Die Krimibestenliste Januar und Februar 2022

Februar 7, 2022

Im Februar stehen auf der von Deutschlandfunk Kultur monatlich präsentierten Krimibestenliste:

1 (9) Denise Mina: „Totstück“

Aus dem Englischen von Karen Gerwig

Ariadne im Argument Verlag, Hamburg 2021

317 Seiten, 23 Euro

2 (1) Colin Niel: „Unter Raubtieren“

Aus dem Französischen von Anne Thomas

Lenos, Basel 2021

404 Seiten, 24 Euro

3 (-) Mike Nicol: „Das Schlupfloch“

Aus dem Englischen von Mechthild Barth

btb, München 2021

524 Seiten, 11 Euro

4 (-) Omar Shahid Hamid: „Verrat“

Aus dem Englischen von Almuth Degener

Draupadi, Heidelberg 2021

328 Seiten, 19,80 Euro

5 (-) Zhou Haohui: „18/4 – Der Hauptmann und der Mörder“

Aus dem Englischen von Julian Haefs

Heyne, München 2022

398 Seiten, 13 Euro

6 (-) Doug Johnstone: „Eingeäschert“

Aus dem Englischen von Jürgen Bürger

Polar, Stuttgart 2022

423 Seiten, 25 Euro

7 (5) Liz Nugent: „Kleine Grausamkeiten“

Aus dem Englischen von Kathrin Razum

Steidl, Göttingen 2021

400 Seiten, 24 Euro

8 (4) Elizabeth Wetmore: „Wir sind dieser Staub“

Aus dem Englischen von Eva Bonné

Eichborn, Köln 2021

320 Seiten, 22 Euro

9 (-) Candas Jane Dorsey: „Drag Cop“

Aus dem Englischen von Conny Lösch

Suhrkamp, Berlin 2021

361 Seiten, 11 Euro

10 (7) Candice Fox: „606“

Aus dem Englischen von Andrea O’Brien

Suhrkamp, Berlin 2021

467 Seiten, 16,95 Euro

Und, als Nachtrag (weil die Liste nicht mehr automatisch und mit einem eindeutigem Betreff in meinem Postfach landet), die Januar-Bestenliste:

1 (4) Colin Niel: „Unter Raubtieren“

Aus dem Französischen von Anne Thomas

Lenos, Basel 2021

404 Seiten, 24 Euro

2 (6) Attica Locke: „Black Water Rising“

Aus dem Englischen von Andrea Stumpf und Gabriele Werbeck

Polar, Stuttgart 2021

456 Seiten, 24 Euro

3 (2) Carlo Lucarelli: Der schwärzeste Winter

Aus dem Italienischen von Karin Fleischanderl

Folio, Wien 2021

316 Seiten, 22 Euro

4 (1) Elizabeth Wetmore: „Wir sind dieser Staub“

Aus dem Englischen von Eva Bonné

Eichborn, Köln 2021

320 Seiten, 22 Euro

5 (-) Liz Nugent: „Kleine Grausamkeiten“

Aus dem Englischen von Kathrin Razum

Steidl, Göttingen 2021

400 Seiten, 24 Euro

6 (3) Regina Nössler: Katzbach

Konkursbuch, Tübingen 2021

348 Seiten, 12,90 Euro

7 (-) Candice Fox: „606“

Aus dem Englischen von Andrea O’Brien

Suhrkamp, Berlin 2021

467 Seiten, 16,95 Euro

8 (-) Robert Brack: „Blizzard“

Ellert & Richter, Hamburg 2021

284 Seiten, 12 Euro

9 (-) Denise Mina: „Totstück“

Aus dem Englischen von Karen Gerwig

Ariadne im Argument Verlag, Hamburg 2021

317 Seiten, 23 Euro

10 (5) John le Carré: „Silverview“

Aus dem Englischen von Peter Torberg

Ullstein, Berlin 2021

252 Seiten, 24 Euro


Die Glauser-Nominierungen 2022

Februar 7, 2022

Wer die diesjährigen Glauser-Preise erhält, verrät das Syndikat, der Autorenverein für deutschsprachige Kriminalliteratur, in Iserlohn am Samstag, den 21. Mai 2022 auf der Criminale. Wer sie erhalten könnte, hat die ehrenwerte Gesellschaft heute verraten. Nominiert sind:

in der Kategorie „Roman“

Simone Buchholz: River Clyde (Suhrkamp Nova)

Petra Ivanov: Stumme Schreie (Unionsverlag)

Jörg Juretzka: Nomade (Rotbuch Verlag)

Ina Resch (Regina Ramstetter): Die Farbe des Vergessens (Emons)

Michael Wallner: Shalom Berlin – Gelobtes Land (Piper)

in der Kategorie „Debütroman“

Marcel Häusler: Kant und der sechste Winter (Heyne Verlag)

Eberhard Michaely: Frau Helbing und der tote Fagottist (Kampa Verlag)

Sarah Nisi: Ich will dir nah sein (btb)

Johann Palinkas: Coup (Benevento Verlag)

Eric Sander: Die letzte Wahl (Luebbe Verlag)

in der Kategorie „Kurzkrimi“

Peter Godazgar: „In der Werkstatt“ (In: Im Mordfall Iserlohn, Emons Verlag)

Kathrin Heinrichs: „Freier Fall“ (In: Im Mordfall Iserlohn, Emons Verlag)

Julia Hofelich: „Täter“ (In: Schwabens Abgründe, Silberburg-Verlag)

Thomas Kastura: „Wilderer“ (In: Mordsmäßig Münchnerisch 3, Hirschkäfer Verlag)

Stephan Pörtner: „Züribieter Wandervögel“ (In: MordsSchweiz, Gmeiner Verlag)

in der Kategorie „Kinderkrimi“

Jens Baumeister: Joscha & Marie und die Frage, wie man seine Eltern rettet ohne einen Urknall auszulösen (Planet Verlag)

Ute Krause: Papanini. Pinguin in Gefahr (Edel Books)

Cornelia Franz: Calypsos Irrfahrt (Carlsen Verlag)

in der Kategorie „Jugendkrimi“

Elisabeth Herrmann: Ravna. Tod in der Arktis (CBJ Verlag)

Dirk Reinhardt: Perfect Storm (Verlag Gerstenberg)

Margit Ruile: Der Zwillingscode (Verlag Loewe)

Ehren-Glauser

Beate und Jeff Maxian


„Best of Cinema“ hält am Dienstag am „Mulholland Drive“

Januar 28, 2022

Am Dienstag, den 1. Februar, geht es in der monatlichen „Best of Cinema“-Reihe weiter mit David Lynchs „Mulholland Drive“. Und wenn ich einen Blick auf die umfangreiche Liste der hiesigen Kinos werfe, die den Film zeigen, scheint die Idee der Reihe gut anzukommen. Denn viele Kinos zeigen die neue, von Lynch beaufsichtigte 4K-Restaurierung.

Die Handlung von „Mulholland Drive“ kann, wie bei dem ähnlich strukturiertem „Lost Highway”, kaum wiedergegeben werden. Denn dafür springt sie zu sehr zwischen Traum und Wirklichkeit, Gegenwart und Vergangenheit, hin und her.

Der Neo-Noir-Mystery-Thriller beginnt mit einem Autounfall. Eine junge Schönheit (Laura Elena Harring) verliert dabei ihr Gedächtnis. Sie irrt durch das nächtliche Hollywood, findet bei der jungen Schauspielerin Betty (Naomi Watts) Unterschlupf und nennt sich, nach einem Filmplakat, Rita. Gemeinsam versuchen die beiden Frauen hinter Ritas Geheimnis zu kommen.

Diese Suche ist dann vollkommen irreal, surreal und doch auch vollkommen logisch. Inzwischen wird „Mullholland Drive“ David Lynchs vollendetstes Werk genannt.

Zahlreiche Preise und noch mehr Nominierungen sagen einiges über die Qualität von “Mulholland Drive” aus. Lynch erhielt 2001 beim Filmfestival in Cannes den Preis für die beste Regie. Der Film erhielt den César als bester ausländischer Film. Für Krimifans ist die Nominierung von „Mulholland Drive“ für den Edgar als bester Kriminalfilm des Jahres wichtig. Für Science-Fiction-Fans ist es die Nominierung für den Saturn Award als bester Science-Fiction-Film. Beide Male wurde Christopher Nolans „Memento“ als bester Film ausgezeichnet.

David Lynch: „Ich habe zuerst visuelle Einfälle (…) So war es auch bei ‚Mulholland Drive‘. Ich bin eines Nachts wirklich über diese Straße gefahren, oberhalb von Los Angeles in den Bergen von Santa Maria. Alles fügte sich in meinem Kopf zum perfekten Bild: die mystische Dunkelheit, die symbolischen Gegenstände, die unheimliche Atmosphäre. Es entstanden sofort ganz konkrete Vorstellungen, wie bestimmte Szenen in meinem Film auszusehen haben. (…) Ich glaube, man muss meine visuellen und akustischen Einfälle auf sich wirken lassen und in ihren Sog geraten. Und zum Schluss soll man aus dem Kino kommen und im Idealfall meine Bilder nicht mehr loswerden.“ (AZ, 31. Januar 2002)

Am 1. März wird „Total Recall – Totale Erinnerung“ (natürlich die grandiose Version von Paul Verhoeven mit Arnold Schwarzenegger in der Hauptrolle und, natürlich, in einer restaurierten Fassung) im Rahmen der „Best of Cinema“-Reihe gezeigt.

Mulholland Drive – Straße der Finsternis (Mulholland Dr., USA/Frankreich 2001)

Regie: David Lynch

Drehbuch: David Lynch

mit Naomi Watts, Laura Elena Harring, Justin Theroux, Ann Miller, Robert Forster, Dan Hedaya, Lee Grant, Billy Ray Cyrus, Chad Everett, Mark Pellegrino

Hinweise

Rotten Tomatoes über „Mulholland Drive“

Wikipedia über „Mulholland Drive“ (deutsch, englisch)

Homepage von David Lynch

Meine Besprechung von David Lynchs „Der Wüstenplanet“ (Dune, USA 1984) und der gleichnamigen Vorlage von Frank Herbert

Meine Besprechung von David Lynchs „Lost Highway“ (Lost Highway, USA 1997)


Impressionen aus Berlin

Januar 22, 2022

Gestern, also Freitag, am späten Vormittag, auf der Putlitzbrücke mit Schnee und Eis auf dem Geh- und Radweg

Stunden später, ein malerischer Sonnenuntergang am Westhafen, mit einem eisigen Wind; der Gehweg war immer noch vereist


Der Deutsche Krimipreis 2021

Dezember 27, 2021

Zum 38. Mal wurde der Deutscher Krimipreis (DKP) verkündet. Dieses Mal geht der undotierte Preis an folgende Romane:

National

1. Platz: Merle Kröger: Die Experten (Suhrkamp)

2. Platz: Johannes Groschupf: Berlin Heat (Suhrkamp)

3. Platz: Susanne Saygin: Crash (Heyne)

International

1. Platz: David Peace: Tokio, neue Stadt (Liebeskind). Deutsch von Peter Torberg

2. Platz: Colin Niel: Nur die Tiere (Lenos). Deutsch von Anne Thomas

3. Platz: Garry Disher: Moder (Pulp Master). Deutsch von Ango Laina und Angelika Müller

Einen herzlichen Glüchwunsch an die Gewinner*innen – und Garry Dishers „Moder“ wird hier auch noch besprochen. Großes Einbrecherehrenwort.


24. Dezember 2021

Dezember 24, 2021


Die Krimibestenliste Dezember 2021

Dezember 12, 2021

Dank aktiver Verdrängung meinerseits etwas später als gewohnt: die Krimibestenliste von Deutschlandfunk Kultur für den Monat mit den längsten Nächten:

1 (4) Elizabeth Wetmore: „Wir sind dieser Staub“

Aus dem Englischen von Eva Bonné

Eichborn, Köln 2021

320 Seiten, 22 Euro

2 (8) Carlo Lucarelli: „Der schwärzeste Winter“

Aus dem Italienischen von Karin Fleischanderl

Folio, Wien 2021

316 Seiten, 22 Euro

3 (5) Regina Nössler: „Katzbach“

Konkursbuch, Tübingen 2021

348 Seiten, 12,90 Euro

4 (-) Colin Niel: „Unter Raubtieren“

Aus dem Französischen von Anne Thomas

Lenos, Basel 2021

404 Seiten, 24 Euro

5 (2) John le Carré: „Silverview“

Aus dem Englischen von Peter Torberg

Ullstein, Berlin 2021

252 Seiten, 24 Euro

6 (-) Attica Locke: „Black Water Rising“

Aus dem US-Amerikanischen von Andrea Stumpf und Gabriele Werbeck

Polar, Stuttgart 2021

456 Seiten, 24 Euro

7 (1) Garry Disher: „Moder“

Aus dem Englischen von Ango Laina und Angelika Müller

Pulp Master, Berlin 2021

302 Seiten, 14,80 Euro

8 (4) Tana French: „Der Sucher“

Aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann

Scherz, Frankfurt am Main 2021

496 Seiten, 22 Euro

9 (9) Frank Göhre: „Die Stadt, das Geld und der Tod „

CulturBooks, Hamburg 2021

160 Seiten, 15 Euro

10 (10) Ursula Hasler: „Die schiere Wahrheit“

Limmat, Zürich 2021

344 Seiten, 29 Euro

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Einiges davon steht auch auf meiner Zu-lesen-Liste. Im Moment bin ich allerdings mit der Neuübersetzung von Raymond Chandlers „Die Lady im See“ (ja, den Klassiker kennen wir im Original oder in der alten Übersetzung), Frank Schmolkes Sebastian-Fitzek-Comicadaption „Der Augensammler“ und Pieke Biermanns Berlin-Quartett (mit vier Krimis, neu herausgegeben, in das Berlin zwischen 1987 und 1997) beschäftigt. Alle drei bis sieben Werke erfüllen nicht die Voraussetzungen, um in die Krimibestenliste aufgenommen zu werden.


Die Gewinner der 34. Europäischen Filmpreises

Dezember 12, 2021

Ohne weitere Vorrede: die diesjährigen European Film Awards gingen an:

EUROPEAN FILM 2021

QUO VADIS, AIDA?

Regie: Jasmila Žbanić

Bosnien & Herzegowina, Österreich, Niederlande, Frankreich, Polen, Norwegen, Deutschland, Rumänien, Türkei

EUROPEAN COMEDY 2021

NINJABABY

Regie: Yngvild Sve Flikke

Norwegen

EUROPEAN DISCOVERY 2021 – Prix FIPRESCI

PROMISING YOUNG WOMAN

Regie: Emerald Fennell

USA, Großbritannien

EUROPEAN DOCUMENTARY 2021

FLEE

FLUGT

Regie: Jonas Poher Rasmussen

Dänemark, Frankreich, Schweden, Norwegen

EUROPEAN ANIMATED FEATURE FILM 2021

FLEE

FLUGT

Regie: Jonas Poher Rasmussen

Dänemark, Frankreich, Schweden, Norwegen

EUROPEAN SHORT FILM 2021

MY UNCLE TUDOR

NANU TUDOR

Regie: Olga Lucovnicova

Belgien/Portugal/Ungarn/Moldawien 2020, Dokumentation, 20 min

(Ausgewählt von Sarajevo Film Festival)

EUROPEAN DIRECTOR 2021:

Jasmila Žbanić für QUO VADIS, AIDA?

EUROPEAN ACTRESS 2021:

Jasna Đuričić in QUO VADIS, AIDA?

EUROPEAN ACTOR 2021:

Anthony Hopkins in THE FATHER

EUROPEAN SCREENWRITER 2021:

Florian Zeller & Christopher Hampton für THE FATHER

EUROPEAN CINEMATOGRAPHY 2021

Crystel Fournier für GROßE FREIHEIT

EUROPEAN EDITING 2021

Mukharam Kabulova für UNCLENCHING THE FISTS

EUROPEAN PRODUCTION DESIGN 2021

Márton Ágh für NATURAL LIGHT

EUROPEAN COSTUME DESIGN 2021

Michael O’Connor für AMMONITE

EUROPEAN HAIR & MAKE-UP 2021

Flore Masson, Olivier Afonso & Antoine Mancini für TITANE

EUROPEAN ORIGINAL SCORE 2021

Nils Petter Molvær & Peter Brötzmann für GROßE FREIHEIT

EUROPEAN SOUND 2021

Gisle Tveito & Gustaf Berger für THE INNOCENTS

EUROPEAN VISUAL EFFECTS 2021

Peter Hjorth & Fredrik Nord für LAMB

EUROPEAN LIFETIME ACHIEVEMENT

Márta Mészáros

EUROPEAN ACHIEVEMENT IN WORLD CINEMA

Susanne Bier

EUROPEAN INNOVATIVE STORYTELLING

Steve McQueen für SMALL AXE

EURIMAGES CO-PRODUCTION AWARD 2021

Maria Ekerhovd

EFA YOUNG AUDIENCE AWARD 2021

THE CROSSING

FLUKTEN OVER GRENSEN

Regie: Johanne Helgeland

Norwegen

EUROPEAN UNIVERSITY FILM AWARD 2021

FLEE

FLUGT

Regie: Jonas Poher Rasmussen

Dänemark, Frankreich, Schweden, Norwegen


Der Crime Cologne Award 2021 geht an „Kalmann“

November 21, 2021

Joachim B. Schmidt erhielt am Donnerstag für seinen Kriminalroman „Kalmann“ (Diogenes) den diesjährigen Crime Cologne Award.

Die Jury begründet ihrer Wahl so:

Die Jury zeichnet mit »Kalmann« einen klassischen Schelmenroman im Gewand eines Krimis aus, in dessen Mittelpunkt ein Besonderling steht.

Mit viel Feingefühl und Empathie zeichnet Schmidt seinen Helden, dessen kindlich-naive Erzählweise dem Autor brillant gelingt. Dabei werden aus der mündlichen Plapperei der Hauptfigur literarische Wortspiele von besonderer Qualität.

Mit seinem lakonisch-eigenwilligen, mit ironischen Einsprengseln gekonnt verfeinerten Ton hebt sich »Kalmann« von der Masse der eingereichten Krimis auf beeindruckende Weise ab.“

Auf der Shortlist standen

Orkun Ertener: Was bisher geschah (Scherz)

Marcel Huwyler: Frau Morgenstern und der Verrat (Grafit)

Merle Kröger: Die Experten (Suhrkamp)

Ben Riffko: Grünes Öl (Heyne)

Joachim B. Schmidt: Kalmann (Diogenes)

Matthias Wittekindt: Vor Gericht (Kampa)


Die Krimibestenliste November 2021

November 7, 2021

Die Dunkelheit kommt früher und bleibt länger. Draußen ist es inzwischen zu kalt für lauschige Biergartenabende. Dafür wird die Zeit, die mit einem gutem Buch im flackernden Licht einer Kerze verbracht werden kann, länger. Deutschlandfunk Kultur gibt in seiner monatlichen Krimibestenliste einige Leseempfehlungen:

1 (1) Garry Disher: „Moder“

Aus dem Englischen von Ango Laina und Angelika Müller

Pulp Master, Berlin 2021

302 Seiten, 14,80 Euro

2 (-) John le Carré: „Silverview“

Aus dem Englischen von Peter Torberg

Ullstein, Berlin 2021

252 Seiten, 24 Euro

3 (4) Tana French: „Der Sucher“

Aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann

Scherz, Frankfurt am Main 2021

496 Seiten, 22 Euro

4 (-) Elizabeth Wetmore: „Wir sind dieser Staub“

Aus dem Englischen von Eva Bonné

Eichborn, Köln 2021

320 Seiten, 22 Euro

5 (-) Regina Nössler: „Katzbach“

Konkursbuch, Tübingen 2021

348 Seiten, 12,90 Euro

6 (9) Hannelore Cayre: „Reichtum verpflichtet“

Aus dem Französischen von Iris Konopik

Ariadne im Argument Verlag, Hamburg 2021

256 Seiten, 20 Euro

7 (3) Ivy Pochoda: „Diese Frauen“

Aus dem Englischen von Sigrun Arenz

ars vivendi, Cadolzburg 2021

360 Seiten, 23 Euro

8 (-) Carlo Lucarelli: „Der schwärzeste Winter“

Aus dem Italienischen von Karin Fleischanderl

Folio, Wien 2021

316 Seiten, 22 Euro

9 (10) Frank Göhre: „Die Stadt, das Geld und der Tod „

CulturBooks, Hamburg 2021

160 Seiten, 15 Euro

10 (-) Ursula Hasler: „Die schiere Wahrheit“

Limmat, Zürich 2021

344 Seiten, 29 Euro

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.

Und weil Wiederauflagen nicht in die Bestenliste aufgenommen werden dürfen, empfehle ich schnell Robin Detjes Neuübersetzung von Raymond Chandlers Phlip-Marlowe-Privatdetektivroman „Die Lady im See“. Erschienen bei Diogenes für 22 Euro.

Dort erschien auch, für 16 Euro, eine Neuausgabe von Valerie Wilson Wesleys erstem Tamara-Hayle-Privatdetektivkrimi „Ein Engel über deinem Grab“. Der Krimi war für einen Shamus Award nominiert.

Bei Anaconda erschien, für 29,95 Euro, eine hübsche Neuausgabe aller von Arthur Conan Doyle geschriebenen Sherlock-Holmes-Geschichten in drei Bänden. Die alten, zu Beginn des vorherigen Jahrhunderts entstandenen Übersetzungen wurden durchgesehen und behutsam überarbeitet; einige Geschichten wurden neu übersetzt.

Wer also Lücken in seinem Wissen über die Arbeit von Privatdetektiven schließen möchte, hat hier drei eindeutige Kaufempfehlungen. Außerdem sieht ein Klassiker im Bücherregal immer gut aus.


Honest Trailers über die Sean-Connery-James-Bond-Filme

Oktober 19, 2021

Honest Trailers hat sich die James-Bond-Filme mit Sean Connery vorgenommen:

Wenn ich den Trailer richtig interpretiere, werden ehrliche Trailer über die anderen Bond-Darsteller folgen.

Bis dahin gibt es noch einen Kommentar zum Trailer, der viel länger als der Trailer ist. Also eher ein Gespräch über den Trailer:


„One World Berlin: Menschenrechte aktuell“ zeigt vor dem Kinostart „Dear Future Children“

Oktober 4, 2021

Weil ich das Filmgespräch moderiere, gibt es jetzt eine Ankündigung für „Dear Future Children“ (Deutschland 2021). Das Gespräch mit Chiu Kit Lam (Gründungsmitglied von Hongkonger in Deutschland e.V) ist am Mittwoch, den 6. Oktober um 20.00 Uhr im Lichtblick-Kino (Kastanienallee 77, Berlin).

Der sehenswerte Film startet am 14. Oktober 2021 in den deutschen Kinos.

Kinokarten müssen online gekauft werden.

Und jetzt die Ankündigung:

Mittwoch, 06. Oktober 2021, 20:00 Uhr

Dear Future Children (Deutschland/Großbritannien/Österreich 2020)
Regie: Franz Böhm

 

Rauch auf den Straßen der chilenischen Hauptstadt Santiago, die Gesichter junger Menschen verdeckt von Gasmasken. Ein schier anarchistisch anmutender Protestaufzug für soziale Gerechtigkeit, opponiert von massiver Polizeigewalt. Es folgt Uganda, wo Unmengen an Plastikmüll in den Gewässern treiben. Ein Protestzug junger Menschen in natur-grünen Oberteilen lässt ihre emotional geladenen Stimmen für den Klimaschutz durch die Stadt hallen. Anschließend leiten schrill dröhnende Polizeisirenen in eine Hongkonger Nacht über. Inmitten der von Neonlicht erleuchteten Gassen eilen Reporter*innen in reflektierenden Westen den brutalen Geschehnissen hinterher. Junge Aktivist*innen und schwer bewaffnete Polizist*innen prallen aufeinander.

Vereint sind diese Geschehen im Aufruhr der jungen Bevölkerung mit dem Willen, die Gegenwart zu verändern und eine lebenswerte Zukunft zu schaffen. Dear Future Children widmet sich einer Betrachtung dieser Jugendbewegungen und erzählt die Geschichten dreier junger Aktivistinnen aus Chile, Uganda und Hongkong in einer durchgehenden Parallelmontage. Mit den Geschichten dieser Bewegungen

reflektiert der Film in intensiver Betrachtung den rebellischen Puls der Zeit, in welcher sich engagierte und ideenreiche junge Menschen dazu entschließen die Welt zu verändern. All dies inmitten eines Zeitalters, welches es ermöglicht, millionenstarke Bewegungen innerhalb weniger Wochen zu etablieren.

Gleichzeitig etabliert sich der Aktivismus auch als unscheinbarer Antagonist im Film. Der Film reflektiert dieses wie ein zweischneidiges Schwert: Die Entscheidung zur Teilnahme an Protesten bringt Hassbotschaften, enorme Risiken und eine unberechenbare öffentliche Präsenz in die Leben der jungen Protagonistinnen. Zum Wohle ihrer eigenen Zukunft, sind die Akteur*innen der Protestbewegungen jedoch zum Handeln gezwungen.

Anschließend Filmgespräch mit Chiu Kit Lam (Gründungsmitglied von Hongkonger in Deutschland e.V), moderiert von Axel Bussmer (Journalist, Humanistische Union Berlin-Brandenburg)

 

Zur Reihe

One World Berlin – Menschenrechte aktuell – die monatliche Filmreihe im Lichtblick-Kino, mit Dokumentarfilmen über Bürger- und Menschenrechte. Filmemacher*innen und Expert*innen diskutieren mit dem Publikum über Fragen, die Menschen in der Stadt bewegen, lokal und global: , Rassismus und Diskriminierung, Überwachung und Datenspeicherung, Teilhabe an einer gerechten Gesellschaft – Menschsein und Menschenrechte in der digitalen Welt.

Die Filmreihe versteht sich auch als Plattform für Berliner Bürger- und Menschenrechtsinitiativen, die zu den in den Filmen verhandelten Fragen arbeiten.

Die Filmreihe wird organisiert von der Humanistischen Union, Deutschlands ältester Bürgerrechts-Organisation (mitbegründet von Fritz Bauer), One World Berlin Human Rights Film Festival, das sich seit 2004 durch Menschenrechts-Filmarbeit engagiert, und dem Lichtblick-Kino.

 

Veranstaltungsort und Karten:

Lichtblick-Kino, Kastanienallee 77, 10435 Berlin https://www.lichtblick-kino.org/
Tickets nur bei kinoheld.de

 

Mehr über den Film:

Homepage von „Dear Future Children“: https://dearfuturechildren.com/

Wikipedia über „Dear Future Children“: https://de.wikipedia.org/wiki/Dear_Future_Children


Die Krimibestenliste Oktober 2021

Oktober 1, 2021

Herbst, Regen, Dunkelheit, Blitz, Donner, kein Nebel und die dazu passenden Empfehlungen der jeden Monat vom Deutschlandfunk Kultur präsentierten Krimibestenliste:

1 (-) Garry Disher: „Moder“

Aus dem Englischen von Ango Laina und Angelika Müller

Pulp Master, Berlin 2021

302 Seiten, 14,80 Euro

2 (4) James Sallis: „Sarah Jane“

Aus dem Englischen von Kathrin Bielfeldt und Jürgen Bürger

Liebeskind, München 2021

218 Seiten, 20 Euro

3 (-) Ivy Pochoda: „Diese Frauen“

Aus dem Englischen von Sigrun Arenz

ars vivendi, Cadolzburg 2021

360 Seiten, 23 Euro

4 (-) Tana French: „Der Sucher“

Aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann

Scherz, Frankfurt am Main 2021

496 Seiten, 22 Euro

5 (5) Christoffer Carlsson: „Unter dem Sturm“

Aus dem Schwedischen von Susanne Dahmann

Rowohlt, Hamburg 2021

464 Seiten, 22 Euro

6 (2) Susanne Saygin: „Crash“

Heyne, München 2021

416 Seiten, 12,99 Euro

7 (1) Garry Disher: „Barrier Highway“

Aus dem Englischen von Peter Torberg

Unionsverlag, Zürich 2021

346 Seiten, 22 Euro

8 (-) Andreas Pflüger: „Ritchie Girl“

Suhrkamp, Berlin 2021

464 Seiten, 24 Euro

9 (-) Hannelore Cayre: „Reichtum verpflichtet“

Aus dem Französischen von Iris Konopik

Ariadne im Argument Verlag, Hamburg 2021

256 Seiten, 20 Euro

10 (-) Frank Göhre: „Das Geld, die Stadt und der Tod“

CulturBooks, Hamburg 2021

160 Seiten, 15 Euro

Puh, davon liegt auch einiges auf meinem Zu-lesen-Stapel. Im Moment bin ich mit Colin Niels „Nur die Tiere“ beschäftigt. Die Verfilmung „Die Verschwundene“ startet am Donnerstag. Dann dazu mehr.

Habe ‚Keine Zeit zu sterben‘.


Deutscher Filmpreis 2021 – Die Preisträger:innen

Oktober 1, 2021

Wer hat darf denn dieses Jahr mit den Lolas (und dem damit verbundenem Preisgeld) heimgehen? Erstaunlich oft „Ich bin dein Mensch“ und erstaunlich selten „Fabian“. Da gab es wohl so einen „Dominik Graf muss nicht schon wieder alle Preise gewinnen“-Effekt und, wie ich schon bei der Veröffentlichung der Nominierungsliste schrieb, „Ich bin dein Mensch“ ist auch ein guter Film. Der zweite große Gewinner ist „Tides“ – und damit hätten zwei Genrefilme, zwei Science-Fiction-Film, die beide sehenswert sind, groß abgeräumt.

Also, hier noch einmal die vollständige Liste, ergänzt um die Gewinner:innen:

Bester Spielfilm:

GEWINNER BRONZE: Curveball – Wir machen die Wahrheit

GEWINNER SILBER: Fabian oder Der Gang vor die Hunde

GEWINNER GOLD: Ich bin dein Mensch

Je suis Karl

Schachnovelle

Und morgen die ganze Welt

Bester Dokumentarfilm

GEWINNER: Herr Bachmann und seine Klasse

Space Dogs

Walchensee Forever (Kinostart demnächst)

Bester Kinderfilm

GEWINNER: Die Adern der Welt

Jim Knopf und die Wilde 13

Beste Regie

Dominik Graf (Fabian oder Der Gang vor die Hunde)

Maria Speth (Herr Bachmann und seine Klasse) (Kinostart demnächst)

GEWINNER: Maria Schrader (Ich bin dein Mensch)

Bestes Drehbuch

Oliver Keidel, Johannes Naber (Curveball – Wir machen die Wahrheit)

Constantin Lieb, Dominik Graf (Fabian oder Der Gang vor die Hunde)

GEWINNER: Jan Schomburg, Maria Schrader (Ich bin dein Mensch)

Beste weibliche Hauptrolle

Saskia Rosendahl (Fabian oder Der Gang vor die Hunde)

GEWINNER: Maren Eggert (Ich bin dein Mensch)

Luna Wedler (Je suis Karl)

Beste männliche Hauptrolle

GEWINNER: Oliver Masucci (Enfant terrible)

Dan Stevens (Ich bin dein Mensch)

Jannis Niewöhner (Je suis Karl)

Beste weibliche Nebenrolle

Meret Becker (Fabian oder Der Gang vor die Hunde)

GEWINNER: Lorna Ishema (Ivie wie Ivie)

Birgit Minichmayr (Schachnovelle)

Beste männliche Nebenrolle

GEWINNER: Thorsten Merten (Curveball – Wir machen die Wahrheit)

Hary Prinz (Enfant terrible)

Milan Peschel (Je suis Karl)

Beste Kamera / Bildgestaltung

GEWINNER: Fabian oder Der Gang vor die Hunde (Hanno Lentz)

Home (Frank Griebe)

One of these Days (Michael Kotschi) (Kinostart demnächst)

Bester Schnitt

A Symphony of Noise (Andrew Bird)

GEWINNER: Fabian oder Der Gang vor die Hunde (Claudia Wolscht)

Walchensee Forever (Anja Pohl) (Kinostart demnächst)

Beste Tongestaltung

GEWINNER: A Symphony of Noise (Pascal Capitolin, Richard Borowski)

Enfant terrible (Andreas Wölki, Hubertus Rath, Kai Tebbel)

Nebenan (Roland Winke, Lars Ginzel, Noemi Hampel, Dominik Schleier)

Schachnovelle (Gunnar Voigt, Jan Petzold, Martin Steyer)

Space Dogs (Jonathan Schorr, Simon Peter, Tobias Adam)

Tides (Lars Ginzel, Frank Kruse, Markus Stemler)

Beste Filmmusik

Enfant terrible (Martin Todsharow)

Jim Knopf und die Wilde 13 (Ralf Wengenmayr, Marvin Miller)

GEWINNER: Tides (Lorenz Dangel)

Bestes Szenenbild

Fabian oder Der Gang vor die Hunde (Claus Jürgen Pfeiffer)

Schachnovelle (Matthias Müsse)

GEWINNER: Tides (Julian R. Wagner)

Bestes Kostümbild

Fabian oder Der Gang vor die Hunde (Barbara Grupp)

Jim Knopf und die Wilde 13 (Anke Winckler)

GEWINNER: Schachnovelle (Tanja Hausner)

Tides (Leonie Zykan) (Kinostart demnächst)

Bestes Maskenbild

Fabian oder Der Gang vor die Hunde (Nannie Gebhardt-Seele, Anna Freund)

Schachnovelle (Daniela Skala)

GEWINNER: Tides (Sabine Schumann)

Beste visuelle Effekte

Jim Knopf und die Wilde 13 (Frank Schlegel)

Schachnovelle (Michael Wortmann)

GEWINNER: Tides (Denis Behnke)

Besucherstärkster Film

Nightlife (Regie: Simon Verhoeven)

Ehrenpreis

Senta Berger


Große Ereignisse kündigen sich an

September 24, 2021


Lola!!! Die Nominierten für den Deutschen Filmpreis 2021

August 19, 2021

Wer hat denn dieses Jahr die Chance auf eine Lola, wie der Deutsche Filmpreis inzwischen genannt werden möchte. Nominiert sind eine doch überschaubare Zahl von Filmen, die noch nicht alle im Kino angelaufen sind.

In der Kategorie „Bester Spielfilm“ sind nominiert:

Curveball – Wir machen die Wahrheit (Kinostart demnächst)

Fabian oder Der Gang vor die Hunde

Ich bin dein Mensch

Je suis Karl (Kinostart demnächst)

Schachnovelle (Kinostart demnächst)

Und morgen die ganze Welt

(Mein Tipp: Fabian oder Der Gang vor die Hunde; Ich bin dein Mensch fand ich auch gelungen. Die anderen Filme – ach schweigen wir darüber, bis sie im Kino anlaufen)

Bester Dokumentarfilm

Herr Bachmann und seine Klasse (Kinostart demnächst)

Space Dogs

Walchensee Forever (Kinostart demnächst)

Bester Kinderfilm

Die Adern der Welt

Jim Knopf und die Wilde 13

Beste Regie

Dominik Graf (Fabian oder Der Gang vor die Hunde)

Maria Speth (Herr Bachmann und seine Klasse) (Kinostart demnächst)

Maria Schrader (Ich bin dein Mensch)

Bestes Drehbuch

Oliver Keidel, Johannes Naber (Curveball – Wir machen die Wahrheit)

Constantin Lieb, Dominik Graf (Fabian oder Der Gang vor die Hunde)

Jan Schomburg, Maria Schrader (Ich bin dein Mensch)

Beste weibliche Hauptrolle

Saskia Rosendahl (Fabian oder Der Gang vor die Hunde)

Maren Eggert (Ich bin dein Mensch)

Luna Wedler (Je suis Karl) (Kinostart demnächst)

Beste männliche Hauptrolle

Oliver Masucci (Enfant terrible)

Dan Stevens (Ich bin dein Mensch)

Jannis Niewöhner (Je suis Karl) (Kinostart demnächst)

Beste weibliche Nebenrolle

Meret Becker (Fabian oder Der Gang vor die Hunde)

Lorna Ishema (Ivie wie Ivie) (Kinostart demnächst)

Birgit Minichmayr (Schachnovelle) (Kinostart demnächst)

Beste männliche Nebenrolle

Thorsten Merten (Curveball – Wir machen die Wahrheit) (Kinostart demnächst)

Hary Prinz (Enfant terrible)

Milan Peschel (Je suis Karl) (Kinostart demnächst – Peschel ist grandios!)

Beste Kamera / Bildgestaltung

Fabian oder Der Gang vor die Hunde (Hanno Lentz)

Home (Frank Griebe)

One of these Days (Michael Kotschi) (Kinostart demnächst)

Bester Schnitt

A Symphony of Noise (Andrew Bird) (Kinostart demnächst)

Fabian oder Der Gang vor die Hunde (Claudia Wolscht)

Walchensee Forever (Anja Pohl) (Kinostart demnächst)

Beste Tongestaltung

A Symphony of Noise (Pascal Capitolin, Richard Borowski)

Enfant terrible (Andreas Wölki, Hubertus Rath, Kai Tebbel)

Nebenan (Roland Winke, Lars Ginzel, Noemi Hampel, Dominik Schleier)

Schachnovelle (Gunnar Voigt, Jan Petzold, Martin Steyer) (Kinostart demnächst)

Space Dogs (Jonathan Schorr, Simon Peter, Tobias Adam)

Tides (Lars Ginzel, Frank Kruse, Markus Stemler) (Kinostart demnächst – für SF-Fans ein Dystopie-Pflichttermin)

Beste Filmmusik

Enfant terrible (Martin Todsharow)

Jim Knopf und die Wilde 13 (Ralf Wengenmayr, Marvin Miller)

Tides (Lorenz Dangel)

Bestes Szenenbild

Fabian oder Der Gang vor die Hunde (Claus Jürgen Pfeiffer)

Schachnovelle (Matthias Müsse) (Kinostart demnächst)

Tides (Julian R. Wagner) (Kinostart demnächst)

Bestes Kostümbild

Fabian oder Der Gang vor die Hunde (Barbara Grupp)

Jim Knopf und die Wilde 13 (Anke Winckler)

Schachnovelle (Tanja Hausner) (Kinostart demnächst)

Tides (Leonie Zykan) (Kinostart demnächst)

Bestes Maskenbild

Fabian oder Der Gang vor die Hunde (Nannie Gebhardt-Seele, Anna Freund)

Schachnovelle (Daniela Skala) (Kinostart demnächst)

Tides (Sabine Schumann) (Kinostart demnächst)

Beste visuelle Effekte

Jim Knopf und die Wilde 13 (Frank Schlegel)

Schachnovelle (Michael Wortmann) (Kinostart demnächst)

Tides (Denis Behnke)

Besucherstärkster Film

Nightlife (Regie: Simon Verhoeven) (nicht „Die Känguru-Chroniken“)

Ehrenpreis

Senta Berger

Das ZDF zeigt am 1. Oktober um 23.00 Uhr die Verleihung der Lolas.


Die Krimibestenliste August 2021

August 9, 2021

Auf der von Deutschlandfunk Kultur präsentierten Krimibestenliste stehen im August folgende Krimis:

1 (-) Susanne Saygin: „Crash“

Heyne, München 2021

416 Seiten, 12,99 Euro

2 (-) Eloísa Díaz: „1981“

Aus dem Englischen von Mayela Gerhardt

Hoffmann und Campe, Hamburg 2021

321 Seiten, 23 Euro

3 (-) Max Annas: „Der Hochsitz“

Rowohlt, Hamburg 2021

272 Seiten, 22 Euro

4 (5) Anne Goldmann: „Alle kleinen Tiere“

Ariadne im Argument Verlag, Hamburg 2021

302 Seiten, 18 Euro

5 (4) Alexis Schaitkin: „Saint X“

Aus dem Englischen von Wibke Kuhn

Ullstein, Berlin 2021

476 Seiten, 24 Euro

6 (-) Garry Disher: „Barrier Highway“

Aus dem Englischen von Peter Torberg

Unionsverlag, Zürich 2021

346 Seiten, 22 Euro

7 (-) Liam McIlvanney: „Ein frommer Mörder“

Aus dem Englischen von Susanne Lohmann

Heyne, München 2021

448 Seiten, 14,99 Euro

8 (-) Martin Cruz Smith: „Die Spur des Bären“

Aus dem Englischen von Rainer Schmidt

C. Bertelsmann, München 2021

268 Seiten, 16 Euro

9 (-) Mercedes Rosende: „Der Ursula-Effekt“

Aus dem Spanischen von Peter Kultzen

Unionsverlag, Zürich 2021

280 Seiten, 18 Euro

10 (6) Viet Thanh Nguyen: „Die Idealisten“

Aus dem Englischen von Wolfgang Müller

Blessing, München 2021

496 Seiten, 24 Euro


Die Krimibestenliste Juli 2021

Juli 6, 2021

Auf der von Deutschlandfunk Kultur präsentierten Juli-Krimibestenliste stehen folgende Krimis:

1 (3) Johannes Groschupf: „Berlin Heat“

Suhrkamp, Berlin 2021

254 Seiten, 14,95 Euro

2 (6) Friedrich Ani: „Letzte Ehre“

Suhrkamp, Berlin 2021

270 Seiten, 22 Euro

3 (2) Colin Niel: „Nur die Tiere“

Aus dem Französischen von Anne Thomas

Lenos, Basel 2021

286 Seiten, 22 Euro

4 (-) Alexis Schaitkin: „Saint X“

Aus dem Englischen von Wibke Kuhn

Ullstein, Berlin 2021

476 Seiten, 24 Euro

5 (-) Anne Goldmann: „Alle kleinen Tiere“

Ariadne im Argument Verlag, Hamburg 2021

302 Seiten, 18 Euro

6 (-) Viet Thanh Nguyen: „Die Idealisten“

Aus dem Englischen von Wolfgang Müller

Blessing, München 2021

496 Seiten, 24 Euro

7 (4) „Kate Atkinson: „Weiter Himmel“

Aus dem Englischen von Anette Gruber

Dumont, Köln 2021

476 Seiten, 24 Euro

8 (1) David Peace: „Tokio, neue Stadt“

Aus dem Englischen von Peter Torberg

Liebeskind, München 2021

432 Seiten, 24 Euro

9 (-) John Mair: „Es gibt keine Wiederkehr“

Aus dem Englischen von Jakob Vandenberg

Elsinor, Coesfeld 2021

264 Seiten, 18 Euro

10 (9) Beth Ann Fennelly/Tom Franklin: „Das Meer von Mississippi“

Aus dem Englischen von Eva Bonné

Heyne Hardcore, München 2021

384 Seiten, 22 Euro

In ( ) ist die Platzierung vom Vormonat.


Die Scribe-Awards 2021

Juli 5, 2021

Das ist einer meiner Lieblingspreise: der Scribe Award der International Association of Media Tie-In Writers (IAMTW). Ausgezeichnet werden Romane und Comics, die neue Abenteuer von aus Film und Fernsehen bekannten Figuren und Welten erzählen oder klassische Filmromane sind.

Diese „Romane zum Film“ gehörten zu den ersten Romanen, die ich las. Teils als Ersatz für den Film (wenn er nicht im Kino lief oder ich noch viel zu jung war, um mir eine Eintrittskarte kaufen zu können), teils um das Filmerlebnis zu wiederholen (wenn er nicht mehr im Kino lief), teils um mehr über die Figuren und die Welt des Films zu erfahren.

Folgende Werke wurden dieses Jahr ausgezeichnet:

General Original Novel and Adapted Novel:

Day Zero (Watch Dogs Legion) von James Swallow und Josh Reynolds (Watch Dogs: Legion – Tag Null, Cross Cult)

Graphic Novel:

Blade Runner, von Michael Green und Mike Johnson (Blade Runner 2019, Panini)

Original Novel – Speculative:

Star Trek Discovery: Die Standing, von John Jackson Miller (erscheint vielleicht bei Cross Cult)

Short Story: (TIE)

Stone by Stone, von Christie Golden

Useful Parasites, von M. K. Hutchins

YA/MG:

The Rise of Skywalker von Michael Kogge (Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers: Jugendroman zum Film, Panini)

Audio Drama: (TIE)

Out of Time, von Matt Fitton

Tropical Beach Sounds and Other Relaxing Seascapes #4, von Tim Foley

FAUST AWARD (Lebenswerk)

Max Allan Collins

(der Mann hat auch viele ausgezeichnete Kriminalromane geschrieben.)

Hier findet Ihr die Liste aller aller nominierten Werke. 

(via IAMTV)


Ankündigung: Vesper – Menschenrechte aktuell: Wann und wie können wir wieder durch die Nacht tanzen? – am Donnerstag, den 24. Juni 2021

Juni 10, 2021

Was habe ich die Tage getan? Pressevorführungen besucht (u. a. Fabian, Godzilla vs Kong, Possessor, Freaky, Nobody) (Ja, das Kino kehrt zurück!! Und Godzilla gehört wirklich auf die wirklich große Leinwand.), fotografiert (z. B. diese Küken vor dem C/O Berlin) und eine Veranstaltung organisiert (mit sehr guten Gästen; ach lest selbst unter dem Bild)

Vesper- Menschenrechte aktuell: Wann und wie können wir wieder durch die Nacht tanzen?

Podiumsdiskussion am Donnerstag, den 24. Juni 2021, um 19.00 Uhr, online

mit

Myriam (SO36)

Olaf Kretschmar (Geschäftsführer Berlin Music Commission)

‚MAD Marc‘ Nickel (Geschäftsführer M.A.D. Tourbooking)

Pamela Schobeß (1. Vorstandsvorsitzende Clubcommission, Betreiberin Club Gretchen) und

Torsten Wöhlert (Staatssekretär, Senatsverwaltung für Kultur und Europa)

„Wir sind die ersten, die schließen, und die letzten, die wieder öffnen dürfen.“ hieß es vor über einem Jahr, als wegen der Coronavirus-Pandemie Lokale, Clubs und Konzerthallen schlossen und Tourneen abgesagt wurden. Wann und wie Bands und Musiker:innen wieder wie früher auftreten können, ist vollkommen unklar. Die Musikzeitschrift „Rolling Stone“ schreibt: „Ein komplett normalisiertes Konzertgeschehen wird es wohl erst 2023 wieder geben.“ Und konstatiert nüchtern: „Es geht um das Überleben unserer Kultur.“

Denn die in Clubs auftretenden Künstler:innen definieren die Gesellschaft und fordern sie heraus. Clubs waren und sind ein Ort der Freiheit. Sie akzeptieren Minderheiten. Sie schließen niemand aus. Sie tragen dazu bei, dass die Gesellschaft über sich nachdenkt und sie verändern die Gesellschaft. Sie sind systemrelevant für eine offene Gesellschaft.

Vor der Pandemie sorgten sie für das positive Image von Berlin als weltoffene Großstadt. Fast ein Viertel der Touristen besuchten Berlin nur wegen der Clubs. Damit sind sie auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Allein die Club- und Veranstaltungsszene setzte vor der Pandemie jährlich ungefähr 170 Millionen Euro brutto um und beschäftigte direkt neuntausend Menschen. Viele von ihnen können seit über einem Jahr ihren Beruf nicht mehr ausüben. Zu ihrer Sicherung gibt es verschiedene, normalerweise befristete Hilfsprogramme.

Im Moment ist unklar, wie Clubs und Konzerthallen wieder eine wichtige Impulse für die gesamte Gesellschaft setzende Sub- und Gegenkultur werden können. Denn ein Rockkonzert mit Abstandsregeln ist kein Rockkonzert, ein Punkkonzert, bei dem jeder auf seinem Sitzplatz sitzen bleibt, kein Punkkonzert, eine Clubnacht mit Maske und viel Abstand keine Clubnacht. Und natürlich müssen die Konzertgänger:innen und Clubbesucher:innen sich wieder trauen, ihre Wohnung zu verlassen.

Deshalb muss es einen Plan für den Übergang von den aktuellen Mini-Öffnungen und Pilotprojekten hin zum Normalbetrieb geben. Tourneen von Bands durch Deutschland oder Europa, teils mit nicht in Europa lebenden Künstler:innen, werden über viele Wochen und Monate geplant und sie brauchen Orte, an denen sie auftreten können.

Mit Fachleuten und der Politik wollen wir über die aktuelle Situation und die Perspektiven der Veranstaltungsbranche reden. Denn ohne die Clubs und die vielen Menschen, die in ihnen arbeiten, gibt es keine Live-Veranstaltungen und für Künstler:innen keine Möglichkeit ihr Werk vor einem Publikum zu präsentieren. Oder, anders gesagt: ohne sie gibt es nicht das Berlin, das wir kennen und lieben.

Weitere Informationen

Berlin Music Commission: https://www.berlin-music-commission.de/

Clubcommission: https://www.clubcommission.de/

M.A.D. Tourbooking: https://www.mad-tourbooking.de/

Senatsverwaltung für Kultur und Europa: https://www.berlin.de/sen/kulteu/

SO36: https://www.so36.com/tickets

Mit dieser Vesper, die auch die letzte vor der Sommerpause ist, wird die monatliche „Vesper: Menschenrechte aktuell“-Veranstaltungsreihe virtuell fortgesetzt. Am Donnerstag, den 30. September, geht es weiter. Voraussichtlich mit einer Diskussion die Wahlen zum Bundestag und Abgeordnetenhaus und über den Zustand der bundesdeutschen Demokratie.

Veranstaltende: Internationale Liga für Menschenrechte e. V., Humanistische Union e. V., Eberhard-Schultz-Stiftung für soziale Menschenrechte & Partizipation und Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte