Gosford Park (Gosford Park, Großbritannien/Italien/USA/Deutschland 2001)
Regie: Robert Altman
Drehbuch: Julian Fellowes (nach einer Idee von Robert Altman und Bob Balaban)
Auf dem Landsitz Gosford Park trifft sich eine Jagdgesellschaft mit ihrer Dienerschaft. Als der Hausherr ermordet wird, muss ein Inspektor den Mörder suchen.
Sehr gelungene Gesellschaftskomödie mit einem Hauch Agatha Christie und einem „Was? Die ist auch dabei?“-Ensemble.
Der Film erhielt, neben vielen anderen Preisen, den BAFTA als bester Film, eine Golden Globe für die Regie, einen Oscar für das Drehbuch und die Screen Actors Guild zeichnete gleich das gesamte Ensemble aus.
Drehbuchautor Julian Fellowes ist auch der Erfinder von „Downtown Abbey“.
mit Maggie Smith, Michael Gambon, Kristin Scott Thomas, Camilla Rutherford, Charles Dance, Geraldine Somerville, Tom Hollander, Natasha Wightman, Jeremy Northam, Bob Balaban, James Wilby, Claudie Blakley, Laurence Fox, Ryan Phillippe, Stephen Fry, Kelly Macdonald, Clive Owen, Helen Mirren, Eileen Atkins, Emily Watson, Alan Bates, Derek Jacobi, Richard E. Grant
Hochkarätig besetztes CIA-Biopic, das die Geschichte des Geheimdienstes zwischen dem Zweiten Weltkrieg und den sechziger Jahren anhand des Lebens von Edward Wilson von der Spionageabwehr erzählt.
„Der gute Hirte“ war für mehrere renommierte Preise nominiert, wie den Oscar für die Ausstattung, und erhielt auch einige. Hauptsächlich für die Ausstattung und, auf der Berlinale, für das Ensemble.
Auch für den Edgar war Eric Roths Drehbuch nominiert. Den Preis der International Thriller Writers (ITW) als bester Thriller erhielt „Der gute Hirte“.
Und das fand ich dann doch ziemlich rätselhaft. Denn letztendlich ist Robert de Niros Film doch nur gut ausgestattetes, gut besetztes, ziemlich zähes Ausstattungskino.
Mit Matt Damon, Angelina Jolie, Alec Baldwin, Tammy Blanchard, Billy Crudup, Robert De Niro, Keir Dullea, Michael Gambon, Martina Gedeck, William Hurt, Timothy Hutton, Gabriel Macht, Joe Pesci, John Turturro
Ein letzter Job(King of Thieves, Großbritannien 2018)
Regie: James Marsh
Drehbuch: Joe Penhall
Auf einer Trauerfeier trifft Brian Reader (Michael Caine) einige alte Kumpels wieder. Sie schwelgen in Erinnerungen an frühere Verbrechen. Danach beschließen die Berufsverbrecher, im Londoner Diamantenviertel die Schließfächer der Hatton Garden Safe Deposit zu leeren. Es soll ihr letzter Job vor dem Ruhestand werden.
Harmlos nostalgischer Spaß, mit einem Top-Ensemble.
Drehbuch: Andrew Kevin Walker (nach einer Filmgeschichte von Kevin Yagher und Andrew Kevin Walker)
LV (Inspiration): Washington Irving: The Legend of Sleepy Hollow, 1820 (Die Sage von der schläfrigen Schlucht)
1799 soll Constable Ichabod Crane, ein Rationalist vor dem Herrn, in einem kleinen Dorf in der Nähe von New York mehrere Morde aufklären. Die Einheimischen behaupten, die Morde wurden von einem kopflosen Reiter begangen.
Schöner Horrorfilm von Tim Burton.
Hier zwei zeitgenössische Kritiken:
„Die perfekte Mischung aus haarsträubendem Grauen und schwarzem Humor, eine bis ins Detail perfektionistische Umsetzung und eine sichere Hand bei der Führung eines herausragenden Darstellerensembles machen aus ‚Sleepy Hollow‘ eine der ausgereiftesten Regiearbeiten Tim Burtons.“ (Steffen Heinke, Filmecho-Filmwoche)
„ein freudianisches Disneyland erschüttert vom Grand Guignol“ (Mariam Lau, Die Welt)
Die Musik ist von Danny Elfman; die Bilder sind von Emmanuel Lubezki.
mit Johnny Depp, Christina Ricci, Miranda Richardson, Michael Gambon, Casper Van Diem, Jeffrey Jones, Christopher Lee
Kingsman: The Golden Circle(Kingsman: The Golden Circle, USA 2017)
Regie: Matthew Vaughn
Drehbuch: Jane Goldman, Matthew Vaughn
LV: Mark Millar/Dave Gibbons: The Secret Service, 2012/2013 (Secret Service) (naja, eigentlich „Inspiration“)
Nachdem Bösewichter die Zentrale der Kingsman zerstörten, müssen die distinguierten britischen Agenten Eggsy und Merlin sich mit ihrer US-amerikanischen Partnerorganisation, den Statesman, deren Zentrale in Kentucky einer Whiskey-Destillerie ist, zusammentun.
Witzge, mit hundertvierzig Minuten zu lang geratene Agentenkomödie, mit einer chaotischen Story und viel Action, die um 20.15 Uhr wahrscheinlich in einer gekürzten Version gezeigt wird.
mit Taron Egerton, Julianne Moore, Colin Firth, Mark Strong, Channing Tatum, Halle Berry, Jeff Bridges, Pedro Pascal, Edward Holcroft, Elton John, Hanna Alström, Tom Benedict Knight, Michael Gambon, Sophie Cookson, Björn Granath, Lena Endre, Poppy Delevingne, Bruce Greenwood, Emily Watson
Gosford Park (Gosford Park, Großbritannien/Italien/USA/Deutschland 2001)
Regie: Robert Altman
Drehbuch: Julian Fellowes (nach einer Idee von Robert Altman und Bob Balaban)
Auf dem Landsitz Gosford Park trifft sich eine Jagdgesellschaft mit ihrer Dienerschaft. Als der Hausherr ermordet wird, muss ein Inspektor den Mörder suchen.
Sehr gelungene Gesellschaftskomödie mit einem Hauch Agatha Christie und einem „Was? Die ist auch dabei?“-Ensemble.
Der Film erhielt, neben vielen anderen Preisen, den BAFTA als bester Film, eine Golden Globe für die Regie, einen Oscar für das Drehbuch und die Screen Actors Guild zeichnete gleich das gesamte Ensemble aus.
Drehbuchautor Julian Fellowes ist auch der Erfinder von „Downtown Abbey“.
mit Maggie Smith, Michael Gambon, Kristin Scott Thomas, Camilla Rutherford, Charles Dance, Geraldine Somerville, Tom Hollander, Natasha Wightman, Jeremy Northam, Bob Balaban, James Wilby, Claudie Blakley, Laurence Fox, Ryan Phillippe, Stephen Fry, Kelly Macdonald, Clive Owen, Helen Mirren, Eileen Atkins, Emily Watson, Alan Bates, Derek Jacobi, Richard E. Grant
Drehbuch: Andrew Kevin Walker (nach einer Filmgeschichte von Kevin Yagher und Andrew Kevin Walker)
LV (Inspiration): Washington Irving: The Legend of Sleepy Hollow, 1820 (Die Sage von der schläfrigen Schlucht)
1799 soll Constable Ichabod Crane, ein Rationalist vor dem Herrn, in einem kleinen Dorf in der Nähe von New York mehrere Morde aufklären. Die Einheimischen behaupten, die Morde wurden von einem kopflosen Reiter begangen.
Schöner Horrorfilm von Tim Burton.
Hier zwei zeitgenössische Kritiken:
„Die perfekte Mischung aus haarsträubendem Grauen und schwarzem Humor, eine bis ins Detail perfektionistische Umsetzung und eine sichere Hand bei der Führung eines herausragenden Darstellerensembles machen aus ‚Sleepy Hollow‘ eine der ausgereiftesten Regiearbeiten Tim Burtons.“ (Steffen Heinke, Filmecho-Filmwoche)
„ein freudianisches Disneyland erschüttert vom Grand Guignol“ (Mariam Lau, Die Welt)
Die Musik ist von Danny Elfman; die Bilder sind von Emmanuel Lubezki.
mit Johnny Depp, Christina Ricci, Miranda Richardson, Michael Gambon, Casper Van Diem, Jeffrey Jones, Christopher Lee
Ein letzter Job(King of Thieves, Großbritannien 2018)
Regie: James Marsh
Drehbuch: Joe Penhall
Auf einer Trauerfeier trifft Brian Reader (Michael Caine) einige alte Kumpels wieder. Sie schwelgen in Erinnerungen an frühere Verbrechen. Danach beschließen Berufsverbrecher, im Londoner Diamantenviertel die Schließfächer der Hatton Garden Safe Deposit zu leeren. Es soll ihr letzter Job vor dem Ruhestand werden.
TV-Premiere. Harmlos nostalgischer Spaß, mit einem Top-Ensemble. Also genau das richtige für einen lauschigen Sommerabend.
Drehbuch: Andrew Kevin Walker (nach einer Filmgeschichte von Kevin Yagher und Andrew Kevin Walker)
LV (Inspiration): Washington Irving: The Legend of Sleepy Hollow, 1820 (Die Sage von der schläfrigen Schlucht)
1799 soll Constable Ichabod Crane, ein Rationalist vor dem Herrn, in einem kleinen Dorf in der Nähe von New York mehrere Morde aufklären. Die Einheimischen behaupten, die Morde wurden von einem kopflosen Reiter begangen.
Schöner Horrorfilm von Tim Burton.
Hier zwei zeitgenössische Kritiken:
„Die perfekte Mischung aus haarsträubendem Grauen und schwarzem Humor, eine bis ins Detail perfektionistische Umsetzung und eine sichere Hand bei der Führung eines herausragenden Darstellerensembles machen aus ‚Sleepy Hollow‘ eine der ausgereiftesten Regiearbeiten Tim Burtons.“ (Steffen Heinke, Filmecho-Filmwoche)
„ein freudianisches Disneyland erschüttert vom Grand Guignol“ (Mariam Lau, Die Welt)
Die Musik ist von Danny Elfman; die Bilder sind von Emmanuel Lubezki.
mit Johnny Depp, Christina Ricci, Miranda Richardson, Michael Gambon, Casper Van Diem, Jeffrey Jones, Christopher Lee
Die Tiefseetaucher(The Life Aquatic with Steve Zissou, USA 2004)
Regie: Wes Anderson
Drehbuch: Wes Anderson, Noah Baumbach
Steve Zissou, von sich selbst und seiner Grandiosität überzeugter Meeresforscher und -filme im Geist von Jacques-Yves Cousteau, jagt für seinen neuen Film einen Hai, der einen seiner Weggefährten gefressen hat.
Und weil „Die Tiefseetaucher“ ein Film von Wes Anderson ist, gibt es viele schrullige Figuren und absurde Begegnungen. Ein höchst vergnüglicher Über- und Unterwassertrip.
mit Bill Murray, Owen Wilson, Cate Blanchett, Anjelica Huston, Willem Dafoe, Jeff Goldblum, Michael Gambon, Noah Taylor, Bud Cort, Seu Jorge
LV: Lauran Paine: The Open Range Man, 1990 (später auch „Open Range“)
Als der tyrannische Rancher Baxter die Herde der beiden seit Ewigkeiten zusammen reitenden Cowboys Spearman und Waite stehlen will, hat er sich mit den falschen angelegt.
Schöner Western, der angenehm altmodisch auf jeglichen modernen Schnickschnack verzichtet und ruhig seine Geschichte erzählt.
mit Robert Duvall, Kevin Costner, Annette Bening, Michael Gambon, Michael Jeter, Diego Luna, James Russo, Kim Coates
Hollywood, fünfziger Jahre: Eddie Mannix ist für Capitol Pictures der Problemlöser. Wenn ein Starlet für verfängliche Fotos posierte oder der Star eines sündhaft teuren Bibelepos spurlos verschwindet, wird er gerufen.
TV-Premiere zu einer Uhrzeit, die der Film nicht verdient hat. „Hail, Caesar!“ ist eine Aneinanderreihung von Episoden, Anekdoten, Liebeserklärungen an Stars, Filme und Genres und eine einzige große Hommage an das Hollywood-Kino der fünfziger Jahre. Für jede Szene, jede Figur, jedes Bild kann mindestens eine filmische oder reale Referenz genannt werden. Was allerdings fehlt, ist eine Geschichte, die dieser hochkarätig besetzten Nummernrevue irgendeine Tiefe oder Bedeutung verleihen könnte.
mit Josh Brolin, Alden Ehrenreich, George Clooney, Max Baker, Ralph Fiennes, Heather Goldenhersh, Ian Blackman, Veronica Osorio, Tom Musgrave, David Krumholtz, Tilda Swinton, Fisher Stevens, Patrick Fischler, Fred Melamed, Channing Tatum, Jonah Hill, Frances McDormand, Michael Gambon (Erzähler im Original; in der deutschen Fassung ist Christian Rode der mit pathetischem Ernst die Anekdoten einordnende Erzähler)
LV: Lauran Paine: The Open Range Man, 1990 (später auch „Open Range“)
Als der tyrannische Rancher Baxter die Herde der beiden seit Ewigkeiten zusammen reitenden Cowboys Spearman und Waite stehlen will, hat er sich mit den falschen angelegt.
Schöner Western, der angenehm altmodisch auf jeglichen modernen Schnickschnack verzichtet und ruhig seine Geschichte erzählt.
mit Robert Duvall, Kevin Costner, Annette Bening, Michael Gambon, Michael Jeter, Diego Luna, James Russo, Kim Coates
Gosford Park (Gosford Park, Großbritannien/Italien/USA/Deutschland 2001)
Regie: Robert Altman
Drehbuch: Julian Fellowes (nach einer Idee von Robert Altman und Bob Balaban)
Auf dem Landsitz Gosford Park trifft sich eine Jagdgesellschaft mit ihrer Dienerschaft. Als der Hausherr ermordet wird, muss ein Inspektor den Mörder suchen.
Sehr gelungene Gesellschaftskomödie mit einem Hauch Agatha Christie und einem „Was? Die ist auch dabei?“-Ensemble.
Der Film erhielt, neben vielen anderen Preisen, den BAFTA als bester Film, eine Golden Globe für die Regie, einen Oscar für das Drehbuch und die Screen Actors Guild zeichnete gleich das gesamte Ensemble aus.
Drehbuchautor Julian Fellowes ist auch der Erfinder von „Downtown Abbey“.
mit Maggie Smith, Michael Gambon, Kristin Scott Thomas, Camilla Rutherford, Charles Dance, Geraldine Somerville, Tom Hollander, Natasha Wightman, Jeremy Northam, Bob Balaban, James Wilby, Claudie Blakley, Laurence Fox, Ryan Phillippe, Stephen Fry, Kelly Macdonald, Clive Owen, Helen Mirren, Eileen Atkins, Emily Watson, Alan Bates, Derek Jacobi, Richard E. Grant
Wiederholung: Mittwoch, 27. Mai, 01.55 Uhr (Taggenau!)
„Judy“ ist der neueste Film in einer Reihe von Biopics, in denen Stars am Ende ihrer Karriere, meistens kurz vor ihrem Tod, gezeigt werden. Sie zehren noch von vergangenem Ruhm, treten in kleineren Hallen auf und manchmal entwickelt sich daraus auch ein Comeback. So gesehen in „Stan & Ollie“ (Großbritannien/Kanada/USA 2018) über Stan Laurel und Oliver Hardy und ihrer Tour durch England 1953. Manchmal gibt es auch kein Comeback, sondern nur ein ‚weiter so‘. So gesehen in „Nico, 1988“ (Italien/Belgien 2017) über die Sängerin Nico.
Für die immer etwas älteren Schauspieler, die die Stars spielen, kann das eine willkommene Änderung ihres Images und damit ihrer Karriere bedeuten. Darauf scheint Renée Zellweger in „Judy“ zu spekulieren. Sie ist immer noch vor allem Bridget Jones. In den letzten zehn Jahren pausierte sie mehrere Jahre und spielte noch einmal Bridget Jones. Die wenigen anderen Filme, in denen sie mitspielte, wurden kaum beachtet. Jetzt spielt sie Judy Garland und alle sind begeistert. Im Moment sammelt Zellweger Nominierungen für ihr eindrucksvolles Porträt einer Frau am Tiefpunkt und kurz vor dem Ende ihres Lebens.
Judy Garland starb am 22. Juni 1969 an einer Überdosis Schlafmittel. Sie wurde 47 Jahre alt.
Regisseur Rupert Goold konzentriert sich auf den Winter 1968. Damals gab die Schauspielerin und Sängerin Judy Garland ein fünfwöchiges Gastspiel in London im West-End-Theater „The Talk of the Town“. Der frühere Kinderstar („Der Zauberer von Oz“) ist inzwischen ein mittelloses, mehrfach geschiedenes Drogenwrack mit drei Kindern und ohne Wohnung. Auftritte hat sie kaum. Zu unberechenbar ist ihr Verhalten auf und hinter der Bühne. Ihre letzte Filmrolle war 1963. Aber eigentlich endete ihre Filmkarriere bereits 1950.
Privat streitet sie mit ihrem Ex-Mann Sidney Luft um das Sorgerecht für ihre beiden jüngsten, von ihr über alles geliebten Kinder.
Die einzige Möglichkeit, weiter das Sorgerecht für sie zu behalten, sei, so ihr Anwalt, eine Bezahlung ihrer sich auf erkleckliche vier Millionen Dollar belaufenden Steuerschulden.
Da kommt das Angebot des „The Talk of the Town“-Clubbetreibers Bernard Delfont für ein längeres Gastspiel gerade zur richtigen Zeit. Auch wenn sie dafür ihre Kinder und die USA verlassen muss.
Goold konzentriert sich in seinem Film „Judy“ auf dieses Gastspiel. Er porträtiert Judy Garland, die damals zwischen überzeugenden und desaströsen Auftritten changierte und sich immer noch wie eine Diva verhielt. Es gibt auch einige Rückblenden in ihre Zeit als Kinderstar und wie sie damals von Louis B. Mayer und seinem Filmstudios MGM als Eigentum behandelt wurde, bis sie zu alt und, wegen ihrer Drogenabhängigkeit, zu unzuverlässig wurde.
Getragen wird „Judy“ von Renée Zellweger. Es ist ihr Film und, nach der schon erwähnten Filmpause, ihre Rückkehr auf die große Leinwand. Sie zeigt Garland als komplexe Person und sie singt auch einige von Garlands bekanntesten Liedern live auf der Bühne.
Judy (Judy, USA/Großbritannien 2019)
Regie: Rupert Goold
Drehbuch: Tom Edge (basierend auf dem Theaterstück „End of the Rainbow“ von Peter Quilter)
mit Renée Zellweger, Jessie Buckley, Finn Wittrock, Rufus Sewell, Michael Gambon, Richard Cordery, Royce Pierreson, Darci Shaw
Kingsman: The Golden Circle(Kingsman: The Golden Circle, USA 2017)
Regie: Matthew Vaughn
Drehbuch: Jane Goldman, Matthew Vaughn
LV: Mark Millar/Dave Gibbons: The Secret Service, 2012/2013 (Secret Service) (naja, eigentlich „Inspiration“)
Nachdem Bösewichter die Zentrale der Kingsman zerstörten, müssen die distinguierten britischen Agenten Eggsy und Merlin sich mit ihrer US-amerikanischen Partnerorganisation, den Statesman, deren Zentrale in Kentucky einer Whiskey-Destillerie ist, zusammentun.
TV-Premiere. Witzge, mit hundertvierzig Minuten zu lang geratene Agentenkomödie, mit einer chaotischen Story und viel Action, die um 20.15 Uhr wahrscheinlich in einer gekürzten Version gezeigt wird.
mit Taron Egerton, Julianne Moore, Colin Firth, Mark Strong, Channing Tatum, Halle Berry, Jeff Bridges, Pedro Pascal, Edward Holcroft, Elton John, Hanna Alström, Tom Benedict Knight, Michael Gambon, Sophie Cookson, Björn Granath, Lena Endre, Poppy Delevingne, Bruce Greenwood, Emily Watson
Trend? Zufall? Clint Eastwood spielte vor einigen Monaten in „The Mule“ einen Drogenkurier. Robert Redford war vor einigen Wochen im Kino „Ein Gauner & Gentleman“. Und jetzt erledigen Michael Caine, Tom Courtenay, Jim Broadbent und Michael Gambon einen letzten Job. Tatkräftig unterstützt von den Jungspunden Ray Winstone und Paul Whitehouse, die einen 61- und einen 59-jährigen Verbrecher spielen. Sie sind Berufsverbrecher, die sich auf einer Trauerfeier wieder begegnen und in Erinnerungen schwelgen. Es sind Erinnerungen an frühere Verbrechen. Und weil sie alle eine ordentliche Aufbesserung ihres Bankkontos vertragen können, entschließen sie sich, angeführt von Brian Reader (Michael Caine), im Londoner Diamantenviertel die Schließfächer der Hatton Garden Safe Deposit zu leeren. Schon bei der Planung müssen sie, neben den üblichen Details (Alarmanlage, Videokameras, Wachleute, notwendiges Werkzeug), auch auf ihre zunehmend eingeschränkten körperlichen Fähigkeiten und die regelmäßige Einnahme ihrer Medikamente achten.
Für seinen neuen Film „Ein letzter Job“ hatte der frühere Dokumentarfilmer James Marsh eine exzellente Gruppe britischer Altstars (Älteststars?), die in den vergangenen Jahrzehnten in vielen, teils im Film zitierten Klassikern mitspielten, und eine ebenso unglaubliche, wie wahre Geschichte als Vorlage.
Es ist die Geschichte vom Hatton Garden Raub, der 2015 an Ostern stattfand. Er gilt als größter Einbruch in der britischen Justizgeschichte. Die Beute betrug, je nach Schätzung, zwischen 200 Millionen Britische Pfund (erste Schätzungen) und 14 Millionen Britische Pfund (aktuellste Schätzung). Wenige Monate nach der Tat wurden die Einbrecher verhaftet und zu Haftstrafen verurteilt. Das letzte Urteil erging am 15. März 2019 gegen Michael Seed, aka Basil (Charlie Cox). Er gab Reader den Tipp zu dem Einbruch.
Schon vor dem Beginn der Dreharbeiten für „Ein letzter Job“ gab es zwei Filme, eine TV-Serie und mehrere Bücher über den Einbruch, über den selbstverständlich auch in den Medien ausführlich berichtet wurde.
Damit ist auf der Insel die Geschichte allgemein bekannt und niemand dürfte über das Ende überrascht sein.
Die Produzenten des Films sicherten sich früh die Rechte an allen Artikeln, die der langjährige „Guardian“-Kriminalreporter Duncan Campbell über das Verbrechen schrieb. Campbell unterstützte die Filmemacher auch mit weiteren Informationen und Ermittlungsprotokollen. All diese Informationen und der Verlauf der wahren Ereignisse sind nur ein großer Haufen unsortiertes Material. Eine Geschichte und ein Film wird erst daraus, wenn die Macher das Material in einer bestimmten Weise anordnen und eine Perspektive auf und eine Haltung dazu entwickeln.
Aus der wahren Geschichte macht Marsh, nach einem Drehbuch von Joe Penhall (u. a. „The Road“), eine nette, fast schon bräsig erzählte, den bekannten Mustern des Heist-Movies folgende Gaunerschnurre, die in der zweiten Hälfte (also nach dem erfolgreichen Einbruch) zu einer vom Tonfall nicht zur witzigen ersten Hälfte passendem Drama mit Noir-Anklängen wird. Denn plötzlich gibt es keine Witzeleien mehr über die körperlichen Beschwerden alter Männer, sondern ein Drama über Verbrecher, die sich misstrauen. Und gnadenlos von der Polizei verfolgt werden, die sich mit der Idee anfreunden muss, dass die alten Männer, die sie beim Einbruch auf den Überwachungskameras sehen, keine verkleideten jungen Männer, sondern wirklich alte Männer sind.
„Ein letzter Job“ wirkt wie eine Kreuzung aus „Topkapi“ und „Rififi“ (in dieser Reihenfolge). Das ist durchaus unterhaltsam. Aber aus dem Material und mit den sich glänzend verstehenden Schauspielern hätte man mehr als einen harmlosen, nostalgischen Spaß machen können.
Ein letzter Job (King of Thieves, Großbritannien 2018)
Regie: James Marsh
Drehbuch: Joe Penhall
mit Michael Caine, Tom Courtenay, Jim Broadbent, Ray Winstone, Michael Gambon, Charlie Cox, Paul Whitehouse
Nur wenige Tage vor einem wichtigen G12-Gipfel werden alle Außendienst-Agenten des MI7 enttarnt. Nur Johnny English („Mr. Bean“ Rowan Atkinson) kann jetzt noch das Königreich retten. Vor allem nachdem er durch seine Schusseligkeit die anderen pensionierten MI7-Agenten, die ihm bei dem Kampf gegen den Bösewicht hätten helfen können, tötete.
Also begibt English sich mit seinem altbekannten Kumpel Bough (Ben Miller) nach Südfrankreich. An der Riviera vermutet er den Bösewicht: den jungen, charmanten, unglaublich reichen Technologiegiganten Jason Volta (Jake Lacy).
Wer die vorherigen beiden „Johnny English“-Filme kennt (oder auch nicht kennt), weiß, was einen erwartet. „Johnny English – Man lebt nur dreimal“ ist eine liebevolle Parodie der klassischen James-Bond-Film der Sean-Connery-Ära mit viel Klamauk und Slapstick.
English ist ein von sich überzeugter Dummkopf, der mit seiner Dummheit und Sturheit zuverlässig seine viel smarteren Gegner überwältigt. Oft indem er unwissentlich eine Situation herbeiführt, die in all dem Chaos dazu führt, dass die Bösewichter sich gegenseitig außer Gefecht setzen und auch umbringen.
Mittendrin ist Emma Thompson als Premierministerin, die ein Auge auf Volta geworfen hat, von ihrem dummen Personal ständig genervt ist und nicht fassen kann, dass Johnny English das Beste ist, was ihr Geheimdienst ihr in der Stunde höchster Not bieten kann.
„Johnny English – Man lebt nur dreimal“ ist ein liebevoller Abschiedsgruß an eine einfachere Zeit, als Blödheit noch witzig war und am Ende zum Sieg der Guten führte. Aber waren das nicht auch schon die vorherigen Johnny-English-Komödien? Und brauchen wir wirklich noch eine Parodie des James Bonds der sechziger Jahre?
Johnny English – Man lebt nur dreimal (Johnny English strikes again, Großbritannien 2018)
Regie: David Kerr
Drehbuch: William Davies
mit Rowan Atkinson, Emma Thompson, Ben Miller, Olga Kurylenko, Jake Lacy, Adam James, Jules de Jongh, Matthew Beard, Irena Tyshyna, Charles Dance, Michael Gambon, Edward Fox
Drehbuch: Andrew Kevin Walker (nach einer Filmgeschichte von Kevin Yagher und Andrew Kevin Walker)
LV (Inspiration): Washington Irving: The Legend of Sleepy Hollow, 1820 (Die Sage von der schläfrigen Schlucht)
1799 soll Constable Ichabod Crane, ein Rationalist vor dem Herrn, in einem kleinen Dorf in der Nähe von New York mehrere Morde aufklären. Die Einheimischen behaupten, die Morde wurden von einem kopflosen Reiter begangen.
Schöner Horrorfilm von Tim Burton.
Hier zwei zeitgenössische Kritiken:
„Die perfekte Mischung aus haarsträubendem Grauen und schwarzem Humor, eine bis ins Detail perfektionistische Umsetzung und eine sichere Hand bei der Führung eines herausragenden Darstellerensembles machen aus ‚Sleepy Hollow‘ eine der ausgereiftesten Regiearbeiten Tim Burtons.“ (Steffen Heinke, Filmecho-Filmwoche)
„ein freudianisches Disneyland erschüttert vom Grand Guignol“ (Mariam Lau, Die Welt)
Die Musik ist von Danny Elfman; Kameramann war Emmanuel Lubezki.
mit Johnny Depp, Christina Ricci, Miranda Richardson, Michael Gambon, Casper Van Diem, Jeffrey Jones, Christopher Lee
Gosford Park (Großbritannien/Italien/USA/Deutschland 2001)
Regie: Robert Altman
Drehbuch: Julian Fellowes (nach einer Idee von Robert Altman und Bob Balaban)
Auf dem Landsitz Gosford Park trifft sich eine Jagdgesellschaft mit ihrer Dienerschaft. Als der Hausherr ermordet wird, muss ein Inspektor den Mörder suchen.
Tolle Gesellschaftskomödie mit einem Hauch Agatha Christie und einem „Was? Die ist auch dabei?“-Ensemble.
Der Film erhielt, neben vielen anderen Preisen, den BAFTA als bester Film, eine Golden Globe für die Regie, einen Oscar für das Drehbuch und die Screen Actors Guild zeichnete gleich das gesamte Ensemble aus.
Drehbuchautor Julian Fellowes ist auch der Erfinder von „Downtown Abbey“.
mit Maggie Smith, Michael Gambon, Kristin Scott Thomas, Camilla Rutherford, Charles Dance, Geraldine Somerville, Tom Hollander, Natasha Wightman, Jeremy Northam, Bob Balaban, James Wilby, Claudie Blakley, Laurence Fox, Ryan Phillippe, Stephen Fry, Kelly Macdonald, Clive Owen, Helen Mirren, Eileen Atkins, Emily Watson, Alan Bates, Derek Jacobi, Richard E. Grant