LV: Jennie Rooney: Red Joan, 2013 (Geheimnis eines Lebens)
Im Mai 2000 wird die 87-jährige Joan Stanley verhaftet. Sie soll ab dem Zweiten Weltkriegs für die Sowjetunion spioniert haben.
Von einem wahren Fall inspiriertes Agentendrama, das Theaterregisseur Trevor Nunn in Rückblenden erzählt. Angesichts des Potentials der Geschichte und der Schauspieler eine enttäuschende Angelegenheit. Wobei die Romanvorlage auch nicht spannender ist.
Jetzt fechten sie wieder für den König und, angesichts der vielen Verfilmungen von Alexandre Dumas‘ Roman kann man sich fragen, ob die Welt wirklich einen weiteren „Die drei Musketiere“-Film benötigt. Die bekanntesten und immer noch beliebtesten Verfilmungen sind George Sidneys „Die drei Musketiere“ (USA 1948) und Richard Lesters Zweiteiler „Die drei Musketiere“ (Panama 1974) und „Die vier Musketiere – Die Rache der Milady“ (Panama 1975). Außerdem gibt es unzählige weitere Verfilmungen der bekannten Vorlage, die inzwischen vergessen sind.
Und dann gibt es noch Bertrand Taverniers „D’Artagnans Tochter“ (Frankreich 1994), die im Film von Sophie Marceau als muntere Kämpferin gespielt wird. Die Mantel-und-Degen-Komödie hat zwar nichts mehr mit dem Roman von Dumas zu tun, aber sie ist äußerst kurzweilig, viel zu unbekannt und der Grund, warum Martin Bourboulon das Angebot einer Neuverfilmung von Dumas‘ Roman akzeptierte. Sein Vater war einer der Produzenten von Taverniers Film und er durfte als Jugendlicher das Set besuchen.
Jetzt konnte Martin Bourboulon seinen eigenen Mantel-und-Degen-Film drehen.
Die Story hat er nicht grundlegend verändert. Wieder geht es um D’Artagnan (François Civil), einen vor Selbstvertrauen strotzendem Burschen aus der Gascogne, der in Paris ein Mitglied der legendären Musketiere werden möchte. Doch zuerst muss er sich mit drei Männern herumschlagen, denen er in den übervollen Gassen der Hauptstadt innerhalb weniger Minuten auf die Füße trat und die ihn nacheinander zum Duell herausforderten. Es sind, was D’Artagnan nicht weiß, die Musketiere Athos (Vincent Cassel), Porthos (Pio Marmaï) und Aramis (Romain Duris).
Noch bevor sie in einem Waldstück mit dem ersten Duell beginnen können, werden sie von Kardinal Richelieus Männern gestört – und Regisseur Martin Bourboulon nutzt die Gelegenheit für eine große, ungeschnittene, nicht enden wollende Actionszene. Bis zum Abspann folgende weitere sparsam geschnittene Kampfszenen.
Nach diesem wilden Kampf hat D’Artagnan sich den Respekt der drei Musketiere verdient. Sie nehmen ihn in ihre elitäre Gruppe auf.
Schnell werden sie in einen Komplott gegen den König, den sie beschützen sollen, verwickelt. 1627 ist die politische Situation unübersichtlich. Frankreich und England bekriegen sich. Evangelen und Katholen ebenso. Es wird munter hinter dem Rücken des Königs intrigiert. Treibende Kräfte sind dabei Kardinal Richelieu (Éric Ruf) und die geheimnisvolle Milady de Winter (Eva Green).
Martin Bourboulon, zuletzt „Eiffel in Love“, verzichtet in seiner Interpretation der klassischen Geschichte auf Modernismen, Ironisierungen und Aktualisierungen, die andere Regisseure bei ihren Verfilmungen historischer Stoffe vornehmen. Zum Bespiel indem die Musik aus Rocksongs besteht. Teilweise werden diese Songs, neu arrangiert, vor Publikum auf höfischen Gesellschaften gespielt. Oder indem moderne Gegenstände, die es damals noch lange nicht gab, im Bild auftauchen. Bourboulon verzichtet darauf. Er inszenierte einen bewusst altmodischen Mantel- und Degenfilm, der so auch schon für fünfzig Jahren hätte entstehen können. Und er nimmt sich viel Zeit. Wie einige ältere Versionen der Geschichte erzählt er sie in zwei Teilen. Der zweite Teil „Die drei Musketiere – Milady“ soll am 14. Dezember 2023 in Deutschland starten.
Eben diese Entscheidung führt zu einigen Längen. Die Geschichte wird jetzt in ungefähr vier Stunden erzählt. Dabei hätten sie sie auch als einen konzentriert in, sagen wir mal 150 Minuten erzählten Abenteuerfilm erzählen können. Jetzt ziehen sich einige Duelle gefühlt endlos hin. Milady de Winter geht auf einem Maskenball ebenfalls gefühlt endlos durch die Feiernden. Das Leben am Hof des Königs hätte nicht so ausführlich geschildert werden müssen. Und natürlich ist dieser erste Teil (mit seiner Abspannszene) vor allem die Vorbereitung des zweiten Teils, in dem die tapferen drei Musketieren (die eigentlich vier Musketiere sind) gegen die böse Milady de Winter kämpfen. Im ersten Teil hat sie nur eine Nebenrolle.
Doch das sind eher kleinere Einwände gegen einen unterhaltsamen, traditionsbewussten, starbesetzten Abenteuerfilm.
Die drei Musketiere – D’Artagnan (Les trois mousquetaires: D’Artagnan, Deutschland/Frankreich 2023)
Regie: Martin Bourboulon
Drehbuch: Matthieu Delaporte, Alexandre de La Patellière
LV: Alexandre Dumas: Les trois mousquetaires, 1843/44 (Die drei Musketiere)
mit François Civil, Vincent Cassel, Romain Duris, Pio Marmaï, Eva Green, Louis Garrel, Vicky Krieps, Lyna Khoudri, Jacob Fortune-Lloyd, Eric Ruf, Marc Barbé, Patrick Mille
1985 wirft ein Drogenschmuggler über dem Chattahoochee National Forest in Georgia etliche mit Kokain gefüllte Drogenpakete aus einem Flugzeug. Als er herausspringen will, verletzt er sich tödlich – und „Cocaine Bear“ hat seinen ersten Lacher. Weitere folgen. Aber weniger als erwartet.
„Cocaine Bear“ zählt zu den Filmen, die ihre Prämisse und gleichzeitig ihren größten Witz bereits im Titel tragen. In „Cocaine Bear“ geht es um einen Bären, der Kokain frisst und durchdreht. Er verhält sich nicht mehr wie ein friedliebender Bär, sondern wie ein komplett durchgeknallter Maniac. Das erfahren die Menschen, die zu dem Zeitpunkt gerade im Wald sind, leidvoll. Sie sind, wie es sich für eine Schwarze Deppen-Komödie gehört, eine Ansammlung von grenzdebilen Deppen, die mindestens zur Hälfte für ihre Verletzungen und ihren Tod selbst verantwortlich sind. Ihr teils groteskes Ableben – erinnert sei hier nur an die Szene im Krankenwagen – sorgt im Publikum dann für die erwartbaren höhnischen und auch überraschten Lacher. Die in der Komödie porträtierten Trottel sind sich tough gebende Verbrecher aus der Stadt (die jetzt die Kokainpakete im Wald suchen müssen) und der Provinz (die sich mit den Städtern anlegen und zuerst einmal ordentlich verkloppt werden), einer verliebten, älteren, übergewichtigen Parkwächterin, die sich als Elitepolizistin auf Standby sieht, ein Tierschützer, Sanitäter und Touristen.
Die wenigen Ausnahmen – zwei zwölfjährige Schulkinder, die zum ersten Mal Kokain ausprobieren, und eine besorgte Mutter, die verärgert die beiden Schulschwänzer sucht – bestätigen die Regel, dass an diesem Tag nur Idioten im Wald sind, deren Lebensinhalt darin besteht, Bärenfutter zu sein.
Als kleiner schwarzhumorige Splatterquickie ist „Cocaine Bear“ okay. Er liefert ziemlich genau das, was der Titel versprichte. Aber die Komödie ist nie auch nur halb so gut, wie sie hätte sein können.
Cocaine Bear(Cocaine Bear, USA 2023)
Regie: Elizabeth Banks
Drehbuch: Jimmy Warden
mit Keri Russell, O’Shea Jackson jr., Christian Convery, Alden Ehrenreich, Jessie Tyler Ferguson, Brooklynn Prince, Isiah Whitlock jr., Margo Martindale, Ray Liotta
History vs. Hollywood prüft – obwohl es in diesem Fall ziemlich egal ist, weil außer dem auslösendem Ereignis (dem Abwurf von Drogen aus dem Flugzeug und dem späteren Fund eines toten Bären, der 17 Kilo Kokain in seinem Magen hatte) alles erfunden ist
Extrem selten, um nicht zu sagen ‚fast nie‘, gezeigtes Melodrama von Luis Buñuel: Der reiche Francisco spannt Raúl die Verlobte aus und heiratet sie. Ihre Ehe könnte perfekt sein, wenn er nicht rasend eifersüchtig wäre.
„Surrealistisch gefärbtes Melodram aus Buñuels mexikanischer Periode.“ (Lexikon des internationalen Films)
Die deutsche Premiere war am 7. Juli 1970 in der ARD.
„Luis Buñuel Portolés (* 22. Februar 1900 in Calanda, Spanien; † 29. Juli 1983 in Mexiko-Stadt, Mexiko) war ein mexikanischer Filmemacher spanischer Herkunft, der gegen Ende der Stummfilmzeit als surrealistischer Regisseur bekannt wurde. Er zählt zu den bedeutendsten Filmregisseuren des 20. Jahrhunderts.“ (Wikipedia)
Seine bekanntesten und wichtigsten Filme sind „Ein andalusischer Hund“ (Un chien andalou, 1929), „Viridiana“ (1961), „Der Würgeengel“ (El ángel exterminador, 1962), „Tagebuch einer Kammerzofe“ (Le journal d’une femme de chambre, 1964), „Belle de Jour – Schöne des Tages“ (Belle de jour, 1967), „Der diskrete Charme der Bourgeoisie“ (Le charme discret de la bourgeoisie, 1972), „Das Gespenst der Freiheit“ (Le fantôme de la liberté, 1974) und „Dieses obskure Objekt der Begierde“ (Cet obscur objet du désir, 1977).
mit Arturo de Córdova, Delia Garcés, Carlos Martínez Baena, Manuel Dondé, Fernando Casanova
Marc Raabe (Marc Raabe, links) und seine Erfindung Art Mayer (Mario Klischies, rechts) am Dienstag, den 11. April 2023, im Berliner Kriminal-Theater.
Der überaus sympathische Thrillerautor Marc Raabe stellte dort seinen neuen Thriller „Der Morgen“ und sein neues Ermittlerteam vor. Der BKA-Ermittler Art Mayer und seine neue Kollegin Nele Tschaikowski suchen den Mörder der Frau des Gesundheitsministers. Und sie wollen herausfinden, warum der Mörder die Adresse des Bundeskanzlers auf ihren Bauch schrieb.
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Die nächsten Lesungen von Marc Raabe
Köln, 20. April 2023, 20:15 Uhr, Thalia Neumarkt//Mayersche
Leipzig, 26. April 2023, LangeKriminacht – Blauer Salon im Central Kabarett
Leipzig, 27. April 2023, 14:00 Uhr, Leipziger Buchmesse „Forum Literatur und Audio“, Halle: 2, Stand
Leipzig, 28. April 2023, 19:00 Uhr, KrimiClub
Kerpen, 24. Mai 2023, 19:30 Uhr, Buchhandlung Wortreich
LV: F. Scott Fitzgerald: The great Gatsby, 1925 (Der große Gatsby)
Auf Long Island veranstaltet der geheimnisumwitterte Jay Gatsby in den zwanziger Jahren glamouröse Partys. Da trifft er seine große, inzwischen verheiratete Liebe Daisy wieder.
Fünfte Verfilmung von F. Scott Fitzgeralds Romanklassiker und wieder ist die Verfilmung eine bestenfalls durchwachsene Angelegenheit, die der vernachlässigbaren Handlung des Romas folgt und ihren viel wichtigeren Geist verfehlt. Immerhin ist bei Luhrmann immer etwas los. Allerdings: „Luhrmanns Oberflächenfetischismus kennt keine echten Abgründe.“ (Lexikon des internationalen Films)
Die aktuell bekannteste Verfilmung dürfte die ebenfalls ungeliebte Version von 1974 sein. Francis Ford Coppola schrieb das Drehbuch und Robert Redfort spielte Jay Gatsby.
mit Leonardo DiCaprio, Isla Fisher, Jason Clarke, Carey Mulligan, Joel Edgerton, Tobey Maguire
Anouk Schollähn moderiert den Abend und Schauspieler Mario Klischies verkörpert Art Mayer, Raabes neuen Ermittler, auf der Theaterbühne.
Der Mitt-Dreißiger Mayer ist ein waschechter Berlliner und Ermittler beim BKA. Im Moment ist er suspendiert, weil er den Polizeipräsidenten geschlagen hat.
Als im verschneiten Berlin (Okay, das ist jetzt aber wirklich fiktiv. Denn diese Art Schnee gibt es in Berlin schon seit Jahren nicht. Jedenfalls nicht länger als einige Stunden.) an der Siegessäule auf der Ladefläche eines Lasters die nackte Leiche von Marietta Althauser, der Frau des Gesundheitsministers, gefunden wird und auf ihrem Bauch die mit Blut geschriebene Privatadresse des Bundeskanzlers Henrik Westphal steht, wird Art Mayer gerufen. Er soll den Fall aufklären. Später erfährt er, dass Marietta Althauser die zweite Tote ist, auf deren Bauch die Adresse des Kanzlers stand, und dass Westphal ausdrücklich um die Hilfe von Art Mayer bei den Ermittlungen gebeten hat. Mayer weiß auch nicht, dass seine neue Kollegin, die Kommissaranwärterin Nele Tschaikowski, die Nichte des Polizeipräsidenten ist.
Dafür wissen seine Kollegen nicht, dass Mayer Westphal und seine Frau aus seiner Jugend kennt und sie vor über zwanzig Jahren einige Dinge taten, die nicht bekannt werden sollen.
Marc Raabe veröffentlichte seinen ersten Thriller „Schnitt“ 2012 bei Ullstein. Seitdem veröffentlichte er bei Ullstein ungefähr jedes Jahr einen weiteren dickleibigen Schmöker. Zuerst die Einzelromane „Der Schock“ (2013) und „Heimweh“ (2015). Dann die vier Tom-Babylon/Sita-Johanns-Thriller „Schlüssel 17“ (2018), „Zimmer 19“ (2019) „Die Hornisse“ (2020) und „Violas Versteck“ (2022). Und jetzt den ersten Art-Mayer/Nele-Tschaikowski-Thriller „Der Morgen“. Der Roman steht wenige Tage nach seiner Veröffentlichung auf dem zweiten Platz der Spiegel-Bestsellerliste. Im Frühjahr 2024 soll mit „Dämmerung“ der zweite Einsatz des Teams Mayer/Tschaikowski erscheinen.
„Der Morgen“ ist ein Strandkorblektüre, über dessen Story und die aus dem Hut gezauberte Lösung nicht zu genau nachgedacht werden sollte. Denn dann würde auffallen, dass Raabe etliche interessante Punkte nicht weiter vertieft, weil sein neuester Thriller kein Polit-Thriller und kein Rätselkrimi ist. So spielt die Geschichte zwar wenige Tage vor einem G20-Gipfel, der in Berlin stattfindet, aber für die Geschichte ist er letztendlich egal. Gleiches gilt für den gesamten politischen Betrieb. Die Zahl der falschen Fährten, Motive und Tatverdächtigen ist sehr überschaubar.
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Weitere Lesungen
Köln, 20. April 2023, 20:15 Uhr, Thalia Neumarkt//Mayersche
Leipzig, 26. April 2023, LangeKriminacht – Blauer Salon im Central Kabarett
Leipzig, 27. April 2023, 14:00 Uhr, Leipziger Buchmesse „Forum Literatur und Audio“, Halle: 2, Stand
Leipzig, 28. April 2023, 19:00 Uhr, KrimiClub
Kerpen, 24. Mai 2023, 19:30 Uhr, Buchhandlung Wortreich
Schweigen und Vertuschen: Die Todsünden der katholischen Kirche (Belgien/Deutschland/Frankreich 2022)
Regie: Helmar Büchel
Drehbuch: Helmar Büchel
TV-Premiere. Spielfilmlange Doku über sexuellen Missbrauch in und im Umfeld der Katholischen Kirche, der Vertuschung durch sie und dem zögerlichen Umgang der weltlichen Justiz damit. Helmar Büchel konzentriert sich in seiner Doku auf Fälle aus Frankreich, Deutschland und Belgien.
LV: Ferenc Molnár: Egy, kettó, három, 1929 (Theaterstück)
Der Berlin-Berlin-Film: Westberlin, August 1961: Mr. MacNamara, der Leiter der örtlichen Coca-Cola-Filiale, muss die heimliche Heirat zwischen der Tochter seines Chefs und einem Ostberliner Über-Proletarier rückgängig machen. Bevor der garstige Chef ankommt.
Billy Wilders turbulente und respektlose Komödie kam wenige Wochen nach dem Bau der Berliner Mauer in die Kinos und floppte. 1985, bei seiner Wiederaufführung, kam er deutlich besser an. Seitdem ist der Film ein Klassiker.
mit James Cagney, Horst Buchholz, Liselotte Pulver, Pamela Tiffin, Arlene Francis, Hanns Lothar, Karl Lieffen, Howard St. John, Ralf Wolter, Hubert von Meyerinck
Irinas dreizehnjähriger Sohn Igor liegt schwer verletzt und nicht ansprechbar im Krankenhaus einer tschechischen Kleinstadt. Er wurde in dem anonymen Mietshaus in dem Irina und Igor wohnen, überfallen. Wer den aus der Ukrainie stammenden Teenager zusammengeschlagen hat, ist unklar. Es ist auch unklar, was genau geschah. Aber schnell wird die Körperverletzung zu einem Ereignis, das immer weitere Kreise zieht. Auch weil ein rassistischer Hintergrund vermutet wird. Die Polizei ermittelt. Die Medien sehen in dem Überfall eine gute Boulevard-Story. Die Bürgermeisterin spricht ihr Beileid aus und möchte, nicht ganz uneigennützig, Irina und Igor helfen. So erhält Irina eine größere Wohnung. Ein früherer Profisportler, der jetzt als Rechtsradikaler Politik macht, will ihnen ebenfalls helfen und dabei fremdenfeindliche Ressentiments bedienen. Denn die Tatverdächtigen sind einige im gleichen Haus lebende Roma-Jungen.
Und Irina hofft, dass der Überfall sich positiv auf ihren wiederholten Antrag auf die tschechische Staatsbürgerschaft und ihre Pläne, sich mit einem Friseursalon selbstständig zu machen, auswirkt. Auch wenn sie dafür lügen muss.
Schnell verschwimmen in Michal Blaškos bevorzugt in langen Einstellungen gedrehtem Spielfilmdebüt die Grenzen zwischen Gut und Böse. Das erzählt er etwas zu reduziert und zu didaktisch, um wirklich zu begeistern.
Trotzdem ist „Victim“ insgesamt ein zum Nachdenken und Diskutieren anregendes Drama mit einer sehr ironischen Schlußpointe.
Victim (Slowakei/Tschechien/Deutschland 2022)
Regie: Michal Blaško
Drehbuch: Jakub Medvecký
mit Vita Smachelyuk, Gleb Kuchuk, Igor Chmela, Viktor Zavadil, Inna Zhulina, Alena Mihulová, Veronika Weinhold, Gabriela Míčová, Claudia Dudová
Das Leben des Brian (Monty Pythons Life of Brian, Großbritannien 1979)
Regie: Terry Jones
Drehbuch: Graham Chapman, John Cleese, Terry Gilliam, Eric Idle, Terry Jones, Michael Palin
Das Leben von Brian, das erstaunliche Parallelen zu dem von Jesus Christus hat, und hier von Monty Python kräftig durch den Kakao gezogen wird.
Kult. Und wahrscheinlich schon tausendmal gesehen.
Der deutsche Kinostart war am 15. August 1980
mit Graham Chapman, John Cleese, Terry Gilliam, Eric Idle, Terry Jones, Michael Palin, Terence Bayler, Carol Cleveland, Kenneth Colley, Neil Innes, Charles McKeown
Wiederholung: Montag, 10. April, 01.25 Uhr (Taggenau!)
Gut, für den österlichen Geschenkekorb kommt die monatliche Krimibestenliste, präsentiert von Deutschlandfunk Kultur, etwas spät. Jedenfalls für alle, die gedruckte Bücher bevorzugen.
Aus dem Englischen von Karen Gerwig und Angelika Müller
Pulp Master, 416 Seiten, 16 Euro
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6 (9) Riku Onda: Fische, die in Sonnensprenkeln schwimmen
Aus dem Japanischen von Nora Bartels
Atrium, 240 Seiten, 22 Euro
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7 (–) David Hewson: Garten der Engel
Aus den Englischen von Birgit Salzmann
Folio, 387 Seiten, 27 Euro
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8 (–) Jérôme Leroy: Die letzten Tage der Raubtiere
Aus dem Französischen von Cornelia Wend
Edition Nautilus, 396 Seiten, 24 Euro
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9 (–) Hayley Scrivenor: Dinge, die wir brennen sahen
Aus dem Englischen von Andrea O’Brien
Eichborn, 368 Seiten, 22 Euro
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10 (8) Melissa Ginsburg: Sunset City
Aus dem Englischen von Kathrin Bielfeldt
Polar, 214 Seiten, 17 Euro
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In ( ) ist die Position vom Vormonat.
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Da ist doch einiges dabei. Zum Beispiel James Kestrels „Fünf Winter“, im Original erschienen bei Hard Case Crime und 2022 mit dem Edgar als bester Roman ausgezeichnet. Das sind schon zwei gute Gründe für eine Lektüre des Romans.
Aktuell beschäftige ich mich wegen anstehender Lesungen und möglicher Interviews vor allem mit dem Werk von Ben Aaronovitch, Christopher Golden und Marc Raabe.
Und am 12. April erscheint „Die Macht der Wölfe“, der neue Roman von Horst Eckert.
Hm, so gesehen kann das Wetter so schlecht bleiben.
M – Eine Stadt sucht einen Mörder (Deutschland 1931)
Regie: Fritz Lang
Drehbuch: Thea von Harbou, Fritz Lang
Polizei und Verbrecher suchen einen Kindermörder.
Ein Filmklassiker, der keine Patina angesetzt hat und jeder Film- und Krimifan unbedingt gesehen haben muss. Mustergültig setzt Lang in seinem ersten Tonfilm Bild und Ton ein. Angeregt wurde „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ durch Zeitungsartikel über mehrere brutale Morde, unter anderem über den Fall Kürten.
Mit Peter Lorre, Gustaf Gründgens, Otto Wernicke, Paul Kemp, Theo Lingen
Kurz nach Adams Ankunft an der Azhar-Universität in Kairo stirbt der Großiman. Die Universität ist das Epizentrum der Macht in der islamischen Welt; der Großiman das Oberhaupt der Universität. In ihr und durch ihn wird die für Muslime entscheidende Auslegung des Korans formuliert. Für den sunnitischen Islam ist er die oberste Autorität. Wie der Papst für Katholiken die oberste Autorität ist. Bei neuen Gesetzen berücksichtigt die äyptische Regierung seine Empfehlungen. Entsprechend wichtig ist das Amt des Großimans.
Während der mit harten Bandagen, Mord und Intrigen geführte Kampf um die Nachfolge tobt, gerät Adam, Sohn eines einfachen Fischer, der ein Stipendium für die Universität erhalten hat, in der Universität zwischen die Fronten der verschiedenen Gruppen, die eines ihrer Mitglieder zum Nachfolger ernennen wollen. Gleichzeitig versucht der zwiespältige Regierungsbeamte Ibrahim ihn anzuwerben. Ibrahim hofft so, einen tieferen Einblick in die verschlossene Welt der Universität zu erhalten und über Adam das Geschehen in der Universtität beeinflussen zu können.
Nach dem 08/15-Thriller „The Contractor“ kehrt Tarik Saleh, ein gebürtiger Schwede mit einem ägyptischen Vater, nach Ägypten zurück. Dort spielte sein überaus gelungener Politthriller „Die Nile Hilton Affäre“, der gelungen an die Erzählmustern westlicher Polit-Thriller, mit einer mehr als ordentlichen Portion französischer 70er-Jahre Polit- und Paranoia-Thriller anknüpft.
Seit den Dreharbeiten für diesen Thriller darf er nicht mehr nach Ägypten einreisen. Deshalb drehte er „Die Kairo-Verschwörung“ in der Türkei. Die in Istanbul stehende Süleymanye-Moschee wurde im Film zur Azhar-Universität.
Wie „Die Nile Hilton Affäre“ ist „Die Kairo-Verschwörung“ ein Polit-Thriller. Aber dieses Mal interessiert sich Tarik Saleh nicht sonderlich für den Thrill. Dafür sind die Machtkämpfe zu bräsig erzählt. Sein neuester Film ist eher ein Drama und eine Coming-of-Age-Geschichte, das sich den etablierten Erzählmustern des Verschwörungsthrillers bedient. Und es ist ein intensiver Blick in das Innenleben und die Strukturen einer von der Außenwelt abgeschotteten Welt.
Die Kairo-Verschwörung (Boy from Heaven, Schweden/Frankreich/Finnland 2022)
Regie: Tarik Saleh
Drehbuch: Tarik Saleh
mit Tawfeek Barhom, Fares Fares, Mohammad Bakri, Makram J. Khoury, Sherwan Haji, Mehdi Dehbi
Fabian oder Der Gang vor die Hunde (Deutschland 2021)
Regie: Dominik Graf
Drehbuch: Constantin Lieb, Dominik Graf
LV: Erich Kästner: Fabian oder Der Gang vor die Hunde, 1931/2013
TV-Premiere. Dominik Grafs grandiose Verfilmung von Erich Kästners Roman über Jakob Fabian, einem Schriftsteller, der als Werbetexter Geld verdient und durch das nächtliche Berlin der Goldenen Zwanziger driftet.
mit Tom Schilling, Albrecht Schuch, Saskia Rosendahl, Michael Wittenborn, Petra Kalkutschke, Elmar Gutmann, Aljoscha Stadelmann, Anne Bennent, Meret Becker
Hätte mir vor wenigen Tagen jemand gesagt, dass ich mich für einen Film über einen Turnschuh und einen Werbevertrag interessieren könnte, hätte ich gesagt „Quatsch. Es gibt nichts, was mich weniger interessiert.“.
Nach dem fabelhaftem Trailer war ich dann gespannt auf den Film über Nike und Michael Jordan. „Air – Der große Wurf“ ist auch der neue Spielfilm von Ben Affleck. Der Schauspieler hat als Regisseur mit „Gone Baby Gone – Kein Kinderspiel“ (2007), „The Town – Stadt ohne Gnade“ (2010), „Argo“ (2012) und „Live by Night“ (2016) eine makellose Filmographie. Da hätte mich sein neuer Film, das gebe ich unumwunden zu, in jedem Fall interessiert.
Sein Drama „Air – Der große Wurf“ erfüllt die Erwartungen, die der Trailer und sein Name wecken. Er erzählt die Vorgeschichte zu dem Vertrag zwischen Nike und Michael Jordan, aus der Sicht von dem Mann, der bei Nike den Vertrag einfädelte.
Nike befindet sich 1984 in einer finanziell unbefriedigenden Situation. Das Geschäft mit der Verpflichtung von Sportlern, bei Wettkämpfen und Spielen ihre Schuhe zu tragen und so Schuhe zu verkaufen, läuft schlecht. Trotzdem will Nike in der kommenden Saison wieder Sponsoring-Verträge mit mehreren Sportlern abschließen. Das Risiko wird gestreut. Aber Spitzensportler und Stars können so nicht eingekauft werden. Nike bedient sich an der Resterampe.
Da schlägt Sonny Vaccaro (Matt Damon), der Basketballexperte von Nike, einen neuen Ansatz vor: das gesamte Budget wird für einen Sportler ausgegeben. Michael Jordan, der damals am Anfang seiner Karriere stand, soll das sein. Vaccaro denkt, dass Jordan ein riesiges Potential hat.
Es gibt nur zwei Probleme: zuerst muss Vaccaro seine Vorgesetzten von seiner Idee überzeugen. Die sind davon nicht begeistert. Denn wenn Vaccaro sich irrt, wird das ein kostspieliger, die Firma gefährdender Irrtum sein.
Und Michael Jordan muss überzeugt werden. Sein Agent bereitet gerade Vertragsverhandlungen mit Adidas und Puma vor. Beide Firmen würden Jordan eine Summe zahlen, die über dem bei Nike verfügbarem Budget liegt. Außerdemn hat Jordan bereits öffentlich gesagt, er werde niemals bei Nike unterschreiben.
Affleck orientiert sich in seinem neuen Film an an neueren, auf wahren Ereignissen beruhenden Hollywood-Filmen, wie „The Big Short“, „Vice – Der zweite Mann“ und „Bombshell – Das Ende des Schweigens“. Im Gegensatz zu diesen Filmen, die über gesellschaftliche Missstände aufklären, geht es in „Air – Der große Wurf“ letztendlich um nichts. Denn ein Sponsoring-Vertrag zwischen einem Sportler und einer Firma, von dem beide profitieren, ist kein Skandal und nichts, was verändert werden muss. Denn Jordan schloss einen für sich sehr vorteilhaften Vertrag ab, der sich fundamental von den Verträgen unterschied, die andere Sportler vor ihm abschlossen.
Affleck erzählt diese Vertragsverhandlungen äußerst kurzweilig und satirisch zugespitzt aus der Sicht von Sonny Vaccaro und Nike. Michael Jordan, den in den USA jedes Kind kennt, tritt im Film nicht auf. Seine Mutter Deloris Jordan (Viola Davis), das Oberhaupt der Familie Jordan, führt die Verhandlungen. Das Erzähltempo ist hoch. Die Dialoge pointiert. Die hochkarätigen Schauspieler – neben Matt Damon und Viola Davis sind Ben Affleck, Jason Bateman, Chris Tucker und Chris Messina dabei – sind spielfreudig. Das Zeitkolorit ist stimmig. Alles sieht wie ein Dokumentarfilm aus den achtziger Jahren aus. Es gibt Bilder aus Nachrichtensendungen und Ausschnitte aus Videoclips, die nostalgische Gefühle wecken. Der Soundtrack besteht aus den damaligen Hits.
Da macht dann ein vollkommen kritiklos präsentiertes Stück Firmengeschichte über einen Sportler, einen Schuh und wie die profitable Partnerschaft zwischen Nike und Jordan begann, Spaß.
„Air – Der große Wurf“ ist ein kurzweiliger Werbefilm für Nike und eine Zeitreise in eine Zeit, als Telefone nur Telefone waren.
Air – Der große Wurf(Air, USA 2023)
Regie: Ben Affleck
Drehbuch: Alex Convery
mit Matt Damon, Ben Affleck, Jason Bateman, Chris Tucker, Viola Davis, Chris Messina, Marlon Wayans, Matthew Maher, Julius Tennon
Pater Gabriele Amorth ist nicht irgendein Exorzist, sondern „The Pope’s Exorcist“; also der Exorzist des Papstes. Er war, im Gegensatz zu den normalen Film-Exorzisten, ein wirklicher Exorzist, der Yoga und das Lesen der Harry-Potter-Bücher für satanisch hielt.
Der Norditaliener lebte von 1925 bis 2016. Seit 1986 war er der Exorzist der Diözese Rom. Später war er mehrere Jahre der Präsident der Internationalen Vereinigung der Exorzisten. Nach eigenen Angaben führte er 50.000 (das sagt er 2000), 70.000 (das sagte er 2010) oder 160.000 (das sagte er 2013) erfolgreiche Teufelsaustreibungen durch. Oder, anders gesagt: ungefähr zu jeder Mahlzeit praktizierte er mindestens einen Exorzismus.
Und er schrieb darüber erfolgreiche Bücher. Wie Ed und Lorraine Warren, die als Geisterjäger und -austreiber in den USA vor allem in den Siebzigern ihre bekanntesten Fälle hatten. Seit 2013 wurden ihre Fälle in den gelungenen, sich an ihre Aufzeichnungen haltenden bislang drei „The Conjuring“-Filmen nacherzählt.
Diesen Weg, nämlich einen ‚wahren‘ Fall stilbewusst zu erzählen, wählten die Macher von „The Pope’s Exorcist“ nicht. Regisseur Julius Avery und die Drehbuchautoren Michael Petroni und Evan Spiliotopoulos erzählen eine erfundene Geschichte, die um ein, zwei Fakten und Statements aus Pater Gabriele Amorths Leben ergänzt wird. Jedenfalls wirkt Amroths Hauptfall mit seiner Erklärung über das Wesen des Dämons wie die Erfindung eines Drehbuchautoren, der sich von einem trashigen Verschwörungsthriller über die katholische Kirche und deren teuflisches Treiben durch die Jahrhunderte inspirieren ließ.
Amorth wird im Juli 1987 von Rom nach Spanien zur in Kastilien liegenden Abtei St. Sebastian geschickt. Er soll herausfinden, ob der zwölfjährige Henry besessen ist. Der Junge ist mit seiner älteren Schwester und seiner Mutter vor kurzem dort angekommen. Henrys Mutter möchte das Anwesen renovieren und gewinnbringend verkaufen. Es handelt sich dabei um ihre gesamte Erbschaft.
Kaum ist Amorth in der baufälligen Abtei angekommen, stellt er fest, dass er gegen Satan höchstpersönlich kämpfen muss. Dabei soll ihm der junge Gemeindegeistliche Vater Esquibel helfen.
„The Pope’s Exorzist“ ist einfach der vorhersehbare Exorzismus-Film der Saison. So wird aus Pater Gabriele Amorths Leben, das durchaus den Stoff für einen gelungenen Film hergegeben hätte, nichts gemacht. Stattdessen wird einfach noch einmal die sattsam bekannte Exorzismus-Geschichte erzählt, als ginge es um Malen nach Zahlen. Und diese Geschichte kümmert sich erstaunlich wenig um irgendeine Form von Logik. Das ist augenfällig, wenn Amorth mehr über den Dämon und die Geschichte der Abtei herausfindet und wie er dabei vorgeht. Da warnt er zuerst vor Gefahren. Und tut Sekunden später alles, um genau diese Gefahren wieder herauf zu beschwören, während der Dämon alle paar Minuten einen Menschen gegen die nächste Wand schleudert und der von ihm besessene Henry mit teuflischen Stimmen spricht.
„Operation: Overlord“-Regisseur Julius Avery erzählt dies vor allem in dunklen Räumen, mit etwas Sünde (vulgo Sex) und ziemlich viel spritzendem Blut. Er ist dabei mehr an Oberflächenreizen als an etwaigen thematischen Vertiefungen interessiert.
Russell Crowe hatte bei diesem Budenzauber offensichtlich seinen Spaß. Mit großer Geste, dem pathetischen Ernst einer Shakespeare-Aufführung und einem „Ich kann das auch alles nicht glauben“-Blick tritt er mit ausgebreiteten Armen gegen den Teufel an, der nach Amorths Meinung ein humorloser Geselle ist. Deshalb gibt es Witzeleien und lateinische Sprüche.
Dazu gibt es, in der Originalfassung, durchgehend ein für einen US-Film erstaunliches Sprachgemisch aus Italienisch, Spanisch, Englisch und Latein. In den ersten Minuten wird bis auf ein, zwei Sätze nur italienisch gesprochen. Auch Russell Crowe, der als Amorth in Tropea, einem Dorf in Kalabrien, zu einem Exorzismus gerufen wurde, redet italienisch.
Am Ende bleibt nach hundert Minuten Teufelsaustreibung nur der übliche Exorzismus-Quark, mit dem Katholiken sich immer herumschlagen müssen, und Russell Crowe beseelt eine Lambretta Scooter durch Rom und Spanien fahrend.
The Pope’s Exorcist (The Pope’s Exorcist, USA 2023)
Regie: Julius Avery
Drehbuch: Michael Petroni, Evan Spiliotopoulos (nach einer Geschichte von Michael Petronik R. Dean McCreary, Chester Hastings)
LV: Pater Gabriele Amorth: Un esorcista racconta, 1990 (Ein Exorzist erzählt); Nuovi racconti di un esorcista, 1992 (Neue Berichte eines Exorzisten)
mit Russell Crowe, Daniel Zovatto, Alex Essoe, Franco Nero, Peter DeSouza-Feighoney, Laurel Marsden, Cornell John
Ziemlich beste Freunde(Intouchables, Frankreich 2011)
Regie: Eric Toledano, Olivier Nakache
Drehbuch: Eric Toledano, Olivier Nakache
Ein wohlhabender, körperlich schwerbehinderter Franzose engagiert einen jungen, gerade aus dem Gefängnis entlassenen Migranten als Pfleger. Dieser behandelt ihn nämlich ohne falschen Respekt.
Mit fast neun Millionen Besuchern war „Ziemlich beste Freunde“ 2012 der erfolgreichste Film in den deutschen Kinos.
„Charmantes Buddy-Movie (…) Konzipiert als schwungvoller Wohlfühlfilm, mangelt es ihm allerdings an Glaubwürdigkeit, zumal die Konflikte und Probleme recht naiv verharmlost werden.“ (Lexikon des internationalen Films)