison Eastwood, Taissa Farmiga, Ignacio Serricchio, Loren Dean, Eugene Cordero