Neu im Kino/Filmkritik: Sind das wirklich „Bad Times at the El Royale“? Und wenn ja: für wen?

Oktober 11, 2018

Das „El Royale“ steht am Lake Tahoe genau auf der Staatsgrenze zwischen Nevada und Kalifornien. Das Hotel hat schon bessere Zeiten erlebt hat. Die Einrichtung verströmt die Patina der fünfziger Jahre. Nur die Musiksammlung in der Jukebox ist aktueller.

In einer Nacht in den frühen Siebzigern treffen sich dort sieben Menschen, die alle ein meist mit irgendwelchen Verbrechen zusammenhängendes Geheimnis haben.

Gespielt werden die Hotelgäste von Jeff Bridges, Cynthia Erivo, Jon Hamm, Cailee Spainey, Dakota Johnson und Chris Hemsworth. Lewis Pullman spielt den Empfangschef des Hotels, der auch kein Unschuldsknabe ist.

Drew Goddard, der Regisseur der Horrorperle „The Cabin in the Woods“, der Erfinder der TV-Serie „Daredevil“ und der Drehbuchautor von „Der Marsianer“ und „World War Z“ und etlicher Episoden für TV-Serien wie „Lost“ und „Alias“, hat mit „Bad Times at the El Royale“ auf den ersten Blick ein Neo-Noir-Ensemblestück inszeniert, das deutlich von Quentin Tarantino inspiriert ist. Vor allem natürlich „Pulp Fiction“. Aber auch „The Hateful Eight“ kann genannt werden.

Was kann da schief gehen?

Nun, für den Anfang, dass früh im Film die falsche Person stirbt. Jedenfalls für mich als Zuschauer.

Es gibt die Theorie, dass man im Film einem Charakter sein Herz schenke und wenn er stirbt, ist der Film für einen emotional zu Ende. Normalerweise schenkt man sein Herz dem Protagonisten. Man fiebert, lacht und weint mit ihm. Okay, das gilt vor allem für schmalzige Liebesfilme.

Manchmal ist es auch ein anderer Charakter. In diesem Fall war es für mich Jon Hamm, der am Filmanfang die anderen Gäste – vor allem Jeff Bridges und Cynthia Erivo – in der riesigen Hotellobby begrüßt. In schönster, raumgreifender Vertretermanier erzählt er einiges über das Hotel und die Ausstattung und bietet ihnen Kaffee an. Währenddessen beäugen sie und die später die Lobby betretenden Menschen sich auffallend misstrauisch. Als er anschließend als Gast sein Zimmer bezieht, beginnt er sofort, es sorgfältig nach Wanzen abzusuchen. Er entdeckt auch, dass alle Hotelzimmern mit spanischen Spiegeln ausgestattet sind und einige Hotelgäste auch gefilmt werden.

Er wird, weil er durch den Einwegspiegel in einem Zimmer eine Geiselnahme sieht und die Geisel retten will, ziemlich früh im Film erschossen.

In dem Moment war mein Held tot – und der Film hatte ein Problem.

Dazu kommen noch einige weitere Probleme.

Formal variiert „Bad Times at the El Royale“ das Erzählprinzip von „Pulp Fiction“. „Bad Times at the El Royale“ ist ebenfalls ein Ensemblefilm. Die einzelnen Geschichten sind ebenfalls pulpige Gangstergeschichten, garniert mit etwas plakativ-politischem Zeitkolorit. Im Gegensatz zu „Pulp Fiction“ erzählt Goddard seine in Kapitel unterteilte Geschichte ziemlich chronologisch. Das ist jetzt nicht besonders gut oder schlecht, sondern eine Möglichkeit in einem Ensemblestück die Geschichten anzuordnen.

Bei den Endlosdialogen zeigt sich allerdings, wie gut die Dialoge von Tarantino sind. Sie sind witzige Kabinettstückchen. Sie charakterisieren den Sprechenden. Und es gibt in jedem seiner Filme etliche Tarantino-Sätze (okay, bei „Jackie Brown“ sind es Elmore-Leonard-Sätze), die man gerne in eines seiner nächsten Gespräche einflechtet. Bei Goddard fehlt Tarantinos Witz und damit das, was Tarantino-Dialoge so einzigartig macht. Bei Goddard stellt sich bei den sich endlos anfühlenden Monologen schnell eine gewisse Langeweile ein. Es wird einfach zu viel zu lange erklärt. Es gibt auch nicht den Satz oder den Dialog, den man gerne zitieren möchte.

Und die Story hat erstaunlich viele lose Enden. Vieles wird angedeutet. Wenig wird aufgeklärt.

Immerhin werden die Hintergründe der Entführung und warum am Filmanfang ein Mann in einem Hotelzimmer eine Tasche im Boden versteckt, aufgeklärt.

Am Ende ist „Bad Times at the El Royale ein stylish aussehender, hochkarätig besetzter Neo-Noir-Langweiler. Das ist, musikalisch soulig untermalt, Stil über Substanz.

Wer unbedingt mit einem neueren Neo-Noir zurück in die Siebziger will, sollte sich „Inherent Vice“ – Natürliche Mängel“ ansehen. Oder auf den nächsten Film von Quentin Tarantino warten.

Bad Times at the El Royale (Bad Times at the El Royale, USA 2018)

Regie: Drew Goddard

Drehbuch: Drew Goddard

mit Jeff Bridges, Dakota Johnson, Cynthia Erivo, Chris Hemsworth, Jon Hamm, Cailee Spainey, Lewis Pullman, Nick Offerman, Xavier Dolan, Shea Whigham

Länge: 142 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Bad Times at the El Royale“

Metacritic über „Bad Times at the El Royale“

Rotten Tomatoes über „Bad Times at the El Royale“

Wikipedia über „Bad Times at the El Royale“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 18. August: The Big Lebowski

August 18, 2018

ZDFneo, 20.15

The Big Lebowski (The Big Lebowski, USA 1998)

Regie: Joel Coen

Drehbuch: Ethan Coen, Joel Coen

Ein echter Kultfilm.

Die Geschichte ist, wie bei Raymond Chandler, der als Inspiration diente, kaum nacherzählbar, labyrinthisch, voller grandioser Szenen und Sätze und wahrscheinlich bar jeder Logik. Im wesentlichen geht es darum, dass der Dude mit seinem ihm bis dahin unbekannten, stinkreichen, herrischen, querschnittgelähmten Namensvetter verwechselt wird und er in eine undurchsichtige Entführungsgeschichte hineingezogen wird.

mit Jeff Bridges, John Goodman, Julianne Moore, Steve Buscemi, David Huddleston, Philip Seymour Hoffman, Tara Reid, Philip Moon, Mark Pellegrino, Peter Stormare, Flea, John Turturro, Sam Elliott, Ben Gazzara

Hinweise

Homepage des Lebowski Fest

Drehbuch „The Big Lebowski“ von Joel & Ethan Coen

Rotten Tomatoes über „The Big Lebowski“

Wikipedia über „The Big Lebowski“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Bill Green/Ben Peskoe/Will Russell/Scott Shuffitts „Ich bin ein Lebowski, du bist ein Lebowski – Die ganze Welt des Big Lebowski“ (I’m a Lebowski, you’re a Lebowski, 2007)

Meine Besprechung des Coen-Films „Blood Simple – Director’s Cut“ (Blood Simple, USA 1984/2000)

Meine Besprechung von Michael Hoffmans “Gambit – Der Masterplan” (Gambit, USA 2012 – nach einem Drehbuch von Joel und Ethan Coen)

Meine Besprechung des Coen-Films “Inside Llewyn Davis” (Inside Llewyn Davis, USA/Frankreich  2013)

Meine Besprechung des Coen-Films „Hail, Caesar!“ (Hail, Caesar!, USA/Großbritannien 2016)

Die Coen-Brüder in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: „No Way Out – Gegen die Flammen“kämpfen die „Granite Mountain Hotshots“

Mai 6, 2018

Hach, das ist wieder ein deutscher Titel, der für Verwirrung sorgen wird. Also: „No Way Out – Gegen die Flammen“ ist ein Film über Feuerbekämpfer, der nichts, aber auch absolut nichts mit dem Kevin-Costner-Thriller „No Way Out – Es gibt kein Zurück“ zu tun hat. Außerdem ist der Originaltitel von „No Way Out – Gegen die Flammen“ „Only the Brave“. Aber die Werbeabteilung hat sich sicher etwas dabei gedacht. Und gegen Flammen müssen die „Granite Mountain Hotshots“ kämpfen.

In den USA erreichten die Feuerbekämpfer am 30. Juni 2013 traurige Berühmtheit. Mit anderen Feuerwehrmännern bekämpften sie nahe der Kleinstadt Yarnell Hill, Arizona einen durch einen Blitzschlag verursachten Brand. Es war ein Routine-Einsatz, bei dem die Flammen, aufgrund starker Windböen, unvorhergesehene Wege einschlugen und das Feuer sich schneller als gedacht bewegte. Neunzehn der aus zwanzig Männern bestehenden Hotshot-Einheit starben in den Flammen. Es war der größte Verlust von Feuerwehrmännern nach 9/11.

Kurz nach dem Unglück schrieb Sean Flynn für die „GQ“ die Reportage „No Exit“. Sie war die Grundlage für Joseph Kosinskis beeindruckendes Drama „No Way Out – Gegen die Flammen“. Er erzählt die Geschichte der „Granite Mountain Hotshots“, der ersten kommunalen Hotshot-Einheit. Normalerweise unterstehen sie Bundesbehörden. Aktuell gibt es in den USA 107 Hotshot-Crews. Jede Einheit besteht aus 20 Feuerwehrleuten. Die Hotshots sind Feuerbekämpfer, die vor allem deshalb als Eliteeinheit bezeichnet werden, weil sie in den USA tagelang gegen die riesigen Brandherde kämpfen. Dabei geht es vor allem um das Schlagen von Schneisen und Anlegen von Hindernissen, die das Feuer in geordnete Bahnen lenken. Auch gezielte Brände gehören dazu. Es ist harte, körperliche Arbeit, die meistens von jungen Männern durchgeführt wird. In der mehrere Monate dauernden Brandsaison sind sie fast ununterbrochen unterwegs.

In „No Way Out“ wird die Geschichte der „Granite Mountain Hotshots“ chronologisch erzählt. Vor ihrer Hotshot-Zertifizierung ist die von Eric Marsh (Josh Brolin) geleitete Einheit die Feuerwehr der Kleinstadt Prescott, Arizona, die vor allem ihren Ort vor Feuer beschützt. Vor ihrer Hotshot-Zertifizierung 2008 trainieren sie jahrelang, erfüllen die Anforderungen für eine Zertifizierung und werden erfolgreich geprüft. Es ist ein hartes Verfahren für eine harte und gefährliche Arbeit.

Im Verlauf des über zweistündigen Films lernen wir die Feuerwehrleute und ihre Familien kennen. Vor allem Eric Marsh und Brandon ‚Donut‘ McDonough (Miles Teller) stehen im Mittelpunkt. McDonough hatte vorher eine lange Karriere als vorbestrafter Junkie hinter sich. Die Einheit ist für ihn die letzte Chance auf ein Leben, das sich vollkommen von seinem Junkie-Leben unterscheidet. Wir begleiten die Feuerwehrmänner auf verschiedenen Einsätzen, die vor allem auf der großen Leinwand ihre gesamte Wirkung entfalten.

Kosinski („Tron: Legacy“, „Oblivion“) erzählt diese Geschichte ganz traditionell als eine sich über mehrere Jahre erstreckende, für den Film etwas komprimierte Chronik. Es ist schnörkelloses, klassisches Hollywood-Erzählkino. Chronologisch werden Episoden aus dem Berufs- und Privatleben der Feuerwehrmänner erzählt, bis es zu dem katastrophalen letzten Einsatz kommt. Den inszeniert Kosinski dann auch so, dass schon von der ersten Minute an – wenn die „Granite Mountain Hotshots“ noch an einen Routine-Einsatz glauben – als einen Einsatz, der in einer Katastrophe enden wird.

No Way Out“ ist ein würdiges Denkmal für diese Einheit.

No Way Out – Gegen die Flammen (Only the Brave, USA 2017)

Regie: Joseph Kosinski

Drehbuch: Ken Nolan, Eric Warren Singer

LV: Sean Flynn: No Exit (GQ, 27. September 2013, Reportage)

mit Josh Brolin, Miles Teller, Jeff Bridges, Taylor Kitsch, Jennifer Connelly, James Badge Dale, Andie MacDowell, Alex Russell, Ben Hardy, Scott Haze, Geoff Stults

Länge: 134 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „No Way Out“

Metacritic über „No Way Out“

Rotten Tomatoes über „No Way Out“

Wikipedia über „No Way Out“ (deutsch, englisch)

History vs. Hollywood sucht in den Flammen nach den Fakten

GQ: Sean Flynn: No Exit

Meine Besprechung von Joseph Kosinskis „Oblivion“ (Oblivion, USA 2013)

Ein etwas überfülltes Gespräch mit Brandon McDonough (dem überlebenden Mitglied der Granite Mountain Hotshots), den Schauspielern und dem Regisseur in der Build-Gesprächsreihe


TV-Tipp für den 14. Oktober: The Big Lebowski

Oktober 14, 2017

ZDFneo, 20.15

The Big Lebowski (USA 1998, Regie: Joel Coen)

Drehbuch: Ethan Coen, Joel Coen

Ein echter Kultfilm.

Die Geschichte ist, wie bei Raymond Chandler, der als Inspiration diente, kaum nacherzählbar, labyrinthisch, voller grandioser Szenen und Sätze und wahrscheinlich bar jeder Logik. Im wesentlichen geht es darum, dass der Dude mit seinem ihm bis dahin unbekannten, stinkreichen, herrischen, querschnittgelähmten Namensvetter verwechselt wird und er in eine undurchsichtige Entführungsgeschichte hineingezogen wird.

mit Jeff Bridges, John Goodman, Julianne Moore, Steve Buscemi, David Huddleston, Philip Seymour Hoffman, Tara Reid, Philip Moon, Mark Pellegrino, Peter Stormare, Flea, John Turturro, Sam Elliott, Ben Gazzara

Hinweise

Homepage des Lebowski Fest

Drehbuch „The Big Lebowski“ von Joel & Ethan Coen

Rotten Tomatoes über „The Big Lebowski“

Wikipedia über „The Big Lebowski“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Bill Green/Ben Peskoe/Will Russell/Scott Shuffitts „Ich bin ein Lebowski, du bist ein Lebowski – Die ganze Welt des Big Lebowski“ (I’m a Lebowski, you’re a Lebowski, 2007)

Meine Besprechung des Coen-Films „Blood Simple – Director’s Cut“ (Blood Simple, USA 1984/2000)

Meine Besprechung von Michael Hoffmans “Gambit – Der Masterplan” (Gambit, USA 2012 – nach einem Drehbuch von Joel und Ethan Coen)

Meine Besprechung des Coen-Films “Inside Llewyn Davis” (Inside Llewyn Davis, USA/Frankreich  2013)

Meine Besprechung des Coen-Films „Hail, Caesar!“ (Hail, Caesar!, USA/Großbritannien 2016)

Die Coen-Brüder in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 11. Oktober: True Grit/No Country for Old Men

Oktober 11, 2017

Ein wahrhaft coeniglicher Abend

Kabel 1, 20.15

True Grit (USA 2010, Regie: Joel Coen, Ethan Coen)

Drehbuch: Joel Coen, Ethan Coen

LV: Charles Portis: True Grit, 1968 (Die mutige Mattie; True Grit)

Die vierzehnjährige Mattie Ross will den Mörder ihres Vaters, den Feigling Tom Chaney, finden. Für die Jagd engagiert sie den versoffenen, aber furchtlosen Marschall Rooster Cogburn.

Ein zukünftiger Western-Klassiker

mit Jeff Bridges, Hailee Steinfeld, Matt Damon, Josh Brolin, Barry Pepper

Wiederholung: Donnerstag, 12. Oktober, 01.15 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über Charles Portis (deutsch, englisch) und „True Grit

New York Times über Charles Portis (19. Dezember 2010)

Amerikanische Homepage zu „True Grit“ (Coen-Version)

Deutsche Homepage zu „True Grit“ (Coen-Version)

Film-Zeit über „True Grit“ (Coen-Version)

Metacritic über “True Grit”

Rotten Tomatoes über “True Grit”

Drehbuch „True Grit“ von Joel und Ethan Coen

Meine Besprechung von Charles Portis’ Roman „True Grit/Die mutige Mattie“ (True Grit, 1968)

Kabel 1, 22.25

No Country for Old Men (USA 2007, Regie: Ethan Coen, Joel Coen)

Drehbuch: Ethan Coen, Joel Coen

LV: Cormac McCarthy: No Country for Old Men, 2005

Lewellyn Moss findet in der texanischen Wüste die Überreste eines gescheiterten Drogendeals: Leichen, Heroin und zwei Millionen Dollar. Er schnappt sich die Kohle und steht auf der Abschussliste eines gnadenlosen Killers.

Feine McCarthy-Verfilmung der Coen-Brüder, die, neben vielen anderen Preisen, auch den Oscar als bester Film des Jahres gewann und für den Edgar nominiert war (aber das war auch mit dem Gewinner “Michael Clayton”, “Tödliche Versprechen”, “Zodiac – Die Spur des Verbrechers” und “Die Regeln der Gewalt” ein starkes Jahr für Krimifreunde).

Mit Tommy Lee Jones, Javier Bardem, Josh Brolin, Woody Harrelson, Kelly Macdonald

Wiederholung: Freitag, 13. Oktober, 01.45 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Amerikanische Homepage zum Film

Metacritic über “No Country for Old Men”

Rotten Tomatoes über “No Country for Old Men”

Wikipedia über “No Contry for Old Men” (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Bill Green/Ben Peskoe/Will Russell/Scott Shuffitts „Ich bin ein Lebowski, du bist ein Lebowski – Die ganze Welt des Big Lebowski“ (I’m a Lebowski, you’re a Lebowski, 2007)

Meine Besprechung des Coen-Films „Blood Simple – Director’s Cut“ (Blood Simple, USA 1984/2000)

Meine Besprechung von Michael Hoffmans “Gambit – Der Masterplan” (Gambit, USA 2012 – nach einem Drehbuch von Joel und Ethan Coen)

Meine Besprechung des Coen-Films “Inside Llewyn Davis” (Inside Llewyn Davis, USA/Frankreich  2013)

Meine Besprechung des Coen-Films „Hail, Caesar!“ (Hail, Caesar!, USA/Großbritannien 2016)

Die Coen-Brüder in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: „Kingsman: The Golden Circle“ und die Statesman

September 22, 2017

Der erste „Kingsman“-Film „The Secret Service“ war der etwas andere James-Bond-Film, der alles hatte, was alte James-Bond-Fans von einem James-Bond-Film erwarten. Und noch etwas mehr.

Der zweite „Kingsman“-Film „The Golden Circle“ schreibt die Geschichte der Kingsman und von Eggsy (Taron Egerton), der jetzt den Codenamen ‚Galahad‘ hat, fort. Allerdings weniger im Modus eines James-Bond-Films, sondern mehr „eigenständig“ als vergnügliche, mit über hundertvierzig Minuten auch zu lang geratene Nummernrevue mit viel Action. Denn die Story, ein Mix aus Agenten- und Kriminalgeschichte mit einer größenwahnsinnigen Schurkin, ist überall und nirgends.

Es beginnt mit einem Mordanschlag auf Eggsy (Taron Egerton), der uns gleich eine große Actionszene auf den nächtlichen Straßen Londons mit zahlreichen Kollateralschäden beschert, die auch gut in einen James-Bond-Film gepasst hätte. Wenn die Inszenierung der Action nicht zu sehr auf den Kollegen Computer bauen würde.

Dann werden alle Kingsman gleichzeitig bei mehreren explosiven Anschlägen ermordet. Nur Eggsy und Merlin (Mark Strong) überleben. In einem Notfallsafe finden sie einen Hinweis, der sie in die USA nach Kentucky in eine gigantische Whiskey-Destillerie zu ihrer Bruderorganisation ‚Statesman‘ führt und in deren Venen Americana fließt. Die dortigen Agenten Tequila (Channing Tatum, der wegen seines Drogenkonsums schnell tiefgekühlt gelagert wird), sein Kollege Whiskey (Pedro Pascal, „Game of Thrones“, „Narcos“), Ginger Ale (Halle Berry) und ihr Chef Champagne (Jeff Bridges) helfen ihnen gegen den Golden Circle, der für die Anschläge auf die Kingsman verantwortlich ist, vorzugehen.

Der Golden Circle ist eine global aktive Drogenschmuggelorganisation, deren Chefin Poppy (Julianne Moore) nach höheren Weihen strebt. Dafür vergiftet sie jetzt alle ihre Kunden. Das Gegengift gibt es, wenn ihre Forderung nach einer vollständigen Freigabe von Drogen (Hey, klingt vernünftig!) erfüllt wird. Der Präsident der USA (Bruce Greenwood) denkt nicht daran und die Kingsman und die Statesman, vor allem Eggsy und Whiskey, beginnen, quer über den Globus reisend, Poppy und ihr Versteck zu suchen. Das liegt in Südostasien im Dschungel und sieht wie eine US-amerikanische Fünfziger-Jahre-Kleinstadt aus. Mit Diner, Kino und Konzertsaal, mit Elton John als Hauspianisten.

Bis dahin vergeht allerdings viel Filmzeit. Durchaus vergnüglich, aber auch deutlich mehr an einzelnen Episoden, Gags, teils gelungen, teils idiotisch (wie die Roboterhunde), teils geschmacklos, und Subplots zwischen Therapie für ‚Galahad‘ Harry Hart (Colin Firth) und Liebesknatsch zwischen Eggsy und seiner Freundin Prinzessin Tilde (Hanna Alström) interessiert, als am vorantreiben der erschreckend sinnfreien Haupthandlung.

Die Action ist zwar furios im derzeit gängigen, aus Superheldenfilmen bekannten Standard gefilmt, aber sie berührt oft nicht. Denn zu oft ist zu offensichtlich, dass die Szenen nur dank dem großflächigen CGI-Einsatz so aussehen, wie sie aussehen. Dabei haben zuletzt „John Wick: Kapitel 2“, „Atomic Blonde“ und „Baby Driver“ gezeigt, wie mitreisend handgemachte Action ist. Auch der erste „Kingsman“-Film „The Secret Service“ hatte da mit Harry Harts Kampf in einem Pub und einer Kirche Standards gesetzt, die in diesem Film nicht überboten werden. Die Pubszene wird in „The Golden Circle“ zitiert, aber am Ende ist ein Lasso nur ein kläglicher Ersatz für einen Regenschirm.

So ist „Kingsman: The Golden Circle“ ein deutlich zu lang geratener Nachschlag zum ersten „Kingsman“-Film, dem genau der Witz, Stil, erzählerische Stringenz und Überraschungseffekt des ersten Teils fehlt.

Kingsman: The Golden Circle (Kingsman: The Golden Circle, USA 2017)

Regie: Matthew Vaughn

Drehbuch: Jane Goldman, Matthew Vaughn

LV: Mark Millar/Dave Gibbons: The Secret Service, 2012/2013 (Secret Service) (naja, eigentlich „Inspiration“)

mit Taron Egerton, Julianne Moore, Colin Firth, Mark Strong, Channing Tatum, Halle Berry, Jeff Bridges, Pedro Pascal, Edward Holcroft, Elton John, Hanna Alström, Tom Benedict Knight, Michael Gambon, Sophie Cookson, Björn Granath, Lena Endre, Poppy Delevingne, Bruce Greenwood, Emily Watson

Länge: 141 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Kingsman: The Golden Circle“

Metacritic über „Kingsman: The Golden Circle“

Rotten Tomatoes über „Kingsman: The Golden Circle“

Wikipedia über „Kingsman: The Golden Circle“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Matthew Vaughns Mark-Millar-Verfilmung „Kingsman: The Secret Service“ (Kingsman: The Secret Service, USA/Großbritannien 2015)

Bonushinweis

Pünktlich zum Filmstart (obwohl der Comic nichts mit dem Film zu tun hat) erschien bei Panini als vierter Band der „Mark Millar Collection“. „Genosse Superman“ ist Mark Millars Interpretation der Geschichte von Superman. Nur dass der Sohn Kryptons in den Fünfzigern nicht in den USA, sondern einige Kilometer weiter, in der Sowjetunion landete und der, – man beachte das Zeichen auf Supermans Brust -, für andere Werte kämpft.

Genosse Superman“ war für den Eisner Award nominiert.

Mark Millar/Dave Johnson/Kilian Plunket: Genosse Superman (Mark Millar Collection Band 4)

(übersetzt von Christian Heiss)

Panini, 2017

172 Seiten

24,99 Euro

Originalausgabe

Superman: Red Son # 1 – 3

DC Comics, 2003

Hinweise

Homepage von Mark Millar

Meine Besprechung von Mark Millar/J. G. Jones‘ „Wanted (Mark Millar Collection 1)“ (Wanted # 1 – 6, Dezember 2003 – Februar 2005)

Meine Besprechung von Mark Millar/Steve McNivens „Nemesis“ (Nemesis, 2010/2011)

Meine Besprechung von Mark Millar/Grant Morrisons “Vampirella: Heiliger Krieg (Master Series 1)”

Meine Besprechung von Mark Millar/Steve McNivens „Wolverine: Old Man Logan“ (Old Man Logan, 2008/2009)

Meine Besprechung von Mark Millar/John Romita, Jr. „Kick-Ass 2 (Band 1)“ (Kick-Ass 2 – Issue 1 – 4, Dezember 2010 – November 2011)

Meine Besprechung von Mark Millar/John Romita, Jr. „Kick-Ass 2 (Band 2)“ (Kick-Ass 2 – Issue 5 – 7, Januar – Mai 2012)

Meine Besprechung von Mark Millar/John Romita, Jr. „Hit-Girl – Kick-Ass 2: Die Vorgeschichte“ (Hit-Girl, Issue 1 – 5, August 2012 – April 2013)

Meine Besprechung von Mark Millar/Leinil Yus „Superior – Band 2“ (Superior, Issue 5 – 7, Dezember 2011 – März 2012)

Meine Besprechung von Mark Millar/Dave Gibbons‘ „Secret Service“ (Secret Service # 1- 6, Juni 2012 – April 2013)

Meine Besprechung von Mark Millar/John Romita jr. „Kick-Ass 3 – Band 1“ (Kick-Ass 3, # 1 – 5, Juli 2013 – Januar 2014)

Meine Besprechung von Mark Millar/John Romita jr. „Kick-Ass 3 – Band 2“ (Kick-Ass 3 – # 6 – 7, April – August 2014)

Meine Besprechung von Mark Millar/Leinil Yu/Nacho Vigalondos (Co-Autor/Drehbuch) „Super Croocks – Band 1: Der Coup“ (Super Crooks # 1 – 4, 2012)

Meine Besprechung von Jeff Wadlows Mark-Millar-Verfilmung „Kick-Ass 2“ (Kick-Ass 2, USA 2013)

Meine Besprechung von Matthew Vaughns Mark-Millar-Verfilmung „Kingsman: The Secret Service“ (Kingsman: The Secret Service, USA/Großbritannien 2015)


TV-Tipp für den 23. April: Heaven’s Gate – Das Tor zum Himmel

April 22, 2017

Arte, 20.15
Heaven’s Gate – Das Tor zum Himmel (USA 1980, Regie: Michael Cimino)
Drehbuch: Michael Cimino
Michael Ciminos epische, lose vom Johnson County War inspirierte Chronik eines blutigen Krieges zwischen neuen Siedlern aus Osteuropa und alteingesessenen Großgrundbesitzern in Wyoming um 1890, bei dem die Nationalgarde den Großgrundbesitzern zum Sieg verhalf.
Ein jeder Beziehung grandioser Western, der damals auch grandios floppte. Heute ist er als Klassiker anerkannt, erhielt 2012 den Ehrenlöwen der Filmfestspiele Venedig – und wartet in Deutschland immer noch auf eine würdige DVD/Blu-ray-Ausgabe, die es in den USA schon lange gibt.
In Deutschland lief der Film erst 1985 im Kino an und der Fischer Film Almanach schrieb: „irgendwann einmal wird (…) ‚Heaven’s Gate‘ – vermutlich in der langen Originalfassung – als Meisterwerk und Kultfilm entdeckt werden.“
In Deutschland lief die 219-minütige Originalfassung. In den damals Ronald-Reagan-patriotisch besoffenen USA wurde der Film kurz nach dem Kinostart auf 149 Minuten gekürzt und immer noch wollte niemand das kritische Geschichtsbild sehen.
Cimino drehte davor „Die letzten beißen die Hunde“ und „Die durch die Hölle gehen“. Beides hochgelobte und an der Kinokasse erfolgreiche Filme. Danach kämpfte er um jeden Film, schaffte aber noch „Im Jahr des Drachen“, „Der Sizilianer“ (eher nett) und „24 Stunden in seiner Gewalt“.
mit Kris Kristofferson, Christopher Walken, John Hurt, Isabelle Huppert, Joseph Cotten, Jeff Bridges, Sam Waterston, Brad Dourif, Richard Masur, Mickey Rourke (fast sein Debüt)
Hinweise
Rotten Tomatoes über „Heaven’s Gate“
Wikipedia über „Heaven’s Gate“ (deutsch, englisch)
Kriminalakte: Publikumsgespräch über „Heaven’s Gate“ mit Michael Cimino und Kris Kristofferson


Neu im Kino/Filmkritik: Der grandiose Neo-Western „Hell or High Water“

Januar 14, 2017

Es beginnt mit einem Banküberfall in West-Texas und ehe die Polizei auftaucht, haben Toby Howard (Chris Pine) und sein gerade aus dem Knast entlassener, impulsiver Bruder Tanner (Ben Foster) schon die nächste Bank überfallen. Texas Ranger Marcus Hamilton (Jeff Bridges) und sein Partner Alberto Parker (Gil Birmingham) vermuten schnell, dass die Bankräuber es auf die Filialen einer bestimmten Banken abgesehen, einen Grund dafür und ein Ziel haben. Die Howards überfallen nämlich Filialen der Texas Midlands Bank und, wie wir etwas später erfahren, hat diese Bank ihrer Mutter einen kleinen Kredit auf das Grundstück gegeben und die Howards, während ihre Mutter im Sterben lag, immer weiter in eine Verschuldungsspirale getrieben hat. Jetzt will die Bank das Grundstück, auf dem Öl gefunden wurde, haben.

Mit den Banküberfällen wollen die Howard-Brüder genug Geld erbeuten, um ihre Schulden zu bezahlen.

David Mackenzie („Young Adam“, „Hallam Foe“) inszenierte nach einem Drehbuch von „Sicario“-Autor Taylor Sheridan, mit der Musik von Nick Cave und Warren Ellis (was schon eine Empfehlung an sich ist), einen schnörkellosen Neo-Western, der gleichzeitig ein Porträt des ländlichen Texas ist. Die weit auseinanderliegenden Städte sind klein, vom Verfall geprägt und immer wieder tauchen am Straßenrand oft schon ältere Schilder von Banken auf, die etwas verkaufen wollen. Schnell entsteht das bedrückende Bild eines ökonomisch darnieder liegenden Landes.

Es ist auch ein Land, in dem zu viele Leute zu viele Waffen haben. So müssen die beiden Bankräuber schon während ihres zweiten Banküberfalls vor einem schießwütigem Bankkunden weglaufen. Später hat auch Texas Ranger Hamilton immer wieder Probleme mit schießgeneigten Texanern. Denn natürlich hat jeder Texaner mindestens eine Waffe in seinem Auto liegen. Oft auch zwei, drei oder noch mehr, die er auch gerne und ohne erkennbare Gewissenskonflikte gegen Menschen einsetzt.

Der Schotte Mackenzies hat bei seinem Neo-Western immer auch einen europäischen Blick auf die USA. Er sieht Dinge, die einem US-Amerikaner nicht auffallen, weil er sie für selbstverständlich hält. Er hat, das ist in jedem Bild spürbar, eine große Liebe und Faszination für den Western und den Gangsterfilm. Er badet, auch dank der Musik der Australier Cave und Ellis, förmlich im Americana-Feeling. Allerdings ohne Verklärungen u d mit dem skeptisch-staunendem Blick eines Außenseiters. Die Bilder der dünn besiedelten Landschaft, der Sonnenauf- und -untergänge, der Häuser, der Diner, die in Texas noch die Patina der fünfziger Jahre verströmen (McDonalds kam nie dorthin, weil er dort keine Geschäfte hätte machen können) und der Menschen, die alle nicht wie die typischen Hollywood-Schauspieler aussehen. In der Originalfassung suhlen sie förmlich im texanischen Dialekt, der kaum verständlich ist und auch Kenner der englischen Sprache nach Untertiteln rufen lässt.

Mackenzie ist, trotz einiger Längen, ein feiner Film gelungen, der auf jegliche aufgesetzte Sozialkritik verzichtet. Die Längen des Neo-Westerns liegen an der seit Ewigkeiten bekannten Geschichte von Bankräubern, die sich gegen die Banken und ihre Macht auflehnen, und Gesetzeshütern, die sie gnadenlos verfolgen, und Taylor Sheridans Konzentration auf wenige Charaktere, über die wir wenig mehr erfahren, als ihre aktuellen Taten. Letztendlich kämpfen zwei Polizisten gegen zwei Bankräuber, die sich während der Filmgeschichte eigentlich nicht begegnen. Diese für Filme prinzipiell schwierige Erzählkonstruktion kennen wir aus Michael Manns Gangsterfilmklassiker „Heat“ und auch in „High or High Water“ funktioniert sie vorzüglich.

Alles in „Hell or High Water“ ist Handlung, die sich ohne eine einzig Rückblende oder lange Erklär-Dialoge chronologisch und ohne Umwege bis hin zu seinem durchaus positiven, aber moralisch zwiespältigem Ende bewegt. Damit besteht „Hell or High Water“ zwar nicht den 100-%-Noir-Test, aber niemand würde das düstere Drama für einen Feelgood-Film oder einen 08/15-Actionfilm halten.

hell-or-high-water-plakat

Hell or High Water (Hell or High Water, USA 2016)

Regie: David Mackenzie

Drehbuch: Taylor Sheridan

mit Chris Pine, Ben Foster, Jeff Bridges, Gil Birmingham, Marin Ireland, Katy Mixon, Dale Dickey

Länge: 102 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Hell or High Water“

Metacritic über „Hell or High Water“

Rotten Tomatoes über „Hell or High Water“

Wikipedia über „Hell or High Water“ (deutsch, englisch)

Und hier, zum Tonvergleich, der Originaltrailer

DP/30 versammelt die drei Hauptdarsteller zu einem gesitteten Gespräch

Mit Taylor Sheridan führte DP/30 ein Einzelgespräch


TV-Tipp für den 18. April: Die fabelhaften Baker Boys

April 18, 2016

Arte, 20.15

Die fabelhaften Baker Boys (USA 1989, Regie: Steve Kloves)

Drehbuch: Steve Kloves

Die Brüder Jack und Frank Baker klimpern sich seit Jahrzehnten mit abnehmendem Erfolg durch Amerikas Hotelbars und Clubs. Jetzt wollen sie mit der Sängerin Susie Diamond ihre Auftritte aufregender gestalten. Allerdings wissen sie nicht, wie aufregend es mit ihr wird.

Sentimentales Musikerdrama mit geschmackvollem Jazz (Dave Grusin) und einer dazu passenden Kamera (Michael Ballhaus).

„Dem Regiedebütanten Steve Kloves gelang mit seiner atmosphärischen Komödie, romantische Arrangements mit Versatzstücken des Film noir auf eine Weise zu verbinden, die sehr vertraut erscheint und die doch immer wieder neu ist in der Modernität ihrer Inszenierung.“ (Fischer Film Almanach 1991)

Damals dachten alle, dass Steve Kloves jetzt in Hollywood Regie-Karriere machen wird, aber in den Neunzigern folgte fast nichts und in den letzten zehn Jahren schrieb er die Drehbücher für die „Harry Potter“-Filme.

mit Jeff Bridges, Beau Bridges, Michelle Pfeiffer, Elli Raab, Xander Berkeley, Gregory Itzin, Jennifer Tilly

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Die fabelhaften Baker Boys“

Wikipedia über „Die fabelhaften Baker Boys“ (deutsch, englisch)

Wikipedia über Jeff Bridges (deutsch, englisch)

Homepage von Jeff Bridges


TV-Tipp für den 11. Dezember: The Big Lebowski

Dezember 11, 2015

3sat, 22.35

The Big Lebowski (USA 1998, Regie: Joel Coen)

Drehbuch: Ethan Coen, Joel Coen

Ein echter Kultfilm.

Die Geschichte ist, wie bei Raymond Chandler, der als Inspiration diente, kaum nacherzählbar, labyrinthisch, voller grandioser Szenen und Sätze und wahrscheinlich bar jeder Logik. Im wesentlichen geht es darum, dass der Dude mit seinem ihm bis dahin unbekannten, stinkreichen, herrischen, querschnittgelähmten Namensvetter verwechselt wird und er in eine undurchsichtige Entführungsgeschichte hineingezogen wird.

mit Jeff Bridges, John Goodman, Julianne Moore, Steve Buscemi, David Huddleston, Philip Seymour Hoffman, Tara Reid, Philip Moon, Mark Pellegrino, Peter Stormare, Flea, John Turturro, Sam Elliott, Ben Gazzara

Hinweise

Homepage des Lebowski Fest

Drehbuch „The Big Lebowski“ von Joel & Ethan Coen

Wikipedia über „The Big Lebowski“ (deutsch, englisch)

„You know, for kids!“  – The Movies of the Coen Brothers (eine sehr umfangreiche Seite über die Coen-Brüder)

Meine Besprechung von Bill Green/Ben Peskoe/Will Russell/Scott Shuffitts „Ich bin ein Lebowski, du bist ein Lebowski – Die ganze Welt des Big Lebowski“ (I’m a Lebowski, you’re a Lebowski, 2007)

Meine Besprechung von Michael Hoffmans “Gambit – Der Masterplan” (Gambit, USA 2012 – nach einem Drehbuch von Joel und Ethan Coen)

Meine Besprechung des Coen-Films “Inside Llewyn Davis” (Inside Llewyn Davis, USA/Frankreich  2013)

Die Coen-Brüder in der Kriminalakte

Der neue Film der Coen-Brüder eröffnet im Februar die Berlinale. Hier der äußerst vergnügliche Trailer


TV-Tipp für den 9. Oktober: Wild Bill

Oktober 8, 2015

Servus TV, 22.25
Wild Bill (USA 1995, Regie: Walter Hill)
Drehbuch: Walter Hill
LV: Pete Dexter: Deadwood, 1986 (Deadwood), Thomas Babe: Fathers and Sons, 1978 (Theaterstück)
Walter Hills Biopic über Wild Bill Hickock, das der Revolverheld sich in seinen Opiumträumen zusammenspinnt. Ein top besetzter, ziemlich abgefahrener und auch zerfahrener Western, der an der Kinokasse selbstverständlich kein Erfolg war, aber für Western-Fans einiges zu bieten hat.
Hill drehte die Helden-Demystifikation zwischen dem Western „Geronimo – Eine Legende“ und dem Quasi-Western „Last Man Standing“.
Die Musik ist von Van Dyke Parks.
mit Jeff Bridges, Ellen Barkin, John Hurt, Diane Lane, Keith Carradine, Christina Applegate, Bruce Dern, James Gammon, James Remar
Wiederholung: Samstag, 10. Oktober, 02.35 Uhr (Taggenau!)
Hinweise
Rotten Tomatoes über „Wild Bill“
Turner Classic Movies über „Wild Bill“
Wikipedia über „Wild Bill“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Walter Hills “Straßen in Flammen” (Streets on Fire, USA 1984)

Meine Besprechung von Walter Hills “Shoutout – Keine Gnade” (Bullet to the Head, USA 2013)

Walter Hill in der Kriminalakte

Meine Besprechung von Pete Dexters „Paperboy“ (The Paperboy, 1995)


TV-Tipp für den 21. August: Männer, die auf Ziegen starren

August 20, 2015

3sat, 22.35

Männer, die auf Ziegen starren (USA 2009, Regie: Grant Heslov)

Drehbuch: Peter Straughan

LV: Jon Ronson: The men who stare at goats, 2004 (Durch die Wand; Männer, die auf Ziegen starren)

Ein Journalist hört von einer Armeeeinheit, die ihre Gegner mit gewaltfreien, teils übersinnlichen Methoden bekämpft. Er macht sich auf die Suche nach ihr.

Die Story von „Männer, die auf Ziegen starren“ klingt erfunden, ist aber wahr und der Film folgt dem Sachbuch erstaunlich genau.

Köstlich durchgeknallte Militärsatire (alles weitere in meiner ausführlichen Besprechung von Buch und Film).

mit George Clooney, Ewan McGregor, Jeff Bridges, Kevin Spacey, Stephen Lang, Robert Patrick, Waleed Zuaiter, Stephen Root, Glenn Morshower

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film

Film-Zeit über „Männer, die auf Ziegen starren“

Metacritic über “Männer, die auf Ziegen starren”

Rotten Tomatoes über “Männer, die auf Ziegen starren”

Wikipedia über “Männer, die auf Ziegen starren” (deutschenglisch)

Homepage von Jon Ronson

Den of Geek: Interview mit Jon Ronson (5. November 2009)

UGO: Interview mit Jon Ronson (6. November 2009)

Homepage des 1st Earth Battalion

Meine Besprechung von Jon Ronsons “Männer, die auf Ziegen starren” (The men who stare at Goats, 2004)

Meine Besprechung von Jon Ronsons “Die Psychopathen sind unter uns – Eine Reise zu den Schaltstellen der Macht” (The Psychopath Test – A Journey through the Madness Industry, 2011)


TV-Tipp für den 19. Juni: The Big Lebowski

Juni 18, 2015

ZDFneo, 20.15

The Big Lebowski (USA 1998, Regie: Joel Coen)

Drehbuch: Ethan Coen, Joel Coen

Ein echter Kultfilm.

Die Geschichte ist, wie bei Raymond Chandler, der als Inspiration diente, kaum nacherzählbar, labyrinthisch, voller grandioser Szenen und Sätze und wahrscheinlich bar jeder Logik. Im wesentlichen geht es darum, dass der Dude mit seinem ihm bis dahin unbekannten, stinkreichen, herrischen, querschnittgelähmten Namensvetter verwechselt wird und er in eine undurchsichtige Entführungsgeschichte hineingezogen wird.

mit Jeff Bridges, John Goodman, Julianne Moore, Steve Buscemi, David Huddleston, Philip Seymour Hoffman, Tara Reid, Philip Moon, Mark Pellegrino, Peter Stormare, Flea, John Turturro, Sam Elliott, Ben Gazzara

Hinweise

Homepage des Lebowski Fest

Drehbuch „The Big Lebowski“ von Joel & Ethan Coen

Wikipedia über „The Big Lebowski“ (deutsch, englisch)

„You know, for kids!“  – The Movies of the Coen Brothers (eine sehr umfangreiche Seite über die Coen-Brüder)

Meine Besprechung von Bill Green/Ben Peskoe/Will Russell/Scott Shuffitts „Ich bin ein Lebowski, du bist ein Lebowski – Die ganze Welt des Big Lebowski“ (I’m a Lebowski, you’re a Lebowski, 2007)

Meine Besprechung von Michael Hoffmans “Gambit – Der Masterplan” (Gambit, USA 2012 – nach einem Drehbuch von Joel und Ethan Coen)

Meine Besprechung des Coen-Films “Inside Llewyn Davis” (Inside Llewyn Davis, USA/Frankreich  2013)

Die Coen-Brüder in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 4. April: Heaven’s Gate – Das Tor zum Himmel

April 4, 2015

3sat, 22.20
Heaven’s Gate – Das Tor zum Himmel (USA 1980, Regie: Michael Cimino)
Drehbuch: Michael Cimino
Michael Ciminos epische, lose vom Johnson County War inspirierte Chronik eines blutigen Krieges zwischen neuen Siedlern aus Osteuropa und alteingesessenen Großgrundbesitzern in Wyoming um 1890, bei dem die Nationalgarde den Großgrundbesitzern zum Sieg verhalf.
Ein jeder Beziehung grandioser Western, der damals auch grandios floppte. Heute ist er als Klassiker anerkannt, erhielt 2012 den Ehrenlöwen der Filmfestspiele Venedig – und wartet in Deutschland immer noch auf eine würdige DVD/Blu-ray-Ausgabe, die es in den USA schon lange gibt.
In Deutschland lief der Film erst 1985 im Kino an und der Fischer Film Almanach schrieb: „irgendwann einmal wird (…) ‚Heaven’s Gate‘ – vermutlich in der langen Originalfassung – als Meisterwerk und Kultfilm entdeckt werden.“
In Deutschland lief die 219-minütige Originalfassung. In den damals Ronald-Reagan-patriotisch besoffenen USA wurde der Film kurz nach dem Kinostart auf 149 Minuten gekürzt und immer noch wollte niemand das kritische Geschichtsbild sehen.
Cimino drehte davor „Die letzten beißen die Hunde“ und „Die durch die Hölle gehen“. Beides hochgelobte und an der Kinokasse erfolgreiche Filme. Danach kämpfte er um jeden Film, schaffte aber noch „Im Jahr des Drachen“, „Der Sizilianer“ (eher nett) und „24 Stunden in seiner Gewalt“.
mit Kris Kristofferson, Christopher Walken, John Hurt, Isabelle Huppert, Joseph Cotten, Jeff Bridges, Sam Waterston, Brad Dourif, Richard Masur, Mickey Rourke (fast sein Debüt)
Hinweise
Rotten Tomatoes über „Heaven’s Gate“
Wikipedia über „Heaven’s Gate“ (deutsch, englisch)
Kriminalakte: Publikumsgespräch über „Heaven’s Gate“ mit Michael Cimino und Kris Kristofferson


TV-Tipp für den 27. März: True Grit

März 27, 2015

Pro 7, 20.15

True Grit (USA 2010, Regie: Joel Coen, Ethan Coen)

Drehbuch: Joel Coen, Ethan Coen

LV: Charles Portis: True Grit, 1968 (Die mutige Mattie; True Grit)

Die vierzehnjährige Mattie Ross will den Mörder ihres Vaters, den Feigling Tom Chaney, finden. Für die Jagd engagiert sie den versoffenen, aber furchtlosen Marschall Rooster Cogburn.

Ein zukünftiger Western-Klassiker

mit Jeff Bridges, Hailee Steinfeld, Matt Damon, Josh Brolin, Barry Pepper

Wiederholung: Sonntag, 29. März, 00.25 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über Charles Portis (deutsch, englisch) und „True Grit

New York Times über Charles Portis (19. Dezember 2010)

Amerikanische Homepage zu „True Grit“ (Coen-Version)

Deutsche Homepage zu „True Grit“ (Coen-Version)

Film-Zeit über „True Grit“ (Coen-Version)

Metacritic über “True Grit”

Rotten Tomatoes über “True Grit”

Drehbuch „True Grit“ von Joel und Ethan Coen

Meine Besprechung von Charles Portis’ Roman „True Grit/Die mutige Mattie“ (True Grit, 1968)

„You know, for kids!“  – The Movies of the Coen Brothers (eine sehr umfangreiche Seite über die Coen-Brüder)

Meine Besprechung von Bill Green/Ben Peskoe/Will Russell/Scott Shuffitts „Ich bin ein Lebowski, du bist ein Lebowski – Die ganze Welt des Big Lebowski“ (I’m a Lebowski, you’re a Lebowski, 2007)

Meine Besprechung von Michael Hoffmans “Gambit – Der Masterplan” (Gambit, USA 2012 – nach einem Drehbuch von Joel und Ethan Coen)

Meine Besprechung des Coen-Films “Inside Llewyn Davis” (Inside Llewyn Davis, USA/Frankreich  2013)

Die Coen-Brüder in der Kriminalakte


Neu im Kino/Filmkritik: Der „Seventh Son“ kämpft gegen Hexen, Dämonen und böse Geister

März 5, 2015

Fans von Jeff Bridges und Julianne Moore können getrost auf „Seventh Son“ verzichten.
Auch die Fans von Joseph Delaneys Jugendbuch „Spook – Der Schüler des Geisterjägers“ dürften von „Seventh Son“ enttäuscht sein. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass Delaneys Roman, der der Auftakt einer erfolgreichen Kinder-/Jugendbuch-Serie, die es inzwischen auf dreizehn Romane gebracht hat, so schlecht wie Sergei Bodrovs Verfilmung ist. Und, wenn wir gerade dabei sind, Sergei Bodrovs vorherige Filme, wie „Der Mongole“, dürften auch alle besser als dieses halbgare Fantasy-Abenteuer sein, das nie weiß, welche Geschichte es denn nun erzählen möchte, während die Programmierer sich im Pixelrausch austoben.
In der „Seventh Son“-Fantasy-Welt gibt es natürlich Hexen und sonstige nicht ganz menschliche Wesen. Als Kämpfer gegen sie und die Schwarze Magie gibt es sogenannte Spooks. Einer von ihnen ist John Gregory (Jeff Bridges im „True Grit“-Modus), dessen Schüler gerade von der Hexe Mutter Malkin (Julianne Moore in „Razzie“-Hoffnung) getötet wurde. Also sucht Gregory einen neuen Schüler, der der siebte Sohn eines siebten Sohns sein muss. Das sind nämlich ganz starke Jünglinge. Tom (Ben Barnes) ist der Auserwählte, der auch der Sohn einer Hexe ist; was für seine seherischen Qualitäten gut ist. Ach ja: es gibt drei Arten von Hexen: die Guten, die Bösen und die, die es noch nicht wissen. – – – Kein Kommentar zu diesem Hexenkonzept. Immerhin ist nicht jede Frau eine Hexe.
Jedenfalls bandelt der Jüngling auch mit einer Schönheit an, die sich als Hexe entpuppt. Sie sagt, dass sie keine böse Hexe sei und schon steht ihrer Liebe nichts mehr im Weg. Außerdem ist seine Mutter auch eine Hexe.
Weil es demnächst wieder einen Blutmond gibt und Mutter Malkin dann halt tun will, was böse Hexen so tun, muss Gregory Tom schnell ausbilden und mit dem Jüngling in die Schlacht ziehen.
Und irgendwann erfahren wir auch, dass Toms Lehrmeister und Mutter Malkin eine gemeinsame Vergangenheit haben.
Bodrov erzählt diese Geschichte nach einem Drehbuch von Charles Leavitt („The Mighty – Gemeinsam sind sie stark“, „K-PAX – Alles ist möglich“, „Blood Diamond“) und Steven Knight („Tödliche Versprechen – Eastern Promises“, „No turning back“, „Peaky Blinders – Gangs of Birmingham“), die hier wohl ihr schlechtestes Werk ablieferten. Denn nie kann sich der Film entscheiden, ob er jetzt die Geschichte von John Gregory, dem Lehrer, der gegen seine frühere Geliebte kämpfen muss, und der einen großen Verschleiß an Auszubildenden hat, oder die von Tom, der von Jungen zum Mann wird, erzählen will. Also werden einfach einige Szenen nacheinander abgehandelt, die wohl so etwas wie die Origin Story von Tom ergeben sollen, die aber vor allem langweilen. Und – auch wenn das Drehbuch vielleicht viel besser war – ist der Film einfach nur eine lustlose Abfolge sattsam bekannter Szenen mit viel CGI und wenig Herz. Natürlich in 3D.
Da sieht man sich besser noch einmal Percy Jackson an.
P. S.: Gedreht wurde der Film bereits 2012. Danach gab es zwischen den Studios etwas Hin und Her.

Seventh Son - Plakat
Seventh Son (Seventh Son, USA/Großbritannien 2014)
Regie: Sergei Bodrov
Drehbuch: Charles Leavitt, Steven Knight, Matt Greenberg (Filmgeschichte)
LV: Joseph Delaney: The Spook’s Apprentice, 2004 (US-Titel: The Last Apprentice: Revenge of the Witch) (Spook – Der Schüler des Geisterjägers)
mit Jeff Bridges, Ben Barnes, Julianne Moore, Alicia Vikander, Antje Traue, Olivia Williams, John DeSantis, Kit Harington, Djimon Hounsou, Gerard Plunkett, Jason Scott Lee
Länge: 102 Minuten
FSK: ab 12 Jahre

Hinweise
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Seventh Son“
Moviepilot über „Seventh Son“
Metacritic über „Seventh Son“
Rotten Tomatoes über „Seventh Son“
Wikipedia über „Seventh Son“ (deutsch, englisch)
Homepage von Joseph Delaney

Auf der Comic-Con. 2011. Vor dem Start der Dreharbeiten reden Sergei Bodrow, Jeff Bridges, Ben Barnes und Alicia Vikander über den Film

2013 waren sie wieder auf der Comic-Con. Sergei Bodrow, Jeff Bridges, Ben Barnes, Antje Traue und Kit Harrington reden über den Film (Bild- und Tonqualität sind nicht so gut)

 

 


TV-Tipp für den 7. Februar: Arlington Road

Februar 6, 2015

ZDFneo, 20.15
Arlington Road (USA 1999, Regie: Mark Pellington)
Drehbuch: Ehren Kruger
Mein Nachbar, der Terrorist – oder doch nicht?
Feiner Paranoia-Thriller mit einem bombigen Ende.
mit Jeff Bridges, Tim Robbins, Joan Cusack, Hope Davis, Robert Gossett
Hinweise
Rotten Tomatoes über „Arlington Road“
Wikipedia über „Arlington Road“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 26. Oktober: Wild Bill

Oktober 25, 2014

Tele 5, 20.15
Wild Bill (USA 1995, Regie: Walter Hill)
Drehbuch: Walter Hill
LV: Pete Dexter: Deadwood, 1986 (Deadwood), Thomas Babe: Fathers and Sons, 1978 (Theaterstück)
Walter Hills Biopic über Wild Bill Hickock, das der Revolverheld sich in seinen Opiumträumen zusammenspinnt. Ein top besetzter, ziemlich abgefahrener und auch zerfahrener Western, der an der Kinokasse selbstverständlich kein Erfolg war, aber für Western-Fans einiges zu bieten hat.
Hill drehte die Helden-Demystifikation zwischen dem Western „Geronimo – Eine Legende“ und dem Quasi-Western „Last Man Standing“.
Die Musik ist von Van Dyke Parks.
mit Jeff Bridges, Ellen Barkin, John Hurt, Diane Lane, Keith Carradine, Christina Applegate, Bruce Dern, James Gammon, James Remar
Wiederholung: Montag, 27. Oktober, 02.10 Uhr (Taggenau! – Und dann auch wohl in der ungekürzten FSK-16-Version)
Hinweise
Rotten Tomatoes über „Wild Bill“
Turner Classic Movies über „Wild Bill“
Wikipedia über „Wild Bill“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Walter Hills “Straßen in Flammen” (Streets on Fire, USA 1984)

Meine Besprechung von Walter Hills “Shoutout – Keine Gnade” (Bullet to the Head, USA 2013)

Walter Hill in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 4. Juli: Wild Bill

Juli 3, 2014

Servus TV, 22.15
Wild Bill (USA 1995, Regie: Walter Hill)
Drehbuch: Walter Hill
LV: Pete Dexter: Deadwood, 1986 (Deadwood), Thomas Babe: Fathers and Sons, 1978 (Theaterstück)
Walter Hills Biopic über Wild Bill Hickock, das der Revolverheld sich in seinen Opiumträumen zusammenspinnt. Ein top besetzter, ziemlich abgefahrener und auch zerfahrener Western, der an der Kinokasse selbstverständlich kein Erfolg war, aber für Western-Fans einiges zu bieten hat.
Hill drehte die Helden-Demystifikation zwischen dem Western „Geronimo – Eine Legende“ und dem Quasi-Western „Last Man Standing“.
Die Musik ist von Van Dyke Parks.
mit Jeff Bridges, Ellen Barkin, John Hurt, Diane Lane, Keith Carradine, Christina Applegate, Bruce Dern, James Gammon, James Remar
Wiederholung: Samstag, 5. Juli, 01.50 Uhr (Taggenau!)
Hinweise
Rotten Tomatoes über „Wild Bill“
Turner Classic Movies über „Wild Bill“
Wikipedia über „Wild Bill“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Walter Hills „Straßen in Flammen“ (Streets on Fire, USA 1984)

Meine Besprechung von Walter Hills “Shoutout – Keine Gnade” (Bullet to the Head, USA 2013)

Walter Hill in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 4. November: The Big Lebowski/A Serious Man

November 4, 2013

Bevor in einem Monat das neue Meisterwerk der Coen-Brüder

Inside Llewyn Davis - Plakat

in unseren Kinos anläuft, zeigt Arte einige ältere Werke der Brüder. Für alle, die die Filme noch einmal  (wobei man den „Big Lebowski“ nicht oft genug sehen kann) oder erstmals sehen wollen:

Arte, 20.15

The Big Lebowski (USA 1998, R.: Joel Coen)

Drehbuch: Ethan Coen, Joel Coen

Ein echter Kultfilm.

Die Geschichte ist, wie bei Raymond Chandler, der als Inspiration diente, kaum nacherzählbar, labyrinthisch, voller grandioser Szenen und Sätze und wahrscheinlich bar jeder Logik. Im wesentlichen geht es darum, dass der Dude mit seinem ihm bis dahin unbekannten, stinkreichen, herrischen, querschnittgelähmten Namensvetter verwechselt wird und er in eine undurchsichtige Entführungsgeschichte hineingezogen wird.

mit Jeff Bridges, John Goodman, Julianne Moore, Steve Buscemi, David Huddleston, Philip Seymour Hoffman, Tara Reid, Philip Moon, Mark Pellegrino, Peter Stormare, Flea, John Turturro, Sam Elliott, Ben Gazzara

Wiederholung: Dienstag, 12. November, 13.50 Uhr

Hinweise

Homepage des Lebowski Fest

Drehbuch „The Big Lebowski“ von Joel & Ethan Coen

Wikipedia über „The Big Lebowski“ (deutsch, englisch)

Arte, 22.05

A Serious Man (USA 2009, R.: Joel Coen, Ethan Coen)

Drehbuch: Joel Coen, Ethan Coen

USA, Mittlerer Westen, 1967: Über einen biederen, jüdischen Physikprofessor bricht das Unheil herein und er fragt sich „Warum ich?“.

Die Kritik war begeistert von dem Film der Coen-Brüder, den ich etwas zäh fand. Aber bibelfeste Zuschauer können einiges entdecken.

mit Michael Stuhlbarg, Richard Kind, Fred Melamed, Sari Lennick, Aaron Wolf, Jessica McManus

Wiederholung: Mittwoch, 6. November, 00.00 Uhr (Taggenau! – also ein echter Mitternachtsfilm)

Hinweise

Film-Zeit über “A Serious Man”

Metacritic über “A Serious Man”

Rotten Tomatoes über “A Serious Man”

Wikipedia über die Coen-Brüder (deutsch, englisch)

Drehbuch “Blood Simple” von Joel und Ethan Coen

„You know, for kids!“  – The Movies of the Coen Brothers (eine sehr umfangreiche Seite über die Coen-Brüder)

Meine Besprechung von Bill Green/Ben Peskoe/Will Russell/Scott Shuffitts „Ich bin ein Lebowski, du bist ein Lebowski – Die ganze Welt des Big Lebowski“ (I’m a Lebowski, you’re a Lebowski, 2007)

Meine Besprechung von Michael Hoffmans „Gambit – Der Masterplan“ (Gambit, USA 2012 – nach einem Drehbuch von Joel und Ethan Coen)

Die Coen-Brüder in der Kriminalakte