TV-Tipp für den 17. März: Ein Geschenk der Götter

März 17, 2017

One, 21.00

Ein Geschenk der Götter (Deutschland 2014)

Regie: Oliver Haffner

Drehbuch: Oliver Haffner

Eine arbeitslose Schauspielerin soll einen Schauspielworkshop des Jobcenters leiten. Die Kursteilnehmer sind zunächst wenig begeistert von der deutlich überforderten Lehrerin, die auch keine Ahnung von ihrer Aufgabe hat. Dennoch beginnen sie, während der Proben für „Antigone“, ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen.

„Ein Geschenk der Götter“ ist eine sehenswerte deutsche Komödie (meine Besprechung), die deutlich von britischen Arbeiterklassenkomödien beeinflusst ist. Auch in „Ein Geschenk der Götter“ nehmen die Menschen ihr Schicksal in die eigene Hand. Die Milieuzeichnungen sind stimmig. Und es gibt viel Humor, der sich wohltuend vom üblichen deutschen Komödienhumor unterscheidet.

mit Katharina Marie Schubert, Adam Bousdoukos, Marion Breckwoldt, Paul Faßnacht, Katharina Haufer, Rainer Furch, Canan Kir, Maik Solbach, Rick Okon, Eva Löbau, Luise Heyer

Wiederholung: Samstag, 18. März, 00.55 Uhr (Taggenau!)

Hinweise
Homepage zum Film
Film-Zeit über „Ein Geschenk der Götter“
Moviepilot über „Ein Geschenk der Götter“

Meine Besprechung von Oliver Haffners „Ein Geschenk der Götter“ (Deutschland 2014)


Neu im Kino/Filmkritik: „Die rote Schildkröte“ – ein Animationsfilm für Erwachsene

März 16, 2017

In der Oscar-Begeisterung über die großen, an der Kinokasse erfolgreichen Trickfilme wie „Zoomania“, der den Oscar als bester Animationsfilm erhielt, ging unter, dass „Die rote Schildkröte“ ebenfalls für den Oscar als bester Animationsfilm nominiert war. Er war auch der einzige nominierte Film, der sich explizit nicht an ein erwachsenes Publikum richtet.

Nicht, weil er, wie „Fritz the Cat“, irgendwie besonders „tabubrechend“, „gewalttätig“ „pornographisch“ oder „amoralisch“ ist, sondern weil er seine Geschichte sehr langsam und ohne Worte entfaltet und er erwachsene Themen für ein erwachsenes Publikum behandelt.

Ein Schiffbrüchiger strandet auf einer einsamen Südseeinsel. Er erkundet sie, beginnt gleich ein Floß zu bauen und will die Insel verlassen. Aber wenige Meter von der Insel entfernt, wird sein Floß von einer unbekannten, aus der Tiefe kommenden Kraft zerstört.

Bei seinem dritten erfolglosen Fluchtversuch entdeckt er endlich den Übeltäter: eine riesige rote Schildkröte. Wutentbrannt schleppt er sie auf die Insel und will sie töten. Aber aus der Schildkröte entsteigt eine schöne Frau, mit der später ein Kind hat, das älter wird.

„Die rote Schildkröte“ ist das Spielfilmdebüt von Michael Dudok de Wit, der für „Father and Daughter“ (2000) den Kurzfilmoscar erhielt. Die ersten Arbeiten an dem Film begann er vor zehn Jahren. Die Produktion begann vor vier Jahren. Dabei ist das renommierte japanische Studio Ghibli („Chihiros Reise ins Zauberland“, „Die Legende der Prinzessin Kaguya“), das mit „Die rote Schildkröte“ erstmals einen Film außerhalb Japans produzierte. Während der Produktion wurde intensiv über die Bedeutung verschiedener Symbole und Gegenstände diskutiert. Denn „Die rote Schildkröte“ ist ein Stummfilm und eine poetische Geschichte über den Kreislauf des Lebens, die zugleich linear und zirkulär erzählt wird. Es ist ein Film voller Symbole und Andeutungen, die vielfältig interpretiert werden können und sollen. Diese Offenheit auf der einen Seite führt dazu, dass jeder in „Die rote Schildkröte“ einen anderen Film sehen wird, weil die Geschichte des Schiffbrüchigen, seiner Frau und ihres Sohnes auch eine einzige große Parabel auf das Leben ist: wie man versucht, die Welt zu erkunden, eine Familie findet und damit umgeht, dass die Kinder die Eltern verlassen, um selbst die Welt zu erkunden.

Das sind Fragen, die Kinder nicht interessieren. Vor allem, wenn sie so ruhig und so betont undramatisch (wie halt das Leben normalerweise ist) erzählt werden.

Die handgemalten Bilder sehen immer wie hingetupfte Skizzen aus. Die durchgehend freundliche Erzählhaltung, gewürzt mit einem subtilen Humor, der das Absurde, Skurrile und Fantastische als gegeben hinnimmt, erinnert auch an französische Comics.

„Die rote Schildkröte“ ist ein wunderschöner poetischer Film, der einem, wie ein Gedicht, eine Interpretation aufzwingt, aber zum Nachdenken anregt.

Die rote Schildkröte (La tortue rouge, Frankreich/Japan 2016)

Regie: Michael Dudok de Wit

Drehbuch: Michael Dudok de Wit (auch Adaption), Pascale Ferran (Adaption) (nach einer Geschichte von Michael Dudok de Wit)

Länge: 81 Minuten

FSK: ab 0 Jahre

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Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Französische Homepage zum Film

Moviepilot über „Die rote Schildkröte“

Metacritic über „Die rote Schildkröte“

Rotten Tomatoes über „Die rote Schildkröte“

Wikipedia über „Die rote Schildkröte“ (deutsch, englisch)

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DP/30 unterhält sich mt Michael Dudok de Wit über „Die rote Schildkröte“ und den Rest


Neu im Kino/Filmkritik: „Die Schöne und das Biest“ als Realfilm-Musical

März 16, 2017

Am Anfang läuft Emma Watson als Belle singend durch das französische Klischeedorf Villeneuve. Die Dorfbewohner sind ein singender und tanzender Chor und spätestens jetzt ist klar: „Die Schöne und das Biest“ ist ein Musical, das sich vollumfänglich in der Tradition bewegt, in der ganze Dörfer zu Kulissen für Gesangsnummern werden und Lieder die Handlung ersetzen. Entsprechend vernachlässigbar ist diese. Die Figuren gewinnen allein durch ihren Gesang Dimensionen.

Die sattsam bekannte Geschichte lässt sich mühelos in einem Satz zusammenfassen. Durch einen Fluch verwandelt sich der selbstsüchtige Prinz (Dan Stevens) in das titelgebende Biest. Erst wenn sich eine Frau in ihn verliebt, werden er und sein Hofstaat wieder zu Menschen.

Belle begibt sich, um ihren Vater zu befreien, in die Hände des grummeligen Biestes. Im Schloss freundet sie sich mit dem Kerzenleuchter Lumière, der Kaminuhr von Unruh, der Teekanne Madame Pottine, ihrem Sohn Tassilo, einer Teetasse, dem Kleiderschrank Madame de Garderobe, dem Staubwedel Plumette und dem Cembalo Maestro Cadenza an. Sie sind alle verwandelte Schlossbesucher; gesprochen und an wenigen Drehtagen gespielt von Ewan McGregor, Ian McKellen, Emma Thompson, Nathan Mack, Audra McDonald, Gugu Mbatha-Raw und Stanley Tucci. Außerdem ist Belle von der Schlossbibliothek begeistert. Denn sie ist nicht nur jung und schön, sondern auch klug und belesen.

Ihre freiwillige Gefangenschaft ist daher ganz erträglich, wenn dem Schlossherrn aufgrund des Fluchs nicht die Zeit für eine Rückverwandlung davonliefe und der aufgeblasene Dorfschnösel Gaston (Luke Evans) sie befreien und ehelichen möchte.

Sprechende, singende und tanzende Kerzenleuchter, Uhren, Kleiderschränke und Teekannen kennen Disney-Fans bereits aus dem erfolgreichen 1991er Zeichentrickfilm „Die Schöne und das Biest“ (Regie: Dick Purdom, Drehbuch: Linda Woolverton). Er war auch die Vorlage für Bill Condons jetzt im Kino laufende Neuinterpretation. Die Originalsongs von Alan Menken und Howard Ashman aus der 1991er Verfilmung, ergänzt um drei Songs, die Alan Menken jetzt mit Tim Rice schrieb, werden in Condons Film gesungen. Außerdem hat Condon mit 130 Minuten Laufzeit 45 Minuten mehr Zeit als Dick Purdom, der die Geschichte in 85 Minuten erzählen musste. Da kann schon ein Lied mehr geträllert und am Ende länger im Schloss gekämpft werden.

Condons Film sieht natürlich gut aus, hat etwas Humor, ist immer geschmackvoll und spricht, wie man es von Disney gewohnt ist und erwartet, Junge und Ältere an. Zur Identifikation gibt es eine taffe Heldin und ein äußerlich hässliches, in seinem Inneren zutiefst sympathisches, an sich selbst zweifelndes, überhaupt nicht furchterregendes Monster. Oh, und ein, zwei echte Überraschungen, wie – erstmals in einem Disney-Film – einen offen schwulem Charakter. Der sorgte dann auch gleich für einige Kontroversen. In Russland ist der Kinderfilm, nachdem er zunächst überhaupt nicht gezeigt werden sollte, jetzt frei ab sechzehn Jahre. Malaysia überlegt noch, wie sie mit dem Problem umgehen soll.

Aber wer Musicals wie die Pest hasst, wird höchstens erleichtert feststellen, dass in der zweiten Filmhälfte weniger gesungen wird. Jedenfalls fällt es nicht mehr so negativ auf. Außerdem hat Condons „Die Schöne und das Biest“ erstaunlich wenig mit der letzten Verfilmung des Märchens zu tun. Die 2013er Verfilmung von Christophe Gans mit Léa Seydoux und Vincent Cassel gefiel mir allerdings deutlich besser. Wahrscheinlich weil nicht gesungen wurde und alles etwas komplexer als in Disneys Musical-Version ist.

Die Schöne und das Biest (Beauty and the Beast, USA 2016)

Regie: Bill Condon

Drehbuch: Stephen Chbosky, Evan Spiliotopoulos (basierend auf Linda Woolvertons 1991er Drehbuch „Die Schöne und das Biest“)

mit Emma Watson, Dan Stevens, Luke Evans, Kevin Kline, Josh Gad, Ewan McGregor, Stanley Tucci, Gugu Mbatha-Raw, Audra McDonald, Hattie Morahan, Nathan Mack, Ian McKellen, Emma Thompson

Länge: 130 Minuten

FSK: ab 6 Jahre

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Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Die Schöne und das Biest“

Metacritic über „Die Schöne und das Biest“

Rotten Tomatoes über „Die Schöne und das Biest“

Wikipedia über „Die Schöne und das Biest“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Bill Condons „Inside Wikileaks – Die fünfte Gewalt“ (Inside Wikileaks, USA 2013)

Meine Besprechung von Bill Condons „Mr. Holmes“ (Mr. Holmes, Großbritannien 2015)


TV-Tipp für den 16. März: Der Loulou

März 16, 2017

RBB,00.15

Der Loulou (Frankreich 1980, Regie: Maurice Pialat)

Drehbuch: Arlette Langmann

Die bürgerliche Nelly (Isabelle Huppert) verliebt sich in den Herumtreiber und Ex-Knacki Loulou (Gérard Depardieu – damals noch rank und schlank am Anfang seiner Karriere). Eine problematische Beziehung beginnt.

„wird eindringlich nachvollziehbar, wie diese zwei Menschen weder zueinanderfinden noch sich trennen können.“ (Fischer Film Almanach 1982)

Das Lexikon ist etwas weniger begeistert von dem Drama: „Zustandsbeschreibung einer Gruppe von ‚Aussteigern‘, die Motive und soziales Umfeld nicht näher beleuchtet. Durch die weitgehend unkritische Zeichnung der Figuren und seine unentschiedene Haltung verliert der Film an Glaubwürdigkeit.“

mit Isabelle Huppert, Gérard Depardieu, Guy Marchand, Humbert Balsan

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Der Loulou“

Wikipedia über „Der Loulou“ (deutsch, englisch, französisch)


TV-Tipp für den 15. März: Mord im Fahrpreis inbegriffen

März 15, 2017

Arte, 20.15

Mord im Fahrpreis inbegriffen (Frankreich 1965, Regie: Constantin Costa-Gavras)

Drehbuch: Constantin Costa-Gavras

LV: Sébastien Japrisot: Compartiment tueurs, 1962 (Mord im Fahrpreis inbegriffen)

In einem Schlafwagen wird eine junge Frau ermordet. Inspektor Grazziani sucht den Täter, während dieser munter die Verdächtigen ermordet.

Das heute fast unbekannte Spielfilmdebüt von Costa-Gavras, der danach mit seinen Polit-Thrillern das Publikum begeisterte. Hier wandelt er noch auf den Pfaden des Rätselkrimis.

Aber: „Bereits dieser erste Film deutete Interesse an gesellschaftlichen Zusammenhängen an.“ (Horst Schäfer/Wolfgang Schwarzer: Von „Che“ bis „Z“ – Polit-Thriller im Kino, 1991) Das zeigt sich auch an dem Täter (wird nicht verraten) und den damit verbundenen Problemen bei den Dreherlaubnissen für bestimmte Orte durch die Polizei.

mit Yves Montand, Simone Signoret, Michel Piccoli, Pierre Mondy, Charles Denner, Jean-Louis Trintignant, Bernadette Lafont

Wiederholungen

Freitag, 17. März, 13.35 Uhr

Dienstag, 21. März, 13.35 Uhr

Dienstag, 28. März, 13.40 Uhr

Hinweise

Arte über den Film

Rotten Tomatoes über „Mord im Fahrpreis inbegriffen“

Wikipedia über „Mord im Fahrpreis inbegriffen“ (deutsch, englisch, französisch)


Cover der Woche

März 14, 2017

Fremder in einer fremden Welt von Robert A Heinlein (Heyne)


TV-Tipp für den 14. März: Swimming Pool

März 14, 2017

3sat, 20.15

Swimming Pool (Frankreich/Großbritannien 2003, Regie: François Ozon)

Drehbuch: François Ozon, Emmanuele Bernheim

Sommer in Frankreich: eine erfolgreiche britische Krimiautorin versucht in dem Landhaus ihres Verlegers ihre Schreibblockade zu überwinden. Da taucht die quirlige zwanzigjährige Tochter des Verlegers auf – und mit der Ruhe ist es vorbei. Auch mit der Schreibblockade?

Erotikthriller, der normalerweise zu nächtlicher Stunde läuft.

„Eine souveräne Fingerübung, nicht mehr, aber auch nicht weniger.“ (Michael Meyns, Zitty 17/2003)

mit Charlotte Rampling, Ludivine Sagnier, Charles Dance, Marc Fayolle

Wiederholung: Mittwoch, 15. März, 01.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Swimming Pool“ (gefühlte Temperatur: 84 Grad)

Wikipedia über „Swimming Pool“ (deutsch, englisch, französisch)

Homepage von Francois Ozon

Meine Besprechung von Francois Ozons “In ihrem Haus” (Dans la Maison, Frankreich 2012)

Meine Besprechung von Francois Ozons ”Jung & Schön” (Jeune & jolie, Frankreich 2013)

Meine Besprechung von Francois Ozons „Eine neue Freundin“ (Une nouvelle amie, Frankreich 2014)

Meine Besprechung von François Ozons „Frantz“ (Frantz, Deutschland/Frankreich 2016)


Lisbeth Salander kehrt auf die große Leinwand zurück – aber mit einigen Änderungen

März 13, 2017

Für die fanatischen Fans von Stieg Larsson, Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist gibt es eine erfreuliche, brandaktuelle Nachricht:

es wird einen neuen Spielfilm mit den bekannten Charakteren geben. Allerdings werden sie wieder von neuen Schauspielern gespielt. Wer wen spielt, ist noch unklar. Rooney Mara und Daniel Craig von David Finchers 2011er Verfilmung von „Verblendung“ sind nicht mehr dabei. Michael Nyqvist und Noomi Rapace von den drei skandinavischen Verfilmungen sowieso nicht.

Die Vorlage für den neuen Salander/Blomkvist-Film ist „Verschwörung“, der von David Lagercrantz geschriebene vierte Band der Serie.

Die Regie übernimmt „Don’t Breathe“-Regisseur Fede Alvarez. Das Drehbuch ist von Steven Knight, Fede Alvarez und Jay Basu – und ich hoffe, dass sie sich die nötigen Freiheiten bei der Adaption des ziemlich misslungenen Romans nehmen.

Und David Lagercrantz hat inzwischen einen neuen Salander/Blomkvist-Roman geschrieben. Einen deutschen Erscheinungstermin gibt es noch nicht.

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Hier die vollständige PM aus dem Hause Sony:

LISBETH SALANDER KEHRT IM OKTOBER 2018
IN SONY PICTURES’ “THE GIRL IN THE SPIDER’S WEB” („VERSCHWÖRUNG“)
ZURÜCK AUF DIE KINOLEINWAND

FEDE ALVAREZ ÜBERNIMMT DIE REGIE
BEI DER ADAPTION DES WELTWEITEN BESTSELLERS

Dreharbeiten beginnen im September

Der Film wird eine neue Besetzung haben – Alvarez castet Schauspielerinnen,
die Lisbeth Salander spielen sollen

CULVER CITY, Kalifornien, 13. März 2017 – Lisbeth Salander, die Kultfigur und titelgebende Heldin der gefeierten Millennium-Bestseller-Reihe von Stieg Larsson, wird in The Girl in the Spider’s Web (Verschwörung) auf die Kinoleinwand zurückkehren. Der von David Lagercrantz geschriebene globale Bestseller wird zum ersten Mal für einen Film adaptiert. Fede Alvarez, der 2016 bei dem Erfolgsthriller Don’t Breathe Regie geführt hat, wird das Projekt leiten, basierend auf einem Drehbuch von Steven Knight und Fede Alvarez & Jay Basu. Scott Rudin, Søren Stærmose, Ole Søndberg, Amy Pascal, Elizabeth Cantillon, Eli Bush und Berna Levin fungieren als Produzenten; Executive Producers sind Anni Faurbye Fernandez, Line Winther Skyum Funch, Johannes Jensen und David Fincher.

Der neue Film wird eine völlig neue Besetzung aufweisen. Die Ankündigung der Dreharbeiten markiert den Kickoff einer weltweiten Suche nach einer Schauspielerin, die die ikonische Rolle der Lisbeth Salander übernehmen kann. Die Dreharbeiten des Films werden im September dieses Jahres beginnen und der Kinostart wird im Oktober 2018 sein.

The Girl in the Spider’s Web wird der erste Teil der Bestseller-Reihe sein, der gleich bei seiner ersten Filmadaption in englischer Sprache produziert wird. Die vorhergehenden Bücher der Reihe wurden zu Filmen in Schwedisch adaptiert. The Girl with the Dragon Tattoo (Verblendung) war ein Remake des schwedischen Films, wurde ein weltweiter Erfolg für Columbia Pictures und hat insgesamt über 230 Million Dollar eingespielt.

Die Neuigkeit wurde heute auf der London Book Fair verkündet, während einer Feier rund um den Launch des fünften Buchs der Millennium-Reihe, das ebenfalls von Lagercrantz verfasst wurde. Sonys Columbia Pictures hält die Rechte an allen künftigen Büchern der Millennium-Reihe.

Sanford Panitch, President of Columbia Pictures, sagte: “In der gesamten Gegenwartsliteratur ist Lisbeth Salander vollkommen sui generis – und meiner Meinung nach wahrscheinlich eine der großartigsten literarischen Frauenfiguren aller Zeiten. Sie personifiziert einen trotzigen, modernen Punk und ist in jeder Verkörperung unvergesslich. Sie ist wirklich eine der fesselndsten Figuren, die es in den letzten Jahren zu sehen gab. David Lagercrantzs brillante Arbeit führt diese bemerkenswerte Reihe fort und ehrt gleichzeitig Stieg Larssons Meisterwerk. Auch wir bei Sony fühlen uns sehr geehrt, zusammen mit Yellowbird Teil dieser Reihe zu sein und freuen uns sehr darauf, The Girl in the Spider’s Web erstmals auf die Leinwand zu bringen. Fede Alvarez ist die perfekte Wahl, um die Regie zu übernehmen. Fede ist ein großartiger Regisseur mit einem einzigartigen Blick auf die Welt. Besonders sein Talent und seine Fähigkeit, psychologische Intensität zu erzeugen, werden Lisbeth Salander mit einem großen Knall zurück in die filmische Popkultur bringen.“

Alvarez fügte hinzu: “Ich bin wahnsinnig aufgeregt und dankbar für diese Gelegenheit. Sony ist für mich zu einer Familie geworden und ich kann mir kein tolleres Projekt vorstellen, um unsere Beziehung zu feiern. Lisbeth Salander ist genau die Art von Figur, die jeder Regisseur in seinen Träumen gerne zum Leben erwecken würde. Wir haben ein großartiges Drehbuch und jetzt kommt der Teil, der am meisten Spaß macht – unsere Lisbeth zu finden.“

Die Millennium Reihe ist ein weltweiter Bestseller. Von den vier Büchern wurden bislang über 86 Millionen Exemplare verkauft.


Über die neuen Geschichten aus dem „Crossed“ und „Crossed + Einhundert“-Universum

März 13, 2017

Die von Garth Ennis vor gut zehn Jahren erfundenen Zombies für seine inzwischen ziemlich beträchtlich angewachsene „Crossed“-Welt waren schon in der ersten Comic-Geschichte etwas anders. Auf den Gesichtern der Gefirmten zeichnete sich ein Kreuz ab und sie wurden in Nullkommanichts zu fluchenden, sexuell äußerst aktiven Bestien, die nur Vulgärsprache, Geschlechtsverkehr und Nahrungsaufnahme (normalerweise der notorisch unwillige Sexualpartner, der als Mensch Mensch bleiben will) in ihrem Körper haben.

Nach der ersten Geschichte (enthalten im ersten „Crossed“-Sammelband) gab Garth Ennis („Hellblazer“, „Preacher“), im Gegensatz zu „The Walking Dead“-Macher Robert Kirkman, das Heft ab. Ennis sagte (obwohl er später in die „Crossed“-Welt zurückkehrte), er habe alles zu dieser Welt erzählt. Aber er sah das Potential für weitere Geschichten, die von anderen Autoren und Zeichnern erzählt werden. Mit wechselndem Personal. Deshalb hat „Crossed“ auch nicht den popkulturellen Einfluss und die Bekanntheit von „The Walking Dead“, der, ohne dass ein Ende absehbar ist, die Geschichte von Rick Grimes erzählt.

Inzwischen ist der sechzehnte „Crossed“-Sammelband (gleichzeitig der neunte Band der „Badlands“-Unterreihe) und der dritte „Crossed + Einhundert“-Sammelband (dazu später mehr) erschienen.

In „Crossed Band 16 – Badlands 9“ erzählt David Lapham die Einzelgeschichte „Die Insel“, die in der ersten Hälfte ein waschechter Noir ist. In der zweiten Hälfte tritt dann der Kampf gegen die Gefirmten in den Vordergrund.

Ex-Polizist Gavin Land sucht in Los Angeles seine sechzehnjährige Tochter. Jennifer geriet in die Fänge eines Porno-Produzenten der abstoßenden Art, hinterließ ihm eine Nachricht auf der Mailbox und verschwand spurlos. Bevor Land seine Tochter findet und den Bösewichtern Manieren beibringen kann, wird er wegen mehrfachen Mordes verhaftet, verurteilt und überlebt die Zombie-Apokalypse im Gefängnis.

Danach sucht er weiter den Porno-Produzenten und seine Tochter; – und hofft, dass sie noch am Leben ist.

David Lapham und sein Zeichner Francisco Manna erzählen in „Die Insel“ eine spannende Noir-Geschichte mit viel Action und Gewalt. Störend für den Lesefluss sind am Anfang die zahlreichen Zeitsprünge.

„Crossed + Einhundert“ wurde von Alan Moore erfunden und spielt hundert Jahre nach den Ereignissen von „Crossed“.

Nach dem ersten Sammelband gab Moore das Heft an Simon Spurier ab, der die Geschichte weitererzählte und, nachdem ich schon bei Alan Moores Geschichte Probleme mit der gekünstelten Sprache hatte, wurde diese Problem in den von Simon Spurier erzählten Geschichten noch größer. Hier ein willkürlich gewähltes Beispiel:

„Du lernst mich nicht, was ich kann, Taylor. Giss das nicht.“

„Sorg dich nicht. So was blicken wir öfter. Kingstenn ist von den Kruzifixern gesklavt. Ein Fünfjahr haben her haben die Smartbillys ihnen einen Deal getan. In die Isolation kicken, Verbindungen kappen, Fremde verkrätzen.“

Das überschreitet locker die Grenze von schwer lesbar zu unlesbar.

Eine nacherzählbare, auf irgendein Ende hin geschriebene Geschichte erkannte ich auch nicht. Außer natürlich dem Basisplot, dass die Archivarin Future Taylor und die anderen Menschen gegen die inzwischen intelligenter gewordenen Gefirmten kämpfen – und die Grenzen zwischen Mensch und Zombie zunehmend unklarer werden in dieser postapokalyptischen Welt, die immer noch so aussieht, als habe der Untergang der Zivilastion gestern stattgefunden.

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David Lapham/Francisco Manna: Crossed Band 16 – Badlands 9: Die Insel

(übersetzt von Bluna Williams)

Panini, 2017

212 Seiten

19,99 Euro

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Originalausgabe

Crossed: Badlands 62 – 70

Avatar Press, 2016

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Simon Spurrier/Fernando Heinz/Fafael Ortiz: Crossed + Einhundert: Band 2

(übersetzt von Marc-Oliver Frisch)

Panini, 2016

148 Seiten

19,99 Euro

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Originalausgabe

Crossed plus one hundert # 7 – 12

Avatar Press, 2016

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Simon Spurrier/Rafael Ortiz/Martin Tunica: Crossed + Einhundert: Band 3

(übersetzt von Marc-Oliver Frisch)

Panini, 2016

156 Seiten

19,99 Euro

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Originalausgabe

Crossed plus one hundert # 13 – 18

Avatar Press, 2016

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Hinweise

Die „Crossed“-Homepage

Wikipedia über „Crossed“

Meine Besprechung von Alan Moore/Gabriel Andrades „Crossed + Einhundert (Band 1)“ (Crossed plus one hundred # 1 – 6, 2015)

Meine Besprechung von David Lapham (Autor)/Kyle Bakers (Zeichner) “Deadpool MAX: Lang lebe Hydra!” (Deadpool MAX 7 – 12, 2011)

Meine Besprechung von David Lapham/Ramon Bachs/Nathan Massengills „Batman: Stadt der Sünde“ (Detective Comics 800 – 814, Januar 2005 – Februar 2006)


TV-Tipp für den 13. März: Pioneer (bzw. „Pionier“)

März 13, 2017

Arte, 22.05

Pioneer (Pioneer, Norwegen/Deutschland/Schweden/Frankreich/Finnland 2013)

Regie: Erik Skjoldbjærg

Drehbuch: Hans Gunnarson, Kathrina Valen Zeiner, Cathinka Nicolaysen, Nikolaj Frobenius, Erik Skjoldbjærg

Taucher Petter will herausfinden, warum sein Bruder Knut bei einem Probetauchgang in 320 Meter Tiefe starb – und wir erfahren mehr als wir jemals wissen wollten, über den norwegischen Ölboom in den siebziger Jahren, wie Taucher in bislang unerreichte Tiefen vorstießen, um die Pipeline zum Öltransport in der Nordsee zu verlegen und was die US-Amerikaner damit zu tun hatten.

Auf Tatsachen basierender, hochspannender Paranoia-Thriller mit einem Killer-Ende.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

Arte kündigt den Film teilweise als „Pionier“ an; der Kinotitel war „Pioneer“.

mit Aksel Hennie, Wes Bentley, Stephen Lang, Stephanie Sigman, Jorgen Langhelle, Ane Dahl Torp, Jonathan LaPaglia

Wiederholung: Donnerstag, 23. März, 23.55 Uhr

Hinweise
Englische Homepage zum Film
Film-Zeit über „Pioneer“
Moviepilot über „Pioneer“
Metacritic über „Pioneer“
Rotten Tomatoes über „Pioneer“
Wikipedia über „Pioneer“

Meine Besprechung von Erik Skjoldbjærgs „Pioneer“ (Pioneer, Norwegen/Deutschland/Schweden/Frankreich/Finnland 2013)


TV-Tipp für den 12. März: L. A. Confidential

März 11, 2017

Arte, 20.15

L.A. Confidential (USA 1997, Regie: Curtis Hanson)

Drehbuch: Brian Helgeland

LV: James Ellroy: L. A. Confidential, 1990 (Stadt der Teufel, L. A. Confidential)

Drei unterschiedliche Polizisten versuchen einen Mord aufzuklären und müssen dabei einen tiefen Sumpf aus Drogen, Sex, Gewalt und Abhängigkeiten trockenlegen.

Grandiose Verfilmung eines grandiosen Buches, das den Deutschen Krimipreis erhielt.

Brian Helgeland schaffte das scheinbar unmögliche: er raffte den 500-seitigen Thriller gelungen zu einem etwa zweistündigen Film zusammen und erhielt dafür einen Oscar. Kim Basinger für ihre Rolle als Edelhure erhielt ebenfalls die begehrte Trophäe. Den Edgar gab es natürlich ebenfalls.

mit Kevin Spacey, Russell Crowe, Guy Pearce, James Cromwell, Kim Basinger, Danny DeVito, David Strathairn, Ron Rifkin, Paul Guilfoyle, Simon Baker

Wiederholung: Dienstag, 14. März, 01.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „L. A. Confidential“

Wikipedia über „L. A. Confidential“ (deutsch, englisch)

SPLICEDwire: Interview mit James Ellroy zu “L. A. Confidential” (1997)

Drehbuch „L. A. Confidential“ von Brian Helgeland

Homepage von James Ellroy

Wikipedia über James Ellroy (deutsch, englisch)

Meine Besprechung der James-Ellroy-Verfilmung “Rampart – Cop außer Kontrolle” (Rampart, USA 2011)

Meine Besprechung von James Ellroys Underworld-USA-Trilogie (Ein amerikanischer Thriller, Ein amerikanischer Albtraum, Blut will fließen)

Meine Besprechung von James Ellroys “Der Hilliker-Fluch – Meine Suche nach der Frau” (The Hilliker Curse – My Pursuit of Women, 2010)

Meine Teilbesprechung von James Ellroys “Perfidia” (Perfidia, 2014)

James Ellroy in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 11. März: Der Unbestechliche – Mörderisches Marseille

März 11, 2017

One, 22.00

Der Unbestechliche – Mörderisches Marseille (La French, Frankreich/Belgien 2014)

Regie: Cédric Jimenez

Drehbuch: Audrey Diwan, Cédric Jimenez

Marseille, siebziger Jahre: Richter Pierre Michel will den lokalen Drogenlord Gaetano Zampa zur Strecke bringen.

Toller Franco-Thriller, der die französische Seite der „French Connection“ zeigt.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechungen.

mit Jean Dujardin, Gilles Lellouche, Céline Sallette, Mélanie Doutey, Benoît Magimel, Guillaume Gouix, Bruno Todeschini, Féodor Atkine, Moussa Maaskri

Wiederholung: HR, Dienstag, 14. Mäzr, 00.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

AlloCiné über „Der Unbestechliche“

Rotten Tomatoes über „Der Unbestechliche“

Wikipedia über „Der Unbestechliche“ (englisch, französisch)

Meine Besprechung von Cédric Jimenez „Der Unbestechliche – Mörderisches Marseille“ (La French, Frankreich/Belgien 2014)


TV-Tipp für den 10. März: Die drei Tage des Condor

März 10, 2017

3sat, 22.35

Die drei Tage des Condor (USA 1975, Regie: Sydney Pollack)

Drehbuch: Lorenzo Semple jr., David Rayfield

LV: James Grady: Six days of the Condor, 1974

Joe Turner ist ein Büromensch und Angestellter der CIA. Als er nach einem Einkauf in das Büro zurückkommt sind seine Kollegen tot und er wird gejagt. Von den eigenen Leuten, wie Turner schnell herausfindet. Turner kämpft um sein Leben.

Der spannende Thriller entstand unmittelbar nach der Watergate-Affäre und fing – wie einige andere fast zeitgleich entstandene Filme – die damalige Atmosphäre von Mißtrauen und Paranoia gut ein.

Das Drehbuch erhielt den Edgar-Allan-Poe-Preis.

Mit Robert Redford, Faye Dunaway, Cliff Robertson, Max von Sydow, John Houseman

Hinweise


Rotten Tomatoes über „Die drei Tage des Condor“

Wikipedia über „Die drei Tage des Condor“ (deutsch, englisch)

New York Times: Vincent Canby über „Three days of the Condor“ (25. September 1975)

Jump Cut: Patrick McGilligan redet mit Sydney Pollack (1976)

Lorenzo Semple jr./David Rayfield: Three days of the Condor (Drehbuch, Fassung vom 3. Februar 1975)

Homepage von James Grady

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Fast aktueller Bonushinweis

Der Condor ist zurück in „Die letzten Tage des Condor“ und, nachdem er in seinem Wohnzimmer einen ermordeten Geheimagenten entdeckt, ist er wieder auf der Flucht.

Grady - Die letzten Tage des Condor

James Grady: Die letzten Tage des Condor

(übersetzt von Zoe Beck)

Suhrkamp, 2016

368 Seiten

14,99 Euro

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Originalausgabe

Last Days of the Condor

Forge Books, 2015


Neu im Kino/Filmkritik: „Kong: Skull Island“ ist nur der Anfang

März 9, 2017

Nachdem vor drei Jahren Godzilla in die Kinos zurückkehrte, ist jetzt King Kong an der Reihe. Auch wenn der Riesenaffe in „Kong: Skull Island“ nur Kong heißt. Und das Godzilla-Kong-Produzententeam, was die peinliche Post-Credit-Szene und alle bekannten Statements verraten, ein Aufeinandertreffen der beiden Riesentiere in einem Film plant. Dem können, abhängig vom Einspielergebnis, weitere Filme folgen.

Bis dahin ist Kong der Herrscher auf Skull Island, einer bislang unentdeckten Insel im Südpazifik.

1973 begibt sich eine Forschungsmission mit viel militärischer Unterstützung auf die Insel. Als erstes werfen die US-Soldaten aus ihren Hubschraubern einige Bomben ab. Um, so wird uns gesagt, die Insel zu vermessen. Danach werden sie von Kong vom Himmel geholt. Die Überlebenden machen sich, mehr oder weniger getrennt, auf den Weg zum vorher festgelegten Ort am anderen Ende der Insel, an dem sie in einigen Tagen abgeholt werden sollen.

Die Überlebenden sind eine kleine Schar Soldaten und Zivilisten, die von einem kleinen Who’s Who der aktuellen Stars gespielt werden. Tom Hiddleston als freischaffender Ex-SAS-Soldat, Samuel L. Jackson als hochdekorierter Lt. Colonel, John Goodman als ziviler Leiter der Expedition mit Kindheitstrauma und Hintergedanken, Brie Larson als taffe Kriegsfotografin im Janis-Joplin-Look und John C. Reilly als seit Jahrzehnten auf der Insel lebender Weltkrieg-II-Veteran, der für den Humor zuständig ist. Sie und die zahlreichen unbekannteren Schauspieler, die vor allem US-Soldaten mit niederen militärischen Rängen spielen (vulgo Kanonenfutter), sind alle blasse Pappfiguren, die nur austauschbares Kongfutter sind.

Der Weg zum Ziel ist mit vielen gefährlichen Ur- und Riesenviechern und stummen Einheimischen gepflastert und weil „Kong: Skull Island“ sich auf seine einfache Geschichte verlässt, werden wir nicht mit einem hyperkomplexen Plot gelangweilt, der nicht nacherzählbar und vollkommen unlogisch ist. In diesem Umfeld ist die größte Überraschung, dass Kong letztendlich der Beschützer der Insel und seiner Bewohner ist. Deshalb schließt er auch die Eindringlinge, solange sie ihn nicht umbringen wollen, in sein riesiges Herz. Vor allem natürlich die hübsche Fotojournalistin. Bei den anderen Monstern bleibt der Konflikt zwischen ihnen und den Menschen dann auf dem seit „Predator“ bekanntem „Wenn es blutet, kann es sterben“-Landserniveau; – was auch eine Form des Kulturaustausches ist. Der Schlusskampf gehört dann Kong, der die Menschen beschützt.

Auf der visuellen Ebene wird vor allem Francis Ford Coppolas „Apocalypse Now“ so lange zitiert, bis man glaubt, eine Neufassung des Films mit Kong und einer Affenliebe zur Zeitlupe zu sehen. Das sieht gut aus, belässt es aber beim Zitat, garniert mit dem entsprechenden Soundtrack. In „Kong: Skull Island“ haben die Soldaten immer einen tragbaren Plattenspieler mit den angesagten LPs von Band wie Creedence Clearwater Revival dabei. Das erfreut das Ohr des Rockmusikfans, ist aber komplett sinnfrei. In Momenten, in denen die Soldaten in gefährlichen Umgebung auf mögliche Feinde achten sollten, beschallen sie den Urwald mit „Bad Moon Rising“, ehe es in Richtung „Run through the Jungle“ geht.

Als nur auf Überwältigung zielendes, weitgehend strunzdummes Kriegspektakel voller Siebziger-Jahre-Zitate und computergenerierter Spezialeffekte funktioniert „Kong: Skull Island“ leidlich.

Aber bei all dem Talent wäre mehr als ein „Apocalypse Now“-Monsterfilm-Mashup mit Zitaten aus den allerersten King-Kong-Film drin gewesen.

P. S.: Ich habe den Film in 2D mit 3D-Sound gesehen und er sah gut aus. Es gibt ihn auch in 3D (dann hätte er mir wahrscheinlich weniger gefallen) und im IMAX-Format (was sicher ein Gewinn ist; – wobei er dort auch in 3D läuft).

Kong: Skull Island (Kong: Skull Island, USA 2017)

Regie: Jordan Vogt-Roberts

Drehbuch: Dan Gilroy, Max Borenstein, Derek Connolly (nach einer Geschichte von John Gatins)

mit Tom Hiddleston, Samuel L. Jackson, John Goodman, Brie Larson, John C. Reilly, Jing Tian, Toby Kebbell, John Ortiz, Corey Hawkins, Jason Mitchell, Shea Whigham, Thomas Mann, Terry Notary, Marc Evan Jackson, Eugene Cordero

Länge: 119 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

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Hinweise

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Kong: Skull Island“

Metacritic über „Kong: Skull Island“

Rotten Tomatoes über „Kong: Skull Island“

Wikipedia über „Kong: Skull Island“ (deutsch, englisch)


Neu im Kino/Filmkritik: Der Oscar-Gewinner „Moonlight“

März 9, 2017

Als in der Oscar-Nacht der Gewinner für den „Besten Film des Jahres“ verkündet wurde, war niemand ernsthaft überrascht. Selbstverständlich war es „La La Land“. Bis kurz darauf, noch während der Dankesrede, der richtige Gewinner verkündet wurde: „Moonlight“. Ein Drama über einen afroamerikanischen Drogendealer im heutigen Florida. Ein wichtiger Film, der bereits etliche Preise gewann, aber auch ein sperriges Stück Kino ist, das einen gegen Null tendierenden Wohlfühlfaktor hat.

Barry Jenkins erzählt in „Moonlight“ die Geschichte von Chiron zwischen seinem zehnten Lebensjahr bis er Anfang Dreißig ist in drei großen Erzählblöcken. Gespielt wird er von Alex Hibbert (in „Little“), Ashton Sanders (in „Chiron“) und Trevante Rhodes (in „Black“). Erstmals begegnen wir dem zehnjährigen Chiron als er vor seinen Schulkameraden in ein leerstehendes Haus flüchtet und dabei von dem Drogenhändler Juan (Mahershala Ali) erwischt wird. Juan sieht irgendetwas in dem schüchternen Jungen, der von allen „Little“ genannt wird, und dessen Mutter Paula (Naomie Harris) drogenabhängig ist. Juan lädt Chiron zu sich nach Hause ein. Juan und seine Freundin Teresa (Janelle Monáe) versorgen ihn und geben ihm einen Zufluchtsort, zu dem er immer kommen kann.

In dem zweiten Segment entdeckt der sechzehnjährige Chiron, dass er homosexuell ist und in dem dritten Segment kann er schon eine erste Lebensbilanz ziehen. Er trifft auch wieder seinen alten Freund Kevin (André Holland, davor Jaden Piner und Jharret Jerome), den er bereits seit Kindertagen kennt.

Diese von Barry Jenkins gewählte Struktur und wie er die Geschichte fast schon dokumentarisch als teilnehmender Beobachter erzählt, führt dann dazu, dass der schweigsame Chiron noch verschlossener erscheint, als er eh schon ist. Er redet wenig, die Bilder müssen die Geschichte erzählen und diese wird einem in Bruchstücken präsentiert, in denen man sich mühsam aus Halbsätzen zusammenreimen muss, was in den Jahren zwischen den Kapiteln „Little“, „Chiron“ und „Black“ geschah.

Auf der Habenseite des Films ist allerdings der ungeschönte Blick auf das afroamerikanische Leben in Miamis Wohnbezirk Liberty City, wo der amerikanische Traum wahrscheinlich nie geträumt wurde; – wobei Barry Jenkins und Tarell Alvin McCraney, die sich vor dem Film nicht kannten, in Liberty City aufwuchsen und sie jetzt mit „Moonlight“ den amerikanischen Traum erleben. McCraney schrieb das bislang nicht aufgeführte Theaterstück „In Moonlight Black Boys look Blue“ ausgehend von eigenen Erfahrungen. Jenkins fühlte sich von dem Stück angesprochen; auch weil er Teile seiner eigenen Biographie darin erkannte. Für den Film schrieb er das Stück so umfassend um, dass man nichts mehr von seiner Bühnenherkunft spürt. Realisiert wurde der Film dann mit einem kleinen Budget (1,5 Millionen Dollar) vor Ort.

Der Lohn waren viel berechtigtes Kritikerlob und viele mehr oder weniger wichtige Preise, zuletzt Oscars für den besten Film, das beste adaptierte Drehbuch und den besten Nebendarsteller (Mahersha Ali), und, angesichts des Budgets, gute Einspielergebnisse. Durch den Oscar-Gewinn stieg das Interesse an dem Film wieder und der schon lange geplante deutsche Kinostart wenige Tage nach dem Oscar-Gewinn erweist sich jetzt als glückliche Fügung, die dem, wie gesagt, sperrigen Film die nötige Aufmerksamkeit verschafft.

Moonlight (Moonlight, USA 2016)

Regie: Barry Jenkins

Drehbuch: Barry Jenkins

LV: Tarell Alvin McCraney: In Moonlight Black Boys look Blue (Theaterstück)

mit Alex Hibbert, Ashton Sanders, Trevante Rhodes, Naomie Harris, Mahershala Ali, Janelle Monáe, Jaden Piner, Jharrel Jerome, André Holland

Länge: 111 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

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Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Moonlight“

Metacritic über „Moonlight“

Rotten Tomatoes über „Moonlight“

Wikipedia über „Moonlight“ (deutsch, englisch)

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Barry Jenkins und das „Moonlight“-Team beim TIFF 2016

Ein Gespräch mit Barry Jenkins über den Film (21. November 2016)

Barry Jenkins beim International Film Festival Rotterdam


TV-Tipp für den 9. März: Geisterfahrer

März 9, 2017

ZDFneo, 20.15

Geisterfahrer (Deutschland 2012, Regie: Lars Becker)

Drehbuch: Lars Becker

Zwei Rettungssanitäter rasen in Hamburg von einem Notfall zum nächsten. Bis ihnen ein angeschossener Generalstaatsanwalt vor seinem Tod einen Schlüssel gibt, der sie auf die Abschussliste von Waffenhändlern und korrupten Beamten setzt.

Ein Film von Lars Becker („Nachtschicht“) ist immer ein Lichtblick und die Garantie für neunzig spannend-unterhaltsame Minuten, gewürzt mit einer ordentlichen Portion Humor.

„Aberwitziger, teilweise komödiantischer (Fernseh-)Multikulti-Krimi als wüste, im guten Sinn ungeschliffene Geschichte um Waffenhandel, Mafiamorde und Bestechung hoher Staatsbeamter.“ (Lexikon des internationalen Films)

mit Tobias Moretti, Fahri Yardim, Uwe Ochsenknecht, Julia Dietze, Sophie von Kessel, Misel Maticevic, Fritz Karl, Martin Brambach, Armin Rohde

Hinweise

Lexikon der deutschen Krimi-Autoren über Lars Becker

Lars Becker in der Kriminalakte


„Angst für Deutschland“ – ein lesenswertes Buch über die AfD

März 8, 2017

Auf der Buchpräsentation von Melanie Amanns „Angst für Deutschland: Die Wahrheit über die AfD: wo sie herkommt, wer sie führt, wohin sie steuert“ meinte die „Spiegel“-Journalistin, dass die „Alternative für Deutschland“ (AfD) im September bei der Bundestagswahl, ungeachtet der neuesten Umfragen, ein sehr gutes Wahlergebnis bekommen könne. Vielleicht sogar zwanzig Prozent. CDU-Politiker Peter Altmaier, Chef des Bundeskanzleramtes, äußerte sich bei der Vorstellung wesentlich skeptischer. Auch weil das Flüchtlingsthema aus den Schlagzeilen verschwinde.

Aber die AfD hat schon ihr nächstes Thema entdeckt: der Islam.

Bis Amann in ihrem Buch in der Gegenwart (Redaktionsschluss war Anfang Januar) ankommt, vergeht einige Zeit. Sie erzählt weitgehend chronologisch, mit kurzen Schwerpunkten bei den bekannten AfD-Politikern Bernd Lucke, Beatrix von Storch, Alexander Gauland und Frauke Petry, die Geschichte der Partei von ihren Anfängen als Anti-Euro-Partei, gegründet von dem Wirtschaftswissenschaftler Bernd Lucke, über den Essener Parteitag am 4. und 5. Juli 2015, der aus einer EU-kritischen Partei eine rechtspopulistische Partei machte, die sich immer weniger von der NPD unterscheidet, bis zur Gegenwart.

Das ist, auch wenn man die Presse dazu aufmerksam verfolgte, spannend zu lesen. Denn in die Rekonstruktion streut Amann auch immer wieder unbekannte Details und Beobachtungen. Für den Spiegel ist die Journalistin seit der Gründung für die AfD zuständig, sie kennt die AfDler, hat vertrauliche Unterlagen und wird auf Parteitagen schon einmal persönlich begrüßt. Allerdings nicht wohlwollend.

Bei ihrer Rekonstruktion konzentriert sie sich auf die Bundespartei. Deshalb – und das ist ein gewaltiger Nachteil des Buches – geht sie kaum bis überhaupt nicht auf die Landesverbände und ihre parlamentarische Arbeit ein. Als säßen die AfDler nur für ihre Diät in den Landesparlamenten; – was auch ziemlich genau den Tatsachen entspricht.

Sie geht auch kaum auf die Mitglieder- und Wählerstruktur der Partei ein, die sich in einigen Punkten fundamental von anderen Parteien unterscheidet.

Insofern ist es auch vollkommen unverständlich, dass die Juristin die AfD eine Volkspartei nennt.

Das ist – und Altmaier stellte es während der Buchvorstellung auch richtig – aus politikwissenschaftlicher Sicht Unfug. Volksparteien sind „für Wähler und Mitglieder aller gesellschaftlicher Schichten und unterschiedlicher Weltanschauungen im Prinzip offen“. Das trifft auf die CDU zu.

Die AfD ist dagegen eine klassische Protestpartei. Und zwar, wie auch Amann ausführt, von Anfang an mit starken rechten Tendenzen. Die AfD sei gekennzeichnet durch ein negatives Gemeinschaftsgefühl und, als verbindendes Element der Hass auf Angela Merkel.

So wurde, schon zu Lucke-Zeiten, ein Parteiausschlussverfahren gegen die Muslima Bouchra Nagla eingeleitet, weil sie bei einem muslimischen Fastenbrechen teilnahm.

Einige Überschriften sind, höflich formuliert, ungeschickt formuliert. Die Verbindung von Alexander Gauland zum „Nationalismus“ ist nachvollziehbar. Bei den Unterkapiteln hätte man dann anstatt „Globalisierung“ besser „Antiglobalisierung“ oder „Globalisierungsablehnung“ geschrieben. „Globalisierungskritik“ ist ja primär von Links besetzt.

Vollkommen absurd wird es bei Beatrix von Storch, die in den Überschriften konsequent mit „Liberalismus“ in Verbindung gebracht wird und Amann hier den Liberalismus zu einer vulgärliberalen Parodie auf den Liberalismus verkürzt. Im Text wird das dann zwar richtig wiedergegeben, aber der Ärger durch die falsche Überschrift und der Zweifel an dem Urteilsvermögen der Autorin ist schon vor dem Lesen der ersten Seite entstanden. Dabei hätte es beim „Liberalismus“ den schon immer sehr rechts stehenden Nationalliberalismus als Anknüpfungspunkt gegeben. In Berlin war die Stahlhelm-Fraktion die Personifizierung dieser FDP. Von Storch, die auch mal FDP-Mitglied war, wird dagegen meist als „reaktionär“ oder „erzkonservativ“ gelabelt. Und das hat dann mit „liberal“ wenig zu tun.

Ein weiteres Problem von „Angst für Deutschland“ ist, dass Amann sich vor allem mit den Machtkämpfen und weniger den Positionen der Partei beschäftigt. Allerdings hat die AfD bislang auch wenige wirklich festgefügte Positionen. Das zeigte sich im August 2016 exemplarisch in der ZDF-Diskussionsendung „Donnerstalk“. Die Europaabgeordnete, Co-Vorsitzende des Berliner Landesverbandes und seit dem Wochenende auch Spitzenkandidatin der Berliner AfD, Beatrix von Storch, konnte in der Diskussion nicht erklären, warum die AfD auf Bundesebene für den Mindestlohn und auf Landesebene (im später beschlossenen Wahlprogramm) gegen den Mindestlohn ist und was jetzt die Parteimeinung zum Mindestlohn sei.

Diese eklatante Unlust an wirklicher inhaltlicher Arbeit zeigt sich auch bei den zahlreichen Machtkämpfen und öffentlichkeitswirksamen Provokationen. Wenn sich in der AfD gestritten wird, geht es um Posten und persönliche Abneigungen. Politische Positionen sind bei diesen Machtkämpfen nebensächlich. Entsprechend schwer fällt der AfD die nicht gewünschte Abgrenzung nach Rechts.

Ärgerlich in „Angst für Deutschland“ ist der fast durchgehende Verzicht auf genaue Daten (vor allem von Aussagen), Namen (es wird öfter nur die Position, aber nicht der Name der Person genannt) und Belege. So liest sich „Angst für Deutschland“ mehr wie eine tagesaktuelle Reportage, weniger wie ein Sachbuch und überhaupt nicht wie eine wissenschaftliche Arbeit.

Bei dem Kapitel „Das Spielfeld: Wie umgehen mit der AfD?“ wendet Amann sich vor allem an Journalisten und die Bundesebene. Auf den Umgang mit der AfD in den Landtagen und darunter liegenden parlamentarischen Gremien geht sie nicht ein. Dabei gäbe es hier zahlreiche Beispiele. Das gleiche gilt für den Umgang der Zivilgesellschaft mit der AfD und rechtem Gedankengut. Wer dazu Tipps benötigt, kann zum Beispiel hier gucken.

Und trotzdem ist „Angst für Deutschland“ ein lesenswertes Buch. Als Parteigeschichte. Als Geschichte von Machtkämpfen, während die Partei immer weiter nach rechts rückte und das auch weiterhin tun wird.

Denn die genannten Kritikpunkte beziehen sich vor allem auf Details.

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Melanie Amann: Angst für Deutschland – Die Wahrheit über die AfD: wo sie herkommt, wer sie führt, wohin sie steuert

Droemer, 2017

320 Seiten

16,99 Euro

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Hinweise

Droemer über Melanie Amann (mit Lesungen)

Spiegel über Melanie Amann

Inklupedia über Melanie Amann

Perlentaucher über „Angst für Deutschland“


TV-Tipp für den 8. März: Das Tribunal

März 8, 2017

Kabel 1, 20.15

Das Tribunal (USA 2002, Regie: Gregory Hoblit)

Drehbuch: Billy Ray, Terry George

LV: John Katzenbach: Hart’s Wwar, 1999 (Das Tribunal)

Film über eine Gerichtsverhandlung 1944 in einem deutschen Kriegsgefangenenlager. Die Amis wollen den Deutschen beweisen, dass bei ihnen alle Menschen gleich sind.

Beim Publikum und der Kritik kam der langatmige Gerichtsthriller schlecht an: „lauen Kriegs- und Gerichtsdramas“ (tip), „müden und mitunter wirren Mix aus Stalag-Studie, Gerichtsfilm und Rassenkonfliktdrama“ (Rheinische Post).

John Katzenbach arbeitete, wie Carl Hiaasen, beim Miami Herald und schrieb einige erfolgreiche Kriminalromane. Zwei von ihnen wurden, durchaus erfolgreich, verfilmt: sein Debüt „In the Heat of the Summer“ (1982) als „Das mörderische Paradies“ mit Kurt Russell und „Just Cause“ (1992) als „Im Sumpf des Verbrechens“ mit Sean Connery.

Mit Bruce Willis, Colin Farrell, Rory Cochrane, Terrence Howard, Cole Hauser, Sam Worthington

Wiederholung: Donnerstag, 9. März, 01.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Das Tribunal“

Wikipedia über „Das Tribunal“ (deutsch, englisch)

Homepage von John Katzenbach

Mein Hinweis auf John Katzenbachs „Das Tribunal“ (Hart’s War, 1999)

Meine Besprechung von John Katzenbachs „Der Professor“ (What comes next, 2012)

Meine Besprechung von John Katzenbachs „Der Wolf“ (Red 123, 2013)


Cover der Woche

März 7, 2017

Mit Hinweisen auf zwei brandneue Schandtaten von Herr Kerr:

einmal schickt er Bernie Gunther wieder los. Im Sommer 1942 muss er sich mit der „Operation Zagreb“ (Wunderlich, 22,95 Euro) beschäftigen.

ein anderes Mal darf Trainer und Hobbyprivatdetektiv wider Willen Scott Manson einen verschwundenen Fußballer suchen und er trifft Die falsche Neuen“ (Tropen, 14,95 Euro).

Prognose: klingt nach ein, zwei schlaflosen Nächten.

 


TV-Tipp für den 7. März: Fassbinder

März 7, 2017

NDR, 00.00
Fassbinder (Deutschland 2015)
Regie: Annekatrin Hendel
Drehbuch: Annekatrin Hendel (nach einer Idee von Juliane Maria Lorenz)
Insgesamt sehenswerte Doku über Rainer Werner Fassbinder, die vor allem als Einführung in sein Werk taugt und sich zu sehr seinem Privatleben widmet.
Mehr dazu in meiner ausführlichen Besprechung.
mit Margit Carstensen, Irm Hermann, Juliane Lorenz, Hanna Schygulla, Harry Baer, Hark Bohm, Hubert Gilli, Wolf Gremm, Günter Rohrbach, Fritz Müller-Scherz, Volker Schlöndorff, Thomas Schühly, Rainer Werner Fassbinder (Archivaufnahmen)

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Hinweise
Homepage zum Film
Filmportal über „Fassbinder“
Film-Zeit über „Fassbinder“
Moviepilot über „Fassbinder“
Wikipedia über „Fassbinder“ und Rainer Werner Fassbinder
Homepage der Rainer-Werner-Fassbinder-Foundation
Rainer Werner Fassbinder in der Kriminalakte