„Trigger Mortis – Der Finger Gottes“ zeigt auf James Bond

November 2, 2015

Am Donnerstag startet „Spectre“, der vierte Einsatz von Daniel Craig als James Bond, der schon jetzt alle Kassenrekorde bricht, in unseren Kinos und die Tage erscheint meine ausführliche Besprechung über diesen halbherzigen Versuch, einen klassischen James-Bond-Film zu inszenieren.
Davor gibt es meine Besprechung des ersten Einsatzes von Anthony Horowitz als James-Bond-Autor. „Trigger Mortis – Der Finger Gottes“ heißt die Geschichte, für die Horowitz sogar im Nachlass von Ian Fleming wühlen und einige Plotnotizen und Textfragmente für eine von Fleming geplante Fernsehserie (die mit den Bond-Filmen hinfällig wurde) verwenden konnte. Weil Fleming bereits am 12. August 1964 starb und sein letzter Bond-Roman „Der Mann mit dem goldenen Colt“ posthum erschien, dürfte klar sein, dass „Trigger Mortis“ in der Vergangenheit spielt. Die Geschichte beginnt 1957 keine zwei Wochen nach „Goldfinger“. James Bond ist wieder zurück in seiner Heimat. Pussy Galore hat ihn begleitet und wohnt bei ihm in seiner Londoner Jungesellenwohnung.
Da erhält Bond einen neuen Auftrag von seinem Vorgesetzten M: der Hobby-Rennfahrer soll auf dem Nürburgring den englischen Grand-Prix-1-Piloten Lancy Smith beschützen. Der Secret Service glaubt, dass der sowjetische Geheimdienst SMERSCH den Rennfahrer während des Rennens töten und so den Sieg des sowjetischen Fahrer sichern will.
Vor dem Rennen sieht Bond einen wichtigen SMERSCH-Mann im Gespräch mit dem Koreaner Sin Jai-Seong, einem Gönner des internationalen Rennzirkels, der meist Jason Sin genannt wird (Schon der Name sagt „Bösewicht“.) und der in kurzer Zeit als Personalvermittler und Bauunternehmer in den USA reich wurde.
Während des Rennens kann Bond den Anschlag verhindern. Am Abend ist er auf dem Wasserschloss von Sin zu einer Party mit allen Rennfahrern und ihrer Entourage eingeladen. In den oberen Räumen entdeckt Bond, nachdem er die Wache ausgeschaltet hat, in einem Arbeitszimmer Fotos einer US-amerikanischen Rakete („Das war amerikanische Ingenieurkunst. Bei einem Sputnik oder einer Semjorka hätten allein schon die typische Klobigkeit und Plumpheit die sowjetische Bauweise verraten.“). Dort trifft er auch auf Jeopardy Lane, die behauptet, eine Motorsportjournalistin zu sein. Gemeinsam flüchten sie vor Sins Bodyguards durch eine Sprung ins Wasser.
Bond macht sich, weil er einen Anschlag auf die Rakete befürchtet, auf den Weg in die USA. Dort trifft er wieder auf Jeopardy Lane und die mordgierigen Schergen von Jason Sin.
„Trigger Mortis“ ist, nach den vorherigen drei Bond-Romanen, die alle aus verschiedenen Gründen nicht besonders begeisterten, eine Rückkehr zu dem Kalter-Kriegs-James-Bond von Ian Fleming, die sich für uns genau deshalb immer wieder befremdlich ließt. James Bond ist ein Sexist, mindestens ein Salonrassist, ein Kommunistenhasser und ein von sich und dem Empire restlos überzeugter Brite. Er ist ein Relikt aus einer vergangenen Zeit, in der ein gestandener Mann mit seinen Körpersäften selbstverständlich die lesbische Pussy Galore von ihrem Lesbentum heilen kann. Horowitz modernisierte diese anachronistische Figur nur sehr behutsam, was einerseits dazu führt, dass „Trigger Mortis“ nah an Flemings Romanen ist. Andererseits ist es auch sehr befremdlich, einen heute geschriebenen Roman zu lesen, der immer so tut, als habe sich in den vergangenen gut sechzig Jahren nichts geändert. Als habe man einfach ein altes Buch abgestaubt und neu veröffentlicht. Denn der heutige Blick in die Vergangenheit führt, wie wir es bei anderen Romanen und Filmen sehen, normalerweise auch zu Anpassungen von Themen und Sichtweisen. Oft werden auch Themen wie Homosexualität und Rassismus verhandelt, die damals aufgrund von Tabus und in der Gesellschaft vorherrschender Sichtweisen in einem Roman nicht verhandelt werden konnten. Bei James Bond müsste eine solche Modernisierung natürlich dazu führen, dass der damals bewundernswerte Held aus heutiger Perspektive gar nicht mehr so bewundernswert ist. Bei Sherlock Holmes – Horowitz schrieb ja zwei „Sherlock Holmes“-Romane – fällt es, weil Holmes eine a-politische, a-sexuelle, nur an der Aufklärung interessierte Figur ist, dagegen leichter, neue Romane zu schreiben. Holmes war eine Speerspitze der Aufklärung. Von Bond kann das nicht gesagt werden.
Die Story selbst ist, nachdem die seitenfressende Episode mit Pussy Galore (die auch gewaltgeneigten Besuch aus den USA bekommt) beendet ist, eine typische James-Bond-Geschichte mit einem reichen Bösewicht, der einen größenwahnsinnigen und skrupellosen Plan hat, und einer schönen Frau (die sich allerdings züchtig ziert) an der Seite des skrupellosen Geheimagenten, der hier auch mal einen Bösewicht leben lässt; was dem Bösewicht allerdings wenig hilft. Denn dann wird er von Sin ermordet. Die Todesart bestimmt dabei ein von Sin extra angefertigtes Kartenspiel.
„Trigger Mortis“ ist als neuer Roman, der konsequent auf Modernisierungen verzichtet, etwas anachronistisch, aber gelungen als Fünfziger-Jahre-Bond. Nach Jeffery Deaver (der Bond in die Gegenwart verlegte), Sebastian Faulks und William Boyd (die Bond in die Sechziger schickten), die alle mit James Bond fremdelten, hat Horowitz einen klassischen Bond-Roman mit einer entsprechend geradlinigen Geschichte und einem effektiven Spannungsaufbau geschrieben.
Daher gebe ich Horowitz, der seit Ewigkeiten ein bekennender James-Bond-Fan ist und dessen Jugendbuchserie um Alex Rider deutlich von Bond beeinflusst ist, die Lizenz zur Rückkehr.
In den Filmen wurde James Bond in den vergangenen dreiundfünfzig Jahren, mit wechselnden Darstellern, immer wieder dem Zeitgeist angepasst, bis er mit Daniel Craig zu einen Geheimagenten wurde, der kein britischer Snob mehr ist und der niemals, wie Roger Moore in „Der Spion, der mich liebte“, einen Fallschirm mit der Flagge des Vereinigten Königreiches im Gepäck hätte.

Horowitz - James Bond - Trigger Mortis - 2

Anthony Horowitz: James Bond: Trigger Mortis – Der Finger Gottes
(übersetzt von Anika Klüver und Stephanie Pannen)
Cross Cult, 2015
368 Seiten
16,99 Euro

Originalausgabe
James Bond: Trigger Mortis
Orion Books, 2015

Hinweise

Homepage von Anthony Horowitz

Meine Besprechung von Anthony Horowitz’ „Das Geheimnis des weißen Bandes“ (The House of Silk, 2011)

Meine Besprechung von Anthony Horowitz‘ „Der Fall Moriarty“ (Moriarty, 2014)

Die “Inspector Barnaby”-Fälle von Anthony Horowitz

Homepage von Ian Fleming

Meine Besprechung von John Gardners „James Bond – Kernschmelze“ (James Bond – Licence Renewed, 1981; alter deutscher Titel „Countdown für die Ewigkeit“)

Meine Besprechung von Sebastian Faulks’ James-Bond-Roman „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers James-Bond-Roman “Carte Blanche” (Carte Blanche, 2011)

Meine Besprechung von William Boyds James-Bond-Roman “Solo” (Solo, 2013)

Meine Besprechung von Ian Flemings ersten drei James-Bond-Romanen “Casino Royale”, “Leben und sterben lassen” und “Moonraker”

Meine Besprechung des James-Bond-Films „Skyfall“ (Skyfall, GB/USA 2012)

James Bond in der Kriminalakte

Ian Fleming in der Kriminalakte


Verhindert James Bond die „Kernschmelze“?

März 3, 2015

Gardner - James Bond - Kernschmelze

1981, sechzehn Jahre nachdem Ian Flemings letzter James-Bond-Roman „Der Mann mit dem goldenen Colt“ posthum erschienen war und Kingsley Amis als Robert Markham bereits 1968 mit „Colonel Sun“ ein einmaliges Gastspiel als Bond-Autor gab, übernahm John Gardner für sechzehn Romane (inclusive zwei Filmromane), die bis 1996 erschienen und die nicht alle ins Deutsche übersetzt wurden, das Zepter.
In seinem ersten Bond-Roman „Kernschmelze“, der jetzt in neuer Übersetzung vorliegt, knüpft Gardner dann auch an die klassischen Bond-Romane an und, nach der Lektüre der Bond-Wiederbelebungsversuche der letzten Jahre, die alle, aus verschiedenen Gründen, enttäuschten, ist es eine Wohltat einen richtig altmodischen James-Bond-Roman zu lesen, der genau das liefert, was man von einem Bond-Roman erwartet: technische Spielereien, schöne und willige Frauen, einen Superschurken, skrupellose Handlanger, einen diabolischen Plan und Orte, an denen man seine Ferien verbringen möchte. Wie ein im malerischen Nirgendwo in Schottland liegendes Schloß mit allen möglichen Extras, wie einem Kommandostand (weil der Bösewicht ja stilgerecht seine Befehle geben muss) und einem Folterkeller (weil James Bond ja gefoltert werden muss).
Der Schloßherr ist Dr. Anton Murik, Laird of Murcaldy, ein brillianter Kernphysiker, der ein hundertprozentig sicheres Kernreaktorsystem erfunden hat. Um die restliche Welt von seinem Murik-Ultrasicher-Reaktor zu überzeugen, plant er mit dem internationalen Terroristen Franco (da stand wohl ‚Carlos, der Schakal‘ Pate) eine gleichzeitige Besetzung von sechs, über den gesamten Globus verteilten Kernkraftwerken. Er will eine horrende Summe von den Regierungen erpressen. Aber James Bond und der grundgute britische Geheimdienst ist ihm schon auf der Fährte. Mit einem Trick schleicht Bond sich bei Murik ein und wird auf den altehrwürdigen Familiensitz in den Highlands eingeladen.
„Kernschmelze“ überzeugt vor allem als James-Bond-Roman, der die vertrauten Elemente aus Ian Flemings Bond-Romanen und den klassischen James-Bond-Filmen gut anrichtet und, bei einer überschaubaren Geschichte, die vor allem durch ihre Detailtreue besticht, flott unterhält, weil sie sich ständig weiter auf die finale Konfrontation zwischen den beiden Kontrahenten hin bewegt. Damit liefert die einfache Story genau das, was der Bond-Fan will: einen ordentlichen Kampf zwischen dem tapferen Agenten mit der Lizenz zum Töten und einem durchgeknallten Bösewicht, der vor allem die Welt vernichten will, grundiert mit etwas Zeitkolorit. Denn Murik sieht sich mit seinem Plan auch als Kämpfer für eine saubere Umwelt und gegen die globale Erwärmung.
John Gardners Einstieg in die James-Bond-Welt ist ziemlich pulpig, ziemlich fantastisch, ziemlich unterhaltsam – und fernab der John-le-Carré-Spionagewelt.
Da akzeptiert man auch den Saab 900 Turbo als James Bonds neues Auto. Immerhin hat er einige Extras einbauen gelassen.

John Gardner: James Bond – Kernschmelze
(übersetzt von Anika Klüver und Stephanie Pannen)
Cross Cult, 2014
384 Seiten
12,80 Euro

Originalausgabe
James Bond – Licence Renewed
Jonathan Cape, 1981

Deutsche Erstausgabe
Countdown für die Ewigkeit
Scherz, 1982

Hinweise

Homepage von John Gardner

Wikipedia über John Gardner (deutsch, englisch)

Wired for Books unterhält sich mit John Gardner (1984 und 1985 – zwei Audiofiles)

Universal Exports: Interview mit John Gardner (ungefähr von 2004 – und nach dem Ende seiner Bond-Serie)

Dr. Shatterhand’s The Question Room – befragt John Gardner (ebenfalls nach dem Ende seiner Bond-Serie, aber natürlich über seine Bond-Romane)

Homepage von Ian Fleming

Meine Besprechung von Sebastian Faulks’ James-Bond-Roman „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers James-Bond-Roman “Carte Blanche” (Carte Blanche, 2011)

Meine Besprechung von William Boyds James-Bond-Roman “Solo” (Solo, 2013)

Meine Besprechung von Ian Flemings ersten drei James-Bond-Romanen “Casino Royale”, “Leben und sterben lassen” und “Moonraker”

Meine Besprechung des James-Bond-Films „Skyfall“ (Skyfall, GB/USA 2012)

James Bond in der Kriminalakte

Ian Fleming in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 6. Januar: James Bond 007 – Skyfall

Januar 6, 2015

ZDF, 20.15/23.40
James Bond 007 – Skyfall (Skyfall, GB/USA 2012)
Regie: Sam Mendes
Drehbuch: Neal Purvis, Robert Wade, John Logan
LV: Charakter von Ian Fleming
James Bond jagt Raoul Silva, der zuerst die Datei mit den Identitäten von allen Geheimagenten, die undercover in Terroristennetzwerken arbeiten, entwendet und dann den gesamten britischen Geheimdienst ins Nirvana schicken will, weil M(ama) nicht nett zu ihm war.
Insgesamt ein sehr erfreulicher James-Bond-Film, in dem wir letztendlich mehr über Bond erfahren, als wir jemals wissen wollten – und den ich zum Kinostart ausführlich besprochen habe.
Mal sehen, was der nächste Bond-Film „Spectre“, der gerade gedreht wird, bringt. Die Besetzung überzeugt und Spectre steht eigentlich für schön altmodische Welteroberungspläne.
mit Daniel Craig, Judi Dench, Javier Bardem, Ralph Fiennes, Naomie Harris, Bérénce Marlohe, Ben Whishaw, Albert Finney, Rory Kinnear, Ola Rapace

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Skyfall“

Metacritic über „Skyfall“

Rotten Tomatoes über „Skyfall“

Wikipedia über „Skyfall“ (deutsch, englisch – Vorsicht: es werden wichtige Teile der Handlung verraten!)

Homepage von Ian Fleming

Meine Besprechung von Sebastian Faulks’ James-Bond-Roman „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers James-Bond-Roman “Carte Blanche” (Carte Blanche, 2011)

Meine Besprechung von William Boyds James-Bond-Roman “Solo” (Solo, 2013)

Meine Besprechung von Ian Flemings ersten drei James-Bond-Romanen “Casino Royale”, “Leben und sterben lassen” und “Moonraker”

Meine Besprechung des James-Bond-Films „Skyfall“ (Skyfall, GB/USA 2012)

James Bond in der Kriminalakte

Ian Fleming in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 25. Dezember: James Bond: Diamantenfieber

Dezember 25, 2014

ZDF, 23.20

JAMES BOND: Diamantenfieber (Großbritannien 1971, Regie: Guy Hamilton)

Drehbuch: Richard Maibaum, Tom Mankiewicz

LV: Ian Fleming: Diamonds are forever, 1956 (Diamantenfieber)

Eigentlich soll Bond nur einen Juwelenraub untersuchen. Aber Erzfeind Blofeld (schon wieder mit neuen Gesicht: Charles Gray) hat seine Finger drin.

Sean Connery kehrte für eine damals unglaublich hohe Summe zurück und spendete das Geld dem Scottish International Education Trust.

„Diamantenfieber“ ist insgesamt ein ziemlich lahmer Bond, bei dem nur die Autoverfolgungsjagd in Las Vegas in die Historie einging. Dreiundfünfzig Autos wurden geschrottet. Und die schwulen Killer Mr. Wint (Bruce Glover) und Mr. Kidd (Putter Smith) sind köstlich.

mit Sean Connery, Jill St. John, Charles Gray, Lana Wood, Bernard Lee, Lois Maxwell, Desmond Llewelyn, Bruce Glover, Putter Smith

Wiederholung: ZDFneo, Freitag, 26. Dezember, 03.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Diamantenfieber“

Wikipedia über „Diamantenfieber“ (deutsch, englisch)

Homepage von Ian Fleming

Meine Besprechung von Sebastian Faulks’ James-Bond-Roman „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers James-Bond-Roman “Carte Blanche” (Carte Blanche, 2011)

Meine Besprechung von William Boyds James-Bond-Roman “Solo” (Solo, 2013)

Meine Besprechung von Ian Flemings ersten drei James-Bond-Romanen “Casino Royale”, “Leben und sterben lassen” und “Moonraker”

Meine Besprechung des James-Bond-Films „Skyfall“ (Skyfall, GB/USA 2012)

James Bond in der Kriminalakte

Ian Fleming in der Kriminalakte


Bond 24 – Die Pressekonferenz zum neuen James-Bond-Film im Livestream

Dezember 3, 2014

Zur Gary-Cooper-Zeit soll der Titel des neuen James-Bond-Films (aka „Bond 24“ enthüllt werden und wenn es klappt, müsste dann hier ein super Livestream erscheinen:

Wenn nicht, gibt es alternativ auch diese James-Bond-Seite.

Und das ist, laut Pressemitteilung, geplant:

Am Donnerstag, den 4. Dezember um 12.00 Uhr deutscher Zeit (11.00am GMT) werden Albert R. Broccolis EON Productions, Metro-Goldwyn-Mayer Studios und Sony Pictures Entertainment eine Live-Ankündigung und einen Photocall präsentieren, die in der 007 Stage der Pinewood Studios stattfinden. Dabei werden der Filmtitel und die Besetzung des 24. Bond Films enthüllt, dessen Dreharbeiten am Montag, den 8. Dezember beginnen.

ZEITPLAN (nach deutscher Zeit)
11.50 Uhr Einführung
12.00 Uhr Beginn der Live Ankündigung
12.07 Uhr voraussichtliches Ende der Live Ankündigung
12.15 Uhr Photocall mit Hauptdarstellern und Regisseur

 


TV-Tipp für den 15. November: James Bond: Liebesgrüße aus Moskau

November 15, 2014

ZDF, 23.00 (VPS 00.05)

JAMES BOND: Liebesgrüße aus Moskau (GB 1963, Regie: Terence Young)

Drehbuch: Richard Maibaum, Johanna Harwood

LV: Ian Fleming: From Russia with love, 1957 (Liebesgrüße aus Moskau)

James Bond soll ein Dechiffriergerät und eine in ihn verliebte Sekretärin aus der Sowjetunion schmuggeln. Aber er hat seine Rechnung ohne die bösen Russen gemacht.

Zweiter Auftritt von James Bond in einer harten, ziemlich realistischen Agenten-Story (im Verhältnis zu seinen späteren Auftritten).

mit Sean Connery, Lotte Lenya (Frau von Kurt Weill und hochgelobte Brecht-Interpretin), Robert Shaw (ein Autor und Shakespeare-Darsteller, der später den Weißen Hai jagen durfte), Daniela Bianchi (die, nun ja, auf Neudeutsch das Love-Interest von Bond war), Pedro Armendariz, Bernhard Lee, Lois Maxwell, Desmond Llewelyn

Wiederholung: ZDFneo, Montag, 17. November, 00.00 Uhr (Mitternacht und Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über “James Bond: Liebesgrüße aus Moskau”

Wikipedia über “James Bond: Liebesgrüße aus Moskau” (deutsch, englisch)

Homepage von Ian Fleming

Meine Besprechung von Sebastian Faulks’ James-Bond-Roman „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers James-Bond-Roman “Carte Blanche” (Carte Blanche, 2011)

Meine Besprechung von William Boyds James-Bond-Roman “Solo” (Solo, 2013)

Meine Besprechung von Ian Flemings ersten drei James-Bond-Romanen “Casino Royale”, “Leben und sterben lassen” und “Moonraker”

Meine Besprechung des James-Bond-Films „Skyfall“ (Skyfall, GB/USA 2012)

Meine Besprechung der TV-Miniserie „Fleming – Der Mann, der Bond wurde“ (Fleming, Großbritannien 2014)

James Bond in der Kriminalakte

Ian Fleming in der Kriminalakte

Bonushinweis

Die Free-TV-Premiere von „Skyfall“ ist am Montag, den 29. Dezember, um 20.15 Uhr im ZDF.

Wird wahrscheinlich dann auch der Tagestipp.


DVD-Kritik: „Fleming“ – mehr Bond-Metafilm als Biopic

November 5, 2014

Manchmal muss man dem Geheimhaltungsbedürfnis des Militärs wirklich dankbar sein. Es ist schon lange bekannt, dass James-Bond-Erfinder Ian Fleming im Zweiten Weltkrieg persönlicher Assistent von Konteradmiral John H. Godrey, dem Chef des Marinegeheimdienstes, war, er gegen die Deutschen kämpfte und später in seinen James-Bond-Romanen auch Erlebnisse aus dieser Zeit verarbeitete. Aber was er genau tat und wie er in welche Missionen involviert war, wissen wir nicht. Als Schriftsteller musste er sich nicht um Fakten kümmern und die Bond-Romane spielen auch nicht während des Zweiten Weltkriegs, sondern danach und so kann man der Behauptung der Serienmacher, dass die Bond-Romane auf seinen damaligen Erlebnissen basieren glauben. Oder auch nicht. Jedenfalls ist es eine gute Story, die sich nicht sonderlich um die Fakten kümmern muss und bislang wurden Flemings Kriegserlebnisse filmisch und literarisch kaum ausgeschlachtet.
Jetzt, nach zwei ziemlich vergessenen TV-Filmen aus den späten Achtzigern, die anscheinend auch grottenschlecht waren, gibt es einen weiteren Versuch, Flemings Erlebnisse während des Krieges als die Blaupause für seine James-Bond-Romane und Filme, die ja seit Ewigkeiten nur noch sehr lose auf den Romanen und Kurzgeschichten von Fleming basieren, zu nehmen.
In der dreistündigen TV-Miniserie „Fleming – Der Mann, der Bond wurde“ erzählen die Macher die Geschichte von Flemings Jahren beim Militär.
Dabei besteht ein großer Teil des Spaßes beim Ansehen der vier Episoden am Enträtseln der filmischen und literarischen Vorbilder. Denn die TV-Miniserie ist ein James-Bond-Film im Kleinstformat mit Admiral John Godfrey als M, Second Officer Monday als Miss Moneypeney (Tendenz: die aktuelle Ausgabe, die auch mal im Feld arbeitet) und Ian Fleming als James Bond, der zu seinem Missvergnügen an dem Schreibtisch verbannt wird und der zahlreiche Sex-Affären hat. Diese Affären und seine sexuellen Vorlieben nehmen dann auch die meiste Erzählzeit ein, während die Missionen eher kurz gestreift werden, was auch daran liegt, dass Fleming viele unorthodoxe Ideen hatte (die er teilweise direkt aus Spionageromanen klaute), aber nicht im Feld arbeiten durfte, weil er, wie wir in einigen Übungen sehen können, einfach kein Soldat war. Ein kaltblütiger Killer war er auch nicht. Wenn er in der vierten Episode, die während der letzten Kriegstage spielt, doch nach Deutschland darf und hinter die feindlichen Linien gelangt, macht er nicht unbedingt die beste Figur. Aber er erzählt nachher, wie auch Admiral Godrey meint, eine verdammt gute Geschichte, für die es leider keine Beweise gibt.
Obwohl „Fleming“ eine aus vier Episoden bestehende Miniserie ist, spannen die Macher keinen großen erzählerischen Bogen. Sie erzählen strickt im 45-Minuten-Format, immer in einem anderen Kriegsjahr, von Affären und Geheimdienstaktionen, die, so sollen wir glauben fast unverändert in die James-Bond-Geschichten, in denen James Bond alles richtig macht, was Ian Fleming falsch macht, eingeflossen sind. Die Tricks sind mau, aber die Ausstattung – es wurde hauptsächlich in Innenräumen gedreht – gefällt, weil es etwas vom Charme eines Vierziger-Jahre-Films verspürt. Und Ian-Fleming-Schauspieler Dominic Cooper macht auch keine schlechte Figur als spionagebegeisterter Frauenheld und Spieler.

Fleming - DVD-Cover 4

Fleming – Der Mann, der Bond wurde (Großbritannien 2014)
Regie: Mat Whitecross
Drehbuch: John Brownlow, Don MacPherson
mit Dominic Cooper, Lara Pulver, Samuel West, Anna Chancellor, Rupert Evans, Lesley Manville, Pip Torrens, Camilla Rutherford
auch bekannt als „Mein Name ist Fleming, Ian Fleming“ (TV-Titel)

DVD
Polyband
Bild: 1,78:1 (16:9)
Ton Deutsch, Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Englisch
Bonusmaterial: –
Länge: 180 Minuten (4 x 45 Minuten)
FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

BBC America über „Fleming“

Rotten Tomatoes über „Fleming“

Metacritic über „Fleming“

Wikipedia über „Fleming“

Homepage von Ian Fleming

Meine Besprechung von Sebastian Faulks’ James-Bond-Roman „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers James-Bond-Roman “Carte Blanche” (Carte Blanche, 2011)

Meine Besprechung von William Boyds James-Bond-Roman “Solo” (Solo, 2013)

Meine Besprechung von Ian Flemings ersten drei James-Bond-Romanen “Casino Royale”, “Leben und sterben lassen” und “Moonraker”

Meine Besprechung des James-Bond-Films „Skyfall“ (Skyfall, GB/USA 2012)

James Bond in der Kriminalakte

Ian Fleming in der Kriminalakte

 


TV-Tipp für den 6. Oktober: James Bond: Stirb an einem anderen Tag

Oktober 6, 2014

Nummer Vier der ZDF-James-Bond-Reihe

ZDF, 22..15

James Bond: Stirb an einem anderen Tag (USA/Großbritannien 2002, Regie: Lee Tamahori)

Drehbuch: Neal Purvis, Robert Wade

LV: Charakter von Ian Fleming

Buch zum Film: Raymond Benson: Die Another Day, 2002

Nachdem James Bond kurzzeitig von M gefeuert wird, darf er wieder die Welt retten. Aktuelle Schauplätze sind Nordkorea, Hongkong, Kuba, London und Island.

Vierter und letzter Bond-Film mit Pierce Brosnan, der sich nicht sonderlich von den vorherigen unterscheidet: kurzweiliges Popcornkino für die ganze Familie.

Mit Pierce Brosnan, Halle Berry, Rick Yune, Judi Dench, John Cleese, Toby Stephens, Michael Madsen, Rosamund Pike, Michael G. Wilson, Madonna

Wiederholung: ZDFneo, Dienstag, 7. Oktober, 00.20 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über “James Bond: Stirb an einem anderen Tag”

Wikipedia über “James Bond: Stirb an einem anderen Tag” (deutsch, englisch)

Homepage von Ian Fleming

Meine Besprechung von Sebastian Faulks’ James-Bond-Roman „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers James-Bond-Roman “Carte Blanche” (Carte Blanche, 2011)

Meine Besprechung von William Boyds James-Bond-Roman “Solo” (Solo, 2013)

Meine Besprechung von Ian Flemings ersten drei James-Bond-Romanen “Casino Royale”, “Leben und sterben lassen” und “Moonraker”

Meine Besprechung des James-Bond-Films „Skyfall“ (Skyfall, GB/USA 2012)

James Bond in der Kriminalakte

Ian Fleming in der Kriminalakte

Bonushinweis

Markham - Colonel Sun
Cross-Cult ist weiterhin im James-Bond-Fieber. Nachdem alle von Ian Fleming geschriebenen James-Bond-Romane und Kurzgeschichten in neuen und damit werkgetreuen Übersetzungen (die alten Übersetzungen waren teilweise stark gekürzt und auch zensiert) erschienen sind, ist jetzt der erste Post-Ian-Fleming-James-Bond-Roman erschienen: „Colonel Sun“ von Robert Markham. Unter seinem richtigen Namen Kingsley Amis schrieb der Romancier („Lucky Jim“) bereits 1965 das Sachbuch „Geheimakte 007 – Die Welt des James Bond“.
In „Colonel Sun“ entführt der titelgebende Colonel, ein Chinese, der mit einem Nazi-Kriegsverbrecher eine weltweite Verschwörung plant, M, den Chef von James Bond. Bond fliegt, um M zu befreien, nach Griechenland.
Auch Markhams Roman wurde in der früheren deutschen Übersetzung „Liebesgrüße aus Athen“ (bzw. „Colonel Sun – Die Spur führt nach Griechenland“, „007 James Bond auf griechischer Spur“) kräftig gekürzt. Meine Taschenbuchausgabe umfasst 160 Seiten. Die aktuelle, großzügiger gelayoutete Ausgabe hat 352 Seiten und jeder kann sich vorstellen, wie viel damals unter den Tisch fiel. Nach meinem ersten Eindruck würde ich die alte Übersetzung eine freie Nacherzählung, die ich damals okay, aber nicht so gut wie die Fleming-Bonds fand, nennen.
Zusätzlich gibt es eine fünfseitige Einleitung, die Kingsley Amis 1991 schrieb.

Robert Markham: James Bond – Colonel Sun
(übersetzt von Anika Klüver und Stephanie Pannen)
Cross Cult, 2014
352 Seiten
12,80 Euro

Originalausgabe
Colonel Sun
Jonathan Cape/Gildrose Productions, 1968


TV-Tipp für den 29. September: James Bond: Die Welt ist nicht genug

September 29, 2014

Nummer Drei der James-Bond-ZDF-Reihe

ZDF, 22.15

JAMES BOND: Die Welt ist nicht genug (USA/Großbritannien 1999, Regie: Michael Apted)

Drehbuch: Bruce Feirstein, Neal Purvis, Robert Wade

LV: Figur von Ian Fleming

Buch zum Film: Raymond Benson: The World is not enough, 1999 (Die Welt ist nicht genug)

Nachdem Öl-Mogul King im Hauptquartier von MI-6 in die Luft gesprengt wurde, wird Bond als Bodyguard für dessen schöne Tochter Elektra abgestellt.

Mit Michael Apted engagierten die Bond-Macher einen renomierten Regisseur (u. a. Gorky Park, Gorillas im Nebel, Halbblut, Nell), der bis dahin nicht durch Action-Filme aufgefallen war. Im Rahmen dieser Produktion wurde er zum willigen Erfüllungsgehilfen einer wie üblich haarsträubenden Geschichte.

Mit Pierce Brosnan, Sophie Marceau, Robert Carlyle, Denise Richards (trotz eines Razzie die beste Werbung für den unbeliebten Job eines Atomphysikers), Robbie Coltrane, Claude Oliver Rudolph, John Cleese, Serena Scott Thomas, Goldie

Wiederholung: ZDFneo, Dienstag, 30. September, 00.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „James Bond: Die Welt ist nicht genug“

Wikipedia über „James Bond: Die Welt ist nicht genug“ (deutsch, englisch)

Homepage von Ian Fleming

Meine Besprechung von Sebastian Faulks’ James-Bond-Roman „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers James-Bond-Roman “Carte Blanche” (Carte Blanche, 2011)

Meine Besprechung von William Boyds James-Bond-Roman “Solo” (Solo, 2013)

Meine Besprechung von Ian Flemings ersten drei James-Bond-Romanen “Casino Royale”, “Leben und sterben lassen” und “Moonraker”

Meine Besprechung des James-Bond-Films „Skyfall“ (Skyfall, GB/USA 2012)

James Bond in der Kriminalakte

Ian Fleming in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Martin Campbells TV-Serie “Am Rande der Finsternis” (Edge of Darkness, GB 1985 – DIE Vorlage für “Auftrag Mord”)

Meine Besprechung von Martin Campbells „Green Lantern” (Green Lantern, USA 2011)


TV-Tipp für den 22. September: James Bond: Der MORGEN stirbt nie

September 21, 2014

Weiter geht’s in den ZDF-Bond-Festspielen

ZDF, 22.15

James Bond: Der MORGEN stirbt nie (Großbritannien/USA 1997, Regie: Roger Spottiswoode)

Drehbuch: Bruce Feirstein

LV: Charakter von Ian Fleming

Buch zum Film: Raymond Benson: Tomorrow never dies, 1997 (Der MORGEN stirbt nie)

Die Zeiten ändern sich: Bonds Gegner ist ein Pressezar, der für eine Schlagzeile einen Weltkrieg riskiert.

Brosnans zweiter Einsatz war an der Kinokasse selbstverständlich ein Erfolg. Der Rest war auch wie gewohnt; – auch die zahlreichen Drehbuchentwürfe und Veränderungen während der Dreharbeiten. Da arbeitete ein Team von vier Autoren in einem Londoner Hotel an neuen Ideen und den Wünschen von Spottiswoode. Entsprechend zerfällt der Film immer wieder in Einzelteile. Es gibt dazu einen bissigen Artikel von Feirstein.

Mit Pierce Brosnan, Michelle Yeoh, Jonathan Pryce, Götz Otto, Teri Hatcher, Judi Dench, Samantha Bond (nicht verwandt mit James Bond), Desmond Llewelyn

Wiederholung: Dienstag, 23. September, ZDFneo, 00.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „James Bond: Der MORGEN stirbt nie“

Wikipedia über „Der MORGEN stirbt nie“ (deutsch, englisch)

Drehbuch von Bruce Feirstein

Homepage von Ian Fleming

Meine Besprechung von Sebastian Faulks’ James-Bond-Roman „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers James-Bond-Roman “Carte Blanche” (Carte Blanche, 2011)

Meine Besprechung von William Boyds James-Bond-Roman “Solo” (Solo, 2013)

Meine Besprechung von Ian Flemings ersten drei James-Bond-Romanen “Casino Royale”, “Leben und sterben lassen” und “Moonraker”

Meine Besprechung des James-Bond-Films „Skyfall“ (Skyfall, GB/USA 2012)

James Bond in der Kriminalakte

Ian Fleming in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 15. September: James Bond: GoldenEye

September 15, 2014

ZDF, 22.15
James Bond: GoldenEye (Großbritannien 1995, Regie: Martin Campbell)
Drehbuch: Michael France, Jeffrey Caine
LV: Charakter von Ian Fleming
Buch zum Film: John Gardner: GoldenEye, 1995 (GoldenEye)
General Ourumov (der am 1. September verstorbene Gottfried John) und Xenia (Famke Janssen), die zur Geheimorganisation „Janus“ gehören, haben sich den Zugang zu Weltraumsatelliten verschafft und damit können sie alles kontrollieren. James Bond soll das Schlimmste verhindern und bei seiner Hatz nach den Verbrechern trifft er auch auf einen alten Bekannten.
Erster Auftritt von Pierce Brosnan als Agent mit der Lizenz zum Töten. Für Bond-Fans eine etwas lang geratene, aber unterhaltsame Tour durch die bisherigen Bond-Filme. Finanziell war der Actionfilm unglaublich erfolgreich, – obwohl Brosnan der (wir reden Prä-Daniel-Craig!) in diesem Film der stilloseste Bond aller Zeiten war: unrasiert (!!) und schwitzend (!!!). DAS wäre den anderen niemals passiert.
Thriller-Autor John Gardner (u. a. ein Gegententwurf zu Bond: die Boysie-Oakes-Serie über einen sehr unheldischen Geheimagenten) schrieb ab 1981 auf Wunsch der Fleming-Erben die Abenteuer von James Bond fort und hier das Buch zum Film.
Das ZDF zeigt bis zum Jahresende siebzehn (!!!) James-Bond-Filme, unter anderem alle Pierce-Brosnan- und Daniel-Craig-Bonds. Die mit Daniel Craig laufen zum Jahresende und „Skyfall“ bildet den bondinischen Abschluss.
Dazwischen gibt es Auftritte der anderen James Bonds, also Sean Connery, George Lazenby, Roger Moore und Timothy Dalton. Immer ohne Werbepausen und jedenfalls die nächsten Montage sind Bond-Tage.
Die weiteren Sendetermine sind noch nicht bekannt. Die Filme aber schon. Es sind, wohl ungefähr in der geplanten Ausstrahlungsreihenfolge: „Der Morgen stirbt nie“, „Die Welt ist nicht genug“, „Stirb an einem anderen Tag“, „James Bond 007 – jagt Dr. No“, „Der Mann mit dem goldenen Colt“, „Liebesgrüße aus Moskau“, „Man lebt nur zweimal“, „Leben und sterben lassen“, „Diamantenfieber“, „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“, „Casino Royale“, „Ein Quantum Trost“, „Sag niemals nie“, „Im Angesicht des Todes“, „Skyfall“ und „Lizenz zum Töten“.

Fleming - Cross-Cult-James-Bond-Gesamtbox
Wer noch mehr Bond, James Bond, will: bei Cross Cult gibt es die Bond-Romane von Ian Fleming inzwischen in einer schönen Box. Der Bond-Roman „Colonel Sun“ von Robert Markham (ein Pseudonym von Sir Kingsley Amis) und der erste Bond-Roman „Kernschmelze“ von John Gardner erscheinen die Tage. Im März 2015 soll es mit den Gardner-Bonds „Der Kunstsammler“ und Eisbrecher“ weitergehen.
Mit Pierce Brosnan, Sean Bean, Izabella Scorupco, Famke Janssen (die Bond in die Zange nimmt), Judi Dench (als M bezeichnet sie ihn als „Relikt aus dem Kalten Krieg“), Gottfried John, Joe Don Baker (mal wieder dabei, inzwischen auf der Seite der Guten), Robbie Coltrane, Samantha Bond, Desmond Llewelyn, Tcheky Karyo, Michael Kitchen
Wiederholung: ZDFneo, Dienstag, 16. September, 00.15 Uhr (Taggenau!)
Hinweise
ZDF über „GoldenEye“ (und die nächsten James-Bond-Filme)
Rotten Tomatoes über „GoldenEye“
Wikipedia über „GoldenEye“ (deutsch, englisch)

Homepage von Ian Fleming

Meine Besprechung von Sebastian Faulks’ James-Bond-Roman „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers James-Bond-Roman “Carte Blanche” (Carte Blanche, 2011)

Meine Besprechung von William Boyds James-Bond-Roman “Solo” (Solo, 2013)

Meine Besprechung von Ian Flemings ersten drei James-Bond-Romanen “Casino Royale”, “Leben und sterben lassen” und “Moonraker”

Meine Besprechung des James-Bond-Films „Skyfall“ (Skyfall, GB/USA 2012)

James Bond in der Kriminalakte

Ian Fleming in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Martin Campbells TV-Serie “Am Rande der Finsternis” (Edge of Darkness, GB 1985 – DIE Vorlage für “Auftrag Mord”)

Meine Besprechung von Martin Campbells „Green Lantern” (Green Lantern, USA 2011)


TV-Tipp für den 7. Januar: James Bond: Casino Royale

Januar 6, 2014

ZDF, 20.15

James Bond: Casino Royale (USA 2006, R.: Martin Campbell)

Drehbuch: Paul Haggis, Neal Purvis, Robert Wade

LV: Ian Fleming: Casino Royale, 1953 (Casino Royale)

James Bond soll Le Chiffre, den Finanzier eines weltweiten Terrornetzwerkes, ausschalten.

Nach allgemeiner Einschätzung ist der einundzwanzigste James-Bond-Film (Offizielle Zählung) einer der fünf besten, vielleicht sogar – vor “Skyfall” – der beste Bond-Film. Niemand hatte mit dieser umfassenden Revitalisierung des Mythos James Bond für das neue Jahrhundert gerechnet.

Der erste Auftritt von Daniel Craig als Geheimagent ihrer Majestät ist ein spannender Thriller mit einem viel zu langen Ende. Denn nachdem Le Chiffre tot ist, ist der Film noch lange nicht zu Ende.

Das Drehbuch war für einen Edgar nominiert.

Mit Daniel Craig, Eva Green, Mads Mikkelsen, Jeffrey Wrigth, Judi Dench, Giancarlo Giannini

Wiederholung: Mittwoch, 8. Januar, 00.50 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Casino Royale“

Wikipedia über „Casino Royale“ (deutsch, englisch)

Homepage von Ian Fleming

Meine Besprechung von Sebastian Faulks’ James-Bond-Roman „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers James-Bond-Roman “Carte Blanche” (Carte Blanche, 2011)

Meine Besprechung von William Boyds James-Bond-Roman “Solo” (Solo, 2013)

Meine Besprechung von Ian Flemings ersten drei James-Bond-Romanen “Casino Royale”, “Leben und sterben lassen” und “Moonraker”

Meine Besprechung des James-Bond-Films „Skyfall“ (Skyfall, GB/USA 2012)

James Bond in der Kriminalakte

Ian Fleming in der Kriminalakte


William Boyd schickt James Bond „Solo“ los

November 20, 2013

 

Boyd - Solo - 2

Der dritte Versuch der Erben von Ian Fleming James Bond als Romancharakter in das neue Jahrhundert zu bringen schließt sich nahtlos an die beiden vorherigen Romane an. William Faulks, ein Romanautor, knüpfte an Ian Flemings Romane an und ließ in „Der Tod ist nur der Anfang“ James Bond in den Sechzigern ein Abenteuer erleben. Letztendlich scheiterte der Versuch.

Jeffery Deaver, ein für seine Plot-Twists bekannter Thriller-Autor, dessen Romane eigentlich Rätselkrimis sind, versetzte James Bond in die Gegenwart und lieferte mit „Carte Blanche“ einen ordentlichen Thriller ab, der aber als Deaver-Werk enttäuschte, weil er die ganze Zeit mit dem globalen Fokus und dem Milieu fremdelte. Seine derzeit laufenden Serien mit Lincoln Rhyme und Kathryn Dance spielen ja in den USA, normalerweise innerhalb eines Bundesstaates oder einer Stadt. Außerdem hatte sein James Bond auch nicht den Glamour eines Jet-settenden Lebemanns mit der Lizenz zum Töten, sondern das Charisma einer effizienten Tötungsmaschine, eines Spezialagenten, der hinter den Kulissen die Schmutzarbeit erledigt. Das war mehr Jack Bauer als James Bond.

Der 1952 in Ghana geborene William Boyd ist wieder ein Romanautor. Oft spielen seine Romane in Afrika, behandeln die Kolonisation und deren Auswirkungen, die er teilweise auch selbst erlebte, gehen auch immer wieder in Richtung Polit-Thriller und handeln von falschen Identitäten. Er erhielt, teilweise mehrmals, zahlreiche renommierte Preise, wie den Somerset Maugham Award, den Mail on Sunday/John Llewellyn Rhys Prize, den McVitie’s Prize for Scottish Writer of the Year, den Sunday Express Book of the Year Award, den Los Angeles Times Book Prize und den International IMPAC Dublin Literary Award, und seit 2005 ist er Commander of the British Empire. Für die mehr als durchwachsene Verfilmung seines Romans „A good Man in Africa“ (mit Sean Connery) schrieb er das Drehbuch.

Auch sein James-Bond-Roman „Solo“ spielt in Afrika. Jedenfalls ein guter Teil der ersten Romanhälfte, in der James Bond 1969 in den Fantasiestaat Zanzarim geschickt wird. In ihm wird gerade zwischen zwei verfeindeten Stämmen ein veritabler Bürgerkrieg um die jüngst entdeckten, riesigen Ölreserven ausgefochten. Bond soll den einen Anführer umbringen und den Krieg beenden. Warum, also welche spezifischen Interessen das Empire daran hat, außer dass Zanzarim eine ehemalige Kolonie ist (was realpolitisch betrachtet kein Grund ist), bekommt er nicht gesagt. Wir können es uns trotzdem denken und sind am Ende dann doch etwas überrascht, dass genau das der profane Grund war.

Aber bis dahin müssen viele Seiten umgeblättert werden, Bond wird ungefähr in der Buchmitte schwer verletzt, fliegt dann während seines Erholungsurlaubs unter falschem Namen nach Washington, D. C., enttarnt einen Drogenschmugglerring und reimt sich in einem langen Gespräch mit seinem Freund Felix Leiter, inzwischen Ex-CIA, die Hintergründe für seinen Auftrag zusammen.

Bis dahin liest sich „Solo“ wie die misslungene Parodie eines schundigen Agententhrillers. Denn die Handlung stolpert unlogisch vor sich hin, sogar die Handlungen des Helden als Mann ohne Eigenschaften sind kaum motiviert. Er will sich rächen, weil er angeschossen wurde? Come on, das ist Berufsrisiko.

Das größte Problem des Romans ist allerdings der fehlende Bond-Gegner. Es muss ja kein Hugo Drax sein, der London mit Atomraketen zerstören will („Moonraker“), kein Goldfinger, der Fort Knox ausrauben will oder ein Blofeld, der in mehreren Bond-Romanen fiese Pläne gegen Großbritannien schmiedete. Es könnte auch eine Nummer kleiner sein, aber in „Solo“ gibt es überhaupt keinen auch nur halbwegs ernstzunehmenden Antagonisten für James Bond. Letztendlich gibt es höchstens einen austauschbaren, sadistischen Söldner, der mit viel gutem Willen als Bond-Gegenspieler betrachtet werden kann. Aber in jedem anderen Bond-Roman würde er zum Fußvolk gehören. Sogar der Profikiller Sacramanga in Ian Flemings posthum erschienenem „Der Mann mit dem goldenen Colt“ hatte mehr Charisma.

Auch der arg rudimentär gezeichnete politische Hintergrund enttäuscht. Sowieso ist dieser 1969, während der Flower-Power-Bewegung spielende Roman, seltsam apolitisch und zeitlos geraten. Er könnte, mit minimalen Änderungen, genausogut Jahrzehnte früher oder in der Gegenwart spielen.

Nach drei mehr oder weniger veritablen Fehlschlägen – jedenfalls als James-Bond-Agententhriller – und nachdem der Film-James-Bond mit Daniel Craig eine ziemlich umfassende Back-to-Basics-Fit-für-die-Zukunft-Entwicklung hinter sich hat, die vom Publikum und der Kritik euphorisch aufgenommen wurde, sollten die Fleming-Erben sich für die kommenden Bond-Romane eine längerfristige Strategie überlegen. Große Namen und literarische Autoren sind es nicht. Aber ein talentierter Thriller-Autor, der längerfristig Bond-Romane schreiben möchte, wäre eine Möglichkeit. In den USA gelingt das ja, indem Krimi-Autoren Bücher zu TV-Serien schreiben, die im Stil der Serie sind (z. B. die Bücher zu „Monk“, „Burn Notice“ und zum „CSI“-Franchise), oder indem sie Romanserien fortführen. Vor allem James Patterson, aber auch Robert Ludlum und Tom Clancy, haben da ja ein entsprechendes Imperium aufgebaut. Auch Robert B. Parkers Privatdetektiv Spenser darf, geschrieben von Ace Atkins, weiterleben und Max Allan Collins vollendet, ebenfalls höchst erfolgreich, Manuskripte von Mickey Spillane. Etliche mit Privatdetektiv Mike Hammer.

Eine solche Strategie würde auch an die James-Bond-Vergangenheit anknüpfen. Denn John Gardner und Raymond Benson schrieben in den achtziger und neunziger Jahren bis zum 2002er-“Roman zum Film“ „Stirb an einem anderen Tag“ zahlreiche James-Bond-Romane, die derzeit nur noch antiquarisch erhältlich sind, während Cross Cult die James-Bond-Romane von Ian Fleming in neuen, ungekürzten Übersetzungen veröffentlicht.

William Boyd: Solo – Ein James-Bond-Roman

(übersetzt von Patricia Klobusiczky)

Berlin Verlag, 2013

368 Seiten

19,99 Euro

Originalausgabe

Solo

Jonathan Cape, London, 2013

Hinweise

Homepage von William Boyd

Homepage von Ian Fleming

Wikipedia über James Bond

Meine Besprechung von Sebastian Faulks’ James-Bond-Roman „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers James-Bond-Roman “Carte Blanche” (Carte Blanche, 2011)

Meine Besprechung von Ian Flemings ersten drei James-Bond-Romanen “Casino Royale”, “Leben und sterben lassen” und “Moonraker”

Meine Besprechung des James-Bond-Films „Skyfall“ (Skyfall, GB/USA 2012)

James Bond in der Kriminalakte

Ian Fleming in der Kriminalakte

Und was sagt der Autor?


TV-Tipp für den 3. Oktober: James Bond: Der Hauch des Todes

Oktober 3, 2013

ZDF, 23.15

JAMES BOND: Der Hauch des Todes (GB 1987, R.: John Glen)

Drehbuch: Richard Maibaum, Michael G. Wilson

LV: Ian Fleming: The living daylights, 1962 (Duell mit doppeltem Einsatz, Kurzgeschichte)

Bond soll einem russischen Agenten zur Flucht verhelfen. Aber dieser treibt ein doppeltes Spiel.

Der erste Bond mit Timothy Dalton ist ein rundum unterhaltsamer Familienfilm: etwas Action (jugendfrei), schöne Frauen (dito), Pferde, Exotik (na, so a la Karl May). Tja, man gab sich Mühe zum 25-jährigen Leinwandjubiläum.

Sogar einige Elemente der Fleming-Story wurden in „Der Hauch des Todes“ verwandt.

Mit Timothy Dalton, Maryam d´Abo, Jeroen Krabbé, Joe Don Baker (hier einer der Bösen)

Hinweise

Wikipedia über “James Bond: Der Hauch des Todes“ (deutsch, englisch)

Homepage von Ian Fleming

Meine Besprechung von Sebastian Faulks’ James-Bond-Roman „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers James-Bond-Roman “Carte Blanche” (Carte Blanche, 2011)

Meine Besprechung von Ian Flemings ersten drei James-Bond-Romanen “Casino Royale”, “Leben und sterben lassen” und “Moonraker”

Meine Besprechung des James-Bond-Films „Skyfall“ (Skyfall, GB/USA 2012)

James Bond in der Kriminalakte

Ian Fleming in der Kriminalakte

Lesetipp

 

Bei Cross-Cult sind zwei weitere James-Bond-Romane in neuer, ungekürzter und originalgetreuer Übersetzung erschienen: „Feuerball“ und „Der Spion, der mich liebte“. Während „Feuerball“ ein normaler Bond-Roman ist, der auch ziemlich werkgetreu verfilmt wurde (weshalb ich jetzt nichts zur Story sage), ist „Der Spion, der mich liebte“ sicher der ungewöhnlichste Bond-Roman. Denn Fleming erzählt hier aus Sicht einer jungen Frau, die während einer Nacht in einem Motel Ärger mit zwei Männern hat und von James Bond, der zufällig vorbeikommt, gerettet wird. Auch Fleming war später nicht mehr begeistert von seinem Buch und verkaufte die Filmrechte unter der Auflage, dass eine vollkommen neue Geschichte erfunden werde. Daher hat der Film auch absolut nichts mit dem Buch zu tun.

Fleming - Feuerball - Cross-Cult

Ian Fleming: Feuerball

(übersetzt von Anika Klüver und Stephanie Pannen)

Cross-Cult, 2013

384 Seiten

12,80 Euro

Originalausgabe

Thunderball, 1961

Fleming - Der Spion der mich liebte - Cross-Cult

Ian Fleming: Der Spion, der mich liebte

(übersetzt von Anika Klüver und Stephanie Pannen)

Cross-Cult, 2013

224 Seiten

12,80 Euro

Originalausgabe

The Spy, who loved me, 1962

 


TV-Tipp für den 29. September: James Bond: Im Geheimdienst Ihrer Majestät

September 29, 2013

ZDFneo, 23.15

James Bond: Im Geheimdienst ihrer Majestät (GB 1969, R.: Peter Hunt)

Drehbuch: Richard Maibaum

LV: Ian Fleming: On her Majesty´s Secret Service, 1963 (007 James Bond im Dienst Ihrer Majestät; 007 James Bond im Geheimdienst Ihrer Majestät; 007 James Bond und sein gefährlichster Auftrag)

James Bond trifft in den Alpen auf seinen Erzfeind Blofeld.

Der Daily Herald meinte, „On her Majesty´s Secret Service“ sei das bis dahin beste Bond-Buch. Und der Film, der sich an die Buchvorlage hält, wäre auch der beste Bond-Film, wenn nicht George Lazenby, sondern Sean Connery die Hauptrolle gespielt hätte.

Mit George Lazenby, Diana Rigg, Telly Savalas

Hinweise

Wikipedia über “James Bond: Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ (deutsch, englisch)

Homepage von Ian Fleming

Meine Besprechung von Sebastian Faulks’ James-Bond-Roman „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers James-Bond-Roman “Carte Blanche” (Carte Blanche, 2011)

Meine Besprechung von Ian Flemings ersten drei James-Bond-Romanen “Casino Royale”, “Leben und sterben lassen” und “Moonraker”

Meine Besprechung des James-Bond-Films „Skyfall“ (Skyfall, GB/USA 2012)

James Bond in der Kriminalakte

Ian Fleming in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 13. Juli: James Bond: Liebesgrüße aus Moskau

Juli 13, 2013

ZDF, 23.00

JAMES BOND: Liebesgrüße aus Moskau (GB 1963, R.: Terence Young)

Drehbuch: Richard Maibaum, Johanna Harwood

LV: Ian Fleming: From Russia with love, 1957 (Liebesgrüße aus Moskau)

James Bond soll ein Dechiffriergerät und eine in ihn verliebte Sekretärin aus der Sowjetunion schmuggeln. Aber er hat seine Rechnung ohne die bösen Russen gemacht.

Zweiter Auftritt von James Bond in einer harten, ziemlich realistischen Agenten-Story (im Verhältnis zu seinen späteren Auftritten).

mit Sean Connery, Lotte Lenya (Frau von Kurt Weill und hochgelobte Brecht-Interpretin), Robert Shaw (ein Autor und Shakespeare-Darsteller, der später den Weißen Hai jagen durfte), Daniela Bianchi (die, nun ja, auf Neudeutsch das Love-Interest von Bond war), Pedro Armendariz, Bernhard Lee, Lois Maxwell, Desmond Llewelyn

Wiederholung: ZDFneo, Montag, 15. Juli, 00.25 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „James Bond: Liebesgrüße aus Moskau“

Wikipedia über “James Bond: Liebesgrüße aus Moskau“ (deutsch, englisch)

Homepage von Ian Fleming

Meine Besprechung von Sebastian Faulks’ James-Bond-Roman „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers James-Bond-Roman “Carte Blanche” (Carte Blanche, 2011)

Meine Besprechung von Ian Flemings ersten drei James-Bond-Romanen “Casino Royale”, “Leben und sterben lassen” und “Moonraker”

Meine Besprechung des James-Bond-Films „Skyfall“ (Skyfall, GB/USA 2012)

James Bond in der Kriminalakte

Ian Fleming in der Kriminalakte

In neuer, ungekürzter Übersetzung ist Ian Flemings Roman jetzt wieder erhältlich. Als Teil der CrossCult-James-Bond-Gesamtausgabe.

Fleming - Liebesgruesse aus Moskau

Ian Fleming: Liebesgrüße aus Moskau

(übersetzt von Stephanie Pannen und Anika Klüver)

CrossCult, 2013

384 Seiten

12,80 Euro


Sam Mendes inszeniert den nächsten James-Bond-Film

Juli 12, 2013

In der Pressemitteilung von Sony Pictures steht auch, dass Daniel Craig wieder James Bond spielt (keine Neuigkeit), dass John Logan das Drehbuch schreibt (er war auch einer der „Skyfall“-Autoren) und dass der Film Ende Oktober 2015 (!) in die Kinos kommt:

Die Produzenten Michael G. Wilson und Barbara Broccoli, EON Productions; Gary Barber, Chairman & CEO, Metro-Goldwyn-Mayer; Michael Lynton, CEO, Sony Entertainment, Inc, und Amy Pascal, Co-Chairman of Sony Pictures Entertainment, gaben bekannt, dass Daniel Craig im 24. James Bond Film erneut als der legendäre britische Geheimagent zurückkehren wird, und dass auch Sam Mendes zurückkehren wird, um nach einem Drehbuch von John Logan Regie zu führen. Der Film wird in Großbritannien am 23. Oktober 2015 in die Kinos kommen
SKYFALL™, der 23. James Bond Film, hat weltweit 1,1 Milliarden Dollar eingespielt und in Großbritannien eine neue Bestmarke als der finanziell erfolgreichste Film aller Zeiten gesetzt.
Außerdem war SKYFALL™ der meistverkaufte Bond Film auf DVD/Blu-ray und der von Kritikern meistgelobte Film in der Geschichte der langlebigsten Film-Franchise der Welt.

Wilson und Broccoli kommentierten die Ankündigung wie folgt: „Nach dem außergewöhnlichen Erfolg von SKYFALL, sind wir begeistert, erneut mit Daniel Craig, Sam Mendes und John Logan zusammenarbeiten zu können.“

„Ich bin sehr froh, dass es mir die Produzenten ermöglicht haben, bei Bond 24 die Regie zu übernehmen, indem sie mir die Zeit gegeben haben, die ich brauche, um all meinen Verpflichtungen am Theater nachkommen zu können. Ich freue mich sehr darauf, die Zügel wieder in die Hand zu nehmen und zum zweiten Mal mit Daniel Craig, Michael G. Wilson und Barbara Broccoli zu arbeiten,“ sagte Mendes.

Barber fügte hinzu: „Wir sind begeistert, dass wir für das nächste großartige Bond-Abenteuer das außerordentliche Talent von Regisseur Sam Mendes erneut mit dem unseres Stars Daniel Craig bündeln können. Wie der phänomenale Erfolg unserer letzten Zusammenarbeit mit EON Productions und Sony unter Beweis gestellt hat, hat das unglaubliche Vermächtnis dieser 51 Jahre alten Franchise bis heute nichts von ihrer Anziehungskraft eingebüßt.“

Lynton und Pascal sagten: „Es ist ein Privileg, an den Bond-Filmen mitarbeiten zu dürfen. EON, John Logan und Sam Mendes haben einen herausragenden Nachfolger für SKYFALL ausgearbeitet, und wir, ebenso wie unsere Partner bei MGM, können es kaum abwarten, dieses neue Kapitel mit dem Publikum in aller Welt zu teilen.“


TV-Tipp für den 1. Juni: James Bond: In tödlicher Mission

Juni 1, 2013

ZDF, 23.30

James Bond: In tödlicher Mission (GB 1981, R.: John Glen)

Drehbuch: Richard Maibaum, Michael G. Wilson

LV: Ian Fleming: For you eyes only, 1960 (Für Sie persönlich, Kurzgeschichte), Risico, 1960 (Riskante Geschäfte, Kurzgeschichte)

James Bond sucht im Mittelmeer ein verschwundenes Gerät zur Steuerung der U-Boot-Flotte, das ATAC. Es wurde von dem griechischen Millionär Kristatos geklaut, der es an die Sowjets verkaufen will.

Einer der besseren Roger-Moore-Bonds. „Variety“ hielt „In tödlicher Mission“ sogar für einen der durchgehend erfreulichsten aller bis dahin gedrehten zwölf Bond-Filme. Andere Kritiker meinten, es sei ein Remake von „Im Geheimdienst ihrer Majestät“ (Hm.) und eine einzige Verfolgungsjagd (Gut!) mit viel Werbung (Schlecht!). Jedenfalls kam diese Mischung dem Talent von John Glen entgegen und Roger Moore bewältigte seine Arbeit mit der Hilfe von fast fünfzig Stuntmännern.

Mit Roger Moore, Carole Bouquet, Julian Glover, Chaim Topol, Lois Maxwell, Desmond Llewelyn

Wiederholung: ZDFneo, Sonntag, 2. Juni, 23.15 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über “James Bond: In tödlicher Mission”

Wikipedia über “James Bond: In tödlicher Mission” (deutsch, englisch)

Homepage von Ian Fleming

Meine Besprechung von Sebastian Faulks’ James-Bond-Roman „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers James-Bond-Roman “Carte Blanche” (Carte Blanche, 2011)

Meine Besprechung von Ian Flemings ersten drei James-Bond-Romanen “Casino Royale”, “Leben und sterben lassen” und “Moonraker”

Meine Besprechung des James-Bond-Films „Skyfall“ (Skyfall, GB/USA 2012)

James Bond in der Kriminalakte

Ian Fleming in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 25. Mai: James Bond: Moonraker – Streng geheim

Mai 25, 2013

ZDF, 23.35

JAMES BOND: Moonraker – Streng geheim (GB 1979, R.: Lewis Gilbert)

Drehbuch: Christopher Wood

LV: Ian Fleming: Moonraker, 1955 (Mondblitz)

Buch zum Film: Christopher Wood: James Bond and Moonraker, 1979 (Moonraker – Streng geheim)

Der stinkreiche Hugo Drax hält wenig von seinen Mitmenschen. Deshalb will er sie umbringen und mit einigen Auserwählten einen neuen Start machen. James Bond macht ihm einen Strich durch die Rechnung.

Natürlich hat der Film mit dem Buch eigentlich nichts mehr gemeinsam und das Ende – im Orbit – ist – auch heute – reinste Zukunftsmusik. Aber die bekannten Bond-Elemente wurden locker-flockig über den Globus verteilt. Das Ergebnis ist eine vergnügliche Mischung aus Action, leichtbekleideten Frauen, Witzen und einem glänzend aufgelegten Roger Moore. „Moonraker“ ist einer der guten Moore-Bonds.

Mit Roger Moore, Lois Chiles, Michael Lonsdale, Richard Kiel, Corinne Clery

Wiederholung: ZDFneo, Sonntag, 26. Mai, 23.15 Uhr

Hinweise

Wikipedia über „James Bond: Moonraker – Streng geheim“ (deutsch, englisch)

Homepage von Ian Fleming

Meine Besprechung von Sebastian Faulks’ James-Bond-Roman „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers James-Bond-Roman “Carte Blanche” (Carte Blanche, 2011)

Meine Besprechung von Ian Flemings ersten drei James-Bond-Romanen “Casino Royale”, “Leben und sterben lassen” und “Moonraker”

Meine Besprechung des James-Bond-Films „Skyfall“ (Skyfall, GB/USA 2012)

James Bond in der Kriminalakte

Ian Fleming in der Kriminalakte

 


TV-Tipp für den 18. Mai: James Bond: Der Spion, der mich liebte

Mai 17, 2013

ZDF, 23.15

JAMES BOND: Der Spion, der mich liebte (GB 1977, R.: Lewis Gilbert)

Drehbuch: Richard Maibaum, Christopher Wood

LV: Ian Fleming: The spy who loved me, 1962 (Der Spion, der mich liebte)

Buch zum Film: Christopher Wood: The spy who loved me, 1977 (James Bond und sein größter Fall)

Mitten im Kalten Krieg muss Bond mit den Russen (nun, mit einer verdammt gut aussehenden Agentin) zusammenarbeiten. Denn Milliardär Stromberg will die Welt vernichten.

Der Film hat mit dem Buch nur eine Gemeinsamkeit: den Titel. Kein Wunder, denn in dem Buch erzählt Fleming aus der Perspektive einer jungen Frau, die einen Job als Hauswärterin eines einsam gelegenen Motels annimmt, wie sie von zwei Verbrechern als Geisel genommen und von James Bond befreit wird. Fleming hielt das stark kritisierte Buch für „offensichtlich schiefgegangen“ und sprach sich – erfolglos – gegen weitere Auflagen aus. Er bestand beim Verkauf der Filmrechte an Eon Productions darauf, dass für einen Film eine andere Geschichte gefunden werde.

Und das taten sie! Der Film glänzt mit Pyramiden, einem unter Wasser fahrendem Auto, Beißer (der bei Moonraker seinen zweiten Auftritt hatte) und einer grandiosen Schlussschlacht in dem Bauch eines Schiffes. Für diesen Kampf wurde in den Pinewood-Studios die größte Filmhalle der Welt, die „007-Stage“, gebaut. Roger Moore spielt Bond, Curd Jürgens den Bösewicht, Barbara Bach eine Russin.

Wiederholung: ZDFneo, Sonntag, 19. Mai, 22.05 Uhr

Hinweise

Wikipedia über „James Bond: Der Spion, der mich liebte“ (deutsch, englisch)

Homepage von Ian Fleming

Meine Besprechung von Sebastian Faulks’ James-Bond-Roman „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers James-Bond-Roman “Carte Blanche” (Carte Blanche, 2011)

Meine Besprechung von Ian Flemings ersten drei James-Bond-Romanen “Casino Royale”, “Leben und sterben lassen” und “Moonraker”

Meine Besprechung des James-Bond-Films „Skyfall“ (Skyfall, GB/USA 2012)

James Bond in der Kriminalakte

Ian Fleming in der Kriminalakte