TV-Tipp für den 20. Januar: Tatort: Rot – rot – tot

Januar 20, 2017

One, 23.55
Tatort: Rot – rot – tot (Deutschland 1978, Regie: Theo Mezger)
Drehbuch: Karl Heinz Willschrei
Kommissar Lutz sucht einen Serientäter, der im Stuttgarter Villenviertel Rothaarige erdrosselt. Als Julia Pfandler erdrosselt wird, glaubt Lutz, dass ihr Ehemann Dr. Konrad Pfandler (Curd Jürgens), ein hochintelligenter Versicherungsmathematiker, seine ihn betrügende Frau tötete und auch die anderen Morde begangen hat, um so von seiner Tat abzulenken.
Curd Jürgens, der heute immer noch (und vor allem?) als Bösewicht aus dem James-Bond-Film „Der Spion, der mich liebte“ bekannt ist, spielt auch hier einen Bösewicht mit guten Manieren.
„Rot – rot – tot“ ist ein spannender „Tatort“, der sich, wie damals üblich, auf den Fall, den Täter (der oft bekannt war) und das Motiv konzentriert, während das Privatleben des Kommissars privat bleibt. Dafür gibt es ein schönes Psychoduell zwischen Kommissar und Täter.
„Ehemann tötet Ehefrau aus Eifersucht – das ist die simple Quintessenz der Geschichte, und gerade auf der Grundlage dieser Banalität entfaltet sich die dramaturgische Raffinesse, die diesen ‚Tatort‘, ebenfalls kein Whodunit, (…) sehenswert macht.“ (Hans Krah: Sex & Crime, in Eike Wenzel, Herausgeber: Ermittlungen in Sachen ‚Tatort‘, 2000)
Ach ja, wenn heute mal wieder von „Tatort“-Zuschauerrekorden gesprochen wird. Bei der Erstausstrahlung sahen 26,57 Millionen Zuschauer „Rot – rot – tot“.
mit Werner Schumacher, Frank Strecker, Curd Jürgens, Renate Schroeter, Christian Berkel (dürfte sein Filmdebüt gewesen sein)
Hinweise
Tatort-Fundus über Kommissar Lutz
Wikipedia über „Tatort: Rot – rot – tot“


Neu im Kino/Filmkritik: „Personal Shopper“ Kristen Stewart auf Geistersuche

Januar 20, 2017

Mit seinem neuen Film „Personal Shopper“ hat Olivier Assayas seine 2016 in Cannes mit dem Regiepreis ausgezeichnete Version eines Geisterfilms gedreht. Die Hauptrolle übernahm Kristen Stewart, die bereits in seinem vorherigen Film „Die Wolken von Sils Maria“ eine der Hauptrollen hatte. In seinem neuesten Film spielt sie Maureen, ein Medium, das in Paris auf ein Zeichen von ihrem vor drei Monaten verstorbenem Zwillingsbruder Lewis wartet.

Das erste Mal – und Assayas etabliert in diesen ersten Filmminuten die traumwandlerische Stimmung des Films – begegnen wir ihr in der Abenddämmerung. Wir wissen in dem Moment nichts über sie und auch nicht, warum sie die Nacht allein in der großen, etwas abgelegen liegenden, leerstehenden Villa verbringen will.

Am nächsten Tag sagt die Amerikanerin den Kaufinteressenten, dass sie in der Villa eine starke Entität gespürt habe. Ob freundlich oder unfreundlich könne sie noch nicht sagen. Dass ihr Bruder Lewis vorher in dem Haus wohnte und sie in Paris ist, weil sie auf ein Zeichen von ihm wartet, verrät sie nicht.

Tagsüber geistert sie durch die Boutiquen der Stadt. Für Kyra (Nora von Waldstätten), eine ständig herumreisende Prominente mit unklarem Beruf, besorgt sie Kleider, Schuhe und Schmuck. Mit ihr kommuniziert sie fast nur schriftlich. Und als Kyra doch einmal in ihrem Apartment ist, telefoniert sie endlos, während Maureen sich mit Kyras Freund Ingo (Lars Eidinger), einem verheiratetem Journalisten, unterhält und ihm dabei erzählt, warum sie in Paris ist.

Ihren Freund sieht sie nur über Skype. Denn er arbeitet gerade im Nahen Osten an einem Softwareprojekt, dessen Abschluss unklar ist.

Eines Nachts hört Maureen in der Villa Klopfzeichen, die ein Zeichen von ihrem Bruder sein könnten, und sieht einen Geist. Das könnten die erhofften Signale aus dem Jenseits sein.

Aber sie hätte gerne ein deutlicheres Signal von Lewis. Vielleicht sogar ein Gespräch.

Kurz darauf meldet sich auf ihrem Smartphone ein unbekannter Anrufer mit einer Textnachricht. Sie beginnt sich mit dem Geist zu unterhalten, der sie zu Grenzüberschreitungen animiert.

„Personal Shopper“ besticht vor allem durch seine Atmosphäre, die ein ständiges Schweben zwischen Realität und Scheinwelten ist. Entsprechend irrlichternd und tastend entwickelt sich der Film, der Genres, Stile und Stimmungen bruchlos wechselt. Er interresiert sich mehr für Maureen, die auf ein Zeichen wartet, ihre Gefühle und Stimmungen als für eine stringent erzählte Horrorgeschichte. Sowieso ignoriert Assayas die Konventionen des Horrorfilms ziemlich vollständig. Bei ihm gibt es Geister, aber keinen übernatürlichen Horror.

In langen, oft stummen Einstellungen, verfolgt Assayas Kristen Stewart, wenn sie sich durch die Villa, durch Paris, durch Kyras Apartment und einmal nach London bewegt. Auch die teils langen Gespräche mit ihrem Unbekannten Anrufer sind stumm. Wer also (in der OmU-Fassung) nicht lesen kann, ist eindeutig benachteiligt bei diesem sehr europäischen Selbstfindungstrip mit Hinweisen auf Victor Hugo und Hilma af Klint, die im Film erklärt werden.

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Personal Shopper (Personal Shopper, Frankreich/Deutschland 2016)

Regie: Olivier Assayas

Drehbuch: Olivier Assayas

mit Kristen Stewart, Lars Eidinger, Sigrid Bouaziz, Anders Danielsen Lie, Nora von Waldstätten, Benjamin Biolay

Länge: 110 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

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Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „Personal Shopper“

Metacritic über „Personal Shopper“

Rotten Tomatoes über „Personal Shopper“

Wikipedia über „Personal Shopper“ (englisch, französisch)

Meine Besprechung von Olivier Assayas’ „Carlos – Der Schakal“ (Kinofassung)

Meine Besprechung von Olivier Assayas’ „Carlos – Der Schakal“ (Director’s Cut – bzw. die dreiteilige TV-Fassung)

Meine Besprechung von Olvier Assayas’ “Die wilde Zeit” (Après Mai, Frankreich 2012) (und der DVD)

Meine Besprechung von Olivier Assayas‘ „Die Wolken von Sils Maria“ (Clouds over Sils Maria, Deutschland/Frankreich/Schweiz 2014) (mit Pressekonferenzen) und der DVD

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In Cannes reden Olivier Assayas und Kristen Stewart über den Film (die englische Fassung)

Die Cannes-Pressekonferenz (in der englischen Fassung)

Olivier Assayas und Kristen Stewart beim NYFF

 

 


Neu im Kino/Filmkritik: „Manchester by the Sea“, ein Mann, eine Schuld, eine Verantwortung

Januar 20, 2017

Seitdem ich den Film gesehen habe, empfehle ich weiter. Dabei erzählt Kenneth Lonergan in seinem dritten Spielfilm – bekannter ist der Theaterautor als Drehbuchautor von „Reine Nervensache“ und „Gangs of New York“ – eine ganz einfache und sehr alltägliche Geschichte.

Lee Chandler (Golden-Globe-Gewinner Casey Affleck) arbeitet als Hausmeisterangestellter in einem Wohnblock in Boston. Er ist ein introvertierter Einzelgänger, der, wenn er in eine Kneipe geht, Ärger sucht. Er lebt in einem 1-Zimmer-Kellerapartment in selbstgewählter Isolation und büßt damit eine Schuld ab, die er vor längerer Zeit in seinem Heimatort Manchester by the Sea auf sich geladen hat.

Da erhält er einen Anruf: sein Bruder Joe (Kyle Chandler) liegt im Krankenhaus.

Als Lee kurz darauf in Manchester by the Sea eintrifft, ist Joe tot und Lee soll sich um Joes sechzehnjährigen Sohn Patrick (Lucas Hedges) kümmern. Joe hat das alles durchgerechnet und in seinem Testament festgelegt.

Lee will nicht. Er will, aufgrund der damaligen Ereignisse, auch nicht länger als unbedingt nötig in Manchester by the Sea bleiben. Er will auch nicht Patricks Vormund werden. Eigentlich will er nur möglichst schnell wieder zurück nach Boston.

In über zwei Stunden erzählt Lonergan langsam, immer wieder von witzigen Szenen unterbrochen, wie Lee mit der ihm aufgebürdeten Verantwortung umgeht. In Rückblenden, die bruchlos in die aktuelle Geschichte eingefügt werden, erfahren wir mehr über Lees Vergangenheit: seiner Beziehung zu seiner Frau Randy (Michelle Williams), zu seinem Bruder, seinem Neffen, den gemeinsamen Ausflügen mit dem Boot, und warum aus dem lebenslustigen jungen Mann ein Einzelgänger wurde.

Das ist eine kleine Geschichte über ganz normale Menschen und Ereignisse, die jedem von uns zustoßen können.

Erst durch Lonergans souveräne Regie, seinem genauen Blick für Details, die in jeder Sekunde vorhandene Wahrhaftigkeit und das feinfühlige Spiel der Schauspieler wird aus „Manchester by the Sea“ ein Meisterwerk, das, wieder einmal, zeigt, was für ein vorzüglicher Schauspieler Casey Affleck ist. Es ist sein Film.

„Manchester by the Sea“ ist einer der ersten Höhepunkt des Kinojahres. Ein Film, den man vielleicht nicht unbedingt zweimal sehen möchte, aber unbedingt einmal sehen muss.

Dass ich mit meiner Meinung nicht allein bin, zeigt nicht nur ein Blick zu Rotten Tomatoes (Frischegrad 96 %), sondern auch auf die Preisliste. Aktuell erhielt „Manchester by the Sea“, laut IMBD, 93 Preise (unter anderem den schon erwähnten Golden Globe) und 195 Nominierungen. Und die Oscar-Nominierungen sind da noch nicht eingerechnet.

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Manchester by the Sea (Manchester by the Sea, USA 2016)

Regie: Kenneth Lonergan

Drehbuch: Kenneth Lonergan

mit Casey Affleck, Michelle Williams, Kyle Chandler, Lucas Hedges, Gretchen Mol, C. J. Williams

Länge: 138 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

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Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Fillm

Moviepilot über „Manchester by the Sea“

Metacritic über „Manchester by the Sea“

Rotten Tomatoes über „Manchester by the Sea“

Wikipedia über „Manchester by the Sea“ (deutsch, englisch)

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Kenneth Lonergan, Casey Affleck und Lucas Hedges sprechen über den Film

Kenneth Lonergan, Casey Affleck, Lucas Hedges und Michelle Williams sprechen über den Film (Amateuraufnahme, Ton gut)

Kenneth Lonergan beim NYFF im HBO Directors Dialogue

DP/30 unterhält sich mit Kenneth Lonergan (mit spoilern)

DP/30 unterhält sich mit Casey Affleck

 


Neu im Kino/Filmkritik: Vin Diesel zelebriert „xXx: Die Rückkehr des Xander Cage“

Januar 19, 2017

Erinnert ihr euch noch an „xXx – Triple X“? Das war vor fünfzehn Jahren ein rabaukiger Actionfilm, die Vulgär-Version eines James-Bond-Films mit viel „The Fast and the Furious“-Gefühl, aber ohne das ganze Familien- und Kameradschaftsgedöns. Bei den Actionszenen kam dann, zu Land, zu Wasser, in der Luft und dazwischen, alles zum Einsatz, was das Herz des Actionfans erfreut. Vin Diesel verkörperte den muskelbepackten Helden Xander Cage, genannt „Triple xXx“ wegen seiner xXx-Tätowierung im Nacken, förmlich. Etwaige Bedenken hinsichtlich seiner schauspielerischen Fähigkeiten fegte er mit einem breiten Grinsen weg. Er war xXx. Damals hatte er mit Dominic Toretto in „The Fast and the Furious“ (2001) und dem blinden Weltraumkrieger Riddick in „Pitch Black“ (2000) seinen Durchbruch an der Kinokasse.

Er war ein Star und wollte auch andere Rollen spielen.

Beim zweiten „Fast & Furious“-Film spielte er nicht mit. Inzwischen ist er schon lange wieder zu dem kommerziell sehr einträglichem Actionfranchise zurückgekehrt. Mit Riddick gab es weitere Filme, die kommerziell und künstlerisch nicht besonders überzeugend ausfielen.

Auch beim zweiten „xXx“-Film war er nicht dabei. In dem Actionfilm hieß es, Xander Cage sei bei einem Anschlag gestorben. Ice Cube übernahm als Darius Stone die Rolle des Agenten. Der Film war bei der Kritik und dem Publikum ein Flop. Danach dachte man, dass das geplante Franchise tot sei.

Aus heutiger Perspektive ist der Film als Frühwerk von Drehbuchautor Simon Kinberg und damit als Vorschau auf die heutigen Superheldenfilme interessant. So ist der die Welt bedrohende Feind Teil der US-Administration. Also ein scheinbar Guter, der in Wirklichkeit ein Bösewicht ist. Der Held und seine Organisation sind existentiell bedroht, werden oft auch aufgelöst, und jeder Tod kann ein Täuschungsmanöver sein (vor allem wenn der Tote von einem bekannten Schauspieler gespielt wird). Kinberg war, teilweise als Autor, meist als Produzent, in die „X-Men“-Filme, „Fantastic Four“ und „Deadpool“ involviert.

Jetzt gibt es die höchstens von Vin-Diesel-Fans heiß erwartete Rückkehr des Xander Cage. Denn Vin Diesel, der neben dem „Fast & Furios“-Franchise gerne ein zweites lukratives Standbein hätte, spielt wieder den vulgär-großmäuligen, grundsympathischen Extremsportler, der sich wie ein kleines Kind freut, wenn um ihn herum ein veritables Kindergeburtstagschaos herrscht.

D. J. Caruso („Disturbia“, „Eagle Eye“) übernahm als reiner Regiehandwerker ohne irgendeine erkennbare künstlerische Vision die Aufgabe, den Star in ein möglichst gutes Licht zu setzen. Das wäre okay, wenn nicht gleichzeitig in jeder Szene der Star auf peinlichste Weise gehuldigt würde. Jeder kennt Xander Cage. Jeder mag ihn. Er ist in dem Geheimdienst eine Legende. Jeder will mit ihm zusammen arbeiten. Entsprechend groß und „Fast & Furious“-bunt ist dann das Team, das Xander Cage rekrutiert. Immerhin verzichtet Xander Cage auf die „Wir sind eine Familie“-Ansprachen von Dom Toretto.

Die Story folgt den Pfaden des heute so beliebten superkomplexen und verschachtelten und vor Überraschungen triefendem Actionfilm.

Cage soll „Pandoras Box“ wieder beschaffen. Es handelt sich um eine handliche Festplatte, auf der die Codes sind, mit denen man jeden militärischen Satelliten abstürzen lassen kann. In den falschen Händen kann mit der Festplatte also der nächste Weltkrieg ausgelöst werden. Sie wurde von einer vierköpfigen Gruppe extrem talentierter und extrem unbekannter Kampfsportler geklaut. In einer extrem ambitionierten Aktion aus einem höchst gesichertem Geheimdiensthochhaus.

Mit seinen Jungs und Mädels macht Cage sich im Auftrag von Gibbons-Nachfolgerin Jane Marke (Toni Collette, latent beleidigt aussehend, mit Betofrisur und Betongesicht) auf den Weg um den halben Globus. Das Finale ist dann, wenig exotisch, in den Hinterhöfen und Lagerhallen einer US-Großstadt.

Weil eine solche einfache Geschichte heute anscheinend nicht mehr abendfüllend ist, gibt es in Carusos Film einen Bösewicht hinter dem Bösewicht und Gute, die zu Bösewichtern werden und umgekehrt. Tote tauchen wieder auf (wie der eigentlich tote Xander Cage), Bösewichter, die früher einen großen Abgang hatten, sterben in einer Zehntelsekunde, während das Interesse an der Geschichte rapide sinkt. Denn der Hauptbösewicht hat kein Charisma mehr. Bis er enttarnt wird, kennt ihn niemand. Oder man hält ihn für einen Vertreter der Guten. Jedenfalls ist er nicht bedrohlich und damit auch keine Bedrohung für den Helden und, in diesem Fall, sein Team. Das ist dann kein Bond-Bösewicht mehr („Die Rückkehr des Xander Cage“ will auch keine Bond-Kopie sein) und auch kein Yorgi, der von Anfang an bekannte Bösewicht des ersten „xXx“-Films, sondern nur noch ein Gesicht mit dem Hinweisschild „Böser Bösewicht“.

Dabei geht niemand wegen der Geschichte in einen Actionfilm, der vor allem Action liefern möchte und der dafür halt eine Geschichte braucht, die die Action sinnvoll zusammenhält. Eine solche Geschichte haben die Drehbuchautoren Chad St. John („London has fallen“) und F. Scott Frazier („Collide“) nicht geschrieben.

Die Action ist gewohnt hektisch geschnitten. Man ahnt mehr, wer gerade wie gegen jemand anderes kämpft, als dass man sieht, wie der Kampf abläuft. Rückblickend scheint „xXx: Die Rückkehr des Xander Cage“, wenn wir das Gerede weglassen, nur aus wenigen Faustkämpfen (viele Schnitte) und vielen Schießereien (viel Lärm) zu bestehen. Gerade letzteres ist nicht besonders aufregend. Vor allem wenn die Schießereien in leerstehenden Lagerhallen, dem bevorzugten Handlungsort billiger Actionfilme, spielen.

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xXx: Die Rückkehr des Xander Cage (xXx: Return of Xander Cage, USA 2017)

Regie: D. J. Caruso

Drehbuch: Chad St. John, F. Scott Frazier (basierend auf einem von Rich Wilkes erfundenen Charakteren)

mit Vin Diesel, Samuel L. Jackson, Ruby Rose, Nina Dobrev, Rory McCann, Deepika Padukone, Toni Collette, Ice Cube

Länge: 107 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

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Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „xXx: Die Rückkehr des Xander Cage“

Metacritic über „xXx: Die Rückkehr des Xander Cage“

Rotten Tomatoes über „xXx: Die Rückkehr des Xander Cage“

Wikipedia über „xXx: Die Rückkehr des Xander Cage“


TV-Tipp für den 19. Januar: Michael Clayton

Januar 19, 2017

SWR/SR, 23.15

Michael Clayton (USA 2007, Regie: Tony Gilroy)

Drehbuch: Tony Gilroy

Michael Clayton ist der Troubleshooter für eine große New Yorker Kanzlei. Als einer ihrer Anwälte ausrastet und damit den Prozess gegen das multinationale Chemieunternehmen U/North gefährdet, ist Clayton gefordert. Doch dieser steckt gerade selbst in einer Midlife-Crises.

Tony Gilroy, der als Autor der actionhaltigen Jason-Bourne-Trilogie bekannt wurde, hat mit seinem Regiedebüt einen Paranoia-Thriller inszeniert, bei dem die Bedrohung nicht mehr vom Staat sondern von der Wirtschaft ausgeht. Trotzdem haben Action-Fans bei „Michael Clayton“ schlechte Karten. Fans des guten, im positiven Sinn altmodischen Schauspielerkinos haben dagegen gute Karten.

Tony Gilroy war als bester Autor und Regisseur für einen Oscar nominiert, George Clooney als bester Darsteller, Tom Wilkinson als bester Nebendarsteller und Tilda Swinton erhielt einen Oscar einen BAFTA-Awards als beste Nebendarstellerin.

Gilroys Buch erhielt auch den Edgar-Allan-Poe-Preis.

Mit George Clooney, Tom Wilkinson, Tilda Swinton, Sydney Pollack, Michael O’Keefe

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Amerikanische Homepage zum Film

Drehbuch „Michael Clayton“ von Tony Gilroy

Film-Zeit über „Michael Clayton“

Rotten Tomatoes über „Michael Clayton“

Wikipedia über „Michael Clayton“ (deutsch, englisch)

Coming Soon unterhält sich mit Tony Gilroy über „Michael Clayton“

Greencine unterhält sich mit Tony Gilroy über „Michael Clayton“ 

Filmmaker Magazine unterhält sich mit Tony Gilroy über „Michael Clayton“ (und die Bourne-Filme und Armageddon) 

Meine Besprechung von Tony Gilroys “Das Bourne-Vermächtnis” (The Bourne Legacy, USA 2012)


DVD-Kritik: Die Stephen-King-Verfilmung „Puls“

Januar 18, 2017

Als „Puls“ 2006 erschien, war es noch eine etwas seltsame Horrorvision, in der durch ein Signal, das sich über das Mobilfunknetz verbreitet, plötzlich alle mit ihrem Handy Telefonierenden zu einer Art Zombie mutieren.

Inzwischen ist es keine seltsame Horrorvision mehr. Schließlich scheint fast jeder überall immer nur auf sein Telefon zu starren und blind durch die Gegend zu stolpern. Zweifellos würde heute so ein Signal ziemlich schnell die Menschheit ziemlich umfassend töten.

Das geschieht auch in den ersten Minuten der King-Verfilmung „Puls“, für die King mit Adam Alleca das Drehbuch schrieb. Comiczeichner Clay Riddell (John Cusack) kann auf dem Bostoner Flugplatz der Zombiefizierung entkommen, weil sein Telefon im entscheidenden Moment gerade einen niedrigen Akku-Stand hatte und er deshalb auf ein Festnetz-Telefon ausweichen musste.

Innerhalb weniger Sekunden bricht in der Flughafenhalle eine Massenpanik aus, in der die Zombies (ist halt das beste Wort für diese Phoner) in einem blinden Wutrausch alles angreifen, zerfetzen und fressen, was sich ihnen in den Weg stellt. Sie entwickeln auch schnell eine beängstigende Schwarmintelligenz.

Auf seiner Flucht trifft Riddell auf Tom McCourt (Samuel L. Jackson). Gemeinsam machen sie sich mit Alice (Isabelle Fuhrman), die ebenfalls zu ihnen stößt, auf den Weg in die Vorstädte. Riddell möchte seine Frau und seinem Sohn, die er aus offensichtlichen Gründen telefonisch nicht erreichen kann, wieder sehen.

Und was dann geschieht, haben wir in den vergangenen Jahren, spätestens seit „The Walking Dead“, in unzähligen Variationen gesehen. Mal besser, mal schlechter, aber in jedem Fall so oft, dass der Neuigkeitswert von „Puls“ gegen Null tendiert.

Ein weiteres Problem des Films ist das offene Ende, das sich von dem Romanende unterscheidet und vor allem den Eindruck hinterlässt, nur den Auftakt einer größeren Erzählung gesehen zu haben.

Schlecht, vor allem nicht so grottenschlecht, wie man nach manchen Besprechungen befürchten könnte, ist „Puls“ deshalb nicht. Er ist sogar in dem selbst gesteckten, überschaubarem Rahmen ganz unterhaltsam, aber halt auch in keinster Weise bemerkenswert. Vor allem wenn man sich daran erinnert, dass Regisseur Tod Williams mit der grandiosen John-Irving-Verfilmung „The Door in the Floor“ bekannt wurde und man danach gespannt auf seine nächsten Filme wartete. „Puls“ ist da nur ein Film für einen verregneten Sonntagnachmittag. Daran ändern die gewohnt zuverlässigen Hauptdarsteller und die durchaus furchterregenden Zombies mit ihrem Herdentrieb nichts.

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Puls (Cell, USA 2016)

Regie: Tod Williams

Drehbuch: Stephen King, Adam Alleca

LV: Stephen King: Cell, 2006 (Puls)

mit John Cusack, Samuel L. Jackson, Isabelle Fuhrmann, Stacy Keach

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DVD

Concorde Home

Bild: 2,40:1 (16:9)

Ton: Deutsch (DTS, Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0), Englisch, (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bonusmaterial: Behind the Scenes, Deutscher und Originaltrailer, Wendecover

Länge: 94 Minuten

FSK. Ab 16 Jahre

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Hinweise

Moviepilot über „Puls“

Metacritic über „Puls“

Rotten Tomatoes über „Puls“

Wikipedia über „Puls“

Homepage von Stephen King

Mein Porträt zu Stephen Kings Geburtstag

Meine Besprechung von Stephen Kings/Richard Bachmans „Qual“ (Blaze, 2007)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Nachgelassene Dinge“ (The things they left behind) in Ed McBains „Die hohe Kunst des Mordens“ (Transgressions, 2005)

Meine Besprechung von Stephen Kings „Colorado Kid“ (The Colorado Kid, 2005)

Meine Besprechung von Joe Hill/Stephen King/Richard Mathesons „Road Rage“ (Road Rage, 2012)

Meine Besprechung der auf Stephen Kings Novelle “The Colorado Kid” basierenden TV-Serie “Haven”

Meine Besprechung von Kimberly Peirces Stephen-King-Verfilmung “Carrie” (Carrie, USA 2013)

Stephen King in der Kriminalakte, in seinem Trailer-Park und auf Europa-Tour


TV-Tipp für den 18. Januar: Fight Club

Januar 17, 2017

Kabel 1, 22.50

Fight Club (USA 1999, Regie: David Fincher)

Drehbuch: Jim Uhls

LV: Chuck Palahniuk: Fight Club, 1996 (Fight Club)

Yuppie Jack findet das Leben unglaublich öde. Kurzzeitige Kicks verschafft er sich mit dem Besuch von x-beliebigen Selbsthilfegruppen. Da trifft er Tyler Durden, der seinem Leben mit der Idee des „Fight Club“ (in dem Männer sich die Fresse polieren) den nötigen Kick verschafft. Bald nimmt der „Fight Club“ größere Dimensionen an.

Inzwischen: Klassiker, der mich schon damals im Kino verdammt gut gefiel. Naja, das Ende fand ich etwas schwach. Aber die zwei Stunden davor: Wow!

In seinem Roman enthüllt Palahniuk die Pointe früher.

„Handwerklich lässt Fincher keine Wünsche offen: Er hält ein rasantes Tempo, setzt virtuos visuelle Effekte ein und schafft so einen atemberaubenden Alptraum der ausklingenden 90er. Gewiss kann über dieses bemerkenswerte Werk trefflich gestritten werden, doch eines muss ihm jeder attestieren: ‘Fight Club’ ist keine lauwarme Kommerzproduktion, sondern einer der mutigsten, irritierendsten, gleichzeitig aber auch interessantesten Filme der letzten Jahre.“ (W. O. P. Kistner, AZ, 11. November 1999)

Die andere Meinung: „Denn im Grunde ist diese manieristisch heruntergefilmte Möchtegern-Satire von Regisseur David Fincher (‘Sieben’) nicht mehr als grober Unfug: eine große, in die Länge gezogene Luftblase.“ (Albert Baer, Rheinische Post, 12. November 1999)

Mit Brad Pitt, Edward Norton, Helen Bonham Carter, Meat Loaf, Jared Leto, George Maguire

Wiederholung: Freitag, 20. Januar, 03.00 Uhr (Taggenau! Für Menschen, die gerade aus ihrer Selbsthilfegruppe gegen Schlaflosigkeit kommen.)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Fight Club“

Wikipedia über „Fight Club“ (deutsch, englisch)

Drehbuch „Fight Club“ von Jim Uhls (Fassung vom 16. Februar 1998)

Drehbuch „Fight Club“ von Jim Uhls (Fassung vom 18. April 1997)

Senses of Cinema über David Fincher

Homepage von Chuck Palahniuk

Meine Besprechung der Chuck-Palahniuk-Verfilmung „Choke“

Meine Besprechung von Chuck Palahniuks “Diva” (Tell-All, 2010)

Meine Besprechung von David Finchers „Verblendung“ (The Girl with the Dragon Tatoo, USA 2011)

Meine Besprechung von David Finchers „Gone Girl – Das perfekte Opfer“ (Gone Girl, USA 2014)

David Fincher in der Kriminalakte

 


Cover der Woche

Januar 17, 2017

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TV-Tipp für den 17. Januar: Präsident Donald Trump

Januar 17, 2017

Arte, 20.15 (VPS 20.14)

Präsident Donald Trump (USA 2017, Regie: Michael Kirk)

Drehbuch: Michael Kirk, Mike Wiser

Fünfzigminütige brandaktuelle Doku über den nach aktuellen Umfragen unbeliebtesten US-Präsidenten vor Amtsantritt. Die Mehrheit der abgegebenen Stimmen hat er auch nicht erhalten.

Arte über die Doku (die es bis zum 16. Febuar auch in der Mediathek gibt): „Filmemacher Michael Kirk zeichnet in seinem Porträt „Präsident Donald Trump“ die privaten und beruflichen Momente aus Trumps Leben nach, die bis jetzt keinen Platz in den großen Schlagzeilen fanden. Er beleuchtet Trumps Kindheit in Queens, seine Erfolge und Niederlagen als Geschäftsmann, Casinobesitzer und Reality-TV-Star. Aufzeichnungen aus dem Macht-Duell gegen Clinton enthüllen die Strategien, mit denen der politische Newcomer innerhalb kürzester Zeit die Mehrheit der Wähler für sich gewinnen und seine Rivalin ausstechen konnte.“


Neu im Kino/Filmkritik: „Die Blumen von gestern“, die Probleme von heute

Januar 16, 2017

Kurz vor dem Beginn einer wichtigen Tagung über Auschwitz stirbt der hochverehrter Professor Norkus (Rolf Hoppe, der fortan als Standbild im Film präsent ist). Sein Lebenswerk ist ein kleines, staatlich gefördertes Institut in Ludwigsburg, das die Tagung organisiert und den Charme einer seit den Fünfzigern nicht mehr gelüfteten, renovierten oder im Inventar erneuerten Beamten-Bruchbude hat. Alle Beschäftigten sind psychisch mehr oder weniger gestört.

Balthasar ‚Balti‘ Thomas (Jan Josef Liefers), ein verheirateter Karrierist, der schon die Tagung plant, soll jetzt auch die Institutsleitung übernehmen, weil er sich gut mit Öffentlichkeitsarbeit auskennt. Er soll das Institut vor dem Ruin retten. Da sind Sponsoren, auch Mercedes-Benz, und Häppchen okay.

Sein Gegner ist Totila ‚Toto‘ Blumen (Lars Eidinger). Er ist ein frustrierter, ständig schlecht gelaunter, ebenfalls verheirateter (wird später wichtig) Vierzigjähriger, für den die Holocaustforschung auch aus familiärer Betroffenheit seine Lebensmittelpunkt darstellt und der nur an der wahren Forschung interessiert ist. Entsprechend energisch und auch handgreiflich wehrt sich gegen die Karnevalisierung seiner Forschung durch einen wissenschaftlich minderwertigen Kollegen, mit dem ihn eine alte Hassliebe verbindet.

Toto soll, beauftragt von Balti, am Flughafen die neue französische Praktikantin abholen. Toto hasst Zazie Lindeau (Adèle Haenel) vom ersten Augenblick an und befördert sie in die Bruchbude, in der Professor Norkus lebte. Später muss er mit ihr, ebenfalls auf Anweisung von Balti, Holocaust-Überlebende besuchen und von ihnen Geld und Auftritte für die Tagung erbetteln. Dummerweise ist Toto dafür absolut ungeeignet.

Aus dieser etwas weit hergeholten und forcierten Prämisse könnte Chris Kraus („Vier Minuten“, „Poll“) eine Komödie über die unterschiedlichen Formen des Umgangs mit unserer Vergangenheit und die Zunft der Holocaust-Historiker entwickeln. Immerhin entstand der Film, so Kraus, aus seiner Beschäftigung mit seiner Familiengeschichte und der Beobachtung, dass in den Archiven über die NS-Zeit Nachfahren von Opfern und Tätern, friedlich nebeneinander sitzend, Akten lesen. Das ist, zugegeben, eine etwas absurde Situation, die aber per se in keinster Weise witzig oder dramatisch ist.

Auf den ersten Blick ist „Die Blumen von gestern“ eine Komödie über unseren Umgang mit der Nazi-Zeit, welche Art des Umgangs angemessen ist und ihren Aus- und Nachwirkungen auf die Gegenwart, vor allem der Nachgeborenen (deren Eltern und, bei den Hauptfiguren des Films, Großeltern in das System involviert waren) und der Forscher, die sich beruflich an Hochschulen und in Instituten damit beschäftigen und berufsbedingt in einer Forschungsblase leben. Das sind nicht die Menschen und die Probleme mit der deutschen Vergangenheit, die in David Wnendts „Er ist wieder da“ oder in Dietrich Brüggemanns „Heil“ (der mir zwar nicht gefiel, aber bei dem die persönliche Betroffenheit des Regisseurs in jedem Bild spürbar war) im Zentrum der Geschichte standen. Beide Filme sind außerdem Komödien.

Wenn man den Film genauer betrachtet, erzählt „Die Blumen von gestern“ eine Liebesgeschichte. Diese schlecht ausgehende Romantic Comedy zwischen Toto und Zazie wird viel zu lange ignoriert und später lustlos mitgeschleppt. Es dauert ewig, bis sich überhaupt irgendetwas außer gegenseitiger Abneigung zwischen ihnen entwickelt. Daher wirkt die Liebesgeschichte nicht wie das Zentrum des Films, um das sich alles andere dreht, sondern wie die späte Erkenntnis, dass ein Film nicht ohne eine Geschichte funktioniert und weil eine Liebesgeschichte immer funktioniert, gibt es eben in der zweiten Hälfte des Films die aus heiterem Himmel kommende Liebesgeschichte zwischen einem Täter-Enkel und einer Opfer-Enkelin, die schon in Frankreich die Werke des Holocaust-Forschers studierte und damit natürlich auch in den Autor verliebt ist. Trotz anerkannter Teutonen-Phobie und gut verborgenem Interesse an dem Objekt ihrer Begierde. Das ist dann doch mehr als nur etwas verquer, taugt aber vielleicht für die nächste erweiterte Familienaufstellung.

Zwischen der teils schwarzhumorigen, oft klamaukigen Komödie über die Holocaust-Forscher und der Liebesgeschichte pendelt „Die Blumen von gestern“ unentschlossen über zwei Stunden. Dabei nerven die in jeder Beziehung vermurksten Figuren mehr als sie zum Lachen anregen. Das liegt auch daran, dass der Film sich nie entscheiden kann, was er will und wen er warum angreift.

Dabei kann über die Nazi-Diktatur, den Holocaust und die Holocaust-Forschung durchaus in der Form einer Komödie erzählt werden. Charlie Chaplin mit „Der große Diktator“, Mel Brooks mit „Frühling für Hitler“ und Roberto Benigni mit „Ist das Leben nicht schön“ (den Film nennt Kraus im Presseheft als filmisches Vorbild für seinen Film) zeigen das.

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Die Blumen von gestern (Deutschland/Österreich 2016)

Regie: Chris Kraus

Drehbuch: Chris Kraus

mit Lars Eidinger, Adèle Haenel, Jan Josef Liefers, Hannah Herzsprung, Sigrid Marquardt, Bibiana Zeller, Rolf Hoppe, Eva Löbau, Cornelius Schwalm

Länge: 126 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

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Das Buch zum Film

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Zum Filmstart erschien bei Diogenes „Die Blumen von gestern – Ein Filmbuch“. Es enthält das Shooting Script vom 12. April 2015 (d. h. Szenen, die gedreht, aber nicht im Film enthalten sind, sind im Script vorhanden), den kompletten Abspann, ein dreiseitiges Nachwort von Chris Kraus und einen sechzehnseitigen, farbigen Bildteil.

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Chris Kraus: Die Blumen von gestern – Ein Filmbuch

Diogenes, 2017

176 Seiten

20 Euro

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Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Die Blumen von gestern“

Moviepilot über „Die Blumen von gestern“

Wikipedia über „Die Blumen von gestern“


TV-Tipp für den 16. Januar: Die zwei Gesichter des Januars

Januar 16, 2017

ZDF, 23.05 (VPS 23.00)

Die zwei Gesichter des Januars (The two Faces of January, Großbritannien/USA/Frankreich 2014)

Regie: Hossein Amini

Drehbuch: Hossein Amini

LV: Patricia Highsmith: The two Faces of January, 1964 (Unfall auf Kreta, Die zwei Gesichter des Januars)

Athen, 1962: Der kleine Betrüger Rydal (Oscar Isaac) schlägt sich als Fremdenführer durch, trifft das amerikanische Ehepaar Chester MacFarland (Viggo Mortensen) und Colette (Kirsten Dunst) und wird in einem Mordfall verwickelt. Denn auch Chester ist in betrügerische Geschäfte verwickelt.

Die TV-Premiere der sehr stilbewussten Highsmith-Verfilmung erfolgt arg spät. Sehenswert ist der Krimi trotzdem.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Viggo Mortensen, Kirsten Dunst, Oscar Isaac, Daisy Bevan, Omiros Poulakis, David Warshofsky

Wiederholung: Mittwoch, 18. Januar, 01.05 Uhr (Taggenau!)

Hinweise
Deutsche Homepage zum Film
Film-Zeit über „Die zwei Gesichter des Januars“
Moviepilot über „Die zwei Gesichter des Januars“
Metacritic über „Die zwei Gesichter des Januars“
Rotten Tomatoes über „Die zwei Gesichter des Januars“
Wikipedia über „Die zwei Gesichter des Januars“

Meine Besprechung von Hossein Aminis „Die zwei Gesichter des Januars (The two Faces of January, Großbritannien/USA/Frankreich 2014)


TV-Tipp für den 15. Januar: Tote tragen keine Karos

Januar 15, 2017

3sat, 21.45

Tote tragen keine Karos (USA 1982, Regie: Carl Reiner)

Drehbuch: Carl Reiner, George Gipe, Steve Martin

Herrliche Hommage an die Schwarze Serie: bei seinem neuesten Fall stolpert Detektiv Rigby durch zahlreiche Klassiker der Schwarzen Serie, unter anderem „This Gun for hire“, „Double Indemnity“, „The lost weekend“, „The big sleep“, „In a lonely place“, „Dark passage“, Suspicion“, „Notorious“, „The postman always rings twice“ und „White heat“. Carl Reiner verband neu gedrehte Szenen mit Szenen aus den Filmklassikern zu einer liebevollen Komödie für Filmfans.

Mit Steve Martin, Rachel Ward, Carl Reiner – und zahlreichen Gastauftritten von Stars der Schwarzen Serie

Wiederholung: Montag, 16. Januar, 02.25 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Tote tragen keine Karos“

Wikipedia über „Tote tragen keine Karos“ (deutsch, englisch)

Turner Classic Movies über „Tote tragen keine Karos“


Neu im Kino/Filmkritik: Wie „Bob, der Streuner“ ein Leben rettete

Januar 14, 2017

James Bowen (Luke Treadaway) schlägt sich in London als Straßenmusiker mehr schlecht als recht durch und kämpft mehr oder weniger erfolglos mit seiner Drogensucht. Seine erfolgreiche Teilnahme an einem Methadonprogramm ist daher ständig gefährdet. Als letzte Chance erhält der Obdachlose von seiner Betreuerin Val (Joanne Frogatt) eine kleine Sozialwohnung in Hackney, die kaum mehr als ein Dach über dem Kopf ist.

Eines Abends entdeckt er einen unangemeldeten Besucher: eine Katze, die sich verletzt hat. Er pflegt sie, bezahlt sogar die Arztrechnung für sie und will sie möglichst schnell wieder los werden. Immerhin kriegt er noch nicht einmal sein eigenes Leben auf die Reihe. Wie soll er da für jemand anderes sorgen?

Aber Bob – so nennt er die Katze – weicht ihm nicht von der Seite – und wer in den vergangenen Jahren zu den Millionen Lesern von James Bowens „Bob, der Streuner“ gehört, kennt auch die weitere Geschichte.

Wer das Buch nicht kennt, dürfte ebenfalls wenig überrascht von der gut ausgehenden Geschichte sein. Denn dank Bob bekommt James, wie schon der Werbespruch des Films „Manchmal braucht es neun Leben um eines zu retten“ verrät, sein Leben auf die Reihe. Heute tourt er mit Bob durch die Welt, erzählt von seinem Leben, macht auf die Probleme von Obdachlosen aufmerksam und versucht ihnen zu helfen.

Regisseur Roger Spottiswoode hat in der Vergangenheit mit Rettungsmissionen von der globalen Sorte („James Bond – Der Morgen stirbt nie“) und Menschen helfenden Tieren, wie einem Hund im ungeplanten Polizeieinsatz („Scott & Huutsch“) schon Erfahrungen gesammelt. Jetzt verfilmte er vor Ort in London, mit zahlreichen Außendrehs (20 der 35 Drehtage), die Geschichte von James Bowen und seiner Katze Bob als zu Herzen gehendes Feelgood-Movie mit realistischen Untertönen, die den der Geschichte innewohnenden Kitschfaktor auf ein erträgliches Maß zurechtstutzen.

„Bob, der Streuner“ erzählt in einfachen Bildern eine kleine Geschichte von zwei verlorenen Seelen, die sich finden und ihr Leben zum Besseren wenden.

Ach ja: die Filmkater wird von Bob höchstpersönlich gespielt.

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Bob, der Streuner (A Street Cat named Bob, Großbritannien 2016)

Regie: Roger Spottiswoode

Drehbuch: Tim John, Maria Nation

LV: James Bowen/Garry Jenkins: A Street Cat named Bob, 2012 (Bob, der Streuner)

mit Luke Treadaway, Ruta Gedmintas, Joanne Froggatt, Anthony Head, Beth Goddard, Darren Evans, Caroline Goodall, James Bowen (Cameo)

Länge: 103 Minuten

FSK: ab 12 Jahre (wegen Bowens Umfeld und seiner Drogensucht, inklusive einem Entzug)

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Hinweise

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Moviepilot über „Bob, der Streuner“

Metacritic über „Bob, der Streuner“

Rotten Tomatoes über „Bob, der Streuner“

Wikipedia über „Bob, der Streuner“ (englisch)

 


Neu im Kino/Filmkritik: Der grandiose Neo-Western „Hell or High Water“

Januar 14, 2017

Es beginnt mit einem Banküberfall in West-Texas und ehe die Polizei auftaucht, haben Toby Howard (Chris Pine) und sein gerade aus dem Knast entlassener, impulsiver Bruder Tanner (Ben Foster) schon die nächste Bank überfallen. Texas Ranger Marcus Hamilton (Jeff Bridges) und sein Partner Alberto Parker (Gil Birmingham) vermuten schnell, dass die Bankräuber es auf die Filialen einer bestimmten Banken abgesehen, einen Grund dafür und ein Ziel haben. Die Howards überfallen nämlich Filialen der Texas Midlands Bank und, wie wir etwas später erfahren, hat diese Bank ihrer Mutter einen kleinen Kredit auf das Grundstück gegeben und die Howards, während ihre Mutter im Sterben lag, immer weiter in eine Verschuldungsspirale getrieben hat. Jetzt will die Bank das Grundstück, auf dem Öl gefunden wurde, haben.

Mit den Banküberfällen wollen die Howard-Brüder genug Geld erbeuten, um ihre Schulden zu bezahlen.

David Mackenzie („Young Adam“, „Hallam Foe“) inszenierte nach einem Drehbuch von „Sicario“-Autor Taylor Sheridan, mit der Musik von Nick Cave und Warren Ellis (was schon eine Empfehlung an sich ist), einen schnörkellosen Neo-Western, der gleichzeitig ein Porträt des ländlichen Texas ist. Die weit auseinanderliegenden Städte sind klein, vom Verfall geprägt und immer wieder tauchen am Straßenrand oft schon ältere Schilder von Banken auf, die etwas verkaufen wollen. Schnell entsteht das bedrückende Bild eines ökonomisch darnieder liegenden Landes.

Es ist auch ein Land, in dem zu viele Leute zu viele Waffen haben. So müssen die beiden Bankräuber schon während ihres zweiten Banküberfalls vor einem schießwütigem Bankkunden weglaufen. Später hat auch Texas Ranger Hamilton immer wieder Probleme mit schießgeneigten Texanern. Denn natürlich hat jeder Texaner mindestens eine Waffe in seinem Auto liegen. Oft auch zwei, drei oder noch mehr, die er auch gerne und ohne erkennbare Gewissenskonflikte gegen Menschen einsetzt.

Der Schotte Mackenzies hat bei seinem Neo-Western immer auch einen europäischen Blick auf die USA. Er sieht Dinge, die einem US-Amerikaner nicht auffallen, weil er sie für selbstverständlich hält. Er hat, das ist in jedem Bild spürbar, eine große Liebe und Faszination für den Western und den Gangsterfilm. Er badet, auch dank der Musik der Australier Cave und Ellis, förmlich im Americana-Feeling. Allerdings ohne Verklärungen u d mit dem skeptisch-staunendem Blick eines Außenseiters. Die Bilder der dünn besiedelten Landschaft, der Sonnenauf- und -untergänge, der Häuser, der Diner, die in Texas noch die Patina der fünfziger Jahre verströmen (McDonalds kam nie dorthin, weil er dort keine Geschäfte hätte machen können) und der Menschen, die alle nicht wie die typischen Hollywood-Schauspieler aussehen. In der Originalfassung suhlen sie förmlich im texanischen Dialekt, der kaum verständlich ist und auch Kenner der englischen Sprache nach Untertiteln rufen lässt.

Mackenzie ist, trotz einiger Längen, ein feiner Film gelungen, der auf jegliche aufgesetzte Sozialkritik verzichtet. Die Längen des Neo-Westerns liegen an der seit Ewigkeiten bekannten Geschichte von Bankräubern, die sich gegen die Banken und ihre Macht auflehnen, und Gesetzeshütern, die sie gnadenlos verfolgen, und Taylor Sheridans Konzentration auf wenige Charaktere, über die wir wenig mehr erfahren, als ihre aktuellen Taten. Letztendlich kämpfen zwei Polizisten gegen zwei Bankräuber, die sich während der Filmgeschichte eigentlich nicht begegnen. Diese für Filme prinzipiell schwierige Erzählkonstruktion kennen wir aus Michael Manns Gangsterfilmklassiker „Heat“ und auch in „High or High Water“ funktioniert sie vorzüglich.

Alles in „Hell or High Water“ ist Handlung, die sich ohne eine einzig Rückblende oder lange Erklär-Dialoge chronologisch und ohne Umwege bis hin zu seinem durchaus positiven, aber moralisch zwiespältigem Ende bewegt. Damit besteht „Hell or High Water“ zwar nicht den 100-%-Noir-Test, aber niemand würde das düstere Drama für einen Feelgood-Film oder einen 08/15-Actionfilm halten.

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Hell or High Water (Hell or High Water, USA 2016)

Regie: David Mackenzie

Drehbuch: Taylor Sheridan

mit Chris Pine, Ben Foster, Jeff Bridges, Gil Birmingham, Marin Ireland, Katy Mixon, Dale Dickey

Länge: 102 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

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Hinweise

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Moviepilot über „Hell or High Water“

Metacritic über „Hell or High Water“

Rotten Tomatoes über „Hell or High Water“

Wikipedia über „Hell or High Water“ (deutsch, englisch)

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Und hier, zum Tonvergleich, der Originaltrailer

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DP/30 versammelt die drei Hauptdarsteller zu einem gesitteten Gespräch

Mit Taylor Sheridan führte DP/30 ein Einzelgespräch


TV-Tipp für den 14. Januar: Departed – Unter Feinden

Januar 14, 2017

(Matt Damon – Departed, Andy Lau – Infernal Affairs; jetzt spielen sie in „The great Wall“ mit)

Pro7, 22.55

Departed – Unter Feinden (USA 2006, Regie: Martin Scorsese)

Drehbuch: William Monahan

Cop Billy Costigan ist Undercover-Agent in der Organisation des Mafiapaten Frank Costello. Gangster Colin Sullivan ist bei der Polizei der Top-Maulwurf für Costello. Beide steigen in den feindlichen Organisationen stetig auf. Da erhalten Costigan und Sullivan von ihrem Boss den Auftrag, den Verräter in den eigenen Reihen zu finden.

„Departed – Unter Feinden“ ist, wie Genre-Junkies wissen, das grandiose US-Remake des ebenso grandiosen Hongkong-Thrillers „Infernal Affairs“ (von Andrew Lau und Alan Mak). Monahan verlegte die Geschichte nach Boston, orientierte sich bei dem Mafiapaten an dem legendären Whitey Bulger und zeichnete ein Porträt der amerikanischen Gesellschaft. Die schwächsten Szenen des Remakes sind die weinigen, direkten Übernahmen von Szenen aus dem Original.

Beide Filme sind stilistisch überzeugende Werke über Freundschaft, Loyalität und Verrat.

Monahans Drehbuch erhielt einen Edgar, einen Oscar, den Preis der Writers Guild of America und war für den Golden Globe nominiert (um nur einige zu nennen). Der Film wurde für zahlreiche Preise nominiert und erhielt auch den Oscar für den besten Film des Jahres

Die nächste Zusammenarbeit von Martin Scorsese und Leonardo DiCaprio war die allseits abgefeierte Dennis-Lehane-Verfilmung „Shutter Island“ (mir gefiel das Buch besser) und zuletzt war DiCaprio für Scorsese “The Wolf of Wall Street”.

Und William Monahans lieferte danach sein gelungenes Regiedebüt, die Ken-Bruen-Verfilmung “London Boulevard” (mit Colin Farrell, David Thewlis, Ray Winstone, Eddie Marsan und Keira Knightley) ab.

Mit Leonardo DiCaprio, Matt Damon, Jack Nicholson, Mark Wahlberg, Martin Sheen, Ray Winstone, Vera Farmiga, Alec Baldwin

Hinweise

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Film-Zeit über „Departed – Unter Feinden“

Metacritic über “Departed – Unter Feinden”

Rotten Tomatoes über “Departed – Unter Feinden”

Wikipedia über “Departed – Unter Feinden” (deutsch, englisch)

Drehbuch „The Departed“ von William Monahan

Collider: Interview mit William Monahan (Februar 2007)

Meine Besprechung von Martin Scorseses “Hugo Cabret” (Hugo, USA 2011)

Meine Besprechung von Martin Scorseses “The Wolf of Wall Street” (The Wolf of Wall Street, USA 2013)

Martin Scorsese in der Kriminalakte

Meine Besprechung von William Monahans “London Boulevard” (London Boulevard, USA/GB 2010)

Meine Besprechung von William Monahans “The Gambler” (The Gambler, USA 2014 – nur Drehbuch)

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Neu im Kino/Filmkritik: Komm mit ins „La La Land“

Januar 13, 2017

Am Sonntag räumte „La La Land“ bei den Golden Globes ab. Unter anderem gewann er den Preis als bestes Musical des Jahres.

Wenige Stunden später wurden die Bafta-Nominierungen veröffentlicht. Mit elf Nominierungen, unter anderem als bester Film, erhielt „La La Land“ die meisten Nominierungen.

Insgesamt hat das Musical bis jetzt bereits 125 Preise gewonnen. Für 182 wurde es nominiert. Und die Oscar-Nominierungen sind noch nicht veröffentlicht.

Allein schon dieser Preisregen zeigt, dass Damien Chazelles „La La Land“ ein guter Film ist (sonst würde er nicht so viele Preise erhalten) und es ein Film ist, auf den sich alle verständigen können.

Chazelle erzählt nach seinem Full-Metal-Jacket-in-der-Jazzschule-Film „Whiplash“ in „La La Land“ die Liebesgeschichte zwischen Sebastian (Ryan Gosling), einem erfolglosen, aber begnadetem Jazzpianisten, und Mia (Emma Stone), einer erfolglosen Schauspielerin. Beide versuchen in Los Angeles, der Stadt der Träume, ihren Traum in der harschen Realität zu leben. Chazelle begleitet sie, mit dem Jahre später spielendem, zu lang geratenem Epilog, über ein Jahr. Beginnend von ihrer ersten zufälligen Begegnung bis, nun, zum Ende.

Er erzählt diese Geschichte als Musical, das sich unverhohlen an den klassischen Musical aus den vierziger und fünfziger Jahren orientiert. Dass Ryan Gosling und Emma Stone keine ausgebildeten Tänzer und Sänger, nicht Fred Astaire und Ginger Rogers sind, ist dabei kein Nachteil. Es trägt mit seiner sympathischen Unbeholfenheit beim Tanzen und Singen der von Justus Hurwitz komponierten Lieder eben zu dem von Chazelle immer wieder gewünschten realistischen Anstrich bei, der die meist ungeschnittenen, märchenhaft inszenierten Tanznummern grundiert.

Das beginnt schon mit dem spektakulärem Auftakt auf dem L. A. Freeway. Tausende Autos und Laster stehen in der morgendlichen Rush Hour. Auch Sebastian und Mia stehen im Stau. Plötzlich beginnen einige Fahrer zu singen. Sie springen aus ihren Autos und tanzen über die Straße und die Autos. Chazelle und sein Kameramann Linus Sandren verfolgen das Geschehen ohne einen einzigen Schnitt über mehrere Minuten, in denen eine halbe Hundertschaft Tänzer und Sänger mit ihren Soli choreographiert werden musste. Zahlreiche weitere Tanznummern, wie Mias Vorbereitung für eine Party, die in ihrem WG-Zimmer beginnt und auf der Straße endet, oder der Tanz von Sebastian und Mia über Parkbänke vor der bekannten abendlichen Skyline von Los Angeles oder ihr schwereloser Walzer im Griffith Park Observatorium schließen sich an.

Das sind Szenen, die das Herz des Musical-Fans erfreuen. Und gleichzeitig ein Problem des Films aufzeigen.

„La La Land“ ist, wie gesagt, eine Liebeserklärung an das Vierziger-Jahre-Musical und den Jazz, den wir aus Woody-Allen-Filmen kennen. Das ist nicht schlecht, aber – immerhin bringt Chazelle das Thema selbst auf – auch arg altmodisch. In einer Szene erklärt Keith (R’n’B-Musiker John Legend) dem Jazzpianisten Sebastian, Jazz sei Entwicklung und das Entdecken von Neuem. Sebastian verehrt dagegen den klassischen Jazz zwischen Bebop und Hardbop und will ihn erhalten. Als Musiker und, sein großer Traum, als Betreiber eines Jazz-Lokals, das in Los Angeles nur den guten, wahren Jazz spielt.

Weil er pleite ist, nimmt er ein Engagement als Pianist in Keiths Tourband an. Sie spielen dann vor einem begeisterten Publikum einen Jazz, der banaler Siebziger-Jahre-Fusion-Jazz ist.

Dabei wäre gerade die Idee der Weiterentwicklung in der Musik ein Thema gewesen, das Chazelle zuerst auf die Musik und dann auf den ganzen Film hätte übertragen können. Dann hätte Keith nicht Siebziger-Jahre-Fusion-Jazz gespielt, sondern den Jazz mit modernen Spielarten der Rockmusik, Grunge, Hip Hop oder Techno (die ja alle auch schon einige Jahre auf dem Buckel haben) verbunden. Dazu gab es in den vergangenen Jahren schon einige Versuche von Jazz-Musikern, die, – schließlich richtet sich so ein Musical nicht an die kleine In-Crowd, sondern an die breite Masse -, auch kommerziell erfolgreich waren. Dafür hätte man Jazz nicht als eine Ansammlung von Noten und Rhythmen, sondern als eine Haltung verstehen müssen, die Neues ausprobieren möchte, weil sie neugierig ist. Oder in Keiths Worten gegenüber Sebastian: „How are you gonna be a revolutionary if you are such a traditionalist? You’re holding on to the past, but jazz is about the future.“

Chazelle belässt es allerdings bei dem Blick in die Vergangenheit und dem liebevollen Abstauben der alten Werke.

Deshalb ist „La La Land“ ein Retro-Musical, das die Vergangenheit feiert und dabei stehen bleibt. Das kennen wir auch aus der Post-9/11-Musik, die sich selbstvergewissernd auf die Vergangenheit bezieht, nicht verunsichert, beunruhigt oder neue Einsichten befördert, mit „Neo“-Irgendetwas etikettiert wird und erfolgreich ist, weil sie, mit kleinen Variationen, einfach nur das Vergangene wiederholt.

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La La Land (La La Land, USA 2016)

Regie: Damien Chazelle

Drehbuch: Damien Chazelle

mit Ryan Gosling, Emma Stone, J. K. Simmons, John Legend, Rosemarie DeWitt, Finn Wittrock

Länge: 128 Minuten

FSK: ab 0 Jahre

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Hinweise

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Metacritic über „La La Land“

Rotten Tomatoes über „La La Land“

Wikipedia über „La La Land“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Damien Chazelles „Whiplash“ (Whiplash, USA 2014)

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DP/30 redet mit Damien Chazelle


Neu im Kino/Filmkritik: „The Great Wall“, die Chinesische Mauer, Matt Damon, der Namenlose Orden und viele, sehr viele, viel zu viele Tao Teis

Januar 13, 2017

China im 12. Jahrhundert: Der Söldner William Garin (Matt Damon) und sein Freund Pero Tovar (Pedro Pascal) suchen das legendäre, in Europa damals noch unbekannte Schießpulver. Sie entdecken die Chinesische Mauer und den Namenlosen Orden (das ist doch einmal ein Name!), der sich auf einen großen Kampf vorbereitet. Alle sechzig Jahre greifen die Tao Tei aus den Jadebergen an. Die Bestien töten acht Tage lang Menschen, um sie für ihre Gier zu bestrafen.

Der nächste Angriff steht unmittelbar bevor und nach dieser kurzen Einführung folgt „The Great Wall“ den bekannten Mustern von Angriffen der Fremden/Invasoren/Monster/Indianer (soviel zu einer möglichen politischen Lesart des Films) und der Verteidigung der Festung bzw. hier, des Landes. In diesem Fall mit vielen einfallsreich und überraschend eingesetzten Waffen und todesmutigen Kriegern. Historisch faktengetreu ist diese amerikanisch-chinesische Produktion nicht. Sie spielt in einer Fantasy-Welt, in der es Monster gibt, die wie Filmmonster aussehen und wie eine wildgewordene Amseisenhorde angreifen.

Die Idee für den Film und der Hauptdarsteller kamen aus Hollywood, Regie, eigentlich alle anderen Schauspieler und die vielen, vielen bunt gekleideten Soldatendarsteller aus China. Die CGI-Macher arbeiteten, wie man aus dem sehr langen Abspann erfährt, rund um den Globus und sie hatten viel zu tun. Daran änderten auch die vielen Statisten nichts, die als Soldaten treppauf, treppab laufen und Pfeile, Speere, Öl und andere Dinge gegen die Tao Teis schleudern.

Die Regie übernahm Zhang Yimou, der vor fünfzehn Jahren „Hero“ inszenierte, und der für seinen ersten englischsprachigen Film anscheinend alles verlernte. „Hero“ ist ein hoch budgetiertes Prestigeprodukt, das damals Publikum und Kritik überzeugte. Zhang Yimous erster Martial-Arts-Film beeindruckt mit moralischen Ambivalenzen, tollen Kampfszenen und leinwandfüllenden Bildern, die man sich oft auch als Poster vorstellen kann.

In „The Great Wall“ gibt es dagegen nur die Eindeutigkeiten einer banalen Geschichte mit Dialogen zum Vergessen und Charakteren ohne jegliche Tiefe. Das gilt auch für Matt Damon, der hier in einer Mischung aus Langeweile und Desorientierung in die Kamera blickt, während auch auf seinen Schultern der Anspruch des Films ruht, gleichzeitig das westliche und das chinesische Publikum zu begeistern.

Auch optisch ist „The Great Wall“ eine große Enttäuschung. In „Hero“ bleiben, auch nachdem man die Geschichte vergessen hat, die Bilder und einzelne Sequenzen im Gedächtnis. Auch für „The Great Wall“ wurde ein gigantischer Aufwand betrieben. Offiziell kostete der Film 150 Millionen Dollar, was ihn zum bislang teuersten chinesischen Film macht. Armeen von Statisten wurden engagiert und 13140 Kostüme für sie geschneidert. Sie wurden durch CGI-Soldaten ergänzt. Es wurde unter anderem in Huangdao, am Ufer des Gelben Meeres, und im Zhangye-Danxia-Geopark gedreht. Es wurde ein 152 Meter langes, zwölf Meter hohes Mauer-Set aufgebaut; als Teil eines der größten Green-Screen-Sets im Außenbereich, die es bislang für einen Spielfilm gab.

Aber anstatt diesen Aufwand bildgewaltig auf der Leinwand zu präsentieren, geht in „The Great Wall“ alles in einem hektischem IMAX-3D-Schnittgewitter unter, das von einem gleichbleibend lautem, von „Game of Thrones“-Komponist Ramin Djawadi geschriebenem Soundtrack aus der bombastischen Hans-Zimmer-Schule begleitet wird, die aus allen IMAX-Boxen dröhnt.

„The Great Wall“ ist ein durch und durch durchschnittliches Werk bei dem alle Beteiligten gerade so Dienst-nach-Vorschrift leisten. Da beeindruckt nichts; – was angesichts der Beteiligten dann wiederum beeindruckend ist.

In einigen Jahren wird der Abenteuerfilm sicher regelmäßig an Sonntagnachmittagen im Fernsehen laufen und zwölfjährigen Jungs, die sich über die nicht vorhandene Liebesgeschichte freuen werden, gefallen.

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The Great Wall (The Great Wall, China/USA 2017)

Regie: Zhang Yimou

Drehbuch: Carlo Bernard, Doug Miro, Tony Gilroy (nach einer Geschichte von Max Brooks, Edward Zwick und Marshall Herskovitz)

mit Matt Damon, Pedro Pascal, Tian Jing, Willem Dafoe, Andy Lau, Numan Acar, Johnny Cicco

Länge: 103 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

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Neu im Kino/Filmkritik: Daddys Frage beim Anblick des Zukünftigen seiner Tochter: „Why him?“

Januar 13, 2017

„Why him?“ gehört eigentlich, wie das Will-Smith-Vehikel „Verborgene Schönheit“, das am 19. Januar anläuft, zu den Weihnachtsfilmen, die im November/Dezember starten und ihre Geschichte, mehr oder weniger geschickt, an Weihnachten spielen lassen, ohne dass es einen signifikanten Einfluss auf die Qualität des Films hat.

Ned Fleming (Bryan Cranston) ist ein liebevoller Vater von zwei Kindern, Ehemann und Besitzer einer vor der Pleite stehende Druckerei. Er verbringt seine Weihnachten immer mit der Familie im heimatlichen Grand Rapids, Michigan.

Dieses Jahr überrascht ihn seine in Stanford studierende Tochter Stephanie (Zoey Deutch) mit ihrem neuen Freund, den sie während der Feier zu seinem 55. Geburtsgag via Skype sehr unvorteilhaft kennen lernen. Entsprechend groß sind die Vorbehalte von Ned gegenüber dem Hallodri, der wahrscheinlich gerade versucht vom Klein- zum etwas größeren Gangster aufzusteigen.

Trotzdem erklärt der biedere Familienvater sich bereit, mit seiner Frau und ihrem 15-jährigem Sohn ins immer sommerliche Kalifornien zu fliegen und die Weihnachtstage mit dem Schwiegersohn in spe (okay, das erfährt Ned erst etwas später) in Palo Alto zu verbringen.

Seine erste Überraschung ist, dass Laird Mayhew (James Franco) ein stinkreicher Silicon-Valley-Technik-Mogul ist. Und wir fragen uns, warum Ned etwas gegen einen Mann hat, der aus dem Nichts ein Vermögen aufbaute.

Es könnte natürlich an Lairds mangelnder Impulskontrolle, seiner Offenherzigkeit, seiner Ehrlichkeit und seiner erfrischenden Unbedarftheit im Umgang mit gesellschaftlichen Konventionen liegen.

Spätestens ab der ersten Begegnung zwischen Ned und Laird folgt „Why him?“ den vorhersehbaren Pfaden einer US-Vulgärkomödie, bei der die Schauspieler vielleicht ihren Spaß hatten (James Franco hatte ihn garantiert), aber der Film eine Qual für die Zuschauer ist. Anstatt sich auf ein Gagfeuerwerk zu konzentrieren, wird jeder der wenigen, meist von der ersten bis zur letzten Sekunde vorhersehbaren Witze bis zum Gehtnichtmehr gestreckt. Zum Beispiel dieser immerhin jugendfreie und nicht peinliche „Pink Panther“/“Der rosarote Panther“-Witz:

Der einminütige Clip zeigt nur die erste Hälfte des Witzes. Als ob man die Anspielung nicht schon beim ersten Mal verstanden hätte. Sowieso wäre dieser Witz, der später im Film noch einmal variiert wird (man könnte ihn ja vergessen haben), in einer besseren Komödie ein lässig eingeworfener Nebenbei-Gag gewesen. In einer Komödie wie „Das Leben des Brian“ (die ich vor einigen Tagen wieder gesehen habe) wäre der Gag wohl noch nicht einmal in die erste Drehbuchfassung gekommen.

Der die Geschichte bestimmende Konflikt zwischen Ned und Laird ist sowieso künstlich aufgebläht. Das liegt einerseits an der abgöttischen Bewunderung der US-Amerikaner für Reichtum. Außerdem hat der grundgütige Laird sich seinen Reichtum selbst erarbeitet. Eigentlich müsste Ned sich über einen solchen Schwiegersohn freuen. Auch wenn sein Benehmen etwas gewöhnungsbedürftig ist.

Schließlich ist Ned bekennender „Kiss“-Fan und, vor allem, der liebende Daddy, der alles für seine Kinder tut.

Kurz: der Konflikt zwischen Schwiegervater und potentiellem Schwiegersohn ist von der ersten Sekunde an nur behauptet.

Potentielle Konflikte, die die Handlung vorantreiben könnten – wenn Ned vielleicht versuchen würde, Laird mit allen Mitteln zu entblößen (was natürlich schon im Ansatz zum Scheitern verurteilt ist, weil Laird keine Hintergedanken, keine Impulskontrolle und kein Schamgefühl hat) oder er versuchen würde, Laird zu einem Investment in seiner vor dem Konkurs stehenden Firma zu überzeugen (was ebenfalls zum Scheitern verurteilt ist, weil Laird in die Firma investieren will, aber Ned das ablehnt) – werden ignoriert zugunsten von langen Sitzungen auf modernen Toiletten.

„Why him?“ ist mit gut zwei Stunden Laufzeit eine mindestens dreißig Minuten zu lang geratene, überflüssige US-Komödie, die nicht witzig ist und, angesichts der geringen Witzdichte des Films, auch nicht als humoristisch gefärbtes Drama funktioniert. Da fragt man sich nur „Why?“.

Die Antwort ist wahrscheinlich „Geld“.

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Why him? (Why him?, USA 2016)

Regie: John Hamburg

Drehbuch: John Hamburg, Ian Helfer

mit Bryan Cranston, James Franco, Zoey Deutch, Megan Mullally, Griffin Gluck, Cedric the Entertainer, Keegan-Michael Key, Adam Devine, Andrew Rannells, Casey Wilson

Länge: 112 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

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Rotten Tomatoes über „Why him?“

Wikipedia über „Why him?“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 13. Januar: Im Westen nichts Neues

Januar 13, 2017

ARD Alpha, 21.00
Im Westen nichts Neues (USA 1930, Regie: Lewis Milestone)
Drehbuch: Del Andrews, Maxwell Anderson, George Abbott, Lewis Milestone
LV: Erich Maria Remarque: Im Westen nichts Neues, 1928
Deutschland, 1915: Paul Bäumer und seine Mitschüler melden sich, angestiftet von einer Kampfrede ihres Lehrers, begeistert zum Fronteinsatz. Schon während der Ausbildung werden ihnen die Träume über das heldenhafte Soldatenleben ausgetrieben. Dann kommen sie an die Westfront – als Kanonenfutter.
Klassiker des Antikriegsfilm, der den Oscar als bester Film des Jahres erhielt und der mich, als ich ihn als Teenager sah, wirklich beeindruckte. Denn er war (und ist) wirkungsvoller und brutaler als viele neuere Filme.
Ebenfalls beeindruckend ist die Zensurgeschichte. Denn schon kurz nach der Uraufführung wurde der Film beschnitten. In Deutschland wurde nur eine gekürzte Version gezeigt, die dennoch sofort das Hassobjekt der Nazis wurde. Die SA störte Aufführungen des antideutschen Films und schon wenige Tage nach seiner deutschen Premiere war er verboten. In „Skandalfilme“ zeichnet Stefan Volk diese Geschichte genau nach.
Mit Lew Ayres, Louis Wolheim, John Wray, ‚Slim‘ Summerville, Russell Gleason
Hinweise
Rotten Tomatoes über „Im Westen nichts Neues“
Turner Classic Movies über „Im Westen nichts Neues“
Wikipedia über „Im Westen nichts Neues“ (deutsch, englisch)


TV-Tipp für den 12. Januar: Nachtschicht: Reise in den Tod

Januar 12, 2017

ZDFneo, 20.15
Nachtschicht: Reise in den Tod (Deutschland 2012, Regie: Lars Becker)
Drehbuch: Lars Becker
Während einer Polizeikontrolle verliert ein Schleuser einen Teil seiner aus Afrika kommenden Fracht, eine aus Afrika kommende Hausangestellte beschwert sich bei der Polizei über ihre Arbeitgeber und das bewährte „Nachtschicht“-Team erlebt wieder eine unruhige Nacht, in der alles mit allem zusammen hängt.
Das Lexikon des internationalen Films meint: „Dicht inszenierter und gut gespielter (Fernseh-)Kriminalfilm.“ Besser hätte ich es auch nicht sagen können.
Ach ja: gewohnt gut besetzt.
mit Armin Rohde, Barbara Auer, Minh-Khai Phan-Thi, Götz George, Jeanette Hain, Peter Kremer, Hadnet Tesfai, Dominique Siassia, Clemens Schick, Filip Peeters, Christian Redl, Jan-Gregor Kremp

Wiederholung: Freitag, 13. Januar, 03.45 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

ZDF über „Nachtschicht: Wir sind alle keine Engel“

Wikipedia über „Nachtschicht“

Lexikon der deutschen Krimi-Autoren über Lars Becker

Lars Becker in der Kriminalakte