TV-Tipp für den 22. März: Star Wars: Die letzten Jedi

März 22, 2020

Pro7, 20.50

Star Wars: Die letzten Jedi (Star Wars: The last Jedi, USA 2017)

Regie: Rian Johnson

Drehbuch: Rian Johnson

Buch zum Film: Jason Fry: Star Wars: The last Jedi, 2018 (Star Wars: Die letzten Jedi)

TV-Premiere des zweiten Teils der dritten „Star Wars“-Trilogie: Bösewicht Kylo Ren will immer noch die Macht haben, Rey will den Eremiten Luke Skywalker überreden, wieder für die Rebellen zu kämpfen und die Rebellen wollen verhindern dass die Bösewichter gewinnen. Im Moment kämpfen sie allerdings vor allem um ihr eigenes Überleben.

Ein ziemliches Weltraumchaos: bunt, laut und mit vielen bekannten Figuren auf der Suche nach seiner Geschichte.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung (in meiner Besprechung des Filmromans gehe ich ausführlicher auf die Geschichte ein)

Davor, um 20.15 Uhr, zeigt Pro7 die erste Folge der „Star Wars“-Serie „The Mandalorian“. Die weiteren Folgen gibt es dann gegen Geld auf der neuen Streaming-Plattform Disney+“.

mit Mark Hamill, Carrie Fisher, Adam Driver, Daisy Ridley, John Boyega, Oscar Isaac, Lupita Nyong’o, Andy Serkis, Domhnall Gleeson, Anthony Daniels, Gwendoline Christie, Kelly Marie Tran, Laura Dern, Benicio Del Toro , Anthony Daniels, Jimmy Vee, Frank Oz

Wiederholung: Montag, 23. März, 00.35 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Der galaktische „Krieg der Sterne“-YouTube-Kanal

Moviepilot über „Star Wars: Die letzten Jedi“

Metacritic über „Star Wars: Die letzten Jedi“

Rotten Tomatoes über „Star Wars: Die letzten Jedi“

Wikipedia über „Star Wars: Die letzten Jedi“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von J. J. Abrams‘ „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ (Star Wars: The Force awakens, USA 2015)

Meine Besprechung von Rian Johnsons „Star Wars: Die letzten Jedi“ (Star Wars: The last Jedi, USA 2017)

Meine Besprechung von Gareth Edwards‘ „Rogue One: A Star Wars Story“ (Rogue One: A Star Wars Story, USA 2016)

Meine Besprechung von J. J. Abrams‘ „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ (Star Wars: The Rise of Skywalker, USA 2019)

Meine Besprechung von Greg Ruckas „Star Wars: Imperium in Trümmern (Journey to Star Wars: Das Erwachen der Macht) (Star Wars: Shatterd Empire # 1 – 4, Disney/Lucasfilm 2015)

Meine Besprechung von Greg Ruckas „Star Wars: Vor dem Erwachen“ (Star Wars: Before the Awakening, 2015)

Meine Besprechung von Alan Dean Fosters „Star Wars: Das Erwachen der Macht – Der Roman zum Film“ (Star Wars: The Force awakens, 2015)

Meine Besprechung von Michael Kogges „Star Wars: Das Erwachen der Macht – Jugendroman zum Film“ (Star Wars: The Force awakens, 2016)

Meine Besprechung von James Lucenos „Star Wars – Der Auslöser: Ein Rogue One Roman“ (Star Wars: Catalyst: A Rogue One Novel, 2016)

Meine Besprechung von Alexander Freeds „Rogue One – Eine Star Wars Story“ (Rogue One. A Star Wars Story, 2016) (Filmroman)

Meine Besprechung von Jason Frys „Stars Wars: Die letzten Jedi“ (Star Wars: The last Jedi, 2018)

Meine Besprechung von Ron Howards „Solo: A Star Wars Story“ (Solo: A Star Wars Story, USA 2018)

Meine Besprechung von J. J. Abrams’ “Super 8” (Super 8, USA 2011)

Meine Besprechung von J. J. Abrams‘ „Star Trek into Darkness“ (Star Trek into Darkness, USA 2013)

Meine Besprechung von Rian Johnsons „Looper“ (Looper, USA 2012 – mit weiteren Bildern, Links und einem 35-minütigem Interview mit Rian Johnson und Joseph Gordon-Levitt) und der DVD

Meine Besprechung von Rian Johnsons „Star Wars: Die letzten Jedi“ (Star Wars: The last Jedi, USA 2017) und des Filmromans

Meine Besprechung von Rian Johnsons „Knives out – Mord ist Familiensache“ (Knives out, USA 2019)

 


TV-Tipp für den 21. März: Kiss the Cook – So schmeckt das Leben!

März 20, 2020

ZDFneo, 20.15

Kiss the Cook – So schmeckt das Leben! (Chef, USA 2014)

Regie: Jon Favreau

Drehbuch: Jon Favreau

Nachdem Starkoch Carl (Jon Favreau) gefeuert wird, macht er sich mit seinem elfjährigem Sohn und seinem Sous-Chef in einem Imbisswagen auf den Weg von Miami quer durch die Südstaaten zurück nach Los Angeles.

Kiss the Cook“ ist ein sympathisches Feelgood-Movie, in dem etliche Stars kurze, oft prägnante Auftritte haben und man mit den drei Männern im Imbisswagen „El Jefe“ gerne seine Zeit verbringt. Nur hungrig sollte man nicht sein.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Jon Favreau, Emjay Anthony, Sofia Vergara, John Leguizamo, Scarlett Johansson, Oliver Platt, Bobby Cannavale, Amy Sedaris, Dustin Hoffman, Robert Downey jr.

Hinweise

Moviepilot über „Kiss the Cook“

Metacritic über „Kiss the Cook“

Rotten Tomatoes über „Kiss the Cook“

Wikipedia über „Kiss the Cook“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Jon Favreaus „Cowboys & Aliens“ (Cowboys & Aliens, USA 2011)

Meine Besprechung von Jon Favreaus “Kiss the Cook – So schmeckt das Leben” (Chef, USA 2014)

Meine Besprechung von Jon Favreaus „The Jungle Book (The Jungle Book USA 2016)

Meine Besprechung von Jon Favreaus „Der König der Löwen“ (The Lion King, USA 2019)


Daheim ohne Homeoffice

März 20, 2020

Seien wir ehrlich: Menschen, die jetzt im Homeoffice arbeiten müssen, sind privilegiert gegenüber Menschen, die jetzt via Kurzarbeit oder Zwangsurlaub zu Hause sitzen. Denn die Homeoffice-Arbeiter haben feste Aufgaben, teilweise sogar Präsenzzeiten, und damit eine ihnen vorgegebene Struktur, die sie mit einigen ungewohnten Freiheiten ausfüllen können.

Schlimm dran sind die Menschen, die jetzt im Zwangsurlaub sind und keine Ahnung haben, wann dieser Urlaub wie endet. Sie können, und das ist für den Anfang keine schlechte Idee, diese Tage wie einen normalen Urlaub oder ein verlängertes Wochenende auf Balkonien genießen.

Dann, also ungefähr ab dem Ende der ersten Woche, müssen die nächsten Tage geplant werden.

Keine gute Idee sind endloses Ausschlafen mit anschließendem schläfrigem Abhängen auf der Couch.

Keine gute Idee ist das besinnungslose leergucken der Mediathek.

Keine gute Idee ist endloses TV-Gucken.

Keine gute Idee sind endlose Computerspiele von Sonnenaufgang bis zum nächsten Sonnenaufgang.

Keine gute Idee ist das sekündliche Aktualisieren des Live-Tickers, verbunden mit Panikattacken über den Untergang der Welt. Hier empfiehlt sich eine Mischung aus glückseliger Ignoranz (während der meisten Stunden des Tages) und kluger Informiertheit. Also ungefähr einmal am Tag die „Tagesschau“ ansehen oder einmal am Tag durch einen Live-Ticker scrollen. Ihr könnt euch auch ein, zwei Tage von der Welt abkoppeln und die privaten Mails danach beantworten.

Eine ganz schlechte Idee ist übermäßiger Alkohol- oder Drogenkonsum. Egal aus welchem Grund. Besser man nimmt die Zeit, um seinen Drogenkonsum zu reduzieren. Also nicht Bier und Wein, sondern Saft und Wasser kaufen.

Nachdem ich euch jetzt gesagt habe, was ihr alles nicht tun sollt, fragt ihr euch sicherlich, was ihr denn tun sollt.

Als passionierte Leseratte empfehle ich, bei aller Liebe zum Film, natürlich die Lektüre vieler Bücher.

Es ist auch keine schlechte Idee, die gewonnene Zeit in etwas Fortbildung zu investieren. Entsprechende Bücher können on- und, noch, offline in der netten Buchhandlung um die Ecke gekauft werden. Videomaterial gibt es oft kostenlos.

Oder ihr sucht euch eine andere Beschäftigung. Das kann alles von Modelleisenbahn über ein Tausend-Teile-Puzzle bis zur die Mithilfe bei der Hausarbeit sein. Wobei hier eure Partnerin (statistisch gesehen machen die Frauen immer noch die Hausarbeit, während die Männer es einmal im Monat schaffen, den Müll rauszubringen. Und dann in die falsche Tonne werfen.) das letzte Wort hat.

Wichtig ist dabei, dass ihr dem Tag eine sich regelmäßig wiederholende Struktur gebt. Also dass ihr aufsteht und zu bestimmten Zeiten bestimmte Mahlzeiten einnehmt.

Der Einfachheit halber könnt und solltet ihr dabei bei der von der Arbeit her bekannten Struktur bleiben.

Also, beispielsweise, Aufstehen zur gewohnten Zeit (Schichtarbeiter haben hier die Wahl zwischen Früh- und Spätschicht; aber auch sie sollten dann die nächsten Tage und Wochen in dieser Schicht bleiben), Frühstücken, Weiterbildung für den Beruf, Mittagessen (selber kochen ist keine schlechte Idee), neues oder altes Hobby pflegen, Abendessen (wie die anderen Mahlzeiten nicht vor dem Computer oder Fernseher) und dann ein, zwei Informationssendungen und ein, zwei Folgen einer TV-Serie oder einen Spielfilm gucken.

Diese Struktur gibt Halt und Orientierung. Sie verleiht dem Tag, wie eine klassische Sinfonie, einen Ablauf und eine Dramaturgie. Sie beugt einer Verlotterung vor und erhält die Arbeitsfähigkeit, die ihr später noch braucht.

Falls ihr Kinder habt: nehmt euch die Zeit, mit ihnen Dinge zu tun. So oft wird der Papa und/oder die Mama nie wieder da sein. Da sind wir dann wieder beim Urlaub. Auch wenn es der Urlaub ist, in dem der Papa von seiner Tochter die Matheaufgaben erklärt bekommt.

Am Abend kann dann, selbstverständlich nur telefonisch zugeschaltet, die Oma ihren Kindern und Enkelkindern vom Krieg, dem Wiederaufbau und der Berlin-Blockade erzählen. Wenn sie es möchte. Denn das waren keine schönen Zeiten.


TV-Tipp für den 20. März: Inside Man

März 19, 2020

RTL II, 20.15

Inside Man (Inside Man, USA 2006)

Regie: Spike Lee

Drehbuch: Russell Gewirtz

Dalton Russell überfällt eine Wall-Street-Bank. Schnell wird sie von der Polizei umzingelt und Detective Keith Frazier beginnt mit den Verhandlungen. Spätestens als Madaline White als Unterhändlerin des Bankgründers auftaucht und sich in die Verhandlungen einmischt, weiß er, dass er es nicht mit einem normalen Banküberfall zu tun hat.

„‘Inside Man’ ist ein typischer Spike-Lee-Film, insofern er in jeder Sekunde ein bisschen mehr ist al ein reiner Genrefilm. Er macht böse Witze ebenso über den kulturellen Reichtum New Yorks wie über Post-9/11-Paranoia und War-on-Terror-Vorurteile. Er analysiert die Mechanik der Macht, verbindet sie mit gesellschaftlicher Hierarchie und bricht sie an der Politik der Hautfarben.“ (Alexandra Seitz: Inside Man, in Gunnar Landsgesell/Andreas Ungerböck, Hrsg.: Spike Lee, 2006)

Ein feiner Thriller

mit Denzel Washington, Clive Owen, Jodie Foster, Willem Dafoe, Chiwetel Ejiofor, Christopher Plummer

Hinweise

Wikipedia über „Inside Man“ (deutsch, englisch)

Rotten Tomatoes über “Inside Man”

Drehbuch “Inside Man” von Russel Gewirtz (Fassung vom 17. Januar 2005)

Meine Besprechung von Spike Lees „Buffalo Solders ’44 – Das Wunder von St. Anna“ (Miracle at St. Anna, USA/Italien 2008)

Meine Besprechung von Spike Lees “Oldboy” (Oldboy, USA 2013)

Meine Besprechung von Spike Lees „BlacKkKlansman“ (BlacKkKlansman, USA 2018)


Neu im Kino…nix

März 19, 2020

Anfang der Woche explodierte mein Briefkasten mit Absagen von Pressevorführungen und Verschiebungen von Kinostarts. Bei einigen wenigen Filmen wurde ein neues Startdatum genannt. Die meisten Filme sind allerdings ohne ein Startdatum verschoben wurde. Und ich würde im Moment hinter jedes Startdatum mindestens zwei Fragezeichen setzen.

D. h. Ich werde die nächsten Tage in aller Ruhe Besprechungen schreiben, die dann zum Filmstart online gehen. Dazu gehören unter anderem folgende Filme, die ich alle für mal mehr, mal weniger sehenswert halte:

Siberia (der neue Film von Abel Ferrara, lief auf der Berlinale und ist wirklich nur für ein sehr ausgewähltes Publikum)

Waves (verdammt sehenswerter Trip für den Trent Reznor und Atticus Ross die Soundkulisse schufen; es ist der neue Film von „It comes at Night“-Regisseur Trey Edward Shults, der so ziemlich das hundertprozentige Gegenteil von seinem vorherigen Film ist)

Der Fall Richard Jewell (auf einem wahren Fall basierendes, tolles Schauspielerkino von Clint Eastwood)

A quiet Place 2 (die Fortsetzung, über die ich wegen des Schweigelübdes nichts sagen darf)

Mulan (das nächste Schweigegelübde; ansonsten verrät schon der Trailer, dass es sich um eine farbenprächtige Disney-Realverfilmung handelt)

Jean Seberg: Against all Enemies (mit Kristen Stewart, vor allem in der ersten Hälfte gelungenes Biopic, das dann zu wenig Pop-Godard und zu viel Konvention ist)

Undine (der neue Film von Christian Petzold, lief auf der Berlinale)

Marie Curie – Elemente des Lebens (sehenswertes Biopic über die titelgebende Wissenschaftlerin, inszeniert von „Persepolis“-Regisseurin Marjane Satrapi)

Die Unbeugsamen (pointierte Doku über Frauen, die Abgeordnete des Bundestages waren, mit vielen Zeitzeuginnen)

Der letzte Mieter (Häuserkampf in Berlin, vollkommen unabhängig finanziert)

Vergiftete Wahrheit (ein Anwalt gegen DuPont; auf wahren Ereignisses basierendes Thrillerdrama mit „Hulk“ Mark Ruffalo als hartnäckig klagender Anwalt [Wussten die nicht, mit wem sie sich anlegen?])

Berlin Alexanderplatz (Alfred Döblins Roman, verlegt in die Gegenwart und frei interpretiert; was keine so gute Idee ist)

Der wunderbare Mr. Rogers (A beautiful day in the neighborhood) (wunderschön-herziges Biopic von „Can you ever forgive me?“-Regisseurin Marielle Heller über Fred Rogers, den man sich als eine deutsche Version von Peter Lustig vorstellen kann. Tom Hanks spielt die Hauptrolle.)


TV-Tipp für den 19. März: James Bond 007 – Goldfinger

März 18, 2020

Vox, 22.35

JAMES BOND: Goldfinger (Goldfinger, Großbritannien 1964)

Regie: Guy Hamilton

Drehbuch: Richard Maibaum, Paul Dehn

LV: Ian Fleming: Goldfinger, 1959

Goldfinger (Gert Fröbe) will Fort Knox ausräumen. James Bond (Sean Connery) hat etwas dagegen.

Mit „Goldfinger“ hatte sich James Bond endgültig im Kino etabliert und der Presserummel bei „Feuerball“ und „Man lebt nur zweimal“ war gigantisch. Ebenso die Zahl der mehr oder weniger missglückten Kopien in Buch und Film. Da scheint der heutige Rummel um „Harry Potter“/“Herr der Ringe“/“Krieg der Sterne“/“Matrix“/“X-Men“/“Marvel“ ein Klacks zu sein.

Mit Sean Connery, Gert Fröbe, Honor Blackman, Shirley Eaton, Harold Sakata, Bernard Lee, Lois Maxwell

Die Vorlage

Ian Fleming: Goldfinger

(neu übersetzt von Anika Klüver und Stephanie Pannen)

Cross Cult, 2013

400 Seiten

12,80 Euro

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Goldfinger“

Wikipedia über „Goldfinger“ (deutsch, englisch)

Homepage von Ian Fleming

Meine Besprechung von Ian Flemings ersten drei James-Bond-Romanen “Casino Royale”, “Leben und sterben lassen” und “Moonraker”

Meine Besprechung von John Gardners “James Bond – Kernschmelze” (James Bond – Licence Renewed, 1981; alter deutscher Titel “Countdown für die Ewigkeit”)

Meine Besprechung von John Gardners „James Bond – Der Mann von Barbarossa“ (James Bond – The Man from Barbarossa, 1991)

Meine Besprechung von Sebastian Faulks’ James-Bond-Roman „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers James-Bond-Roman “Carte Blanche” (Carte Blanche, 2011)

Meine Besprechung von William Boyds James-Bond-Roman “Solo” (Solo, 2013)

Meine Besprechung von Anthony Horowitz’ “James Bond: Trigger Mortis – Der Finger Gottes” (James Bond: Trigger Mortis, 2015)

Meine Besprechung von Anthony Horowitz‘ „James Bond – Ewig und ein Tag“ (James Bond – Forever and a day, 2018)

Meine Besprechung der TV-Miniserie „Fleming – Der Mann, der Bond wurde“ (Fleming, Großbritannien 2014)

Meine Besprechung von Sam Mendes’ James-Bond-Films „Skyfall“ (Skyfall, GB/USA 2012)

Meine Besprechung von Sam Mendes’ James-Bond-Film “Spectre” (Spectre, USA/GB 2015)

James Bond in der Kriminalakte

Ian Fleming in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 18. März: Madame empfiehlt sich

März 17, 2020

Arte, 20.15

Madame empfiehlt sich (Elle s’en va, Frankreich 2013)

Regie: Emmanuelle Bercot

Drehbuch: Emmanuelle Bercot, Jérôme Tonnerre

Bettie (Catherine Deneuve), Besitzerin eines kurz vor der Schließung stehenden Restaurants, will an diesem Sonntag nur Zigaretten holen. Aber in der bretonischen Provinz sind alle Geschäfte geschlossen. Also fährt sie immer weiter. Auf der Suche nach…

Road-Movie, das auch und vor allem eine Liebeserklärung an Catherine Deneuve ist. Auch wenn das Lexikon des Internationalen Films mäkelt: „unentschlossene Mischung aus Komödie, Roadmovie und Selbstfindungsdrama.

mit Catherine Deneuve, Nemo Schiffman, Camille, Gérard Garouste, Claude Gensac, Paul Hamy, Mylène Demongeot, Hafsia Herzi

Wiederholung: Dienstag, 24. März, 13.45 Uhr

Hinweise

AlloCiné über „Madame empfiehlt sich“

Rotten Tomatoes über „Madame empfiehlt sich“

Wikipedia über „Madame empfiehlt sich“ (deutsch, englisch, französisch)


Cover der Woche

März 17, 2020


TV-Tipp für den 17. März: Alien – Die Wiedergeburt

März 16, 2020

Nitro, 22.20

Alien – Die Wiedergeburt (Alien Resurrection, USA 1997)

Regie: Jean-Pierre Jeunet

Drehbuch: Joss Whedon

Vierter „Alien“-Film mit Sigourney Weaver und der letzte sehenswerte „Alien“-Film. Dieses Mal muss die zweihundert Jahre nach ihrem Tod aus ihrer DNA geklonte Ellen Ripley auf einem Forschungsraumschiff gegen die bösen Aliens kämpfen. Denn die Forscher klonten auch diese.

Der Franzose Jean-Pierre Jeunet durfte, wie die vorherigen „Alien“-Regisseure, dem Film seinen Stempel aufdrücken und so gibt es eine ziemlich abgedrehte Verbindung von Hollywood-Horror-SF-Thriller und groteskem französischem Humor der schwarzen Sorte.

Eine überzeugende Fortsetzung der erfolgreichen ‚Alien‘-Saga.“ (Fischer Film Almanach 1998)

Science-Fiction-Bühnenzauber der besseren Spielart, das gleichermaßen vom europäischen Autorenkino und von amerikanischer Perfektion profitiert.“ (Lexikon des internationalen Films)

Jeunet drehte davor „Delicatessen“ (Delicatessen, 1991) und „Die Stadt der verlorenen Kinder“ (La Cité des enfants perdus, 1995), danach „Die fabelhafte Welt der Amélie“ (Le Fabuleux destin d’Amélie Poulain, 2001), „Mathilde – Eine große Liebe“ (Un long dimanche de fiançailles, 2004) und „Die Karte meiner Träume“ (L’Extravagant voyage du jeune et prodigieux T.S. Spivet, 2013).

mit Sigourney Weaver, Winona Ryder, Dominique Pinon, Ron Perlman, Michael Wincott, Brad Dourif, Gary Dourdan, Dan Hedaya, Raymond Cruz

Wiederholung: Donnerstag, 19. März, 00.05 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Alien – Die Wiedergeburt“

Wikipedia über „Alien – Die Wiedergeburt“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Ridley Scotts “Prometheus” (Prometheus, USA 2012) (ein Alien-Film)

Meine Besprechung von Ridley Scotts „Alien: Covenant“ (Alien: Covenant, USA 2017)

Meine Besprechung von Alan Dean Fosters „Alien: Covenant“ (Alien: Covenant, 2017)

Meine Besprechung von Jean-Pierre Jeunets „Die Karte meiner Träume“ (The young and prodigious T. S. Spivet, Frankreich/Kanada 2013)


Frank Göhre kehrt zurück mit „Verdammte Liebe Amsterdam“

März 16, 2020

Zehn Jahre sind seit seinem letzten Roman „Der Auserwählte“ vergangen. In der Zeit überarbeitete und schrieb Frank Göhre Essays über Krimiautoren, Hamburg und das Verbrechen in Buch und Film. Zusammen mit Alf Mayer schrieb er Bücher über die Krimiautoren Ed McBain und Elmore Leonard. Und er wurde älter. Inzwischen ist der 1943 geborene Wahlhamburger und Kiez-Chronist in einem Alter, in dem man, erstens, nicht mehr unbedingt einen neuen Roman erwartet und, zweitens, ihn mit der gebotenen Skepsis zwischen unendlicher Freude über ein neues literarisches Lebenszeichen eines bewunderten Autor, und der Angst, dass das Werk im besten Fall eine nette, aber letztendlich verzichtbare Wiederholung altbekannter Topoi, die noch einmal präsentiert und für die Nachwelt archivarisch sortiert werden, oder, im schlimmsten Fall, ein Totaldesaster ist. In den letzten Jahren quälte ich mich da durch einige Werke. Frank Göhres neuer Roman „Verdammte Liebe Amsterdam“ liegt irgendwo dazwischen. Ein Grund mag die Länge der Geschichte sein. Es könnte sogar sein kürzester Roman sein. Vieles ist nur skizziert oder bleibt im Dunkeln.

Die Geschichte beginnt mit einem nächtlichen Anruf. Der Hamburger Restaurantbesitzer Schorsch Köster erfährt, dass sein Bruder Michael in der Nähe von Köln auf einem Autobahnrastplatz erschlagen und ausgeraubt wurde. Für die Polizei handelt es sich um einen aus dem Ruder gelaufenen Raubüberfall. Schorsch, der zu seinem Bruder kaum noch Kontakt hat, beginnt den Nachlass seines Bruders zu sortieren und wird neugierig. Er will wissen, warum Michael, der neben seinem Beruf als IT-Berater anscheinend mit einem Job als Menschenretter viel mehr Geld verdiente, getötet wurde.

Dabei stößt er auf die mit einem Polizisten liierte Supermarkt-Kassiererin Martina Campmann. Ihre fünfzehnjährige Tochter Susanna ‚Suse‘ ist verschwunden. Die Spur führt nach Amsterdam. Schorsch, der mehr über das Leben seines Bruders herausfinden will, fährt nach Amsterdam und mietet sich, wie sein Bruder, im Prins Hendrik Hotel ein. Es ist das Hotel, in dem Jazz-Trompeter Chet Baker starb; – aber das hat nichts mit der Geschichte von „Verdammte Liebe Amsterdam“ zu tun.

Wie in seinen früheren Noir-Romanen verknüpft Frank Göhre auch in seinem neuesten Roman mehrere Zeitebenen und Handlungsstränge. Beim Lesen fügt sich aus den Andeutungen und Szenen im Kopf langsam ein Bild der Beziehungen der einzelnen Figuren zusammen. Einige überraschende Erklärungen runden dann das Bild ab, über das nicht zu viel verraten werden soll.

Letztendlich ist „Verdammte Liebe Amsterdam“ vor allem ein schönes Lebenszeichen, das gerade durch seine Unaufgeregtheit überzeugt. Der Kriminalroman ist nicht die auf den eigenen Nachruhm zielende laue Wiederholung altbekannter Themen und auch kein Totaldesaster, sondern einfach nur der neue Noir von Frank Göhre. Dieses Mal stehen zwei Geschichten im Mittelpunkt. Die eine Geschichte erkundet die, mit Unterbrechungen, über Jahrzehnte währende (Liebes)beziehung zwischen den beiden Köster-Brüdern und ihrer Sandkastenliebe Jutta Kotzke. Der andere erzählt von der Suche nach einer verschwundenen Fünfzehnjährigen. Beide Geschichte haben nichts mit St. Pauli zu tun.

Frank Göhre: Verdammte Liebe Amsterdam

CulturBooks, 2020

168 Seiten

15 Euro

Hinweise

Lexikon der deutschen Krimiautoren über Frank Göhre

Homepage von Frank Göhre

Meine Besprechung von Frank Göhres „Der letzte Freier“ (2006)

Meine Besprechung von Frank Göhres „Zappas letzter Hit“ (2006)

Meine Besprechung von Frank Göhres „St. Pauli Nacht“ (2007, überarbeitete Neuausgabe)

Meine Besprechung von Frank Göhres „MO – Der Lebensroman des Friedrich Glauser“ (2008)

Meine Besprechung von Frank Göhres „An einem heißen Sommertag“ (2008)

Meine Besprechung von Frank Göhres „Abwärts“ (2009, Neuausgabe)

Meine Besprechung von Frank Göhres „Seelenlandschaften – Annäherungen, Rückblicke“ (2009)

Meine Besprechung von Frank Göhres „Der Auserwählte“ (2010)

Meine Besprechung von Frank Göhres “Die Kiez-Trilogie” (2011)

Meine Besprechung von Frank Göhres „I and I – Stories und Reportagen“ (2012)

Meine Besprechung von Frank Göhres “Geile Meile” (2013)

Meine Besprechung von Frank Göhres „Gut leben – früh sterben: Stories von unterwegs“ (2014)

Meine Besprechung von Frank Göhres „Du fährst nach Hamburg, ich schwör’s dir – Ein Heimatfilm“ (2014)

Meine Besprechung von Frank Göhres „Die Härte, der Reichtum und die Weite – Ein Heimatfilm, Teil II“ (2014)

Meine Besprechung von Frank Göhre/Alf Mayers „King of Cool – Die Elmore-Leonard-Story“ (2019)

Frank Göhre in der Kriminalakte

 


Einige Gedanken zum Homeoffice

März 16, 2020

Anscheinend ist Homeoffice für viele eine neue Erfahrung und viele Ratgeber sind nur begrenzt hilfreich. Nicht weil die Tipps Unfug sind, sondern weil mehr oder weniger apodiktisch gesagt wird, dass es nur so geht. Und das ist Unfug.

Der wichtigste und einzig relevante Punkt ist: dass die Arbeit erledigt wird.

Wie ist dagegen ziemlich egal. Doch dazu gleich mehr.

Zuerst geht es um ein, zwei Rahmenbedingungen:

Wenn aus bestimmten Gründen zu oder über eine bestimmte Zeit die Anwesenheit vorgeschrieben ist, dann muss man dann anwesend sein.

Wenn es Videokonferenzen gibt, dann sollte man zu diesem Zeitpunkt präsentabel aussehen (ein Banker ist dabei sicher anders angezogen als ein Systemadministrator) und im Hintergrund sollte nichts Störendes sein. Kapitalismuskritische Plakate kommen bei einem Banker sicher nicht gut an. Gleiches gilt für die gesamte Star-Wars-Sammlung und die Sammlung von erlesener Trash-Literatur. Jedenfalls wenn man als belesener Feingeist mit Goethe-Komplex wahrgenommen werden will. Im Zweifel hilft eine weiße oder unauffällige Wand oder ein sauberes, einfarbiges Bettlaken.

Wenn die Arbeitszeit nicht vorgeschrieben ist, sondern nur zu einem bestimmten Zeitpunkt ein bestimmtes Arbeitsergebnis vorliegen muss, dann hat man Freiheiten und man sollte auch einiges ausprobieren.

Also:

Wann kann ich am besten arbeiten? Vormittags? Nachmittags? In der Nacht?

Wo kann ich am besten arbeiten? In einem Arbeitszimmer? Am Schreibtisch? Auf der Couch? Auf dem Boden sitzend? Oder kopfüber am Regal hängend (bei Autor*innen von Vampirromanen sehr beliebt)?

In welcher Kleidung kann ich am besten arbeiten? Das ist nicht unbedingt, die Kleidung, in der ihr ins Büros geht. Hier kann alles von absoluter Nacktheit (gut, das dürfte später im Büro auf Grenzen stoßen) über die normale Jogginghose/T-Shirt/Hauptsache-Bequem-Kluft bis zum Anzug gehen. Auch hier hilft ausprobieren und dann bei der Kleidung bleiben, in der ihr euch am Wohlsten fühlt. Das kann sich im Lauf der Zeit ändern.

Wie kann ich am Besten arbeiten? Absolute Ruhe? Oder doch mit Musik? Wenn ja: mit welcher Musik? (Wenn ihr für die Musikauswahl mehr als fünf Minuten braucht und mehr als dreimal den Song genervt abbrecht, dann versucht ihr die Arbeit hinauszuzögern.) Oder brauche ich ein monotones Plappern im Hintergrund? Dann kann man irgendeine Gesprächssendung oder das Radio leise im Hintergrund laufen lassen und so die atemberaubend-angsteinflößende, nur vom Vogelgezwitscher und singenden Nachbarn unterbrochene Stille übertönen.

Abgesehen von dieser Freiheit des Ausprobierens gibt es keine Unterschiede zur normalen Arbeit und alles das, was man da tut, tut man dann halt in den eigenen vier Wänden. Die sind nicht mehr und nicht weniger als ein neues Büro, in dem selbstverständlich alle Regeln des alten/vorherigen/normalen Büros gelten. Wer also gut mit To-Do-Listen arbeitet, soll es weiter tun. Wer gerne einen aufgeräumten Schreibtisch hat, kann weiterhin mit einem aufgeräumtem Schreibtisch arbeiten. Und, weil es in einem anderen Artikel erwähnt wurde, vertrauliche Unterlagen sind weiterhin vertrauliche Unterlagen. Das war schon immer so. Und, (muss das gesagt werden?), wenn ein Computer von mehreren Personen benutzt wird, braucht es verschiedene Benutzerkonten.

Wenn man mit mehreren Menschen in der Wohnung lebt, sollte vorher geregelt werden, wann man nicht gestört werden darf. Also wann die Arbeitszeit ist.

Sehr wichtig ist, wenn es keinen vom Chef festgelegten Arbeitsbeginn gibt, die Selbstdisziplin, die einen irgendwann in der Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang aus dem Bett treibt und die einen dazu bringt, für sich selbst Regeln aufzustellen und sie dann auch einzuhalten. Der erste Schritt ist dabei, zu einer bestimmten Uhrzeit aufzustehen und nicht den Abend und die Nacht bis zum Sonnenaufgang vor dem Fernseher zu verbringen. Das ist sicher der schwierigste Teil des Homeoffice und damit ist mein erster Ratschlag: zur gewohnten Zeit aufstehen, duschen, frühstücken (wenn man das tut), anziehen und sich auf den Weg zur Arbeit machen, als sei es ein ganz normaler Arbeitstag im Büro. Nur dass der Arbeitsweg viel kürzer ist und es keine nervigen Kollegen gibt, die einem mit dem Bürotratsch von der Arbeit abhalten.

Experimentieren kann man ab der zweiten oder dritten Woche.


TV-Tipp für den 16. März: Sturm über Washington

März 16, 2020

Arte, 20.15

Sturm über Washington (Advise and Consent, USA 1962)

Regie: Otto Preminger

Drehbuch: Wendell Mayes

LV: Allen Drury: Advise and Consent, 1959 (Macht und Recht)

Der Präsident der USA möchte Robert Leffingwell (Henry Fonda) zum Außenminister ernennen. Davor steht allerdings eine Befragung von Senator Seb Coley (Charles Laughton in seinem letzten Filmauftritt), der Leffingwells Berufung mit allen Mitteln verhindern möchte. Zur gleichen Zeit versuchen Unterstützer von Leffingwell alles, um ihm den Posten zu verschaffen.

Anscheinend ist heute die TV-Premiere von Otto Premingers facettemreichem Drama um eine Stellenbesetzung.

Ein packender Polit-Thriller, der über die Jahrzehnte nichts von seiner Brisanz und Aktualität verloren hat (…) Bemerkenswert an dieser Produktion, die zum Teil an Originalschauplätzen in Washington entstand, sind die darstellerischen Leistungen sämtlicher Akteure, wobei Preminger selbst die kleinsten Nebenrollen vorzüglich besetzte.“ (TV Spielfilm: Das große Filmlexikon)

Danach, um 22.30 Uhr, zeigt Arte mit „Der Präsident“ (Le Président, Frankreich/Italien 1961, Regie: Henri Verneuil, nach einem Roman von Georges Simenon, mit Jean Gabin) ein weiteres Polit-Drama.

mit Henry Fonda, Charles Laughton, Don Murray, Walter Pidgeon, Peter Lawford, Gene Tierney, Lew Ayres, Burgess Meredith

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Sturm über Washington“

Wikipedia über „Sturm über Washington“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Otto Premingers „Unternehmen Rosebud“ (Rosebud, USA 1975)

Otto Preminger in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 15. März: The Commuter

März 14, 2020

RTL, 20.15

The Commuter (The Commuter, USA/Großbritannien 2017)

Regie: Jaume Collet-Serra

Drehbuch: Byron Willinger, Philip de Blasi

Auf der Heimfahrt wird der gerade entlassene Versicherungsvertreter, Ex-Cop und Berufspendler Michael MacCauley von einer schönen, ihm unbekannten Frau angesprochen. Sie bietet ihm eine Menge Geld, wenn er im Zug eine Person aufspürt. Nachdem MacCauley eine Anzahlung eingesteckt hat, bemerkt er, dass er in eine Falle getappt ist. Denn wenn er jetzt nicht seinen Teil des Deals erfüllt, sterben Menschen.

TV-Premiere. Die vierte Zusammenarbeit von Jaume Collet-Serra und Liam Neeson (nach „Unknown Identity“, „Non-Stop“ und „Run all Night“) bietet gewohnt gut abgehangenes Thriller-Entertainment mit einer ordentlichen Portion Action, einer vertrauten Geschichte, die mit etlichen überraschenden Twists hochenergetisch präsentiert wird und einem beachtlichen, spielfreudigem Ensemble.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Liam Neeson, Vera Farmiga, Patrick Wilson, Sam Neill, Elizabeth McGovern, Jonathan Banks, Florence Pugh, Andy Nyman, Killian Scott, Shazad Latif, Roland Moller, Kobna Holdbrook-Smith, Colin McFarlane

Wiederholung: Montag, 16. März, 00.55 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „The Commuter“

Metacritic über „The Commuter“

Rotten Tomatoes über „The Commuter“

Wikipedia über „The Commuter“

Meine Besprechung von Jaume Collet-Serras „Non-Stop“ (Non-Stop, USA 2013; ebenfalls mit Liam Neeson)

Meine Besprechung von Jaume Collet-Serras „Run all Night“ (Run all Night, USA 2015; dito)

Meine Besprechung von Jaume Collet-Serras „The Shallows – Gefahr aus der Tiefe“ (The Shallows, USA 2016)

Meine Besprechung von Jaume Collet-Serras „The Commuter“ (The Commuter, USA/Großbritannien 2017)


TV-Tipp für den 14. März: Inglourious Basterds

März 13, 2020

ZDFneo, 22.00

Inglourious Basterds (Inglourious Basterds, USA/Deutschland 2009)

Regie: Quentin Tarantino [Regie „Nation’s Pride“: Eli Roth]

Drehbuch: Quentin Tarantino (deutsche Dialoge: Tom Tykwer; französische Dialoge: Nicholas Richard)

Frankreich, 1944: Aldo Raine und seine Spezialeinheit sind zum Nazi-Skalpieren nach Europa gekommen. Die Jüdin Shosanna will den SS-Mann Hans Landa (Oscar für Christoph Waltz), der ihre Familie umbrachte, töten. In Paris, in einem Kino, treffen sie sich.

Ein feiner Kriegsfilm, den man unbedingt in der Originalfassung, in der meisterlich zwischen den verschiedenen Sprachen gewechselt wird, ansehen sollte. Außerdem wird auch im Original die meiste Zeit deutsch gesprochen.

Wahrscheinlich wird die deutsche Synchronisation gezeigt.

mit Brad Pitt, Mélanie Laurent, Eli Roth, Christoph Waltz, Michael Fassbender, Diane Kruger, Daniel Brühl, Til Schweiger, Gedeon Burkhard, Jacky Ido, B. J. Novak, Omar Doom, August Diehl, Sylvester Groth, Martin Wuttke, Mike Myers, Julie Dreyfus, Mike Myers, Rod Taylor, Sönke Möhring, Ken Duken, Christian Berkel, Ludger Pistor, Jana Pallaske, Bo Svenson, Enzo G. Castellari (als er selbst), Samuel L. Jackson (Erzähler in der Originalversion)

Hinweise

Moviepilot über „Inglourious Basterds“

Metacritic über „Inglourious Basterds“

Rotten Tomatoes über „Inglourious Basterds“

Wikipedia über „Inglourious Basterds“ (deutsch, englisch)

Collider: Interviews zum Film mit Christoph Waltz, Eli Roth, Samm Levine, B. J. Novak, Diane Kruger und Melanie Laurent

YouTube: Cannes-Pressekonferenz “Inglourious Basterds” (Teil 1, Teil 2)

The Quentin Tarantino Archives (Fanseite)

Everthing Tarantino (dito)

Q-Tarantino.de (noch eine Fanseite)

Meine Besprechung von Georg Seeßlens „Quentin Tarantino gegen die Nazis – Alles über ‘Inglourious Basterds’“ (Kleine Schriften zum Film: 1, 2009)

Meine Besprechung von Quentin Tarantinos „Django Unchained“ (Django Unchained, USA 2012)

Kriminalakte über Quentin Tarantino und „Django Unchained“ (Bilder,Pressekonferenz und Comic)

Meine Bespechung von Quentin Tarantinos „The Hateful 8“ (The Hateful Eight, USA 2015)

Meine Besprechung von Quentin Tarantinos „Once upon a Time in…Hollywood“ (Once upon a Time in…Hollywood, USA 2019)

 Quentin Tarantino in der Kriminalakte


TV-Tipp für den 13. März: Ein Mann für gewisse Stunden

März 12, 2020

Tele 5, 20.15

Ein Mann für gewisse Stunden (American Gigolo, USA 1980)

Regie: Paul Schrader

Drehbuch: Paul Schrader

„American Gigolo“ Julian (Richard Gere) lebt in Los Angeles als Callboy für die Damen der Oberschicht. Das ist kein Problem, bis sich eine Politkergattin in ihn verliebt und er in ein Mordkomplott hineingezogen wird.

Für Richard Gere war der an der Kinokasse erfolgreiche Film der große Durchbruch als Schauspieler und Paul Schrader, der davor unter anderem das Drehbuch für „Taxi Driver“ schrieb, hatte als Regisseur plötzlich ein ganz anderes Standing in Hollywood.

Heute ist die Charakterstudie eines einsamen Mannes ein Klassiker, der damals allerdings von der Kritik nicht so geliebt wurde: „Paul Schrader hat so gut wie alle Möglichkeiten des Themas verschenkt. (…) Das Produkt verkommt in der Kulisse.“ (Fischer Film Almanach 1981) oder „Elegant inszeniert, mit überlegenswerten Zwischentönen, aber insgesamt in der Behandlung des Themas zu oberflächlich, kommt der Film über anspruchsvollere Unterhaltung nicht hinaus.“ (Lexikon des intenationalen Films)

Dabei ist Julian doch der Prototyp eines oberflächlichen Mannes, der sich (auch berufsbedingt) durch Äußerlichkeiten definiert und der in einer Welt des schönen Scheins lebt. Und Schraders Film eine Vorschau auf die achtziger Jahre.

2007 drehte Paul Schrader mit „The Walker – Ein Freund gewisser Damen“ ein Quasi-Remake/Fortsetzung. Woody Harrelson spielt darin den eleganten Beglücker älterer Damen.

Mit Richard Gere, Lauren Hutton, Hector Elizondo, Nina von Pallandt, Bill Duke

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Ein Mann für gewisse Stunden“

Wikipedia über „Ein Mann für gewisse Stunden“ (deutsch, englisch)

Paul Schrader in der Kriminalakte


Neu im Kino/Buch- und Filmkritik: Über Stefan Ruzowitzkys Herman-Hesse-Verfilmung „Narziss und Goldmund“

März 12, 2020

Laut der IMDB ist „Narziss und Goldmund“ die, wenn man die TV-Filme mitzählt, achte Hermann-Hesse-Verfilmung. Das ist angesichts der immer noch vorhandenen Popularität des 1962 verstorbenen Literaturnobelpreisträgers erstaunlich. Auch weil viele während ihrer Jugend (so mit 14 Jahren beim Interrail-Fahren durch Europa) eine Hesse-Phase hatten. Die zweite Hesse-Phase soll dann im hohen Alter kommen. Da sollte es in den vergangenen Jahrzehnten doch einige Regisseure gegeben haben, die sich seiner Romane annehmen und daraus einen Film machen. Die bisherigen Verfilmungen, unter anderem „Der Steppenwolf“ mit Max von Sydow, sind weitgehend und aus verschiedenen Gründen obskur. Das kann von Stefan Ruzowitzkys Verfilmung von „Narziss und Goldmund“ nicht behauptet werden. Mit einem ordentlichem Budget, mittelalterlichen Schauwerten und bekannten Schauspielern (Jannis Niewöhner, André M. Hennicke, Emilia Schüle, Uwe Ochsenknecht, Kida Khodr Ramadan, Jessica Schwarz, Sunnyi Melles, Matthias Habich und Sabin Tambrea) bearbeitete er Hesses Geschichte für die große Leinwand und für ein Mainstream-Publikum. Und er nahm sich einige Freiheiten.

Im Mittelpunkt der irgendwann im Mittelalter spielenden Geschichte stehen Narziss und Goldmund, die sich zum ersten Mal als Knaben im Kloster Mariabronn treffen. Narziss ist ein sehr begabter Novize, der auch seinen Lehrern widerspricht. Er ist ein Intellektueller, ein Geistesmensch, der mit einem enthaltsamen, von der Welt abgewandtem Leben im Kloster glücklich wird.

Goldmund ist das Gegenteil. Der Zehnjährige wird von seinem Vater ins Kloster gebracht, damit er etwas lernt. Narziss wird vom Abt zu Goldmunds Lehrer ernannt. Der Abt hofft, dass so auch Narziss etwas für sein weiteres Leben lernt.

Nach einer kurzen Zeit, in der die beiden Jungen sich näher kommen (und, ja, im Buch und Film wird einem eine homosexuelle Liebesgeschichte nahe gelegt), verlässt Goldmund das Kloster. Er will die Welt erkunden, Abenteuer erleben und Sex haben. Seine Schule sind nicht Bücher und das Nachdenken in einer stillen Kammer, sondern das eigene Erleben und, später, das Schaffen von Kunstwerken, die aus seinem eigenen Erleben ihre Kraft ziehen.

Während Hesse die Geschichte von Narziss und Goldmund chronologisch erzählt und immer bei Goldmund bleibt, wählt Ruzowitzky eine wesentlich komplizierte Struktur. Bei ihm kommt Goldmund, wie im Roman, fünfzehn Jahre nach seinem Abschied aus dem Kloster zurück. In dem Moment sind ungefähr 25 Filmminuten vergangen. Im Kloster erhält Goldmund von Narziss, der inzwischen zum Abt wurde, den Auftrag, einen Altar zu schnitzen. Während der Arbeit am Altar erzählt Goldmund Narziss, was er in den vergangenen Jahren erlebte. Gleichzeitig regt sich im Kloster Widerstand gegen Goldmunds viel zu offensichtlich von seinen weltlichen Erlebnissen und der Suche nach seiner Mutter inspirierte Arbeit.

Außerdem verlegte Ruzowitzkys Hesses zeitlich nicht genau verorteten Roman in ein Fantasy-Mittelalter, das zeitlich überhaupt nicht mehr zu verorten ist. Es wurde einfach genommen, was gefällt. Auch wenn es aus verschiedenen Jahrhunderten stammt. Ruzowitzkys Hesse-Mittelalter ist sauber. Die Schauspieler haben blendend weiße Zähne, einen akkuraten Haarschnitt und trendige Klamotten. Die Männer dürfen sehr oft ihren nackten Körper präsentieren. Vor allem „Goldmund“ Jannis Niewöhner zeigt mehrmals einen preiswürdigen Waschbrettbauch, der eindeutig aus dem Fitness-Studio um die Ecke stammt. Die Frauen bleiben dagegen züchtig verhüllt.

Die Filmgeschichte wird durch die von Ruzowitzky gewählte Struktur in den Rückblenden schnell redundant. Wie Casanova stolpert Goldmund von dem einen unglücklich endendem Liebesabenteuer zum nächsten, das ebenso unglücklich endet, weil Goldmund sich wieder in die falsche Frau verliebt hat. Außerdem hat er überhaupt kein Interesse an einer längerfristigen Bindung. Deshalb kann er sich umstandslos in die nächste Affäre stürzen.

Zur gleichen Zeit bleibt der von Ruzowitzky erfundene Konflikt um den Altar, den Goldmund für das Kloster anfertigt, an der Oberfläche und über Narziss‘ Aufstieg im Kloster erfahren wir im Film nicht mehr als im Buch. Da verschwindet er allerdings die meiste Zeit aus der Geschichte.

Ruzowitzkys „Narziss und Goldmund“ ist eine gut gemeinte Literaturverfilmung, die immerhin gut genug für den Schulunterricht ist.

P. S.: Fun Fact: Sunnyi Melles, die hier eine Gräfin spielt, hatte ihr Filmdebüt 1974 als Judith Melles in der schon erwähnten Verfilmung von „Der Steppenwolf“.

Narziss und Goldmund (Deutschland 2020)

Regie Stefan Ruzowitzky

Drehbuch: Stefan Ruzowitzky, Robert Gold (Ko-Autor)

LV: Hermann Hesse: Narziss und Goldmund, 1930

mit Jannis Niewöhner, Sabin Tambrea, André M. Hennicke, Henriette Confurius, Emilia Schüle, Uwe Ochsenknecht, Kida Khodr Ramadan, Jessica Schwarz, Sunnyi Melles, Roxane Duran, Matthias Habich

Länge: 118 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Die Vorlage

(pünktlich zum Filmstart mit einem neuen Cover)

Hermann Hesse: Narziss und Goldmund

Suhrkamp, 2020 (Filmausgabe)

320 Seiten

10 Euro

Erstausgabe

S. Fischer Verlag, 1930

 

Hinweise

Homepage zum Film

Filmportal über „Narziss und Goldmund“

Moviepilot über „Narziss und Goldmund“

Wikipedia über „Narziss und Goldmund“ und Hermann Hesse

Suhrkamp-Sonderseite über Hermann Hesse

Meine Besprechung von Stefan Ruzowitzkys „Cold Blood – Kein Ausweg, keine Gnade“ (Deadfall, USA/Frankreich 2012)

Meine Besprechung von Stefan Ruzowitzkys „Das radikal Böse“ (Deutschland 2013)

Meine Besprechung von Stefan Ruzowitzkys „Die Hölle – Inferno“ (Österreich/Deutschland 2016)


Neu im Kino/Filmkritik: „Der Spion von nebenan“ ist mein neuer bester Freund

März 12, 2020

Als Jason ‚JJ‘ Jones bei einem Undercover-Einsatz gegen russische Plutonium-Händler kurz vor der Enttarnung steht, kann er das verhindern. Indem er ganze Bande schwerbewaffneter Jungs mit brachialer Gewalt tötet.

Weil der CIA-Agent auf einer Aufklärungsmission war, ist für seinen Chef dieses Ergebnis des Einsatzes ein Desaster. Verärgert schickt er JJ nach Chicago. Dort soll das am liebsten allein arbeitende Muskelpaket mit der sehr nerdigen, von ihrem ersten Außeneinsatz restlos begeisterte Informatikerin Bobbi die alleinerziehende Krankenschwester Kate und ihre neunjährige, neunmalkluge Tochter Sophie beobachen. Die beiden sind gerade nach Chicago gezogen. Sie ist die Witwe des Bruders des international gesuchten Schwerverbrechers Viktor Marquez, der vielleicht in Chicago auftauchen könnte. Für den Action liebenden JJ ist dieser langweilige Auftrag, der ungefähr so spannend und gefährlich wie das Anstarren einer langsam trocknenden zu werden versprecht, seine letzte Chance.

Sophie ist ein naseweises Mädchen, das sich schnell zu JJs schlimmstem Alptraum entwickelt. Sofort nach dem Einzug von JJ und Bobbi in der gegenüberliegenden Wohnung, entdeckt sie die beiden CIA-Agenten. Sie enttarnt sie, filmt sie bei der Arbeit und erpresst sie. JJ soll ihr all die tollen Spionagesachen beibringen, die sie aus den Filmen kennen. Und durch einen dummen Zufall lernt JJ auch noch Sophies Mutter kennen.

Auf dem Papier wirkt „Der Spion von nebenan“ wie ein typisches Malen-nach-Zahlen-Hollywood-Produkt: man nehme einen Actionstar, der ein neues Publikum erschließen will (in diesem Fall Dave Bautista), ein nettes Kind, einige erprobte Nebendarsteller, etwas Action (Menge und Größe der Zerstörung werden vom Budget und den Fähigkeiten des Stars bestimmt), mehr oder weniger gelungene Gags und eine Story, die von einem feuchten Bierdeckel wiederverwertet wird. Im Ergebnis kommt dann ein Film heraus, der in jedem Fall sein Geld einspielen und meistens schnell vergessen wird.

Entsprechend niedrig waren meine Erwartungen und umso größer war meine Überraschung. „Get Smart“-Regisseur Peter Segal drehte eine erstaunlich warmherzige, an seinen drei Hauptfiguren interessierte Komödie, in der es eigentlich nur am Anfang und Ende nennenswerte Action gibt. Dazwischen kommen JJ, Sophie und Kate sich näher. Denn JJ nimmt immer mehr Anteil am Leben der Mutter und ihrer Tochter, die er ausspionieren soll. Zwischen JJ und Sophie entwickelt sich, auch wenn er zunächst von Sophie dazu erpresst wird, eine Vater-Tochter-Beziehung. Zwischen JJ und Kate beginnt eine Liebesgeschichte, die in einer Romantic Comedy in einer glücklichen, festen Beziehung münden würde. „Der Spion von nebenan“ ist allerdings eine Kriminalgeschichte und das bedeutet, dass der Bösewicht Marquez bei Kate und Sophie auftaucht und JJ das tun muss, was er am Filmanfang mit einigen verbrecherischen Plutonium-Händlern gemacht hat.

Segal gelingt in seiner Komödie der Spagat zwischen Buddy Movie, Actionkomödie und Romantic Comedy, weil er zeigt, wie JJ zu einem Menschen wird, der für andere Menschen Gefühle empfindet und sich um sie und ihr Wohlergehen kümmert.

Der Spion von nebenan (My Spy, USA 2020)

Regie: Peter Segal

Drehbuch: Jon Hoeber, Erich Hoeber

mit Dave Bautista, Chloe Coleman, Kristen Schaal, Parisa Fitz-Henley, Ken Jeong, Greg Bryk, Devere Rogers

Länge: 101 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Der Spion von nebenan“

Metacritic über „Der Spion von nebenan“

Rotten Tomatoes über „Der Spion von nebenan“

Wikipedia über „Der Spion von nebenan“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Peter Segals „Zwei vom alten Schlag“ (Grudge Match, USA 2013)


TV-Tipp für den 12. März: The Guilty

März 12, 2020

Servus TV, 20.15

The Guilty (Den skyldige, Dänemark 2018)

Regie: Gustav Möller

Drehbuch: Gustav Möller, Emil Nygaard Albertsen

In der Notrufzentrale erhält Polizist Asger Holm den Anruf einer Frau, die behauptet, sie sitze in einem Auto neben ihrem Entführer und müsse so tun, als rede sie mit ihrer Tochter. Holm versucht ihr zu helfen.

TV-Premiere. Hochspannendes Echtzeit-Kammerspiel, das nur an einem Schreibtisch spielt.

Mehr in meiner Besprechung

mit Jakob Cedergen, Jessica Dinnage, Johan Olsen, Omar Shargawi

Wiederholung: Freitag, 13. März, 00.50 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „The Guilty“

Metacritic über „The Guilty“

Rotten Tomatoes über „The Guilty“

Wikipedia über „The Guilty“ (dänisch, englisch)

Meine Besprechung von Gustav Möllers „The Guilty“ (Den skyldige, Dänemark 2018)


Die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis 2020

März 11, 2020

Vor einigen Minuten die Nominierungen für den diesjährigen Deutschen Filmpreis wurden bekannt gegeben. Die 70. Verleihung des Deutschen Filmpreises wird von Edin Hasanovic moderiert und am Freitag, den 24. April, um 22.15 Uhr im Ersten ausgestrahlt.

Nominiert sind:

BESTER SPIELFILM

Berlin Alexanderplatz (Besprechung zum Filmstart)

Es gilt das gesprochene Wort

Lara

Lindenberg! Mach dein Ding

Systemsprenger

Undine (Besprechung zum Filmstart)

BESTER DOKUMENTARFILM

Born in Evin

Heimat ist ein Raum aus Zeit

Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien

BESTER KINDERFILM

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Fritzi – Eine Wendewundergeschichte

BESTE REGIE

Ilker Çatak (Es gilt das gesprochene Wort)

Nora Fingscheidt (Systemsprenger)

Burhan Qurbani (Berlin Alexanderplatz)

BESTES DREHBUCH

Martin Behnke, Burhan Qurbani (Berlin Alexanderlatz)

Nora Fingscheidt (Systemsprenger)

Nils Mohl, Ilker Çatak (Es gilt das gesprochene Wort)

BESTE WEIBLICHE HAUPTROLLE

Anne Ratte-Polle (Es gilt das gesprochene Wort)

Alina Serban (Gipsy Queen)

Helena Zengel (Systemsprenger)

BESTE WEIBLICHE NEBENROLLE

Jella Haase (Berlin Alexanderplatz)

Lisa Hagmeister (Systemsprenger)

Gabriela Maria Schmeide (Systemsprenger)

BESTE MÄNNLICHE HAUPTROLLE

Jan Bülow (Lindenberg! Mach dein Ding)

Welket Bungué (Berlin Alexanderplatz)

Albrecht Schuch (Systemsprenger)

BESTE MÄNNLICHE NEBENROLLE

Pasquale Aleardi (Ich war noch niemals in New York)

Godehard Giese (Es gilt das gesprochene Wort)

Albrecht Schuch (Berlin Alexanderplatz)

BESTE KAMERA/BILDGESTALTUNG

Yoshi Heimrath (Berlin Alexanderplatz)

Frank Lamm (Deutschstunde)

Jieun Yi (O Beautiful Night)

BESTER SCHNITT

Stephan Bechinger, Julia Kovalenko (Systemsprenger)

Bettina Böhler (Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien)

Heike Gnida (Pelikanblut)

Andreas Menn (Mein Ende. Dein Anfang.)

BESTES SZENENBILD

Silke Buhr (Berlin Alexanderplatz)

Matthias Müsse (Ich war noch niemals in New York)

Sebastian Soukup (Narziss und Goldmund) (Besprechung zum Filmstart)

Tim Tamke (Freies Land)

BESTES KOSTÜMBILD

Ingken Benesch (Freies Land)

Sabine Böbbis (Lindenberg! Mach dein Ding)

Thomas Oláh, Nora Bates (Ich war noch niemals in New York)

BESTES MASKENBILD

Helene Lang (Narziss und Goldmund)

Astrid Weber, Hannah Fischleder (Lindenberg! Mach dein Ding)

Gerhard Zeiss (Ich war noch niemals in New York)

BESTE FILMMUSIK

Lorenz Dangel (Deutschstunde)

Dascha Dauenhauer (Berlin Alexanderplatz)

John Gürtler (Systemsprenger)

BESTE TONGESTALTUNG

Simone Galavazi, Michel Schöpping (Berlin Alexanderplatz)

Andreas Mücke-Niesytka, Martin Steyer, Dominik Schleier, Benjamin Hörbe, Bettina Böhler (Undine)

Corinna Zink, Jonathan Schorr, Dominik Leube, Oscar Stieblitz, Gregor Bonse (Systemsprenger)

BESTE VISUELLE EFFEKTE UND ANIMATION

Frank Kaminski (Berlin Alexanderplatz)

Sven Martin (Ich war noch niemals in New York)

Jan Stoltz, Claudius Urban (Die Känguru-Chroniken)

EHRENPREIS DES DEUTSCHEN FILMPREISES

Edgar Reitz

BESUCHERSTÄRKSTER FILM

Das perfekte Geheimnis (Regie: Bora Dagtekin)

Wie immer sind auch etliche Filme für den Deutschen Filmpreis nominiert, die noch nicht im Kino angelaufen sind. Wie „Undine“ und „Berlin Alexanderplatz“, der mit Nominierungen überschüttet wurde. Da ich den Film schon gesehen habe und ich nicht sonderlich begeistert von dem Drei-Stunden-Opus bin, verstehe ich diesen Nominierungsregen nicht. Systemsprenger“ hat vielleicht ein, zwei Nominierungen zu viel erhalten und „Lara“ viel zu wenige. „Nur eine Frau“ (Kinostart 9. Mai 2019 und damit nach der Verleihung des letztjährigen Filmpreises) war ja schon letztes Jahr im Rennen um den Deutschen Filmpreis. .


Mark Millars „Prodigy“ kämpft gegen „Die böse Erde“

März 11, 2020

Edison Crane ist ein Mann, wie er nur in Abenteuergeschichten existiert. Er ist kein klassischer Superheld, sondern ein Mensch, der unglaublich intelligent und fit ist. Nachdem er als Elfjähriger von einigen sechs Jahre älteren Schülern verprügelt wurde, eignet er sich in einer Nacht alles Wissen über Kampfsport und Selbstverteidigung an. Am nächsten Tag verkloppt er die Halbstarken und wenn in dem Moment der unbesiegbare Chuck Norris (oder für die Jüngeren Vin Diesel) als Aufsichtslehrer um die Ecke gekommen wäre, hätte Crane ihn auch auf den Boden geschickt. Später will er sich nach einer lebensgefährlichen Schussverletzung selbst operieren, weil der Arzt noch sechs Jahre zu jung ist, um die Operation richtig durchführen zu können und ein Thoraxchirurg nicht verfügbar ist.

Als Erwachsener ist Crane jedermanns Liebling. Er hat Geld. Er vollführt in seiner Freizeit die unglaublichsten Stunts. Und er ist für alle Regierungen der gefragte Troubleshooter. So wird er um Rat gefragt, als sich plötzlich Autos, die es auf der Erde nicht gibt, mit verkohlten Mäuse und Ratten als Passagieren, und ein Raumschiff mit toten Menschen auf der Erde auftauchen. Er hat für diese Materialisierungen sofort eine Erklärung: es gibt eine Parallelerde, die eine Invasion auf unsere Erde plant.

Um das drohende Unheil abzuwenden, muss er eine Schriftrolle finden, auf der der gesamte Invasionsplan steht. Sie soll in der Kreml-Bibliothek sein. Er macht sich, begleitet von CIA-Agentin Rachel Straks, auf den Weg um die Erde und immer im Wettlauf gegen die Zeit. So beschließt die US-Army gerade dann die IS-Hochburg zu bombardieren, als er dort in einem alten Tempel die Inschriften studieren will, die ihm mehr über die Pläne der Parallel-Erdler verraten könnte.

Sein Gegner bei dieser Hatz ist die Bruderschaft des Drachen. Sie existiert ebenfalls seit Ewigkeiten. Ihre Mitglieder sind mächtige Männer an den Schaltstellen der Macht. Ihr Ziel ist es, die Invasion zu ermöglichen.

Die von „Kick-Ass“ Mark Millar erfundene und „American Vampire“ Rafael Albuquerque gezeichnete Actiongeschichte ist eine weitere Geschichte, die Millar nach seinem lukrativem Netflix-Deal veröffentlichte. Der Deal ermöglicht Millar die weitere Veröffentlichung von Comics, die gleichzeitig als Netflix-Serie optioniert sind. Wobei „Prodigy: Die böse Erde“ mit seiner weltumspannenden Geschichte und den zahlreichen Gebäude-vernichtenden Actionszenen eine sehr teure Angelegenheit wird.

Die Geschichte selbst hat das, was man bei Mark Millar liebt. Die Vorbilder sind erkennbar. Aber Millar dreht alles mindestens zwei Schrauben weiter und würzt es mit einer ordentlichen Portion schwarzen Humor.

Mark Millar/Rafael Albuquerque: Prodigy: Die böse Erde

(übersetzt von Bernd Kronsbein)

Panini, 2020

172 Seiten

20 Euro

Originalausgabe

Prodigy: The evil earth # 1 – 6

Netflix, 2019

Hinweise

Homepage von Mark Millar

Meine Besprechung von Mark Millar/J. G. Jones‘ „Wanted (Mark Millar Collection 1)“ (Wanted # 1 – 6, Dezember 2003 – Februar 2005)

Meine Besprechung von Mark Millar/Steve McNivens „Nemesis“ (Nemesis, 2010/2011)

Meine Besprechung von Mark Millar/Grant Morrisons “Vampirella: Heiliger Krieg (Master Series 1)”

Meine Besprechung von Mark Millar/Steve McNivens „Wolverine: Old Man Logan“ (Old Man Logan, 2008/2009)

Meine Besprechung von Mark Millar/John Romita, Jr. „Kick-Ass 2 (Band 1)“ (Kick-Ass 2 – Issue 1 – 4, Dezember 2010 – November 2011)

Meine Besprechung von Mark Millar/John Romita, Jr. „Kick-Ass 2 (Band 2)“ (Kick-Ass 2 – Issue 5 – 7, Januar – Mai 2012)

Meine Besprechung von Mark Millar/John Romita, Jr. „Hit-Girl – Kick-Ass 2: Die Vorgeschichte“ (Hit-Girl, Issue 1 – 5, August 2012 – April 2013)

Meine Besprechung von Mark Millar/Leinil Yus „Superior – Band 2“ (Superior, Issue 5 – 7, Dezember 2011 – März 2012)

Meine Besprechung von Mark Millar/Dave Gibbons‘ „Secret Service“ (Secret Service # 1- 6, Juni 2012 – April 2013)

Meine Besprechung von Mark Millar/John Romita jr. „Kick-Ass 3 – Band 1“ (Kick-Ass 3, # 1 – 5, Juli 2013 – Januar 2014)

Meine Besprechung von Mark Millar/John Romita jr. „Kick-Ass 3 – Band 2“ (Kick-Ass 3 – # 6 – 7, April – August 2014)

Meine Besprechung von Mark Millar/Leinil Yu/Nacho Vigalondos (Co-Autor/Drehbuch) „Super Croocks – Band 1: Der Coup“ (Super Crooks # 1 – 4, 2012)

Meine Besprechung von Jeff Wadlows Mark-Millar-Verfilmung „Kick-Ass 2“ (Kick-Ass 2, USA 2013)

Meine Besprechung von Matthew Vaughns Mark-Millar-Verfilmung „Kingsman: The Secret Service“ (Kingsman: The Secret Service, USA/Großbritannien 2015)

Meine Besprechung von Mark Millar/Dave Johnson/Kilian Plunketts „Genosse Superman (Mark Millar Collection 4)“ (Superman: Red Son # 1 – 3, 2003)

Meine Besprechung von Mark Millar/Rafael Albuquerque/Dave McCaigs „Huck – Held wider Willen“ (Huck # 1 – 6, November 2015 – April 2016)

Meine Besprechung von Mark Millar/Stuart Immonens „Empress“ (Empress # 1 – 7, Juni 2016 – Januar 2017)

Meine Besprechung von Mark Millar/Greg Capullos „Reborn“ (Reborn # 1 – 6, Oktober 2016 – Juni 2017)

Meine Besprechung von Mark Millar/Olivier Coipels „The Magic Order“ (The Magic Order # 1 – 6, 2018/2019)

Mein Besprechung von Mark Millar/Wilfredo Torres‘ „Jupiter’s Circle“ (Jupiter’s Circle # 1 – 6, 2015; Jupiter’s Circle 2 # 1 – 6, 2015/2016)

Meine Besprechung von Mark Millar/Ricardo Lopez Ortiz‘ „Hit-Girl in Kolumbien“ (Hit-Girl (2018) # 1 – 4, 2018)

Meine Besprechung von Mark Millar/John Romita Jr. „Kick-Ass: Frauenpower“ (Kick-Ass (2018) # 1 – 6, 2018)

Meine Besprechung von Scott Snyder/Stephen King/Rafael Albuquerques (Zeichner) „American Vampire – Band 1“ (American Vampire, Vol. 1 – 5, 2010)

Meine Besprechung von Scott Snyder/Rafael Albuquerque/Mateus Santoloucos „American Vampire – Band 2“ (American Vampire, Vol. 6 – 11, 2010/2011)

Meine Besprechung von Scott Snyder/Rafael Albuquerque/Danijel Zezeljs „American Vampire – Band 3“ (American Vampire, Vol. 12 – 18, 2011)

Meine Besprechung von Rafael Scavone/Rafael Albuquerques „Hit-Girl in Rom“ (Hit-Girl (2018) # 9 – 12, Oktober 2018 – Januar 2019)