Neu im Kino (mit begleitender Drei-Städte-Kinotour)/Filmkritik: „Für Sama“, meine im Bürgerkrieg in Aleppo geborene Tochter

März 2, 2020

Den Oscar als bester Dokumentarfilm erhielt „Für Sama“ nicht. Der ging an den publikumsfreundlicheren Film „American Factory“, Während in „American Factory“ erzählt wird, wie ein chinesischer Milliardär in Ohio eine Fabrik eröffnet und amerikanische und chinesische Arbeitskultur aufeinanderprallen, erzählt Waad al-Kateab was vor und nach der Geburt ihrer Tochter geschah. Sama kam am 1. Januar 2016 in Aleppo zur Welt – und Aleppo war damals ungefähr der letzte Ort, an dem man ein Kind groß ziehen mochte.

Die inzwischen mit ihren beiden Töchtern und ihrem Mann in London lebende, bei Channel 4 arbeitende Waad al-Kateab dokumentiert in ihrem mit zahlreichen Preisen ausgezeichnetem und mit Kritikerlob überhäuftem Film „Für Sama“ ihr damaliges Leben in einer belagerten Stadt. Technisch ist das nicht unbedingt High-End und nicht immer hundertprozentig professionell aufgenommen. Aber das erwartet auch niemand ernsthaft.

Dafür haben die über fünf Jahre entstandenen Bilder vom täglichen Überlebenskampf in einer belagerten Stadt, die ständig bombardiert wird, während die Überlebenden versuchen, ihren Alltag zu organisieren, eine unmittelbare Kraft und auch Schrecken. Es ist ein Leben im Ausnahmezustand, mit dem sie sich arrangieren und versuchen, ein normales Leben zu führen. Dazu gehört, dass Kinder in Bombenkratern planschen, sich am Schnee erfreuen und in einem ausgebrannten Wrack eines Busses ‚Bus fahren‘ spielen. Die Erwachsenen versuchen, Hochzeiten zu feiern und Wohnungen so einzurichten, dass sie zugleich wohnlich sind und einen Schutz gegen Bomben bieten.

Ihren Mann Hamza lernt Waad während ihres Studiums kennen. Sie kommt 2009 aus der Provinz nach Aleppo, um dort Marketing zu studieren. Als 2011 der Bürgerkrieg beginnt, wird die 21-jährige schnell zu einem Teil der studentischen Protestbewegung. Wie viele andere Syrer dokumentiert sie ihren Alltag, ihre Aktionen und die Reaktionen der Regierung darauf. Zuerst mit ihrer Handykamera. Später mit einer richtigen Kamera und dann auch für Channel 4 News als Bürgerjournalistin. Ihre Aufnahmen sind Botschaften an die Nachwelt und an die restliche Welt. Hamza ist angehender Arzt und Teil der Widerstandsbewegung gegen den syrischen Diktator Baschar al-Assad.

Von Juli 2012 bis Dezember 2016 wurde Aleppo über vier Jahre von der syrischen und später auch russischen Armee bombardiert. In dieser Zeit heiratet Waad Hamza und sie wird schwanger. Während der Bombardierungen baut Hamza mit anderen Protestlern ein Krankenhaus auf, das schnell das einzige Krankenhaus in Aleppo ist. Unter in jeder Beziehung grauenerregenden Bedingungen helfen er und zahlreiche weitere Helfer Verletzten. Waad zeigt das immer wieder in schmerzhaft langen Sequenzen, wenn das Blut der Verletzten sich wie in einem Splatter-Film über die Gänge verteilt oder Hamza minutenlang versucht, einem Baby ein erstes Lebenszeichen zu entlocken. Mitten in diesem Kriegsgebiet versuchen Waad und Hamza, soweit das unter diesen Bedingungen überhaupt möglich ist, Sama eine normale Kindheit zu geben. Bis auch sie es nicht mehr in Aleppo aushalten.

Waad al-Kateabs aus hunderten Stunden Aufnahmen entstandener Film besticht durch seine ungefilterten Bilder, in denen immer die Menschen im Mittelpunkt stehen. Sie zeigt die Auswirkungen der Taten von Soldaten auf Zivilisten. „Für Sama“ ist ein beeindruckender, wichtiger und deprimierend zeitloser Film entstanden, dessen Bilder einen noch lange verfolgen.

Für Sama (For Sama, Großbritannien 2019)

Regie: Waad al-Kateab, Edward Watts

Drehbuch: Waad al-Kateab

mit Waad al-Kateab, Hamza al-Khateab, Sama al-Khateab

Länge: 104 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

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Zum Kinostart stellt Waad al-Kateab ihren Film vor:

in Hamburg am Dienstag, den 3. März, um 20.00 Uhr im Abaton,

in Berlin am Mittwoch, den 4. März, um 20.00 Uhr im Delphi Filmpalast und

in München am Donnerstag, den 5. März, um 20.00 Uhr in den City Kinos.

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Hinweise

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Für Sama“

Metacritic über „Für Sama“

Rotten Tomatoes über „Für Sama“

Wikipedia über „Für Sama“ (deutsch, englisch

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Frontline Club: Q&A mit Waad al-Kateab, Ben de Pear und Nevine Mabro (beide Executive Producer) über den Film

Q&A beim Sheffield Doc/Fest mit Edward Watts und der Familie al-Kateab

Channel 4: Waad und Hamza al-Kateab sprechen über den Film und ihre Erlebnisse


Die Krimibestenliste März 2020

März 2, 2020

Folgende Kriminalromane sind nach Ansicht der von der Frankfurter Allgemeine und Deutschlandfunk Kultur präsentieren Krimibestenliste im Moment besonders lesenswert:

1. Jan Costin Wagner – Sommer bei Nacht (Platzierung im Vormonat: /)

Galiani, 314 Seiten, 20 Euro.

2. Attica Locke – Heaven, My Home (Platzierung im Vormonat: 2)

Aus dem Englischen von Susanna Mende.Polar, 322 Seiten, 22 Euro.

3. David Longo – Die jungen Bestien (Platzierung im Vormonat: /)

Aus dem Italienischen von Barbara Kleiner. Rowohlt, 412 Seiten, 22 Euro.

4. Nicci French – Was sie nicht wusste (Platzierung im Vormonat: 3)

Aus dem Englischen von Birgit Moosmüller. C. Bertelsmann, 446 Seiten, 16 Euro.

5. Liz Moore – Long Bright River (Platzierung im Vormonat: 10)

Aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann. C.H. Beck, 414 Seiten, 24 Euro.

6. Frank Göhre – Verdammte Liebe Amsterdam (Platzierung im Vormonat: /)

Culturbooks, 158 Seiten, 15 Euro.

7. Xavier-Marie Bonnot – Der erste Mensch (Platzierung im Vormonat: /)

Aus dem Französischen von Gerhard Meier. Unionsverlag, 348 Seiten, 19 Euro.

8. Robert E. Dunn – Dead Man’s Badge (Platzierung im Vormonat: 6)

Aus dem Englischen von Philipp Seedorf. Luzifer, 356 Seiten, 14,95 Euro.

9. Sarah Schulman – Trüb (Platzierung im Vormonat: 1)

Aus dem Englischen von Else Laudan. Ariadne im Argument-Verlag, 270 Seiten, 20 Euro.

10. Richard Lorenz – Hinter den Gesichtern (Platzierung im Vormonat: /)

Luzifer, 294 Seiten, 13,95 Euro.

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Frank Göhre wird demnächst abgefeiert. Versprochen. Und der neue Roman von Horst Eckert. „Im Namen der Lüge“ erscheint am 9. März 2020 bei Heyne und es soll der Auftakt einer neuen Serie sein. Hauptfigur Melia Khalid, deutsche Verfassungsschützerin mit somalischen Wurzeln, ist einem den Staat bedrohendem Komplott auf der Spur und ihre Vorgesetzten haben kein Interesse an der Wahrheit. Das dürfte gewohnt spannend werden und, wieder einmal, nicht in der Krimibestenliste empfohlen werden.

Zuletzt war ich, verfilmungsbedingt, mit Hermann Hesse und dem Känguru beschäftigt.


TV-Tipp für den 2. März: What happened to Monday?

März 1, 2020

ZDF, 22.15

What happened to Monday? (What happened to Monday?, Großbritannien 2017)

Regie: Tommy Wirkola

Drehbuch: Max Botkin, Kerry Williamson

Um den drohenden globalen Kollaps abzuwenden, verfolgt die Regierung eine radikale, kompromisslos durchgesetzte Ein-Kind-Politik. Als Terrence Settman zufällig Vater von Siebenlingen wird, fasst er einen genialen Plan. Er erzieht sein Töchter und an jedem Wochentag darf eine andere Karen Settman die Wohnung verlassen. Das geht solange gut, bis eines Tages ‚Montag‘ verschwindet und damit das Leben ihrer Schwestern gefährdet.

TV-Premiere. Kein großartiger, aber ein großartig unterhaltsamer Science-Fiction-Thriller, erzählt mit mehr als einem Augenzwinkern und einer Noomi Rapace, die Montag, Dienstag, Mittwoch und die anderen Schwestern grandios spielt.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Noomi Rapace, Glenn Close, Willem Dafoe, Marwan Kenzari, Chrstian Rubeck, Pal Sverre Hagen, Clara Read

Wiederholung: Mittwoch, 4. März, 01.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Deutsche Homepage zum Film

Moviepilot über „What happened to Monday?“

Metacritic über „What happened to Monday?“

Rotten Tomatoes über „What happened to Monday?“

Wikipedia über „What happened to Monday?“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Tommy Wirkolas „Hänsel und Gretel: Hexenjäger“ (Hansel and Gretel: Witch Hunters, USA/Deutschland 2012)

Meine Besprechung von Tommy Wirkolas „What happened to Monday?“ (What happened to Monday?, Großbritannien 2017)


TV-Tipp für den 1. März: A quiet Place

Februar 29, 2020

Pro7, 23.10

A quiet Place (A quiet Place, USA 2018)

Regie: John Krasinski

Drehbuch: John Krasinski, Bryan Woods, Scott Beck (nach einer Geschichte von Bryan Woods und Scott Beck)

Wenige Tage bevor am 19. März 2020 im Kino die Fortsetzung „A quiet Place 2“ anläuft, hat der erste Film seine TV-Premiere.

In einem abgelegenem Bauernhaus lebt die Familie Abbott. Weil geräuschempfindliche Monster die Welt erobert haben, schweigen sie die meiste Zeit.

Höllisch spannender, wenn auch unlogischer SF-Horrorthriller, der einen rappelvollen Kinosaal mühelos zu einem stillen Ort macht.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung des Überraschungserfolgs.

mit John Krasinski, Emily Blunt, Millicent Simmonds, Noah Jupe

Wiederholung: Montag, 2. März, 03.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Moviepilot über „A quiet Place“

Metacritic über „A quiet Place“

Rotten Tomatoes über „A quiet Place“

Wikipedia über „A quiet Place“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von John Krasinskis „A quiet Place“ (A quiet Place, USA 2018)


TV-Tipp für den 29. Februar: Tödliche Entscheidung

Februar 28, 2020

Servus TV, 22.00

Tödliche Entscheidung (Before the devil knows you’re dead, USA 2007)

Regie: Sidney Lumet

Drehbuch: Kelly Masterson

Andy, der für Drogen Geld aus der Firmenkasse nahm, kann seinen Bruder Hank überreden, das elterliche Juweliergeschäft zu überfallen. Der Überfall, auch weil die Mutter gar nicht daran denkt, irgendwelchen hergelaufenen, maskierten Verbrechern die Juwelen zu geben, geht schief – und dann bröckelt die heile Fassade der Familie verdammt schnell ab.

Mit seinem letzten Film drehte Sidney Lumet, nach einigen schwächeren Werken, mit einer Familientragödie noch einmal so richtig voll auf. Er seziert, wieder einmal, die Kehrseite des amerikanischen Traums anhand. Dieses Mal am Beispiel einer ziemlich kaputten, weißen Mittelstandsfamilie.

Der Pitch war vielleicht: „Family Business“, aber ohne Lacher.

„Tödliche Entscheidung“ ist ein feiner Noir und, kein Wunder bei der Besetzung, großes Schauspielerkino. Ein potentieller Klassiker.

mit Philip Seymour Hoffman, Ethan Hawke, Albert Finney, Marisa Tomei, Aleksa Palladino, Michael Shannon, Amy Ryan, Sarah Livingston, Brían F. O’Byrne, Rosemary Harris

Wiederholung: Sonntag, 1. März, 01.35 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über “Tödliche Entscheidung”

Wikipedia über „Tödliche Entscheidung“ (deutsch, englisch)

Die Zeit: Katja Nicodemus trifft Sidney Lumet (12. April 2008)

Mein Nachruf auf Sidney Lumet (25. Juni 1924 – 9. April 2011)


R. i. P. Burkhard Driest

Februar 28, 2020

Burkhard Driest (28. April 1939 in Stettin – 27. Februar 2020 in Berlin)

Bekannt wurde Burkhard Driest 1974 mit seinem Debütroman „Die Verrohung des Franz Blum“, in dem er aus eigener Erfahrung über das Leben im bundesdeutschen Gefängnis schrieb. Kurz vor seinem mündlichen Jura-Examen überfiel er eine Bank. Für diesen Banküberfall wurde er am 1. Juli 1966 zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. 1968 wurde er wegen guter Führung vorzeitig entlassen und schlug sich danach mit Gelegenheitsjobs durch.

Das autobiographische Buch wurde im gleichen Jahr von Reinhard Hauff verfilmt. Driest schrieb das Drehbuch und übernahm im Film eine wichtige Rolle. Das war der Beginn seiner Karriere als Autor, Schauspieler und Regisseur. Mit Hauff arbeitete er in den folgenden Jahren öfter zusammen. Unter anderem in dem autobiographischen Gangsterdrama „Endstation Freiheit“ (1980), für das Driest das Drehbuch schrieb und die Hauptrolle übernahm.

Zu seinen weiteren Drehbüchern gehören „Paule Pauländer“ (1976), „Querelle“ (1982), „Annas Mutter“ (1984, auch Regie), „Sanfte Morde“ (1997) und „Schande“ (1999).

Zu seinen Romanen gehören „Mann ohne Schatten“ (1981), „Sanfte Morde“ (1997) und die auch verfilmten, auf Ibiza spielenden Kommissar-Toni-Costa-Krimis, „Der rote Regen“ (2003), „Liebestod“ (2005), „Brennende Schuld“ (2006), „Sommernachtsmord“ (2008) und „Küchenkunst“ (2010). In seinem letzten Buch „Die Maikäfer und der Krieg“ (2011) schrieb er über seine Kindheit.

Driest starb in Berlin nach langer Krankheit.

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Hinweise

Homepage von Burkhard Driest

Wikipedia über Burkhard Driest


TV-Tipp für den 28. Februar: Children of Men

Februar 28, 2020

3sat, 22.25

Children of Men (Children of Men, USA 2006)

Regie: Alfonso Cuarón

Drehbuch: Alfonso Cuarón, Timothy J. Sexton, David Arata, Mark Fergus, Hawk Ostby

LV: P. D. James: The Children of Men, 1992 (Im Land der leeren Häuser)

2027: Seit 18 Jahren wurde weltweit kein Kind mehr geboren. Großbritannien ist ein Polizeistaat und eigentlich geht alles vor die Hunde. Da wird der desillusionierte Weltverbesserer Theo von einer Untergrundorganisation entführt. Er soll eine junge, schwangere Frau aus London in eine irgendwo außerhalb Englands liegende sichere Zone bringen. Denn das Baby darf nicht in die Hände der Regierung fallen. Auf ihrer Reise muss Theo schnell feststellen, dass er niemand vertrauen kann.

Verfilmung des S-F-Romans von P. D. James. Für den Film spricht die Darstellerriege, die Kameraarbeit (Cuarón schneidet auch in Action-Szenen extrem selten, teilweise überhaupt nicht). Gegen den Film spricht die 08/15-Story, dass diese Negativutopie ein einziges Patchwork verschiedenster, sich letztendlich wiedersprechender Negativutopien ist und dass „Children of Men“ im Gegensatz zu den großen Negativutopien deshalb eskapistisches Kino ist.

Mit Clive Owen, Julianne Moore, Chiwetel Ejiofor, Michael Caine, Danny Huston, Charlie Hunnam

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Children of Men“

Wikipedia über „Children of Men“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Alfonso Cuarón „Gravity“ (Gravity, USA/GB 2013)


Neu im Kino/Filmkritik: „Just Mercy“ – eine Anklage gegen die Todesstrafe und das US-Justizsystem

Februar 27, 2020

Nachdem Bryan Stevenson (Michael B. Jordan) während seines Studiums im Georgia State Prison auf einen zum Tod verurteilten gleichaltrigen Schwarzen trifft, der sein Bruder oder ein Schulkamerad sein könnte, beschließt Stevenson sein Harvard-Jurastudium einzusetzen, um für die Menschen zu kämpfen, die Hilfe am meisten benötigen.

Deshalb nimmt er keine gut bezahlte Stelle in einer Kanzlei an, sondern fährt 1988 nach dem erfolgreich abgeschlossenem Studium nach Alabama, wo man den seligen Zeiten der Rassentrennung nachtrauert. Zusammen mit Eva Ansley (Brie Larson) bietet er zum Tode Verurteilten, bei denen er eine Wiederaufnahme ihres Verfahrens für sinnvoll hält und die bis dahin keine angemessene anwaltliche Vertretung hatten, seine Dienste an. Walter McMillian (Jamie Foxx) gehört zu diesen Männern.

1987 wurde McMillian in einem Schnellverfahren verurteilt, am 1. November 1986 die achtzehnjährige weiße Community-College-Studentin Ronda Morrison ermordet zu haben. Der Fall schockte die Gemeinde von Monroeville, Alabama. Lange suchte die Polizei vergeblich den Täter. Bis der Berufskriminellen Ralph Myers (Tim Blake Nelson) aussagte, er habe McMillian am Tatort gesehen. Weitere Beweise gegen den ehrbaren Kleinunternehmer und Familienvater gab es nicht. Außer seiner Hautfarbe.

Stevenson glaubt, dass er den Fall erfolgreich neu aufrollen kann. Die erste Hürde ist, dass McMillian inzwischen desillusioniert ist und nicht mehr glaubt, dass ein Anwalt seine Unschuld beweisen kann.

Destin Daniel Cretton („Schloss aus Glas“) erzählt in dem Justizdrama „Just Mercy“ die sich über mehrere Jahre erstreckende Geschichte von Bryan Stevensons erstem Fall nach. Stevenson ist inzwischen anerkannter, mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichneter Bürgerrechtsanwalt. Zusammen mit Eva Ansley gründete er schon 1989 die noch heute bestehende Equal Justice Initative (EJI). McMillian saß, wie viele andere zum Tod Verurteilte, unschuldig in Haft.

„Just Mercy“ ist ein guter, sehenswerter und auch informativer Film. Bei all seinen guten Absichten bleibt das Justizdrama allerdings immer etwas zu konventionell, um wirklich mehr zu sein als ein guter Film. Auf der formalen Ebene ist „Just Mercy“ ein Gerichtsdrama, in dem ein tapferer Anwalt darum kämpft, seinen Mandanten aus der Todeszelle zu befreien. Dabei macht die Nebenfigur McMillian die größte Veränderung durch. Wenn er zum ersten Mal Stevenson trifft, ist er als unschuldig zum Tod Verurteilter ein vom gesamten Justizsystem desillusionierter Mann. Während der Geschichte schöpft er Hoffnung und am Ende, wenn er zu seiner Familie zurückkehren kann, hat sich seine Haltung zum Justizsystem geändert. Dagegen bleibt Stevenson, beim Bestehen seiner ersten Bewährungsprobe als Anwalt, bei seiner Position.

Cretton verlässt sich bei seiner unauffälligen Inszenierung auf die Schauspieler und die wahre Geschichte, die in den USA immer noch erschreckend aktuell ist. Auch wenn die unschuldig Verurteilten andere Namen haben und in anderen Gefängnissen sitzen.

P. S.: Gelungener Trailer.

Just Mercy (Just Mercy, USA 2019)

Regie: Destin Daniel Cretton

Drehbuch: Destin Daniel Cretton, Andrew Lanham

LV: Bryan Stevenson: Just Mercy: A Story of Justice and Redemption, 2014 (Ohne Gnade: Polizeigewalt und Justizwillkür in den USA)

mit Michael B. Jordan, Jamie Foxx, Brie Larson, Rob Morgan, O’Shea Jackson Jr., Karan Kendrick, Rafe Spall, Tim Blake Nelson, Michael Harding

Länge: 137 Minuten

FSK: ab 12 Jahre

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Hinweise

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Just Mercy“

Metacritic über „Just Mercy“

Rotten Tomatoes über „Just Mercy“

Wikipedia über „Just Mercy“ (deutsch, englisch)

Hat History vs. Hollywood just mercy mit „Just Mercy“?

Meine Besprechung von Destin Daniel Crettons „Schloss aus Glas“ (The Glass Castle, USA 2017)

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Das Q&A nach der Weltpremiere beim TIFF 2019

Die Pressekonferenz

DP/30 unterhält sich mit Destin Daniel Cretton über den Film


Neu im Kino/Filmkritik: Guy Ritchies „The Gentlemen“ sind keine Gentlemen

Februar 27, 2020

Es beginnt mit einem nächtlichen Besuch. Fletcher (Hugh Grant) hat sich in die Wohnung von Ray (Charlie Hunnam) eingeschlichen. Er will ihn allerdings nicht umbringen oder zusammenschlagen (was in einem Guy-Ritchie-Film ernstzunehmende Handlungsmöglichkeiten sind), sondern ihm eine Geschichte erzählen. Eine Geschichte, für die er gerne viel Geld von Rays Boss erhalten würde, damit er sie nicht meistbietend weitererzählt. Denn Ray ist die rechte Hand von Michael ‚Mickey‘ Pearson (Matthew McConaughey). Einem Drogenhändler. Deshalb ist Fletchers in Rückblenden erzählte Geschichte eine Gangstergeschichte. Es geht um einen als Verkaufsverhandlungen getarnten Revierkampf zwischen Pearson, einem glücklich verheirateten Exil-Amerikaner, der in London ein riesiges und sehr illegales Marihuana-Imperium aufgebaut hat, und etlichen Gangstern, die jetzt Pearsons Geschäft übernehmen wollen. Selbstverständlich ohne dafür die Summe auszugeben, für die Pearson es verkaufen möchte. Und weil sich alle beteiligten Verbrecher gegenseitig übers Ohr hauen und umbringen (nicht unbedingt in dieser Reihenfolge) wird die von Fletcher erzählte Geschichte sehr schnell sehr komplex, vulgo verwirrend. Und, das muss auch gesagt werden, der ölige Privatdetektiv Fletcher ist ein höchst unzuverlässiger Erzähler.

Für Guy Ritchie ist „The Gentlemen“ eine Rückkehr zu seinen Anfängen. Zuletzt inszenierte er „Aladdin“ und „King Arthur: Legend of the Sword“. „Aladdin“ ist ein kinderfreundlicher Disney-Film, den Millionen im Kino sahen. „King Arthur“ ein missglücktes Mittelalterdrama, das keiner sehen wollte. In beiden Filmen ist sein bekannter Stil und Humor nur in homöopathischen Spuren vorhanden. Über „The Gentlemen“ kann das nicht gesagt werden. Wie in seinen ersten beiden Filmen „Bube, Dame, König, grAS“ und „Snatch – Schweine und Diamanten“ treffen ein Haufen meist minderbemittelter Gangster und Dummköpfe aufeinander, es gibt coole Sprüche (nicht immer politisch korrekt) und viel sinnlose Gewalt, die schnell immer weiter eskaliert, weil der eine Trottel die Absichten des anderen Trottels vollkommen falsch interpretiert und der dritte Trottel die Situation vollkommen falsch einschätzt.

Ich fand beide Filme grandios. Daher sollte „The Gentlemen“ einer der Filme sein, die mich zwei Stunden durchlachen und danach, alle Bedenken und auch berechtige Kritik lässig ignorierend, euphorisch weiterempfehlen lässt. Etlichen Kollegen ging es auch so. Aber ich fand diese Gangsterfilmkomödie, trotz einiger witziger Momente, todsterbenslangweilig.

Der Grund dafür ist ziemlich einfach: keine der Figuren interessierte mich. Sie sind alle von sich selbst restlos überzeugte Arschlöcher, die sich wie Arschlöcher benehmen. Auch Fletcher ist letztendlich nur ein geldgieriges Arschloch, dem man jede Strafe gönnt. Wie allen anderen Figuren.

In Ritchies Debüt war das anders. Da wurde der Kleingangster Eddy bei einem Pokerspiel übel über den Tisch gezogen und er musste, um lebendig aus der Sache rauszukommen, ganz schnell ganz viel Geld besorgen. Es war eine David-gegen-Goliath-Geschichte.

The Gentlemen (The Gentlemen, Großbritannien/USA 2019)

Regie: Guy Ritchie

Drehbuch: Guy Ritchie

mit Matthew McConaughey, Hugh Grant, Charlie Hunnam, Michelle Dockery, Henry Golding, Jeremy Strong, Eddie Marsan, Colin Farrell

Länge: 114 Minuten

FSK: ab 16 Jahre

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Hinweise

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „The Gentlemen“

Metacritic über „The Gentlemen“

Rotten Tomatoes über „The Gentlemen“

Wikipedia über „The Gentlemen“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Guy Ritchies „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“ (Sherlock Holmes: A Game of Shadows, USA 2011)

Meine Besprechung von Guy Ritchies „King Arthur: Legend of the Sword“ (King Arthur: Legend of the Sword, USA/Australien 2017)

Meine Besprechung von Guy Ritchies „Aladdin“ (Aladdin, USA 2019)

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Ein Q&A mit Guy Ritchie und den Schauspielern zum Film


TV-Tipp für den 27. Februar: James Bond 007 – Casino Royale

Februar 26, 2020

Als Vorbereitung für den neuen James-Bond-Film, der schon eifrig beworben wird

Vox, 20.15

James Bond: Casino Royale (Casino Royale, USA 2006)

Regie: Martin Campbell

Drehbuch: Paul Haggis, Neal Purvis, Robert Wade

LV: Ian Fleming: Casino Royale, 1953 (Casino Royale)

James Bond soll Le Chiffre, den Finanzier eines weltweiten Terrornetzwerkes, ausschalten.

Nach allgemeiner Einschätzung ist der einundzwanzigste James-Bond-Film (Offizielle Zählung) einer der fünf besten, vielleicht sogar – vor “Skyfall” – der beste Bond-Film. Niemand hatte mit dieser umfassenden Revitalisierung des Mythos James Bond für das neue Jahrhundert gerechnet.

Der erste Auftritt von Daniel Craig als Geheimagent ihrer Majestät ist ein spannender Thriller mit einem viel zu langen Ende. Denn nachdem Le Chiffre tot ist, ist der Film noch lange nicht zu Ende.

Das Drehbuch war für einen Edgar nominiert.

Mit Daniel Craig, Eva Green, Mads Mikkelsen, Jeffrey Wrigth, Judi Dench, Giancarlo Giannini

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Casino Royale“

Wikipedia über „Casino Royale“ (deutsch, englisch)

Homepage von Ian Fleming

Meine Besprechung von Ian Flemings ersten drei James-Bond-Romane “Casino Royale”, “Leben und sterben lassen” und “Moonraker”

Meine Besprechung von John Gardners “James Bond – Kernschmelze” (James Bond – Licence Renewed, 1981; alter deutscher Titel “Countdown für die Ewigkeit”)

Meine Besprechung von John Gardners „James Bond – Der Mann von Barbarossa“ (James Bond – The Man from Barbarossa, 1991)

Meine Besprechung von Sebastian Faulks’ James-Bond-Roman „Der Tod ist nur der Anfang“ (Devil may care, 2008)

Meine Besprechung von Jeffery Deavers James-Bond-Roman “Carte Blanche” (Carte Blanche, 2011)

Meine Besprechung von William Boyds James-Bond-Roman “Solo” (Solo, 2013)

Meine Besprechung von Anthony Horowitz’ “James Bond: Trigger Mortis – Der Finger Gottes” (James Bond: Trigger Mortis, 2015)

Meine Besprechung von Anthony Horowitz‘ „James Bond – Ewig und ein Tag“ (James Bond – Forever and a day, 2018)

Meine Besprechung der TV-Miniserie „Fleming – Der Mann, der Bond wurde“ (Fleming, Großbritannien 2014)

Meine Besprechung von Sam Mendes’ James-Bond-Films „Skyfall“ (Skyfall, GB/USA 2012)

Meine Besprechung von Sam Mendes’ James-Bond-Film “Spectre” (Spectre, USA/GB 2015)

James Bond in der Kriminalakte

Ian Fleming in der Kriminalakte


„A Walk through Hell“ betritt „Die Kathedrale“

Februar 26, 2020

Die beiden FBI-Agenten Shaw und McGregor stecken immer noch in dem seltsamen Lagerhaus fest. Die vierzigjährige, kurz vor dem Burnout stehende Ermittlerin und ihr jüngerer, idealistischer Partner gingen im ersten „A Walk through Hell“-Band in das Gebäude, weil zwei ihrer Kollegen seit über neun Stunden darin verschwunden sind. Ein Sonderkommando der Polizei betrat kurz vor ihnen das Lagerhaus und verließ es nach einer halben Minute. Die Männer klagten über Unbehagen und Grauen.

Als Shaw und McGregor das Lagerhaus betreten, bricht der Handyempfang ab. Sie haben keinen Puls mehr. Sie können aber auch nicht sterben. Sie verirren sich in einem Labyrinth voller seltsamer und grausamer Ereignisse.

Am Ende des ersten „A Walk through Hell“-Comicbandes trafen sie auf Paul Carnahan. Er ist ein von ihnen gejagter Kindermörder, der anscheinend von höherer Stelle gedeckt wird, und der eigentlich tot ist. Jetzt steht er quicklebendig in einer riesigen Kathedrale vor ihnen und verwickelt sie in philosophisch-religiöse Gespräche.

Für Shaw und McGregor ist das nur ein weiteres seltsames Ereignis in einer Reihe seltsamer und erschreckender Begegnung. Sie sind, wie alle, die das Lagerhaus betreten haben, in einem Alptraum gefangen, in alles gleichzeitig real und irreal ist. Das Lagerhaus ist die Kathedrale ihrer Sünden und Ängste.

Ob es daraus einen Ausweg gibt, ist unklar.

Das liegt auch daran, dass Autor Garth Ennis und Zeichner Goran Sudzuka in ihrem Noir-Horrorcomic munter zwischen verschiedenen Erzählsträngen, damit verbundenen Formen von Schuld und Angst, Gegenwart und Vergangenheit und verschiedenen Formen des Wahns springen. Eine einfache Erklärung wird damit mit jeder Seite unerreichbarer.

Offiziell ist „Die Kathedrale“ der zweite und abschließende Band von „A Walk through Hell“. Aber in diesem Fall fühlt sich, ohne jetzt in die Details des Endes zu gehen, das Ende nicht wie ein Ende an. Eine faszinierende Lektüre ist „A Walk through Hell“ trotzdem.

Garth Ennis erfand die erfolgreichen Comicserien „Preacher“, „The Boys“ und „Crossed“ und schrieb einige legendäre „Punisher“-Geschichten.

Goran Sudzuka zeichnete Geschichte für „Wonder Woman“, „Wolverine“, „Deadpool“ und „Daredevil“.

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Garth Ennis/Goran Sudzuka: A Walk through Hell: Die Kathedrale (Band 2)

(übersetzt von Monja Reichert und Christian Heiss)

Cross Cult, 2019

176 Seiten

25 Euro

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Originalausgabe

A Walk through Hell # 6 -12

AfterShock Comics, 2019

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Hinweise

Wikipedia über Garth Ennis (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Garth Ennis/Will Simpson/Steve Dillons “Hellblazer – Gefährliche Laster” (Dangerous Habits, 1991)

Meine Besprechung von Garth Ennis (Autor)/Leandro Fernandez (Zeichner) „The Punisher – Garth Ennis Collection 7“ (Up is Down and Black is White, The Slavers, 2005/2006)

Meine Besprechung von Garth Ennis/Goran Parlov/Leandro Fernandezs “The Punisher – Garth-Ennis-Collection 8″ (Barracuda, Part 1 – 6 (Punisher [MAX] 31 – 36), Man of Stone, Part 1 – 6 (Punisher [MAX] 37 – 42), 2006/2007)

Meine Besprechung von Garth Ennis‘ „The Punisher – Garth-Ennis-Collection 9“ (Widowmaker, Part 1 – 7 [Punisher (MAX) Vol. 43 – 49], Long Cold Dark, Part 1 – 5 [Punisher (MAX) Vol 50 – 54], 2007/2008)

Meine Besprechung von Garth Ennis‘ „The Punisher – Garth-Ennis-Collection 10“ (Valley Forge, Valley Forge, Part 1 – 6 [Punisher (MAX) Vol. 55 – 60], 2008)

Meine Besprechung von Garth Ennis (Autor)/Adriano Batista/Marcos Marz/Kewber Baal (Zeichner) „Jennifer Blood – Selbst ist die Frau (Band 1)“ (Garth Ennis’ Jennifer Blood: A Woman’s Work is Never Done, 2012)

Meine Besprechung von Garth Ennis und Mike Wolfers „Stitched: Die lebenden Toten“ (Band 1) (Stitched # 1 – 7, 2011/2012)

Meine Besprechung von Garth Ennis/John McCreas „Dicks – Band 1“ (Dicks # 1 – 4, 2013)

Meine Besprechung von Garth Ennis‘ „Crossed – Monster Edition“ (enthält „Crossed“ und „Crossed Band 2: Familienbande“)

Meine Besprechung von Garth Ennis/Steve Dillons „The Punisher: Frank ist zurück“ (The Punisher # 1 – 12, 2000/2001)

Meine Besprechung von Garth Ennis/Goran Sudzukas „A Walk through Hell: Das verlassene Lagerhaus (Band 1)“ (A Walk through Hell # 1 – 5, 2018)

Meine Besprechung von Garth Ennis/Russ Brauns „Jimmys Bastarde: Getriggert (Band 1)“ (Jimmy’s Bastards Volume 1: Trigger Warning, 2018)


„Paper Girls 6“, das Finale

Februar 26, 2020

Im sechsten Band kommen die titelgebenden Paper Girls an das Ende ihrer Reise durch die Zeit. Bei all ihren Sprüngen in die nahe und immer fernere Vergangenheit und die nahe und immer ferner Zukunft blieben sie immer in Stony Stream, einem Vorort von Cleveland, Ohio,

Dort begann in der von Brian K. Vaughn (Autor), Cliff Chiang (Zeichner) und Matt Wilson (Kolorist) erfundenen Serie ihr Abenteuer am 1. November 1988. Die Paper Girls sind die zwölfjährigen Mädchen Erin Tieng, MacKenzie Coyle, Karina ‚KJ‘ J. und Tiffany Quilkin, die frühmorgens in der Kleinstadt die Zeitung austragen. Bei ihrer Runde entdecken sie in einem Keller ein Raumschiff. Außerirdische tauchen auf. Einige sprechen in fremden Sprachen. Andere nicht. Und schon werden sie durch die Zeit geschleudert, wo sie auch auf andere Versionen von sich selbst treffen, einiges über sich und ihre Gefühle lernen und zu einer Gruppe zusammenwachsen.

Antworten auf ihre Fragen, also wer hier warum gegen wen kämpft und warum sie durch die Zeit reisen können (was eigentlich ein dummer Zufall und ein riesiges Problem für alle Beteiligten ist), erhalten sie erst ziemlich spät. Und wenn ich diese teils göttlichen Antworten jetzt gäbe, würde ich natürlich einige große Entwicklungen der vorherigen Bände spoilern.

Im abschließenden sechsten Band der Abenteuer der Paper Girls gelingt es Brian K. Vaughn erstaunlich wenige Fragen zu beantworten und die Geschichte dennoch zu einem befriedigendem Ende zu führen. Mit einer ordentlichen Portion popkultureller Anspielungen.

Im Juli 2019 wurde eine TV-Version des Comics angekündigt.

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Brian K. Vaughn/Cliff Chiang/Matt Wilson: Paper Girls 6

(übersetzt von Sarah Weissbeck)

Cross Cult, 2019

128 Seiten

22 Euro

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Originalausgabe

Paper Girls, Volume 6

Image Comics,2019

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enthält

Paper Girls # 26 – 30

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Hinweise

Homepage von Cliff Chiang

Wikipedia über „Paper Girls“, Brian K. Vaughan (deutsch, englisch) und Cliff Chiang

Meine Besprechung von Brian Azzarellos “Wonder Woman: Blut (Band 1)” (Wonder Woman #1 – 6, 2011/2012)

Meine Besprechung von Brian Azzarello/Goran Sudžuka/Cliff Chiangs „Wonder Woman: Königin der Amazonen (Band 6)“ (Wonder Woman # 30 – 35, 2014)

Meine Besprechung von Brian K. Vaughan/Cliff Chiangs „Paper Girls 1“ (Paper Girls, Volume 1, 2016)

Meine Besprechung von Brian K. Vaughan/Cliff Chiangs „Paper Girls 2“ (Paper Girls, Volume 2, 2017)

Meine Besprechung von Brian K. Vaughan/Cliff Chiang/Matt Wilsons „Paper Girls 4“ (Paper Girls 4, 2018)

Meine Besprechung von Brian K. Vaughan/Cliff Chiang/Matt Wilsons „ Paper Girls 5″ (Paper Girls 5, 2018)


TV-Tipp für den 26. Februar: Indiana Jones und der letzte Kreuzzug

Februar 25, 2020

Kabel Eins.1, 20.15

Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (Indiana Jones and the last crusade, USA 1989)

Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: Jeffrey Boam, George Lucas, Menno Meyjes

Dritter Auftritt von Indiana Jones. Dieses Mal sucht der Archäologe mit der Peitsche den Heiligen Gral, tut alles, damit er nicht den Nazis in die Hände fällt (das ist der leichte Teil) und er begegnet seinem Vater.

Und weil dieser von ‘James Bond’ Sean Connery gespielt wird, der wenig von seinem Sohn hält, ist für Spaß gesorgt. Und es gibt, selbstverständlich, Action satt.

mit Harrison Ford, Sean Connery, River Phoenix, Denholm Elliott, John Rhys-Davies, Julian Glover, Michael Byrne

Wiederholung: Donnerstag, 27. Februar, 01.35 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Metacritic über „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“

Rotten Tomatoes über „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“

Wikipedia über „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung des vierten Indiana-Jones-Films “Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” (Indiana Jones and the Kingdom of the Skull, USA 2008) und des darauf basierenden, wesentlich gelungeneren „Roman zum Film“ von James Rollins

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Gefährten” (War Horse, USA 2011)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs “Lincoln” (Lincoln, USA 2012)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ (Bridge of Spies, USA 2015)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „BFG – Big Friendly Giant (The BFG, USA 2016)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Die Verlegerin“ (The Post, USA 2017)

Meine Besprechung von Steven Spielbergs „Ready Player One“ (Ready Player One, USA 2018)

Steven Spielberg in der Kriminalakte


Cover der Woche

Februar 25, 2020


TV-Tipp für den 25. Februar: Galaxy Quest – Planlos durchs Weltall

Februar 24, 2020

Kabel Eins, 20.15

Galaxy Quest – Planlos durchs Weltall (Galaxy Quest, USA 1999)

Regie: Dean Parisot

Drehbuch: David Howad, Robert Gordon

Außerirdische halten die alte, schon lange eingestellte TV-Science-Fiction-Serie „Galaxy Quest“ für eine Dokumentation. In höchster Not wenden die Aliens sich an die von ihrem vergangenem Ruhm zehrenden Hauptdarsteller der Serie. Sie sollen ihnen beim Kampf gegen einen intergalaktischen Bösewicht helfen. Nur: können die Schauspieler auch ohne Drehbuch siegreich sein?

Kultige Parodie auf, um nur das bekannteste Vorbild zu nennen, „Raumschiff Enterprise“ und das „Star Trek“-Fantum, als es noch ein überschaubares Nerd-Familientreffen war. „spritzige Persiflage, die zugleich eine ebenso liebevolle wie augenzwinkernde Hommage an die Science-Fiction-Serien der 70er Jahre ist (…) mit den Zuschauern im Kino [haben] auch die Darsteller auf der Leinwand einen Heidenspaß.“ (Anke Sterneborg, SZ, 13. April 2000)

Mit Tim Allen, Sigourney Weaver, Alan Rickman, Tony Shalhoub, Sam Rockwell, Daryl Mitchell

Wiederholung: Dienstag, 25. Februar, 00.10 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Galaxy Quest“

Wikipedia über „Galaxy Quest“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Dean Parisots „R. E. D. 2 – Noch älter. Härter. Besser.“ (R. E. D. 2/Red 2, USA 2013)


Ein „Tanz auf dem Vulkan“ mit dem siebten Doctor Who (+ zwei Hinweise auf Romane)

Februar 24, 2020

Inzwischen muss man auch in Deutschland Doctor Who nicht mehr vorstellen. Der vom BBC 1963 als TV-Serie erfundene Doctor Who, ein neugierig-freundlicher Zeitreisender, der sich immer auf neue Entdeckungen, Welten und Wesen freut, ist inzwischen ein weltweiter Erfolg. Im Fernsehen erlebt inzwischen der dreizehnte Doktor seine Abenteuer. Obwohl es jetzt eigentlich ihre heißen muss. Denn der dreizehnte Doktor wird von Jodie Whittaker gespielt und damit ist der Doktor in seiner neuesten Inkarnation erstmals eine Frau. In Deutschland läuft „Doctor Who“ aktuell auf ONE. Für die nimmermüde Fangemeinde gibt es schon seit Ewigkeiten Bücher und Comics, die dann auch Geschichten mit älteren Doktoren erzählen können. So erzählen Ben Aaronovitch und Andrew Cartmel, die auch schon für die TV-Serie arbeiteten, in ihrem neuen Comic „Tanz auf dem Vulkan“ ein Abenteuer des siebten Doktors.

Die Geschichte spielt 1967 in der australischen Wüste und 2029 im Erdorbit. Im Erdorbit taucht plötzlich ein riesiges Raumschiff auf. In dem Schiff ist ein vollbärtiger, langhaariger Mann, der sich Captain Gilmore nennt und als erstes nach einer Tasse Tee verlangt.

1967 wurde in der australischen Wüste im Maralinga-Atomwaffengelände ein Raumschiff entdeckt. Captain Gilmore von der Royal Air Force und der Invasionsabwehrgruppe bittet Doctor Who um Hilfe. Er soll alles über das Schiff und seine Passagiere herausfinden. Vor allem natürlich, ob sie eine Bedrohung für die Menschheit sind.

Mit etwas Kalter-Krieg-Spionage-Zeitkolorit erzählen Aaronivitch und Cartmel ein weiteres spannendes „Doctor Who“-Abenteuer, in dem er mit seiner freundlich-gewitzten Art und Neugierde eine Katastrophe verhindern kann.

Ergänzt wird diese lange Geschichte um die kürzeren, unterhaltsam in fremden Welten spielende Comics „Ein Hügel Bohnen“ (Text: Richard Dinnick, Zeichnungen: Jessica Martin), „Das Armageddon-Spiel“ (Text: John Freeman, Zeichnungen: Christopher Jones) und, mit dem ersten Doktor und in Schwarzweiß, „Zwischen den Zeilen“ (Text: Paul Cornell, Zeichnungen: John Stokes).

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Ben Aaronovitch/Andrew Cartmel/Christoper Jones/Marco Lesko: Doctor Who – Der siebte Doctor: Tanz auf dem Vulkan

(übersetzt von Claudia Kern)

Panini, 2019

128 Seiten

17 Euro

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Originalausgabe

Doctor Who – The Seventh Doctor: Operation Volcano

Titan Comics, 2018

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Neue Texte ohne Bilder von Ben Aaronovitch und Andrew Cartmel

Neben ihrer Arbeit für „Doctor Who“ schreiben die Herren Aaronovitch und Cartmel auch fleißig Kriminalromane. Zuletzt erschienen auf Deutsch die neuen Romane mit Peter Grant und dem Vinyl-Detektiv.

In Ben Aaronivitchs „Die Glocke von Whitechapel“ muss Detective Constable und Zauberlehrling Peter Grant den gesichtslosen Magier finden, bevor dieser ganz London vernichten kann. In dieser Welt gibt es Magier, Geister und all das Zeug, das es laut unseren Eltern nicht gibt.

In Andrew Cartmels „Killer Rock“ sucht der Vinyl-Detektiv das in den Sechzigern verschwundene Kind einer britischen Sechziger-Jahre-Rock-Ikone. In dieser Welt gibt es Schallplatten, bekannte Musiker und viel drogengeschwängerte Rockmusik. Also all das Zeug, das unsere Eltern genossen haben, als sie jung waren.

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Andrew Cartmel: Killer Rock

(übersetzt von Susanna Mende)

Suhrkamp, 2020

448 Seiten

10,95 Euro

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Originalausgabe

The Vinyl Detective – The Run-Out Groove

Titan Books, 2017

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Ben Aaronovitch: Die Glocke von Whitechapel

(übersetzt von Christine Blum)

dtv, 2019

416 Seiten

10,95 Euro

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Originalausgabe

Lies Sleeping

Gollancz, London, 2018

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Hinweise

Homepage von Ben Aaronovitch

dtv über Ben Aaronovitch

Wikipedia über Ben Aaronovitch (deutsch, englisch) und Andrew Cartmel

Meine Besprechung von Ben Aaronovitchs „Schwarzer Mond über Soho“ (Moon over Soho, 2011)

Mein Besprechung von Ben Aaronivitchs „Geister auf der Metropolitan Line“ (The furthest station, 2017)

Meine Besprechung von Ben Aaronovitch/Andrew Cartmel/Lee Sullivan/Luis Guerreros „Die Flüsse von London: Autowahn“ (Rivers of London: Body Work, 2016)

Meine Besprechung von Ben Aaronovitch/Andrew Cartmel/Lee Sullivan/Luis Guerrero: Die Flüsse von London – Die Nachthexe (Rivers of London: Night Witch, 2016)

Blog von Andrew Cartmel

BBC über „Doctor Who“ (englisch)

Wikipedia über „Doctor Who“ (deutsch, englisch)

BBC-YouTube-“Doctor Who“-Kanal (zum Abtauchen in den Strudel jenseits von Raum und Zeit)

Meine Besprechung von Stephen Baxters „Doctor Who: Rad aus Eis“ (Dcotor Who: The Wheel of Ice, 2012)

Meine Besprechung des Sammelbandes „Doctor Who: 11 Autoren – 11 Geschichten“ (Doctor Who – 11 Doctors 11 Stories, 2013)

Meine Besprechung von Justin Richards‘ „Doctor Who: Silhouette“ (Doctor Who: Silhouette, 2014)

Meine Besprechung von Terry McDonoughs Spielfilm über die Anfänge von „Doctor Who“ „Ein Abenteuer in Raum und Zeit“ (An Adventure in Space and Time, Großbritannien 2013)

 


TV-Tipp für den 24. Februar: Sex, Trump & Fox News – Aufstieg und Fall des Roger Ailes

Februar 23, 2020

ZDFinfo, 21.45

Sex, Trump & Fox News – Aufstieg und Fall des Roger Ailes (Divide and Conquer: The Story of Roger Ailes, USA 2018)

Regie: Alexis Bloom

Drehbuch: Alexis Bloom

TV-Premiere einer ausgezeichneten, spielfilmlangen Dokumentarfilmergänzung zu dem satirischen Drama „Bombshell“ über einige Frauen, die sich gegen sexuelle Belästigungen von Roger Ailes und den Mitarbeitern seines Senders Fox News wehrten.

Alexis Bloom zeichnet in einer gelungenen Mischung aus aktuellen Interviews und Archivmaterial das Leben des Fox-News-Gründers Roger Ailes nach. Seine Karriere als Politikberater begann Ailes für Richard Nixon. Zuletzt unterstützte er mit seinem rechten Radausender die Wahlkampagne von Donald Trump. Er machte ihn zum Präsidenten.

Vor „Sex, Trump & Fox News“ zeigt ZDFinfo um 20.15 Uhr „Die Trumps – Aus der Pfalz ins Weiße Haus“ und um 21.00 Uhr „Citizen Trump – Eine amerikanische Karriere“ und danach, um 23.30 Uhr die 90-minütige Doku „Watergate – Der größte Skandal der USA“.

Mit (teilweise Archivaufnahmen) Roger Ailes, Glenn Beck, Mitch McConnell, Richard Nixon, Austin Pendleton, Nancy Reagan, Ronald Reagan, Alison Rooney, Charlie Rose, David Shuster, Felycia Sugarman, John Wayne

Hinweise

ZDFinfo: „Sex, Trump & Fox News“ in der Mediathek (bis zum 24. 2. 2021)

Rotten Tomatoes über „Sex, Trump & Fox News“

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DP/30 unterhält sich mit Alexis Bloom über ihre Doku

Build unterhält sich mit Alexis Bloom und Alex Gibney (der den Film produzierte) über die Doku

 


TV-Tipp für den 23. Februar: Dunkirk

Februar 22, 2020

Pro7, 20.15

Dunkirk (Dunkirk, USA/Frankreich/Großbritannien 2017)

Regie: Christopher Nolan

Drehbuch: Christopher Nolan

TV-Premiere. In drei ineinander verschachtelten Geschichten erzählt Christopher Nolan die legendäre, 1940 einen Nationalmythos begründende Rettung der britischen Soldaten an der französischen Nordseestadt Dünkirchen nach.

Formal brillanter, inhaltlich reichlich altbackener Kriegsfilm.

Mehr in meiner ausführlichen Besprechung.

mit Fionn Whitehead, Tom Glynn-Carney, Jack Lowden, Harry Styles, Aneurin Barnard, James D’Arcy, Barry Keoghan, Kenneth Branagh, Cillian Murphy, Mark Rylance, Tom Hardy

Wiederholung: Montag, 24. Februar, 00.50 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Englische Homepage zum Film

Moviepilot über „Dunkirk“

Metacritic über „Dunkirk“

Rotten Tomatoes über „Dunkirk“

Wikipedia über „Dunkirk“ (deutsch, englisch)

Englische Christopher-Nolan-Fanseite

Meine Besprechung von Christopher Nolans „Interstellar“ (Interstellar, USA/Großbritannien 2014)

Meine Besprechung von Christopher Nolans „Dunkirk“ (Dunkirk, USA/Frankreich/Großbritannien 2017)


TV-Tipp für den 22. Februar: Green Zone

Februar 21, 2020

ZDF neo, 23.20

Green Zone (Green Zone, USA 2010)

Regie: Paul Greengrass

Drehbuch: Brian Helgeland

LV: Rajiv Chandrasekaran: Imperial Life In The Emerald City, 2006

Bagdad, April 2003: Nach der Invasion suchen US-Offizier Roy Miller und sein Team die Massenvernichtungswaffen von Saddam Hussein, die ja damals der offizielle Kriegsgrund waren.

Gelungener Mix aus Polit-Thriller und Kriegsfilm von Paul Greengrass und Matt Damon, die auch für die „Bourne“-Filme verantwortlich sind.

mit Matt Damon, Jason Isaacs, Amy Ryan, Greg Kinnear, Brendan Gleeson

Wiederholung: Sonntag, 23. Februar, 02.30 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Green Zone“

Wikipedia über „Green Zone“ (deutsch, englisch)

Meine Besprechung von Paul Greengrass’ “Captain Phillips” (Captain Phillips, USA 2013)

Meine Besprechung von Paul Greengrass‘ „Jason Bourne“ (Jason Bourne, USA 2016)


TV-Tipp für den 21. Februar: True Grit – Vergeltung

Februar 20, 2020

Wegen des Todes von Charles Portis (28. Dezember 1933 – 17. Februar 2020)

Tele 5, 20.15

True Grit (True Grit, USA 2010)

Regie: Joel Coen, Ethan Coen

Drehbuch: Joel Coen, Ethan Coen

LV: Charles Portis: True Grit, 1968 (Die mutige Mattie; True Grit)

Die vierzehnjährige Mattie Ross will den Mörder ihres Vaters, den Feigling Tom Chaney, finden. Für die Jagd engagiert sie den versoffenen, aber furchtlosen Marschall Rooster Cogburn.

Ein zukünftiger Western-Klassiker

mit Jeff Bridges, Hailee Steinfeld, Matt Damon, Josh Brolin, Barry Pepper

Wiederholung: Montag, 24. Februar, 01.00 Uhr (Taggenau!)

Hinweise

Wikipedia über Charles Portis (deutsch, englisch) und „True Grit“

New York Times über Charles Portis (19. Dezember 2010)

Amerikanische Homepage zu „True Grit“ (Coen-Version)

Deutsche Homepage zu „True Grit“ (Coen-Version)

Metacritic über “True Grit”

Rotten Tomatoes über “True Grit”

Drehbuch „True Grit“ von Joel und Ethan Coen

Meine Besprechung von Charles Portis’ Roman „True Grit/Die mutige Mattie“ (True Grit, 1968)

Meine Besprechung von Bill Green/Ben Peskoe/Will Russell/Scott Shuffitts „Ich bin ein Lebowski, du bist ein Lebowski – Die ganze Welt des Big Lebowski“ (I’m a Lebowski, you’re a Lebowski, 2007)

Meine Besprechung des Coen-Films „Blood Simple – Director’s Cut“ (Blood Simple, USA 1984/2000)

Meine Besprechung von Michael Hoffmans “Gambit – Der Masterplan” (Gambit, USA 2012 – nach einem Drehbuch von Joel und Ethan Coen)

Meine Besprechung des Coen-Films “Inside Llewyn Davis” (Inside Llewyn Davis, USA/Frankreich  2013)

Meine Besprechung des Coen-Films „Hail, Caesar!“ (Hail, Caesar!, USA/Großbritannien 2016)

Die Coen-Brüder in der Kriminalakte