TV-Tipp für den 24. Mai: Still Alice – Mein Leben ohne Gestern

Mai 23, 2017

ZDF, 20.15

Still Alice – Mein Leben ohne Gestern (Still Alice, USA 2014)

Regie: Richard Glatzer, Wash Westmoreland

Drehbuch: Richard Glatzer, Wash Westmoreland

LV: Lisa Genova: Still Alice, 2009 (Mein Leben ohne Gestern)

Alice hat Alzheimer. Alice ist fünfzig Jahre und Sprachwissenschaftler. Sie und ihre Familie versuchen damit umzugehen.

Berührendes Drama.

Julianne Moore erhielt für ihre Darstellung der Alice unter anderem den Oscar, den Golden Globe, den Bafta und den Screen Actors Guild Award.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Julianne Moore, Kristen Stewart, Alec Baldwin, Kate Bosworth, Hunter Parrish, Shane McRae, Stephen Kunken

Wiederholung: Donnerstag, 25. Mai, 01.45 Uhr (Taggenau!)

Hinweise
Deutsche Homepage zum Film
Englische Homepage zum Film
Film-Zeit über „Still Alice“
Moviepilot über „Still Alice“
Metacritic über „Still Alice“
Rotten Tomatoes über „Still Alice“
Wikipedia über „Still Alice“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Richard Glatzer/Wash Westmorelands „Still Alice – Mein Leben ohne Gestern“ (Still Alice, USA 2014)


Verlosung: Wer will „Das Versprechen“ (DVD) oder „Zweimal lebenslänglich“ (Buch)?

Mai 23, 2017

Dank des „Angebots, das Sie nicht ablehnen können“-Angebots der netten Pressedame kann ich Euch jeweils ein Exemplar der DVD „Das Versprechen – Erste Liebe lebenslänglich“ (Farbfilm Home Entertainment) oder der Autobiographie „Zweimal lebenslänglich – Wie ich seit drei Jahrzehnten für meine Freiheit kämpfe“ (Knaur) von Jens Söring anbieten.

In Buch und Film wird die Geschichte von Jens Söring erzählt, der seit 1990 in den USA im Gefängnis sitzt. Er soll am 30. März 1985 die Eltern von seiner Freundin und ersten großen Liebe Elizabeth Haysom in ihrem Haus in Lynchburg, Virginia bestialisch ermordet haben. Er behauptet, unschuldig zu sein und die neueren Beweise unterstützen seine Version.

Ein lesenswertes Buch. Ein spannender Dokumentarfilm, den ich hier ausführlich besprochen habe.

Die Verlosung endet am Sonntag, den 28. Mai, um 23.59 Uhr.

In den Betreff müsst ihr „Verlosung Das Versprechen“ oder „Verlosung Zweimal lebenslänglich“ schreiben und in der Mail an info@axelbussmer.de muss eine deutsche Postadresse stehen.

Das Versprechen – Erste Liebe lebenslänglich (The Promise, Deutschland 2016)

Regie: Marcus Vetter, Karin Steinberger

Drehbuch: Marcus Vetter, Karin Steinberger

mit Jens Söring, Gail Marshall, Tom Elliott, William Sweeney, Ricky Gardner, Gail Ball, Chuck Reid, Rich Zorn, Dave Watson, Tony Buchanan, Carlos Santos, Steven Rosenfield

und den Stimmen von Imogen Poots und Daniel Brühl

DVD

Farbfilm Home Entertainment

Bild: 1:2,35 (Cinemascope)

Ton: Originalfassung (Deutsch/Englisch, Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte

Bonusmaterial: Hörfilmfassung, Die Protagonisten, Die Liebesbriefe

Länge: 118 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Zum Lesen

Die Autobiographie von Jens Söring, der im Gefängnis mehrere Bücher schrieb

soering-zweimal-lebenslaenglich

Jens Söring: Zweimal lebenslänglich – Wie ich seit drei Jahrzehnten für meine Freiheit kämpfe

(mit einem aktuellen Vorwort von Karin Steinberger)

(aus dem Englischen übersetzt von Ulrike Strerath-Bolz)

Knaur, 2016

416 Seiten

10,99 Euro

Erstausgabe

Knaur Verlag, 2012

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Das Versprechen“

Moviepilot über „Das Versprechen“

Wikipedia über „Das Versprechen“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Marcus Vetter/Karin Steinbergers „The Forecaster“ (Deutschland 2014)

Meine Besprechung von Marcus Vetter/Karin Steinbergers „Das Versprechen – Erste Liebe lebenslänglich“ (The Promise, Deutschland 2016)

The New Yorker: ausführliche Reportage von Nathan Heller über den Mordfall (9. November 2015)

Michael Remke: Neue Beweise für Unschuld des Diplomaten-Sohns? (Die Welt, 5. Mai 2017)


Cover der Woche

Mai 23, 2017


TV-Tipp für den 23. Mai: Super 8

Mai 23, 2017

Pro7 Maxx, 20.15

Super 8 (USA 2011, Regie: J. J. Abrams)

Drehbuch: J. J. Abrams

Ohio, 1979: Als eine filmverrückte Gruppe Jugendlicher nachts auf einer Bahnstation eine Filmszene für ihren Zombiefilm drehen wollen, beobachten sie ein Zugunglück. Am nächsten Tag besetzt das Militär die Stadt.

Spannender Science-Fiction-Film, der durchaus als zeitgemäßes Update von „E. T.“ gesehen werden kann.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Kyle Chandler, Elle Fanning, Joel Courtney, Gabriel Basso, Noah Emmerich, Ron Eldard, Riley Griffiths, Ryan Lee, Zach Mills

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Deutsche Homepage zum Film und noch eine Seite zum Film

Film-Zeit über „Super 8“

Rotten Tomatoes über „Super 8“

Wikipedia über „Super 8“ (deutsch, englisch)

Time: Interview mit J. J. Abrams über “Super 8″ (6. Juni 2011)

Go into the Story: Emotionale und rationale Logik am Beispiel von „Super 8“

Meine Besprechung von J. J. Abrams’ “Super 8” (Super 8, USA 2011)

Meine Besprechung von J. J. Abrams‘ „Star Trek into Darkness“ (Star Trek into Darkness, USA 2013)

Meine Besprechung von J. J. Abrams „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ (Star Wars: The Force awakens, USA 2015)


DVD-Kritik: „Das Versprechen – Erste Liebe lebenslänglich“ für einen Diplomatensohn, der an die große Liebe glaubte

Mai 22, 2017

Zum Kinostart der beeindruckenden Dokumentation „Das Versprechen – Erste Liebe lebenslänglich“ über einen möglichen Justizirrtum schrieb ich:

Damals war der Fall eine Boulevardsensation, der alles hatte, was ein deftiger Hollywoodthriller benötigt. Aber seltsamerweise wurde der Fall bislang noch nicht zu einem Spielfilm verarbeitet und jetzt, nach mehreren US-TV-Dokumentationen, gibt es eine spielfilmlange Dokumentation darüber. In „Das Versprechen – Erste Liebe lebenslänglich“ zeichnen Marcus Vetter und Karin Steinberger die Geschichte von Jens Söring und Elisabeth Haysom nach.

Im August 1984 lernt der am 1. August 1966 in Thailand geborene deutsche Diplomatensohn und Hochbegabtenstipendiat Jens Söring auf dem Orientierungsabend der Universität von Virginia Elizabeth Roxanne Hawson, die am 15. April 1964 geborene Tochter eines Stahlbarons kennen. Sie verlieben sich.

Am 30. März 1985 werden die Eltern von Elizabeth, Derek und Nancy Haysom, in ihrem Haus in Lynchburg, Virginia bestialisch ermordet.

Elizabeth Haysom und Jens Söring, die zunächst nicht verdächtigt werden, flüchten nach Thailand und Europa, wo sie am 30. April 1986 in London wegen Scheckbetrugs verhaftet werden. Bei den Verhören gestehen sie die Tat. Später widerrufen sie ihre Geständnisse.

1990 wird Haysom wegen Anstiftung zum Mord zu neunzig Jahren verurteilt. Söring wird am 4. September 1990 zu zweimal lebenslänglicher Haft verurteilt.

Damit könnte die Geschichte enden, wenn Söring nicht seitdem um seine Freilassung kämpfen würde. Er behauptet, an dem Doppelmord nicht beteiligt gewesen zu sein, sondern, nachdem Haysom ihm den Doppelmord gestanden hatte, beschloss, ihr mit einem Geständnis zu helfen. Er dachte, dass er als Diplomatensohn diplomatische Immunität genieße und höchstens für einige Jahre in den Jugendknast kommen könne. Das war ihm seine große Liebe wert.

Es gab auch während des Verfahrens, wie „Das Versprechen“ zeigt, Probleme und Merkwürdigkeiten, wie ein Richter, der schon vor dem Prozess von Sörings Schuld überzeugt war, ein spurlos verschwundenes FBI-Täterprofil, das Söring entlastet und Experten, die zu Themen aussagten, von denen sie keine Ahnung hatten.

Seitdem gab es auch einen Zeugen, der Haysom mit einen anderen Mann in einem blutverschmiertem Auto gesehen haben will. Und, das dürfte der wichtigste Punk für eine immer noch nicht erfolgte Neuaufnahme des Verfahrens sein, keine DNA-Blutspuren von Söring am Tatort. Dafür seien die Spuren einer anderen, nicht identifizierten Person gefunden worden.

Das alles und noch viel mehr (so war Haysom drogenabhängig und behauptete von ihrer Mutter sexuell missbraucht worden zu sein) dröseln Vetter und Steinberger in ihrem zweistündigem, niemals langweilig werdendem Film auf, der sich auch als Plädoyer für Jens Söring, an dessen Unschuld sie glauben, versteht. Auch die im Film befragten Personen glauben an Sörings Unschuld. Söring, der auch zu Wort kommt, beteuert sie ebenfalls. Die andere Seite, Elizabeth Haysom und die Ankläger kommen dagegen nicht zu Wort. Sie verweigerten Interviews.

Weil die beiden Filmemacher sachlich und schlüssig argumentieren und die neuen Fakten die offizielle Version fraglich erscheinen lassen, ist die Forderung nach einer Neuaufnahme des Verfahrens in jedem Fall gerechtfertigt. Es spricht auch einiges dafür, dass Söring als über beide Ohren verliebter Pennäler die Tat gestand, um seiner Freundin zu imponieren. Wie sehr sie ihn benutzte, ist dagegen unklar.

Insofern ist „Das Versprechen“, wenn man sie mit der gebotenen Skepsis ansieht, sehenswert.

 

Seit dem Kinostart Ende Oktober 2016 gab es neue Entwicklungen. Die wichtigste ist ein neues Gutachten. Sheriff J. E. „Chip“ Harding erstellte es im Auftrag der Verteidigung. Er kommt zu dem Ergebnis, dass Söring tatsächlich unschuldig sein könnte. In jedem Fall hält er jeden Beweis der Staatsanwaltschaft für ungenau, unverlässlich und im Widerspruch zu wissenschaftlichen Erkenntnissen. Auch aufgrund der in den vergangenen Jahren aufgetauchten Beweise würde Söring heute nicht mehr verurteilt werden.

Bis September will der demokratische Gouverneur Terry McAuliffe über ein Gnadengesuch entscheiden.

Die DVD enthält letztendlich nur den Film.

Das Bonusmaterial besteht aus auch auf der Film-Homepage ansehbaren Werbeclips, die in die Kategorien „Die Liebesbriefe“ und „Die Protagonisten“ eingeteilt wurden. Hier werden Chuck Reid, Ricky Gardner, Richard Zorn, Gail Marshall, Tom Elliott, Gail Ball & Dave Watson, Steven Rosenfeld, William Sweeney, Tony Buchanan, Ed Sulzbach und Carlos Santos in kurzen Cklips gezeigt, die es in teilweise minimal längeren Versionen auch auf der Film-Homepage gibt. Hinter „Die Liebesbriefe“ verbergen sich die Clips „Wie alles begann“, „Eine schicksalhafte Entscheidung“ und „Der Verrat“.

Das Versprechen – Erste Liebe lebenslänglich (The Promise, Deutschland 2016)

Regie: Marcus Vetter, Karin Steinberger

Drehbuch: Marcus Vetter, Karin Steinberger

mit Jens Söring, Gail Marshall, Tom Elliott, William Sweeney, Ricky Gardner, Gail Ball, Chuck Reid, Rich Zorn, Dave Watson, Tony Buchanan, Carlos Santos, Steven Rosenfield

und den Stimmen von Imogen Poots und Daniel Brühl

DVD

Farbfilm Home Entertainment

Bild: 1:2,35 (Cinemascope)

Ton: Originalfassung (Deutsch/Englisch, Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte

Bonusmaterial: Hörfilmfassung, Die Protagonisten, Die Liebesbriefe

Länge: 118 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Zum Lesen

Die Autobiographie von Jens Söring, der im Gefängnis mehrere Bücher schrieb

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Jens Söring: Zweimal lebenslänglich – Wie ich seit drei Jahrzehnten für meine Freiheit kämpfe

(mit einem aktuellen Vorwort von Karin Steinberger)

(aus dem Englischen übersetzt von Ulrike Strerath-Bolz)

Knaur, 2016

416 Seiten

10,99 Euro

Erstausgabe

Knaur Verlag, 2012

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Das Versprechen“

Moviepilot über „Das Versprechen“

Wikipedia über „Das Versprechen“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Marcus Vetter/Karin Steinbergers „The Forecaster“ (Deutschland 2014)

Meine Besprechung von Marcus Vetter/Karin Steinbergers „Das Versprechen – Erste Liebe lebenslänglich“ (The Promise, Deutschland 2016)

The New Yorker: ausführliche Reportage von Nathan Heller über den Mordfall (9. November 2015)

Michael Remke: Neue Beweise für Unschuld des Diplomaten-Sohns? (Die Welt, 5. Mai 2017)


DVD-Kritik: Audie Murphy ist auf der „Flucht vor dem Tode“

Mai 22, 2017

Der gerade aus der Haft entlassene „The Cimarron Kid“ Bill Doolin (Audie Murphy) will sich bessern. Auf der Zugfahrt nach Cimarron County, Oklahoma, gerät er in einen Überfall der Dalton-Bande. Weil er ein Mitglied der Bande war, glaubt der Eisenbahndetektiv, dass Doolin an dem Überfall beteiligt war.

Notgedrungen nimmt Doolin sein altes Verbrecherleben wieder auf – und Budd Boetticher liefert einen flotten Western ab, in dem bis zum Abspann etliche Banken und Züge überfallen werden und bei den zahlreichen Schusswechseln zwischen den Banditen und der Staatsgewalt etliche Menschen sterben.

Das hat nicht die psychologische Tiefe seiner später mit Randolph Scott gedrehten, inzwischen legendären sieben Western, für die Burt Kennedy öfter das Drehbuch schrieb und die auch, nach der Produktionsfirma, als „Ranown-Zyklus“ bekannt sind.

Sein erster Western „Flucht vor dem Tode“ ist dagegen ein höchst konventionelles Werk, in dem der Protagonist zwar durch widrige Umstände wieder zum Verbrecherleben gedrängt wird, während er sich nur nach einem ruhigen Leben sehnt. Auf einer Ranch in Südamerika mit einer patenten Rancherstochter, die ihm im Film immer wieder hilft. Das mündet in einer moralisch so eindeutigen Botschaft, die heute aus einem Pilcher-Film stammen könnte. Aber mehr war 1952 halt nicht möglich.

Flucht vor dem Tode“ ist ein sehr unterhaltsames, wenn auch historisch nicht sehr akkurates Werk; – was auch Budd Boetticher unumwunden zugibt und was echte Western-Fans nie störte. Die werden hier vorzüglich bedient.

Flucht vor dem Tode (The Cimarron Kid, USA 1952)

Regie: Budd Boetticher

Drehbuch: Louis Stevens

mit Audie Murphy, Beverly Tyler, John Hudson, James Best, Leif Erickson, Noah Beery jr.

Blu-ray

Koch Media (Edition Western-Legenden # 46)

Bild: 1,33:1 (43)

Ton: Deutsch, Englisch (DTS-HD Master Audio 2.0)

Untertitel: –

Bonusmaterial: Trailer, Booklet, Bildergalerie

Länge: 84 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Moviepilot über „Flucht vor dem Tode“

Rotten Tomatoes über „Flucht vor dem Tode“

TCM über „Flucht vor dem Tode“

Wikipedia über „Flucht vor dem Tode“


TV-Tipp für den 22. Mai: In der Schusslinie (aka The Reach – In der Schusslinie)

Mai 22, 2017

ZDF, 22.15

The Reach – In der Schusslinie (Beyond the Reach, USA 2014)

Regie: Jean-Baptiste Léonetti

Drehbuch: Stephen Susco

LV: Robb White: Deathwatch, 1972

Mojave-Wüste: der arrogante Manager Madec erschießt bei einem Jagdausflug zufällig einen Menschen. Als sein Fährtenleser Ben ihm nicht bei der Vertuschung des Unfalls helfen will, will Madec Ben töten.

In der Schusslinie“ (DVD-Titel war „The Reach – In der Schusslinie“) ist ein netter kleiner Survival-Thriller.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Michael Douglas, Jeremy Irvine, Ronny Cox, Hanna Mangan Lawrence, Patricia Bethune, Martin Palmer, David Garver

Wiederholung: Mittwoch, 24. Mai, 00.20 Uhr (Taggenau!)

Hinweise
Homepage zum Film
Moviepilot über „The Reach“
Metacritic über „The Reach“
Rotten Tomatoes über „The Reach“
Wikipedia über „The Reach“ und Robb White

Meine Besprechung von „The Reach – In der Schusslinie“ (Beyond the Reach, USA 2014)


TV-Tipp für den 21. Mai: Jack

Mai 21, 2017

Guter Film, ungute Uhrzeit

ARD, 23.35

Jack (Deutschland 2014)

Regie: Edward Berger

Drehbuch: Edward Berger, Nele Mueller-Stöfen

Als der zehnjährige Jack nicht von seiner Mutter aus dem Heim abgeholt wird, haut er ab. In Berlin wartet allerdings niemand auf ihn. Zusammen mit seinem jüngeren Bruder beginnt Jack seine, mal wieder, spurlos verschwundene Mutter zu suchen.

Mitreisendes, mehrfach ausgezeichnetes Sozial- und Jugenddrama, das immer auf Jacks Augenhöhe bleibt, während er durch die große Stadt läuft.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Ivo Pietzcker, Georg Arms, Luise Heyer, Nele Mueller-Stöfen, Vincent Redetzki, Jacob Matschenz

Hinweise
Homepage zum Film
Film-Zeit über „Jack“
Moviepilot über „Jack“
Berlinale über „Jack“

Meine Besprechung von Edward Bergers „Jack“ (Deutschland 2014)


TV-Tipp für den 20. Mai: Broken City – Stadt des Verbrechens

Mai 19, 2017

ZDFneo, 22.35

Broken City – Stadt des Verbrechens (USA 2013, Regie: Allen Hughes)

Drehbuch: Brian Tucker

Billy Taggart, Ex-Cop und inzwischen glückloser Privatdetektiv, soll die Frau des Bürgermeisters observieren. Dieser glaubt, dass sie ihn betrügt.

Biederer Neo-Noir, der mitten im Wahlkampf um den Bürgermeisterposten spielt und bei dem es um Korruption und illegale Immobiliengeschäfte geht. Die Geschichte ist vertraut (selbstverständlich hat Bürgermeister Hostetler einige Hintergedanken, selbstverständlich stolpert Taggart in eine „Chinatown“-Geschichte, selbstverständlich…). Er ist prominent besetzt. Er liefert einige ungewöhnliche Ansichten von New York und es gibt etwas Action. Am Auffallendsten ist die oft beunruhigende Musik/Soundcollage von Atticus Ross, Leopold Ross und Claudia Sarne. Ross schrieb mit Trent Reznor die Musik für die David-Fincher-Filme „The Social Network“, „Verblendung“ und „Gone Girl – Das perfekte Opfer“.

mit Mark Wahlberg, Russell Crowe, Catherine Zeta-Jones, Jeffrey Wright, Barry Pepper, Natalie Martinez, Kyle Chandler, Griffin Dunne

Hinweise

Moviepilot über „Broken City“

Metacritic über „Broken City“

Rotten Tomatoes über „Broken City“

Wikipedia über „Broken City“ (deutsch, englisch)


Neu im Kino/Filmkritik: „National Bird“ – eine andere Perspektive auf den Drohnenkrieg

Mai 19, 2017

National Bird“ lief bereits letztes Jahr auf der Berlinale und kommt erst jetzt, aus was für unerfindlichen Gründen auch immer, in unsere Kinos und er hat, was man ja nicht über jeden investigativen Dokumentarfilm sagen kann, nichts von seiner Aktualität verloren. Unter Präsident Trump wurde, soweit man es erfährt, der Einsatz von Drohnen im Vergleich zur Obama-Präsidentschaft intensiviert. Bei Luftangriffen kam es zu zahlreichen zivilen und, falls überhaupt, wenigen nicht-zivilen Opfern.

Die investigative ARD- und CNN-Journalistin Sonia Kennebeck wollte einen Dokumentarfilm über diesen geheimen Drohnenkrieg der USA machen: „Als ich 2013 mit diesem Projekt begann, wollte ich mehr über das US-Drohnenprogramm in Erfahrung bringen. Ein Programm, das die Obama-Regierung um ein Vielfaches vergrößert hat und welches nach Ansicht vieler seine Wunderwaffe im Kampf gegen den Terror ist. Für jemanden, der an die Pressefreiheit und eine transparente Regierung glaubt, war diese Form der Geheimhaltung und der Mangel an öffentlichem Diskurs über ein so gigantisches Tötungsprogramm einfach nicht nachvollziehbar.“ (Das Zitat ist von 2016.)

Im Lauf der Dreharbeiten veränderte sich der Fokus. Jetzt stehen nicht mehr die Folgen des Drohnenkrieges für die Angegriffenen im Mittelpunkt. Darüber gibt es inzwischen auch etliche mehr oder weniger ausführliche, mehr oder weniger seriöse Dokumentationen.

Kennebeck konzentriert sich auf drei junge US-Amerikaner, die auf der Täterseite in den Drohnenkrieg verwickelt waren. Jung und naiv und weil sie das Geld brauchten und die Werbung bunt war, bewarben sie sich bei der US-Air-Force.

Heather ist eine Drohnen Video Analystin, die mit 18 Jahren von der Air Force rekrutiert wurde und zwei Jahre später an ihrer ersten Mission teilnahm. Sie war in den USA stationiert und arbeitete mit Predator und Reaper Drohnen, die über Afghanistan und dem Irak eingesetzt wurden.

Lisa begann als Krankenschwester bei der Armee. Sie wurde dann zur Combat Communications Squadron (später Intelligence Squadron) versetzt und steuerte auf der Beale Air Force Base (Kalifornien) Drohneneinsätze von der Datensammlung über Ziele bis hin zur Zerstörung der Ziele. Wobei sie auch Ziele zerstören, bei denen sie nicht wissen, ob es sich um Terroristen oder Zivilisten handelt.

Daniel arbeitete, im Gegensatz zu Heather und Lisa, im Kriegsgebiet. In Afghanistan war er als Geheimdienstmitarbeiter und Spezialist für elektronische Überwachungen Teil des Joint Special Operations Command (JSOC). Er wurde Soldat, weil er nach seinem Studium die Studiengebühren nicht bezahlen konnte, in seinem Job nicht genug zum Leben verdiente und, trotz Arbeit, obdachlos war.

Inzwischen arbeiten sie nicht mehr bei der US-Air-Force.

Sie alle hatten Zugang zu Verschlusssachen der höchsten Geheimhaltungsstufe; – was dann an einige andere Whistleblower erinnert.

Im Film, der für sie auch eine Art Therapie ist, versuchen sie mit ihrer Schuld und ihren psychischen Erkrankungen, wie Posttraumatische Belastungsstörung, umzugehen. So reiste Lisa nach Afgahnistan. Sie wollen auch über das Drohnenprogramm reden. Aber sie dürfen es nicht. Auch nicht gegenüber einem Therapeuten.

Für den Film wurden deshalb alle ihre Aussagen vorher von ihrer Anwältin Jesselyn Radack geprüft. Die Whistleblower-Anwältin redet ebenfalls über die Folgen des Drohnenkrieges.

Schon diese Aussagen, die die nationale Sicherheit nicht gefährden, geben einen Einblick in den Krieg mit Drohnen, wie er funktioniert, welche Konflikte es in der US Air Force gibt und die seelischen Belastungen der weit ab vom tatsächlichen Kriegsgeschehen arbeitenden Soldaten. Sie haben die gleichen psychischen Probleme, die auch die vor Ort kämpfenden Soldaten haben.

Allein das würde „National Bird“ sehenswert machen. Der von Wim Wenders und Errol Morris, einem Doyen des parteiischen, klug analytischen und filmisch überzeugenden Dokumentarfilms, produzierte Film geht einen Schritt weiter. Kennebeck schneidet nicht einfach die Interviews in 08/15-TV-Manier zusammen, sondern sie verknüpft die einzelnen Schicksale, Statements und Bilder mit einer Analyse des Drohnenkrieges. Auch filmisch ist der Film ein Genuss. Die drei porträtierten Soldaten öffnen mehrere Zugänge zu dem Thema. Die Opfer erhalten ebenfalls eine Stimme. In Kabul redet sie mit den Mitgliedern afghanischer Familien. Am 21. Februar 2010 wurden sie in einer bergigen Region angegriffen. Bei dem Angriff wurden weit über zwanzig Menschen getötet. Keiner von ihnen war ein Terrorist. Die Politiker, die für diese Art des Krieges verantwortlich sind, werden ebenfalls gezeigt. Allerdings als Bösewichter, die an der Fantasie eines sauberen Krieges festhalten und sich nicht um ihre Soldaten, die auch Opfer dieser Kriegsform sind, kümmern.

National Bird“ fügt der Diskussion über den Drohnenkrieg eine weitere Facette hinzu.

National Bird (USA/Deutschland 2016)

Regie: Sonia Kennebeck

Drehbuch: Sonia Kennebeck

Länge: 92 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Filmportal über „National Bird“

Moviepilot über „National Bird“

Metacritic über „National Bird“ (nur verschieden positive Kritiken)

Rotten Tomatoes über „National Bird“ (Frischegrad: 100 %)

Wikipedia über „National Bird“ (deutsch, englisch)

Berlinale über „National Bird

Die Diskussion auf der Berlinale über den Film


TV-Tipp für den 19. Mai: Miami Vice

Mai 19, 2017

ZDFneo, 23.10

Miami Vice (USA 2006, Regie: Michael Mann)

Drehbuch: Michael Mann

Die Polizisten Crockett und Tubbs jagen einen mächtigen Drogenhändler.

Optisch überzeugendes, inhaltlich schwaches Remake der erfolgreichen von Michael Mann und Anthony Yerkovich erfundenen bahnbrechenden TV-Serie. Denn in dem Spielfilm zeigt Mann nichts, was er nicht schon besser in der Serie gezeigt hat. Der Film ist nur ein optisch (also Mode, Musik und Technik) auf den aktuellen Stand gebrachtes Best-of der ersten Staffel von „Miami Vice“.

Mit Colin Farrell, Jamie Foxx, Gong Li, Naomie Harris, Ciarán Hinds, Justin Theroux

Hinweise

Amerikanische Homepage zum Film

Film-Zeit über „Miami Vice“

Rotten Tomatoes über „Miamic Vice“

Wikipedia über „Miami Vice“ (deutsch, englisch)

Spielfilm.de: Interview mit Michael Mann zum Film

Confessions of a film critic: Interview mit Michael Mann zum Film

Drehbuch “Miami Vice” von Michael Mann (First Draft, 22. September 2004)

Meine Besprechung der von Michael Mann erfundenen Krimiserie “Vega$ – Staffel 1″ (Vega$, USA 1978/1979)

Meine Besprechung von Michael Manns “Blackhat” (Blackhat, USA 2014)

Michael Mann in der Kriminalakte


Bernd Begemann & Die Befreiung – Rialto

Mai 18, 2017

Ohne Kommentar, mit leuchtenden Augen:


Neu im Kino/Filmkritik: Wer ist Joseph „Beuys“?

Mai 18, 2017

Ob heutige Jugendliche noch Joseph Beuys kennen?

Ob Ältere die Vergangenheit verklären, wenn sie mit leuchtenden Augen von Künstlern erzählen, die mit ihren Aktionen eine große öffentliche Resonanz erfuhren, ihre Werke von Kreti und Pleti diskutiert wurden und die Künstler aktiv in die Politik eingriffen?

Immerhin gibt es heute in Deutschland das „Zentrum für politische Schönheit“, „Die Partei“ beteiligt sich munter an Wahlen und hier in Berlin sind von Gerhard Seyfried für Christian Ströbele gestalteten Wahlplakate legendär.

Außerdem hat eine Fettecke heute keinen Neuigkeitswert mehr. So wurde über Joseph Beuys Kunstaktion „7000 Eichen – Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung“, 1982 auf der documenta 7 1982 in Kassel begonnen, groß berichtet. Neuere Kunstaktionen, in denen Baumpflanzungen mit einer politischen Botschaft verbunden sind, werden medial kaum beachtet oder gehen unter in den zahlreichen TV-Programmen, Zeitungen und Facebook-Seiten.

Insofern kann der Eindruck einfach täuschen; – wobei in den Sechzigern, Siebzigern und Achtzigern, Künstler aus ihrem Herzen keine Mördergrube machten und offensiv in das öffentliche Leben eingriffen. Heinrich Böll war so präsent, dass Die Grünen ihren politischen Thinktank nach ihm benannten. Die Namenspaten der politischen Stiftungen der andren Parteien sind dagegen Parteipolitiker. Damals gehörten bei Open-Air-Konzerten politische Reden zum Programm.

Auch Joseph Beuys stürzte sich in die Parteipolitik, kandidierte 1979 für das Europarlament und machte in den folgenden Jahren Wahlkampf für die Grünen. Diese Bilder stehen am Ende von Andres Veiels Dokuporträt „Beuys“, das im Sauseschritt einmal durch das Leben und Wirken von Joseph Beuys (12. Mai 1921 – 23. Januar 1986) führt. Er spricht die großen Kontroversen (Was ist Kunst?), seine Kriegserlebnisse, sein Kunststudium, seine Anfänge in der Provinz, ausgewählte Ausstellungen, seine politischen Interventionen und auch heute eher vergessene Episoden an, wie seine Lehrtätigkeit an der Kunstakademie Düsseldorf und die damit zusammenhängende Proteste gegen seinen Arbeitgeber. Im Gegensatz zu seinen Kollegen nahm er alle Bewerber an.

Veiel beleuchtet das schlaglichtartig in einer Mischung aus aktuellen Interviews und viel Dokumentarmaterial, in dem Beuys ausführlich zu Wort kommt und seine Werke im Umfeld der ursprünglichen Ausstellungen gezeigt werden. Ihnen haftet daher auch nichts museales an.

Das ist unterhaltsam, kurzweilig und auch nicht besonders tiefgründig. Letztendlich ist sogar unklar, warum Beuys und sein erweiterter Kunstbegriff so wichtig waren. Abgesehen davon, dass er gegen die Konventionen und Regeln der Malerei und Bildhauerei verstieß und mit seinen ständigen Grenzverletzungen das Bildungsbürgertum provozierte. Dieser gesellschaftspolitische Hintergrund, vor dem Beuys als Künstler agierte, und die damaligen Umbrüche und Konflikte, die die 68er mit ihren Eltern hatten, erschließen sich teilweise durch die Bilder und die Diskussionen, an denen Beuys teilnahm.

Allerdings – und das ist ein unbestreitbarer Vorteil des Films gegenüber einem Lexikonartikel oder Aufsatz über Beuys – kommen wir durch die Collage von Bildern, Dokumenten und Filmausschnitten dem Menschen Beuys sehr nahe. Er begriff seine Kunst als Intervention in die Welt. Er wollte etwas verändern. Er glaubte, das mit seiner Arbeit machen zu können. Er suchte die Auseinandersetzung. Und er hatte Humor. Denn: „Wollen Sie eine Revolution ohne Lachen machen?“

Beuys“ funktioniert sehr gut als umfassender Überblick über Leben und Werk von Joseph Beuys, der für echte Beuys-Fans wahrscheinlich keine neuen Informationen, sondern nur einige neue Bilder hat. Für den Rest muss man dann eine Beuys-Ausstellung besuchen oder Texte über ihn lesen.

Volksbegehren wie die Initiative ‚Tempelhofer Feld‘ oder die Initiativen zur Re-Demokratisierung der EU jenseits einer neoliberalen Wirtschafts- und Währungsunion folgen der Idee von Beuys von einer gestalterischen Teilhabe als Grundvoraussetzung gelebter Demokratie. Zahlreiche Initiativen greifen Ideen von Beuys wie dem bedingungslosem Grundeinkommen auf und entwickeln sie weiter.

Beuys stellt in einem beharrlichen, subversiv-anarchischen Sinn im Film die Fragen, die auch 30 Jahre nach seinem Tod aktueller denn je sind – etwas nach einer radikalen Demokratisierung, die auch vor einer neuen Ordnung des Geld- und Bankenwesens nicht Halt macht oder der Chancengleichheit in einer immer ungleicheren Welt. (…)

Ich habe mich oft gefragt, warum Beuys zu den wenigen Menschen gehört, die ich auch nach Jahrzehnten nie hinter mir lassen musste. Vielleicht liegt es daran, dass er seine Irrtümer mit Humor ertragen hat. Dass er unvoreingenommen mit jedem geredet hat – was nichts anderes hieß, als dass er jeden Ernst genommen hat, auch in seinem Anders-Sein.“ (Andres Veiel)

Beuys (Deutschland 2017)

Regie: Andres Veiel

Drehbuch: Andres Veiel

mit Joseph Beuys (Archivmaterial), Caroline Tisdall, Rhea Thönges-Stringaris, Franz Joseph van der Grinten, Johannes Stüttgen, Klaus Staeck

Länge: 107 Minuten

FSK: ab 0 Jahre

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Beuys“

Moviepilot über „Beuys“

Wikipedia über „Beuys“ (deutsch, englisch) und Joseph Beuys (deutsch, englisch)

Berlinale über „Beuys“


Neu im Kino/Filmkritik: „Alien: Covenant“ liefert neues Frischfleisch

Mai 18, 2017

 

Einerseits könnte sich langsam eine gewisse Unübersichtlichkeit einstellen. Denn „Alien: Covenant“ spielt zehn Jahre nach „Prometheus“ und noch vor dem legendären ersten „Alien“-Film, der bei dem damaligen Kinostart 1979 einige Karrieren beflügelte. Vor allem natürlich die von Regisseur Ridley Scott und Hauptdarstellerin Sigourney Weaver. Es soll, so sagte Scott in Interviews, auch noch weitere Filme geben, die vor „Alien“ spielen.

Andererseits ist das mit der Chronologie zu einem guten Teil Marketinggedöns. Denn „Alien: Covenant“ kann, wie alle „Alien“-Filme, ohne die Kenntnis der anderen Filme gesehen und verstanden werden. „Alien: Covenant“ ist ein Einzelfilm, der sich kaum um „Prometheus“ kümmert, der mit viel tiefsinnigem Bohei die Geschichte einer Forschungsreise zu einem fremden Planeten schilderte und dabei als Film einen ziemlichen Schiffbruch erlitt.

Das wichtigste Verbindungsglied zu „Prometheus“ ist Michael Fassbender, der wieder einen Androiden spielt. Walter heißt er dieses Mal und er hält die Covenant in Schuss, während die rund zweitausend Passagiere schlafen. Die Covenant ist ein Siedlungsschiff auf dem Weg zu dem erdähnlichen Planeten Origae-6. Auf dem Weg dorthin beschädigt eine Planetenexplosion das Schiff und Walter muss die Crewmitglieder aus dem Tiefschlaf aufwecken. Dabei stirbt Captain Branson.

Noch während der Reparaturarbeiten empfangen sie einen kryptischen Funkspruch, den sie für einen Hilferuf halten und sie entdecken, als sie nach der Quelle des Signals suchen, in unmittelbarer Nähe einen Planeten, der als zweite Erde fungieren könnte.

Sie beschließen ihn sich anzusehen (Yep, böser Fehler).

Auf dem Planeten entdecken sie die Überreste eines Raumschiffes, das wir sofort als das altbekannte Alien-Raumschiff wieder erkennen. Sie trampeln auf einigen Alien-Eiern herum. Sie treffen David (ebenfalls Michael Fassbender), ein Vorgängermodell von Walter, das uns im Verlauf des Films auch sagt, wie die Forscherin Elisabeth Shaw, die Protagonistin von „Prometheus“, starb.

Und damit entsorgt Ridley Scott seinen vorherigen Alien-Film in wenigen Filmsätzen und -bildern. Denn „Alien: Covenant“ ist, mit wenigen Änderungen, ein Remake von „Alien“. Es ist in vielen Momenten auch gelungen und, wie man es von Ridley Scott kennt, optisch sehr gelungen. Scott kann einfach keine schlecht aussehenden Filme machen.

Es ist allerdings auch ein Film, der einfach noch einmal eine bekannte Geschichte erzählt. Und weil wir wissen, was passieren wird, kann er sich bis die Covenant-Besatzung auf dem Planeten landet und bis der erste Alien-Angriff erfolgt, viel Zeit lassen, in denen wir die Besatzung und die Covenant kennen lernen. Denn irgendwann werden die Aliens beginnen, die Besatzungsmitglieder der Covenant zu dezimieren und diese werden versuchen, sie zu töten. Und, weil es zu den Grundpfeilern der „Alien“-Welt gehört, wird eine Frau im Schlusskampf die Aliens besiegen. Dieses Mal wird die Heldin von Katherine Waterston gespielt. Sie trat vorher in „Inherent Vice“, „Steve Jobs“ und „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ auf. Sie spielt Daniels Branson, die Frau des verstorbenen Captain Branson.

Wenn die Covenant-Besatzung schwerbewaffnet den fremden Planeten erkundet, fügt Ridley Scott etwas Kriegsfilmpatina bei. Das erinnert dann an James Camerons „Aliens“, den zweiten „Alien“-Film. Sie benehmen sich ab dem Moment auch wie Soldaten auf einer Erkundungstour in feindlichem Gebiet. Bei den Raumfahrern, die bis dahin als Zivilisten porträtiert wurden, führt das dann zu der beständigen Irritation darüber, welche Ausbildung sie hatten. Sind sie, wie in „Alien“, Astronauten, die vor allem das Frachtschiff in Schuss halten sollen? Oder, was einige Dialoge nahe legen, die ersten Eroberer und Siedler eines neuen Planeten? Wobei man sich dann Gedanken über den Auswahlprozess machen sollte. So ist Bransons Stellvertreter ein tiefgläubiger Mensch, der von jeder Führungsaufgabe komplett überfordert ist. Oder, was ihr Verhalten im Kampf gegen die Aliens nahe legt, Elitesoldaten? Denn sie können nicht nur verdächtig gut mit Schusswaffen umgehen, sie bevorzugen auch eindeutig die militärische Konfliktlösungsstrategie des alles abschießen, was sich bewegt.

Aber untereinander verhalten sie sich nie wie Soldaten, sondern wie Arbeitskollegen, mehr wie bodenständige Fabrik- oder Lagerarbeiter, als wie feingeistige Wissenschaftler.

Mit David und auch Walter rückt die Frage, wie sehr Computer (und mehr sind Androiden ja nicht) über einen eigenen Willen verfügen, stärker in den Mittelpunkt der „Alien“-Welt als in den vorherigen Filmen, in denen die Androiden von verschiedenen Schauspielern gespielt wurden. Das ist eine interessante philosophische Frage, die in „Alien: Covenant“ erst spät gestellt und deshalb nicht großartig vertieft wird. Und bei der Antwort, die Scott in dem Film gibt, bin ich mir nicht sicher, wie sehr sie mit den in den anderen, zeitlich später spielenden „Alien“-Filmen gegebenen Antworten übereinstimmt. Oder ihr widerspricht; – wobei Scott ja noch einige „Alien“-Filme drehen will, die vor seinem 1979er „Alien“ spielen und in denen er die Franchise-Geschichte so zurechtbiegen kann, dass es am Ende keine Widersprüche mehr gibt.

Alien: Covenant“ ist kein schlechter Film. Für einen Hollywood-Blockbuster hat er eine sehr durchdachte Story, die eher bedächtig erzählt wird. Die Schauspieler sind gut. Die Tricks sowieso. Und dennoch will sich keine rechte Begeisterung einstellen. Alles ist zu vertraut, um noch Angst auszulösen. Alles bewegt sich zu sehr in den erwartbaren Bahnen, um zu überraschen.

Genau diesen Vorwurf konnte man den ersten „Alien“-Filmen nicht machen. In ihnen drückten die Regisseure James Cameron („Aliens“), David Fincher („Alien 3“) und Jean-Pierre Jeunet („Alien – Die Wiedergeburt“) den Filmen ihren unverwechselbaren Stempel auf. Bis auf Ellen Ripley (Sigourney Weaver), die von H. R. Giger erfundenen Alien-Kreaturen und dem Mensch-kämpft-gegen-Monster-Grundplot gab es mehr Unterschiede als Ähnlichkeiten zwischen den Filmen. Es waren Filme von Regisseuren am Beginn ihrer Karriere, die eine Carte Blanche erhielten und sie für eine vollkommen eigenständige Interpretation der „Alien“-Welt nutzten.

Heute ist Sir Ridley Scott kein junger Mann mehr. Er ist ein alter Mann mit unbestrittenen Verdiensten, der hier noch einmal einen Hit aus seiner Jugend covert.

Insofern ist „Alien: Covenant“ das filmische Äquivalent zur x-ten Studioversion eines tollen Songs, der ohne große Variationen wieder eingespielt wird, weil die Fans genau das wollen.

P. S.: „Alien: Covenant“ läuft auch im IMAX: „Das CineStar IMAX im Sony Center (Potsdamer Straße 4, 10785 Berlin), das Filmpalast am ZKM IMAX in Karlsruhe (Brauerstraße 40, 76135 Karlsruhe) und das Auto & Technik Museum in Sinsheim (Museumsplatz, 74889 Sinsheim) zeigen den Film sowohl in der deutschen Fassung als auch in der englischen Originalversion.“

Könnte sich lohnen.

Alien: Covenant (Alien: Covenant, USA 2017)

Regie: Ridley Scott

Drehbuch: John Logan, Dante Harper (nach einer Geschichte von Jack Paglen und Michael Green) (nach Charakteren von Dan O’Bannon und Ronald Shusett)

mit Michael Fassbender, Katherine Waterston, Billy Crudup, Danny McBride, Demián Bechir, Carmen Ejogo, Nathaniel Dean, Benjamin Rigby, Callie Hernandez, James Franco, Guy Pearce

Länge: 122 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Alien: Covenant“

Metacritic über „Alien: Covenant“

Rotten Tomatoes über „Alien: Covenant“

Wikipedia über „Alien: Covenant“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Ridley Scotts “Prometheus” (Prometheus, USA 2012)

Meine Besprechung von Ridley Scotts “Exodus – Götter und Könige (Exodus – Gods and Kings, USA 2014)

Meine Besprechung von Ridley Scotts “Der Marsianer – Rettet Mark Watney” (The Martian, USA 2015)

Ridley Scott in der Kriminalakte

Es gibt zwei Vorfilme zu „Alien: Covenant“: „The Crossing“ und „The last Supper“

Und hier das Teaserplakat

Nachtrag (Juli 2017)

Alan Dean Foster hat den lesenswerten Roman zum Film geschrieben

Alan Dean Foster: Alien: Covenant

(übersetzt von Peter Mehler)

Luzifer Verlag, 2017

396 Seiten

12,99 Euro

Originalausgabe

Alien: Covenant

Titan Publishing Group Ltd., 2017


TV-Tipp für den 18. Mai: Aliens – Die Rückkehr

Mai 18, 2017

Kabel 1, 20.15

Aliens – Die Rückkehr (USA 1986, Regie: James Cameron)

Drehbuch: James Cameron (nach Charakteren von Dan O’Bannon und Ronald Shusett)

Ripley soll einige Marines auf einen Alien-verseuchten Planeten begleiten und beim Kampf gegen die ihr bekannten Aliens helfen.

Inzwischen ein SF-Klassiker, der als Kriegsfilm die harten Soldaten fröhlich als Kanonenfutter verheizt.

Kabel 1 zeigt den längeren Director’s Cut. Um 20.15 Uhr in einer gekürzten Version, in der Nachtwiederholung um 01.50 Uhr wahrscheinlich ungekürzt. Dazwischen, ab 23.25 Uhr, läuft „Prometheus – Dunkle Zeichen“, der ab heute vorletzte „Alien“-Film.

‚Aliens‘ (und das leistet eine Fortsetzung selten) entwickelt den Spukhaus-im-Weltraum-Plot von ‚Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt‘ (Alien, 1979) weiter, indem er sämtliche monströsen Highlights des Vorgängers aufgreift und in den Kontext eines anderen, in den Weltraum verlagerten Genres stellt. (…) Cameron (…) kocht hier sein eigenes Süppchen mit hartgesottenen Heldinnen, Biomechanoiden, politischer Paranoia und atemloser Spannung, wobei er die Prämisse des ersten Filmes beibehält.“ (Phil Hardy, Hrsg.: Die Science Fiction Filmenzyklopädie, 1998)

Zum Kinostart urteilte der Fischer Film Almanach anders: „Mit ‚Alien‘ von Ridley Scott (…), mit der phantastischen Welt und den Kreaturen von H. R. Giger hat dieser Film nichts mehr gemein. (…) Fortsetzung folgt – hoffentlich nicht.“ und über Ripley wurde gesagt „eine zu allem entschlossene Amazone, eine Art Über-Mutter im Rambo-Look“

Auch „Zoom“ war ungnädig: „War der erste ‚Alien‘-Film (…) noch durchaus raffiniert, so wird in der Fortsetzung ganz auf drastische Schockeffekte und die üblichen Technik-Spielereien gesetzt.“

Tja, damals regierte Ronald Reagan die USA, im Kino sorgten Rambo, „Missing in Action“ Chuck Norris und Konsorten im Kampf gegen „Die rote Flut“ für volle Kassen und die Filmkritik beurteilte Filme auch vor dem politischen Klima der USA, der Rambo-Ideologie.

mit Sigourney Weaver, Carrie Henn, Michael Biehn, Paul Reiser, Lance Henricksen, Bill Paxton, William Hope

Wiederholung: Freitag, 19. Mai, 01.50 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Aliens“ (98 % Frischegrad)

Wikipedia über „Aliens“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 17. Mai: Alles über meine Mutter

Mai 17, 2017

Arte, 20.15

Alles über meine Mutter (Spanien/Frankreich 1999, Regie: Pedro Almodóvar)

Drehbuch: Pedro Almodóvar

Die alleinerziehende Manuela sucht in Barcelona den Vater ihres verunglückten 17-jährigen Sohnes. Dieser ist ein Transvestit.

Das Melodrama erhielt den Oscar als bester fremdsprachiger Film. Eine gute Wahl.

Anschließend läuft die gut einstündige Doku „Almodóvar und seine Frauen“.

mit Cecilia Roth, Marisa Paredes, Penélope Cruz

Wiederholung: Donnerstag, 18. Mai, 13.35 Uhr

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Alles über meine Mutter“

Wikipedia über „Alles über meine Mutter“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Pedro Almodóvars „Fliegende Liebende“ (Los amates Pasajeros, Spanien 2013)

Meine Besprechung von Pedro Almodóvars „Julieta“ (Julieta, Spanien 2016)

Pedro Almodóvar in der Kriminalakte


Cover der Woche

Mai 16, 2017


TV-Tipp für den 16. Mai: Wish I was here

Mai 16, 2017

Super RTL, 22.30

Wish I was here (Wish I was here, USA 2014)

Regie: Zach Braff

Drehbuch: Adam Braff, Zach Braff

Schauspieler Aidan (Zach Braff) weigert sich, trotz Frau und Kindern, erwachsen zu werden. Da erkrankt sein Vater, der die Schule der Kinder finanziert, an Krebs und Aidan muss einige Entscheidungen treffen.

Etwas lieblos-versteckt feiert Zach Braffs liebevolle Indie-Komödie ihre TV-Premiere.

Zum Kinostart schrieb ich unter anderem über den Film:

Wish I was here“ verunsichert und irritiert nie, sondern bestätigt seine Charaktere – und die Zuschauer – in ihrem Leben.

Trotzdem ist der Film, nach „Garden State“ der zweite Spielfilm von „Scrubs“-Star Zach Braff unterhaltsam, kurzweilig, witzig, episodisch, aber auch ziellos und oft konventionell in seinen Beschreibungen und Lösungen. Es ist auch ein Film, der im Privaten steckenbleibt.

mit Zach Braff, Kate Hudson, Mandy Patinkin, Josh Gad, Joey King, Pierce Gagnon, Donald Faison, Ashley Greene, Jim Parsons, Michael Weston

Hinweise
Amerikanische Homepage zum Film
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Wish I was here“
Moviepilot über „Wish I was here“
Metacritic über „Wish I was here“
Rotten Tomatoes über „Wish I was here“
Wikipedia über „Wish I was here“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Zach Braffs „Wish I was here“ (Wish I was here, USA 2014)

Meine Besprechung von Zach Braffs „Abgang mit Stil“ (Going in Style, USA 2017)


Der Punisher und die „Operation Condor“

Mai 15, 2017

Als der Punisher Frank Castle in einem Lagerhaus im Industriegebiet von Brooklyn einige Verbrecher umbringt, trifft er auf eine unerwartete Gegenwehr von seinen Opfern und auf Olaf. Sie kennen und hassen sich von ihrer gemeinsamen Militärzeit. Olaf hinterlässt Castle eine Akte mit Informationen über Condor.

So erfährt Castle, dass die Organisation Condor eine Droge erfunden hat, die den Konsumenten übermenschliche Kräfte verleiht und sie immun gegen Schmerzen macht.

Auf der Spur der Organisation Condor ist auch Agent Ortiz von der Drogenfahndung. Zuerst gegeneinander, später gemeinsam kämpfen Ortiz und Castle in einer Zweckallianz gegen die Verbrecherbande – und dieser Kampf ist, wie man es von einem „Punisher“-Comic erwartet, enorm blei- und actionhaltig.

Becky Cloonan (u. a. „Gotham Academy“, „Southern Cross“), schrieb die Geschichte, die im jetzt vorliegenden ersten Sammelband der neuen „Punisher“-Serie „Operation Condor“ furios beginnt. Nach dem Auftakt in Brooklyn erzählt sie, wie Castle sich an verschiedenen Orten durch die Verbrecherorganisation hochkämpft, viele Verbrecher ermordet und auf Ortiz trifft, die ihn zunächst verhaften will.

Der Band enthält fast die letzten von Steve Dillon gezeichneten Panels. Er starb am 22. Oktober 2016 in New York an den Folgen eines Blindarmdurchbruchs. Vor seinem Tod zeichnete er noch die posthum erschienen „Punisher“-Hefte 7 und 8. Er ist bekannt für seine Zusammenarbeit mit Garth Ennis bei „Hellblazer“, „Preacher“ (von ihnen zusammen erfunden) und ihrer „Punisher“-Saga.

Becky Cloonan/Steve Dillon: Punisher: Operation Condor (Band 1)

(übersetzt von Carolin Hidalgo)

Panini Comics, 2017

140 Seiten

16,99 Euro

Originalausgabe

The Punisher # 1 – 6

Marvel, Juli 2016 – Dezember 2016

Hinweise

Homepage von Becky Cloonan

Wikipedia über “The Punisher” Frank Castle (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Garth Ennis (Autor)/Leandro Fernandez (Zeichner) „The Punisher – Garth Ennis Collection 7“ (Up is Down and Black is White, The Slavers, 2005/2006)

Meine Besprechung von Garth Ennis/Goran Parlov/Leandro Fernandezs “The Punisher – Garth-Ennis-Collection 8″ (Barracuda, Part 1 – 6 (Punisher [MAX] 31 – 36), Man of Stone, Part 1 – 6 (Punisher [MAX] 37 – 42), 2006/2007)

Meine Besprechung von Jason Aaron (Autor)/Steve Dillons (Zeichner) “PunisherMax: Kingpin (Max 40)” (PunisherMax: Kingpin, Part 1 – 5, 2010)

Meine Besprechung von Garth Ennis‘ „The Punisher – Garth-Ennis-Collection 9“

Meine Besprechung von Garth Ennis‘ „The Punisher – Garth-Ennis-Collection 10“

Meine Besprechung von Jason Aaron/Steve Dillons „The Punisher (MAX) 48: Frank“ (PunisherMax: Frank, 2011)

Meine Besprechung von Jason Aaron/Steve Dillons „The Punisher (MAX) 49: Der letzte Weg“ (PunisherMax: Homeless, 2011/2012)

Meine Besprechung von Greg Rucka (Autor)/Marco Checcetto (Zeichner)/Max Fiumaras (Zeichner) „Punisher 1: Ermittlungen“

Meine Besprechung von Charlie Huston/Andy Diggle/Kyle Hotz‘ „PunisherMAX: Hässliche kleine Welt“

Meine Besprechung von Scott M. Gimple (Autor)/Mark Texeiras (Zeichner) „100 % Marvel 72 – Punisher: Nightmare“ (Punisher: Nightmare # 1 – 5, 2013)

Meine Besprechung von Mark Goldblatts „The Punisher“ (The Punisher, USA/Australien 1989)


TV-Tipp für den 15. Mai: Weißer Gott (aka „Underdog“)

Mai 15, 2017

Arte, 22.10

Weißer Gott (Fehér isten, Ungarn 2014)

Regie: Kornel Mundruczo

Buch: Kata Weber, Kornel Mundruczo, Viktoria Petranyi

TV-Premiere der eindrücklichen Dystopie und Politparabel über eine Gesellschaft, die nur reinrassige Hunde duldet. Deshalb muss die dreizehnjährige Lili ihren von ihr abgöttisch geliebten Mischlingshund Hagen aussetzen. Die Leidensgeschichte von Hagen beginnt. Komel Mundruczos „Weißer Gott“ (bzw. „Underdog“) spielt in Budapest und er ist eine kaum verhülltes Gesellschaftsporträt.

Alle Hundeszenen entstanden mit echten Hunden und ohne CGI.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Zsófia Psotta, Sándor Zsótér, Lili Horváth, Szabolcs Thuróczy, Lili Monori

auch bekannt als „Underdog“ (Kinotitel)

Hinweise
Homepage zum Film
Film-Zeit über „Underdog“
Moviepilot über „Underdog“
Metacritic über „Underdog“
Rotten Tomatoes über „Underdog“
Wikipedia über „Underdog“

Meine Besprechung von Kornel Mundruczos „Underdog“ (Fehér isten, Ungarn 2014)