TV-Tipp für den 24. August: See how they run

August 23, 2025

RTL II, 20.15

See how the run (See how they run, Großbritannien/USA 2022)

Regie: Tom George

Drehbuch: Mark Chappel

London, 1953: im Theater wird der Regisseur von Agatha Christies Theaterstück „Die Mausefalle“ hinterhältig ermordet. Scotland-Yard-Inspector Stoppard (Sam Rockwell) und seine neue Assistentin, Constable Stalker (Saoirse Ronan), ermitteln.

TV-Premiere. Kurzweilige, witzige und bewusst traditionsbewusste Meta-Rätselkrimiunterhaltung mit einem gut aufgelegtem Ensemble und dem Wissen, dass alle die Regeln eines Rätselkrimis kennen.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Sam Rockwell, Saoirse Ronan, Adrien Brody, Ruth Wilson, David Oyelowo, Reece Shearsmith, Harris Dickinson, Charlie Cooper, Shirley Henderson, Lucian Msamati, Pippa Bennett-Warner, Pearl Chanda, Paul Chahidi, Sian Clifford, Jacob Fortune-Lloyd, Tim Key, Ania Marson

Wiederholung: Montag, 25. August, 02.50 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „See how they run“

Metacritic über „See how they run“

Rotten Tomatoes über „See how they run“

Wikipedia über „See how they run“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Tom Georges „See how the run“ (See how they run, Großbritannien/USA 2022)


TV-Tipp für den 23. August: Die reichen Leichen – Ein Starnbergkrimi

August 22, 2025

BR, 20.15

Die reichen Leichen – Ein Starnbergkrimi (Deutschland 2014)

Regie: Dominik Graf

Drehbuch: Sathyan Ramesh

Erster Arbeitstag für Polizeimeisteranwärterin Fink am Starnberger See und gleich gibt es eine Leiche, die aussieht wie der schon lange verstorbene König Ludwig II.

Heimatkrimi, Graf-Style. Das ist dann meilenweit von den üblichen „Soko Kitzbühel“-Erzeugnissen entfernt.

mit Annina Hellenthal, Andreas Giebel, Florian Stetter, Hannes Jaenicke, Ulrike C. Tscharre, Alicia von Rittberg, Martin Feifel, Eisi Gulp, Beatrice Richter, Saski Vester

Hinweise

Filmportal über “Die reichen Leichen”

Wikipedia über „Die reichen Leichen“

Die Zeit spricht mit Dominik Graf über “Die reichen Leichen” (17. Oktober 2014)

Critic über “Die reichen Leichen”

Meine Besprechung von Dominik Grafs „Schläft ein Lied in allen Dingen“

Meine Besprechung der von Dominik Graf inszenierten TV-Serie  „Im Angesicht des Verbrechens“

Meine Besprechung von Johannes F. Sieverts Interviewbuch „Dominik Graf – Im Angesicht des Verbrechens: Fernseharbeit am Beispiel einer Serie“

Meine Besprechung von Chris Wahl/Jesko Jockenhövel/Marco Abel/Michael Wedel (Hrsg.) “Im Angesicht des Fernsehens – Der Filmemacher Dominik Graf”

Meine Besprechung von Dominik Grafs “Die geliebten Schwestern” (Deutschland/Österreich 2013/2014)

Meine Besprechung von Dominik Grafs Erich-Kästner-Verfilmung „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ (Deutschland 2021)

Meine Besprechung von Domink Graf/Felix von Boehms (Co-Regie) „Jeder schreibt für sich allein“ (Deutschland 2023)

Dominik Graf in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: „Electric Child“ – Nachdenken über Künstliche Intelligenz

August 22, 2025

Kann eine Künstliche Intelligenz einem Vater helfen, sein Kind vor dem Tod zu retten? Diese interessante Frage versucht Simon Jaquemet in seinem dritten Spielfilm „Electric Child“ zu beantworten.

Kurz nach der Geburt ihres Sohnes erfahren Sonny und seine Frau Akiko, dass ihr Kind an einer seltenen degenerativen Nervenkrankheit leidet und mit fast hundertprozentiger Sicherheit innerhalb eines Jahres sterben wird.

Der bereits überarbeitete Sonny flüchtet sich noch mehr in seine Arbeit. Der junge Computerwissenschaftler arbeitet an einem Forschungsprojekt, in dem es darum geht, zu erfahren, wie eine Künstliche Intelligenz in einer virtuellen Welt überlebt und sich entwickelt. Dafür verpassen sie der KI das Aussehen eines Jungen und setzen ihn auf einer virtuellen Insel aus. Sie beobachten ihn. Manchmal versuchen sie ihn zu bestimmten Handlungen zu animieren. Sie versorgen ihn auch mit Waffen; – was auf eine militärische Verwendung seiner Forschung hindeutet. Bei dieser irgendwie streng geheimen Arbeit in einem hoch gesicherten Computerlabor hat er die Idee, mit der KI einen Pakt abzuschließen und so seinen Sohn zu retten.

Bis dahin vergeht allerdings einiges an Filmzeit. Simon Jaquemet etabliert nämlich mehrere Erzählstränge in der realen und virtuellen Welt. Nach dem die KI und Sonny ihre geheime Vereinbarung getroffen haben, beginnt die Sache aus dem Ruder zu laufen.

Ein Science-Fiction-Film aus der Schweiz? Warum nicht.

Ein Science-Fiction-Film zu einem aktuellen Thema? Gerne. Schließlich besteht Science-Fiction nicht nur aus dem Erkunden fremder Planeten und dem Abwehren von Alien-Invasionen, sondern auch aus dem Nachdenken darüber, in welcher Welt wir leben und in welcher Welt wir leben wollen.

Außerdem kann man über das trendige Thema Künstliche Intelligenz auch mit einem überschaubarem bis niedrigem Budget vorzügliche Filme machen. Filme wie „Ex Machina“ oder „Her“ haben das in den vergangenen Jahren gezeigt. Man muss nur eine gute Idee haben und diese dann konsequent ausformulieren. Die Idee hat Jaquemet. Bei der Ausführung hapert es dann.

Sicher, es passiert viel in dem Film. Eigentlich passiert immer irgendetwas. Aber nichts davon ist interessant. Vieles ist einfach nur rätselhaft oder unglaubwürdig. Viel zu oft bricht Jaquemet einfach mitten in der Szene ab. Später wird es zwischen Sonnys Alleingang mit der Künstlichen Intelligenz und den ominös bleibenden Finanziers seiner Forschung und deren mutmaßlichen Handlangern zu einem in jeder Beziehung konfusem Pseudo-Actionfilmende kommen.

Mit Verve setzt Jaquemet eine gute Idee in den Sand.

P. S.: Schönes Plakat!

Electric Child (Schweiz/Deutschland/Niederlande/Philippinen 2024)

Regie: Simon Jaquemet

Drehbuch: Simon Jaquemet

mit Elliott Crosset Hove, Rila Fukushima, Sandra Guldberg Kampp, João Nunes Monteiro, Helen Schneider

Länge: 119 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Electric Child“

Moviepilot über „Electric Child“

Rotten Tomatoes über „Electric Child“

Wikipedia über „Electric Child“


Neu im Kino/Filmkritik: „Sketch“ und die Monster sind los

August 22, 2025

Während ihr Vater nach dem Tod seiner Frau halbherzig versucht, das mit Erinnerungen an ein gemeinsames glückliches Leben vollgestopfte Einfamilienhaus zu verkaufen, sind seine Tochter Amber und sein Sohn Jack weitgehend sich selbst überlassen. Immerhin verarbeitet Amber ihre Trauer in Zeichnungen von Dämonen, Monstern und seltsamen Wesen.

Eines Tages fällt ihr Malbuch, in dem die Skizzen sind, in einen kleinen See, in dem etwas ist, das Dinge verändert. Der See kann kaputte Dinge reparieren (wie ein zerbrochenes Handy-Display), heilen, Tote und auch Zeichnungen zum Leben erwecken.

Also werden Ambers Zeichnungen lebendig. Ihre primitiv gezeichneten Monster beginnen, wie es sich für einen guten Monsterfilm gehört, die ländliche Gegend zu erobern. Menschen, denen sie begegnen, versetzen sie in Todesangst. Und manchmal noch mehr. Beherzt nehmen Amber und Jack den Kampf gegen die Monster auf, die immer wie bunte und fantasievolle Kinderzeichnungen aussehen. Sie wollen das Chaos, für das sie verantwortlich sind, rückgängig machen.

Sketch“ ist ein gelungener Horrorfilm für Kinder mit einer begrüßenswerten Botschaft. Thematisch setzt Seth Worleys Film sich mit der Frage von Trauer und Verlust auseinander. Alle Mitglieder der Familie Wyatt gehen unterschiedlich mit dem Tod ihrer Mutter um. Es gibt einige Lacher. Und die Monster sind ziemlich erinnerungswürdig.

Sicher, für Erwachsene ist dann alles etwas zu einfach. Aber sie gehören auch nicht zum Zielpublikm von „Sketch“. Das sind vorpubertäre Kinder, die die Bücher von R. L. Stine verschlingen und noch zu jung für den Stephen-King-Lesemarathon sind und die diesen spannenden und gut gemachten Film ohne ihre Eltern ansehen sollten.

Insofern ist die FSK-12-Freigabe etwas unglücklich. Denn eigentlich richtet sich „Sketch“ an etwas jüngere Kinder, die eine wohlige Gänsehaut verspüren wollen.

Sketch (Sketch, USA 2025)

Regie: Seth Worley

Drehbuch: Seth Worley

mit Tony Hale, D’Arcy Carden, Bianca Belle, Kue Lawrence

Länge: 94 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Sketch“

Metacritic über „Sketch“

Rotten Tomatoes über „Sketch“

Wikipedia über „Sketch“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 22. August: The Boogeyman

August 21, 2025

Pro7, 23.40

The Boogeyman (The Boogeyman, USA 2023)

Regie: Rob Savage

Drehbuch: Scott Beck, Bryan Woods, Mark Heyman (nach einer Geschichte von Scott Beck und Bryan Woods)

LV: Stephen King: The Boogeyman, 1973 (Kurzgeschichte, Cavalier 1973) (Das Schreckgespenst) (später erschienen in dem Sammelband „Nightshift“, 1978 [Nachtschicht])

Nach dem Suizid eines Patienten richtet sich im Schrank des Kinderzimmers des Hauses von Dr. Harper der titelgebende „Boogeyman“ ein und ängstigt Harpers beiden Töchter. Harpers älteste Tochter will ihre kleine Schwester beschützen.

TV-Premiere. „The Boogeyman“ besteht aus vertrauten Elementen, die in der vertrauten Reihenfolge mit weitgehend vertrauten Schreckmomente (es geht doch nichts über plötzliche laute Geräusche und plötzlich auftauchende monströse Monsterfinger) präsentiert werden.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Sophie Thatcher, Chris Messina, Vivien Lyra Blair, Marin Ireland, Madison Hu, LisaGay Hamilton, David Dastmalchian

Wiederholung: Samstag, 23. August, 02.55 Uhr (Taggenau!)

Die Vorlage

Stephen King: Nachtschicht

(übersetzt von Barbara Heidkamp, Harro Christensen, Michael Kubiak, Karin Balfer, Ulrike A. Pollay, Sabine Kuhn, Ingrid Herrmann, Wolfgang Hohlbein, Bernd Seligmann und Stefan Sturm)

Lübbe, 1988

448 Seiten

13 Euro

Deutsche Erstausgabe

Lübbe, 1984

Originalausgabe

Nightshift

Doubleday, 1978

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „The Boogeyman“

Metacritic über „The Boogeyman“

Rotten Tomatoes über „The Boogeyman“

Wikipedia über „The Boogeyman“ (deutsch, englisch) und die Kurzgeschichtensammlung „Nachtschicht“ (deutsch, englisch)

Homepage von Stephen King

Mein Porträt zu Stephen Kings Geburtstag

Stephen King in der Kriminalakte, in seinem Trailer-Park und auf Europa-Tour

den Romanen von Stephen King

Meine Besprechung von Stephen Kings/Richard Bachmans „Qual“ (Blaze, 2007)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Nachgelassene Dinge“ (The things they left behind) in Ed McBains „Die hohe Kunst des Mordens“ (Transgressions, 2005)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Colorado Kid“ (The Colorado Kid, 2005)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Doctor Sleep“ (Doctor Sleep, 2013)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Später“ (Later, 2021)

Meine Besprechung von Joe Hill/Stephen King/Richard Mathesons „Road Rage“ (Road Rage, 2012)

den Verfilmungen, teils mit Besprechungen der Romane

Meine Besprechung der auf Stephen Kings Novelle “The Colorado Kid” basierenden TV-Serie “Haven”

Meine Besprechung von Kimberly Peirces Stephen-King-Verfilmung “Carrie” (Carrie, USA 2013)

Meine Besprechung von Tod Williams‘ Stephen-King-Verfilmung „Puls“ (Cell, USA 2016)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Der dunkle Turm: Schwarz“ (The Dark Tower: The Gunslinger, 1982) und von Nikolaj Arcels Romanverfilmung „Der dunkle Turm“ (The dark Tower, USA 2017)

Meine Besprechung von Andy Muschiettis „Es“ (It, USA 2017)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Friedhof der Kuscheltiere“ (Pet Sematary, 1983) und Kevin Kölsch/Dennis Widmyers Romanverfilmung „Friedhof der Kuscheltiere“ (Pet Sematary, USA 2019)

Meine Besprechung von Andy Muschietti Stephen-King-Verfilmung „Es Kapitel 2″ (It Chapter 2, USA 2019)

Meine Besprechung von Mike Flanagans „Stephen Kings Doctor Sleeps Erwachen“ (Doctor Sleep, USA 2019) (wahrscheinlich einer der Filmtitel, die kein Mensch an der Kinokasse vollständig ausgesprochen hat)

Meine Besprechung von Rob Savages Stephen-King-Verfilmung „The Boogeyman“ (The Boogeyman, USA 2023)

Meine Besprechung von Kurt Wimmers „Kinder des Zorns“ (Children of the Corn, USA 2020)

Meine Besprechung von Osgood Perkins‘ Stephen-King-Verfilmung „The Monkey“ (The Monkey, USA/Großbritannien 2025)

Meine Besprechung von Mike Flanagans Stephen-King-Verfilmung „The Life of Chuck“ (The Life of Chuck, USA 2024)


Neu im Kino/Filmkritk: Dave Bautista sucht in der Dystopie „Afterburn“ die Mona Lisa

August 21, 2025

Dieses Mal haben nicht die Menschen die Erde vernichtet, sondern eine Sonneneruption hinterließ in der östlichen Hemisphäre der Erde eine flächendeckende Zerstörung. Seitdem sieht das Gebiet wie die Kulisse für einen schlecht aussehenden „Mad Max“-Film aus. Mit der Vernichtung der Welt wurde gleichzeitig die Zivilisation auf den Zustand des Faustrechts zurückgeworfen. Ob auf der gesamten Welt oder nur in der östlichen Hemisphäre, ist unklar und für die zehn Jahre nach der Katastrophe spielende Filmgeschichte auch unwichtig.

In diesem Dystopia erhält der professionelle Schatzsucher Jake (Dave Bautista) von dem in England lebendem, selbsternannten König August (Samuel L. Jackson) einen neuen Auftrag. König August ist ein sich gebildet gebender Gangster mit Herrscherambitionen und einer ständig größer werdenden Kunstsammlung. Dieses Mal soll Jake in Frankreich die Mona Lisa finden. Bei der Suche soll ihm die Freiheitskämpferin Drea (Olga Kurylenko) helfen.

Gemeinsam suchen sie in Frankreich die an einem unbekannten Ort versteckte Mona Lisa. Dabei treffen sie auf allerlei finstere Gestalten zwischen rasenden Zombiekannibalen und einen alle umbringen lassenden Warlord, der sich in einem Zug durch die Landschaft bewegt.

Afterburn“ von J. J. Perry ist ein simpelst gestrickter dystopischer Actionthriller voller Logiklöcher und Weltkrieg-II-Filmzitaten. Die todernst präsentierte Story ist nicht mehr als eine einfachste Schnitzeljagd. Die Dialoge banalst. Warlord Volkov (Kristofer Hivju), der Bösewicht des Films, und seine rechte Hand Gorynych (Daniel Bernhardt) taugen kaum als Bedrohung des Helden. Da helfen auch Hivjus charismatischer Bart und sein grummeliger Blick nicht. Die brutale Action in für den „Lost Places“-Fan fotogenen Locations ist bestenfalls zweckdienlich.

Das verzichtbare Ergebnis ist 08/15-Actionfilmfutter, bei dem immerhin die Stuntmen in verlassenen Kiesgruben und Fabrikruinen ihren Spaß hatten.

Die in jeder Beziehung deutlich bessere Unterhaltung für den Actionfilmfan gibt es im benachbarten Kinosaal mit „Nobody 2“.

J. J. Perry inszenierte als Regisseur „Day Shift“ und „The Killer’s Game“. Davor war er in etliche Filme als Stuntman und Second-Unit-Regisseur, u. a. „Fast & Furious 8“, „Fast & Furious 9“ und „Blue Beetle“ involviert.

Afterburn (Afterburn, USA 2025)

Regie: J. J. Perry

Drehbuch: Nimród Antal, Matt Johnson

LV: Scott Chitwood/Paul Ens: Afterburn, 2008 (Comic)

mit Dave Bautista, Olga Kurylenko, Samuel L. Jackson, Kristofer Hivju, Daniel Bernhardt

Länge: 107 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Moviepilot über „Afterburn“

Metacritic über „Afterburn“

Rotten Tomatoes über „Afterburn“

Wikipedia über „Afterburn“


Neu im Kino/Filmkritik: „Was ist Liebe wert – Materialists“ kennen die Antwort; – vielleicht

August 21, 2025

Lucy (Dakota Johnson) weiß alles über die Liebe. Die Mittdreißigerin ist ein Matchmaker. Sie hilft in New York Menschen, einen Partner zu finden. In den vergangenen Jahren hat sie schon neun Ehen vermittelt. In der noblen Heiratsvermittlungagentur ist sie damit die erfolgreichste Vermittlerin. Die Grundlage für perfekte Paare sind dabei die Zahlen – vor allem die Zahlen, die auf der Gehaltsabrechnung und dem Bankkonto stehen – und die Wünsche der Kunden. Sie sagen, wie alt der gewünschte Partner sein soll, wie er sein soll undsoweiter. Heiratsvermittlung ist für Lucy und die Firma ein Geschäft.

Deshalb weiß Lucy auch, dass sie und Harry (Pedro Pascal) nicht zueinander passen. Er ist im Szene-Jargon ein Einhorn. Er ist zu gut, um wahr zu sein. Bei ihm stimmt alles. Er ist vermögend, gebildet, höflich und sieht verdammt gut aus. Er könnte jede Frau haben. Aber er will Lucy, die ihr Glück nicht fassen kann, haben. Denn er ist aufgrund der Zahlen viel zu gut für sie.

Bei ihrer ersten großen Liebe stimmt dagegen – jedenfalls wenn sie auf die nackten Daten blickt – nichts. John (Chris Evans) ist ein ums Überleben kämpfender Schauspieler, der bei einer Catering-Firma als Bedienung arbeitet. Bei einem dieser Jobs begegnet er Lucy, die gerade mit Harry redet, und stellt ihr ungefragt ihr Lieblinsgetränk hin – und sie findet ihn wieder sehr sympathisch. Aber, wie gesagt, nach den Daten ist er eine Katastrophe. Er lebt immer noch in seiner Studenten-WG, fährt immer noch sein schrottreifes Auto, hat immer noch kein Geld auf dem Bankkonto und immer noch keinen Plan für sein weiteres Leben.

Zugegeben, das liest sich wie der Anfang der nächsten RomCom mit schönen Menschen in schöner Umgebung, vorhersehbaren Konflikten und ebenso vorhersehbarem Ende. Die Besetzung mit Dakota Johnson, die sich zwischen Pedro Pascal und Chris Evans entscheiden muss, und der Handlungsort, das saubere New York der vermögenden Menschen ohne drängende finanzielle Probleme, sprechen dafür.

Aber Celine Songs zweiter Spielfilm, nach „Past Lives – In einem anderen Leben“, ist eine RomCom ohne den zu lauten Lachanfällen reizenden komödiantischen Teil und auch ohne die Taschentuch-Kitsch-Romantik. Jedenfalls am Anfang. Denn bei Lucy geht es bei den von ihr angestifteten Ehen nicht um Liebe, sondern nur ums Geschäft. Sie bedient die Wünsche ihrer Kunden, die teilweise in kurzen Interview-Szenen ohne Umschweife geäußert werden. Sie suchen Menschen, die aus der gleichen Klasse kommen und ein ungefähr gleich hohes Einkommen haben. Aus seiner Sicht soll die Frau jünger, gerne deutlich jünger sein. Aus ihrer Sicht kann der Traummann auch etwas älter sein. Es geht immer um heterosexuelle Beziehungen. Die Kundschaft ist überwiegend weiß. Gemischtrassige Ehen sind für sie kein Thema. Dass die USA eine zutiefst rassistische Gesellschaft ist, zeigt sich auch in diesen Interviews. Es handelt sich um eine gesellschaftliches Milieu, das auch das Ensemble einer in Manhattan spielenden Komödie von Woody Allen sein könnte.

In „Was ist Liebe wert – Materialists“ schildert Song Lucys Leben und das Leben ihre Kunden distanziert, mit feiner Ironie und die großen Konfliktlinien in der US-Gesellschaft ignorierend. In den die Dreiecksgeschichte aufbrechenden Interview-Szenen deutet sie den Rassismus nur zwischen den Zeilen an. Das von allen angestrebte konservative Familienbild wird nicht weiter thematisiert.

Im Vordergrund spielt sich Lucys Suche nach ihrem Traumman auf der oberflächlichen Ebene von Aussehen und Vermögen ab. In dieser nur auf den Schein bedachten Welt ist Harry ein Traummann und John ein Loser. Am Ende gewinnt natürlich, den Regeln des Liebesfilms folgend, die wahre Liebe über dem schönen Schein.

Song erzählt ihre Bestandsaufnahme der Suche nach dem Traummann im 21. Jahrhundert im Kapitalismus mit milder Ironie langsam und kühl distanziert. Auch die Schauspieler agieren durchgehend so, als habe ihre Spielanweisung in dem Satz „kein Schauspiel erforderlich, sympathische Ausstrahlung genügt“ bestanden. „Was ist Liebe wert – Materialists“ ist eine romantische Anti-RomCom; – falls es so etwas überhaupt geben kann.

Was ist Liebe wert – Materialists (Materialists, USA 2025)

Regie: Celine Song

Drehbuch: Celine Song

mit Dakota Johnson, Pedro Pascal, Chris Evans

Länge: 117 Minuten

FSK: ab 0 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Was ist Liebe wert – Materialists“

Metacritic über „Was ist Liebe wert – Materialists“

Rotten Tomatoes über „Was ist Liebe wert – Materialists“

Wikipedia über „Was ist Liebe wert – Materialists“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Celine Songs „Past Lives – In einem anderen Leben“ (Past Lives, USA 2023)


Neu im Kino/Filmkritik: Kreative Titelwahl, nächste Folge „Nobody 2“

August 21, 2025

Hutch Mansell (Bob Odenkirk) ist etwas gestresst von seiner Arbeit. Das Abarbeiten seiner Schulden – 30 Millionen Dollar bei der russischen Mafia – erweist sich als schwieriger als erwartet, weil er bei den verschiedenen Aufträgen, vor allem den einfachen, die er zwischen spätem zweiten Frühstück und vorgezogenem Mittagessen erledigen kann, gegen wahre, von überall aufpoppende Killerhorden kämpfen muss. Außerdem verbringt er zu wenig Zeit mit seiner Familie.

Einige Tage in dem Touristenstädtchen Plummerville und dem dortigen Wild Bill’s Majestic Midway Wasserpark sollen das ändern. Den Park kennt und liebt er von Kindheitsurlauben mit seinem Vater und seinem Bruder. Die gesamte Familie – er, seine Frau, ihr 17-jähriger Sohn, ihre 12-jährige Tochter und sein Großvater – fährt hin. Als sie dort sind, ist Hutch etwas enttäuscht. Er hat die inzwischen ordentlich abgeranzte Anlage als viel größer und prächtiger in Erinnerung. Trotzdem wollen die Mansells einige schöne und friedlich-entspannte Tage verbringen.

Das geht schon am ersten Tag schief. Zuerst wird sein Sohn von den örtlichen Halbstarken angegriffen. Später wird seine Tochter von einem Sicherheitsbeamten grundlos geschlagen. In dem Moment verliert Hutch seine harmlose bürgerliche Fassade und seine in jeder anderen Situation gepflegte Selbstbeherrschung. Er erteilt den Jungs und dem unprofessionellem Sicherheitspersonal in der Spielhalle eine Lektion. Danach verbringen sie einige Stunden im Polizeirevier.

Dummerweise ist einer der Halbstarken, die Hutch verprügelte, der Sohn des Besitzers des Freizeitparks. Dieser ist darüber verärgert. Der mit dem Freizeitparkbesitzer in illegale Geschäfte verwickelte örtliche Polizeichef schickt einige Schläger los – und schon dreht sich die Eskalationsspirale bis hin zum furiosen Ende.

Dabei muss Hutch erfahren, dass die Stadt und der Vergnügungspark seit Ewigkeiten die Durchgangsstation für einen florierenden Drogenhandel sind. Geleitet wird die Gangsterbande von Lendina (Sharon Stone), deren Basic Instinct ihr sagt: Angriff ist die beste Verteidigung.

Nobody 2“ ist der nächste Film aus dem Haus 87North (bzw. früher 87 Eleven Entertainment), der Firma von David Leitch und Kelly McCormick. Zusammen mit ihren Kumpels Chad Stahelski und Derek Kolstadt versorgen sie uns seit dem Erfolg von „John Wick“ zuverlässig mit Actionenfilmen, in denen die Stunts noch weitgehend handgemacht sind. So sind die Actionszenen bei allen Übertreibungen (von denen es viele gibt) sympathisch bodenständig. Zu den 87North-Filmen gehören, neben den „John Wick“-Filmen, „Nobody“ (2021), „Bullet Train“ (2022), „Violent Night“ (2022), „The Fall Guy“ (2025), „Love Hurts“ (2025) und damit dürfte klar sein, für welches Kino sie stehen.

Die von Derek Kolstadt für „Nobody 2“ erfundene und zusammen mit Aaron Rabin zu einem Drehbuch verarbeitete Geschichte ist reinster Pulp. Timo Tjahjanto („The Night comes for us“, „The Big Four“) inszenierte sie in seinem ersten englischsprachigem Film als Old-School-B-Movie-Galore mit einer ordentlicihen Portion Action und einer konstanten Mißachtung vor der körperlichen Unversehrtheit und dem Leben des Gegners. Folgerichtig wird im Finale des Actionfilms ein extra für den Film errichteter, ziemlich großer Freizeitpark mit seinen Attraktionen vor laufender Kamera vernichtet.

Diese sich selbst nicht todernst nehmende Comic-Action mit überschaubaren Mengen an zu sehendem Blut, nicht zählbaren Mengen an Körperverletzungen jeglicher Art, zahlreichen, oft auf absurde Weise ihren Tod findenden Bösewichter und knackigen One-Linern dürfte den Menschen gefallen, denen schon der erste Film mit Bob Odenkirk als Hutch Mansell gefiel.

Nobody 2“ ist ein kurzweiliges Vergnügen, in dem alle Beteiligten die Vorhersehbarkeit und Absurdität der Geschichte zelebrieren. Und der Pulp-Fan sich über eine Pulp-Geschichte auf der großen Leinwand freuen kann.

Nobody 2 (Nobody 2, USA 2025)

Regie: Timo Tjahjanto

Drehbuch: Derek Kolstadt, Aaron Rabin (nach einer Geschichte von Derek Kolstadt, nach den Figuren von Derek Kolstadt)

mit Bob Odenkirk, Connie Nielsen, John Ortiz, Colin Hanks, RZA, Christopher Lloyd, Sharon Stone, Gage Munroe, Paisley Cadorath

Läng: 90 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Nobody 2“

Metacritic über „Nobody 2“

Rotten Tomatoes über „Nobody 2“

Wikipedia über „Nobody 2“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Kimo Stamboel/Timo Tjahjantos „Headshot“ (Headshot, Indonesien 2016)

Meine Besprechung von Ilya Naishuller „Nobody“ (Nobody, USA 2021)


TV-Tipp für den 21. August: Ein Glücksfall

August 20, 2025

BR, 22.45

Ein Glücksfall (Coup de Chance, Frankreich/USA/Großbritannien 2023)

Regie: Woody Allen

Drehbuch: Woody Allen

Nach einer Zufallsbegegnung mit einem alten Schulkameraden beginnt Fanny ihren Mann mit ihm zu betrügen. Aber ist sie auch bereit, ihr sorgenfreies Leben als Luxusfrau für einen armen Schriftsteller aufzugeben? Und was wird ihr besitzergreifender und skrupelloser Mann davon halten?

TV-Premiere. Der fünfzigste und bislang letzte Spielfilm von Woody Allen (und, ja, es könnte auch sein letzter Film und damit der Abschluss eines beeindruckenden Werkes sein) ist ein überraschend experimentierfreudiges Werk. So drehte er in Frankreich mit französischen Schauspielern auf französisch, mit sich frei bewegender Kamera und in langen, teils ziemlich komplizierten Szenen. .

Die Story ist eine Liebeserklärung an das französische Kino. Der Kriminalfall könnte direkt aus einem alten französischen Krimi, möglicherweise aus den fünfziger Jahren, stammen.

Die Krimikomödie ist, angesichts von Allens zuletzt arg durchwachsenen Arbeiten, ein überraschend gelungener Film.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Lou de Laâge, Valérie Lemercier, Melvil Poupaud, Niels Schneider, Guillaume de Tonquédec

Hinweise

Moviepilot über „Ein Glücksfall“

AlloCiné über „Ein Glücksfall“

Metacritic über „Ein Glücksfall“

Rotten Tomatoes über „Ein Glücksfall“

Wikipedia über „Ein Glücksfall“ (deutsch, englisch, französisch)

Homepage von Woody Allen

Deutsche Woody-Allen-Seite

Meine Besprechung von Robert B. Weides „Woody Allen: A Documentary“ (Woody Allen: A Documentary, USA 2012)

Meine Besprechung von Woody Allens “To Rome with Love” (To Rome with Love, USA/Italien 2012)

Meine Besprechung von Woody Allens “Blue Jasmine” (Blue Jasmine, USA 2013)

Meine Besprechung von Woody Allens “Magic in the Moonlight” (Magic in the Moonlight, USA 2014)

Meine Besprechung von John Turturros “Plötzlich Gigolo” (Fading Gigolo, USA 2013 – mit Woody Allen)

Meine Besprechung von Woody Allens “Irrational Man” (Irrational Man, USA 2015)

Meine Besprechung von Woody Allens „Café Society“ (Café Society, USA 2016)

Meine Besprechung von Woody Allens „Wonder Wheel“ (Wonder Wheel, USA 2017)

Meine Besprechung von Woody Allens „A rainy Day in New York“ (A rainy Day in New York, USA 2019)

Meine Besprechung von Woody Allens „Rifkin’s Festival“ (Rifkin’s Festival, USA 2020)

Meine Besprechung von Woody Allens „Ein Glücksfall“ (Coup de Chance, Frankreich/USA/Großbritannien 2023)

Woody Allen in der Kriminalakte  


TV-Tipp für den 20. August: Anselm – Das Rauschen der Zeit

August 19, 2025

Mehrere TV-Premieren, noch mehr gute Filme, aber es kann nur einen Tagestipp geben und da hat ein Geburtstagskind die besseren Karten

Arte, 21.55

Anselm – Das Rauschen der Zeit (Deutschland/Frankreich 2023)

Regie: Wim Wenders

Drehbuch: Wim Wenders

TV-Premiere. Spielfilmlange Doku von Wim Wenders über Anselm Kiefer, einem der bedeutendsten Künstler der Gegenwart, die im Kino auch in 3D lief.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung und meinem Interview mit Wim Wenders.

mit Anselm Kiefer, Daniel Kiefer, Anton Wenders

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Anselm“

Moviepilot über „Anselm“

Rotten Tomatoes über „Anselm“

Wikipedia über „Anselm“ (deutsch, englisch), Anselm Kiefer (deutsch, englisch) und über Wim Wenders (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Eric Fiedlers „It must schwing – The Blue Note Story“ (Deutschland 2018)

Meine Besprechung von Wim Wenders’ “Hammett” (Hammett, USA 1982)

Meine Besprechung von Wim Wenders/Juliano Ribeiro Salgados “Das Salz der Erde” (The Salt of the Earth, Frankreich/Deutschland 2013)

Meine Besprechung von Wim Wenders‘ „Every thing will be fine“ (Deutschland/Kanada/Norwegen/Schweden 2015)

Meine Besprechung von Wim Wenders‘ „Die schönen Tage von Aranjuez“ (Les beaux jours d‘ Aranjuez, Deutschland/Frankreich 2016)

Meine Besprechung von Wim Wenders‘ „Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes“ (Pope Francis: A Man of his Word, Deutschland 2018)

Meine Besprechung von Wim Wenders‘ „Grenzenlos“ (Submergence, USA 2017)

Meine Besprechung von Wim Wenders‘ “Anselm – Das Rauschen der Zeit” (Deutschland/Frankreich 2023)

Mein Gespräch mit Wim Wenders über „Anselm – Das Rauschen der Zeit“ (Deutschland/Frankreich 2023)

Meine Besprechung von Wim Wenders‘ „Perfect Days“ (Japan/Deutschland 2023)

Wim Wenders in der Kriminalakte

Homepage von Wim Wenders


Cover der Woche

August 19, 2025

Alles Gute zum heutigen Geburtstag!

In wenigen Tagen erscheint sein neuer Roman „Der Beweis meiner Unschuld“ (The Proof of My Innocence), eine während der kurzen Regierungszeit von Premierministerin Liz Truss spielende Mischung aus Cozy-Detektivgeschichte, College-Roman und autofiktionalem Roman, im Folio Verlag.

Besprechung folgt.


TV-Tipp für den 19. August: Tatort: Rechnung ohne Wirt

August 18, 2025

WDR, 23.40

Tatort: Rechnung ohne Wirt (Deutschland 1984)

Regie: Peter Adam

Drehbuch: Peter Adam

Ex-Boxer Bubi Kantmeier wird auf offener Straße erschossen. Der Boxer arbeitete für den Restaurantbesitzer Guido Tessari. Und weil Kommissar Schimanski mit Guido befreundet ist, ist der Fall für den Ruhrpottkommissar eine persönliche Angelegenheit. Vor allem nachdem Guido andeutet, dass er Probleme mit Schutzgelderpressern hat und Bubis Tod vielleicht eine Warnung war.

Das dürfte einer der ersten Krimis sein, in denen die Mafia im Ruhrpott agiert.

Aus der Erinnerung: ein guter Schimanski.

mit Götz George, Eberhard Feik, Chiem van Houweninge, Ulrich Matschoss, Wilfried Blasberg, Guido Gagliardi. Cornelia Glogger, Pietro Giardini

Hinweise

Host-Schimanski-Fanseite

Wikipedia über Horst Schimanski und über „Tatort: Rechnung ohne Wirt“

Meine Besprechung von Martin Schüllers Schimanski-Roman „Moltke“ (2010)


„Aale und Gespenster“ an der Nordsee nach dem Zweiten Weltkrieg – und Jahrzehnte später

August 18, 2025

1987 entdecken Marianne und ihre Tochter auf dem Campingplatz eine Leiche. Während die Polizei ohne erkennbares Engagement versucht herauszufinden, wer der schon vor Ewigkeiten Verstorbene ist, ob er überhaupt ermordet wurde und, wenn ja, ob der Täter noch bestraft werden kann, hat der Leser von Marius Schmidts Comic „Aale und Gespenter“ schon einen Verdacht. Der Tote könnte Casimir oder Rimsky sein.

Die beiden Männer plünderten im Sommer 1947 das in der Lübecker Bucht liegende Wrack der „Cap Arcona“. Das Schiff wurde in den letzten Kriegstagen von der Royal Air Force bombardiert. An Bord waren über siebentausend KZ-Häftlinge. Die meisten der Häftlinge, Bewacher und Besatzungsmitglieder starben bei dem Schiffsuntergang, der zu den verlustreichsten Schiffsuntergängen gehört. Beim Untergang der Titanic starben etwas über eintausendfünfhundert Menschen.

Der 1947 im Nachkriegsdeutschland spielende Teil von Schmidts Geschichte ist der umfangreichere und auch interessantere Teil der Geschichte. Er zeigt in frei über die Seiten fließenden stimmungsvollen Aquarellzeichnungen und knappen Texten das Leben nach dem Krieg, wie sich die beiden Männer mit Schwarzmarktgeschäften über Wasser halten und alle versuchen, die jüngste Vergangenheit zu vergessen.

Marius Schmidt: Aale und Gespenster

avant-verlag, 2025

224 Seiten

25 Euro

Hinweise

Homepage von Marius Schmidt

avant-verlag: Interview mit Marius Schmidt über den Comic

Perlentaucher über „Aale und Gespenster“


TV-Tipp für den 18. August: Paris, Texas

August 17, 2025

Arte, 20.15

Paris, Texas (Deutschland/Frankreich 1984)

Regie: Wim Wenders

Drehbuch: Sam Shepard

Nachdem Travis vier Jahre spurlos verschwunden war, kehrt er zurück. Sein achtjähriger Sohn Hunter ist inzwischen bei seinem Bruder in Los Angeles. Seine Frau Jane ist in Houston. Travis macht sich Hunter auf die Suche nach ihr.

In Cannes erhielt Wenders für „Paris, Texas“ die Goldene Palme. Auch an der Kinokasse war „Paris, Texas“, trotz seiner moralisch abstrusen Geschichte, ein Erfolg. In Deutschland sahen sich über eine Million Menschen den Film an.

Ry Cooder schrieb die spartanische Musik. Robby Müller fand die einprägsamen Americana-Bilder, in denen die USA ein Sehnsuchtsort ist und die Mutter-Kind-Zusammenführung von Travis, dem letzten Cowboy, der wortkarg seine Mission erledigt, als logisch erscheint.

Einer von Wim Wenders‘ schönsten und besten Filmen.

Anschließend, um 22.35 Uhr, zeigt Arte die brandneue Doku „Wim Wenders: Der ewig Suchende“ (Deutschland 2025) und um 23.30 Uhr „Nastassja Kinski – Geschichte einer Befreiung“ (Frankreich 2023).

mit Harry Dean Stanton, Natassja Kinski, Hunter Carson, Aurore Clement, Dean Stockwell, Bernhard Wicki

Wiederholung: Donnerstag, 21. August, 14.00 Uhr

Hinweise

Filmportal über „Paris, Texas“

Rotten Tomatoes über „Paris, Texas“

Wikipedia über „Paris, Texas“ (deutsch, englisch) und über Wim Wenders (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Wim Wenders’ “Hammett” (Hammett, USA 1982)

Meine Besprechung von Wim Wenders/Juliano Ribeiro Salgados “Das Salz der Erde” (The Salt of the Earth, Frankreich/Deutschland 2013)

Meine Besprechung von Wim Wenders‘ „Every thing will be fine“ (Deutschland/Kanada/Norwegen/Schweden 2015)

Meine Besprechung von Wim Wenders‘ „Die schönen Tage von Aranjuez“ (Les beaux jours d‘ Aranjuez, Deutschland/Frankreich 2016)

Meine Besprechung von Wim Wenders‘ „Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes“ (Pope Francis: A Man of his Word, Deutschland 2018)

Meine Besprechung von Wim Wenders‘ „Grenzenlos“ (Submergence, USA 2017)

Meine Besprechung von Wim Wenders‘ “Anselm – Das Rauschen der Zeit” (Deutschland/Frankreich 2023)

Mein Gespräch mit Wim Wenders über „Anselm – Das Rauschen der Zeit“ (Deutschland/Frankreich 2023)

Meine Besprechung von Wim Wenders‘ „Perfect Days“ (Japan/Deutschland 2023)

Wim Wenders in der Kriminalakte

Homepage von Wim Wenders

 


TV-Tipp für den 17. August: Die Fabelmans

August 16, 2025

Pro7, 20.15

Die Fabelmans (The Fabelmans, USA 2022)

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: Steven Spielberg, Tony Kushner

TV-Premiere. Sehr gelungenes Quasi-Biopic, das mit einer Begegnung des jungen Sammy Fabelman (aka Steven Spielberg) mit seinem Idol John Ford (David Lynch) endet – und eine wunderschöne Liebeserklärung an den Film und Hollywood.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

Anschließend, um 23.20 Uhr, zeigt Pro7 Steven Spielbergs Blockbuster „Der weiße Hai“. Wer die Möglichkeit hat, den Horrorthriller im Kino zu sehen, sollte das tun.

mit Gabriel LaBelle, Michelle Williams, Paul Dano, Seth Rogen, Judd Hirsch, Mateo Zoryan Francis-DeFord, Chloe East, Julia Butters, Sam Rechner, Keeley Karsten, Oakes Fegley, David Lynch

Hinweise

Moviepilot über „Die Fabelmans“

Metacritic über „Die Fabelmans“

Rotten Tomatoes über „Die Fabelmans“

Wikipedia über „Die Fabelmans“ (deutsch, englisch)

History vs. Hollywood meint: Stimmt alles mit dem Leben von Steven Spielberg überein

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Der weiße Hai“ (Jaws, USA 1975)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the kingdom of the skull, USA 2008)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ (Bridge of Spies, USA 2015)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „BFG – Big Friendly Giant (The BFG, USA 2016)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Die Verlegerin“ (The Post, USA 2017)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Ready Player One“ (Ready Player One, USA 2018)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „West Side Story“ (West Side Story, USA 2021)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Die Fabelmans“ (The Fabelmans, USA 2022)

Steven Spielberg in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 16. August: Rififi

August 15, 2025

RBB, 23.30

Rififi (Du rififi chez les hommes, Frankreich 1954)

Regie: Jules Dassin

Drehbuch: René Wheeler, Jules Dassin, Auguste le Breton

LV: Auguste le Breton: Du rififi chez les hommes, 1953

Kaum draußen aus dem Gefängnis plant Toni zusammen mit seinen Freunden Jo und Mario den Einbruch in ein Juweliergeschäft. Der Einbruch gelingt. Dann kommt ihnen eine rivalisierende Bande auf die Spur.

Mit „Rififi“ begründete Dassin das Caper-Movie: ein Film, bei dem die Planung und Durchführung eines Einbruches mit Mittelpunkt steht. „Dassins Film wirkt ein wenig wie die Synthese aus seinen eigenen realistischen Kriminalfilmen aus Hollywood, das er der antikommunistischten Hexenjagden McCarthys wegen hatte verlassen müssen, und den französischen Filmen aus der Tradition des Poetischen Realismus. Dabei potenziert sich der Pessimismus so sehr wie die Stilisierung: In einer halbstündigen Sequenz, in der der technische Vorgang des Einbruchs gezeigt wird, gibt es weder Dialoge noch Musikuntermalung. Die technische Präzision, die fast ein wenig feierlich zelebriert wird und in der die Männer ganz offensichtlich ihre persönliche Erfüllung finden, mehr als in der Freude über die Beute, steht dabei im Gegensatz zu ihrem fast ein wenig melancholischen Wesen.“ (Georg Seeßlen: Kino der Angst, 1980)

Mit Jean Servais, Carl Möhner, Robert Manuel, Robert Hossein, Perlo Vita (Pseudonym von Dassin)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Rififi

Wikipedia über „Rififi“ (deutsch, englisch)

Criterion Confessions (James S. Rich) über Jules Dassin und „Rififi“

Kriminalakte: R. i. P. Jules Dassin


Neu im Kino/Filmkritik: Mad Max, Raves, Wüste, „Sirat“

August 15, 2025

Mit seinem zwölfjährigem Sohn Esteban zieht Luis (Sergi López) von einem Rave zum nächsten. In Südmarokko suchen sie zwischen Bergen und Wüste nach seiner Tochter Mar. Sie verschwand vor mehreren Monaten bei einem dieser Wüstenraves; mehr oder weniger illegale Tanzveranstaltungen in der Wüste mit bewusstseinserweiternden Erfahrungen. Luis stolpert, mit einem Bild seiner Tochter in der Hand, über das Festivalgelände.

Von einer Gruppe Raver erfährt er von einem besonderen, selbstverständlich geheimen Rave irgendwo in der Wüste. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg.

Regisseur Oliver Laxe sagt über seinen neuen Film „Sirat“, der diese Jahr in Cannes den Preis der Jury erhielt: „Der Film zerfällt im Laufe seiner Handlung.“

Er meint es positiv. Für mich beschreibt er allerdings ziemlich genau mein Problem mit dem Film. Der Anfang, wenn Luis seine Tochter sucht und dabei durch die aus Aussteigern bestehende Rave-Szene taumelt, ist stark. Wenn sie danach in ihren wüstentauglichen Wohnmobilen, deren beste Zeit schon vor Jahrzehnten war, musikalisch kongenial unterlegt, durch die Wüste donnern, sieht das nach Outtakes aus einem „Mad Max“-Film aus. Aber dann passiert auf einer schmalen Gebirgsstraße ein Unglück. „Sirat“ vergisst seine Prämisse – sie spielt einfach keine Rolle mehr – und auch das ‚Ereignis‘ wird vollkommen verdrängt. In diesem Moment verliert „Sirat“ seinen Plot zugunsten einem surreal-absurden Geflecht von sich wiederholenden „Mad Max“-Wüstenimpressionen und der Entdeckung eines Minenfeldes.

Dieser Bruch ungefähr in der Mitte des Films macht aus „Sitar“, trotz starker Prämisse, Schauspieler, Bilder und Sound, ein enttäuschendes Werk.

Das größte Problem ist dabei die Prämisse: ein Vater sucht sein verschwundenes Kind und setzt dafür seine gesamte bürgerliche Existenz aufs Spiel. Diese Prämisse verlangt nach einer Antwort. Diese Antwort kann auch, wie in Friedrich Dürrenmatts „Das Versprechen – Requiem auf den Kriminalroman“ (seiner düsteren Romanfassung von „Es geschah am hellichten Tag [Deutschland 1958]) oder David Finchers „Zodiac – Die Spur des Killers“ (USA 2007), sein, dass der Ermittler den Mörder nicht fängt. Trotzdem wird am Ende die Ausgangsfrage beantwortet und nicht in der Mitte der Geschichte zugunsten von etwas vollkommen anderem links liegen gelassen.

Hätte Laxe eine schwächere Prämisse gewählt, beispielsweise indem sein Protagonist einfach nach dem nächsten Rave sucht, hätte mir der Film deutlich besser gefallen. Diese Frage wird auch am Filmende beantwortet.

Sirat (Sirāt, Spanien/Frankreich 2025)

Regie: Oliver Laxe

Drehbuch: Santiago Fillol, Oliver Laxe

mit Sergi López, Brúno Nunez, Stefania Gadda, Joshua Liam Henderson, Tonin Janvier, Jade Oukid, Richard Bellamy

Länge: 115 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

AlloCiné über “Sirat”

Moviepilot über “Sirat”

Metacritic über “Sirat”

Rotten Tomatoes über “Sirat”

Wikipedia über “Sirat” (deutsch, englisch, französisch)


Neu im Kino/Filmkritik: Herr K ist „Willkommen um zu bleiben“

August 15, 2025

Auf dem Weg zu einem wichtigen Termin checkt der Magier Mr. K (Crispin Glover) in einem mondänem Nobelhotel ein. Schon die Rezeptionistin verhält sich seltsam. Noch seltsamer wird es in seinem Hotelzimmer. Unter seinem Bett ist ein alter Mann, in seinem Kleiderschrank das Zimmermädchen. Beide verlassen schweigend, in der gebotenen Eile das Zimmer.

Trotzdem will Herr K die Nacht in dem Zimmer verbringen und am nächsten Tag weiterreisen. Aber dann kann er das Hotel nicht verlassen. Während er versucht, den Ausgang zu finden und sich in einem kafkaesken Alptraum wähnt, denken die anderen, durchgehend sehr seltsamen Hotelgäste überhaupt nicht daran, das Hotel zu verlassen. Hier haben sie ja alles.

Tallulah H. Schwabs „Willkommen um zu bleiben“ ist eine kurzweilige Kafka-Variation im Grand Hotel mit einem schwachen Ende. Es ist eines dieser aus heiterem Himmel kommenden Enden zwischen ‚aus einem Alptraum erwachen‘ und ‚von Aliens entführt werden‘, die von Autoren ersonnen werden, wenn sie sich in eine Ecke hineingeschrieben haben und nicht mehr weiter wissen.

Bis dahin gibt es wundervoll skurille Figuren, klug eingestreute Anspielungen und absurde Episoden im Grand Hotel – und eine immer wieder durch die Gänge und Zimmer ziehende Blaskapelle.

P. S.: Schöner deutscher Titel. Gefällt mir besser als der doch arg beliebige Originaltitel.

Willkommen um zu bleiben (Mr. K, Norwegen/Belgien/Niederlande 2024)

Regie: Tallulah H. Schwab

Drehbuch: Tallulah H. Schwab

mit Crispin Glover, Sunnyi Melles, Fionnula Flanagan, Bjørn Sundquist, Dearbhla Molloy, Barbara Sarafian, Sam Louwyck

Länge: 96 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Moviepilot über “Willkommen um zu bleiben”

Rotten Tomatoes über “Willkommen um zu bleiben”

Wikipedia über “Willkommen um zu bleiben”


Neu im Kino/Filmkritik: „Hollywoodgate – Ein Jahr unter den Taliban“ in einem verlassenen US-Stützpunkt

August 15, 2025

Beobachtender Dokumentarfilm, die nächste Runde. Und wieder gibt es dieses ärgerliche Missverhältnis zwischen dem, was der Film zeigt und welche, teils grundlegenden und für das Verständnis des Films wichtigen Informationen man sich aus dem Presseheft und anderen Quellen zusammensuchen muss. Dazu gehören in diesem Fall beispielsweise die Lage und Bedeutung der titelgebenden US-Militärstation Hollywood Gate und die Namen und Positionen der beiden Hauptpersonen. Im Presseheft steht, dass es Mawlawi Mansour, der neue Chef der afghanischen Luftwaffe, und Muhktar, ein ehemaliger Taliban-Kämpfer, der jetzt eine Karriere im Militär anstrebt, sind. Im Film muss man sich über die neunzig Filmminuten mühsam erschließen, wer wer ist und was seine Aufgabe ist. Ein in der fünfzehnten Filmminute neben einem unscharfen Porträtfoto eingeblendeter Name hilft nur wenig.

Auch über die Schwierigkeiten, mit denen Ibrahim Nash’at vor und während der Dreharbeiten kontrontiert war und über das Leben in Afghanistan unter den Taliban erfahrt man im Presseheft mehr als im Film. So durfte Nash’at, nachdem er Muhktar kennen lernte und sich anschließend nach oben bis zu Mawlawi Mansour durchfragte und deren Erlaubnis erhielt, in der Station Hollywood Gate filmen. Er durfte nicht alles filmen und die Drehgenehmigung konnte ihm jederzeit entzogen werden. Einheimische, die nicht zu den Taliban gehörten, wollten nicht mit ihm reden, weil sie ihn für einen Teil des Regimes hielten.

Ein Jahr lang, vom 31. August 2021, einen Tag nachdem die letzten US-Soldaten Afghanistan verließen, bis zum 31. August 2022 beobachtet Ibrahim Nash’at, wie Taliban in Kabul die US-Miltärbasis Hollywood Gate in Besitz nehmen. In diesen zwölf Monaten wird aus einer Miliz ein Militärregime. Seit 2021 steht Afghanistan im weltweiten Demokratieindex mit Abstand auf dem letzten Platz. Es gibt keine Meinungsfreiheit. Frauen werden unterdrückt (das wird auch in „Hollywoodgate“ gezeigt). Es gibt willkürliche Verhaftungen, Folter und extralegale Tötungen. Wie auch in anderen Diktaturen, zu denen Journalisten keinen Zugang haben.

So faszinierend der Blick in die Welt der Taliban ist, so unbefriedigend und damit auch ärgerlich ist der Film. Neunzig Minuten verfolgt Nash’at Männer, die durch die Gänge einer Militärstation gehen, mal schweigend, mal in ihren Bart kommentierend, was sie sehen, und wie sie an Flugzeugen herumschrauben. Das scheint ihnen besser zu gelingen als das Lösen einfacher Rechenaufgaben.

Der Erkenntnisgewinn ist gering. Schon mit einigen Interviews oder einem Kommentar, der grundlegende Informationen vermittelt hätte, hätte „Hollywoodgate“ ein über die nackte Bebilderung einiger Männer in einer Militärstation hinausgehender Dokumentarfilm werden können.

Hollywoodgate“ hatte seine Premiere 2023 in Venedig. Er lief am 19. Juli 2024 in den USA an, war im Frühling in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ für den Deutschen Filmpreis nominiert und läuft jetzt, vier Monate nach der Preisverleihung am 9. Mai 2025, im Kino an.

Hollywoodgate – Ein Jahr unter den Taliban (Hollywoodgate, Deutschland/USA 2023)

Regie: Ibrahim Nash’at

Drehbuch (Konzept): Shane Boris, Talal Derki, Ibrahim Nash’at

Länge: 91 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Hollywoodgate“

Moviepilot über „Hollywoodgate“

Metacritic über „Hollywoodgate“

Rotten Tomatoes über „Hollywoodgate“

Wikipedia über „Hollywoodgate“


TV-Tipp für den 15. April: Suzume

August 14, 2025

Pro7 Maxx, 20.15

Suzume (Suzume no Tojimari, Japan 2022)

Regie: Makoto Shinkai

Drehbuch: Makoto Shinkai

Die siebzehnjährige Suzume trifft einen geheimnisvollen jungen Mann und öffnet eine Tür in eine andere Dimension. Aus ihr könnte eine die Welt vernichtende Bedrohung kommen.

Gelungener, ziemlich komplexer Fantasy-Romantik-Anime, der nicht ganz die Qualität von Makoto Shinkais bekanntestem Werk „Your Name – Gestern, heute und für immer“ erreicht. Aber etwas schlechter als ein Meisterwerk ist immer noch verdammt gut.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

Wiederholung: Samstag, 16. August, 01.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „Suzume“

Metacritic über „Suzume“

Rotten Tomatoes über „Suzume“

Wikipedia über „Suzume“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Makato Shinkais „Suzume“ (Suzume no Tojimari, Japan 2022)