Ade Muckibude, hallo Filmbuch: Über einige schwere Bücher über „Alien“, „Aliens“, „Dune: Part Two“, James Bond, Disney, Jane Campion, den deutschen Dokumentarfilm und der neuesten Ausgabe des Lexikon des Internationalen Films

April 12, 2024

Es gibt Filmbücher, die haben mehr Text als eine Doktorarbeit und einige die These illustrierende Bilder. Es gibt Filmbücher, die haben viele große bunte Bilder und weniger Text als ein Kinderbuch. Und dann gibt es noch Filmbücher, die haben viel Text und viele Bilder, die überzeugend präsentiert werden.

Das gilt für J. W. Rinzlers Bücher über Ridley Scotts „Alien“ und James Camerons Fortsetzung „Aliens“. Rinzler ist als Filmautor bekannt für seine Bücher, in denen er die gesamte Produktion des Films abdeckte. Zu seinen teilweise ins Deutsche übersetzten Werken gehören „The Making of Star Wars: Revenge of the Sith“ (2005), „The Making of Star Wars“ (2007), „The Complete Making of Indiana Jones: The Definitive Story Behind All Four Films“ (2008), „The Making of Star Wars: The Empire Strikes Back“ (2010), „The Making of Return of the Jedi: The Definitive Story Behind the Film“ (2013), „The Making of Planet of the Apes“ (2018, der Klassiker von 1968 mit Charlton Heston), „Stanley Kubrick’s The Shining“ (2023, posthum. Rinzler starb 2021 mit 58 Jahren) und die jetzt ins Deutsche übersetzten Bücher über die Science-Fiction-Filme „Alien“ und „Aliens“, die für Fans der Filme und Filmfans eine wahre Fundgrube sind.

Ritzer konnte für beide Bücher auf das Archiv von 20th Century Fox und private Archive von, unter anderem, „Alien“-Regisseur Ridley Scott, Set-Fotograf Robert Penn und Alien-Designer H. R. Giger, zurückgreifen. Außerdem führte er zahlreiche Interviews. Unter anderem mit Ridley Scott. Um nur den bekanntesten Namen zu nennen.

Im etwas unhandlichen Querformat (jedenfalls für die U-Bahn- und Bettlektüre) sind in den beiden schweren Büchern (die locker einen Besuch im Fitness-Studio ersparen) zahlreiche Bilder von den Dreharbeiten, Konzeptzeichnungen und Storyboards abgebildet. Originaldokumente, wie Drehbuchentwürfe und Überlegungen zu den Aliens sind ebenfalls abgedruckt. Dazu beschreibt Rinzler für „Alien“ und „Aliens“ chronologisch den gesamten Produktionsprozess von der ersten Idee bis zur Kinopremiere. Das tut Rinzler in beiden Büchern so ausführlich, dass pro Buch locker allein für seinen Text ein langes Lesewochenende eingeplant werden muss.

Ab dem 6. Mai sind die Bücher auch zusammen im Schuber erhältlich.

J. W. Rinzler: Alien – Die Entstehungsgeschichte

(übersetzt von Felix Gass)

Cross Cult, 2023

336 Seiten

59 Euro

Originalausgabe

The Making of Alien

Titan Publishing, 2019

J. W. Rinzler: Aliens – Die Entstehungsgeschichte

(übersetzt von Thorsten Walch)

Cross Cult, 2023

300 Seiten

59 Euro

Originalausgabe

The Making of Aliens

Titan Publishing, 2020

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Alien“

Rotten Tomatoes über „Aliens“

Wikipedia über „Alien“ (deutsch, englisch) und über „Aliens“ (deutsch, englisch)

Der Titel „Being Bond: Daniel Craig – Ein Rückblick“ verrät den Inhalt. In seinem Buch nimmt Filmjournalist Mark Salisbury sich die Daniel-Craig-James-Bond-Filme „Casino Royale“, „Ein Quantum Trost“, Skyfall“, „Spectre“ und „Keine Zeit zu sterben“ vor. Jedem der fünf Filme widmet er ein eigenes Kapitel. „Casino Royale“, der den neuen James Bond etablierte, hat mit siebzig Seiten das längste Kapitel. Salisbury erzählt die Geschichte von jedem dieser Bond-Filme von der ersten Idee über die Besetzung wichtiger Rollen, die Vorbereitung des Drehs (wozu auch die Suche nach den richtigen Drehorten gehört) und die Dreharbeiten bis zur Premiere. Viele großformatige Bilder von der Produktion und den Dreharbeiten runden das Buch ab. Auf die bekannten Filmfotos wird weitgehend verzichtet.

Dank des großen Querformats ist das sehr informative und schön aussehende Filmbuch ein Hingucker und, auch wenn es deutlicher leichter als „Alien“ oder „Aliens“ ist, nur bedingt als Bettlektüre geeignet.

Mark Salisbury: Being Bond: Daniel Craig – Ein Rückblick

(übersetzt von Johannes Neubert)

Cross Cult, 2024

256 Seiten

49 Euro

Originalausgabe

Being Bond: A Daniel Craig Retrospective

Titan Publishing Group, 2024

Hinweise

Wikipedia über die James-Bond-Filme (deutsch, englisch)

zu James-Bond-Romanen

Meine Besprechung von Ian Flemings ersten drei James-Bond-Romanen “Casino Royale”, “Leben und sterben lassen” und “Moonraker”

Meine Besprechung von John Gardners “James Bond – Kernschmelze” (James Bond – Licence Renewed, 1981; alter deutscher Titel “Countdown für die Ewigkeit”)

Meine Besprechung von John Gardners „James Bond – Der Mann von Barbarossa“ (James Bond – The Man from Barbarossa, 1991)

Meine Besprechung von Sebastian Faulks’ James-Bond-Roman „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers James-Bond-Roman “Carte Blanche” (Carte Blanche, 2011)

Meine Besprechung von William Boyds James-Bond-Roman “Solo” (Solo, 2013)

Meine Besprechung von Anthony Horowitz’ “James Bond: Trigger Mortis – Der Finger Gottes” (James Bond: Trigger Mortis, 2015)

Meine Besprechung von Anthony Horowitz‘ „James Bond: Ewig und ein Tag“ (James Bond – Forever and a day, 2018)

Meine Besprechung von Anthony Horowitz‘ „James Bond: Mit der Absicht zu töten“ (James Bond – With a mind to kill, 2022)

Meine Besprechung von Kim Sherwoods „Doppelt oder nichts“ (Double or nothing, 2022)

zu James-Bond-Filmen

Meine Besprechung der TV-Miniserie „Fleming – Der Mann, der Bond wurde“ (Fleming, Großbritannien 2014)

Meine Besprechung von Sam Mendes’ James-Bond-Films „Skyfall“ (Skyfall, GB/USA 2012)

Meine Besprechung von Sam Mendes’ James-Bond-Film “Spectre” (Spectre, USA/GB 2015)

Meine Besprechung von Cary Joji Fukunaga James-Bond-Film „Keine Zeit zu sterben“ (No time to die, Großbritannien 2021)

zu anderem James-Bond-Zeug

Meine Besprechung von Danny Morgensterns „Unnützes James Bond Wissen“ (2020)

Kriminalakte: Mein Gespräch mit Danny Morgenstern über „Keine Zeit zu sterben“ und sein Buch „Das ultimative James-Bond-Quizbuch“ (1. Oktober 2021) (Sehbefehl?)

Meine Besprechung von cinemas (Hrsg.) „Inside James Bond“ (2022)

James Bond in der Kriminalakte

Ian Fleming in der Kriminalakte

Einige Tage nach dem Filmstart erschien der Bildband zu „Dune: Part Two“. „Hinter den Kulissen von Dune: Part Two“ wurde von Tanya Lapointe, zusammen mit Stefanie Broos, geschrieben. Lapointe hatte als Produzentin und Second-Unit-Regisseurin von „Dune: Part Two“ und Frau von „Dune“-Regisseur Denis Villeneuve einen mehr als exclusiven Blick in die gesamte Produktion des Films. Und aus diesem Grund enttäuscht der Bildband dann auch ein wenig. Anstatt tief in die Produktion einzutauchen, bleibt sie doch sehr an der Oberfläche. Sicher, es gibt Interviews mit den Machern, Hintergrundinformationen, Bilder von den Dreharbeiten und viele, oft doppelseitige Konzeptbilder von Räumen, Gegenständen, Flug- und Fahrzeugen und Kostümen. Die Bilder werden kurz erklärt. Mit zunehmender Lektüre entsteht das Gefühl, durch einen Ausstellungskatalog zu blättern. Das sieht gut aus. Das ist informativ. Aber man würde gerne mehr erfahren.

Hinter den Kulissen von Dune: Part Two“ ist ein Erinnerungsbuch der Macher an ihre Arbeit an dem Science-Fiction-Epos und für Fans des Films eine schöne Vertiefung des Filmerlebnisses.

Tanya Lapointe/Stefanie Broos: Hinter den Kulissen von Dune: Part Two

(Vorwort von Denis Villeneuve, Einführung von Brian Herbert und Kevin J. Anderson)

(übersetzt von Andreas Kasprzak)

Panini Books, 2024

240 Seiten

49 Euro

Originalausgabe

The Art and Soul of Dune: Part Two

Insight Editions, Kalifornien, USA, 2024

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Dune: Part 2“

Metacritic über „Dune: Part 2“

Rotten Tomatoes über „Dune: Part 2“

Wikipedia über „Dune: Part 2“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Denis Villeneuves „Enemy“ (Enemy, Kanada/Spanien 2013)

Meine Besprechung von Denis Villeneuves „Sicario“ (Sicario, USA 2015) und der DVD und des Soundtracks

Meine Besprechung von Denis Villeneuves „Arrival“ (Arrival, USA 2016)

Meine Besprechung von Denis Villeneuves Frank-Herbert-Verfilmung „Dune“ (Dune, USA 2021)

Meine Besprechung von Frank Herberts „Dune – Der Wüstenplanet“ (Dune, 1965)

Meine Besprechung von Denis Villeneuves Frank-Herbert-Verfilmung „Dune: Part Two“ (Dune: Part Two, USA 2024)

Zum hundertsten Geburtstag von Disney, der am 16. Okober 1923 von Walt Disney und seinem älteren Bruder Roy gegründeten Firma, die seitdem zu einem globalen Unterhaltungskonzern wurde, veröffentlichte die Filmzeitschrift „cinema“ „100 Jahre Disney: Der Weg vom Maus-Haus zum Entertainment-Giganten: Facts, Hintergründe, Interviews – und die 100 besten Filme“. Das Buch orientiert sich vom Aufbau und Stil an den bereits erschienenen cinema-Filmbüchern. Das Buch beginnt mit einem längeren Text, der knapp die Geschichte von Disney nacherzählt. Kürzere Hintergrundtexte zu bestimmten Aspekten (wie das Merchandise, Streaming, Kinderstars und dem Vergnügungspark Disney World in Orlando, Florida) und Interviews mit Menschen, die im Disney-Konzern arbeiten oder für ihn arbeiteten, runden das Buch ab.

Die hundert besten Disney-Filme, die auf meistens ein bis zwei Seiten, seltener auch fünf bis sechs Seiten, vorgestellt werden, zeigen, auch wenn über den ein oder anderen in diese Liste aufgenommenen Film diskutiert werden kann, eindrucksvoll die Bandbreite von Disney-Filmen auf. Seit den jüngsten Zukäufen gehören auch Pixar, Marvel, Lucasfilm und 20th Century Fox zu Disney. Wem jetzt die Namen der Firmen nichts sagen, sagen in jedem Fall die Titel der Filme etwas. Vorgestellt werden in diesem Teil des Buches selbstverständlich die klassischen Disney-Zeichentrickfilme, wie „Dornröschen“, „Alice im Wunderland“, „Susi und Strolch“, „Dumbo“, „Robin Hood“, „Bambi“ und „Das Dschungelbuch“, neuere Trickfilme, wie „Der König der Löwen“, „Pocahontas“ und „Mulan“, Mischfilme, wie „Mary Poppins“, „Elliot, das Schmunzelmonster“ und „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“, Pixar-Filme, wie „Toy Story“, „Cars“ und „Ratatouille“, Live-Action-Remakes, wie „The Jungle Book“, „Alice im Wunderland“ und „Der König der Löwen“, einige „Star Wars“- und Marvel-Filme (Hey, die kennt ihr doch alle aus dem Schlaf.) und Realfilme, die man nicht sofort mit Disney assoziiert, wie „Pretty Woman“, „Good Will Hunting“, „Kevin – Allein zu Haus“, „Avatar“ und der „Fluch der Karibik“.

cinema (Hrsg.): 100 Jahre Disney

Panini, 2023

224 Seiten

33 Euro

Hinweise

Wikipedia über Disney (deutsch, englisch)

Homepage von Cinema

Meine Besprechung von Cinema (Hrsg) „Making of – Hinter den Kulissen der größten Filmklassiker aller Zeiten“ (2019)

Meine Besprechung von Cinema (Hrsg.) „Filmstars: Die 30 größten Ikonen der Kinogeschichte“ (2021)

Meine Besprechung von Cinema (Hrsg.) „Making of – Hinter den Kulissen der größten Klassiker aller Zeiten: Band 2“ (2022)

Meine Besprechung von Cinema (Hrsg) „ Inside James Bond“ (2022)

Neben diesen ‚Bilderbüchern‘ gibt es immer noch die Filmbücher, in denen der Text eindeutig wichtiger als die Bilder sind. Die sind hier nur kleines, eher schmückendes SW-Beiwerk.

Das wären Marisa Buovolos „Jane Campion & ihre Filme“ und die aktuelle Ausgabe des Lexikons des internationalen Films, das immer noch von der Filmzeitschrift filmdienst.de und der Katholischen Filmkommission für Deutschland herausgegeben wird. Die neueste Ausgabe des Lexikons beschäftigt sich mit dem Filmjahr 2023.

Beim Lexikon des internationalen Films wurde der bewährte Aufbau beibehalten. Es gibt knapp zweihundert Seiten mit längeren Filmkritiken (zu den 20 besten Filmen und den 15 besten Serien des Jahres), Interviews (mit, u. a., Hans Steinbichler, François Ozon und Colm Bairéad), Nachrufe (auf, u. a. William Friedkin, Peter Simonischek und Kenneth Anger) und Aufsätze, die sich mit bestimmten wichtigen Aspekten des 2023er Filmjahres beschäftigen (u. a. über Aki Kaurismäki, Ari Aster,Taylor Sheridan, Das Kleine Fernsehspiel, den Autorenstreik in Hollywood, Mädchen in Kinderfilmen und die Atombombe im Film) und das aus knapp dreihundert Seiten bestehende Filmlexikon, das alphabetisch alle Spiel- und Dokumentarfilme auflistet, und kundig bewertet, die 2023 in Deutschland erstmals im Kino, auf DVD/Blu-ray, im Fernsehen und bei Streamingportalen gezeigt wurden. Es handelt sich um ungefähr 1500 Filme.

Nach Ansicht der Filmdienst-Kritiker waren die zwanzig besten Filme des Kinojahres 2023:

Tár

Anatomie eines Falls

Fallende Blätter

Roter Himmel

Killers of the Flower Moon

The Quiet Girl

Das Lehrerzimmer

Oppenheimer

Die Fabelmans

The Banshees of Inisherin

Barbie

Die Frau im Nebel

Pacifiction

Music

Close

Tótem

Limbo

Spider-Man: Across the Spider-Verse

Sisi & Ich

Past Lives – In einem anderen Leben

Ein feines Buch, das in jeder gutsortierten Filmbibliothek stehen sollte.

Filmdienst.de/Katholische Filmkommission für Deutschland (Redaktion: Jörg Gerle, Felicitas Kleiner, Josef Lederle, Marius Nobach): Lexikon des Internationalen Films – Filmjahr 2023/2024

Schüren, 2024

528 Seiten

28,00 Euro

Hinweise

Homepage der Zeitschrift „Filmdienst“

Meine Besprechung von „Lexikon des Internationalen Films – Filmjahr 2008“

Meine Besprechung von „Lexikon des internationalen Films – Filmjahr 2009“

Meine Besprechung von “Lexikon des Internationalen Films – Filmjahr 2010″

Meine Besprechung von „Lexikon des Internationalen Films – Filmjahr 2011“

Meine Besprechung von „Lexikon des Internationalen Films – Filmjahr 2012“

Meine Besprechung von „Lexikon des Internationalen Films – Filmjahr 2013“

Meine Besprechung von „Lexikon des Internationalen Films – Filmjahr 2014“

Meine Besprechung von „Lexikon des Internationalen Films – Filmjahr 2015“

Meine Besprechung von „Lexikon des Internationalen Films – Filmjahr 2016“

Meine Besprechung von „Lexikon des Internationalen Films – Filmjahr 2017“

Meine Besprechung von „Lexikon des Internationalen Films – Filmjahr 2019/2020“

Meine Besprechung von „Lexikon des Internationalen Films – Filmjahr 2020/2021“

Meine Besprechung von „Lexikon des Internationalen Films – Filmjahr 2021/2022“

Meine Besprechung von „Lexikon des Internationalen Films – Filmjahr 2022/2023“

Ihr bekanntester Film ist immer noch „Das Piano“. In den letzten Jahren erreichte sie mit der TV-Serie „Top of the Lake“ und dem Netflix-Western „The Power of the Dog“, der in einigen wenigen Kinos lief und für den sie den Regie-Oscar erhielt, wieder eine größere Öffentlichkeit.

Wie ein Blick auf ihre schmales Werk – neun Spielfilme, zwei, drei TV-Serien (je nach Zählung) und mehrere Kurzfilme in 44 Jahren – zeigt, ist die 1954 in Wellington, Neuseeland geborene Jane Campion nicht die produktivste Regisseurin. Dafür sind zumindest die Titel ihrer Filme „Sweetie“, „Ein Engel an meiner Tafel“ (An Angel at my Table), „Das Piano“ (The Piano), „Portrait of a Lady“, „Holy Smoke“, „In the Cut“ (ihr verzichtbarer Hollywood-Ausflug in das Serienkillerthrillergenre, der uns eine nackte Meg Ryan bescherrte und in den letzten Jahren eine Neubewertung erfuhr), „Bright Star“ (das dürfte ihr unbekanntester neuer Film sein) und „The Power of the Dog“ bekannt. Ebenso ihre TV-Serie „Top of the Lake“ und „Top of the Lake: China Girl“ (mit Nicole Kidman).

In ihrem Buch „Jane Campion & ihre Filme“ beschäftigt die Soziologin und Hochschuldozentin Marisa Buovolo sich intensiv mit Campions Filme. Die größte Aufmerksamkeit widmet sie den Filmen „Das Piano“ und „In the Cut“ und der aus zwei Staffeln bestehenden TV-Serie „Top of the Lake“. Dabei will sie keine Interpretationen vorschreiben, sondern Angebote für unterschiedliche Interpretationen machen und den Leser zum Nachdenken und (wieder) Ansehen der Filme anregen.

Marisa Buovolo: Jane Campion & ihre Filme

Schüren, 2024

208 Seiten

24 Euro

Hinweise

Schüren über Marisa Buovolo

Rotten Tomatoes über Jane Campion

Wikipedia über Jane Campion (deutsch, englisch)

Weil ich das Buch hier noch nicht empfohlen habe, es aber gut in diese Kolumne passt: vor zwei Jahren erschien bei der Bundeszentrale für politische Bildung das von Peter Zimmermann geschriebene Buch „Dokumentarfilm in Deutschland: Von den Anfängen bis zur Gegenwart“. Zimmermann ist Privatdozent, Literatur- und Medienwissenschaftler und war vierzehn Jahre Wissenschaftlicher Leiter am Haus des Dokumentarfilms. Er veröffentlichte bereits mehrere Bücher zu verschiedenen Aspekten des Dokumentarfilms in Deutschland.

Sein in die Tiefe gehendes Buch „Dokumentarfilm in Deutschland“ ist die erste Gesamtdarstellung der Geschichte des deutschen Dokumentarfilms. Er benötigt dafür, aufgelockert durch einige Bilder, gut vierhundert zweispaltig engbedruckte Seiten. Damit dürfte es für die nächsten Jahre das Standardwerk zur Geschichte des deutschen Dokumentarfilms sein.

Für den 2023 verstorbenen Filmwissenschaftler Hans Helmut Prinzler war Zimmermanns Buch das „Filmbuch des Jahres“.

Wer jetzt immer noch zweifelt, den sollte der einmalig günstige Verkaufspreis von 7 Euro für das dicke Buch überzeugen.

Peter Zimmermann: Dokumentarfilm in Deutschland: Von den Anfängen bis zur Gegenwart

Bundeszentrale für politische Bildung, 2022

400 Seiten

7 Euro

Hinweise

Bundeszentrale für politische Bildung über das Buch (und, ja, da könnt ihr noch viele weitere Bücher und Filme bestellen. Könnte am Ende dann sogar ziemlich teuer werden.)

Wikipedia über den Dokumentarfilm

Homepage vom Haus des Dokumentarfilms (HDF)

 

 


Neu im Kino/Filmkritik: „Luftkrieg – Die Naturgeschichte der Zerstörung“, erzählt von Sergei Loznitsa

März 16, 2023

War die Bombardierung deutscher Städte im Zweiten Weltkrieg eine zwar brutale, aber letztendlich gerechtfertigte Kriegstaktik um den Nationalsozialismus zu besiegen oder ein Kriegsverbrechen? In seinem neuen Film „Luftkrieg – Die Naturgeschichte der Zerstörung“ zeigt Sergei Loznitsa, mit teilweise unbekanntem Dokumentarfilmmaterial, vor allem die Zerstörung deutscher Städte und die Folgen dieser Bombardierungen für die in den bombardierten Städten lebenden Deutschen. Das präsentiert er in einer brillant montierten Abfolge unkommentierter Bilder. Er verzichtet auf einen Off-Kommentar, Erklärungen oder Interviews mit Zeitzeugen. Es gibt nur Bilder, die zum Zeitpunkt des Geschehens entstanden. Die Interpretation überlässt er, wie auch in seinen anderen Filmen, dem Zuschauer. Und seinem Vorwissen und seinen Ansichten über die gezeigten Ereignisse. Dieses Vorgehen wirkt auf den ersten Blick wie das objektive Präsentieren von Fakten.

Das ist natürlich Quatsch. Denn durch die Auswahl und die Art der Präsentation ergibt sich eine bestimmte Lesart der Bilder und der gezeigten Ereignisse. In „Luftkrieg“ sind die Bilder so montiert, dass sie eine Geschichte ergeben, die einer typischen Hollywood-Dramaturgie von Gut und Böse folgt.

Loznitsa beginnt seinen Montagefilm mit friedlichen Bildern. Es sind, ohne dass er die Bilder im Film zeitlich präzise einordnet, sommerliche Bilder aus den dreißiger Jahren. Die Deutschen vergnügen sich auf den Sonnenterrassen. Sie tanzen. Sie lachen. Sie trinken Bier. Sie flirten. Uniformen und Nazi-Embleme sind nicht zu sehen. Sie tragen Sommerkleidung und leichte Anzüge.

Der Krieg ist weit weg.

In der Nacht fallen dann, aus heiterem Himmel und ohne irgendeine Vorwarnung, Bomben. Aus dem Hinterhalt ermorden sie diese eben gezeigten friedlichen und friedliebenden Menschen. Loznitsa zeigt Szenen mit schreienden Frauen und Kindern. Er zeigt die Zerstörungen, die die Bomben anrichten. Er zeigt Leichen.

Während die Deutschen den Schutt wegräumen, bestücken die Briten ihre Flugzeuge wieder mit Bomben, die wenige Stunden später über Deutschland abgeworfen werden.

Dazwischen schneidet er eine Ansprache von Winston Churchill, der die Bombardierungen verteidigt, und eine von Joseph Goebbels, der eben diesen Bombenterror auf das Schärfste verurteilt.

Und im Kinosessel kann man in dem Moment Goebbels nur beipflichten.

Schon davor sind die Rollen klar verteilt: die Deutschen sind die Opfer, die Briten die Täter. Sie sind Bösewichter, die nicht davor zurückschrecken, Frauen und Kinder zu ermorden. Gibt es etwas niederträchtigeres?

Diese Täter-Opfer-Umkehr gelingt, weil Loznitsa seine Bilder so anordnet, wie sie zu seiner Dramaturgie passen. Er lässt weg. Er verzichtet auf Kontext und historische Einordnungen. Er reflektiert nicht über die Herkunft der Bilder, die Propagandabilder sind. Er übernimmt, bewusst oder unbewusst, das Narrativ der Nazis.

Das macht „Luftkrieg – Die Naturgeschichte der Zerstörung“ zum feuchten Traum von Rechten, Nazis und Faschisten. Sie haben hier einen technisch perfekt gemachten Film bekommen, der ihre die Geschichte verfälschende Erzählung wiederholt und sie mit den Weihen eines weltweit anerkannten Regisseurs adelt.

Das ist im Ergebnis einfach nur ärgerlich. Und die vorhersehbare Bankrotterklärung einer Methode, die auf Erklärungen und damit das Vermitteln von Hintergründen zu den gezeigten Bildern verzichtet.

Denn über den Luftkrieg gegen Nazi-Deutschland kann man nicht reden, ohne über das was vorher geschah, zu reden. Das sind der Holocaust, ein von Deutschland begonnener Weltkrieg und, bevor die Briten zurückschlugen, die Bombardierung von London. In „Luftkrieg“ wird all das nicht erwähnt. Der Film beginnt später und zeigt nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Krieg. Er zeigt nur, wie unschuldige, nette, friedliche Deutsche aus heiterem Himmel bombardiert werden. Deutsche, die noch nach dem Krieg das ‚Dritte Reich‘ befürworteten.

Luftkrieg – Die Naturgeschichte der Zerstörung (Deutschland/Niederlande/Litauen 2022)

Regie: Sergei Loznitsa

Drehbuch: Sergei Loznitsa

LV (Inspiration): W. G. Sebald: Luftkrieg und Literatur, 1999

Länge: 109 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Luftkrieg“

Moviepilot über „Luftkrieg“

Rotten Tomatoes über „Luftkrieg“

Wikipedia über Sergei Loznitsa (deutsch, englisch) und den Luftkrieg im Zweiten Weltkrieg

Meine Besprechung von Sergei Loznitsas „Maidan“ (Майдан, Ukraine/Niederlande 2014)


Neu im Kino (naja einigen Kinos in einigen Bundesländern)/Filmkritik: „World Taxi“ ist auch nur Taxi

Juni 15, 2020

Ältere Semester, die nicht gerne ‚ältere Semester‘ genannt werden, weil sie sich noch so wahnsinnig jung fühlen, es aber nicht mehr sind (was spätestens bei der Nennung ihres Lieblingsfilms als Teenager, der Lieblingsband und dem ersten Leinwandstar, in den man hoffnungslos verliebt war, auffällt), werden sich beim Konzept von „World Taxi“ spontan an Jim Jarmusch wundervollen Taxifahrerfilm „Night on Earth“ erinnern. In dem Film von 1991 erzählt Jarmusch fünf vollkommen erfundene Geschichten mit verschiedenen Taxifahrern und Tom Waits komponierte den traumhaften Soundtrack.

Auch Philipp Majer begleitet in seinem Film fünf Taxifahrer. Ebenfalls vier Männer und eine Frau. Allerdings, bis auf die Berliner Taxifahrerin, vor allem tagsüber und seine Taxifahrer sind echte Taxifahrer. Denn „World Taxi“ ist ein Dokumentarfilm, der die Welt durch den Blick auf die Rückbank des Taxis zeigt.

Seine Fahrer sind Destan aus Pristina (Kosovo), Mamadou aus Dakar (Senegal, Sergio aus El Paso (USA), Tony aus Bangkok (Thailand) und Bambi aus Berlin (Deutschland). So unterschiedlich diese fünf Fahrer sind, haben sie doch eine Gemeinsamkeit: sie unterhalten sich mit ihren Fahrgästen. Diese erzählen, woher sie kommen, wohin sie wollen und auch, was sie gerade bewegt. Das gibt einen Blick in das Leben der Städte, in denen die Taxisfahrer arbeiten. Wenn sie gerade keine Passagiere befördern, erzählen sie Regisseur Philipp Majer von sich. Sie erzählen auch von ihrem Land und den Konflikten. So weist Sergio darauf hin, dass die in den USA arbeitenden Mexikaner arbeiten verrichteten, die kein US-Amerikaner tun möchte. Gleichzeitig fährt er junge Frauen für Operationen von den USA nach Mexiko. Nur dort können sie sie, wegen der grotesken Struktur des US-Gesundheitswesens, bezahlen.

In Pristina geht es bei den Gesprächen zwischen dem Fahrer und seinen Kunden, denen er auch mal den Fahrpreis erlässt, um die Nachwehen des Kosovokrieges. In Dakar diskutieren drei Frauen auf der Rückbank lautstark untereinander und mit Mamadou über die Mehrehe und welches Verhältnis die verschiedenen Frauen zueinander haben. Also welche Frau sich mit welcher Frau verschwestert. In Bangkok wird auch über das Nachtleben und den Tourismus gesprochen. Und Bambi fährt durch das im Moment vollkommen zum Erliegen gekommene Nachtleben der deutschen Hauptstadt.

Die Inspiration für „World Taxi“ war für Majer vor fünf Jahren eine Taxifahrt in Roswell, New Mexico/USA, mit einem Fahrer, der, so Majer, direkt aus Jarmuschs „Night on Earth“ kommen könnte. „Während dieser kurzen Fahrt kam mir die Idee zu diesem Dokumentarfilm. Im Taxi können Menschen innerhalb weniger Minuten ihr Herz ausschütten oder brisante politische Meinungen äußern, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Im Taxi gelten andere Regeln, überall auf der Welt. Genau das finde ich spannend“, so Majer. Nicht beachtet hatte er allerdings Jarmuschs Hinweis, dass die Dreharbeiten für den Spielfilm wesentlich komplizierter waren, als er gedacht hatte. Für einen Dokumentarfilm und dank der zunehmend kleiner werdenden Kamera- und Tontechnik, gingen die Dreharbeiten dann bedeutend einfacher. Trotzdem war Majer sein eigener Kameramann. Während der im Mittelpunkt des Film stehenden Taxifahrten saß er, entgegen der Fahrtrichtung auf dem Beifahrersitz.

Der Film selbst ist, nun, wie eine Taxifahrt. Kurzweilig, amüsant, immer wieder mit überraschenden Einsichten, aber nie sehr in die Tiefe gehend und von Majer so komponiert, dass der Eindruck von einer Schicht entsteht.

World Taxi (Deutschland 2019)

Regie: Philipp Majer

Drehbuch: Philipp Majer

Länge: 85 Minuten

FSK: ab 12 Jahre (keine Ahnung warum)

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „World Taxi“

Moviepilot über „World Taxi“

Wikipedia über Philipp Majer


TV-Tipp für den 18. Mai: Citizenfour

Mai 18, 2016

WDR, 22.55
Citizenfour (Citizenfour, USA/Deutschland 2014)
Regie: Laura Poitras
Drehbuch: Laura Poitras
TV-Premiere der äußerst sehenswerten, mit dem Oscar für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnete Dokumentation über „Citezenfour“ Edward Snowden. Laura Poitras filmte in einem Hotelzimmer in Hongkong die ersten Gespräche zwischen NSA-Mitarbeiter Snowden und Glenn Grennwald. Sie dokumentierte den vielleicht wichtigsten Zeitpunkt für unser gewandeltes Verhältnis zur globalen Überwachung durch die Geheimdienste. Und allein schon das macht „Citizenfour“ sehenswert.
Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.
mit Edward Snowden, Glenn Greenwald, Laura Poitras, William Binney, Jacob Appelbaum, Ewen MacAskill, Jeremy Scahill
Hinweise
Deutsche Facebook-Seite zum Film
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Citizenfour“
Moviepilot über „Citizenfour“
Metacritic über „Citizenfour“
Rotten Tomatoes über „Citizenfour“
Wikipedia über „Citizenfour“ (deutsch, englisch)
Meine Besprechung von Glenn Greenwalds „Die globale Überwachung“ (No place to hide, 2014)

Meine Besprechung von Laura Poitras’ „Citzenfour“ (Citizenfour, USA/Deutschland 2014) (mit weiteren Video-Interviews) und der DVD (ebenfalls mit Bonusmaterial)


Neu im Kino/Filmkritik: „Hope for all: Unsere Nahrung – unsere Hoffnung“, unser Propagandafilm

Mai 12, 2016

In den ersten Minuten des Dokumentarfilms „Hope for all“ erklärt Regisseurin Nina Messinger, dass das Essen von Fleisch schlecht und das Essen von veganer Rohkost gut sei. Sie malt ein apokalyptisches Bild von den Folgen unseres, zugegeben, übermäßigen Fleischkonsums, das zu vielen Krankheiten, Übergewicht und auch zum Tod führt. Sie zeigt Menschen, die glücksstrahlend erzählen, dass sie todsterbenskrank waren, aber seitdem sie sich vegan ernährten, keine gesundheitlichen Probleme mehr hätte, sich besser fühlten, beim Marathon mitliefen und Berge bestiegen.

In diesem Moment fragte ich mich, warum trotzdem die Menschheit immer älter wird. Denn in den Industriestaaten, in denen die Menschen sich falsch ernähren, steigt das durchschnittliche Lebensalter und die Lebenserwartung, obwohl es nach der mehr als besorgniserregenden These des Films sinken müsste. Denn der Anteil der Veganer ist noch überschaubarer als der Anteil der Vegetarier, die sich nach der Botschaft des Films ja auch ungesund ernähren. Im Presseheft zum Film heißt es, acht Millionen Menschen ernährten sich in Deutschland vegetarisch und eine gute Million vegan. Andere Zahlen sind niedriger.

Weil „Hope for all“ ein schamloses Plädoyer für die vegane Ernährung ist, wird im ersten Drittel des Films noch erklärt, dass Milch und Milchprodukte mindestens genauso schädlich wie Fleisch sind. Danach gibt es über eine Stunde deprimierende Bilder aus der Massentierhaltung und den ebenso industriellen Schlachthöfen.

Das ist zwar gut gemeint, aber – bei aller Sympathie für eine fleischlose Ernährung – nicht gut gemacht. „Hope for all“ ist ein Pamphlet, das wahrscheinlich noch nicht einmal den Bekehrten und von der Sache Überzeugten gefällt. Die anderen werden aus dem schlechten Propagandafilm, der alle Antworten kennt und keine Zweifel und Gegenargumente zulässt, schnell flüchten. Denn der Film haut einem seine frohe Botschaft wie das heilige Evangelium um die Ohren und die Fakten sind erkennbar selektiv ausgewählt. Sie sollen nur die Botschaft, dass nur vegane Ernährung gute Ernährung ist, stützen.

Dabei verpassen die vorzeitig aus dem Film Geflüchteten dann, nachdem es schon viele kitschige Bilder von glücklichen Tieren und Menschen auf grünen Wiesen gab, das fulminante Schlussbild, in dem die Protagonisten des Films auf einer grünen Bergaue sich beseelt die Hand halten, verklärt in den Himmel blicken und die Musik mit dem letzten, ebenso ungenießbarem christlichen Pathosepos konkurriert.

Layout 1

Hope for all: Unsere Nahrung – unsere Hoffnung (Österreich 2016)

Regie: Nina Messinger

Drehbuch: Nina Messinger

mit Jane Goodall, Caldwell B. Esselstyn, Colin Campbell, Vandana Shiva, Claus Leitzmann, Hermann Focke, Mark Bekoff, Melanie Joy, Ruediger Dahlke

Länge: 105 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Homepage zum Film

Moviepilot über „Hope for all“

 


TV-Tipp für den 5. März: Töte zuerst! – Der israelische Geheimdienst Schin Bet

März 5, 2013

Arte, 20.15 Uhr

Töte zuerst! – Der israelische Geheimdienst Schin Bet (Israel/Frankreich/Deutschland/Belgien 2012, R.: Dror Moreh)

Regie: Dror Moreh

Drehbuch: Dror Moreh

Oscar-nominierte Doku über den israelischen Inlandsgeheimdienst, für den Dror Moreh alle noch lebenden Exchefs des Dienstes vor die Kamera bekam. In „The Gatekeepers“ (Originaltitel) reden sie erstaunlich offen und kritisch über ihre Arbeit.

Morehs spielfilmlange, von der Kritik abgefeierte Doku gewann bereits die Preise der Los Angeles Film Critics Association Awards, dem National Board of Review, USA und der National Society of Film Critics Awards, USA.

mit Ami Ayalon, Avi Dichter, Yuval Diskin, Carmi Gillon, Yaakov Peri, Avraham Shalom

Wiederholungen

ARD, Mittwoch, 6. März, 22.45 Uhr

ARD, Donnerstag, 7. März, 04.00 Uhr (Taggenau!)

Arte, Samstag, 16. März, 12.20 Uhr

Hinweise

Homepage zum Film

Arte über die Doku

Metacritic über „The Gatekeepers“ (also dieser Titel gefällt mir besser als der deutsche Titel)

Rotten Tomatoes über „The Gatekeepers“

Wikipedia über „The Gatekeepers“ (deutsch, englisch)