In den siebziger Jahren gründen Erik und Anna in Kopenhagen in einer riesigen Villa eine Kommune. Alles ist ziemlich perfekt, bis Erik eine Affäre mit einer seiner Studentinnen beginnt.
Sehenswerte TV-Premiere. Thomas Vinterbergs von eigenen Erinnerungen inspirierter Blick auf die siebziger Jahre, als neue Lebensmodelle ausprobiert wurden, die sich an eingeübten Konventionen rieben.
Am Donnerstag läuft Vinterbergs neuer Film „Kursk“ bei uns an. Das mit vielen deutschen Schauspielern besetzte U-Boot-Drama, das den Untergang des russischen Atom-U-Bootes Kursk im August 2000 aus verschiedenen Perspektiven nacherzählt, ist einen Blick wert. Warum erfahrt ihr zum Filmstart in meiner Besprechung.
mit Trine Dyrholm, Ulrich Thomsen, Helene Reingaard Neumann, Martha Sofie Wallstrom Hansen, Lars Ranthe, Fares Fares, Magnus Millang, Julie Agnete Vang, Anne Gry Henningsen
Die Sieger – Director’s Cut (Deutschland 1994/2019)
Regie: Dominik Graf
Drehbuch: Günter Schütter (nach einer Idee und Vorlage von Peter Hollweg und Klaus Maas)
Bei einem Einsatz, der schief geht, glaubt SEK-Mann Karl Simon einen toten Kollegen gesehen zu haben. Er beginnt ihn zu suchen.
Toller harter Polizeithriller, der sich vor der internationalen Konkurrenz nicht verstecken muss. Damals floppte der actionhaltige Film an der Kinokasse.
Auf der diesjährigen Berlinale wurde eine digital restaurierte, um einige verschollen geglaubte Szenen (die nur in schlechterer Bildqualität auf der Rohschnitt-VHS vorhanden waren) ergänzte Fassung gezeigt. Insgesamt ist diese Fassung ungefähr fünfzehn Minuten länger.
Dominik Graf zu dieser Fassung (in epd film): „Im Prinzip ist das Vorliegende nun als die Endfassung zu sehen, ja. Mehr gab es beim Drehen 1993 nicht. Günter Schütter hatte ursprünglich ein längeres Drehbuch geschrieben, ein Jahr vor den Dreharbeiten, das bis auf den jetzigen Schluss – der war anders – noch epischer, inhaltlich gewaltiger war und mit mehr verblüffenden Details aufwartete. »Szenen aus dem SEK-Leben« zu erzählen lag aber nicht in der Absicht des Produzenten Günter Rohrbach, und nachdem sich auch Bernd Eichingers Verleihinteresse verflüchtigt hatte, weil es sich hier – Zitat – ja mehr um »Verlierer als Sieger« handele, wurden die Drehbuchfassungen, auch wegen finanziellen Defiziten, allmählich immer weiter eingedampft. Das finale Skript war dann zweifellos ein Kompromiss. Aber alte Filme verändern sich auch im Lauf der Jahre, sie bleiben immer wie in einem flüsternden Dialog mit der laufenden Jetzt-Zeit, sie verlieren oder gewinnen mal an Attraktivität, weil sie dem filmischen Zeitgeschehen einen Spiegel vorhalten. In diesem Fall auch dem politischen Geschehen. Einen Korruptions- und Entführungs-Fall wie den hier beschriebenen, der mit Hilfe von kriminellen Elitepolizisten in Zusammenarbeit mit gierigen Politikern abläuft – das wollte sich 1993 in der Jubel-BRD niemand vorstellen. Obwohl wirtschaftlicher Betrug und politische Champagnerparties auf Kosten der gewendeten Menschen im Osten ja ungeheure Ausmaße annahmen. Das könnte heute anders sein, wir trauen, glaube ich, den Volks-Vertretern heute fast alle Betrügereien zu ihrem eigenen Vorteil zu.“
mit Herbert Knaup, Hansa Czypionka, Heinz Hoenig, Katja Flint, Hannes Jaenicke, Heinrich Schafmeister, Michael Breitsprecher, Meret Becker, Natalia Wörner
Teorema – Geometrie der Liebe (Teorema, Italien 1968)
Regie: Pier Paolo Pasolini
Drehbuch: Pier Paolo Pasolini (nach seinem Roman)
Ein junger Schönling verdreht den Frauen und Männer einer Mailänder Industriellenfamilie den Kopf. Als er wieder aus ihrem Leben verschwindet, hat das Folgen.
Pasolinis Abrechnung mit der Moral der Bourgeoisie war damals ein Skandalfilm, der in Italien zeitweise verboten war.
„ein enigmatisches, hermetisches Werk von kristalliner Struktur und Klarheit.“ (Wolfram Schütte, in Peter W. Jansen/Wolfram Schütte: Pier Paolo Pasolini, 1977/1985)
mit Terence Stamp, Massimo Girotti, Silvana Mangano, Anne Wiazemsky, Laura Betti, Andrès José Soublette Cruz
Aus dem Englischen von Ango Laina und Angelika Müller. Pulp Master, 233 Seiten, 14,80 Euro.
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Bei dem Simenon handelt es sich um die erste Übersetzung des Maigret-Romans. Sonst hätte er nach den Krimibestenliste-Regeln nicht gewählt werden können.
Anis „All die unbewohnbaren Zimmer“ ist einer seiner längsten Romane. Er ist ein Zusammentreffen von seinen Ermittlern Tabor Süden, Jakob Franck, Polonius Fischer und Fariza Nasri (die ebenfalls zu Fischer ‚zwölf Apostel‘-Kommissariat gehört). Mal lesen, wie das endet.
Aktuell lese ich John Steeles fantastischen Nordirland-Kriminalroman „Ravenhill“ (polar). Adrian McKintys ebenfalls in Nordirland spielender Thriller „Cold Water“ (Suhrkamp) liegt auf meinem Zu-lesen-Stapel.
Da liegen auch, frisch eingetroffen, George Pelecanos‘ „Prisoners“ (Ars Vivendi), Estelle Surbranches „Nimm mich mit ins Paradies“ (polar), Harlan Cobens „Suche mich nicht“ (Goldmann) und Lee Childs Jack-Reacher-Roman „Keine Kompromisse“ (Blanvalet).
Das dürften genug Ausreden für die Biergarten-Absage sein.
Drehbuch: Stephen Chin, Todd Phillips, Jason Smilovic
LV: Guy Lawson: Arms and the Dudes (Artikel Rolling Stone, 2011)
Die Schulfreunde Efraim (Jonah Hill) und David (Miles Teller) verdienen ihr Geld mit kleinen, öffentlich ausgeschriebenen Beschaffungsaufträge des Militärs. Als sie für ihren bislang größten Auftrag die Konkurrenz unwissentlich um fünfzig Millionen Dollar unterbieten, ändert sich ihr Leben.
Immer wieder gelungen satirisch zugespitztes Drama über Freundschaft und den amerikanischen Traum.
Todd Phillips drehte vorher die „Hangover“-Filme. Aktuell ist er mit dem DC-Einzelfilm „Joker“ beschäftigt. Der Trailer sieht vielversprechend aus.
Vor fünfzig Jahren war die Landung der Apollo 11 auf dem Mond das Ereignis, das die Welt zusammenbrachte. Weltweit wurde es auf TV-Bildschirmen verfolgt. In einer aus heutiger Sicht abenteuerlich schlechten Bildqualität. Dabei wurden schon damals brillante Bilder gemacht. Einige dieser Bilder wurden anschließend in für die damals verfügbaren Medien in bearbeiteter Form veröffentlicht. Zu einem großen Teil verschwanden sie ungesehen in den Archiven der NASA und der National Archives and Records Administration (NARA). Der aufregendste Fund sind dabei 70-mm-Aufnahmen, die Todd Douglas Miller („Dinosaur 13“) für seinen Dokumentarfilm „Apollo 11“ sichten konnte.
In dem Film konzentriert er sich auf die Mission von den Startvorbereitungen über den Hinflug, die Mondlandung am 20. Juli 1969 (selbstverständlich mit den berühmten Schritten von Neil Armstrong), dem Rückflug und der Landung im Pazifik. Es gibt auch Aufnahmen von den vielen Schaulustigen, die damals den Start der Apollo 11 in Cape Canaveral in Florida beobachten wollten. Es soll sich um eine Million Schaulustige gehandelt haben.
Bei den Bildern erstaunt die Qualität. Das gilt nicht nur für die 70-mm-Aufnahmen, sondern auch für die 16 und 35-mm-Aufnahmen, die alle für den Film bearbeitet wurden. Weil alte TV-Aufnahmen und auf YouTube hochgeladene Mitschnitte von TV-Sendungen eine oft gotterbärmliche Qualität haben, muss das ja gesagt werden. Der Detailreichtum und die Farben sind überwältigend. Schon die ersten Minuten, wenn die Rakete langsam von den riesigen Raupenfahrzeugen, die von einigen Männern begleitet werden, zur Abschussrampe gefahren wird und die Sonne aufgeht, glaubt man, direkt dabei zu sein. Später fällt auf, wie viele weiße Männer in den verschiedenen Kontrollräumen herumsitzen und Bildschirme beobachten, ohne erkennbar irgendetwas zu tun.
Neben den Bildern wertete Todd Douglas Miller über elftausend Stunden Audiomitschnitte aus, die er für den Film zu einer durchgehenden, präzise zu den Bildern passenden Tonspur bearbeitete. Außer den damals gesprochenen Worten gibt es in „Apollo 11“ keine weiteren Dialoge.
Diese Konzentration auf die wenigen Tage zwischen dem Start am 16. Juli 1969 und der Rückkehr zur Erde am 24. Juli 1969 (und der anschließenden Quarantäne) und die damals aufgenommenen Bilder und Töne führt dazu, dass man wenig über die jahrelangen Vorbereitungen und nichts über die politischen Hintergründe erfährt. Dafür erlebt man die damaligen Ereignisse, als ob man dabei wäre.
So ist „Apollo 11“ die Chronik der ersten Landung auf dem Mond. Optisch überwältigend, stringent erzählt und, auch wenn man das Ende kennt, spannend bis zur letzten Minute.
Angekündigt ist der Film als einmaliges Kinoereignis, das nur am Sonntag, den 7. Juli, im Kino läuft. Ich bin allerdings überzeugt, dass er danach weiter gezeigt wird. In jedem Fall sollte der Dokumentarfilm auf der größtmöglichen Leinwand angesehen werden.
Tina und ihr Freund Chris machen sich auf dem Weg zu einem Trip zu den Sehenswürdigkeiten von Yorkshire – und Chris bringt alle um, die ihnen die Urlaubsfreude verderben könnten.
Der kleine Grenzverkehr sorgt immer wieder für Erheiterung. Beim Zuschauer. Für den Betroffenen von entwürdigenden Kontrollen, bohrenden Fragen und der penetranten Neugier von Zöllnern, die berufsbedingt Dinge tun dürfen, die man sich noch nicht einmal von seiner Frau gefallen lässt, sieht das anders aus. Entsprechend unwohl fühlt sich der junge Palästinenser Salam als am Grenzübergang vom Westjordanland nach Israel seine Habseligkeiten durchsucht. Dabei entdecken die israelischen Grenzsoldaten ein noch nicht verfilmtes Drehbuch der in Ramallah produzierten Soap Opera „Tel Aviv on Fire“. Salam behauptet gegenüber Assi, dem Leiter der Kontrollstation, einer der Autoren der in Israel und Palästina unglaublich beliebten Soap Opera zu sein.
In der 1967, wenige Tage vor dem legendären Sechstagekrieg, spielenden Soap geht es um die glamouröse palästinensische Spionin Rachel, die den israelischen General Yehuda Edelman verführen soll. Dafür eröffnet sie gegenüber dem Hauptquartier des Militärs ein französisches Edelrestaurant. Edelman gehört schnell zu den Stammgästen und er erwidert die Avancen Rachels, die sich als aus Frankreich kommende jüdische Immigrantin ausgibt. Alle Zuschauer fragen sich, ob sie ihre Mission erfolgreich beenden kann oder ob sie sich in den General verliebt und ob sie ihren Geliebten, den palästinensischen Widerstandskämpfer Marwan, verlässt.
In Wirklichkeit ist Salam der Neffe des Produzenten. Der Slacker ist seit einigen Stunden als Produktionsassistent eingestellt. Weil er während der Dreharbeiten spontan die von dem Autor aufgeschriebenen Sätze korrigierte, soll er jetzt die Dialoge zwischen Rachel und Edelman so umformulieren, wie sie von Israelis gesagt würden.
Der israelische Kommandeur Assi kritisiert allerdings ganz andere Dinge als die hölzernen Dialoge an der Liebesgeschichte. Ihm gefällt die Darstellung des israelischen Generals nicht. Nach seiner Ansicht verhält sich der Held nicht heldenhaft genug. Deshalb schlägt er Salam einige Änderungen vor, die Salam notgedrungen akzeptiert. Denn sonst könnte er die Grenze nicht jeden Tag zweimal passieren.
Während Assi in den folgenden Tagen immer stärker auf das Drehbuch Einfluss nimmt, versucht Salam die Änderungen im Studio zu verkaufen. Außerdem begegnet er wieder seiner Jugendliebe, die er immer noch liebt. Sie will allerdings nichts von ihm wissen.
Sameh Zoabis Komödie „Tel Aviv on Fire“ bietet einen Einblick in das komplizierte Verhältnis zwischen Israel und Palästina. Dabei wird eine auf beiden Seiten der Grenze gesehene Soap zum Katalysator und Mittel der Völkerverständigung. Auch wenn die Produzenten der Soap das ursprünglich anders planten. Schließlich sind sie palästinensische Patrioten. Zoabi jongliert in seiner Komödie gelungen und kurzweilig zwischen den Ereignissen am Set, den Dreharbeiten, den Hahnenkämpfen während des Drehs und Salams unbeholfenen Versuchen als Drehbuchautor, der Beziehung zwischen Salam und Assi, Salams Werben um seine Ex und den ausführlich gezeigten Ereignissen in der Soap Opera, die auch ein überspitzter Kommentar zum Verhältnis zwischen Palästina und Israel ist. Das ist witzig, intellektuell vergnüglich und am Ende, angesichts der realen Situation im Nahen Osten, vielleicht etwas zu harmlos-harmonieselig. Wobei gemeinsames Lachen mit- und übereinander ein nicht zu unterschätzender Beitrag zur Völkerverständigung ist.
Tel Aviv on Fire(Tel Aviv on Fire, Luxemburg/Frankreich/Israel/Belgien 2018)
Regie: Sameh Zoabi
Drehbuch: Dan Kleinman, Sameh Zoabi
mit Kais Nashif, Lubna Azabal, Yaniv Biton, Nadim Sawalha, Maisa Abd Elhadi, Salim Daw, Yousef Sweid
„Geheimnis eines Lebens“ ist lose inspiriert von dem Fall Melita Norwood. Sie wurde 1999 als Spionin enttarnt. Zu dem Zeitpunkt war die Spion-Oma bereits 87 Jahre alt. Sie studierte kurz und ohne Abschluss Latein und Logik am University College of Southampton. Sie war Mitglied der britischen Kommunistischen Partei. Für verschiedene sowjetische Geheimdienste war sie von 1937 bis 1972, ihrer Pensionierung bei der British Non-Ferrous Metals Research Association, als Spionin tätig. Sie verriet Geheimnisse über die britische Atomforschung. Der KGB hielt sie für wertvoller als den bekannten Cambridge-Five-Spionagering. Aufgrund ihres Alters wurde die 1912 geborene Spionin nicht verurteilt.
Dieser Fall inspirierte Jennie Rooney zu ihrem 2013 erschienenen Roman „Geheimnis eines Lebens“ (Red Joan), der mit den wahren Ereignissen so gut wie nichts zu tun hat. Das ist eigentlich kein Problem. Schließlich handelt es sich um einen Roman und kein Sachbuch. Ein Romanautor kann, ausgehend von einer x-beliebigen Zeitungsmeldung, seiner Fantasie freien Lauf lassen. Man sollte in diesem Fall von dem Roman und dem Film, trotz der Hinweise auf den wahren Fall, keine Aufklärung über die wahren Ereignisse erwarten. Man hätte bei der Werbung vielleicht auch auf die prominenten, etikettenschwindlerischen Hinweise auf den wahren Fall verzichten können.
In dem Roman und der dem Roman weitgehend folgenden Verfilmung von Trevor Nunn wird Joan Stanley 2000 (im Roman 2005) verhaftet. Der Geheimdienst MI5 beschuldigt die Frau, vor langer Zeit Staatsgeheimnisse verraten zu haben. Joan Stanley, die einen großen Teil ihres Lebens in Australien lebte und nach dem Tod ihres Ehemannes nach England zurückkehrte, soll eine Spionin sein.
Während sie verhört wird, erinnert sie sich an ihre Vergangenheit, als sie 1938 in Cambridge Physik studiert, den Vamp Sonya kennenlernt und sich in Leo Galisch, Sonyas Cousin, verliebt. Er ist ein überzeugter Kommunist. Sie besuchen Parteiveranstaltungen. Joan schließt ihr Studium erfolgreich ab und erhält während des II. Weltkriegs eine Stelle in einem geheimen Forschungsprojekt. Sie verliebt sich in Max Davis, den unglücklich verheirateten Leiter des Atombombenprojekts. Er erwidert ihre Liebe.
Jetzt arbeitet Joan an einem Ort, von dem aus sie die Sowjetunion mit wichtigen Informationen versorgen könnte. Leo bittet sie auch darum.
Ob und, wenn ja, welche Informationen sie an die Sowjetunion weitergibt und warum sie das tut (oder auch nicht), wird erst am Ende von „Geheimnis eines Lebens“ verraten. Damit konzentrieren sich der Roman und die Verfilmung offensichtlich auf die Frage, ob Joan Landesverrat begangen hat. Und was sie tut, um ihre Unschuld zu beweisen oder einer Enttarnung zu entgehen; – sofern sie überhaupt daran ein Interesse hat und nicht einfach den Vorwurf, eine Spionin zu sein, als Gelegenheit benutzt, um reinen Tisch zu machen.
Für diesen Thrillerplot interessieren die Macher sich nicht. Denn Joans Erinnerungen werden in Rückblenden strikt chronologisch erzählt, es handelt sich dabei immer um die Wahrheit und es ist unklar, ob sie den MI5-Beamten und ihrem Sohn, der später bei den Verhören dabei ist, das oder etwas anderes erzählt.
Daneben gelingt es ihnen auch, alle weiteren Tiefen und interessanten Aspekte der Geschichte von Joan Stanley zugunsten einer im Akademikermilieu spielenden Liebesgeschichte zu umgehen. Vor allem das erste Drittel des Romans, wenn die Liebesbeziehung zwischen Joan und Leo an der Universität im Mittelpunkt steht, liest sich wie ein Loreroman, in dem das schüchterne Landei sich in den feschen, charismatischen Russen verliebt. Danach, wenn sie die Stelle in dem streng geheimen Forschungsprojekt erhält, wird es nicht besser.
Aus einem drögen Roman wurde eine biedere Literaturverfilmung, die den Roman mit all seinen Schwächen illustriert ohne eigene Akzente zu setzen.
Geheimnis eines Lebens (Red Joan, USA 2018)
Regie: Trevor Nunn
Drehbuch: Lindsay Shapero
LV: Jennie Rooney: Red Joan, 2013 (Geheimnis eines Lebens)
mit Judi Dench, Sophie Cookson, Stephen Campbell Moore, Tom Hughes, Tereza Srbova, Ben Miles, Freddie Gaminara
Violet ist die Geliebte des Mafiakillers Caesar. Corky ist frisch aus dem Knast entlassen, arbeitet als Handwerkerin und hat immer noch exzellent funktionierende kriminelle Reflexe. Dennoch (oder gerade deswegen) funkt es gewaltig zwischen Corky und Violet. Sie beschließen Caesar, der auf zwei Millionen Dollar aufpassen soll, zu bestehlen.
Das Debüt der Wachowski-Brüder ist ein toller Noir voller Spannung, Erotik und Witz. Mit einigen überraschenden Wendungen.
Danach drehten die Wachowskis „Matrix“ und der Rest ist Geschichte. Wenn auch keine ungebrochene Erfolgsgeschichte. Immerhin war „Cloud Atlas“ interessant.
mit Jennifer Tilly, Gina Gershon, Joe Pantoliano, John P. Ryan, Christopher Meloni, Richard C. Sarafian
Als wir die Puppe Annabelle zum ersten Mal in einem Film sahen, saß sie auf einem Holzstuhl in einer Glasvitrine im Keller des anonymen Vorstadthaus des Dämonologenehepaares Ed und Lorraine Warren. James Wans gelungener Geisterhorrorfilm „The Conjuring“ (USA 2013) war der Auftakt zu einer Reihe von kommerziell erfolgreichen Horrorfilmen, die alle in der Welt der beiden Dämonologen spielen, die es wirklich gab. Einige Filme basieren auf wahren Fällen des Ehepaares (soweit man hier überhaupt von ‚wahren Fällen‘ sprechen kann). Andere sind frei erfunden. Wie jetzt der dritte eigenständige Annabelle-Film „Annabelle comes home“, der zeitlich zwischen dem Anfang und Ende von „The Conjuring“ spielt.
In den frühen siebziger Jahren müssen Ed (Patrick Wilson) und Lorraine Warren (Vera Farmiga) für eine Nacht weg. Mary Ellen (Madison Iseman) soll als Babysitter auf ihre zehnjährige Tochter Judy (Mckenna Grace) aufpassen. Judy ist, wie ihre Mutter, seherisch begabt und, immerhin lebt sie in einem Haus, in dem Geister und Dämonen ständige Hausgäste sind, ist sie für ihr Alter schon sehr erfahren im Umgang mit diesen Wesen. Sie hat auch fast immer ein Holzkreuz in Reichweite.
Schon am Nachmittag kommt Mary Ellens Freundin Daniela (Katie Sarife) vorbei. Sie trauert noch immer um ihren bei einem Autounfall verstorbenen Vater und sie fühlt sich für seinen Tod verantwortlich. Neugierig ist sie auch. Dabei belässt sie es nicht beim Blättern in den Akten der Warrens, sondern sie schließt auch die Tür zu dem Kellerraum auf, in dem die Warrens von Dämonen besessene Gegenstände lagern. Dazu gehört auch Annabelle, die in einem Glasvitrine eingeschlossen ist, auf der steht, dass man die Tür unter keinen Umständen öffnen solle. Für Daniela ist das selbstverständlich die Anweisung die Tür zu öffnen. Und weil sie vorher alle möglichen Gegenstände in dem Keller berührt hat, hat Annabelle viele Helfer, die ihr in der Nacht in dem Vorstadthaus helfen, die drei Mädchen und Bob (Michael Cimino), den später hinzukommenden, Gitarre spielenden Verehrer von Mary Ellen, zu terrorisieren.
Für Horrorfilmfans ist das ein Best-of aller möglichen Geister. Sogar ein Werwolf ist dabei. Spätestens in dem Moment werden Erinnerungen an die beiden auf den Kinderbüchern von R. L. Stine basierenden „Gänsehaut“-Filme wach. In den beiden Filmen müssen Jugendliche gegen eine Armada höchst unterschiedlicher Geister und Monster kämpfen. Die Filme sind, wobei der erste Film besser als der zweite ist, Horrorkomödien, die sich an ein jüngeres Publikum richten. Sie sollen eine Gänsehaut verursachen. „Annabelle comes home“ ist dagegen ein erstaunlich langsam erzählter Horrorfilm, der mehr an Atmosphäre und Suspense als an Jumpscares interessiert ist. Es ist allerdings auch ein Film, in dem die titelgebende Annabelle kaum auftritt und auch die anderen Geister eher kurze Auftritte haben, die mehr die Funktion eines Zitats erfüllen. Meist stehen sie irgendwo im Bildhintergrund herum und verschwinden dann wieder geräuschlos. Einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt in Gary Daubermans Regiedebüt kein Geist.
Dauberman schrieb bereits die Bücher für die vorherigen „Annabelle“-Filme, „The Nun“ (ebenfalls aus dem Conjuring-Universum) und die Blockbuster-Stephen-King-Verfilmung „It“. Der zweite Teil, angekündigt für 5. September, ist ebenfalls von ihm geschrieben.
„Annabelle comes home“ ist ein gemütlicher Gang durch bekannte Geisterhorrortopoi, bei dem sich aufgrund der vielen Geister, die letztendlich austauschbar bleiben, und dem schwachen Finale, keine wirkliche Begeisterung aufkommen will. Mehr als eine leichte Gänsehaut will bei Annabelles neuestem Auftritt nicht aufkommen.
Annabelle comes home (Annabelle comes home, USA 2019)
Regie: Gary Dauberman
Drehbuch: Gary Dauberman (nach einer Geschichte von James Wan und Gary Dauberman)
mit Vera Farmiga, Patrick Wilson, Mckenna Grace, Madison Iseman, Katie Sarife, Michael Cimino, Samara Lee, Steve Coulter
Länge: 106 Minuten
FSK: ab 16 Jahre
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Auch bekannt als „Annabelle 3“ (mehr oder weniger der Arbeitstitel und mehr oder weniger der inoffizielle Titel)
„Spider-Man: Far From Home“ ist der erste Marvel-Film nach dem unglaublich erfolgreichen „Avengers: Endgame“, der lange als Abschluss der Phase Drei des Marvel Cinematic Universe angekündigt war. Inzwischen weiß man, dass aus Sicht der Macher „Spider-Man: Far From Home“ der richtige und endgültige Abschluss der Phase Drei des MCU ist. Diese Idee, mit dem MCU mehrere Filme miteinander zu verbinden, war auch eine grandiose Idee, um das Publikum über mehrere Filme ins Kino zu locken. Schließlich traten Hauptfiguren in einem Film in anderen Filmen kurz auf und es gab immer Kleinigkeiten, die in einem der nächsten Filme wichtig wurden. In „Endgame“ wurden dann die verschiedenen, wie Brotkrumen über die Filme gestreuten Informationen so zusammengefügt, dass das Bild eines großen Plans entstand. „Spider-Man: Far From Home“, der nach „Endgame“ spielt, ist jetzt ein Epilog, der vor allem ein Einzelfilm ist.
‚Spider-Man‘ Peter Parker (Tom Holland) sieht sich immer noch als der freundliche Superheld aus und für die Nachbarschaft. Er will nicht die Welt, sondern das Dorf retten. Außerdem ist er immer noch der sechzehnjährige Schüler (Wird der denn nie älter?), der immer noch in die schnippische MJ (Zendaya) verliebt ist und keine Ahnung hat, wie er ihr seine Liebe gestehen soll. Aber während der Klassenfahrt könnte sich eine Gelegenheit ergeben. Zusammen mit seinem Freund Ned Leeds (Jacob Batalon) entwirft er schon kitschig-romantischste Pläne für dieses große Ereignis.
Die Klassenfahrt ist eine Europa-Rundreise, die in Venedig beginnt. Dort gerät er in einen Kampf zwischen einem Wassermonster und Quentin Beck, aka Mysterio (Jake Gyllenhaal) (Nein! Nicht schnell auf Wikipedia nachsehen, wer Mysterio in den Marvel-Comics ist.). Mysterio ist auf den ersten Blick eine Mischung aus Iron Man und Dr. Strange, die beide, wie Nick Fury ihm sagt, aus verschiedenen Gründen im Moment verhindert sind. Also muss Peter Parker gegen die Bösewichter kämpfen.
Und weil wir in der Pressevorführung gebeten wurden, nichts über den Inhalt des Films zu verraten, bin ich jetzt am Ende des Teils meiner Besprechung angelangt, die irgendetwas über den Inhalt verrät, das man nicht schon aus den Trailern kennt.
Sagen kann ich, dass Tom Holland wieder als freundlicher, meist von den Herausforderungen etwas überforderter Spider-Man überzeugt. Auch die anderen Schauspieler überzeugen. Viele sind aus dem vorherigen, ebenfalls von Jon Watts inszeniertem MCU-Spider-Man-Film „Homecoming“ und den anderen MCU-Filmen bekannt. Die Effekte sind, wenn ganze Innenstädte und Wahrzeichen zerstört werden, gewohnt gut und bombastisch. Der touristische Europatrip erfreut mit vielen, meist gut abgehangenen Klischees über die alte Welt und verliert dabei mehr als einmal den Kampf von Spider-Man gegen den Bösewicht aus dem Blick. Der Bösewicht ist gewohnt schwach. Sein Motiv ist kaum nachvollziehbar. Sein genialer und teuflisch böser Plan ebenso. Damit gibt es auch keinen zentralen Konflikt, auf den sich die gesamte Filmgeschichte konzentrieren könnte. Aber das kennt man aus den vorherigen Marvel-Filmen, die diesen Mangel mit Humor überspielen.
„Far From Home“ gefällt vor allem als unterhaltsamer Einzelfilm, der bis auf ein, zwei Momente auch ohne das Wissen aus den anderen MCU-Filmen gesehen werden kann. Entsprechend schlecht funktioniert „Far From Home“ als Abschluss der dritten MCU-Phase. Am Anfang werden zwar die in „Endgame“ verstorbenen Avengers erwähnt und Peter Parkers erinnert sich an sein Idol Tony Stark, aber auf die Geschichte von „Far from home“ hat das keinen nennenswerten Einfluss. Um was es in der nächsten MCU-Phase gehen könnte, ist auch nach „Far From Home“ immer noch unklar. Daran ändert auch Peter Parkers bereits aus dem Trailer bekannte sofortige Akzeptanz des Multiversums nichts. Aber vielleicht hat er den vor Weihnachten gestarteten Spider-Man-Animationsfilm „Spider-Man: A new Universe“ (Spider-Man: Into the Spider-Verse, USA 2018) gesehen und wusste daher, dass es viele verschiedene Welten mit verschiedenen Spider-Man-Inkarnationen, Superhelden und Bösewichtern gibt.
Spider-Man: Far From Home (Spider-Man: Far From Home, USA 2019)
Regie: Jon Watts
Drehbuch: Chris McKenna, Erik Sommers (nach dem Charakter von Steve Ditko und Stan Lee)
mit Tom Holland, Jon Favreau, Jake Gyllenhaal, Samuel L. Jackson, Cobie Smulders, Jacob Batalon, Zendaya, Angourie Rice, Zach Barack, Numan Acar, Marisa Tomei, J. K. Simmons
Der Teufel in Blau (Devil in a blue dress, USA 1995)
Regie: Carl Franklin
Drehbuch: Carl Franklin
LV: Walter Mosley: Devil in a blue dress, 1990 (Teufel in Blau)
Los Angeles, 1948: Amateurdetektiv Easy Rawlins soll Daphne finden. Aber Daphne hat es faustdick hinter den Ohren.
Franklins gelungene Verfilmung von Mosley Debütroman. „Teufel in Blau“ ist ein Film Noir, der seine Vorbilder aus der Schwarzen Serie immer deutlich zitiert und damit immer zum gut gemachten, aber auch langweiligem Ausstattungskino tendiert.
Während Mosley in den USA regelmäßig neue Romane (auch mit Easy Rawlins) veröffentlich, sind die deutschen Verlage wieder ausgestiegen.
Mit Denzel Washington, Tom Sizemore, Jennifer Beals, Don Cheadle
LV: Mitch Cullin: A slight trick of the mind, 2005 (Neuausgabe als „Mr. Holmes“)
TV-Premiere: Sherlock Holmes, inzwischen ein alter Tattergreis, löst seinen letzten Fall.
Überzeugendes, auf mehreren Ebenen spielendes Schauspielerkino, das daran krankt, dass der Protagonist Sherlock Holmes sein soll und dass der Fall ziemlich durchschaubar ist. So durchschaubar, dass der echte Sherlock Holmes ihn innerhalb einer Mikrosekunde gelöst hätte.
Die beste aller Welten (Österreich/Deutschland 2017)
Regie: Adrian Goiginger
Drehbuch: Adrian Goiginger
Starkes autobiographisches Drama über einen Jungen und seine drogensüchtige Mutter, die ihn in einer Sozialsiedlung am Stadtrand von Salzburg groß zieht. Sie sind arm. Aber sind sie auch glücklich?
Der Untertitel „Der Streit um die Flüchtlingspolitik und der Mythos vom Rechtsbruch“ beschreibt ziemlich genau den Inhalt von Stephan Detjen und Maximilian Steinbeis‘ lesenswertem Sachbuch „Die Zauberlehrlinge“. Detjen, Chefkorrespondent des Deutschlandfunk, und Steinbeis, Gründer und Chefredakteur des „verfassungsblog.de“, zeichnen detailliert die Geschichte vom behaupteten Rechtsbruch und der „Herrschaft des Unrechts“ nach. Danach habe Angela Merkels Beschluss die Grenzen für Flüchtlinge zu öffnen zu einer „Herrschaft des Unrechts“ geführt. Diese zuerst von Horst Seehofer als Appetitanreger für das jährliche CSU-Aschermittwochsdrama ins Gespräch gebrachte Behauptung entwickelte schnell ein Eigenleben. Besonders die AfD, ihr Umfeld und konservative Staatsrechtler rezipierten sie eifrig, während die Bundesregierung eisern schwieg. Dabei – und das zeichnet „Die Zauberlehrlinge“ detailliert nach – hätten hier einige klärende Worte die falsche Behauptung schnell widerlegen können.
Denn, so Detjen und Seinbeis: „Die Flüchtlinge waren nicht aufgrund irgendeiner besonderen Anordnung nicht nach Österreich zurückgeschickt worden, sondern weil dies in den Augen der Verantwortlichen das europarechtlich korrekte Vorgehen war. Nicht das deutsche Asylgesetz mit seinem § 8 war die Norm, die in dieser Konstellation zur Anwendung kam, sondern die Dublin-III-Verordnung, die im Konfliktfall als vorrangiges Europarecht das nationale Recht verdrängt.“
Letztendlich beruht, wie die beiden Autoren ausführlich und nachvollziehbar begründen, das Gerede vom Rechtsbruch auf einer konsequenten Missachtung von europäischem und internationalem Recht. Außerdem wird in diesen Kreisen das deutsche Volk als eine Blutsgemeinschaft gesehen. In fast allen anderen Ländern besteht dagegen das Staatsvolk aus den auf dem Staatsgebiet geborenen Menschen.
Interessant sind in „Die Zauberlehrlinge“ vor allem die Teile, in denen sie die Ereignisse im Sommer 2015 und den folgenden Monaten chronologisch nachzeichnen und sie einen Einblick in die Gemeinschaft der deutschen Rechtsgelehrten geben. Vor allem die Staatsrechtler, vor allem wenn sie schon etwas älter sind, sind eine konservative bis sehr konservative Gemeinschaft, die eine Lesart des Verfassungsrechts hat, das sich deutlich von anderen Ländern unterscheidet. Oder anders formuliert: sie nehmen am internationalen Diskurs nicht teil.
Detjen und Steinbeis zeichnen den damaligen Diskurs nach, der dazu führte, dass nationalpopulistische Meinungen hoffähig wurden.
Auch wenn Detjen und Steinbeis einen Teil der Schuld bei den Medien sehen, die entsprechend der Aufmerksamkeitsökonomie berichteten und die schon lange keine auch nur halbwegs tiefschürenden juristischen Analysen und Diskurse initiieren und moderieren, liegt die größte Schuld bei der Regierung. Die CDU erklärte und verteidigte ihre Politik nicht, sondern schwieg und erging sich anschließend in nebulösen Erklärungen. Die CSU spielte, mal wieder, Opposition in der Regierung. So verfestigte sie den Eindruck, dass es einen Rechtsbruch und eine „Herrschaft des Unrechts“ gegeben habe.
Die hat es allerdings nie gegeben.
Detjen und Steinbeis erklären das sehr schlüssig in ihrem Sachbuch, das auch einen gelungenen Einblick in die Kaste der Staatsrechtler liefert.
Stephan Detjen/Maximilian Steinbeis: Die Zauberlehrlinge – Der Streit um die Flüchtlingspolitik und der Mythos vom Rechtsbruch
Time of the Gypsies (Dom za vešanje, Jugoslawien 1989)
Regie: Emir Kusturica
Drehbuch: Emir Kusturica, Gordan Mihic
Waisenjunge Perhan wächst in einem jugoslawischen Roma-Dorf auf. Als er Azra heiraten will, lehnt ihre Mutter die Heirat mit dem unehelichen Perhan ab. Also bricht er mit dem Bandenchef Ahmed nach Mailand auf, um dort zu Geld zu kommen.
„Unvergessliche Bilder, gezeichnet von stürmischer Dynamik und zarter Intimität, voll traumhafter Magie und unverblümtem Realismus, prägen diese barocke Zigeunerballade. Kusturica entwickelt einen persönlichen Stil, der allenfalls Vergleiche mit den literarischen Meistern des lateinamerikanischen magischen Realismus zulässt.“ (Fischer Film Almanach 1992)
Für das hochgelobte, seit Ewigkeiten nicht mehr gezeigte Drama erhielt Emir Kusturica in Cannes den Preis für die beste Regie. Danach drehte er „Arizona Dream“, „Underground“ und „Schwarze Katze, weißer Kater“.
Mit Davor Dujmović, Bora Todorović, Ljubica Adzović, Husnija Hasimović, Sinolička Trpkova, Zabit Memedov, Elvira Sali