TV-Tipp für den 27. Juni: Spy – Susan Cooper undercover

Juni 26, 2023

Kabel Eins, 20.15

Spy – Susan Cooper Undercover (Spy, USA 2015)

Regie: Paul Feig

Drehbuch: Paul Feig

Die Waffenhändlerin Rayna Boyanov (Rose Byrne) will eine Mini-Atombombe verkaufen. Und weil sie die Identitäten von allen CIA-Feldagenten kennt, kann nur Susan Cooper (Melissa McCarthy) das Geschäft verhindern. Denn bislang ist die CIA-Agentin, die noch keinen einzigen Außeneinsatz hinter sich hat, ein unbeschriebenes Blatt. Mit einer falschen Identität nähert sie sich in Paris Boyanov, die dort gerade die Atombombe verkaufen will.

Köstliche Agentenfilm-Parodie und Liebeserklärung an die James-Bond-Filme.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Melissa McCarthy, Jason Statham, Jude Law, Rose Byrne, Miranda Hart, Bobby Cannavale, Allison Janney, Peter Serafinowicz, Morena Baccarin, 50 Cent, Ben Falcone

Wiederholung: Mittwoch, 28. Juni, 03.35 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „Spy“

Metacritic über „Spy“

Rotten Tomatoes über „Spy“

Wikipedia über „Spy“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Paul Feigs „Taffe Mädels“ (The Heat, USA 2013)

Meine Besprechung von Paul Feigs „Spy – Susan Cooper Undercover“ (Spy, USA 2015)

Meine Besprechung von Paul Feigs „Ghostbusters“ (Ghostbuster, USA 2016)

Meine Besprechung von Paul Feigs „Nur ein kleiner Gefallen“ (A simple Favor, USA 2018) und der DVD

Meine Besprechung von Paul Feigs „Last Christmas“ (Last Christmas, Großbritannien 2019)

 


R. i. P. Peter Brötzmann

Juni 26, 2023

R. i. P. Peter Brötzmann (6. März 1941 in Remscheid – 22. Juni 2023 in Wuppertal)

Wenige Tage vor seinem Tod unterhielt Peter Brötzmann sich mit der Wochenzeitung „Die Zeit“ und dem Magazin „JazzThing“. Dort ist er mit den Worten „Der letzte Romantiker“ der Coverboy. In den Interviews geht es um sein Leben, sein Spiel und seine neue CD „Catching Ghosts“ (ACT), einem Mitschnitt von seinem Konzert beim letztjährigen JazzFest Berlin. Mit dem Guembri-Spieler Majid Bekkas und dem Schlagzeuger Hamid Drake improvisierte der Saxophonist gewohnt hörenswert.

Brötzmann gehört zu den Begründern des deutschen Free Jazz. „For Adolphe Sax“ war 1967 seine Debüt-LP. Eine Trio-Aufnahme. Legendär ist seine zweite LP „Machine Gun“. Eingespielt mit, aus heutiger Sicht, einem All-Star-Ensemble des europäichen Free Jazz. Neben ihm spielen Pianist Fred van Hove, die Saxophonisten Willem Breuker und Evan Parker, die Bassisten Peter Kowald und Buschi Niebergall und die Schlagzeuger Han Bennink und Sven-Åke Johansson. Die Platte ist hochenergetischer Free Jazz. Gespielt wird eine Musik, die damals alles, was man unter ‚Musik‘ verstand, in Frage stellte, alles zertrümmerte, um sich danach an den Wiederaufbau zu machen. Es war Punk, bevor es Punk gab. Auch heute hat die Aufnahme eine immer noch verstörende und aufputschende Energie. 1985 schrieb Steve Lake in den Liner Notes zu einer Wiederveröffentlichung: „It is both an inspiring and a punishing experience for the listener. Also a useful self flagellant on hangover mornings, when you need to confront your own lethargy and lack of discipline. Impossible to play ‚Machine Gun‘ and remain indifferent to life.“ Sehr, sehr empfehlenswert.

Ebenfalls empfehlenswert und legendär sind seine späteren, etwas langlebigeren Ensembles/Projekte „Last Exit“, „Die like a Dog“ (mit der Musik von Albert Ayler) und „Ruf der Heimat“.

Davor, danach und dazwischen spielte er immer wieder, teils im Duo, teils in größeren Besetzungen, oft über viele Jahre, mit einem festen Stamm gleichgesinnter Free Jazzer. Auf den Plattencovern stehen dann einfach die Namen der Musiker nebeneinander.

Und er gehörte zum Ensemble von Alexander von Schlippenbachs legendärem Free-Jazz-Orchester „Globe Unity Orchestra“.

Fortan brötzt er bei den Engeln. Uns bleiben seine Platten, CDs und Aufnahmen seiner Auftritte.

 

Weitereführende Hinweise

Homepage von Peter Brötzmann

AllMusic über Peter Brötzmann

Wikipedia über Peter Brötzmann (deutsch, englisch)

Nachrufe gibt es, unter anderem, im Spiegel, der taz, der FAZ, NZZ und Jazzthing.

Damals, 1967, im WDR: der Doldinger spielt, der Brötzmann spielt, die Experten reden


TV-Tipp für den 26. Juni: Rocco und seine Brüder

Juni 25, 2023

Arte, 22.10

Rocco und seine Brüder (Rocco e i suoi fratelli, Italien/Frankreich 1960)

Regie: Luchino Visconti

Drehbuch: Suso Cecchi D’Amico, Pasquale Festa Campanile, Massimo Franciosa, Enrico Medioli, Luchino Visconti (nach einer Geschichte von Luchino Visconti, Suso Cecchi D’Amico und Vasco Pratolini, inspiriert von einer Episode aus Giovanni Testoris Roman „Il ponte della Ghisolfa“)

Italien, fünfziger Jahre: Rosario zieht mit ihren vier Söhnen aus dem bitterarmen Süditalien nach Mailand. Dort hoffen sie auf ein besseres Leben.

Über drei Stunden zeigt Luchino Visconti in seinem Sozialdrama das Leben von Rocco (Alain Delon) und seinen Brüdern.

Heute ein unumstrittener Klassiker des Kinos (und damit auch des italienischen Kinos). Damals ein heftig umstrittener Film, der gekürzt und in Teilen Italiens nicht gezeigt wurde. Das SW-Drama wurde trotzdem ein Kassenerfolg und machte Alain Delon zum Star.

Arte zeigt die restaurierte Version von 2015, die auch früher zensierte Szenen enthält.

mit Alain Delon, Renato Salvatori, Annie Girardot, Katina Paxinou, Alessandra Panaro, Spiros Focas, Max Cartier, Corrado Pani, Rocco Vidolazzi, Claudia Cardinale

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Rocco und seine Brüder“

Wikipedia über „Rocco und seine Brüder“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Luchino Viscontis „Der Leopard“ (Il Gattopardo, Italien 1962) (ebenfalls mit Alain Delon)


TV-Tipp für den 25. Juni: Indiana Jones und der letzte Kreuzzug/Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

Juni 24, 2023

Sat.1, 20.15

Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (Indiana Jones and the last crusade, USA 1989)

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: Jeffrey Boam (nach einer Geschichte von George Lucas und Menno Meyjes)

Dritter Auftritt von Indiana Jones. Dieses Mal sucht der Archäologe mit der Peitsche den Heiligen Gral, tut alles, damit er nicht den Nazis in die Hände fällt (das ist der leichte Teil) und er begegnet seinem Vater.

Und weil dieser von ‘James Bond’ Sean Connery gespielt wird, der wenig von seinem Sohn hält, ist für Spaß gesorgt. Außerdem gibt es viel gut gemachte Action.

mit Harrison Ford, Sean Connery, River Phoenix, Denholm Elliott, John Rhys-Davies, Julian Glover, Michael Byrne

Wiederholung: Montag, 26. Juni, 01.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Metacritic über „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“

Rotten Tomatoes über „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“

Wikipedia über „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ (deutsch, englisch)

Sehenswerte Doku von 2020 über Indiana Jones

Sat.1, 22.55

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels (Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull, USA 2008)

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: David Koepp (nach einer Geschichte von George Lucas und Jeff Nathanson, basierend auf einem Charakter von George Lucas und Philip Kaufman)

Buch zum Film: James Rollins: Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull, 2008 (Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels)

1957 will Indiana Jones einige überirdische Macht verleihende Kristallschädel finden, bevor die bösen Russen sie finden. Besonders wichtig ist der Kristallschädel aus Akator (aka El Dorado).

Nach drei genialen Indiana-Jones-Filmen ist der vierte Film mit dem abenteuerlustigen Archäologen eine riesengroße Enttäuschung.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung von Film und Filmroman.

Mit Harrison Ford, Cate Blanchett, Karen Allen, Shia LaBeouf, Ray Winstone, John Hurt, Jim Broadbent, Igor Jijikine, John Rhys-Davies

Wiederholung: Montag, 26. Juni, 03.25 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“

Wikipedia über „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the kingdom of the skull, USA 2008)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ (Bridge of Spies, USA 2015)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „BFG – Big Friendly Giant (The BFG, USA 2016)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Die Verlegerin“ (The Post, USA 2017)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Ready Player One“ (Ready Player One, USA 2018)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „West Side Story“ (West Side Story, USA 2021)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Die Fabelmans“ (The Fabelmans, USA 2022)

Steven Spielberg in der Kriminalakte

Meine Besprechung von James Rollins’ Filmroman „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ (Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull, 2008)


TV-Tipp für den 24. Juni: Jäger des verlorenen Schatzes/Indiana Jones und der Tempel des Todes

Juni 23, 2023

Sat.1, 20.15

Jäger des verlorenen Schatzes (Raiders of the Lost Ark, USA 1981)

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: Lawrence Kasdan (nach einer Geschichte von George Lucas und Philip Kaufman)

Am Donnerstag hat das Warten auf „Indiana Jones und das Rad des Schicksals“ ein Ende. Davor zeigt Sat.1 heute und morgen Abend noch einmal die bisherigen vier Kino-Abenteuer des unkonventionellen Archäologen. Indiana Jones fühlt sich nur außerhalb seines Hörsaals, mit Hut und Peitsche bewaffnet, wohl. Die Story? 1936 will Indiana Jones in Ägypten den Nazis die biblische Bundeslade wegschnappen.

Die ersten drei Indiana-Jones-Filme „Jäger des verlorenen Schatzes“, „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ und „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ sind Klassiker. Das kann über „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ nicht gesagt werden. Der fünfte Film schließt ziemlich nahtlos an den Vierten an.

Mit Harrison Ford, Karen Allen, Wolf Kahler, Paul Freeman, Ronald Lacey, John Rhys-Davies, Anthony Higgins, Alfred Molina (offizielles Spielfilm-Debüt)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Jäger des verlorenen Schatzes“

Wikipedia über „Jäger des verlorenen Schatzes“ (deutsch, englisch)

Sehenswerte Doku von 2020 über Indiana Jones

Sat.1, 22.35

Indiana Jones und der Tempel des Todes (Indiana Jones and the Temple of Doom, USA 1984)

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: Willard Huyck, Gloria Katz (nach einer Geschichte von George Lucas)

Zweites Abenteuer von Indiana Jones: düsterer und mehr Action als der erste Film.

Dieses Mal hilft er 1935 im Himalaya einer Dorfgemeinschaft. Ein Maharadscha mit finsteren Absichten hat ihren magischen Stein geklaut und ihre Kinder entführt.

mit Harrison Ford, Kate Capshaw, Ke Huy Quan, Amrish Puri, Roshan Seth, Philip Stone, Dan Aykroyd, Pat Roach

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Indiana Jones und der Tempel des Todes“

Wikipedia über „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the kingdom of the skull, USA 2008)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ (Bridge of Spies, USA 2015)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „BFG – Big Friendly Giant (The BFG, USA 2016)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Die Verlegerin“ (The Post, USA 2017)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Ready Player One“ (Ready Player One, USA 2018)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „West Side Story“ (West Side Story, USA 2021)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Die Fabelmans“ (The Fabelmans, USA 2022)

Steven Spielberg in der Kriminalakte

Meine Besprechung von James Rollins’ Filmroman „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ (Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull, 2008)


Neu im Kino/Filmkritik: Pixar ist jetzt “Elemental”

Juni 23, 2023

In den USA, wo “Elemental” bereits letzte Woche anlief, wird der neueste Pixar-Animationsfilm bereits als Flop gehandelt. Er kostete 200 Millionen US-Dollar und spielte am Startwochenende keine dreißig Millionen US-Dollar ein. Das ist einer der schlechtesten Kinostarts für einen Pixar-Film.

Bei den Kritikern und dem Publikum kam die Geschichte von Ember Lumen, die sich in Wade Ripple verliebt und mit dem Widerstand ihrer Familie und der Elemente zu kämpfen hat, gut an .

In Element City leben die Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft zusammen, aber auch getrennt voneinander. Vor allem Feuer und Wasser vertragen sich, wie jedes Kind weiß, nicht miteinander. Ember ist Feuer, Wade Wasser. Doch es kommt noch schlimmer. Ember ist ein Einwandererkind. Ihre Eltern wanderten aus Fireland nach Element City aus. Dort leben sie in einem Ghetto. Ihr Vater hat den kleinen Gemischtwarenladen „Fireplace“ eröffnet. Die ganze Familie hilft mit und irgendwann soll Ember den in der Nachbarschaft beliebten Laden übernehmen. Sie muss nur noch lernen, ihr Temperament zu zügeln. Denn nervige Kundschaft faucht sie schon einmal an und verbrannte Kunden sind schlechte Kunden.

Da platzt im Keller ein Rohr, überschwemmt ihn und Wade taucht aus dem Rohr auf. Er ist städtischer Inspektor in Element City, großherzig, leicht schusselig, easy-going und, in den falschen Momenten ein Paragraphenreiter. Deshalb meldet er den Wasserschaden seiner Vorgesetzten und gefährdet damit den Familienbetrieb.

Als Ember, die er ganz nett findet, ihm erklärt, was er angerichtet hat, will er ihr helfen.

Im Gegensatz zu früheren Pixar-Filmen ist “Elemental” ziemlich konventionell. Regisseur Peter Sohn erzählt eine Romeo-und-Julia-Liebesgeschichte zwischen Einwanderern und Einheimischen. Nur dass die ‚Menschen‘ jetzt die Eigenschaften der Elemente haben, ist neu und sorgt immer wieder für überraschende Momente. Zum Beispiel wenn Wade Ember seiner Familie in ihrer Wohnung vorstellt.

Das mag für Erwachsene etwas wenig sein, aber gerade jüngeren dürfte die gut gemachte und witzige Geschichte gefallen. Sie gewährt auch einen gelungenen Einblick in die Sorgen, Nöte und Hoffnungen von Einwanderern. Sie werden von den Einheimischen, die mit dem Feuer fremdeln, gemieden. Sie versuchen ihren Kindern ein besseres Leben zu geben. Sie versuchen den Spagat zwischen Anpassung an die neue Gesellschaft und der Bewahrung der eigenen Traditionen. Es geht auch um Werte, Traditionen, Toleranz und Weltoffenheit. Das alles wird so angesprochen, dass Kinder es verstehen können, ohne die Komplexität der Themen zu negieren. Es gibt eine starke Heldin – und Männer, die riesige Fontänen weinen. Vor allem Wade kann nicht genug weinen. Vor Freude.

„Elemental“ ist ein weiterer gelungener Pixar-Animationsfilm, der auch für Erwachsene gut ansehbar ist (was nicht von jedem Kinderfilm gesagt werden kann) und der eine sehr sympathische Botschaft hat. Sohns Film ist ein Film, den ich meinen Kindern empfehlen würde, wenn ich welche hätte. So müssen jetzt halt die Kinder anderer Leute reingehen.

Als Vorfilm läuft „Carl’s Date“ von Bob Peterson. In dem witzigen Kurzfilm begegnen wir wieder Carl Fredricksen und seinem Hund Dug, beide bekannt aus „Oben“. Dieses Mal wird Carl zu einem Date eingeladen. Dug gibt ihm Tipps, wie so ein Date erfolgreich verläuft. Jedenfalls bei Hunden.

Elemental (Elemental, USA 2023)

Regie: Peter Sohn

Drehbuch: John Hoberg, Kat Likkel, Brenda Hsueh (nach einer Geschichte von Peter Sohn , John Hoberg, Kat Likkel und Brenda Hsueh)

mit (im Original den Stimmen von) Leah Lewis, Mamoudou Athie, Ronnie Del Carmen, Shila Ommi, Wendi McLendon-Covey, Catherine O’Hara

(in der deutschen Fassung den Stimmen von) Emilia Schüle, Jannis Niewöhner

Länge: 101 Minuten

FSK: ab 0 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über “Elemental”

Metacritic über “Elemental”

Rotten Tomatoes über “Elemental”

Wikipedia über “Elemental”


TV-Tipp für den 23. Juni: James Bond 007: Man lebt nur zweimal/James Bond 007: Im Geheimdienst ihrer Majestät

Juni 22, 2023

Pro 7, 20.15

JAMES BOND: Man lebt nur zweimal (You only live twice, Großbritannien 1967)

Regie: Lewis Gilbert

Drehbuch: Roald Dahl

LV: Ian Fleming: You only live twice, 1964 (Man lebt nur zweimal)

Blofeld kapert Raumkapseln. James Bond wird losgeschickt dem schändlichen Treiben ein Ende zu bereiten. In Blofelds Zentrale, einem erloschenen Vulkan, treffen beide aufeinander.

Die erste Begegnung zwischen den Herren Bond und Blofeld (im Film – in den Büchern war die Reihenfolge etwas anders). Der Film ist eine ziemlich ermüdende Materialschlacht mit einem als Japaner verkleideten Bond.

„You only live twice“ ist das vorletzte Bond-Buch von Ian Fleming. Für den Film wurde eine vollkommen neue Story entworfen. Nur der Gegner (Blofeld) und der Ort der Handlung (Japan) sind gleich.

Ein interessanten Blick auf den damaligen Presserummel findet sich in Erich Kocians Buch „Die James Bond Filme“ (Heyne Filmbibliothek, Auflage egal). Kocian berichtete damals aus Japan über die Dreharbeiten unter ständiger Belagerung von Reportern und Fans.

Mit Sean Connery, Karin Dor, Donald Pleasence, Akiko Wakabayashi, Bernard Lee, Lois Maxwell, Desmond Llewelyn, Charles Gray

Die Vorlage

Ian Fleming: James Bond 007 – Man lebt nur zweimal

(neu übersetzt von Anika Klüver und Stephanie Pannen)

Cross Cult, 2013

288 Seiten

12,80 Euro

Hinweise

Rotten Tomatoes über „James Bond: Man lebt nur zweimal”

Wikipedia über „James Bond: Man lebt nur zweimal” (deutsch, englisch)

Pro7, 22.50

James Bond: Im Geheimdienst Ihrer Majestät (On her Majesty’s Secret Service, Großbritannien 1969)

Regie: Peter Hunt

Drehbuch: Richard Maibaum

LV: Ian Fleming: On her Majesty´s Secret Service, 1963 (007 James Bond im Dienst Ihrer Majestät; 007 James Bond im Geheimdienst Ihrer Majestät; 007 James Bond und sein gefährlichster Auftrag)

James Bond trifft in den Alpen auf seinen Erzfeind Blofeld.

Der Daily Herald meinte, „On her Majesty´s Secret Service“ sei das bis dahin beste Bond-Buch. Und der Film, der sich an die Buchvorlage hält, wäre auch der beste Bond-Film, wenn nicht George Lazenby, sondern Sean Connery die Hauptrolle gespielt hätte.

Mit George Lazenby, Diana Rigg, Telly Savalas, Ilse Steppat, Bernard Lee, Lois Maxwell, Desmond Llewelyn

Die Vorlage

Ian Fleming: James Bond: Im Geheimdienst Ihrer Majestät

(neu und vollständig übersetzt von Anika Klüver und Stephanie Pannen)

Cross Cult, 2013

384 Seiten

12,80 Euro

Hinweise

Rotten Tomatoes über „James Bond: Im Geheimdienst Ihrer Majestät“

Wikipedia über “James Bond: Im Geheimdienst Ihrer Majestät” (deutsch, englisch) und über James Bond (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Ian Flemings ersten drei James-Bond-Romane “Casino Royale”, “Leben und sterben lassen” und “Moonraker”

Meine Besprechung von John Gardners “James Bond – Kernschmelze” (James Bond – Licence Renewed, 1981; alter deutscher Titel “Countdown für die Ewigkeit”)

Meine Besprechung von John Gardners „James Bond – Der Mann von Barbarossa“ (James Bond – The Man from Barbarossa, 1991)

Meine Besprechung von Sebastian Faulks’ James-Bond-Roman „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers James-Bond-Roman “Carte Blanche” (Carte Blanche, 2011)

Meine Besprechung von William Boyds James-Bond-Roman “Solo” (Solo, 2013)

Meine Besprechung von Anthony Horowitz’ “James Bond: Trigger Mortis – Der Finger Gottes” (James Bond: Trigger Mortis, 2015)

Meine Besprechung von Anthony Horowitz‘ „James Bond: Ewig und ein Tag“ (James Bond – Forever and a day, 2018)

Meine Besprechung von Anthony Horowitz‘ „James Bond: Mit der Absicht zu töten“ (James Bond – With a mind to kill, 2022)

Meine Besprechung der TV-Miniserie „Fleming – Der Mann, der Bond wurde“ (Fleming, Großbritannien 2014)

Meine Besprechung von Sam Mendes’ James-Bond-Films „Skyfall“ (Skyfall, GB/USA 2012)

Meine Besprechung von Sam Mendes’ James-Bond-Film “Spectre” (Spectre, USA/GB 2015)

Meine Besprechung von Cary Joji Fukunaga James-Bond-Film „Keine Zeit zu sterben“ (No time to die, Großbritannien 2021)

Meine Besprechung von Danny Morgensterns „Unnützes James Bond Wissen“ (2020)

Kriminalakte: Mein Gespräch mit Danny Morgenstern über „Keine Zeit zu sterben“ und sein Buch „Das ultimative James-Bond-Quizbuch“ (1. Oktober 2021) (Sehbefehl?)

Meine Besprechung von cinemas (Hrsg.) „Inside James Bond“ (2022)

James Bond in der Kriminalakte

Ian Fleming in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: Über Christoph Hochhäuslers „Bis ans Ende der Nacht“

Juni 22, 2023

Auf dem Papier klingt es ja noch interessant: ein Polizist und ein Spitzel sollen in einem Undercover-Einsatz einen Drogenhändler überführen.

Doch schon die ausführlichere Synopse des bewährten Plots stimmt skeptisch. Das scheint dann doch ziemlich gekünstelt zu sein. Und der Film ist hoffnungslos vermurkst. Lustlos bedient „Bis ans Ende der Nacht“ die verschiedenen Genretopoi und Klischees. Da gibt es etwas Noir, Polizeithriller, Fassbinder-Melodrama und deutsche Schlager, die nicht zum restlichen Film passen. Bestenfalls sind sie als eigenständiger Kommentar zum Film goutierbar. Regisseur Christoph Hochhäusler und Drehbuchautor Florian Plumeyer begraben in ihrem Film eine Beziehungsgeschichte, die durchaus Potential für einen gelungenen Film gehabt hätte, unter den Erfordernissen einer Kriminalgeschichte, für die sich nicht interessieren.

Der verdeckte Ermittler Robert Demant soll mit Leni Malinowski den Online-Drogenhändler Victor Arth überführen. Mit Victor war Leni vor ihrem aktuellen Gefängnisaufenthalt befreundet. Jetzt soll sie einen Kontakt zwischen Robert und Victor herstellen und für Robert, der sich als potentieller Drogenkäufer ausgibt, bürgen.

Schwierig wird der Einsatz, weil – und das wissen Roberts Vorgesetzte – Robert und Leni eine Beziehung haben. Vor Lenis Haft waren sie ein Liebespaar. Jetzt muss Robert mit seinen Gefühlen gegenüber Leni, die er als Mann kennen und lieben lernte, zurechtkommen. Außerdem ist sie drogenabhängig, hat ein elend langes Strafregister und ist eine in jeder Beziehung schwierige Person. Für den Undercover-Einsatz wurde sie mit einer vorzeitigen Entlassung geködert. Sie stimmte zu und verlangte, dass Robert ihr Partner ist.

Allein schon die Entscheidung dieses Pärchen, das sich in inniger Haßliebe verbunden ist, auf diese Mission zu schicken, ist der Weg zum Scheitern. Und macht den Krimiplot von der ersten bis zur letzten Sekunde unglaubwürdig.

Im Mittelpunkt des Krimidramas steht dann auch nicht der über weite Strecken des Films vollkommen ignorierte Krimiplot, sondern die schwierige Beziehung zwischen Robert und Leni und ihre sich entwickelnde Freundschaft zu dem Online-Drogenhändler und Discobetreiber Victor Arth und seiner Frau. Sie lernen sich bei einem ausführlich gezeigtem Tanzkurs kennen. Victor ist bei diesen Treffen charmant, überwacht seine Frau auf Schritt und Tritt und ist nie bei seinen beruflichen Tätigkeiten als Clubbesitzer und Drogenhändler zu sehen. Er könnte auch jeden anderen Beruf haben. Und er ist erstaunlich unbeeindruckt von Lenis Geschlechtsumwandlung, die er als Mann kennen lernte. Er akzeptiert ihre Geschlechtsumwandlung wie ein neues Etikett auf einer Bierflasche.

Diese Beziehungsgeschichten kommen gut ohne den Krimiplot aus. Sie wären sogar ohne den lustlos mitgeschleiften Krimiplot stärker.

Die nächste seltsame Entscheidung Hochhäuslers ist, Robert Demant zum Protagonisten zu machen. Alles kreist sich um seine widerstreitenden Gefühle gegenüber Leni. Dabei wäre die in jeder Beziehung äußerst problematische Leni die bessere Wahl gewesen. Ihre psychischen Probleme und, damit verbunden, die Probleme von Transpersonen sind interessanter als Roberts Selbstzweifel, die nur die Zweifel eines mittelalten weißen Mannes sind.

Bis ans Ende der Nacht (Deutschland 2023)

Regie: Christoph Hochhäusler

Drehbuch: Florian Plumeyer

mit Timocin Ziegler, Thea Ehre, Michael Sideris, Ioana Iacob, Rosa Enskat, Aenne Schwarz, Gottfried Breitfuß, Sahin Erylmaz, Ronald Kukulies

Länge: 120 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Bis ans Ende der Nacht“

Moviepilot über „Bis ans Ende der Nacht“

Rotten Tomatoes über „Bis ans Ende der Nacht“

Wikipedia über „Bis ans Ende der Nacht“ (deutsch, englisch)

Berlinale über „Bis ans Ende der Nacht“

Meine Besprechung von Christoph Hochhäuslers „Die Lügen der Sieger“ (Deutschland/Frankreich 2014)


Neu im Kino/Filmkritik: „No hard feelings“, nur ‚daten‘ im Auftrag der Eltern

Juni 22, 2023

Ihr Auto ist sie gerade losgeworden. Ihr Haus könnte als nächstes gepfändet werden. Denn Maddie (Jennifer Lawrence, schamlos) kann die Steuern für das schon etwas heruntergekommene Einfamilienhaus nicht bezahlen. Aber das Haus, in dem sie aufwuchs und das sie von ihrer Mutter erbte, möchte sie unbedingt behalten. Nur wie? Denn ohne eigenes Auto kann sie in Montauk, New York, nicht mehr als Uber-Fahrerin arbeiten.

Da entdeckt sie in der Zeitung eine Anzeige. In ihr suchen die Eltern des neunzehnjährigen Percy (Andrew Barth Feldman) eine Frau, die ihr Kind ‚dated‘. Das ist eine kaum verklausulierte Umschreibung für entjungfert. Als Lohn gibt es ein Auto. Die 32-jährige, sich für unwiderstehlich haltende Maddie denkt, dass sie das an einem Abend erledigen kann.

Dummerweise ist Percy sehr schüchtern und absolut desinteressiert an ihren offensiv vorgetragenen und präsentierten sexuellen Angeboten.

Wer die vorherigen Filme von Gene Stupnitsky, nämlich „Bad Teacher“ (nur Drehbuch) und „Good Boys“, kennt, hat eine ziemlich klare Vorstellung davon, in welche Richtung sich der Humor von „No hard feelings“ bewegen wird. Zwar beginnt die Komödie schwarzhumorig mit einigen Spitzen gegen den Kapitalismus und die reichen Leute, die auf Montauk die Preise verderben. Aber schnell wird deutlich, dass Stupnitsky nicht an einer ätzenden Satire auf den American Way of Life interessiert ist. Stattdessen geht es mit Zoten und Slapstick in Richtung Disney.

Das wird schon bei Maddies Vorstellungsgespräch mit Percys Eltern deutlich. Sie sind, gespielt von Matthew Broderick und Laura Benanti, keine durchgedrehten Helikopter-Eltern, sondern eher verständnisvolle, tiefentspannt-schluffige, passend zu ihren Möbeln gekleidete Millionäre mit Hippie-Attitüde. Sie sorgen sich wirlich um ihren Sohn sorgen und bemuttern ihn dabei mehr als nötig.

Die wenig subtilen Witze konzentrieren sich auf den Kampf um Percys Unschuld. Maddie und Percy sind, in bester Komödientradition, zwei vollkommen gegensätzliche Figuren. Sie ist freizügig, extrovertiert, unberechenbar und vollkommen verantwortungslos. Er ist schüchtern, rücksichtsvoll, verantwortungsvoll (so arbeitet er nach der Schule freiwillig in einem Tierheim) und interessiert an einer wahren Bindung. Sex ist für ihn, wie für ein Kind, kein Thema. Er ist der Trottel. Sie das Biest, das sich an ihm die Zähne ausbeißt, wahre Gefühle für ihn entwickelt und sich verändert in dieser Coming-of-Age-Komödie.

Letztendlich ist „No hard feelings“ ein harmloser, vulgärer und für US-Verhältnisse erstaunlich freizügiger Spaß. Bei uns reichte es nur für eine FSK-12.

No hard feelings (No hard feelings, USA 2023)

Regie: Gene Stupnitsky

Drehbuch: Gene Stupnitsky, John Phillips

mit Jennifer Lawrence, Andrew Feldman, Laura Benanti, Natalie Morales, Matthew Broderick, Scott MacArthur, Ebon Moss-Bachrach, Hasan Minhaj, Kyle Mooney

Länge: 104 Minuten

FSK: ab 12 Jahre (in den USA gab’s ein R-Rating für „sexual content, language, some graphic nudity and brief drug use“)

Hinweise

Moviepilot über „No hard feelings“

Metacritic über „No hard feelings“

Rotten Tomatoes über „No hard feelings“

Wikipedia über „No hard feelings“ (deutsch, englisch)


Impressionen aus Berlin: Indiana Jones kommt

Juni 22, 2023

Vor der Deutschlandpremiere von „Indiana Jones und das Rad des Schicksals“ im Zoo Palast wird eifrig gehämmert, geschraubt und geschwitzt.

Der fünfte Indiana-Jones-Film startet am 29. Juni. Dann gibt es auch meine Besprechung.


TV-Tipp für den 22. Juni: Ein letzter Job

Juni 21, 2023

RBB, 20.15

Ein letzter Job (King of Thieves, Großbritannien 2018)

Regie: James Marsh

Drehbuch: Joe Penhall

Auf einer Trauerfeier trifft Brian Reader (Michael Caine) einige alte Kumpels wieder. Sie schwelgen in Erinnerungen an frühere Verbrechen. Danach beschließen Berufsverbrecher, im Londoner Diamantenviertel die Schließfächer der Hatton Garden Safe Deposit zu leeren. Es soll ihr letzter Job vor dem Ruhestand werden.

TV-Premiere. Harmlos nostalgischer Spaß, mit einem Top-Ensemble. Also genau das richtige für einen lauschigen Sommerabend.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Michael Caine, Tom Courtenay, Jim Broadbent, Ray Winstone, Michael Gambon, Charlie Cox, Paul Whitehouse

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Ein letzter Job“

Metacritic über „Ein letzter Job“

Rotten Tomatoes über „Ein letzter Job“

Wikipedia über „Ein letzter Job“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von James Marshs David-Peace-Verfilmung „1980“ (Red Riding: In the Year of Our Lord 1980, Großbritannien 2009)

Meine Besprechung von James Marshs „Shadow Dancer“ (Shadow Dancer, Großbritannien/Irland/Frankreich 2012)

Meine Besprechung von James Marshs „Vor uns das Meer“ (The Mercy, Großbritannien 2017)

Meine Besprechung von James Marshs „Ein letzter Job“ (King of Thieves, Großbritannien 2018)


„Mme Choi & die Monster“ und die Entführung nach Nordkorea

Juni 21, 2023

Das ist jetzt eine dieser kleinen, obskuren Geschichten aus der Welt des Films, die heute noch unbekannter als damals sind. Es geht um eine Entführung, einen Diktator und einen Monsterfilm.

Kim Jong-il, der Sohn von Kim Il-sung, dem damaligen Herrscher von Nordkorea, war ein großer Filmfan. Seine Lieblingsfilme waren anscheinend „Rambo“ (First Blood), „Freitag, der 13.“ und die James-Bond-Filme. Solche Filme wollte er in seinem Land drehen. Den richtigen Regisseur und die richtige Hauptdarstellerin hatte er auch schon. Es gab nur ein Problem: Shin Sang-ok und Choi Eun-hee lebten in Südkorea. Dort war das Paar mit ihren selbst produzierten Filme erfolgreich. Der Höhepunkt ihrer Popularität war in den fünfziger und sechziger Jahren.

Doch wie konnte er sie überzeugen, in Nordkorea zu arbeiten?

Seine Idee war dann eine Idee, die nur einem Diktator einfallen konnte. Anstatt sie zu fragen, ob sie für ihn einen Film drehen möchten, ließ er 1978 die Schauspielerin Choi Eun-hee in Hongkong entführen. Als ihr Ex-Mann Shin Sang-ok sie suchte, wurde er ebenfalls entführt.

Die nächsten Jahre verbrachten sie getrennt und ohne voneinander zu wissen in verschieden komfortablen Gefängnissen, in denen sie von den Vorzügen des nordkoreanischen Gesellschaftsmodell und den edlen Taten des Führers überzeugt wurden. 1983 sahen sie sich wieder. Kim Jong-il eröffnete ihnen, warum er sie entführen ließ: Sie sollen für ihn „Meisterwerke von internationalem Format“ inszenieren.

Der bekannteste Film, den sie in Nordkorea drehten ist „Pulgasari“, ein 1985 entstandener Monsterfilm, der überdeutlich von den „Godzilla“-Filmen beeinflusst und zwar trashig unterhaltsam, aber beileibe kein Meisterwerk ist.

Er interpretiert den jahrhundertealten koreanischen Mythos von Pulgasari (bzw. Bulgasari) neu. Pulgasari ist ein Eisen fressendes Monster, das die Menschen in Angst und Schrecken versetzt. Denn mit jeder Eisenmahlzeit wird er größer und hungriger. Im Film und im Comic wird er von Mina mit einem Tropfen ihres Blutes zum Leben erweckt. Sie ist die Tochter eines vom König entführten Schmieds. Dieser despotische König unterdrückt seine Untertanen, führt Kriege und zerstört beim Abbau von Eisenerz die Natur. Zum Herstellen von Schwertern benötigt er neben dem Eisen Schmiede, die ihm gute Waffen anfertigen. Und das soll Minas Vater für ihn tun. Mina hofft, mit Pulgasari ihren Vater befreien und den Despoten vernichten zu können. 

Den Plot des Monsterfilms erzählen Zeichnerin Sheree Domingo und Szenarist Patrick Spät in ihrer Version der eben geschilderten Geschichte der Entführung der Schauspielerin und des Regisseurs nach. Dabei spiegelt die Geschichte des Monsterfilms auch die Geschichte von Choi Eun-hee und Shin Sang-ok und ihrem Kampf gegen ihren Entführer wieder. Insofern kommentiert und ergänzt gelungen die Geschichte von Pulgasari die des entführten Paares.

Mme Choi & die Monster“ ist eine äußerst gelungene und unterhaltsame Liebeserklärung an die japanischen Monsterfilme und eine historischen Nachhilfestunde über eine ziemlich unglaubliche Entführung. Schließlich entführen Diktatoren normalerweise Systemgegner, die sie dann foltern, inhaftieren und töten.

Bekannt wurde die Geschichte, als Choi Eun-hee und Shin Sang-ok 1986 in Wien die Flucht in den Westen gelang.

Pulgasari“ kann unter anderem hier angesehen werden: https://archive.org/details/Pulgasari_1985 Auf YouTube ist der Film auch zu finden.

Sheree Domingo/Patrick Spät: Mme Choi & die Monster

Edition Moderne, 2022

176 Seiten

24 Euro

Hinweise

Homepage von Sheree Domingo

Literaturport über Patrick Spät

Wikipedia über Sheree Domingo, Patrick Spät, Choi Eun-hee (deutsch, englisch), Shin Sang-ok (deutsch, englisch), ihre Entführung und Pulgasari“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 21. Juni: Withnail & I

Juni 20, 2023

Arte, 00.20

Withnail & I (Withnail and I, Großbritannien 1987)

Regie: Bruce Robinson

Drehbuch: Bruce Robinson

1969: zwei junge arbeitslose Schauspieler flüchten vor ihrem chaotischen Leben in London auf’s Land. Dort hoffen sie auf Ruhe und Erholung, kommen aber vom Regen in die Traufe.

TV-Premiere. Unglaublich, aber wahr. In Großbritannien ist „Withnail & I“ ein absoluter Kultfilm. Als der Guardian 2009 Filmkritiker und Regisseure nach dem besten britischen Film der letzten 25 Jahre fragte, landete „Withnail & I“ auf dem zweiten Platz. Auf dem ersten Platz landete „Trainspotting“.

In Deutschland lief er nie im Kino. 1997 wurde eine deutsche Synchronisation erstellt. 2007 erfolgte eine DVD-Veröffentlichung. 2012 eine Neuauflage. Und jetzt gibt es die überfällige TV-Premiere.

urkomische ’schwarze‘ Komödie“ (Lexikon des internationalen Films), die auf eigenen Erlebnissen von Bruce Robinson basiert.

mit Richard E. Grant, Paul McGann, Richard Griffiths, Ralph Brown, Michael Elphick, Daragh O’Malley

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Withnail & I“

Wikipedia über „Withnail & I“ (deutsch, englisch)

 


Cover der Woche

Juni 20, 2023


TV-Tipp für den 20. Juni: 37°: Radikal, gehasst, verzweifelt – Die letzte Generation

Juni 19, 2023

ZDF, 22.15

37°: Radikal, gehasst, verzweifelt – Die letzte Generation (Deutschland 2023)

Regie: Broka Herrmann

Drehbuch: Broka Herrmann

TV-Premiere. Halbstündige Doku über drei Aktivisten der Letzten Generation, ihr Umfeld und, vor allem, ihre Eltern.

Die Doku zeigt, wieder einmal, das Hauptproblem der Letzten Generation. Es wird über ihre Aktionen, aber nicht über ihre Forderungen gesprochen. Sie verärgern genau die Menschen, die sie für gesellschaftliche und politische Veränderungen bräuchten, während die Entscheider in der Politik und der Wirtschaft ungestört weitermachen können. D. h. bis jetzt bringen ihre Aktionen sie nicht näher an ihr Ziel. Eher scheinen sie sich weiter von ihm zu entfernen.

Die im Film gezeigten Personen scheinen trotzdem bei der gewählten Kleben-bis-die-Polizei-kommt-Strategie zu bleiben.

Hinweise

ZDF über die Doku (ab 8.00 Uhr in der Mediathek)

Wikipedia über die Letzte Generation

Homepage der Letzten Generation


TV-Tipp für den 19. Juni: Matador

Juni 18, 2023

Arte, 22.20

Matador (Matador, Spanien 1986)

Regie: Pedro Almodóvar

Drehbuch: Pedro Almodóvar, Jesús Ferrero

Selten gezeigtes Frühwerk von Pedro Almodóvar – mit einer ziemlich mörderischen Geschichte. Es geht um einen Stierkampflehrer, der nicht mehr in die Arena darf und deshalb Frauen tötet; um seinen religiös erzogenen Schüler, der ihn begehrt und mehrere Morde (die er nicht verübt hat) gesteht; und um eine Anwältin, die den Jüngling verteidigt und ihre Liebhaber mit einer Hutnadel ersticht. Als sie sich begegnen, wird es, nun, mörderisch und leidenschaftlich.

Die zeitgenössische Kritik meinte zum Kinostart: „einzigartigen, postmodernen Mischung aus Melodram und Farce“ (Fischer Film Almanach 1991)

mit Assumpta Serna, Antonio Banderas, Nacho Martínez, Eva Cobo, Julieta Serrano, Chus Lampreave, Carmen Maura, Bibi Andersen

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Matador“

Wikipedia über „Matador“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Pedro Almodóvars „Fliegende Liebende“ (Los amates Pasajeros, Spanien 2013)

Meine Besprechung von Pedro Almodóvars „Julieta“ (Julieta, Spanien 2016)

Meine Besprechung von Pedro Almodóvars „Leid und Herrlichkeit“ (Dolor y gloria, Spanien 2019)

Meine Besprechung von Pedro Almodóvars „Parallele Mütter“ (Madres paralelas, Spanien 2021)

Pedro Almodóvar in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 18. Juni: Mann nannte ihn Hombre

Juni 17, 2023

Arte, 20.15

Man nannte ihn Hombre (Hombre, USA 1967)

Regie: Martin Ritt

Drehbuch: Irving Ravetch, Harreit Frank jr.

LV: Elmore Leonard: Hombre, 1961 (Man nannte ihn Hombre)

Arizona, 1880: John Russell (Paul Newman) ist ein Weißer, der als Kind von Apachen entführt wurde und seitdem freiwillig bei ihnen lebt. Aufgrund einer Erbschaft benutzt er mit einigen Weißen die letzte Postkutsche von Sweetmary. Als die Postkutsche von Banditen überfallen wird, muss er sich entscheiden, ob er seinen Mitreisenden helfen will.

Eher selten gezeigter, von der Kritik gelobter und vom Publikum geliebter Klasse-Western, nach einem Frühwerk von Elmore Leonard. Die Western Writers of America nahmen „Hombre“ in ihre Liste der 25 besten Western auf.

„Ein Markstein wie John Fords ‚Stagecoach‘, nach dessen Rezept er aufgebaut ist und von dem ihn ein Vierteljahrhundert Western-Geschichte trennen. Wieder fährt die Postkutsche durch Arizona, aber diesmal sitzt der Indianer drinnen und die Schurken, von denen es drinnen und draußen wimmelt, sind Weiße.“ (Joe Hembus: Das Western-Lexikon)

Anschließend, um 22.00 Uhr, zeigt Arte die brandneue gut einstündige Doku „Paul Newman – Der unwiderstehliche Typ“ (Frankreich 2022). Und danach, um 22.55 Uhr die Doku „Sergio Leone – Spiel mir das Lied von Amerika“. Die hat zwar nichts mit Paul Newman, Martin Ritt oder Elmore Leonard zu tun, aber doch einiges mit dem Wilden Westen.

mit Paul Newman, Frederic March, Richard Boone, Diane Cilento, Cameron Mitchell, Barbara Rush, Martin Balsam

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Man nannte ihn Hombre“

Wikipedia über „Man nannte ihn Hombre“ (deutsch, englisch)

Homepage von Elmore Leonard

Meine Besprechung von Elmore Leoanrds “Raylan” (Raylan, 2012)

Meine Besprechung von Elmore Leonards “Raylan” (2012)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Dschibuti“ (Djibouti, 2010)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Djibouti“ (2010)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Road Dogs“ (Road Dogs, 2009)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Up in Honey’s Room“ (2007)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Gangsterbraut“ (The hot Kid, 2005)

Meine Besprechung von Elmore Leonards „Callgirls“ (Mr. Paradise, 2004)

Mein Porträt „Man nennt ihn Dutch – Elmore Leonard zum Achtzigsten“ erschien im „Krimijahrbuch 2006“

Meine Besprechung der Elmore-Leonard-Verfilmung „Sie nannten ihn Stick“ (Stick, USA 1983)

Meine Besprechung der Elmore-Leonard-Verfilmung „Killshot“ (Killshot, USA 2008)

Meine Meldung von Elmore Leonards Tod

Elmore Leonard in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Frank Göhre/Alf Mayers „King of Cool – Die Elmore-Leonard-Story“ (2019)


TV-Tipp für den 17. Juni: 24 Stunden in seiner Gewalt

Juni 16, 2023

Servus TV, 22.15

Desperate Hours – 24 Stunden in seiner Gewalt (Desperate Hours, USA 1990)

Regie: Michael Cimino

Drehbuch: Lawrence Kooner, Mark Rosenthal, Joseph Hayes

LV: Joseph Hayes: The desperate hours, 1954 (Roman), 1956 (Bühnenstück) (An einem Tag wie jeder andere)

Auf der Flucht nehmen Gangster die Familie Cornell als Geisel. Ein Psychoduell zwischen Geiselnehmern, Geiseln und einem das Haus belagerndem Riesenaufgebot der Polizei beginnt.

Das Original „An einem Tag wie jeder andere“ von William Wyler zeigte Humphrey Bogart in einer seiner letzten Rollen. Cimino befreite „An einem Tag wie jeder andere“ von dem Theatermief und drehte einen hochspannenden Thriller.

Mit Anthony Hopkins, Mickey Rourke, Elias Koteas, Mimi Rogers, Kelly Lynch, David Morse, Lindsay Crouse

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Desperate Hours“

Wikipedia über „Desperate Hours“ (deutsch, englisch)


„Schwarzer Ozean“: Corto Maltese auf Schatzsuche

Juni 16, 2023

Sommerzeit. Lesezeit für eine Abenteuergeschichte, die einen fremde Länder besuchen und gefährliche Abenteuer erleben lässt, ohne dabei die Hängematte verlassen zu müssen. Zum Beispiel mit der 2001 spielenden „Corto Maltese“-Geschichte.

Moment mal, werden jetzt einige ältere Semester sagen. Corto Maltese kenne ich. Aber der erlebte seine Abenteuer zu Beginn des 20. Jahrhunderts und traf immer wieder bekannte Persönlichkeiten, wie Rasputin, Jack London, Butch Cassidy, Joseph Roth und Marlene Dietrich (Nur Alan Moores Liga der außergewöhnlichen Gentlemen traf er nicht.). Hugo Pratt hat diesen Kapitän ohne Schiff und Glücksritter erfunden. Von 1967 bis 1991 erzählte er in zahlreichen Comics seine Abenteuer. 1995 starb Hugo Pratt.

Seit 2015 erzählen Juan Díaz Canales und Rubén Pellejero weitere Abenteuer des Seemanns. Und sie planen schon das nächste Abenteuer des Kapitäns.

2021 betraten Zeichner Bastien Vivès und Autor Martin Quenehen die „Corto Maltese“-Welt. Ihre Geschichte spielt in die Gegenwart. Das ist kein Problem. Denn Corto Maltese ist vor allem ein Archetyp und eine bestimmte Haltung zur Welt. Er ist ein Seemann, Glücksritter, Abenteurer, der mehr am Entdecken als am Geldverdienen interessiert ist. Deshalb solidarisiert er sich immer wieder mit den Schwachen. Und er hat in jedem Hafen mindestens einen Freund.

Die von Quenehen und Vivès erzählte Geschichte „Schwarzer Ozean“ beginnt im Chinesischen Meer. Corto Maltese hat auf einem kleinen Boot als Steuermann angeheuert. Dass er so bei einem Verbrechen hilft, stört ihn nicht. Aber als er mitbekommt, dass es nicht um irgendeinen Diebstahl von einem anderen Schiff geht, sondern die Passagiere dieser Yacht ermordet werden, haut er ab. Auf seiner Flucht kann er einen der Passagiere des anderen Schiffes retten. Gemeinsam fahren sie nach Tokio, wo Fukuda dann doch ermordet wird. Vor seinem Tod kann er Corto ein wertvolles Buch über einen verschwundenen Goldschatz der Inka geben.

Mit dem Buch als Schatzplan macht sich Corto auf den Weg nach Peru. In einer einsam in den Bergen gelegenen Mine will er den Schatz finden. An dem Schatz sind auch die ultra-nationalistische Terroristengruppe Black Ocean, die ihn schon seit Tokio verfolgt, und ein Drogenkartell interessiert.

Dabei ist für ihn der Weg zum Ziel ein großer, im Vergnügen bereitender Teil des Abenteuers. Vor allem wenn er eine gut aussehende Frau, wie die Kriegsreporterin Freya, wieder trifft und mit ihr auf einem Boot einige Tage verbringen kann.

Vivès und Quenehen erzählen ihre Geschichte als flotte Abenteuergeschichte, die angenehm an klassische Abenteuergeschichten erinnert. Es gibt, weil die Geschichte um 9/11 spielt, einen deutlich erkennbaren historischen Hintergrund. Aber in ihrem Herzen ist Cortos neus Abenteuer eine dieser Kolportage-Geschichten, in denen ein tapferer Einzelgänger (heute wäre es eine ganze Fußballmannschaft mit Frau, Kind und Kegel – und Oma und Opa) gegen Bösewichter kämpft, Freundschaften schließt, Menschen hilft und gut aussehende Frauen trifft, die sofort seinem Charme verfallen. Kein Wunder, wenn er wie der junge Alain Delon aussieht.

Heute werden solche Geschichten nicht mehr erzählt. In den Fünfzigern und Sechzigern, zum Beispiel mit Alain Delon und Lino Ventura in „Die Abenteurer“, schon. Und sie unterhielten uns, wenn wir sie als Teenager entdeckten, prächtig.

Das gilt auch für „Schwarzer Ozean“. Nach hundertsechzig kurzweiligen Seiten ist diese Geschichte zu Ende.

Hugo Pratt/Martin Quenehen/Bastien Vivès: Corto Maltese: Schwarzer Ozean

(übersetzt von Resel Rebiersch)

Schreiber & Leser, 2022

184 Seiten

24,80 Euro

Originalausgabe

Corto Maltese: Océan Noir

Cong S. A., 2021

Hinweise

Schreiber & Leser über Corto Maltese

Wikipedia über Corto Maltese (deutsch, englisch, französisch) und Hugo Pratt (deutsch, englisch, französisch)


TV-Tipp für den 16. Juni: James Bond 007: Goldfinger/James Bond 007: Feuerball

Juni 15, 2023

Zwei weitere Missionen für

Pro 7, 20.15

JAMES BOND: Goldfinger (Goldfinger, Großbritannien 1964)

Regie: Guy Hamilton

Drehbuch: Richard Maibaum, Paul Dehn

LV: Ian Fleming: Goldfinger, 1959

Goldfinger (Gert Fröbe) will Fort Knox ausräumen. James Bond (Sean Connery) hat etwas dagegen.

Mit „Goldfinger“ hatte sich James Bond endgültig im Kino etabliert und der Presserummel bei „Feuerball“ und „Man lebt nur zweimal“ war gigantisch. Ebenso die Zahl der mehr oder weniger missglückten Kopien in Buch und Film. Da scheint der heutige Rummel um „Harry Potter“/“Herr der Ringe“/“Krieg der Sterne“/“Matrix“/“X-Men“/“Marvel“ ein Klacks zu sein.

Mit Sean Connery, Gert Fröbe, Honor Blackman, Shirley Eaton, Harold Sakata, Bernard Lee, Lois Maxwell

Die Vorlage

Ian Fleming: Goldfinger

(neu übersetzt von Anika Klüver und Stephanie Pannen)

Cross Cult, 2013

400 Seiten

12,80 Euro

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Goldfinger“

Wikipedia über „Goldfinger“ (deutsch, englisch)

Pro 7, 22.35

JAMES BOND: Feuerball (Thunderball, Großbritannien 1965)

Regie: Terence Young

Drehbuch: Richard Maibaum, John Hopkins, Jack Whittingham

LV: Ian Fleming: Thunderball, 1961 (Feuerball)

Emilio Largo, Blofelds bester Mann, erpresst die britische Regierung mit der Drohung zwei Atomraketen auf westliche Großstädte abzufeuern. Anstatt zu bezahlen schickt die Regierung James Bond los – die Welt zu retten.

Bond auf den Bahamas und mit gaaaanz vielen Tauchern. Die Story zu „Feuerball“ basierte auf einem zusammen mit Kevin McClory entworfenem Filmtreatment. Nach einem Rechtsstreit durfte McClory 1983 ein Remake machen. Es hieß „Sag niemals nie“ (ebenfalls mit Connery und am Ende wieder mit gaaaanz vielen Taucher, – wegen des Copyrights)

Mit Sean Connery, Adolfo Celi, Claudine Auger, Luciana Paluzzi, Ric Van Nutter, Bernhard Lee, Martine Beswick, Desmond Llewlyn, Lois Maxwell

Die Vorlage

Ian Fleming: Feuerball

(übersetzt von Anika Klüver und Stephanie Pannen)

Cross-Cult, 2013

384 Seiten

12,80 Euro

Originalausgabe

Thunderball, 1961

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Feuerball“

Wikipedia über „Feuerball“ (deutsch, englisch) und über James Bond (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Ian Flemings ersten drei James-Bond-Romane “Casino Royale”, “Leben und sterben lassen” und “Moonraker”

Meine Besprechung von John Gardners “James Bond – Kernschmelze” (James Bond – Licence Renewed, 1981; alter deutscher Titel “Countdown für die Ewigkeit”)

Meine Besprechung von John Gardners „James Bond – Der Mann von Barbarossa“ (James Bond – The Man from Barbarossa, 1991)

Meine Besprechung von Sebastian Faulks’ James-Bond-Roman „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers James-Bond-Roman “Carte Blanche” (Carte Blanche, 2011)

Meine Besprechung von William Boyds James-Bond-Roman “Solo” (Solo, 2013)

Meine Besprechung von Anthony Horowitz’ “James Bond: Trigger Mortis – Der Finger Gottes” (James Bond: Trigger Mortis, 2015)

Meine Besprechung von Anthony Horowitz‘ „James Bond: Ewig und ein Tag“ (James Bond – Forever and a day, 2018)

Meine Besprechung von Anthony Horowitz‘ „James Bond: Mit der Absicht zu töten“ (James Bond – With a mind to kill, 2022)

Meine Besprechung der TV-Miniserie „Fleming – Der Mann, der Bond wurde“ (Fleming, Großbritannien 2014)

Meine Besprechung von Sam Mendes’ James-Bond-Films „Skyfall“ (Skyfall, GB/USA 2012)

Meine Besprechung von Sam Mendes’ James-Bond-Film “Spectre” (Spectre, USA/GB 2015)

Meine Besprechung von Cary Joji Fukunaga James-Bond-Film „Keine Zeit zu sterben“ (No time to die, Großbritannien 2021)

Meine Besprechung von Danny Morgensterns „Unnützes James Bond Wissen“ (2020)

Kriminalakte: Mein Gespräch mit Danny Morgenstern über „Keine Zeit zu sterben“ und sein Buch „Das ultimative James-Bond-Quizbuch“ (1. Oktober 2021) (Sehbefehl?)

Meine Besprechung von cinemas (Hrsg.) „Inside James Bond“ (2022)

James Bond in der Kriminalakte

Ian Fleming in der Kriminalakte